Die Ich-bin-Worte

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 3/2021. Es geht in sieben Lektionen um die Ich-bin-Worte Jesu:

Lektion 1 Johannes 6,35 Ich bin … Brot des Lebens

Lektion 2 Johannes 8,12 Ich bin … das Licht der Welt

Lektion 3 Johannes 10,9 Ich bin … die Tür

Lektion 4 Johannes 10,11. (14) Ich bin … der gute Hirte

Lektion 5 Johannes 11,25 Ich bin … die Auferstehung und das Leben

Lektion 6 Johannes 14,6 Ich bin … der Weg und die Wahrheit und das Leben

Lektion 7 Johannes 15,5 Ich bin … der Weinstock

Außerdem gibt es einen Grundsatzartikel: Der Jungscharleiter ist Hirte und damit Vorbild!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen erfahren, dass Jesus uns wichtige Versprechen gibt, die wir glauben dürfen.

Checker

Die Kinder sollen erfahren, dass der Glaube an Jesus das Leben prägt.

Der Text an sich

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Gerade ist ein guter Freund von Jesus gestorben, seine beiden Schwestern sind verzweifelt und voller Trauer. Martas Glaube an die Auferstehung kann auch ihre aktuelle Trauer nicht abschwächen. Gerade dann kommt Jesus und bezieht die Auferstehung auf sich und seine Person – alles ist von ihm abhängig. Nicht nur die Auferstehung, auch das Leben ist eng verbunden mit Jesus. Er beweist seine Aussage kurze Zeit später mit der Auferweckung von Lazarus und verbreitet dadurch Trost und Hoffnung. Aber auch ohne diese Ereignisse drumherum verbreitet Jesus Hoffnung: der Glaube an Jesus bringt DAS Leben. Nicht nur irdisches Leben, sondern ewiges Leben. Hier passt auch der vielleicht berühmteste Vers aus der Bibel (Joh 3,16): So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Dieses ewige Leben ist nicht bloß eine Zeitangabe, sondern eine Qualitätsbeschreibung. Leben, das von Gott kommt; ein Leben, das der große, ewige und liebende Gott uns Menschen ermöglicht durch seinen Sohn Jesus.

Diese wunderbare Hoffnung ist geknüpft an eine einzige Bedingung: an den Glauben. Und nicht irgendeinen Glauben, sondern den Glauben an Jesus (wer an MICH glaubt, …). Durch diesen Schlüssel wird die Tür zum Leben geöffnet. Der Glaube ist ganz konkret (Hebr 11,1): eine Überzeugung, von Dingen, die man nicht sieht. Da Jesus nicht mehr sichtbar auf der Erde ist, ist das Überzeugtsein von seinem Leben auf der Erde, seinem Tod und seiner Auferstehung schon der Schritt zum Leben. Auch die anderen „Ich bin“-Worte sind mit dem Leben verknüpft: Ich bin das Brot des Lebens (Joh 6,35); […] wird das Licht des Lebens haben (Joh 8,12); der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe (Joh 10, 11). Das Leben von Jesus und auch sein Sterben und Auferstehen sind Bedingung für das Leben, das auch dann noch weitergeht, wenn man gestorben ist. Oder wie Paulus sagen würde: „Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). Und das Leben auf der Erde ist geprägt durch den Glauben an Jesus, den Sohn Gottes.

Der Text für mich

Die Aussage von Jesus ist für mich eine ganz konkrete Herausforderung: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Kurz danach fragt er seine Gesprächspartnerin: Glaubst du das? Was ist meine Antwort auf diese Frage?! Natürlich glaube ich das! Und was sind die Auswirkungen davon auf mein Leben? Wenn ich Jesus glaube und er die Auferstehung und das Leben ist, dann verändert das alles. Ich habe eine lebendige Hoffnung, die über mein Leben hier auf der Erde hinaus geht, durch die Auferstehung und das Leben, das nach der Auferstehung folgt; aber ich habe auch ein hoffnungsvolles und erfülltes Leben hier auf der Erde. Das Leben ist das, wofür mein Herz schlägt. Wenn mein Herz im Alltag für Jesus schlägt, dann bin ich begeistert für ihn und kann diese Begeisterung auch hoffentlich immer wieder an die Kinder und Teens weitergeben; so dass sie meine Begeisterung spüren und selbst für Jesus begeistert werden.

Der Text für dich

Allgemein: Viele Kinder in diesem Alter erleben das erste Mal, dass sie sich bewusst mit dem Thema Tod auseinandersetzen müssen (z. B. Tod von Angehörigen oder Haustieren). Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod ist in der Regel nicht präsent. Da das Thema Tod in allen Familien unterschiedlich besprochen wird, versuche in der Programmgestaltung flexibel zu sein und sensibel auf die Reaktionen der Kinder einzugehen.

Starter

Für einige Kinder ist der Glaube an Jesus in ihrem Alltag sehr fern. Warum soll ich überhaupt an Jesus glauben? Warum lohnt sich das und was bringt mir das persönlich? Vielleicht sind diese Fragen nicht bewusst vorhanden, doch sie sind ein wichtiger Punkt, um ihnen den Glauben nahe zu bringen. Wenn Jesus verspricht, dass er das Leben ist, und das ewige Leben über den Tod hinaus für diejenigen ist, die an ihn glauben, dann ist das für jeden Menschen besonders wichtig. Sei dir als Mitarbeiter bewusst, dass diese Fragen nach Leben und Tod auch bei Kindern schon da sind – und geh sensibel mit den Erklärungsmöglichkeiten der Kinder um. Wenn sie Fragen nach dem Tod in ihren Familien bis jetzt ohne Jesus beantwortet haben, dann hast du die Chance, ihnen deine Hoffnung durch Jesus zu erzählen.

Checker

Auferstehung wird von vielen direkt mit der Ostergeschichte verknüpft. Sie wissen, dass Jesus stärker ist als der Tod und dass er das ewige Leben schenkt. Trotzdem ist der Tod bei allen Kindern ein sensibles Thema. Manche haben sich damit vielleicht noch gar nicht beschäftig, bei anderen ist eventuell jemand Nahestehendes gestorben. Hilf den Kindern dabei, ihren Glauben und ihre Hoffnung zu bestärken und Fragen stellen zu können.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Ein guter Einstieg in das Thema Vertrauen / Glaube sind Vertrauensspiele.

Ein Mitarbeiter holt ein Kind zu sich und verspricht ihm, dass er / sie das Kind auffangen wird, wenn sich das Kind fallen lässt. Dafür muss das Kind wenige Schritte vor dem Mitarbeiter stehen (mit dem Rücken in seine / ihre Richtung) und sich rückwärts fallenlassen. Wenn die Gruppe das hergibt, dann können sich die Kinder auch in Teams zusammenfinden und das gegenseitig ausprobieren. Wichtig hierbei: Der Mitarbeiter sollte kräftemäßig in der Lage sein, das Kind aufzufangen. Das Kind darf sich erst nach einem verabredeten Start in Richtung des Mitarbeiters fallenlassen. Wenn die Kinder sich gegenseitig auffangen wollen, dann auf eine sinnvolle Zuordnung achten.

Mögliche Variante: Ein Kind steht auf einem Tisch und mehrere Mitarbeiter vor dem Tisch. Die Mitarbeiter stehen sich gegenüber und strecken ihre Arme so nach vorne, dass eine Fläche entsteht. Das Kind kann sich jetzt vom Tisch aus rückwärts auf die Arme der Mitarbeiter fallen lassen.

Idee 2

Die Kinder bekommen die Augen verbunden und sollen sich mit geschlossenen Augen finden: dabei bilden sie eine Schlange, indem sie ihre Hände auf die Schultern des Vorderkindes legen und ihm / ihr folgen. Ein Mitarbeiter gibt der Kinderschlange durch Kommandos die Richtung vor und warnt vor möglichen Hindernissen.

