Freunde gewinnen

Freunde fürs Leben, das wünscht sich jeder. Für Kinder sind Freunde die wichtigsten Personen – neben den Familienmenschen. Eine Kindergruppe, wie eine Jungschar, ist da ein gutes Feld, um Freunde zu finden. Dabei braucht es Mitarbeitende, die Kinder ermutigen, Beziehungen zu knüpfen und zu festigen.

„Freunde gewinnen“, darum geht es also. Man kann es aber auch so lesen: Freunde gehören zu den Gewinnern. Denn es ist allemal besser, als Freunde durchs Leben zu gehen, als alleine.

In Jesus lernen Kinder einen Freund kennen, der immer für sie da ist und auch ihre Freundschaften stärken will. Mit Jesus können Kinder einen Freund fürs Leben gewinnen und ein Leben mit Gott. Freunde gewinnen!!!

So gibt es in der Bibel tolle Geschichten über Freunde und Freundschaft. Hier können Kinder lernen, was gute Freundschaft ausmacht: David und Jonatan; die vier Freunde, die ihren Freund durch ein Dach zu Jesus bringen; das Bild von der dreifachen Schnur; Jesus und seine Freunde…

Neben Praxisartikeln zu diesen Geschichten, Spielen, Kreatives, gibt es einen Grundsatzartikel zum Thema „Freundschaften unter Kindern fördern“: Was versteht ein Kind in welchem Alter unter Freundschaft und wo sind dann Anknüpfungspunkte für unsere Arbeit?

Und wenn du diese Zeilen liest, dann denk dran, mal wieder was mit deinen Freunden zu unternehmen, sie anzurufen, wertzuschätzen. Nimm dir Zeit für deine Freunde. Denn Freunde gewinnen!

Dein Redaktionsteam Jungscharleiter 🙂

P.S.: Ein Buchtipp, um ein Miteinander unter den Kindern spielerisch zu fördern: „Sinn gesucht, Gott erfahren, Kids – Erlebnispädagogik im christlichen Kontext der Arbeit mit Kindern von 8-12 Jahren“ – erhältlich bei Sinn gesucht – Gott erfahren KIDS (ejw-buch.de). Hier gibt es tolle Entwürfe, um biblische Geschichten und gemeinsames Erleben zusammenzubringen.

Die Sache mit der dreifachen Schnur

Zielgedanke

Wir sind von Gott geschaffen als „dialogisches Wesen“ (Martin Buber), d.h. als Gegenüber für jemanden und angewiesen auf ein Gegenüber. Besonders „stabil“ wird diese Gemeinschaft, wenn wir nicht nur zwischenmenschliche Freundschaften leben, sondern die Beziehung mit Gott ein wesentlicher Bestandteil unserer Freundschaften ist.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Zu Beginn des Abschnitts aus Prediger 4 zählt der Autor ganz praktische Vorteile vom zu zweit-Sein auf. Vieles geht zu zweit auch einfacher, schneller, kostengünstiger,… – einen Schrank aufbauen, die Wohnung putzen, Miete zahlen, einfach einander helfen und ergänzen und wie in Prediger 4, 11 steht: einander wärmen, ob direkt oder indirekt. Damit sind wir schon bei einem nächsten Vorteil, dem emotionalen Vorteil. Zu zweit kann man füreinander da sein, ist der eine schwach, ist hoffentlich der andere stark. Trost, Ermutigung, all das erleben wir nur mit einem Gegenüber.

In Vers 10 geht es um einen spannenden Aspekt von Freundschaft: Hinfallen und Aufhelfen. Dabei kann es auch um mehr gehen, als das körperliche Hinfallen. Scheitern wir im Leben, schlagen einen Umweg ein, stolpern über Steine auf unserem Lebensweg, dann ist ein ehrlicher Freund, der aufhilft Gold wert. Ein ehrlicher Freund steht treu zur Seite, hilft, tröstet. Gleichzeitig ist er besonders wertvoll, wenn er uns warnt, ehrlich ist, uns den Spiegel vorhält und uns dann zur Seite steht, um uns bei der Problemlösung zu unterstützen.

Vers 12 ist wie eine Zusammenfassung des Abschnittes und eine Weitung unseres Blickes: allein sind die Kämpfe des Lebens schwer zu bewältigen, praktisch und emotional. Zu zweit sind wir stärker, wir sehen mehr und sind stand- & wehrhafter. Und jetzt kommt der dritte Aspekt, die dreifache, reissfeste Schnur. Ein interessantes, physikalisches Phänomen ist in diesem Bild enthalten: eine dreifache Schnur ist nicht nur dreifach so stark, wie eine einfache Schnur, sie ist um ein Vielfaches stärker! Kommt in ein zweier-Bündnis Jesus als der Dritte dazu, der uns unterstützt, beisteht, rät, Kraft und die richtige Perspektive gibt, halten wir um ein vielfaches gestärkt den Stürmen des Lebens stand.

Erlebnsiwelt der Kinder

Einsamkeit kennen auch Kinder, gerade in der heutigen, modernen, westlichen Welt. Es gibt kaum noch Großfamilien, häufig wachsen Kinder sogar ohne Geschwister auf. Die erweiterte Familie (Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen) leben selten unter dem kleinen Dach, oft noch nicht mal im gleichen Bundesland. Schule, Gemeinde und Vereine und somit Freunde sind nicht unbedingt am Wohnort.

Dann gibt es natürlich auch noch die unterschiedlichen Persönlichkeiten: das Kind, dem es leicht fällt, Kontakte zu knüpfen, Freundschaften einzugehen und zu pflegen, das aber auch stark auf Freundschaften angewiesen ist und sich schwer mit sich alleine tut. Und das andere Kind, das schüchtern und zurückhaltend ist, dem es schwer fällt, in eine Gruppe hineinzufinden und von sich aus auf andere zuzugehen. Diesem Kind fällt es wiederum leichter, auch einmal Zeit mit sich allein zu verbringen, wobei es trotzdem auch auf Freundschaften angewiesen ist!

Was kann hierbei unser Part als Mitarbeitende sein?

  • Wir können unsere Kindergruppe mit diesen Aspekten im Hinterkopf in den Blick nehmen und Gelegenheiten, Spiele, Aktionen,… nutzen, um Freundschaften zu fördern und zu unterstützen.
  • Wir können den Kindern unserer Gruppe durch (biblische) Geschichten und eigenes Erleben Jesus als Freund bekannt machen.
  • Gott möchte Freundschaft mit uns. Das können wir schon in den ersten Büchern der Bibel lesen. In 2. Mose 33, 11 heißt es, dass Gott mit Mose, wie mit einem Freund redete! Wenn das nicht Gottes großen Wunsch zeigt und eine geniale Grundlage für unser eigenes Leben ist und für all das, was wir in der Jungschar machen!

Einstieg

Teilt eure Gruppe in drei Gruppen ein.

Gruppe A bekommt ein einfaches Stück Wolle. Sie sollen ausprobieren, wie schwer etwas sein kann, bis die Wolle reisst. Oder wie viele daran ziehen müssen, bis sie reisst.

Gruppe B bekommt ein längeres Wollestück, das sie doppelt legen und eng miteinander verdrehen. Beim Loslassen dreht es sich wieder auseinander, gut ist es, wenn ihr es so haltet, dass es sich möglichst nicht oder nur wenig aufdreht. Nun hängt ihr ebenfalls verschiedene Gegenstände an die zweifache Schnur und probiert aus, bei welchem Gewicht sie reisst oder wie viele von euch daran ziehen müssen, bis sie reisst.

Gruppe C verdreht drei Wollestücke eng miteinander. Achtet bei den Versuchen ebenfalls darauf, dass die Wolle sich nicht wieder zu sehr aufdreht. Nun probiert ihr ebenfalls aus, welches Gewicht diese dreifache Schnur hält oder wie vielen von euch sie stand hält.

Andacht & Geschichte

Raphael geht nachdenklich das letzte Stück seines Schulweges allein nach Hause. Verrückt, was er in den letzten Wochen erlebt hat. Und heute möchte Nick das erste Mal mit ihm in die Jungschar kommen. Raphael hat es Überwindung gekostet, ihn zu fragen, dabei ist Jungschar doch echt nur gut. Trotzdem, vielleicht würde sein neuer Freund ihn auslachen. Aber im Gegenteil, angestrahlt hat er ihn und erstaunt gefragt: „Du nimmst MICH mit zu deinen Freunden?!“ Wie gut, dass er auf die leise Stimme in seinem Kopf gehört hat. Mit einem ganz ähnlichen Gedanken, der ihn nicht losgelassen hat, fing alles an.

