Gemeinsam geduldig

Das Ziel

Starter

Gott will, dass ich lebe.

Checker

Gott ist geduldig mit mir, darum will ich auch geduldig auf ihn hören.

Der Text an sich

Die ersten neun Kapitel der Bibel zeigen uns, wie die Beziehung zwischen Gott und den Menschen entsteht. Von Anfang an ist zu erkennen: Gott kämpft für die Beziehung zu uns! Gott tötet sogar für diese Beziehung und Gott lässt sich in Jesus Christus sogar selbst für diese Beziehung töten. Die Beziehung zu uns Menschen scheint für Gott das Wichtigste der ganzen Schöpfung zu sein. Eben dafür wurden wir geschaffen. Die Texte bis zur Sintflut sind wie ein schockierender Blick in den Spiegel. Obwohl uns das Wertvollste geschenkt ist, pflegen wir es oft nicht. Auf der Suche nach greifbaren Schätzen dieser Welt, sei es Liebe, Macht oder Reichtum, übersieht „der Mensch“ etwas, das so wertvoll ist, dass selbst Gott dafür tötet. Ich gebrauche immer wieder den Begriff „der Mensch“, weil Noah eben kein Mensch 2.0 ist, sondern genau dieselben Schwierigkeiten hat, wie all die Menschen, die in der Sinflut getötet wurden. Der einzige Unterschied ist, dass er trotz aller Ablenkung das Wichtigste nicht vergessen hat.

1. Die Hingabe und Geduld Noahs (8,1-19)

Es ist wirklich erstaunlich wie „der Mensch“ in dieser Geschichte auf einmal demütig schweigt. Vorsichtig wie ein kleines Nagetier hebt er nicht einmal den Kopf aus dem letzten Schlupfloch der Menschheit. Dabei ist es gerade keine Angst, sondern absolute Hingabe. Noah beobachtet mit einer unfassbaren Geduld die Zeichen der Rettung. Selbst als die Arche aufsetzt und erste Bergspitzen zu erkennen sind, bleibt er noch geduldig in der Arche. Ganz im Sinne der Schöpfung macht sich Noah die Schöpfung untertan und nützt Vögel um zu erfahren, wie es außerhalb der Arche aussieht. Trotzdem wartet er, bis Gott selbst ihm die Anweisung gibt, die Arche zu verlassen.

2. Der Gemeinsame Neuanfang (8,20.21a)

Mit dem ersten Fuß an Land kümmert sich Noah als Erstes um das Wichtigste in seinem Leben. Er kümmert sich nicht als Erstes um Essen und Trinken oder ein Quartier für die Nacht, sondern feiert einen Gottesdienst. Durch das Brandopfer dankt Noah Gott für die Rettung und lässt ihn an den wertvollsten Dingen teilhaben, die er besitzt. Somit startet Noah ganz schöpfungsgemäß mit der Gemeinschaftspflege und Ruhe bei Gott in die neue Lebenswelt.

3. Die Geduld Gottes (8,21a.22)

Bisher pflegte Gott die Beziehung zu den Menschen durch Bestrafung oder Vergebung. In unserer Geschichte verheißt Gott einen völlig neuen Umgang mit den Menschen. Die Zeit der Geduld und des Ertragens hat begonnen. Gott trägt die Beziehung zu den Menschen in Geduld. Er nimmt den Menschen an wie er ist, obwohl er auch nach der Sintflut einen Hang zum Bösen hat.

Der Text für mich

Wenn ich Noahs Prioritätenliste mit meiner abgleiche, wird mir meine grundlegende Verirrung schmerzhaft bewusst. Obwohl mein Kühlschrank voll ist und in meinem Leben das meiste rund läuft, steht meine Beziehung zu Gott nicht immer auf Platz 1 meiner Prioritäten. Noah steht vor dem Nichts und hat trotzdem nichts Wichtigeres zu tun, als einen Gottesdienst zu feiern. Ab sofort schreibe ich Beziehungspflege zu Gott auf jede Todo-Liste. Wir haben nichts Wichtigeres! Diese Pflege ist die grundlegendste Konsequenz, die wir aus unserem Glauben ziehen können. Wenn die Beziehung zu Gott gepflegt ist, habe ich noch mehr als genug Zeit, um mich um alles andere zu kümmern. Wenn sich Kinder oder andere diese Priorität von uns abschauen können, hat die Jungschar und überhaupt jede Begegnung mit einem Menschen das Wichtigste (=Gott) erreicht.

Der Text für dich

Starter

Gottes Urteil, dass der Mensch von Jugend an voll Bosheit ist, darf auf keinen Fall unkommentiert stehen bleiben. Manche Kinder erinnert der Text vielleicht an schmerzhafte Momente, in denen die leiblichen Eltern sie als böse bezeichneten. Kein Kind will böse sein und wir sollten auch kein Kind davon überzeugen, dass es böse ist. Der Tenor sollte sein, dass Gott seine Sonne über Guten und Bösen scheinen lässt und uns sogar gänzlich von allem Bösen befreit, wenn wir ihm unser Leben schenken. Wer durch Christus lebt, ist gänzlich befreit von allem Bösen dieser Welt.

Checker

Geduld ist selbst in frommen Kreisen eine zunehmend schwindende Tugend. Dank Google haben selbst Kinder binnen weniger Sekunden eine Antwort auf viele Fragen parat. Im Umgang mit Gott ist leider nicht alles sofort und auf Knopfdruck verfügbar. Noch dazu ist der Begriff „Geduld“ bei vielen Kindern wahrscheinlich mit einer negativen Assoziation verbunden. „Geduld“ erinnert an den scheinbar unnötigen Aufschub von Bedürfnissen. Diese negative Vorstellung gilt es aufzulösen, und mit Noah und Gott als Vorbilder eine echte Leidenschaft für Geduld zu wecken.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Szenenbild bauen

Passend zur Geschichte bieten sich zur Hinführung räumliche Umgestaltungen besonders an.

Wie Noah noch vor aller Arbeit einen Altar baute, um Gott zu danken, bauen die Mitarbeiter gemeinsam mit den Kindern einen schönen Altar aus allen verfügbaren Materialien. Outdoor kann das natürlich noch viel mehr Spaß machen als im Haus. Bevor es losgeht wird erklärt, was ein Altar ist: Ein Altar ist ein Tisch, an dem wir mit Gott zusammenkommen. Dort können wir Gott alles schenken und werden von ihm beschenkt.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine gute Szenerie für die Erzählung der Geschichte zu schaffen. Die Kinder entwerfen gemeinsam mit den Mitarbeitern ihre eigene Arche aus Stühlen, Tischen, Decken, Planen, Kartons. Die Arche sollte im Inneren möglichst dunkel sein und genug Platz für alle Kinder bieten. Es bietet sich an, vor dem Bau noch mal die Einleitung der Sintflutgeschichte zu erzählen.

Idee 2: Spiel zum Thema Geduld

Mit doppelseitigem Klebeband wird eine kleine (Film)Dose an das Ende eines Zollstocks geklebt. Man benötigt zwei Zollstöcke, die so präpariert werden. In eine Dose kommt etwas Wasser. Die Aufgabe für zwei Spieler besteht nun darin, das Wasser aus einer Dose in die andere zu gießen, ohne dass dabei etwas verschüttet wird. Wenn das gelungen ist, kann man das Geduldsspiel auch noch mit anderen Materialien (Erbsen, Mehl, usw.) probieren. Tipp: Je länger der Zollstock ausgeklappt ist, desto schwieriger wird es, deshalb sollte man das Spiel zunächst mit einem Zollstock starten, der nur zur Hälfte ausgeklappt ist und nach und nach die Schwierigkeit erhöhen, indem der Zollstock immer mehr ausgeklappt wird.

Verkündigung

Interaktive Erzählung

Folgendes Material wird benötigt: Kerze, Bilder (Taube, Taube mit Ölblatt, Rabe), Handy und Lautsprecher, um die Soundtracks einzuspielen.

Die Szenerie für die Erzählung ist ein dunkler Raum (Arche) mit einer Kerze im Mittelpunkt.

Folgende Rollen werden benötigt: Noah, Erzähler, Kind

Erzähler: Es war einmal vor langer Zeit, als die ersten Menschen, die Gott geschaffen hatte, so böse wurden, dass Gott eine Sintflut schickte, um der Welt eine zweite Chance zu geben.

Noah: Willkommen auf der Arche, liebe Freunde! Schön, hier mal jemand anders zu sehen, als die eigene Familie. Seit Gott durch die Sintflut die ganze Erde überflutet hat, sitzen wir hier in der Arche. Heute ist ein ganz besonderer Tag! Nicht nur, weil ihr hier seid. Pssst! Seid mal leise und hört genau hin!

Soundtrack: Windgeräusche werden eingespielt

Noah euphorisch: Wind!!! Gott hat uns nicht vergessen!

Erzähler: Gott hatte die Menschen wirklich nicht vergessen. Er sorgte dafür, dass es aufhörte zu regnen. Nach 150 Tagen verschwand das Wasser allmählich.

Erzähler: Rumps!!! Die Arche landete auf einem Berg, der schon aus dem Wasser ragte.

Kind: Yeah, wir sind endlich da. Papa darf ich rausgehen?

Noah: Nein, warte noch. Lass uns zuerst die Vögel rausschicken, um zu sehen, ob es sicher ist.

Erzähler: Als Erstes ließ Noah einen Raben aus der Arche fliegen.

Bild vom Raben zeigen und Soundtrack krächzender Rabe einspielen.

Zu Noahs Zeiten gab es noch keine Wetter-App, deshalb beobachtete man das Verhalten der Raben, um vorhersagen zu können, wie das Wetter wird. Der Rabe war so lange unterwegs, bis alles Wasser abgeflossen war.

Erzähler: Als Nächstes schickt Noah eine Taube raus um zu checken, ob die Erde schon wieder trocken war.

Bild von der Taube zeigen und Soundtrack gurrende Taube einspielen.

Beim ersten Versuch klappte es leider nicht. Die Taube fand keinen Platz zum Landen.

Kind: Och nee, wie lange müssen wir denn noch warten?

Noah: In einer Woche versuchen wir es noch einmal.

Erzähler: Sieben Tage später entsendet Noah erneut eine Taube. Es wurde Abend und die Taube war noch nicht zurück.

Noah: Da! Schaut!

Bild von der Taube mit dem Ölblatt zeigen.

Unsere Taube ist zurück und hat uns ein Ölblatt mitgebracht. Draußen gibt es also noch Pflanzen. Wir sind gerettet!

Erzähler: Seit diesem Tag gilt die Taube mit einem Ölblatt im Schnabel als Zeichen des Friedens, der Rettung und des Heils. Eine weitere Woche später ließ Noah die Taube nochmals fliegen. Dieses Mal kam sie aber nicht mehr zurück.

Kind: Papa, ich will endlich raus und mit meinen Brüdern das Land erobern.

Noah: Hab Geduld, wir wollen doch nicht denselben Fehler machen, wie all die Leute, die in der Sintflut gestorben sind. Wir dürfen Gott nicht vergessen! Lasst uns ab heute jeden Schritt gemeinsam mit Gott gehen! Wenn wir geduldig warten und hinhören, dann wird er uns sagen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um die Arche zu verlassen.

Erzähler: Im 601. Lebensjahr Noahs öffnete Noah das Dach der Arche und hielt Ausschau.

Die gebaute Arche wird geöffnet, ebenso das Fenster, Licht wird angeschaltet.