Verkündigung

Fragerunde mit Bildern

Heute geht es nicht um eine Geschichte, sondern um abstraktere Themen; daher ist es wichtig, dass die durchführenden Mitarbeiter besonders ihre Zielgruppe vor Augen haben bei der Vorbereitung und Durchführung und das Material entsprechend anpassen.

In der Mitte liegen verschiedene Bilder (am besten aus Zeitschriften sammeln, z. B. Spielsachen, Lebensmittel, Medikamente, Menschen, Tiere, Bastelsachen, Bücher, Autos, Möbel …). Die Kinder dürfen sich alle Bilder in Ruhe anschauen. Anschließend stellt ein Mitarbeiter Fragen:

  • Wenn du dir drei Sachen hiervon aussuchen darfst, welche würdest du nehmen?
  • Stell dir vor, gleich kommt dein bester Freund zu Besuch, was würdest du dir dann aussuchen?
  • Stell dir vor, du bist ganz dolle krank, was würdest du dann nehmen?

Die Fragen sollen nicht alle auf einmal gestellt werden, sondern nacheinander, so dass die Kinder sich in Ruhe für jede Frage Bilder aussuchen können. Beim Beantworten gerne darauf achten, dass möglichst alle Kinder mal drankamen – wenn sie ihre Auswahl begründen möchten, dann gerne zulassen, wenn nicht, dann einfach nur die Bilder zeigen lassen.

In unterschiedlichen Situationen sind für uns unterschiedliche Dinge wichtig. Wenn wir uns aus allen Dingen auf der Welt aussuchen dürfen, was wir gerne haben wollen, dann zeigt sich oft, was in meinem Herzen eine wichtige Rolle spielt (Herzsymbol hinlegen). Wenn meine Freunde zu Besuch kommen, dann machen wir oft Dinge zusammen, die uns Freude bereiten. Wenn ich krank bin, dann bin ich froh, wenn jemand bei mir ist, der mich tröstet und ich Medizin bekomme. Wenn ich mal ganz allein bin, dann wünsche ich mir, dass jemand kommt und ich nicht mehr allein sein muss. Und wisst ihr, was richtig genial ist: es gibt jemanden, der immer bei mir ist. In den letzten Wochen habt ihr schon von diesem Jemand gehört: Jesus. Aber von Jesus habe ich jetzt kein Bild hier hingelegt. Wisst ihr warum nicht? Weil wir ihn nicht so sehen können, wie z. B. die Spielsachen (jetzt alle Bilder vom Anfang wegräumen, so dass nur noch das Herz zu sehen ist). Aber trotzdem ist er da. Wie kann das sein? Wie kann ich mir sicher sein, dass Jesus da ist? Wisst ihr, warum ich mir da ganz sicher bin: weil ich an ihn glaube. In der Bibel, Gottes Brief an uns Menschen, stehen viele Geschichten über Jesus drin. Dort steht auch ein ganz großes Versprechen von ihm: Ich bin die Auferstehung und das Leben (Zettel mit dem Versprechen ausrollen und hinlegen). Habt ihr das Wort Auferstehung schon mal gehört? Antworten der Kinder abwarten.

Genau, auferstehen heißt, dass jemand gestorben ist und dann wieder lebt. Wenn Jesus sagt, dass er die Auferstehung ist, dann heißt das auch, dass Jesus stärker ist als der Tod! Das ist er, weil er Gott ist und alles kann. Und Jesus sagt auch, dass er das Leben ist. Jesus ist das Leben, weil er allen Menschen das ewige Leben geben möchte. Das ewige Leben ist auch ein Versprechen von ihm (Zettel mit dem Versprechen weiter ausrollen): Wer kann das mal vorlesen? Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Jesus verspricht uns, dass wir für immer leben werden, weil er das Leben ist und stärker ist als der Tod. Das heißt nicht, dass wir auf der Erde Millionen von Jahren alt werden. Bestimmt habt ihr auch schonmal mitbekommen, dass jemand gestorben ist (eventuell haben die Kinder hier Redebedarf, je nach Situation entweder hier schon reden lassen oder später in der Gesprächsrunde vertiefen). Aber das heißt, dass wir keine Angst vor dem Tod haben müssen, weil Jesus uns verspricht, dass wir dann bei ihm leben werden.

Jetzt haben wir hier unser Herz – wo auch das drin ist, was uns am wichtigsten ist und was wir dolle lieb haben und hier auf der anderen Seite das Versprechen von Jesus, dass er stärker ist als der Tod und jedem das ewige Leben geben möchte. Und es gibt eine Sache, die die beiden Dinge zusammenbringen kann: (Papierschlüssel mit dem Wort GLAUBEN drauf zeigen) Glauben. Wir dürfen an Jesus glauben und ihm vertrauen, dass er da ist und seine Versprechen hält. Das sieht dann ungefähr so aus: wenn wir an Jesus glauben, dann kann man sich das so vorstellen, dass eine Tür in meinem Herzen aufgemacht wird und die Versprechen von Jesus in mein Herz hineinkommen (mit dem Papierschlüssel so tun, als wenn eine Tür in dem Papierherzen aufgeschlossen wird, dann eine Tür im Herzen aufklappen und das Papier mit dem Versprechen hindurch ziehen). Wenn ich weiß, dass Jesus mir persönlich das ewige Leben schenkt, dann darf ich auch ganz sicher wissen, dass Jesus immer bei mir ist und das Wichtigste in meinem Leben ist. Das macht mich froh, auch wenn ich traurige Dinge erlebe und das tröstet mich auch dann.

Die andere Idee

Mitarbeiter kommen rein in den Raum und streiten darüber, was man im Leben alles erlebt haben muss, damit man „wirklich gelebt“ hat. Einer ist z. B. ein Sportfreak und beharrt auf Sport, einer verreist gerne und behauptet, dass man nur gelebt hat, wenn man alle Länder der Welt gesehen hat. Ein weiterer sagt, dass man nur dann richtig lebt, wenn man jeden Tag eine gute Tat tut usw. Die Diskussion wird immer lauter und lauter, bis die Mitarbeiter fast übereinander herfallen. Einer der Mitarbeiter verhält sich die ganze Zeit ruhig und mischt sich in die hitzige Diskussion nicht ein. Irgendwann fällt das den anderen auf und sie sprechen ihn darauf an. „Warum sagst du gar nichts? Was macht denn das Leben für dich lebenswert?“ Jetzt kann der Mitarbeiter sein christliches Lebenszeugnis geben und von seinem Glauben an Jesus berichten.

Der Text gelebt

Wiederholung

Legt die drei Symbolbilder wieder einzeln in die Mitte (Herz mit Türöffnung, Schlüssel und Versprechen von Jesus) und lasst von einzelnen Kindern die symbolische Handlung wiederholen: der Glaube schließt unser Herz für die Versprechen von Jesus auf.

Gespräch

Bezug nehmen zu dem Vertrauensspiel am Anfang. Warum hast du dich getraut / nicht getraut, dich fallenzulassen? Fiel es dir leicht, dem Mitarbeiter zu vertrauen und ihm zu glauben, dass er dich auffängt bzw. richtig führt? Würdest du jedem einfach so vertrauen? Bei den vielen Geschichten über Jesus in den letzten Wochen – fällt es dir leicht, Jesus zu vertrauen? Kannst du Jesus glauben, dass er stärker ist als der Tod und dir ewiges Leben gibt? Was glaubst du, wie Jesus ist? Die Fragen sind nur Beispielfragen, wie eventuell das Gespräch auf den persönlichen Glauben der Kinder gelenkt werden kann. Vielleicht sind auch bei manchen Kindern Angehörige oder Freunde gestorben; dann kann ihnen hier Raum gegeben werden, um über ihre Sorgen / Trauer zu sprechen (eventuell auch in kleinerem Rahmen).