Nach der Mathe-Stunde hatte ihn Herr Hauser auf die Seite genommen und gefragt, ob er nicht Nick Nachhilfe geben könnte. „Du lernst so schnell und Nick ist nicht dumm. Er braucht nur etwas mehr Zeit als hier im Unterricht. Du könntest ihm eine echte Unterstützung sein.“ Dazu hatte Raphael überhaupt keine Lust. Mathe auch noch außerhalb der Schule – nein danke! Aber die Bitte ließ ihn nicht los und er fing an, mit Jesus darüber zu reden, von Herrn Hausers Vorschlag, davon, dass er keine Lust hatte, dass er Nick ja gar nicht richtig kannte,… „Du könntest ihm eine echte Unterstützung sein“, dieser Gedanke kam ihm als er mit Jesus das Problem besprach und dieser Gedanke hakte sich in sein Herz ein. Schließlich überwand er sich und sprach Nick an. Dieser schaute ihn erstaunt und hoffnungsvoll an: „Du würdest mir echt in Mathe helfen?“

Zweimal in der Woche treffen sie sich nun zum Mathe Üben und eigentlich ist Nick ein echt netter und lustiger Typ, Mathe checkt er jetzt auch schon deutlich besser. Letzte Woche sollte Raphael den wirklich großen Rasen im Garten mähen, weshalb er die eine Nachhilfe-Stunde sausen lassen wollte. Aber Nick kam einfach bei ihm vorbei und packte mit an. So ging es deutlich schneller, war witziger und zum Schluss saßen sie noch auf der frisch gemähten Wiese und genossen ein Eis. Auch Raphaels Heimweg von der Schule war jetzt weniger aufwühlend. Immer wieder hatten ihn ein paar ältere Jungs aus den Häusern ein Stück vor seinem Elternhaus blöd angemacht, versucht, ihn stolpern zu lassen und doofe Witze gerissen. Jetzt gehen Nick und er ein ganzes Stück zusammen, bis Nick abbiegen muss und der hat den anderen unmissverständlich klar gemacht, dass sie zu zweit sind und gegen dieses Gespann die anderen keine Chance hatten. Seitdem halten die anderen sich zurück.

Am Abend nach einer richtig super Jungschar, in der sich auch Nick gleich wohlgefühlt hat, liest Raphael noch in seiner Bibel. Beim Lesen werden seine Augen immer größer. Als er das Licht löscht und sich in seine Decke kuschelt kann er nur noch staunend sagen: „Mensch Jesus, genau das habe ich ja erlebt – Danke!“ und schon ist er eingeschlafen.

Was Raphael da abends noch in seiner Bibel gelesen hat, wollen wir mal nachlesen.

Dazu druckt ihr den Prediger-Text (Prediger 4, 9-12) aus (achtet darauf, dass die Versangaben dabei sind) und zerschneidet die verschiedenen Verse in jeweils 2-3 Teile. Die Kinder sollen nun die Teile zu einem sinnvollen Text zusammen setzen.

Sammelt nun gemeinsam Ideen zu folgenden Fragen und schreibt sie auf ein Plakat:

A: Plakat mit einer einfachen Schnur – wie geht es einem alleine, was sind Vor- & Nachteile vom Allein-Sein?

B: Plakat mit einer zweifachen Schnur – Was ist gut an einer Freundschaft? Was macht eine gute Freundschaft aus?

C: Plakat mit einer dreifachen Schnur – Wer ist der Dritte in einer Freundschaft? Was bedeutet eine Freundschaft mit Jesus? Wie sieht sie aus? Was macht sie stark?

Eine gute, ehrliche Freundschaft ist ein Geschenk und etwas ganz Wertvolles. Es lohnt sich, sich auf Menschen einzulassen, sie kennenzulernen, so kann sich eine wertvolle Freundschaft entwickeln. Richtig standhaft wird sie aber erst mit Jesus. Eine dreifache Schnur ist um ein Vielfaches reissfester. Jesus ist treu, zuverlässig, vermittelnd, Ratgeber, nützt Schwäche nicht aus, ist immer ansprechbar, mit ihm können wir reden und rechnen wie mit einem Freund. Das hilft uns, mit Schwierigkeiten in unserem Leben klar zu kommen und durchzuhalten.

Gebet

Danke, Herr Jesus, dass du uns Menschen zur Seite stellst, mit denen wir gute Gemeinschaft und Freundschaft leben können. Danke, dass du selbst unser guter, treuer und ehrlicher Freund sein willst. Danke, dass die Freundschaft mit dir unser Leben bereichert und uns in Schwierigkeiten hilft. Amen

Lieder

  • Felsenfest und stark, Einfach spitze Nr.12
  • Ich bin Gottes Freund, Einfach spitze Nr.19
  • Hand in Hand, Einfach spitze Nr.50

Vertiefung

Wie wäre es, wenn ihr zur Erinnerung eine dreifache Schnur als Armband oder Schlüsselanhänger bastelt. Drei Möglichkeiten stelle ich euch vor. Für alle drei Ideen, braucht ihr Wolle oder auch Bast oder dünne Lederbänder, gerne in unterschiedlichen Farben.

  • Kordel

Die einfachste Variante ist eine Kordel. Dazu benötigt jeder Jungscharler drei (verschiedene) Wollestücke. Die Wollestücke sollten locker um das Handgelenk des Jungscharlers passen, etwas dazurechnen für die Knoten und dann das ganze doppelt nehmen. Die drei Wollestücke knotet ihr an den Enden zusammen. Nun hängt ihr das eine Ende der Schnur über einen Tür-/Fenstergriff o.ä. durch das andere Ende schiebt ihr einen Stift. Drückt mit Daumen und Zeigefinger der einen Hand die Wolle so zusammen, dass der Stift festgeklemmt ist, mit der anderen Hand dreht ihr den Stift immer in die gleiche Richtung. Achtet darauf, dass die Schnur gut gespannt ist. Haben sich die drei Wolle Stücke gut um einander gedreht, legt ihr die Wolle auf die Hälfte zusammen und verzwirbelt die beiden Hälften miteinander. Die beiden Enden verknotet ihr miteinander und fertig.

  • Flechten

Eine andere einfache und schöne Methode ist das Flechten. Dabei kommen die DREI Schnüre auch am besten zur Geltung. Diese Technik lässt sich auch schön mit bunten, dünnen Lederbändern ausführen. Ihr messt drei Bänder so ab, dass sie locker um das Handgelenk des Jungscharlers passen + etwas Knoten-Zugabe. Nun verknotet ihr die Bänder an einem Ende. Praktisch ist es durch den Knoten eine Sicherheitsnadel zu stecken und die Schnüre damit z.B. an der Hose des Jungscharlers zu fixieren. Nun flechtet ihr die Bänder. Dazu legt ihr zuerst die rechte Schnur über die mittlere Schnur in die Mitte. dann die linke Schnur, wieder die rechte Schnur, zieht die Schnür immer gut fest. Seid ihr unten angekommen, verknotet ihr dieses Ende auch, löst die Sicherheitsnadel und fertig ist ein schönes dreifaches Band.

  • Makramee

Für diese Technik eignen sich auch wieder Wolle, Lederbänder oder Bast. Zur Erklärung gibt es ein paar Bilder.

So sieht das fertige Band, hier mit Bast gebunden, aus.
Ihr benötigt wieder drei (verschiedene) Schnüre. Für die Mitte, um die nur herum geknotet wird benötigt ihr eine Schnur so lange, dass sie locker um das Handgelenk passt + Knoten-Zusatz. Diese Schnur braucht ihr mindestens doppelt. Die beiden äußeren Schnüre müssen ca dreimal so lange sein. Nun knotet ihr die Schnür an einem Ende zusammen und fixiert sie z.B. am Hosenbein mit einer Sicherheitsnadel.
Jetzt legt ihr die linke (in diesem Fall die blaue) Schnur über die Schnüre in der Mitte.
Legt die rechte (weiße) Schnur über dias Ende der blauen Schnur.
Schiebt die weiße Schnur unter der „Kreuzung“, also unter den mittleren und der blauen Schnur nach oben.
Jetzt habt ihr einen Knoten, den ihr an beiden Schnüren ziehend, vorsichtig nach oben schiebt. Wollt ihr ein glattes Band, macht ihr das gleiche, jetzt von der rechten Seite, also immer mit der blauen Schnur, einmal von links, einmal von rechts. Untern angekommen verknotet ihr die Enden.
Wollt ihr eine in sich verdrehte Schnur, beginnt ihr den Knoten immer von der gleichen Seite, wechselt also die Schnüre, mit denen ihr den Knoten beginnt ab, das ist allerdings etwas kniffeliger, da sich das Band eben in sich verdreht, sieht aber schön aus.