Das Wasser war verschwunden und das Land wieder bewohnbar.

Erzähler: Die Geduld hatte sich gelohnt. Endlich sprach Gott zu Noah: „Verlass mit deiner Frau, deinen Söhnen und Schwiegertöchtern die Arche! Lass alle Tiere frei, die bei dir sind: die Vögel und alle großen und kleinen Landtiere. Sie sollen sich vermehren und sich auf der Erde ausbreiten!“

Noah: So Kinder, jetzt ist es so weit, wir gehen an Land! Lasst uns für Gott ein Fest feiern. Er hat uns gerettet! Als Erstes bauen wir Gott einen Tisch, damit wir alles, was wir haben, mit ihm teilen können. So werden wir nie vergessen, dass er uns aus der Sintflut gerettet hat. Wofür wollt ihr Gott Danke sagen?

Ein gemeinsames Gebet wird gesprochen.

Erzähler: Gott merkte, dass die Menschen gemeinsam mit ihm leben wollten und sagte sich: „Nie mehr will ich wegen der Menschen die Erde verfluchen, obwohl sie von frühester Jugend an voller Bosheit sind. Nie wieder will ich alles Leben vernichten, wie ich es getan habe! Solange die Erde besteht, soll es immer Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht geben.“

Die andere Idee

Noah feiert nach der Sintflut Gottesdienst

Alle stehen oder sitzen um einen Altar. Für diese Variante werden zunächst Goldmünzen im Raum versteckt. Danach läuft die Verkündigung folgendermaßen ab:

1. Geschichte kurz erzählen

2. Versteckte Goldmünzen im Raum suchen

3. Reichtümer im eigenen Leben entdecken. „Was ist das Wichtigste oder Wertvollste in deinem Leben?

4. Gott hat uns so viel geschenkt, wie können wir das mit ihm teilen?

5. Die Folge von 4. sind Gebet und Loblied.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder haben die Aufgabe, die Geschichte nachzuerzählen und zu spielen. Sie sollen also beim Gottesdienst am Altar anfangen und erzählen, was alles zuvor passierte. Ein Mitarbeiter fasst evtl. den gesamten Ablauf noch einmal kurz zusammen. Eines Tages spülte Gott alles Böse auf der Welt mit einer Sintflut weg. Gemeinsam mit den Tieren wurden nur Noah und seine Familie gerettet. In der Arche, einem großen Boot, warteten sie auf das Ende der Sintflut. Noah wartete dabei geduldig darauf, dass Gott ihm sagt, wann es Zeit zum Aussteigen ist. Das Erste, was Noah an Land tat, war, einen Gottesdienst zu feiern. Dabei teilte er die wertvollsten Dinge, die er besaß, mit ihm. Gott merkte, dass die Menschen mit ihm leben wollten und beschloss daraufhin, solange die Erde besteht, keine Sintflut mehr zu schicken.

Gespräch

Was können wir von Noah lernen?

Bist du ein geduldiger Mensch?

Was ist das Wertvollste in deinem Leben?

Wie können wir jeden Tag gemeinsam mit Gott den Tag beginnen?

Was ist das Wichtigste auf der Welt?

Merkvers

Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen.

1. Mose 8,21 Luther17

In eine mit Wasser gefüllte Schüssel werden mehrere gefaltete Papierschiffchen gesetzt. Auf jedes Schiffchen wird ein Teil des Verses geschrieben. Die Teilnehmer sollen geduldig beobachten was passiert, und sich dabei den Vers einprägen. Das Wasser ist das Zeichen dafür, wie Gott gestraft hat. Nun landet das Schiff. Dazu wird Erde oder Sand in die Schüssel geschaufelt und zwar so lange, bis die Schiffe nicht mehr schwimmen, sondern gelandet sind. Jetzt werden die Schiffe weggenommen. Wer weiß jetzt noch den Vers, der auf den Schiffen stand?

Gebet

Herr, du bist unser Gott. Danke, dass du uns Menschen vor der Sintflut gerettet hast. Bitte sei uns nicht böse, wenn wir dich mal vergessen haben. Danke für jeden Neuanfang, den du uns schenkst. Du bist unser Gott und hast uns so viel geschenkt. Wir wollen alles mit dir teilen und nie mehr ohne dich sein!

Kreatives

Jeder hat die Möglichkeit, eine Friedenstaube zu basteln. Dazu erhält jeder einen Klumpen selbsttrocknenden Tons und hat die Aufgabe, daraus den Körper einer Taube zu formen. Jetzt können noch kleine Federn in die Taube gesteckt werden. Außerdem erhält sie noch einen Zweig in den Schnabel.

Spielerisches

Alle Kinder stehen im Raum und warten auf einen Befehl, z. B. „Gott sagt: Alle Affen tanzen.“ Die Teilnehmer müssen dann wie die Affen tanzen. Wichtig ist dabei, dass immer „Gott sagt“ vor dem Befehl steht. Alle Teilnehmer, die auf einen Befehl hören, vor dem nicht „Gott sagt“ steht, haben verloren und müssen sich setzen. Gleiches gilt für falsche Bewegungen. Macht keiner einen Fehler ist jeweils der Langsamste raus.

Rätselhaftes

Gott sei Dank haben sich die Tauben gut vermehrt, sodass wir immer genug Friedenstauben zur Hand haben. Leider ist das Zählen gar nicht so einfach, wenn die Viecher ständig wegfliegen. Wie viele Tauben sitzen auf dem und wie viele vor dem Baum? Folgendes wissen wir schon:

1. Fakt: Wenn eine Taube von oben nach unten fliegt, sind oben genauso viele wie unten.

2. Fakt: Wenn eine Taube von unten nach oben fliegt, ist oben die doppelte Menge an Tauben wie unten.

Lösung: Oben sitzen 7 Tauben, unten sitzen 5 Tauben

(T)extras

Lieder

Danke!

Oh Happy Day

Tauben Challange

Die Jungscharler erhalten die Aufgabe bis zur nächsten Gruppenstunde ein Selfie mit einer Taube zu machen. Das coolste Selfie mit einer Taube bekommt bei der nächsten Jungschar einen Preis. Die Fotos können evtl. auch in Sozialen Netzwerken geteilt und dadurch können weitere Personen motiviert werden, sich an der Challange zu beteiligen.

1. Erklärungen zum Text

1.1 Vorgeschichte

Paulus sollte als Gefangener nach Rom überführt und dort vor Gericht gestellt werden. Deswegen wurden er und seine Begleiter auf ein Handelsschiff verfrachtet, dass sie nach Italien bringen sollte (Apg 27,1.6). Bei einem Zwischenstopp auf der Südseite der Insel Kreta warnte Paulus vor der Weiterreise (V.10). Aber nachdem das Wetter günstig aussah, entschied sich die Crew, weiterzusegeln (V.12.13).

1.2 Gliederung

Der Text enthält im Wesentlichen zwei Abschnitte. Der erste Abschnitt (V.13-21a) berichtet von den äußeren Bedingungen und Herausforderungen des Segeltörns. Das Wetter und das Verhalten der Crew stehen im Mittelpunkt. Ab Vers 21b beginnt mit dem Auftritt von Paulus der zweite Abschnitt, in dessen Mittelpunkt es um die Zusagen Gottes geht.

1.3 Hinweise zu einzelnen Versen/Begriffe

Der Sturm, von dem ab Vers 14 die Rede ist, wird im griechischen als Typhon (Typhonikos) bezeichnet: ein heftiger Sturm, was um diese Jahreszeit keine Seltenheit war.

Kauda (V.16) ist die heutige Insel Gavdos, südwestlich vor Kreta gelegen.

Die (große) Syrte (V.17) ist eine breite Bucht vor der Küste Libyens (mit mehreren Untiefen), auch Golf von Sidra genannt. Im lateinischen Sprachgebrauch stand der Begriff Syrte für Sandbänke.

V.17 beschreibt weitere Maßnahmen der Crew zur Sicherung des Schiffes und der Besatzung. Das Umbinden mit Seilen kann bedeuten, dass Seile als eine Art zusätzliche Reling von vorn nach hinten gespannt wurden, um sich daran festhalten zu können. Es kann aber auch gemeint sein, dass Seile unter dem Schiff durchgelassen wurden, um es ähnlich wie bei einem Paket zu verschnüren.

Je nach Übersetzung steht in Vers 17, dass die Segel bzw. ein Treibanker heruntergelassen wurde. Der griechische Begriffe skeuon kann in beide Richtungen übersetzt werden. Wahrscheinlicher ist an der Stelle der Treibanker, der wie eine Art Unterwasserfallschirm hinter dem Schiff hergezogen wurde, um in rauer See Stabilität zu verleihen.

Das Schiffsgerät (V.19) könnten z. B. Sandsäcke gewesen sein, die im Innenraum des Schiffs zur Beschwerung des Kiels gedient haben. Ziel war es, den Tiefgang des Schiffes zu verringern und damit das Auflaufen auf eine Sandbank zu verhindern.

In Vers 21 ist davon die Rede, dass keiner mehr etwas essen wollte. Das lässt sich natürlich auf Seekrankheit zurückführen. Es könnte aber auch eine Art Fasten gewesen sein, denn Stürme wurden oft dem Handeln der Götter zugeschrieben.

2. Bedeutung für heute

Eine solche Erfahrung wie in diesem Bericht geschildert, wird wohl kaum jemand aus der Gruppe schon einmal gemacht haben. Selbst wenn ein Sturm auf See erlebt wurde (ich habe einmal auf einem Segeltörn einen Mastbruch miterlebt), sind unsere modernen Sicherungs- und Rettungssysteme sehr zuverlässig.

Interessant für uns heute ist der Perspektivwechsel ab Vers 21a, wo Paulus in den Mittelpunkt rückt. Seine ersten Worte sollten nicht als Besserwisserei verstanden werden („Ich habe es euch ja gleich gesagt!“), sondern als eine Erinnerung an bereits gesagtes, um seine nächste Aussage über den Engel glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Denn bei aller Religiosität der Menschen damals waren Engelserscheinungen nicht gerade etwas Alltägliches, sondern gehörten eher ins Reich der Mythen.

Die Frage, die uns in diesem zweiten Abschnitt begegnet, lautet: „Wo beachten wir/ich, trotz besseren Wissens, menschliche/gesellschaftliche und göttliche Gebote nicht? Zu schnell in der Stadt unterwegs sein? Alkohol am Steuer? Unterschlagung von Geldern? Falsche Angaben? Unerlaubte Hilfsmittel? So wie der Kapitän und andere Personen besser gleich auf Paulus gehört hätten, so sollten auch wir heute darauf achten, welchen Stimmen wir unser Vertrauen schenken. Am Ende können im Text alle Beteiligten dankbar sein, dass sie nur das Schiff verlieren.

Gott möchte nicht, dass wir mit unserem Leben Schiffbruch erleiden. Deshalb ist es so wichtig zu lernen, auf seine Stimme zu hören, sie überhaupt erst wahrzunehmen. Aber selbst wenn uns Gottes (und menschliche) Gebote bekannt sind, kann es so schnell passieren, dass wir in der einen oder anderen Situation eine falsche Entscheidung treffen. Entscheidungen, die am Anfang und in dem Moment noch logisch waren oder sich richtig angefühlt haben. Deshalb ist es nicht nur wichtig, die Gebote zu kennen, sondern Menschen um sich zu haben, die dann, wenn es ernst wird – wenn man falsch gehandelt hat und Angst hat, das Leben in den Sand zu setzen – für einen da sind, einem helfen können, wieder auf die Spur zu kommen, die auch für einen „glauben“ können (V.25). Das bedeutet dann nicht immer, dass man ohne Schaden aus einer Situation herauskommt (V.26), aber dass das Leben letztlich doch weitergeht. Nur halt anders.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstiegsfrage

Stellt euch vor, ihr seid auf einem Schiff unterwegs und geratet in einen schweren Sturm. Welche drei Gegenstände würdet ihr versuchen bei euch zu haben, falls ihr über Bord gehen solltet? Warum?

