Die Passionsgeschichte

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2023. Es geht in sechs Lektionen um die Passionsgeschichte:

20.02.Matthäus 26,17-308. Das erste Abendmahl
27.02.Matthäus 26,36-469. Jesus kämpft im Gebet
06.03.Matthäus 26,31-35; 26,57-58.69-7510. Petrus scheitert
13.03.Matthäus 27,27-6111. Jesus stirbt
20.03.Matthäus 28,1-1012. Jesus ist auferstanden
27.03.Matthäus 28,16-2013. Von Jesus weitersagen
ExtraFamiliengottesdienstStärker als Western: Ostern!

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2023. Es geht in sechs Lektionen um Gott, der einen Bund mit dem Volk Israel schließt:

09.01.2. Mose 19,1-252. Gott begegnen?!
16.01.2. Mose 20,1-113. Die 10 Gebote: Beziehung leben
23.01.2. Mose 20,12-154. Die 10 Gebote: Schutzraum
30.01.2. Mose 20,16-185. Die 10 Gebote: Zufriedenheit
06.02.2. Mose 24,1-186. Gott schließt einen Bund
13.02.2. Mose 32,1-357. Das goldene Kalb

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in fünf Lektionen um Geschichten von Ester:

Lektion 5: Ester 1,1-2,18 Ester wird Königin

Lektion 6: Ester 2,19-23 Lebensretter

Lektion 7: Ester 3,1-15 Ein böser Plan

Lektion 8: Ester 4,1-5,17 Eine mutige Entscheidung

Lektion 9: Ester 6-9 Gott macht’s gut

Zusatz: Das Purimfest feiern – Gott schenkt Rettung und Sieg

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Mit Gott ist man Situationen, die Angst machen, nicht hilflos ausgeliefert. Er schenkt Mut und Kraft. Siege dürfen auch ausgelassen gefeiert werden.

Checker

An allem, was wir sind, tun und erleben, ist Gott beteiligt. Er ist da in der Not, aber auch beim Feiern.

Der Text an sich

Kapitel 3-5

Lange konnten die Israeliten relativ gut in der Verbannung in Persien leben. Bis ein Mann namens Haman ins Spiel kommt. Aus gekränkter Eitelkeit heraus beschließt dieser Haman, ein ganzes Volk zu vernichten. (3,1-6) Mit einer großen Geldsumme besticht er den König. Der gibt ihm seinen Siegelring. So kann er in des Königs Namen ein Rundschreiben verfassen, dass alle Juden im gesamten Herrschaftsbereich Persiens, also ALLE Juden vernichtet werden sollten. Da er diesen Brief mit des Königs Ring versiegelt hat, kann dieser Befehl niemals widerrufen werden. (8,8)

Um herauszufinden, wann dieser Tag der totalen Vernichtung sein soll, wird das „Pur“, also das „Los“ geworfen. Dieses Los fällt auf den 13.12. (Dieser 12. Monat im jüdischen Kalender heißt Adar). Das liegt in unserem Kalender um Februar/März.

Kapitel 6

Ab Kapitel 6 beginnt sich das Blatt zu wenden. In seinem Hochmut bemerkt Haman nicht, dass sich die Stimmung des Königs gegen ihn wendet, sein Privatfeind Mordechai aber zu Ehren kommt. Für Haman muss das eine sehr große Demütigung gewesen sein.

Kapitel 7

In seinem Gespräch mit dem König in 3,8f durchschaut dieser die Pläne des Haman nicht. Als Xerxes in 7,7ff versteht, wen Haman gemeint hat, ist er sehr zornig darüber. Er nimmt erst da wahr, zu was ihn Haman überredet hat. In seinem Zorn deutet er noch dazu eine Situation falsch (Vers 8). Daraufhin wird Haman an dem Galgen erhängt, den der zuvor für Mordechai aufrichten ließ.