Viel Spaß und viel Erfolg!

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 3/2021. Es geht in sieben Lektionen um die Ich-bin-Worte Jesu:

Lektion 1 Johannes 6,35 Ich bin … Brot des Lebens

Lektion 2 Johannes 8,12 Ich bin … das Licht der Welt

Lektion 3 Johannes 10,9 Ich bin … die Tür

Lektion 4 Johannes 10,11. (14) Ich bin … der gute Hirte

Lektion 5 Johannes 11,25 Ich bin … die Auferstehung und das Leben

Lektion 6 Johannes 14,6 Ich bin … der Weg und die Wahrheit und das Leben

Lektion 7 Johannes 15,5 Ich bin … der Weinstock

Außerdem gibt es einen Grundsatzartikel: Der Jungscharleiter ist Hirte und damit Vorbild!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder wissen, dass eine Verbundenheit mit Jesus möglich ist und er sie und ihre Eigenschaften gebrauchen möchte.

Checker

Die Kinder wissen, dass Jesus sie und ihre Gaben gebrauchen möchte und wie die „Frucht“ aussehen kann, die Jesus wachsen lässt

Der Text an sich

Jesus verwendet in der Rede vom Weinstock, den Reben und dem Weingärtner ein Bild, das den Menschen in Israel vertraut war. Ein Weinstock ist eine holzige Pflanze, aus der dünnere Äste (Reben) wachsen, die man an Spalieren befestigen kann. Aus den Reben wiederum wachsen Triebe, dann Blätter und Früchte, die Trauben. In jedem Frühjahr konnte man in Israel Weinbauern dabei beobachten, wie sie die Reben beschnitten. Dabei geht es darum, die Teile der Pflanze abzuschneiden, die z. B. in eine falsche Richtung wachsen. Durch die Konzentration auf wenige, dafür aber „gute“ Triebe gelingt es, die ganze Wachstumskraft des Weinstocks in qualitativ reichhaltige Früchte fließen zu lassen.

Der Weinstock war den Zuhörerinnen und Zuhörern Jesu aber nicht nur aus dem Alltag, sondern auch als Metapher für ihr Volk bekannt. In Psalm 80, 9-19 findet sich die Erzählung, wie Gott in das verheißene Land einen Weinstock einpflanzte, den er aus Ägypten geholt hatte. Dieser Weinstock war beschädigt worden und musste nun gehegt und wiederaufgebaut werden. In Jesaja 5 z. B. kann man verfolgen, dass der Weinberg des Herrn Israel ist. Aber trotz aller Pflege brachte er nur schlechte Beeren statt guter Trauben hervor.

Nun bezeichnet sich Jesus als der „wahre“ Weinstock. Wenn der Weinstock für Israel steht, kann man das so auslegen, dass er das wahre Israel verkörpert. Alle, die ihm nachfolgen, gehören so zum wahren Volk Gottes. Zum einen weist uns das Bild vom Weinstock und den Reben darauf hin, dass wir in eine Gemeinschaft der Nachfolgenden gestellt sind. Wir alle sind sozusagen Reben. Zum anderen verdeutlicht es, wie eng die Beziehung zu Jesus sein darf – aber auch sein muss. Sollten wir uns von Jesus trennen und uns auf eigene Wege begeben, so werden wir „verdorren“. Es wird uns aber gelingen, mit Jesus verbunden zu sein, wenn wir in der Gemeinschaft der Gläubigen bleiben, die sich gegenseitig stärken und gemeinsam auf Gott ausrichten. Gleichermaßen wichtig ist, immer wieder die ganz persönliche Beziehung mit Jesus zu pflegen durch Gebet, Anbetung, dem Lesen seines Wortes, der Umsetzung seines Willens und all den anderen guten geistlichen Gewohnheiten.

Zuletzt werden Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu von Gott, dem Vater, selbst gepflegt. Das heißt auch, dass Dinge von uns gereinigt, vielleicht auch „abgeschnitten“ werden. Nicht nur in einem Weinstock, auch in uns gibt es Überflüssiges, das entfernt werden muss, damit die bestmögliche Frucht gedeihen kann.

Der Text für mich

Du und ich, wir gehören untrennbar zu Jesus. Nichts kann uns von ihm wegreißen (Römer 8, 38). Aber wir können uns entscheiden, eigene Wege zu gehen. Wie mag das aussehen? Ein langsames Vertrocknen unserer Beziehung oder ein abrupter Schritt? Es ist eine tolle Sache, dass wir nicht nur allein unsere „geistliche Lebensader“ checken können, sondern z. B. in unserer EC-Gemeinschaft zusammenkommen, um „Focus“ (früher „Weihestunde“) zu feiern. Hier können wir teilen, was gut und weniger gut läuft, bekennen und gestärkt weitermachen. Denn Jesu Zusage bleibt bestehen: Ich will mit euch verbunden sein! Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, Frucht zu bringen! (Joh. 15, 16)

Spannend ist auch, dass Jesus uns sagt, dass wir ohne ihn „nichts“ erreichen können. Für uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeit mit Kindern ist das auch ein „Achtung!“: Wir können nach einiger Zeit in der Mitarbeit sicher z. B. eine Jungscharstunde „aus dem Ärmel schütteln“. Man weiß doch, welche Spiele die Kinder lieben und eine Andacht kann man schnell aus einem Buch vorlesen oder googeln. Auf den ersten Blick ist diese Jungscharstunde dann natürlich nicht „nichts“. Es kann ja auch mal vorkommen, dass man spontan etwas vorbereiten muss. Aber wenn dies unser Standard ist, dann wird keine Frucht zu sehen sein. Umgekehrt: Wenn du für die Kinder betest, wenn du für dein Team betest, wenn du den Heiligen Geist bittest, dich zu leiten und zu gebrauchen, bei eurem Treffen zu wirken – welche Frucht wird dann bei euch und im Leben der Kinder wachsen können?

Der Text für dich

Starter

Wenn Kinder, die nur wenige Erfahrungen mit biblischen Texten und darin verwendeten Bildern haben, hören, dass sie die Rebe eines Weinstocks sind, der eigentlich ein Mensch ist, und dann auch noch jemand kommt, der sie abschneiden und ins Feuer werfen möchte, könnte es kompliziert werden. Naturbilder sind insgesamt immer schwieriger zu verstehen, wenn man in geschlossenen Räumen im Warmen schläft und eher auf ein Smartphone schaut, als auf Bäume zu klettern. Dennoch haben alle Kinder Erfahrungen damit, wie es ist, mit anderen Menschen (Familie, Freunde, …) verbunden zu sein oder sich danach zu sehnen. Die Botschaft dieses Textes für Starter ist, dass Jesus mit ihnen verbunden sein möchte und so fest zu ihnen steht, dass nichts, was sie tun oder erleben, das verändern kann. Sein Wunsch für sie ist ein gelingendes Leben, durch alle Höhen und Tiefen.

Checker

Zum einen sind gerade die älteren Kinder, die jede „klassische“ Bibelgeschichte schon drei Mal gehört haben, oft schwerer zu motivieren. Dieser Text mag vielleicht nicht so bekannt sein, aber er ist nicht ganz leicht zu verstehen und ein Kind im „Kenn ich schon!“-Modus wird möglicherweise trotzdem versuchen, einer Andacht dazu zu entgehen. Gerade für die Checker (und für Mitarbeitende, deren Schwerpunkt auf Wissensvermittlung ruht) liegt hier aber eine Chance: Vom „Geschichten kennen“ hin zu „Ich erlebe, dass Jesus in mir und durch mich handelt“. Jesus geht es um die Folgen, die auftreten, wenn wir mit ihm verbunden sind. Wie können Checker ermutigt werden, aus ihrer Beziehung zu Jesus zu leben und so Frucht zu bringen? Wie dürfen sie sich auch in der Jungschar mit ihren Kompetenzen einbringen und an andere etwas weitergeben? Wie gehen sie mit dem Schmerzhaften um, das sie (z. B. durch die Erziehung der Eltern) beim Beschneiden der Reben erleben? Challenges und lebenswichtige Fragen!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

(Trauben-)Saft Verköstigung

Die Kinder sitzen an festen Plätzen und dürfen fünf verschiedene Säfte probieren. Vorher wird gemeinsam überlegt, welche Kriterien wichtig sind. Z. B. Geschmack (nicht zu süß / wässrig), Farbe (natürlich / künstlich), Fruchtgehalt … Nach jeder Runde können sie pro Kriterium null bis drei Punkte vergeben, die eine Mitarbeiterin auf ein großes Auswertungsplakat notiert.

