Aufbruch (KON 01.2020)

KON 01.2020 hat das Thema Aufbruch. Aufbrechen – das ist spannend, aufregend, manchmal auch schmerzlich. Es macht neugierig, nervös oder traurig – je nachdem, was man hinter sich lässt und was vor einem liegt. Menschen sind sehr unterschiedlich gestrickt, was das Aufbrechen angeht: Manchen fällt es eher schwer, sich zu verabschieden und auf einen neuen Weg zu begeben, andere stehen eigentlich permanent in den Startlöchern und können es gar nicht erwarten, endlich wieder aufzubrechen.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Einige Worte vorweg

In der Dreieinigkeit verbirgt sich das Wort „DREI“. Drei ist eine Zahl, die jeder kennt. Schon kleine Kinder können bis drei zählen. Deshalb sollte es auch für die Kinder nicht schwer sein, folgende Spiele zu bewältigen. Denn es geht immer um die „3“. Ganz konkret könnt ihr eine Koch- oder Einkaufs-Jungschar zum Thema „3“ gestalten.

Was im Vorfeld zu beachten ist

Da mehrere Kleingruppen gegeneinander antreten, ist Folgendes zu beachten:
Die Bedingungen sollten für alle Gruppen gleich sein. Daher vor Ort nachschauen, wie viele Gruppen im Gemeindehaus gleichzeitig kochen/backen können. Evtl. werden pro Gruppe materielle Alternativen benötigt
(z. B. tragbare Herdplatten, Töpfe, Geschirr).

Die Gruppengrößen sollten so gewählt sein, dass alle Kinder beschäftigt sind. Evtl. gibt es noch weitere Aufgaben, wie z. B. den Tisch kreativ zu decken. Dann werden neben den Lebensmitteln zusätzliche Materialien benötigt. Allerdings nur mit drei der im Material angegebenen Gegenstände außer Scheren und Klebstoff.

Kochjungschar mit 3 Zutaten

Die Kinder in gleich große Gruppen einteilen. Jede Gruppe erhält von den Mitarbeitenden drei Zutaten, wobei Gewürze, sowie Essig und Öl nicht dazuzählen. Anschließend bekommt jede Gruppe ein passendes Rezept. Und schon kann gestartet werden. Die Aufgabe besteht darin, so schnell wie möglich mit den Zutaten das Rezept zu kochen und abzuschmecken. Gewertet werden die Zeit bis zur Fertigstellung und der Geschmack.
Es ist auch möglich, verschiedene Gerichte vorzubereiten, dabei kocht jede Gruppe einen Gang. So kann ein „Menü“ entstehen.

Rezepte mit drei Zutaten

Obstsalat

Drei Obstsorten (z. B. Äpfel, Bananen, Orangen) klein schneiden. Saft aus einer halben Zitrone pressen. Bananen und Äpfel in die Schüssel geben und mit Zitronensaft und Zucker beträufeln. Orangenstücke zugeben, alles zu einem Salat vermischen. Fertig! Zitronensaft und Zucker sind Gewürze und zählen somit nicht zu den drei Zutaten.

Zutaten: Pro Gruppe drei Obstsorten, eine halbe Zitrone, Schüssel, Schneidbretter, Messer, 1 Esslöffel Zucker, Zitronenpresse

Bananen-Ei-Pancakes

Für dieses Rezept werden zwei reife Bananen geschält und klein geschnitten. Zusammen mit vier Eiern gibt man die Bananenstücke in eine Schüssel und püriert alles mit dem Pürierstab. Danach in einer Pfanne 2 Esslöffel Öl erhitzen und den Teig für die Pancakes in der Pfanne backen, einmal wenden, bis sie auf beiden Seiten leicht gebräunt sind. Herausnehmen und zum Schluss mit Nutella oder Marmelade bestreichen.

