Krieg und Frieden

Aufgrund der aktuellen Situation haben wir hier ein paar Materialien zusammengestellt, die mit Krieg und Frieden zusammenhängen. Wir hoffen euch können die Einheiten und Bausteine für die Arbeit vor Ort mit der Zielgruppe helfen.

Die Jugendarbeit darf wieder starten? Genial! Hier findest du Material, auf dessen Grundlage du Corona thematisieren und mit deinen Jugendlichen aufarbeiten kannst.

1. Vorbemerkungen

Zum Verständnis über das Buch der Psalmen und insbesondere Psalm 34:
  • Das Wort „Psalmen“ ist griechisch und die Bezeichnung für gesungene Lieder, die mit einem Saiteninstrument begleitet werden.
  • Das Buch der Psalmen ist eine Auswahl von Liedern und Gebeten, die aus ca. 500 Jahren der Geschichte Israels stammen.
  • Die Psalmen werden auch „Gesangbuch des Tempels“ oder „Gebetsbuch der Gemeinde“ genannt, weil sie dort, bis heute, gesungen und gebetet werden.
  • Bei den genannten Personen am Psalmanfang handelt es sich nicht unbedingt um den Verfasser, sondern vielmehr darum, wem man diesen Psalm zuordnet. Im Augenmerkt liegt der Sänger und Beter, nicht der Autor. Psalm 34 ordnet man David als den vorbildlichen Beter zu. In David sah man den größten Dichter und Sänger, auf den die Tempelmusik zurückzuführen ist.
  • Ebenso zu den Davidpsalmen zählen Psalm 3 bis 41 und 51 bis 72.
  • Die Sprache der Psalmen ist eine kraftvolle Dichtung. Diese soll nicht nur den Verstand, sondern auch Herz und Gefühl der Menschen ansprechen.
  • Ein besonders Merkmal für die Psalmdichtung ist der zweigeteilte Vers. Fast jeder Vers hat zwei Hälften, die sich inhaltlich aufeinander beziehen und den gleichen Sinn beschreiben sollen.
  • Darüber hinaus sprechen Psalmen eine sehr bildhafte Sprache.
  • Die Situation des Beters ist eine leidvolle Not, Verfolgung, Anfeindung oder auch andauernder Schmerz.
  • Hinter dem Psalm darf man nicht nur einen Autor sehen, sondern viele Menschen, die dieses Gebet oder Lied gesprochen bzw. gesungen haben. Es ist jahrelang gesprochen worden, bevor es aufgeschrieben wurde. Daher ist es meistens allgemein gehalten und die konkrete Leidsituation ist nicht mehr nachzuvollziehen. Das hat den Vorteil, dass sich jeder Beter in die Situation hineinbegeben und sie für sich adaptieren kann. So wird der Psalm zu meinem persönlichen Gebet und Lied.
Besonderer Blick auf Psalm 34
  • Psalm 34 gehört außerdem zu einer Kunstform der Dichtung. Jede Zeile, Vers oder Abschnitt beginnt mit einem Buchstaben des hebräischen Alphabets. Das verdeutlicht, dass Gottes Zuwendungen zu den Menschen von A bis Z durchbuchstabiert, also vollumfänglich sind.
  • Psalm 34 ist ein Lobpsalm oder auch Dankpsalm. Der Beter ist jemand, der aus seiner Not errettet wurde und den anderen davon erzählt, was Gott in seinem Leben getan hat. In dieser Gattung gibt es meist einen Rückblick auf die leidvolle Situation, Gottes Eingreifen, nachdem man ihn um Hilfe bat und dem Lob über Gottes Handeln. Ein Lobpsalm ist heute mit einem klassischen Zeugnis zu vergleichen, das jemand erzählt, wie Gott in sein Leben eingegriffen hat.
Besonderer Blick auf Vers 15

Im Vergleich von etlichen Übersetzungen wird deutlich, dass die ausgewählte Stelle (Psalm 34, 15) zwei Teile hat. A: „Suche Frieden“ und B: „jage ihm nach“.

