Vierfaches Ackerfeld

Kerngedanke

Gott lädt dich ein, ihm zu vertrauen. Lass dich durch nichts davon abbringen.

Hintergrundinfos

  • Die Menschen sind zu Jesus gekommen, damit er ihnen erzählt, wie Gott sein Volk rettet. Verwundert waren sie sicher von den verwirrenden Worten, wo es so gar nicht um eine Demonstration von Macht und Herrlichkeit ging, sondern mehr darum, wie jemand auf Gottes Wort reagiert.
  • Saat und Ernte, Teil der Schöpfung Gottes, sind schon lange ein Bild dafür gewesen, dass Gott, der Schöpfer, handeln würde, um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen und aus der Unterdrückung zu befreien.
  • Am Ufer muss es mucksmäuschenstill gewesen sein. Tatsächlich hatte das Reden von einem Boot aus, nahe am Ufer, die Funktion wie in einem großen Theater.
  • Es war normal, dass der Lehrer saß und die Schüler standen und zuhörten.
  • Dieses Gleichnis gleicht einem Labyrinth bzw. Irrgarten. Oft landet man in der Sackgasse, aber mit dem richtigen Plan in der Hand kann man herausfinden, wo man steht und das Ziel erreichen.
  • Die Aufgabe, das Wort vom Reich Gottes zu hören, bis es ordentlich Wurzeln geschlagen hat, muss mit Sorgfalt und Geduld in Angriff genommen werden. Man versteht es erst richtig, wenn Lebensstil und Botschaft zusammenkommen. Erst dann ist die Verbindung so intensiv, dass sie auch Wiederstände überwinden kann.
  • Das Reich Gottes, wächst in den Herzen und im Leben der Menschen. Stück für Stück.
  • Bei Erreichen des Ziels, werden wir selbst zu Menschen, die Frucht bringen.

Begriffe im Zusammenhang:

Bauer/Sämann: Der Sämann steht für Jesus oder sogar für uns Menschen, die von Gott erzählen und die gute Nachricht weitergeben.

Acker: Der Acker steht für Menschen, die von Jesus/Gott hören.

Getreide: Das ist die Botschaft, die der Mensch hört und aufnimmt oder nicht.

Weg: Der Weg steht für das gar nicht richtig Gehörte. Ins eine Ohr rein und ins andere sofort wieder raus. Eine Veränderung erzielt das Gehörte nicht.

Vögel: Das Böse nimmt das Gehörte dann sofort wieder weg, sodass man keine Chance hat, es zu behalten oder neu aufzunehmen.

Steine: Man ist zwar kurz begeistert, aber diese Begeisterung vergeht so schnell wie sie gekommen ist.

Disteln: Die eigenen Pläne, Vorstellungen, Sorgen und Ängste. Evtl. auch Freunde, Eltern oder Beruf ersticken diese Gedanken schnell wieder ab und sorgen für andere, angeblich wichtigere Dinge im Leben.

Fruchtbaren Boden: Ein Bild für Menschen, die das Gehörte in ihr Leben aufnehmen und danach leben.

Frucht: Das ist die Auswirkung, die ein Leben bringt, wenn der Samen zu wachsen beginnt und immer weiterwächst.

Bezug zur Zielgruppe

Kinder kennen das vermutlich genauso wie wir Erwachsene, dass manches sie erreicht und manches an ihnen vorübergeht, als hätten sie es nie gehört. Es macht sie einfach nicht an. Sie haben kein Bock drauf. Oder jemand anderes sagt etwas viel Spannenderes.
Ebenso haben Kinder ein Verständnis dafür, dass auf der Straße z. B. nichts wachsen kann, weil dort die Fahrzeuge alles niederwalzen.
Wichtig ist, dass für die Kinder kein Aufgabenkatalog stehen bleibt, sondern sie ermutigt werden, Gott zu vertrauen, egal was passiert.

Ideen zur Umsetzung

Startspiel – Pferderennen:

Ein Bewegungsspiel zum miteinander warm werden.
Die Gruppe sitzt im Kreis. Ein Freiwilliger wird dazu bestimmt, die Rennpferde anzuführen. Die restlichen Rennpferde folgen den Bewegungen und Anweisungen:

  • Pferde in der Startbox (mit Füßen übern Boden scharren)
  • Starten bzw. Laufen (Trampeln mit den Füßen)
  • einfache Hürde (einmal hochspringen)
  • Doppelhürde (zweimal hochspringen)
  • schöne Frau links (nach links grinsen)
  • netter Mann rechts (nach rechts grinsen)
  • an der Tribüne vorbei (applaudieren)
  • beim Endspurt (stärker trampeln)
  • und für das Zielfoto (lächeln nach vorn)

Es gibt etliche Möglichkeiten der Variation um das Rennen auszudehnen oder alternativ zu gestalten.

Mini-Workshops

A. Hausfrauenhockey

Dieser Klassiker ist immer beliebt. Zwei Stühle dienen als Tor, die sich etwa 4–5 Meter auseinander befinden. In der Mitte liegt ein Putzlumpen (Scheuertuch), unter jedem Stuhl ein Schrubber (oder nur ein einfacher Besenstiel). Die beiden Mannschaften sitzen sich jeweils auf den Längsseiten des Spielfeldes gegenüber. Jedes Mannschaftsmitglied bekommt eine Nummer. Der Gruppenleiter nennt nun eine Nummer. Daraufhin stürmen diejenigen Spieler auf ihre Stühle los, schnappen sich den Schrubber und versuchen damit, den Putzlumpen in der Mitte ins gegnerische Tor zu befördern.

B. Mini-Kicker

Plenum

1. Sockentheater

2. Lieder

  • Herz mit Ohren
  • Absoluto guto – Mike Müllerbauer (CD: Sei einfach du)
  • Lies die Bibel, bet jeden Tag

3. Kreative Verkündigung

Einstieg

Im Eingangsbereich und auf dem Flur sind Samen verstreut. Alle Kinder und Mitarbeitenden treten achtlos darauf.

Geschichte anschaulich erzählen mit Fragen für die Kinder

(Während die Geschichte erzählt wird, macht ihr genau das auf dem Feld, was gerade berichtet wird)
Als Jesus auf der Erde lebte, setzte er sich eines Tages an das Ufer eines Sees. Sofort kamen ganz viele Leute und wollten hören, was er zu sagen hatte. Und weil es so viele waren, stieg er in ein Boot, fuhr ein kleines Stückchen vom Ufer weg und redete so zu ihnen, damit sie ihn besser hören konnten. Heute erzählte er ihnen eine Geschichte von einem Acker.
Frage an die Kinder: Wisst ihr, was ein Acker ist?
Stellen wir uns vor, das hier wäre so ein Acker in Israel zu der Zeit, als Jesus auf der Erde lebte. Der Boden ist dort sandig und an manchen Stellen total steinig.
(In etwa ¼ der Fläche werden Steine oberflächig vergraben) *
An anderen Stellen wächst Unkraut.
(Das bereitstehende Unkraut wird eingepflanzt) *
Weil der Weg sonst viel länger ist, benutzen manche Menschen das Feld als Abkürzung. So entsteht ein Trampelpfad, mitten durch das Feld hindurch.
(Es wird ein Trampelpfad mitten durch das Feld getreten.) *
Nun kommt der Bauer und sät Getreide aus.
(Das Saatgut wird großzügig über das ganze Feld gestreut.) *
Jetzt schaut mal, wo die Körner hingefallen sind: Einige liegen auf dem Trampelpfad. Andere Körner liegen auf dem steinigen Boden. Wieder andere sind mitten in dem Unkraut. Einige Samen liegen auf dem lockeren und weichen Sandboden.
Frage an die Kinder: Was wird hier in den nächsten Tagen und Wochen passieren? Habt ihr eine Ahnung? Was passiert mit den Körnern auf dem Trampelpfad?
Entweder werden sie zertrampelt, wie wir die Samen
im Flur auch zertrampelt haben, weil wir sie gar nicht bemerken. Oder die Vögel kommen und picken alle Körner weg.
(Mit Händen werden imaginäre Vögel angedeutet, die die Körner vom Weg nehmen) *
Vielleicht regnet es oder der Tau macht die Erde und die Körner feucht.
(Wir begießen das Feld langsam und vorsichtig) *
Frage an die Kinder:  Was passiert jetzt bei den Steinen?
Die Steine halten die Wärme der Sonne besonders gut und so ist auch der Boden gut warm. Das Getreide keimt sehr schnell und wächst super gut. Aber weil die Wurzeln keinen Platz haben, werden die kleinen Pflanzen schon bald vertrocknen.
Frage an die Kinder:  Und bei dem Unkraut?
Hier wird das Unkraut so stark wachsen, dass die kleinen Weizentriebe keine Chance zum Wachsen haben.
Es bleiben also nur noch die Samen, die auf die Fläche mit dem lockeren Boden gefallen sind. Hier hat der Weizen die besten Chancen, zu wachsen und reif zu werden.

* Je nach Gruppe kann man diese Handlungen auch von Kindern übernehmen lassen.

Erklärung aus der Bibel lesen

Die Menschen haben damals nicht verstanden, was Jesus ihnen damit sagen wollte. Deshalb hat er ihnen die Geschichte erklärt und das möchte ich euch kurz vorlesen:

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

(Markus 4,14-20 – wir empfehlen die BasisBibel)

Wir wünschen euch, dass ihr von Gott hört, ihm zu vertrauen, und ihr euch von nichts davon abbringen lasst.

Kleingruppe

1. Gespräch inkl. Fragen

Jedes Kind ist der Reihe nach dran und sagt eine Zahl zwischen 1 und 8. Der Mitarbeiter stellt dann die entsprechende Frage, die mit der Zahl gekennzeichnet ist. Nun dürfen alle diese Frage beantworten.

