Nehemia

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2022. Es geht in sechs Lektionen um Geschichte von Nehemia:

Lektion 8: Nehemia 1,1-11 Schlechte Nachrichten für Nehemia

Lektion 9: Nehemia 2,1-20 Nehemia kommt nach Jerusalem

Lektion 10: Nehemia 3,1 – 4,17 Der Bau der Mauer

Lektion 11: Nehemia 5,1-13 Nehemia hilft den Armen

Lektion 12: Nehemia 6,1-19 Gott ist für mich!

Lektion 13: Nehemia 8,1-12 Das große Fest

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott wirkt dort, wo man einander hilft und stärkt!

Checker

Vertrau darauf, dass Gott in deinem Handeln wirkt, aber handle auch!

Der Text an sich

Nehemia, nachdem dieses Buch benannt wurde hat die Erlaubnis vom Persischen Herrscher Artaxerxes I. erhalten die Mauern in Jerusalem wieder zu errichten. Der Aufbau der Mauern fand ca.445-433 v.Chr. statt und ist somit in die nachexilische Zeit einzusortieren. Beim Wiederaufbau der Mauern halfen verschiedenste Leute mit. Deshalb befasst sich auch der Großteil des Textes damit wer welches Stück der Mauer aufbaut. Dabei waren die wenigsten vom Beruf Maurer, es werden Priester (Neh. 3,1), Goldschmiede (Neh. 3,8;32), Salbenhersteller (Neh. 3,8), Tempeldiener (Neh. 3,26) und Händler (Neh. 3,32) erwähnt. Eine explizite Erwähnung erhalten die Vornehmen der Stadt, die sich weigerten „den Rücken krumm zu machen.“(Neh. 3,5).

Ab den Versen 33 im Kapitel 3 folgt ein Bericht von dem Autor Nehemia darüber wie die Feinde sich über die Juden und ihren Versuch die Mauer wieder zu errichten lustig machen. Sanballat, der Verwalter der persischen Provinz Samaria, unter deren Verwaltungsbezirk auch Jerusalem gehörte, äußert sich besorgt. Er fragt sich ob man den Bau nicht unterbinden sollte, da Jerusalem dann wieder an Stärke gewinnen würden und Gott wieder Opfer bringen. Er bezeugt, dass es für die Juden nicht möglich sei aus den alten Steinen der früheren Mauer wieder eine neue zu errichten. Tobija ein Ammoniter sagt, wenn ein Fuchs auf die Mauer springt stürzt sie ein (Neh. 3,35). Dass soll deutlich machen, dass die Mauer überhaupt nicht stabil ist und sie sich keine Sorgen machen müssen, dass Jerusalem seine ehemalige Macht zurückerlangt. Nehemia reagiert und wendet sich zuerst an Gott. Er schildert ihm seine Sorgen und bittet darum, dass jene die Gottesbauleute beleidigt haben, den Spott selbst erfahren, den sie ausgesprochen haben (Neh. 3,36 f.).

Als die Bedrohung realer wurde und Jerusalem angegriffen werden sollte reagiert Nehemia erneut, indem er sich zuerst zu Gott wendete und zudem aktiv wurde, indem er auch Wachen aufstellen ließ. Er forderte jeden auf, seine Familie, den Nächsten und ihren Besitz zu beschützen. Um gleichzeitig weiter zubauen und Schutz zu gewährleisten wurden die Aufgaben geteilt und Bauleute mit Waffen ausgerüstet (Neh. 4,1-17).

Der Text für mich

Eine der größten Spannungen in unseren Glauben ist meiner Meinung nach, die Frage: Wann lasse ich Gott wirken und wann werde ich selbst aktiv? Natürlich strebt man an Gott sein Leben gestalten zu lassen, denn er weiß was gut ist und wie er sich dein Leben vorgestellt hat. Doch würde man das zu Ende denken, komme ich zu dem was mein Dozent Jens Pracht gesagt hat: „Du putzt dir ja auch die Zähne nicht, weil Gott es dir gesagt hat, sondern weil du weißt, dass es dazu gehört, wenn man gesunde Zähne haben möchte.“ Doch ab wann sollte man Gott dann einbeziehen? In diesen Fall finde ich die Reaktion von Nehemia sehr vorbildhaft. Er reagierte auf ein Problem, einen Konflikt, dieser war vorerst nur hypothetisch und musste nicht eintreffen und trotzdem geht er damit schon zu Gott. Als diese Hypothese eines Angriffes, eines Konfliktes realer wurde reagierte er wieder zuerst mit einem Gebet (Neh. 4,3). Ab diesen Moment hätte er sagen können: „So Gott, jetzt bist du dran!“ Doch Nehemia wurde trotzdem aktiv und handelte. Er ließ Wachen aufstellen und sorgte so für Sicherheit. Durch dieses Handeln wurde der Angriff der Feinde verhindert. Dabei ist erstaunlich, dass Nehemia den Erfolg nicht sich selbst, sondern Gott zuschreibt.

Der Text für dich

Starter

In diesen Abschnitt der Bibel wird deutlich, wie sehr wir doch voneinander abhängig sind, wenn es darum geht große Projekte anzugehen. Jeder der motiviert war hat mitgeholfen, egal ob diese das dazu notwendige Wissen hatten oder nicht. Gott hat ihnen gelingen geschenkt. Du kannst Gott genau da erfahren, wo Personen bereit sind sich gegenseitig zu helfen. So wie wir es zum Beispiel auch beim Barmherzigen Samariter sehen. Zudem haben Gruppen, in denen man das erfahren darf, einen großen positiven Einfluss auf das Kind. Ist deine Jungschar so eine Gruppe?

Checker

Wer mit Gott geht weiß, dass er handelt. Gerade Kinder sehen es als eine nahezu selbstverständliche Sache, das Gott wirkt. Doch wie deutlich ist es ihnen Bewusst, dass Gott auch durch ihr Handeln wirkt? Gott wirkt durch uns, indem wir Bereitschaft zeigen, uns für Gottes Reich einzusetzen und nach seinem Willen zu leben. Dann werden wir zum Spiegel seines Handelns und seiner Liebe. Indem wir uns für den Nächsten einsetzen. Dabei wirkt Gott gelingen in uns. Wie kannst du dich für deine Gruppe gewinnbringend einsetzen?