Anknüpfungspunkt: Wie wachsen gute Früchte eigentlich?

Idee 2

Freundschaftsarmbänder flechten

Je nach Alter und Geschicklichkeit der Kinder kann man einfache oder herausfordernde Muster auswählen. Zum einen erfahren die Kinder so, wie Dinge verbunden werden und diese Verbindung hält und nicht so einfach aufzulösen ist. Zum anderen kann man ins Gespräch darüber kommen, was einen mit Freunden verbindet. Dies sind viele „unsichtbare“, aber dennoch reale Dinge.

Verkündigung

Experimentieren und selbst glauben

Die Gruppe macht einen Ausflug. Manche haben einen echten Weinberg in der Nähe. Andere können in einem Garten einen (Hobby-)Gärtner besuchen und z. B. Rosensträucher unter die Lupe nehmen. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Obstwiese oder einen Garten mit einem Obstbaum aufzusuchen.

Hier wird das Prinzip von Wurzel, Stamm, Trieben, Blättern und Früchten anschaubar und anfassbar. Von der Fachfrau bzw. dem Fachmann, die bzw. der für diese Stunde eingeladen wird, kann darüber hinaus an Ort und Stelle erklärt werden, an welcher Stelle sie bzw. er im Frühjahr die Pflanze beschnitten hat und was passiert wäre, wenn die Pflanze einfach nach Lust und Laune weitergewachsen wäre. Stimmig wäre es, wenn die Kinder hier und da selbst einmal einen Trieb oder Zweig mit einer Gartenschere abtrennen dürften. So steht gleichzeitig vor Augen, dass das Beschneiden für die Pflanze durchaus hart aussehen kann, aber dass ihr das nicht schadet, sondern einige Zeit später nur deswegen umso mehr gutes Wachstum geschehen kann.

Da im August aber in der Regel kein großes Zurückschneiden ansteht, können nun an verschiedenen Stationen auch andere Dinge rund um das Hegen und Pflegen von Pflanzen ausprobiert werden:

In kleine Töpfchen wird Erde gefüllt und Samen werden eingepflanzt, die mitgebrachten kleinen Pflänzchen werden vorsichtig pikiert und in größere Anzuchttöpfchen gesetzt und an einer weiteren Station wird das Gießen unter erschwerten Bedingungen geübt: Mit einem Schwamm muss aus einem Gefäß Wasser geholt werden, das möglichst schnell einen 10 Meter entfernten Messbecher z. B. zu 500 ml füllen soll (Rennen mit Stoppuhr oder Kinder gegeneinander).

Dann kommt die Gruppe zu einer kurzen Verschnaufspause mit Händewaschen, Trinken und eventuell einem kleinen Snack wieder zusammen. Sofern man nicht inmitten von Weinstöcken sitzt, kann jedem Kind ein Foto eines Weinstocks gegeben werden. Dann wird langsam Johannes 15, 1-5 vorgelesen. Im Anschluss werden den Kindern offene Fragen gestellt. So können die Kinder möglichst frei mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen an den Text anknüpfen. Es geht erst einmal nicht ums Bewerten, sondern um ein Ernstnehmen ihrer Vorstellungen von Gott, Jesus und sich. Mögliche Fragen sind:

  • „Ich frage mich, welcher Teil von dieser Geschichte euch am besten gefällt.“
  • „Was meint ihr, was könnte am wichtigsten daran sein?“
  • „Ich frage mich, an welcher Stelle die Geschichte etwas von euch erzählt. Wo findet ihr euch wieder?“
  • „Ob wir wohl Dinge aus der Geschichte streichen könnten. Wäre dann immer noch alles da, was wichtig wäre?

Es ist ein spannender gemeinsamer Prozess, wenn die Kinder miteinander das gerade beim Gärtnern Erlebte und ihre Vorstellungen von Jesus und Gott als Vater in Verbindung bringen. Es kann sich ein Gespräch und ein Austausch daraus entwickeln, bei dem die leitende Person auf gegenseitige Wertschätzung achtet. Weiterhin ist es für diese Person wichtig, aus einer eigenen tiefen Beschäftigung mit dem Text, weiterführende Impulse geben zu können. Zum Abschluss kann sie auch ihre eigenen Gedanken teilen. Wichtige Impulse könnten sein, dass das „In-ihm-Bleiben“ etwas sehr Grundlegendes ist. Ebenso sieht man, wie viel Mühe und Zeit der Weingärtner in seine Pflanze investiert, weil er das Beste für sie will. Es braucht viel Zeit, damit die Pflanze wächst und Frucht hervorbringt. Das macht auch deutlich, dass eine Verbindung mit Jesus etwas sehr Langfristiges ist. Zuletzt macht Jesus auch klar, dass er uns eine große Verheißung schenkt, nämlich viel Frucht zu bringen. Worin besteht diese Frucht? Hinweise geben Johannes 15, 9 ff. und Galater 5, 22 ff.

Die andere Idee

Anspiel

In einem kleinen Anspiel tritt eine Mitarbeiterin als Gärtnerin auf und erklärt den Kindern anhand einer Pflanze (je nachdem, welche dafür zur Verfügung steht), wie die Pflege durch Reinigung und Beschneiden funktioniert. Man könnte auch „Baumschule“ spielen und anhand eines gemalten Baumes überlegen lassen, welche Äste abzuschneiden wären. Es gibt dazu z. B. Material für den Beschnitt von Apfelbäumen.

Auch entsprechendes Gärtner-Werkzeug kann gezeigt werden. Ganz praktisch kann im Verlauf von der Gärtnerin ein Ast mit „Frucht“ abgeschnitten werden und als Gesprächseinstieg dienen. Wird dieser Ast jemals wieder Frucht tragen? Im Gespräch wird der Bezug auf die Kinder und ihre Beziehung zu Jesus hergestellt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder malen ein Bild oder gestalten eine Collage, in der sie eine für sie möglichst schöne, fruchttragende Pflanze darstellen. Auch die Art der Früchte können sie kreativ umsetzen und ein Gärtner kann seinen Platz finden. In diesem Bild bzw. der Collage sollen sie sich selbst einordnen: In welcher Beziehung stehen sie zur Pflanze, die ja Jesus darstellt? Welche Früchte sehen sie in ihrem Leben oder wünschen sie sich? Wo haben sie schon Jesus als Kraftquelle oder Gott als „Gärtner“ erfahren?

Gespräch

Über die bereits angedeuteten Gesprächsanknüpfungen sind auch folgende Fragen denkbar:

  • Welche Eigenschaft von dir findest du gut? Wie kann sie weiter gepflegt werden?
  • Wo und wie hast Du schon einmal gemerkt, dass Jesus ganz nah bei Dir war, dir geholfen hat, dir Kraft gegeben hat?
  • Glaubst du, es gibt auch etwas, was Gott gerne abschneiden würde?

Die Kinder könnten die Antworten auf vorbereitete Symbole schreiben. Es könnte „Früchte“, das Bizeps-Emoji für die Momente mit Jesus und Stöcke geben. Früchte und Bizeps können dann an ein (echtes oder gemaltes) Bäumchen gehängt und die „Stöckchen“ in einen Korb gelegt werden, der danebensteht.

Merkvers

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht.“ Johannes 15,5 (BB)

Gemeinsam können die Kinder überlegen, welche Bewegungen man für jeden Satzteil ausführen kann. So werden die Worte mit Bewegung verknüpft und prägen sich ein.

Gebet

Die Gruppe sitzt in einem Kreis. An einer Stelle ist eine Magnettafel aufgestellt. In der Kreismitte liegen gut verteilt Magnete mit verschiedenen Motiven aus dem Leben: Tiere, Menschen mit verschiedenen Berufen, Obst und Gemüse usw. Nun kann sich jedes Kind einen Magneten aussuchen, ein entsprechendes Gebet formulieren und den Magneten an der Tafel befestigen. Es kann hilfreich sein, einen Gebetsanfang vorzuschlagen („Ich danke Dir für …“ oder „Ich bitte Dich darum, dass …“) und den Kindern sollte auch freigestellt werden, ihr Gebet im Stillen zu sprechen.