3.2 Geschichte

In dem Film „Der Sturm“ von Wolfgang Petersen wird die wahre Geschichte der Andrea Gail und ihrer Besatzung nacherzählt. Am 27. Oktober 1991 entwickelte sich an der Südostküste Kanadas ein enormer Sturm, im englischen „the perfect Storm“ genannt. Eine Kaltfront traf auf einen sich abschwächenden Hurrikan und beide befeuerten sich sozusagen gegenseitig und entwickelten eine enorme Energie, die sich in einem sogenannten „nor’easter“ (Nordoststurm) austobte. Ein perfekter Sturm, wie es der Bostoner Meteorologe Robert Case später bezeichnete. In diesen Sturm geriet das Fischereiboot Andrea Gain. Am Ende eines dramatischen Kampfes überlebt keiner der Besatzungsmitglieder. Ihr Fehler war es, trotz Warnungen in das Sturmgebiet hineinzufahren.

Empfehlenswert ist das Buch „Der Sturm“ von Sebastian Junger, das die Grundlage für den Film lieferte.

Ein Ausschnitt aus dem Film bzw. der Trailer könnten zu Beginn des Abends gezeigt werden.

3.3 Bibeltext

Der erste Teil des Abschnitts sollte mit entsprechenden Anmerkungen zum Hintergrund bzw. der Vorgeschichte, vorgelesen werden. Dann werden die Vers 21a bis 26 ohne weiteren Kommentar vorgelesen.

Versucht euch nun in die Szene hineinzuversetzen. Idealerweise könnte man Sturmgeräusche in voller Lautstärke wiedergeben. Die Sätze von Paulus müssen dann gegen den Sturm „angeschrien“ werden. Das verdeutlicht die Dramatik der Situation.

Danach sollte es einen Moment der Stille geben. Und jemand stellt leise die Frage: Worauf hätte ich in letzter Zeit mal besser hören sollen? Was hätte ich besser sein lassen sollen?

Je nach Situation der Gruppe, wie sehr das Vertrauen zueinander da ist, kann in der Runde eine Antwort auf die Fragen gegeben werden. Um es leichter zu machen, könnte man Papierschiffchen in einer Schüssel mit Wasser schwimmen lassen. In jedem Schiffchen liegt ein 1-Cent-Stück und jeder, der etwas sagen möchte, nimmt sich eine der Münzen aus dem Papierschiffchen heraus und sagt dabei nur einen oder zwei Sätze. Anschließend lässt er die Münze in die Schüssel fallen.

Beispiele

  • „Ich hätte besser darauf hören sollen, abends kein Handy mit ins Bett zu nehmen!“
  • „Ich hätte besser darauf achten sollen, wie es meiner Freundin geht!“
  • „Ich hätte es besser sein lassen sollen, schlecht über andere zu reden!“

Diese Übung kann auch im Stillen geschehen.

Anschließend sollte es einen Zuspruch von einem der Mitarbeitenden geben. In Anlehnung an die Worte des Paulus sollte es darum gehen, dass Gott mit uns noch nicht am Ende ist und dass er uns an sein Ziel bringen wird. Auch wenn wir im Leben Fehler machen. Am Schluss steht der Zuspruch aus Micha 7,19: „Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen!“

3.4 Passende Lieder

  • Über dem Meer – Arne Kopfermann
  • Oceans – Hillsong united
  • You never let go – Matt Redman

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen wissen, dass Gott alles gutmachen wird und motiviert sein, darauf heute schon zu hoffen.

Checker

Die Kinder sollen wissen, dass Gott alles gutmachen wird und deswegen jetzt schon, ohne Angst, im Vertrauen auf ihn leben wollen.

Der Text an sich

Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, gilt als schwieriges Buch, auch weil es voll von Bildern und Metaphern ist und nicht von Erlebtem erzählt (wie etwa die Evangelien), sondern von Visionen berichtet, die Johannes auf der Insel Patmos von Gott bekam.

Die Entstehungszeit dieses Buches wird auf die 90er-Jahre des ersten Jahrhunderts geschätzt, eine Zeit, in der es schwer war, als Christ zu leben. Juden- und Christentum gehen immer mehr auf Distanz zueinander und Christenverfolgungen bedrängen die Gemeinden, weil sich die Christen weigern, den Kaiser als Gott anzuerkennen. Johannes ist in diesem Zuge nach Patmos verbannt worden.

In dieser Situation sendet Gott Johannes Visionen, die ermutigen und trösten sollen und vor allem eins zeigen: Gott lässt seine Leute nicht allein. Er ist da, auch wenn es aktuell vielleicht anders aussieht. Und die Hoffnung auf Gottes neue Welt, das ewige Friedensreich, das Gott schafft, ist mehr als berechtigt!

Kapitel 21 und 22 sind die fulminante Darstellung dieses neuen Himmels und dieser neuen Erde, die Gott schaffen wird – das Ziel, auf das die Offenbarung zusteuert, und ebenso das Ziel der gesamten Menschheitsgeschichte.

Johannes darf hier schon mal einen kleinen Blick darauf werfen und entdeckt darin die Erfüllung vieler biblischer Verheißungen, die immer wieder im Buch der Offenbarung auftauchen (z. B. Jes 65,17). Gott schafft alles neu. Alles ist komplett neu und einfach perfekt: Kein Leid, keine Not mehr – und Gott wohnt mittendrin, als Nachbar der Menschen.

Ab Vers 5 spricht Gott selbst und beschreibt hier im letzten Teil von Vers 6, mit einem Bild, wie es sein wird, wenn Gott sein neues Reich aufrichtet.

Dann sprudelt Gottes Gerechtigkeit, sein Heil, seine Gnade, seine Nähe wie aus einer Quelle aus ihm selbst hervor. Das ist für alle kostenlos und frei zugänglich. Dann ist alles wirklich und so richtig gut.

Der Text für mich

Schwierige, ja (lebens)gefährliche Situationen erleben Christen nicht nur im ersten Jahrhundert, sondern bis heute weltweit.

Aber auch wenn wir hier in ziemlicher Sicherheit und Freiheit leben dürfen, wenn wir auf die Welt schauen, dann kann auch uns an der einen oder anderen Stelle angst und bange werden. Kriege an vielen Orten auf der Welt, über 60 Millionen flüchtende Menschen, Naturkatastrophen, Armut an so vielen Ecken und Enden – selbst hierzulande –, zunehmende Fremdenfeindlichkeit … und, und, und. Sieht es nicht oft so aus, als würde eher das Schlechte, das Böse, den Lauf der Welt bestimmen?

Wie gut, dass Gott unsere Situation(en) und uns Menschen kennt und weiß, dass wir zur Angst neigen statt zum Vertrauen; dass wir dazu neigen, Mauern zu bauen statt Brücken; der weiß, dass unser Blick vom Schlechten angezogen wird und wir das Gute deswegen kaum noch sehen. Deswegen gibt es u. a. die Offenbarung als Mutmach- und Trostbuch.

Deswegen schenkt er Johannes diese Vision von Gottes neuer Welt und beschreibt sie mit Bildern, die zeigen: Da wird alles gut sein, dass Gott am Ende zum Ziel kommt, egal, wie meine Situation gerade sein mag.

Der Text für dich

Starter

Kinder erleben sich selbst oft als ohnmächtig und der Situation ausgeliefert. Sie dürfen vieles nicht, was sie gern tun würden. Für manches fehlt ihnen tatsächlich das Alter, die Größe o. Ä. (wie für das „Vornesitzen“ im Auto). Viele Situationen können sie aber z. B. wegen fehlender (Lebens-)Erfahrung auch schlicht nicht überblicken und einschätzen, was schnell zu Angst und einem Gefühl des Ausgeliefertseins führen kann (z. B. wenn die Eltern sich streiten usw.).

Hier kann der Text Mut zusprechen, dass es über all dem einen Gott gibt, der alles gutmachen wird und auf den ich heute schon hoffen kann. Wer sein Leid, seine Angst mit Gott teilen kann, wer sich an ihm festhalten kann, der geht gelassener und hoffnungsvoller durch alles scheinbare Ausgeliefertsein des Lebens.

Checker

Die meisten Kinder haben sich mit der Offenbarung nur wenig beschäftigt, vielleicht, weil ihnen viele der Bilder Angst machen. Wer nicht nur weiß, dass Gott alles gutmachen wird, sondern darauf auch wirklich vertrauen kann, der lernt, sich mit seinen täglichen Angstsituationen an Gott zu hängen und immer wieder neu zu erleben, dass seine Angst relativiert wird, schwindet, vielleicht sogar ganz und gar weicht. Weil sie im Vergleich mit Gott, der alles gutmachen wird und sicher zu seinem Ziel kommt, klein, unbedeutend und nichtig erscheint.

Wer so glaubt, kann angstfreier und damit hoffnungsvoller leben.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Vertrauensspiele

Spiele zum Thema Angst und Vertrauen helfen den Kindern, sich in das Thema einzufühlen.

Folgende Spiele bieten sich vor allem für kleinere Gruppen an, die sich untereinander schon gut kennen:

  • Jeweils drei Kinder bilden ein Team. Zwei fassen sich fest an den Händen, der Dritte setzt sich auf diese tragenden Hände und wird über eine Strecke (oder einen Parcours) getragen.
  • Alle stehen im Kreis und halten sich an den Händen. Auf Ansage lässt sich jeder Zweite nach vorne, die anderen nach hinten fallen. So halten sich alle im Zickzack gegenseitig.
  • Die Kinder bilden Zweierteams, die nacheinander spielen. Jeweils einem Kind werden die Augen verbunden, bevor es ein „Minenfeld“ überqueren soll (die Minen werden in Form von Flaschen, Pappschachteln o. Ä. auf dem Boden verteilt). Das zweite Kind versucht durch Kommandos sicher durch das Minenfeld zu führen.

Idee 2: Wassertransportspiele

Es werden Spiele durchgeführt, die sich um den schwierigen Transport von Wasser drehen. Sie führen ins Thema ein und verdeutlichen, wie wertvoll eine nicht versiegende Wasserquelle ist. Diese Spiele eignen sich auch gut für größere Gruppen.

  • In einem mit Löchern versehenen Trinkbecher soll Wasser von A nach B transportiert werden. Zwei Gruppen treten dazu in einer Staffel gegeneinander an.
  • Weitere Varianten dazu sind: Transport per Schwamm; mit einem Esslöffel; mit einem (langen) Strohhalm; Gummistiefel (die Kinder schlüpfen jeweils ohne Socken in die Stiefel, dann werden diese mit Wasser gefüllt und die Kids transportieren das Wasser laufend zum Sammelgefäß der Gruppe und kippen das Wasser aus); Wassertrage (jede Gruppe baut aus zwei Besenstielen, Seilen, zwei Eimern eine Wassertrage, mit der sie Wasser über einen Parcours transportiert).