Kapitel 8

Mit dem Tod des Haman ist die Gefahr für die Juden jedoch noch nicht gebannt. Deshalb bittet Ester den König darum, den Befehl zur Vernichtung der Juden zu widerrufen. Das kann er jedoch nicht. (Vers 8) Er hat nur die Möglichkeit, den Juden zu erlauben, sich zu verteidigen. (Vers 11). Normalerweise war es ihnen nicht erlaubt, eine Waffe zu tragen. Erst recht nicht, diese gegen die Soldaten des Königs einzusetzen. Nun erhalten sie die Erlaubnis, sich gegen die angreifenden Feinde zu verteidigen, sie zu töten, sogar deren Frauen und Kinder, dazu dürfen sie noch deren Häuser plündern.

Diese Nachricht sorgt für helle Freude bei den Bewohnern von Susa, besonders aber bei den Juden im ganzen Reich. Aus Angst vor diesen nun so mächtig gewordenen Juden geben sich viele als Juden aus, um nicht als ihre Feinde dazustehen.

Kapitel 9

An dem durch das „Pur“ festgelegten Tag (3,7) gelingt es den bewaffneten Juden, ihre Feinde zu überwinden. Sie töten zwar die Angreifer, töten aber keine Frauen und Kinder. Das wird auf jeden Fall nicht erwähnt. Auch plündern sie nicht. Am 13. Adar war die große Verteidigungsschlacht. Am 14. Adar ruhen alle aus. In der Festung Susa kehrt jedoch erst am 15. Ruhe ein. Deshalb erklärt Mordechai beide Tage, den 14. und den 15. Adar zum nationalen Feiertag. Dieses Fest wird bis heute gefeiert.

Nach unserem Kalender begann das Purimfest 2022 am Abend vor dem 16. März und endete am Abend vor dem 17. März. Traditionell ist es ein fröhlicher Tag. Er wird auch „die jüdische Fasnacht“ genannt. Es gibt einen fröhlichen Gottesdienst, ein Festessen mit traditionellen Speisen, man beschenkt sich gegenseitig und vergisst auch die Armen nicht.

„Purim ist ein fröhliches Fest, an dem die Erhaltung des Lebens im Mittelpunkt steht. Aus Freude darüber, dass das Volk Israel damals gerettet wurde, ziehen die Menschen in Kostümen durch die Straßen, veranstalten festlich-bunte Umzüge. Bei aller Freude soll man aber die Armen nicht vergessen. Deshalb soll jeder mindestens zwei bedürftige Menschen an diesem Tag unterstützen. Denn wirkliche Freude kann nur entstehen, wenn man auch die anderen nicht vergisst.“ (https://www.hanisauland.de/node/1224)

Der Text für mich

Obwohl im gesamten Buch Ester Gott kein einziges Mal erwähnt wird, ist Gott doch in und mit allem verwoben. Es gibt keine Geschichte ohne Gott. Die Ereignisse um und mit Ester ist eine Geschichte darüber, wie Gott sein Volk rettet, vom Untergang, vor der Ausrottung, einem Pogrom, einem Genozid bewahrt. Die Geschichte Gottes mit seinem Volk ist eine ganz besondere. Das Zitat aus Sacharia 2,12: „Denn so spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an“, bekommt hier seine Bestätigung. Gott selbst straft sein Volk so wie er es richtig findet. Dazu setzt er auch Völker wie damals die Perser ein. Aber wehe dem, der sich eigenmächtig an Gottes Volk vergreift. Das sollte jedem Volk der Erde, jedem Antisemiten oder auch Christenverfolger bis heute zu denken geben. Interessant ist auch die Feststellung, dass die Juden nicht selbst angreifen, sondern sich verteidigen. Auch schöpfen sie die Befugnisse des Königs nicht aus, töten weder Frauen und Kinder der Feinde, noch vergreifen sie sich an deren Besitz.