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Flugzeugabsturz

Jedes Kind erhält eine festgeschriebene Rolle, die es ausspielen muss. Das Ziel ist, dass jedes Kind an den Rettungstreffpunkt gelangt. Wo sich der Rettungstreffpunkt im Raum befindet weiß nur ein Kind, doch welches ist unbekannt. Zu Beginn des Spieles werden sämtliche Teilnehmer im Raum verteilt.

Mögliche Rolleneigenschaften wären:

Blind: macht das Gegenteil, was der Person gesagt wird;
Taub: reagiert nur auf direkte Ansprache; schreit, wenn es eine bestimmte Person sieht; darf nur mit einer bestimmten Person reden;

Stumm: darf nicht reden, darf nur „Baum“ sagen; versucht, die Teilnehmer von einem falschen Treffpunkt zu überzeugen.

Wichtig: Eine Person braucht die Information über den richtigen Treffpunkt, diese darf ruhig blind, stumm oder taub sein.

 Mit der Frage, wie es sich angefühlt hat, das Problem mit den unterschiedlichen Rollen zu lösen, kann ein Übergang geschaffen werden. Denn auch die Juden mussten mit den verschiedenen Fähigkeiten von jedem versuchen gemeinsam an einer Sache zu arbeiten.

Idee 2: Tabu mit Lego

Jeweils ein Kind hat die Aufgabe, mit Lego den Begriff zu bauen, den es gezogen hat. Alle anderen Kinder müssen den Begriff erraten.

Mögliche Begriffe: Auto, Haus, Baum, Traktor, Pferd, Blume, Buch, Mauer, Vogel, Zug, Banane, Fluss, Elefant, Wolke, …

Mögliche Überleitung:

„Nun hat jeder von euch ein bisschen Erfahrungen sammeln können, was es heißt etwas zu bauen und gemeinsam im Team zu arbeiten. Wisst ihr, die Israeliten hatten eine sehr ähnliche Herausforderung und von der wir jetzt etwas hören werden.”

Verkündigung

Verkündigungsart: Theater mit Spielen

Hinweis zum Aufbau: Eine Person wird als Nehemia auftreten und von der Geschichte erzählen, die er erlebt hat. Um dies für die Kinder nahbar zu machen, erhalten sie von Nehemia eine Aufgabe, und dann wird dazwischen die Parallele gezogen.

Nach der Hinführung weist einer der Leitenden darauf hin, dass sie einen Gast eingeladen haben, der als einer der größten Bauleiter in der Bibel bekannt ist. Nun erscheint die als Nehemia verkleidete Person.

Nehemia: „Ich habe gehört, ihr habt ein großes Bauvorhaben! Ich glaube, dann bin ich gerade richtig gekommen. Vielleicht habt ihr schon mal von mir und dem größten Bauwerk gehört, das die Juden, zu den ich gehöre, errichtet haben. Ich rede hier von der Stadtmauer Jerusalems. Und ich … ich heiße Nehemia. (Wie heißt ihr denn? /Dies bietet sich an, wenn neue Kinder dabei sind und es zeigt etwas von Gleichheit, wenn die Kinder auch nach ihren Namen gefragt werden.)

Nehemia: „Nun wollen wir mal zu eurem Bauvorhaben kommen, von dem ich gehört habe …“

Hier erklärt Nehemia die folgende Aufgabe für die Gruppe:

Die Teilnehmenden erhalten die Aufgabe eine gemeinsame Kettenreaktion zu errichten, dazu werden sie in Teilgruppen aufgeteilt. Jede Teilgruppe erhält eine eigene Aufgabe für ihren Bauabschnitt mit spezifischen Baumaterialien. Unter den Gruppen dürfen die Materialien getauscht werden. Die Kinder dürfen sämtliche Materialien nutzen, die ihnen zusätzlich einfallen.

Gruppe 1: (mittel)

  • Material: Kugel, Klebeband, Papier.
  • Aufgabe: Befördert die Kugel durch eueren Bauabschnitt ohne dass ihr sie selbst anstoßt.

Gruppe 2: (leicht)

  • Material: Holzklötze (Bausteine), Kugel, Aufziehauto. Evtl. Material für eine ebene Fläche (für das Auto).
  • Aufgabe: Eine Kugel von der ersten Gruppe startet eure Kettenreaktion. Diese darf die Grenze zu eurem Gebiet nicht überschreiten. Das Ende eurer Reaktionskette lässt das Aufziehauto losfahren.

Gruppe 3: (schwer)

  • Material: Pappdeckel/Bierdeckel min.10, zwei Teelichter.
  • Aufgabe: Das Aufziehauto des anderen Teams startet eure Kettenreaktion. Eure Kettenreaktion teilt sich und soll jeweils die zwei Teelichter anstoßen.

Gruppe 4: (leicht)

  • Material: Luftballon, Bücher in verschiedenen Größen (mind. Ein kleines leichtes und ein großes), Becher, Würfel.
  • Aufgabe: Eure Kettenreaktion wird von einem der Teelichter der anderen Gruppe gestartet. Das Ende eurer Reaktion lässt einen aufgeblasenen Luftballon losfliegen.

Gruppe 5: (mittel)

  • Material: Bücher in verschiedenen Größen (mind. Ein kleines leichtes und ein großes), Becher, Würfel.
  • Aufgabe: Eure Kettenreaktion wird von einem der Teelichter der anderen Gruppe gestartet. Ihr endet damit, dass ein Becher mit Würfeln umgekippt wird.

Wenn die Kinder meinen, dass sie fertig sind oder die Zeit abgelaufen ist, wird die Kettenreaktion mit einem gemeinsamen Countdown gestartet. Nehemia reagiert auf ihr Bauwerk und lobt sie. Nun berichtet Nehemia von seinem Erlebnis.

Nehemia: Es ist schon beeindruckend, was ihr in dieser kurzen Zeit geschafft habt.

  • Was ist euch den leicht gefallen?
  • Wo fandet ihr etwas schwierig?
  • Wo hättet ihr noch zusätzliches Material gebraucht?
  • Hättet ihr die Aufgabe geschafft, wenn ihr überhaupt nicht miteinander kommunizieren dürftet?
  • Was wäre, wenn der Mitarbeiter die Erlaubnis erhalten hätte eure Sachen kaputt zu machen. Wie würdet reagieren?