In jeder Übersetzung gibt es einen Teil, der sich auf die „Suche“ konzentriert. Die Suche ist aktiv beschrieben und noch nicht abgeschlossen. Oft wird in den Übersetzungen von Mühen und unermüdlichem Handeln gesprochen. Es ist keine einfache Sache, diesen Frieden zu finden. Aber du sollst ihn unbedingt finden wollen, dich auf die Suche machen. Es lohnt sich, dafür einige Strapazen auf sich zu nehmen und Energie dafür einzusetzen. Diese Suche verlangt einem einiges ab: Geduld, Kraft und einen langen Atem. Im zweiten Teil geht es darum, mit den anderen Menschen im Frieden leben zu wollen und sich um Frieden zu bemühen. Das geht nicht aus einer Laune heraus, sondern vielmehr geht es darum, Frieden als ganz konkretes Ziel im Leben zu verfolgen, ihm nachzujagen als existenzielle Notwendigkeit und mit ganzer Kraft.

Obwohl das „und“ die zwei Teile trennt, kann man eine Trennung nicht vornehmen. Beides gehört zusammen. Niemand braucht etwas hinterherzujagen, was man vorher nicht gesucht hat. Dabei geht es noch nicht ums „gefunden haben“. Andersherum bringt eine Suche nichts, wenn ich sie dann nicht mit ganzer Kraft lebe, um Frieden ringe und Frieden weitergebe. Man sucht den Frieden nicht, um ihn dann „verstauben“ zu lassen.

Wichtige Begriffe kurz erklärt!

Gottesfurcht

Gottesfurcht hat in unserem Psalm 34 Segen zur Folge. Gottesfurcht bedeutet, Gott zu fürchten, ohne sich vor ihm zu fürchten. Damit ist keine Furcht wie Angst gemeint. Die Anwesenheit von Gott erzeugt starke Gefühle, die bis zur Panik gehen können. Wer Gott erlebt, ist fasziniert und erschrocken zugleich. In fast jeder Begegnung eines Menschen mit Gott beschreibt die Bibel eine Angst, die die Menschen hatten. In dem zeitlichen Kontext der Bibel hat Fürchten etwas mit den untergebenen Menschen zu tun, die ihren Herren treu waren. Gottesfurcht ist daher kein Gefühlsausbruch, sondern eine dauerhafte Haltung, die enge Treue und tiefen Respekt beinhaltet.

Jagd

Die Jagd war damals zu der Zeit der Bibel kein Hobby oder ein Sport, sondern eine Notwendigkeit sich wehren und ernähren zu müssen. Es war (über)lebensnotwendig.

Frieden

Frieden (shalom) ist ein bedeutsamer Begriff, hinter dem sich viel verbirgt:

  • Frieden bedeutet Vollkommenheit. – Es ist tatsächlich alles perfekt.
  • Frieden bedeutet Wohlbefinden. – Mir geht es sowohl äußerlich, als auch geistlich richtig gut.
  • Frieden bedeutet, ein gutes Verhältnis zwischen verschiedenen Personen zu haben.
  • Frieden ist eine Gabe Gottes, die man nicht einfach selber machen kann. Frieden kann man eben nur suchen und ihm nachjagen, er bedeutet, sich auf Gott auszurichten, Gott Raum im Leben zu geben und auf sein Eingreifen zu hoffen.
  • Frieden ist die Wiederherstellung des durch die Sünde zerstörten ursprünglichen Friedens zwischen Gott und den Menschen.
  • Frieden ist die Vorstellung auf das Warten auf den vollen Frieden, eines Tages bei Gott in der Ewigkeit zu sein.
  • Frieden ist ein Gruß wie Hallo und Ciao. Ein Gruß, mit dem man die ganzen Bedeutungen zusammenfasst und jemand genau das wünscht. Ein toller und tiefsinniger Gruß.
Was hat das Thema mit Teenagern zu tun? Wo berührt es ihre Lebenswelt?

