Kooperations-Übung: Plane wenden

Ablauf
Zu Beginn der Übung wird eine Plane auf dem Boden ausgebreitet. Die Größe dieser Plane ist abhängig von der Anzahl der Teilnehmenden und sollte so bemessen sein, dass ca. 1/3 der Plane frei bleibt, wenn sich alle Teilnehmenden darauf stellen.
Die Gruppe stellt sich auf die Plane und hat nun die Aufgabe diese zu wenden, ohne dass dabei einer Teilnehmenden die Plane verlässt. Die Übung ist dann beendet, wenn die Seite der Planen, auf der die Teilnehmenden zu Beginn stehen, nach unten zeigt.

Regeln

  1. Die Teilnehmenden dürfen im Laufe der Übung die Plane nicht verlassen. Der Boden darf nicht berührt werden.
  2. Es dürfen keine Hilfsmittel verwendet werden.

Anregungen und Hinweise

  • Variante: Hat die Gruppe die Aufgabe erfolgreich gelöst, kann im zweiten Durchgang die Plane verkleinert werden. In den meisten Fällen ist die Gruppe nun gezwungen, sich eine neue Strategie zu überlegen, da die erste Strategie meist nur bei größeren Planen funktioniert.
  • Variante mit erhöhter Schwierigkeit: An den vier Ecken der Planen ist je ein Seil angebracht, welche von jeweils einem Teilnehmenden in der Hand gehalten wird. Die Teilnehmenden dürfen das Seil nicht loslassen oder jemand anderem in die Hand geben. Die Plane selbst darf nicht berührt und nur über die Seile bewegt werden.

Lösung
Die Plane wird an zwei Ecken um 180° gedreht. Die Teilnehmenden steigen nach einander über den verdrehten Teil der Plane auf den gewendeten Teil. Dabei wird die Plane Stück für Stück weiter gedreht, bis alle Teilnehmenden auf der neuen Seite stehen.

Wieder wird es Frühling: Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher, Blumen, das erste Eis. Es riecht nach Aufbruch und Neuanfang – und wir bibbern um Inzidenzzahlen, steigende Kurven, Impfungen, Lockdown. Das klingt überhaupt nicht nach Aufbruch! Und doch ist uns bei der Vorbereitung zu diesem Newsletter etwas aufgefallen: Für uns Christinnen und Christen wird es Pfingsten. Und Pfingsten ist eine riesige Aufbruchsgeschichte! Mit Pfingsten startet die größte Bewegung der Menschheit. Und sie beginnt in einem Dachzimmer. Die Jünger hocken im Zimmer und wissen wenig mit sich anzufangen. Jesus ist weg. Heftige Tage liegen hinter ihnen. Zurückgezogen und ganz unter sich warten sie. Und dann kommt er. Genau in diesen Raum, in diesen Rückzugsort – in diesen Lockdown? „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.“ (Apg 2,2.4a)
Gott lässt sich nicht aufhalten. Wer weiß, was er in deinem Lockdown starten will?

Theologische und pädagogische Vorbemerkung

Mit dem Thema Heiliger Geist setzt diese Einheit einen besonders herausfordernden und gleichzeitig relevanten Schwerpunkt. Herausfordernd, weil der Heilige Geist die am wenigsten fassbare Gestalt der Dreieinigkeit ist, er hat etwas Mystisches und Unvorstellbares. Relevant, weil eine zentrale Anfrage junger Menschen an den christlichen Glauben die Erfahrbarkeit ist. Sie wollen den Glauben nicht nur kennen und verstehen, sondern ihn erleben. Der Heilige Geist kann in ihnen die Gewissheit entstehen lassen, dass Gott real und ein Teil ihres Lebens ist. Gleichzeitig ist er nicht verfügbar. Menschen können ihn nicht machen oder heraufbeschwören, „er weht, wo er will“ (Joh 3,8). Diese theologische Dimension stellt das Thema vor eine Herausforderung. Die Teilnehmenden können eingeladen werden, sich für das Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen, ob sie ihn erleben oder nicht, entzieht sich jedoch jeglicher Planbarkeit. Gleichzeitig hat der Heilige Geist zahlreiche Facetten: Er ist Tröster, Beistand oder Begleiter, er steht in Verbindung mit den Gaben (Gaben des Geistes) und kommt in der Bibel als Feuer, Taube oder auch Wind vor. In dieser Einheit soll der Schwerpunkt auf den Heiligen Geist als Orientierungshilfe für das Leben gelegt werden. Dies passt einerseits zur Situation der Jugendlichen und Jungen Erwachsenen, die in einer zentralen Umbruchphase ihres Lebens stehen. Andererseits spiegelt diese Fokussierung die Situation von Petrus wider, als Jesus in Johannes 14 sein Fortgehen andeutet. Er verspricht den Jüngern in dieser Situation den Heiligen Geist als Tröster, aber eben auch als jemanden, der Orientierung gibt, der hilft, im Alltag nach Gottes Plan zu leben. Diese Zusage gilt auch den Teilnehmenden: Obwohl wir weder Gott noch Jesus sehen und anfassen können, ist er im Alltag durch den Heiligen Geist bei uns. Mehr noch: Er ist ein Teil unserer Identität, weil der Heilige Geist in uns lebt, wenn wir mit Gott leben wollen. So kann er uns helfen, wichtige Entscheidungen zu treffen und mit herausfordernden Situationen umzugehen. Er erinnert uns an das Wesen und den Plan Gottes.
Eine weitere Besonderheit dieser Einheit ist die Feier des Gemeinschaftsmahls in Anlehnung an das Abendmahl. Es wird an dieser Stelle bewusst kein klassisches Abendmahl gefeiert, um die Teilnehmenden in ihrer individuellen Glaubensreise nicht zu überfordern. Dennoch sollen sie das Abendmahl kennenlernen und bildhaft die Tischgemeinschaft unter Christinnen und Christen erleben können. Vor Ort kann jedoch individuell auch entschieden werden, tatsächlich ein Abendmahl zu feiern.

Hinweis zur Zeitplanung

Diese Einheit 6 ist als Wochenende zusammen mit Einheit 7 konzipiert. Die Planungen für das gesamte Wochenende sind zeitlich so gehalten, dass es am Samstag um 11 Uhr beginnt und am Sonntag nach dem Mittagessen endet. Natürlich ist es auch möglich, einzelne Elemente der Einheit 6 zu machen, aber die Übernachtung allein in der Natur kann eine intensive und wichtige Erfahrung sein.

Vorbemerkungen zur Lonely Night: Bei einem Solo werden die Teilnehmenden einzeln in die Natur geschickt und verbringen dort eine gewisse Zeit allein. Der zeitliche Umfang eines Solos kann frei gewählt werden. Für diese Einheit wird eine besondere Form des Solos beschrieben und zur Durchführung empfohlen, nämlich die Lonely Night: Die Teilnehmenden verbringen eine Nacht allein in der Natur. Die Lonely Night ist eine sehr intensive und individuelle Herausforderung, die meist Abwehr bei den Teilnehmenden hervorruft. Da bei dieser Art des Solos aber sehr tiefe und gute persönliche und geistliche Erfahrungen gemacht werden können, empfehlen wir sehr, sich dieser Herausforderung zu stellen. Schon Jesus hat immer wieder diese Zeiten der Stille und des Alleinseins gesucht, angefangen von wenigen Stunden bis hin zu dem 40-tägigen Aufenthalt in der Wüste.
Um die Teilnehmenden für die Lonely Night zu gewinnen, braucht es Fingerspitzengefühl und eine gute Balance zwischen Motivieren und Achten der Grenzen der Teilnehmenden. Sollten sich Einzelne dieser Lonely Night strikt verweigern, ist es äußerst wichtig, dies zu respektieren und Alternativen anzubieten. Folgende Varianten haben sich bewährt:

  • Durchführung der Lonely Night als „Duo“ oder „Trio“, also mit anderen Teilnehmenden zusammen. Wichtig ist aber, dass diese Zeit gezielt genutzt wird und man sich nicht von der eigentlichen Aufgabe ablenken lässt (z. B. durch Tratschen). Hier kann jedoch neben bewussten Schweigezeiten auch der angeregte Austausch eine Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den Themen sein.
  • Die Teilnehmenden nehmen an dem Solo teil, kehren dann aber nach einer gewissen Zeit zum Haus/Standort zurück und verbringen die Nacht dort.
  • Die Teilnehmenden übernachten in Zelten. In dem Fall muss Zeit für den Aufbau der Zelte eingeplant werden.

Grundsätzlich machen wir ausdrücklich Mut, die Lonely Night durchzuführen, da die Teilnehmenden sich selbst neu erleben und ein besonderer Raum für eine Gottesbegegnung eröffnet wird.

Einführung: Einheit 6

Die Gruppe wird begrüßt und nach einem kurzen Bezug auf die Mitnahmekarte kurz in das Thema und den Ablauf eingeführt. Zusätzlich sollten zu Beginn weitere Hinweise (z. B. Orte, Gegebenheiten, Regeln und Absprachen) gegeben werden, die speziell für das Wochenende relevant sind.

Warm-up: Gordischer Knoten
Zielgedanke

Die Teilnehmenden werden aus dem Alltag abgeholt und mit ins Thema genommen.

Zeit: 10 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: keins

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Teilnehmenden stellen sich in einen Kreis und strecken ihre Hände in die Mitte. Dann schließen alle ihre Augen und gehen auf die Mitte zu. Dabei ergreifen sie mit ihren Händen zwei Hände der anderen Teilnehmenden. Hat jede/jeder zwei unterschiedliche Hände ergriffen, ist ein Knäuel entstanden und alle dürfen ihre Augen öffnen. Nun müssen sie versuchen, dieses Knäuel zu lösen, um am Ende wieder in einem Kreis zu stehen.

Regel

Es darf keine Hand losgelassen werden, auch nicht zum Umgreifen.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden werden auf leichte Weise auf das Thema eingestimmt und können zu Beginn als ganze Gruppe eine Aufgabe gemeinsam schaffen.

Aktion: Knotenkunde für den Biwak-Bau
Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen die wichtigsten Knoten für den Bau eines Biwaks erlernen.

Zeit: 45 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: pro Person 1 Seil (Reepschnur), 1 Knotenanleitung (als Download verfügbar)

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Alle bekommen ein Seil und eine Anleitung für die drei wichtigsten Knoten. Gemeinsam mit einer Partnerin / einem Partner werden dann die Knoten ausprobiert.

Hinweis

Es ist zu empfehlen, dass die Mitarbeitenden die hier abgebildeten Knoten vorher schon einmal ausprobiert haben und sie selbst sicher beherrschen.

Der doppelte Achter/Bulin: Er wird zur Befestigung des Seils an den Ösen der Plane oder zur Befestigung des Seils an Bäumen, Stöcken usw. benötigt.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden erlernen Knoten und können diese für das Biwak verwenden.

Aktion: Biwak-Bau
Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen eine Unterkunft bauen, die sie vor Regen, Wind und in geringem Maß auch vor Kälte schützt.

Zeit: 60 min
Gelände: steinfreie Fläche zwischen zwei lebenden Bäumen
Material: 1 Foto-Anleitung Biwak-Bau (als Download verfügbar), pro Person 1 Plane (2 x 3 m), Reepschnur (oder andere Schnur, z. B. Paketschnur), 1 Schnitzmesser

Aufbau

Damit das Biwak auch wirklich eine sichere und geruhsame Unterkunft bietet, ist neben dem Material unbedingt auch die Wahl des Bauplatzes zu beachten. Die einfachste Form des Biwaks wird zwischen zwei Bäumen aufgespannt. Entsprechend sucht man nach einer ebenen, möglichst steinfreien Fläche zwischen zwei lebenden Bäumen, die genug Platz für zwei liegende Personen bietet. Denkt man sich eine Linie zwischen den beiden Bäumen, dann sollte diese idealerweise nach Norden oder Süden zeigen, da der Wind meist von Westen kommt und ansonsten Kälte sowie Regen in das Biwak treiben könnte. Ist ein entsprechender Platz gefunden, gilt es vor dem eigentlichen Baubeginn noch weitere Kriterien zu berücksichtigen:

  • Befinden sich auf dem gefundenen Platz seltene bzw. geschützte Pflanzen, die mit dem Bau des Biwaks zerstört würden?
  • Sind in den Kronen der Bäume über dem potenziellen Biwak tote Äste zu sehen, die sich lösen und auf das Biwak fallen könnten?
  • Gibt es direkt neben dem Biwak eine starke Steigung oder liegt der gefundene Platz in einer Senke, welche sich bei Regen mit Wasser füllen könnte?
  • Ist der Boden an der ausgesuchten Stelle sehr feucht und könnte unter dem Druck einer liegenden Person das Wasser hervortreten?

Trifft einer der genannten Punkte zu, dann empfiehlt es sich, die nähere Umgebung nach einer geeigneteren Stelle abzusuchen.

Es gibt sehr viele Varianten, ein Biwak zu bauen. Bei der hier beschriebenen Standardvariante wird eine Plane, wie sie in jedem Baumarkt zu bekommen ist, so über einer zwischen zwei Bäumen gespannten Schnur angebracht, dass diese die Mittellinie eines Daches darstellt, von dem auf beiden Seiten die Dachenden abfallen. Idealerweise sind die Ecken der gekauften Plane besonders verstärkt (doppelt genäht oder mit Gummi versehen), damit sie nicht aufreißen.
Für den Bau des Biwaks wird zuerst eine Schnur möglichst straff auf gleicher Höhe zwischen zwei Bäumen gespannt. Nach dem Spannen legt man die Plane wie ein nasses Wäschestück darüber. In welcher Höhe man die Schnur anbringt, hängt davon ab, ob die Dachseiten auch Schutz vor Seitenwind bzw. Regen bieten und in der Nacht möglichst gut Wärme halten sollen. Ist Letzteres der Fall, spannt man die Schnur so, dass die Seiten der Biwakplane noch den Boden berühren. Im Gegenzug lässt sich bei gutem Wetter die Schnur so hoch spannen, dass das bequeme Sitzen im Biwak möglich ist. Schließlich spannt man die Enden der Plane mithilfe weiterer Schnüre, indem man die losen Enden der Plane an geeigneten weiteren Bäumen bzw. Wurzeln und Ähnlichem verknotet. Ist dies nicht möglich, kann man auch kräftige lose Stöcke anspitzen und als Zeltheringe verwenden. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, das Biwak einseitig geöffnet zu bauen.

