Passion und Ostern im Markusevangelium

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in vier Lektionen um Sterben und Auferstehen Jesu im Markusevangelium:

Lektion 1: Markus 14,27-61;66-72 Voll versagt

Lektion 2: Markus 15 Befreit!

Lektion 3: Markus 16,1-8 Das Grab ist leer!

Lektion 4: Markus 16,9-20 Zweifeln erlaubt?!

Zusatz: Ein Ostergarten für Kinder und Familien

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Ich kann meine Schuld bei Jesus abgeben.

Checker

Es war ungerecht, dass Jesus am Kreuz sterben musste, doch er hat sich freiwillig dafür entschieden, um mir meine Schuld abzunehmen.

Der Text an sich

Die Gerichtsverhandlung vor dem Hohen Rat (dem jüdischen Gericht) hatte die ganze Nacht gedauert, bis schließlich am frühen Morgen das Todesurteil über Jesus gefällt wurde. Die römische Besatzungsmacht unter der die Juden zu dieser Zeit lebten, verbot es dem jüdischen Gericht jedoch, ein solches Todesurteil zu vollstrecken. Deshalb wird Jesus vor Pilatus, den zuständigen römischen Statthalter, gebracht, um den Fall vor einem römischen Gericht zu verhandeln.

Pilatus fragt Jesus, ob er der König der Juden sei. Während Pilatus dabei an einen politischen Herrscher denkt, der unter dem jüdischen Volk die Macht an sich reißen will, hat Jesus ein ganz anderes Verständnis für diesen Titel. Er beantwortet die Frage mit Ja, denn er ist nicht nur König der Juden, sondern der von Gott gesandte Retter für die ganze Welt. Trotzdem durchschaut Pilatus die Situation und erkennt, dass der Hohe Rat ihm Jesus nur aus Neid ausgeliefert hat. Doch obwohl er Jesus nicht unschuldig verurteilen will, will er sich auch den Hohen Rat zum Feind machen.

In dieser Situation kommt Pilatus der Brauch, anlässlich des Passafestes einen vom Volk gewählten Gefangenen freizulassen, ganz recht. So bietet er an Jesus, der unter dem Volk beliebt war, zu begnadigen. Doch der Hohe Rat hat die Volksmenge bereits so sehr gegen Jesus aufgehetzt, dass sie stattdessen die Freilassung eines Mörders fordern und für Jesus die Kreuzigung verlangen. Mit dieser Situation hat Pilatus nicht gerechnet, doch er wagt es nicht sich gegen das Volk zu stellen und bestätigt deshalb das Todesurteil über Jesus.

Das Kreuz war die härteste und qualvollste Todesstrafe der Römer und wurde nur für Schwerverbrecher angewendet. Auch für die Juden war klar: Wer am Kreuz hängt ist von Gott verlassen und verflucht (vgl. 5. Mose 21,22). Die Mischung aus Wein und Myrrhe diente als Betäubungsmittel gegen die Schmerzen, doch Jesus lehnt es ab.

Die Dunkelheit, die sich ausbreitet als Jesus am Kreuz hängt, macht deutlich, dass die ganze Schöpfung von diesem Ereignis betroffen ist und gleichzeitig ist sie ein Bild für die Schuld der Menschheit die in diesem Augenblick auf Jesus gelegt wird. Jesus nimmt unsere Schuld und unser getrennt sein von Gott auf sich. Als Jesus dann stirbt, zerreißt der Vorhang im Tempel von Jerusalem. Der Vorhang im Tempel trennt das Allerheiligste, den Ort an dem Gott wohnt und den niemand betreten durfte, von den Menschen. Doch Gott zerreißt diesen Vorhang und macht damit deutlich, dass durch den Tod von Jesus, Gemeinschaft mit Gott wieder möglich ist, denn Jesus hat alle Schuld beseitigt, die uns von Gott trennt.

Der Text für mich

Die Geschichte von Jesu Tod am Kreuz gehört zu denen, die ich schon so oft gehört habe, dass meine Gedanken beim Lesen abschweifen, weil ich meine schon alles zu wissen. Doch egal wie oft wir sie schon gehört haben, ist und bleibt sie so zentral für unser Leben und das Leben der Kinder. Sie zeigt, wie groß Gottes Liebe zu uns ist und wie weit er bereit war zu gehen. Nicht nur die Schmerzen und den Spott der Menschen nimmt er auf sich, sondern auch das vollkommene Verlassensein von Gott, wie es schlimmer nicht sein könnte. In dieser völligen Finsternis am Kreuz, wo kein Lichtstrahl mehr durchdringt, nimmt er unsere Schuld auf sich und geht förmlich durch die Hölle, um uns genau das zu ersparen und stattdessen Gemeinschaft zwischen uns und Gott wieder möglich zu machen.

Der Text für dich

Starter

Für die Starter ist es schwer verständlich, was der Tod von Jesus vor so vielen Jahren mit ihrem Leben heute zu tun haben soll. Auch der Begriff Sünde ist für sie nicht automatisch verständlich und muss erklärt werden. Egal ob es sich um einen Streit mit einem guten Freund, das Schummeln oder bei einer Klassenarbeit oder Lüge gegenüber den Eltern handelt. Viele der Kinder kennen Situationen, in denen sie sich nicht richtig verhalten haben und manche davon können für sie sehr belastend sein. Für diese Kinder ist es eine frohe und befreiende Botschaft zu hören, dass sie diese Dinge bei Jesus abgeben können.

Checker

Gerechtigkeit ist ein zentrales Thema im Leben der Kinder. Egal ob bei Spielen, in der Schule oder dem Verhalten der Eltern, Kinder wissen sofort welches Verhalten ihnen gegenüber gerecht ist und welches nicht. Gerade für die Kinder, die die Geschichte von Jesu Tod am Kreuz schon oft gehört haben und deshalb unter Umständen langweilig finden, ist es eine Chance, das Thema von dieser Seite zu beleuchten und deutlich zu machen, dass Jesus für unsere Schuld stirbt, obwohl er selber unschuldig ist. Er wird an unserer Stelle bestraft.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Das ungerechte Spiel

Die Regeln dieses Spiels sind bewusst ungerecht. Die Kinder sollen dadurch nachempfinden, wie es sich anfühlt ungerecht behandelt zu werden.

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und sollen jeweils einen aufgebauten Parcours durchqueren. Jeweils eine Person aus den Gruppen beginnt. Sobald diese den Parcours erfolgreich durchquert hat, darf die nächste Person aus der Gruppe loslaufen. Gewonnen hat die Gruppe, bei der als Erste alle Personen den Parcours durchlaufen haben.

Da das Spiel bewusst ungerecht gestaltet sein soll, erhält eine Gruppe ein Handicap (auf einem Bein hüpfen, verbundene Augen, …) während die andere Gruppe ganz normal laufen darf. Der Gewinner soll einen Preis bekommen, damit das Gefühl von Ungerechtigkeit noch stärker hervortritt.

Idee 2: Sünde

Der Begriff Sünde wird auf ein Blatt Papier geschrieben. Dann werden die Kinder gefragt, ob sie wissen, was der Begriff Sünde bedeutet und dürfen erklären, was sie darunter verstehen. Anschließend sollen die Kinder verschiedene Dinge auf kleine Zettel schreiben, die sie mit Sünde in Verbindung bringen (Lügen, klauen, schlagen, …). Die Zettel werden auf dem Boden verteilt. Jetzt wird mit einem Klebeband oder einer Schnur ein großes V um die Zettel geklebt (siehe Skizze). 

Die Kinder bekommen die Aufgabe, über den Abstand zu springen. Sie sollen links, wo de Abstand ganz klein ist anfangen und immer weiter nach rechts gehen, bis sie es nicht mehr schaffen über den Abstand zu springen.

Mithilfe von diesem Bild soll deutlich werden, was Sünde ist. Folgendes kann erklärt werden: Sünde bedeutet, dass wir Menschen von Gott getrennt sind. Sie ist wie ein großer Graben zwischen uns und Gott. Gott ist auf der einen Seite und wir auf der anderen Seite. Und die Sünde macht, dass wir nicht bei Gott sein können. Vielleicht denken wir, es ist ja gar nicht so schlimm, wenn ich ein bisschen gelogen habe oder gemein war. Aber der Abstand zwischen uns und Gott ist nicht nur so klein wie hier am Anfang, wo wir noch locker drüberspringen können. Sondern der Abstand ist so groß wie auf der anderen Seite, wo wir keine Chance mehr haben zu Gott hinzukommen.

Verkündigung

Verkündigungsart: Erzählung mit Bildern

Material: Vorlagen aus dem Downloadbereich, Karten aus der Hinführung Idee 2, 6 Karten auf die mit rotem Stift die Begriffe Lüge, Hass, Neid, Ungerechtigkeit, Angst, Mord geschrieben sind

Die Geschichte wird mithilfe mehrere Bilder erzählt, die aneinandergereiht werden und einen Zeitstrahl ergeben. Während der Erzählung werden die vorbereiteten Karten mit Begriffen auf die Bilder gelegt.   

Bild 1: Jesus wurde im Garten Gethsemane gefangen genommen und vor das jüdische Gericht gebracht. Dort waren die wichtigsten und mächtigsten Juden versammelt, um darüber zu beraten, was mit Jesus passieren soll. Die ganze Nacht über wurde Jesus verhört. Sie stellten ihm Fragen und versuchten irgendetwas zu finden, das er falsch gemacht hat. ‚Egal was, Hauptsache wir finden einen Grund für den wir ihn bestrafen können‘, dachten sich die jüdischen Männer. Sie hatten sogar Leute dafür bezahlt, dass sie Lügen über Jesus erzählen. Sie waren so voller Hass und Neid auf Jesus, dass sie ihn unbedingt loswerden wollten. Sie hatten die ganze Nacht über beraten, bis sie am frühen Morgen eine Entscheidung trafen: Jesus soll sterben!

Bild 2: Es gab nur ein Problem. Das jüdische Gericht durfte so eine Entscheidung gar nicht alleine treffen. Es gab nämlich noch ein höheres und wichtigeres Gericht. Und das war das römische Gericht. Und so ließen die mächtigen jüdischen Männer Jesus fesseln und brachten ihn zu Pontius Pilatus. Pilatus war Statthalter von Jerusalem und nur er konnte so ein Gericht abhalten.

Dort angekommen fragte Pilatus: „Stimmt es, dass du der König der Juden bist?“ Und Jesus antwortete: „Es stimmt, du sagst es.“ Aber das war eigentlich noch kein Grund, um Jesus zu bestrafen. Pilatus hörte sich auch all die Anschuldigungen an, die die Männer aus dem jüdischen Gericht gegen Jesus vorzubringen hatten. Aber Pilatus durchschaute den Plan dieser Männer. Keine von diesen Anklangen gegen Jesus war richtig. Jesus war unschuldig. Und ihn zu bestrafen wäre ungerecht. Doch die mächtigen jüdischen Männer wollten Jesus unbedingt loswerden.

Jetzt hatte Pilatus ein Problem. Er wollte Jesus nicht unschuldig verurteilen, aber er hatte auch Angst, dass die mächtigen jüdischen Männer verärgert sind und ihm das Leben schwermachen. Pilatus saß in einer Zwickmühle.

Frage an die Kinder: Was hättet ihr in so einer Situation gemacht?

Bild 3: Pilatus hatte eine Idee. Es gab einen Brauch, dass einmal im Jahr ein Gefangener freigelassen wird. Er dachte sich: „Bestimmt will das Volk, dass Jesus freigelassen wird. Er war ja immer beliebt und hat viele Wunder getan.“ Und so fragte er das Volk, das sich vor dem Gerichtssaal versammelt hatte: „Soll ich Jesus, den König der Juden, für euch freilassen?“

Frage an die Kinder: Was denkt ihr, hat das Volk geantwortet?