Fragen:
  1. Was hat Gott dir schon mal gesagt?
  2. Wofür lässt du dich schnell begeistern?
  3. Was hast du dir von der Andacht eben gemerkt?
  4. Wie kann man zu einem fruchtbaren Feld werden?
  5. Was kann man machen, wenn Dornen kommen?
  6. Wann kann etwas gut wachsen?
  7. Wie kann man dich schnell von etwas Wichtigem ablenken?
  8. Wie pflegt man am besten eine Freundschaft?

2. Spiel „Guter Boden“

Je zwei Spieler sollen sich in geringem Abstand voneinander auf einen Sockel stellen, auf dem sie gerade stehen können. Dazu eignen sich Steine, Holzklötze, Baumstümpfe oder auch Bierkisten. Jetzt bekommt das Paar ein Seil, das beide anfassen.
Aufgabe ist es nun, den anderen vom Sockel zu ziehen. Die Spielleitung muss darauf achten, dass beim Herunterpurzeln keine Verletzungsgefahr besteht. Der Gewinner bekommt immer ein Bonbon. Und die nächsten zwei sind dran.
Die Kinder erleben bei diesem Spiel sich von nichts abzulenken und ihren festen Stand möglichst lange zu behalten.

3. Kreatives: Samentüten falten

https://www.youtube.com/watch?v=a1UlsCLuWMg
(ab Minute 3:21)

Wenn nach dem Falten noch Zeit ist, kann die Tüte noch angemalt werden. Am Ende sollte definitiv noch genug Zeit zum Befüllen sein.         

4. Bibellesen und Gebet: Bibel im Schuhkarton

Vorbereitung: Ausreichend viele (Schuh-)kartons oder Tabletts besorgen, zudem Ackerutensilien wie Erde, Samenkörner, Weg, Steine, Gestrüpp. Es sollte in der Nähe einen Ort zum Händewaschen geben.

1. Lest den Bibeltext laut vor.
2. Bildet noch einmal Kleingruppen aus ca. zwei bis drei Personen.
3. Jede Kleingruppe bekommt nun den Auftrag, eine der vier Möglichkeiten des Ackerbaus nachzubauen.
4. Wenn alle Kleingruppen ihre Szene gestaltet haben, werden die Schuhkartons im Raum aufgestellt. Die anderen Gruppen können wie in einer Ausstellung durch den Raum gehen und die Kartons betrachten.
5. Zum Abschluss stellt ihr euch in einen Kreis, fast euch alle an die Hände und betet in der Reihe. Jeder der beten möchte betet laut oder leise. Wer nicht möchte oder fertig ist, drückt mit seiner rechten Hand die Hand seines Nachbars. So weiß er, dass er nun an der Reihe ist.

5. Extra/Spezial: Kresse

Die Kinder sollen etwas einpflanzen, was man dann später essen kann (Schnittlauch, Kresse).

1. Erklärungen zum Text

Im Text spricht Paulus die sittlichen Missstände in der Gemeinde in Korinth an. Sein Thema hier: außereheliche Sexualität. Nach dem AT war außerehelicher Geschlechtsverkehr verboten. Die Strafe, die jemand bekam, wenn er mit jemandem Sex hatte und danach eine andere heiratete, war die gleiche Strafe wie für jemanden, der Ehebruch begangen hatte: der Tod. Das heißt, vorehelicher Geschlechtsverkehr bedeutete Ehebruch dem zukünftigen Ehepartner gegenüber. Zwar wurde in der Praxis zur Zeit von Paulus das Vergehen nicht mehr so streng bestraft, der Text macht jedoch deutlich, wie wichtig dieses Thema war.

V. 13-16: Paulus bezieht sich in seinen Erklärungen auf das Bild der Ehe („Die zwei werden ein Fleisch sein.“ V.16). Weil der Geschlechtsverkehr eine Ehe besiegelte oder eben auch brach, war dieses Bild für die Juden und die Lehrer, die sich im AT auskannten, verständlich und nachvollziehbar. Prostitution galt als Gewerbe wie jedes andere, auch wenn es wenig angesehen war. Verachtet waren in der Regel die Prostituierten, nicht die Männer, die sie aufsuchten. Sie waren in Gasthäusern jederzeit zu haben und waren meist Sklavinnen, die als Säuglinge ausgesetzt worden waren. Juden verurteilten die Prostitution stark (auch wenn sie selbst nicht ohne Fehler waren in diesem Bereich) und stellten sich somit gegen die in der damaligen Zeit bestehenden Ansichten. Paulus macht hier klar, dass das Aufsuchen einer Prostituierten nicht zum Guten dient, weil es unseren Körper entheiligt – nicht weil die Prostituierten so schlechte Menschen waren, sondern weil man Gottes Ehegebot nicht ernst nahm.

V. 17: Hier nimmt Paulus darauf Bezug, dass laut dem AT durch den alten Bund Gott mit seinem Volk verheiratet ist. Somit sind diejenigen, die an ihn glauben, „ein Geist“ mit ihm, sie sind vereint in einer engen, vertrauten Bundesbeziehung, genauso wie Frau und Mann, die miteinander verheiratet sind. Wenn also ein Christ zu einer Prostituierten geht, entweiht er seinen Körper, der doch eigentlich Gott gehört.

V. 20: Dass man Gott mit dem Körper ehrt, war dem griechischen Denken sehr fremd, aber genau das macht Paulus deutlich. Der Ausdruck „erkauft“ bezieht sich auf die Befreiung und Erlösung aus der Sklaverei. Aber natürlich bezieht Paulus das auch auf die Rettung, die Christen durch Jesus haben. Er hat teuer erkauft, dass die Menschen „sein“ sind.

2. Bedeutung für heute

2.1 Alles erlaubt?!

„Alles ist mir erlaubt, solange es mir nur gut tut“. Das hört man heute immer wieder. Und doch fordert dieser Text heraus, genauer hinzusehen, wie wir mit unserem Körper und auch mit unserer Sexualität umgehen. Über das Thema Sexualität wird nicht häufig in christlichen Gruppen gesprochen. Zu heikel scheint das Thema. Ist es nicht jedem selbst überlassen, wie er seine Beziehung lebt und wie er mit dem Thema Sexualität umgeht? Ist es also überhaupt erlaubt, über das Thema Sexualität zu reden? Oder erlauben wir anderen nicht, in unser Leben hineinzureden?

Im Text geht es darum, wie wir mit unserem Körper umgehen. Lassen wir uns von unseren Sehnsüchten und unserem Verlangen beherrschen oder gehen wir selbstdiszipliniert mit unserem Körper um? „Nicht alles dient zum Guten“ – manches schadet uns sogar. Es gehört Mut und Entschlossenheit dazu, uns nicht von unseren Bedürfnissen beherrschen zu lassen (damit meine ich nicht nur die Sexualität, sondern auch alles andere, was unserem Körper nicht gut tut, z.B. auch das „Fast Food“, das man so viel schneller und billiger bekommt oder die Schokolade, der ich einfach nicht widerstehen kann).

2.2 Der Heilige Geist wohnt in mir

Der Text will uns bewusst machen, dass in uns jemand Heimat hat und wohnt, der viel größer ist als alle unsere Sehnsüchte und Bedürfnisse. Wenn wir mit Jesus leben, dann lebt er in uns. Darum verändert es auch etwas, wenn wir einfach nur unserer selbstsüchtigen Lust nachgehen und nicht danach fragen, was der Heilige Geist in uns eigentlich zeigen möchte. Das wichtige ist nicht, was ich will und brauche, sondern was Gottes Geist in mir will. Wir gehören ihm und sind so sein Eigentum. Darum möchte er auch nicht, dass ich meiner Seele und meinem Körper schade. Gott gibt sich nicht mit einer schmuddeligen Hinterhofwohnung zufrieden, sondern er will es sauber, ordentlich und blitzblank. Es ist klar, dass wir das ohne Gottes Hilfe nicht schaffen werden. Aber das heißt auch nicht, uns einfach nur den Wünschen hinzugeben. Jesus will, dass wir sauber bleiben.

2.3 Und jetzt?

Ich glaube, es geht darum, sich bei diesem Text ehrlich zu hinterfragen, wo man selbst unrein und ungut mit seinem Körper umgeht. Es hilft nicht, sich alles zurecht zu biegen, sondern auch die ungemütlichen Themen an sich heranzulassen, um weiter an sich zu arbeiten. Denn du bist Gottes Eigentum, teuer erkauft, von ihm gerettet und befreit. Es geht nicht darum, dich unter Druck zu setzen, sondern darum, mit dem, der dich erkauft hat, in enger Beziehung zu leben.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Icebreaker zum Thema sauber bleiben

Entweder eine Runde Putzlappen-Hockey spielen. Dabei treten immer zwei gegeneinander an. Es gibt einen Putzlappen und zwei Besen dazu. Das Ziel ist, den Putzlappen zuerst mit dem Besen im gegnerischen Tor zu versenken (Stuhl). Wenn zwei Teams gegeneinander antreten, bekommt jeder im Team eine Nummer. So muss der Spielleiter nur noch die Nummer rufen. Welches Team gewinnt?
Oder zu Beginn der Gruppenstunde erst einmal eine Putzaktion einläuten und jeden Teilnehmer mit einem Putzlappen ausstatten. Dann wird für ca. 10-15 Minuten gemeinsam geputzt – entweder ein bestimmtes Areal oder einen bestimmten Gegenstand, der die Putzaktion auch wirklich nötig hat.

3.2 Ins Gespräch kommen

Es gibt alle möglichen Bildkarten auf dem Boden zum Thema Liebe und Sexualität. Jeder darf sich ein Bild aussuchen, das seiner Meinung nach zum Thema passt. Dann gibt es eine Runde, wo alle sagen dürfen, warum sie sich das Bild ausgesucht haben und wie es für sie zum Thema passt. (Karten findest du zum Beispiel unter http://mysoularium.de/)

3.3 Bibeltext gemeinsam lesen

Fragen zum Bibeltext

Da diese Fragen teilweise sehr ans Eingemachte gehen, wäre es eine gute Möglichkeit, die Gruppe zu teilen und entweder geschlechtsgetrennte Kleingruppen zu machen oder zumindest eine Frauen- und eine Männergruppe zu bilden.