Hinweise

  • Je lockerer das Biwak gespannt wird, desto eher verkleinert sich der Innenraum noch einmal bei schlechtem Wetter, da Wind und Regen das Biwak zu Boden drücken und sich zudem schnell Wasser auf der Plane sammelt.
  • Die Biwaks sollen mit einigem Abstand zueinander gebaut werden, damit die Teilnehmenden in der Nacht oder beim Bau nicht voneinander abgelenkt werden.
Verlauf

Jede/jeder Teilnehmende bekommt eine Plane und genügend Schnur. Mit diesen Materialien macht sie/er sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz für die Unterkunft und baut sich an diesem Platz ein Nachtlager auf.

Hinweise

  • Die Teilnehmenden können sich auch zu zweit oder dritt zusammentun und sich gegenseitig helfen. Es sollte aber jede/jeder am Ende ein eigenes Biwak haben.
  • Es ist wichtig, dass die Mitarbeitenden vorab schon einmal ein Biwak gebaut haben, um den Teilnehmenden helfen zu können.
  • Wird die Variante mit den Zelten gewählt, müssen diese alternativ aufgebaut werden.
Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden können ihr eigenes Nachtlager aufbauen und bei Platzwahl und Aufbau Gottes Natur viel bewusster wahrnehmen. Wenn sie das Biwak allein bauen, haben sie Zeit, sich mit sich selbst und dem Erlebten auseinanderzusetzen.

Essen: Picknick
Zielgedanke

Nach dem Bau des Biwaks können sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen beim Bau, die letzten Treffen und die heutigen Erwartungen austauschen.

Zeit: 60 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: Lebensmittel und Getränke für ein Picknick, Geschirr, Besteck, Gläser, Servietten, Decken

Aufbau

Während die Teilnehmenden ihre Biwaks bauen, kann eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter schon damit beginnen, das Picknick vorzubereiten.

Verlauf

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden helfen evtl. noch dabei, das Picknick fertig aufzubauen und haben anschließend Zeit für den Austausch in der Gruppe.

In einer ungezwungenen Atmosphäre soll die Gemeinschaft nochmals wahrgenommen werden, aber auch Zeit für persönliche Gespräche oder eine Mittagspause sein.

Aktion: Orientierungslauf 1
Zielgedanke

Die Teilnehmenden machen die Erfahrung von Orientierungslosigkeit und reflektieren, was für eine gute Orientierung hilfreich und notwendig ist.

Zeit: 30 min
Gelände: Wald
Material: pro Kleingruppe 1  Landkarte ohne Landschaftsmarkierungen mit Zielmarkierung (z. B. aus Google® Maps, hierbei unbedingt die Vervielfältigungsrechte beachten), 1 Gegenstand

Aufbau

Für jede Kleingruppe muss an dem Zielpunkt der Landkarte ein (frei gewählter) Gegenstand hinterlegt werden, den diese mitbringen muss.

Verlauf

Die Teilnehmenden teilen sich in Kleingruppen (vier bis sechs Personen) auf und jede erhält eine Landkarte, auf der die Landschaftsmarkierungen weitestgehend fehlen (keine Wege, Himmelsrichtungen usw.). Auf der Karte ist ein Zielpunkt eingezeichnet, den die Kleingruppe erreichen muss. Ansonsten dürfen keine Hilfsmittel verwendet werden.

Hinweis

Damit die Kleingruppen einander nicht hinterherlaufen, sollte jede ein anderes Ziel suchen müssen. Jede Kleingruppe erhält also eine unterschiedliche Landkarte mit Zielmarkierung.

Lernimpuls/Transfer

Den Teilnehmenden fehlen wesentliche Hilfsmittel, um das Ziel schnell und sicher zu erreichen. Diese Erfahrung wird im weiteren Verlauf der Einheit aufgegriffen, um den Teilnehmenden deutlich zu machen, wie wichtig Führung und Begleitung für das Leben sind.

Reflexion: Austausch Orientierungslauf 1
Zielgedanke

Die Teilnehmenden tauschen sich über ihre Erfahrungen mit der Orientierungslosigkeit aus und reflektieren die Auswirkungen.

Zeit: 10 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: keins

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Mitarbeitenden kommen mit den Teilnehmenden ins Gespräch über deren Erfahrungen, die sie während des Orientierungslaufs gemacht haben und stellen Fragen wie:

  • „Wie ging es euch mit der Aufgabe?“
  • „Was hat euch Schwierigkeiten bereitet?“
  • „Habt ihr das Ziel trotzdem gefunden? Wie habt ihr es geschafft?“

Dabei wird auf den folgenden Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 2“) hingewiesen, der umfangreicher sein wird. Im Hinblick darauf werden die Teilnehmenden befragt: „Was braucht ihr, damit ihr diesen folgenden Orientierungslauf schaffen könnt?“

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden sollen direkt im Anschluss an die Erfahrungen aus dem Orientierungslauf die Möglichkeit haben, sich darüber auszutauschen. Außerdem wird im zweiten Teil der Reflexion der noch folgende Orientierungslauf angedeutet. Die Teilnehmenden sollen benennen, was sie dafür brauchen.

Aktion: Orientierungslauf 2
Zielgedanke

Die Teilnehmenden vertiefen die Erfahrung aus dem ersten Orientierungslauf und erleben, wie hilfreich es ist, Hilfsmittel zum Erreichen des Ziels zu haben.

Zeit: 120 min
Gelände: großes Gebiet
Material: Einführung in das Arbeiten mit Karte und Kompass (als Download verfügbar); pro Kleingruppe 1  Landkarte mit Zielmarkierung (z. B. aus Google® Maps, hierbei unbedingt die rechtlichen Vorgaben beachten) oder topografische Karte[1], 1 Kompass/GPS-Gerät; Variante 1: pro Person 1 Augenbinde; Variante 2 und 3: pro Zwischenpunkt 1 Gegenstand

Aufbau

Variante 1

Die Startpunkte werden im Vorfeld definiert.

Variante 2 und Variante 3

An den Zwischenpunkten werden (frei gewählte) Gegenstände hinterlegt, die von den Kleingruppen mitgebracht werden müssen.

Arbeiten mit Kompass und Karte

Der Umgang mit Karte, Kompass und GPS-Gerät muss vor dem Orientierungslauf den Teilnehmenden erklärt und mit ihnen eingeübt werden.

Verlauf

Für diesen umfangreicheren Orientierungslauf gibt es drei Varianten. Für alle teilen sich die Teilnehmenden in Kleingruppen (vier bis sechs Personen) auf. Diese sollten identisch mit denen aus dem vorherigen Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 1“) sein.

Variante 1

Die Mitarbeitenden fahren die Teilnehmenden mit Autos an verschiedene Stellen rund um den Lagerplatz. Dabei sind die Teilnehmenden blind, damit sie den Weg nicht nachvollziehen können. An den definierten Orten werden sie abgesetzt und haben nun die Aufgabe, zum Lagerplatz zurückzufinden.

Variante 2

Die Mitarbeitenden führen die Teilnehmenden zu Fuß an verschiedene Punkte rund um den Lagerplatz. Von dort müssen die Kleingruppen ein bis zwei Zwischenpunkte anlaufen, dort die hinterlegten Gegenstände einsammeln und zum Lagerplatz zurückkehren.

Variante 3

Die Kleingruppen starten vom Lagerplatz aus, müssen drei bis vier Zwischenpunkte anlaufen, dort die hinterlegten Gegenstände einsammeln und zum Lagerplatz zurückkehren.

Hinweise

  • Die Kleingruppen erhalten als Hilfsmittel zur Orientierung Karte und Kompass (oder GPS-Geräte mit Kompassfunktion). Auf der Karte muss das Ziel eingezeichnet werden (für die Varianten 2 und 3 müssen zusätzlich die Zwischenpunkte eingezeichnet werden). Für Variante 1 sollte auch der Punkt markiert werden, an dem die Kleingruppe abgesetzt wird. Man könnte die Kleingruppen auch selbstständig den Standpunkt ermitteln lassen, was aber eine große Herausforderung ist und nur angewandt werden sollte, wenn eine Vorerfahrung im Umgang mit Karte und Kompass vorhanden ist.
  • Alternativ kann auch ein GPS-Gerät als Hilfsmittel eingesetzt werden, was aber deutlich einfacher ist als mit Karte und Kompass. Dafür müssen die Koordinaten der Ziel- und Zwischenpunkte in das Gerät eingegeben werden, das GPS-Gerät führt die Kleingruppen dann zu den entsprechenden Punkten. Die GPS-Geräte sollten kein Kartenmaterial gespeichert haben, sonst wird die Orientierung zu einfach.
Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden bekommen für diesen Orientierungslauf wichtige Hilfsmittel zur Verfügung, die sie in der Aufgabe davor nicht hatten. Sie sollen erfahren, wie hilfreich es ist, diese Tools zu haben. Der Heilige Geist will auch Hilfe bei der Orientierung im Leben geben. Ganz vereinfacht gesagt, kann der Heilige Geist für die Menschen Karte, Kompass oder GPS-Gerät sein. Man muss den Weg zwar trotzdem selbst gehen, mit all seinen Herausforderungen, wird aber durch den Heiligen Geist begleitet.

Reflexion: Verkehrsschilder
Zielgedanke

Die Teilnehmenden reflektieren den Prozess, wie sie sich in der Natur orientiert und zum Ziel gefunden haben.

Zeit: 30 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: Verkehrsschilderkarten (als Download verfügbar)

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Jede Kleingruppe erhält einen Stapel mit Reflexionskarten, auf denen unterschiedliche Verkehrszeichen sind. Anhand dieser Karten bilden die Teilnehmenden den Prozess ab, den sie im letzten Orientierungslauf (s. „Aktion: Orientierungslauf 2“) durchlaufen haben. Für jede markante Erfahrung oder jedes Erlebnis legt die Kleingruppe ein passendes Schild auf den Boden (z. B. ein „Sackgassenschild“, wenn sich die Gruppe verirrt hat, und ein „Vorfahrtsschild“, wenn sie den Weg wiedergefunden hat). So entsteht Schritt für Schritt ein Abbild des Prozesses jeder Kleingruppe. Wenn jede ihren Weg gelegt hat, stellen sie sich die Ergebnisse gegenseitig vor. Die anderen stellen Fragen dazu und kommen mit der jeweiligen Kleingruppe ins Gespräch über ihre Erfahrungen.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden werden zwei unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben: ein Orientierungslauf mit Hilfsmitteln und einer ohne. Dieser Unterschied soll in der Reflexion zum Ausdruck kommen und allen die Wichtigkeit von Orientierungshilfen deutlich machen.

Input/Vertiefung: Bibelimpuls

Zeit: 10 min
Gelände: kein bestimmtes
Material: 1 Kompass, 1 Verkehrsschildkarte mit dem Symbol Sackgasse (s. „Reflexion: Verkehrsschilder“, als Download verfügbar)

Orientierungslos – man weiß nicht genau, wo man hin soll, hat vage Vermutungen, aber so richtig weiß man es nicht. Vielleicht ging es euch schon mal an einem fremden Ort so. Vielleicht ging es euch bei unserem Orientierungslauf so. Und vielleicht geht es euch im Leben auch manchmal so. Ich kenne das gut. Es gibt Situationen, da weiß man nicht, was man machen soll: welche Freundinnen oder Freunde die richtigen sind, für welche Zukunft man sich entscheiden soll, wofür man seine Zeit und Energie investiert, eben wie man sein Leben gestalten will. In anderen Situationen ist plötzlich alles anders. Das, was war, ist weg oder hat sich verändert: Man kommt an einen neuen Ort, ein lieber Mensch stirbt, in der Familie ändert sich etwas oder ein Schicksalsschlag wiederfährt einem selbst oder den Menschen, die man lieb hat.

Hier kann die/der Mitarbeitende ein persönliches Beispiel erzählen.

Dann ist es, als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, man weiß weder vor noch zurück: Sackgasse (Verkehrsschildkarte zeigen). In einer Sackgasse endet der Weg und es ist völlig unklar, wie es weitergeht – orientierungslos eben.

Auch Petrus kannte solche Situationen. Eine davon war vielleicht besonders krass: Er war so lange Zeit mit Jesus unterwegs, hatte sich ganz auf ihn verlassen. Jesus war der Mittelpunkt seines Lebens. Doch dann die Sackgasse: Jesus sagte seinen Jüngern, dass er sie verlassen würde. Bald. Er spielte auf seinen Tod am Kreuz und die Tatsache, dass er nach seiner Auferstehung wieder beim Vater im Himmel sein würde, an. Doch das verstanden die Jünger in der Situation nicht. Selbst wir verstehen das nicht. Orientierungslos: Der Boden unter den Füßen ist weg. Ein Leben ohne Jesus war für Petrus unvorstellbar: Sackgasse. In dieser Situation machte Jesus Petrus und den anderen Jüngern ein Versprechen. Und auch uns gilt es, hört es euch an:

Johannes 14,15-­26 in einer leicht verständlichen Übersetzung vorlesen.

Gott schenkt den Menschen, die an ihn glauben, den Heiligen Geist. Dieser Geist schwebt nicht wie ein Gespenst herum, sondern ist in uns. Eine seltsame Vorstellung. Der Heilige Geist ist schwer zu beschreiben. Die Bibel redet von Wind, Feuer oder Taube. Vielleicht kann man ihn auch als Gefühl beschreiben. Das Gefühl, ganz genau zu wissen: Alles wird gut! Oder: Gott ist bei mir! Und gleichzeitig hilft uns der Heilige Geist dabei, uns im Leben zurechtzufinden, er ist ein eingebauter Kompass.