Nehemia: Wisst ihr bei unserem Bau der Stadtmauer in Jerusalem hatten wir ähnliche Herausforderungen. Jeder Bürger hatte wie ihr seinen eigenen Bauabschnitt der Mauer. Jeder musste und hat seinen Beitrag dazu geleistet, dass die Mauer fertig wurde. Dabei war es egal, ob die Person das gelernt hat oder nicht. Jeder hat sich mit dem eingebracht was er konnte oder war bereit, etwas Neues zu lernen. Ohne jeden Einzelnen von denen wäre der Bau der Mauer nicht denkbar gewesen.

Doch so einfach blieb es nicht. Irgendwann haben unsere Feinde davon gehört, dass wir die Mauer bauen. Daraufhin haben sie große Angst bekommen und wollten uns angreifen, um den Bau der Mauer zu verhindern. Wie würdet ihr darauf reagieren? (Kinder antworten lassen)

Nehemia: Das Erste, was ich getan habe, war Gott meine und unsere Sorgen im Gebet abzugeben und ihn um seine Unterstützung zu bitten. Denn ich glaube, dass sich Gott um uns kümmern will und gerne hört, was uns beschäftigt.

Aber das hieß für mich nicht, dass ich mich zurücklehne und auf Gottes Eingreifen warte. Denn ich glaube, dass Gott durch das Handeln jedes Einzelnen wirken kann. Immer wenn du anderen hilfst oder von Gott redest, kann Gott durch dich wirken!

Und so haben wir weiter unsere Mauer gebaut und Wachen aufgestellt, um uns zu schützen. Gott hat dort gewirkt und uns Gelingen geschenkt. Ohne ihn hätten wir das nicht geschafft! Leider muss ich jetzt wieder los zur nächsten Baustelle. Ich wünsche euch Gottes Segen und dass er euch Gelingen schenkt!“

Die andere Idee

Die Kinder erhalten mind. 58 Bausteine (z.B. Lego), die sich eignen, um eine Mauer zu bauen. Zuerst wird die Bibelstelle Neh 3,1-32 vorgelesen. Die Kinder erhalten die Aufgabe aufmerksam zuzuhören und für jeden Menschen oder Gruppe von Menschen einen Stein zu der Mauer hinzuzufügen. Insgesamt werden 58 Menschen oder Gruppen von Menschen genannt, die konkret mithelfen. Doch werden noch viele andere Namen genannt, um die Abstammung deutlich zu machen.

Hätten sie es geschafft, wenn nur einer gebaut hätte? Es soll herausgestellt werden, dass eine Gemeinschaft mehr erreichen kann als eine Einzelperson.

Was ist euer gemeinsames Ziel als Gruppe? Wie wollt ihr als Gruppe sein? Was verbindet euch? Oder was kann man tun, wenn es den Einzelnen in der Gruppe schlecht geht?

Nun kann von Neh 3,32- 4,17 gelesen werden. Hier soll herausgestellt werden, dass Nehemia sagt, dass Gott ihnen Gelingen geschenkt hat.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder erhalten die Frage, was hat Nehemia getan, um die Mauer bauen zu können. Was brauchte er? Für jeden Aspekt darf ein Kind einen Baustein platzieren. Gemeinsam wird so eine Mauer gebaut. Wenn die Kinder sagen, dass er andere Menschen brauchte, dürfen sie eine große Anzahl von Bausteinen platzieren. Um deutlich zu machen, dass Nehemia es nicht allein geschafft hätte.

Gespräch

Die Kinder ziehen einen Zettel mit einer Frage aus einem Korb. Das Kind darf nun entscheiden, wem es die Frage stellen will. Zuerst soll es allein die Frage beantworten, danach dürfen die anderen Kinder auch auf die Frage antworten.

  • Wo denkst du, hat Gott durch eine andere Person gewirkt?
  • Wo denkst du, hat Gott schon einmal durch dein Handeln gewirkt?
  • In welcher Situation hast du Gott gebeten etwas zu bewirken?
  • Wobei hast du anderen Leuten schon geholfen?
  • Wie denkst du, wirkt Gott in der Welt?

Merkvers

 „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.“ Matthäus 18,20

Es betont, dass Gott bei den Kindern ist. Besonders, wenn sie in Gemeinschaft sind, in der Gott eine Rolle im Leben der Menschen spielt.

Diesen Spruch kann mit Bewegungen in einem Kreis einstudieren.

Denn wo zweiRechter Arm auf die Schulter des /der rechten Nachbar/in.
oder drei versammelt sindLinker Arm auf die Schulter des/der  linken Nachbar/in.
in meinem Namen„Jesus“ in der Luft schreiben.
da bin ichMit einem Finger nach oben in den Himmel zeigen.
in ihrer Mitte.Der Finger zeigt jetzt in die Mitte des Kreises.

Gebet

Klagemauergebet:

Aus Steinen wird eine Mauer gebaut. Die Kinder können auf ein Stück Papier ihre Sorgen, ihre Bitten an Gott schreiben und in die Mauer stecken.

Kreatives

Die Geschichte wird vorgelesen, dabei sollen die Kinder mit Stiften, Papier und allen möglichen anderen Materialien darstellen, wie sie sich den Bau der Mauer vorstellen. Dazu können sie sich eine Aussage aussuchen, die ihnen zu der Geschichte einfällt. Oder man bastelt eine Mauer auf ein Blatt Papier mit einzelnen zugeschnittenen Papierstücken, auf dem die Kinder Sachen aufschreiben, die ihnen helfen Probleme zu lösen. z.B.: Die Familie, Das Internet, Gott, Freunde, Lehrer etc.