Bild 4: Auf einmal wurde es laut in der Menschenmenge und das Volk fing an zu rufen: „Nein, wir wollen nicht Jesus, gib uns Barrabas frei!“ Pilatus erschrak. Damit hatte er nicht gerechnet, denn Barrabas war ein schlimmer Mörder. Die mächtigen jüdischen Männer hatten das Volk so sehr gegen Jesus aufhetzt, dass sie statt Jesus lieber einen Mörder freilassen wollten. Da fragte Pilatus: „Was soll ich dann mit Jesus machen?“ Und dass Volk rief noch lauter: „Jesus soll am Kreuz sterben!“

Bild 5: Pilatus wusste, dass das nicht richtig war. Es war ungerecht. Das Kreuz war die Strafe für die schlimmsten Verbrecher, aber Jesus war unschuldig. Aber Pilatus hatte Angst. Er wollte sich bei den Menschen nicht unbeliebt machen. Und so gab er den Befehl, dass Jesus abgeführt wird. Jesus wurde von den Soldaten mitgenommen und nach Golgatha gebracht. So hieß der Berg außerhalb der Stadt. Dort wurde Jesus wie ein Schwerverbrecher an ein Kreuz genagelt, obwohl er unschuldig (Begriff mit grünem Stift neben das Kreuz schreiben) war.

Doch als Jesus dort am Kreuz hing, passiert etwas Merkwürdiges. Es war mitten am Tag, aber auf einmal wurde es ganz dunkel. Die Menschen wussten überhaupt nicht, was auf einmal passiert. Im ganzen Land war die Sonne verschwunden und es war drei Stunden lang stockdunkel.

Jesus war unschuldig. Er war sogar der einzige Mensch, der nie etwas Falsches gemacht hat und der deshalb ganz nah bei Gott sein konnte. Aber in diesem Moment, wo es so dunkel war, da hat Jesus die Schuld von allen Menschen auf sich genommen. Jesus hat die Schuld von den mächtigen jüdischen Männern auf sich genommen. Den ganzen Hass und den Neid. (Kärtchen mit Hass, Neid, Lüge auf das Kreuz legen) Jesus hat auch die Schuld von Pilatus, seine Angst und Ungerechtigkeit auf sich genommen. (Kärtchen mit Angst, Ungerechtigkeit auf das Kreuz legen) Er hat sogar die Schuld von Barrabas dem Mörder auf sich genommen. (Kärtchen mit Mord auf das Kreuz legen)

Bild 6: (Die Kärtchen aus der Hinführung werden auf das Bild gelegt) Aber Jesus hat nicht nur die Schuld von den Menschen damals weggenommen, sondern er hat auch unsere Schuld weggenommen. Alle Dinge, die wir falsch gemacht haben.Wo wir gemein waren, wo wir anderen wehgetan haben oder gelogen haben. (Die Kärtchen auf das Kreuz legen)

Eigentlich wäre es gerecht gewesen, wenn wir für die Dinge bestraft werden, die wir falsch gemacht haben. Aber Jesus hat das alles für uns weggenommen, damit wir wieder zu Gott kommen können.

Als Jesus am Kreuz hing und es so dunkel war, war er unglaublich einsam. Jesus hat die Schuld von allen Menschen auf sich genommen und deshalb konnte er in diesem Moment nicht mehr bei Gott sein. Kurz bevor er gestorben ist hat er gerufen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“ Für Jesus war es das allerschlimmste von Gott getrennt zu sein, aber er hat sich freiwillig dafür entschieden. Er wusste, nur wenn er unsere Schuld wegnimmt, können wir wieder mit Gott zusammen leben.

Die andere Idee

Die Geschichte wird mit unterschiedlichen Gegenständen erzählt, die im Bibeltext vorkommen. Unterschiedliche Gegenstände (oder Bilder) können sein:

Seil (Fesseln), Richterstuhl, Krone, Figur (für Barrabas), Kreuz, Peitsche, Dornenkrone, Umhang, Würfel (Los), Tuch (Kleidung Jesu), Vorhang, … 

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder erhalten verschiedene Aussagen der Geschichte und sollen sie in die richtige Reihenfolge bringen:

  • Jesus wurde vor das jüdische Gericht gebracht.
  • Es wurden Leute dafür bezahlt, dass Lügen über Jesus erzählt wurden.
  • Jesus wurde zu Pontius Pilatus gebracht.
  • Jesus war unschuldig, aber Pilatus hatte Angst, dass die mächtigen jüdischen Männer verärgert sind und ihm das Leben schwermachen.
  • Das Volk will, dass Barrabas, der Mörder, freigelassen wird.
  • Das Volk ruft: „Jesus soll am Kreuz sterben.“
  • Mitten am Tag wurde es auf einmal ganz dunkel.
  • Jesus nimmt die Schuld der Menschen auf sich.
  • Jesus ruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“
  • Jesus stirbt am Kreuz.

Gespräch

Folgende Fragen können euch helfen mit den Kindern ins Gespräch zu kommen:

  • Wurdet ihr schon mal ungerecht behandelt? Wie fühlt man sich dann?
  • Wie reagiert ihr, wenn ihr z.B. von einem Lehrer oder euren Eltern ungerecht behandelt werdet?

In der Geschichte haben wir gehört, dass auch Jesus ziemlich ungerecht behandelt wurde:

  • Warum wurde Jesus bestraft, obwohl er unschuldig war?
  • Warum hat Jesus nicht versucht sich zu wehren?
  • Was hat der Tod von Jesus mit uns heute zu tun?

Merkvers

„Wenn wir aber unsere Schuld eingestehen, ist Gott treu und gerecht: Er vergibt uns die Schuld und reinigt uns von allem Unrecht, das wir begangen haben.“ 1. Johannes 1,9 (BasisBibel)

Der Ort an dem unsere Schuld vergeben wird ist das Kreuz. Deshalb wird der Bibelvers in Form eines Kreuzes auf ein Blatt Papier geschrieben und in einzelne Puzzleteile zerschnitten. Die Kinder sollen den Vers zusammenpuzzeln und erklären, was der Vers mit dem Kreuz zu tun hat. (Vorlage im Downloadbereich)

Gebet

Mit den Kindern werden verschiedene Dinge gesammelt, für die ihr Jesus Danke sagen könnt. Diese können aus der Geschichte oder aus dem Alltag der Kinder stammen. Dann wird gemeinsam eine Gebetsrunde gemacht, indem ihr Jesus für diese Dinge Danke sagt.

Kreatives

Material: Holzperlen, Wolle, Kleber, etl. Schlüsselringe

Als Erinnerung an die Kreuzigungsgeschichte kann mit den Kindern ein kleines Kreuz aus Perlen, das sich z.B. gut als Schlüsselanhänger eignet, gebastelt werden.

Eine Anleitung dafür findet man z.B. hier:

https://i.pinimg.com/originals/61/e5/0e/61e50e426c26032c0f2a6a50b2e7f468.jpg

Die Perlen werden wie auf dem Bild nacheinander aufgefädelt. Am Ende wird die weiße Perle mit etwas Klebstoff zwischen die blaue und rote Perle geklebt.

Spielerisches

Die Kinder bilden einen Kreis, schließen die Augen und strecken die Arme in die Mitte. Dann ergreifen sie mit jeder Hand eine freie Hand eines anderen Kindes. Anschließend öffnen alle die Augen. Der entstandene Knoten muss nun entwirrt werden ohne, dass eine Hand losgelassen wird.

Verknüpfung: Wir sind in die Sünde verstrickt wie in einen Knoten. Ohne Hilfe kommen wir da nicht heraus.

Rätselhaftes

Die Kinder erhalten die Aufgabe mit einem Schnitt ein Kreuz aus einem Blatt Papier herauszuschneiden. Sie dürfen das Blatt falten wie sie wollen, aber mit der Schere nur einen geraden Schnitt machen.

Gemeinsam kann gerätselt und ausprobiert werden. Eine Anleitung für die Lösung findet man z.B. hier: https://www.kreativekiste.de/barak-und-das-kreuz-mit-einem-schnitt

(T)Extras

Aktionen

Material: Toilette, Klopapier, Filzstifte

Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Schuld Jesus zu sagen und sie bei ihm abzugeben.

Auf den Toilettendeckel wird ein Blatt Papier auf dem ‚Jesus‘ steht geklebt. Die Kinder dürfen ihre Schuld – Dinge die sie falsch gemacht haben oder die sie belasten – auf Klopapier schreiben. Als Bild dafür, wie Jesus unsere Schuld wegnimmt, wird das Klopapier anschließend in die Toilette geworfen und weggespült. Wenn Filzstifte verwendet werden, löst sich die Schrift im Wasser auf.

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Heilung eines langjährigen Kranken am Teich Bethesda (Fall 9)

Schwerpunkte

  • Jesus sind wir nicht egal – er sieht jeden einzelnen Menschen
  • Jesus wartet mit seiner Hilfe auf das Einverständnis des Kranken
  • Jesus ist der Sohn Gottes

Besonderheiten

  • Auf einem Beweisstück müssen Fingerabdrücke gesichert werden. Es ist hilfreich, wenn jede Gruppe einen Begleiter / eine Begleiterin hat, der/die den Grafitstaub beaufsichtigt und beim Finden und Sichern der Fingerabdrücke hilft. Bei nur einem Mitarbeiter / einer Mitarbeiterin müssen die Gruppen den Gegenstand zum Mitarbeiter / zur Mitarbeiterin bringen, da der Staub sehr dreckig macht.
  • Es sollten mehrere Räume oder Orte zur Verfügung stehen.

Situation

Anlässlich eines Festes geht Jesus nach Jerusalem. Direkt beim Schafstor befinden sich die zwei Teiche und die fünf Hallen von Bethesda, dem „Haus der Barmherzigkeit“. Die Kranken in den Hallen warten darauf, dass das Wasser von einem Engel bewegt wird. Wer dann zuerst ins Wasser steigt, wird geheilt. Jesus geht zu diesem Ort, an dem sicher viele verzweifelte Kranke sind. In der großen Menschenmenge fällt ihm ein kranker Mensch besonders auf. Jesus spricht ihn an und fragt: „Willst du gesund werden?“ Jesus zwingt ihm seine Hilfe nicht auf und in der Antwort des kranken Menschen wird seine Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht deutlich. Niemand hilft ihm ins Wasser, wenn es sich bewegt. Daraufhin fordert Jesus ihn auf: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“ Sofort gehorcht der Mann und siehe da, er kann gehen und seine Matte mitnehmen.

Nach 2. Mose 20,10 ist es verboten, am Sabbat zu arbeiten. Als der ehemals Kranke mit seiner Matte losläuft, wird er sofort verwarnt, dass er die Matte am Sabbat nicht tragen darf. Der Mann antwortet, dass er nur tut, was derjenige, der ihn geheilt hat, gesagt hat. Da er wohl lange in der Halle gelegen hatte, kannte er Jesus anscheinend nicht. Beide, Jesus und der Kranke, gehen getrennt voneinander zum Tempel. Dort spricht ihn Jesus noch einmal an und mahnt ihn, nicht mehr zu sündigen, damit nichts Schlimmeres passiert. Die Schuld, die zur ersten Krankheit geführt hat, wird nicht genannt, sondern nur, dass die Krankheit durch eine Verfehlung entstanden ist. Auch wir kennen Krankheiten, die offensichtlich z. B. durch Drogenmissbrauch, Leichtsinn oder anderes Fehlverhalten entstanden sind. (Dass Jesus nicht prinzipiell bei Krankheit von einer Sünde ausgeht, wird in Johannes 9,3 deutlich.) Der Geheilte läuft schnell zu den vorherigen Anklägern und sagt ihnen, wer ihn geheilt hat. Jesu Antwort auf ihre Vorwürfe macht die Kläger erst recht wütend. Er sagt zu ihnen: „Mein Vater ist ständig am Werk und deshalb bin ich es auch.“ Mit dieser Aussage stellt Jesus sich in zweifacher Hinsicht mit Gott gleich. Er nennt Gott seinen Vater und er sagt, dass er wie dieser arbeitet.

