Gott vergibt

Der Bibeltext

Lukas 15,11-24 (Gute Nachricht)

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

Jesus erzählt mehrere Gleichnisse vor Schriftgelehrten, um ihnen deutlich zu machen, wie Gott ist. Gott wird dabei als der suchende Hirte, als der Gott der sich wie eine verlorene Münze finden lässt und in unserem Gleichnis als der sehnsüchtig wartende Vater dargestellt.

Zunächst der suchende Vater. Dann der Vater der sich finden lässt und in diesem Gleichnis der sehnsüchtig wartende Vater. Jesus redet dabei zu Personen, die der Oberschicht Israels angehören. Die beiden vorangegangenen Geschichten zielen dabei jedoch auf Lebensbereiche der einfacheren Leute, weshalb es die Pharisäer und Schriftgelehrten nicht unbedingt ansprechen muss. Der verlorene Sohn ist der Sohn eines reichen und wohlhabenden Mannes und gehört somit einer Oberschicht an und ist somit auch ansprechender für die Zuhörer dieses Gleichnisses.

Das Gleichnis zeigt ein Stück weit wie Gott ist. Der Sohn will den Vater verlassen, weil er etwas neues, besseres kennenlernen will. Deshalb fordert der Sohn frühzeitig sein Erbe. ER erklärt seinen Papa für tot. Interessant dabei ist, dass der Vater weiß, dass der Sohn ihn verlassen wird und er ihm trotzdem noch etwas auf den Weg mitgibt.
Der Sohn meint, dass er das wahre Leben verpasst und wendet sich deshalb vom eigentlichen Leben beim Vater ab. Wie oft haben wir solche Gedanken, im braven Christsein das eigentliche Leben, das Spaß macht, zu verpassen? Und merken dann, dass uns weltliche Dinge nicht die Leere in unserem Herzen ausfüllen können, die nur Gott füllen kann. Das hat der Sohn auch gemerkt. Er kehrt zu seinem Vater zurück und will dort als Arbeiter neu anfangen, weil er weiß, dass er an seinem Vater schuldig geworden ist und er schämt sich für seine eigene Dummheit. Man erwartet vom Vater eine zornige, menschliche Reaktion. Doch der Vater reagiert göttlich. Er wartet auf den Sohn und sieht in dann schon von weitem. Dies macht Gottes Sehnsucht nach uns deutlich. Der Vater macht den Sohn frei von seiner Last und seiner Sünde, denn der Mensch der dahinter steht ist ihm wichtiger als dessen Taten. Das steht im Gegensatz zu uns Menschen, die wir oft nur die Taten der anderen sehen, und nicht den Menschen dahinter.

Bezug zur Altersgruppe

Schuld und Vergebung lernen Kinder schon sehr früh kennen! Sie wissen genau, wenn sie etwas Unrechtes getan haben. Sie verstecken sich in den meisten Fällen, weil sich fürchten zu den Eltern zurück zu kommen – aus Angst geschimpft zu werden. Dabei können sie sich der Liebe ihrer Eltern eigentlich immer sicher sein und, dass ihnen nichts wirklich schlimmes passieren wird. So fällt es ihnen nicht schwer, sich in die Situation des Sohnes reinzudenken.

Kleingruppen

Station 1: Kreatives

Für die Kreativstation  gibt es zwei Möglichkeiten, weshalb zwei Mitarbeiter an dieser Station benötigt werden, um beide Varianten gleichzeitig erklären und durchführen zu können.

Message: der Ring ist nicht nur ein Schmuckstück, sondern gibt dem Träger auch die Vollmacht über die Finanzgeschäfte. Der Vater nimmt (in unserem Gleichnis) seinen Sohn mit dem Siegelring wieder in die Familie auf.
Deshalb dürft ihr euch jetzt auch selbst einen Ring basteln, damit ihr euch erinnert, dass ihr zu jeder Zeit und an jedem Ort von Gott in seine Familie aufgenommen seid, wenn ihr zu ihm kommt.

Knetgummiring:

Durchführung:

  • Jedes Kind sucht sich drei Farben des Knetgummis aus und macht sich jeweils ein erbsengroßes Stück davon ab.
  • Die drei Teile werden nun zusammen geknetet, sodass ein buntes Muster entsteht. (Nicht zu viel, sonst vermischen sich die Farben zu sehr!)
  • Das Ganze wird mit einem Stück Frischhaltefolie (max. 10-15cm) glatt umspannt. Die überstehenden Reste der Folie werden auf einer Seite zusammengedreht.
  • Der Pfeifenreiniger wird nun einmal um den zusammengedrehten Folienrest nahe am Knetgummi gewickelt. Der überstehende Pfeifenreiniger Rest wird nun zu einem Ring geformt und an den Finger des Kindes angepasst.
  • Fertig ist der Ring!