Kreatives

Einige Stunden vor dem Treffen wird der Stängel einer Blume mit weißer Blüte (z. B. eine Nelke, Dahlie oder Margerite) geteilt. Je eine Hälfte des Stängels kommt in ein Gefäß mit verdünnter blauer und roter Tinte. Am besten eignen sich Glasröhrchen dafür, die man gemeinsam in ein größeres Gefäß stellen kann. Das durch die Tinte gefärbte Wasser steigt in die Blüte und lässt sie zur Hälfte rot und zur Hälfte blau werden, da sich die Farbstoffe dort ablagern.

In der Gruppenstunde selbst kann man den Kindern zunächst mit einer weiteren Blume den Versuchsaufbau zeigen. Man kann mit ihnen ins Gespräch kommen, was nun mit der Blume geschehen wird, und dann die vorbereitete Blume zeigen. Anschlussmöglichkeit zum Gespräch: Wenn wir mit Jesus verbunden bleiben, wird sich seine Kraft und sein Wesen so in uns ausbreiten wie die Tinte in der Blüte.

Alternativ kann auch das Ausmalbild zum Einsatz kommen, das den Fokus auf die Früchte und die Reinigung durch Zurückschneiden legt.

Spielerisches

Verschiedene Bilder aus der Gartenwelt werden gestaltet oder ausgedruckt, z. B. Gartenschere, Obstpflücker, der Wagen eines Obsthändlers, weitere Gartenwerkzeuge wie Laubbläser, Heckenschere, … Diese werden auf dem Gelände (oder im Gemeindehaus) versteckt. Auf dem Gelände (oder im Gemeindehaus) verteilen sich außerdem drei Mitarbeitende, die einen Weingärtner, einen Obstgärtner und einen Obsthändler darstellen.

Je nach Gruppengröße gehen alle Kinder gemeinsam oder in Kleingruppen los. Sie sollen die Karten mit den Bildern der Gartenwerkzeuge finden und damit zu den drei Mitarbeitenden gehen. Nur diese wissen, welchen Gegenstand man ihnen zeigen muss, damit sie einen zielführenden Hinweis geben. Bei den „falschen“ Gegenständen sagen sie nur Belangloses oder dass ihnen das Bild nichts sagt.

Sind alle Gegenstände den richtigen Personen gezeigt worden, ergeben die drei Aussagen den entscheidenden Hinweis. Z. B.:

Weingärtner: „Wenn du rausgehst, dann nach links …“

Obsthändler: „… dann kommt da ein Baum.“

Obstgärtner: „Was wohl dahintersteht?“

Das Ziel des Spiels kann variieren. Entweder wird am Ende Schokofondue mit Früchten gegessen oder jeder kriegt eine Süßigkeit aus einer Schatzkiste.

Das Schokofondue könnte beispielsweise als Rahmenhandlung dienen. Man will gerade starten, da stellt man fest, dass die Früchte geklaut wurden. Die Verbrecher haben netterweise einen Hinweiszettel hinterlassen, wie man diese wiederfinden kann.

Inhaltliche Anknüpfung: An den Symbolen an und für sich ist nichts verkehrt. Dennoch muss man auch die „guten“ hinter sich lassen, um mit den „besseren“ das Ziel erreichen zu können. So hilft es uns im Leben manchmal, „gute“ Sachen bleiben zu lassen, um etwas „Besseres“ zu gewinnen, wenn Jesus uns das so aufträgt.

Rätselhaftes

Auf einem Arbeitsblatt sind verschiedene Früchte und Worte zu sehen. Die Buchstaben der Worte sind jedoch durcheinandergeraten. Z. B. wurde aus „Apfel“ so „fpleA“. Die verschiedenen Buchstabensalate müssen nun den Früchten zugeordnet werden. Eine Frucht ist nicht abgebildet, die muss von den Kindern noch selbst gemalt werden, wenn sie herausgefunden haben, welches Symbol fehlt.

(T)Extras

Lieder

  • Alles was ich hab
  • Der Knaller
  • Hier ist mein Herz
  • Herr Deine Gnade sie fällt auf mein Leben

Spiele

Obstsalat: Die Gruppe stellt sich im Kreis auf. Die Spielleitung teilt jedem Kind eine Obstsorte zu. Ein Kind stellt sich in die Mitte und ruft schnell hintereinander zwei Obstsorten. Die entsprechenden Kinder müssen die Plätze tauschen, wobei das Kind aus der Mitte versucht, sich in eine der Lücken zu stellen. Gelingt es ihm, ist als nächstes das Kind in der Mitte, das seinen Platz verloren hat.

Wird das Wort „Obstsalat“ gerufen, müssen alle Kinder die Plätze tauschen.

Aktionen

Um erfahrbar zu machen, wie viel Trauben nötig sind, um Saft zu produzieren, können die Kinder versuchen, sich selbst ein Glas Traubensaft zu pressen, indem sie Weintrauben mit einer Knoblauchpresse bearbeiten. Mit den ausgepressten Fruchtstücken können sie sich noch einen Traubenquark zubereiten. Im Sinne eines sensiblen Umgangs mit Nahrungsmitteln kann man mit den Kindern vorher besprechen, dass sie diese Aktion am besten nur dann mitmachen, wenn sie Trauben(-Produkte) mögen und vor ein wenig „bearbeitetem“ Essen nicht zurückschrecken …

Kreatives

Lesezeichen basteln: Auf Quadraten aus Tonpapier können die Kinder einen Weinstock, Reben und Trauben malen. Besonders schön könnten die Trauben wirken, wenn man für sie glänzende Pailletten verwendet. Auf der anderen Seite könnte man Johannes 15,5 aufschreiben. Das Ergebnis kann laminiert und oben mit einem Locker gelocht werden. So gibt es die Möglichkeit, daran noch ein Bändchen zu befestigen.

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen:

  • Weinbau – Part1 – YouTube Bibliothek der Sachgeschichten aus der Sendung mit der Maus. Hier wird gut erklärt, wie ein Weinstock zurückgeschnitten wird.
  • Auf Pinterest findet man z. B. zu Apfelbäumen gute Grafiken, die zeigen, welche Äste wie zurückzuschneiden sind
  • Das Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon im Internet: bibelwissenschaft.de Eine Erklärung zu „Godly Play“, in der das Fragenstellen fest zur Methode gehört
  • Loccumer Pelikan 4-2012 (rpi-loccum.de) u. a. mit einem Artikel zum Thema Gesprächsführung in theologischen Gesprächen mit Kindern
  • Pikieren: Tipps, Tricks und der richtige Zeitpunkt – Mein schöner Garten (mein-schoener-garten.de) Erklärungen und Tipps zum Pikieren
Geländespiel ab 14 Personen

Das Spiel Büffeljagd lebt von motivierten, sportlichen Teamern. Mitarbeitende befestigen sich eine Büffelkarte auf ihrem T-Shirt (Brust/Bauch). Auf der Büffelkarte ist auf der Vorderseite ein Büffel aufgedruckt – auf der verdeckten Rückseite ist ein Zahlenwert zwischen 1-5 geschrieben. Der Zahlenwert soll auf jeden Fall für die Kinder nicht sichtbar sein.  Die Kinder bilden Jägergruppen mit je 6-8 Personen.

Die Büffel (mindestens 6 Teamer) halten sich im Spielgebiet (Wald, Wiese, Wohngebiet) auf und die Kinder versuchen die Büffel zu fangen. Die Kinder müssen dazu den Büffel mit dem kompletten Team einkreisen. Sie fassen sich an den Händen und schließen den Kreis um den Büffel. Gelingt es, ist der Büffel gefangen und die Kinder dürfen den Büffel zur Spielleitung bringen. Die Punkte auf der Büffelkarte werden dem Team gutgeschrieben.

Es gibt Spielvarianten:

  • Büffeljagd endet in dem Moment, wenn der letzte Büffel gefangen ist. Die jeweiligen Punkte werden den Teams zugeschrieben und der Gewinner ermittelt.
  • Gefangene Büffel werden (mit neuer Büffelkarte) ausgestattet und nehmen wieder am Spielgeschehen teil. Hier endet das Spiel dann nach einer gewissen Zeit. Die Büffelkarten können auch mit negativen Zahlen bedruckt werden – somit gewinnt nicht unbedingt das sportlichere Team sondern vllt. das Glücklichere.
  • Tierschützer-Edition: bei dieser Variante gibt es Teamer, die als Tierschützer auftreten und gefangene Büffel befreien können bevor diese ins Lager gebracht worden sind. Diese Tierschützer sollten sehr behutsam eingreifen. Das Spiel sollte nicht kaputt gemacht werden.