Zutaten: Pro Gruppe: vier Eier, zwei reife Bananen, Marmelade oder Nutella, Schüssel, Pürierstab, Brat-Öl und Pfanne

Würstchen im Schlafrock

Hierzu wird eine Packung Fertig-Blätterteig benötigt, sechs Würstchen und sechs Scheiben Cheddarkäse. Als erstes wird der Blätterteig in sechs Quadrate geschnitten. Auf jedes Quadrat eine Scheibe Käse und ein Würstchen legen und anschließend rollen. Die Blätterteig-Röllchen werden auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gelegt und bei 220°C (Ober- /Unterhitze) ca. 15 Minuten gebacken.

Variante: Anstatt Käse kann man auch Frischkäse nehmen. Dann pro Gruppe ein Päckchen Frischkäse kaufen. Dafür die Blätterteig-Quadrate mit Frischkäse bestreichen und dann die Würstchen drauflegen. Rollen, backen, fertig!

Bananen-Waffeln

Die Banane schälen und mit einer Gabel in der Schüssel zerdrücken. Dann Eier und Mehl dazugeben und alles zu einem Teig verrühren. Sobald das Waffeleisen heiß ist, wird es mit etwas Margarine eingestrichen. Danach mit einem Schöpflöffel den Teig im Waffeleisen verteilen, sodass etwas Rand frei bleibt und die Waffeln ausbacken. Dieses Rezept ergibt, je nach Größe der Banane und Eier, 2-4 Waffeln.

Zutaten: Pro Gruppe eine Banane, zwei Eier, drei Esslöffel Mehl, Rührgerät, Gabel, Schöpflöffel, Waffeleisen, Backpinsel und etwas Margarine.

Man kann die Zutaten für die Gruppen erhöhen, damit es am Ende mehr Waffeln ergibt. Das muss dann in der Gruppe entsprechend angepasst werden.

Wer weitere Rezepte mit drei Zutaten sucht, ist im Internet an der richtigen Adresse. Zum Beispiel Spaghetti kochen mit entsprechender Tomatensoße.

Einkaufsjungschar für „3 Euro“

Die Kinder werden in Gruppen aufgeteilt (3 bis 4 Personen). Jede Gruppe erhält 3 Euro und einen Auftrag (z. B. „kauft 3 Bananen und 2 Orangen“). Gewonnen hat die Gruppe, die die Aufgabe am Schnellsten erfüllt. Wenn jede Gruppe einen anderen Auftrag (andere Zutaten) erfüllt, könnt ihr aus den Zutaten eine Kochjungschar mit 3 Euro veranstalten.

Kochen mit „3 Euro“

Die Gruppen bekommen je 3 Euro und kaufen damit ein, was sie anschließend kochen. Um ihnen zu erleichtern, was sie einkaufen sollen, liegen Rezepte aus (z. B. Rezepte mit 3 Zutaten), von denen sie sich eines pro Gruppe aussuchen können. Die Gruppen sprechen sich untereinander ab, wer welche Zutaten besorgt, da die 3 Euro sonst ein zu knappes Budget sein könnten. Z. B. besorgt eine Gruppe Eier, die andere Gruppe kauft Mehl. So kann man sich gegenseitig mit Zutaten später helfen.

Alternativ könnt ihr euch als Mitarbeiterteam im Vorhinein ein Menü für alle überlegen. Die Gruppen sprechen sich wieder ab, wer was besorgt. Bei der Umsetzung des Rezepts bereitet jede Gruppe einen Teil des Menüs zu, z. B. eine Gruppe die Vorspeise, eine die Hauptspeise, eine den Nachtisch. Denkt daran, dass man zum Einkaufen und Kochen entsprechend Zeit benötigt. Vielleicht wird in einer Gruppenstunde eingekauft, in der anderen gekocht. Dann bitte auf die Haltbarkeit und Kühlmöglichkeit der Lebensmittel achten.

Das wusste schon Jesus, der gern beim Essen mit den Menschen ins Gespräch kam. Ob er nun 4000 oder 5000 Menschen satt machte, mit Zöllnern und anderen »Sündern« aß oder mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feierte – Essen war für ihn eine sehr wichtige Sache. Essen und Trinken in Gemeinschaft regt zum Gespräch an, es schafft Verbindungen, es führt zum Austausch.