Merkvers

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Johannes 11,25

Der Merkvers liegt in Puzzlestücken in der Mitte. Die Aufgabe der Kinder ist es nun, den Merkvers richtig zusammenzufügen.

Gebet

Jedes Kind kann sich ein Bild vom Anfang aussuchen (Spielzeug usw.) und Jesus dafür danke sagen, dass er immer da ist, auch wenn diese Dinge nicht immer bei uns sind / dass er wichtiger ist als alles andere. „Danke, Jesus, dass du immer da bist, auch wenn … nicht da ist.“/ „Danke, Jesus, dass du wichtiger bist als …“

Kreatives

Das Versprechen von Jesus als Schriftrolle basteln, die die Kinder mit nach Hause nehmen können. Dafür braucht man pro Kind zwei Zahnstocher und vier Perlen, die an die Enden der Zahnstocher geklebt werden, und einen Zettel mit dem Merkvers. Der Zettel wird jeweils am Ende um die Zahnstocher gefaltet und dort festgeklebt. Dann kann der Zettel aufgerollt und wie eine Schriftrolle gelesen werden.

Spielerisches

Abwandlung von dem Spiel „Ich packe meinen Koffer“. „Ich verreise auf eine einsame Insel und nehme mit …“

Rätselhaftes

Aus den Schlagworten des Merkverses und des Themas kann ein Suchsel im Internet erstellt werden (mögliche Worte: Jesus, Glauben, Auferstehung, Leben, Ich, Herz, Vertrauen)

(T)Extras

Lieder

  • Ich glaube an Gott, den Vater
  • Sei mutig und stark

Kreatives

Bastelt aus den benutzten Bildern eine Collage: die Anfangsbilder sind der Hintergrund. Darüber kommt das Herz mit dem Schlüssel und dem Versprechen von Jesus.

Weißt du noch, welches dein erster eigener Schlüssel war, den du bekommen hast? Vielleicht war das dein Fahrradschlüssel oder so ein winziger Minischlüssel für die Spardose – oder tatsächlich dein erster eigener Wohnungsschlüssel.

Erinnerst du dich noch, was das für ein Gefühl war? Sicher sind die meisten stolz, einen Schlüssel anvertraut zu bekommen – das bedeutet ja, dass man dir zutraut, dass du verantwortlich damit umgehst, dass du ihn nicht verlierst oder etwa an andere weitergibst, die eigentlich keinen Zugang haben sollen.

Ein bisschen mulmig ist einem vielleicht auch, weil man weiß, dass man jetzt Verantwortung trägt und weil man das Vertrauen nicht enttäuschen will. Besonders deutlich wird das, wenn man in späteren Jahren dann so richtig wichtige Schlüssel übergeben bekommt – zum Beispiel für ein Schließfach oder einen Tresor oder einen Generalschlüssel für ein ganzes Gebäude, mit dem man überall rein und raus kommt. Wen man SO EINEN Schlüssel verliert, wird es richtig teuer!

Wenn man einen Schlüssel anvertraut bekommt, wird einem immer auch ein bisschen Macht übertragen: „Schlüsselgewalt“ sagt man ja auch und Gewalt hat da nichts mit Prügelei oder Ähnlichem zu tun, sondern eben mit Kraft oder Macht. Ich erhalte auf einmal eine Art Superkraft: Ich habe die Fähigkeit, ein- und auszugehen – und ich kann auch entscheiden, wen ich hineinlassen oder ausschließen will. Deshalb ist es manchmal ganz gut, jemanden zu kennen, der den Schlüssel hat …

Von Jesus wird gesagt, dass er einen ganz besonderen Schlüssel hat – einen, den sonst niemand besitzt: „Ich war tot, doch schau her: Ich lebe für immer und ewig, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zum Totenreich.“ (Offb. 1,18 Basisbibel).

Die Tür am Ende des Lebens ist eigentlich eine Tür, die nur in eine Richtung zu öffnen geht; sie fällt hinter uns ins Schloss und kein Mensch kann sie von der anderen Seite öffnen und zurückkehren. Aber Jesus hat durch seine Auferstehung diesen ganz besonderen Schlüssel bekommen: Der Tod hat seine Macht an ihn abgeben müssen, die Schlüsselgewalt hat jetzt Jesus! Er hat jetzt den Zugang alleine in der Hand, er ist Hausherr – er kann kommen und gehen wie er will, und er kann bestimmen, wer ein- und ausgeht.

Und jetzt stell dir vor, wie es ist, denjenigen zu kennen, der diesen wichtigsten und mächtigsten aller Schlüssel in der Hand hat – der uns die Tür öffnen kann, die eigentlich nur in eine Richtung aufging, der dem Tod gegenübertritt und sagt: „ICH habe hier das Sagen!“ Das macht mir Mut und Hoffnung, denn ich weiß: Dieser wichtigste aller Schlüssel ist in guten Händen. Jesus wird ihn nicht verlieren oder aus der Hand geben. Es hat ihn schließ-lich alles gekostet.

Danke, Jesus, dass du dem Tod die Macht genommen hast. Ja, das Dunkle und Schlimme und der Tod ist immer noch da, aber er hat nicht mehr das letzte Wort. Du hast ihm den Schlüssel abgenommen und damit für uns die Tür zum Leben geöffnet. Danke, dass du alles in der Hand hast, und dass wir dir in allem voll vertrauen können. Amen.

Es ist ein Kommen und Gehen in unserer Gruppenarbeit. Wie gehen wir damit um? In den Hintergrund-/Grundsatzartikeln wird das Thema »Verbindlichkeit« genauso angesprochen wie eine wertschätzende Begrüßungs- und Verabschiedungs-Kultur für TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen. Ihr findet zu »Kommen und Gehen« viele hilfreiche Anregungen und Ideen, auch für den Restart nach der Coronazeit. Dazu gibt es zu unserer neuen Themenreihe Bibelarbeiten und Stundenentwürfe für eure Gruppe, die auch online durchgeführt werden können: vom »Flügge werden«, »Unterwegsseine in Gottes Schutz«, »in sich gehen und zur Ruhe kommen« , der Heimat im Himmel, einem Filmabend und vieles mehr.

Diese Themenreihe enthält 7 Einheiten zu Texten aus dem Johannesevangelium. 5 Einheiten beschäftigen sich den Taten und Begegnungen von Jesus, unter anderem dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana (Johannes 2) und dem Gespräch mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Außerdem enthält diese Reihe noch zwei Einheiten zum Johannesprolog (Johannes 1,1-18) die besonders für die Weihnachtszeit geeignet sind und die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe, passend zur Jahreszeit, ein Winterfest mit Spielideen für drinnen und draußen, sowie einer Andacht zum Thema Winter.

 Johannes 3, 1-21

Das Ziel

Starter

Kinder, die noch nicht viel über den Glauben wissen, können sich auch in Nikodemus wiederfinden. Er versteht zunächst gar nicht, was Jesus ihm sagen will. Leben im Glauben an Gott bedeutet, immer wieder neu zu lernen.

Checker

Nikodemus kannte die Thora sehr genau. Er kannte Gottes Gebote und trotzdem hat er Jesus nur sehr schwer verstanden. Auch Kinder, die schon viel über Jesus wissen, können immer wieder neues entdecken, was im Leben mit Gott wichtig ist.

Der zentrale Vers 16 ist für alle eine der wichtigsten Bibelstellen überhaupt. Allein durch Gottes Gnade können wir zu ihm kommen.

