Die Ich-bin-Worte

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 3/2021. Es geht in sieben Lektionen um die Ich-bin-Worte Jesu:

Lektion 1 Johannes 6,35 Ich bin … Brot des Lebens

Lektion 2 Johannes 8,12 Ich bin … das Licht der Welt

Lektion 3 Johannes 10,9 Ich bin … die Tür

Lektion 4 Johannes 10,11. (14) Ich bin … der gute Hirte

Lektion 5 Johannes 11,25 Ich bin … die Auferstehung und das Leben

Lektion 6 Johannes 14,6 Ich bin … der Weg und die Wahrheit und das Leben

Lektion 7 Johannes 15,5 Ich bin … der Weinstock

Außerdem gibt es einen Grundsatzartikel: Der Jungscharleiter ist Hirte und damit Vorbild!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Jesus, unser Lebensbrot, will all unsere Bedürfnisse täglich stillen und wir brauchen ihn zum Leben. Wenn diese Gedanken in die Herzen rutschen, wird Jesus eine immer wichtigere Rolle im Leben der Kinder spielen.

Starter

Aus der Vorgeschichte und dem ersten Ich-bin-Wort von Jesus lernen wir, dass Jesus uns weit mehr geben möchte als Brot.

Checker

Jesus kann und möchte all unsere Bedürfnisse stillen. Das geht nur, indem wir täglich mit ihm leben. Miteinander erarbeiten wir, wie das bei den Kindern aussehen kann.

Der Text an sich

„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Johannes 6,35

Jesus spricht hier das erste von sieben „Ich-bin-Worten“ im Johannesevangelium aus. Mit einem symbolischen Vergleich, passend zur damaligen Lebenswelt, veranschaulicht Jesus, wer er ist, bzw. was ihn ausmacht. Wie in Psalm 23 zeigt Jesus, dass er uns versorgen will, jedoch ganzheitlich an Körper, Seele und Geist. Der Glaube an ihn, sich auf Jesus einzulassen, ist die einzige echte Möglichkeit, den menschlichen, unersättlichen Lebenshunger zu stillen. Unser Bibelvers folgt, wie fast zu erwarten, bald nach der Speisung der 5000. Viele Menschen aus dem Volk hatten allerdings selbst nach diesem großen Wunder in Wahrheit einen ganz anderen Hunger. Sie hörten Jesus und seinen Predigten bis dahin zwar aufmerksam zu. Doch ihr Hunger wurde noch immer nicht gestillt. Sie wollten einen Beweis, wollten ein großes Wunder von Jesus sehen, wie damals beim Manna in der Wüste. Doch schon der Blick auf den Auszug aus Ägypten zeigt uns: Wunder können noch so groß sein, es kann sogar ein Meer geteilt werden: Der Mensch vergisst die Wunder Gottes so schnell wieder und erbaut sich stattdessen sein eigenes goldenes Kalb und betet es an. Ein Gespräch zwischen Jesus und einigen Menschen entwickelt sich und schließlich stellt Jesus heraus, dass das wahre Brot des Lebens, das für alle Zeit satt macht, nur vom Himmel kommen kann. Jesus lenkt damit die Kernfrage auf sich. Das Volk ruft selbstverständlich nach diesem Brot und sie bitten Jesus, ihnen von diesem Brot zu geben. Doch dieses Lebensbrot steht längst leibhaftig vor ihnen. Jesus ist das Brot des Lebens, das unsere Bedürfnisse stillen kann und möchte.

Der Text für mich

Kann Jesus meine Bedürfnisse wirklich stillen? Vielleicht glaubt ein Teil von mir das längst. Warum aber suchen und suchen wir weiter nach dem Lebensglück in Form von materiellen Dingen oder in Menschen.

Stell dir mal vor, du bittest Gott um ein großes Wunder, um dir zu zeigen, was du tun sollst. Genau wie es übrigens Gideon einmal (in Richter 6) erlebte, trifft alles genau ein, wie du es dir ausgemalt hast – es geschieht einfach. Wie schnell kommst du dennoch ins Zweifeln, dass es ja vielleicht alles nur Zufall war? Wer immer neue Beweise für oder von Gott braucht, ist in Wahrheit nicht satt durch Jesus, sondern permanent hungrig. Wie genial ist es dann zu wissen, dass Jesus zu uns spricht: „Aber ich stehe doch vor dir! Ich bin der Beweis! Ich selbst mache dich satt.“

Gott will deinen Hunger stillen, aber nicht durch Äußerlichkeiten, sondern einzig und allein durch Jesus. Indem er in dir lebt und dir nahelegen möchte: „Ich bin alles für dich! Ich bin, der ich bin. Ich bin das, was du brauchst. Ich bin das wahre Leben. Vertraue mir, glaube mir, ich bin bei dir!“

Der Text für dich

Starter

Wir tun uns so schwer, selbst nur einen Tag Hunger auszuhalten. Jesus stieg auf einen Berg und dann folgten ihm 5000 Männer mit ihren Familien.

Die Menschen bekamen Hunger, doch nur ein Junge hatte etwas zu essen dabei: Eine Tagesration von fünf Broten und zwei Fischen. Dann dankte Jesus Gott, nahm das Brot und die Fische, teilte sie und daraus wurde so viel, dass ALLE davon satt wurden. Aus ganz wenig machte Jesus ganz viel.

Jesus weiß, was Menschen brauchen, und er gibt es uns auch! Am nächsten Tag kamen ein paar Menschen zu Jesus. Würden sie erkennen, dass sie weit mehr brauchten als Essen? Zum Leben brauchen wir Hoffnung, Liebe, Angenommensein, eine Perspektive und das ewige Leben. All das will uns Jesus geben und wir erkennen: „Jesus, ich brauche dich, ich will mit dir leben.“

Checker

Auch nach einem längeren Weg mit Jesus und mit dem Wissen, dass Jesus mich bestens versorgen kann und mein „Brot des Lebens ist“, laufe ich doch immer und immer wieder wie durch eine belebte Fußgängerzone des Lebens. Ich schaue nach rechts und nach links, wer oder was meine vielen Bedürfnisse stillen kann. Ein leckerer Döner? Ein Eis? Neue schicke Schuhe? Die Hobbysammlung mal wieder zu erweitern? Oder das noch bessere Smartphone?

Ja, ich verliere Jesus immer wieder so schnell aus den Augen. Dabei könnte ich doch hier und jetzt mit ihm reden. Er würde mir zeigen, was mich wirklich glücklich macht und welches Lebensbrot mich viel eher abhängig macht, als satt.

Ich bekomme einen neuen Fokus auf Jesus. Jesus ist mein Hirte, mein Versorger. In mir wächst ein Wunsch nach neuer Gemeinschaft mit Jesus, ihm ganz nah zu sein, was mich glücklicher macht als alles andere. „Alles, was mir wertvoll war, bedeutet mir nichts mehr.“, fange ich an zu singen.

Der Text erlebt

Ohne Jesus sind wir lediglich in der Lage, unseren körperlichen oder seelischen Hunger für einen kurzen Moment zu befriedigen. Jesus aber ist in der Lage, all unsere Bedürfnisse, ein für alle Mal zu stillen. Wer wäre an diesem „Brot des Lebens“ nicht interessiert, wo wir Menschen doch alles dafür geben, so schnell wie möglich (Fast Food) oder so gut wie möglich (Goldsteak) unseren Hunger zu stillen?

Hinführung

Idee 1

Bringt eine Baby Born Puppe mit und füttert sie mit einem Nuckelfläschchen. Kommt mit den Kindern ins Gespräch: „Wer hat so viele Jahre lang all deinen Hunger und Durst gestillt, wenn du geschrien hast? Deine Mama hat dich mit ihrer Muttermilch versorgt und Papa hat dich wahrscheinlich auch immer wieder Löffel für Löffel mit deinem Brei gefüttert. Bei jedem Schreien haben deine Eltern sich bis jetzt um dich gekümmert, jedenfalls idealerweise. Das ist ein riesiger Aufwand, sage ich euch. Hey, das ist wahre Liebe!“

Heute wollen wir erleben, dass Gott genauso unser Versorger sein möchte.

Wisst ihr, woran wir das erkennen? An unserem heutigen Bibeltext …

Idee 2

Freies Anspiel vortragen: Jeden Tag Spaghetti: „Montag bekommst du Spaghetti serviert und bist überglücklich; Dienstag sagst du: Naja, die kann ich jeden Tag essen; Mittwoch findest du sie immerhin besser als Spinat; Donnerstag kannst du deine Spaghetti langsam nicht mehr sehen und Freitag sind sie nur noch ekelhaft für dich und dir ist der Appetit vergangen.“

Ich erkenne plötzlich, dass uns im Leben selbst die leckersten Dinge, wie Spaghetti, nicht glücklich machen. Wo erlebe ich das noch, dass ich hungrig bin, aber doch nicht satt werde? Mit immer mehr Spielzeug, immer besserer Technik, immer mehr und mehr?

Verkündigung

Verkündigungsart: Offener Kurzinput in einer Gesprächsrunde

Was wäre, wenn dir auch bei Brot irgendwann mal der Appetit vergeht? In meinem Leben habe ich etwa (365 x euer Alter) Brotscheiben gegessen. In der Regel können wir mit einem leckeren Belag jeden Tag unseres Lebens Brot essen. „Unser tägliches Brot gib uns heute“, sagte Jesus im Vater Unser. Wir können einerseits täglich Brot essen, aber vielmehr brauchen wir Brot zum Leben. Brot und Leben? Da gibt es einen ganz besonderen Bibelvers. Johannes 6,35: „Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“

Stark! Jesus ist das Brot meines Lebens. Genau. Jesus hat mir ein neues Leben geschenkt und ich brauche ihn täglich.

So sollten wir auch mit Jesus umgehen. Wir können uns auch nicht einen Tag in der Woche mit Spaghetti vollstopfen und die nächsten sechs Tage auf Essen verzichten. Das ist doch total ungesund. Täglich brauchen wir Jesus, das Brot des Lebens. Wie könnten wir in unserem Alltag Jesus zu unserem Brot des Lebens machen? Lasst uns einfach mal miteinander darüber reden und die Ideen (auf Flipchart) festhalten: Bibellese, Gebet, Losung, Lieder, Gottesdienst, Jungschar …

Nun sprecht ihr Mitarbeiter von euch, wie ihr regelmäßig Zeit mit Jesus verbringt und wie das bei den Kindern aussehen könnte. Seid ehrlich und nehmt euch als Gruppe vor, regelmäßig vom Brot des Lebens, von Jesus, zu essen und Gemeinschaft mit ihm zu haben. Vielleicht sogar in einem gemeinsamen Jungschar-Abendmahl.

Vergesst nicht: Jesus sagt: „Ich bin das Brot des Lebens“ und wir brauchen ihn täglich. Erinnere dich jeden Tag an seine Zusagen: Du bist geliebt, wertvoll, gewollt und all seine Versprechen gelten an jedem neuen Tag. Bei jeder Mahlzeit kannst du dich an Jesus erinnern. Wer von diesem Brot isst, wird nicht hungern und er wird leben in Ewigkeit!

Die andere Idee

Ihr könntet die Verkündigung auch so aufziehen, dass ihr sie aus der Sicht einer fiktiven beteiligten Person erzählt, die die Speisung der 5000 real miterlebt hat und am nächsten Tag bei Jesus nachgebohrt hat, bis Jesus schließlich unseren Vers des Tages entgegnete. Die fiktive Person kommt natürlich aus dem Staunen über Jesus nicht heraus und ihr fällt auf, nach welchen Dingen im Leben sie permanent einen unstillbaren Hunger hat. Die Person nimmt sich vor, mit Jesus zu leben, ihm nun nachzufolgen und zu schauen, ob Jesus als Brot des Lebens wirklich ihren Hunger täglich stillen kann.

Eine Gegenstandsandacht zum Thema Brot ist ebenfalls möglich. Ideen dazu finden sich in dieser Einheit.

