Die Passionsgeschichte

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2023. Es geht in sechs Lektionen um die Passionsgeschichte:

20.02.Matthäus 26,17-308. Das erste Abendmahl
27.02.Matthäus 26,36-469. Jesus kämpft im Gebet
06.03.Matthäus 26,31-35; 26,57-58.69-7510. Petrus scheitert
13.03.Matthäus 27,27-6111. Jesus stirbt
20.03.Matthäus 28,1-1012. Jesus ist auferstanden
27.03.Matthäus 28,16-2013. Von Jesus weitersagen
ExtraFamiliengottesdienstStärker als Western: Ostern!

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2023. Es geht in sechs Lektionen um Gott, der einen Bund mit dem Volk Israel schließt:

09.01.2. Mose 19,1-252. Gott begegnen?!
16.01.2. Mose 20,1-113. Die 10 Gebote: Beziehung leben
23.01.2. Mose 20,12-154. Die 10 Gebote: Schutzraum
30.01.2. Mose 20,16-185. Die 10 Gebote: Zufriedenheit
06.02.2. Mose 24,1-186. Gott schließt einen Bund
13.02.2. Mose 32,1-357. Das goldene Kalb

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in fünf Lektionen um Geschichten von Ester:

Lektion 5: Ester 1,1-2,18 Ester wird Königin

Lektion 6: Ester 2,19-23 Lebensretter

Lektion 7: Ester 3,1-15 Ein böser Plan

Lektion 8: Ester 4,1-5,17 Eine mutige Entscheidung

Lektion 9: Ester 6-9 Gott macht’s gut

Zusatz: Das Purimfest feiern – Gott schenkt Rettung und Sieg

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen erfahren, dass Gott einen Plan für jedes von ihnen hat und jedes Kind an den richtigen Platz stellt und sie dort gebrauchen will.

Checker

Die Kinder sollen lernen, dass Gott uns für seine Aufgaben gut ausrüstet, auch wenn sie Angst davor haben und dass Gebete sie in der Vorbereitung stark machen.

Der Text an sich

Im ersten Teil des Textes geht es um die Trauer Mordechais. Er drückt sein Entsetzen und seine Not dadurch aus, dass er sich mit einem Sack kleidet und Asche auf seinen Kopf streut. In dieser Kleidung konnte er den Königshof jedoch nicht mehr betreten und schon gar nicht mit Ester als Königin persönlich sprechen. Deshalb möchte Ester, die von allem noch nichts weiß, dass er sich wieder ordentlich kleidet. Mordechai lehnt das jedoch ab, da ihn der Erlass, den Haman im Namen des Königs verfasst hat, so sehr betrübt. Durch einen Diener wird Ester von diesem Erlass berichtet. In ihrer Position als Königin hat sie Einfluss auf den König und kann ihn um sein Eingreifen bitten.  

Doch Ester hat Angst zum König zu gehen. Jeder, der vor den König tritt, ohne dass er von ihm gerufen wird, muss sterben, es sei denn, der König streckt ihm sein goldenes Zepter entgegen. Diese Aufgabe kann Ester also das Leben kosten. Doch Mordechai macht deutlich, dass Gott sie vielleicht gerade deshalb zur Königin gemacht hat, um ihr Volk in dieser Situation zu retten. Ester bittet Mordechai und das Volk, sie mit Gebet und Fasten in der Vorbereitung zu unterstützen. Diese intensive Vorbereitung macht den Ernst der Lage deutlich und zeigt, dass nur Gottes Eingreifen in dieser Situation retten kann. Nach der Zeit des Betens und Fastens wagt es Ester zum König zu gehen. Der König zeigt sich gnädig und Ester darf ihren Wunsch äußern. Doch anstatt ihre Bitte direkt zu äußern, lädt sie Haman und den König zum Abendessen ein. Wieder will der König den Wunsch von Ester wissen und erneut lädt sie die beiden zum Essen ein. Durch dieses Vorgehen erhöht sie die Chance, dass der König ihr diese riskante Bitte gewährt.

Als Haman das Essen verlässt ist er stolz darauf, dass er alleine mit dem König bei der Königin zu Gast sein durfte und sogar erneut eingeladen wurde. Doch Mordechai ärgert ihn, da er Haman immer noch nicht die Ehre erweist, die ihm seiner Meinung nach zusteht. So beschließt er mit seinen Freunden und seiner Ehefrau einen Galgen für Mordechai zu bauen und den König darum zu bitten, Mordechai aus dem Weg zu schaffen. Mit diesem Vorhaben schaut er dem zweiten Abend bei der Königin mit Ruhe und Freude entgegen.

Der Text für mich

Als ich den Text las, ist mir sehr deutlich geworden, dass Gott uns an den Platz stellt, an dem er uns gebrauchen möchte. Er plant in weiser Voraussicht, bis er uns eine direkte Aufgabe gibt. Diese Aufgabe müssen wir nicht alleine meistern, denn Gott stellt uns Freunde und Gemeinde an die Seite, die uns unterstützen. Zudem ist hier das Gebet eine tragende Säule zur Erfüllung der Aufgabe. Das Gebet gibt uns Kraft und trägt uns durch. Ester war schon lange nicht mehr beim König und trotzdem wagt sie es. Ihr Vorbild macht Mut, dass wir auch die herausfordernden Aufgaben mit Gottes Hilfe bewältigen können.

Der Text für dich

Starter

Kinder erleben in ihrem Alltag immer wieder, dass sie von anderen als störend wahrgenommen werden oder nicht gebraucht werden. In dieser Geschichte geht es um Ester, der Gott eine wichtige Aufgabe gibt und sie ganz bewusst an diesen Platz gestellt hat, um genau diese Aufgabe auszuführen. Gott möchte jeden gebrauchen, auch die Kinder. Sie sollen sehen, dass jeder gebraucht wird und dass sie mit Gott auch mutige Dinge wagen können.

Checker

Manchmal stehen Kinder vor Aufgaben, die sie aus ihrer Sicht nicht bewältigen können oder die sie überfordern, z. B. eine Schularbeit in einem Fach, das ihnen überhaupt nicht liegt. Esther geht mit ihrer Angst und ihren Zweifeln ins Gebet und erlebt, dass Gott sie mutig macht und durchträgt. Die Kinder sollen erleben, dass Gott ihnen hilft und sie vorbereitet, aber sie mit Gott an ihrer Seite auch mutig sein dürfen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1:

Ein goldenes Zepter spielt heute eine sehr wichtige Rolle. Das Zepter ist das Zeichen für die lebensrettende Entscheidung des Königs.

Mit den Kindern soll so ein goldenes Zepter gebastelt werden. Dafür eigenen sich z.B. die leeren Rollen von Küchenpapier. Die Rollen können bunt bemalt und anschließend mit Glitzersteinen oder Ähnlichem verziert werden.

Idee 2:

Stellt euch vor, ihr seid bei einem König oder einer Königin persönlich zum Essen eingeladen. Lasst die Kinder erzählen, wie sie sich alles vorstellen. Wie sieht der Raum aus? Was gibt es zu essen? Wie sehen die Königin oder der König wohl aus?

Wer möchte kann das Festessen aus der Geschichte nachspielen und mit den Kindern das Essen vorbereiten, den Tisch decken und gemeinsam den Raum schmücken. Dabei können die Vorstellungen der Kinder mit eingebaut werden.