Der Text an sich

Hier kommt einer zu Jesus, der es wissen müsste und doch nicht versteht. Er gehört zum Hohen Rat, der religiös-politischen Instanz in Israel. (Es gab verschiedene Parteien. Nikodemus gehörte zur Partei der Pharisäer. Sie waren darauf bedacht, alle Gesetze und Gebote bis aufs Kleinste einzuhalten.)

Nikodemus kommt nachts zu Jesus. Ob er wohl Angst vor seinen Kollegen hat, den anderen Pharisäern oder vorm Volk, die einen Pharisäer bei Jesus sehen könnten? Aber die Nacht ist nicht nur Dunkelheit. Sie bietet die Chance zu einem Neuanfang. Jesus sagt von sich: „Ich bin das Licht für die Welt!“ (Joh. 8,12)

Nikodemus erkennt Jesus als einen Menschen an, der von Gott befähigt ist, Wunder zu tun. Und er hat Leute im Hintergrund, die das auch glauben. Aber sie sehen ihn nicht als Gottes Sohn an. Sie sehen in ihm einen Lehrer.

Jesus geht in seiner „Antwort“ aber gar nicht auf das ein, was Nikodemus anerkennend über ihn gesagt hat. Jesus kommt gleich auf das Wesentliche zu sprechen: Die Menschen müssen von Neuem geboren werden, um in Gottes Reich zu kommen.

Nikodemus versteht es nicht.

Insgesamt drei Mal (V.3, 5, 11) beginnt Jesus mit einem doppelten Amen (Luther: Wahrlich). Wir benutzen Amen am Ende unserer Gebete. Es heißt: „es steht fest oder es ist die Wahrheit!“ Es bedeutet, dass Jesus hier göttliche Wahrheit verkündet. Er hat als Sohn Gottes die Vollmacht dazu.

Da es die christliche Taufe zu der Zeit noch nicht gab, muss man hier wohl auf die alttestamentlichen Stellen zurückgreifen, die die kultische Reinigung durch Wasser kannten oder der Verfasser geht hier auf die Adressaten ein, an die er das Evangelium geschrieben hat.

Eindeutig ist, dass wir Menschen Neugeburt nicht machen können; es ist ein Geschenk Gottes. (Epheser 2,8)

Wir können dieses Geschehen auch nicht erklären. Jeder Mensch erlebt es anders. Der Heilige Geist bewirkt es in uns.

Nikodemus fragt zwar noch einmal nach, kommt dann aber im Geschehen nicht mehr vor.

Jesus richtet seine Worte an alle.

Er vergleicht seinen eigenen Tod mit der Schlange am Pfahl, die Mose aufrichtete, als das Volk Israel wegen seines Murrens mit Giftschlangen von Gott bestraft wurde. Jesus sieht sich am Kreuz erhöht und als Retter. Er redet von sich als Menschensohn, was bedeutet, dass er als Gottes Sohn Mensch geworden ist.

Der zentrale Vers ist der 16. Hier wird deutlich, dass alles von Gottes Liebe ausgeht. Wir Menschen müssen es nur glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist. Wir dürfen darauf vertrauen, dass seine Liebe jedem gilt.

Der Text für mich

Ohne Nachfragen und Nachforschen komme ich im Glauben nicht weiter. Es ist gut, auch mal kritische Fragen zu stellen. Nikodemus lässt nicht locker. Er versteht Jesus nicht und fragt weiter nach. Manche Wahrheiten verstehe ich erst nach Jahren, obwohl ich schon lange in der Bibel lese. Es ist wichtig, sich mit anderen über Bibeltexte auszutauschen. Die zentrale Frage des Textes ist: Wie komme ich in den Himmel? Und die Antwort lautet: Allein durch den Glauben an den gekreuzigten Sohn Gottes. Ich kann mir Gottes Nähe nicht verdienen. Keine guten Taten bringen mich dazu, allein Gottes Gnade. Das möchte ich mir immer wieder bewusstmachen. Das war die zentrale Erkenntnis von Martin Luther und das ist auch das, was ich den Kindern immer wieder sagen und vermitteln möchte.

Der Text für dich

Starter

Kinder, die noch nicht viel von Jesus und Gott gehört haben, haben vielleicht ähnliche Fragen wie Nikodemus. Sie haben noch nichts vom Himmel gehört und können mit Gottes Reich oder Gottes neuer Welt nichts anfangen. Sie finden es hier auf der Erde meistens ganz cool, warum sollten sie sich auf eine neue Welt freuen oder gar dazu beitragen, dass sie dahin kommen? Sünde ist für sie oft ein unbekannter Begriff oder ein Synonym für das, was sie falsch machen und nicht der Begriff für die Trennung von Gott.

Checker

Diejenigen, die schon lange in die Jungschar kommen, halten die Fragen von Nikodemus vielleicht für albern. Aber auch sie haben Fragen oder Unsicherheiten, wie es mit dem Glauben ist. Wie ist das, wenn ich an Gott glaube, aber mein bester Freund nicht? Die Geschichte von Nikodemus ist da genau richtig, weil er sich im Glauben der Juden auch perfekt auskannte, aber trotzdem nicht antworten konnte oder die Antworten von Jesus einfach nicht verstanden hat.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Schlüsselsuche

Ein Mitarbeitender sucht ganz unruhig in seinem Rucksack etwas. Er wird darauf angesprochen, was er denn da macht. „Ich suche meinen Schlüssel!“ Alle machen sich auf die Suche nach dem Schlüssel. Wenn er gefunden wurde, wird aus dem Schrank, zu dem der Schlüssel gehört, eine Tüte mit Süßigkeiten herausgeholt und verteilt

Weiter können hier Spiele gespielt werden, die mit verloren und gefunden zu tun haben.

Kinder können anschließend erzählen, ob sie auch schon mal etwas verloren haben oder selbst mal verloren gegangen sind.

Idee 2: Aufgaben im Dunkeln

Die Kinder bekommen die Augen verbunden und haben die Aufgabe, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Solche Aufgaben können zum Beispiel sein:

Bildet Gruppen von 3 Teilnehmern!

Sucht einen Ball, der im Raum liegt!

Stellt euch alle so nah wie möglich an die Tür!

Fasst euch an den Händen und stellt euch in einen Kreis auf!

Im Anschluss daran erfolgt ein Gespräch über Dunkelheit. Wie fühlt man sich nachts? Habt ihr schon einmal eine Nachtwanderung gemacht?

Verkündigung

Dialog zwischen zwei Mitarbeitenden unter Einbeziehung der Teilnehmer

A:        Sag mal, ich war da am Sonntag im Gottesdienst und der Pastor/Prediger(in) hat immer wieder davon gesprochen, wie man zu Gott in den Himmel kommt. Ich habe das nicht verstanden. Weißt du etwas darüber?

B:           Ich habe da eine Geschichte in der Bibel gelesen, die genau dazu passt.

A:           Erzähl mal!

B:           Es war mitten in der Nacht, da kam Nikodemus, ein Pharisäer zu Jesus

A:           Da fängt es ja schon an, was ist denn bitteschön ein Pharisäer?

B:           Weiß es jemand von Euch? (Kinder antworten lassen) Ein Pharisäer war in Israel einer, der zu einer religiösen Partei gehörte. Sie achteten sehr darauf, die Gebote und Gesetze einzuhalten und dass auch alle anderen das tun. Aus Angst, die 10 Gebote zu übertreten, gaben sie sich viele Gesetze, die das verhindern sollten. Nikodemus gehörte außerdem zur damaligen jüdischen Kirchenleitung, zu der 71 Männer gehörten.

A:           Aha, und warum kam der nun in der Nacht?