  • Was an dem Bibeltext findest du die stärkste Herausforderung?
  • Was am Bibeltext ermutigt dich?
  • Wie gehst du mit deiner eigenen Sexualität um? Hast du Menschen, mit denen du über das Thema reden kannst?
  • In diesem Text ist Unzucht jede Art von Geschlechtsverkehr außerhalb einer Ehe. Kannst du dem zustimmen oder bist du völlig anderer Meinung?
  • Was bringt dich am meisten „in Versuchung“, ungut mit deinem Körper umzugehen? Wie kannst du dich solchen Situationen entziehen?
  • In welchen Bereichen gehst du mit deinem Körper nicht so um, dass es dir gut tut? Wo fühlst du dich unrein?
    • Bereich Sexualität
    • Bereich Essen
    • Bereich Selbstsorge (genügend essen, schlafen,…)
  • Was könnte dir helfen, selbstdisziplinierter zu sein, um gut mit deinem Körper umzugehen?
  • Der Heilige Geist wohnt in dir, wenn du zu Jesus gehörst! Wie zeigt sich das in deinem Alltag?
  • Wann war dir das letzte Mal bewusst, dass der Heilige Geist in dir wohnt? An welcher Situation hast du das gemerkt?

3.5 Hausaufgabe

Such dir eine Person, die dir ganz ehrlich Feedback geben darf, wie du mit deinem Körper umgehst. Am besten eine Person, der du vertraust, die dich voranbringen möchte, ehrlich ist, ohne dich zu verletzen und von der du Rückmeldung annehmen kannst.

Zielgedanke

Bileam muss sich Gott unterordnen und widersteht den „Bestechungsversuchen“ von Balak, sodass die Israeliten gesegnet werden.

Merkvers

Aber Petrus und die anderen Apostel antworteten: Gott muss man mehr gehorchen als den Menschen. Apostelgeschichte 5,29

Situation der Jungscharler

Die Geschichte von Bileam ist herausfordernd. Aber der Zielgedanke ist für ein Leben, das Gott ehrt, wichtig. Auch die Jungscharler können schon früh lernen, sich Gott unterzuordnen. Dabei geht es nicht darum, dass Gott uns Menschen unterdrücken will. Seine Gebote geben uns Freiheit und machen ein gutes Zusammenleben zwischen Menschen erst möglich. Wer immer nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist, der verletzt andere Menschen.

Balak versucht immer wieder, Bileam auf seine Seite zu ziehen. So gibt es auch im Leben der Jungscharler Dinge und Personen, die sie davon abhalten, sich Gottes Willen unterzuordnen. Gerade in Freundeskreisen oder in der Schule sind die Jungscharler damit konfrontiert, wie schnell man zum Außenseiter wird, wenn man offen den Glauben lebt und nicht bei allem mitmacht.

Erklärungen zum Text

Dieser Textabschnitt schließt sich unmittelbar an den vorherigen Abschnitt an und setzt diesen fort. Bileam war mit den Männern Balaks gezogen und Gott hatte ihm eindrücklich klargemacht, dass er nur das Wort des Herrn zu verkündigen hatte. Der Plan Balaks geht allerdings nicht auf. Trotzdem schadet Bileam Israel. Auch wenn dieser Textabschnitt es nicht erwähnt, so wird später in 4. Mose 31,16-18 erklärt, dass Bileam Balak den Rat gab, das Volk durch Frauen zu versuchen. Bileam ist also eine zwiespältige Persönlichkeit.

In den vier Abschnitten des Textes wird die Spannung zwischen den Wünschen Balaks und dem Willen Gottes, welchen Bileam weitergibt, deutlich.

Kap. 23,1-12: Bileam gibt Balak den Auftrag für eine Opferhandlung. Eine solche Opfervorgabe kann im Alten Testament nicht gefunden werden, sodass es sich wohl um ein typisch heidnisches Opferritual handelt. Auch der Name der Ortschaft „Baalshöhen“ (vgl. 4. Mose 22,41) deutet auf einen heidnischen Opferplatz hin. Bileam ist ein heidnischer Prophet, der aber um das Handeln von Jahwe, dem Gott Israels weiß. Schließlich erwartet er von ihm eine Botschaft. Im vorherigen Kapitel hatte Gott Bileam schon befohlen, nur Gottes Botschaft weiterzugeben.

Die Botschaft Gottes widerspricht dem Wunsch Balaks nach einem Fluch. Bileam macht deutlich, dass er sich nicht dem Willen Gottes widersetzen kann. Er muss das Volk Israel segnen.

V.13-26: Balak versucht nun, das Geschick auf seine Seite zu ziehen. Der Ort für das Opfer ist so ausgewählt, dass Bileam nur einen Teil des Volkes sehen kann. Balak erhofft sich davon, dass Bileam dann nicht wieder einknickt.

Bileam bekommt eine Botschaft Gottes. Der Beginn (V.18) hat den Anschein als würde eine positive Aussage für Balak folgen. Doch in Wahrheit ist es nur eine Ermahnung, dass der König der Moabiter sich endlich damit zufriedengeben soll, dass Israel nicht verflucht werden kann. Das Volk Israel unterscheidet sich von den Nachbarvölkern. Sie setzen nicht auf Zauberei, so wie z. B. Balak. Deswegen ist Gott auf ihrer Seite und wird die Völker im Land Kanaan besiegen.

Kap. 23,27 – 24,13: Der dritte Versuch von Balak. Gottes Geist kommt auf Bileam und deswegen spricht dieser heidnische Prophet den göttlichen Willen über Israel aus. Er prophezeit die Größe Israels und seine Macht in der ganzen Gegend. Gott wird sein Volk segnen und die, die das Volk verfluchen, werden von Gott verflucht werden. Damit wiederholt Bileam die Abrahamsverheißung (1. Mose 12,3).

Es ist auch eine deutliche Kritik an Balak und seinen Praktiken. Er wird eine Niederlage erleben. Gerade deshalb ist Balak sehr böse auf Bileam und schickt ihn fort. Bileam ist sich keiner Schuld bewusst, da er klargemacht hat, dass er nur Gottes Botschaft verkündigen kann.

V.14-25: Im letzten Teil des Abschnitts wendet sich Bileam noch gegen andere Nachbarvölker Israels. Sie alle werden besiegt werden.

Treffpunkt

Spiele

Dienstbote

Die Jungscharler werden in zwei oder mehrere Gruppen eingeteilt. Der Spielleiter verteilt Aufträge an die Jungscharler. Sie sollen ihm Gegenstände bringen (Gesangbuch, Bibel, Glas, Toilettenpapier, Taschentücher, Blatt Papier, usw.). Die Mannschaft, die am schnellsten den Auftrag ausgeführt hat, bekommt einen Punkt. Die Mannschaft, die zuerst 5 oder 10 Punkte hat, gewinnt.

Schrubberhockey

Zwei Gruppen spielen gegeneinander. Die Spieler werden nummeriert. Außerdem wird ein kleines Feld abgesteckt mit zwei Stühlen als Tore. Als Spielmittel braucht man zwei Schrubber oder Besen und einen Putzlappen. Der Spielleiter ruft eine Nummer und die beiden Spieler mit der Nummer springen auf, nehmen den Besen und versuchen den Lappen ins jeweils gegnerische Tor zu schießen.

Basteln

Wackelbild basteln

Als Materialien benötigt man für jedes Kind zwei gleichgroße Bilder (nicht zu groß, vielleicht 9×13), einen Papierstreifen (so lang wie beide Bilder zusammen), größeres Stück Tonkarton, wo das fertige Bild draufgeklebt wird, Schere, Stift und Kleber.

Schneide die Bilder in gleichviele 1cm breite Streifen. Zeichne auf den Papierstreifen 1cm breite Streifen und falte das Papier zu einem Fächer. Danach klebe jeweils abwechselnd die Streifen der Bilder auf den Fächer. Zum Schluss das Ganze auf den Tonkarton kleben, damit es Festigkeit bekommt. Fertig ist das Wackelbild.

Optische Täuschungen erkennen

Es werden verschiedene Bilder mit optischen Täuschungen bereitgelegt und den Kindern gezeigt. Es ist spannend die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bilder herauszufinden. Entsprechende Bilder findet man in Büchern oder im Internet.

Aktion

Es können überall im Raum verstreut Süßigkeiten herumliegen. Zu Beginn der Jungschar wird aber darauf hingewiesen, dass diese nicht gegessen werden sollen. Die Schwierigkeit könnte noch dadurch erhöht werden, dass einige der Mitarbeiter immer mal wieder eine Süßigkeit naschen. Im Doppelpunkt kann daran angeknüpft werden, wenn Situationen gesucht werden, wo es schwierig ist, standhaft zu bleiben.

Knackpunkt

Die biblische Geschichte wird durch ein Interview dargestellt. Ein Reporter (R) interviewt Bileam (B) zu den Ereignissen der letzten Tage und Stunden. Ein Moderator (M) leitet das Ganze ein.

M: Herzlich Willkommen, verehrte Zuschauer und einen guten Tag zu einer Sondersendung hier live auf Moab-TV. Wegen der Bedrohung durch eine große Volksgruppe, die aus der Wüste vor unser Land gezogen ist, hat König Balak den bekannten Zauberer und Propheten Bileam kommen lassen, damit er uns in dieser schwierigen Situation hilft. Doch scheinbar ist die Situation nicht ganz so leicht. Augenzeugen berichten, dass der Einsatz von Bileam ohne Erfolg war. Unserem Reporter ist es gelungen, ein exklusives Interview mit Bileam zu bekommen. Sicher werden wir über die Hintergründe informiert. Wir schalten deshalb live zu unserem Reporter.

R: Vielen Dank und herzlich Willkommen auch von meiner Seite. Ich begrüße ganz herzlich den großen Zauberer und Propheten Bileam.

B: Guten Tag.

R: Bileam, Sie sind extra den weiten Weg hier in unser Land gekommen, damit sie unseren König unterstützen. Wie genau sollte die Unterstützung denn aussehen?