Verkündigung

Erzählt die Geschichte mit Gegenständen oder Bildern:

Folgende Gegenstände oder Bilder werden benötigt: Sack und Asche, Schürze, männliche Figur, Schriftrolle, Fragezeichen, Gebetswürfel, Goldenes Zepter, Einladung, wütender Smiley

Sack und Asche: Die ganze Stadt ist in Aufruhr. Ein neues Gesetz des Königs wurde in alle Enden des persischen Reiches geschickt. Als Mordechai hörte, was geschehen war, zerriss er vor Entsetzen seine Kleider und fing laut an zu weinen. Alle Juden sollten getötet werden. Jeder Mann und jede Frau im ganzen Königreich. Als Zeichen dafür wie groß seine Not und Trauer war, kleidete er sich mit einem Sack und streute Asche auf seinen Kopf. Laut weinend machte er sich auf den Weg zum Palast, doch in dieser Trauerkleidung durfte er den Königshof nicht betreten.

Schürze (als Zeichen für die Dienerinnen): Esters Dienerinnen sahen Mordechai, wie er in seiner Trauerkleidung weinen vor dem Palast auf und ab ging und berichteten Ester davon. Ester schicke ihre Dienerinnen zurück zu Mordechai und ließ ihm neue Kleider bringen, damit er den Palast betreten konnte. Doch Mordechai weigerte sich seine Trauerkleidung abzulegen. Wieder überbrachten die Dienerinnen Ester die Nachricht.

Männliche Figur: So konnte Ester nicht mit Mordechai persönlich reden. Sie musste einen anderen Weg finden. Deshalb rief Ester Hatach ihren persönlichen Diener zu sich. Ihm konnte sie vertrauen. Sie gab ihm den Auftrag herauszufinden, was mit Mordechai passiert war.

Schriftrolle: So machte sich Hatach auf den Weg zu Mordechai und Mordechai berichtete ihm alles was geschehen war. Er erzählte von dem bösen Plan Hamans und dem Gesetz, das er im Namen des Königs verfasst hatte und deshalb alle Juden im ganzen Königreich sterben sollten. Mordechai gab Hatach eine Schriftrolle, in der dieses Gesetz des Königs aufgeschrieben war. Ester sollte selbst lesen, wie schlimm es um das ganze Volk der Juden stand. Bevor Hatach zu Ester zurückkehrte, gab Mordechai ihm eine weitere Botschaft mit. Ester muss zum König gehen und sich für ihr Volk einsetzen.

Ein Fragezeichen: Als Ester diese Nachricht hörte, war sie entsetzt. Alle Juden sollen sterben, das war unfassbar. Aber was sollte sie jetzt tun? Sie konnte nicht einfach zum König gehen. Zum König durfte man nur gehen, wenn man zu ihm gerufen wurde. Wer einfach so vor dem König erscheint muss sterben, es sei denn, der König streckt sein goldenes Zepter aus. Ester war verzweifelt. Was stellte Mordechai sich da vor, sie konnte nicht einfach zum König gehen und er hatte sie auch schon lange nicht mehr zu sich gerufen. Mit dieser Nachricht schickte sie Hatach wieder zu Mordechai.

Gebetswürfel: Doch Modechai antwortete Ester: Du bist die Einzige die zum König gehen kann und vielleicht hat Gott dich gerade deshalb zur Königin gemacht, damit du dein Volk retten kannst. Als Ester diese Nachricht hörte, traf sie eine Entscheidung. Mordechai und alle Juden in der Stadt Susa sollten mit Ester drei Tage lang fasten und zu Gott beten und so um Gottes Beistand bitten. Auch ihre Dienerinnen sollen dabei mitmachen. Danach würde Ester zum König gehen – egal ob sie sterben muss oder nicht. Wenn einer sie vor dem Tod retten konnte, dann war es Gott und er würde ihr auch die Kraft und den Mut für diese Aufgabe geben.

Goldenes Zepter (aus der Hinführung): Nach diesen drei Tagen nahm Ester allen Mut zusammen und machte sich auf den Weg zum König. Aufgeregt betrat sie den Thronsaal, doch als der König sie erblickte, streckte er ihr sein Zepter entgegen. Sie war gerettet. Der König war gnädig mit ihr und fragte nach ihrem Wunsch.

Einladung: Doch anstatt ihm ihren Wunsch zu sagen, lud Ester den König und Hamann zum Abendessen ein. Dort beim Abendessen fragte der König Ester wieder nach ihrem Wunsch. Denn sie war ja nicht ohne Grund bei ihm erschienen. Doch Ester wollte noch immer nicht sagen, was sie vom König wollte und bat den König und Haman am nächsten Tag noch einmal zu ihr zum Essen zu kommen, dann würde sie ihm ihren Wunsch sagen.

Wütender Smiley: Nach dem guten Essen und voller Stolz, dass er zu Gast bei der Königin gewesen war, ging Haman nach Hause. Auf dem Heimweg begegnete er Mordechai. Das machte Haman wütend, denn noch immer weigerte sich Mordechai sich vor ihm zu verbeugen. Sobald er zu Hause ankam, begann er mit seiner Frau und seinen Dienern einen Racheplan gegen Mordechai zu schmieden. Beim Essen mit der Königin am nächsten Tag würde er den König um die Erlaubnis bitten Mordechai zu töten, sodass er ihn nie wieder sehen musste. So zornig war Haman.

Die andere Idee

Die Geschichte wird aus der Sicht der Königin Ester erzählt, die während der Erzählung die letzten Tage Revue passieren lässt und sie in ihrem Tagebuch aufschreibt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Jedes Kind darf sich einen Gegenstand aus der Geschichte aussuchen. Dann kann jeder den Teil seines Gegenstandes aus der Geschichte nacherzählen. So kann jedes Kind einen Teil der Geschichte beitragen.

Gespräch

Ester hatte eine spezielle Aufgabe, die in dieser Situation nur sie erledigen konnte:

  • Wo begegnen uns im Alltag besondere Aufgaben?
  • (z. B. mit dem Außenseiter in der Schule spielen oder ihn einladen, im Haushalt helfen wenn z. B. die Eltern krank sind …)

Esther war mutig und ist zum König gegangen:

  • Wo musstest du schon einmal mutig sein?

Gott hat Ester geholfen, dass der König gnädig mit er war:

  • Wo habt ihr schon einmal Gottes Hilfe erfahren?

Merkvers

Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 121,2

Die Worte des Bibelverses werden auf einzelne Blätter geschrieben und mit etwas Abstand durcheinander auf dem Boden festgeklebt. Wie bei einem Hüpfspiel müssen die Kinder dann in der richtigen Reihenfolge von Wort zu Wort den Bibelvers entlang hüpfen.

Gebet

Aus der Gesprächszeit können die Erlebnisse, wo die Kinder Gott erfahren haben, mit in ein Dankesgebet aufgenommen werden. Außerdem können die Kinder füreinander beten, wenn gerade „unlösbare“ oder schwierige Aufgaben vor ihnen stehen. Gott kennt jedes Kind und möchte ihm helfen. Darum können wir ihn bitten.

Kreatives

Passend zum Festessen wird gemeinsam etwas gebacken und dann gemeinsam gegessen:

Alternativ können vor der Verkündigung auch Muffins gebacken werden, die mit Kronen-/Königsdeko verziert und am Ende gemeinsam gegessen werden.