Und so, wie es für Staatenlenker, Manager, Dorfgemeinschaften oder Familien dazugehört, gemeinsam zu essen, so gilt es auch, wenn wir mit Kindern und Jugendlichen auf dem Weg sind.

Wer kennt das nicht: Kaum sitzt man im Bus oder Auto, werden die »Fresspakete« untersucht. Das war schon früher auf unseren Klassenfahrten so und daran hat sich nicht viel geändert. Ob es irgendwie ein Überbleibsel aus der Zeit ist, als man zu Fuß unterwegs war und bei Kräften bleiben musste? Ich weiß es nicht, und im Endeffekt ist es auch egal.

Gute Lunchpakete

Was mir aber nicht egal ist, das ist die Zusammensetzung der Lunchpakete. Gerade wenn wir mit Kindern oder Jugendlichen unterwegs sind, gilt: Es sollte nach Möglichkeit aufgegessen werden, mit der Wegwerfmentalität wollen wir gar nicht erst anfangen. Dazu muss es aber erstens schmecken, zweitens schadet es auch nicht, wenn es nett aussieht, und nicht zuletzt sollte es gesund und abwechslungsreich, dabei aber nicht zu »schwer« sein.

Wenn wir Freizeiten planen, geben wir schon beim Vortreffen den Eltern als »Hausaufgabe« mit, ihren Kindern Brotdose und Trinkflasche mitzugeben, damit wir nicht mit Einwegbehältern arbeiten müssen. Bei Tagesausflügen gibt es dann morgens die Möglichkeit, dass sich jedes Kind Wurst- oder Käsebrote fertigmachen kann, dazu bekommt jeder etwas Obst oder Gemüse. Äpfel, im Ganzen eher Ladenhüter, werden zum Selbstläufer, wenn sie bereits in bequeme Spalten geschnitten sind. Damit die Farbe appetitlich bleibt, schneide ich die Spalten in eine Schüssel mit Wasser und Zitronensaft. Als Ausgleich für die eher gesunden Anteile gibt es eine Süßigkeit (z. B. Müsliriegel).

Als Getränke bieten wir Apfelschorle oder Wasser an – entweder als Sprudelwasser oder still in Form von »infused Water« mit Minze oder Zitronenspalten drin.

Proviant »de Luxe«

Soweit das rein Praktische, wenn es zwischen Frühstück und Start eines Ausfluges schnell gehen muss. Mir persönlich macht es allerdings viel mehr Spaß, wenn ich für meine Schützlinge etwas Schönes zaubern kann. Der Höhepunkt ist es für mich, wenn ich ein Picknick vorbereiten darf. Das beginnt bei einfachen Klassikern: 

Hart gekochte (frische!) Eier lassen sich gut vorbereiten und werden immer wieder gern verputzt. Laugenstangen oder -brezeln gehören ebenso zu den schlichten, aber beliebten Leckereien. 

Gerne biete ich auch Nudelsalat (aber die italienische Variante ohne Mayonnaise), leckeres Birchermüsli und dazu unterschiedliche Toppings wie Rosinen, Nüsse und Obst in Stückchen an. Gemüsesticks, Käsewürfel mit Weintrauben oder Miniwürstchen sind unkompliziertes Fingerfood. Wraps, in dickere Scheiben geschnitten und mit Zahnstochern zusammengehalten, sind sehr vielfältig zu füllen. Und natürlich darf auch eine Auswahl an Brot oder Brötchen nicht fehlen: Stangenbrot wird einfach abgebrochen, Minibrötchen erlauben es, auch verschiedene Sorten zu probieren. 

Ein leckerer Nachtisch zum Abschluss kommt immer gut an, bei Jung und Alt, bei Mädels und Jungs. Obstsalat oder Joghurtcreme kann man sehr gut in fest schließende Marmeladengläser portionieren, damit niemand zu kurz kommt. 

Wenn ihr auf der Suche nach Rezepten seid, werdet ihr im Internet bei den einschlägigen Kochportalen fündig. Da findet ihr für jeden Geschmack und jede Gelegenheit das Passende. Ganz zum Schluss noch ein Tipp: Auch bei den jungen Leuten isst das Auge mit!

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