Verkündigung

Erzählung und Experiment

Stellt euch vor, es ist ein toller Sommertag und es ist der erste Ferientag. Lisa und Karsten haben sich gleich nach dem Frühstück am Wald verabredet. Im Laufe der Ferien wollen die beiden hier nämlich gemeinsam mit ihren Freunden das beste Baumhaus der Welt bauen. Heute suchen sie einen geeigneten Baum dafür.

Los geht’s! Die Sonne strahlt vom Himmel, der Wald lockt und überall gibt es Spannendes zu entdecken. Eine Eidechse, eine Ameisenautobahn, ein Reh in der Ferne. Aber einen geeigneten Baum finden sie nicht.

Schließlich kann das weltbeste Baumhaus ja nicht auf irgendeinen x-beliebigen Baum gebaut werden.

Also gehen sie immer weiter. Als sie durch den Wald hindurch sind, machen sie eine Pause. Mensch, was haben die beiden für einen Hunger. Karsten verschlingt gleich drei von Mamas Wurstbroten und beide leeren ihre Trinkflaschen bis auf den letzten Tropfen.

Aber den besten Baum haben sie immer noch nicht gefunden.

Also weiter. Über einige Felder zum nächsten Wald. Hier stehen die Bäume nicht mehr so dicht, überall scheint die Sonne durch.

Lisa denkt schon seit einiger Zeit nicht mehr an Bäume, sondern an eine große, kühle Limo. „Boah, was hab ich für einen Durst!“, schimpft Karsten. Aber die Trinkflaschen sind schon lange leer und die Sonne brennt immer weiter vom Himmel. „Ich glaub, ich hab heute schon mehr geschwitzt als ich getrunken habe“, sagt Lisa. „Hm“, wundert sich Karsten, „geht das überhaupt? Ich glaube wir sollten nach Hause gehen. Ich könnte eine ganze Badewanne austrinken!“

Der Rückweg ist lang und heiß. Karsten war auf dem Hinweg von einem Baum zum anderen gehüpft und probeweise hochgeklettert. Lisa hatte fast den ganzen Tag darüber geredet, welches Baumaterial sie benötigen werden. Jetzt schleichen beide nebeneinanderher und spüren, wie ihre Kehle immer stärker brennt.

„Halt mal!“, ruft Karsten auf einmal ganz munter. „Hörst du, was ich höre?“ Lisa lauscht und hört ein leises Gurgeln und Glucksen. Das muss Wasser sein!

Und wirklich, nahe am Weg finden sie eine kleine Quelle zwischen einigen Steinen. Nur ein wenig Wasser kommt heraus und versickert bald wieder im Waldboden, aber um den Durst zu stillen reicht es allemal.

„Wie gut ein bisschen Wasser schmecken kann!“, ruft Karsten.

„Ja, himmlisch!“, pflichtet Lisa bei.

Gut gelaunt und mit neuer Kraft machen sich beide auf den weiteren Rückweg und kommen endlich zu Hause an.

Karsten reißt die Haustür auf und ruft: „Mama, ich bin zu Hause und ich liebe Quellwasser!“

Wir bauen uns eine Quelle

Man benötigt ein großes Glas, Untertasse, Teelöffel, Strohhalme und Wasser. Das Glas wird mit Wasser gefüllt und die Untertasse daraufgelegt. Nun hält man beides fest und dreht es um. Das Glas vorsichtig an einer Stelle angehoben und ein Löffel daruntergeschoben, sodass ein kleiner Spalt entsteht. Dabei läuft etwas von dem Getränk heraus – aber nur bis der Spalt mit Flüssigkeit bedeckt ist.

Nun können nacheinander einige Kinder mit einem Strohhalm das ausgetretene Getränk „wegtrinken“. Man beobachtet, dass immer wieder Wasser nachfließt. Das Ganze funktioniert wie eine immer weitersprudelnde Quelle.

So können die Kinder live die Geschichte noch einmal nacherleben und selbst die Bedeutung des Bibelverses exemplarisch spüren.

Wasser ist überlebenswichtig. Ohne Wasser können Menschen nicht lange leben. Wer schon einmal richtigen Durst hatte, kann vielleicht ahnen, wie schlimm das ist, lange nichts trinken zu können. Genauso ging es Lisa und Karsten ja auch. Wasser ist wichtig.

Genauso wichtig für uns ist Gott.

Hier schließt sich der Bericht eines Mitarbeiters an – wie er erlebt hat, dass es sich lohnt, Gott trotz Angst und Sorgen zu vertrauen. Dass Angst weicht, wenn ich mir sicher bin: Gott wird es gutmachen. Dass ich anders leben kann.

Die andere Idee

Geschichtenstationen

Viele Texte in der Bibel sprechen vom Wasser in Zusammenhang mit Gott. Die Kinder können der Reihe nach alle (oder einige) Texte bearbeiten oder sie werden in Kleingruppen aufgeteilt und jede Gruppe erarbeitet einen der Texte intensiver. An jeder Station sollte ein Mitarbeiter dabei sein.

An den Stationen werden die Kinder aufgefordert, sich den entsprechenden Vers anzuschauen und gemeinsam ein Bild dazu zu malen, was ihrer Meinung nach ausdrückt, worum es geht, was ihnen wichtig ist usw. Der Mitarbeiter ist dabei mit den Kindern im Gespräch und lenkt immer wieder in Richtung der Jahreslosung und ihrer Bedeutung.

Texte könnten dabei sein:

  • Psalm 1,2 f.; 23,2; 36,10a; 42,2; 63,2; 65,10
  • Jeremia 17,13b
  • Johannes 4,14; 7,37b

Der Text gelebt

Wiederholung

In der Mitte liegt eine kleine Süßigkeit.

Die Kinder sitzen im Kreis darum herum.

Ein Mitarbeiter macht Aussagen zur Geschichte bzw. zur Andacht. Immer, wenn er etwas Richtiges aussagt, dürfen alle nach dem Bonbon schnappen.

Wer es zuerst nimmt, darf es behalten. Dann wird ein neues Bonbon in die Mitte gelegt.

Bei allen falschen Aussagen bleibt das Bonbon liegen.

Gespräch

Aus Zeitschriften usw. werden Dinge ausgeschnitten, die den Kindern Angst machen. Diese werden zu einer Collage zusammengefügt, wobei jeder davon berichten kann, was ihm Angst macht und wie er mit Angst umgeht.

Schreibt den Merkvers außen um das Plakat herum oder klebt ihn mit ausgeschnittenen Einzelbuchstaben über die Angstcollage. Im Gespräch kann dabei miteinander wiederholt werden, warum und wie man darauf vertrauen kann, dass Gott alles gutmachen wird und was das konkret für das Leben der Kinder schon heute bedeutet.

Merkvers

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6, Luther17

Zum Auswendiglernen hängen Luftballons an einer Leine, die mit den Worten des Merkverses beschriftet sind. Nun können die Kinder den Merkvers ablesen. Jeweils ein Freiwilliger darf einen Luftballon zum Platzen bringen und den Vers samt der fehlenden Worte aufsagen. Können am Ende alle den Vers ohne Luftballon aufsagen?

Gebet

Für ein Gebet mit den Kindern können zuerst Dinge gesammelt werden, die den Kindern Sorgen oder Angst machen. Diese Dinge werden aufgeschrieben und von den Kindern selbst oder anonym von Mitarbeitenden im Gebet vorgetragen, worauf jeweils alle im Chor mit dem Merkvers antworten.

Kreatives

Die Kinder schneiden aus einem Kaffeefilter ein Kreuz aus, das sie mit Filzstiften bemalen. Das Kreuz muss dabei gar nicht ganz ausgemalt werden, sondern kann mit einigen Punkten oder anderen Mustern in verschiedenen Farben verziert werden.

Das Kreuz bekommt je nach Größe zwei bis vier kleine Löcher, die wie ein x eingeschnitten werden. In diese Löcher wird ein zusammengerolltes Stück Taschentuch oder Kaffeefilter gesteckt, das unten in einer Schüssel mit Wasser steht. Das Wasser zieht sich durch die „Rollen“ und durch das Kreuz. Dabei ergeben sich wunderbare Farbverläufe, wenn das Wasser die Filzstiftpunkte erreicht.

Am Ende können die „Rollen“ entfernt werden, und wenn alles getrocknet ist, ist ein buntes Kreuz entstanden, das an das Wasser erinnert, das Gott für uns fließen lassen möchte.

Spielerisches

Zwei Gruppen treten gegeneinander an. Sie haben einige Minuten Zeit, aus mehreren großen Müllsäcken (aufgetrennt) eine lange Folienbahn zu erstellen. Dazu stehen die Kinder hintereinander in einer Reihe und halten die Folien so über dem Kopf, dass am Ende ein Mitarbeiter Wasser auf die Bahn gießen kann und es bis vorne durchfließt, wo es in einem Eimer aufgefangen wird. Wenn dieses Spiel nicht möglich ist, können Spiele aus dem Punkt Hinführung 2 durchgeführt werden.

Rätselhaftes

Die Mitarbeiter haben mit einem zuvor gesäuberten Füller (oder einer feinen Pipette, Feder usw.) mit Zitronensaft eine Botschaft auf ein Blatt Papier geschrieben (jedes Kind soll ein Blatt Papier erhalten). Der Text (oder Variationen davon), den man nach dem Schreiben auf dem Papier nicht sehen kann, lautet: „Manchmal sieht man es nicht gleich, aber: Gott wird alles gutmachen! Ganz sicher. Deswegen lohnt es schon heute, ihm zu vertrauen.“

Die Kinder dürfen rätseln, was wohl auf dem Papier geschrieben steht und wie sie es sichtbar machen können. Der Text wird sichtbar durch Wärme. Mit einem Bügeleisen (Glühbirne, Herdplatte, Kerze o. Ä.) können die Mitarbeiter dabei helfen, den Text sichtbar werden zu lassen.

(T)extras

Spiele

Förderband

Alle stellen sich in zwei Reihen gegenüber auf und halten sich mit den Händen am Gegenüber fest. Auf dieses „Förderband“ kann ein Kind gelegt werden, das sich hier getragen fühlen darf. Durch Bewegung der Arme kann die Gruppe das Kind über das „Förderband“ bewegen, hin und her rollen usw.

Schlange steuern

Alle bilden eine lange Schlange und halten sich mit geschlossenen Augen an den Schultern des Vordermanns fest. Der Letzte in der Reihe ist der Einzige mit offenen Augen und steuert den ganzen Zug durch Kommandos. Schafft es die Gruppe so um Hindernisse herum?

Vertrauensfußball

Zu einem Fußballspiel finden sich Spielerpaare zusammen. Einer aus dem Paar bekommt die Augen verbunden – der andere darf den Spieler durch Kommandos leiten. Nun treten zwei dieser Paare gegeneinander an. Wer bekommt den Ball ins Tor? Fortgeschrittene können die Anzahl der Spielerpaare erhöhen.

Zielgedanke

Gott kennt Wege aus scheinbar ausweglosen Situationen. Die Kinder sollen bereit sein, in der nächsten schwierigen Situation, wirklich auf Gott zu vertrauen.

Merkvers

Habt keine Angst! Wartet ab und seht zu, wie der Herr euch heute retten wird!