Der Text gelebt

Wiederholung

Wer ist Jesus? Das Brot des Lebens! Aber welches Brot ist er? Ihr könnt unterschiedliche Brote ohne Nährwert vorzeigen, die nicht zu Jesus passen, wie ein verschimmeltes Toastbrot oder Knusperbrot usw. Jesus dagegen ist nicht nur irgendein Brot. Jesus ist DAS Brot, wie eine Geschmacksexplosion (so eine Geschmacksexplosion könnt ihr den Kindern anbieten). Jesus ist alltäglich, er will uns jeden Tag ernähren. Jesus ist ein Brot voller Tiefe und Gehalt. Jesus ist auch kein Bundeswehr-Dosenbrot, das man aufhebt für Zeiten der Not. Jesus ist das ultimative, tägliche Brot deines Lebens. Was er dir geben will, ist nicht mal mit dem besten Brot der Welt vergleichbar!

Gespräch

Kommt darüber ins Gespräch, dass Jesus für alle Bereiche, ganzheitlich, das Brot deines Lebens sein möchte. Ihr könnt miteinander viele Bedürfnisse der Kinder zusammentragen (auch angenommen, geliebt und wertgeschätzt zu sein). Gebt Beispiele, wie Jesus auf unsere Bedürfnisse eingehen kann.

Was macht dein tägliches Leben aus? Wie könnte Jesus dein Leben täglich bereichern? Wenn du wieder Hunger und Durst an Körper, Seele und Geist hast, trainiere dir ein neues Gebet ein: „Jesus, zeig mir, wie kannst du mich mit meinem Hunger nach … satt machen?“

Merkvers

Mottovers Johannes 6,35 oder: Nehmt hin und esst. Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. 1.Korinther 11,24b

A Am Ende der Einheit dürfen die Kinder, die ein Smartphone besitzen, ihres herausholen. Jeder nimmt der Reihe nach den Bibelvers (auf Flipchart geschrieben) in einer Sprachnachricht auf und schickt diese Sprachnachricht an fünf Personen seiner Wahl. Daraus ergeben sich sicherlich weitere Chats, so dass der Vers präsent bleiben wird und man ihn immer wieder abhören kann.

B Allen Kindern, die kein Smartphone besitzen, könnt ihr eine kleine Bäckertüte („Papierfaltenbeutel“) vorbereiten mit einer Scheibe Brot (Laugen-Kastanie) drin. Beschriftet sie mit dem Merkvers (oder tackert ein Kärtchen mit dem Merkvers daran fest) und gebt sie den Kindern mit.

Gebet

Jesus, ich staune immer wieder über dich. Du weißt ganz genau, was ich brauche. Du willst mir sogar gerne geben, was ich brauche. Danke Jesus, dass du mich satt machen möchtest. Du willst auch allen Durst meines Lebens stillen. Ja, ich habe Hunger und Durst nach so vielen Dingen. Doch was ich auch tue, mein Hunger und Durst kommt immer wieder. Danke Jesus, dass ich bei dir Liebe, Wärme, Frieden, Hoffnung und ewiges Leben bekomme. Mit allem, was ich brauche, versorgst du mich. Du nimmst mich an. Das macht mich wirklich satt und glücklich. Du bist das Brot des Lebens, lass mich regelmäßig von dir schmecken. Amen.

Kreatives

Wer liebt es nicht? Leckeres Stockbrot aus der Glut! Bei dieser Einheit wäre Stockbrot ganz sicher passender denn je. Jesus, das Brot des Lebens, quasi aufgespießt am Stock, bzw. am Holzkreuz, ist damit bereits vor die Augen der Kinder gemalt. Am Feuer, sofern alle Kinder gleichzeitig fertig sind, bzw. bevor sie anfangen, lässt es sich gut erzählen und noch besser miteinander ins Gespräch kommen. Sprecht über Jesus, über das Kreuz, über das, was er für euch getan hat. Macht es euch neu miteinander bewusst. Bei hungrigen Kindern müsst ihr jedoch mit mangelnder Konzentration rechnen. Umso wichtiger ist daher die gute Vorbereitung. Die Glut sollte am besten schnell bereit sein fürs Stockbrot. Ihr habt ansonsten zu wenig Zeit, um aufs Wesentliche zu kommen.

Spielerisches

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit …“ Stattdessen sprecht ihr jeweils: „Ich bestelle beim Bäcker und nehme mit …“  Reihum landet sozusagen eine Brotsorte nach der anderen im Einkaufswagen (Fladenbrot, Matzen, Knäckebrot, Einback, Laugenstange, Mohnbrötchen, Bauernbrot …)

Rätselhaftes

Spielt ein Quiz zum Thema Brot und Essen in der Bibel mit 10 Fragen:

  1. Was servierte Jakob neben dem leckeren Linsengericht seinem hungrigen Bruder Esau? (Brot)
  2. Josef deutete im Gefängnis in Ägypten zwei Träume. Welchen Beruf hatte der Gefangene, der sterben sollte? (Bäcker)
  3. Wie lange sollte die Hungersnot in Ägypten andauern, die Josef als Stellvertreter des Pharaos bekämpfen sollte? (7 Jahre)
  4. Bevor das Volk Israel aus Ägypten ziehen sollte, ordnete Gott an, dass sie Brot backen sollten. Was war das Besondere an diesem Brot? (ungesäuert)
  5. Gott versorgte das Volk Israel in der Wüste mit Manna, dem „Himmelsbrot“. Wie lange war dieses Brot haltbar? (1 Tag)
  6. Der Prophet Elia wurde von Gott eine Zeit lang mit Brot versorgt. Welche Tiere brachten Elia das Brot? (Raben)
  7. Jesus wurde von Satan in der Wüste versucht. Was sollte Jesus in Brot verwandeln? (Steine)
  8. Im Vater Unser heißt es passend zum Thema? Unser … (tägliches Brot gib uns heute)
  9. Was geschah an dem Abend, als Jesus das Brot nahm und es brach, um es seinen Jüngern zu geben? (Jesus wurde verraten usw.)
  10. Was brachen die Christen der ersten Gemeinde regelmäßig? (Brot zum Abendmahl)

(T)Extras

Lieder

Alles, was ich hab
Immer mehr
Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben
Ihr, die ihr Durst habt

Spiele

Damit die Kinder gleich etwas Bewegung bekommen und nicht beim Thema „Brot des Lebens“ hungrig werden, bereitet ihr einen Staffellauf vor. In zwei oder mehreren Teams stehen die Staffeln an der Startlinie bereit und kommen durch einen kreativen Hindernisparcours mit Stühlen usw. an einem Tisch an. Dort liegen für jeden Spieler je ein Becher Wasser und eine Scheibe Toastbrot. Zuerst wird eine Toastbrotscheibe gegessen, bis der Spieler pfeifen kann. Danach trinkt er seinen Becher leer, läuft wieder zurück und klatscht ab, damit der Nächste durch den Parcours laufen kann.

Aktionen

Erstellt als Gruppe eine Liste mit allen Menschen, die in eurer Reichweite in der letzten Zeit umgezogen sind. Bringt diesen Menschen Salz und ein Brot, wie man das traditionell macht. Bereitet dazu eine nette Karte über Jesus, das „Brot des Lebens“, und euch, das „Salz der Erde“, vor.

Kreatives

A. Wie wäre es, wenn ihr einen Großteil eurer Einheit bei einer gemeinsamen Mahlzeit am gedeckten Tisch durchführt?

B. Folgendes Video über das Brot des Lebens von Radieschenfieber könnte eine super Vorlage für ein Theaterstück der Mitarbeiter werden: https://www.youtube.com/watch?v=dMHDf5PC7NM

Hier kommt die dritte Themenreihe der JUMAT 2/2021. Es geht in fünf Lektionen um den Propheten Jeremia:

Lektion 9 Jeremia 1,1-19 Es geht los!

Lektion 10 Jeremia 7,1-15 „Kirche“ ist Herzenshaltung (Die Tempelrede)

Lektion 11 Jeremia 18,1-17 Der Töpfer bei der Arbeit

Lektion 12 Jeremia 19,1-13 Der Krug geht kaputt

Lektion 13 Jeremia 29,1-23 Der Brief an die Gefangenen

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott ist bei mir, wenn ich mit ihm gehe.

Checker

Gott gibt uns manchmal Aufträge, von denen wir glauben, dass wir sie nicht bewältigen können. Aber mit seiner Hilfe schaffen wir es!

Der Text an sich

Gott beauftragt Jeremia, seine Botschaft an sein Volk weiterzugeben. Das Nordreich ist schon in der Verbannung, das Südreich wird am Ende von Jeremias Wirken auch in Gefangenschaft geraten. Jeremias Botschaft ist zum Fürchten für das Volk und aus diesem Grund reißt sich Jeremia nicht um den Auftrag. Aber Gott verspricht ihm, an seiner Seite zu sein und ihn nicht allein zu lassen. Bei allem, was Jeremia in den darauffolgenden Jahren widerfährt, erlebt er Gottes Gegenwart. Wenn Gottes Wort „zu einem Menschen geschieht“, dann hört er Gott nicht nur, sondern Gottes Wort wird Wirklichkeit und gewinnt Kraft im Leben. Es möchte umgesetzt werden. Jeremia hält sich für zu jung und zu unerfahren für die Aufgabe, aber Gott berührt ihn. Er öffnet ihm die Augen für prophetische Bilder und spricht ihm Mut zu. Schon zu Beginn der Beauftragung macht Gott deutlich, was der Inhalt dessen sein wird, was Jeremia weitergeben soll: Er wird dem Südreich Gericht androhen, weil es sich gegen Gott und sein Wort gewandt hat. Gott macht Jeremia nicht vor, dass es einfach werden wird, aber sein Versprechen ist stärker als Jeremias Befürchtungen.

Der Text für mich

Wenn Gott einen Menschen beauftragt, verspricht er nicht, dass es einfach wird. Aber er sagt ihm zu, dass er immer bei ihm sein wird. Wie oft geht es mir in meiner Mitarbeit so, dass mir die Aufgabe über den Kopf wächst. Da ist es gut zu wissen, dass ich das nicht aus eigener Kraft und eigener Motivation tue, sondern weil Gott mich dazu beauftragt hat. Vielleicht ist es an der Zeit, einmal zurückzublicken, wie ich mit meiner Mitarbeit in der Arbeit mit Kindern begonnen habe und wo ich in der Zeit Gottes Wirken erlebt habe. Als Mitarbeiter können wir darauf vertrauen, dass Gott uns am richtigen Ort einsetzt und dass er uns hilft, wenn es schwierig wird. Manchmal ist es aber auch gut, wenn wir nicht alles im Griff haben, weil wir dann darauf vertrauen müssen, dass Gott uns hilft und wir nicht alles aus eigener Kraft schaffen können.

Der Text für dich

Starter

Kinder, die Jesus noch nicht kennen und neu in der Jungschar sind, lernen hier einen Gott kennen, der immer bei ihnen ist und sie nie verlässt. Jedes Kind kennt Situationen, in denen es sich allein gelassen fühlt, vielleicht auch, wenn Freunde es im Stich lassen. Da ist es gut zu hören, dass Gott sie niemals loslässt. Die Jungschar kann ein Ort sein, an dem sie Verlässlichkeit und Liebe erfahren. Hier spielen die Mitarbeitenden eine große Rolle, indem sie sich den Kindern zuwenden und Gottes Liebe weitergeben.