C.S. Lewis schreibt dazu: Entweder ist Jesus „ein Irrer … oder der Satan in Person. Wir müssen uns entscheiden. Entweder war dieser Mensch Gottes Sohn oder er war ein Narr oder Schlimmeres.“ (Lewis, C. S.: Christentum schlechthin, Köln 1956, S. 78) Dies begreifen auch die jüdischen Oberen. Sie werfen Jesus vor, dass er nicht nur das Sabbatgebot bricht, sondern sich auch mit Gott gleichstellt (Joh 5,18). Das Brechen der Gebote und Gotteslästerung sind beides Gründe für ein Todesurteil.

Erlebniswelt der Kinder

Nicht nur für Kinder ist es schwer, sich vorzustellen, was es bedeutet, 38 Jahre lang krank zu sein. Aber die Erinnerung an eigene Krankheit und Langweile kennen bestimmt alle. Ebenso können sie sich vorstellen, wie es ist, immer zweiter oder dritter zu sein bzw. nie zu gewinnen oder immer zu spät zu kommen.

Ähnlich wie bei der Heilung des Gichtbrüchigen wird hier der Zusammenhang zwischen Krankheit und Schuld gesehen. Dieses Thema wird aber im Fall 4 behandelt. Der Konflikt zwischen Jesus und den Juden um das Sabbatgebot wird Kinder im Detail wenig interessieren. Sie kennen es aber, dass sie von anderen für ihr Verhalten kritisiert werden. Es soll klar werden, dass es jetzt Menschen gibt, die etwas gegen Jesus haben. Es ist aber auch für die Kinder klar, dass sich nicht jeder mit Gott gleichstellen kann (siehe Fall 4).

Einstieg

Spiele zum Thema „Leben mit Behinderung“

Anziehen

Menschen mit Behinderung können sich oft nicht selbst anziehen. Zwei Kinder bilden eine Gruppe. Ein Kind zieht die Schuhe aus und legt seine Jacke daneben, ebenso Mütze und Schal. Nun geht es darum, wer seinen Partner am schnellsten anziehen kann. Es kann die Zeit gestoppt werden.
Alternative: Zieht euch selbst an, benutzt dabei aber nur eine Hand.

Ohne Hände

Material: Papier, Stifte

Zeichnet ein Bild mit dem Stift im Mund. Das schönste Bild kann prämiert werden.

Ohne Beine

siehe Einführungsspiele bei Fall 4

Fingerabdrücke abnehmen und lesen

siehe Detektivspiele im Anhang

Spiele zum Thema „zu spät“

Heute geht es um jemanden, der immer zu spät ist!

Faules Ei

Material: Packung Taschentücher

Alle Kinder stehen im Kreis mit dem Gesicht nach innen. Ein Kind läuft mit einer Packung Taschentücher an den Rücken der Kinder vorbei. Bei einem lässt er die Packung fallen und rennt los. Er versucht so schnell um den Kreis zu rennen, dass er das Kind abschlagen kann, bevor es merkt, dass hinter ihm die Taschentücher sind. In diesem Fall muss das Kind als „Faules Ei“ in die Mitte. Merkt aber das Kind, dass hinter ihm die Taschentücher liegen, rennt es so schnell es kann, um den Werfer abzuschlagen. Erreicht es den Werfer, so muss dieser als „Faules Ei“ in die Mitte. Kann keiner abgeschlagen werden, so ist das Kind, hinter dem die Packung Taschentücher lag, der neue Werfer. Das Kind in der Mitte darf erst raus, wenn ein anderes Kind „Faules Ei“ ist.

Obstkorb fällt um

Material: jedes Kind erhält ein Kärtchen mit einem Obstnamen, wobei es jeden Obstnamen zweimal gibt

Die Kinder sitzen auf Stühlen im Kreis. Jedes Kind hat ein Kärtchen mit einem Obstnamen gezogen. Ein Kind steht in der Mitte und ruft zum Beispiel „Apfel“. Nun wechseln die beiden Kinder, die die Kärtchen mit „Apfel“ gezogen haben, den Platz. Während sie den Platz wechseln, versucht das Kind in der Mitte auch einen Platz zu bekommen. Schafft es das, bekommt es das Obstkärtchen und muss nun reagieren, wenn dieser Obstnamen aufgerufen wird; sonst muss er so lange Obstnamen rufen, bis er einen Platz ergattert hat. Es kann auch „Der Obstkorb fällt um“ rufen, dann müssen alle die Plätze wechseln. Das Kind, das seinen Platz verloren hat, ist nun der nächste Ausrufer.
Hinweis: Es eignen sich alle Spiele, bei denen man schnell reagieren muss, da es dabei immer einen gibt, der zu langsam ist.

Aktion

Hinweis: Es wird im Bibeltext weder ein Name genannt noch was der Kranke für eine Krankheit hat. Es wird nur festgestellt, dass er immer zu spät war. Daraus könnte man zumindest auf eine Gehbehinderung schließen. Für den Detektivfall gehen wir davon aus, dass er einen Stock als Gehhilfe hatte, den er aber nach der Heilung nicht mehr brauchte.

Material allgemein

  • Stempelkissen
  • alte Zeitungen oder Unterlage
  • Grafit oder Ruß zum Sichtbarmachen der Fingerabdrücke
  • Tesafilm
  • Schild: „Bethesda – Haus der Barmherzigkeit“
  • Notizzettel des Pharisäers
  • Schild „Tempel“

Material pro Gruppe

  • Stock oder Krücke mit mehreren (für den Fall, dass einer verwischt wird …) (Öl-)Fingerabdrücken des Verdächtigen
  • Einmalhandschuhe
  • Detektivhinweise
  • Stift
  • „Karte von Jerusalem“ bzw. Lageplan vom Außengelände aus der Vogelperspektive. Auf diesem Plan sind verschiedene Teile des Geländes mit folgenden Namen versehen: Tempel, Teich Bethesda, Haus des Hohepriesters
  • Belohnung/Schatz für Detektive
  • Liste der Verdächtigen (Auf dieser Liste hat der Verdächtige an dritter Stelle einen Fingerabdruck gemacht – passend zur Zeugenaussage! Zwei weitere Personen haben Abdrücke bei Verdächtiger 1 und 2 gemacht. Diese Liste muss vorbereitet werden.)
  • Aussagen von Verdächtigen

TIPP: Bei jüngeren Kindern den Fingerabdruck mit Stempelfarbe anbringen und schon mit Tesafilm sichern.

Liste der Verdächtigen

Nr.NameFingerabdruck
1Verdächtiger 
2Verdächtiger 
3Verdächtiger 

Einzelne Aussagen von Verdächtigen

1. Mir gehört der Krückstock nicht! Ich habe noch nie einen besessen!

2. Mir gehört der Krückstock nicht! So was braucht mein Opa, aber ich nicht.

3. Entschuldigung, das ist mein Krückstock. Ich war so froh, dass ich wieder laufen kann, dass ich ihn glatt vergessen habe. Sie müssen sich vorstellen, ich lag 38 Jahre lang am Teich Bethesda. Ich hatte den Eindruck, dass alle mich vergessen haben. Niemand kümmerte sich um mich. Dann kam ein Mann und fragte mich, ob ich gesund werden will. Natürlich wollte ich! Da sagte er einfach, ich solle aufstehen, meine Matte nehmen und gehen. Ich war so verblüfft, dass ich ihm einfach gehorchte. Ich stand also auf, nahm meine Schlafmatte und ging weg. Dann bekam ich auch noch Ärger, weil es ja Sabbat war und man da ja nichts tragen darf. Trotzdem würde ich mich gern bei diesem Mann bedanken. Wenn ich nur wüsste, wer es war.

Vorbereitung

  • Schild „Bethesda – Haus der Barmherzigkeit“ in einem Nebenraum an der Wand befestigen.
  • Beweismittel Stock präparieren (s. o.) und in diesem Raum verstecken.
  • Schild „Tempel“ in einem weiteren Raum oder einer Ecke des Gebäudes anbringen. Den Notizzettel des Pharisäers und den Detektivauftrag 2 dort verstecken.
  • Lageplan (s. o.) anfertigen

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Chefdetektiv

„Ihr seid mit eurer Ausbildung schon etwas weitergekommen. Nun dürft ihr beweisen, was ihr gelernt habt. Im Nebenzimmer liegt ein großer Gegenstand, der störend herumlag.“

Detektivauftrag 1: Findet heraus!
  • Wo wurde der Gegenstand gefunden?
  • Was für ein Gegenstand ist es?
  • Wem gehört der Gegenstand?
  • Warum wurde er zurückgelassen?

„Ihr findet ein Schild, das sagt, wo der Gegenstand gefunden wurde. Es wurde auch Anklage erhoben.“

Detektivauftrag 2: Findet heraus!
  • Wann wurde der Gegenstand wahrscheinlich liegengelassen?
  • Was für Anklagen liegen vor?
  • Sind die Beschuldigungen gerechtfertigt? „Achtung! Wenn ihr den Gegenstand gefunden habt, fasst ihn nicht sofort an!“
  • Zuerst Fingerabdrücke sichern.
  • Ergebnis mit einer Liste der Verdächtigen vergleichen.
  • Die mögliche Nummer des Verdächtigen dem Chefdetektiv nennen. Dann bekommt ihr die Aussage, die zu dem Namen gehört, denn es wurden diese Verdächtigen befragt.
  • Klärt die Fragen zu der Aussage, dann bekommt ihr den Hinweis, wo es weitere Informationen gibt.
  • Mit Hilfe dieser Informationen findet ihr dann die Belohnung / den Schatz für eure Mühen.
Detektivhinweise 1
  1. Wo wurde der Gegenstand gefunden?

Haus 

2. Welcher Gegenstand wurde gefunden?

 (Hinweis: ü = ue)

3. Untersuchung des Gegenstandes

  • Zieht als erstes Handschuhe an, damit ihr eventuelle Fingerabdrücke nicht verwischt.
  • Hebt den Gegenstand vorsichtig auf eine Zeitung, damit das Pulver, um die Fingerabdrücke sichtbar zu machen, nicht verstreut wird.
  • Wenn ihr Fingerabdrücke gefunden habt, dann bestreut sie vorsichtig mit Pulver und klebt anschließend einen Tesafilm darüber.
  • Vergleicht den Fingerabdruck mit der Liste der Verdächtigen. Wem könnte der Gegenstand gehören?

Verdächtigen 1 ( S )
Verdächtigen 2 ( N )
Verdächtigen 3 ( M )

4. Findet heraus: Warum liegt der Gegenstand herum? Geht zum Chefdetektiv und lasst euch die Aussagen von dem Verdächtigen geben, dem der Gegenstand gehört haben könnte. Lest die Aussage und sucht in der Tabelle zwei Worte. Tragt die beiden Worte bei der richtigen Antwort ein, warum der Gegenstand liegengeblieben ist.

Der Gegenstand liegt herum, weil der Verdächtige …

a. ihn vergessen hat und deshalb … _______________________________ ( N )
b. ihn nicht mehr braucht, da er … _______________________________ ( P )
c. ihn verschenkt hat und der Beschenkte ihn … _______________________________ ( K )

5. Wann wurde der Gegenstand wahrscheinlich liegen gelassen?
Lest euch die Aussage des Verdächtigen noch einmal durch!

a. Donnerstag ( U )
b. Samstag oder Sabbat ( E )
c. Sonntag ( R )

Wurde dem Verdächtigen ohne sein Einverständnis geholfen?

a. Ja ( S )
b. Nein ( L )

6. Geht zum Chefdetektiv und lasst euch eine „Karte von Jerusalem“ geben, auf der wichtige Orte in Jerusalem eingetragen sind. Ihr findet weitere Hinweise zu dem Fall, wenn ihr die Buchstaben, die ihr gerade herausgefunden habt, als Lösungswort unten eintragt.