Psalmworte können Gebete und Lieder der Teens werden, weil sie auch ihre leidvollen Situationen aufgreifen. Teenager kennen Leid. Sie erleben Schwierigkeiten und Herausforderungen, wie kaum eine andere Generation.

Sie fragen sich, warum sie überhaupt leben, liebgewonne Menschen sterben, Freunde kehren einem den Rücken, man wird geärgert, findet keinen Partner oder verliert sich in dem regelmäßigen Wechsel der Partner, hat gerade klassischen Herzschmerz, oder ein Blick in die Nachrichten reicht, um verzweifelt genug zu sein. Die Widerstandsfähigkeit für solche leidvollen Situationen wird aber erst gebildet und daher erleben sie oft einen Kampf mit Gott, mit sich und dem Sinn. Die leidvolle Not der Teenager mag dabei sachlich gesehen sehr unterschiedlich intensiv sein, aber wenn wir den einzelnen jungen Menschen in den Blick nehmen, ist sein Leid gerade wohl kaum zu ertragen. Wie genial, dass Psalmworte nie beim Leid stehen bleiben, sondern immer in Lob und Dank übergehen. Bei unserem Psalm ist es ein Lobwort, das verdeutlicht, dass es sich lohnt, auf Gott zu vertrauen, ihn um Hilfe zu bitten und er wirklich in unser Leben eingreifen wird.

Friede ist zwar kein modernes Wort, aber die Sehnsucht nach Frieden kennt wohl jeder Teenager. Diese Sehnsucht ist gerade da, wenn man sich noch nicht mit allem im Leben arrangiert hat, und genau das tun Teenager ja sehr ungern. Darüber hinaus halte ich den Blickwinkel des Verses für herausfordernd, sich eben nicht nur auf die Suche nach dem eigenen Frieden zu konzentrieren, sondern ihn als Ziel zu verfolgen. Als Ziel fürs Miteinander unterwegs sein, für Leben in diesem Kosmos mit allen Tieren, Pflanzen und Menschen, sich für Frieden einzusetzten und abzumühen. Das ist unbequem, aber unglaublich zielführend und sinnstiftend für jeden Teenager.

2. Zielgedanke

Frieden ist (d)ein Lebensziel, um das du dich mit allen Kräften bemühen kannst.

3. Methodik für die Gruppe

Durchführung einer Gruppenstunde „House-Running-Dinner-Party im Blinddate Stil“ zur Jahreslosung
Beschreibung der Gruppenstunde

Die Mitglieder des Teenkreises haben ein „Blind Date“ mit Menschen aus ihrer Gemeinde zu einem Abendessen. Dabei wird die Person vor Ort interviewt über ihren persönlichen (Un)frieden und wie sie dem (Un)frieden nachgejagt bzw. ihn gefunden hat.

Vorbereitung:

Bereitet die Stationen, Bewegungsart, Gastgeschenke und Gespräche mit den Personen langfristig gut vor.

Andacht zum Start

Einstieg: Schön, dass ihr da seid (Peace-Zeichen machen). Wir werden heute etwas ganz Besonderes erleben. Wir dürfen uns bei Leuten einladen, die uns aus ihrem Leben erzählen. Es geht um Frieden, Peace! (Peace-Zeichen machen) Frieden!