Spielerisches

Der König sagt: Dieses Spiel geht so wie „Simon says“. Alles was der König sagt muss gemacht werden, z. B. „Der König sagt: rechten Arm nach oben“. Dann müssen alle den rechten Arm nach oben nehmen. Wird der gleiche Satz gesagt, ohne dass der Satzteil „Der König sagt“ davor ist, darf keiner den Arm hochnehmen. Wer es doch macht, scheidet aus.

König für ein paar Minuten: Zu Beginn des Spiels wird ein König gewählt, dieser bekommt eine Krone aufgesetzt und darf sich auf einen Thron oder einen Berg aus Kissen setzen. Er darf nun Befehle geben, die ausgeführt werden müssen, z. B. gebt mir eine Massage, holt mir etwas zu trinken. Es darf sich kein Befehl wiederholen. Fallen dem König keine Befehle mehr ein, wird er abgesetzt und ein neuer König gewählt. Es gewinnt der König, der die meisten Befehle geben kann.

Rätselhaftes

Aus der Geschichte werden wahre und falsche Aussagen ausgesucht. Es gibt einen JA- und einen NEIN-Stuhl oder eine JA- und eine NEIN-Seite. Es wird eine Aussage vorgelesen und die Kinder müssen entscheiden, ob diese Aussage richtig oder falsch ist.

Mögliche Aussagen:

  1. Ester ist Königin
  2. Ester war in der letzten Zeit jeden Tag beim König
  3. Ester lädt den König und Hatach zum Essen ein
  4. Mordechai läuft in Trauerkleidung vor dem Königshof umher
  5. Mordechai bittet Ester um Hilfe
  6. Es soll einen Tag gefastet und gebetet werden
  7. Haman mag Mordechai
  8. Das goldene Zepter ist ein gutes Zeichen
  9. Man darf immer zum König gehen wann man will
  10. Ester erzählt direkt beim Essen, was sie vom König möchte

(T)Extras

Lieder

Meinem Gott vertraue ich gerne (Absoluto guto)

Ich will nicht mehr sagen ich kann das nicht

Gott braucht nicht nur große Leute

Sei mutig und stark

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 3/2021. Es geht in sieben Lektionen um die Ich-bin-Worte Jesu:

Lektion 1 Johannes 6,35 Ich bin … Brot des Lebens

Lektion 2 Johannes 8,12 Ich bin … das Licht der Welt

Lektion 3 Johannes 10,9 Ich bin … die Tür

Lektion 4 Johannes 10,11. (14) Ich bin … der gute Hirte

Lektion 5 Johannes 11,25 Ich bin … die Auferstehung und das Leben

Lektion 6 Johannes 14,6 Ich bin … der Weg und die Wahrheit und das Leben

Lektion 7 Johannes 15,5 Ich bin … der Weinstock

Außerdem gibt es einen Grundsatzartikel: Der Jungscharleiter ist Hirte und damit Vorbild!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Den Kindern wird klar: Jesus tut so gut wie ein helles Licht im Dunkeln.

Checker

Die Kinder verbinden die Formulierung „im Licht leben“ mit starkem Selbstbewusstsein und mutiger Offenheit.

Der Text an sich

Das Ich-bin-Wort zum Licht steht zwischen zwei Geschichten und Jesus spricht es zur Zeit des Laubhüttenfestes in Jerusalem. Dieser Kontext wirft „Licht“ auf Jesu Aussage.

Bevor Jesus sagt „Ich bin das Licht der Welt“, wird eine Ehebrecherin zu ihm gebracht. Auf Ehebruch stand nach dem Gesetz des Mose die Todesstrafe durch Steinigung. Sicherlich hat die Frau deshalb verheimlichen wollen, was sie tat. Aber sie wurde erwischt. Jesus hat seine Predigt über das Evangelium immer in den Zusammenhang mit dem Gesetz von Mose gestellt, deshalb fragen ihn die Pharisäer, was er zu der Sache sagt. Sie wollen ihn überführen, dass er das Gesetz von Mose ablehnt. Jesus schreibt zunächst einfach auf den Boden. Als sie ihn zu einer Antwort drängen, sagt er, ein Sündloser unter ihnen solle den ersten Stein werfen. Sprachlos gehen sie nach und nach. Als alle weg sind, verurteilt Jesus die Frau auch nicht, aber ermahnt sie, in Zukunft nicht mehr gegen Gottes Willen zu leben.

Nach dem Ich-bin-Wort stellen die Pharisäer Jesu Glaubwürdigkeit in Frage: „Du gibst von dir selbst Zeugnis, das kann nicht stimmen.“ Jesus erklärt, dass die Aussage von zwei Leuten laut Moses Gesetz ausreicht, um die Wahrheit einer Aussage zu bestätigen. Und er und sein Vater sind ja schon zwei. Die Pharisäer fragen, wo Jesu Vater ist – und er sagt: „Den kennt ihr nicht, genauso wenig wie ihr mich kennt.“

Beide Geschichten bekommen ihre Bedeutung durch das Ich-Bin-Wort und die damit verbundene Erklärung: „Wer mir nachfolgt, wird nicht im Finsteren wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Jesus nachzufolgen verändert das Leben: es wird hell. Man kann nicht mehr im Finsteren wandeln. Das heißt, man wird so leben, dass man sich nicht dafür verstecken muss. Und man wird das Licht des Lebens haben. Es macht uns froh, gelassen und mutig, wenn wir Jesus und seinen Vater kennen. Eben als wäre ein ständiges Licht in unserem Leben angezündet worden.

Und dieses Licht ist heller als alle Lichter des Laubhüttenfestes zusammen. Bei diesem Erntefest wurde sieben Tage lang abends fröhlich gefeiert. Große Leuchter wurden im Tempel angezündet und erleuchteten die ganze Stadt. Jesus bezieht sich auf das gerade beendete Fest und erklärt, dass er nicht nur die Stadt erleuchtet, sondern die ganze Welt und nicht nur an den begrenzten Festtagen, sondern jeden Tag, an dem wir ihm nachfolgen.

Der Text für mich

Für mich ist das Bild vom Licht einleuchtend und erhellend.

Einleuchtend, denn ich mag weder äußere noch innere Dunkelheit. Innere Dunkelheit erlebe ich, wenn ich mich für etwas schäme und es verheimlichen will, oder wenn ich etwas nicht durchschaue. Licht dagegen tut mir gut, macht Dinge verständlich, macht mich fröhlich und hoffnungsvoll. Dasselbe tut Jesus in meinem Leben.

Deshalb ist das Bild auch erhellend: Ich HABE das Licht des Lebens! Deshalb werde ich mich automatisch so verhalten, als wäre ich „in der Öffentlichkeit“. Im Licht Jesu erlebe ich, dass auch meine Sünde nicht verurteilt wird. Er vergibt mir und ermahnt mich zu einem Leben nach Gottes Willen. Jesus lässt mich nicht im Dunkeln tappen, was Gottes Wille betrifft: weil ich ihn kenne, erkenne ich seine Wahrheit.

Als Nachfolger Jesu haben wir dieses Licht auch in der Mitarbeit.