Einen Kompass zeigen.

Der Kompass zeigt uns die richtige Richtung. Man muss sich ein bisschen drehen und ausprobieren, aber dann zeigt die Kompassnadel immer nach Norden. Probiert es aus.

Einigen Teilnehmenden den Kompass in die Hand geben und Norden finden lassen.

So wie der Kompass die richtige Richtung findet, so kann uns der Heilige Geist helfen, die richtige Richtung in unserem Leben zu finden. Konkret: Wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben, können wir Gott bitten, uns zu helfen. Der Heilige Geist in uns kann unsere Gedanken in die richtige Richtung lenken – durch eine Idee, einen Bibeltext oder mit ganz anderen Mitteln. Oder: Wenn die Situation ausweglos ist, weil etwas passiert ist oder wie bei Jesus passieren wird, dann kann er uns Mut machen und helfen, einen ersten Schritt zu machen.
Den Heiligen Geist können wir uns nicht verdienen, wir können ihn nicht machen, sondern Gott schenkt ihn uns. Aber wir dürfen darum bitten: Gott, sei mir nah. Lass mich dich durch den Heiligen Geist in meinem Leben spüren.

Essen: Festmahl
Zielgedanke

Das Wochenende bildet, wenn das komplette Programm von STEP OUT durchgeführt wurde, den Abschluss. Das ist ein guter Anlass, um mit den Teilnehmenden zu feiern.

Zeit: offen
Gelände: Lagerfeuerstelle
Material: Feuerholz (wird selbst gesammelt), Streichhölzer, evtl. Anzünder, Zutaten und Kochgeschirr je nach Rezept (drei Vorschläge als Download verfügbar), Zutaten für Brot (z. B. Bannock) (Rezept als Download verfügbar), Getränke, Geschirr, Besteck, Gläser

Aufbau

Was es zu essen geben soll, sollte schon in der vorhergehenden Einheit besprochen werden, damit die Teilnehmenden beteiligt werden und Zeit für evtl. Vorbereitungen und Einkäufe ist. Das Essen wird dann gemeinsam zubereitet.

Verlauf

Die Teilnehmenden teilen sich in Gruppen auf, um alle Vorbereitungen zu treffen (z. B. Holz sammeln, Feuer machen, Zutaten vorbereiten, Essen kochen, Brot backen für den Abend (z. B. Bannock), Dekoration mit Naturmaterialien).

Drei Vorschläge, was es an dem Abend zu essen geben könnte:

  • Huhn im Erdofen mit Grillgemüse
  • Mongolenspieß
  • Grillen auf dem heißen Stein

Wenn das Essen zubereitet ist, versammeln sich alle am geschmückten Essplatz und genießen das Festmahl. Danach ist Zeit am Lagerfeuer.

Lernimpuls/Transfer

Die Mitarbeitenden regen die Teilnehmenden an, sich während des Kochens, Essens und später am Lagerfeuer über die Erlebnisse und Erfahrungen während der Einheit und bei STEP OUT auszutauschen.

Aktion: Nachtwanderung

Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen ganz bewusst noch einmal Zeit haben, die Themen der Einheit bzw. der letzten Wochen für sich zu reflektieren.

Zeit: 30 min
Gelände: möglichst dunkle Strecke, Ende an der Lagerfeuerstelle
Material: Knicklichter, Fackeln

Aufbau

Den letzten Teil der Strecke gehen die Teilnehmenden allein. Er sollte mit Knicklichtern gekennzeichnet sein. Am Lagerplatz warten Mitarbeitende mit angezündeten Fackeln.

Verlauf

Die Gruppe geht gemeinsam schweigend los. Zuvor kann eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter die Teilnehmenden ermutigen, auf dem kommenden Weg über die Einheit bzw. die letzten Wochen nachzudenken und zu überlegen, was herausfordernd war, was einen angesprochen hat und was man vielleicht noch unbedingt wissen will. Eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter geht voran und alle folgen ihr/ihm schweigend bis zu einem bestimmten Punkt. Ab diesem dürfen alle ein Stück des Weges, der mit Knicklichtern gekennzeichnet ist, allein gehen. Dieser Weg endet am Lagerplatz, wo schon Mitarbeitende mit Fackeln bereitstehen, die die Teilnehmenden willkommen heißen. Dort wird anschließend gemeinsam ein Gemeinschaftsmahl (evtl. auch ein Abendmahl) gefeiert.

Lernimpuls/Transfer

Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ganz bewusst die letzte Einheit bzw. die letzten Wochen zu reflektieren und Gedanken und Gefühle für sich zu ordnen. Der letzte Streckenabschnitt dient dazu, ganz für sich allein zu sein und die Herausforderung, allein durch die Dunkelheit zu gehen, zu bewältigen. Am Ende dieses Weges dürfen sie die Erfahrung machen, wieder in Gemeinschaft aufgenommen zu werden, so, wie auch Gott sie in seine Gemeinschaft aufnehmen will.

Input/Vertiefung: Gemeinschaftsmahl

Zeit: 120 min
Gelände: Lagerfeuerstelle
Material: 1 selbst gebauter Tisch (z. B. aus Steinen), 1 Laib frisches Brot, 1 Kreuz

Nachdem die Teilnehmenden, falls das komplette Programm von STEP OUT durchgeführt wurde, in den letzten Wochen die Möglichkeit hatten, erste oder neue Erfahrungen mit dem Glauben zu machen, gibt es nun eine konkrete Möglichkeit, sich für diesen Glauben zu entscheiden. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine freiwillige Entscheidung ohne Druck und Beeinflussung handelt. Dies kann im Kontext eines Gemeinschaftsmahls geschehen. In Anlehnung an das Abendmahl werden die Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Mahlzeit eingeladen. Hierfür wird in der Mitte ein Tisch (z. B. aus Steinen) aufgebaut, auf dem sich ein Laib frisches Brot und ein Kreuz befinden. Nachdem sich alle um den Tisch herumgesetzt haben, wird die Geschichte vom Abendmahl erzählt.

Input

Jesus hatte seinen Jüngern ja bereits angekündigt, dass er sie verlassen muss. Das war ein Schock für sie. Am Tag bevor es so weit war, lud er seine Jünger zum Abendessen ein – es war sein Abschiedsessen. Er saß mit ihnen zusammen, sie aßen, sie redeten und Jesus versuchte ihnen zu erklären, was sein Tod bedeutet. Ein Tod aus Liebe, der so mächtig ist, dass dadurch alle Schuld in unserem Leben nichts mehr zählt. Und Jesus bat seine Jünger: „Erinnert euch an heute Abend. Wenn ihr zusammen esst und trinkt, dann denkt an mich, denkt an meine große Liebe für euch.“ So feiern Christinnen und Christen auf der ganzen Welt das Abendmahl und denken an den Tod und die Auferstehung Jesu.

Jede und jeder von euch hat nun schon einiges von Jesus erfahren. Wir möchten dich heute Abend einladen, noch einmal darüber nachzudenken, was für Erfahrungen du gemacht hast. Vielleicht auch die Frage zu stellen: Möchte ich mit diesem Jesus in meinem Leben unterwegs sein? Lasst uns gemeinsam die Atmosphäre genießen, vielleicht möchtest du auch die Augen schließen. Nimm dir ein paar Minuten zum Nachdenken oder um zu beten. Vielleicht kommst du in dieser Zeit zu dem Schluss: Ja, ich möchte mit Jesus leben. Er soll Teil meines Lebens sein. Ja, ich möchte, dass Gott selbst durch seinen Geist immer bei mir ist. Wenn das so ist, dann lädt Jesus dich an seinen Tisch ein und du kannst heute ein Zeichen setzen. Du kannst hier in die Mitte kommen, dir ein Stück von diesem Brot abbrechen und damit Jesus zeigen, dass du zu ihm gehören willst. Setz dich dann ruhig wieder an deinen Platz, iss das Brot und spüre wie Jesus Teil deines Lebens wird.
Aber: Tu das nur, wenn du es wirklich willst. Jede und jeder darf sitzen bleiben, die Ruhe der Nacht genießen, nachdenken und beten, ohne etwas zu tun. Und bitte habt Respekt vor denen, die heute eine solche Entscheidung treffen, die zu Jesus gehören wollen. Ich persönlich möchte, dass Jesus Teil meines Lebens ist (Brot abbrechen) und ich lade dich auch dazu ein.

Die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter setzt sich mit in den Kreis. Danach folgt der beschriebene Ablauf.

Essen: Marshmallows am Feuer
Zielgedanke

Der Abend klingt in entspannter Atmosphäre aus und es gibt Zeit für Fragen.

Zeit: offen
Gelände: Lagerfeuerstelle
Material: Marshmallows, Stöcke, evtl. pro Person 1 Schnitzmesser, Mitnahmekarten

Aufbau

Falls keine Stöcke aus den vorherigen Einheiten vorhanden sind, schnitzen sich die Teilnehmenden die Stöcke selbst.

Verlauf

Nach einiger Zeit kann die Stille beendet werden und Zeit für Gespräche und das Grillen von Marshmallows am Feuer sein. Es sollte eine herzliche Einladung ausgesprochen werden, die Mitarbeitenden anzusprechen. Wenn es sich ergibt, kann gemeinsam oder für Einzelne gebetet werden. Wo es passt, können Mitarbeitende auch gezielt das Gespräch mit den Teilnehmenden suchen, die einen ersten Schritt gewagt haben.

Lernimpuls/Transfer

Gerade nach der intensiven Zeit während des Gemeinschaftsmahls kann es für die Teilnehmenden hilfreich sein, in einer ungezwungenen Atmosphäre das Gespräch zu suchen oder für sich beten zu lassen.

Mitnahmekarte

Die Mitnahmekarte steht als Download zur Verfügung oder kann im Set bestellt werden.

Bibelvers aus der Geschichte

Dann werde ich den Vater um etwas bitten:
Er wird euch an meiner Stelle
einen anderen Beistand geben,
einen, der für immer bei euch bleibt (Joh 14,16).

Kerngedanke

Durch den Heiligen Geist ist Gott immer bei dir und hilft dir, dich im Leben zurechtzufinden.

Fragen zum Weiterdenken für die Nacht

  • Was hilft mir, mich im Leben zurechtzufinden?
  • Was ändert sich für mich, wenn Gott wirklich immer bei mir ist?
  • Wo im Leben wünsche ich mir, dass Gott mich durch seinen Heiligen Geist leitet?

Die Teilnehmenden nehmen die Karten mit an ihren Schlafplatz und werden ermutigt, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen.

Aktion: Lonely Night
Zielgedanke

Die Teilnehmenden schlafen eine Nacht allein im Wald und können somit sich, Gott und die Natur auf besondere Weise erleben.

Zeit: 1 Nacht
Gelände: zuvor gewählter Schlafplatz mit aufgebautem Biwak
Material: pro Person 1 Schlafsack, 1 Isomatte, zuvor aufgebautes Biwak; Variante: Zelte

Aufbau

Kein Aufbau erforderlich.

Verlauf

Die Teilnehmenden gehen nach dem Gemeinschaftsmahl zu ihren selbst gebauten Nachtlagern und verbringen dort die Nacht bis zum Frühstück. Sie bekommen den Auftrag, am nächsten Morgen etwas (z. B. einen Naturgegenstand) von ihrem Nachtlager mitzubringen, das ihre Zeit dort beschreibt.

Variante

Wird die Variante im Zelt gewählt, gehen die Teilnehmenden in ihre Zelte.

Lernimpuls/Transfer

Zum Ende des Tages dürfen die Teilnehmenden eine vermutlich ganz neue Erfahrung machen und die Nacht allein, mit etwas Entfernung zu den anderen, im Wald verbringen. So haben sie die Möglichkeit, nachzudenken und sich selbst zu begegnen.


[1] Sehr zu empfehlen ist das Topographische Kartenwerk der Landesämter der jeweiligen Bundesländer. Diese Karten haben immer den Maßstab 1:25.000 und tragen eine vierstellige Nummer entsprechend der Region, die sie abbilden.

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 2/2021. Es geht in drei Lektionen um die Begegnungen mit Jesus nach seiner Auferstehung:

Lektion 1 Johannes 20,11-18 Am Morgen

Lektion 2 Johannes 20,19-23 Am Abend

Lektion 3 Johannes 20,24-29 1 Woche später

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Für Kinder ist es oft schwer, sich mit ihren Sorgen und Zweifeln auseinanderzusetzen, besonders dann, wenn sie nicht wissen, mit wem sie darüber reden sollen. In dieser Lektion sollen die Kinder lernen, dass es völlig in Ordnung ist, Zweifel, Sorgen, Ängste zu haben, und dass sie aber in Jesus eine Anlaufstelle haben, der sie alles anvertrauen können, und der um ihre Situation weiß und ihnen helfen möchte.

Checker

Für Kinder, die schon ihren Weg mit Jesus gehen, ist das vielleicht schon eine viel gehörte und „alte“ Geschichte. Aber auch sie sollen durch diese Geschichte von Thomas, dem Zweifler, wieder neu ermutigt und daran erinnert werden, dass sie in Jeus eine Anlaufstelle für ihre Sorgen, Ängste und Zweifel haben! So wie es Thomas erleben durfte!