ür die 6- bis 12-Jährigen haben wir eine Freizeit zum Thema „Jakob – gesegnet, geflüchtet, versöhnt!“ entwickelt. Das Freizeitkonzept ist als flexibler, individuell anpassbarer Baukasten zu verstehen. Das heißt: Die Freizeit kann im Tagesablauf und der Freizeitlänge ganz den Gegebenheiten und Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Als Beispiel haben wir für euch ein 6-Tages-Programm konzipiert.

Die Jakobsgeschichte

Unter „Programmideen“ finden sich eine Einführung in die biblische Jakobsgeschichte mit Hintergrundwissen. Die biblische Geschichte haben wir über sechs Einheiten verteilt. Vier Geschichten sind als Anspiel ausgearbeitet, zwei als „Skechtboard-Geschichten“ (die Geschichte entsteht malerisch beim Erzählen auf einer großen Staffelei). Die Anspiele findet ihr schriftlich und als Filmaufnahmen vor. So könnt Ihr wählen, ob ihr die Anspiele selbst spielt oder einfach per Film abspielt. Die Sketchboardgeschichten sind ausschließlich Filmclips. Nach den jeweiligen Geschichten haben wir Vertiefungen ausgearbeitet für zwei Altersgruppen (6-10 Jahre; 11-13 Jahre). So kann mit den jeweiligen Zielgruppen altersentsprechend gearbeitet werden.

Jede Jakobgeschichte wird von einer Rahmengeschichte umklammert. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und hilft den Kindern, die Themen der Jakobgeschichten in ihr Leben zu übertragen. Gezeigt wird die Rahmengeschichte jeweils vor bzw. nach einer Jakobgeschichte. Ihr findet diese Geschichte als Textdatei unter „Programmideen/ Rahmengeschichte“ und als Film in einzelnen Clips unter „Videos“.

Programmplan

Der vorgestellte Programmplan der „5 Sterne Sommer“-Freizeit geht zunächst von einem Angebot ohne Übernachtung aus. Selbstverständlich kann der Tagesplan auch auf eine Übernachtungs-Freizeit abgewandelt werden. Auch im Hinblick auf Kooperationen, mögliche Corona-Bestimmungen… kann die Freizeit ganz auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt werden und ermöglicht so eine hohe Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. 

Sonntag
Streiten ist normal, da steckt was dahinter / 1.Mose 25, 19-34 / Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Montag
Gott segnet nicht nur die Braven / 1.Mose 27,1-40 / Jakob holt sich den Segen
Dienstag
Wie und wo kann ich Gott erleben (und was antworte ich?) / 1.Mose 27, 41- 28, 22 / Jakob und die Himmelsleiter
Mittwoch
Wie gehe ich mit Unrecht um? / 1.Mose 29,1-30 / Jakob wird betrogen Zeit bei Onkel Laban
Donnerstag
In Zeiten der Angst – an wen oder was klammere ich mich da? / 1.Mose 32,1-33 / Jakob am Jabbok
Freitag
Wie geht „Aufeinander zugehen“ nach Verletzungen? / 1.Mose 33,1-16 / Jakob und Esau versöhnen sich
8:30 Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück
9:00 Beginn: Begrüßung, Spiel, Ritual … Beginn Beginn Beginn Beginn
9:30 Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
9:45 10.00 Uhr Ankommen und Begrüßen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen
10:15 Kennenlern-Spiele Ratespiel „Wer bist du“ oder Quiz „Gefragt – gejagt“ „Spiele rund um die Leiter“ oder Spiel „Nummer 2 gewinnt“ Spiel: „Israel sucht den Superhirten“ „Würfeln-Suchen-Quizzen“ Geländepiel: „Kuhhandel“
12:00 Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen
12:30 Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops
14:00 Snack Snack Snack Snack Snack Snack
14:15
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Vertiefung für zwei Altersgruppen
14.30-15.15 Streitspiele 15:20 -16.25 Begabt! Wettkampf 1 Std
Geländespiel „Capture the Wildraten” Dorf- oder Stadtspiel „Himmelsleiter“

Platz für eigene Ideen
Spiel: Handelsspiel „Büffeljagd“
oder
Stationenspiel „Talente ausprobieren“
Platz für eigene Ideen Stationenspiel
„Jakobs leckere Suppe“
16:45 Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied
17:00 Ende Ende Ende Ende Ende Ende

Ein Schmugglerspiel, inspiriert von der Lebensgeschichte des Anne van der Bijl

Grenz- und Schmuggelspiele sind auf Freizeiten immer eine actionreiche Angelegenheit. Klassiker wie „Capture the Flag“ werden seit Jahrzehnten in allerhand Varianten und mit allergrößter Leidenschaft gespielt. Diese Spielidee ist angelehnt an die Lebensgeschichte des Anne van der Bijl und die Arbeit der Hilfsorganisation Open Doors. Zur Einstimmung kann die Lebensgeschichte des Niederländers kurz erzählt und eine Episode aus seiner Schmugglerzeit vorgelesen oder auch vorgespielt werden.

Einstieg:

Über Anne van der Bijl und Open Doors

1925 wird Anne van der Bijl in den Niederlanden geboren. Nach seinem Militärdienst reist er 1955 nach Polen und spricht dort mit vielen Christen über ihre Schwierigkeiten in einem antichristlichen Umfeld. Vor allem sind dort Bibeln in der Landessprache kaum zu bekommen. 1957 beginnt Anne, von vielen Pater Andrew genannt, mit dem Schmuggeln von Bibeln hinter den Eisernen Vorhang und gründet später die Organisation Open Doors. Mit einigen spektakulären Aktionen sorgte das überkonfessionelle christliche Hilfswerk für Aufsehen. Im Sommer 1981 wurden unter dem Codenamen „Perle“ per Schiff in einer Nacht über eine Million Bibeln ins kommunistische China geschmuggelt. Noch bevor die chinesische Armee eingreifen konnte, hatten die dort wartenden Christen die Bibelkartons vom Strand abtransportiert. Bis heute war dies der größte Bibelschmuggel der Geschichte. Open Doors versorgt bedürftige Christen auch mit Hilfsgütern, schult Mitarbeiter von Untergrundgemeinden und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Probleme verfolgter Christen. Bruder Andrew ist mittlerweile 87 Jahre alt und sehr schwach geworden, doch nach wie vor engagiert er sich im Ausland für Open Doors, immer nach seinem Leitspruch aus Offenbarung 3,2: „Werde wach und stärke das andere, das sterben will!“

Anspiel- oder Vorleseszene

Bereits seit über einer Stunde wartet Bruder Andrew in seinem VW Käfer in einer langen Schlange an der bulgarisch-rumänischen Grenze, jedes Auto wird gründlich von den Zollbeamten durchsucht. Eine Familie muss den Inhalt ihres Wagens auf dem Boden ausbreiten, ein anderes Auto wird regelrecht zerlegt, der Fahrer in einer Baracke verhört. Bruder Andrew wird immer besorgter, schließlich transportiert er eine gefährliche Fracht: Bibeln für Christen in Rumänien. Er weiß genau, dass in diesem Land die Kirche sehr streng vom Staat kontrolliert wird. Gläubige werden unter Druck gesetzt und enteignet, Gottesdienste sind nur eingeschränkt möglich, Evangelisationen verboten. Langsam nähert er sich nach über vier Stunden Wartezeit dem Grenzposten und ist sich sicher, dass, egal wie gut er die Bibeln auch versteckt, sie von den Grenzern gefunden werden. Schließlich reift in ihm ein tollkühner Plan. Er holt mehrere Bibeln aus einem Versteck unter dem Sitz und stapelt sie neben sich auf dem Beifahrersitz, ganz offen und für jeden einsehbar. Dann betet er und bittet Gott um Hilfe und dieser leistet ganze Arbeit: Mit klopfendem Herzen sieht Bruder Andrew zu, wie der Zollbeamte seinen Pass kontrolliert und ihn dann ohne weitere Durchsuchung über die Grenze winkt.