2. Mose 14,13; GNB

Situation der Jungscharler

Schwierige Situationen erleben Menschen in ihrem Alltag ständig, auch wenn es sich dabei nicht um lebensbedrohliche Erlebnisse geht. Kinder erleben Situationen schneller als ausweglos, weil ihnen Erfahrung, Mittel und Wissen fehlen. So können kleine Situationen zu gewaltigen Problemen werden. Das gilt sowohl für persönliche Situationen, als auch bei strukturellen Problemen, wie Armut, Katastrophen usw.

Für alle Menschen ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht allein sind und es gerade angesichts scheinbarer Ausweglosigkeiten jemanden gibt, dem kein Problem zu groß, keine Frage zu schwierig und keine Situation unlösbar ist. Wir brauchen das Wissen darum, dass Gott alles in der Hand hat, Wege weiß und es das Wort „unmöglich“ bei ihm einfach nicht gibt.

Kinder brauchen dieses Wissen und das Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit besonders.

Erklärungen zum Text

Die Israeliten haben Unglaubliches hinter sich. Jahrelange Sklavenarbeit und viel Leid in Ägypten. Man denke nur an die Tötung der neugeborenen Jungen. Ein lang anhaltendes Bibbern und Bangen um ihre Befreiung mit großen Wundern und Zeichen Gottes. Der Auszug aus Ägypten mit dem ganzen Volk, göttliche Navigation per Feuer- und Rauchsäule und die Aussicht auf ein eigenes Land, das Gott ihnen schenken wird.

Und jetzt das.

Vor ihnen das Meer, hinter ihnen das Heer des Pharaos. Eingekeilt. Ausweglos. Unmöglich da heil rauszukommen. Da kann man schon wirklich verzweifeln.

Aber Gott hat schon einen Plan – schließlich hat er versprochen, die Israeliten nicht nur aus der ägyptischen Sklaverei zu retten, sondern sie auch in ihr eigenes Land zu bringen.

Gott kann. Bei ihm lösen sich alle Unmöglichkeiten auf. Sie treten zur Seite. Geben den Weg frei.

Da teilt sich doch wirklich das Meer. Unmöglich – aber Gott kann. Das ganze Volk kann trockenen Fußes und sicher durch ein Meer gehen.

Gerettet. Heil davon gekommen. Weil Gott unmögliche Wege aus ausweglosen Situationen möglich macht. Darauf ist Verlass.

Es mag den einen oder anderen verwirren, wenn man das Augenmerk weg von den Israeliten auf die Ägypter lenkt. Es ist aus unserer heutigen Sicht nur schwer nachvollziehbar, dass Gott das ägyptische Heer nicht nur dem Meer Preis gibt – sondern sie auch noch zur Verfolgung bringt bzw. sie an der Flucht hindert, als die Wellen über ihnen zusammenschlagen.

Natürlich gibt es die Rettung Israels nicht ohne den Niedergang des ägyptischen Heeres in der einen oder anderen Form. Aber ich glaube, dass Gott hier darüber hinaus ein Zeichen setzt und aller Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) deutlich machen will, dass Israel sein Volk ist und niemand „ihm“ etwas antun darf.

Das ist natürlich speziell auf Israel bezogen – verallgemeinerbar ist der erste Teil und die Gewissheit: Wer mit Gott unterwegs ist, ist nicht allein und kann sicher sein, dass es auch aus ausweglosen Situationen einen Ausweg gibt. Weil Gott kann. Weil Gott für uns ist.

Treffpunkt

Spiele

Kriechtunnel

„Mitten durch“ heißt es bei dieser Spielstation. Aus einem oder mehreren Kriechtunneln und evtl. aus Tischen und Stühlen wird ein kleiner Kriechparcours gebaut, der allein oder auf Zeit gegeneinander absolviert wird.

Evtl. gibt es am Ende des Parcours eine Schüssel mit Bonbons, aus der jeder zur Belohnung eins bekommt, der den Parcours geschafft hat.

Quietscheentenrennen

Mindestens zwei Quietscheenten ähnlicher Größe bekommen einen langen Faden um den Hals gebunden. Am anderen Ende wird der Faden jeweils um die Mitte eines Stiftes gebunden.

Wer schafft es schneller als die anderen, die Ente durch Aufrollen des Fadens auf dem Stift, von einer Startlinie aus zu sich ziehen?

Schatztauchen

Wer den Schatz aus dem Meer heben will, taucht den Kopf in eine Schüssel, die mit Wasser gefüllt ist. So kann er mit dem Mund kleine Schätze (Bonbons, kleine Spielfiguren o. Ä.) aus der Schüssel holen. Wer hebt die meisten Schätze? Achtung: Die Kinder sollten zum Schutz ein Handtuch umbinden und man sollte weitere Handtücher bereithalten.

Eierlauf mit Wasserbomben

Wie beim Eierlauf wird zerbrechliches Gut mit einem Löffel von einem Punkt zum anderen gebracht. Statt Eiern werden hier jedoch Wasserbomben verwendet. Teilnehmer, die ihre Bombe verlieren, versuchen es ab Start erneut. Der schnellste Wasserbomben-Läufer hat gewonnen.

Korken-Boote

Drei Korken weder mit zwei Gummibändern zu einem Floß zusammen gebunden. Ein Zahnstocher wird als Mast in den mittleren Korken gesteckt, ein Segel aus Papier wird angeklebt – und fertig ist das Korken-Boot. Man kann die Boote nun gemeinsam in einem Planschbecken oder auf einem Fluss schwimmen lassen.

Basteln

Schaukel-Boote

Ein Pappteller wird in der Mitte durchgeschnitten und blau bemalt. Dies ist das Meer.

Die Hälften werden mit der runden Seite nach unten nebeneinander aufgestellt.

Oben an der geraden Schnittkante wird zwischen die beiden Tellerhälften ein Pappstreifen geklebt. Dies ist das Boot.

Aus braunem Tonpapier werden zwei Streifen ausgeschnitten, die die Seitenwände des Bootes im Wasser bilden sollen. Dazu wird die untere Kante wellig geschnitten. Die Streifen werden links und rechts an das Boot geklebt.

Nun können Männchen gebastelt, ausgeschnitten oder Spielfiguren als Bootsbesatzung genutzt werden – und fertig ist das Schaukelboot.

Knackpunkt

Der Knackpunkt besteht im Wesentlichen aus einem kleinen Theaterstück. Es lässt sich sehr gut als Ein-Mann-Theater spielen, kann bei mehr verfügbaren Mitarbeitern aber auch aufgeteilt werden.

Eine Mitarbeiterin tritt auf und erzählt von seinen Erlebnissen am Schilfmeer. Es geht dabei natürlich um den Inhalt, dieser wird aber mehr durch Gestik, Mimik und gezeigte Emotionen rübergebracht, als durch einen bestimmten Text. Von daher ist der Text hier als Beispiel zu verstehen, der für die eigene Situation angepasst werden muss.

Ich war die ganze Zeit skeptisch. Ich habe nicht geglaubt, dass daraus was werden kann. Nee – das wird nix, hab ich gedacht. Wie denn auch?Aber von Anfang an. Wir Israeliten mussten echt hart schuften bei den Ägyptern – ohne Lohn versteht sich. Dafür mit Peitschenhieben und ohne Urlaub. Man, haben wir gelitten. So viele sind einfach bei der Arbeit zusammengebrochen, weil sie nicht mehr konnten. Schlimm war das. Nicht auszuhalten.

Dann taucht auf einmal dieser Mose auf und erzählt uns: Gott hat mir gesagt, dass er euch befreien will. Er arbeitet schon dran. Ich war ja skeptisch – aber die meisten anderen waren voller Vorfreude. Endlich weg hier von diesen Sklaventreibern. Endlich frei. Endlich ein eigenes, gutes Leben. Endlich.

Aber der Pharao wollte uns natürlich nicht gehen lassen – wer sollte denn sonst auch die ganze Arbeit für ihn machen, wenn alle Sklaven weg sind. Gott hat richtig große Wunder getan und den Ägyptern einen ordentlichen Schreck versetzt – und plötzlich durften wir wirklich gehen. Wir waren frei.

Unfassbar.

Also, alles gepackt und mit dem ganzen Volk los. Raus aus Ägypten. In die Wüste mit Richtung: neues eigenes Land. Das war nämlich das Beste. Gott hatte uns nicht nur befreit, er hatte auch ein Land, das er uns schenken wollte. Ein Land nur für uns – unglaublich eigentlich, viel zu schön um wahr zu sein. Aber Gott hatte es versprochen. Also musste es doch stimmen. Schließlich hatte er uns auch befreit.

Alle waren super gut gelaunt, voller Hoffnung und liefen mit starken Schritten durch die Wüste. Gott führte uns sogar selbst. Mit einer großen Rauchsäule tagsüber und einer Feuersäule nachts zeigt er uns den Weg. Klasse Sache.

Aber dann – dann war auf einmal Schluss mit lustig.

Vor uns tauchte ein großes Meer auf. Riesig. Da drum rum laufen, das würde dauern. Ob das überhaupt möglich war? Das durfte doch nicht wahr sein. Alles schien so gut zu laufen und dann so ein großes Hindernis mitten im Weg. Die ersten von uns fingen an zu zweifeln. Ob wir nicht einfach alle in der Wüste umkommen? Ob es nicht besser gewesen wäre, als Sklaven in Ägypten zu bleiben?

Aber das war ja noch lang nicht alles.

Vor uns also das Meer. Der Weg versperrt, es geht nicht weiter.

Auf einmal schreit einer: „Da – Dahinten! Sehr ihr das?“ Alle bleiben stehen und schauen nach hinten auf die riesige Staubwolke, die sich da erhebt. Als wir genauer hinsehen erstarren wir. Wir sind vor Schreck gelähmt. Alle Streitwagen Ägyptens sind schwer bewaffnet hinter uns her. Wir sind tot. Nichts kann uns mehr helfen.

Vor uns das Meer. Hinter uns das Heer. Keine Chance. Wir sitzen in der Falle.

Überall hört man Schreien und Weinen. Menschen werfen sich verzweifelt auf den Boden. Väter nehmen ihre Kinder fest in den Arm, versuchen nicht auf Meer oder Heer zu blicken. Aber alle wissen: Das wars jetzt. Für uns ist es vorbei. Kein Ausweg. Unmöglich.

Auf einmal steht Mose, unser Anführer, auf einem Felsen und ruft laut: „Habt keine Angst! Wartet ab und seht zu, wie der Herr euch heute retten wird!“

Ein Raunen geht durch die Menge. Einige sind sauer: „Was denkt der sich eigentlich? Wer soll uns denn jetzt noch helfen?“ Einige schöpfen Hoffnung: „Wenn Gott uns helfen will, dann haben wir noch eine Chance!“ – aber die meisten sind einfach nur verzweifelt.

Das Heer der Ägypter kommt immer näher. Man kann schon die grimmigen Gesichter der Soldaten sehen.

Da hebt Mose seinen Stab über das Meer. Über das Meer, das uns den Weg versperrt. Und das Wasser teilt sich. Da, wo eben noch Wasser war, sieht man auf einmal so etwas wie einen Weg. An beiden Seiten steht das Wasser, in der Mitte wird der Weg frei. Alle jubeln. Schnell. Macht euch auf. Durch das Meer.

Gott macht einen Weg für uns. Einen Weg, wo es gar keinen geben kann.

Gott macht etwas Unmögliches: Er lässt ein ganzes Volk mitten durch das Meer laufen – und keiner kriegt auch nur nasse Füße.

Bei den Ägyptern funktioniert das natürlich nicht mehr und keiner der schwer bewaffneten Streitwagen kommt an uns ran. Keiner kann uns irgendetwas tun.