Der Text an sich

Nach drei Jahren gemeinsamen Lebens und Lernens mit Jesus wird dieser gekreuzigt. Die Jünger sind fassungslos und sprachlos. Doch dann, drei Tage nach der Kreuzigung Jesu, passiert das Unfassbare! Jesus ist auferstanden und er zeigt sich seinen Jüngern! Doch es sind nicht alle Jünger bei diesem ersten Treffen mit Jesus dabei! Thomas fehlt. Als dieser wieder zu den anderen Jüngern zurückkehrt, erzählen diese ihm voll Freude, dass sie Jesus gesehen haben und dass es wirklich stimmt, was die Frauen erzählt haben. Doch Thomas ist skeptisch. Er kann es nicht so recht glauben, dass Jesus auferstanden ist und lebt! Er hat so seine Zweifel daran und will es, wenn es wirklich so ist, mit eigenen Augen sehen und mit seinen Händen fühlen. Es vergeht erstaunlicherweise eine ganze Woche, bis Thomas die für ihn alles entscheidende Gelegenheit bekommt und Jesus persönlich treffen kann. Jesus weiß um die Zweifel von Thomas und lässt ihn seine Wundmale sehen und fühlen! Im Laufe des Textes wird sichtbar, wie einfühlsam Jesus mit Thomas umgeht und ihn da abholt, wo er gerade steht – inmitten von Zweifeln und Ängsten! Durch Thomas´ Begegnung mit Jesus sind seine Zweifel und Ängste wie weggeblasen! Er erkennt Jesus als seinen „Herrn und Gott“! Diesen wunderbaren Wandel von Zweifeln zu Zuversicht und Glauben dürfen auch wir immer wieder erfahren, wenn wir uns voll und ganz Jesus anvertrauen und ihn als unseren Herrn und Gott in unserem Leben anerkennen, so wie es Thomas getan hat!

Der Text für mich

Für mich persönlich ist der Text aus Johannes 20 immer wieder tröstend und ermutigend zugleich! Die Jünger sehen Jesus nach seiner Auferstehung, was ihnen enormen Auftrieb und Mut für ihren weiteren Glaubensweg gibt. Nur Thomas erlebt es nicht mit! Er erfährt erst davon, dass sie Jesus gesehen haben, als er wieder zu den Jüngern zurückkommt. Doch Thomas kann es nicht glauben, bevor er es nicht mit eigenen Augen gesehen bzw. erlebt hat. Und oft bin ich auch so, dass ich Zweifel habe, ob Jesus mich wirklich hört und in meinem Leben wirkt. Doch Thomas bekommt dann selbst die Chance und erlebt Jesus live und in Farbe. Seine Zweifel sind wie weggeblasen und er kann Jesus nur noch als den preisen, der er ist: „Mein Herr und mein Gott“! Und wenn ich auf mein Leben blicke und sehe, was Jesus schon alles getan hat, und wo ich erleben durfte, dass er Zweifel und Ängste nimmt, kann ich auch nur staunen, so wie Thomas es tat! Und diese Erfahrung kann und darf jeder machen, der sich auf ein Leben mit Jesus einlässt!

Der Text für dich

Starter

Die Kinder werden oft mit ihren Ängsten, Sorgen und Zweifeln allein gelassen und wissen selbst nicht wohin damit! Sie müssen versuchen, selbst damit klar zu kommen. Doch der Bibeltext aus Johannes 20 zeigt, dass die Kinder nicht allein sind bzw. nicht allein bleiben müssen, sondern dass wir in Jesus eine Anlaufstelle für unsere Zweifel und Ängste, aber auch unsere Freude haben. So wie es Thomas erleben durfte, der durch die Begegnung mit Jesus erlebt hat, dass dieser ihn kennt und um seine Situation weiß.

Checker

Kinder, die ihren Weg mit Gott gehen und schon viele biblische Geschichten gehört haben, kennen vermutlich auch die Geschichte von Thomas. Doch auch für sie ist es nochmals gut, zu hören, dass sie in Jesus eine Anlaufstelle für ihre Zweifel und Ängste, aber auch für die Freude in ihrem Leben haben, und dass Jesus sie kennt und um jede Lebenssituation weiß, in der sie sich befinden.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Spiel: fehlende Gegenstände erraten

Es werden verschiedene Gegenstände auf einen Tisch gelegt, so dass alle Kinder sie sehen können. Die Kinder werden dazu aufgefordert, die Gegenstände zu benennen und sich zu merken. Gegenstände können zum Beispiel sein: ein Handschuh, ein Schlüsselbund, ein Kreidestück, … Der Tisch wird nun mit einem großen Tuch abgedeckt und der Mitarbeiter nimmt einen Gegenstand vom Tisch, ohne dass die Kinder diesen erkennen können. Danach deckt er den Tisch wieder auf und die Kinder müssen raten, welcher Gegenstand fehlt. Das Spiel endet, wenn alle Gegenstände weg sind.

Idee 2

Dalli-Klick: Den Kindern wird mit Hilfe von Laptop und Beamer ein Bild gezeigt, das zuerst nicht erkennbar ist. Nach und nach wird ein kleines Stück des Bildes freigegeben und immer mehr vom ganzen Bild erkennbar! Die Kinder dürfen gleich von Beginn an raten, was es für ein Bild sein könnte! Am besten eignen sich Bilder, die die Kinder auch aus ihrem Alltag kennen, wie zum Beispiel ein Schulrucksack, ein Buch, eine Haarbürste, … Am einfachsten lässt sich das mit einer Powerpoint-Präsentation herstellen!

Verkündigung

Verkündigungsart: Handpuppen-Spiel

Es wird eine Handpuppe benötigt, die von einem Mitarbeiter gespielt wird. Der Mitarbeiter setzt sich hinter einen Stuhl, der mit einem Tuch abgedeckt ist, so dass die Puppe auf dem Stuhl sitzt. Ein weiterer Mitarbeiter wird benötigt, um mit der Puppe im Dialog zu sprechen.

Puppe (P) sitzt genervt auf dem Stuhl und schaut ständig auf die Uhr: „Wo bleibt er / sie denn bloß … Wir wollten uns eigentlich vor einer Stunde hier treffen und nun sitz ich allein hier und muss warten …“

Plötzlich geht die Tür auf und der zweite Mitarbeiter (MA) kommt völlig außer Atem und mit seiner Bibel unter dem Arm herein.

MA: „Entschuldige, dass ich mit verspätet habe. Ich habe nach dem Essen noch in meiner Bibel gelesen und da habe ich völlig die Zeit vergessen …!“

P: sieht MA an: „Schon gut, jetzt bist du ja da. Aber was war denn so spannend am Bibellesen, dass du mich hier hast sitzen lassen, so ganz allein?“

MA: holt seine Bibel hervor und schlägt sie auf bei Johannes 20, 24-29

„Kennst Du Thomas?“

P: „Ich dachte du hast in der Bibel gelesen und nicht das Buch von Pippi Langstrumpf …“

MA: „Ja, das habe ich. In der Bibel gibt es einen Jünger, der mit Jesus gelebt hat, der Thomas heißt. Und von ihm habe ich heute gelesen.“

P: „Ach so, da habe ich noch nie was davon gehört. Kannst Du mir die Geschichte erzählen?“

MA: „Aber das mach ich doch gerne. Also pass gut auf.“

P: setzt sich bequem auf ihren Platz und hört gespannt zu

MA: „Die Geschichte beginnt nach der Kreuzigung von Jesus. Es sind drei Tage vergangen und die Jünger haben von den Frauen, die Jesus und die Jünger immer begleitet haben, erfahren, dass das Grab von Jesus leer war und Engel ihnen gesagt haben, dass Jesus lebt! Nun ist es Abend und die Jünger sind alle beisammen, bis auf Thomas. Der ist noch unterwegs. Und auf einmal steht ein Mann mitten unter den Jüngern, obwohl sie alle Türen verriegelt und alle Fenster geschlossen haben. Der Mann grüßt sie und sie erkennen, dass es Jesus ist!

P: „Wow, da waren die Jünger bestimmt begeistert, als sie Jesus erkannt haben …“

MA: „Aber sicher. Sie reden mit ihm und freuen sich riesig, dass es wirklich stimmt, dass Jesus lebt! Nach einiger Zeit ist Jesus wieder gegangen und dann kam Thomas zurück zu den Jüngern! Sie haben ihm gleich erzählt, dass Jesus hier war und sie mit ihm geredet haben. Doch Thomas kann es gar nicht glauben. Er sagt: (Vers 25 aus der Bibel vorlesen: NGÜ-Übersetzung) „Erst muss ich seine von den Nägeln durchbohrten Hände sehen; ich muss meinen Finger auf die durchbohrten Stellen und meine Hand in seine durchbohrte Seite legen. Vorher glaube ich es nicht!“

P: „Der arme Thomas. Er war nicht mit dabei, als Jeus bei seinen Jüngern war und jetzt fällt es ihm schwer, zu glauben, dass Jesus wirklich lebt. Und was ist da jetzt so toll an der Geschichte?“

MA: „Die Geschichte ist ja noch nicht zu Ende. Lass mich weitererzählen. Nach acht Tagen sind die Jünger wieder alle beisammen, und dieses Mal ist auch Thomas mit dabei! Mit einem Mal steht Jesus wieder mitten unter ihnen, obwohl alle Türen und Fenster verschlossen sind. Er grüßt sie mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Und dann geschieht das Erstaunliche. Er wendet sich direkt an Thomas, noch bevor dieser ein Wort gesagt hat, und fordert ihn auf (Vers 27 aus der Bibel vorlesen: NGÜ-Übersetzung): „Leg deinen Finger auf diese Stelle hier und sieh dir meine Hände an! Reich deine Hand her und leg sie in meine Seite! Und sei nicht mehr ungläubig, sondern glaube!“

P: „Ok, das ist echt verrückt, dass auf einmal Jesus mitten unter den Jüngern auftaucht und direkt Thomas anspricht. Was ist dann passiert?“

MA: „Ja, das ist verrückt. Aber Jesus kennt Thomas ganz genau und er weiß, dass Thomas daran zweifelt, dass er auferstanden ist und lebt, weil Thomas bei der ersten Begegnung nicht dabei war. Jesus geht auf die Zweifel von Thomas ein und hilft ihm, sie zu überwinden, indem er ihn seine Narben sehen und fühlen lässt.“

P: „Das war das, was Thomas wollte, um es glauben zu können.“

MA: „Richtig! Und jetzt erkennt Thomas, dass es wirklich Jesus ist, der da mit ihm spricht und dass Jesus seine Situation, seine Zweifel und Ängste, kennt, noch bevor er sie aussprechen kann … Thomas kann dann nur sagen, so wie es in Vers 28 steht: „Mein Herr und mein Gott“! Thomas hat dadurch die Größe und Macht Jesu erkannt und weiß, dass er Jesus alles sagen kann, was ihn bewegt und Jesus ihn kennt und ihm hilf.“

P: „Wow, das ist echt eine schöne Geschichte, die tröstet und ermutigt!“

MA: „Ja, das finde ich auch! Oft geht es mir wie Thomas und ich frage mich, ob Jesus mich wirklich hört und mir helfen kann. Doch wenn ich dann meine Gedanken vor ihm ausspreche im Gebet und ihm sage, was mich bewegt, merke ich so oft, dass Jesus mir hilft, meine Zweifel und Ängste abzulegen und ihm ganz zu vertrauen!“

P: „Das ist schön! In Jesus haben wir also eine Anlaufstelle für all unsere Sorgen und Ängste, Zweifel und Probleme, aber auch für die Dinge, die uns freuen! Richtig?“

MA: „Ja, da hast du vollkommen recht! Und deshalb sagt Jesus zum Schluss dieser Geschichte auch: „Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.“ Also damit sind wir gemeint, die Jesus jetzt nicht mehr sehen, aber trotzdem glauben, dass es ihn gibt und er uns liebt und uns hilft. An die Kinder gewandt: Und das gilt auch für euch! Jesus liebt euch und möchte euch in eurem Leben Halt sein und euch helfen! In ihm habt ihr immer eine Anlaufstelle, bei der ihr eure Sorgen, Ängste und Zweifel, aber auch eure Freuden, teilen könnt! Amen!“

Die andere Idee

Die Geschichte wird anhand von Playmobilfiguren o. Ä. szenenweise nachgestellt und den Kindern erzählt. Es kann auch im Voraus zu Hause die Geschichte nachgestellt und fotografiert werden, um dann in der Jungscharstunde mit einem Beamer Bild für Bild zu zeigen und die Geschichte nachzuerzählen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Fragen zur Geschichte:

  • Was war das Problem von Thomas? Warum konnte er nicht glauben, dass Jesus lebt?
  • Wie hat Jesus sich verhalten, als er Thomas begegnet ist?
  • Was hat Thomas nach seiner Begegnung mit Jesus gesagt?

Bei Verwendung der zweiten Verkündigungsmethode können anhand der Bilder die einzelnen Schritte der Geschichte abgefragt werden, als Wiederholung.

Gespräch

Fragen zur Vertiefung:

  • Stellt euch mal vor, ihr wärt an der Stelle von Thomas gewesen, und seid nicht mit dabeigewesen, als die Jünger Jesus zum ersten Mal nach der Auferstehung gesehen haben. Wie hättet ihr euch gefühlt?
  • Was fällt euch an der Geschichte Besonderes auf? Wie verhält sich Jesus?

Merkvers

1 Petrus 5, 7 (NGÜ): „Und legt alle eure Sorgen bei ihm ab, denn er sorgt für euch.“

Lernt den Merkvers mit den Jungscharlern per Lückentext: Schreibt den Vers auf einzelne Karten oder Blätter. Zeigt zunächst den ganzen Vers und nehmt dann nach und nach die Karten weg, bis die Kinder den Vers aufsagen können.

Gebet

„Herr Jesus, hab vielen Dank für die Geschichte von Thomas, die wir heute hören durften. Danke, dass wir durch die Geschichte erfahren dürfen, dass du uns kennst und liebst und um unsere Zweifel und Ängste weißt. Danke, dass du derjenige bist, der uns im Leben hilft und dem wir all unsere Sorgen und Ängste, aber auch unsere Freude bringen dürfen. Hilf uns, dass wir immer mehr lernen, auf dich zu schauen und dir alles anzuvertrauen!“

Kreatives

Die Kinder können sich den Merkvers auf ein kleines Stück Papier schreiben oder in ein kleines Heft, in dem die Merkverse der anderen Lektionen auch notiert werden können, um den Vers dann immer wieder lesen und somit lernen zu können. Gerne kann das Stück Papier auch farblich gestaltet werden.