Der Text für dich

Starter

Kinder feiern gerne Feste. Die besondere Atmosphäre an solchen Tagen und die Aussicht auf Besuch, Geschenke oder Verkleidung sorgen oft schon im Voraus für Aufregung und Vorfreude. Am Ende der Geschichte des Esther-Buches wird das „Purimfest“ eingesetzt. Es ist ein fröhliches Fest. (9,17) Es ist ein Fest, in dem damals wie heute klar wird, wie aus Trauer Freude und aus Klagen Festtage werden. (9,22) Die Rituale und der Ablauf des Festes bieten einen guten Anknüpfungspunkt, um mit den Kindern die Geschichte nachzuerleben.

Außerdem zeigt diese Geschichte mit Haman einen Menschen, der hochmütig geworden ist und sich in seiner Selbstsucht auf Augenhöhe mit dem König stellt. Nur uns selber im Blick zu haben macht blind und verletzt andere. Sicher haben schon einige Kinder erlebt, wie es sein kann, wenn andere keine Rücksicht auf sie nehmen und nur sich selbst im Blick haben. Dagegen können Mordechai und Ester zu Vorbildern für die Kinder werden, die aus selbstloser Liebe zu ihrem Volk handeln.

Checker

Diese Geschichte könnte auch in einem Disney-Abenteuerbuch stehen: Ein schönes Mädchen wird Königin und dann Retterin für ihr ganzes Volk. Die Kinder können sich diese Geschichte sicher gut vorstellen. Allerdings handelt es sich hier nicht um ein Märchen, sondern das Leben mit Gott und sein Handeln spielt in wirklichen Geschichten des Lebens. Er lässt Dinge, die ihm widerstreben, scheitern und das, was in seinem Sinn ist, gelingen. Auch ohne spezielle Erwähnung seines Namens ist Gott der Regisseur der Geschichte.

Haman ist ein Beispiel für Menschen, die sich selbst für die Klügsten halten und Macht für sich und ihre Gelüste und Träume einsetzen und ausnützen. Mordechai und Ester stellen Menschen dar, die sich und ihr Leben für das Gute anderer einsetzen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Aufgaben werden verteilt und ausgeführt:

Tischdecken für das Festessen.

Stühle stellen für den „Gottesdienst“.

Essensvorbereitung für das Festessen.

Einüben des Wechselgesanges. (siehe Verkündigung)

Einige Kinder lesen sich ihren Part für die „Büttenrede“ durch.

Alle verkleiden sich, ggf. mit den Faschingskostümen vom vergangenen Karneval, mit bunten Tüchern usw.

Idee 2

Ein Video wird in Ausschnitten eingespielt, um die Gruppe auf das Purimfest einzustimmen.

https://www.youtube.com/watch?v=q8xMEbdaB-g oder https://www.youtube.com/watch?v=v53LOCBzqaE

Verkündigung

Verkündigungsart: Lesung auf der Bühne

Bei jedem Gottesdienst anlässlich des Purimfestes wird jedes Jahr die gesamte Geschichte der Ester vorgelesen. Hier wird ein solcher Gottesdienst anlässlich des Purimfestes nachempfunden. Dabei kommen auch die Lieder aus den (T)EXTRAS zum Einsatz.

Sechs Kinder stehen auf der Bühne, ergreifen jeweils das Mikrofon und lesen ihren Teil der „Büttenrede“. Beim Namen „Haman“ wird mit Ratschen, Rasseln, Tuten oder Sonstigem Lärm gemacht.

Nach jedem Abschnitt wird der Refrain gesungen:

Holladihi Holladiho, … (https://www.youtube.com/watch?v=N1dVwrm1Uyk)

Rede:

1. Im Jahre 483 vor unserer Zeitrechnung lud der König Xerxes von Persien seine hohen Beamten und Diener, die Heerführer und Verwalter seines riesigen Reiches zu einem Festessen ein. 180 Tage lang feierten sie ausgelassen.