Ich war ja skeptisch. Ich habe nicht geglaubt, dass das was wird mit der Befreiung aus der Sklaverei und mit dem neuen Land.

Aber jetzt – jetzt weiß ich es ganz sicher: Wenn wir Gott vertrauen, dann gibt es in jeder Situation einen Weg. Wenn wir Gott vertrauen, brauchen wir keine Angst haben, sondern können zusehen, wie Gott uns rettet. Wenn wir Gott vertrauen, sehen wir, wie er Unmögliches möglich macht.

Doppelpunkt

Der Doppelpunkt ist ein Gesprächsspiel. Bereitet dazu kleine Karten vor, auf die ihr die folgenden Fragen/Aktionen schreibt. Diese werden verdeckt in der Mitte ausgelegt.

Reihum darf jeweils ein Kind eine Karte ziehen und vorlesen, was darauf steht. Dann wird die Aktion ausgeführt oder die entsprechende Frage beantwortet. Überlegt euch vorher eigene Antworten auf die Fragen und versucht mit den Kindern immer wieder auch ins Gespräch über Fragen und Antworten zu kommen. Die Aktionskarten können mehrmals vorkommen.

  • Warum waren die Israeliten in der Wüste unterwegs?
  • Was hat den Israeliten den Weg versperrt?
  • Warum konnten sich die Israeliten nicht gegen das Heer der Ägypter wehren?
  • Wie hat Gott den Israeliten geholfen?
  • Wann hast du das letzte Mal gedacht: Ich weiß nicht weiter?
  • Warum warst du das letzte Mal so richtig verzweifelt?
  • Hast du schon einmal erlebt, dass Gott dir geholfen hat? Wie war das?
  • Hast du schon einmal erlebt, dass Gott dich beschützt hat? Wie war das?
  • Was hättest du getan, wenn du damals dabei gewesen wärst?
  • Wie kann man Gott eigentlich vertrauen?
  • Was kann man tun, um sich immer wieder daran zu erinnern, dass Gott da ist und einfach alles kann?
  • Glaubst du, dass Gott alles in der Hand hat und ihm nichts unmöglich ist? Sage das einem der anderen Kinder ganz überzeugt.
  • Wenn alle in der Klasse gegen dich sind – wie kannst du Gott vertrauen?
  • Wenn du dich mit deinem besten Freund / deiner besten Freundin gestritten hast – wie kann Gott dir helfen?
  • Wenn du abends im Dunkel allein in deinem Zimmer bist und Angst hast – wie kannst du Gott vertrauen?
  • Kannst du dir eine Situation vorstellen, in der Gott dir nicht helfen kann?
  • Fallen dir andere Geschichten aus der Bibel ein, in denen Leute in ausweglosen Situationen waren und Gott doch geholfen hat?
  • Steig auf einen Stuhl auf rufe laut: „Für Gott ist nichts unmöglich!“
  • Sprecht gemeinsam den Merkvers: „Habt keine Angst! Wartet ab und seht zu, wie der Herr euch heute retten wird!“
  • Zwei Leute stellen sich eng nebeneinander. Eine dritte Person versucht zwischen den beiden durchzukommen.

Den letzten Punkt könnt ihr auch mit der ganzen Gruppe spielen – z. B. wenn am Ende noch Zeit ist. Dann stellen sich alle bis auf einen zu einem Kreis zusammen und versuchen eine unüberwindbare Mauer zu bilden. Wer schafft es trotzdem in den Kreis?

Betet zum Abschluss des Doppelpunkts und nehmt dabei einiges aus dem vorherigen Gespräch mit auf.

Schlusspunkt

Nutzt den Schlusspunkt, um einen Mitarbeiter davon erzählen zu lassen, wie er in einer scheinbar ausweglosen Situation steckte und Gott geholfen hat.

Versucht euch beim Aufbau eurer Erzählung an die Erzählung der biblischen Geschichte zu halten – so wird deutlich, dass Gott damals wie heute derselbe, helfende, treue und Unmögliches möglich machende Gott ist.

Sprecht zum Abschluss den Merkvers noch einmal miteinander und sprecht den Kindern zu, dass dieser Gott, der das Volk Israel und den Mitarbeiter retten konnte, auch bei ihnen ist.

Bausteine  

Lieder

Aus: Einfach Spitze

Nr. 28 Wer Gott vertraut, hat schon gewonnen

Nr. 59 Gott ist stark

Nr.115 Von oben, von unten

Dekoration

Toll als Dekoration zum Thema und super als Effekt während des Knackpunkts machen sich zwei große (je größer, desto eindrucksvoller) Papierbahnen, die direkt nebeneinander gehängt (an einer Wäscheleine, die an der Wand entlang gespannt ist), ein großes Meer ergeben, an dessen weit entfernten Ende man das nicht erreichbare Ufer erahnen kann.

Während der Erzählung im Doppelpunkt können beide Bahnen etwas nach außen gezogen werden, sodass sich in der Mitte des Meeres auf einmal ein Weg ergibt.

Die Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zum Thema: Mose – Der Weg durch die Wüste aus JUMAT 4/2016. Sie beginnt mit dem Durchzug des Volkes Israel durch das Schilfmeer und endet mit dem Besuch Moses bei seinem Schwiegervater Jitro.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Reihe noch einen Glaube@Familie-Impuls, der dazu anleiten will, dass das, was die Kinder in der Jungschar gehört haben in der eigenen Familie vertieft wird.

Zielgedanke

Gottes Name ist heilig. Er wird benutzt, wenn wir zu ihm beten. Die Jungscharler sollen merken, wie oft Gottes Name anders gebraucht wird.

Merkvers

Du sollst den Namen des Herrn deines Gottes nicht missbrauchen. 2. Mose 20,7

Situation der Jungscharler

Kinder wachsen mit solchen Redewendungen auf, die Gott nennen, aber nicht meinen, zum Beispiel: Ach herrje; O mein Gott; Ach Gottchen usw. Sie hören diese Worte von Erwachsenen und verwenden sie auch selbst. Oft sind das einfach Platzhalter, die einer Rede ein Gewicht verleihen sollen. Keiner macht sich Gedanken darüber, dass Gott angerufen wird, aber gar nicht gemeint ist. Diese Floskeln sind selbstverständlich und jeder benutzt sie. Kindern geht es manchmal ähnlich, wenn Menschen ihnen Namen geben, die ihnen nicht gefallen. Es macht sich keiner Gedanken darüber, dass es den anderen verletzen kann, wenn man ihn so benennt. Kinder sind sehr sensibel in diesem Punkt und wir können sie darauf aufmerksam machen, dass Gottes Name heilig ist und er auch nicht möchte, dass wir ihn veralbern oder seinen Namen in anderen Zusammenhängen gebrauchen.

Erklärungen zum Text

Dieser Vers gehört zu den Zehn Geboten, die Mose von Gott selbst am Berg Sinai erhalten hat und sie dem Volk Israels weitergibt. Begegnungen mit Gott finden oft auf Bergen statt. Einige Ausleger sind der Meinung, dass der Berg Horeb, an dem Gott dem Mose im brennenden Dornbusch begegnet ist, identisch mit dem Berg Sinai ist. Bei dieser Begegnung hat Gott seinen Namen genannt: „Ich bin, der ich bin“ oder Ich werde sein, der ich sein werde.“ Frei übertragen bedeutet das, dass Gott sagt: Ich bin für dich da.“

Die Israeliten haben lange Zeit in Ägypten gelebt. Dort gab es viele Gottheiten und viele Gesetze, die für die Israeliten fremd waren.

Am Anfang jedes Gebotes steht der Vorspruch: „Ich bin der Herr, dein Gott! Ich habe dich aus Ägypten herausgeführt, ich habe dich aus der Sklaverei befreit.“ (2. Mose 20,2) Gott hat etwas getan. Er hat die Israeliten gerettet. Daraus ergeben sich die Zehn Gebote. Sie sollen nun keine Einschränkung für sie sein, sondern ihnen helfen, miteinander in der Freiheit eines freien eigenen Landes und mit Gott zu leben. Sie bilden den Vertragstext für Gottes Bund mit den Israeliten.

Die Zehn Gebote waren nicht nur damals für die Juden gültig, sondern auch für Christen und waren Grundlage unseres deutschen Grundgesetzes, auch wenn wir im täglichen Vollzug davon nicht mehr allzu viel merken.

V.7: Dieses Gebot zielt in zwei Richtungen. Einmal sollen wir Gottes Namen nicht gebrauchen, wenn wir ihn gar nicht meinen. Zum anderen soll Gottes Name nicht für einen Meineid missbraucht werden, d. h., wenn jemand auf Gott oder die Bibel schwört, muss er sich sicher sein, dass er die Wahrheit spricht. Im zweiten Teil des Gebots wird eine Strafe bei Missbrauch angedroht. Von einer möglichen Strafe ist auch schon am Vers 5, im Anschluss an das Bilderverbot die Rede.

Personen

Der Name Gottes הוהי (JHWH, gespr. Jahwe) ist den Israeliten bis heute so einzigartig heilig, dass er selten bis nie ausgesprochen wird. Stattdessen sagen sie Adonai (mein Herr) oder HaSchem (Der Name). Auch in unseren deutschen Bibelübersetzungen steht HERR, wenn eigentlich Jahwe im hebräischen Urtext steht.

Treffpunkt

Aktionen

Verwirrte Begrüßung

Die Kinder werden persönlich begrüßt, allerdings immer mit falschem Namen angeredet. Der Mitarbeitende sagt dann immer: „Ach entschuldige, ich hab dich gar nicht gemeint.“

Namensbedeutungen herausfinden

Auf einem Tisch liegt ein Namenslexikon. Die Kinder können sich dort die Bedeutung ihres Namens heraussuchen. Die Bedeutung der Namen kann man natürlich auch gemeinsam mit den Jungscharlern im Internet herausfinden.

Spiele

Buchstabenpuzzle

Die Namen der Jungscharler werden verdreht aufgeschrieben und sie müssen herausfinden, um welche Namen es sich handelt. Da es mit den Namen der Jungscharler ziemlich einfach ist, kann man auch die Namen von Prominenten verdrehen. Hier zwei Beispiele:

ÄZTAGORIME – Mario Götze

DRAHVATERD – Darth Vader

Scrabble

Es werden verschiedene Buchstaben auf einen Tisch gelegt und die Kinder müssen innerhalb einer Minute so viele Namen legen, die ihnen einfallen. Die Buchstaben können aus einem Scrabblespiel genommen werden. Es gibt aber auch Spielkarten mit Buchstaben, die man gut verwenden kann. Eine weitere Möglichkeit ist, selbst Kärtchen mit Buchstaben zu malen.

Zipp-Zapp

Die Kinder sitzen im Kreis. Einer steht in der Mitte, zeigt auf ein Kind und sagt: „Zipp“ oder „Zapp“. Wenn es „Zipp“ sagt, muss der Angesprochene den Namen des linken Nachbarn nennen, wenn es „Zapp“ sagt, den des rechten. Sagt das Kind: „Zipp-Zapp“ müssen alle die Plätze wechseln und das Kind aus der Mitte versucht, einen Platz zu bekommen, sodass ein anderes Kind in der Mitte ist.