B: Ich wurde gerufen, weil ich das Volk Israel, das aus Ägypten durch die Wüste hierher gezogen ist, verfluchen sollte. Also einen sehr schlechten Wunsch über diese Leute aussprechen sollte. Balak, der König hat extra seine großen Fürsten geschickt, um mich zu holen. Ein tolles Gefühl.

R: Nun war ja Ihre Anreise schon nicht ganz störungsfrei. Was war denn das Problem.

B: Mir wurde von Gott eindeutig klargemacht, dass ich nur das tun und sagen darf, was er mir aufträgt. Das habe ich Balak auch gleich gesagt.

R: Und das haben sie dann auch gemacht. Sicherlich konnten sie die schlechten Wünsche über die Israeliten aussprechen?

B: Eben nicht. Balak hat extra mehrere Opfer gebracht, damit ich mich geehrt fühle und sicherlich auch, damit das, was ich sagen werde, seinem Willen entspricht. Doch von Gott habe ich die Botschaft bekommen, dass ich niemand verfluchen kann, den Gott nicht verflucht hat. Ich musste einfach etwas Gutes über diese Israeliten sagen.

R: Aber das sollten sie doch nicht …

B: Aber ich musste!

R: Gut, das kann ja mal vorkommen, aber sicherlich hat sich die Situation noch geändert. Schließlich sind Sie ja ein großer Zauberer und Prophet.

B: Leider nein. Balak hat es zwar wieder versucht und ich wollte ihm natürlich irgendwie auch helfen. Balak hat mich extra so geführt, dass ich nur noch einen kleinen Teil des Volkes sehen konnte. Doch wieder habe ich von Gott die Botschaft bekommen, dass ich das Volk nicht verfluchen kann. Mir ist klar geworden, dass Gott auf der Seite der Israeliten kämpft und dass das keine guten Auswirkungen für alle Völker hier in der Region haben wird.

R: Waren Sie sich sicher, dass Sie die richtige Botschaft bekommen haben und wie hat Balak reagiert?

B: Der war natürlich ziemlich stinkig. Deswegen hat er nicht locker gelassen und hat noch ein drittes Mal geopfert mit der Hoffnung, dass ich nun etwas Besseres für ihn sagen kann. Dieses Mal wurde es mir aber noch viel klarer als vorher, dass das nicht gehen wird. Es war wie ein richtiger Geistesblitz oder wenn man plötzlich etwas sieht, was vorher nur im Nebel lag.

R: Und was haben Sie da plötzlich gesehen?

B: Ich habe gesehen, dass dieses Volk Israel sehr mächtig werden wird. Sie werden im Überfluss wohnen und ihr König wird sehr mächtig werden. Außerdem stehen sie unter dem besonderen Schutz von Gott. Wer etwas Gutes über dieses Volk spricht, der wird gesegnet werden. Doch wer das Volk verflucht, auf den soll es zurückfallen.

R: Das hat Balak sicherlich nicht gefallen.

B: Allerdings nicht. Er wollte mich sofort wegschicken. Es war für ihn eine Niederlage auf der ganzen Linie. Doch ich konnte nicht anders. Das muss ich hier noch einmal in aller Deutlichkeit sagen. Es war Gottes Wille, dass ich das so sage, wie ich es gemacht habe.

R: Das sind keine guten Nachrichten, die uns da erreichen. Aber trotzdem vielen Dank für das Gespräch, Bileam. Gute Heimreise! (Schütteln sich die Hand) Und wir geben wieder zurück ins Studio.

Doppelpunkt

Im Doppelpunkt soll die schwierige Thematik auf das Leben der Kinder heruntergebrochen werden. Es soll darum gehen, Anknüpfungspunkte im Leben der Kinder zu finden.

Spiel

Die Wiederholung der Geschichte kann als Spiel geschehen, und zwar mit dem Wahr-Falsch-Stuhl. Dazu werden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt und bekommen jeweils eine Nummer. An beiden Enden steht ein Stuhl. Der eine Stuhl steht für „wahr“ und der andere Stuhl steht für „falsch/nein“. Der Gruppenleiter stellt Aussagen zum Text und nennt eine Nummer, worauf die Jungscharler mit der Nummer aus beiden Teams versuchen müssen, zu dem richtigen Stuhl zu laufen. Wer zuerst da ist, bekommt einen Punkt.

Mögliche Wiederholungsfragen:

  • Gott hatte Bileam erlaubt, alles zu sagen, was er wollte! (f)
  • Balak wollte, dass Bileam die Isrealiten mit viel Gold beschenkt! (f)
  • Balak wollte, dass Bileam das Volk Israel verflucht! (w)
  • Balak hat extra für Bileam Opfer gebracht! (w)
  • Nach dem ersten Opfer durfte Bileam sagen, was er wollte! (f)
  • Bileam hat das Volk Israel dreimal gesegnet! (w)
  • Balak hat sich über Bileams Aussagen sehr gefreut! (f)

Weitere Aussagen können ergänzt werden.

Nach diesem Spiel soll die Spannung betrachtet werden, in der Bileam steht. Gott hat ihm mitgeteilt, was er sagen darf, aber Bileam hat von Balak den Auftrag, das Volk zu verfluchen. Balak versuchte es immer wieder, Bileam zu beeinflussen. Nutze die Frage: Wie hat Balak versucht, Bileam zu beeinflussen? (Hier könnte auch nochmal ein Rückgriff auf die vorherige Woche geschehen. Schon das Senden der Fürsten sollte Bileam schmeicheln. Danach waren es die Opfergaben.)

Wie wird Bileam wohl handeln? Bileam unterstellt sich dem Willen Gottes, obwohl Balak darüber nicht sehr erfreut ist. Hier bietet sich eine Verknüpfung zur Lebenssituation der Jungscharler an. Sicherlich kennen sie ähnliche Situationen aus ihrem Leben. Wo ist es nicht leicht, das zu tun, was man tun soll? Möglicherweise kennen die Jungscharler eine solche Situation aus der Schule. Dort wird ein Mitschüler von den anderen gemobbt und weil man nicht zu den Außenseitern gehören will, macht man mit. Gleichzeitig ist klar, dass das nicht in Ordnung ist. Gruppendruck ist eine Realität, die für die Jungscharler sicherlich häufig erfahrbar ist.

Bileam hatte den Willen Gottes mitgeteilt bekommen und trotzdem stand er ständig in der Gefahr, sich gegen Gottes Willen zu stellen, da Balak keine Ruhe gab.

Bileam konnte den Fluch nicht aussprechen, sondern musste das Volk Israel segnen. Die Segensworte von Bileam können noch einmal genauer betrachtet werden. Dazu werden sie aus der Bibel vorgelesen (Mitarbeiter oder Jungscharler). Die Aussagen zeigen schon an, dass Israel in das Land Kanaan ziehen wird. Sie werden die Kanaaniter besiegen und ein starkes Volk werden. Besonders betont werden kann die Tatsache, dass Gott mit Israel ist und dass sie deswegen nicht verflucht werden können. An dieser Stelle könnte auch auf Gottes Treue hingewiesen werden, denn schon bei Abraham findet sich diese Aussage.

Somit wird Bileam, obwohl es von Balak anders geplant war, zu einem Verkündiger von Wahrheit und von Gottes Wort. Er hätte sich auch einfach Geschenke von Balak geben lassen und ihm nach dem Mund reden können. Doch obwohl er ein heidnischer Prophet war, spricht er Gottes Wort und unterstellt sich Gottes Willen. Hier könnte eine Anknüpfung zum Lernvers hergestellt werden. Dieser zeigt, dass auch die Apostel vor der Wahl standen Gott zu gehorchen und deswegen ins Gefängnis zu müssen oder den Priestern nach dem Mund zu reden und Gott zu verleugnen.

Zum Abschluss der Kleingruppenphase sollte ein Gebet gesprochen werden, wo konkrete Situationen der Jungscharler (sofern sie vorher genannt wurden) mit eingefügt werden.

Schlusspunkt

Jetzt werden noch einmal die Gedanken gesammelt. Das geschieht mithilfe des Lernverses, der auch schon zum Ende der Kleingruppe vorgestellt wurde. Die einzelnen Teile des Verses werden auf unterschiedliche Karten geschrieben und vermischt (Wo im Text ein / steht, sollte getrennt werden): Gott/muss man/mehr gehorchen/als/den Menschen.

Die Jungscharler sollen die richtige Reihenfolge feststellen.

Zum Abschluss wird gesagt, dass das nicht immer leicht ist, Gott zu gehorchen. Doch Jesus lässt uns nicht alleine und gibt uns Kraft und Mut.

Bausteine

Lieder

Aus: Kinder feiern Jesus

  • Nr. 123 Ja heißt ja
  • Nr. 130 Manchmal würde ich’s genießen
  • Nr. 145 Jesus, gib mir Mut (eignet sich sehr gut als Schlusslied)

Zielgedanke

Die Jungscharler sollen lernen, dass gutes Handeln wichtig ist und das die Liebe und somit Gott selbst soll die Motivation dafür ist.

Merkvers

Auch wenn alles einmal aufhört – Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben; doch am höchsten steht die Liebe.
1.Korinther 13,13, GNB

Situation der Jungscharler

Das Thema Liebe ist für die Jungscharler sehr abstrakt. Sie kennen das Wort und füllen es sehr unterschiedlich. Sie haben ihre Eltern lieb, und kichern, wenn es um die Liebe zwischen Junge und Mädchen geht, aber die Bedeutung des Wortes haben die wenigstens schon nachgedacht. Sie kennen den Text vermutlich nicht, und wenn, dann nur von Hochzeiten. Ich denke sie haben sich noch keine Gedanken darüber gemacht, was dies mit ihrem Leben zu tun hat. Doch gerade Kinder haben ein Gespür dafür, warum jemand mit ihnen Zeit verbringt oder ihnen hilft. Sie spüren, ob sie echtes Interesse und Liebe entgegengebracht bekommen oder nicht. Und natürlich wünschen sie sich echtes Interesse. Heute sollen sie sich darüber Gedanken machen, warum sie etwas tun oder nicht. Dass, was sie sich wünschen, sollen sie auch selbst umsetzen.