B:           Könnt ihr euch das vorstellen, warum er mitten in der Nacht kam? (Kinder antworten) Bei den Pharisäern war Jesus nicht gern gesehen. Er war so anders. Er konnte Wunder tun. Er sprach gegen sie. Ja, er sagte sogar, dass Gott alle Menschen gleich lieb hat und nicht nur die, die ganz toll sind. Ich denke, Nikodemus wollte von den anderen nicht gesehen werden. Er wollte nicht, dass die anderen über ihn reden, was er wohl bei Jesus wollte.

A:           Okay, und was wollte er bei Jesus?

B:           Er überschüttete Jesus erst einmal mit Lob: „Meister, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, den Gott geschickt hat. Kein Mensch könnte solche Wunder tun, wenn nicht Gott mit ihm ist.“ Jesus geht gar nicht weiter darauf ein, er weiß, was Nikodemus auf dem Herzen hat und sagt: „Weißt du Nikodemus, niemand kann zu Gott kommen, wenn er nicht neu geboren wird. Nikodemus versteht nicht, was Jesus damit meint: „Neu geboren? Wie soll das denn gehen? Ich kann doch nicht in meine Mutter zurückkriechen und wieder geboren werden. Das verstehe ich nicht!“

A:           Ja, eben, so ging es mir im Gottesdienst auch.

B:            Jesus erklärt: „Es geht nicht darum, von deiner Mutter erneut geboren zu werden, sondern von Gott, vom Heiligen Geist. Wer vom Heiligen Geist neu geboren wird, bekommt ewiges Leben bei Gott.

A:            Und das hat der Nikodemus dann verstanden? Wir wissen ja, das zu Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist gehören. Eben drei in eins. Das ist schon schwer zu begreifen, aber dass mit der Wiedergeburt durch den Heiligen Geist? Dazu muss man wohl Theologie studieren, oder?

B:           Jesus erklärt es Nikodemus mit einem Vergleich: „Es ist wie mit dem Wind. Du kannst ihn spüren, aber du kannst ihn nicht be-greifen. Du weißt nicht woher er kommt oder wohin er geht. Aber du siehst seine Auswirkungen in den Bäumen, da kannst du ihn hören. So ist es auch mit der Wiedergeburt bei den Menschen. Du kannst den Heiligen Geist nicht sehen, aber du spürst die Auswirkungen.“

A:           Das verstehe ich, genau wie wir den Wind nicht sehen können, ist es mit Gott, den können wir ja auch nicht sehen, aber spüren, wenn er mir hilft, mich tröstet und andere Menschen schickt, die mit mir reden.

B:           Genau, aber Nikodemus steht immer noch auf dem Schlauch er fragt: „Aber wie soll das gehen? Und Jesus packt ihn bei seiner Ehre und sagt: „Aber Nikodemus, du forscht doch ständig in der Bibel, kannst fast alles auswendig, unterhältst dich mit anderen. Du bist doch ein weiser Lehrer, von vielen geachtet und gehört. Warum weißt du das nicht. Glaube mir: Wir reden nur von dem, was wir genau kennen. Und was wir bezeugen, haben wir gesehen. Aber trotz unserer Wahrheit, die wir sagen, glaubt ihr uns nicht. Was meint ihr? Warum glauben manche Menschen nicht an Jesus, obwohl sie schon etwas von ihm gehört haben? (Kinder antworten lassen)

A:           Viele meinen ja, weil man Gott nicht sehen kann, gibt es ihn nicht. Man kann nicht beweisen, dass es Gott gibt.

B:           Jesus geht noch weiter und sagt: „Wenn ihr hier schon zweifelt, wie wollt ihr verstehen, was in Gottes neuer Welt geschieht. Es gibt nur einen, der zum Himmel heraufsteigt, dass ist der Menschensohn; er ist auch vom Himmel gekommen. (an die Kinder): Wen meint Jesus hier, wenn er sagt, dass der Menschensohn vom Himmel gekommen ist und auch wieder hingeht? (Kinder antworten lassen)

A:           Das hat man ja schon öfter in der Bibel, dass Jesus von sich als Menschensohn redet, sozusagen ein Codewort für ihn.

B:           Und dann sagt Jesus einen der wichtigsten Sätze überhaupt in der Bibel: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ V.16) Lasst uns diesen Satz einmal gemeinsam sprechen…. (Plakat hochzeigen oder in die Mitte legen)

A:           Das ist wirklich ein toller Vers in der Bibel: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Ist aber auch nicht so auf Anhieb zu verstehen, oder? (an die Kinder) Wie kann man das denn mit eigenen Worten sagen? (Kinder antworten lassen) Gott liebt alle Menschen so sehr, dass er seinen Sohn am Kreuz hat sterben lassen, damit wir für immer bei ihm sein können, wenn wir an Gott und Jesus glauben. Das muss für Gott ganz schön hart gewesen sein.

B:           Gott hat sich selbst für uns gegeben. Er streckt uns immer seine Hand entgegen und möchte, dass wir bei ihm sind. Gottes neue Welt; der Himmel beginnt schon hier auf der Erde, wenn wir Gottes entgegengestreckte Hand nehmen und daran glauben.

Die andere Idee

Begriffe entdecken

Kinder finden gerne selbst etwas heraus. In der Geschichte von Nikodemus kommen viele Begriffe vor, die nicht sofort verstanden werden.

Wir lesen die Geschichte aus einer (Kinder)Bibel vor und stoppen an den Stellen, die in einem Kinder-Bibellexikon nachgeschlagen werden.

Mögliche Begriffe: Nikodemus, Pharisäer, hoher Rat, Gottes Neue Welt (Gottes Reich, Himmel), Menschensohn

Der Text gelebt

Wiederholung

A tritt noch einmal auf und fragt: „Du hast uns ja die Geschichte von Nikodemus ganz gut erzählt, aber wie komme ich denn jetzt in den Himmel?“ -> mit den Kindern ins Gespräch kommen, was Jesus geantwortet hat.

Man kann auch anhand der Begriffe, die nachgeschlagen worden, die Geschichte wiederholen.

Gespräch

  1. Warum kam Nikodemus nachts zu Jesus?
  2. Wie können wir Menschen zu Gott kommen?
  3. Muss ich besonders gut sein, um zu Gott kommen zu können?
  4. Was würdest du Jesus fragen, wenn du ihm jetzt begegnen könntest?

Merkvers

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16; Luther

Jedes Kind bekommt ein festes Blatt, auf dem der Merkvers steht. Jetzt malt jeder etwas, was ihm zu dem Text einfällt. Dann können sie erzählen, was ihnen wichtig ist.

Gebet

Danken und Bitten: Für eine Bitte legen wir einen Stein in die Mitte. Für einen Dank stellen wir eine Blume in die Vase oder zünden eine Kerze an. Die Kinder können das schweigend tun oder sagen, wofür sie danken wollen oder worum sie bitten.

Kreatives

Papierflieger basteln. Dazu erhält jedes Kind ein Blatt Papier, aus dem es einen Flieger falten soll. Dann startet der große Papierfliegerwettbewerb. Welcher Flieger fliegt am weitesten?

Bezug: Jesus vergleicht den Wind mit dem Heiligen Geist.

Spielerisches

Topfschlagen

Einem Kind werden die Augen verbunden, ein Topf, unter dem etwas versteckt wird, wird irgendwo auf dem Boden gestellt. Dem „Blinden“ gibt man einen Kochlöffel in die Hand und er darf den Topf suchen. Die anderen helfen mit Hinweisen, ob er nah oder weit weg ist.

Rätselhaftes

Der Merkvers wird als Rätsel dargestellt. Jedes Symbol steht für einen Buchstaben.