Ribbel-Dibbel

Die Mitspieler bekommen eine Nummer (1, 2, 3, …). Alle schlagen im gleichen Rhythmus auf ihre Oberschenkel, dann in die Hände klatschen und nun mit den Fingern schnipsen. Auf jedes Wort des folgenden Spruchs kommt ein „Schlag“: „Ribbel Dibbel Nr. 1, ruft Ribbel Dibbel Nr. 2“. Als erste Nummer wird die eigene eingesetzt, die zweite Nummer muss die eines Mitspielers sein. Der Gerufene macht weiter. Kommt jemand aus dem Takt oder verspricht sich, bekommt er einen „Dibbel“ mit Nivea-Creme. Am Ende hat derjenige mit den wenigsten Dibbeln gewonnen.

Fazit: Bei Gott haben wir keine Nummer. Er kennt uns mit Namen und wir kennen seinen Namen.

Knackpunkt

Diese Phase wird mit einem Spiel begonnen. Alle Kinder sitzen im Kreis und einer steht in der Mitte und hat eine zusammengerollte Zeitung in der Hand. Einer im Kreis fängt an und sagt den Namen eines anderen Teilnehmers. Der Spieler in der Mitte muss zu diesem hinlaufen und ihn mit der Zeitungsrolle abschlagen. Der Genannte muss, bevor er abgeschlagen wird, einen anderen Namen nennen, zu dem der Spieler in der Mitte nun laufen muss. Schafft der Spieler im Kreis es nicht einen Namen zu nennen bevor er abgeschlagen wird, muss er in die Mitte.

In einer zweiten Runde wird das Spiel etwas abgeändert. Jetzt rufen nacheinander die Kinder im Kreis den Namen der Person, die in der Mitte steht. Diese muss immer dahin laufen, wo zuletzt ihr Name herkam. Bevor sie dort angekommen ist, ruft jemand anders den Namen.

Wenn die Person in der Mitte bei dem letzten angekommen ist und ihr Name nicht erneut genannt wurde, dann muss die Person in die Mitte, die zuletzt den Namen gerufen hat.

Zum Abschluss des Spiels wird mit den Kindern darüber gesprochen, wie man sich fühlt, wenn man gar nicht so richtig gemeint ist und immer nur hin-und-her-gehetzt wird.

Wir sprechen mit den Kindern darüber, wie oder wann man seinen Namen gern hört oder nicht.

Es schließt sich eine Geschichte an, die auch in verteilten Rollen gespielt werden kann.

Erzähler: Nele kommt ganz erschöpft nach Hause.

Nele (N): Puh, war das ein Tag. Herrjemine. Wie soll ich bloß all die Hausaufgaben schaffen?

Mutter (M): Ach, mein Gott, dann musst du dich halt mal hinsetzen. Das kann doch nicht so schwer sein. Du musst auch noch dein Zimmer aufräumen, Jesus, Maria und Joseph, wie es da wieder aussieht.

Nele geht in ihr Zimmer und schreibt eine WhatsApp an ihre Freundin Sanna: „Zum Heiligen noch mal! Jetzt nervt auch noch meine Mutter.“ Plötzlich hört sie eine Stimme.

Gott (G): Ja?

Sie sieht sich im Zimmer um, doch dort ist niemand.

G: Ja?

Da schon wieder. Was ist das?

N: Hallo? Ist da jemand?

G: Ja. Ich bin hier. Aber du kannst mich nicht sehen.

N: Wer bist du?

G: Ich bin der „Heilige“.

N: Wer?

G: Der „Heilige“. Du hast mich doch eben mehrfach gerufen.

N: Ich dich gerufen? Ne, daran könnte ich mich erinnern.

G: Doch du hast mich heute schon 87 x gerufen.

N: Ach, mein Gott, was wird das denn jetzt?

G: 88 x.

N: Hä, ich versteh nur Bahnhof.

G: Das kann ich mir vorstellen. Du hast heute schon 88 x so was wie Heiliger, Oh mein Gott, Ach du mein Gott usw. gesagt.

N: Ja, na und. Das sagt man doch so.

G: Das stimmt. Viele Menschen sagen so etwas.

N: Und wo ist dann das Problem?

G: Nele, kennst du das dritte Gebot?

N: Oh, äh, warte mal. Ne, fällt mir grad nicht so ein.

G: Das heißt: Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen.

N: Wieso deinen?

G: Na, weil ich Gott bin.

N: Aber ich habe deinen Namen doch gar nicht missbraucht. Ich bete doch jeden Abend zu dir. Wieso sollte ich deinen Namen missbrauchen? Ich habe doch gar nicht bei deinem Namen geschworen oder so.

G: Nein, einen falschen Eid hast du nicht geschworen. Aber du bist gedankenlos. Und weil du mich sonst auch ernst nimmst, wollte ich dich mal darauf ansprechen.

N: Oh mein …, entschuldige. Ach du meine Güte, ich rede wirklich mit Gott und er antwortet mir.

G: Ja, so ist das. Aber ich werde täglich so oft angerufen, ohne dass die Leute es wirklich so meinen. Stell dir vor, du würdest von allen Seiten ständig deinen Namen hören und bist gar nicht gemeint.

N: Das würde mir auch so gar nicht gefallen.

G: Und so geht es mir auch. Ich möchte gern, dass die Menschen, und jetzt vor allem du, Nele, darüber nachdenkst, wann und wie du meinen Namen gebrauchst.

N: Es tut mir leid, ich habe bisher darüber nicht nachgedacht. Das sind so Füllworte, die man halt so benutzt.

G: Vielleicht fällt dir ja was anderes ein, als meine Namen und Bezeichnungen zu benutzen. Ich möchte gern, wenn du meinen Namen rufst, es auch so meinst.

N: Das werde ich. Und als erstes gehe ich jetzt zu meiner Mutter und rede mit ihr darüber. Sie benutzt nämlich auch immer solche Wörter.

Die Mutter glaubt erst mal, dass Nele geträumt hat. Aber die beiden haben ein sehr gutes Gespräch miteinander, darüber wie sie und wann sie mit Gott reden und wie sie von nun an Gottes Namen gebrauchen wollen.

Doppelpunkt

Der Text des Gebotes wird auf ein Plakat geschrieben und als Impuls in die Mitte gelegt.

Mit den Kindern wird danach ein Gespräch über die Geschichte geführt, die sie im Knackpunkt gehört haben. Welche Füllworte benutzt man, ohne Gott wirklich zu meinen?

Dazu schreibt man alle Wörter oder Wortgruppen auf, die so unbedacht verwendet werden und man wird staunen, wie lang diese Liste ist. Folgende Wörter können zum Beispiel auf der Liste stehen: Oh mein Gott; Ach Herje (Herr Jesus); Ach Gottchen; Heiliger Bimbam… Was kann man stattdessen sagen?

Die Wörter, die jetzt als Alternative gefunden werden, werden ebenfalls aufgeschrieben. Vielleicht sind bei den Alternativen Wörtern auch Schimpfwörter dabei, dann sollte man noch über die Frage reden, ob ich das auch ausdrücken kann, ohne Schimpfwörter zu benutzen?

Wir erklären, warum Gott nicht möchte, dass sein Name ständig gebraucht wird, ohne dass wir ihn wirklich meinen. Wir möchten das auch nicht. Wir können noch mal auf das Anfangsspiel zurückkommen und es vielleicht noch einmal spielen. Ständig hin und her gehetzt zu werden, ohne wirklich gemeint zu sein, das ist ziemlich nervig

Wie möchten wir unseren Namen gern hören? Wie wollen wir unseren Namen nicht hören?

Es wird eine weitere Liste angefertigt, auf die die Spitznamen der Teilnehmer aufgeschrieben werden. Gefallen uns diese Namen, die uns meistens von anderen gegeben werden? Hier sollte ehrlich miteinander geredet werden und jeder darf sagen was ihm gefällt und was nicht. Im Anschluss wäre es gut, wenn wir gemeinsam beschließen die Spitznamen, die einzelne nicht gern hören und die verletzend sind nicht zu verwenden.

In einer weiteren Erzählrunde können die Kinder sagen, was ihr Name bedeutet. Vielleicht wissen auch einige, was für Gedanken ihre Eltern sich bei der Namensgebung gemacht haben. Dann dürfen sie das auch erzählen.

Zum Abschluss legen wir ein Plakat in die Mitte, auf dem der Name Gottes הוהי geschrieben steht. Auf dieses Plakat schreiben wir Namen die wir auch für Gott verwenden können (Herr, Retter, Hirte usw.).

Schlusspunkt

Jedes Kind bekommt eine Segensblume, die vorher vorbereitet wurde. Bei der Vorlage, die die Kinder erhalten, sind die Blütenblätter nach innen gefaltet.  Jeder legt nun seine Blüte in eine Schüssel mit Wasser. Dort geht die Blüte auf und alle können Gottes Namen lesen: „Ich bin für dich da.“ Die Vorlage für die Segensblume bekommt jedes Kind noch für seine Sammelmappe.

Bausteine

Lieder

Aus: Kinder feiern Jesus

  • Nr. 17 Herr, dein Name sei erhöht
  • Nr. 20 Du hast Erbarmen
  • Nr. 25 Wir singen für unseren Gott
  • Aus: Einfach spitze
  • Nr. 52 Du bist Gott – Leben pur
  • Nr. 78 Beten

Dekoration

Mit den Kindern wird ein Zeltlager aus Stühlen, Tischen und vielen Decken gebaut. In diesem Lager kann man gemütlich zusammensitzen und evtl. kann dort auch die Geschichte erzählt werden.

Dieser Baustein mit verschiedenen Experimenten passt gut zur Themenreihe Mose. Die Idee ist, einzelne Gedanken der Geschichten mit Hilfe von Experimenten zu vertiefen.

Durchführung

Am Abschluss jeder Gruppenstunde wird ein Experiment durchgeführt und bei der Erklärung wird Bezug auf einen Gedanken der Geschichte genommen. Die Experimente sind einfach, sodass die Jungscharler sie auch zu Hause nachmachen können. Am Schluss der Themenreihe kann noch einmal eine Zusammenfassung mit allen Experimenten geschehen.

Einheit: Baby in Gefahr

Experiment

Zwei Eier werden so aufgeschlagen, dass sie möglichst in der Mitte zerbrechen. Wenn das nicht gelingt, braucht man unter Umständen vier Eier, denn man benötigt vier halbe Eierschalen. Da man gerade Kanten braucht, wird nun Klebeband um die Schalen gewickelt und die überstehenden Reste mit einer Schere abgeschnitten. Die vier Eierschalenhälften werden nun im Rechteck nebeneinander platziert und ein Buch wird darauf gelegt. Nun kann man noch mehr Bücher oder schwere Gegenstände darauf legen und wird feststellen, dass die Eierschalen eine große Last aushalten, ohne zu zerbrechen.

Übertragung

Die Eierschalen brechen nicht, weil sie die Form einer Kuppel haben. Diese Kuppel bietet Schutz. Für Mose und seine Familie gab es auch einen Schutz. Sie wussten, dass sie unter dem Schutz Gottes stehen und deshalb konnten sie in dieser ausweglosen Situation darauf vertrauen, dass Gott ihnen hilft.

Einheit: Mose Superheld

Experiment

In einen flachen Teller wird etwas Wasser geschüttet und ein brennendes Teelicht in die Mitte des Tellers gestellt. Ein Glas wird über das Teelicht gestülpt. Man kann nun sehen, dass die Flamme ausgeht. Kurz danach steigt das Wasser im Glas hoch und die Kerze schwimmt auf dem Wasser.