Spielerisches

Apportieren: Zuvor werden im Raum Zettel verteilt, die zwei unterschiedliche Farben haben und die zuvor von den Mitarbeitern beschriftet wurden, mit verschiedenen Dingen, die uns Sorgen machen können (eine Farbe von Zetteln) und die uns Freude im Leben bereiten (eine andere Farbe von Zetteln) und die wir dann bei Jesus abladen können. Die Kinder werden aufgefordert, die Zettel im Raum zu suchen und nach vorne zu bringen. Wenn dann alle Zettel gesammelt wurden, werden sie nach und nach vorgelesen und „unter das Kreuz“ zu Jesus gebracht oder mit der Schere zerschnitten, was symbolisch dafür stehen soll, dass wir bei Jesus all unsere Sorgen abladen dürfen.

Rätselhaftes

Kreuzworträtsel (siehe Extrablatt)

(T)Extras

Lieder

Gottes große Liebe von Daniel Kallauch

Ich schleuder meine Sorgen auf Gott von Daniel Kallauch

Spiele

Stühle schnüffeln

Es werden drei Stühle und zwei Mitarbeiter benötigt.

Es wird behauptet, dass ein Mitarbeiter eine besonders gute Spürnase hat. Und um das herauszufinden, wird die Mithilfe der Kinder benötigt. Ein Mitarbeiter wird nach draußen vor die Tür geschickt. Die Kinder dürfen nun einen Freiwilligen aussuchen, der sich auf einen Stuhl setzt und dann sofort wieder aufsteht. Diesen Stuhl muss der Mitarbeiter vor der Tür nun erschnüffeln. Der Mitarbeiter wird hereingerufen. Dies geschieht anhand verschiedener Befehle. Mit deren Wortlaut kann der Mitarbeiter im Raum deutlich machen, welchen Stuhl das Kind gewählt hat. Somit ist für den Mitarbeiter vor der Tür klar, welchen Stuhl er „erschnüffeln“ muss.

Wenn das Kind den ersten Stuhl wählt, lautet der Befehl zum Beispiel: „David (hier kann der Name des Mitarbeiters eingesetzt werden), komm!“ Beim zweiten Stuhl wäre es dann: „David, komm rein!“ und beim dritten Stuhl wäre der Befehl dann: „David, komm jetzt rein!“

Stuhlfußball

Es wird pro Kind ein Stuhl benötigt und ein Tennisball. Die Kinder werden in zwei Mannschaften aufgeteilt und müssen sich mit ca. einem Meter Abstand gegenübersitzen. Der Ball kommt ins Spiel und es wird versucht, so schnell wie möglich bei der gegnerischen Mannschaft unter dem Stuhl durch ein Tor zu schießen. Gewinner ist die Mannschaft mit den meisten Toren.

Diese Themenreihe enthält 7 Einheiten zu Texten aus dem Johannesevangelium. 5 Einheiten beschäftigen sich den Taten und Begegnungen von Jesus, unter anderem dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana (Johannes 2) und dem Gespräch mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Außerdem enthält diese Reihe noch zwei Einheiten zum Johannesprolog (Johannes 1,1-18) die besonders für die Weihnachtszeit geeignet sind und die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe, passend zur Jahreszeit, ein Winterfest mit Spielideen für drinnen und draußen, sowie einer Andacht zum Thema Winter.

Das Ziel

Starter

Jesus ermutigt Dich und ermöglicht es Dir, aufzustehen und aktiv zu werden.

Checker

Jesus ermutigt Dich und ermöglicht es Dir, loszugehen und Menschen zu helfen.

Der Text an sich

Die Bibelstelle ist eingebettet in ein für damals typisches Geschehen. Juden ziehen zu einem Fest am Sabbat hinauf nach Jerusalem. Der Weg führt sie an fünf Säulenhallen vorbei, daneben ist der See Betesda. Betesda ist hebräisch und bedeutet „Barmherzigkeit“. Wenn die Juden durch diese Säulen gehen, gehen sie an vielen Kranken vorbei. Sie liegen dort und warten, bis sich das Wasser des Teiches bewegt. Es wurde gesagt, dass ein Engel die Wasseroberfläche berührt und sie sich dadurch bewegt. Und viele glaubten, dass sie gesundwerden, wenn sie als erstes das Wasser berühren, nachdem es der Engel tat. Mit diesem Fünkchen Hoffnung warteten die Kranken dort, um eines Tages der oder die Erste zu sein.

Die Juden, die zum Fest kommen, helfen den Kranken dabei nicht. Sicher auch, weil es Sabbat ist und ein gläubiger Jude in der damaligen Zeit am Sabbat nichts tun durfte. Ein anderer Grund ist wahrscheinlich auch, dass sie mit einem anderen Ziel angereist sind und nicht, um Fremden zu helfen. Jesus handelt anders. Der Text erzählt uns nicht, woher Jesus wusste, dass der Mann schon 38 Jahre dort lag. Doch er geht nicht einfach an ihm vorbei, sondern bleibt stehen und wendet sich ihm zu. Im Dialog, der folgt, reagieren beide anders als man erwarten würde. Jesus fragt, ob der Mann gesund werden will. Eine komische Frage. Wer würde das nicht wollen? Und doch ist das ein Zeichen dafür, dass Jesus uns immer die Wahl lässt, ob wir seine Hilfe haben wollen oder es weiter alleine probieren wollen. Und vielleicht auch, dass Menschen sich manchmal selbst im Weg stehen und sie irgendwann gar nicht mehr aufstehen wollen. Denn der Kranke wird durch die Frage gezwungen aktiv eine Entscheidung zu fällen. Will er, dass sich die Situation ändert oder will er sich damit abfinden, dass es nie gesund wird? Wie er sich in dieser passiven Rolle eingefunden hat, wird bei seiner Antwort deutlich. Seine Sicht, dass er wenig Chancen hat und auch, dass er alleine vor diesem Problem steht, wird deutlich. Vielleicht reagiert er auf diese Weise, da er Jesu Frage als Anschuldigung für seine Untätigkeit interpretiert hat. Es ist seine Begründung und Rechtfertigung, dass er dort schon so lange liegt. Jesus geht nicht auf die Antwort ein, sondern bleibt bei seinem Thema. Er fordert den Kranken auf, aufzustehen, die Matte zu nehmen und zu gehen. Gleich drei Aussagen, die den Mann wieder in die aktive Rolle bringen. Raus aus dem passiven Kranksein, rein in das selbstbestimmte Losgehen. Es ist besonders, dass der Mann ihm ohne Murren glaubt. Er fühlt sich nicht auf den Arm genommen von dieser Aussage Jesu, sondern vertraut ihm und tut, was ihm gesagt wird.

Der Text für mich

Zwei Fragen stelle ich mir beim Text: Wann bleibe ich mal stehen, um zu helfen, gucke den bedürftigen Menschen ehrlich an und frage ihn, was er braucht? Jesus ist mir hier ein großes Vorbild. Denn ich bin sicher, auch ohne Wunder, wäre es ein guter Tag im Leben des Kranken geworden. Im Text wird deutlich, wie respektvoll Jesus helfen kann, ohne dass sich der Geholfene schlecht fühlt. Wie oft, auch in der Jungschar, gehe ich davon aus, dass ich am besten weiß, was der andere braucht. Wie kann ich die Kinder ernster nehmen und trotzdem sinnvoll helfen? Die zweite Frage ist, was mich eigentlich am Boden hält und mich lähmt? Auf welche unrealistischen Hoffnungen stütze ich mich, damit ich eine Ausrede habe, nicht loszugehen. Der Mann wird gleich zweimal von Jesus gefunden. Auch beim zweiten Mal muss er den Weg nicht selbst machen. Jesus geht auf ihn zu, nicht andersrum, und ermöglicht ihm ein selbstbestimmtes Leben. Nehme ich Jesu Aufforderung „Steh auf, nimm Deine Matte und geht“ ernst? Was ist meine Matte, was zehrt mich auf und lähmt mich. Denn nur, wenn ich immer wieder aufstehe, kann ich den Menschen so helfen, wie Jesus es mir vorlebt.

Der Text für Dich

Starter

Die Kinder kennen Situationen, in denen sie sich selbst gelähmt fühlen und nicht wissen, wie sie aus dieser Starre wieder herauskommen können. Solche Situationen sind, wenn Eltern sich streiten, sie Sorge vor dem nächsten Schultag oder Streit mit Freunden haben. Jesus macht wieder neu Mut aufzustehen und loszugehen, mit ihm im Rücken. Er hilft uns, wieder handeln zu können und mit neuem Selbstbewusstsein in den Tag zu starten.

Checker

Die Kinder wissen, dass Jesus oft Wunder getan hat. Nun ist es interessant ihnen bewusst zu machen, was durch das und neben dem Wunder hier passiert. In der Schule, im Sportverein, in der Nachbarschaft erleben Kinder, dass Menschen Hilfe benötigen. In der Geschichte gibt Jesus dem gelähmten Menschen das Handwerkszeug, selbst zu gehen und sein Leben selbstbestimmt zu leben. Das wünscht sich Jesus nicht nur für Kranke, sondern auch für uns. Auch die Kinder sind aufgefordert von passiv in aktiv zu wechseln und zu handeln. Jesus ist ein Vorbild, wie das beim Helfen aussehen kann. Hingucken und gemeinsam mit dem Bedürftigen überlegen, was er braucht. Es geht nicht darum, alles für den Menschen zu machen, sondern so zu helfen, dass er selbst handeln kann. Die Hausaufgaben also nicht einfach für ihn machen, sondern ihm erklären, wie es geht, damit er es beim nächsten Mal selbst machen kann.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Standbild-Rätsel

Eine/r der Mitarbeitenden stellt sich als Standbild vor die Gruppe. Die Pose, in der er oder sie verharrt, zeigt, dass Hilfe gebraucht wird. Was für Hilfe sollte nicht ganz deutlich sein. Nun dürfen die Kinder raten, was sich der Mensch wünscht oder was er braucht, was sein Problem ist. Jedes Kind hat nur eine bestimmte Anzahl an Versuchen. Danach wird das Rätsel gelöst. Je nachdem wie fit die Gruppe ist, können dann noch weitere Runden mit einem Kind im Standbild gespielt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder schon beim Erstellen des Standbildes eine klare Lösung des Rätsels im Kopf haben. Dabei können die Mitarbeitenden auch helfen.

Idee 2: Gegenseitige Hilfe

Allen Kindern werden die Hände zusammengebunden. Nun haben sie zunächst Zeit, zu versuchen, den Knoten alleine aufzumachen. Danach dürfen sie sich gegenseitig helfen, die Knoten bei dem jeweils anderen aufzumachen.

Verkündigung

Theaterstück

Die Verkündigung ist ein zweiteiliges Theaterstück. Einmal wird die Bibelgeschichte ohne Jesus gespielt, einmal mit.

Am Boden ist mit blauer Plane ein Teich dargestellt. Daneben liegen mehrere Personen am Boden auf Matten.

Erzähler: „Es war ein Fest in Jerusalem. Dazu kamen viele Juden, um dieses Fest zu feiern. Jedes Jahr fand es statt. Um zum Festort zu kommen, mussten viele durch die Säulenhallen gehen, in denen wir hier grade sitzen. Dort seht ihr den Teich Betesda. Da sind ja auch schon die Kranken und Lahmen, die auf Heilung oder ein Wunder oder Hilfe warten. Mal schauen, was dieses Jahr passiert.“ Nun kommen zwei Personen in Gewändern (z.B. weiße Laken), sie stellen die Juden dar, die sich auf den Weg zum Fest gemacht haben. Sie können sich gegenseitig von ihrer langen Reise erzählen. Sie gehen kurz zu dem Wasser und waschen ihr Gesicht. Im Weitergehen sagt der eine zum anderen: „Der Mann da drüben, der ist wirklich schon lange hier. Bestimmt über 30 Jahre. Hm…“ Beide gehen weiter, ohne die Personen am Boden weiter zu beachten.

Erzähler: „So ging es jedes Jahr. Doch dann, 8 Jahre später passierte etwas, womit niemand gerechnet hat. Dabei ist einfach nur eine andere Person dabei gewesen. Seht selbst.“

Gleiches Szenario. Doch nun ist ein dritter bei den Juden dabei.
Person A: „Der Mann da drüben, der ist wirklich schon lange hier. Bestimmt seit 38 Jahren. Hm…“ Die dritte Person bleibt stehen, dreht sich zu dem Mann am Boden um und hockt sich hin, um auf der gleichen Augenhöhe zu sein wie er. (Dabei ist es wichtig, gut darauf zu achten, dass die Kinder trotzdem noch gut sehen können und nicht nur den Rücken sehen.) „Willst Du gesund werden?“

Alle anderen gucken irritiert und der Mann am Boden fängt an, sich zu rechtfertigen: „Herr, ich hoffe doch, dass das Wasser dort drüben mich gesund machen kann. Denn der erste, der es berührt, nachdem es sich bewegt hat, wird gesund – so sagt man es zumindest. Doch ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt. Wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.“

Jesus legt ihm beruhigend die Hand auf die Schulter und sagt: „Steh auf, nimm Dein Bett und geh hin.“

Plötzlich kann der Mann am Boden aufstehen und weggehen.

Erzähler: „Was war anders als bei der ersten Situation vor 8 Jahren? Wer war wohl der Mann? Was meint ihr? Was hat er anders gemacht als die anderen?“ Hier können die Kinder die Unterschiede zwischen den beiden Situationen benennen.