(T)Extras

Lieder

Jesus ist gekommen um zu suchen und zu retten (Kann auch als Rap gesprochen werden)

Allein deine Gnade genügt

Immer und überall

Vater, ich komme jetzt zu dir

Spiele

Bonbons suchen

Es werden viele Bonbons im Raum versteckt und alle dürfen suchen. Wer findet die meisten?

Schnitzeljagd

Nikodemus sucht Jesus, das könnte das Thema der Schnitzeljagd sein.

Alle Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt, die Jesusgruppe und die Nikodemusgruppe. Die Jesusgruppe geht los und hat die Aufgabe, für sich ein Versteck anzulegen. Der Weg wird mit Kreidepfeilen markiert. Wenn es nicht möglich ist mit Kreide die Pfeile zu malen, zum Beispiel auf einer Wiese, dann müssen die Pfeile mit Stöcken gelegt werden. Wenn das Versteck erreicht ist, wird ein Kreidekreis aufgezeichnet, das bedeutet, dass im Umkreis von ca. 200 Metern das Versteck ist. Die Jesusgruppe hat einen Vorsprung von ca. 10 Minuten. Wenn die Nikodemusgruppe das Versteck der Jesusgruppe gefunden hat, werden die Rollen getauscht.

Aktionen

Nachtwanderung

Vorbereitung

Wir bauen eine Schatzkiste und verschließen diese mit so vielen Vorhängeschlössern wie es mitspielende Gruppen gibt. Man sollte unterschiedliche Schlosstypen verwenden: Bundbartschlüssel und Zylinderschloss. Außerdem können die Schlösser unterschiedlich groß sein. Zu den passenden Schlüsseln für die Schlösser benötigen wir außerdem noch Schlüssel, die in kein Schloss passen. Insgesamt werden so viele Schlüssel benötigt wie Gruppen mal Stationen beteiligt sind. Also bei vier Gruppen und fünf Stationen brauchen wir vier verschiedene Schlüssel.

Spielidee

Die Gruppen ziehen durchs Gelände und verdienen sich an den einzelnen Stationen durch erfolgreiches Lösen der Aufgaben jeweils einen Schlüssel. Die Gruppen dürfen sich einen Schlüssel aussuchen, von dem sie vermuten, dass er in eines der Schlösser passt. Am Ende des Spiels darf jede Gruppe ihre Schlüssel an der Schatzkiste ausprobieren. Sehr wahrscheinlich hat keine Gruppe alle passenden Schlüssel, um die Schatzkiste zu öffnen. Daher ist im Anschluss noch ein wenig Verhandlungsgeschick nötig, damit sich die einzelnen Gruppen einigen, wie der Schatz aufgeteilt werden kann.

Ideen für Stationen

  • Wormser Reichstag: verschiedene Gemälde zum Reichstag aufstellen; Parcour mit TT-Ball auf Löffel laufen
  • Tintenfass-Wurf: Fotos von Luthers Zimmer; mit einem Wurfgeschoss Kastanie in einen Eimer werfen
  • Bibelübersetzung: biblische Geheimschrift entziffern
  • Luthersprüche: aus verschiedenen Sprüchen richtige Luthersprüche herausfinden, zum Luthersatz „Warum rülpset ihr nicht, …“ Sprudel trinken und Zeit, bis gerülpst wird, aufschreiben

DAS ZIEL

Starter
Glauben heißt, ich darf auf Gott vertrauen.

Checker
Es reicht nicht, sich in der Bibel auszukennen und bei allen Veranstaltungen dabei zu sein. Es reicht, auf Gott zu vertrauen.

» Der Text an sich

Der Abschnitt schließt unmittelbar an den Text an, der in der Lektion unter der Überschrift „Allein der Glaube“ behandelt wurde. Während in der Versen 21 bis 24 der Mensch und seine Rechtfertigung vor Gott im Mittelpunkt stehen, geht es hier um Gottes Handeln, das Gerechtigkeit schafft. Die Hauptaussage ist dabei, dass die Versöhnung nicht aufgrund von menschlichen Verhalten möglich ist, sondern, dass die Initiative dazu von Gott ausgeht. Unsere Aufgabe ist es nicht, vor Gott gerecht zu sein, sondern zu glauben.

Paulus stellt in diesem Text sehr viele Fragen. Es sind vor allem rhetorische Fragen, auf die er gar keine Antwort haben will, denn die Antworten auf diese Fragen stehen fest. Es geht nicht darum, dass ein Mensch sich für seine Leistungen und Werke vor Gott rühmt, sondern es geht um den Glauben. Es geht auch nicht darum, ob einer Jude oder Heide ist, sondern es geht um den Glauben.

In der Lutherübersetzung steht der zentrale Satz „Allein aus Glauben“ (V.28). Das Wort allein steht so nicht im griechischen Text, sondern wurde von Luther an dieser Stelle dazugestellt. Er macht damit besonders deutlich, worum es Paulus geht. Die Werke, die vom Gesetz gefordert werden und der Glaube schließen sich aus.

Paulus greift am Schluss die Frage auf, ob das Gesetz nun nicht mehr gilt. Er sagt „doch“ und er sagt auch, dass jetzt das Gesetz sogar aufgerichtet wird (V. 31). Wie das Verhältnis von Glaube und Gesetz ist bleibt an dieser Stelle offen. Paulus geht erst in Römer 8 wieder darauf ein und beschreibt, dass das Gesetz durch das Opfer von Jesus Christus aufgerichtet wird.

Zusammenfassen kann man diesen Abschnitt mit der Aussage: Gott bewirkt Gerechtigkeit und diese Gerechtigkeit ist für alle Menschen zu erleben. Nicht Leistung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe schaffen Zugang zu Gottes Gerechtigkeit, sondern allein der Glaube.

Glaube ist in unserem Sprachgebrauch oft etwas Schwaches, also nur eine Vermutung. In der Bibel meint Glaube aber immer etwas Kraftvolles. Es geht dabei immer um starkes Vertrauen. Wir glauben an Gott heißt dann immer: Wir vertrauen Gott. Es geht um ihn und nicht um meine Leistungen.

Das was theoretisch im Römerbrief steht hat Martin Luther ganz hautnah erlebt. Er wollte durch Leistungen zu Gott kommen und hat es als eine Befreiung erfahren als er feststelle, dass er nur Vertrauen, also Glauben braucht.

» Der Text für mich

Ist doch klar, was Glaube ist, sage ich mir. Ich weiß, dass es dabei um Vertrauen geht. So einfach ist das aber nicht, denn was ich theoretisch weiß, kann ich nicht immer im Alltag umsetzen. Ich bin so oft dabei, mich auf meine eigene Leistung zu verlassen.
Aber gerade Glauben und Vertrauen brauche ich nicht zu leisten, sondern es reicht, mich Gott hinzuwenden. Es kommt auch gar nicht darauf an, einen großen Glauben zu haben, denn wenn er nur so klein ist wie ein Senfkorn, kann er Berge versetzen (Matthäus 17,20). Es kommt also nicht auf meine Glaubensstärke an, sondern auf die Stärke von dem, auf den sich mein Glaube bezieht.
Auch wenn mein Glaube klein ist, kann Gott alles bewirken, weil es eben nicht um mich geht, sondern um ihn.

» Der Text für dich

CHECKER
Schon wieder Luther, werden vielleicht einige Kinder denken, denn im Jahr des Reformationsjubiläums haben sie schon an vielen Stellen von Martin Luther gehört. Die Biografie von Luther ist aber nur der Aufhänger für eine tiefe geistliche Wahrheit. Das Stichwort Glaube wird von den Jungscharlern oft verwendet und gehört selbstverständlich mit zu ihrem Wortschatz. Es ist aber oft so, dass sie den Begriff nicht mit Inhalt füllen können und deshalb bleibt das Wort nur eine hohle Worthülse. Für die Checker geht es darum, Glaube im Herzen zu verstehen. So war das übrigens auch bei Luther. Er war ein Checker und kannte sich in der Bibel aus.
Die Erkenntnis, dass der Glaube nichts mit Leistung zu tun hat, merkte er erst viel später.