Checker

Gemeindekinder haben häufig schon oft gehört, dass Gott immer bei ihnen ist. Für sie ist die Anwesenheit Gottes eine Selbstverständlichkeit. Hier kommt es darauf an, ihnen zu zeigen, wie sie Gott in ihrem Alltag erleben können und wahrnehmen, wo Gott eingegriffen hat. Immer wieder werden sie in Situationen geraten, in denen sie nicht weiterwissen. Hier können die Mitarbeitenden berichten, wie sie Gottes Wirken erlebt haben und wo Gott sie beauftragt hat. Es ist wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass ein Leben mit Jesus nicht bedeutet, dass immer alles leicht ist, sondern dass er gerade in den schweren Zeiten bei uns ist.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Es wird das Spiel „UNO-Präsident“ gespielt. Dafür teilt sich die Gruppe in zwei Mannschaften. Die Kinder werden durchnummeriert. Die gleichen Nummern aus beiden Gruppen sitzen sich gegenüber. Ein Mitarbeiter ist der „UNO-Präsident“. Er erteilt mehr oder weniger gut zu bewältigende Aufgaben, z. B. Holt eine Rolle Toilettenpapier, macht 10 Liegestütze, krabbelt unter dem Tisch durch, lauft rückwärts im Krebsgang, schlagt Bibelstelle xy auf… Dann nennt er eine Nummer. Die beiden Kinder müssen die Aufgabe erledigen.

Anschließend wird darüber gesprochen, wie es einem geht, wenn man eine leichte oder eine schwere Aufgabe bekommt.

Idee 2

Es wird ein Labyrinth aufgebaut, entweder im Haus oder draußen. Die Kinder tun sich zu zweit zusammen. Einem von beiden werden die Augen verbunden. Anschließend führt das sehende Kind das blinde Kind durchs Labyrinth.

In der Gruppe wird darüber gesprochen, wie es sich anfühlt, geführt zu werden und wie sicher die Kinder sich gefühlt haben. Die sehenden Kinder berichten, vor welchen „Gefahren“ sie die blinden Kinder bewahrt haben.

Verkündigung

Erzählung mit Gegenständen

Wir lernen heute eine neue Person kennen: Das ist Jeremia (eine Puppe wird in die Mitte gelegt). Er ist 23 Jahre alt und wohnt in Israel, in Anatot. Jeremias Vater ist Priester (Bild eines Priesters hinlegen). Er kennt Gott also schon seit er ein kleines Kind ist.
Die Zeiten, in denen Jeremia lebt, sind nicht einfach, denn das Volk Israel ist geteilt und der Nordteil des Landes wurde schon von einem feindlichen Volk verschleppt und das Land zerstört (einen Stock zerbrechen und in mehreren Teilen unordentlich auf- und nebeneinanderlegen). Und auch der Landesteil, in dem Jeremia lebt, wird von Feinden bedroht. Eines Tages hörte Jeremia Gottes Stimme (Mikrofon hinlegen). Gott sagte zu ihm: „Ich kannte dich schon, als du noch im Bauch deiner Mutter warst und noch niemand wusste, wie du aussahst (Bild einer schwangeren Frau hinlegen). Ich wusste damals schon, dass ich dir den Auftrag geben werde, von mir zu erzählen und mein Prophet zu sein (Bibel hinlegen). Du sollst ganz eng mit mir zusammenarbeiten und im Land herumreisen.“
Jeremia sagte: „Aber das kann überhaupt nicht sein. Ich kann nicht predigen (ausgeschnittenes Kreuz auf die Bibel legen). Ich bin viel zu jung dazu (Nuckelflasche hinlegen). Such doch nach jemandem, der schon viel mehr Erfahrung und Wissen hat als ich.“ Aber Gott erwiderte: „Nein, du bist nicht zu jung. Du sollst dorthin gehen, wohin ich dich sende und den Menschen mitteilen, was ich zu sagen habe (Kreuz wieder wegnehmen). Hab keine Angst! Ich bin bei dir und will dir helfen (Puppe auf den Schoß nehmen).“
Und weil Worte manchmal zu wenig sind und man fühlen muss, dass das, was man hört, wahr ist, streckte Gott seine Hand aus und berührte Jeremias Mund (das auch tun) und sagte: „Ich gebe dir meine Worte in deinen Mund (die Bibel auf den Schoß der Puppe legen).“ Und weil man manchmal nicht nur hören, sondern auch sehen muss, zeigte Gott Jeremia etwas (Puppe absetzen, Bibel weglegen und einen Zweig dazu legen). Er fragte: „Jeremia, was siehst Du?“ Jeremia antwortete: „Das ist ein Zweig, der bald zu blühen beginnt.“ Gott sagte: „Genauso wie dieser Zweig bald blüht, will ich durch dich meine Worte zum Blühen und Wachsen bringen. Die Leute sollen hören und verstehen, was ich ihnen zu sagen habe.“
Und Gott zeigte Jeremia noch etwas (Kochtopf hinstellen und von einer Seite Watte über den Rand legen): „Du siehst einen Kochtopf, der vom Norden überkocht. Das heißt, dass ein Volk aus dem Norden kommen und dieses Land überfallen wird. Ich werde über das Volk richten, weil es so böse ist (schwarzes Tuch hinlegen) und anderen Göttern folgt. Aber vorher mach dich auf, lege einen Gürtel um (Seil um den Bauch der Puppe binden) und predige ihnen alles, was ich dir sage. Hab keine Angst (Puppe wieder auf den Schoß nehmen). Denn ich will dich stärken (Puppe fest drücken). Du wirst im ganzen Land herumreisen und sowohl dem König (Pappkrone auf das Tuch legen) als auch dem einfachen Volk predigen (die Bibel hochhalten). Das wird ihnen nicht gefallen (Wasserpistole auf das Tuch legen), aber sie können dir nichts anhaben (Kreuz auf die Pistole legen), denn ich bin bei dir und helfe dir (buntes Tuch um die Schulter der Puppe binden).“

Die andere Idee

Bild-Betrachtung

Für die Kinder wird ein Bild des Propheten Jeremia ausgedruckt, z. B. Jeremia von Michelangelo: https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremia#/media/Datei:Michelangelo_Buonarroti_027.jpg
Jeremia von Rembrandt
https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremia#/media/Datei:Jeremiah_lamenting.jpg

Die Kinder sollen das Bild beschreiben, dann die Augen schließen. Währenddessen gibt der Mitarbeiter Impulse, worauf sie beim nächsten Mal achten sollen (Körperhaltung, Farben, Gesichtsausdruck). Dann öffnen sie die Augen wieder und es wird über die Beobachtungen gesprochen. Anschließend wird die Geschichte erzählt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Der Mitarbeiter liest folgenden Fehlertext vor – oder die Kinder bekommen ihn schriftlich:

Jeremia, der Sohn eines Großindustriellen, war gerade frische 41 Jahre alt (er hatte gerade Geburtstag). Da traf er Gott und Gott sagte Jeremia, dass er ein Geschenk für ihn hätte. „Jeremia“, rief Gott, „du sollst mein Prophet sein und dem Volk sagen, dass ich das, was sie machen voll gut finde und sie ruhig so weitermachen können!“
Jeremia freute sich riesig, dass Gott ausgerechnet ihm diese Aufgabe erteilte, weil er sehr gerne vor vielen Menschen redete. Dann zeigte Gott ihm noch einen Kochtopf, der überkochte. Gott erklärte: „Aus dem Süden nähert sich eine große Gefahr für Israel!“ Jeremia freute sich, dass Gott ihm versprach, immer mit ihm zu sein und ihm bei diesem Auftrag zu helfen.

Die Kinder müssen die Fehler zählen:

  1. Großindustrieller – Priester
  2. 41 Jahre – 23 Jahre
  3. Ein Geschenk – einen Auftrag
  4. Voll gut finden – voll blöd finden
  5. Ruhig so weitermachen können – sich ändern sollen
  6. Freute sich riesig – freute sich nicht
  7. Weil er sehr gerne – weil er nicht gern
  8. Aus dem Süden – aus dem Norden

Anschließend wird die Geschichte anhand der Gegenstände wiederholt.

Gespräch

Wenn ein Fußballtrainer seine Mannschaft für das nächste Spiel zusammenstellt, worauf achtet er dann bei den Spielern?

  • Leistung
  • Fitness
  • Belastbarkeit
  • Gesundheit
  • Erfahrung
  • Teilnahme am Training

Wie wählt Gott seine Leute aus?

Ohne Vorleistung: Gott kannte Jeremia, bevor er im Mutterleib heranwuchs. Jeder Mensch ist eine Schöpfung Gottes und Gott hat einen Plan mit seiner Schöpfung.

Was wusste Gott über Jeremia? Er kannte seine Begabung, sein Temperament und seinen Charakter. So wie er war, war er brauchbar für Gott. Jeremia wurde nicht aufgrund seiner besonderen Vorzüge ausgewählt, sondern weil Gott seine Botschaft durch ihn ausrichten lassen wollte.

Jeremias Antwort: Jeremia hatte Angst vor der Reaktion seiner Umwelt, darum wollte er Gottes Berufung nicht annehmen. Er hielt sich für untauglich, weil er sich der Größe des Auftrages nicht gewachsen fühlte. Außerdem meinte er, dass er zu jung für die Aufgabe sei.

Gott unterstützt Jeremia: Er wiederholt den Auftrag mehrfach. Er lässt Jeremia über den Auftrag nicht in Ungewissheit.

Es gibt Situationen, in denen mir ein Mensch in den Kopf kommt und ich spüre von Gott einen Auftrag, mich bei ihm zu melden und ihm etwas Gutes zu tun. Wenn ich zu lange darüber nachdenke, vergeht der Gedanke schnell wieder. Hier ist es gut, schnell aktiv zu werden. Es wird mit den Kindern gemeinsam überlegt, wem jeder etwas Gutes tun kann.

Merkvers

Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr. Jeremia 1,8

Die Kinder werden in vier Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt einen Teil des Verses (Fürchte dich nicht – denn ich bin bei dir – und will dich erretten – spricht der Herr). Sie stellen sich in die vier Ecken des Raums und rufen sich nacheinander ihren Teil zu. Dann werden die Teile gemischt und es wird in anderer Reihenfolge gerufen.

Gebet

Jedes Kind kann für sich Dinge oder Menschen aufschreiben oder aufmalen oder im Kopf denken, vor denen es Angst hat, bzw. Situationen, die ihm Mühe machen. Die Kinder dürfen dem Mitarbeiter das Bild / den Text geben und er betet dafür. Anschließend wird der Merkvers darauf geschrieben.

Kreatives

Passend zu „die andere Idee“ bekommen die Kinder die Aufgabe, Jeremia zu malen. Eine Möglichkeit ist, ein Bild aus „die andere Idee“ groß auszudrucken und die Kinder malen das Bild nach. Oder es wird der Kreativität freien Lauf gelassen. Die Bilder werden anschließend im Raum aufgehängt und sind Anschauungsbeispiele für die weiteren Jeremia-Lektionen.

Spielerisches

Es werden unterschiedliche Spielstationen aufgebaut, an denen die Kinder Aufträge erfüllen müssen. Jedes Kind bekommt einen Zettel mit den Stationen und muss alle Aufträge abhaken, z. B. Kartenhaus bauen, Mitarbeiter zeichnen, 7 Bibeln hochheben, Merkvers aufschreiben, Kopfstand machen. An zwei – selbst ausgewählten – Stationen darf es sich Hilfe von einem anderen Kind oder einem Mitarbeiten holen. Am Ende kann darüber gesprochen werden, welche Aufträge den Kindern leicht und welche schwer gefallen sind.

Rätselhaftes

Siehe Extrablatt. (Lösung: Gott beruft Jeremia zum Propheten.)

(T)Extras

Lieder

  • Sei mutig und stark
  • Felsenfest und stark
  • Bärenstark

Spiel

Memory mit Aufträgen

Die Kinder werden in zwei oder mehr Gruppen eingeteilt. An einer Schnur oder an einer Stellwand / Tafel hängt ein großes Memory-Spiel. Die Kinder müssen wie beim normalen Memory-Spiel Paare finden. Wenn eine Gruppe ein Paar gefunden hat, darf es weiterraten. Wenn eine Gruppe zwei unterschiedliche Karten umgedreht hat, muss sie zu einem Mitarbeiter laufen und dort einen Auftrag erfüllen (Liegestütz, Lied singen, Rätsel lösen, Scherzfrage beantworten, um einen Stuhl laufen …). Wichtig ist, darauf zu achten, dass aus der Gruppe kein „Spion“ schaut, was die anderen Gruppen umdrehen. Währenddessen spielen die anderen Gruppen abwechselnd weiter und finden Paare – oder müssen zur Aufgabenstation gehen. Wenn die Gruppe ihren Auftrag erfüllt hat, darf sie wieder beim Memory mitspielen. Für jedes umgedrehte Paar gibt es einen Punkt.