Gesang: Holladihi Holladiho

2. Dann gab Xerxes auch noch ein Fest für die Bewohner der Festung Susa. Als sie schon eine Woche lang gefeiert hatten, wollte er ihnen seine schöne Frau Waschti vorführen. Aber die wollte nicht. Das war völlig unmöglich, absolut nicht erlaubt. Der König Xerxes war stocksauer. Er hatte noch dazu Angst, dass er von allen Männern ausgelacht werden würde, weil seine Frau ihm nicht gehorchte. Deshalb schickte er sie fort, weg aus dem Palast.

Gesang: Holladihi, Holladiho

3. Jetzt brauchte der König aber eine neue Frau. Er ließ die schönsten jungen Frauen in seinen Palast holen. Ein Mann mit Namen Mordechai hörte davon. Der war übrigens ein Jude. Einer von dem Volk, das vor vielen Jahren als Kriegsgefangene aus Israel weggeführt und nach Persien gebracht worden waren. Sie hatten sich ganz gut eingelebt und lebten in Frieden im Land. Dieser Mordechai hatte eine junge Cousine, die Ester hieß. Er brachte sie in den Königspalast. Dort bekamen alle das beste Essen, wurden gepflegt, damit sie wunderschön aussehen. Nach und nach mussten alle Frauen vor dem König erscheinen. Und am Ende entschied sich der König für Ester. So wurde Ester die neue Königin.

Gesang: Holladihi, Holladiho

4. Da war aber auch ein Mann, der hieß Haman. Er war ein hoher Beamter des Königs. Der König hatte befohlen, dass sich alle vor ihm niederwerfen müssen. Darauf war Haman auch sehr stolz. Aber der Jude Mordechai kniete sich nicht vor Haman nieder. Das ärgerte den so dermaßen, dass er auf Rache schwor. Seine Wut über Mordechai war grenzenlos. Er wollte nicht nur Mordechai, sondern alle Juden vernichten. Listig brachte er den König dazu, dass der ihm erlaubte, alle zu töten, die nicht die Gesetze einhielten. Der König dachte sich nichts Böses dabei und übergab Haman den Siegelring, mit dem diese Vollmacht beglaubigt wurde.

Gesang: Holladihi, Holladiho

5. Haman warf nun ein Los, das „Pur“. Damit legte er den Tag fest, an dem die große Judenvernichtung sein sollte. Dann schickte er einen Brief ins Land, den er mit dem Siegel des Königs versehen hatte. Darin stand, dass an dem festgelegten Tag alle Juden ausgerottet werden sollten und alles, was sie besaßen, geplündert werden durfte.

Gesang: Holladihi, Holladiho

6. Aber als Mordechai davon erfuhr, überredete er Ester, mit ihrem Mann, dem König zu reden. Das war aber nicht so einfach. Wer einfach so ohne Erlaubnis zu König ging, konnte sogar getötet werden. Aber Ester setzte alles auf eine Karte. Sie wusste, dass sie es wagen musste, wenn ihr Volk der Juden eine Überlebenschance haben sollte. Deshalb trat sie vor den König und er war ihr gnädig und hörte ihr zu. Sie lud ihn und Haman zu einem schönen Essen ein. Der eingebildete Haman war stolz. Aber als er hörte, was dann kam, verging ihm der Spaß. Ester sagte dem König nämlich, dass Haman alle Juden töten lassen wollte. Jetzt erkannte der König, dass er von Haman überlistet worden war und ließ ihn hinrichten.

Gesang: Holladihi, Holladiho

7. Aber was half das den Juden? Der Befehl zu ihrer Vernichtung war gegeben. Und was mit dem königlichen Siegel versehen war, durfte nicht geändert werden. Also gab der König den Juden die Erlaubnis, dass sie Waffen tragen, sich wehren und verteidigen durften. Das durften Kriegsgefangene eigentlich niemals. Aber jetzt erlaubte es der König ausdrücklich. Und als dann der große Tag der geplanten Vernichtung kam, waren die Juden so stark und die Feinde so verängstigt, dass die Juden den Sieg davontrugen. Aus lauter Freude darüber setzten Mordechai und Ester einen nationalen Feiertag ein. Das Purimfest. Alle Juden sollte ab sofort jedes Jahr feiern, dass aus dem Klagen Freude geworden ist und aus Not und Leid ein Fest.Und dies feiern die Juden bis auf den heutigen Tag.