In den Psalmen gibt es ganz viele Menschen, die etwas erlebt haben, das echt hart für sie war. Kein Leben läuft wie am Schnürchen. Meistens geht es mal auf und mal ab. Manchmal ist es hart. Nachdem der Beter des Psalms das mit Gott überwunden hat, schreibt er Psalm 34. Ihr alle kennt Situationen, die ihr auf gut deutsch beschissen findet:

(Zeige den Mittelfinger und mach eine Bewegung mit der Faust in die Hand)

Es sind Situationen, die mehr mit Kampf und Krampf zu tun haben. Von Frieden keine Spur. Ich erzähle euch mal ein paar Situationen aus meinem Leben:

  • Ich habe gestottert.
  • Meine Eltern haben sich getrennt, scheiden lassen und ich musste mir überlegen, bei wem ich leben möchte.
  • Meine Freundin hat mich verlassen und ich habe gedacht, wir wären füreinander bestimmt.
  • Ein wertvoller Mensch ist gestorben und ich musste ihn ziehen lassen, mich verabschieden.

(Passe diese Punkte gerne an dein Leben und deine Erlebnisse an. Du kannst auch nur von einem Erlebnis erzählen. Erzähle kurz und max. von drei Situationen)

(Jetzt Zeigst du noch mal den Mittelfinger, dann die geballte Faust und halte sie geballt hoch)
Doch die Bibelstelle aus dem Psalm bleibt nicht dabei stehen, was dich zum Verzweifeln bringt. Der Autor hat den Frieden vielleicht noch nicht gefunden, aber er ist mit Gott auf dem Weg. Werde aktiv. Mach dich auf den Weg. Suche den Frieden.

(Jetzt machst du aus deiner geballten Hand das Peace-Zeichen)
Der Frieden ist es wert, dafür einiges in Kauf zu nehmen und richtig Aufwand zu betreiben.

(Gehe jetzt zu jedem oder zu je einem ausgewählten Teilnehmenden und sprich ihnen alle Friedensätze zu:)

  • Frieden bedeutet, es ist tatsächlich alles perfekt.
  • Frieden bedeutet, mir geht es sowohl äußerlich als auch geistlich richtig gut. Ich fühle mich pudelwohl.
  • Frieden bedeutet, ein gutes Verhältnis zwischen verschiedenen Personen zu haben.
  • Frieden ist ein Gruß wie Hallo und Ciao. Ein Gruß, mit dem man die ganzen Bedeutungen zusammenfasst und jemand genau das wünscht. – Ein toller und tiefsinniger Gruß.
  • Frieden ist ein Geschenk von Gott, das man nicht einfach selber machen kann.
  • Frieden kann man suchen.
  • Frieden ist, wenn zwischen Gott und dir alles wieder okay ist.
  • Frieden kann man nachjagen. Das bedeutet sich auf Gott auszurichten, Gott Raum im Leben zu geben und auf sein Eingreifen zu hoffen.
  • Frieden können wir weitergeben.
  • Frieden ist …

Mich interessiert, was Frieden für dich ist? Ich möchte euch einladen, einfach Ideen, unfertige Gedanken oder Beispiele in der Runde zu sagen. Was ist Frieden für dich?

Vielen Dank für eure Gedanken.

(Karte verteilen) Suche Frieden und jage ihm nach! (Psalm 34, 15).

Wir machen uns jetzt auch auf die Suche, auf die Suche nach Gastgebern und ihrer Lebensgeschichte mit dem Frieden, den sie gefunden haben oder dem Unfrieden und der Suche nach dem Frieden. Es sind Menschen, die bereit sind, uns davon zu erzählen, wie sie Gott um Hilfe gebeten haben und wie Gott in ihr Leben eingegriffen hat. Ich bin gespannt, was Gott in ihrem Leben bewirkt hat.

Material:

  • Postkarte zur Jahreslosung

House-Running-Dinner-Party im Blinde Date Stil

Kurzbeschreibung:

Gemeinsam bricht man auf zu einem oder mehreren „Blind Dates“ – einer Begegnung mit einem unbekannten Menschen aus der Gemeinde, der aus seinem Leben erzählen wird und bei dem ihr einen Gang der Dinner-Party einnehmt. Niemand außer den Mitarbeitenden weiß, wohin es geht. Kurze Zeit später steht ihr im Wohnzimmer oder Esszimmer einer „fremden“ Person und es gibt einen Gang, ein Mitarbeitender interviewt die Person über ihren (Un)Frieden und wie er ihm nachgejagt oder ihn gefunden hat.