Erklärungen zum Text  

Der erste Korintherbrief wurde von Paulus geschrieben. Thema des Briefes ist hauptsächlich der Aufruf zur Einheit und Eintracht in der Gemeinde.
Der Brief gehört zu einer längeren Unterhaltung zwischen den Korinthern und Paulus. Und er wurde im Jahre 54-56 n. Chr. in Ephesus geschrieben. Die Stadt Korinth lag an einer verkehrstechnisch günstigen Stelle, sie hatte zwei Häfen und war Drehscheibe zwischen Asien und Rom. Als Handels- und Hafenstadt hatte Korinth eine sehr bunt gemischte Bevölkerung, es gab Römer, Griechen, Juden und vieles mehr. So gab es eine kulturelle, aber auch eine religiöse Vielfalt. Dies alles spiegelte sich auch in der Gemeinde in Korinth wider. In den Versen vor unserem Bibeltext geht es um die Geistesgaben und deren Priorität in der Gemeinde und dabei auch um die Einheit. Danach geht es weiter mit dem Thema Stellung von prophetischem Reden und Zungenrede und den rechten Umgang damit.

V.1-3: Paulus setzt die Liebe in Verbindung mit verschiedenen großzügigen Taten, und weißt immer wieder darauf hin, dass diese Taten nichts zählen, wenn sie ohne Liebe geschehen. Die Motivation zählt beim Handeln, nur wenn ich etwas aus Liebe tue, zählt es vor Gott.

V.4-7: Diese Verse beschreiben, wie die Liebe ist und woran man sie erkennt. Hier werden klare Sachen, die nachweisbar sind, aufgezählt.

V.8-10: Hier geht es darum, dass unser Wissen und unsere Gaben mal aufhören, aber die Liebe nicht! Denn Gott selbst ist die Liebe. Und wenn Jesus wiederkommt, werden wir das meiste verstehen und erkennen, warum das Leben so ist, wie es ist.

V.11-13: Es geht darum, dass wir im Glauben, in der Erkenntnis und der Liebe wachsen, dass wir erst wie Kinder denken und handeln, dann dazulernen und reifen. Es endet in Vers 13 mit den unveränderlichen Dingen: Glaube, Liebe und Hoffnung. Aber die Liebe ist das Größte und Wichtigste.

Treffpunkt  

Die Motivation zählt.
Die Kinder werden in Dreier- bis Vierergruppen aufgeteilt. Nun müssen die Gruppen in verschiedenen Spielen gegeneinander antreten. Augenscheinlich geht es erst mal darum, das jeweilige Spiel zu gewinnen, doch in echt schauen die Mitarbeiter ganz genau, mit welcher Motivation, Fairness und Teamgeist die Gruppen kämpfen und am Ende bekommt die Gruppe den Siegespreis, die am fairsten ist, am meisten Spaß hat und als Gruppe zusammen arbeitet.

Spiele

Klamotten anziehen
Aus jeder Mannschaft wird eine Person ausgewählt, diese Person muss in 60 Sekunden so viele Klamotten anziehen, wie sie kann. Die anderen Gruppenmitglieder helfen, indem sie Klamotten organisieren und beim Anziehen helfen. Die Mannschaft, die die meisten Klamotten anhat, bekommt einen Punkt.

Hausfrauenhockey
Als Material benötigt man 2 Besen, 2 Stühle, 1 Putzlappen und 1 Stoppuhr.
Aus jeder Mannschaft tritt eine Person an, die mit einem Besen bewaffnet versucht, einen Putzlappen in das gegnerische Tor (unter einen Stuhl) zu schieben. Die andere Mannschaft versucht ihr Tor zu verteidigen, ebenfalls mit einem Besen bestückt. Und natürlich versuchen auch sie ein Tor bei den Gegnern zu erzielen. Ein Spiel dauert 3Es0 Sekunden. Jede Mannschaft tritt einmal gegen jede andere Mannschaft an. Die Tore werden gezählt.

Marshmallows stopfen
Aus jeder Mannschaft tritt eine Person an, alle bekommen die gleiche Anzahl an Marshmallows vor sich hingelegt. Auf ein Signal hin müssen sie sich so viele in den Mund stecken wie sie können, dafür haben sie 30 Sekunden. Nach Ablauf der Zeit müssen sie die Marshmallows weitere 30 Sekunden im Mund behalten, wer danach noch die meisten im Mund hat, gewinnt.

Pantomime
Jede Gruppe stellt einen Spieler, der pantomimisch einen Begriff erklärt, also ohne zu reden, Geräusche zu machen oder Hilfsgegenstände zu benutzen. Jeder hat dazu 30 Sekunden Zeit, alle anderen raten. Schafft er es, bevor die Zeit abläuft, bekommt er einen weiteren Begriff. Jeder Begriff der erraten wird, ist ein Punkt. Begriffe: Liebe, helfen, anfeuern, tragen, chillen, spülen, Hausaufgaben machen, Straße kehren, Nachhilfe geben, Hund ausführen.

Papierflieger fliegen
Jede Mannschaft muss einen Papierflieger bauen. Dann werfen alle Gruppen gleichzeitig von einer Startlinie ihre Flieger. Dies wird dreimal wiederholt. Wessen Flieger jeweils am weitesten fliegt, bekommt einen Punkt.

Knackpunkt

Anspiel mit einer Handpuppe oder einem Kuscheltier.
Handpuppe (H): Hallo Kinder wie geht’s euch so? Ich bin der Peter. Und ihr müsst wissen, ich bin ein ganz toller Typ.
Mitarbeiter (M): Hallo Peter. Wie, du bist ein toller Typ? Wieso denn das?
H: Also, das ist doch ganz klar. Ich kann alles. In meiner Gemeinde helfe ich überall mit und mache alles.
M: Erzähl mal Peter, was machst du denn da so?
H: Also, ich helfe nach dem Kindergottesdienst aufräumen, komme extra früher zur Jungschar und helfe alles vorbereiten, ich helfe spülen nach dem Sonntagskaffee, ich passe auf die kleineren Kinder auf, ich spiele Klavier in der Kinderband und so weiter.
M: Wow, ja das ist echt viel! Mach dir das Spaß, oder warum machst du das?
H: Also, Spaß macht es mir eigentlich nur, wenn ich dafür auch etwas bekomme. Wenn ich zum Beispiel in der Band spiele, jubeln nachher alle laut. Oder wenn ich in der Küche helfe, bekomme ich nachher immer Süßigkeiten. Und natürlich bin ich der Liebling aller Mitarbeiter in der Jungschar, weil ich immer so viel helfe.
M: Peter, würdest du das alles auch machen, wenn es keiner bemerken oder wenn du keine Aufmerksamkeit bekommen würdest? Oder keine Geschenke?
H: Nein, dann wird sich der ganze Aufwand ja gar nicht lohnen!
M: Du Peter, ich würde gern mit dir eine Bibelstelle lesen, wäre das okay?
H: Ja klar, ich kann sehr gut vorlesen! Her mit der Stelle.
M: Peter, ich lese dir besser mal den Text vor, dann kannst du besser zuhören. Und zwar aus der Volxbibel das ist eine Übersetzung, sie ist etwas leichter zu verstehen und zwar aus 1. Korinther 13: Ein Lied über das Wichtigste: die Liebe. Ohne Liebe geht gar nichts! Selbst wenn ich perfekt alle Sprachen, die es auf der Welt gibt, sprechen könnte, auch die Sprache der Engel, aber in alldem, was ich darin reden würde, wäre keine Liebe, dann wären meine Worte wie Müll, sie wären ohne Bedeutung, hohl und leer.
H: Alle Sprachen der Welt, das will ich auch können, dann wäre ich der Held.
M: Peter, hör erst einmal weiter zu, was noch kommt. Selbst wenn ich in einer Tour prophetische Worte von Gott bekommen würde,
H: Popetisch, das kenne ich, kann man das nicht essen?!
M: Nein Peter, prophetisch, das ist eine Gabe von Gott. Man kann sehen, was in der Vergangenheit, in der Gegenwart oder in der Zukunft los. Gott öffnet einem dafür die Augen und das soll man dann den Menschen sagen. Man ist also der Mund Gottes, wenn man Prophet ist. Also ich lese mal weiter, hör gut zu: … wenn er mir alle geheimen Fragen über die Welt beantwortet hätte und ich so ein Vertrauen auf Gott haben würde, dass Berge auf mein Gebet hin verschwinden, aber ich würde all das ohne Liebe tun, dann wäre das immer noch nichts, es würde nichts bedeuten.
Und selbst wenn ich alles, was mir gehört, an Obdachlose und Penner verschenken würde, ja selbst wenn ich mein Leben für andere riskieren und dabei sterben würde, aber ich würde das nicht aus Liebe machen, es wäre für die Tonne und umsonst.
H: Hm, also wenn ich nicht aus Liebe in der Band spiele, bedeutet es nichts? Oder aus Liebe den Mitarbeiterraum oder Kinderraum fege?
M: Ja, so steht es da. Und jetzt geht’s darum wie diese Liebe ist: Liebe ist entspannt, sie mag Menschen, sie ist nett zu Leuten. Neid ist für sie ein Fremdwort, sie sieht nicht von oben auf andere runter, angeben hat sie nicht nötig und sie markiert auch nie den dicken Macker. Liebe will Leute nie fertigmachen, und sie will auch nicht das fetteste Stück vom Kuchen haben. Die Liebe lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, und sie verzeiht, wenn man link zu ihr war. Sie hat keinen Bock drauf, wenn jemand abgelinkt und ungerecht behandelt wird. Sie feiert, wenn die Wahrheit siegt und alles korrekt zugeht. Die Liebe ist nicht totzukriegen, sie hört nie auf zu vertrauen, sie verliert nie die Hoffnung, sie übersteht jede Krise.
H: Wow, wenn die Liebe so ist, dann schaffe ich es nur ganz selten, richtig zu lieben! Hat das überhaupt irgendjemand mal geschafft, so zu lieben?
M: Ich glaube kein Mensch! Nur Jesus hat das geschafft. Aber er will uns helfen dass wir das auch können. So jetzt geht’s weiter: Prophetische Worte von Gott, die Fähigkeit in fremden Sprachen zu reden, das Wissen ─ das alles wird mal vorbei sein. Aber die Liebe wird nie zu Ende sein, sie hält durch und gibt nicht auf. Bis jetzt haben wir nur wenig kapiert, und auch unsere Fähigkeit, prophetische Worte zu bekommen, ist sehr begrenzt. Wenn es aber abgeht und Gottes neue Zeit voll da ist, dann wird es keine halben Sachen mehr geben.
H: Ja, jetzt weiß ich was damit gemeint ist. Wenn Jesus wiederkommt und die Erde vergeht und die an Jesus glauben alle in den Himmel kommen, dann werden wir verstehen, was passiert und warum die Welt so ist wie sie ist.
M: Ja, genau. Und jetzt die letzten drei Verse: Als Kind war ich auch in meiner Denke ein Kind, ich beobachtete und bewertete die Welt aus dieser Perspektive. Als ich dann aber erwachsen wurde, wollte ich kein Kind mehr sein. Aus jetziger Sicht ist uns vieles noch total unklar, wir verstehen Sachen nicht, fast so, als wären wir benebelt. Aber irgendwann werden wir Gott deutlich vor uns sehen und dann wird uns vieles klar werden. Was ich bis jetzt verstanden hab, ist unvollständig, dann werde ich aber den totalen Durchblick haben, so wie Gott jetzt schon über mich den totalen Durchblick hat.
H: Gut, das ich noch ein Kind bin. Da muss ich nicht alles verstehen! Aber Gott weiß jetzt schon alles über mich? Heißt das auch, er weiß warum ich etwas mache oder nicht mache?
M: Ja, Peter, Gott kennt dich besser als du dich selbst kennst. Er kennt jeden deiner Wünsche, deine Gedanken. Er weiß, warum du so bist wie du bist. Und nun der letzte Vers: Die Sachen, die immer bleiben werden, sind der Glaube, die Hoffnung und die Liebe. Am fettesten kommt aber die Liebe, sie steht über allem.
H: Okay, die Liebe bleibt also immer. Sie ist das wichtigste. Vielleicht, weil Gott selbst die Liebe ist?
M: Ja genau, ich denke so ist das. Gott ist die Liebe und er möchte, dass wir mit der richtigen Motivation handeln. Also, weil wir die Menschen lieben und weil wir Gott lieben. Wir sollen nicht über andere richten oder uns besser fühlen. Wir sollen für andere da sein, und besonders in der Gemeinde sollte die Liebe das wichtigste sein.
H: Okay. Du, das versuche ich in der nächsten Woche. Vielleicht gelingt es mir!
M: Und was du alleine nicht schaffst, das schaffst du mit Jesus und deinen Freunden. Sprich doch mit deinen Freunden darüber und mit Jesus, er wird dir Kraft geben, immer wieder Liebe zu haben für andere.
H: Okay. Kinder, jetzt habe ich genug zum Nachdenken und will erst mal in Ruhe darüber nachdenken. Das können ihr jetzt auch in der Kleingruppe machen. Bis zum nächsten Mal. Tschüss!