Aktionen

Ein Prediger / Pastor / Gemeindeleiter / Vorstandsmitglied wird interviewt, wie er / sie zu seinem / ihrem Auftrag gekommen ist und welche Höhen und Tiefen es gab. Dazu werden vorher mit den Kindern Fragen gesammelt und dann gestellt.

Die Kinder bekommen Aufträge für die nächste Woche. Z. B. bekommt ein Kind ein Paket Taschentücher und damit den Auftrag, jemanden zu trösten. Oder jemand anderes bekommt eine Packung Gummibärchen, die es jemandem schenken soll, der es nötig hat. Sie lernen damit auf Gottes Auftrag zu hören. Wichtig wäre es, in der kommenden Woche darüber zu sprechen.

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen.

www.youtube.com/watch?v=2hFQoNVe55w – das Bibelprojekt vermittelt einen Eindruck über das ganze Buch Jeremia. Das hilft den Mitarbeitern gut, in diese Themenreihe zu starten, ist aber eher nichts für die Kinder.

Das Ziel

Starter

Gott meint es gut mit jedem einzelnen Menschen und er möchte keinen benachteiligen oder unrecht behandeln!

Checker

Gott ist ein gerechter und liebevoller Richter für jeden Einzelnen, auch für dich und mich!

Der Text an sich

König Salomo hat Gott gebeten, ihm Weisheit zu schenken, statt Reichtum, damit er sein Volk recht und gerecht führen und leiten kann. Diese Weisheit und sein Urteilsvermögen werden in diesem Text deutlich. Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel für die hebräische Erzählkunst. Die eine Frau erzählt das Ereignis, das zurückliegt, so anschaulich, dass der Eindruck entsteht, es passiere alles aktuell. Es kommen zwei Frauen zu König Salomo, die sich um ein kleines Kind streiten. Jede der Frauen behauptet, dass das Kind ihr Sohn sei. Beide hatten einen Sohn zur Welt gebracht, aber der Sohn der einen Frau ist nach ein paar Tagen gestorben. Daraufhin hat die Frau, deren Sohn gestorben war, sich einfach das andere Kind genommen und behauptet, es sei ihr eigenes! Da sich die beiden Frauen nicht einigen können, gehen sie zu König Salomo und bitten ihn, zu entscheiden und zwischen ihnen zu richten. König Salomo lässt sich nicht vom Streit der zwei Frauen, die zu ihm kommen, in seinem Urteil beeinflussen. Viel mehr hört er sich in Ruhe an, was jede der Frauen zu sagen hat und lässt sich Zeit, seine Entscheidung zu treffen. Er möchte herausfinden, welche der beiden Frauen nun die Mutter des Kindes ist, um ihr ihren Sohn zurückzugeben. König Salomo entschließt sich zu einer drastischen Maßnahme um herauszufinden, welcher Frau das Kind gehört. Er befiehlt, das Kind zu töten und unter den Frauen aufzuteilen, denn er weiß, dass die wirkliche Mutter des Kindes dies nicht zulassen wird. Somit stellt sich heraus, welche der Frauen die wahre Mutter ist! Nach israelitischem Recht hätte der Streit auch anders gelöst werden können, denn in 2.Mose 22 gibt es dazu Anweisungen. Eine der Möglichkeiten ist ein Gottesurteil (V. 7f) und die andere ein Eid im Namen des Herrn (V.9f). Der durchdachte und kluge Richterspruch erhält den Vorrang gegenüber der traditionellen Rechtsprechung und zeigt damit die Weisheit Salomos. Diese Geschichte wurde in ganz Israel bekannt gemacht und jeder konnte sehen, mit wie viel Weisheit König Salomo von Gott beschenkt wurde!

Der Text für mich

Wenn ich die Geschichte über König Salomos Urteil im Streit der beiden Frauen um ein Kind lese, werde ich immer wieder daran erinnert, wie gut und gerecht Gott doch ist! König Salomo hat seine Weisheit und sein Urteilsvermögen von Gott geschenkt bekommen und konnte somit gerecht entscheiden! Das zeigt mir wieder einmal mehr, wie gut und gerecht Gott doch ist! Er möchte auch jeden Einzelnen von uns gerecht und in Liebe behandeln! Deshalb sollten wir uns nicht von irgendwelchen Menschen oder Dingen beeinflussen, sondern uns von Gott leiten lassen und mit seiner Hilfe gerecht urteilen! Denn es ist doch in jedem Menschen das Verlangen nach Gerechtigkeit angelegt!

Der Text für dich

Starter

Jeder von uns kennt das – Streit mit Geschwistern oder auch Freunden! Es wird um Verschiedenes gestritten wie zum Beispiel Spielzeug, Stifte … Jeder pocht auf sein Recht und behauptet, dass es ihm gehört und er es zuerst gehabt hat! Da ist es hilfreich, wenn jemand von außen kommt und hilft, die Streitigkeiten zu klären! Denn allein bekommen wir das oft nicht hin. In solch einer Situation ist es hilfreich und wichtig zu lernen, jemandem vertrauen zu können, der uns liebt und gerecht behandeln möchte. Diese Eigenschaften können wir alle bei Gott finden. Er gibt uns Sinn und Halt im Leben und er meint es gut mit jedem Einzelnen. Er möchte niemanden benachteiligen oder unrecht behandeln!

Checker

Jeder von uns hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit! Wir möchten nicht ungerecht behandelt oder benachteiligt werden! Vielleicht haben die Kinder in ihrem Umfeld Menschen, die ständig von anderen benachteiligt oder ungerecht behandelt werden oder sie haben es selbst schon mal erfahren. Dann ist es wichtig zu wissen, dass wir in Gott einen gerechten Richter haben, der uns liebt und jeden von uns gerecht behandeln möchte! Und wir sollen es Gott gleichtun und sollen nicht andere ungerecht behandeln oder benachteiligen. Wir sollen uns von Gott führen und leiten lassen in unserem Urteilsvermögen und liebevoll und gerecht mit unseren Mitmenschen umgehen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Ist das gerecht?
Benötigt werden zwei gleich große Säcke, in denen sich jeweils die gleichen Sachen befinden, aber nur in unterschiedlicher Größe. Das könnte zum Beispiel ein großer und ein kleiner Ball sein, eine große Tafel Schokolade und eine kleine Tafel, etc.
Der Mitarbeiter sucht nun zwei Freiwillige, die immer abwechselnd die Gegenstände aus dem Sack holen und auf den Tisch oder Fußboden legen, sodass alle Kinder sie sehen können. Bald werden die Kinder feststellen, dass die Gegenstände zwar gleich, aber unterschiedlich groß sind und vermutlich werden sie sich beschweren, da nicht jeder den gleich großen Gegenstand bekommen hat. Somit kann man dann erklären, dass jeder den Drang nach Gerechtigkeit in sich hat, und gleichzeitig kann man dabei über das Thema Gerechtigkeit ins Gespräch kommen.

Idee 2: Krone basteln
Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und bekommen jeweils Holzstäbchen und Zeitungspapier sowie eine Bastelvorlage für eine Krone, anhand derer sie die Krone nachbasteln müssen. Eine Gruppe bekommt von Anfang an zu wenig Material, um die Krone exakt zu basteln. Die Gruppe wird sich schnell beschweren, dass sie die Krone nicht zu Ende basteln kann. An dieser Stelle erfolgt ebenfalls ein Gespräch zum Thema Gerechtigkeit.

Verkündigung

Theaterstück
Inhalt: König Salomos Weisheit, die er von Gott geschenkt bekommen hat, wird benötigt!
Ein Mitarbeiter verkleidet sich als König Salomo und zwei weitere Mitarbeiter übernehmen die Rollen der beiden streitenden Frauen. Ein Mitarbeiter wird als Erzähler benötigt.
Es kommen zwei Frauen zu Salomo. Sie sind ganz aufgebracht.
Frau 1: Wir beide wohnen zusammen in einem Haus. Wir haben beide ein kleines Baby, einen Jungen, zur Welt gebracht. Aber in der Nacht starb das Baby von dieser Frau. Sie zeigt auf die andere Frau, die ein Baby in ihren Armen hält. Doch diese Frau ist gemein. Sie hat dann einfach die Babys vertauscht. Ihr totes Baby hat sie zu mir ins Bett gelegt und mein lebendes Baby hat sie einfach zu sich genommen und so getan, als wäre es ihres.
Frau 2: Die zweite Frau schüttelt verzweifelt den Kopf, aber die erste redet weiter.
Frau 1: Morgens habe ich das tote Baby bei mir im Bett bemerkt, als ich es stillen wollte. Aber als ich es genau ansah, habe ich gemerkt, dass es nicht mein Sohn war, der tot neben mir lag.
Frau 2: Sie lehnt lautstark die Vorwürfe gegen sich ab. Nein, das stimmt nicht! Mein Sohn lebt, aber dein Sohn ist es, der tot ist.
Frau 1: Sie wird sehr wütend. Lügnerin! Dein Junge ist tot, aber meiner lebt!
Erzähler: So geht es einige Zeit lang hin und her. Beide Frauen rufen durcheinander, bis König Salomo eingreift und sie um Ruhe bittet. Er ist schließlich der König und muss nun zwischen den beiden streitenden und aufgebrachten Frauen entscheiden, auch wenn er nicht genau weiß, was wirklich in der Nacht passiert ist. Niemand war bei den beiden Frauen im Haus gewesen. Es gibt keine Zeugen. Alle Anwesenden im Palast des Königs schauen gespannt auf Salomo. Sie erwarten von ihm, dass er entscheidet. Salomo braucht wirklich Weisheit. Gott hatte Salomo Weisheit gegeben und hilft ihm, richtig und gerecht zu entscheiden.
König Salomo: Bringt mir ein Schwert. Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt jeder der Frauen einen Teil davon.
Ein Diener bringt ein [Holz]Schwert und nimmt das Kind in den Arm.
Erzähler: Ist das eine gute Idee von König Salomo? fragen sich alle. Einigen stockte der Atem, als der Diener das Schwert brachte. Aber Salomo weiß, was er tut!
Frau 1: Mit verzweifeltem Gesichtsausdruck. Nein, mein Herr, tötet das Baby nicht. Bevor es sterben muss, gebt es lieber der anderen Frau.
Frau 2: Mit einem hinterhältigen Grinsen im Gesicht. Tötet es ruhig. Es soll keine von uns es lebend bekommen.
König Salomo: Salomo schaut die beiden Frauen an. Dann schaut er zu seinem Diener, der das Schwert in der Hand hält und das Baby gerade genommen hat. Gib es der ersten Frau. Sie ist die richtige Mutter.
Frau 1: Nimmt überglücklich ihren Sohn in den Arm.
Erzähler: Salomo hatte erkannt, dass die richtige Mutter nie ihr Kind töten lassen würde.
Sie war sogar bereit, es stattdessen der anderen Frau zu geben. Aber jetzt bekam sie ihren Sohn lebend wieder zurück.
Alle staunten, wie Salomo dieses Problem gelöst hatte. In ganz Israel hörte man davon, wie weise König Salomo war.

Die andere Idee

Fotostory mit Legofiguren

Anhand von Legofiguren kann die Geschichte im Vorfeld nachgestellt werden und anschließend abfotografiert werden, sodass dann den Kindern anhand der Bilder die Geschichte erzählt werden kann. Mögliche Szenen wären zum Beispiel, wie die zwei Frauen mit dem Kind zu König Salomo vor den Thron kommen. Die nächste Szene wäre dann, wie König Salomo das Schwert in den Händen hält und das Kind töten lassen will. Eine weitere mögliche Szene wäre, wie die eine Frau – die Mutter des Kindes – vor König Salomo auf dem Boden kniet und ihn anfleht, das Kind nicht zu töten. Und eine letzte mögliche Szene wäre dann, dass die Mutter ihr Kind in den Armen hält und alle über König Salomos Weisheit und Urteilsvermögen staunen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Wenn die Verkündigung in Form des Theaterstücks dargestellt wurde, kann man zur Wiederholung verschiedene Szenen aus der Geschichte nachstellen und die Kinder dann erzählen lassen, was gesagt wurde.
Wenn die Bilder mit den Legofiguren gezeigt werden, können die Kinder anhand der Bilder die Geschichte in ihren Worten nacherzählen.