Spielerisches

Brückenwächter

In diesem Spiel gibt es zwei Parteien und ein „großes“ abgestecktes Spielfeld wie z.B. eine Wiese. In dem Spielfeld gibt es einen gekennzeichneten Bereich, der die komplette Breite des Spielfeldes einnimmt und selber eine Breite von 2-4 Metern hat (Brücke: mehr Spieler heißt breitere Brücke). Die Fängergruppe startet mit zwei Kindern. Zu Beginn stellen sich alle Kinder an ein Ende des Spielfeldes. Die Kinder müssen nun über die Brücke auf die andere Seite des Spielfeldes gelangen ohne gefangen zu werden. Die Fänger dürfen sich nur auf der Brücke bewegen und müssen die Kinder fangen. Wird ein Kind gefangen, wird es automatisch auch zum Fänger. Es wird so lange gespielt, bis einer übrig bleibt. Das Wechseln der Seiten wird durch ein Kommando der Laufpartei angesagt wie z.B. „Für Narnia! Für Aslan!“ oder „Angriff“ etc.

Rätselhaftes

Die Kinder erhalten ein gelegtes Streichholzmuster und dürfen je nach Rätsel eine gewisse Anzahl Streichhölzer bewegen, um ein neues gewünschtes Muster zulegen. Beispiele dafür findet man hier:

https://www.andinet.de/raetsel/streichholz/streichholzstreiche.html

(T)Extras

Aktionen

Falls es sich anbietet und man etwas wie eine alte Stadtmauer in der Gegend hat, kann man diese besuchen. Man könnte versuchen, diese zu erklimmen. Zuerst als Einzelperson, dann vielleicht als Gruppen. Hier sind Sicherheitsaspekte zu beachten. Zudem muss in Erfahrung gebracht werden, ob die Mauern dafür freigegeben sind.

1. Erklärungen zum Text

Ein großer Teil der Bevölkerung Israels war in mehreren Wellen von den Babyloniern ins Exil deportiert worden. Erst die oberen Zehntausend, dann immer mehr. Noch gab es den Tempel und einen König, Zedekia, der jedoch gegenüber Babylon tributpflichtig war. Wenige Jahre nach dieser Prophetie wurde Jerusalem von den Babyloniern wegen Rebellion erneut belagert und dann einschließlich des Tempels völlig zerstört.

Das Land Israel war ja seit Mose und Josua ein Geschenk Gottes an sein Volk. Jede Familie besaß so viel Land, dass sie sich davon ernähren konnte. So sollte es auf ewig bleiben. Aber diese Zusage Gottes war immer daran gebunden, dass das Volk ihm nah bleibt und seinen Geboten folgt. Andernfalls nimmt er ihnen das Land wieder weg, was er durch die Propheten oft angedroht hatte. Nun wurde es wahr. Die, die nicht deportiert worden waren, kommen in Vers 15 zu der Annahme, dass ihr Landbesitz ein Beweis für die Nähe Gottes sei und dass die Deportierten ja nun fern von Gott seien – fern von ihrem Land und fern vom Tempel.

V.16: Gott erklärt, dass es in Babylon doch zu einer gewissen Gottsuche unter den Deportierten gekommen ist. Vielleicht haben sie sich dort kleine Gebetsstätten eingerichtet. Aber eine innere Umkehr zu Gott und eine Einsicht in die eigene Schuld hatte es noch nicht gegeben.

V.17-20: Gott verspricht, dass die Initiative zu einer Rückkehr, sowohl ins Land Israel, als auch zu Gott und seinem Gebot, von ihm ausgehen wird. Er schafft alle Voraussetzungen dazu. Die korrekte Übersetzung von Vers 19 muss lauten: „Ich will ihnen ein einziges bzw. einiges Herz geben …“ Dieses Motiv wird in Apostelgeschichte 2,46 und 4,32 sowie in Philipper 2,2 für die christliche Gemeinde angewandt. Gleichzeitig wird denen, die nicht zu ihm umkehren, versprochen, dass sie die Folgen ihrer Sünden selbst tragen müssen. Das zeigt, dass Gott zwar alle Voraussetzungen zum Neuen schafft, aber die Entscheidung dafür oder dagegen von den Menschen getroffen werden muss.

V.22-25: Die Verse sprechen von Gottes Auszug aus dem Tempel. Plötzlich sind das Zentralheiligtum und der Ort der Gottesbegegnung nur noch ein steinernes Monument ohne seinen eigentlichen Inhalt und ohne den eigentlichen Gastgeber.

2. Bedeutung für heute

2.1 Die Gaben Gottes sind immer an ihn gebunden

Wer über den Gaben den Geber vergisst, für den wird all sein Besitz hohl. Warum? Weil Besitz nicht automatisch ein Zeichen für die Nähe Gottes ist. Oft ist es gerade unser gutes Ergehen, das uns gegenüber Gott gleichgültig werden lässt. So war es auch in Israel. Gegenüber den mahnenden Propheten hatten sie immer nur ein „Wieso? Läuft doch bei uns.“ als Antwort. Diese bequeme Denke ist eine Sackgasse vor Gott.

2.2 Wenn Gott seine Wohnung verlässt …

Hesekiel 11,22-25 zeigt, dass sogar ein Tempel nicht davor gefeit ist, von Gott verlassen zu werden. Ein Tempel hat ja nur den einen Zweck: Gott persönlich zu begegnen. Wenn er zu einer bloßen Ritualstätte verkommt, will Gott dort nicht mehr wohnen. Der Tempel sah baulich aus wie vorher und die Priester feierten dort weiter Gottesdienste und brachten Opfer, aber sie kamen bei Gott nicht mehr an. Das kann uns genauso passieren: Gottesdienste, Jugendgruppen, Freizeiten, unsere christlichen Häuser haben nur den einen Zweck: Gott zu begegnen. Wenn das zu einer erwartungslosen Gewohnheit wird, will Gott nicht mehr mitspielen. Wiegen wir uns nicht in falscher Sicherheit, dass uns das wegen Jesus und der Vergebung nicht passieren kann. Ein Blick in das NT zeigt: Gott will auch heute persönlich aufgesucht werden und in einem innigen Liebesverhältnis zu uns stehen. Wenn wir dies aufkündigen, macht er nicht einfach weiter, als wäre alles in Butter. Lest dazu Offenbarung 3,1-6 und 14-21.