Der Text für dich

Starter

Dunkelheit ist unheimlich. Viele Kinder haben Angst im Dunkeln, weil sie nicht sehen und erkennen können, ob Gefahr droht. Dunkelheiten gibt es auch in ihnen oder in ihrem Alltag. Vielleicht ist es Angst oder Unsicherheit, etwas ist unbekannt: Was passiert in der Schule? Werden sie verstehen, was andere erwarten oder machen sie (wieder) alles falsch? Wie sind die Eltern heute drauf? Manchmal verheimlichen die Kinder auch Sachen (lassen sie im Dunkeln), weil sie ihnen peinlich sind. Oder spüren Dunkelheit in sich, weil sie glauben oder wissen, dass sie an etwas Schlimmem schuld sind. Manchmal echt, manchmal eingebildet.

Aber Jesus ist Licht! Wer ihm folgt, hat das Licht des Lebens: Für Jesus ist nichts unbekannt, vor ihm braucht man nichts verheimlichen, er nimmt Schuld und Angst ab, er macht mutig und macht es hell in einem.

Checker

Wenn Kinder streiten, schlichten Erwachsene mit der Frage: Was ist passiert? Sie hören sich alles an, um Licht in die Sache zu bringen: zu verstehen, was wirklich passiert ist. Einer allein kann ja alles Mögliche behaupten, deshalb suchen sich Kinder automatisch Zeugen, die ihre Version bestätigen und werden unsicher, wenn das keiner tut. Jesus war nicht unsicher, als er sagte: Ich bin das Licht der Welt. Auch als die Pharisäer die Wahrheit dieser Aussage anzweifeln, bleibt er ganz sicher, weil sein Vater dasselbe über ihn sagt. Er spricht mutig in aller Öffentlichkeit. Er bringt Licht in die Frage, wie Gott sich wirkliches Leben gedacht hat, damit niemand im Dunkeln tappen muss. Seine Nachfolger leben so wie er „im Licht“: Sie reden und handeln selbstbewusst und mutig und müssen nichts verheimlichen. Sie wissen, wer sie sind: Gottes geliebte Kinder.

Der Text erlebt

Material: Figuren, z. B. Playmobil (eine Frau, 3-4 Pharisäer, Jesus), Schriftrolle

Hinführung

Idee 1

Blinde Kuh (s. Spielerisches) – Mit verbundenen Augen erleben die Kinder, was es heißt, nichts erkennen zu können und trotzdem laufen zu müssen, quasi „in der Finsternis zu wandeln“. So wird das Bild von „im Licht leben“ konkreter.

Idee 2

Bei dem bekannten Spiel 1, 2 oder 3 (s. Rätselhaftes) erleben die Kinder Selbstbewusstsein, wenn sie eine Antwort sicher wissen, oder umgekehrt Unsicherheit, bis das Licht die richtige Antwort offenbart. Das Spiel bietet eine Analogie für Jesu selbstbewusste Behauptung: „Ich bin das Licht!“, weil er schon wusste, dass er auf dem „richtigen Feld“ steht.

Verkündigung

Verkündigungsart: Erzählen mit Figuren, Gespräch

Ich will euch von einer Frau erzählen, die vor langer Zeit in Israel lebte. (Frauenfigur aufstellen). Eine sehr lange Zeit vorher hatte Gott Mose das Gesetz gegeben (Schriftrolle dazu), das für das Volk Israel gelten sollte. Gott wollte, dass die Leute verstehen, wie er sich das Leben gedacht hat. Dafür diente das Gesetz. Sie sollten es nicht nur verstehen, sondern auch tun. Immer, wenn sie das Gesetz hielten, zeigten sie allen: SO funktioniert das Leben, wie Gott es sich gedacht hat. Kennt ihr ein paar Gesetze, die Gott gegeben hat? (Einige nennen lassen / selbst nennen: die Wahrheit sagen und nichts Falsches, das Eigentum anderer respektieren, den Sabbat heiligen, Eltern ehren.)

Für diese Frau hier (auf sie zeigen) galt dieses Gesetz. Sie war verheiratet. Aber eines Tages wurde sie erwischt, wie sie mit einem anderen Mann zusammen war, nicht mit ihrem eigenen! Das Gesetz, das Gott Mose gegeben hatte, nennt das Ehebruch. Und weil Gott selbst einen Bund, den er geschlossen hat, niemals bricht, findet er es schlimm, wenn Menschen ihren Bund miteinander brechen. Deshalb hatte er zu Mose gesagt: Wenn man den Ehebund bricht, ist das so schlimm, dass man nicht mehr weiterleben darf. Ganz schön krass! Die Frau kannte dieses Gesetz. Trotzdem hat sie ihre Ehe gebrochen.

Ich vermute mal, ihr kennt auch Situationen, in denen ihr wisst, dass es eine Strafe gibt und ihr macht es trotzdem. Warum macht man etwas, obwohl man weiß, dass es falsch ist? (erzählen lassen)

Ich stelle mir vor, dass die Frau sehr einsam war und sich sehr danach gesehnt hat, dass jemand sie liebt. Einsamkeit macht es dunkel im eigenen Herzen. Als dann ein Mann kam und sich liebevoll um sie kümmerte, fühlte sich das vielleicht so an, als könnte er es heller machen. Das Blöde war: die Dunkelheit der Einsamkeit war weg, aber es kam eine neue Dunkelheit, weil sie wusste, dass sie etwas ganz Schlimmes tat! Vielleicht kennt ihr das auch, dass etwas sich zwar einerseits gut anfühlt, aber andererseits weiß man, dass es nicht richtig ist.

Und dann wurde sie erwischt und es kam ans Licht, was sie getan hatte (3-4 Pharisäerfiguren ergänzen, schauen und zeigen auf die Frau). Man sagt ja „etwas kommt ans Licht“, wenn etwas Heimliches aufgedeckt wird. Die Art, wie das damals ans Licht kam, fühlte sich für die Frau sicherlich nicht gut an, sondern machte es in ihr noch dunkler: Sie schämte sich und hatte Angst. Die Männer (auf Pharisäer zeigen) schleppten sie nämlich auf die Straße, zu einem Prediger und Lehrer (Jesusfigur ergänzen), dem gerade richtig viele Menschen zuhörten! Bestimmt könnt ihr euch vorstellen, wie beschämt die Frau war! Die Männer (auf Pharisäer zeigen) gehörten zu den Pharisäern, die das Gesetz von Mose gut kannten. Sie sagten zu dem Lehrer: „Mose hat uns gesagt, wer Ehebruch begeht, soll gesteinigt werden.“ Das heißt, es sollten so lange Steine auf den Menschen geworfen werden, bis er dadurch stirbt. Eine schlimme Strafe! Und weil die Männer wussten, dass dieser Lehrer (auf Jesus zeigen) das Gesetz von Mose (auf Schriftrolle zeigen) neu und anders erklärte, wollten sie wissen: „Was sagst du dazu?“

Also eigentlich wollten sie es gar nicht so genau wissen, sondern wollten, dass der Lehrer etwas Schlechtes über das Gesetz sagt und sie auch ihn fertig machen konnten, so wie die Frau. Aber der Lehrer sagte erst mal nichts, sondern schrieb in den Sand! Das war für die Frau erleichternd, weil die Leute sich über ihn wunderten und nicht mehr sie so verächtlich anstarrten. Die Männer fragten den Lehrer immer wieder, sie wollten eine Antwort! Schließlich sagte der Lehrer: „Wer von euch noch nie etwas getan hat, das gegen das Gesetz ist oder das Gott nicht gefällt, der soll als Erstes einen Stein werfen!“ Plötzlich herrschte Stille. Alle starrten den Lehrer an. Dann die Frau. Und wieder den Lehrer. Schließlich bewegte sich der erste, der älteste Mann (eine der Pharisäerfiguren nehmen). Er sah noch einmal auf die Frau, schüttelte den Kopf und ging weg. Kurz danach der nächste (zweite Pharisäerfigur weggehen lassen). So gingen alle Ankläger (letze Pharisäerfigur wegnehmen) und nur die Frau und der Lehrer und die Zuhörer blieben.