Doppelpunkt

Schreib mit deiner Kleingruppe auf ein großes Plakat, was die Kinder alles so in der Gemeinde tun. Und was ihre Eltern und Freunde in der Gemeinde tun. Welche Aufgaben es gibt und welche Gruppen man besuchen kann. Ihr könnt auch aufschreiben, wofür Gemeinde da ist.
Nun benötigt man ein großes Herz. Schreibt darauf, wo in eurer Jungschar oder der gesamten Gemeinde Liebe sichtbar wird, zum Beispiel, wenn sich einige um Kranke kümmern und sie besuchen.
Auf ihre kleinen persönlichen Herzen können die Kinder nun schreiben, wo sie selbst Liebe schenken wollen. Diese kleine Erinnerung sollen sie mit nach Hause nehmen und sich so immer wieder dran erinnern, wo sie Liebe schenken wollen.
Tausche dich mit den Kindern über das aufgeschriebene aus. Vielleicht kannst du praktische Tipps geben, wie sie Liebe schenken können, z. B. durch Komplimente, durch helfen oder Ähnliches. Wenn Kinder dabei sind, die sagen, sie können keine Liebe für jemanden oder für etwas empfinden, dann ermutige sie, darum zu beten. Mach ihnen klar, dass sie durch ihr Handeln ihre kleine Welt verändern können. Bilde eine Gebetsgemeinschaft mit den Kindern, in der sie besonders für ihre kleinen Herzen und Anliegen beten können. Frag sie nächste Woche, wie es ihnen gelungen ist, liebevoll zu handeln.

Schlusspunkt

Alle Kleingruppen sollen nun ihre Plakate und großem Herzen mit ins Plenum bringen. Hier sollen sie vorstellen, was sie aufgeschrieben haben. Schaut, wo Kleingruppen das selbst herausgefunden haben. Zum Schluss bete für die Punkte, die auf den Plakaten und Herzen stehen. Die Herzen könnt ihr dann in der Gemeinde aufhängen. Ich denke, auch andere Gemeindemitglieder wird es interessieren, wo die Kinder Liebe in der Gemeinde spüren.

Bausteine

Lieder

Aus: Kinder feiern Jesus
Nr. 18 Gottes große Liebe
Nr. 53 Du bist ein Gott, der mich sieht
Nr. 127 Jeden Tag stellt sich die Frage
Nr. 129 Give Me Love In My Life
Nr. 148 Ja, ich weiß: Gott hört Gebet

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Thema Gemeinde aus JUMAT 2/16. Die Grundlage bilden texte aus dem 1. Korintherbrief. In der ersten Einheit geht es um das Thema Streit in der Gemeinde. Die nächsten Einheiten beschäftigen sich mit Bildern, die für Gemeinde verwendet werden. Die abschließende Einheit dreht sich um das Hohelied der Liebe aus 1.Korinther 13.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Das Ziel

Starter

Ich darf Zeit mit Gott verbringen. Gott freut sich, wenn ich Zeit für ihn habe.

 

Checker

Für Gott muss ich nicht besonders sein oder Besonderes können. Er möchte, so wie ich bin, Gemeinschaft mit mir haben.

 

Der Text an sich

Die Geschichte von Maria und Marta beschreibt eines von mehreren Erlebnissen, die Jesus mit seinen Jüngern auf der Reise nach Jerusalem hat.

Das durchgängige Thema im Lukasevangelium ist die kontinuierliche Hinwendung Jesu zu den Zöllnern und Sündern. Er begegnet denen, die von der religiösen Oberschicht gemieden wurden. Diese Oberschicht sind die, die immer die Werke und den äußeren Schein in den Vordergrund stellten. Jesus jedoch geht es nicht um das Tun oder den religiösen Schein, er will Gemeinschaft mit den Menschen haben. Er will, dass wir bei ihm und mit ihm sind. Gerade das unterstreicht auch die Geschichte von Maria und Marta.

Auf dem Weg nach Jerusalem kommt er nach Betanien, zu seinen Freunden Maria, Marta und Lazarus (der aber hier nicht erwähnt wird). Gastfreundschaft spielt im Neuen Testament (Lk 7,36 ff.; Lk 9,51 ff.) eine große Rolle und war im Orient ein Beweis der Nächstenliebe und Menschenfreundlichkeit. Es war eine Pflicht, sein Haus für Wanderer zu öffnen und ihnen Gastfreundschaft zu zeigen.

 

Marta ist die Älteste und übernimmt daher traditionell die Rolle der Gastgeberin. Immer wieder wird Marta in Verbindung mit demütigem Dienst gestellt (Joh 12,2; Joh 11,39). Ihr Dienst ist ein Ausdruck ihrer Liebe zu Jesus. Martas Dienst wird im griech. als „sich übermäßig viel zu schaffen machen, völlig in Anspruch genommen sein“ beschrieben.

 

Maria wird fast gegenteilig beschrieben. Sie zeigt ihre Liebe zu Jesus in bedingungsloser Hingabe. Sie ist leidenschaftlich und emotional. Maria begibt sich in die Position einer Lernenden, was zur damaligen Zeit untypisch für eine Frau war. Maria ist völlig passiv in dieser Geschichte (das zeigen auch die passiven Verbformen im Griechischen). Das Einzige, was Maria aktiv tut, ist „zuhören“.

Jesus sieht Marta und schätzt ihren Dienst an ihm wert. Das zeigen die Verse 41+42, wo Jesus zuerst ihren Namen nennt und dann aufzeigt, dass er sieht, wie viele Sorgen und Arbeit sie sich macht und wie zerstreut sie ist. Dass Jesus Martas Namen doppelt nennt, zeigt wie wichtig ihm Marta ist. Der Name bedeutet Identität. Jesu Antwort an Marta kann nicht als Rüge verstanden werden, sondern als liebevolle Anrede, die große Wertschätzung impliziert.

Jesus erklärt Marta, dass Maria das „gute Teil“ erwählt hat. In Verbindung zu Psalm 16,5 und 119,57 wird deutlich, dass dieses „gute Teil“ Gott selbst ist. Er fordert Marta damit auf, sich vom „Vielen“ auf das „Eine“ zu konzentrieren. Dabei kritisiert er nicht ihren Dienst, sondern allein ihre Prioritätenordnung.