Wir können in unseren Predigten und Andachten viel über den Glauben sagen. Das Leben schreibt noch einmal andere Geschichten, die nicht weniger eindrucksvoll sind, im Gegenteil. Daher wollen wir diesen Geschichten mitten aus dem Leben heute mal Raum geben.

Das Gespräch/Interview sollte gut vorbereitet sein, damit die Person passend zum Thema ausgewählt wird und die Fragen auch auf das zielen, was die Person erzählen kann und will.

Das Essen ist eine auflockernde Nebensache. Jede Station bietet allen Teens entweder eine Vor-, Haupt- oder Nachspeise an. Das Essen darf ganz einfach gehalten sein. Ein paar Getränke sollten gestellt werden (Wasserkaraffen reichen auch aus).

Mögliche Fragen für das Interview oder ein Gespräch untereinander:

Erzähl uns …

  • … wo Gott in deinem Leben eingegriffen hat?
  • … wo, wann, wie hast du Frieden gefunden?
  • … wo bist du noch auf der Suche nach Frieden in deinem Leben?
  • … wo jagst du dem Frieden noch nach?
  • … was setzt du für Frieden ein?
  • … mit wem du Frieden in deinem Leben schließen musstest und wie das für dich war?
  • … wo war es mühsam für dich, Frieden zu finden?
  • … was ist für dich Frieden?
  • … wo willst du Frieden finden?
  • … was war oder ist deine leidvolle Situation, in der du nach Frieden suchst?
  • … wo bist du nicht auf der Suche nach Frieden?
  • … wo setzt du dich für Frieden ein? Was kostet dich das?
  • … wie verfolgst du Frieden als (d)ein Lebensziel?
  • … von deinem Erlebnis wie Gott in dein Leben eingegriffen hat. (Rückblick in deine Not, Eingreifen Gottes, Lob und Dank)

Ablauf:

  1. Trefft euch ca. 30 Minuten bevor es losgeht mit den Teilnehmern.
  2. Stellt ihnen vor, was heute passiert und lasst dabei die Orte und Personen offen.
  3. Startet mit ein paar Liedern und der Andacht.
  4. Startet zum ersten Ort (je Ort ca. 45 Min.):
    1. Ankommen
    2. Essen des 1. Gangs und Interview mit der Person
    3. Dank und Geschenk für Gastgeber
    4. Weg zum nächsten Ort
  5. 2. + 3. Ort (siehe 1. Ort)
  6. Rückankunft am Startpunkt nach ca. 3 Stunden und Challenge

Die Anfrage der Gastgeber und Zeugen

Fragt schon mindestens zwei Monate vorher die Gastgeber des Abends an. Ihr könnt entweder direkt jemanden ansprechen oder auch ganz offiziell eine Ansage in eurem Gottesdienst machen. Achtet dabei darauf, dass die Teens noch nicht wissen, zu wem es geht.

Im Idealfall findet ihr Gastgeber, bei denen sich eine Person um das Essen kümmert und die zweite Person (z. B. der Ehepartner, die Tochter oder der WG-Mitbewohner) interviewt wird. Diese Person kann sich ganz auf das Beantworten der Fragen konzentrieren und ein entspannter Zeuge von Gottes Handeln sein (siehe alternative Programmmöglichkeiten).

Die Aufgabe der Gastgeber

Erklärt den gastgebenden Familien im Vorfeld genau ihre Aufgabe, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

Dankeschön

Bereitet als Dankeschön für die Gastgeber ein kleines Geschenk vor.

Die Wahl der Bewegungsart

Überlegt euch, wie ihr unterwegs sein wollt: PKW, Bullis, mit dem Rad oder zu Fuß. Je nachdem, wo die Menschen wohnen, die ihr ausgesucht habt, fallen manche Verkehrsmittel weg. Wenn ihr die Teens mit den PKWs durch den Ort fahren wollt, dann sollten sie eine Unterschrift der Eltern mitbringen, die ihnen erlaubt, mit euch zu fahren.

