Begegnungen und Gleichnisse im Lukasevangelium

Diese Themenreihe enthält Gruppenstunden zu Texten aus dem Lukasevangelium. Dazu gehören 5 Einheiten zu Geschichten in denen Jesus Menschen begegnet. Außerdem sind noch 6 Bausteine zu Gleichnissen enthalten. Die Texte stammen aus JUMAT 2/18 und 3/18.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Jesus setzt sich für mich noch viel mehr ein, als der Samariter für den Verletzten. Er gibt sein Leben hin und rettet mich.

Checker

Jesus beauftragt mich, anderen Menschen zu helfen. Weil er mich liebt, kann ich Gott lieben und anderen Menschen helfen.

Der Text an sich

Der Text besteht aus einer Rahmenhandlung und einem Gleichnis. Das Gleichnis hat nur Lukas überliefert. In der Rahmenhandlung begegnen sich ein Schriftgelehrter und Jesus. Im Gleichnis geht es um einen jüdischen Reisenden. Er wird von Räubern zusammengeschlagen und ausgeraubt. Besonders anstößig für Juden war, dass Jesus den Mann aus Samarien als Vorbild hinstellt. Die Samariter wurden von den Juden verachtet, da sie ihrer Meinung nach nicht richtig glaubten.

Unser Text besteht aus mehreren Ebenen.

Ebene 1: Der Schriftgelehrte stellt Jesus auf die Probe (V.25-28). Er will Jesus mit seiner Frage herausfordern, etwas gegen das Gesetz zu sagen. Jesus durchschaut dieses Spiel. Deshalb antwortet er mit dem Gesetz (V.26.28). Der Gesetzeslehrer ist nicht bereit, die gute Nachricht zu hören, dass Gott uns durch Jesus rettet. Aus diesem Grund redet Jesus hier nicht davon. Für uns muss klar sein: Das Gesetz ist nicht der Weg zu Gott. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir eingestehen, dass wir weder Gott von ganzem Herzen lieben, noch unseren Mitmenschen.

Ebene 2: Der Schriftgelehrte will seine Frage rechtfertigen (V.29). Deshalb hakt er nach: „Wer ist denn mein Nächster?“ Dahinter steht unausgesprochen: „Es kann doch nicht jeder mein Mitmensch sein. Dann würde ich nie fertig werden, anderen Menschen zu helfen.“ Viele Fromme zur Zeit Jesu wollten Gottes Gebote abhaken können, damit sie sagen konnten: „Ich habe alles getan, was das Gesetz (Gott) verlangt. Jetzt habe ich das Recht, in den Himmel zu kommen.“ Der Schriftgelehrte möchte eine Eingrenzung von Jesus zum Thema Mitmensch.

Ebene 3: Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (V.30-35). Auf die Frage „Wer ist mein Mitmensch?“ antwortet Jesus mit dem Gleichnis. Es ist keine Antwort auf die Frage „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?“!

Ebene 4: Die Abschlussfrage von Jesus (V.36). Hier dreht Jesus den Spieß um. Indirekt sagt er: Frage nicht: „Wer ist mein Mitmensch?“, sondern: „Für wen bin ich ein Mitmensch?“

Ebene 5: Die Antwort des Schriftgelehrten und der Auftrag Jesu (V.37). Der Schriftgelehrte antwortet: „Der ihm geholfen hat.“ (Luther: „Der die Barmherzigkeit an ihm tat.“) Das ist der Knackpunkt: Jesus kritisiert am Verhalten der Pharisäer und Schriftgelehrten öfter, dass es bei ihnen an Liebe und Barmherzigkeit fehlt (Mt 23,23; 15,1-9). Jetzt beauftragt Jesus den Gelehrten: „Geh hin und mach es ebenso!“

Der Text für mich

Das Gesetz ist nicht der Weg zu Gott. Jesus ist der Weg zum Vater (Joh 14,6). Ich muss nicht das Gesetz erfüllen, um zu Gott zu kommen. Vielmehr ist Gott in Jesus zu mir gekommen, weil ich unter die Räuber Sünde, Tod und Teufel gefallen bin. Jesus hat für mich nicht nur etwas Zeit und Geld investiert. Jesus hat seine Unsterblichkeit und sein Gott-sein aufgegeben, ist Mensch geworden, um mir als Mensch zu begegnen. Am Kreuz hat er mit seinem Leben bezahlt, damit ich heil werde, Gott vertrauen und zu ihm kommen kann.