Ihr habt sicher schon erraten, wie der Lehrer hieß? (Jesus rufen / sagen lassen). Genau. Jesus sagte dann zu der Frau: „In dir ist Dunkelheit wegen dem, was du gemacht hast. Die Strafe wäre verdient, aber ich vergebe dir und du bekommst eine neue Chance! Lebe ab jetzt so, wie es Gott gefällt!“ Und dann sagte er zu allen: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Genau das hat die Frau erlebt: Sie hatte sich in der Dunkelheit von Einsamkeit, Scham und Angst verirrt. Und durch Jesus fiel helles, freundliches Licht in ihr Leben. Jesus behandelte sie liebevoll und er erklärte damit das Gesetz Gottes: es geht darum, im Licht zu leben, nicht in der Dunkelheit. Jesus sah alles von der Frau, auch das Schlechte und Dunkle, aber er verurteilte sie nicht! Sie spürte: Sein Licht tut mir gut! Und sie verstand sicher: wenn ich mich an Jesus halte, bleibt sein Licht des Lebens in mir und ich verstehe, wie Gott sich das Leben wirklich gedacht hat.

Jesus tut auch uns so gut, wie ein helles Licht im Dunkeln!

Die andere Idee

Situation zwischen Jesus und den Pharisäern als Theaterstück (Joh. 8, 12-19). Der Schwerpunkt liegt darauf, dass Jesus selbstbewusst auftritt und sich nicht verunsichern lässt. Kurzandacht mit Analogie zum Spiel „1, 2 oder 3“: Jesus steht im richtigen Feld. Er sieht das Licht bzw. er ist es sogar selbst. Und Gott bestätigt: das ist die richtige Antwort. Jesus weiß das, aber merkt, dass die Pharisäer es nicht sehen. Wir verteidigen uns, wenn wir unsicher sind. Jesus ist das Licht, mit dessen Hilfe wir erkennen, was richtig und gut ist und auch, wer wir sind. Wenn wir ihm glauben, ihm nachfolgen (Bibel lesen, beten, Gemeinschaft mit anderen), ist er mit seiner Gegenwart bei uns und deshalb leben wir „im Licht“: wir reden mutig und offen die Wahrheit und im Bewusstsein, dass Gott in uns lebt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Material: Bilder (Anhang Teil A), Zitronensaft, Streichhölzer, Kerzen

Vorbereitung: Pro Gruppe die Bilder 1x ausdrucken. Mit Zitronensaft groß über die nebeneinanderliegenden zwei Bilder jeweils das zugehörige Wort schreiben. Dann auseinanderschneiden.

Ablauf: 3-4 Kinder pro Gruppe bekommen die Zettel, eine Kerze und Streichhölzer mit der Aufgabe: „Findet heraus, welche Bilder zusammengehören und in welche Reihenfolge sie gehören. Die Kerze bekommt ihr, damit euch ein Licht aufgehen kann!“ [Mit der Kerze kann die Zitronenschrift sichtbar gemacht werden, um die Lösung zu finden.]

Gespräch

Stell dir vor, du bist im Dunkeln. Ich sage verschiedene Situationen und du erzählst, wie es dir da geht. (nach Sinneseindrücken fragen: hören, sehen, fühlen)

Als Blinde Kuh – abends in deinem Zimmer – im Zelt – bei einer Nachtwanderung – im Dunkeln eine Treppe hochgehen an Türen und Gängen vorbei

Im Dunkeln befällt uns meist ein mulmiges Gefühl: Wenn wir nichts sehen können, sind wir besonders aufmerksam und hören Geräusche, die uns bei Tageslicht nicht auffallen. (Auch in einer Sommernacht beim Sternegucken mögen wir das Licht der Sterne und nicht die Dunkelheit.)

Eben haben wir gesammelt, wie es sich im Dunkeln anfühlt. Jetzt sagt mir mal, wie es im Hellen ist! (Beiträge sammeln und dann zusammenfassen) Wenn Licht da ist, fühlen wir uns sicher und gut. Manchmal macht Licht warm, z. B. Feuer oder eine Kerze. Licht macht froh. Kerzen erinnern an Feste wie Weihnachten oder Geburtstag.

Licht und Dunkel sind auch in uns. Habt ihr eine Idee, wann es sich in euch hell anfühlt? (sammeln, ggf. helfen oder ergänzen: wenn ich fröhlich bin, lache, zufrieden bin).

Am liebsten hätte ich, dass es immer hell in mir wäre. Aber ich erlebe auch, dass es irgendwie dunkel in mir ist. Kennt ihr das auch? (sammeln, ggf. ergänzen: traurig, wütend, Angst). Ich kenne Dunkelheit in mir auch, wenn ich etwas gemacht habe, von dem ich weiß, dass es nicht richtig ist.

Was macht ihr, wenn es um euch dunkel ist, ihr Angst habt oder unsicher seid?

Was macht ihr, wenn es in euch dunkel ist? (Ideen sammeln und eigene Erfahrungen einbringen: Licht anmachen, sich an jemandem festhalten, auf gute Bilder oder vertraute Geräusche konzentrieren, singen, beten, gute Worte in Erinnerung rufen)

Merkvers

Johannes 8,12

Leitung (L) spricht vor, Kinder (K) sprechen gemeinsam nach. Einen Satzteil nach dem anderen hinzufügen und das Bisherige komplett wiederholen.

L: Ich bin                                          K: Ich bin

L: Ich bin – das Licht                       K: Ich bin – das Licht

L: Ich bin – das Licht – der Welt.   K: Ich bin – das Licht – der Welt.

Gebet

Klagemauer: Backstein(e) mit Löchern

Auf Zettel schreiben oder malen, was sich dunkel anfühlt, Zettel in die Backstein-Löcher stecken, dabei im Kopf leise beten. Abschließend gemeinsames Gebet durch Leitung: „Jesus, in unserem Leben gibt es Dinge, die es dunkel in uns machen. Manches haben wir auf Zettel gemalt und geschrieben. Wir wissen, dass du alles kennst. Du bist das Licht der Welt. Mach mit deinem Licht unser Leben hell. Amen.“

Kreatives

Kerzen verzieren mit Wachsplatten

Material: weiße Kerze für jedes Kind, Wachsplatten in verschiedenen Farben, Scheren, scharfe kleine Messer, Vorlagen (Anhang Teil B), Ausstech-Formen

Aus den Wachsplatten werden Formen ausgeschnitten oder ausgestochen, auf der Kerze platziert und dort mit Handwärme festgeklebt.

Achtung: Umgang mit dem Messer gut anleiten! Ggf. nur Ausstechformen nutzen

Spielerisches

Material: Schal / Tuch

Bei „Blinde Kuh“ werden einem Kind die Augen verbunden. Es wird von den anderen geärgert und versucht, sie zu fangen. Wer von der Blinden Kuh berührt wurde, wird neue Blinde Kuh.