Challenge

Wenn ihr wieder am Startort angekommen seid, gebt ihr den Teilnehmenden folgende Challenge mit auf den Weg:

Stell dir vor, du bist 80 Jahre alt und du schaust auf dein Leben zurück. Woran würdest du erkennen, den Frieden gefunden zu haben, den du jetzt suchst? Schlusssatz: Jage dem Frieden nach!

Alternative Programmmöglichkeiten:

Dieses Programm ist sehr flexibel und an eure Möglichkeiten, Gegebenheiten und Vorstellungen anpassbar, z. B. ohne Running, ohne Dinner, mit Mitbringessen, ohne Blind, ohne Date.

Wie kann gezielt mit der Jahreslosungskarte als Mittel gearbeitet werden?

Ihr könnt die Karte bei dem Startimpuls oder auch erst zur Challenge verteilen und so den gewünschten Impuls visuell verstärken. Der Vorteil ist, wenn ihr die Karte zum Beginn austeilt, dass die Karte den ganzen Abend als Eyecatcher dient, dafür aber auch unterwegs vergessen werden oder verloren gehen kann.

Die komplette TEC: 1/2020

Wer mit Gott startet, verändert sich. Für manche ist es ein gewollter, für andere eher ein zögerlicher Neuanfang. Die Verbindung mit deinem himmlischen Papa, Freund und Begleiter hat Auswirkungen. Er wird dir zeigen, wie er dich und die Welt sieht und wird dich verändern.
Nach dem Scheitern wieder aufzustehen, ist nicht einfach, aber ein wichtiger Neuanfang. Es immer wieder zu versuchen, ist eine Charakterstärke. Jesus liebt dich, trotzdem!!! Egal, was gelaufen ist. Ja klar, wir dürfen nicht die Augen vor der Verantwortung verschließen! Gleichzeitig dürfen wir liebevoll Angst nehmen und diese nicht schüren!
Gott bietet uns immer wieder einen Neuanfang an. Echte Versöhnung zwischen dir und Gott, aber auch zwischen dir und anderen Menschen, kann Realität sein. Fang neu an!

1. Erklärungen zum Text

1.1 Psalm 34

Grob einteilen, lässt sich der Psalm in zwei Teile. Im ersten Teil (V. 1-11) steht eine persönliche Gebetserhörung im Mittelpunkt. Im zweiten Teil (V. 12-23) stoßen wir auf eine allgemeine Belehrung über die rechte Einhaltung der Gottesfurcht. Die beiden Teile gemeinsam zu betrachten, fällt gar nicht so leicht, auf den ersten Blick scheinen sie nämlich gar keine innere Verbindung zu haben. Sieht man genauer hin, entdeckt man jedoch, dass beide Teile von einer bestimmten Menschengruppe sprechen. Es geht um die Elenden (V. 3.7), um die, die zerbrochenen Herzens sind, die alle Hoffnung und ihren Lebensmut verloren haben (V. 19) – aber die auch gerecht und heilig sind (V. 10.16.18.20). Einer aus ihrer Mitte (der Psalmschreiber) erzählt von einer Gebetserhörung, die ihm zuteilwurde und zeigt im zweiten Teil des Psalms auf, wie ein Leben aussehen kann, das von Gottesfurcht, sprich von Achtung und Vertrauen gegenüber Gott, geprägt ist.

1.2 Vers 15

Im zweiten Teil des Psalmes, dem belehrenden Teil, stoßen wir auf die diesjährige Jahreslosung. Dem Vers voraus sind zwei Mahnungen gestellt. Zum einen soll man die Zunge vor dem Bösen bewahren. Offensichtlich hat David erkannt, dass es zuallererst auf ein gutes und friedvolles Miteinander ankommt, wo Dinge wie Spott, Neid, böse Worte, Beschimpfungen und Lügen keinen Platz mehr haben. Erst wenn der innere Friede wieder hergestellt ist, kann das Gute gelingen (zweite Mahnung) und erst dann kann die Suche nach (äußerlichem) Frieden wirklich Erfolg haben.