Weil ich durch Jesus heil werde, kann ich Gott und meine Mitmenschen lieben lernen. Ich bete, dass Gott mich mit seiner Liebe und seinem Erbarmen erfüllt, dass ich ihn liebe und ihm diene, indem ich anderen Menschen Gutes tue.

In der Gruppenstunde sind die Kinder meine Nächsten. Ich bitte Jesus um Weisheit und Liebe, dass ich auf die Kinder so eingehe, wie sie es brauchen. So können sie durch mein Zuhören, Reden und Handeln etwas von Gottes großer Liebe erfahren.

Der Text für dich

Starter

Kinder erleben immer öfter, dass sie mit ihren Problemen alleingelassen werden. Manche Eltern haben wenig Zeit oder nehmen sich keine Zeit für ihr Kind. In der Klasse oder Clique ist es gut, solange man obenauf und dabei ist. Geht es einem schlecht, kann mancher ganz schnell allein dastehen. Dann merkt das Kind, ob es wirkliche Freunde hat. – Jesus hat dich schon lange im Blick. Weil er dich lieb hat, ist er Mensch geworden. Damit du ein Freund von ihm werden kannst und in Gott den besten Vater im Himmel findest, hat Jesus sogar mit seinem Leben bezahlt. Er will dir helfen (durch sein Wort und Menschen). Ihm kannst du alle Sorgen und Nöte anvertrauen. Er will dich zu einem starken Helfer für andere machen.

Checker

Kinder aus christlichen Familien kennen das Gleichnis sicher. Deshalb ist für sie eine zweifache Ausrichtung ganz wichtig: 1. Jesus hat für dich bezahlt, damit du leben kannst. Die Kinder sollen ins Staunen kommen. Zuerst über den Samariter, der Zeit und Geld einsetzt, damit der Verletzte nicht sterben muss. Dann soll sich das Staunen aber noch steigern, weil Jesus sogar mit seinem Leben bezahlt hat, damit wir zu Gott kommen und mit ihm leben können. 2. Es ist nicht nur wichtig, dass du viel von Jesus weißt. Er hat dich befreit und beauftragt, dass du Gott lieben und ein Mitmensch für andere sein kannst. Die Kinder tragen Beispiele zusammen, wo sie in ihrer Situation ein Mitmensch sein können. Sie bitten Gott um Kraft, dass sie die Ideen auch umsetzen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Anspiel oder Pantomime

Der Leiter teilt die Kinder in kleine Gruppen ein. Jede Gruppe überlegt sich eine Situation, in der jemand Hilfe braucht. Sie stellt diese Situation als kleines Anspiel oder als Pantomime dar. Anschließend spielt jede Gruppe ihre Situation vor. Kurzes Gespräch: Wer hat Hilfe gebraucht? Warum? Wie wurde ihm geholfen oder: Wie könnte man hier helfen?

Idee 2: Erarbeitung mit einem Bild

Den Kindern wird ein Bild gezeigt, auf dem ein Kind zu sehen ist, das Hilfe braucht. Mit folgenden Fragen reden wir über das Bild: Was ist passiert? Wie kann man helfen?

Die Kinder können nun eigene Situationen erzählen, in denen sie Hilfe gebraucht haben bzw. in denen sie anderen geholfen haben.