» Der Text erlebt

MATERIAL
Für den Parcours: Knöpfe, Luftballons, Stoppuhr, Zollstock, Puzzlespiele, Mausefallen,
Tür und 5 Schlüssel, von denen einer passt; Blätter und Stifte

HINFÜHRUNG
Idee 1: LEISTUNGSPARCOURS
Es werden mehrere Spielstationen aufgebaut, bei denen es darum geht, eine Leistung zu erbringen. Für die Leistungen gibt es Punkte. Die Höchstpunktzahl an jeder Station ist 100. Bevor die Aufgaben durchgeführt werden wird den Kindern mitgeteilt, dass ihre Leistungen heute belohnt werden. Jeder Teilnehmer, der mindestens 400 Punkte hat, bekommt einen Preis, zum Beispiel 1 x Eis essen gehen mit dem Jungscharleiter. Die Bewertung der Stationen ist aber so aufgebaut, dass niemand diese 400 Punkte erreicht. Mögliche Stationen findet man unter (T)Extras.
Achtung: Sobald die Kinder merken, dass sie die Höchstpunktzahl nicht erreichen können, werden sie sagen, dass es ungerecht ist. Manche könnten richtig sauer werden. Dann muss man überlegen, ob man den Spielparcours abricht und zum Thema überleitet oder ob man den Kindern sagt, ich erkläre euch gleich, wenn die Spiele zu Ende sind, was das bedeutet.

Idee 2: MINENFELD
Es wird auf dem Boden ein Spielfeld markiert. Das Spielfeld ist leider vermint, das heißt, in das Spielfeld werden mehrere gespannte Mausefallen gestellt. Ein Teilnehmer bekommt die Augen verbunden und muss nun durch das Minenfeld gehen. Ein andere darf ihm aber Tipps geben, damit er nicht auf die Minen tritt. Das Spiel macht deutlich, dass der, der mit verbunden Augen geht, dem anderen vertrauen muss.
Tipp: Will man den Effekt noch erhöhen, dann muss der Spieler im Minenfeld seine Schuhe und Strümpfe ausziehen und barfuß gehen.

VERKÜNDIGUNG
Das Thema wird von Martin Luther selbst erzählt. Dazu kann sich der Erzähler mit einer Mönchskutte verkleiden. Außerdem braucht man eine Tür. Das kann die Tür des Jungscharraumes sein, die allerdings abgeschlossen sein muss. Da das nicht immer möglich sein wird, kann man auch eine Tür im Raum aufstellen. Auf der Tür steht: Gnade Gottes. Bei jedem kurzen Erzähltext nimmt Martin Luther einen Schlüssel und probiert, damit die Tür aufzumachen.
Der Schlüssel passt nicht. Erst beim letzten Versuch ist der richtige Schlüssel gefunden, mit dem sich die Tür öffnen lässt.

Schulzeit
Hallo, mein Name ist Martin Luther. Ich bin damals, am Ende des 15.Jahrhunderts zur Schule gegangen. So wie ihr heute. Es waren zwar andere Sitten, aber eines war klar. Ich musste gute Noten bringen. Mein Lehrer wollte es so und mein Vater wollte es auch. Wenn ich diese guten Noten nicht hatte oder Regeln übertreten habe, gab es Schläge. Das war manchmal der Fall, obwohl ich ein guter Schüler war. Mein Vater wollte, das aus mir was wird und so brauchte ich gute Noten in der Schule. Ich war so gut, dass ich sogar an die Universität gehen konnte. Mein Vater war stolz auf mich und ich dachte: Gott ist bestimmt auch stolz auf mich. Mit meinen Leistungen kann ich zu Gott kommen. (Der Schlüssel wird probiert, er passt aber nicht.)

Gewittererlebnis
Während meiner Studienzeit passierte ein besonderes Erlebnis. Ich war im Wald unterwegs, als plötzlich ein Gewitter aufzog. Ich hatte große Angst und als ganz in meiner Nähe ein Blitz einschlug, dachte ich, dass mein Leben jetzt zu Ende ist. Ich wollte aber gern weiterleben. In meiner Angst rief ich: „Ich will ein Mönch werden!“ Als das Gewitter vorbei war und ich noch lebte, setzte ich den Vorsatz in die Tat um und trat in ein Kloster ein. Meine Freunde haben das nicht verstanden Ich denke aber, dass es wichtig ist, dass ich zu meinem Vorsatz stehe. So kann ich zu Gott kommen. (Der Schlüssel wird probiert, er passt aber nicht.)

Kloster
Es war nicht leicht im Kloster. Der Tag war bestimmt durch Fasten, Beten und Arbeiten. Das erste Gebet fand morgens um 3.00 Uhr statt. Ich tat alles, weil ich den Wunsch hatte, einen gnädigen Gott zu erhalten. Ich hielt mich an alle Ordnungen, schwänzte kein Gebet und dachte, das muss der Schlüssel zu Gott sein. (Der Schlüssel wird probiert, er passt aber nicht.)

Reise nach Rom
Einmal musste ich nach Rom reisen, um bestimmte Dinge zu klären. Ich dachte, dort in Rom wohnt der Papst. Dort sind die Menschen, die Gott sehr nahe sind. Dort werde ich Gott finden. Ich nahm an verschiedenen Handlungen teil, um deutlich zu machen, dass ich alles für Gott tun will. Ich unternahm eine Wallfahrt durch 7 Kirchen von Rom, ohne etwas dabei zu essen. Ich kroch auf Knien die Stufen zum Papstpalst hinauf und betet auf jeder Stufe ein Vater Unser. Ich dachte, das ist der Schlüssel zu Gott. (Der Schlüssel wird probiert, er passt aber nicht.)

Glaubenserkenntnis
Ich bin als Professor an die Universität in Wittenberg gekommen. Dort habe ich mich sehr intensiv mit der Bibel beschäftigt. Ich habe viel Im Römerbrief gelesen und über den Inhalt nachgedacht. Plötzlich las ich einige Verse und mir war klar. Es geht gar nicht um meine Leistung. Die Leistung hat Gott schon erbracht. Ich brauche gar nichts zu tun. Ich brauche nur glauben, also Gott vertrauen. Das ist der Schlüssel, der passt. (Der Schlüssel wird probiert, er passt und die Tür wird aufgeschlossen.)

DIE ANDERE IDEE

SCHLÜSSELWORT-ERZÄHLRUNDE
Jeder Vers des Bibeltextes wird auf ein großes Blatt geschrieben und langsam vorgelesen. Jeder darf nun Wörter unterstreichen, die ihm besonders wichtig sind. An diesen Wörtern wird weiter gearbeitet. Die Jungscharler dürfen kleine Geschichten erzählen, durch die diese Worte erklärt werden. Auch der Leiter darf solche Geschichten erzählen. Ein Beispiel zum Thema Gesetz. – Er erzählt ein Beispiel, wo er nicht das Gesetz einhalten hat, zu schnell gefahren ist und Bußgeld bezahlen musste. Ein weiteres Beispiel zum Thema Glauben – Der Mitarbeiter erzählt, wie er erfahren und erlebt hat, das er bei Gott nichts leisten muss. Die Verkündigung geschieht hier durch gemeinsames Erzählen von Kindern und Mitarbeitern.