Übertragung

Mose war wütend. Er erlebte die Ungerechtigkeit, mit der die Arbeiter behandelt wurden. Seine Wut wurde immer größer, bis er den Aufseher tötete. So ähnlich wie mit Zorn des Mose ist es mit dem Wasser im Experiment. Der Grund ist, dass die Kerze Sauerstoff zum Brennen braucht. Der Sauerstoff unter dem Glas ist aber schnell verbraucht und die Kerze geht aus. Im Glas entsteht ein Unterdruck der vom äußeren Luftdruck ausgeglichen wird und dadurch steigt das Wasser. Mit dem Zorn ist es ähnlich. Die Freundlichkeit ist verbraucht und der Druck steigt. Deshalb erinnert uns dieses Experiment an den Zorn von Mose und zeigt uns auch, dass das bei uns vorkommen kann.

Einheit: Es brennt

Experiment

Ein Luftballon wird aufgeblasen, zugeknotet und über eine brennende Kerze gehalten. Logisch: Der Luftballon zerplatzt

Nun wird in einem Luftballon kaltes Wasser gefüllt und danach wird er aufgeblasen und wieder verknotet. Dieser Luftballon wird nun ebenfalls über die brennende Kerze gehalten. Alle erwarten dass der Luftballon platzt, aber das passiert nicht, er wird nur etwas schwarz vom Kerzenruß.

Übertragung

Natürlich führen wir dieses Experiment zum Thema der brennende Dornbusch durch, weil es etwas mit Feuer zu tun hat. Es gibt aber noch einen anderen Grund. Bei dieser heiligen Begegnung mit Gott wird Mose ganz neu gefüllt. Das Experiment funktioniert übrigens auch nur, weil der Ballon gefüllt und das Wasser die von außen kommende Wärme schnell ableitet. Es ist also gut, sich von Gott füllen zu lassen.

Einheit: Gut vorbereitet

Experiment

Aus einem Streichholz wird schnell ein Minischiff gebaut. Dazu wird das Ende eines Streichholzes mit einem scharfen Messer etwas eingeschnitten. Der Spalt wird etwas aufgebogen und ein kleines Stück Seife hineingeklemmt. Nun wird das Streichholz in eine große, mit Wasser gefüllte Schüssel gelegt und es bewegt sich von allein vorwärts.

Übertragung

Wir sehen in diesem Experiment eine besondere Antriebsart. Der Antrieb wird dadurch ausgelöst, dass auf dem Wasser eine Oberflächenspannung herrscht. Dort wo die die Seife auf das Wasser kommt wird die Oberflächenspannung zerstört und dadurch wird das Streichholz bewegt. Was treibt Mose an? Es ist Gott selbst. Mose hat Begegnungen mit Gott und er hatte Zeit. Gott sprach zu ihm und dadurch war ihm klar: Ich muss zurück nach Ägypten. Gott selbst kann der Antrieb für das Handeln sein.

Einheit: Frösche und Ungeziefer

Experiment

In ein leeres Glas wird ein trockenes Tuch fest hineingestopft. Nun wird das Glas verkehrt herum gedreht. Dabei darf das Tuch nicht herausfallen. Als nächstes wird das Glas mit dem Tuch verkehrt herum in eine Schüssel mit Wasser getaucht und auch gerade wieder herausgezogen. Man sieht, dass das Tuch im Glas trocken bleibt.

Übertragung

Dass das Tuch nicht nass wird nennt man das Prinzip der Taucherglocke. So wie ein Taucher unter einer Glocke geschützt ist, so ist es auch das Tuch. Diesen Schutz erlebten die Israeliten bei den Plagen. Egal was passierte, ob das das Wasser im Nil zu Blut wurde, die Hagelkörner einschlugen oder ekliges Ungeziefer kam. Die Israeliten waren geschützt. Sie waren nicht von der Taucherglocke, sondern von Gott selbst geschützt.

Einheit: Das Fest zum Losgehen

Experiment

Als erstes wird ein Luftballon aufgeblasen und zugebunden. Danach wird an einer Stelle des Ballons ein kleines Stück Tesaband auf den Ballon geklebt. Nun braucht man eine Nadel und sticht durch das Tesaband in den Luftballon. Der Luftballon platzt nicht.

Besonders gut wirkt das Experiment, wenn man es Zuschauern vorführt, die die Stelle mit dem Klebeband nicht sehen, denn alle denken, der Ballon würde platzen. Sie werden sehr verwundert sein, dass der Ballon nicht kaputt geht.

Übertragung

Dieses Experiment verdeutlicht wieder, wie Gott sein Volk beschützt. Diesmal war der Schutz das Blut an den Türpfosten. Viele Menschen starben .Vieles ging kaputt, aber die Israeliten waren geschützt. Der Luftballon ist an dieser einen Tesabandstelle auch geschützt. Wenn dieser Schutz da ist, geht er nicht kaputt. Wir brauchen Gottes Schutz, egal wie er aussieht.

Einheit: Endlich raus aus Ägypten

Experiment

Man benötigt mehrere dicke Bücher, die man gleichhoch, mit etwas Abstand nebeneinander legt.

Zwischen diese Bücher wird ein Blatt Papier als Brücke gelegt. Darauf legt man einen Stein. Dieser Stein fällt natürlich nach unten. Wie kann man aber die Brücke bauen, damit sie die Lasts des Steines trägt?

Das Blatt Papier wird fächerartig zusammengefaltet. Man knickt immer ein Stück der Länge nach um, dreht das Blatt und knickt das nächste Stück. Das geht so lange, bis das gesamte Blatt gefaltet ist.

Nun wird der Stein erneut auf die Papierbrücke gelegt. Diesmal fällt er aber nicht, sondern bleibt oben liegen.

Übertragung

Dieses Experiment fasst die gesamte Mosegeschichte noch einmal zusammen. Das Blatt Papier ist das Gleiche geblieben, aber es hat sich dennoch verändert. Es hat Profil bekommen. Mose hat auch Profil bekommen. Er hat es sich nicht selbst gegeben, sondern Gott hat an ihm gearbeitet und er ist zu dem geworden, der die große Last seiner Aufgaben tragen konnte. Da können wir uns Mose als Vorbild nehmen und uns von ihm verändern, gestalten und profilieren lassen.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Mose aus JUMAT 3/16. Sie beginnt mit der wunderbaren Errretung von dem kleinen Mose und begleitet ihn bis zum Ausbruch aus Ägypten. Die Reihe umfasst Texte aus den ersten 14 Kapiteln des 2. Buch Mose.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Reihe noch einen Baustein mit Experimenten. Die Experimente passen inhaltlich zu den Einheiten und greifen jeweils einen Schwerpunkt heraus. Die Experimente können in die Gruppenstunden eingebaut werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit alle Experimente zusammenfassend zu den Mosegeschichten zu verwenden

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu den Zehn Geboten aus JUMAT 1/17 und 2/17. Die Reihe beginnt mit der Geschichte, in der Mose die 10 Gebote von Gott erhält. Daran schließen sich 10 Einheiten zu den einzelnen Geboten an.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Reihe noch Kreativangebote, mit denen die einzelnen Gebote von den Kindern auf kreative Art und Weise umgesetzt werden können.

Glaube@Familie will Familien praktische Impulse geben, damit Kinder lebenslange geistliche Prägung erfahren. Damit dies geschieht, muss die Gemeinde Familien unterstützen. Dieser Impuls soll dazu dienen, dass die Kinder einiges von dem, was sie in der Jungschar erlebt haben, in ihrer Familie vertiefen können

Das Ziel

In der Jungschar wird der folgender Bibelvers besprochen: „Gott spricht: ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wasser umsonst.“ Offenbarung 21,6 Dieser Impuls will dazu beitragen, dass sich Familien gemeinsam mit den Bibelvers beschäftigen.

Der Ausgangspunkt

Die Jungscharler bekommen nach der Jungschar eine Flasche Wasser mit nach Hause. Auf diese Flasche ist ein Aufkleber mit dem Bibelvers aufgeklebt. Außerdem wir noch ein kleiner Zettel mit den Impulsen befestigt. Das einfachste ist, wenn man eine 0,5-Liter Flasche verwendet, da sie am einfachsten transportiert werden kann. Es ist aber auch möglich, eine größere Flasche Wasser zu verwenden, die dann gemeinsam von der Familie getrunken werden kann.

Die Impulse

Wasser trinken

Alle setzen sich zusammen. Jedem wird ein Glas Wasser eingegossen und alle können es in Ruhe trinken. Jeder soll sich Zeit dazu lassen. Wenn alle ihr Glas ausgetrunken haben, sagen sie, was sie beim Trinken für Gedanken hatten. Sie können auch darüber reden, wie ihnen das Wasser geschmeckt hat. Eine weitere Frage über die man in der Familie reden kann ist: Wann hast du schon mal richtig Durst gehabt und was hast du dagegen unternommen?

Wasserspiel: Schiffe versenken

Die Badewanne oder eine große Schüssel werden mit Wasser gefüllt. Jeder faltet sich aus einem A4-Blatt ein Schiffchen und setzt es in die Wanne, damit es auf dem Wasser schwimmt. Nun erhält jeder eine Nuss und hat die Aufgabe, diese Nuss so auf die anderen Schiffe zu werfen, dass sie untergehen. Für jeden Treffer (auch wenn das Schiff nicht versenkt wurde) erhält der Teilnehmer 100 ml Wasser in einen Becher. Gewonnen hat, wer am Ende (wenn alle Schiffe versunken sind) das meiste Wasser in seinem Becher hat. Dann darf er das Wasser natürlich austrinken und genießen.

Kreativ: Bild malen

Die Familie legt sich ein großes Blatt Papier oder ein Stück einer Tapetenrolle zurecht. Gemeinsam malen alle Familienmitglieder eine Landschaft mit viel Wasser auf das Blatt. Dabei kann jeder je nach seinen Fähigkeiten etwas ganz besonderes zum Bild beitragen. Ein kleineres Kind kann vielleicht einen großen See mit viel blauer Farbe malen. Das Familienmitglied, welches das größte zeichnerische Talent besitzt, kann einige Details malen, zum Beispiel einen Spaziergänger mit seiner Trinkflasche, eine Feuerwehr beim Einsatz oder noch viele andere Dinge. Beim Malen kommt man darüber ins Gespräch, wo sich überall Wasser befindet und wofür es gebraucht wird. Gemalt wird natürlich mit Wasserfarbe.

Experiment: Das volle Wasserglas

Für dieses Experiment wird ein Glas benötigt, das randvoll mit Wasser gefüllt wird. Wer denkt, dass nun nichts mehr in das Glas passt, hat sich geirrt, denn man wirft nun Centstücke in das Glas.  Zuerst wird ein einzelnes Centstück in das Glas geworfen, dann das nächste usw. Man wird staunen, wie viele Centstücke noch in das Glas passen. Wenn man das Glas von der Seite anschaut, erkennt man, dass sich auf dem Glas ein Wasserhügel gebildet hat. So betrachten wir gemeinsam den Wasserhügel und erinnern uns an den Vers der Jahreslosung.

Gemeinsame Wasseraktion

Wir unternehmen als Familie etwas gemeinsam, was mit dem Thema Wasser zu tun hat. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel ein Besuch im Schwimmbad. Eine andere Möglichkeit ist eine Wanderung oder eine Fahrradtour am Ufer eines Flusses entlang. Vielleicht wartet ihr auch noch bis es Sommer ist und ihr macht im Garten eine große Wasserschlacht, bei der alle nass werden müssen.

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