Verkündigung

Erzählung mit Gegenständen

Die Personen der Geschichte werden mit Gegenständen gespielt:

schwarze Bibel = Schriftgelehrter; weiße Kerze = Jesus; Plastikbecher = der Reisende – dazu ein paar Geldstücke und kleine Päckchen, die in den Becher getan werden; 1–2 kurze Holzstöcke = die Räuber; schicke Krawatte = Priester; andere schicke Krawatte = Levit; schwarze Socken für den Samariter; Spielzeug-Esel = Esel; Pflaster und Binde für den Samariter (vorher in den Socken stecken); Ravioli-Dose = Wirt; Schild „Jerusalem“; Schild „Jericho“.

Der Mitarbeiter sitzt hinter einem Tisch, auf dem die Geschichte gespielt wird. Der Schriftgelehrte (= S) tritt auf.

S: Der Jesus regt mich auf. Er ist immer so freundlich. Aber er ist gegen das Gesetz. Ich bin Gesetzeslehrer. Ich weiß: Auf das Gesetz kommt es an. Es muss eingehalten werden. So will es Gott. Ich werde Jesus eine Frage stellen. Dann werden alle hören, dass Jesus gegen das Gesetz ist. (räuspert sich) Ähm, Jesus, ich habe eine Frage!

Kerze zeigen. Das ist Jesus (J). Er hat gesagt: „Ich bin das Licht der Welt.“

J: Ja, welche Frage hast du?

S: Ähm, Lehrer, was muss ich tun, damit ich für immer bei Gott leben kann?

J: Was steht denn im Gesetz? Was liest du?

S: Also (blättert sich ein bisschen auf, der Mitarbeiter schaut hinein) da steht: „Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen, und mit aller deiner Kraft und deinem ganzen Verstand! Und: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!“ (Buch schließen)

J: Du hast richtig geantwortet! Handle so und du wirst leben.

S: (wendet sich ein wenig ab und brummt vor sich hin) Pah! Das ist mir zu einfach. Wie soll ich das machen? Ich kann doch nicht jedem Menschen helfen. Da werde ich nie fertig. Irgendwann muss ich sagen können: Dieser Punkt ist abgehakt! (wendet sich Jesus wieder zu) Ähm, Jesus! Wer ist denn mein Mitmensch?

J: Komm, ich erzähle dir eine Geschichte.

(Buch und Kerze an die Seite oder in den Hintergrund rücken, links das Schild „Jerusalem“ aufstellen und rechts das Schild „Jericho“)

J: Ein Mann ging von Jerusalem hinab nach Jericho.

Becher (B) kommt langsam von links und geht nach rechts. Ungefähr in der Mitte geschieht der Überfall

B: (pfeift vor sich hin, dann:) Jetzt pfeife ich schon vor Angst. Keinen Menschen habe ich gefunden, der mit mir nach Jericho geht. Dabei ist der Weg so gefährlich. Erst letzte Woche haben sie hier einen Mann überfallen. Das aber auch niemand etwas gegen diese Verbrecher tut … (pfeift wieder)

Plötzlich kommen die Räuber (R) aus ihrem Versteck, schlagen auf den Mann ein, rauben ihn aus (nehmen alles aus ihm raus und mit) und verschwinden wieder.

R: Los auf ihn! Schlag kräftig zu! Er darf uns nicht erkennen! Schnell, nimm ihm die Sachen ab! Ah! So viel Geld, Schmuck und Geschenke! Was machen wir mit ihm? – Liegen lassen! – Schnell weg hier!

B: (langsam und mühsam sprechen!) Lebe ich noch oder bin ich schon tot? (wälzt sich ganz langsam hin und her) Die Sonne brennt so heiß. Die Zunge klebt mir im Mund. Ich kann gar nicht schlucken. Alles tut mir weh. Muss ich jetzt sterben? Wann kommt hier jemand vorbei, der mir hilft?

Ein Priester (P) kommt von links, summt ein Glaubenslied, das die Kinder kennen.