» Der Text gelebt

WIEDERHOLUNG
Der Bibeltext wird auf ein langes schmales Stück Papier geschrieben und gelesen. Was hat der Text mit dem Geschichten aus Luthers Leben zu tun? Der Papierstreifen wird zum Zeitstrahl. Die Kinder markieren die Stationen, schreiben evtl. eine Jahreszahl dazu, wiederholen kurz das Ereignis und sagen ihre Gedanken, wie der Text mit der Biografie von Luther zusammenhängt

GESPRÄCH
Auf ein Plakat wird ein Fragezeichen gemalt. Dazu werden mehrere Fragen geschrieben,
zum Beispiel:
• Was ist Glaube?
• Wo fällt es mir schwer, zu vertrauen?
• Was wollte Martin Luther leisten?
• Wie hat Martin Luther gemerkt, dass es nicht um seine eigene Leistung geht?
• Allein durch Glaube – was bedeutet das für mich?
Jeder Teilnehmer erhält drei Klebepunkte und klebt sie auf die Fragen. Er muss entscheiden, welche Fragen die wichtigste für ihn ist. Er darf alle Punkte auf eine Frage kleben oder die Punkte verteilen. Die Frage mit den meisten Punkten wird dann miteinander besprochen. Wenn genügend Zeit ist, können auch noch weiter Fragen beantwortet werden.

MERKVERS
Denn für mich steht fest: Allein aufgrund des Glaubens nimmt Gott Menschen an und lässt sie vor seinem Urteil als gerecht bestehen. Er fragt dabei nicht nach Leistungen, wie das Gesetz sie fordert.
Römer 3, 28 GNB
Der Vers wird in sehr kleine Teile zerschnitten (immer zwei oder drei Buchstaben). Immer mehrere Kinder spielen zusammen. Es wird ein Wettbewerb ausgerufen, wer es am schnellsten schafft, den Vers zusammen zu puzzeln. Nach einem Startschuss geht es los. Die Jungscharler werden schnell merken, dass das Puzzle (fast) nicht zu schaffen ist. Deshalb unterbricht der Leiter und sagt: „Es kommt nicht auf eure Leistung an, deshalb habe ich das Puzzle für euch schön gelöst.“ Jeder erhält einen Zettel mit dem Bibelvers und der Vers wird gemeinsam gelesen.

GEBET
Wir beten für Ereignisse aus dem eigenen Leben. Dazu malt jeder einen Zeitstrahl auf, schreibt seinen Geburtstag an den Anfangspunkt und das heutige Datum in den hinteren Teil des Zeitstrahles, aber nicht ans Ende, denn es geht ja nach dem heutigen Tag noch weiter. Nun schreibt jeder weitere Dinge an den Zeitstrahl. Das können Ereignisse aus der Vergangenheit sein oder Situationen die noch kommen. Luther hat sein Leben immer mit Gott in Verbindung gebracht. Das tun wir auch. Jeder der will sagt (mindestens) ein Gebet. Er kann für Dinge in der Vergangenheit danken und für kommende Ereignisse bitten. Wir können vertrauen, dass Gott unsere Gebete erhört. Wir brauchen dafür nichts zu leisten.

KREATIVES
Da es in der Lektion viel um Schlüssel ging, basteln wir zur Erinnerung einen Schlüsselanhänger. Jeder erhält einen Korken und dreht in die Oberseite mittig eine Augenschraube ein. Nun wird der Korken individuell bemalt, zum Beispiel mit den Anfangsbuchstaben, kreativen Mustern oder anderen Dingen. Wenn die Farbe getrocknet ist, muss man nur noch einen Schlüsselring durch das Loch der Schraube fädeln und schon ist der persönliche Schlüsselanhänger fertig.

SPIELERISCHES
Alle Spieler stehen sich in zwei Reihen gegenüber und bilden eine Spalierreihe. Das ist die Waschstraße, durch die eine Person gehen muss. Sie kann schnell oder langsam, aufrecht oder auf allen vieren durch die Waschstraße gehen. Dabei wird sie sanft gewaschen, also massiert, gekrault, über den Rücken gestrichen usw. Man braucht Vertrauen in die anderen, denn der Spieler in der Waschstraße darf keinesfalls unsanft berührt oder gar geschlagen werden. Jeder der will, kann durch die Waschanlage gehen.

RÄTSELHAFTES
Jeder Teilnehmer erhält einen Zettel und schreibt die Buchstaben des Wortes Glaube untereinander auf. Nun überlegt er sich Antworten und passende Fragen die mit dem Thema Glaube zu tun haben und schreibt sie auf. Die Antworten sollen natürlich die Buchstaben des Wortes Glaube enthalten. Das Ganze hat dann die Form eines Füllrätsels.
Fragen:
1. Was zählt bei Gott nichts?
2. Wer schrieb den Römerbrief?
3. In welcher Veranstaltung sind wir gerade?
4. Ein anderes Wort für Glaube
5. Wo lesen wir viel von Gott?
6. Name eines Reformators

Lösungen: 1. Leistung, 2. Paulus, 3 Jungschar, 4. Vertrauen, 5. Bibel, 6. Luther

Danach gibt jeder Rätselgestalter sein Rätsel an den Nachbarn und löst damit ein anderes Rätsel, bei dem das Lösungswort Glaube schon feststeht. Wenn diese Form zu schwer ist, dann kann man auch solch ein Füllrätsel für alle vorbereiten.

» (T)extras

LIEDER
Bist du groß oder bist du klein
Ich mach mich locker
Jesus, zu dir kann ich so kommen wie ich bin

SPIELE FÜR DEN LEISTUNGSPARCOURS
Puzzlespiel
Ein Puzzle mit ca. 50 Teilen muss zusammengesetzt werden. Wer es in 2 Minuten schafft bekommt 100 Punkte, je 30 Sekunden länger, werden 10 Punkte abgezogen.
Weitsprung aus dem Stand
Die Teilnehmer springen von einer Startlinie aus so weit wie möglich. Für einen 3 Meter-Sprung erhalten sie 100 Punkte je 25 cm weniger werden 10 Punkte abgezogen.
Schnellsprechen
Jeder Teilnehmer erhält einen Zungenbrecher und muss ihn innerhalb von 30 Sekunden so oft wie möglich fehlerfrei sagen. Wer es 12-mal schafft bekommt 100 Punkte. Für 11 fehlerfreie Zungenbrecher gibt es noch 90 Punkte, für 10 noch 80 usw.
Zwei Beispiele für Zungenbrecher: Klitzekleine Katzen kotzen klitzekleine Kotze. Klitzekleine Kotze kotzen klitzekleine Katzen.
Sechzig tschechische Chefchemiker scheuchen keusche chinesische Mönche in seichte Löschteiche.
Luftballons jonglieren
Jeder Teilnehmer erhält drei Luftballons und hat die Aufgabe, sie solange wie möglich in der Luft zu halten. Sobald der erste Luftballon den Boden berührt ist der Versuch vorbei. Pro 5 Sekunden erhält der Teilnehmer 10 Punkte. Für 100 Punkte muss er die Ballons also 50 Sekunden jonglieren.
Knöpfe stapeln
Es liegen unterschiedliche Knöpfe bereit. Die Aufgabe besteht darin, diese Knöpfe innerhalb einer Minute übereinander zu stapeln. Für 2 übereinander gestapelte Knöpfe erhält man 10 Punkte. 100 Punkte erreicht man also, wenn 20 Knöpfe gestapelt wurden.

Diese Themenreihe enthält alle Einheiten zum Thema Reformation aus dem JUMAT-Jahrgang 2017. Zwei Einheiten beschäftigen sich mit Martin Luther und seinem Freund Lucas Cranach. Vier Einheiten haben die vier Sola der Reformation als Schwerpunkt und zwei weitere Einheiten beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Reformation bis heute.

Ein Teil der Einheiten ist nach folgendem Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Die anderen Einheiten haben folgenden Aufbau: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst und zwei Geländespiele.

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