Rätselhaftes

„1, 2 oder 3“

Material: Klebeband, Taschenlampe, Dekosteine mit ca. 5mm Durchmesser, pro Mannschaft ein Einmach-Glas, Preis für die Gewinnermannschaft

Vorbereitung: Kinder in Mannschaften aufteilen (3-4 Kinder). Mit Klebeband drei Felder auf den Boden kleben und als Feld 1, 2 und 3 kennzeichnen (je nach Gruppengröße lange Felder, so dass alle Kinder Platz haben).

Spielablauf: Die Spielleitung stellt Fragen zu „Licht und Dunkelheit“ (siehe Anhang Teil C) und gibt Antworten vor, die den Feldern 1-3 zugeordnet sind. Die Kinder haben Zeit, zu überlegen und laufen dabei auf den Feldern 1-3 hin und her. Die Spielleitung ruft dann „Eins, zwei oder drei, letzte Chance – vorbei!“ und alle Kinder müssen stehen bleiben, wo sie sind. Die Spielleitung sagt: „Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht!“ und läuft dabei an allen Feldern vorbei, um die Spannung zu erhöhen. Sie verunsichert ggf. Kinder, die das abkönnen („Bist du dir wirklich sicher?“). Schließlich leuchtet sie das richtige Feld an und alle in diesem Feld bekommen einen Stein. Steht ein Kind allein im richtigen Feld, bekommt es einen extra Stein. Die Steine werden im Mannschafts-Glas gesammelt. Die Mannschaft mit den meisten Steinen gewinnt und bekommt einen Preis.

(T)Extras

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen.

https://www.kigo-tipps.de/html/licht.htm

Diese Themenreihe enthält die beiden Gruppenstunden zum Thema „Hinweise auf das Leiden von Jesus im Alten Testament“ aus JUMAT 2/20. Eine Einheit bezieht sich auf Psalm 22, den Psalm, den Jesus am Kreuz gebetet hat. Die andere Einheit beschäftigt sich mit einem Gottesknechtslied aus dem Jesajabuch. Die beiden Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Die beiden Einheiten eignen sich gut für den Einsatz am Ende der Passionszeit.

Das Ziel

Starter

Starter entdecken, dass sie ihren Lebensschmerz Gott sagen können. Jesus hat seinen Schmerz auch herausgeschrien.

Checker

Checker entdecken, dass Jesus die Worte Davids am Kreuz übernahm und dass sie selbst ihm auch ihr Leid sagen dürfen.

Der Text an sich

Der Psalm Davids ist unter zwei Aspekten zu lesen:

1. David ist in der tiefsten Situation und Gefühlslage seines Lebens. Man kann diesen Psalm nicht an einem speziellen Ereignis festmachen. Aber er schreibt und schreit seine Not heraus.

V. 1-6: Seine größte Not wird sofort beschrieben: Das Gefühl der Gottverlassenheit. Gleich zweimal schreit er den Namen Gottes heraus. Im Grunde geht es hier um die Theodizee-Frage „Warum lässt Gott es zu?“ Gott verlässt niemals einen Menschen. Aber es kann sein, dass man die Nähe Gottes nicht erlebt oder fühlt. Gleichzeitig weiß David aber um die Heiligkeit Gottes und erinnert sich daran, wie Gott früher geholfen hat. Trotz seines Schmerzes wird er Gott gegenüber nicht respektlos. Er hat Gott schon so oft erlebt. Aber jetzt eben nicht mehr. Dabei bezweifelt er aber nicht die Existenz Gottes.

V. 7-9: In diese geistliche Not hinein greift deshalb umso stärker der Spott von Menschen, der ihn zutiefst trifft. Und gerade das, was sie ihm vorhalten, kann er nicht: Er erlebt in dieser Situation die Hilfe Gottes nicht.

V. 10-19: David erkennt, dass er von Geburt an auf Gott angewiesen ist. Seine unglaubliche Angst beschreibt er mit verschiedenen Bildern: Einerseits das Ausgeliefertsein, wenn wilde Tiere kommen (früher konnte er sie mit Muskelkraft bekämpfen), und andrerseits seine Schwäche, die er mit ausgegossenem Wasser, geschmolzenem Wachs und dem Auseinanderfallen seiner Knochen beschreibt.

V. 20-32: Er fleht Gott um Hilfe an, wendet sich dabei auch an die anderen Glaubenden. Er will Gelübde erfüllen, Armen helfen. Er will in der Gemeinde Gott loben und ihn bekennen.

Auffällig ist, dass David in seiner Verzweiflung dennoch nicht völlig die Hoffnung verliert. Auch wenn er Gott nicht spürt glaubt er, dass Gott ihn retten wird.

2. Die zweite Seite dieses Psalms ist, dass David hier auch prophetisch redet. Es ist der Psalm, den Jesus sterbend am Kreuz betete (Mt 27,35-46). Wörtlich nimmt Jesus Vers 2 auf (Mt 27,46). Aber auch die Geschehnisse rund um die Kreuzigung beschreibt David prophetisch: Das Teilen der Kleidung Jesu (Mt 27,35) und dass Jesus verspottet wird (Mt 27,39).

Sogar das, was unter dem Kreuz an Spott gesagt wird, ist in Psalm 22 zu finden (Mt 27,43).

Der Text für mich

Oh ja, solche Zeiten kenne ich auch: Wenn Verzweiflung und Schmerz fast nicht mehr zu ertragen sind. Ich entdecke, dass Jesus am Kreuz auch verzweifelte: Er spürte seinen Vater nicht mehr. Nirgendwo ist Jesus menschlicher als da. Er durchleidet unsere Gottverlassenheit. David findet Worte für seinen Schmerz, die Jesus übernimmt, weil er keine eigenen Worte mehr findet. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ermutigt mich, es genauso zu machen. Ebenso sehe ich, dass es für Gott keine unbequemen Fragen gibt. Weil Jesus es selbst getan hat, darf ich Gott wirklich alle Fragen stellen. Das gibt mir Freiheit. Ich merke, dass Gott wirklich versteht, wie mein Leben so funktioniert oder eben nicht. Angst, die mich beschleicht, Menschen, die mir nicht wohlgesonnen sind, verspottet werden, weil ich Christ bin – das alles kennt und versteht er.

Der Text für dich

Starter

In unseren Gruppen sind Kinder, die Lebensschmerz in sich tragen. Sei es, dass sie vielleicht selbst eine grundsätzliche Traurigkeit spüren, sei es, dass es in ihrer Familie Schwierigkeiten gibt oder sei es, dass sie eventuell gemobbt werden. Es geht ja nicht darum, dass Kinder, die nicht christlich sozialisiert sind, es immer schwer haben. Es gibt unter ihnen viele Kinder mit tollen Eltern. Aber Kinder erleben Schwierigkeiten, die wir gar nicht immer ahnen. Der Psalm bietet ihnen Worte, die sie für sich auch so sagen können, Bilder, die das ausdrücken, was sie empfinden. Genauso wie Jesus können sie Gott ihr Leid sagen.

Checker

Checker kennen zwar König David und auch die Passionsgeschichten. Aber vermutlich ist ihnen noch nie aufgefallen, dass David in seinem Psalm schon die Kreuzigung Jesu prophetisch aufgenommen hat. Auch Kinder, die christlich sozialisiert sind, haben oft innere Kämpfe auszustehen. Manchmal sind sie damit völlig allein. Es wird ihnen Mut machen zu entdecken, dass Jesus auch sein Leiden seinem Vater gesagt hat, bzw. es herausgeschrien hat. Es gibt einfach Dinge, die unglaublich hart sind, für die man keine eigenen Worte mehr findet. Genauso erging es Jesus am Kreuz.