P: Der Dienst im Tempel ist vorbei. Das war wieder mal schön in Jerusalem. Beten, wohlriechenden Weihrauch in die Glut streuen, Lieder singen, Opfer bringen. Alles zu Gottes Ehre … O, was liegt denn da? Sieht aus wie ein Mensch! Der ist überfallen worden. Ist er tot? Am besten nicht hinschauen. Da wird schon jemand kommen, der ihm hilft … (läuft schnell vorbei und ist weg)

B: (murmelt) War da jemand? Hilfe, ich möchte um Hilfe schreien, aber ich kann meinen Mund nicht öffnen. Oh …

Der Levit (L) kommt ebenfalls von links und geht nach rechts.

L: Ich war eine Woche lang im Tempel und habe den Priestern geholfen. Das war megacool. Ups! (sieht den Verletzten) Das ist jetzt aber gar nicht cool! Oh, mir wird plötzlich ganz heiß. Ich muss hier weg… (geht schnell ab)

B: (ganz leise) Ich werde immer wieder ohnmächtig. Ich glaube, ich sterbe. Ich spüre schon gar nichts mehr…

Sa: Der Samariter kommt und redet vor sich hin. „Von dir kaufe ich nichts!“, hat dieser eingebildete Jude gesagt. Sie verachten uns Samariter. Wir beten nicht im Tempel von Jerusalem wie sie. Wir haben nicht alle heiligen Schriften wie sie. Deshalb sind wir in ihren Augen nichts wert. Zum Glück sind nicht alle so … Ach du Schreck! Da liegt ja ein …, ein Mann! Ein Jude! Den haben sie aber zugerichtet. Ich muss ihm helfen! Wer weiß, wie lange der hier schon liegt. Zuerst etwas Wasser, damit er nicht verdurstet in dieser Hitze. Jetzt desinfiziere ich seine Wunden mit dem Wein, den ich dabeihabe. Nun ein wenig Öl, damit die Verletzungen nicht so brennen. So. Diese Wunde muss unbedingt verbunden werden. (Binde um den Becher wickeln, Pflaster drauf)
Und jetzt? Ich kann ihn nicht liegen lassen … Ich bringe ihn nach Jericho. Dort ist eine Herberge … (lädt ihn auf seinen Esel und bringt ihn nach Jericho – nach rechts und ab)

Schild „Jericho“ in die Mitte rücken, Wirt (W) und Samariter hinstellen.

Sa: Gestern und heute Morgen habe ich den Verletzten gepflegt. Aber jetzt muss ich weiter. Hier, Wirt, hast du zwei Silbergroschen. Pflege den Mann bis er gesund ist. Wenn du mehr Geld für ihn ausgibst, bezahle ich dir den Rest, wenn ich wiederkomme. Okay?

W: Ist schon in Ordnung. Mache ich.

Sa: Also dann, bis zum nächsten Mal.

W: Gute Reise! (beide ab, Schild „Jericho“ wegnehmen)

Jesus und der Schriftgelehrte treten wieder auf.

J: Das war die Geschichte. Was meinst du? Wer von den dreien hat an dem Überfallenen als Mitmensch gehandelt?

S: Natürlich der, der Mitleid mit ihm hatte und ihm geholfen hat.

J: Dann geh und mach es ebenso!

Der Schriftgelehrte geht. Jesus (Kerze) bleibt stehen. Nachwort des Mitarbeiters (MA):