Geht dann zu diesem Ort und sucht nach weiteren Hinweisen!

Im „Tempel“ finden die Detektive den Notizzettel eines Pharisäers und die Detektivhinweise 2.

Notizzettel eines Pharisäers

Unerhört! Dieser Jesus hat am Sabbat einen Mann geheilt! Das ist eine Übertretung des 4. Gebotes, das Mose uns gegeben hat: Du sollst am Sabbat nicht arbeiten!

Als Jesus deshalb zur Rede gestellt wurde, antwortete er: „Mein Vater ist ständig am Werk und deshalb bin ich es auch!“ Dieser Jesus stellt sich damit Gott gleich, denn es ist klar, dass mit „Vater“ Gott gemeint ist und dieser über dem Gesetz steht. Das ist Gotteslästerung! Jesus muss sterben!

Detektivhinweise 2
  1. Wer hat den Verdächtigen geheilt?

a. Jonathan (   )
b. Jesus (   )
c. Jerubabel (   )

2. Was für Anklagepunkte gibt es? Streicht die falschen Anschuldigungen durch. Es gibt mehrere Anklagepunkte.

a. Arbeiten am Sabbat (   )
b. Diebstahl (   )
c. Betrug (   )
d. Gotteslästerung (   )
e. Ungehorsam gegenüber den Römern (   )

3. Wenn Jesus wirklich Gott ist, darf er dann am Sabbat arbeiten?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

4. Wenn Jesus wirklich Gott ist, ist die Anklage dann gerechtfertigt?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

Ihr habt eine Belohnung verdient! Wenn ihr die richtigen Buchstaben eintragt, findet ihr den richtigen Ort:

Geht zu

Vertiefung

Aufklärung des Falls

Vorlesen des Bibeltextes

Gespräch

Material: Plakat, zwei verschiedenfarbige Plakatstifte, Zettel, Stift, Schale

1. Was lähmt euch, auch wenn ihr laufen könnt?
Die Kinder schreiben auf ein Plakat, was ihnen einfällt: z. B. Spott, Leistungsdruck, Angst vor Klassenarbeit, Angst ausgelacht zu werden, Versagen, allein etwas tun müssen, wenn ich geärgert werde.

2. Wie können wir anderen helfen, die „wie gelähmt“ sind?
Kinder schreiben mit einem anderen Stift Lösungen zu den Aussagen auf dem Plakat.

3. Jesus antworten
Wenn Jesus euch fragen würde, ob er euch helfen kann: Was würdet ihr ihm sagen?
Kinder schreiben Anliegen auf einen Zettel und legen sie in eine Schale. Anschließend nimmt sich jedes Kind einen Zettel und es wird reihum Jesus im Gebet ein Gebetsanliegen genannt.

Gebet

Lieber Herr Jesus, danke, dass du mich siehst und weißt, wie es mir geht! Du kennst jeden einzelnen von uns hier und du weißt auch, wer die Gebete geschrieben hat, die wir dir hier vorlesen! Gebete vorlesen (laut oder leise). Amen

Weiterführende Aktion

Weihnachten im Schuhkarton

Informationen zur Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gibt es unter www.geschenke-der-hoffnung.org.
Gott ist es nicht egal, wenn es Kindern schlecht geht. Es gibt Kinder, die zu Weihnachten keine Geschenke bekommen. Deshalb werden wir das nächste Mal einen Schuhkarton mit Geschenken für andere Kinder packen.
Hinweis: Zu anderen Jahreszeiten können auch andere Aktionen durchgeführt werden, z. B. ein Besuch in einem Flüchtlingsheim oder in einem Altenheim.

Bastel- und Spielideen

Spiele

Jesus sind wir nicht egal! Er übersieht uns nicht. Wir trainieren auch das genaue Hinsehen!

Suchspiel

Ich sehe was, was ihr nicht seht und das ist „grün“. Die anderen müssen raten, was gemeint ist. Wer es errät, gibt das nächste Rätsel vor.

Behälter für Sicherheitshandschuhe für „alle Fälle“ basteln

Material pro Person: ein leeres Überraschungsei, ein Paar Einmalhandschuhe, Schlüsselring, Schnur, Nagel oder Ahle, Kerze, Hammer, Schere

Durch das Oberteil einer leeren, gelben Überraschungsei-Verpackung ein kleines Loch stechen. Dazu einen Nagel an der Spitze mit Hilfe der Kerze erhitzen, auf das Plastikoberteil aufsetzen und mit dem Hammer darauf schlagen. Durch das Loch eine Schnur hindurchziehen und an einem Schlüsselring befestigen. Dann mit einem Paar Einmalhandschuhe füllen und das Überraschungsei schließen.
Wenn nun alles am Schlüsselbund befestigt wird, ist der Detektiv oder auch ein Ersthelfer an der Unfallstelle bzw. dem Tatort für den Notfall gerüstet.
TIPP: Wenn es schnell gehen muss, das Loch zu Hause vorbereiten.

Der Bibeltext

Lukas 15,11-24 (Gute Nachricht)

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

Jesus erzählt mehrere Gleichnisse vor Schriftgelehrten, um ihnen deutlich zu machen, wie Gott ist. Gott wird dabei als der suchende Hirte, als der Gott der sich wie eine verlorene Münze finden lässt und in unserem Gleichnis als der sehnsüchtig wartende Vater dargestellt.

Zunächst der suchende Vater. Dann der Vater der sich finden lässt und in diesem Gleichnis der sehnsüchtig wartende Vater. Jesus redet dabei zu Personen, die der Oberschicht Israels angehören. Die beiden vorangegangenen Geschichten zielen dabei jedoch auf Lebensbereiche der einfacheren Leute, weshalb es die Pharisäer und Schriftgelehrten nicht unbedingt ansprechen muss. Der verlorene Sohn ist der Sohn eines reichen und wohlhabenden Mannes und gehört somit einer Oberschicht an und ist somit auch ansprechender für die Zuhörer dieses Gleichnisses.

Das Gleichnis zeigt ein Stück weit wie Gott ist. Der Sohn will den Vater verlassen, weil er etwas neues, besseres kennenlernen will. Deshalb fordert der Sohn frühzeitig sein Erbe. ER erklärt seinen Papa für tot. Interessant dabei ist, dass der Vater weiß, dass der Sohn ihn verlassen wird und er ihm trotzdem noch etwas auf den Weg mitgibt.
Der Sohn meint, dass er das wahre Leben verpasst und wendet sich deshalb vom eigentlichen Leben beim Vater ab. Wie oft haben wir solche Gedanken, im braven Christsein das eigentliche Leben, das Spaß macht, zu verpassen? Und merken dann, dass uns weltliche Dinge nicht die Leere in unserem Herzen ausfüllen können, die nur Gott füllen kann. Das hat der Sohn auch gemerkt. Er kehrt zu seinem Vater zurück und will dort als Arbeiter neu anfangen, weil er weiß, dass er an seinem Vater schuldig geworden ist und er schämt sich für seine eigene Dummheit. Man erwartet vom Vater eine zornige, menschliche Reaktion. Doch der Vater reagiert göttlich. Er wartet auf den Sohn und sieht in dann schon von weitem. Dies macht Gottes Sehnsucht nach uns deutlich. Der Vater macht den Sohn frei von seiner Last und seiner Sünde, denn der Mensch der dahinter steht ist ihm wichtiger als dessen Taten. Das steht im Gegensatz zu uns Menschen, die wir oft nur die Taten der anderen sehen, und nicht den Menschen dahinter.

Bezug zur Altersgruppe

Schuld und Vergebung lernen Kinder schon sehr früh kennen! Sie wissen genau, wenn sie etwas Unrechtes getan haben. Sie verstecken sich in den meisten Fällen, weil sich fürchten zu den Eltern zurück zu kommen – aus Angst geschimpft zu werden. Dabei können sie sich der Liebe ihrer Eltern eigentlich immer sicher sein und, dass ihnen nichts wirklich schlimmes passieren wird. So fällt es ihnen nicht schwer, sich in die Situation des Sohnes reinzudenken.

Kleingruppen

Station 1: Kreatives

Für die Kreativstation  gibt es zwei Möglichkeiten, weshalb zwei Mitarbeiter an dieser Station benötigt werden, um beide Varianten gleichzeitig erklären und durchführen zu können.

Message: der Ring ist nicht nur ein Schmuckstück, sondern gibt dem Träger auch die Vollmacht über die Finanzgeschäfte. Der Vater nimmt (in unserem Gleichnis) seinen Sohn mit dem Siegelring wieder in die Familie auf.
Deshalb dürft ihr euch jetzt auch selbst einen Ring basteln, damit ihr euch erinnert, dass ihr zu jeder Zeit und an jedem Ort von Gott in seine Familie aufgenommen seid, wenn ihr zu ihm kommt.

Knetgummiring:

Durchführung:

  • Jedes Kind sucht sich drei Farben des Knetgummis aus und macht sich jeweils ein erbsengroßes Stück davon ab.
  • Die drei Teile werden nun zusammen geknetet, sodass ein buntes Muster entsteht. (Nicht zu viel, sonst vermischen sich die Farben zu sehr!)
  • Das Ganze wird mit einem Stück Frischhaltefolie (max. 10-15cm) glatt umspannt. Die überstehenden Reste der Folie werden auf einer Seite zusammengedreht.
  • Der Pfeifenreiniger wird nun einmal um den zusammengedrehten Folienrest nahe am Knetgummi gewickelt. Der überstehende Pfeifenreiniger Rest wird nun zu einem Ring geformt und an den Finger des Kindes angepasst.
  • Fertig ist der Ring!

Alternative: Geflochtenes Armband

Durchführung:

  • Der oben beschriebene Text wird zur Vertiefung der Geschichte und zur Erläuterung der Symbolik des Ringes vorgelesen oder vorgestellt.
  • Die Kinder suchen sich jeweils drei Bänder aus.
  • Man knotet die drei Fäden mit dem Schlüsselring zusammen
  • Man klebt den Schlüsselring mit dem Klebeband am Tisch fest, sodass die drei Fäden zum eigenen Körper zeigen.
  • Jetzt kann mit dem Flechten begonnen werden. Dafür werden die drei Fäden zunächst flach auf den Tisch ausgebreitet.
  • Das Band links außen wird in die Mitte über das mittlere Band gelegt. Anschließend wird das rechte Band über das nun in der Mittel liegende Band gelegt.
  • Man wiederholt das so lange bis man das ganze Band verflochten hat.
  • Am Schluss wird das geflochtene Band mit einem Knoten befestigt.
  • Fertig ist der Schlüsselanhänger!

Station 2: Spezial „Labyrinth“

Message: Manchmal ist der Weg zum Vater nicht ganz eindeutig und man kommt sich vor wie in einem Labyrinth aus dem man herausfinden muss. Dabei kann man sich sicher sein, dass am Ausgang der Vater auf einen wartet und dich in seine Arme schließen will.

Aufgabe:

Der Sohn hat sich in der Mitte des Labyrinths verirrt und muss nun den Ausgang wiederfinden. Helfe dem Sohn den Weg aus dem Labyrinth zu finden, indem du mit einem Stift den Pfaden folgst.

Es gibt zwei Varianten. Eine leichte für Kinder der 1. Und 2. Klasse, und eine Schwere für Kinder ab der 3. Klasse.