Schmugglerspiel

Spielidee

Ein wertvolles Manuskript muss über die Grenze an einen geheimen Ort geschmuggelt werden. Doch die Grenzer sind hellwach und unerbittlich und auch die Polizei ist den Schmugglern auf den Fersen. Bei diesem Spiel sind zur Abwechslung einmal Mitarbeitende und Teilnehmende Gegner.

Spielvorbereitung

Das Manuskript muss vorbereitet werden. Dafür nimmt man ca. 300 Blatt Papier (A5), bei großen Gruppen auch mehr, und nummeriert die Blätter von 1–300 durch. Außer der Zahl muss nichts weiter auf den Blättern stehen. Alternativ kann man auch Seiten aus einem ausrangierten Buch trennen und diese z. B. mit einem roten Stift durchnummerieren. Die Nummerierung ist für die spätere Auswertung wichtig. Dann werden die Blätter durchgemischt und jeder Spieler bekommt einen Umschlag mit einer Seite des Manuskripts. Den Rest des Manuskripts trägt ein Mitarbeitender in einer Tasche bei sich.

Gruppen- und Mitarbeitereinteilung

Jeder Schmuggler bekommt eine Rückennummer, Grenzer bekommen rote Bänder um den Arm, Polizisten gelbe Bänder. Auf der einen Spielfeldseite verteilt ein Mitarbeitender die Manuskripte, auf der anderen Seite nimmt ein Mitarbeitender die Manuskripte entgegen. Bei großen Gruppen sollten dafür mindestens je zwei Mitarbeitende eingesetzt werden. Diese werden mit grünen Bändern gekennzeichnet und bewegen sich frei auf ihrer Spielfeldhälfte, allerdings immer mit ausreichend Abstand zur Grenze, damit die Spieler auch ein wenig suchen müssen. Wichtig: Mitarbeitende mit grünen Bändern sind die neutralen Figuren im Spiel und greifen nicht spielentscheidend ein.

Spielgelände

Je abwechslungsreicher das Gelände, umso spannender das Spiel. Ein Waldstück mit Wanderweg oder Bach, der die Grenze markiert und das Spielfeld in zwei Hälften teilt, eignet sich besonders gut fürs Schmuggeln. Das Spielfeld sollte klar abgegrenzt werden, z. B. mit Hütchen, Fahnen oder Absperrband, bei großen Gruppen sollte es entsprechend weitläufig sein. Auf der einen Seite der Grenze haben die Spieler ihre Basisstation, auf der anderen Seite ihr Depot.

Spielverlauf

Vor Spielbeginn bekommen die Spieler die Gelegenheit, sich für ca. zehn Minuten mit dem Gelände vertraut zu machen. Zu einem vereinbarten Zeitpunkt finden sie sich bei ihrem Mitarbeitenden ein, der die Umschläge verteilt. Jeder Spieler bekommt einen Umschlag mit einer Seite des Manuskripts.

Wichtig: Es wird immer nur ein Blatt im Umschlag geschmuggelt. Dieser Umschlag muss über die Grenze an den Grenzern vorbeigeschmuggelt werden. Auf der anderen Seite der Grenze müssen sie den Mitarbeitenden finden, der die Manuskripte einsammelt. Dort werden nur die Manuskripte, nicht aber die Umschläge abgegeben. Da die Spieler illegal ins Land gekommen sind, müssen sie auch heimlich wieder zurück, um ein neues Manuskript zu holen. Wird ein Spieler an der Grenze erwischt, ruft der Grenzer laut dessen Spielnummer. Der Spieler muss dem Grenzer sein Manuskript geben und wird ins Gefängnis gebracht. Dort verbringt er fünf Minuten, bevor er wieder ins Spielgeschehen eingreifen darf. Außerdem patroullieren Polizisten am Spielfeldrand, damit niemand auf die Idee kommt, die Grenze außerhalb des Spielfeldes zu umgehen. Wer doch dort erwischt wird, muss sein Manuskript abgeben und für zehn Minuten ins Gefängnis.

Das Gefängnis

In der Mitte der Grenze befindet sich das Gefängnis, welches z. B. mit etwas Absperrband abgegrenzt wird. Ein Polizist notiert sich die Nummer des Gefangenen und die Zeit, wann er wieder raus darf, z. B. Spieler Nr. 5 wird um 16.10 Uhr eingeliefert und 16.15 Uhr wieder entlassen. Bei Großgruppen können auch zwei Gefängnisse eingerichtet werden.

Auswertung

Am Ende des Spiels wird ausgewertet. Die Grenzer zählen, wie viele Manuskripte sie einkassiert haben. Der Mitarbeitende, der die geschmuggelten Manuskripte der Spieler eingesammelt hat, zählt ebenfalls durch. Pro Blatt gibt es einen Punkt. Pro aufeinanderfolgende Seite gibt es einen weiteren Punkt. Gewonnen hat das Team mit den meisten Punkten, also entweder die Schmuggler oder die Grenzer.

Beispiel: Die Spieler konnten 14 Blätter abgeben, die Seiten 1–4, 5, 7, 9, 13, 14–19. Dafür bekommen sie zunächst 14 Punkte. Für die aufeinanderfolgenden Seiten 1–4 nochmal je einen Punkt, also 4 Punkte, und für die Seiten 14–19 ebenfalls je einen Punkt, also 6 Punkte. Macht zusammen 24 Punkte (14+4+6).

 

Frisbees selber nähen

Frisbee – ein Spiel mit vielen Möglichkeiten. Beim Frisbee feiern blutige Anfänger wie auch mit allen Wassern gewaschene Könner Erfolge. Es kann zu zweit oder in Mannschaften gespielt werden. Gibt man in eine Suchmaschine den Begriff „Frisbee-Spiele“ ein, stößt man auf viele Seiten, die jede Menge Spiele und Aktionen mit der flachen Wurfscheibe beschreiben. Das besondere an diesem Frisbee, den wir euch in diesem Artikel vorstellen, ist, dass man ihn in jede Jackentasche bekommt und überall hin mitnehmen kann. Er ist mit wenigen Handgriffen selbst genäht und günstig in der Herstellung.

So geht’s:

Schritt 1 – Zuschnitt

Zuerst die Stoffstücke zuschneiden. Jeder Frisbee besteht aus zwei gleich großen Kreisen. Der Teller dient als Schablone. Den Teller auf den Stoff legen, seine Kontur mit einem Stift nachziehen und beide Stoffkreise ausschneiden.

Schritt 2 – Zusammenstecken und Wendeöffnung markieren

Nun die schönen Seiten der Stoffkreise aufeinanderlegen (im Fachjargon: rechts auf rechts) und mit den Stecknadeln zusammenstecken, damit sie beim Nähen nicht verrutschen. Wichtig: mit einem Stift die Stelle markieren (ca. 5 cm), die später nicht zusammengenäht wird, damit der Frisbee nach dem Nähen gewendet werden kann.

Schritt 3 – Nähen

Den zusammengesteckten Frisbee mit der Nähmaschine zusammennähen. Man beginnt bei einer der beiden Markierungen, näht einmal um den Kreis herum und stoppt bei der zweiten Markierung. Damit die Naht beim Wenden nicht aufgeht, zu Beginn und zum Abschluss der Naht kurz die Rückwärtstaste der Nähmaschine tippen. Abstand zur Kante: Breite Nähfuß. Den Rand (zwischen Stoffkanten und Naht) im Abstand von ca. 1,5 cm einschneiden. Der Schnitt muss ca. 1 mm vor der Naht stoppen. Vergisst man diesen Arbeitsschritt, lässt sich der Frisbee nicht sauber wenden.

Hinweis: Bei vielen Raumausstattern wird Bleiband mit unterschiedlichem Gewicht pro Meter angeboten.  Für den Frisbee solltet ihr das schwerste der angebotenen Bleibänder wählen, dann fliegt er am besten.

Geschichten von Esther und Mordechai

Die biblische Geschichte von Esther und Mordechai ist eine Geschichte von zwei mutigen Menschen. Zwei Menschen, die sich einsetzen für ein ganzes Volk, die ihre eigenen Interessen hintanstellen – zum Vorteil für viele. Zwei Menschen, die gegen Machtspiele und Intrigen kämpfen. Zwei Menschen, die an ihrem Glauben festhalten, auch unter schwierigen Bedingungen.
Esther und Mordechai, zwei Vorbilder in Sachen Mut. Zwei Vorbilder für die Kinder (und nicht nur für Kinder!). Denn oft stehen Kinder vor Situationen, die Mut fordern. Zum Beispiel Mut, sich für Schwächere in der Klasse einzusetzen. Mut, zu eigenen Fehlern zu stehen. Mut, ihre Grenzen auszuprobieren und dabei ihre Gaben zu entdecken.