2.3 Du kannst nichts daran ändern

Alle Aufrufe zur Besserung durch die Propheten verhallten ungehört. Die Prophetenbücher erzählen von einem grandiosen Scheitern zwischen Gott und Israel. Werben, Locken, Drohen – alles für die Katz. Das Volk machte einfach weiter wie immer. Sie hatten gegenüber Mose versprochen, sich immer an die Gebote zu halten und Gott nicht zu vergessen. Wir können uns nicht selbst ändern! Kein Weg ist so weit wie der Weg zum eigenen Herzen. Nur Gott kann und will uns ändern, in dem er uns ein neues Herz und einen neuen Geist gibt.

3. Methodik für die Gruppe

Material zur Vorbereitung

  • Zwei Tage vor dem Gruppentreffen drei Hühnereier in Tafelessig legen. Der Essig löst die Schale auf, es bleibt nur das weiche Ei mit seiner Eihaut übrig. Nach den ersten 24 Stunden prüfen, ob man die Schale schon mit den Händen abstreichen kann, wenn ja, nicht mehr hineinlegen. Das dritte Ei ist als Ersatz gedacht.
  • Viele Bauklötze oder Kaplasteine mitbringen.
  • Barbiepuppe, Spielzeugauto, Spielzeughaus oder Bild von einem Haus, Reiseprospekt, Hantel, Musik-CD, Smartphone, PC-Spiel, Kaffeetasse, Bierflasche und/oder Softdrink, Sofakissen, Roman, 50-Euro-Schein, irgendein Berufsausbildungszertifikat oder Diplom, Briefkuvert mit darauf gemaltem rotem Herz mitbringen.

Einstieg

-> Ei in der Hand

In Sprüche 4,23 steht: „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“

Manche Hühner haben einen genetischen Fehler und legen tatsächlich solche Eier. Man nennt sie Windeier. Unser Herz ist wie so ein Windei ohne Schale: Verletzbar, weich, aber voller Inhaltsstoffe. Wir lernen sehr früh, dass wir auf unser Herz aufpassen müssen, damit es nicht verletzt wird und ausläuft. Das Herz ist im biblischen Denken der Sitz von Denken, Fühlen, Wollen und Planen – die Mitte der Persönlichkeit. Unser Selbstbewusstsein und unser Selbstbild, unser Denken und Fühlen gegenüber anderen, unser Hoffen und unsere Sehnsüchte – alles geschieht hier. Nichts anderes von uns ist so verletzbar wie unser Herz.

-> Ei in die Mitte des Tisches legen.

1. Schutzmauern des alten Herzens

Frage: Womit versuchen Menschen, ihr Herz vor Verletzungen zu schützen?

Teilnehmer antworten und legen mit jedem Beitrag einen Baustein an das Herz, sodass es nach und nach umbaut wird.

2. Befriedigung des alten Herzens

Frage: Wie und womit versuchen Menschen, ihr Herz zur Ruhe zu bringen? Welche Bedürfnisse und Sehnsüchte sollen erfüllt werden?

Mit jedem Beitrag kann ein Symbol aus den vielen verschiedenen bereitgelegten Dingen und Symbolen (siehe oben) auf oder an die Mauer gelegt werden.

Wenn wir unter unser Leben einen Summestrich ziehen, dann ist unser gesamtes Denken, Fühlen, Handeln, Planen, Wollen, Enttäuschtsein, Begeistertsein, unsere Einkäufe und Investitionen, unser Einsatz und unsere Trägheit, unsere Machtspielchen, unser Verliebtsein, unser Liebeskummer – einfach alles – etwas, das von unserem Herzen ausgeht, unser Herz betrifft und es beruhigen und schützen soll. Aber das alles verbindet sich im Laufe unseres Lebens so sehr mit unserem Herzen, dass es das Herz hart macht. Must-have und No-Gos entspringen aus alledem.

Wenn Gott uns ein neues Herz gibt, dann ist es ein Herz, das von alledem frei ist.

3. Das neue Herz

Legt nun ein neues Herz, also das zweite Ei, neben das ummauerte.

Impuls:

  • Seid ihr bereit, all das Gewohnte und die alten Herzenswege loszulassen, damit Gott das Herz und den Geist austauschen kann? Er tut es nicht ohne unsere Zustimmung.
  • Womit will Gott unser neues Herz füllen und womit will er es umhüllen?

Lest nun Römer 5,5. Ob mir die Liebe Gottes genügt, ist eine Glaubensfrage – eigentlich DIE Glaubensfrage für unser Alltagsleben. Schaut nun auf das alte Herz und überlegt miteinander, wie die Liebe Gottes konkret die einzelnen Mauersteine ersetzen kann.

4. Unsere Gruppe – ein Haus für Gott

Gott will in einem Haus wohnen, in dem Menschen ihm begegnen und sich erinnern lassen, worum es im Leben geht und worum sich letztlich alles dreht.

  • Wovon werden unsere Gruppentreffen handeln, wenn wir aus einem Alltag kommen, in dem wir aus einem neuen Herzen und Geist leben?
  • Was brauchen wir für ein solches Leben an Input und Gespräch?
  • Wie wird das unsere Einheit als Gruppe prägen?

Gebet

Hier sind wir: Sprich zu unseren Herzen. Verwandle unser Leben. Mache uns heil. Amen

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu David aus JUMAT 2/19 und 3/19. Sie beginnt mit der Berufung zum König und zeichnet dann den Verlauf seiner Karriere in mehreren Einheiten nach.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe ein Nachtgeländespiel zum Thema: David auf der Flucht.

Ein ganzer Abend lang wird mit Luftballons gespielt. Viele der hier vorgeschlagenen Spiele sind ganz neu (z. B. Aufblasen im Kopfstand). Aber auch „alte Spiele“ (Weitwurf oder Platzen lassen) kommen immer wieder gut an. Bei unserer Jungenschaft wurde 90 Minuten lang (mit etwa fünf Minuten Trinkpause) eifrig gespielt. Ich habe nachgezählt: Acht Spiele wurden durchgeführt und zwar in raschem Wechsel. Man kann ein Spiel durchaus mit mehreren Wiederholungen spielen, was den Jugendlichen gar nicht unsympathisch ist, denn dann können sie experimentieren. Dann braucht man natürlich weniger Spiele. Die vorgeschlagenen Spiele würden locker für 120 Minuten ausreichen!