MA: Der Samariter (zeigt schwarzen Socken) hat seine Zeit und sein Geld für den Verletzten eingesetzt. Das war echt cool von ihm. Er hat den Verletzten gerettet. Sonst wäre der Mann wahrscheinlich gestorben. Jesus (zeigt auf die Kerze) hat noch viel mehr für uns getan: Er ist aus Gottes Welt (Daumen und Arm nach oben), wo alles gut ist, zu uns gekommen (Arm absenken und Daumen zur Seite und nach unten), wo nicht alles gut ist. Jesus ist in unser Dunkel, unsere Traurigkeit, unser Leid gekommen, um es hell zu machen (Kerze anzünden). Er möchte, dass wir eines Tages auch dort sind, wo alles gut und hell ist (nach oben zeigen). Dafür hat er am Kreuz mit seinem Leben bezahlt. Jetzt können wir Gott kennen und vertrauen lernen. Durch Jesus wird Gott unser himmlischer Vater. Wir können mit ihm über alles reden. Er kann und will uns helfen. Durch sein Wort in der Bibel (Bibel hinstellen). Durch Menschen, die er uns zur Seite stellt (schwarzer Socken hinlegen). Indem er uns Mut und Kraft gibt, schwierige Situationen durchzustehen (Muskeln anspannen). Jesus beauftragt dich und mich: Geh hin und mach es ebenso. Weil ich dir helfe, dich stärke, dich tröste, hilfst du auch anderen. Es reicht nicht, viel von Gott zu wissen. Gott will, dass wir ihn lieb haben und unseren Mitmenschen beistehen, wo wir es können. Wo du nicht helfen kannst, bitte andere um Hilfe und bete, dass der himmlische Vater eingreift.

Die andere Idee

Erzählen mit Bildern

Mit den Bildkarten des Kamishibai-Erzähltheaters (Verlag Don Bosco / Junge Gemeinde) kann die Geschichte sehr elementar und mit Bildern erzählt werden. Ebenso eigenen sich die kostenlos herunterladbaren Zeichnungen von www.kids-web.org unter „Materialkiste“.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Gruppe spielt die Geschichte nach. Der Leiter trägt mit den Kindern zusammen, welche Personen vorkommen, verteilt die Rollen und wenige Requisiten (Stöcke für die Räuber, Rucksack für den Reisenden, Rucksack mit Verbandsmaterial, zwei Flaschen und Geld für den Samariter).

Nun wird die Geschichte gespielt.

Gespräch

Folgende Fragen helfen, über die Geschichte ins Gespräch zu kommen:

  • Worüber staunst du bei dieser Geschichte? Welche Personen verhalten sich erstaunlich? Warum?
  • Welche Unterschiede findest du zwischen dem Priester und dem Leviten auf der einen und dem Samariter auf der anderen Seite?
  • Wie lautet die Antwort auf die Frage „Wer ist mein Mitmensch?“ (Sei du ein Mitmensch!)
  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckst du zwischen dem Samariter und Jesus?
  • Wem kannst du ein Mitmensch sein? Was kannst du gut? Wie kannst du wem helfen?
  • Schlussimpuls: Weil Jesus sein Leben für uns hergegeben hat, deshalb können und sollen wir auch für andere da sein. Jeder, wie es ihm möglich ist.

Merkvers

Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.

1. Johannes 4,19 GNB

Wir üben den Vers mit Bewegungen: „Wir“ (mit den Händen beschreiben wir einen Kreis, in den wir uns alle hineinnehmen) „lieben“ (rechte Hand aufs Herz legen), „weil Gott“ (mit Finger nach oben zeigen) „uns“ (mit Finger auf mich zeigen) „zuerst“ (rechte Hand vorstrecken und Daumen hoch) „geliebt hat“ (beide Zeigefinger zu einem Kreuz übereinanderlegen).

Gebet

Die Jesus-Kerze vom Verkündigungsteil steht angezündet in der Mitte. Teelichter stehen um die Kerze. Jedes Kind darf sich ein Teelicht nehmen, es an der Kerze anzünden und Jesus für seine Liebe danken oder ihn um etwas oder für jemand anderen bitten.

Kreatives

Die Bilder zur Geschichte von www.kids-web.org werden von verschiedenen Kindern ausgemalt und im Gruppenraum aufgehängt. Alternativ können diese Bilder als kleine Bildfolge auf einem Blatt angeordnet werden, das jedes Kind erhält und ausmalt. So hat es die ganze Geschichte vor Augen.