Erzähler: „Oh guckt mal, auch andere wurden auf die Situation aufmerksam.“ Die Szene, in der der Mann weggeht wird nochmal wiederholt. Die beiden anderen Juden tuscheln miteinander. Der eine flüstert: „Es ist doch Sabbat, da darf man doch gar nichts tun. Weder heilen, noch seine Matte tragen. Was das wohl noch wird.“

Alle frieren ein. Nur noch der Erzähler bewegt sich, das andere ist ein Standbild.

Erzähler: „Die beiden Flüsterer haben Recht. Das damalige Gesetz besagte, dass man an dem Sabbat, also dem Samstag, nichts tun durfte, was nur im Entferntesten Arbeit war. Es wurden andere auf diese Begegnung zwischen dem Lahmen und dem Mann aufmerksam und fanden es gar nicht gut. Als andere Juden Jesus auf das Geschehene ansprachen, dass er etwas falsch gemacht hat, sagte er nur, dass er, genau wie Gott an jedem Tag wirkt. Ihm war es wichtiger, Menschen zu helfen, als die starren Regeln zu beachten.“

Die andere Idee

Interview mit dem Geheilten

Eine Person mit einer Matte unter dem Arm sitzt in der Runde der Kinder. Ein anderer Teamer stellt ihm verschiedene Fragen, sodass er erzählt, was aus seiner Perspektive geschehen ist.

  1. Wie heißt du?
  2. Was ist das für eine Matte unter deinem Arm? (lange mein Wohnort, weil ich gelähmt war doch jetzt kann ich wieder laufen)
  3. Und wo hast du gewohnt? (Am See Betesda; Hoffnung auf die Heilung durchs Wasser)
  4. Hattest Du wirklich noch Hoffnung, dass sich das von alleine löst? (Ich wusste nicht, worauf ich sonst hoffen sollte.)
  5. Wie kann es sein, dass du jetzt wieder hier sitzen kannst? (Ein Mann kam und hat gefragt, ob ich gesund werden will. Eine komische Frage, wenn du mich fragst. Aber er hat mich wirklich gesund gemacht. Ich weiß nicht wie, aber jetzt kann ich endlich wieder selber Dinge machen.)
  6. Und kanntest du den Mann? (Nein, und ich wusste auch erst viel später, wer er war. Das schien ihm nicht wichtig zu sein. Darum ging es nicht. Das Besondere war, das er mich so richtig angeguckt hat und nicht einfach vorbeigegangen ist. Das hat vorher noch nie jemand gemacht.)

Der Text gelebt

Wiederholung

Es wird ein großes Plakat in die Mitte gelegt, darauf sind zwei menschliche Silhouetten gemalt. Der Eine steht, der andere kniet oder liegt. Nun überlegen alle zusammen oder mehrere Kleingruppen, wie sich der liegende Mensch wohl gefühlt hat in der Geschichte. Was dachte er, als alle vorbeigegangen sind. Danach geht es um die Frage, was Jesus in der Geschichte so anders gemacht hat als die anderen Personen. Was hat er ganz konkret und körperlich getan? Die Ergebnisse können mit Wörtern oder gemalten Symbolen festgehalten werden.

Gespräch

Nun ist das Ziel, dass die Kinder merken, was diese Geschichte mit ihrem Leben zu tun hat. Dazu dienen die folgenden Gesprächsimpulse:

Hast Du Dich schon mal ganz starr oder gelähmt gefühlt?

Was hat Dich so gelähmt?

Was hilft Dir dann, wieder loszulegen und Dich besser zu fühlen? Hat Dir da schon mal jemand geholfen? (Hier ist es sinnvoll auch ein eigenes Beispiel zu erzählen.)

Konntest Du schon mal jemandem helfen, wieder selbst zu handeln?

Gab es auch Situationen, in denen Du Dich nicht getraut hast, zu helfen? Warum nicht?

Was hilft Dir, dass du hilfst und nicht einfach weitergehst?

Macht es einen Unterschied für Dich, ob die Person Dich fragt, was Du brauchst und Dich dabei anschaut? (Hier kann an die Standbilder vom Anfang erinnert werden.)

Merkvers

Da sagte Jesus zu ihm: »Steh auf, nimm deine Matte und geh!« Johannes 5, 8

Alle Kinder legen sich auf ein Kissen oder einfach auf den Boden. Teamer: „Manchmal, wenn wir uns nicht trauen zu helfen, fühlen wir uns machtlos. So als würden wir selbst bewegungsunfähig am Boden sitzen oder liegen. Jesus kommt aber auch zu uns und sagt „Steh auf!“ Nun stehen die Kinder nach und nach auf. Teamer: „Nimm Deine Matte“, die Kinder rollen pantomimisch eine Matte auf oder heben das Kissen auf. Teamer: „und geh“. Kinder suchen sich einen neuen Platz.

Nun kann sich die Hälfte der Kinder wieder hinlegen, die andere Hälfte hilft ihnen mit dem Aufsagen des Merkverses auf. Danach werden die Gruppen gewechselt. So wird deutlich: Sowohl wenn ich helfen will, als auch wenn ich Hilfe brauche, ermutigt und bestärkt mich Jesus mit diesem Zuspruch.

Gebet

Jedes Kind überlegt sich eine Person, die Hilfe oder die Ermutigung von Jesus brauchen könnte. Dann beginnt der Mitarbeitende, zu beten:

Jesus, du zeigst uns, wie wir helfen können, und dass es hilft, die Menschen um uns herum anzuschauen und zu fragen, was ihnen helfen würde. Manchmal fällt es uns schwer, aufzustehen und loszugehen und Hilfe anzubieten. Doch du möchtest uns und anderen Mut geben, selbst zu handeln und wieder loszugehen. Lass uns einen Unterschied machen, wenn wir Menschen begegnen und sprich du auch ihnen Mut zu. Dabei denken wir an (Hier können die Kinder dann nach der Reihe die Namen aufzählen, an die sie grade gedacht haben. Das muss vorher gut erklärt werden). Mach auch ihnen Mut.
Danke, dass Du mit uns gehst. Amen.

Kreatives

Matte basteln

Aus verschiedenen Stoffresten können die Kinder ihre eigene Matte basteln. Das, was sie manchmal beschwert und sie belastet, können sie auf die Stoffreste schreiben. Die Stoffreste werden dann entweder aneinander genäht oder getackert. Hinten kann noch mit Stoffstiften „Steh auf“ raufgeschrieben werden. Die Matte kann die Maße 10cm x 30cm haben und dient zur Erinnerung an Jesu Ermutigung.

Spiel

Die blaue Plane aus dem Anspiel dient wieder als Wasserersatz. Nun legt sich ein Kind auf den Boden und macht sich ganz schwer. Ein bis drei andere Kinder haben nun die Aufgabe, das liegende Kind auf die Plane zu bringen. Hierbei können auch verschiedene Teams gegeneinander antreten, da es ja auch in der Bibelgeschichte darum ging, der oder die Erste zu sein. Wichtig dabei ist, dass das liegende Kind gar nicht mithelfen darf.

Rätselhaftes

Entweder drei Kinder oder die Mitarbeitenden stellen als Standbild eine Szene der Bibelstelle nach. Die anderen Kinder müssen ganz genau angucken, wie es aussieht. Auch Kleidung ist dabei wichtig. Dann gehen die anderen Kinder raus und die Standbild-Darsteller haben drei Minuten Zeit, fünf Dinge an ihrem Bild zu verändern. Wenn die Kinder wieder reinkommen, müssen sie diese fünf Dinge herausfinden.

(T)Extras

Lieder

Seid nicht bekümmert

Dich hat der Himmel geschickt (Daniel Kallauch)

Kindermutmachlied

Ich helfe gern (Daniel Kallauch)

Spar Dir Deine Sorgen

Spiel

Zublinzeln

Hier kann die Gruppe Zublinzeln spielen. Die Kinder stellen sich in einen großen Kreis mit den Gesichtern zueinander und hinter jedem Kind steht ein anderes Kind. In dem Kreis gibt es einen Spieler ohne Hintermann oder -frau, dieser eröffnet das Spiel. Er schaut sich in dem Kreis um und zwinkert dann einem bestimmten Mitspieler zu. Dieser muss natürlich sehr aufmerksam sein, um das Zwinkern zu bemerken. Dann läuft der Spieler, dem zugezwinkert wurde, so schnell er kann von seinem Hintermann weg zu dem Spieler, der ihm zugezwinkert hat und stellt sich hinter diesen. Damit das Spiel nicht zu einfach wird, hat natürlich der Hintermann die Hände auf dem Rücken. So muss er versuchen noch viel schneller zu reagieren als sein Vordermann und diesen zu umarmen, damit er nicht die Möglichkeit hat wegzulaufen. Man kann dieses Spiel auch so spielen, dass alle Kinder, die vorne stehen, auf Stühlen sitzen. So ist das „Steh auf“-Thema nochmal mehr involviert.

Aktionen

Einander helfen

Ein Kind trägt eine Augenbinde, und hat die Füße zusammengebunden. Nun darf ein anderes Kind den zusammen Gebundenen nur mit seiner Stimme erklären, wie er die Füße frei bekommt. Danach kann es auch die Augenbinde abmachen.

1. Erklärungen zum Text

Der Schwerpunkt dieser Bibelarbeit liegt auf der Geschichte von der Bootsfahrt der Jünger über den See Genezareth (V.45-52). Dieses Ereignis wird auch in Matthäus 14,22-33 (hier mit dem „sinkenden Petrus“) und Johannes 6,16-21 erzählt. Eine ganz ähnliche Begebenheit wird bereits in Markus 4,35-41 berichtet, mit dem Unterschied, dass dort Jesus selbst mit an Bord ist.

V.45-47: Der Bericht schließt sich direkt an die „Speisung der 5000“ an. Nach einem so großen Wunder hätte man Freude und Feier erwartet, jedoch „drängt“ Jesus seine Jünger zum Aufbruch: Sie sollen schon ohne ihn mit dem Boot ans andere Ufer vorfahren. Für die Jünger, von denen einige erfahrene Fischer waren, ist dies keine unzumutbare Aufgabe. Jesus bleibt also zurück und verabschiedet die Menschenmenge, um dann sich dann – ganz allein – zum Beten zurückzuziehen, wie er es oft vor oder nach besonderen Herausforderungen getan hat.

V.48.49: Der See Genezareth ist auch heute noch für seine plötzlich aufkommenden Winde bekannt. Die Fahrt für die Jünger wird nun durch Sturm und Wellen erschwert: Sie kommen nicht mehr richtig voran. Jesus sieht ihre Mühe aus der Ferne. In der „vierten Nachtwache“, d. h. zwischen 3 und 6 Uhr morgens, kommt er zu ihnen. Die Zeit der Morgendämmerung ist nach alttestamentlicher Auffassung die Zeit der Hilfe Gottes (vgl. Ps 46,6). Da haben die Jünger sich bereits stundenlang abgemüht und Jesus scheint auch noch an ihnen vorbeigehen zu wollen. Er „geht“ auf dem See, was nach alttestamentlicher Ansicht nur Gott kann (vgl. Ps 77,20 und Hiob 9,8). Das Hauptereignis ist also gar nicht das „Naturwunder“, sondern die Aussage, dass Jesus Gottes Fähigkeiten hat. Die Jünger (und zwar alle) halten Jesus für eine Spukerscheinung, da sie mit ihm so nicht gerechnet hatten. Auch für einen erfahrenen Fischer ist das nun zu viel. Die Reaktion ist Angst und Chaos.

V.50-52: Mitten im Chaos gibt Jesus sich zu erkennen. Damit möchte er ihnen einerseits Mut zusprechen. Aber die Aussage „Ich bin es“ hat noch eine viel tiefere Bedeutung, da es an die Worte bei Gottes Selbstoffenbarung im brennenden Dornbusch erinnert. Damit sagt Jesus nicht nur „Ich bin bei euch“, sondern er zeigt auch hier wieder, dass er Gott (der „Ich-bin-der-ich-bin“ vgl. 2. Mose 3,14) ist. Jesus steigt ins Boot und ganz nebenbei geschieht ein weiteres Wunder: Der Sturm legt sich – die Jünger sind gerettet. Die äußeren Umstände sind damit wieder geordnet, aber innerlich bleiben die Jünger fassungslos. Wie öfters im Markusevangelium wird auch hier das Unverständnis, das „verschlossene Herz“ der Jünger, betont. Trotz aller Erlebnisse sind sie unfähig, Jesus als Gott zu erkennen und lehnen den Glauben an ihn ab.

2. Bedeutung für heute

Wir können uns gut in die Lage der Jünger hineinversetzen. So lässt sich unser eigenes (Glaubens-)Leben und seine Herausforderungen mit dieser Bootsfahrt über den See vergleichen.

2.1 Der Auftrag: Jesus schickt uns los

Zu Beginn der Geschichte steht eine wichtige Tatsache: Zum Genießen der gerade gemachten Glaubenserfahrung bei der „Speisung der 5000“ bleibt keine Zeit, denn Jesus schickt seine Jünger los. Er mutet ihnen damit auch bewusst die nachfolgende Situation von Dunkelheit und Sturm zu. Auch für uns sind besondere Highlights für den Glauben wichtig und gut, aber auch wir sollen uns nicht darauf ausruhen. Wie schnell vergessen wir, dass Christsein eigentlich kein gemütliches Sit-in ist, sondern vielmehr „Unterwegs sein“ bedeutet. Und auf diesem Weg gibt es nicht nur Sonnenseiten, sondern manchmal eben auch Finsternis und Gegenwind. Jesus mutet uns diese Herausforderungen nicht zu, um uns zu ärgern, sondern damit wir wieder neue Glaubenserfahrungen machen. Große Erfolge im Glauben sind meist mit großen Gefahren verbunden. Und oft erkennen wir erst im Nachhinein, dass wir gerade durch die Herausforderungen am meisten gewachsen sind.