 

Der Text für mich

Ich mag die Geschichte von Maria und Marta. Dabei bin ich viel öfter in der Rolle von Marta, als in der von Maria. Maria schafft es, alles stehen und liegen zu lassen und ganz nah bei Jesus zu sein. Wie oft gelingt mir das nicht! Da gibt es viele Dinge, die unbedingt noch erledigt werden müssen, bevor ich mir endlich Zeit für Jesus nehmen kann. Selten kommt es dann noch dazu. Und manchmal kommt mir die Zeit mit Jesus wie eine religiöse Pflicht vor. „Ich muss noch in der Bibel lesen.“ – „So lange habe ich nicht mehr gebetet, das sollte ich heute Abend noch tun.“ Und schon bin ich Marta, die alles aus einer Pflicht heraus macht und Jesu Gegenwart in ihrem eigenen Haus verpasst. Wie wundervoll ist da Maria, die die Zeit nutzt und Jesus begegnet. Sie weiß, dass es der kostbarste Platz, der wertvollste Schatz ist, bei Jesus zu sitzen und seine Nähe zu genießen. Maria ist ein Vorbild darin, wie bedingungslos sie Jesus liebt und wie klar sie ihre Prioritäten setzt.

 

Der Text für dich

Starter

Kinder wachsen in einer Leistungsgesellschaft auf. Schon sehr früh erfahren sie, wie wichtig es ist, etwas zu können oder zu leisten und der Beste oder die Beste in etwas zu sein. Jesus legt hier einen ganz anderen und befreienden Fokus. Maria tut in dieser Geschichte nichts anderes, als bei Jesus zu sitzen und zuzuhören. Für Jesus zählt nicht die Leistung, also das, was ein Kind kann oder tun soll, sondern vielmehr der Wunsch, Gemeinschaft mit Jesus zu haben. Um diese Gemeinschaft zu bekommen, müssen keine Voraussetzungen oder Leistungen erbracht werden. Es reicht, diesen Wunsch mit Jesus zu teilen, mit ihm zu reden oder in seinem Wort zu lesen.

 

Checker

Für viele, gerade christlich sozialisierte Kinder, gehören religiöse Elemente zum Alltag dazu. Gebete bei Tisch, Bibellesen (auch „Stille Zeit“ genannt), Kindergottesdienst, Jungschar, usw. sind Dinge, mit denen die Kinder aus christlichen Familien wie selbstverständlich aufwachsen. Dabei erleben viele dies als Pflichten, weniger als Möglichkeiten, eine persönliche Beziehung zu Gott zu pflegen. Sie gleichen Martha, die Dinge tut, die man tun muss, wenn Jesus zu Gast ist. An sich sind diese Elemente nicht schlecht oder falsch. Es ist jedoch entscheidend, ob ich sie aus Pflicht oder aus Eigeninitiative tue. Lese ich in der Bibel, „weil man das so macht“, oder weil ich mehr über Gott erfahren möchte? Die Sache bleibt dieselbe, nur die Intention ändert sich.

 

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Verstecken der Bilder zur Geschichte

Die Bilder zur Geschichte (s. unter Verkündigung) werden vom Mitarbeiter versteckt. Die Kinder dürfen die Bilder suchen und in den Gruppenraum bringen. Gemeinsam werden die Bilder sortiert und anhand der Bilder wird die Geschichte erzählt. Die Kinder können miterzählen und herausfinden, was das nächste Bild bedeuten könnte. Alternativ können die Bilder auch in einer Schatztruhe versteckt sein. Bei dieser Variante müssen die Kinder gemeinsam die Truhe suchen.

 

Idee 2: Topfschlagen

Einem Kind werden die Augen verbunden. Unter einem Topf werden Süßigkeiten (oder auch die gemalten Bilder) versteckt. Das Kind muss auf den Knien mit einem Kochlöffel und anhand der Rufe der Kinder (kalt – warm) den Topf ausfindig machen. Dieses alte Kinderspiel macht deutlich, dass man einen Schatz suchen und finden kann.

 

Verkündigung

Erzählen mit versteckten Bildern

Es werden Bilder zur Geschichte von Maria und Marta gemalt. Dazu kann man die abgedruckten Bilder als Grundlage verwenden. Man kann auf einigen Bildern leichte Änderungen vornehmen und schon hat man die komplette Bildgeschichte. Man kann aber auch selbst mit Strichmännchen oder verschiedenen Smileys einfache Bilder malen. Die Bilder werden zusammengefaltet und nummeriert.

 

Bild 1: Jesus ist unterwegs

Puh, Jesus und seine Freunde waren nun schon richtig lange unterwegs. Tag für Tag wanderten sie durch die Gegend. Und das manchmal bei glühender Hitze oder bei strömendem Regen. Das war schon ganz schön anstrengend und manchmal hatten die Freunde von Jesus sicher keine Lust mehr weiterzugehen.

 

Bild 2: Sie sehen das Haus von Maria und Marta

Zum Glück kamen sie auf ihrer langen Reise nach Jerusalem an einem Ort vorbei, der Jesus sehr gut bekannt war. Und da Jesus und seine Begleiter wirklich müde waren, hatte Jesus eine richtig gute Idee. Was könnte das denn für eine Idee gewesen sein?

 

Bild 3: Marta öffnet die Türe

Jesus erinnerte sich, dass in Betanien richtig gute Freunde von ihm wohnten. Maria und Marta. Mit ihnen hatte Jesus schon so einiges erlebt, und jetzt war er richtig froh, dass sie auf ihrer Reise tatsächlich am Haus der beiden vorbeikamen. Und so liefen alle ein bisschen schneller, um möglichst bald da zu sein. Denn eins wusste jeder: Marta war eine richtig tolle Gastgeberin und wenn man bei ihr war, dann bekam man wirklich das beste Essen weit und breit.

 

Bild 4: Jesus und seine Freunde sind im Haus von Marta und Maria

Und schon waren sie da. Zum Glück waren die beiden Schwestern daheim. Ach, das tat gut. Die Schuhe ausziehen und die Füße ausstrecken.

 

Bild 5: Maria setzt sich zu Jesus und seinen Freunden, Jesus erzählt

Maria freute sich ganz besonders, dass Jesus da war. Für sie war Jesus ihr allerbester Freund und sie konnte es jedes Mal kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Wenn er da war, dann war ihr alles andere wirklich ganz egal. Sie vergaß alles um sich herum, und wollte die ganze Zeit nur neben Jesus sitzen. Für sie war die Zeit mit Jesus wie ein riesig großer Schatz. Und so fingen sie an sich zu unterhalten und Maria fragte Jesus mal wieder alles, was sie schon so lange von ihm wissen wollte.

 

Bild 6: Wo ist Marta? (Fragezeichen)

Hm, fällt euch etwas an dem vorherigen Bild auf? Eine Sache ist komisch. Wo ist denn eigentlich Marta? Bei den anderen beiden Bildern war sie doch immer da, aber plötzlich war Marta verschwunden.

 

Bild 7: Marta ist in der Küche

Marta war in der Küche. Sobald nämlich Jesus und seine Freunde gekommen waren, ist ihr eingefallen, dass sie sofort mit Kochen anfangen muss. Immerhin war Jesus nicht irgendein Gast, sondern der Sohn Gottes. Und das wusste Marta. Und da wollte sie das allerbeste Essen machen. Mit Vorspeise und Nachspeise, und das dauerte ganz schön lange. Aber fällt euch was an Marta auf?

 

Bild 8: Marta beschwert sich bei Jesus

Marta war richtig ärgerlich. Puh, das konnte sie wirklich nicht für sich behalten. Was könnte denn der Grund dafür sein, dass Marta so ärgerlich war?

Marta ärgerte sich über ihre kleine Schwester, die einfach bei Jesus saß und überhaupt nicht daran dachte, ihr zu helfen. Sie musste die ganze Arbeit allein machen und Maria ruhte sich bei Jesus aus. Und weil sie so sauer war, ging sie schnurstracks zu Jesus und beschwerte sich bei ihm über Maria. Und sie verlangte von Jesus, dass er Maria sagte, sie solle ihr helfen! Wer könnte denn mal nachmachen, wie sehr sich Marta aufgeregt hat oder was sie gesagt hat?

 

Bild 9: Jesus redet mit Marta

Das tat Marta gut, endlich mal zu sagen, was sie so ärgerte. Was denkt ihr, was Jesus nun gemacht hat? Oder was hättet ihr denn gemacht? (Kinder nach Lösungen suchen lassen). Jesus war ganz freundlich zu Marta. Er ärgerte sich nicht über sie oder schimpfte sie, weil sie so gemein über Maria geredet hatte: Meine liebe Marta, sagte Jesus. Ich sehe, dass du dir so viel Mühe gegeben hast mit allem hier. Es ist wirklich toll geworden und dein Essen schmeckt wirklich wunderbar. Aber schau, vor lauter Arbeit hast du gar keine Zeit für mich. Ich bin dein Gast – das heißt, ich möchte Zeit mit dir verbringen. Und ich vermisse dich hier in unserer Runde. Ich konnte heute noch nicht einmal mit dir sprechen.

 

Bild 10: Jesus erklärt Marta, was wirklich wichtig ist (Schatztruhe)

Schau Marta, so redet Jesus weiter. Du ärgerst dich über Maria, weil sie gar nichts tut und einfach nur bei mir sitzt. Sie hat nichts falsch gemacht, ganz im Gegenteil. Sie hat es richtig gemacht. Die Zeit mit mir ist für Maria wie ein großer Schatz. Und diesen Schatz kann ihr keiner wegnehmen.

 

Die andere Idee

Erzählen mit drei Stühlen

Vorn stehen drei Stühle. Auf dem linken Stuhl liegt ein Putzlappen (Marta). Auf dem mittleren Stuhl steht eine große Schatztruhe (Jesus). Auf dem rechten Stuhl liegt eine Uhr (Maria).

 

Zuerst überlegen die Kinder gemeinsam, was diese Gegenstände bedeuten könnten. Hierzu kann man auch gemeinsam sammeln, was man mit diesen Gegenständen machen kann. Nach einem kurzen Gespräch steht der Mitarbeiter, der die Geschichte erzählt, auf und stellt sich hinter die drei Stühle. Nun erzählt er die Geschichte und nimmt jeweils den Platz ein, der zur jeweiligen Person gehört.