Wertung
Wir haben den Gruppenabend im Modus des Einzelwettbewerbs durchgeführt. Manchmal müssen auch Teams gebildet werden. Bei uns bekam die bei einem Spiel siegende Person die Note 1, die zweite Person die Note 2 usw. Diese Noten werden laufend auf einem Blatt notiert. Wenn zwei oder drei Personen zusammenspielen, dann bekommt jede Person die Note 1 bzw. 2. Am Schluss hat diejenige Person gewonnen, die die niedrigste „Gesamtnote“ erreicht hat. Schön wäre es, wenn nicht nur die ersten drei Personen kleine Preise erhalten, sondern die anderen noch Trostpreise.

Spiel 1: Luftballon im Kopfstand aufblase
Pro Mannschaft (auslosen per Zettel mit Nummern!) benötigt man mindestens drei Personen.
Die Aufgabe ist schwer: Person A befindet sich im Kopfstand. Unter den Kopf wird ein Kissen oder eine Decke gelegt. Zwei Personen halten Person A an den Beinen fest, damit sie nicht umfallen kann. Auf ein Zeichen pustet Person A einen Luftballon möglichst groß auf. Aber der Ballon darf nicht platzen. Eine weitere Person nimmt den aufgeblasenen Ballon ab und hält ihn zu, damit der Umfang gemessen werden kann. Mit einem Maßband (oder einem Bindfaden) wird festgestellt, welches Team den größten Luftballon erzeugt hat.
Variation
Es muss gemeinsam verabredet werden, was passiert, wenn ein Ballon platzt. Dann könnte diese Gruppe noch einen zweiten Ballon erhalten. Dabei wird jedoch beim Umfang etwa fünf Zentimeter abgezogen.

Spiel 2: Luftballon per Kopfball in der Luft halten
Jedes Zweierteam bläst einen Luftballon so auf, wie es am vorteilhaftesten erscheint. Wenn der Ballon platzt, gibt es einen zweiten Ballon, dafür aber 10 Sekunden Strafzeit.
Auf ein Zeichen wird der aufgeblasene Ballon in die Luft geworfen. Dann müssen beide Partner abwechselnd per Kopfstoß den Ballon in der Luft halten. Schluss ist, wenn der Ballon zu Boden fällt. Ein Mitarbeitender hat eine Stoppuhr in Gang gesetzt und ruft jedem Team die erreichte Zeit zu.
In unserer Gruppe haben es mehrere Teams geschafft, den Luftballon über eine Minute in der Luft zu halten.

Spiel 3: Das Raketenauto
Herstellen des Raketenautos
Ein leicht laufendes Spielzeugauto (etwa 11 cm lang und 5 cm breit) muss gefunden oder in einem Spielwarengeschäft gekauft werden (Preis etwa 4 bis 5 Euro). Einen Luftballon zunächst aufblasen und die Luft wieder ausströmen lassen, damit der Ballon später leichter aufzublasen ist. Den Luftballon auf das eine Ende eines etwa 14 cm langen Plastikrohrs stecken (evtl. Glasrohr oder Kupferrohr mit einem Durchmesser von etwa 1 cm) und mit dünnem Draht mehrfach fest umwickeln. Anfang und Ende des Drahtes mit einer Zange verdrillen. Das Plastikrohr bei einem Elektriker oder in einem Baumarkt kaufen. Diese Rohre verwendet ein Elektriker zum Verlegen von Kabeln.
Dieses Rohr mit Luftballon wird auf das Auto gelegt und mit dem dünnen Draht (Baumarkt oder Gärtnerei; zum Binden von Kränzen) fixiert. Dazu wickelt man den Draht mehrfach um das Auto und verdrillt am Schluss die Drahtenden.

Wichtig
Der Luftballon, der nachher den Raketenantrieb liefert, muss sich vor der Motorhaube des Autos befinden.

Zeitfaktor
Wenn die Materialien vorhanden sind, kann ein Raketenauto in etwa fünf Minuten hergestellt werden.

Spieldurchführung
Es kann im Modus des Einzelwettbewerbs gespielt werden oder in Gruppen. Das Auto in die Hand nehmen und den Ballon so weit aufblasen, wie es richtig erscheint. Dann mit dem Daumen die Öffnung des Rohres zuhalten, das Auto auf die Startmarke setzen und losfahren lassen. Die vom Raketenauto zurückgelegte Strecke wird gemessen.

Hinweise
– Dieses Spiel haben auch 18-jährige Abiturienten mit Hingabe gespielt. Wenn der Luftballon vor dem Auto zu groß ist, kann er die Fahrt auch bremsen.
– Der Luftballon darf beim Aufblasen auf keinen Fall platzen (hohe Reparaturzeit).
– Im Gruppenmodus kann kooperiert werden (aufblasen, Auto absetzen usw.). Es spielen dann nur zwei oder drei Personen. Es kann die Summe aller Strecken oder das beste Einzelergebnis gewertet werden.
– Eine Grundsatzentscheidung besteht darin, ob die Raketenautos vorbereitet mitgebracht werden oder ob die Mitarbeitenden nur die Materialien mitbringen und Teams ein Auto selber basteln. Das wäre natürlich zeitintensiver (mindestens 10 Minuten Bauzeit müssten eingerechnet werden).

Spiel 4: Parallelslalom
Die Idee zu diesem für Jugendliche spannenden Spiel kommt aus dem Skisport. Bei Frauen oder Männern ist ein Parallelslalom immer dramatisch. Bei uns steht am Ende einer Strecke ein Tisch, auf dem ein Stuhl steht, bei dem zwischen Sitzfläche und Rückenlehne ein aufgeblasener Luftballon hindurchpasst. Zwei Spielpersonen bilden ein Team. Von einer Startmarke aus schlägt Person A den aufgeblasenen Ballon in Richtung des Stuhles. Dann schlägt Person B den Ballon auch in Richtung Stuhl. Am Ende muss der Ballon durch den Stuhl hindurch.