1.3 Erklärung einzelner Wörter

Suche: In der Bibel wird immer wieder vom Suchen berichtet. Schon zu Beginn der Welt wird deutlich, dass der Mensch auf der Suche ist – auf der Suche danach, so zu sein wie Gott (1. Mose 3,5) – diese Suche zieht sich durch die gesamte Bibel hindurch – und wird vollends erst enden, wenn Jesus einmal wiederkommen und sein neues Reich für alle sichtbar wird.

Das Suchen hat aber auch noch einen anderen Aspekt. Als Christen sind wir Suchende – und sollten es auch bleiben. Wer Jesus nachfolgt, ist nicht schon fertig mit allem und jedem: mit Gott, mit dieser Welt, mit den Menschen, mit sich selbst!

Doch nicht nur der Mensch ist auf der Suche. Auch Gott begibt sich auf die Suche nach uns Menschen (vgl. Lk 19,10). Er geht uns nach, lässt uns nicht aus den Augen. Sehr deutlich wird das z. B. in den Gleichnissen in Lukas 15. Und am deutlichsten ist das wohl geworden an seinem Entschluss, einer von uns zu werden.

Frieden: Mit dem Wort „Frieden“ ist nicht nur die bloße Abwesenheit von Krieg und Streit gemeint. Das biblische Wort für Frieden (shalom) geht wesentlich tiefer. Shalom bedeutet Unversehrtheit, Heil, Gesundheit, Sicherheit, Ruhe. – Was für ein starkes Wort!

nachjagen: Das Wort bezeichnet keinen Zustand, sondern eine Bewegung, die andauert und die erst zum Ziel kommt, wenn man das- oder denjenigen eingeholt hat, das oder den man gesucht hat.

Immer auf der Suche …

2. Situation Junger Erwachsener

Das Gefühl, auf der Suche zu sein, kennt jeder Junge Erwachsene. In dieser Lebensphase gehören Veränderung, Aufbruch und Suche nach Neuem zum Alltag. Mal ist es die Suche nach dem richtigen Studienplatz, mal die Suche nach den eigenen Gaben und Fähigkeiten oder die Suche nach dem Partner fürs Leben oder tiefen Beziehungen allgemein. Oft sind es auch alltägliche oder banale Dinge, wie die Suche nach dem Schlüssel.

  • Wo bist du im Moment auf der Suche nach greifbaren Dingen (verlegten Papieren, einem neuen Auto oder …)?
  • Wo bist du im Moment auf der Suche nach anderen Dingen, nicht materieller Art (Suche nach dem richtigen Partner, einem Studienplatz, der nächsten Arbeitsstelle)?
  • Wie verhält es sich mit deiner Beziehung zu Gott – bist du auch da auf der Suche? Wenn ja, nach was?

… nach dem Frieden!?

Auf der Suche nach dem Frieden … Auch das ist ein bekanntes Gefühl, nicht nur im Junge-Erwachsenen-Alter. Da gab es Streit und Missverständnisse und es steht die Frage im Raum, wie wieder echter Friede einkehren kann. Ein Blick in die Nachrichten genügt, um festzustellen, dass auch außerhalb des eigenen Lebens Vieles im Argen liegt, dass es Unfrieden gibt, Streit, Krieg und dass viele Menschen sich nichts sehnlicher wünschen als echten Frieden. Da kommt dieser tiefe Friede von Gott, dieser Shalom, doch eigentlich gerade recht!