Gespräch

Es folgt ein Gespräch über folgende Fragen:

  • Wo haben die Kinder schon mal Unrecht erfahren und wie sind sie mit der Situation umgegangen?
  • Wie geht es den Kindern, wenn sie merken, dass einer ihrer Freunde unrecht behandelt wird und was würden sie dann am liebsten tun?
  • Wie finden sie König Salomos Vorgehensweise und seine Entscheidung?

Merkvers

Gerechtigkeit und Recht sind die Säulen deiner Herrschaft; alles, was du tust, zeigt deine Liebe und Treue.

Psalm 89,15 HfA

Der Bibelvers wird auf eine Tafel geschrieben, sodass die Kinder ihn gut lesen können. Der Vers sollte dreimal komplett mit den Kindern gelesen werden und dann werden bei jedem weiteren Mal lesen Wörter ausgewischt, die die Kinder dann auswendig sagen sollten. Das wird so lange fortgesetzt, bis der Vers komplett ausgewischt ist und die Kinder ihn auswendig sagen können!

Gebet

Die Kinder können gemeinsam mit den Mitarbeitern beten, indem ein Mitarbeiter das Gebet laut vorspricht und immer wieder Pausen lässt, damit die Kinder das Gebet nachsprechen können.
„Lieber Gott, ich danke dir, dass du mich kennst und liebst. Du bist treu und gerecht und möchtest uns alle gleich behandeln und keinen benachteiligen. Ich bitte dich, lieber Gott, dass du mir hilfst, bei meinen täglichen Entscheidungen, gerecht und liebevoll und in deinem Sinne zu handeln, damit ich niemanden verletzte oder unrecht behandle. Danke, dass du Herr über alle Dinge bist! Amen!“

Kreatives

Die Kinder bekommen ein Blatt mit der Zeichnung einer Krone darauf und können diese nun anmalen und das Blatt mit nach Hause nehmen. Auf dem Blatt ist neben der Krone der Merkvers aus Psalm 89,15 vermerkt, damit die Kinder daran erinnert werden, dass Gott gut und gerecht ist!

Spielerisches

Tauziehen
Die Kinder werden von einem Mitarbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt, und zwar so, dass es auf der einen Seite viele starke Kinder gibt und auf der anderen Seite nicht. Dann wird eine Markierung auf dem Boden zwischen die beiden Gruppen gemacht und jede Gruppe bekommt ein Ende des Taus. Nun wird versucht, die jeweils andere Mannschaft auf seine Seite zu ziehen. Zuerst wird natürlich die Gruppe gewinnen, in der die meisten starken Kinder sind. Nach und nach teilt der Mitarbeiter die Kinder so auf die zwei Gruppen auf, dass das Kraftverhältnis ausgeglichen ist und die Kinder zu gleichen Teilen am Tau ziehen und somit gerecht aufgeteilt sind.

Rätselhaftes

Die Teilnehmer erhalten ein Arbeitsblatt mit Rätselfragen: Das Rätsel kann mit etwas um die Ecke denken gelöst werden.

Lösung: Psalm 89,15

(T)extras

Lieder

Bei dir kommt keiner zu kurz
Alle meine Sorgen

Spiele

Stühle schnüffeln
Es werden drei Stühle und zwei Mitarbeiter benötigt.
Es wird behauptet, dass ein Mitarbeiter eine besonders gute Spürnase hat. Und um das herauszufinden, wird die Mithilfe der Kinder benötigt. Ein Mitarbeiter wird nach draußen vor die Tür geschickt. Die Kinder dürfen nun einen Freiwilligen aussuchen, der sich auf einen Stuhl setzt und dann sofort wieder aufsteht. Diesen Stuhl muss der Mitarbeiter vor der Tür nun erschnüffeln. Nachdem das Kind sich entschieden hat, auf welchem Stuhl es sitzt, wird der Mitarbeiter hereingerufen. Dies geschieht anhand verschiedener Befehle, mit deren jeweiligem Wortlaut der Mitarbeiter deutlich machen kann, welchen Stuhl das Kind gewählt hat und somit für den Mitarbeiter vor der Tür klar ist, welchen Stuhl er „erschnüffeln“ muss.
Wenn das Kind den ersten Stuhl wählt lautet der Befehl zum Beispiel: „David (hier kann der Name des Mitarbeiters eingesetzt werden), komm!“ Beim zweiten Stuhl wäre es dann: „David, komm rein!“ Und beim dritten Stuhl wäre der Befehl dann: „David, komm jetzt rein!“

Coca-Cola-Spiel
Es wird eine Haribopackung mit Colafläschchen, die später als Preis dient, und eine Packung Murmeln benötigt. Nun darf der Mitarbeiter sich eine Geschichte ausdenken, in der es rund um das Thema Coca-Cola geht. Immer wenn er das Wort „Coca-Cola“ sagt, dürfen sich die Kinder eine Murmel aus der Mitte nehmen. Wenn das Wort Coca oder nur Cola fällt, darf keine Murmel genommen werden. Sollte ein Kind doch eine Murmel nehmen, muss es diese wieder zurück in die Mitte legen. Am Ende der Geschichte bekommt das Kind mit den meisten Murmeln die Packung Colafläschchen.

Das Ziel

Starter

Wow: Gott macht sich ganz klein und wird Mensch. Er begegnet uns in einem Baby.

Checker

Ärmer geht’s nicht: Gott erniedrigt sich, indem Jesus in einem Stall geboren wird und in einer Futterkrippe schläft.

Der Text an sich

Der Befehl des höchsten Mannes im ganzen römischen Reich, nämlich Kaiser Augustus, dürfte sich im ganzen Land wie ein Lauffeuer verbreitet haben. Der Kaiser wollte erstmalig eine Volkszählung durchführen, um von seinen Bürgern je nach Personenanzahl in der Familie und ihren jeweiligen Besitztümern Steuern zu verlangen.

Der Weg, den Maria und Josef vor sich hatten, dürfte alles andere als angenehm gewesen sein. Anstrengend war nicht nur der Umstand, dass Maria hochschwanger war, sondern auch die Tatsache, dass Bethlehem im Gegensatz zu Judäa deutlich höher liegt, sodass es für die beiden bergauf ging.

Durch diesen ungeplanten Ortswechsel erfüllt sich allerdings die Verheißung aus Micha 5,1, welche voraussagt, dass der zukünftige Sohn Gottes in der Davidsstadt, nämlich Bethlehem, zur Welt kommen würde.

Die Ankunft war sicherlich auch alles andere als angenehm für Maria und Josef. Schließlich hatten sie kein Zuhause mehr in Bethlehem und sämtliche Gasthäuser waren überfüllt. Maria und Josef kamen also in ihre Heimat, aber wurden nicht gerade willkommen geheißen, sondern erfuhren mehrfache Ablehnung.

Der Ort in Form eines Stalls, den Gott letztlich für die beiden gewählt hat, zeugt ebenfalls nicht gerade von den idealen Bedingungen für eine anstehende Geburt. Dort dürfte es mit Sicherheit nicht besonders hygienisch und bequem, sondern aufgrund der Tiere eher dreckig gewesen sein und höchstwahrscheinlich hat es dort ordentlich gestunken.

Die Art und Weise wie Gott tatsächlich zur Welt kommt, in Gestalt eines kleinen Babys, wurde Maria zwar von einem Engel bereits angekündigt (Lk 1,26-38), erscheint jedoch nach wie vor unbegreiflich. Zumal Maria noch Jungfrau war, wodurch sich die Verheißung aus Jesaja 7,14 erfüllt. Dennoch dürfte diese Schwangerschaft sowohl in der Beziehung zu Josef, mit dem Maria lediglich verlobt war, als auch von sämtlichen Leuten, die von dieser „besonderen“ Schwangerschaft erfuhren, zu einigen Konflikten geführt haben.

Die klassische Weihnachtsgeschichte im Sinne einer friedlichen, konfliktarmen, unbeschwerten, komfortablen und stillen Schwangerschaft mit Geburt ist also auf Basis des Textes nicht ganz tragfähig. In erster Linie trifft man auf menschlich unvorbereitete, ungeplante, unhygienische und chaotische Zustände.

Der Text für mich

„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR.“ Jesaja 55,8. Dieser Vers trifft es ganz gut, wenn ich mir die tatsächlichen Zustände rund um die Geburt Christi anschaue.

Unvorstellbar, dass Gott absichtlich solche armen Bedingungen wählt, um zur Welt zu kommen. Statt Luxus, Reichtum und dem höchsten Standard wählt er einen schmutzigen, stinkenden, armen Stall. Ärmer geht’s nicht.

Unbegreiflich, dass Gott als hilfloses, von den Eltern abhängiges Baby zur Welt kommt. Das passt doch eigentlich gar nicht zu dem allmächtigen, starken und großen Gott.

Unfassbar süß finde ich immer wieder den Anblick eines Babys. So kleine, zarte Hände und Füße und im besten Fall noch ein lächelndes Baby – das dürfte auch damals vielen Zuschauern ein Strahlen in die Augen gezaubert haben, ganz schön genial von Gott. Die Vorstellung, dass es sich jedoch nicht um irgendein Baby, sondern um Gottes Sohn handelt, verschlägt mir den Atem.

Der Text für dich

Starter

Gott wird ein Mensch, und zwar von Anfang an. Er kam als Baby auf die Welt, was bedeutet, dass er genau weiß, was es bedeutet, als Mensch zu leben. Hunger haben, die Windeln vollmachen, schreien, weinen, lachen, lernen, wachsen. Diese Erfahrungen, die wir Menschen im Laufe unseres Lebens machen, erlebt Jesus am eigenen Leibe. Gott stellt sich also mit uns auf eine Stufe und kann deine und meine Situation, Gefühle und Lebensumstände genau nachvollziehen, weil er sie selbst erlebt hat. Deswegen kann Gott deine Situation, egal in welcher du dich gerade befindest, verstehen.

Checker

Gott hätte mit Sicherheit auch einen anderen Weg wählen können, uns auf der Welt ganz nahezukommen. Es ist nicht nur beeindruckend, dass Gott als Baby auf die Welt kommt, sondern auch die Umstände, in denen er geboren wird. Gott arbeitet aus menschlicher Perspektive mit armen, unvorbereiteten, chaotischen Zuständen und zeigt damit, dass ihm ganz andere Werte wichtig sind. Ob man also viel oder wenig besitzt, ob man reich oder arm ist, sauber oder dreckig, geplant oder unvorbereitet – Gott hat extra den niedrigsten Weg gewählt und ermöglicht dadurch jedem Menschen die Chance, ihm zu begegnen.

Der Text erlebt

Material

Kärtchen für das Gefühlsdomino, Hindernisse, Verkleidungen für Maria und Josef, eine Babypuppe, ein weißes Laken (als Windelersatz), Bilder zur Geschichte

Hinführung

Idee 1: Gefühlsdomino

Es werden Gefühle auf Kärtchen geschrieben, zum Beispiel: stolz, erstaunt, hungrig, lustig, müde, fröhlich, traurig, wütend, ängstlich, verliebt … Jedes Gefühl muss zweimal vorhanden sein. Die Kärtchen werden gleichmäßig an alle Teilnehmer verteilt. Ein Kind beginnt und stellt pantomimisch das Gefühl dar, welches auf seinem Kärtchen steht. Die anderen überlegen, ob es zu einem Gefühl passt, welches auf einem ihrer Kärtchen steht. Wenn ein Kind denkt, dass seine Karte passt, geht es nach vorn und zeigt dem Darsteller seine Karte. Stimmen die Begriffe überein, darf das Kind mit dem nächsten Begriff auf seiner Karte weitermachen. Ziel des Spiels ist, dass die Dominokette ohne Worte dargestellt wird.