Zwei Mannschaften spielen parallel. Dann kommt nur das Siegerteam „weiter“. Angenommen, es spielen 10 Personen mit. Dann werden fünf Teams mit je zwei Personen gebildet. Alle fünf Teams ziehen ein Los. Ein Team gewinnt beim Losen und erhält in der ersten Runde ein Freilos. Je zwei Teams spielen gegeneinander. Die Siegerteams treten dann in der zweiten Runde gegeneinander an. Man kann für jedes Team die Zeit mitstoppen. Sieger ist am Ende – unabhängig von der Zeit – das Team, das alle „Läufe“ siegreich bestanden hat. Zweiter ist das beim „Endspiel“ unterlegene Team. Für die restlichen Platzierungen könnte man die Zeit heranziehen.
Ein Slalom kann man durch zwei weitere Stühle auf jeder Strecke erzeugen, um die herum das Team spielen muss.
Falls kein geeigneter Stuhl da ist, könnte man einen Autoreifen verwenden oder aus einem Karton eine Öffnung herausschneiden.

Spiel 5: Luftballon und Gleichschritt
Ein Team wird von zwei Personen gebildet, die dicht nebeneinander stehen und die Beine
V-förmig ausgestreckt haben. Ein aufgeblasener Luftballon wird zwischen die Beine der beiden Personen eingeklemmt. Eine bestimmte Strecke (etwa 5 Meter) wird zurückgelegt, indem die Spielenden im Gleichschritt nebeneinander hergehen. Der Luftballon darf nicht zu Boden fallen (dann zurück auf Start). Die benötigte Zeit wird gestoppt.

Variation
Der Luftballon kann auch zwischen die Stirnflächen der beiden Spielpersonen gepresst werden und diese müssen dann „seitlich“ laufen, evtl. bis zu einem Stuhl, dann um den Stuhl herum und wieder zurück.

Spiel 6: Luftballon im Kopfstand zum Platzen bringen
Pro Mannschaft werden mindestens drei Personen benötigt.
Gleich wie in Spiel 1 macht eine Person A einen Kopfstand (ein Kissen oder eine Decke liegt auf dem Boden). Zwei andere Personen halten Person A an den Beinen fest. Vor dem Start wird ein von der Gruppe aufgeblasener Luftballon unter den Kopf von Person A gelegt. Nun muss auf das Startsignal hin der Druck auf den Ballon so erhöht werden (evtl. Person A etwas anheben und dann wieder nach unten drücken), bis der Ballon platzt. Die Zeit vom Start bis zum Platzen wird gestoppt.

In unserer Gruppe haben alle Teams ihren Ballon zum Platzen gebracht und niemand hat sich den Kopf angestoßen. Trotzdem vorher Verhaltensregeln (z. B. gegenseitige Rücksichtnahme) besprechen. Jedes Team muss vorher überlegen, ob der Luftballon stark oder eher mittelmäßig aufgeblasen wird.

Spiel 7: Die Luftballonrakete

Dieses Spiel haben die Jungs unserer Jungenschaft auch sehr gerne gespielt. Ein Grund liegt darin, dass die Jugendlichen sofort erkennen, dass das Fliegen des Luftballons ziemlich chaotisch ist.
Das Spiel besteht darin, einen selbst aufgeblasenen Luftballon mit einer schwungvollen Bewegung in die Luft zu werfen. Bei dem Ballon wird nach dem Aufblasen die Öffnung nur zugehalten. Dann lässt die ausströmende Luft den Ballon unkontrolliert (z. T. auch rückwärts) herumfliegen.
Gemessen wird die Strecke von dem festen Startpunkt aus bis zum Auftreffpunkt.
Vermutlich spielt es keine große Rolle, ob der Ballon eher stark oder weniger stark aufgeblasen ist. Auch die Abwurfbewegung spielte bei unseren Versuchen keine eindeutige Rolle.

Spiel 8: Auf dem Fuß balancieren

Schön ist es, dass bei diesem Spiel alle Personen gleichzeitig spielen können (wenn es z. B. nicht über 15 Personen sind und genügend Platz vorhanden ist).

Jede Person bläst ihren Luftballon selber auf. Die Leitungsperson gibt eine Mindestgröße vor, z. B. durch den Abstand der Rückenlehnen zweier Stühle. Der aufgepustete Luftballon wird durch einen Knoten verschlossen. Hier müssen Mitarbeitende evtl. helfen.

Auf „Los“ setzt ein Mitarbeitender eine Stoppuhr in Gang und alle Personen setzen den Ballon auf den Fuß, wobei dieser gegenüber dem Schienbein einen Winkel von etwa 90° bildet. Der Luftballon muss möglichst lange auf dem Fuß liegen bleiben. Bei einer ausscheidenden Person ruft der Mitarbeitende die erreichte Zeit zu, so dass sich automatisch eine Reihenfolge bildet. Hier auf jeden Fall zwei oder drei Durchgänge spielen.

Spiel 9: Einen Tischtennisball mit Luftballons weiterblasen

Dieses Spiel ist gut geeignet, dass Mannschaften gegeneinander spielen. Ein Tischtennisball liegt auf einem Startpunkt. Alle Spielpersonen einer Mannschaft blasen ihren Luftballon auf und halten die Öffnung zu. Auf „Los“ wird die Uhr in Gang gesetzt und eine erste Spielperson bläst mit der ausströmenden Luft aus dem Ballon den Tischtennisball möglichst weit in Richtung eines Zielpunktes (z. B. gegenüberliegende Wand). Wenn die Luft raus ist, bläst eine zweite Person von Mannschaft A den Ball weiter usw. Die Zeit wird gestoppt, bis der Tischtennisball den Zielpunkt erreicht hat. Dann kommt Mannschaft B dran.

Spiel 10: Ein Luftballon taucht unter

Dieses Mal sind die Luftballons bereits aufgeblasen. Man sollte versuchen, mit einem einzigen Luftballon durchzukommen.
Man könnte mit einer Schätzfrage beginnen: Welches Volumen hat dieser Luftballon?

Antwort: Ein aufgeblasener Luftballon hat in der Regel eine Birnenform. Wenn der Ballon etwa 30 cm lang ist und an der breitesten Stelle etwa 21 cm, dann verdrängt der Luftballon etwa 5 Liter Wasser. 5 Liter wäre dann das Volumen (Rechnung: Kugel mit 20 cm Durchmesser hat ein Volumen von 4,2 Liter!).
Ein Eimer ist mit fünf Litern Wasser gefüllt. Der Eimer steht in einem größeren Plastikgefäß (Wasser im Eimer läuft über). Der Luftballon muss mit insgesamt je drei abgespreizten Fingern an jeder Hand (insgesamt also mit 6 Fingern) vorsichtig unter Wasser gedrückt werden. Wer schafft das in der kürzesten Zeit? Falls der Ballon bei einer Person platzt, bedeutet das letzter Platz!