  • Warum fällt es uns dann trotzdem oft so schwer, Frieden zu suchen, im Kleinen wie im Großen? Was hindert uns bei Streit, den ersten Schritt zu tun und uns für Versöhnung stark zu machen?
  • Frieden ist ein großes Wort. Am Weltfrieden zu arbeiten, ist oft Utopie oder Überforderung.  Aber wo ist es dran, in unserem Umfeld den Frieden zu suchen – mit unseren Familienangehörigen, der Nachbarin, dem Kollegen, der Kommilitonin? Was hält uns davon ab?
  • Wo gibt es bei uns im Junge-Erwachsenen-Kreis „Unfrieden“? Wo genau liegt das Problem? Wie könnten wir dem Frieden wieder näher kommen?

3. Gruppenstunde mit Gebetsspaziergang

Einstieg

Legt drei Plakate aus, auf denen jeweils eins der folgenden Worte steht: Frieden, nachjagen, suchen. Die Jungen Erwachsenen dürfen, jeweils mit einem Stift ausgestattet, im Raum umhergehen und ihre Gedanken zum jeweiligen Stichwort auf den Plakaten festhalten. Auch die Kommentare der anderen dürfen in einer Art stiller Diskussion schriftlich ergänzt werden.

Vorbereitung

Teilt an dieser Stelle die Motivkarten zur Jahreslosung an eure Jungen Erwachsenen aus. Sammelt spontane Eindrücke und Gedanken zu den Karten. Dann kommt miteinander ins Gespräch. Dazu könnt ihr folgende Fragen nutzen:

  • Wo warst du schon einmal auf der Suche nach etwas?
  • Was treibt dich an, was ist deine große Sehnsucht?
  • Was bedeutet Frieden für dich?
  • Hast du schon einmal den Frieden gesucht? Wenn ja, wo und wie kann man ihn finden?
  • Dem Frieden „nachjagen“, was stellst du dir darunter vor?
  • Mit wem oder was lebst du in Unfrieden? Was könntest du tun, um diesen Zustand zu ändern?

Psalm

Lest gemeinsam den Psalm und kommt darüber ins Gespräch. Gebt an dieser Stelle auch ein paar Hintergrundinformationen zum Psalm allgemein weiter.


Gebetsspaziergang

Brecht gemeinsam auf zu einem Gebetsspaziergang durch den Ort. Nehmt Zettel und Stifte mit. Begebt euch einzeln auf einen Spaziergang durch euren Ort bzw. Ortsteil. Geht schweigend und mit dankbarem und hörendem Herzen durch die Straßen und nehmt betend wahr.

Folgende Fragen können euch leiten und den Gebetsspazierganz vertiefen:

  • Wer wohnt hier? Was beschäftigt diese Menschen wohl?
  • Was fällt dir auf? Was erspürst du?
  • Was sind die Bedürfnisse und Sehnsüchte der Menschen?
  • Wofür kannst du danken, bitten, klagen, …?
  • Wo nimmst du Unfrieden wahr? – Bete dafür ganz besonders!

Auswertung

Versammelt euch nach 30 bis max. 60 Minuten (je nachdem, wie offen eure Gruppe für diese Aktion ist) wieder in eurem Gemeindehaus. Setzt euch zusammen bei ein paar Snacks und Getränken und kommt gemeinsam ins Gespräch über das, was ihr eben gesehen und erlebt habt.

Friedensgruß

Nehmt euch bewusst Zeit und geht aufeinander zu und sprecht euch gegenseitig einen Gruß des Friedens zu, z. B. „Der Friede des Herrn sei mit dir!“, oder: „Shalom, der Herr segne dich!“.

Gebet und Segen

Danach könnt ihr noch zusammen oder in Kleingruppen oder auch gerne in Zweiergruppen beten – betet füreinander und für den Frieden – Frieden in euren Beziehungen, in eurem Ort, im Land, in der Politik, unter Christen und auf der Welt.

Wenn ihr mögt, dann singt zum Abschluss noch ein Friedens- bzw. Segenslied gemeinsam.

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