Station 3: Bibellesen und Gebet „Bildergeschichte“

Die Bilder zur Geschichte des verlorenen Sohnes werden verdeckt in die Mitte gelegt. Jedes Kind darf nun eine Karte nehmen. Sind noch Karten übrig, werden diese offen auf den Tisch gelegt. Nun dürfen die Kinder ihre Bilder anschauen. Das Kind, welches meint den Anfang der Geschichte zu haben oder diesen in der Mitte entdeckt, darf sagen was darauf passiert und es anschließend auf eine Seite des Tisches legen. Mit den anderen Karten wird auf gleiche Weise fortgefahren und neben die erste Karte hingelegt, sodass am Ende die Bilder richtig sortiert sind und somit den Verlauf der Geschichte wiedergegeben. Eine Person kann, wenn noch Zeit ist, nun den Text einmal vorlesen.

Zum Abschluss wird ein Gebet gesprochen!

Station 4: Spiel „Bonbonpapier Schnipsen“

Jeder bekommt am Anfang 6 Bonbon Papiere und das Tor wird auf einer Seite des Tisches aufgestellt. Die Kinder stellen sich geordnet in einer Reihe auf der anderen Seite des Tisches auf.
Dann darf jedes Kind nacheinander mit einem Bonbonpapier versuchen auf das Tor zu schnipsen. Danach stellt man sich wieder hinten an. Die geschossenen Papierchen werden nicht wieder verwendet. Hat ein Kind nicht getroffen wird ihm ein Minuspunkt aufgeschrieben.

Nachdem die Kinder alle sechs Papiere verschossen haben, wird die Liste der Minus Punkte vorgelesen.

Jeder bekommt trotzdem 6 richtige Bonbons. Zum Zeichen dafür, dass die Minuspunkte bei Gott nicht zählen. Wie in der Geschichte werden dir auch die Minuspunkte vergeben und spielen keine Rolle mehr.

Station 5: Gespräch

Den Kindern werden verschiedene Fragen gestellt, um dadurch ein offenes Gespräch zur Geschichte und zum Thema anzuregen. Jede Antwort wird dabei respektiert und nicht als falsch oder blöd eingeordnet.

  • Der Sohn hat den Vater verlassen! Kannst du den Sohn verstehen? Warum hat der das gemacht?
  • Wenn du von zu Hause weg zu gehen würdest, wo würdest du hingehen?
  • Ist es dir auch schon mal so mies gegangen, wie dem Sohn in unserer Geschichte? Und du wusstest: Es ist deine eigene Schuld?
  • Hast du dich schon mal mit deinen Eltern, deinen Freunden,… nach einem schlimmen Streit wieder versöhnt? Was hat dir dabei geholfen und wie war es für dich?
  • Abschlussfrage: Wie würdest du Schuld und Vergebung beschreiben?

Abschließende Worte: Gott befreit dich von deiner Schuld! Und das heißt nicht, dass er einfach darüber hinwegsieht und sie vergisst, denn dann wäre sie immer noch da! Jesus ist für dich ans Kreuz gegangen und hat all unsere Schuld auf sich geladen, damit du befreit leben kannst. Das bedeutet er nimmt diese Schuld so weg, dass sie keine Rolle mehr spielt.

In den Urlaubsorten boomt das Geschäft mit Souvenirs. Keine Heimreise ohne Andenken. Die Sehnsucht, etwas von dem Schönen, Neuen und Besonderen aus dem Urlaub in den Alltag mitzunehmen, steckt tief in jedem Menschen. Vielen Teilnehmenden auf Freizeiten geht es ähnlich. Sie erleben die gemeinsam mit anderen Jugendlichen und engagierten Mitarbeitenden verbrachten Freizeittage als Höhepunkt im Jahreslauf.

Jugendliche erfahren unseren christlichen Glauben auf Freizeiten, eingebettet in gemeinsames Leben, oft besonders einladend. Viele erleben dort erstmals oder wieder ganz neu Jesus Christus durch kreative, ganzheitliche, zeit- und zielgruppengemäße Verkündigung. Dies ist auch einer der Gründe, weswegen viele junge Menschen vor allem auf Freizeiten nachhaltig geistlich geprägt werden.

Die Bastelidee „Bau dir eine Himmelsleiter!“ soll Jugendlichen buchstäblich einen Rahmen geben, in dem sie Erinnerungen von der Freizeit zurück in ihren Alltag nehmen und im Blick behalten können. Natürlich kann die Bastelidee auch im Rahmen einer wöchentlichen Gruppenstunde oder eines Workshops umgesetzt werden. Es lohnt sich allerdings, den Jugendlichen Zeit zu geben, den Rahmen mit persönlichem Inhalt zu füllen. Der Rahmen kann auch im Lauf eines längeren gemeinsamen Gruppenprozesses (z. B. Konfirmandenunterricht, Trainee-Gruppe) nach und nach gefüllt werden.

Werkzeug:

– kleine Bügelsäge mit feinem Sägeblatt

– Bohrmaschine/Akkubohrer mit 2 mm-/3 mm- und 4 mm-Holzbohrer

– Meterstab

– evtl. Schraubendreher

Bastelanleitung

1. Zunächst werden möglichst gerade Äste von Bäumen und Zweigen gesammelt. Der Durchmesser sollte mindestens 10 mm und höchstens 15 mm betragen.

2. Mit einer Bügelsäge werden Aststücke mit einer Länge von jeweils 20 cm abgesägt. Für eine Himmelsleiter, die Platz für fünf (Post-)Karten bietet, benötigt man sechs Aststücke.

3. Nun werden die Aststücke mit einer Bohrmaschine oder mit einem Akkubohrer jeweils im Abstand von 1 cm zu den beiden Aststück-enden durchbohrt. Der Durchmesser der Bohrung sollte passend zur verwendeten Schnur etwa 2 bis 3 mm betragen.

4. Anschließend werden fünf der sechs Aststücke mit einer Bohrmaschine oder mit einem Akkubohrer jeweils in der Mitte senkrecht zu den beiden seitlichen Bohrungen durchbohrt. Der Durchmesser der Bohrung sollte passend zur zu verwendenden Befestigung für die Klammer etwa 3 bis 4 mm betragen. Das sechste Aststück erhält keine Bohrung in der Mitte, da es die unterste Stufe der Leiter wird.

5. Jetzt werden zwei Paketschnurstücke mit einer Länge von ca. 120 cm ab-geschnitten.

6. Am unteren Ende der beiden Schnurstücke wird ein einfacher Knoten angebracht. Nun wird zunächst das Aststück ohne Bohrung (siehe 4.) als unterste Stufe der Himmelsleiter aufgefädelt. Falls der Knoten nicht dick genug ist, um das Aststück zu fixieren, muss der Knoten durch einen zweiten darüber liegenden Knoten verstärkt werden.

7. Jetzt wird im Abstand von 18 cm zum ersten Knoten bei beiden Schnurstücken der nächste Knoten angebracht und anschließend eines der anderen fünf Aststücke (mit Bohrung in der Mitte, siehe 4.) aufgefädelt. Beim Knoten ist sorgfältig darauf zu achten, dass der Abstand der Knoten möglichst exakt gleich lang ist, da sonst die einzelnen Stufen der Himmelsleiter nicht parallel hängen. Falls erforderlich, sollte die Lage eines Knotens nochmals korrigiert werden, indem dieser mit einer Nadel gelöst wird und an der richtigen Stelle neu angezogen wird. Auf diese Art und Weise werden auch die übrigen Aststücke aufgefädelt.

8. Nun werden die beiden Schnurenden miteinander verknotet. An diesem oberen Ende kann die Himmelsleiter dann später an einem Haken aufgehängt werden.

9. Zum Schluss werden die Befestigungen für die Karten auf den oberen fünf Aststücken angebracht. Dazu wird durch die Bohrungen in der Mitte dieser Aststücke jeweils ein Schlüsselring durchgezogen. Ein Schraubendreher kann beim Öffnen/Spreizen der Schlüsselringe helfen. Gegebenenfalls muss die Bohrung zunächst mit einem etwas dickeren Bohrer nachgebohrt werden. Anschließend wird jeweils ein Foldback-Klemmer mit dem hinteren Griff am Schlüsselring befestigt. Jetzt ist die Himmelsleiter fertig und kann mit persönlichen Erinnerungsstücken gefüllt werden.

Hinweise:

Die Maße der Himmelsleiter sind so berechnet, dass normale Postkarten (DIN A6) gut zwischen die einzelnen Stufen passen. Abhängig vom konkret verwendeten Material, insbesondere von der Art der Befestigung, sind die Maße anzupassen.

Idealerweise sammelt jeder für seine Himmelsleiter die von ihm gewünschten Aststücke. So kann die Bastelaktion auch mit einem gemeinsamen Spaziergang beginnen. Wenn vor Ort keine geeigneten Naturmaterialen, die gesammelt werden dürfen, vorhanden sind oder die Zeit knapp ist, werden die passenden Äste den Teilnehmenden direkt zur Verfügung gestellt.

Varianten

Bei einer Verwendung von Foldback-Klammern als Befestigung lassen sich die Karten besonders gut und unbeschädigt aufhängen. Selbstverständlich können auch andere im Fachhandel erhältliche Klammern verwendet werden; allerdings muss hier oftmals dann an einer passenden Befestigung der Klammern an den Aststücken getüftelt werden. Eine sehr rustikale, aber auch mit Abstand preiswerteste Variante verwendet kleine Holzwäscheklammern. Diese können schnell und einfach mit den Aststücken verbunden werden, in dem ein etwa 10 cm langes Schurstück durch die Feder der Holzklammer durchgefädelt wird, dann die beiden Schnurenden zusammen von vorne nach hinten durch das Loch in der Mitte des Aststücks gefädelt werden und anschließend die Wäscheklammer durch Verknoten der beiden Schnurenden auf der Rückseite des Aststücks auf diesem fixiert wird.

Tipp: Die Himmelsleiter eignet sich auch gut zum Verkaufen auf Basaren und Weihnachtsmärkten – wahlweise bereits bestückt mit ausgewählten Karten oder zum Selbstbestücken.

Anregungen für die Karten

Die „Himmelsleiter“ kann mit ganz unterschiedlichen Karten bestückt werden. Wichtig ist ein persönlicher Bezug. Auf einer der Karten könnte das Freizeitthema oder die Lagerlosung abgedruckt werden.

Ermutigend sind auch Karten, auf denen der betreffende Teilnehmende bei einer Erlebnisaktion abgebildet ist. Sehr gut kann auf oder neben dem Bild ein Mut machender Zuspruch oder ein passender Bibelvers abgedruckt werden. Dabei können die Karten sowohl „klassisch“ mit Fotos und Karten handbeschriftet oder aber auch elektronisch über einen Fotoshop hergestellt werden. Diese Karten können dann den Teilnehmenden beim Abschlussabend oder beim Verabschieden ausgehändigt werden.

Es kann auch den Teilnehmenden selbst die Möglichkeit gegeben werden, ihnen wichtig Gewordenes auf einer Karte kreativ festzuhalten.

Als besondere Form der Wertschätzung können alle Teilnehmenden füreinander oder die Mitarbeitenden für jeden Teilnehmenden eine persönliche Karte gestalten. (Wichtig ist, dass jeder Teilnehmende eine Karte bekommt!)

Schließlich können auch geeignete Bildkarten zur Auswahl ausgelegt werden und jeder Teilnehmende kann sich ein oder zwei Karten aussuchen, die ihn ansprechen und die er als Erinnerung mit nach Hause nehmen möchte.