Gesang: Holladihi, Holladiho

Die andere Idee:

Die Kinder tragen zusammen, was sie aus den vergangenen Lektionen von der Geschichte von Xerxes, Mordechai, Ester und Haman noch wissen.

Das Ende der Geschichte wird nun erzählt:

„Am nächsten Tag beim Abendessen betrachtete der König voller Glück und Freude seine schöne Königin. ‚Ich möchte dir einen Wunsch erfüllen‘, sagte er zu ihr, ‚egal, was es ist. Du brauchst es nur zu sagen.‘ ‚Ich und mein ganzes Volk sollen getötet werden‘, antwortete Ester. ‚Ich bitte um mein Leben und das meines Volkes!‘

Der König wurde blass. ‚Wer will euch denn töten lassen?‘ fragte er. ,Haman‘, antwortete sie. ‚Er hat einen Galgen errichten lassen, an dem er Mordechai erhängen will‘, fügte einer der Diener hinzu. ‚Dann hängt ihn selbst an seinen Galgen!‘ befahl der König. Und genau das geschah. In jener Nacht hatte Ester das Leben ihres ganzen Volkes gerettet.“

(Erzählung zitiert aus Taylor, Kenneth N.: Die kleine Kinderbibel, 2003)

Der Text gelebt

Gespräch

Dieses Purimfest wird bei den Juden in der ganzen Welt gefeiert. Es ist ein fröhliches, ausgelassenes Fest mit viel Musik, gutem Essen und viel zu trinken.

Impuls: Versetzt euch in die Lage heutiger Juden. Welche Gedanken kommen ihnen wohl heute am Purimfest?

Das Fest soll daran erinnern, wie das Volk Israel vom totalen Untergang bewahrt wurde. Noch so böse Menschen, die meinen, durch ganz besonders schlaue und hinterhältige Pläne das Volk Gottes ausrotten zu können, scheitern. Und das bis heute! Das Volk Israel besteht heute noch. (siehe dazu die Ausführungen unter „Der Text für mich“) Lies Sacharia 2,12b:

Gott sagt zu euch: „Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.“

Impuls: Feiern ohne den Gastgeber zu beachten. Der Grund und der Ausrichter des Festes werden vergessen. (Siehe Psalm 103,1) Allzu oft bleibt im Brauchtum nur noch das ausgelassene Feiern übrig. Der Anlass, das Negative, das Fasten und Klagen wird vergessen, ausgelassen, verdrängt.

Impuls: Gott unterstützt die, die in seinem Namen handeln.

Er lässt manche angstvolle Situationen zu. Aber er gibt Mut und Kraft, da hindurchzukommen. Schenkt manchmal auch überraschende Hilfe, gibt Klugheit, Weisheit, …

Wer sich für Gottes Sache einsetzt, kann auch fest auf seine Hilfe bauen. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, wie oft man ihn erwähnt, wie oft man über ihn redet. Wir sind mit ihm verwoben, unser ganzes Dasein ist mit ihm verknüpft. Er umgibt uns, ist in uns und wir in ihm.  

Merkvers

„Ich sage dir noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!“ Josua 1,9 (Gute Nachricht)

Dieser Vers aus der Bibel wird im Lied „Sei mutig und stark“ von Mike Müllerbauer aufgegriffen. Der Refrain dieses Liedes kann mit ausdrucksstarken Bewegungen gesungen werden.