 

Der Text gelebt

Wiederholung

Umgedrehte Bilder

Anhand der Bilder wird die Geschichte noch einmal kurz wiederholt. Die Bilder werden falsch herum auf den Boden gelegt. Die Kinder nehmen sich ein Bild, drehen es um und erzählen kurz, was auf dem Bild zu sehen ist und welche Situation das in der Geschichte war. Der Mitarbeiter behält das Bild mit der Schatztruhe und zeigt dies am Ende. So wird der Kernpunkt der Geschichte noch einmal am Schluss wiederholt, um den Übertrag herzustellen.

Fragen zum Erarbeiten des Übertrags:

  • Wie kann ich Zeit mit Gott verbringen?
  • Was ist mir manchmal wichtiger als Gott?
  • Wie schaffe ich es, einmal am Tag kurz an Gott zu denken, oder Zeit mit ihm zu verbringen?

 

Gespräch

M&M-Gespräch

Ein Mitarbeiter bringt eine Packung M&Ms mit. Für jede Farbe steht eine Frage.

Rot: Worüber ärgert sich Marta? Was tut sie mit ihrem Ärger?

Grün: Was macht Jesus in der Geschichte? Was gefällt mir daran?

Gelb: Maria hat sich für einen besonderen Platz entschieden? Wo hält sie sich während der Geschichte auf und warum?

Braun: Jesus erzählt von einem Schatz? Was ist dieser Schatz?

Blau: Heute kann ich nicht direkt mit Jesus am Tisch sitzen. Wie kann ich heute wie Maria Zeit mit Jesus verbringen?

 

Merkvers

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen, aus lauter Güte.

Jeremia 31,3b Luther84

Bei Gott müssen wir keine Leistung bringen. Er liebt uns schon immer, und das ganz unabhängig von allem was wir tun und können.

Der Vers wird auf einzelne Karten geschrieben. Zuerst wird er gemeinsam zwei- bis dreimal wiederholt. Dann werden nach und nach die Karten weggenommen, sodass am Ende die Kinder den Vers ohne Karten aufsagen können.

 

Gebet

M&M-Gebet

In der Mitte liegen viele M&Ms. Der Reihe nach können sich die Teilnehmer ein M&M holen und dabei ein Gebet sprechen. Dabei hat jede Farbe eine andere Bedeutung, zum Beispiel:

Rot: Ich danke Gott.

Grün: Ich nenne ein persönliches Gebetsanliegen.

Braun: Ich bete für einen anderen Menschen.

Gelbe: Ich sage Gott etwas Gutes (Anbetung).

 

Kreatives

Beten oder Bibellesen bedeutet Zeit mit Gott zu verbringen. Um dies motivierend zu gestalten, könnten Bibel oder Gebetstagebücher gestaltet oder hergestellt werden.

Kleine Heftchen werden als Gebetstagebücher beklebt. Dazu benötigt man Zeitschriften und Kataloge, um Bilder auszuschneiden, die dann als Collage auf den Umschlag geklebt werden.

 

Spielerisches

Gut zuhören!

Es wird eine Reihe gebildet. Der Erste flüstert seinem Nachbar ein Wort ins Ohr (passend zur Geschichte von Maria und Marta), dieser flüstert es ebenfalls weiter. Jeder muss versuchen, das Wort so genau wie möglich zu verstehen und es richtig weiterzugeben. Der Letzte sagt das Wort laut.

Bezug: Es ist wichtig, gut zuzuhören, damit ich verstehe, was gesagt wird. Dabei kann ich nichts anderes machen. Ich muss mich ganz auf eine Sache konzentrieren (wie Maria).

 

Rätselhaftes

Die Kinder füllen das Rätsel aus und erhalten den Lösungssatz.

 

(T)extras

Lieder

Hast du Gott schon mal ’nen Wunsch gesagt

Komm mit, komm mit! Wir suchen einen Schatz

Superstar

 

Spiele

Hausfrauenwettrennen

Es werden zwei Gruppen gebildet. Es laufen immer zwei Kinder gegeneinander. Die Gruppe, die zuerst fertig ist, gewinnt. Bevor die Kinder losrennen, müssen sie sich jedoch eine Schürze und evtl. eine Kochmütze anziehen und ein Tablett mit einem Topf und Besteck an sich nehmen, um damit den Parcours zu durchlaufen.

 

Tischgemeinschaft

Alle Kinder sitzen im Kreis. Vor jedem Kind steht eine Schüssel und eine Zahl von 1–6. In jeder Schüssel befindet sich etwas zu essen: Süßes, Salziges, Leckeres, Ungewohntes. Jedes Kind würfelt und muss jeweils das essen, was in der Schüssel mit der passenden Zahl ist.

Variante Menü: Es wird mit zwei Würfeln gewürfelt, die Kinder stellen sich das Menü aus den beiden Zutaten zusammen und müssen es essen – auch wenn die beiden Zutaten nicht zusammenpassen (zum Beispiel: Salzstangen und Honig).

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zur Wüstenwanderung des Volkes Israel aus JUMAT 1/17. In der Reihe sind einzelne, besondere Begebenheiten zusammengefasst. Die drei großen Geschichten sind: Der Aussatz von Mirjam, die Bileamserzählung und der Bericht über die eherne Schlange. Außerdem enthält die Reihe eine Einheit zum Thema Segen, bei der der aaronitische Segen der Ausgangspunkt ist.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Ein Spieleabend mit Weihnachtsbegriffen und weihnachtlichen Utensilien

Die Spiele werden in zwei Gruppen gespielt. Je nach zur Verfügung stehender Zeit werden entsprechende Spiele ausgesucht.

1. Weihnachts-ABC

Jede Gruppe erhält eine ABC-Liste (Alphabet von oben nach unten eingetragen). Hinter jeden Buchstaben muss ein Weihnachtsbegriff mit dem entsprechenden Anfangsbuchstaben eingetragen werden.

Die Gruppen bekommen 5 Minuten Zeit; wenn eine Gruppe vorher fertig ist, endet das Spiel auch für die Andere.

2. Kerzen ausschießen

Drei Kerzen müssen mit einer Wasserpistole gelöscht werden. Jeder Spieler schießt so lange, bis alle drei Kerzen gelöscht sind; dann ist der nächste dran. Welche Gruppe ist zuerst fertig?

3. Kerzen balancieren

Jeder Spieler balanciert eine Kerze auf der Zeigefingerspitze über eine markierte Strecke und gibt die Kerze dann an den nächsten Spieler ab. Welche Gruppe ist zuerst durch?

4. Weihnachtsutensilien ertasten

Die Weihnachtsutensilien müssen in einem Säckchen ertastet und aufgeschrieben werden (z. B. Walnuss, Haselnuss, Glaskugel (Vorsicht!), Tannenzweig, Kerzenhalter, Kerze, Ausstecherform, Nussknacker, Tannenzapfen, kleiner Strohstern, Nikolausfigur bzw. Engelfigur aus Holz, Krippenfigur Ochs und/oder Esel usw.).

5. Weihnachtslieder raten

Der Spielleiter gibt eine Zeile aus einem Weihnachtslied vor; die Gruppen müssen das Lied abwechselnd erraten; errät eine Gruppe das Lied nach ca. 10 Sekunden nicht, darf die andere Gruppe antworten – wer hat die meisten Treffer?

6. Weihnachtsbegriffe raten

Es werden je 5 Begriffe zu folgenden 6 Themen auf eine Karte geschrieben:

1 – Weihnachtsbaum; 2 – Winter; 3 – Backen; 4 – Weihnachtsgeschichte; 5 – Nikolaus; 6 – Weihnachtsbräuche
(z.B. Thema 2 – Winter: Schneeflocke, Schneemann, Eisblume, Schlittenfahren, Zipfelmütze)

Die Begriffskarten werden mit der Themennummer versehen und jeweils auf einen Stapel gelegt.

Auf drei Karten wird festgehalten, wie die Begriffe erklärt werden sollen:

– Pantomime

– Erklären ohne das Wort zu benutzen (Tabu)

– Zeichnen

Spiel: Der erste Spieler der ersten Gruppe würfelt. Je nach Augenzahl wird die oberste Karte des entsprechenden Stapels gezogen. Dann zieht er vom Spielleiter eine der drei Erklärungskarten (verdeckt) und erklärt den Begriff entsprechend. Als Maximalzeit pro Begriff sind 2 Minuten angedacht.

Die Begriffskarte wird beiseite gelegt. Dann agieren die Gruppen abwechselnd. Ist ein Stapel leer, wird nochmals gewürfelt.

Welche Gruppe errät die meisten Begriffe?

7. Weihachtsdüfte

Mit verbundenen Augen erschnuppern die Spieler den Weihnachtsduft:

Beispiele: Lebkuchen, Zimt, Anis, Tannennadeln, Zitronat/Orangeat, (Bienen-)Wachs, Mandarine/Orange, div. geknackte Nüsse, Vanilleschote/-aroma, -zucker, Bittermandelaroma, Weihnachtsschokolade, Apfelschnitz, Kardamom/Gewürz, frisches Tannenholz, Rosinen, Kakao usw.

Welche Gruppe errät die meisten Düfte?

8. Geschenke verpacken

Jeder Spieler bringt ein kleines „Geschenk“ mit (beim Gruppenabend vorher ankündigen!). Das legt er nun einem Spieler der anderen Gruppe auf den Tisch. Der muss mit Zeitungspapier, Klebestreifen und Geschenkband das Geschenk so schnell wie möglich einpacken. Die Zeit wird gestoppt. Zum Schluss werden die Zeiten zusammengezählt. Welche Gruppe hat ihre Geschenke am schnellsten verpackt?

Diese Themenreihe enthält Gruppenstunden zu Texten aus dem Lukasevangelium. Dazu gehören 5 Einheiten zu Geschichten in denen Jesus Menschen begegnet. Außerdem sind noch 6 Bausteine zu Gleichnissen enthalten. Die Texte stammen aus JUMAT 2/18 und 3/18.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

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