Anregungen für das Gruppengespräch

Warum brauchen wir gute Erinnerungen? Diese Frage kann anhand der „Himmelsleiter“ gut in einer Plenumsrunde oder in einem Gruppengespräch aufgenommen und vertieft werden. Bei größeren Gruppen kommt man besser ins Gespräch, wenn Kleingruppen gebildet werden. Nach dem Austausch in den Kleingruppen können im Plenum aus jeder Kleingruppe „Blitzlichter“ zusammengetragen werden.

Nach dem aus den folgenden Vorschlägen ausgewählten Impuls kann mit diesen Fragen das Gespräch eröffnet werden:

– Welche Erfahrungen sind für mich wichtige Schlüsselerlebnisse?

– Welche Worte, Texte und Bilder ermutigen mich in schwierigen Tagen?

– Was hilft mir im Alltag, mich daran zu erinnern, dass Gott da ist?

1.) Die Geschichte von Mirco

„Ich baue mir eine Leiter zum Himmel!“ Diesen Satz sagte der damals zehnjährige Mirco Schlitter als er im Sommer 2010 eine einfache, gerade Leiter aus dem Schuppen hinter seinem Elternhaus holte, sie auf dem Spielplatz mit beiden Sprossen fest in den Boden steckte, an ihr hinaufkletterte und an ihr herumturnte.

An diesen Satz erinnerten sich seine Eltern, nachdem Mirco am 3. September 2010 auf dem Heimweg von der Schule verschwand. Während der bislang größten Suchaktion in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nahmen unzählige Menschen im ganzen Land Anteil am Schicksal der Familie Schlitter und hofften, dass der Junge aus dem niederrheinischen Grefrath wohlbehalten nach Hause kommt. Knapp fünf Monate nach seinem Verschwinden wurde Mirco entdeckt und es stand fest, dass er entführt, missbraucht und erdrosselt wurde.

Mircos Eltern, Sandra und Reinhard Schlitter, erlebten sich in dieser schrecklichen und unfassbaren Situation getragen durch ihren Glauben an Gott. In ihrem Buch „Mirco – Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen!“ und bei vielen Vorträgen berichten sie von vielen Erlebnissen, in denen sie im Rückblick erkannt haben, welche eigentümliche Bedeutung sie jetzt für sie haben. Die beiden ermutigen authentisch, in guten Tagen Glaubenserfahrungen zu sammeln. Und sich so für schwere Tage, an denen der Himmel bedeckt und trübe ist, eine Leiter zum Himmel zu bauen!

2.) Die Geschichte von Frederick

Als Einstieg in ein Gespräch eignet sich auch sehr gut die Geschichte „Frederick“ von Leo Lionni, die erstmals 1967 als Bilderbuch veröffentlicht wurde. In ihr wird von der Feldmaus namens Frederick erzählt. Während alle anderen Familienglieder Vorräte für den bevorstehenden Winter sammeln, sitzt Frederick scheinbar untätig vor der Steinmauer. Nachdem die anderen Feldmäuse ihn fragen, warum er keine Nahrung für den Winter sammle, entgegnet er, er sammle für kalte, graue und lange Wintertage Sonnenstrahlen, Farben und Wörter. Zunächst verspeist die Mäusefamilie die gesammelten Nahrungsvorräte. Doch als diese verbraucht sind, wird die Feldmaus Frederick nach den von ihr gesammelten Vorräten gefragt. Frederick erzählt der Mäusefamilie von seinen gesammelten Sonnenstrahlen und wärmt sie damit. Und er erzählt von den gesammelten Farben und prompt ist der lange Winter viel weniger trist und grau.

3.) Jakob und andere biblische Geschichten

Auch in der Bibel finden wir viele Texte, in denen es um das Erinnern an Gottes Reden und Handeln geht. Nachfolgend einige Beispiele:

Als Jakob im Traum nachts die Himmelsleiter sah, stand er morgens auf und richtete den Stein, auf dem er schlief, auf zu einem Denkmal und gab der Stätte einen (neuen) Namen (1. Mose 28, 10ff). Auch nach dem Kampf am Jabbok bekommt Jakob nicht nur von Gott zur Erinnerung an dieses Erlebnis einen neuen Namen („Israel“). Er gab auch dem Ort einen Namen, der ihn bleibend daran erinnerte, dort Gottes Angesicht gesehen zu haben.

Gott erinnerte sein Volk Israel immer wieder daran, seine Taten und sein Wirken nicht zu vergessen: „Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang.“ (5. Mose 4,9). Diesen Gedanken greift David auf, wenn er Gott lobt und betet: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gottes getan hat.“ (Psalm 103, 2). In seinen Abschiedsreden sagt Jesus bei der Verheißung des Heiligen Geistes, dass dieser sie an seine Worte erinnern werde: „Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14, 26).

Ausgehend von diesen Texten kann man mit Jugendlichen weiter über das Thema nachdenken und gemeinsam oder jeder für sich überlegen, wie eine persönliche Himmelsleiter aussehen könnte.

Das Ziel

Starter

Es ist gut, Gott auf seiner Seite zu haben.

Checker

Gott ist treu und hält, was er verspricht.

Der Text an sich

Am Anfang der Geschichte erfahren wir sehr schnell, worum es geht, nämlich um den Segen Gottes, der weitergegeben werden soll. Dieser Segen ist die Verheißung, die Gott Abraham gegeben hat (1. Mose 12,1-3). Nun soll diese Verheißung an Esau weitergegeben werden. Doch bevor Esau den Segen empfängt, soll er vorher noch ein Essen zubereiten. Dieses Wort, welches für „zubereiten“ steht, wird gebraucht, wenn Friede oder eine Freundschaft geschlossen wird. Isaak möchte den Segen nicht einfach weitergeben, sondern in einem friedlichen Umfeld weitergeben. Hier zeigt sich, wie wichtig der Segen ist. Es geht um ein wegweisendes Ereignis, welches gewürdigt werden soll. Auch Rebekka hört von dem Vorhaben ihres Mannes und beschließt, dass Jakob diesen Segen erhalten soll. Rebekka muss sich wohl an die Verheißung erinnern, die ihr der Herr gegeben hat (1. Mose 25,23). Daher sieht sie es als ihre Pflicht an, dafür zu sorgen, dass Jakob den Segen erhält. Dieses Anliegen ist ihr so wichtig, dass sie sogar für den Fall, dass es schiefgeht, den Fluch auf sich nimmt. Im AT ist der Segen viel mehr als nur eine Wunschformel oder gar Zauberei, sondern es ist ein Machtwort, welches von dem Gott Israels ausgeht. Es ist auch unwiderruflich, wie Esau am Ende feststellen musste. Esau ist dies bewusst und er will ebenfalls gesegnet werden und fleht Isaak an, ihn doch noch zu segnen.

Das Gleiche gilt auch für den Fluch, dieser ist ebenfalls ein Machtwort, allerdings mit negativer Ausrichtung. Im hinteren Teil der Geschichte erfüllt sich, was der Herr Rebekka verheißen hat. Jakob bekommt den Segen. Er ist damit derjenige, der über seinen Bruder herrschen soll und umgekehrt ist Esau derjenige, der Jakob dienen wird. Jakob wird hier seinem Namen gerecht. Zum einen bedeutet Jakob „Gott schützt mich“ und zum anderen hat er die Bedeutung „Überlister“ oder „Fersenhalter“. Jakob wurde von Gott beschützt, indem er dem Fluch entging und den Segen abstaubte. Dieser Segen machte ihn zum Stammvater Israels, durch die List an Esau und seinem Vater.

Der Text für mich

In dieser Geschichte geht es um ein zentrales Thema: den Segen Gottes. Dieser Segen ist heiß begehrt. Sowohl von Jakob als auch von Esau. Denn Jakob tut alles, um diesen Segen zu bekommen und Esau, der am Ende den Segen verweigert bekommt, fleht seinen Vater an, um doch gesegnet zu werden. Diese Geschichte verdeutlicht mir, wie wichtig der Segen Gottes ist. Ich merke, dass diese Geschichte mich herausfordert. Aus zwei Gründen: Erstens wird uns jeden Sonntag der Segen im Gottesdienst zugesprochen. Uns wird jeden Sonntag gesagt, dass Gott zu mir hält und mir Frieden schenkt. Doch wie gehe ich mit diesem Zuspruch um? Gehe ich einfach so in die Woche und auf die anstehenden Aufgaben zu oder mache ich mir einmal bewusst, welche Kraft dieser Segen hat. Zweitens steckt für mich die Treue Gottes in dieser Geschichte, denn vor der Geburt hat Gott Jakob eine Verheißung gegeben, und mit dem Erhalt des Segens erfüllt Gott diese Verheißung. Gott ist treu.

Der Text für dich

Starter

Für Kinder ist es leicht, diese Situation nachzuvollziehen. In ihren Familien und ganz besonders, wenn die Jung­scharler Geschwister haben, werden sie schon erlebt haben, wie der eine den anderen austrickst, um etwas zu bekommen. Hierbei geht es allerdings nicht darum, dass die Kinder weiter betrügen sollen und sich an Jakob ein Beispiel nehmen, sondern dass es sich lohnt, für Gott und für etwas, das einem wichtig ist, einzustehen. Wenn Kindern etwas wichtig ist, dann entwickeln sie einen enormen Ehrgeiz. Sei es beim Sport oder beim Basteln. Diesen Ehrgeiz hatte auch Jakob, als er den Segen haben wollte.

Checker

Segen ist ein viel benutztes Wort in unserem christlichen Kontext. Oft wird er bei einer Verabschiedung (sei gesegnet, Gottes Segen dir, …) zugesprochen oder auch ganz bewusst vor schwierigen Aufgaben gesagt. Doch was verbirgt sich hinter diesem Wort? Segen ist kein Wunsch oder eine Mutmachformel, sondern in der Bibel ist der Segen eine feste Zusage, die Gott in die Tat umsetzt. Jakob bekommt den Segen von Isaak zugesprochen und er tritt damit in die Nachfolge von seinem Vater Isaak und von Abraham, dem Gott versprochen hat, dass aus ihm ein großes Volk hervorgehen wird und alle Geschlechter auf Erden in ihm gesegnet werden (1. Mose 12,1-3). Darum kann Isaak Esau nicht auch noch segnen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Verfluchtes Gummibärchen

Dieser Einstieg eignet sich, um auf die Thematik des Segens und des Fluches einzugehen.

Zum Beginn wird ein Spiel gespielt (auch bekannt unter dem Namen Giftiges Gummibärchen). Bei diesem Spiel werden Gummibärchen in die Mitte gelegt. Je nach Gruppengröße unterschiedlich viele. Wenn viele an die Reihe kommen sollen, empfiehlt es sich, wenige Gummibärchen auszulegen. Sobald die Gummibärchen in die Mitte gelegt wurden, wird ein/eine Freiwillige/r nach draußen geschickt.

Während der/die Freiwillige draußen wartet, entscheidet die Gruppe, welche Gummibärchen „verflucht“ sind und welche Gummibärchen „gesegnet“ sind. Sobald dies entschieden ist, kommt der/die Freiwillige wieder herein und isst ein Gummibärchen nach dem anderen. Allerdings, sobald ein verfluchtes Gummibärchen gegessen wurde, muss der/die Freiwillige aufhören zu essen. Dieses Spiel kann man mehrere Runden spielen.

Alternativ kann man auch verschiedene Süßigkeiten verwenden, um das Spiel spannender zu machen, denn wenn man seine Gruppe kennt, kann man die Lieblingssüßigkeiten verfluchen. So gibt es wahrscheinlich mehrere Runden.

Idee 2: Wer bin ich?

Dieser Einstieg eignet sich, um die Situation darzustellen, als Isaak sichergehen will, dass Esau vor ihm steht.