Gebet

Danke, Vater im Himmel, dass wir dir wichtig sind und du uns als deine Kinder behütest wie deinen Augapfel. Danke, dass du in unserem Leben immer dabei bist. Was wir tun, was wir erleben, du bist immer mit in das Geschehen verwoben. Mit dir dürfen wir Siege feiern, weil du die Kraft, den Mut dazu gegeben hast und die Geschichte gelenkt hast. Danke, dass wir fröhlich sein dürfen und du dich mit uns freust. Wir wollen dir unsere Dankbarkeit zeigen, indem wir für dich tanzen. Wir wollen dir unsere Freude zeigen, indem wir das leckere Essen genießen …

(Die Gruppe fügt selbst Dinge an, in denen die Gegenwart Gottes bejubelt wird.)

Kreatives

Backen von Hamantaschen:

Hamantaschen sind ein Gebäck aus der jüdischen Küche. Dort wird es speziell zum Purimfest zubereitet und serviert. Traditionell werden die dreieckigen Taschen aus Hefeteig mit Pflaumenmus und Mohn gefüllt. Sie können aber auch aus Blätterteig oder Mürbeteig hergestellt werden. Hier ein Rezept für einen speziellen Teig:

  • 500g    Dinkelmehl mit
  • 1Tl       Vanillezucker und
  • 2 TL     Backpulver gut mischen.
  • 100g    Zucker,
  • 100g    Honig und
  • 50g      Butter mit einem Handrührgerät schaumig rühren.

Diese Masse und das Mehlgemisch und

  • 2          Eigelbe mit dem Knethaken gut unterkneten.
  • Diesen Teig für ca. 1 Stunde kühl stellen.
  • Den Teig nun auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen, mit einer Ausstechform oder einem großen Glas runde Formen ausstechen.
  • Die Teigkreise mit
  • Ca. 10 EL         Pflaumenmus bestreichen.

Nun werden 3 Seiten der Kreise nach innen geklappt, dass ein Dreieck entsteht. Aufpassen: die Dreiecke gut zusammendrücken. Sonst läuft die Marmelade beim Backen raus.

Die Dreiecke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180 Grad backen.

Diese Hamantaschen schmecken am besten lauwarm, schmecken aber auch kalt.

Spielerisches

Der Raum wird in eine Art Festzelt verwandelt.

Musik zum Tanzen wird eingespielt. Das Licht gedimmt. Bunte Strahler geben eine festliche Atmosphäre. Hamantaschen, anderes Gebäck und Getränke werden bereitgestellt.

Dazwischen darf immer wieder mal ein Kind das Mikrofon ergreifen und einen guten Witz oder eine witzige Geschichte erzählen. Ab und zu wird eine einfache Polonaise gestartet.

(T)Extras

Lieder

Halleluja! Gott ist allmächtig (Gertrud Schmalenbach, Hella Heizmann)

Groß ist unser Gott, Herr der Ewigkeit (Lothar Kosse)

Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer, Ralf Conrad)

Nur deine Liebe, Herr (William R. Batstone; Fabian Vogt)

Halleluja, der Herr regiert (Terry Butler; Stephanie Heinen und Marcus Ehrich)

Aktionen

Anlässlich des Purimfestes soll jeder Jude zwei „Bedürftige“ beschenken. Im Vorfeld werden Menschen aus der Gemeinde oder auch darüber hinaus aufgelistet, Namen gezogen, denen soll ein kleines „Wichtelgeschenk“ mit freundlichem Segensgruß in den Briefkasten geworfen werden. (Geschenksäckchen basteln, einzelne selbst gebackene Plätzchen hineinlegen)

Kreatives

Nunts backen

Nunt ist eine Süßigkeit aus der jüdischen Küche. Sie wird besonders am Purimfest gebacken, bei der es Sitte ist, Nachbarn mit selbst gebackenen Plätzchen zu beschenken. Eigentlich ist es eine Süßigkeit, die aus Waldhonig, Zucker und Walnüssen gekocht wird.