Spielerisches

Unter www.kids-web.org/material/spiele/helfen.pdf findet sich das Spiel „Helfen ist einfach“. Es gibt gute Anregungen, wie wir die erfahrene Hilfe durch Jesus in unserem Alltag weitergeben können.

Rätselhaftes

Im Wörtersuchrätsel 1 finden die Kinder den Merkvers. Es ist einfach zu lösen. Das zweite Rätsel beinhaltet Tätigkeiten, mit denen man anderen helfen kann. Es hat mehr Wörter, die außerdem schwieriger zu finden sind.

(T)Extras

Lieder

Jesus in meinem Haus

Gottes große Liebe

Wenn die Last der Welt

Danke, Gott, du gabst mir Augen

Spiele

Erste-Hilfe-Stafette

Die Kinder stellen sich in mehreren Mannschaften hintereinander auf. Für jede Mannschaft liegt Material für die Erste Hilfe bereit. Jeder Mitspieler muss einen Teil davon zum Zielpunkt transportieren: Auf einem Bein, im Schlusssprung, zwischen den Knien haltend, zwischen die Unterarme geklemmt usw.

Erste-Hilfe-Stafette 2

In einer weiteren Runde spielt ein Kind aus jeder Mannschaft einen Verletzten, der verbunden werden muss. Es legt sich am Zielpunkt hin. Das erste Kind läuft mit einer Binde los und legt sie bei dem Kind ab. Das zweite Kind läuft mit einem Pflaster los und legt es bei dem Kind ab. Das nächste Kind fixiert den Anfang der Binde am Bein des Verletzten. Die folgenden Kinder wickeln die Binde jeweils einmal um das Bein des liegenden Kindes. Welche Mannschaft hat zuerst seinen Mitspieler verbunden?

Mumien einwickeln

Die Kinder werden in mehrere Mannschaften eingeteilt. Jede Mannschaft erhält zwei bis drei Toilettenpapierrollen. Die Kinder jeder Mannschaft wickeln nun einen Mitspieler mit dem Papier von Kopf bis Fuß ein. Wer ist als Erster fertig?

Aktionen

Der Leiter sammelt gemeinsam mit den Kindern Ideen, wie sie in der Gemeinde oder einem bestimmten Kind helfen können. Alle Ideen werden aufgeschrieben. Dann wird abgestimmt oder anderweitig entschieden, welche Idee(n) sofort oder auch zu einem bestimmten Zeitpunkt, in den nächsten Tagen und Wochen, umgesetzt werden. Toll ist es, wenn die Kinder merken, wie sie gerade auch als Gruppe jemanden unterstützen oder ihm eine Freude bereiten können, weil derjenige es im Moment besonders braucht.

Kreatives

Wir treffen uns im Kreis. In der Mitte liegen eine Feder und ein Stein. Der Leiter erklärt, dass er jetzt Feder und Stein herumgibt. Jeder darf, keiner muss etwas sagen. Wenn ich die Feder hochhalte, erzähle ich ein Erlebnis aus der vergangenen Woche, das schön, leicht oder beflügelnd war. Wenn ich den Stein zeige, erzähle ich ein Erlebnis, das schwer oder traurig war oder mir zu schaffen gemacht hat. Zum Schluss danken wir in einer Gebetsgemeinschaft für die schönen Erlebnisse und bitten Gott um Hilfe für die schweren Dinge. Stellvertretend kann auch der Leiter beten. Wenn es möglich ist, könnte sich eine weitere Gesprächsrunde anschließen: Die Kinder, die schwere Erlebnisse genannt haben, sagen, ob und wie man ihnen helfen kann. Oder alle überlegen, was man in der Situation machen kann. Das Gespräch sollte möglichst mit konkreten Personen und Hilfestellungen enden. Ist
dies eine Überforderung für die anwesenden Kinder, sollte der Leiter das persönliche Gespräch mit dem Kind suchen und konkrete Hilfe anbieten.

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