Mordechai bleibt standhaft

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Nachdem die Verschwörung gegen den König aufgedeckt ist, macht dieser Haman zu seinem ersten Minister. Er vertraut ihm blind und überlässt ihm seinen Siegelring. Mit diesem Ring erlässt Haman das Gesetz, alle Juden im Persischen Reich an einem Tag zu töten. Aber warum? Weil Mordechai sich nicht vor ihm verbeugen will, sondern nur vor Gott. Mordechai will keinem
Menschen die Ehre erweisen, die Gott allein gehört.
Den Tag der Tötung lässt Haman durch das Los (= persisch „Pur“), bestimmen. Hierbei sucht er Unterstützung bei seinen Göttern. Im Persischen Reich wurde für viele wichtige Ereignisse
(Hochzeiten, Staatsempfänge usw.) der günstigste Termin durch das Los ermittelt. Dabei lagen alle Monate und Tage offen da, vermutlich wurde dann ein Würfel geworfen. Das Los fällt nun auf den 13. Adar (das ist bei uns Februar/März). Die Juden haben bis heute einen anderen Kalender als wir.

Erlebniswelt für Kinder

Kinder im Jungscharalter kennen nur zu gut Situationen, in denen jemand gehänselt und zum Außenseiter gemacht wird. Ihnen fallen sofort Beispiele von der Schule, aus Vereinen oder
auch aus der Jungschar ein. Wenn man fragt, wie sie sich dann verhalten haben, stellt sich oft heraus, dass sie mitgemacht haben.
Sie hatten aber ein schlechtes Gefühl, weil es dem Gehänselten weh tat. Auf die Frage, warum sie dann nicht dem Kind geholfen haben, antworten sie „Ich habe mitgemacht, weil alle dabei waren und ich sonst selbst ein Außenseiter geworden wäre!“ Manche Kinder haben aber auch Mut und bitten ihre Freunde, das zu lassen. Das ist mutig! Kinder können ganz klar unterscheiden zwischen Recht und Unrecht. Machen wir sie stark, für Schwächere einzutreten.

Einstieg

Am Eingang des Zeltes / des Zimmers, in dem die Geschichte erzählt wird, steht ein Bote. Dieser gibt den Kindern die Anweisung, dass sie sich erst vor ihm verbeugen müssen, bevor sie
hineingehen dürfen.

Erzählung

Einige Zeit später macht König Xerxes Haman zu seinem ersten Minister. Das gefällt Haman sehr. Nun müssen sich alle vor ihm verbeugen. Alle machen es. Bis auf einen: der Jude Mordechai,
Esthers Pflegevater. „Warum verbeugst du dich nicht vor Haman?
Er ist der erste Minister des Königs?!“ wird Mordechai von einem Diener gefragt. „Ich bin Jude und verbeuge mich nur vor Gott!“ antwortet Mordechai. Als Haman das erfährt, rast er vor
Wut und beschließt, nicht nur Mordechai zu bestrafen, sondern alle Juden im Persischen Reich töten zu lassen.
Um den günstigsten Tag für diesen bösen Plan auszumachen, lässt er das „Pur“, das Los werfen. Es fällt auf den 13. Adar. Danach geht er zum König. „König Xerxes, du weißt, dass in unserem
Reich ein Volk lebt, das sich absondert. Die Juden. Ihre Bräuche sind anders als unsere, an jedem siebten Tag arbeiten sie nicht, sie sprechen andere Gebete und befolgen auch nicht die königlichen Gesetze“, sagt Haman zum König. „Wenn du einverstanden bist, dann erlasse den Befehl, diese Juden alle zu töten!“ Daraufhin gibt der König seinen Siegelring Haman und sagt zu
ihm: „Du kannst mit ihnen machen, was du willst!“ Ein paar Tage später lässt Haman alle Schreiber des Königs zu sich kommen und diktiert ihnen einen Brief: „Schreibt folgendes:
»Alle Juden – Männer, Frauen und Kinder – sollen an einem einzigen Tag, dem 13. Tag des Monats Adar, erschlagen und ausgerottet werden. Ihr Besitz ist zur Plünderung freigegeben.«
Habt Ihr das? Dann macht so viele Kopien, wie es Provinzen in diesem Land gibt! Übersetzt es in die entsprechenden Sprachen!“ An jede Provinz des Landes wird im Namen des Königs
ein Brief geschrieben und mit seinem Siegelring gesiegelt. Danach bringen Kuriere die Briefe in alle Provinzen und lassen sie allen Menschen vorlesen.

Andachtsimpuls

Gemeinsam mit den Kindern gehen wir folgenden Fragen nach: Für Mordechai wäre es einfacher gewesen, sich auch zu verbeugen. Warum tat er es nicht? War das richtig? Was hättet ihr
an seiner Stelle gemacht? Wie leicht oder schwer fällt es euch, anderen (Freunden, in der
Schule, in der Freizeit usw.) von eurem Glauben zu erzählen? Wie reagieren sie darauf? Was setzt ihr dabei aufs Spiel (Anerkennung, Ruf, Freunde verlieren …)?
Habt ihr schon einmal erlebt, dass ein anderes Kind „fertig gemacht“ wurde? Was hattet ihr für ein Gefühl dabei? Habt ihr eingegriffen? Warum ja, warum nein? Vielleicht trauen wir uns nicht, anderen von unserem Glauben zu erzählen aus Angst, ausgelacht oder ausgegrenzt zu werden.
Aber wir können dies alles Gott im Gebet sagen und ihn darum bitten, uns dazu die Kraft zu geben und uns stark zu machen. ER hat uns zugesagt, immer bei uns zu sein.

Gebet

Lieber Gott,
wir danken dir, dass du Mordechai so einen starken Glauben
an dich geschenkt hast. Wir können viel von ihm lernen.
Bitte schenke auch uns so einen Glauben und den Mut,
anderen von dir zu erzählen und für andere einzutreten,
weil es sich lohnt, dir mehr zu gehorchen als den Menschen.
Wir bitten dich, segne du uns!
Amen.

Kreative Weiterführung/Spielvorschläge

Drei kreative Ideen

Kärtchen gestalten

Jedes Kind bekommt ein Kärtchen in DIN A7. Darauf schreibt es den Spruch „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29). Anschließend wird das Kärtchen noch
schön gestaltet.

Freundschaftsbänder knüpfen

Als Erinnerung daran, dass Gott immer bei uns ist, knüpfen wir mit den Kindern Freundschaftsbänder. So werden sie jedes Mal, wenn sie das Bändchen ansehen, an Gottes Zusage erinnert.

Lose ziehen

Für jedes Kind ein Los machen. Dazu ein Blatt mit mutmachenden Sprüchen gestalten, auf buntes Papier kopieren und ausschneiden.

Alle Lose werden zusammengerollt und mit einem kleinen Gummi befestigt. Pro Kind ein Los in eine Schüssel legen. Zur Erinnerung an diese Geschichte darf jedes Kind eines ziehen.

Spiele zum Thema „Standfestigkeit“

Grimassen schneiden

Bis auf ein Kind bilden alle eine Gasse. Nun muss ein Kind durch die Gasse laufen, während die anderen alle möglichen Grimassen schneiden und Verrenkungen machen. Das Kind, das durch läuft, darf dabei weder lachen noch grinsen, sondern muss ganz ernst bleiben. Ist es durch-gegangen, kommt das nächste Kind an die Reihe. Wer schafft es, nicht zu lachen?

Grenzkampf

Zwei Mannschaften stehen sich gegenüber und fassen sich jeweils an den Händen. In der Mitte wird eine Grenzlinie gezogen. Nun versucht jede Mannschaft, den jeweiligen Gegner auf ihre Seite zu ziehen. Wer mit beiden Beinen über die Grenze tritt, ist gefangen.

Hahnenkampf

Zwei Spieler stehen sich in der Mitte eines Kreidekreises mit verschränkten Armen gegenüber. Sie hüpfen auf einem Bein und versuchen, den anderen aus dem Gleichgewicht zu bringen oder aus dem Feld zu stoßen. Es darf nicht mit den Ellenbogen, sondern nur mit den Schultern gestoßen werden. Wer aus dem Kreis kommt oder mit beiden Beinen den Boden berührt, hat verloren.

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