2.2 Die Angst: Wenn Probleme auftauchen

Manchmal mühen wir uns ab und haben das Gefühl, dass es kein Vorwärtskommen gibt. Und wir fragen: „Jesus, siehst du nicht, wie es mir geht?“ „Wo bist du, wenn ich dich am meisten brauche?“ „Warum hast mich hierher geschickt?“ Dabei kann es hilfreich sein, weniger die Frage nach dem WARUM und mehr nach dem WOZU zu stellen, denn damit richtet sich unser Blick wieder nach vorn, anstatt nur nach hinten zu schauen. Wenn wir uns verlassen und überfordert fühlen, bekommen wir Angst. Das ist eine normale menschliche Reaktion. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber! Sie hindert uns daran, klar zu denken und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und spätestens dann ist unsere Sehnsucht groß, dass Gott ein Wunder tut. Und wir dürfen, ja, wir sollen ihn darum bitten. Den Zeitpunkt, wann Gott eingreift, können wir jedoch nicht bestimmen. Es bleibt ein Geheimnis, WANN er das tut. Aber: Gott hilft spätestens rechtzeitig!

2.3 Der Trost: Durch Jesus ist Gott uns nah

Gott fordert uns heraus, aber er überfordert nicht. So wie Kinder etwas lernen (z. B. Radfahren) und herausgefordert werden müssen, indem sie allein etwas tun, aber die Eltern doch notfalls in der Nähe sind. So sieht Jesus auch unsere Not. Und mitten im größten Chaos ist er ganz nah. Nur erkennen wir das nicht, wenn Angst und Sorgen unseren Blick vernebeln. Jesus will uns trösten und Mut machen: „Ich bin doch da. Ich bin der Herr, ich bin Gott. In dieser Welt habt ihr Angst. Aber verliert nicht den Mut: Ich habe diese Welt besiegt!“ (vgl. Joh 16,33) Und wenn wir dann Gottes Handeln erleben, ist uns zu wünschen, dass wir – anders als die Jünger – unser Herz öffnen und Gott wieder ein Stück mehr vertrauen.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg

Variante 1 – Gruselgeschichte

Der Erzähler sorgt für eine ruhige und möglichst dunkle (Kerzenlicht) Atmosphäre und kündigt eine Gruselgeschichte an. Dann erzählt er folgendes:

Ein Mann fährt mit seinem Auto in einer einsamen Waldgegend. Da bekommt sein Auto eine Panne und er kann nicht mehr weiterfahren. Fernab der Straße sieht er ein Licht im Wald. Er wartet einige Zeit, ob ein anderes Auto vorbeikommt, denn er hat kein Telefon dabei. Aber er bleibt allein. So fasst er den Entschluss, Hilfe zu suchen. Er geht also in den Wald hinein und auf das Licht zu. Er geht ziemlich lange durch das Unterholz, bis er plötzlich vor einem sehr alten Herrenhaus steht. Nach einigem Zögern klopft er an, worauf er drinnen Schritte hört. Mit einem hörbaren Knarren öffnet sich die Tür. Da steht ein alter buckeliger Butler und sagt, nachdem der Mann ihn um Hilfe gebeten hat: „Dies ist ein sehr altes Haus. Ein Telefon haben wir nicht, aber Sie können hier übernachten und morgen Hilfe holen.“ Der Mann nimmt dankend an und wird in ein großes Zimmer geführt, wo ein bequemes, altes Bett steht. Dort legt er sich hin und schläft bald ein. Mitten in der Nacht wacht er auf. Auf dem Flur hört er merkwürdige Geräusche. Tapp! Tapp! Tapp! Der Mann fasst sich ein Herz und geht auf den Flur. Im düsteren Licht steht jemand. Es ist ein kleines Mädchen, das sehr blass aussieht. Er fragt das Mädchen: „Was machst du denn mitten in der Nacht auf dem Flur?“ Das Mädchen antwortet: „Ich? Ich spiele hier nur mit meinem kleinen roten … BALL!“

Der Erzähler hat zum Ende der Geschichte immer leiser gesprochen. Das Wort „BALL“ wird aber ohne jede Vorwarnung so laut wie möglich gebrüllt! Die inhaltlich völlig harmlose Geschichte leitet so über zu Variante 2.

Wähle eine Frage zum Einstieg aus:

  • Wovor hattest du als Kind am meisten Angst (z. B. Dunkelheit, Ungeziefer, Wasser …) Ist das heute auch noch so?
  • Wurdest du schon einmal von einem Sturm oder einer Naturkatastrophe bedroht?

3.2 Begegnung mit dem Text

Bibeltext lesen

Lies den Bibeltext Markus 6,45-52 langsam und deutlich vor.

Bibeltext visualisieren

Die Geschichte lässt sich gut darstellen, um noch tiefer in den Text einzusteigen. Dazu brauchst du: Ein blaues Tuch, ein Papierboot und Spielbrettfiguren (12 Jünger, Jesus). Während du den Bibeltext nochmal vorliest, stellen die Teilnehmer die Szene mit den Gegenständen nach.

3.3 Vertiefung

Anhand folgender Fragen kommt ihr über den Bibeltext ins Gespräch. Es kann mit Impulsen aus 1. und 2. ergänzt werden. Die Visualisierung (s. o.) wird dabei nochmal aufgegriffen. Stell dazu das Boot mit den Figuren nochmals auf das Tuch.

  • Wie hättest du reagiert, wenn du Jesus auf dem Wasser gesehen hättest?
  • Was versäumten die Jünger bei der Speisung der 5000 zu lernen, das ihnen hier hätte helfen können?
  • Wo hast du schon einmal lange auf Gottes Eingreifen warten müssen?
  • Wo in deinem Leben erlebst du gerade eine Herausforderung / einen Sturm? Jeder bekommt kleine Zettel und Stifte und kann dort seine Herausforderungen aufschreiben und auf das blaue Tuch um das Boot herum legen.
  • Wo brauchst du es also, dass Jesus sagt: „Ich bin es. Hab keine Angst!“?
  • An welcher Stelle muss dein Herz weicher werden, d. h. wo willst du Gott mehr vertrauen?

3.4 Abschluss

Wähle eine Variante oder eine Kombination der Varianten aus:

Variante 1

Macht eine Lobpreiszeit mit einigen Liedern, in denen es v. a. um Vertrauen geht, z. B.:

Aus: Feiert Jesus! 4

  • Nr. 22 Du allein rettest mich
  • Nr. 71 Nichts soll uns erschüttern
  • Nr. 85 Im Sturm sing ich zu dir
  • Nr. 140 Still

Aus: Feiert Jesus! 3

  • Nr. 82 Du allein
  • Nr. 97  You Shine

Aus: Feiert Jesus! 1

  • Nr. 198 Jesus wir sehen auf dich

Variante 2

Spiel das Lied „Lege deine Sorgen nieder“ (CD Feiert Jesus 18, Nr. 7) als Zuspruch vor.

Variante 3

Lege ein paar verschiedene Bibelverse mit Zusprüchen aus. Jeder darf sich einen Vers aussuchen und ihn sich von jemandem zusprechen lassen.

1. Erklärungen zum Text

V.22-25.29: Reisepläne Paulus kennt die in aller Welt bekannte Gemeinde in Rom noch nicht persönlich, das soll sich aber ändern. Bereits zu Beginn des Briefs (1,13) hat Paulus geschrieben, dass er schon lange den Wunsch hat, nach Rom zu kommen. Doch er wurde bislang daran gehindert, weil seine Aufgabe im Osten des Mittelmeerraums noch nicht beendet war. Jetzt sieht er seinen Auftrag dort als erfüllt an. Er kann seine Missionsarbeit weiter nach Westen ausdehnen. Sein Hauptziel: Spanien (V.24.28).

Die Gemeinde in Rom ist für Paulus „Durchgangsstation“. Dabei ist ihm diese Gemeinde jedoch in vielfacher Weise wichtig:

  • Er will von ihr weitergeleitet werden nach Spanien.
  • Er erhofft sich Trost und Stärkung (vgl. 1,11f.).
  • Er will ihr den Segen von Christus bringen.
  • Er bittet sie dringend um ihre Unterstützung durch Gemeinschaft und Gebet.

Wenn man die damaligen Gefahren und Belastungen des Reisens bedenkt, kann man vor den Plänen Paulus nur den Hut ziehen: Korinth – Jerusalem – Rom – Spanien. Und das auch noch nach den körperlichen Strapazen von drei Missionsreisen. WOW – da ist sich jemand seiner Berufung gewiss!

V.26-28: Geldsammlung Bevor Paulus von Korinth nach Rom kommen kann, muss er unbedingt noch nach Jerusalem. Er möchte der materiell armen Urgemeinde einen größeren Geldbetrag überbringen. Die von ihm gegründeten Gemeinden in Griechenland, Mazedonien und Kleinasien haben dafür gesammelt. Paulus hatte sich zu dieser Geldsammlung der Missionsgemeinden während des Apostelkonzils verpflichtet (Gal 2,10). Die Sammlung war auch Ausdruck des Dankes für den von Jerusalem ausgegangenen Segen und Zeichen der bleibenden Einheit der Christenheit.

V.30-33 Bitte um Support Nach Jerusalem reist Paulus nicht ohne Sorge: Zum einen hat er Angst vor seinen jüdischen Landsleuten: Wie werden sie ihm, dem abtrünnigen Pharisäer, begegnen? Und zum anderen ist er sich nicht sicher, wie sein Kommen als Heidenmissionar von den Judenchristen aufgenommen wird (V. 31). Deshalb bittet Paulus die Gemeinde in Rom um Gebet.

Wie wir im Nachhinein wissen, war die Angst durchaus begründet: Paulus wird später in Jerusalem verhaftet und kommt nur noch als Gefangener nach Rom.

2. Bedeutung für heute

In diesem Abschnitt wird wieder mal deutlich, wie einzigartig Christen durch Jesus verbunden sind. Beziehungen entstehen über weite Entfernungen hinweg zwischen Menschen, die sich noch nie persönlich begegnet sind. Christen aus reicheren Regionen übernehmen Verantwortung und sammeln Geld für Menschen, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Dafür lernen und profitieren sie von deren Reichtum im Glauben (15,27). Sie beten füreinander und tragen das mit, was andere belastet (15,30f.). Bis heute ist das so!

Gott beauftragt uns, einander zu tragen, einander zu stärken, füreinander einzutreten. „Einander“ scheint der Pulsschlag der ersten Gemeinden gewesen zu sein. „Einander“ ist eines der häufigsten Worte in den Paulusbriefen überhaupt: einander ermutigen, ermahnen, lieben, dienen, aufbauen, vergeben etc.

Für vieles davon ist das Gebet das Zünglein an der Waage, der Key-factor. Das Gebet für andere ist nicht alles, aber ohne das Gebet ist alles andere nichts.

In einer Zeit, die vom Individualismus geprägt ist, ist es umso wichtiger, dass wir uns mit Christen aus verschiedenen Gemeinden und mit unterschiedlichen Prägungen im Gebet eins machen. Dass wir Unterschiede nicht als Schwäche, sondern als Stärke des Reiches Gottes wahrnehmen. Durch unser Gebet füreinander können wir ein sichtbares Zeichen der Einheit setzen. Deshalb ist die Vernetzung von Christen kein Hobby von Einheitsidealisten, sondern gehört zum Wesen jeder christlichen Gemeinschaft. Für Jesus hängt unsere Glaubwürdigkeit nach außen an unserer gelebten Einheit untereinander und Fürbitte füreinander. In seinem längsten, uns bekannten Gebet spricht er: „Ich bin in ihnen gegenwärtig und du in mir. Sie sollen untrennbar zusammengehören. Daran soll diese Welt erkennen: Du hast mich gesandt.“ (Joh 17,23 BB)

In den neuen EC-Grundsätzen greift die WITH-Dimension diesen Herzenswunsch von Jesus auf: verbunden mit allen Christen.

Die WITH-Dimension zeigt sich in der Liebe zu anderen Jugendarbeiten und Gemeinden mit anderen Prägungen. Sie zeigt sich in der Liebe zur „Wolke der Zeugen“ (Hebr 12,1) und zur Tradition, zum Stamm und zur Wurzel, die uns trägt (Röm 11,18).

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg zum Thema: Die Wende

Als Einstieg in dieses Thema kann sich das Kooperationsspiel „Die Wende“ eignen. Für diese Aktion benötigt ihr eine große Plane oder Decke (je Person 0,5 m x 0,5 m). Ein laminiertes Blatt mit der Aufschrift „Wir sind eins“ kann auf der Unterseite der Plane befestigt werden. Ihr stellt euch auf die Plane, die ausgebreitet auf dem Boden liegt. Die Aufgabe ist es, die Plane zu wenden (Unterseite nach oben), ohne dass eine Person die Decke verlässt.

Steigerungsform: Die Plane kann beim 2. Durchgang kleiner gefaltet werden, so dass alle zusammenrücken oder ggf. Huckepack genommen werden müssen.

Im Anschluss kann eine Auswertung erfolgen:

  • Was war wichtig, damit die Aktion gelingen kann?
  • Wie tretet ihr im Alltag füreinander ein?

Gespräch über Fürbitte

Alternativ oder ergänzend könnt ihr euch über das Zitat austauschen: „Eine christliche Gemeinschaft lebt aus der Fürbitte füreinander oder sie geht zugrunde.“ (Dietrich Bonhoeffer)

Mögliche Fragen:

  • Welche Gedanken, Gefühle, Assoziationen kommen dir bei diesem Zitat?
  • Welche Bedeutung hat Fürbitte in deinem (Gebets)Leben?
  • Wann hast du zuletzt für jemanden gebetet oder jemand anderen gefragt, ob er für dich beten kann?

3.2 Bibeltext

In unserem Bibeltext geht es um Unterstützung durch Gebet, Gemeinschaft und Geld. Lest nun gemeinsam (max. 6 Personen) den Abschnitt Römer 15,22-33, tauscht euch darüber aus und sprecht über folgende Fragen:

  • Was spricht dich an oder berührt dich?
  • Was verstehst du nicht oder regt dich auf?
  • Wozu fordert Gott dich heraus?