Der Text erlebt

Material

Hinführung 1: Für jedes Kind einen Tontopf, Farben zum Bemalen

Hinführung 2: Eine schöne Kerze, einen Topf, ein Campingkocher o. Ä.

Verkündigung: Eine große Schriftrolle aus Packpapier o. Ä. (die Schriftrolle ist mit einzelnen Bibelversen beschriftet), Scherben, Wachsreste, einfache Bilder: drei Kreuze von der Kreuzigung Jesu, spottende Menschen, Hand mit Nägelmal, Würfel

Die andere Idee: Verkleidung

Hinführung

Idee 1: Tontöpfe bemalen

Jedes Kind bekommt einen Tontopf, den es schön anmalen darf.

Auch die Mitarbeitenden haben Tontöpfe.

Ein Mitarbeitender erzählt von seinem Tontopf: Manchmal fühle ich mich wie ein Tontopf. Ich gebe mir alle Mühe, dass es in meinem Leben gut läuft. Aber dann kommt etwas dazwischen und plötzlich ist alles anders.

Der Tontopf wird auf den Boden geschmissen: Mein Leben ist ein Scherbenhaufen!

Um zu verhindern, dass die Scherben in alle Richtungen fliegen, kann man den Tontopf in eine durchsichtige Tüte packen oder ihn in einen Karton werfen.

Idee 2: Kerze schmelzen

Eine schöne Kerze wird vor den Augen der Kinder geschmolzen. Das kann man in einem Topf machen. Das ist besser, als sie anzuzünden und sie dann tropfen zu lassen. Das würde die Kinder eher anregen, selbst zu kokeln.

Ein Mitarbeitender erzählt: Jetzt ist die schöne Kerze kaputt. Sie wird nie mehr so schön werden wie sie war. So ist auch manchmal das Leben eines Menschen. Da passiert etwas und plötzlich ist alles anders. Nichts ist mehr wie es war.

Verkündigung

Erzählung mit einer Schriftrolle

Der Mitarbeitende hält eine große Schriftrolle in seiner Hand:

König David von Israel war der berühmteste König, den Israel je hatte. Gott hatte David erwählt, als er noch ganz jung war. Er hatte erkannt, dass Davids Herz für Gott schlug. David liebte Gott.

David war nicht nur König, sondern auch ein begnadeter Musiker: Er textete und komponierte Lieder, die weltberühmt wurden. Für alles, was er erlebte, verfasste er Lieder: Für Erfahrungen, Gedanken, Gefühle.

Gott ließ David sehr viel gelingen.

Aber David war nicht nur ein Musterknabe. Er tat auch Dinge, die Gott gar nicht gefielen.

Und David hatte auch sehr viele Feinde.

Es gab eine Zeit, da war David vollkommen verzweifelt. Seine Feinde lachten über ihn. Sie machten seinen Glauben an Gott lächerlich. Und Davids Muskelkraft war auch nicht mehr so da.

Aber am aller-, allerschlimmsten war: Er betete und betete und er spürte Gott überhaupt nicht mehr. Gott antwortete einfach nicht. War Gott noch da? Hatte er ihn verlassen? Gerade jetzt, wo es ihm so schlecht ging?

David verzweifelte immer mehr, er wurde immer schwächer. Er wusste keinen Rat mehr.

Alles, was er damals durchlitt, hat er aufgeschrieben: Psalm 22.

(Die Schriftrolle wird immer weiter ausgerollt, von Vers zu Vers)

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

So fängt David seinen Psalm an.

Voller Schmerz hatte David das aufgeschrieben. Er wusste es einfach nicht, warum er Gott nicht mehr fühlte.

„Er klage es dem Herrn, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.“

Und meine Feinde lachen mich aus. Noch schlimmer: Sie lachen meinen Glauben an Gott aus. Sie lachen sogar Gott selbst aus.

„Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.“

In mir ist nichts Starkes mehr: Ich fühle mich so sehr schlapp; mein Mut ist mir völlig verloren gegangen. Mein Herz ist butterweich, weggeschmolzen wie Wachs.

„Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe.“

Ich fühle mich völlig zerschlagen und wie ausgetrocknet.

„Sie haben meine Hände und Füße durchgraben.“

Ich kann nichts mehr anpacken und ich kann meinen Weg nicht mehr gehen.

„Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.“

Alles nehmen mir meine Feinde weg. Sie stellen mich vor allen Leuten bloß.

Das hat David alles so aufgeschrieben. Man merkt gar nicht, dass er der größte König Israels war. Er hat nur noch Todesangst.

Aber wisst ihr, manchmal helfen einem ja die Worte, die ein anderer schon einmal gesagt oder aufgeschrieben hat.

Vielleicht denkt jemand von euch: Genauso geht es mir auch manchmal. Besser könnte ich das nicht ausdrücken.

Damals als Jesus gekreuzigt wurde, als er am Kreuz hing, hatte er Todesangst.

Vielleicht wird euch jetzt etwas auffallen:

Als Jesus am Kreuz hing, spürte er Gott nicht mehr. In seiner Not schrie er:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Bild mit den drei Kreuzen neben den Vers legen)

Es standen Menschen unter dem Kreuz. Viele von ihnen lachten Jesus aus und spotteten:

„Er klage es dem Herrn, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.“ (Bild mit spottenden Menschen neben den Vers legen)

Jesus hatte Schmerzen:

„Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.“ (Wachskrümel neben den Vers legen)

„Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe.“ (Scherben neben den Vers legen)

Jesus war ja an das Kreuz genagelt worden. Das ist völlig schrecklich!

„Sie haben meine Hände und Füße durchgraben.“ (Bild mit Hand mit Nägelmal neben den Vers legen)

Die Soldaten, die ihn gekreuzigt hatten, hatten ihm auch die Kleidung weggenommen. Jetzt machten sie ein Würfelspiel, wer die Kleidung behalten durfte.

„Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.“ (Würfel neben den Vers legen

Alles, was David aufgeschrieben hatte, hat Jesus dann selbst erlitten.

Alles hat er ausgehalten, damit wir es nicht aushalten müssen.

Deshalb versteht er uns auch so gut. Und genau deshalb können wir ihm alles sagen, was uns belastet.

Die andere Idee

Erzählung in der Rolle eines Jerusalemer Bürgers

In Verkleidung erzählt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter Bürger Jerusalems:

Ich habe heute etwas erlebt … Ich bin noch völlig aufgewühlt … Eigentlich wollte ich nicht nach Golgatha gehen. Dort waren heute Hinrichtungen … Drei Kreuze: In der Mitte hing Jesus. Ich hatte ihn schon oft erlebt. Den Anblick konnte ich nicht ertragen. Aber dann rief er: Mein Gott, mein Gott, warum hast du ich verlassen?“ Diese Worte hatte ich doch schon einmal gehört. In Psalm 22, ein Psalm von König David …

Der Psalm wird in Auszügen vorgelesen und die Kinder melden sich, sobald sie etwas entdecken, was auf Jesus hinweist.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Bibelverse von der Schriftrolle, die Bilder und Gegenstände aus der Verkündigung liegen durcheinander da und sollen in die richtige Reihenfolge gebracht und sortiert werden.