Alternative: Geflochtenes Armband

Durchführung:

  • Der oben beschriebene Text wird zur Vertiefung der Geschichte und zur Erläuterung der Symbolik des Ringes vorgelesen oder vorgestellt.
  • Die Kinder suchen sich jeweils drei Bänder aus.
  • Man knotet die drei Fäden mit dem Schlüsselring zusammen
  • Man klebt den Schlüsselring mit dem Klebeband am Tisch fest, sodass die drei Fäden zum eigenen Körper zeigen.
  • Jetzt kann mit dem Flechten begonnen werden. Dafür werden die drei Fäden zunächst flach auf den Tisch ausgebreitet.
  • Das Band links außen wird in die Mitte über das mittlere Band gelegt. Anschließend wird das rechte Band über das nun in der Mittel liegende Band gelegt.
  • Man wiederholt das so lange bis man das ganze Band verflochten hat.
  • Am Schluss wird das geflochtene Band mit einem Knoten befestigt.
  • Fertig ist der Schlüsselanhänger!

Station 2: Spezial „Labyrinth“

Message: Manchmal ist der Weg zum Vater nicht ganz eindeutig und man kommt sich vor wie in einem Labyrinth aus dem man herausfinden muss. Dabei kann man sich sicher sein, dass am Ausgang der Vater auf einen wartet und dich in seine Arme schließen will.

Aufgabe:

Der Sohn hat sich in der Mitte des Labyrinths verirrt und muss nun den Ausgang wiederfinden. Helfe dem Sohn den Weg aus dem Labyrinth zu finden, indem du mit einem Stift den Pfaden folgst.

Es gibt zwei Varianten. Eine leichte für Kinder der 1. Und 2. Klasse, und eine Schwere für Kinder ab der 3. Klasse.

Station 3: Bibellesen und Gebet „Bildergeschichte“

Die Bilder zur Geschichte des verlorenen Sohnes werden verdeckt in die Mitte gelegt. Jedes Kind darf nun eine Karte nehmen. Sind noch Karten übrig, werden diese offen auf den Tisch gelegt. Nun dürfen die Kinder ihre Bilder anschauen. Das Kind, welches meint den Anfang der Geschichte zu haben oder diesen in der Mitte entdeckt, darf sagen was darauf passiert und es anschließend auf eine Seite des Tisches legen. Mit den anderen Karten wird auf gleiche Weise fortgefahren und neben die erste Karte hingelegt, sodass am Ende die Bilder richtig sortiert sind und somit den Verlauf der Geschichte wiedergegeben. Eine Person kann, wenn noch Zeit ist, nun den Text einmal vorlesen.

Zum Abschluss wird ein Gebet gesprochen!

Station 4: Spiel „Bonbonpapier Schnipsen“

Jeder bekommt am Anfang 6 Bonbon Papiere und das Tor wird auf einer Seite des Tisches aufgestellt. Die Kinder stellen sich geordnet in einer Reihe auf der anderen Seite des Tisches auf.
Dann darf jedes Kind nacheinander mit einem Bonbonpapier versuchen auf das Tor zu schnipsen. Danach stellt man sich wieder hinten an. Die geschossenen Papierchen werden nicht wieder verwendet. Hat ein Kind nicht getroffen wird ihm ein Minuspunkt aufgeschrieben.

Nachdem die Kinder alle sechs Papiere verschossen haben, wird die Liste der Minus Punkte vorgelesen.

Jeder bekommt trotzdem 6 richtige Bonbons. Zum Zeichen dafür, dass die Minuspunkte bei Gott nicht zählen. Wie in der Geschichte werden dir auch die Minuspunkte vergeben und spielen keine Rolle mehr.

Station 5: Gespräch

Den Kindern werden verschiedene Fragen gestellt, um dadurch ein offenes Gespräch zur Geschichte und zum Thema anzuregen. Jede Antwort wird dabei respektiert und nicht als falsch oder blöd eingeordnet.

  • Der Sohn hat den Vater verlassen! Kannst du den Sohn verstehen? Warum hat der das gemacht?
  • Wenn du von zu Hause weg zu gehen würdest, wo würdest du hingehen?
  • Ist es dir auch schon mal so mies gegangen, wie dem Sohn in unserer Geschichte? Und du wusstest: Es ist deine eigene Schuld?
  • Hast du dich schon mal mit deinen Eltern, deinen Freunden,… nach einem schlimmen Streit wieder versöhnt? Was hat dir dabei geholfen und wie war es für dich?
  • Abschlussfrage: Wie würdest du Schuld und Vergebung beschreiben?

Abschließende Worte: Gott befreit dich von deiner Schuld! Und das heißt nicht, dass er einfach darüber hinwegsieht und sie vergisst, denn dann wäre sie immer noch da! Jesus ist für dich ans Kreuz gegangen und hat all unsere Schuld auf sich geladen, damit du befreit leben kannst. Das bedeutet er nimmt diese Schuld so weg, dass sie keine Rolle mehr spielt.

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