3.3 Vertiefung

Fragen

Hier können einzelne Aspekte und Aussagen vertieft und diskutiert werden:

  • Paulus ging dorthin, wo es „wehtat“. Er brachte die gute Nachricht zu Menschen, die Jesus noch nicht kannten. Was könnte entstehen, wenn ihr eure sicheren Räume verlasst und dort hingeht, wo junge Menschen sind, die Jesus noch nicht kennen? Wie könnte das konkret aussehen?
  • Wofür setzt du dich ein und womit (Gaben, Zeit, Geld, Gebet …)?
  • Was verbindet eure Jugendarbeit mit anderen christlichen Jugendarbeiten und Gemeinden? Was trennt sie?
  • Wie kannst du die Einheit unter Christen verschiedener Prägungen stärken und für andere eine Unterstützung sein?
  • Wen könntest du heute konkret um Gebetsunterstützung bitten und wofür?
  • Wer hat es derzeit nötig, dass du für ihn betest?

Impuls

Hier könnt ihr eure Gedanken zusammenfassen und die Anmerkungen aus den Vorüberlegungen (1. und 2.) aufgreifen.

3.4 Aktion: Gebetspatenschaften in der Gruppe

Fürbitte kann der Anfang für einen Blickwechsel von mir weg hin zum anderen sein. Gebet füreinander schafft Verbundenheit miteinander. Deshalb bildet für die nächste Woche Gebetspatenschaften, bei denen eine Person immer jemand anderes aus der Gruppe besonders im Blick hat, sie unterstützt und für sie betet. Jede Person bekommt einen Zettel, auf den sie ihren Namen und ein oder mehrere Gebetsanliegen schreibt. Anschließend werden die Zettel zusammengefaltet, eingesammelt, gemischt und wieder ausgeteilt. Wer den eigenen Zettel erwischt, zieht einen neuen. Die Zettel werden mit nach Hause genommen und für die Anliegen wird gebetet. Dabei soll der Beter auch darauf achten, was seine zugeordnete Person auszeichnet. Hierfür kann gedankt werden. Vielleicht kann der Beter auch seiner Person eine Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Beim nächsten Treffen könnt ihr euch über eure Erfahrungen austauschen: Was habt ihr erlebt? Was hat sich verändert? Wofür wollt ihr weiterhin beten?

3.5 Abschluss

Lied: „Wir sind eins“ aus Feiert Jesus! 5

Zielgedanke

Wenn du dich über Gott oder Menschen ärgerst, dann rede mit Gott darüber.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Jonas Ärger setzt ihn in Bewegung. Er versucht vor Gott zu fliehen und zwar in die entgegengesetzte Richtung von Ninive. Vermutlich denkt Jona, dass er am damaligen offiziellen „Ende der Welt“ (Tarsis, Spanien) für Gott nicht erreichbar ist. Auf diesem Weg werden heidnische Matrosen Zeugen, dass Gott Macht über Himmel, Meer und Leben hat. Sie fangen sogar an, mit Gott zu reden. Damit bringt Jona die Heiden ganz unbeabsichtigt mit Gott in Kontakt.

Es lohnt sich natürlich, den Kindern die ganze Jona-Geschichte auf mehrere Jungscharstunden verteilt zu erzählen. Aber diese Einheit endet damit, dass Jona vom Wal ausgespuckt wird. So erfahren die Kinder noch, dass Jona heil aus der Sache rauskommt.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder ärgern sich über ungerechte Spiele, Benachteiligung im Schulunterricht, Aussprüche von Mitschülern, Verbote der Eltern, über Gott und warum er nicht eingreift, wenn Not am Mann ist. Kinder ärgern sich über alles Mögliche. Ärgern ist menschlich. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. In dieser Einheit sollen den Kindern dazu Lösungswege aufgezeigt werden: Der Ärger setzt Kräfte frei. Er hilft, sich von Dingen oder Menschen zu distanzieren. Er kann Impuls sein, etwas bei sich zu ändern oder eben ein klärendes Gespräch zu suchen. Manchmal reicht es auch, seinem Ärger einfach „Luft zu machen“, z. B. durch einen Schrei auf dem Fußballplatz, wenn der Ball neben das Tor ging…

Erzählung

Hinweis zur Vorbereitung: Die Personen in der Geschichte werden mit Spielfiguren (aus „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel) dargestellt (Jona = rot, 4 Matrosen = grün, Kapitän = gelb), das Meer ist aus blauem Stoff (1 m x 1 m), ein Schiff (eine flache Herings-Dose), Proviant (kleine Kieselsteine), ein leeres Marmeladenglas als Wal.

Zu Beginn liegt der blaue Stoff auf dem Boden, die Kinder sitzen drum herum. Am Rand des Stoffes stehen die Matrosen und der Kapitän an Land. Auf dem Meer liegt das Schiff direkt bei den Matrosen, im Schiff die Kieselsteine. Der Mitarbeitende hält Jona in der Hand.

Darf ich vorstellen? Das ist Jona. Jona ärgert sich gerade (Jona ein Stück von den Matrosen wegstellen). Aber hört selbst, warum: „Das kann er nicht von mir verlangen! Ich soll nach Ninive? Warum schickt Gott ausgerechnet mich dort hin? In dieser Stadt gibt es nur böse Menschen. Sie lügen und betrügen. Sie lassen arme Menschen einfach verhungern. Gott ist ihnen total egal. Aber klar, ich versteh schon! Wenn ich jetzt dort hingehe und ihnen sage, dass sie sich ändern sollen, dann tun sie das am Ende noch. Und dann vergibt Gott denen bestimmt. Das regt mich jetzt schon auf. Nein, da mach ich nicht mit. Ich hau ab! Ich gehe einfach weg. Ich verreise. Ganz weit weg. Am besten ans Ende der Welt. Soll Gott doch sehen, wen er schickt. MICH NICHT!“ Jona läuft in Richtung Meer (Jona in Richtung Matrosen schieben). Direkt am Hafen trifft er auf die Matrosen und ihren Kapitän (Rote Figur Jona zu gelber Figur Kapitän schieben). „Hallo, Kapitän. Wohin fährt denn dein Schiff?“ „Nach Spanien, wieso?“ „Das ist gut. Weit genug weg von Israel. Kannst du mich mitnehmen?“ „Eigentlich nehmen wir keine Passagiere mit!“ „Aber ich muss weg! Ganz dringend!“ „Bist du auf der Flucht? Hast du was angestellt?“ „Nein, ich habe nichts verbrochen. Aber ich fliehe vor meinem Gott.“ „Das verstehe ich nicht. Du fliehst und hast nichts angestellt? Aber ich will mal nicht so sein! Komm mit an Bord!“ „Danke.“ Und alle gehen an Bord des Schiffes (Matrosen, Kapitän und zuletzt Jona gehen an Bord). Ja, Jona ist an Bord. Und er ist sehr müde. Deshalb legt er sich erst mal hin und schläft auch ganz schnell ein (Das Schiff in die Mitte des Tuches schieben). Nach einiger Zeit ist das Schiff auf hoher See. Jona schläft immer noch. Plötzlich ziehen dunkle Wolken auf und ein gewaltiger Sturm peitscht das Meer. Das Schiff wird in den Wellen hin und her geworfen ( Das Schiff etwas hin und her schaukeln, die Figuren fallen um). Die Männer können sich kaum noch im Schiff halten. Der Kapitän bekommt es mit der Angst zu tun: „So ein Unwetter habe ich noch nie erlebt. Das ist die Strafe der Götter! Wer hat was ausgefressen? Irgendjemand ist schuld an diesem Chaos!“ Die Matrosen sind in Panik und schreien: „Hilfe, Hilfe!“ Der Kapitän ruft: „Was schreit ihr rum, werft das schwere Gepäck über Bord!“ Was der Kapitän befiehlt, wird getan (Kieselsteine ins Meer werfen). Die Matrosen werfen alles über Bord. Aber es hilft nichts. Der Sturm hört nicht auf zu wüten, die Wellen bleiben hoch. (Tuch an den Seiten des Schiffes wellen, Kapitän zu Jona stellen.) „Hey, du!“ Der Kapitän ist fassungslos. „Hey, du! Was liegst du hier rum und schläfst? Los, steh auf und ruf zu deinem Gott! Vielleicht hilft er uns, damit wir nicht umkommen!“ Jona ist schnell wach und als er sieht, was los ist, haben die Matrosen eine Idee: „Schnell, lasst uns losen. So kriegen wir raus, wer schuld ist am Sturm!“ Gesagt getan. Es wird gelost. Alle ziehen ein Los. Jona zieht das kurze Los. Er scheint schuld zu sein am Unglück. Wütend umringen ihn die Matrosen und der Kapitän (alle um Jona). Sie stellen ihm jetzt viele Fragen: „Warum geht es uns so schlecht? Wer bist du? Wo kommst du her?“ „Ich komme aus Israel und glaube an Gott, der das Meer und den Himmel gemacht hat. Und vor meinem Gott bin ich jetzt auf der Flucht.“ „Spinnst du? Warum hast du das getan?“ Die Matrosen sind total verärgert. „Sag uns wenigstens, was wir jetzt tun sollen!“ Jona ist verzweifelt. „Nehmt mich und werft mich ins Meer! Dann wird der Sturm aufhören.“ Die Schiffsbesatzung glaubt das nicht. Stattdessen rudern alle wie verrückt. Aber sie kommen nicht vorwärts. Und der Sturm lässt auch nicht nach. Da rufen die Matrosen und der Kapitän zu Gott: „Gott, hilf uns. Rette uns. Und rechne es uns nicht an, was wir gleich tun. Du wirst tun, was du für richtig hältst.“ Plötzlich schnappen die Matrosen Jona (Jona-Figur nehmen und ins Meer werfen) und werfen ihn ins Meer. Sofort hört der Sturm auf und das Meer ist wieder ruhig. Die Männer sind gerettet. Nur Jona nicht. Er kämpft ums Überleben. Alleine schafft er das nicht. Deshalb schickt Gott einen Wal (Marmeladenglas öffnen und Jona reinlegen, Glas schließen, auf dem Meer schwimmen bis ans Land). Das Tier nimmt Jona auf für drei Tage und drei Nächte. Danach spuckt der Wal Jona an Land. (Marmeladenglas öffnen, Jona an Land absetzen.) Jona ist wieder an Land. Von seinem Auftrag ist er immer noch nicht begeistert. Aber er macht sich trotzdem auf den Weg nach Ninive.

Andachtsimpuls

Könnt ihr euch noch daran erinnern, worüber sich Jona geärgert hat? Wie ist Jona mit seinem Ärger umgegangen? Meint ihr, dass man vor Gott fliehen kann? (evtl. Psalm 139,7-10 lesen). Gott ist überall da. Wir können gar nicht vor ihm fliehen. Gott ist überall für uns da, d. h. wir können auch immer mit ihm reden, egal wo wir sind. Gott lässt uns nie allein, auch nicht mit unserem Ärger. Was denkt ihr, was hätte Jona machen sollen mit seinem Ärger?

    • Seinem Ärger irgendwie Luft verschaffen (Laufen, Stampfen, Schreien)
    • Über Ärger reden und ihn begründen (ich ärgere mich, weil …)
    • Bei Gott seinen Ärger loswerden
  • Gott herausfordern, warum er das jetzt tun soll?

Wenn wir uns ärgern, dann ist das erst mal o.k. Das ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers. Aber wichtig ist, dass wir nicht beim Ärgern bleiben, sondern überlegen, warum wir uns ärgern und das auch sagen. Da braucht es sehr viel Mut dazu.

Bei Gott können wir das einüben, weil er uns ja versteht und auch nichts weiter sagt, wenn wir ihm was anvertrauen. Wir können zuerst mal Gott sagen, was uns ärgert und ihn um Mut bitten, es auch anderen zu sagen.

Gebetsrunde mit Knetmännchen

Kinder bekommen Männchen aus Knetmasse. In der Mitte steht eine brennende Kerze.

Wenn man sich ärgert, dann sagt man unter anderem: „Ich habe mir ein Loch in den Bauch geärgert“. Symbolisch für alles, was dich ärgert, kannst du der Knetfigur ein Loch in den Bauch drücken (Kindern Zeit dazu lassen).

Wir können Gott im Gebet sagen, was uns ärgert. Dazu könnt ihr leise oder laut beten und euer Männchen zu Gott bringen (an der Kerze ablegen).

Gott, wir bringen dir alles, was uns ärgert. Mich ärgert …

Danke, dass unser Ärger von dir gehört wird.

Bitte hilf uns, mit unserem Ärger gut umzugehen.

Schenke uns Mut, auf andere zuzugehen und mit ihnen zu reden.

Amen.

Ideen zur Vertiefung

Das Spiel gegen schlechte Laune:

Jedes Kind legt sich einen Schal oder ein Tuch über die Schulter. Alle bewegen sich im Raum und versuchen, den anderen das Tuch von der Schulter zu ziehen und auf den Boden zu werfen. Das bestohlene Kind schimpft: „So ein Mist, mein Tuch ist weg!“, nimmt das Tuch wieder auf und wirft es unter ausgiebigem Schimpfen vor den „Dieb“ auf den Boden, nimmt es wieder auf und spielt weiter. Ziel des Spiels ist es, dass sich die Kinder zunächst mit sich selbst auseinandersetzen, statt sofort auf andere loszugehen.

Bastelidee:

„Mensch ärgere dich nicht“-Spiel basteln. Tolle Anleitungen (auch für ein Spiel mit 6 Personen) findest du unter: http://www.spielfibel.de/mensch-aerger-dich-nicht.php

Lieder

Ja, heut ist voll mein Tag, Einfach Spitze Nr. 101

Vor mir, hinter mir, aus Liedheft „Sei einfach du!“

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