Gespräch

Die Verse, Bilder usw. liegen in der Mitte.

Kennt ihr einen Menschen, der vielleicht selbst solch einen Satz sagen könnte? Weshalb?

Was für Situationen fallen euch ein, in denen man einen dieser Sätze sagen könnte?

Fallen euch ähnliche Bilder ein, die ausdrücken, wenn man ganz verzweifelt ist?

Was macht ihr, wenn ihr traurig seid?

Warum versteht uns Jesus gut, wenn wir ihm unsere Not oder die Not anderer Menschen sagen? (Er war selbst so einsam und voller Schmerz, dass er die Worte Davids betete. Deshalb versteht er uns. Er hat es selbst durchlitten.)

Merkvers

Er lud auf sich unsere Schmerzen. Jesaja 53,4

Die Kinder können auf kleinen Zetteln ihre eigenen Nöte schreiben oder malen und an ein Kreuz heften oder kleben. Die Zettel werden gefaltet, sodass niemand sieht, was das Kind geschrieben hat. Wenn alle, die wollen, ihre Zettel zum Kreuz gebracht haben, sagt die ganze Gruppe: „Er lud auf sich unsere Schmerzen.“

Gebet

Herr Jesus Christus, als du am Kreuz warst, hast du Davids Worte gebetet. Du warst voller Schmerzen und verzweifelt. Danke, dass du das für uns ertragen hast.

Wir beten jetzt für andere Menschen, die so verzweifelt sind. Wir beten für … (Jetzt können sich die Jungscharler beteiligen. Sie können laut nennen, für wen sie beten wollen.)

Wir beten für uns. Auch wir sind manchmal sehr traurig und unser Herz ist schwer. Ganz leise sagen wir dir jetzt, was uns belastet … (Jetzt können die Kinder in der Stille sagen, was ihnen das Leben schwermacht.)

Danke, dass du uns verstehst.

Amen!

Kreatives

Fortsetzung von Hinführung 1: Die Tontöpfe der Kinder werden zerbrochen.

Anschließend werden sie mit Heißkleber zusammengeklebt aber so, dass man noch durch die Ritzen gucken kann. Wenn alles zusammengeklebt und abgekühlt ist, kann man eine Kerze hineinstellen. Das Licht leuchtet durch die Brüche nach außen.

Spielerisches

Für jedes Kind wird Psalm 22,25 als Puzzle zerschnitten. Außerdem braucht man noch Klebestifte, DIN-A4-Papier, Würfel

Als Antwort auf allen Schmerz und Zerbruch sagt David in Psalm 22,25: Als er zu ihm schrie, hörte er es.

Dieser Vers wird für jedes Kind ausgedruckt und dann in gleiche Puzzleteile geschnitten.

Die Kinder würfeln reihum. Wer eine Sechs würfelt, darf ein Teil seines Puzzles aufkleben.

Wer hat seinen Vers zuerst fertig?

Rätselhaftes

Quiz

  1. Welchen Psalm hat David in seiner Not geschrieben? (Psalm 22)
  2. Nennt drei Bilder, mit denen David seinen Schmerz beschreibt. (Geschmolzenes Wachs, Scherbe, ausgeschüttetes Wasser)
  3. Was sagen die Spötter? (Wenn Gott ihn mag, soll er ihm helfen)
  4. Was soll, laut David, geteilt werden? (Seine Kleidung)
  5. Welche Worte schrie Jesus am Kreuz? (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?)
  6. Wer teilte seine Kleidung auf? (Die Soldaten, sie würfelten darum)
  7. Was hatte David über die Hände und Füße geschrieben? (Sie sind durchgraben)
  8. Was sagten die Spötter zu Jesus am Kreuz? (Wenn Gott ihn mag, soll er ihm helfen)
  9. Wie heißt der Merkvers? (Er lud auf sich unsere Schmerzen. Jesaja 53,4)
  10. Warum versteht Jesus uns so gut? (Weil er selbst allen Schmerz erfahren hat)

(T)Extras

Lieder

Nichts kann uns trennen

Dip dip di di dip

Jesus kam für dich

Spiele

Würfelspiel: Rasende Paula

Alle Kinder sitzen im Kreis. Sie zählen 1, 2 ab. Alle Einsen sind eine Gruppe, alle Zweien sind eine Gruppe. Ein Kind von Gruppe eins bekommt einen Würfel und auf der gegenüberliegenden Seite des Kreises bekommt ein Kind von Gruppe zwei einen Würfel. So schnell wie möglich würfelt jedes Kind. Bei einer 6 wird der Würfel zum nächsten Kind der eigenen Gruppe weitergegeben. Die Gruppe gewinnt, deren Würfel den Würfel der anderen Gruppe einholt.

Würfelspiel: Macke

Macke spielt man in kleinen Gruppen mit vier bis fünf Kindern.

Ein Kind fängt an und würfelt. Die Punkte werden alle addiert. Wenn es allerdings eine 5 würfelt, verfallen alle Punkte. Das bedeutet, dass man rechtzeitig aufhören muss.

Würfelspiel: Max und Moritz

Jeder würfelt mit zwei Würfeln. Wer zwei gleiche Zahlen würfelt ist „Max”. Wer so würfelt, dass beide Augenzahlen zusammen 7 ergeben, ist „Moritz”. Wer zuerst Max oder Moritz gewürfelt hat, ist Sieger.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zur Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium. das ist eine Zusammenstellung von Einheiten aus den JUMAT-Heften 4/17, 4/18 und 4/19. Einige Einheiten haben den Schwerpunkt auf der Vorbereitung der Geburt von Jesus, wie sie in Lukas 1 beschrieben ist. In 4 Einheiten wird die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 bearbeitet. Ein weiterer Themenkomplex liegt auf der Geschichte von Johannes dem Täufer (Einheiten: Verstummt; Geboren; Gelobt und Gepredigt), die eng mit der Geburtsgeschichte von Jesus verknüpft ist.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen interaktiven Entwurf für eine Adventskalenderrallye und einfache Ideen zum Sternebasteln.

Ein Angeklagter sitzt im Gefängnis in Rom. Sein Name: Paulus. Ist er wirklich schuldig? Justinus Maximus, ein junger und ehrgeiziger Strafverteidiger, macht sich auf den Weg in die Zelle. Akte „P” (P wie Paulus) ist sein erster großer Fall. Tag für Tag füllt sich die Akte mit spannenden Informationen über diesen ungewöhnlichen Klienten. Was steckt hinter all den abenteuerlichen Reisegeschichten des Paulus? Und was hat es mit diesem „Glauben an Gott” auf sich?


Justinus ist zunächst skeptisch. Doch je öfter er Paulus besucht, desto mehr wird er mit diesem Gott konfrontiert. Geht es am Ende nur um Argumente für die Freiheit, oder doch um viel mehr?
Mit der neuen Ausgabe des Jungscharleiters möchten wir euch Lust machen, mit den Kindern Paulus zu erleben. Das Heft (inklusive der Beiträge) sprüht vor Ideen für ein Jungscharlager und gibt Impulse zum Weiterdenken für die Freizeitpraxis. Natürlich ist es auch möglich, eine mehrwöchige Paulusreihe in den Jungscharstunden zu machen. Die einzelnen Beiträge sind hier als kreative Grundlage zu verstehen, die ihr beliebig auf eure Gruppenabläufe anpassen könnt.

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