Idee 2: Der Weg nach Bethlehem

Es wird ein Hindernisparcours aufgebaut, durch den immer zwei Kinder gemeinsam (Maria und Josef) laufen müssen. Dabei wird die Zeit gestoppt. Wer schafft es am schnellsten, den Weg nach Bethlehem zu gehen? Der Hindernisparcours kann gemeinsam mit den Kindern aufgebaut werden, indem man sie fragt, welche Hindernisse es geben könnte. Diese Hindernisse werden dann eingebaut, zum Beispiel: Steine (Steine werden als Hindernisse in den Weg gelegt); Räuber (ein anderer Jungscharler versucht die Spieler aus einer Wegmarkierung zu drängen); ein Abgrund (einer muss den anderen über den Abgrund tragen) usw.

Verkündigung

Spontanes Theaterstück

Benötigt werden drei Sprecher (Erzähler, Maria und Josef) und zwei Schauspieler (Maria und Josef). Optional gibt es noch die Rolle des Wirts. Die Sprecher lesen die Geschichte vor, während die beiden Schauspieler besonders die Gefühle von Maria und Josef sowie ihre Handlung nachspielen.

E: Josef und Maria leben in der kleinen Stadt Nazareth. Maria ist hochschwanger und erwartet in wenigen Tagen ein Baby. Eines Tages hört Josef eine Neuigkeit und geht auf Maria zu. Entsetzt fasst er sich an den Kopf.

J: Maria! Maria! Hast du es schon gehört? Es gibt einen Befehl vom Kaiser Augustus!

E: Maria erschrickt sich und kratzt sich nachdenklich den Kopf.

M: Ein Befehl vom Kaiser Augustus? Was genau meinst du, Josef?

J: Wir müssen nach Bethlehem! Jetzt sofort. Pack schnell die Sachen zusammen!

E: Maria guckt ganz entsetzt und fasst sich an den Bauch. Sie beginnt zu lachen.

M: Hahaha, das war ein guter Scherz. Wir nach Bethlehem. Schau mich doch an, Josef. Ich bin hochschwanger und kriege bald ein Kind. Wie soll ich denn so nach Bethlehem gehen?

E: Josef runzelt die Stirn. Er weiß, dass die Reise nicht einfach werden wird.

J: Maria, es tut mir leid, aber das war kein Witz. Der Kaiser Augustus hat im ganzen Land den Befehl ausgerufen, dass jeder in seine Heimatstadt gehen soll, um sich und seinen Besitz in Listen einzutragen. Ich fürchte also, wir haben keine andere Wahl. Wir müssen gehen.

M: Aber wie sollen wir das denn machen? Der Weg ist so weit und mir tun die Füße jetzt schon weh.

E: Als Josef sieht, dass Maria traurig wird, legt er seine Hand auf ihre Schulter.

J: Maria, mach dir keine Sorgen. Ich weiß, der Weg wird nicht leicht, aber ich helfe dir. Ich werde das Gepäck tragen und dir alles abnehmen. Gemeinsam schaffen wir das.

E: So laufen die beiden los. Sie haben einen weiten Weg vor sich. Die Reise ist ziemlich anstrengend. Zwischendurch machen sie einige Pausen. Maria ist völlig außer Atem.

M: Josef, ist es noch weit? Ich kann nicht mehr. Das Gehen fällt mir so schwer.

J: Maria, bald ist es geschafft. Schau, da vorne liegt Bethlehem.

E: Josef und Maria laufen weiter. Als sie in der Stadt ankommen, schauen sie sich um.

M: Hier ist aber viel los! Das ist ja nicht auszuhalten!

J: Komm, wir tragen uns schnell in die Listen ein und suchen dann eine Unterkunft.

E: So lassen sich Maria und Josef in die Listen bei einem Soldaten eintragen und gehen weiter. Maria ist ziemlich erschöpft. Sie geht nur sehr langsam und läuft ziemlich gebückt. Josef versucht sie ab und zu aufzuheitern, indem er ihr zeigt, wo das nächste Gasthaus ist.

J: Schau mal Maria, dort drüben finden wir sicherlich Platz!

M: Ach Josef, ich hoffe es so sehr! Ich kann einfach nicht mehr. Mein Kind kommt bald.

E: So laufen die beiden zu verschiedenen Gasthäusern und fragen nach einem Schlafplatz. Aber immer wieder werden sie enttäuscht. Alles ist ausgebucht und eine schwangere Frau will kein Gastwirt haben.

J: Das gibt es doch nicht. Schon wieder kein Glück. Das darf doch nicht wahr sein. Komm Maria, wir probieren es noch einmal dahinten. Irgendjemand muss uns doch aufnehmen!

E: So gehen die beiden zum nächsten Gastwirt. Doch auch der sagt, dass er kein freies Zimmer mehr hat. Maria beginnt zu weinen.

M: Josef, ich kann nicht mehr. Mein Bauch tut so weh. Ich kann nicht mehr weiterlaufen.

E: Als der Gastwirt Marias Bauch sieht und bemerkt, dass sie weint, bietet er den beiden seinen Stall an. Maria und Josef gucken sich fragend an, aber gehen schließlich zum Stall.

J: Na ja. Das ist nicht gerade die schönste Unterkunft. Eigentlich hatte ich mir ja etwas ganz anderes erhofft. Oh Mann, hier stinkt’s ja fürchterlich und es ist total dreckig.

M: Josef, das ist überhaupt kein Problem. Endlich haben wir einen Schlafplatz.

J: Aber ich hätte es so gern bequemer für dich gehabt. Wir haben nicht einmal ein Bett.

E: Maria setzt sich erschöpft hin. Ihr macht es nichts aus, dass sie in einem Stall sind. Sie ist einfach froh über eine Unterkunft.

In dieser Nacht bekommt Maria ihren ersten Sohn. Sie wickelt ihn in Windeln und legt ihn liebevoll in eine Futterkrippe. Glücklich schauen Maria und Josef ihren Sohn an.

J: Ach Maria, ich bin so froh. Endlich ist Jesus da. Er ist so wunderschön!

M: Oh ja, Josef. Ich bin auch unendlich froh. Endlich ist es geschafft.

E: So sitzen Maria und Josef noch lange da und schauen sich ihr Baby an.

Die andere Idee

Erzählung mit Bildern

Die Geschichte wird in verschiedene Szenen eingeteilt und zu jeder Szene ein Bild gemalt. Man kann natürlich auch vorhandene Bilder, zum Beispiel aus einer Kinderbibel verwenden.

Bild 1: Ein Soldat verliest den Befehl zur Volkszählung von Kaiser Augustus.

Bild 2: Die hochschwangere Maria und Josef treten die Reise an.

Bild 3: Eine Landkarte zeigt die Reiseroute: Von Nazareth nach Bethlehem.

Bild 4: Maria und Josef fragen in Bethlehem nach einer Unterkunft.

Bild 5: In dem überfüllten Gasthaus ist kein Platz mehr für Maria und Josef.

Bild 6: Ein Gastwirt führt Maria und Josef in einen Stall.

Bild 7: Maria bekommt ihren ersten Sohn und legt ihn in eine Krippe.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder erzählen die Geschichte gemeinsam nach. Sie sollen sich dabei besonders an die Gefühle von Maria und Josef erinnern. Dazu malen sie verschiedene Emojis auf, die die Gefühlslage von Maria und Josef darstellen. Welches Emoji passt zu welcher Szene?

Gespräch

Gedanke 1: Gott war Mensch und versteht dadurch, wie wir uns fühlen, weil er es selbst erlebt hat.

Hinführung: Ihr habt gerade ein paar verschiedene Emoji-Kärtchen passend zur Weihnachtsgeschichte gemalt und damit die Gefühle von Maria und Josef beschrieben. Sucht euch mal ein Kärtchen aus und erzählt einem anderen Kind, wann ihr euch schon mal so gefühlt habt.

Impuls: An Weihnachten kam Gott als kleines Baby auf die Welt. Das heißt, dass er genau weiß, wie es ist, in dieser Welt zu leben. Egal wie es dir geht: Jesus war ein Mensch und er versteht dich.

Gedanke 2: Gott macht sich ganz klein und wird arm, damit jeder ihm begegnen kann!

Hinführung: Wie kann man Gott beschreiben? Was kann er? Wie ist er? Was hat er?

Impuls: Gott ist so unfassbar groß und kommt dennoch als kleines, hilfloses Baby auf die Welt. Nicht nur das – er hätte es sich leisten können, in einem ganz teuren Palast mit der edelsten Ausstattung zur Welt zu kommen. Aber er hat bewusst den schmutzigen, dreckigen, stinkenden Stall gewählt. Stellt euch mal vor, Gott wäre wirklich in einem Palast zur Welt gekommen. Dann hätten damals und auch heute nur die allerreichsten Menschen zu ihm gehen können. Wer lässt schon einen Bettler zu einem König gehen? Egal ob reich oder arm, Gott hat den niedrigsten Weg gewählt, damit jeder auf der ganzen Welt ihm begegnen kann!

Merkvers

Ihr wisst ja, welche Gnade uns unser Herr Jesus Christus erwiesen hat: Obwohl er reich war, wurde er arm für euch. Denn durch seine Armut solltet ihr reich werden.

2. Korinther 8,9 BasisBibel

Der Vers kann mit Bewegungen auswendig gelernt werden:

Ihr wisst ja, (mit dem Zeigefinger auf den Kopf zeigen)

welche Gnade (mit den Händen ein Herz formen)

uns unser (mit dem Zeigefinger auf sich selbst zeigen)

Herr Jesus Christus (mit dem Zeigefinger nach oben zeigen)

erwiesen hat: Obwohl er reich (mit den Armen einen großen Kreis darstellen)

war, wurde er arm (mit den Händen einen kleinen Kreis darstellen)

für euch. Denn durch seine (mit dem Zeigefinger nach oben zeigen)

Armut (mit den Händen einen kleinen Kreis darstellen)

solltet ihr (mit dem Zeigefinger auf die anderen Menschen zeigen)

reich werden (mit den Armen einen großen Kreis darstellen)

Gebet

Die Kinder bilden einen großen Kreis und fassen sich an den Händen. Es geht reihum. Jedes Kind, das ein Gebet sprechen möchte, darf laut beten. Sobald es fertig ist oder falls ein Kind nicht laut beten möchte, wird ein leichter Händedruck als Signal weitergegeben.

Kreatives

Drehscheibe

Die Kinder schneiden zwei Kreise gemäß der Vorlage aus und kleben einen doppelt gelegten Wollfaden (die beiden Enden verknoten) dazwischen. Auf der einen Seite sehen sie einen Goldtaler und auf der anderen Seite Maria, Josef und Jesus in einer Krippe. Beide Bilder können ausgemalt werden. Anschließend nimmt man die Enden der Wollfäden locker in jeweils eine Hand, schwingt die Handgelenke längere Zeit und dreht damit den Faden zusammen. Wenn man dann die Hände ruckartig auseinanderzieht, dreht sich die Medaille und man sieht das Krippenbild auf dem Goldtaler. Der echte Reichtum besteht in dem Weihnachtsgeschehen und nicht allein in der Goldmünze.

Spielerisches

Das rennende Puzzle

Vorbereitung: Ein Mitarbeiter kopiert ein beliebiges Weihnachtsbild zweimal, zerschneidet die Bilder und verteilt die zu einem Bild gehörenden Puzzleteile auf jeweils einem Tisch. Es werden zwei Gruppen gebildet. Die Spieler stehen hintereinander an einer Startlinie. Nach dem Startsignal läuft der Erste los und dreht ein Puzzleteil um. Er läuft zurück, schlägt den nächsten Spieler ab, der nun zum Tisch läuft, ein Teil umdreht und evtl. schon an das andere Teil anlegt. So geht es immer weiter, Gewonnen hat das Team, welches als Erstes sein Puzzle komplett zusammengebaut hat.