Für dieses Spiel benötigt man so viele Namen von bekannten Personen wie am Spiel teilnehmen. Sobald man die Personen hat, schreibt man jeweils den Namen einer Person auf einen kleinen Zettel. Nun wird der Zettel auf die Stirn oder den Rücken geklebt und zwar so, dass die Person den Zettel mit der bekannten Person nicht sehen kann. Wenn jeder einen Zettel auf Stirn oder Rücken geklebt hat, dann ist die Aufgabe herauszufinden, welche Person auf den Zettel steht. Dazu werden Fragen gestellt, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sind. Zum Beispiel: „Bin ich eine Comicfigur?“ oder „Bin ich Sportler?“

Es gibt zwei Varianten. Bei der ersten sitzen alle im Kreis und jeder ist der Reihe nach dran und darf so lange Fragen stellen, bis eine Frage mit „Nein“ beantwortet wird. Danach ist der Nächste dran. Die andere Variante besteht darin, dass alle durch den Raum laufen und jemanden fragen, der ihm begegnet. Die erste Variante braucht mehr Zeit, aber man kann das Spiel besser steuern und gegebenenfalls helfen. Bei der zweiten Variante ist es genau umgekehrt und man muss aufpassen, dass die Kinder sich nicht einfach die Lösung verraten.

Verkündigung

Die Geschichte in Szenen darstellen

Die Jungschargruppe wird in kleine Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Szene und soll diese Szene als Standbild darstellen. Für jedes Standbild braucht man mindestens zwei Leute. Anschließend wird zum jeweiligen Standbild die Geschichte erzählt. Hierzu dienen Symbole als Unterstützung. Die Szenen dienen dazu, sich in die Geschichte hineinversetzen zu können, die Symbole verdeutlichen den Kerngedanken. Dazu ist es wichtig, die Symbole beim Erzählen einzubauen und sie zu erklären. Die Geschichte kann in folgende Abschnitte eingeteilt werden. Insgesamt sind es vier Szenen, die gut dargestellt werden können.

Der erste Abschnitt ist von Vers 1-4. Als Symbol dient eine Friedenstaube oder ein Bild von einem Regenbogen. Diese Symbole bedeuten Frieden und sind Auswirkungen vom Segen Gottes. Mithilfe des Symbols kann der Begriff des Segens erklärt werden. Die Kinder können hier beispielsweise die gute Beziehung und den Frieden zwischen Isaak und Esau darstellen, indem sie sich die Hände schütteln und Isaak die andere Hand auf Esaus Schulter legt.

Der zweite Abschnitt ist von Vers 5-17. Als Symbol dient ein Großes X. Dieses Symbol soll verdeutlichen, dass Rebekka den Plan von Isaak durchkreuzen will. Hierbei kann auf die Verheißung aus
1. Mose 25,23 eingegangen werden. Außerdem kann man bei der Erzählung von dem Plan, den Rebekka für Jakob geschmiedet hat, erzählen. Diese Szene können die Kinder so darstellen, dass Rebekka aufgebracht zu Jakob kommt und versucht, ihm die Situation zu erklären.

Der dritte Abschnitt ist von Vers 18-29. Als Symbol dient ein Stück Fell. Mit diesem Fell wird die Szene erzählt, wie Jakob vor seinem Vater steht und ihn davon überzeugt, dass er Esau sei. Während des Erzählens kann das Fell auch herumgereicht werden, damit die Kinder fühlen können, was Isaak bei Jakob gefühlt hat. Hierbei können die Kinder beispielsweise die Segenshandlung darstellen.

Der vierte Abschnitt ist von Vers 30-40. Als Symbol dient ein Blitz. Dieser Blitz steht zum einen für den Schock, den Esau erfährt, als ihm bewusst wird, dass Jakob ihm nun auch den Segen gestohlen hat, und zum anderen für den Fluch, den Isaak gegenüber Esau ausspricht. Außerdem kann man auf die zerstörte Beziehung zwischen Esau und Jakob eingehen. In dieser Szene können die Kinder die Verzweiflung von Esau und die Trauer von Isaak darstellen.

Die andere Idee

Erzählen mit Comicbildern

Die einzelnen Szenen werden vorab als Comic gezeichnet und nach und nach aufgedeckt. Zu jedem einzelnen Abschnitt können ein oder zwei Bilder gemalt werden, um die Geschichte zu erzählen. Die Bilder sollen die Erzählung unterstützen und nicht erzählen, daher ist Einfachheit wichtig. Dabei geht es um die Kernaussagen in den einzelnen Szenen und nicht um ein möglichst detailreiches Bild. Die einzelnen Figuren können mit einem Kreis als Kopf und einem längeren Halbkreis als Körper gemalt werden und jede Figur bekommt eine Farbe z. B. Isaak Blau, Rebekka Rot usw. So ist immer klar, wer welche Person auf dem Bild ist und in den Sprechblasen sollten wenige Wörter drin stehen. Beispiel Szene eins: Isaak sagt: „Ich will dich segnen“ und Esau antwortet: „Super“.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Symbole aus der Verkündigung werden in die Mitte gelegt. Anhand der Symbole wird die Geschichte von den Kindern noch einmal nacherzählt. Pro Symbol kann ein Kind die Geschichte erzählen und ein anderes die Bedeutung des Symbols wiederholen.

Gespräch

Segen wird uns oft zugesprochen und gleichzeitig übersehen wir, was uns Gutes in der letzten Woche passiert ist. Wir wissen, dass Gott da ist, doch fällt es manchmal schwer, ihn zu erleben oder ihn wahrzunehmen, wenn wir durch den Alltag gehen. Um Gottes Wirken zu erkennen, hilft es, den Blick zurück in die letzte Woche zu wagen und zu schauen, was alles passiert ist. Jeder darf reihum von seiner Woche erzählen. Damit jeder weiß, wer gerade am Erzählen ist, wird das Fell rumgereicht.

Zwei Fragen werden in die Runde gestellt:

1. Was war diese Woche richtig genial, sodass ich mich gefreut habe?

2. Was war diese Woche richtig doof, sodass ich es lieber vergessen würde?

Nach der Runde kann auf Jakob Bezug genommen werden. Jakob hat Esau etwas sehr Wichtiges genommen, nämlich den Segen. Aber Gott hält trotzdem sein Versprechen, das er Abraham, Rebekka und Jakob gegeben hat. Gott bleibt uns auch heute treu, egal was wir im Alltag erleben und er kann auch die Dinge, die uns nicht gelungen sind, zum Segen für uns und andere machen.

Merkvers

Sind wir untreu, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht untreu werden.

2. Timotheus 2,13 Luther84

Jedes Wort wird auf einen kleinen Zettel geschrieben und auf den Boden gelegt. Nun wird ein/e Freiwillige/r bestimmt, der/die den Satz vorlesen darf. Danach werden zwei bis drei Zettel umgedreht und der/die Freiwillige soll den vollständigen Satz aufsagen. Hat der/die Freiwillige es geschafft, werden wieder zwei bis drei Zettel umgedreht und der Satz muss vervollständigt werden. Dies wird wiederholt, bis der Satz, ohne dass man ein Wort sieht, aufgesagt wurde.

Gebet

Auf ein Plakat wird ein großer Regenbogen gemalt oder gelegt. Jedes Kind darf eine Sache auf das Plakat schreiben, wofür es Gott danken will. Anschließend wird reihum gebetet und jedes Kind darf für seine Sache, die es aufgeschrieben hat, beten, z. B.: Danke Gott (oder Jesus), dass du mich mit … gesegnet hast.

Kreatives

Aus Moosgummi wird ein Regenbogenschlüsselanhänger gebastelt.

Dazu wird folgendes Material benötigt: Eine Lochzange, Moosgummi in verschiedenen Farben, Klebestifte, Schere, Schlüsselanhängerringe. Als Erstes wird ein Rechteck aus dem Moosgummi ausgeschnitten, dies dient als Klebefläche und Verankerungspunkt für den Ring. Mit der Lochzange wird das Loch für den Ring hineingestanzt. Danach werden Streifen in verschiedenen Farben aus dem Moosgummi ausgeschnitten und auf beide Seiten des Rechtecks geklebt. Wichtig ist, dass das Loch nicht mit den Streifen überklebt wird.

Spielerisches

Jagd nach dem Wild

Eine Tafel Schokolade wird in Zeitungspapier eingepackt, sodass die Tafel Schokolade mit mehreren Schichten umhüllt ist. Ziel ist es, die Schokolade zu essen. Das darf man aber nur, wenn man die richtige Jagdausrüstung anhat und das richtige Jagdwerkzeug benutzt. Zur Jagdausrüstung gehören eine Mütze, ein Schal, eine Jacke und Handschuhe. Das Jagdwerkzeug besteht aus einer Gabel und einem Messer. Nun wird reihum gewürfelt. Wenn jemand eine Sechs gewürfelt hat, darf er die Jagdausrüstung und Werkzeug anlegen. Sobald er alles angelegt hat, macht er Jagd auf die Schokolade. Er hat so lange Zeit, bis der Nächste eine Sechs gewürfelt hat. Dann muss er die Ausrüstung an denjenigen weitergeben. Ende ist, wenn die Schokolade aufgegessen wurde.

Rätselhaftes

Die Kinder haben die Aufgabe, die Fragen zu beantworten, um auf das Lösungswort in diesem Kreuzworträtsel zu kommen.

Lösung: Fell, Böcke, Esau, Glatt, betrogen, Lösungswort: Segen

(T)Extras

Lieder

Unter dem Schirm des Höchsten

Der Vater im Himmel segne dich

Wir singen für unseren Gott

Der Herr segne dich

Spiele

Hausfrauenhockey

Zwei Teams spielen gegeneinander und sitzen sich in Stuhlreihen gegenüber. Die Stuhlreihen markieren das Spielfeld auf der linken und rechten Seite. Zwei weitere Stühle markieren das Spielfeld oben und unten. Dies sind die Tore. Auf die Tore werden zwei Besenstiele gelegt. Ein alter Lappen in der Mitte dient als Ball. Nun bekommt jeder Spieler des Teams eine Nummer. Diese Nummer muss sich jeder merken, denn wenn diese Nummer aufgerufen wird, muss sie sich schnell den Schläger schnappen und den Lappen ins Tor befördern. Es spielen immer gleiche Nummern gegeneinander. (1 gegen 1, 2 gegen 2, 3 gegen 3, …) Wenn jede Nummer einmal dran war, hat die Mannschaft gewonnen, die die meisten Tore geschossen hat, und eine neue Runde kann beginnen.

Wäscheklammer fangen

Jedes Kind bekommt drei Wäscheklammern und steckt sie an die Unterseite des T-Shirts. Sobald alle Klammern verteilt sind, geht es los. Jeder versucht in einer bestimmten Zeit, so viele Wäscheklammern zu erbeuten, wie es möglich ist. Man muss dabei natürlich auf seine eigenen Klammern aufpassen. Sobald die Zeit abgelaufen ist, wird ausgezählt, wie viele Klammern jeder Einzelne hat und derjenige, der die meisten erbeutet hat, gewinnt das Spiel.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Petrus aus JUMAT 3/18. Sie beginnt damit, dass Jakob seinen Bruder Esau betrügt und endet mit der Versöhnung der beiden Brüder.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Zielgedanke

Wohin du auch gehst, Gott geht mit!