Mangels Originalrezept probieren wir eine andere süße Nascherei:

Nutella Plätzchen:

  • 180g Nutella (oder andere Nuss-Nougat-Creme), 1 Ei, 150g Mehl, 1TL Backpulver in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Mit Teelöffeln oder mit den Händen aus dem Teig Kugeln in Walnussgröße formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 8-10 Minuten backen. Nicht länger! Sonst werden die Plätzchen hart.
  • Die ausgekühlten Plätzchen mit Zuckerdeko gestalten oder mit Puderzucker bestreuen.

Geschenksäckchen

Aus bunten Servietten Kreise schneiden (4 Kreise aus 1 Serviette)

Die Nunts in die Mitte legen,

den Serviettenkreis oben zusammenfassen, mit Geschenkband zusammenbinden

Ein Nachtgeländespiel für „Krachmacher“ und „Hellhörige“

Geplant und durchgeführt wurde das folgende Nachtgeländespiel für ein Gruppenwochenende für Mädchen und Jungen im Alter von 7-17 Jahren mit ca. 60 Teilnehmenden.
Dem Spiel liegt die Idee der Zusammenarbeit bzw. des Zusammenspiels von Kindern und Jugendlichen zugrunde. D. h. die Älteren bekamen die Aufgabe, Verantwortung für die Jüngeren zu übernehmen. Dies hat auch sehr gut funktioniert. Das Nachtgeländespiel wurde zum Highlight des ganzen Wochenendes.
Natürlich kann das Nachtgeländespiel auch mit einer kleineren Teilnehmerzahl bzw. an einem Gruppenabend durchgeführt werden. Dann müssen nur die Anzahl der Gruppen, der Mit-arbeitenden sowie die Größe des Waldgebiets verkleinert werden. Empfehlenswert ist es, externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Geräuscherzeugung anzufragen.

Spielablauf

Begonnen wird bei Einsetzen der Dämmerung. Am gemeinsamen Treffpunkt werden als erstes die
Gruppen eingeteilt. Bei ca. 60 Spielenden werden 8-10 Teams („Hellhörige“) – gemischten Alters – gebildet. Es sollten mindestens 2 ältere Jugendliche dabei sein, die sich für die anderen verant-wortlich fühlen.
Dann wird der Spielablauf erklärt. Wenn alle Regeln verstanden wurden, beginnt das Gelände-spiel mit einer erfundenen Geschichte, die damit endet, dass die Spielenden helfen müssen, die Zutaten für einen Zauberpunsch zu finden. Während der Einführung verteilen sich 9 Mit-arbeitende („Krachmacher“) in einem begrenzten Waldgebiet. Alle Mitarbeitenden haben zum einen einen Gegenstand dabei, mit dem ein Geräusch erzeugt werden kann und zum anderen Kärtchen (pro Spielgruppe ein Kärtchen), die den Weg zum nächsten Fundort der Zutaten des Punsches weisen. Ziel des Nachtgeländespiels ist es, dass die einzelnen Teams durch die Ge-räusche den Weg zu den Mitarbeitenden finden und somit so viel wie möglich Hinweiskärtchen sammeln. Die „Krachmacher“ stehen hinter Büschen und Bäumen und geben alle 2-3 Minuten in einem vorgegebenen und wiedererkennbaren Rhythmus ihre Geräusche ab. Für das Suchen im Wald reichen 45 Minuten aus. Zum Spielende treffen sich alle Beteiligten an einem vorher vereinbarten Punkt. Nun muss nachgeprüft werden, ob „Hellhörige“ und „Krachmacher“ wieder vollständig sind.
Mit Hilfe der gesammelten Hinweiskärtchen beginnt nun die gemeinsame Suche nach den Zutaten des Zauberpunsches. Dieser wird nun gebraut und gekostet.

Zutaten für Punsch:

  • Apfelsaft
  • Orangensaft
  • Multivitaminsaft
  • Zucker
  • Früchteteebeutel
  • Glühfix
Click to access the login or register cheese
Wähle dein Team!

Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.

Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.

Wechsel zu deinem Konto