Rätselhaftes

Begriffe raten

Nach dem Vorbild des Spiels Activity müssen Begriffe zum Thema Weihnachten erraten werden. Dazu werden die Kinder in Gruppen aufgeteilt. Ein Freiwilliger in der Gruppe kann nun verschiedene Begriffe rund um das Thema Weihnachten zeichnen, erklären oder pantomimisch darstellen, während die anderen aus der Gruppe in einer bestimmten Zeit versuchen, die Begriffe zu erraten, z. B.:

Begriffe zum Erklären: Krippe, Heimatstadt, Engelschor, Geburt, Kekse backen, Frieden, Römisches Reich

Begriffe zum Malen: Gold, Stroh, Kerze ausblasen, Wunschzettel, Schlitten, Kamin, Geschenkpapier

Begriffe zum Darstellen: Tannenbaum schmücken, Nikolaus, Geschenke auspacken, Adventskranz, Futterkrippe, Befehl, anbeten

(T)extras

Lieder

Mit älteren Kindern kann das Lied „Gott wurde arm für uns“ (Feiert Jesus! 1) angehört, besprochen und eventuell auch gesungen werden. Denkbare Leitfragen:

  • Was bedeutet es, dass Gott arm wurde für uns?
  • Welche Werte spielen bei Gott eine Rolle, welche nicht?
  • Worauf hat Gott verzichtet, als er Mensch wurde?

Aktion

Weihnachten gilt als Fest der Freude. Jesus hat bei seiner Geburt gezeigt, dass er nicht nur für eine bestimmte Personengruppe zur Welt kam, sondern auch für Arme, Kranke und hilfsbedürftige Menschen.

Eine mögliche Aktion bestünde darin, mit den Kindern ein paar Weihnachtslieder einzuüben und in einer sozialdiakonischen Einrichtung wie z. B. dem nächsten Altenheim oder Krankenhaus aufzuführen oder auch gezielt einzelne Leute zu besuchen und ihnen die Botschaft von Weihnachten vorzusingen.

Video

Im Internet findet man bei YouTube unter dem Schlagwort „Weihnachtsgeschichte für Kinder“ zahlreiche Videos, die die Geburt Jesu als Zeichentrickfilm darstellen. Ein Beispiel ist unter folgendem Link zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=FmHG29jYgmA

Das Ziel

Starter

Das Lob soll Gott gehören.

Checker

Gott loben ist wichtig.

Der Text an sich

Dieser Abschnitt ist eines der großen Lobeslieder im Neuen Testament. Dieser prophetische Lobeshymnus des Zacharias wird auch „Benedictus“ genannt. Der Name kommt vom lateinischen Wort benedicere und bedeutet gepriesen oder gesegnet. Dieses Wort ist der Anfang des Lobgesangs von Zacharias im lateinischen Text. Der Inhalt ist klar: Gott wird gelobt und zwar für sehr verschiedene Bereiche.
Gott wird gelobt für seine Verheißungen aus dem Alten Testament. An vielen Stellen wird die Geburt des Messias vorhergesagt und nun ist die Zeit da, an der dies geschehen soll. Johannes ist der Vorbereiter für Jesus.
Gott wird gelobt für die Geburt von Johannes. Kinderlosigkeit galt unter Juden als eine Schmach (1. Mose 30,23; Lukas 1,25). Man war davon überzeugt, dass Gott damit Menschen bestraft, die irgendwelche Sünden begangen haben. Aber Zacharias hatte einen makellosen Lebenslauf als Priester und deswegen war dies schwer zu verstehen. Aber schon im Alten Testament liest man von ähnlichen Situationen und erkennt, dass bei Gott nichts unmöglich ist, auch Geburten im „hohen Alter“. Beispiele dafür sind Sarah und Abraham und ihr Sohn Isaak, Hanna und Elkana und ihr Sohn Samuel, Manoach und seine Frau mit ihrem Sohn Simson. Alle diese Kinder wurden zu großen Ereignissen berufen und waren wichtig für die Geschichte des Volkes Israel.
Gott wird gelobt für die bevorstehende Geburt Jesu. Er ist der versprochene Messias aus dem Stamm Davids. Viele Propheten aus dem Alten Testament haben seine Geburt vorhergesagt (unter anderem Jesaja und Micha). Die Geburt ist angekündigt und vorbereitet.
Gott wird gelobt für die Verheißung der Befreiung aus den Händen der Unterdrücker und Feinde. Wie damals, als die Israeliten noch in Ägypten unter der Last der Sklaverei und Unterdrückung gelitten haben, so leiden sie auch zur Zeit der Geburt von Jesus unter der Unterdrückung der Römer. Die Israeliten wünschten sich sehnlichst die Befreiung von den Römern. Und der Messias sollte der Retter von dieser Unterdrückung sein. Aber die Erneuerung geht nicht auf politischer Ebene los, sondern sie beginnt im Inneren der Israeliten. Die Vergebung, von der Zacharias spricht, macht deutlich, dass Gott wieder an seinem Volk handelt, dass er sie von innen heraus erneuern will.
Gott wird gelobt, weil er der Beste ist.

Der Text für mich

Alle Jahre wieder stehen im Kindergarten Entwicklungsgespräche auf dem Plan. Alle Jahre wieder jedes Kind genau beobachten, schauen, was es noch nicht kann. Zumindest sind unsere sogenannten Entwicklungsbögen darauf ausgelegt. Was kann das Kind noch nicht oder wo sind die Defizite? Und jedes Jahr aufs Neue versuche ich das zu finden, was das Kind unter den vielen Kindern in der Gruppe und dem Kindergarten einmalig macht. Alle Jahre wieder entdecken, was das Kind in seiner Einzigkeit ausmacht. Loben statt kritisieren.
Unsere Gesellschaft zeigt immer wieder auf das, was wir nicht können.
Der Text zeigt eine andere Perspektive auf. Zacharias lobt Gott, weil er weiß, dass Gottes Wort die Wahrheit ist. Zacharias lobt Gott, weil er größer ist als wir Menschen und wir ihm trotzdem nicht egal sind.
Alle Jahre wieder: Gott loben für das, was Weihnachten (und Ostern) geschehen ist.
Alle Jahre wieder: Gott loben für die Geburt von Jesus im Stall von Bethlehem.
Alle Tage wieder: Gott loben für das, was er Gutes in meinem Leben getan hat.

Der Text für dich

Starter

„Du kannst das nicht!“ – „Das musst du aber noch lernen!“ – „Oh Mann, wie kann man das nur so versauen!“ Ob im Sportverein, in der Schule oder hin und wieder auch zu Hause und an vielen anderen Orten werden solche oder ähnliche Sätze gesagt. Oft hören Kinder nur das, was sie schon können müssen oder was sie doch endlich gelernt haben müssten. Ganz schnell stimmen wir mit ein und sagen ihnen, was sie alles für Fehler machen. Kritik ist ihnen kein Fremdwort, Lob ist jedoch leider viel seltener. Zu oft wird bereits in jungen Jahren immer nach den Fehlern gesucht (Schule, Sportverein, Clique, usw.). Sich gegenseitig zu loben und zu sagen „Das hast du gut gemacht“ tut jedem Menschen gut und das sollte eine Grundlage in der Jungschar sein.

Checker

Einige der Kinder beten vielleicht zu Hause schon allein, zum Beispiel beim Aufstehen, vor und nach dem Essen oder beim Schlafengehen. Oft danken die Kinder Gott für allerhand Sachen, was sehr gut ist. Auch das Bittgebet nimmt einen Teil ein, ob für die anstehenden Arbeiten in der Schule, für Freunde, Familie, Kranke, das Wetter und den Sieg ihrer Lieblingsmannschaft. Alles sind wichtige Bestandteile des Gebetes. Aber einen Lobgesang, wie ihn Zacharias singt, beten die Kinder selten. Es wäre aber schön, wenn diese Art des Betens genauso zum alltäglichen Gebet würde wie ein Dank- und Bittgebet.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Theaterstück zur Wiederholung
Zwei Mitarbeitende verkleiden sich als Elisabeth und Zacharias. Elisabeth hält eine Puppe (Johannes) im Arm. Sie sitzen am Tisch und sprechen über die Ereignisse des letzten Jahres.
Zacharias: Oh, das sieht aber wieder gut aus, was du uns da zum Abendessen vorbereitet hast.
Elisabeth: Ja auf dem Markt gab es wieder sehr viele frische leckere Sachen. Hier, probier mal davon.
Zacharias: Mmmmh, sehr lecker. Es ist doch gut zu wissen, dass wir es gut haben und unser Gott bei uns ist.
Elisabeth: Ja, das sagst du heute. Aber weißt du noch vor einem Jahr?
Zacharias: Ja, du hast recht. Das war keine leichte Zeit. Damals saßen wir auch zusammen und haben über die nächsten Tage nachgedacht. Kurz bevor ich nach Jerusalem zum Tempeldienst gegangen bin. Das war eine große Ehre für mich. Und es war für mich ein großes Wunder, dass ausgerechnet ich gelost wurde.
Elisabeth: Ja, uns beide bewegte immer noch die Frage, warum wir keine eigenen Kinder bekommen haben. Damals hatten wir gedacht, wir wären zu alt dafür. Und insgeheim habe ich gehofft, dass du eine Antwort von Gott auf die Frage bekommst. Aber dass sie so aussieht, das hätte ich nicht gedacht.
Zacharias: Wie recht du hast. Damals war das so und heute sitzen wir hier und haben unseren kleinen Johannes bei uns.
Elisabeth: Gott ist gnädig. Er hat unsere Gebete erhört. Unser kleiner Johannes ist ein Geschenk Gottes. Aber trotzdem war es sehr komisch, als du auf einmal stumm zurückgekommen bist aus dem Tempel.
Zacharias: Die Begegnung im Tempel hat mich einfach umgehauen. Da stand auf einmal dieser Engel und erzählte mir, dass du, dass wir ein Kind bekommen würden. Du kannst dir vorstellen, was mir da durch den Kopf gegangen ist. Und dann war auch noch meine Sprache weg. Wie sollte ich dir erzählen, was passiert ist?
Elisabeth: Ja, das war sehr lustig, wie du mir versucht hast mit Händen und Füßen zu erzählen, dass du einen Engel gesehen hast.
Zacharias: Ja, das war es. Aber es war eines der vielen Zeichen, die Gott zu dieser Zeit bewirkt hat. Und nach der Geburt war die Sprache auf einmal wieder da und alle unsere Nachbarn haben gar nichts mehr verstanden.
Elisabeth: Ach, ich bin nur froh, dass sie endlich aufgehört haben zu spotten: „Du kannst keine Kinder bekommen, Gott liebt dich nicht!“ Oder: „Gott will dir keine Kinder geben, weil du etwas Schlimmes gemacht hast.“

Idee 2: Lobwand
Auf dem großen Blatt steht: Lobwand. Die Kinder bekommen die Aufgabe, alles aufzuschreiben, wofür sie Gott loben. Das können Dinge oder Ereignisse aus der letzten Woche, dem letzten Monat oder dem zurückliegenden Jahr sein. Am besten ist es, wenn alles auf kleine Post-It-Zettel geschrieben und dann an die Lobwand geheftet wird.