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

In dieser Bibelgeschichte übergibt Elia seinen „Prophetenjob“ an seinen Schüler Elisa. Rein äußerlich wird das am Überwerfen des Mantels deutlich. Durch Elia als Vorbild lernt Elisa seinen neuen Beruf. Doch bald erfährt er, dass Gott Elia zu sich direkt in den Himmel holen wird. Elisa findet sich mit dieser Voraussage nicht ab. Viel lieber ist er weiter mit Elia unterwegs und weicht ihm nicht von der Seite. Doch der Abschied rückt näher. Am Jordan erlebt Elisa ein Wunder: Elia schlägt seinen Mantel auf den Fluss, der sich daraufhin teilt. Beide durchqueren trocken den Fluss. Elisa wünscht sich von Elia, dass er den größten Teil des Prophetenerbes abbekommt. Das bedeutet, dass er sich selbst wünscht, Nachfolger Elias zu werden. Plötzlich geschieht das Unaufschiebbare: Elia wird entrückt. Elisas Glaubensvorbild ist jetzt für immer weg. Er ist allein. Keiner sagt ihm, was er tun oder lassen soll. Was ihm bleibt ist Elias Mantel. Am Jordan schlägt Elisa den Mantel (wichtig: kein Zaubermantel!) auf den Fluss. Sein Ausruf „Wo ist nun der Herr, der Gott Elias?“ zeigt seine Verzweiflung und Einsamkeit in diesem Moment. Das Wunder am Fluss wiederholt sich und zeichnet Elisa als Nachfolger Elias aus. Gleichzeitig zeigt ihm Gott damit, dass er ihn nicht hängen lässt. Elisa kann sich auf Gott als Wegbegleiter verlassen.

Erlebniswelt der Kinder

Am Ende einer Freizeit haben die Kinder Highlights hinter sich: Tolle Programmpunkte, Gebetserhörungen, Lagerfeuerromantik. Neue Freundschaften wurden geschlossen. Mitarbeitende lebten ihren Glauben als Vorbilder. Sie sind wie elterliche Freunde. Da wünscht sich so manches Kind, die Freizeit würde weitergehen. Die Zeit im Sommer, oder auch eine Jungscharstunde unter der Woche sind wie ein Stück erlebter Himmel. Zuhause wartet „nur“ der Alltag, fern ab von Mitarbeitenden und anderen Teilnehmenden. Was erwartet die Kinder daheim? Was passiert, wenn alle weg sind, die zum Glauben an Gott Mut machen? Mit der Geschichte von Elisa werden die Kinder ermutigt, mit Gott wieder in den Alltag hinein zu finden. Egal, wohin der Weg nach der Freizeit oder der Jungscharstunde führt: Gott ist ein treuer Wegbegleiter. Mit ihm ist man nirgends allein.

Einstieg

Rückblick auf persönliche Highlights

Der Programmplan des Jungscharlagers wird in die Mitte gelegt. So haben die Kinder nochmal den Überblick, was alles geboten wurde. Frage an die Kinder: Was hat euch am besten gefallen? Warum? Was muss es nächstes Jahr wieder geben? (Kinder erzählen lassen)

Thomas und Mike haben auch viel erlebt. Aber so langsam rückt das Ende der Freizeit näher. Und Thomas packt seine Sachen zusammen …

Erzählung

Thomas erzählt:

Elia hatte den Auftrag von Gott bekommen, Elisa als seinen Nachfolger zu bestimmen. Also ging er zu Elisa nach Hause. Seine Familie hatte einen großen Bauernhof mit vielen Kühen. Elisa war gerade auf dem Acker bei der Arbeit. Und während Elisa pflügte, ging Elia zu ihm, nahm seinen Mantel ab und warf ihn Elisa über die Schultern. Elisa war damit klar, dass er einen Propheten vor sich hatte. Und er selbst war mit dem Mantelüberwurf zu seinem Schüler ernannt. Das hieß: Schluss mit dem alten Beruf, weg von daheim, auf in ein neues Abenteuer! Also verabschiedete sich Elisa von den anderen Arbeitern und seinen Eltern und ging mit Elia weiter durch seinen Heimatort Gilgal. „Weißt du was“, meinte Elia plötzlich, „bleibe du hier als Prophet, Gott hat mir gesagt, ich soll nach Bethel weiter ziehen!“ Elisa erschrak. Wie sollte er jetzt schon Elias Nachfolger sein? Und außerdem war es schön, mit Elia zu ziehen und von ihm den neuen Beruf „Prophet“ zu erlernen. „So wahr Gott lebt und du lebst“, Elisas Stimme zitterte, „ich verlasse dich nicht!“ Elia schaute Elisa verwundert an. „Also gut, so soll es wohl sein, dann komm mit!“ Als die ersten Häuser von Bethel in Sicht waren, kamen ihnen einige Schüler entgegen, die auch zu Propheten ausgebildet wurden. Sie gingen auf Elisa zu. Und während sie noch durch Bethel gingen meinte einer von ihnen: „Elisa, weißt du eigentlich, dass Gott Elia heute zu sich holen wird?“ „Pssst“, Elisa hielt kurz an, „ja ich weiß, aber jetzt sei still!“ „Elisa?“, Elia war schon einige Meter weiter vorne. Schnell lief Elisa zu seinem großen Vorbild Elia. „Elisa, bleib hier in Bethel, Gott möchte, dass ich nach Jericho gehe!“ „Jericho? Aber wir sind doch jetzt erst in Bethel angekommen!“ Elisa klang verzweifelt, als er sich erneut sagen hörte: „So wahr Gott lebt und du lebst, ich verlasse dich nicht!“ Elia schüttelte den Kopf, klopfte Elisa auf die Schultern und meinte: „Also gut!“ In Jericho angekommen, liefen Elisa wieder Schülerkollegen entgegen: „Elisa, weißt du schon, dass Gott Elia heute zu sich holen wird?“ „Pssst“, Elisa war leicht genervt und gleichzeitig traurig, „ja ich weiß es, aber jetzt seid still!“ „Eliiiiiisa!“, in einiger Entfernung weiter vorne rief Elia wieder. Schnell rannte Elisa zu seinem großen Vorbild. „Elisa, bleib hier in Jericho, Gott hat mich an den Jordan geschickt!“ „An den Fluss? Wieso denn das?“, fragte Elisa erstaunt. Doch ehe Elia antworten konnte schob Elisa verzweifelt nach: „Ich, ich …, verlasse dich nicht!“ Also gingen die beiden wieder los und in einem gewissen Abstand folgten ihnen 50 der Prophetenschüler aus Jericho.

Am Ufer des Jordans angekommen passierte es. Elia nahm seinen Mantel, wickelte ihn zusammen und schlug ihn aufs Wasser. Plötzlich, Elisa traute seinen Augen kaum, teilte sich der Fluss nach rechts und links. In der Mitte entstand ein Weg. „Los komm“, hörte er Elia sagen. Und so ging Elisa Elia hinterher. Kein Tropfen Wasser kam an ihre Füße. Die anderen Schüler blieben am Ufer mit offenen Mündern stehen.

Auf der anderen Seite angekommen ging das Wasser wieder zurück, der Fluss floss weiter, als wäre nichts geschehen. „Elisa“, Elias Stimme klang sehr ernst, „bevor ich gleich zu Gott geholt werde, kann ich noch etwas für dich tun?“ Elisa erschrak. Nun war also der Moment des Abschieds gekommen. Gerne wäre er noch Monate mit Elia unterwegs gewesen, von einem Highlight zum nächsten. In Elias Nähe fühlte sich Elisa auch Gott nah. Was sollte ohne Elia werden? Während Elisa noch viele Gedanken durch den Kopf rasten, nahm er allen Mut zusammen und sagte: „Ich möchte, dass du mich als deinen legitimen Nachfolger einsetzt. Ich will deinen Auftrag weiterführen!“ Elia dachte laut nach: „Das liegt nicht in meiner Macht. Aber wenn Gott dich sehen lässt, wie er mich von dir weg holt, wird deine Bitte erfüllt!“ Und während sie so im Gehen miteinander redeten, kam plötzlich ein Streitwagen aus Feuer mit Pferden aus Feuer und trennte sie voneinander, und Elia fuhr in einem gewaltigen Sturm in den Himmel. Elisa sah das alles und rief: „Elia, mein Vater! Du warst Israels Streitwagen und sein Lenker!“

Als Elisa Elia nicht mehr sehen konnte, war er sehr traurig. Jetzt war er ganz allein. Was sollte jetzt aus ihm werden? Plötzlich kam ihm ein wichtiger Gedanke: Was hatte Elia nochmal gesagt? Wenn er, Elisa, sehen würde, wie Elia von ihm weggeholt würde, dann würde sein Wunsch erfüllt werden. Das hieße ja, er, Elisa, wäre jetzt wirklich der Nachfolger von Elia. Konnte das sein? Nein – oder doch?

Langsam hob Elisa den Mantel Elias auf, der auf den Boden gefallen war, und lief mit gesenktem Kopf zum Jordan zurück. Immer noch traurig nahm Elisa den Mantel Elias, schlug damit auf das Wasser und schrie verzweifelt: „Wo ist jetzt der Herr, der Gott Elias?“ Mit Tränen in den Augen sah Elisa, wie sich das Wasser teilte, genau wie bei Elia zuvor. Wenn das kein Zeichen von Gott war: Elisa war nicht allein. Gott war mit ihm, wie er auch mit Elia war.

Andachtsimpuls

Elisa hatte eine schöne Zeit mit Elia. Er hat dabei viel über Gott gehört. Elia hat ihm Geschichten erzählt, wie Gott ist und was das Volk Israel schon alles mit Gott erlebt hat. Elisa hat auch viele Highlights persönlich erlebt. Z. B. als Elia ihn vom Acker geholt hat. Oder als er durch den Jordan gegangen ist. Oder der Moment, als der Feuerwagen kam. Da war dann die gemeinsame Zeit mit Elia vorbei.

Unsere Freizeit ist nun auch langsam zu Ende. Was meint ihr: Wo ist Gott, wenn ihr nach Hause geht? Seid ihr dann ganz allein?

Elisa dachte, dass er allein gelassen würde. Aber Gott war mit ihm. Und die Prophetenschüler waren auch noch da.

Gott ist auch mit euch, egal, wo ihr seid. Er ist da, wenn ihr nach Hause kommt. Er ist da, wenn ihr wieder in die Schule geht, überall ist Gott mit euch unterwegs.

Und gleichzeitig könnt ihr euch auch nach der Freizeit treffen. In der Jungschar könnt ihr weitere Highlights erleben. Kommt doch einfach mit (Einladung für nächste Jungschar mitgeben!).

Gebet

Lieber Gott,
danke für die tolle Freizeit, für die vielen schönen Erlebnisse.
Es ist gut zu wissen, dass du auch mit uns bist, wenn wir
nicht mehr auf der Freizeit sind. Du bist immer für uns da.
Darauf können wir uns verlassen. Danke dafür.
Amen.

Ideen zur Vertiefung

Schlüsselanhänger basteln

„Mantel“ an Schlüsselring knoten: Auf ein dünnes Stoffstück (2,5 x 9 cm) mit einem Stoffmaler „Gott geht mit“ schreiben und anschließend an einen Schlüsselring knoten (Bastelbedarf oder Baumarkt). Jedes Kind bekommt seinen Schlüsselanhänger als Erinnerung, dass Gott mit ihm unterwegs ist.

Bibellesehilfe verschenken

Um mit Gott daheim in Kontakt zu bleiben, bekommt jedes Kind ein Heft mit Bibelleseplan (z. B. „Guter Start“, Bibellesebund) geschenkt. Am besten, man geht mit den Kindern den Aufbau des Heftes durch.

Für die Jungschar: Schlussritual

Am Ende der Jungschar stehen alle eng im Kreis zusammen und halten sich an den Händen oder legen sich die Arme über die Schultern.

Mitarbeitender ruft: „Bei jedem Schritt …“

Kinder antworten: „… geht Gott mit!“

Das Ganze dreimal wiederholen und dabei immer lauter werden. Dann klatschen alle.

Lieder

• Sei mutig und stark, Einfach spitze Nr. 18
• Immer und überall, Einfach spitze Nr. 14
• Vorwärts, Sei einfach du, Mike Müllerbauer
• Deine Hand ist über mir, Das Liederbuch Nr. 11

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