Verkündigung

Theaterstück
Das Theaterstück geht weiter. Jetzt geht es nicht mehr um das Ereignis der Geburt von Johannes, sondern um den Inhalt des Lobliedes von Zacharias.
Zacharias: Aber Gott ist größer und mächtiger. Aus unserem Leid, dass wir keine Kinder bekommen haben, hat Gott ein Loblied gemacht und uns das Wunder der Geburt geschenkt.
Elisabeth: Das hast du schön gesagt. Und du hast recht, Gott gebührt unser Lob. Für die ganzen Wunder, die im letzten Jahr geschehen sind. Deine Begegnung im Tempel, die Geburt unseres Sohnes, die bald anstehende Geburt des Sohnes von Maria, der unser versprochener Retter sein wird. Ja, da bin ich mir sicher, er wird der Messias sein, auf den wir, auf den das ganze Volk Israel schon wartet. Und unser Sohn wird ihm vorangehen, ihn ankündigen.
Zacharias: Ja, ich habe in den letzten Tagen immer wieder über ein Loblied nachgedacht. Willst du es mal hören?
Elisabeth: Ja, sehr gerne.
Zacharias: Oh großer Gott, wir haben es ja so gut, denn du hast uns so lieb. Du versorgst uns mit allem, was wir brauchen. Du siehst uns und erhörst unsere Gebete.
Doch du, Gott, hast etwas Großes mit uns vor. Du wirst Mensch, kommst als Baby zur Welt und wir dürfen live dabei sein. So wie du es schon die Propheten vor Jahren verkünden lassen hast. Das, was du versprichst, das wird geschehen.
Maria wird deinen Sohn zur Welt bringen und er wird Jesus heißen. Er wird uns zeigen, wie wir leben und miteinander umgehen sollen. Das ist die beste Nachricht der Welt.
Gott hat uns so oft geholfen, denken wir nur an Mose und wie er uns aus Ägypten befreit hat. All die Wunder, die in dieser Zeit geschehen sind, die Teilung des Meeres, damit wir fliehen konnten vor den Ägyptern. Er bewahrte sein Volk in der Wüste und auch in dem gelobten Land. Gott tut das, weil er uns liebt. Deswegen können wir ihn nur loben.
Auch heute vertrauen wir darauf, dass die Römer irgendwann aus Israel verschwinden. Wir glauben daran, dass Gottes Wort in Erfüllung geht. Weil er treu ist und seine Versprechen hält, deswegen will ich Gott loben und ihm mein Leben geben.
Elisabeth: Das klingt wunderbar. Und es beschreibt die Größe unseres Gottes. Er ist einfach wunderbar und seine Liebe zu uns Menschen ist so groß.
Zacharias: Und unser Sohn wird den Menschen von Jesus erzählen und wird ihnen sagen, dass Jesus uns ganz sehr liebt. Er wird eine wichtige Botschaft verkünden, dass Jesus uns rettet und uns den Weg zu Gott zeigt. Gott will uns nicht für immer bestrafen für das, was wir falsch machen. Er will uns vergeben, wenn wir ihn darum bitten. Das wird die Botschaft von Jesus sein. Dafür wollen wir Gott loben.
Elisabeth: Ja, dafür gebührt Gott unser Lob. Auch wenn es nicht immer einfach ist und wir manche Träne weinen, wissen wir, dass Gott gut zu uns ist.
Beide gehen ab.

Die andere Idee

Lob damals und heute

Ausgangspunkt ist das Lob Gottes. Gemeinsam überlegen wir mit den Kindern, wofür wir Gott loben können. Dann wird Gott im Gebet für alles gelobt. Wenn die Kinder wollen, können sie für ihre aufgeschriebenen Sachen selber Gott loben.
Danach wird der Lobgesang des Zacharias mit den Kindern gemeinsam gelesen. Nun wird unser Lobgebet mit dem Lobgesang von Zacharias verglichen. Wo gibt es Unterschiede und wo Gemeinsamkeiten? Wie ist die Situation bei Zacharias und wie ist Situation bei uns heute? Können wir heute Gott auch noch so loben wie Zacharias damals?
Für diese Verkündigungsform kann die Lobwand genutzt werden. Alle Gedanken und auch der Lobgesang des Zacharias werden mit an die Lobwand geheftet.

Der Text gelebt

Wiederholung

Was waren die Gründe von Zacharias und seiner Frau, Gott zu kritisieren?
Was waren die Gründe von Zacharias und seiner Frau, Gott zu loben?
Auf einem Blatt werden die Gründe für das Kritisieren und auf das andere die Gründe für das Loben geschrieben. Dann kann man beide nebeneinanderhalten und deutlich zeigen, dass Zacharias und Elisabeth nicht nur Grund hatten, Gott zu loben, aber dass das für sie sehr wichtig war.

Gespräch

Die Fragen können erst von den Kindern beantwortet werden. Vielleicht werden sie auch einiges mehr nennen. Die Antworten hier sind ein Teil der möglichen Antworten und können als Ergänzung dienen.
Über was haben sich Elisabeth und Zacharias geärgert?
1. Elisabeth hatte keine Kinder bekommen.
Manche Juden hänselten sie deswegen. Sie war vielleicht sogar eine Außenseiterin. Die Menschen dachten damals, es sei eine Strafe Gottes, wenn man keine Kinder bekam. Wie oft Elisabeth darüber traurig war und mit Gott gesprochen hat, steht in der Bibel nicht. Aber wahrscheinlich hatte sie sich damit abgefunden. Obwohl ihr Mann, Zacharias, ein Mann war, der sich an Gottes Gebote gehalten hat und immer nach Gott gefragt hat.
2. Zacharias war sehr lange stumm.
Für Zacharias war es bestimmt nicht leicht, so lange nicht reden zu können. Er konnte den Menschen vor dem Tempel nicht erklären, was im Tempel geschehen ist. Und er konnte Elisabeth nicht erzählen, was in den nächsten Wochen und Monaten geschehen wird.
Worüber haben sich Elisabeth und Zacharias gefreut?
1. Sie haben erkannt, dass Gott ihre Gebete doch erhört hat (Kinderwunsch).
2. Sie sind gesegnet mit einem Kind, das für alle Menschen in Israel und darüber hinaus wichtig ist.
3. Sie danken Gott dafür, dass Zacharias wieder reden und hören kann.
4. Sie freuen sich darüber, dass Gott seine Versprechen aus dem Alten Testament hält und dass sie die Erfüllung der prophetischen Worte miterleben dürfen.
Zacharias und Elisabeth hatten viel Grund Gott zu loben. Und das tat Zacharias auch, nachdem er endlich wieder reden und hören konnte.
Wofür können wir Gott loben?
Gemeinsam werden die Antworten aufgeschrieben und im Raum aufgehängt. So kann man diese Wand des Lobes immer weiter ergänzen und rückblickend schauen, wofür man Gott alles loben kann.

Merkvers

Alles, was atmet, lobe den Herrn! Halleluja!

Psalm 150,6 Neues Leben. Die Bibel

Um den Merkvers mit den Kindern gemeinsam zu lernen, kann man folgende Bewegung dazu üben.
Alles, was atmet – Mit dem Finger auf alle Personen zeigen.
Lobe den Herrn. Halleluja. – Beide Hände werden nach oben genommen, um eine lobende Haltung einzunehmen.

Gebet

Wie Zacharias können alle gemeinsam Gott loben. Grund dafür gibt es genug. Man spricht gemeinsam darüber, wofür man Gott loben kann.
Abschließend betet ein Mitarbeiter:
Gott, es ist genial, dass es dich gibt. Du bist der größte und beste Gott überhaupt. Du hast alles wunderbar gemacht. Wenn wir auf unser Leben schauen, gibt es immer wieder Grund, dir Loblieder zu singen wie Zacharias, mal laut, mal leise. Danke dafür. Amen

Kreatives

Warme Lobesdusche
Die Kinder schreiben über jedes Kind in der Gruppe auf, wofür sie dieses Kind loben. Diese Sachen werden aufgeschrieben und von den Mitarbeitenden gesammelt. Danach stellen sich die Kinder im Kreis und ein Kind (und Mitarbeitende) stellen sich der Reihe nach in den Kreis und dann werden die Sachen vorgelesen, wofür die Kinder die Person loben.

Spielerisches

Wetten, dass …
Für die Kinder werden bestimmte Wetten vorbereitet. Ziel ist es, dass die Kinder für das Gewinnen der Wette gelobt werden. Deswegen sollten die Aufgaben nicht zu schwer sein. Eine zeitliche Begrenzung ist sinnvoll. Wer seine Aufgabe geschafft hat, bekommt eine Belohnung und eine Belobigung.
Man kann das Spiel auch in zwei Gruppen machen. Dann kann man schauen, wer länger bei den Aufgaben durchhält. Jedoch sollte im Mittelpunkt immer noch das Loben des Einzelnen stehen, der die Aufgabe geschafft hat.
Beispielaufgaben:

  • Zehn Kniebeugen in 30 Sekunden
  • Fünfzehn Salzstangen essen in 30 Sekunden
  • Drei Bonbons mit dem Mund auffangen (entweder selber zuwerfen oder ein anderes Kind)
  • Dreißig Sekunden auf einem Bein stehen usw.

Wichtig ist es, dass jedes Kind eine Aufgabe bekommt, die das Kind auf jeden Fall locker schaffen kann. Wenn es das gesteckte Ziel übertrifft, kann es dafür gelobt werden.

Rätselhaftes

Die Kinder erhalten ein Arbeitsblatt mit einem Rätsel, welches sie ausfüllen sollen.
Der Lösungssatz lautet: Gott loben

(T)extras

Lieder

Weihnachten ist Party für Jesus
Absoluto guto
Wir singen für unsern Gott
Freude, Freude, Gottes große Liebe

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zur Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium. das ist eine Zusammenstellung von Einheiten aus den JUMAT-Heften 4/17, 4/18 und 4/19. Einige Einheiten haben den Schwerpunkt auf der Vorbereitung der Geburt von Jesus, wie sie in Lukas 1 beschrieben ist. In 4 Einheiten wird die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 bearbeitet. Ein weiterer Themenkomplex liegt auf der Geschichte von Johannes dem Täufer (Einheiten: Verstummt; Geboren; Gelobt und Gepredigt), die eng mit der Geburtsgeschichte von Jesus verknüpft ist.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen interaktiven Entwurf für eine Adventskalenderrallye und einfache Ideen zum Sternebasteln.

Diese Themenreihe enthält die Gruppenstunden zu Salomo aus JUMAT 4/19. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Hürdentanz

Freiwillige tanzen im Kreis über eine Hürde (Strohballen o.ä.). Wenn die Musik stoppt, scheidet derjenige aus, der auf der Hürde steht, bzw. gerade übersprungen hat. Der Sieger erhält einen Preis.

Nagelbalken

Ein dicker Balken in den man Nägel einschlagen kann. Wer braucht die wenigsten Schläge? Vielleicht mit Bestenliste.

Strohsack schlagen

Zwei Kinder stehen auf einem Balken und müssen sich mit Hilfe eines gefüllten Strohsacks vom Balken schlagen. Wer am längsten oben bleibt ist Sieger.

Nüsse rollen

Durch ein Rohr werden Walnüsse oder Haselnüsse gerollt. Die Kinder müssen versuchen die Nuss innerhalb eines Bereiches mit einem Hammer zu treffen. Alternativ gehen auch getrocknete Erbsen.

Bogenschießen

Armbrust oder Bogenschießen. Evtl. mit selbstgebastelten Bögen.

Kegeln

Kegel aus Holz, alter Lederball

Glücksspiel

Becherspiel: Bonbon unter einen von drei Bechern. Glücksrad

Lanzenstechen

Mit einer Lanze (Besenstiel mit gepolstertem Ende) soll eine Strohpuppe getroffen werden.

Bibelquiz

Passend zum Thema „Bibelübersetzung“ ein kleines Quiz mit Sprüchen aus der Bibel

Hufeisenwerfen

Alte Hufeisen sollen auf bestimmte Ziele geworfen werden (ähnlich wie Ringe werfen)

Mutprobe

„Fühlkiste“ mit Wolle, Tannenzapfen, Stroh, Federn, usw.

Haare Flechten

Einfache Zöpfe und Frisuren (mittelalterlich)

Käfer –Labyrinth

Nummerierte Löcher auf einer Holzplatte (oder feste Pappe). Die Teilnehmer geben Wetten ab, in welches Loch die batteriebetriebenen Käfer verschwinden.

Erbsenzielspucken

Wie Kirschkernspucken – wer am weitesten spuckt oder ein bestimmtes Ziel trifft, gewinnt.

Labyrinth

Mit Hilfe von Holzlatten und Kerzen auf der Straße. Wer findet den Ausweg in der kürzesten Zeit?

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