Hinweis
Das Spiel ist besonders spannend für Jugendliche mit langen und spitzen Fingernägeln.

Weitere Spielideen:

  • Wer bläst mit drei Atemzügen den größten Luftballon auf?
  • Wer schafft den größten Luftballon?
  • Bei wem platzt der Ballon beim Aufblasen zuerst?
  • Luftballon-Weitstoß (mit dem Fuß)
  • Luftballon-Weitwurf
  • Luftballon-Volleyball: Zwei Mannschaften mit unterteiltem Spielfeld und einem Netz (oder Schnur). Zwei oder drei Ballons sind immer im Spiel. Treffer ist, wenn der Ball beim Gegner auf dem Boden landet.
  • Kerzen mit Luftballons ausblasen (evtl. über angeschlossenes Rohr)
  • Luftballon zwischen die Knie pressen und eine Strecke hüpfend zurücklegen.

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen die Bundeslade kennenlernen und verstehen, warum sie für die Menschen damals so wichtig war.

Checker

Die Kinder sollen anhand der Geschichte begreifen, warum es wichtig ist, nach dem zu leben, was Gott will.

Der Text an sich

Durch Davids Leben und seine Geschichte zieht sich die enge Verbundenheit mit Gott. Immer wieder heißt es, dass er Gott fragte, was zu tun war und dass Gottes Geist in ihm lebte und ihn nicht mehr verließ (1. Sam 16,13). Da verwundert es nicht, dass David die Bundeslade zu sich nach Jerusalem holen wollte. Die Bundeslade war ein an Stangen tragbarer hölzerner Kasten mit einer goldenen Deckplatte. In dem Kasten lagen die zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhalten hatte. Die Bundeslade begleitete das Volk durch die Wüstenwanderung und in Kriegen. Sie war für die Menschen damals ein wichtiges Symbol dafür, dass Gott mitten unter ihnen ist. Bei der Zerstörung des Jerusalemer Tempels ist die Bundeslade verschwunden – bis heute. Besonders bei der Bibelstelle ist, dass Usa am Anfang stirbt (V.6.7). Usa lenkt den Wagen, der die Bundelade transportiert. Als der Wagen zu kippen droht, hält er die Bundeslade fest. Eigentlich gut gemeint, würden wir im ersten Moment denken, doch die Bundeslade war heilig und durfte nicht angefasst werden. Dafür muss Usa noch an Ort und Stelle sterben. Ob dies jetzt gerecht oder angemessen war, bleibt offen. Für Kinder würde ich diesen Teil der Geschichte weglassen, da ich ihn selbst nur schwer erklären bzw. nachvollziehen kann. Selbst David ist sich an dieser Stelle mit Gott nicht einig. Es heißt, er war wütend auf Gott und belässt die Bundeslade zuerst im Hause Obed-Edoms (V.8). Die Lade Gottes ist drei Monate lang bei Obed-Edom geblieben und hat ihm und seiner Familie Segen gebracht, was nicht verborgen blieb (V. 12). Doch die Heiligkeit und Wichtigkeit der Lade kommt im ganzen Text immer wieder zum Vorschein. Am Ende der Reise gelangt sie nun endlich nach Jerusalem und David freut sich so sehr, dass er vor der Bundeslade hertanzt (V.14-16), denn für ihn und die Menschen lebte Gott nun mitten unter ihnen.

Der Text für mich

Wenn ich etwas über die Bundeslade lese, sind meine Gefühle etwas gemischt. Auf der einen Seite stelle ich mir vor, wie es heute noch wäre, so etwas zu haben. Zu wissen, an diesem Ort ist Gott hundertprozentig da. Dort immer hingehen zu können, stelle ich mir großartig vor. Auf der anderen Seite bin ich sehr froh, dass wir das nicht mehr brauchen. Gott hat zugesagt, in meinem Alltag hundertprozentig da zu sein. Doch dadurch, dass ich keine Bundeslade vor Augen habe, rutscht mir das auch immer mal wieder weg. Gott ist da: wenn ich Wäsche zusammenlege, wenn ich den Müll rausbringe, wenn ich einkaufe, mich mit Freunden treffe. Das habe ich, um ehrlich zu sein, nicht immer im Kopf. Da wäre es mit so einer Bundeslade doch einfacher. Aber warum suche ich mir nicht einen Platz zu Hause, der meine Bundeslade wird? Vielleicht mein Sessel im Wohnzimmer, daneben meine Bibel und die Gewissheit dass, wenn ich mich da hinsetze, Gott da ist. Wie könnte deine Bundeslade zu Hause aussehen? Ein kleines Holzkreuz, ein gemaltes Bild, eine Kerze, eine Blume, eine bestimmte Decke? Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, denn: Gott ist da!

Der Text für dich

Starter

Kinder wissen, was ihnen wichtig ist. Auf diese Frage können sie schnell antworten. Da kann das Handy, Tablet, Oma, Mama, Papa oder ein wichtiges Kuscheltier schnell genannt werden. An dieser Stelle kannst du gut ansetzen, um die Bedeutung der Bundeslade zu erklären, weil sie auch für die Menschen damals sehr wichtig war und diese das wahrscheinlich auch mit als Erstes genannt hätten. An dem Punkt, die Heiligkeit der Bundeslade zu vermitteln, wird es schwieriger. Hier muss den Kindern erklärt werden, dass Gott heute immer da ist, bei uns allen, auch bei den Kindern. Vielleicht haben sie das vorher noch nie gehört.

Checker

Kinder wissen, was ihnen wichtig ist. Auf diese Frage können sie schnell antworten. Die Kinder können auch gut nachvollziehen, warum die Bundeslade für die Menschen so wichtig war. Ich denke, dass die Kinder in der Jungschar auch gut sagen können, dass es wichtig ist, mit Gott zu leben. Die Frage ist, ob sie das wirklich so meinen, beziehungswiese verstanden haben, was das bedeutet. Versuche die Kinder in der Jungschar neugierig auf das zu machen, was Gott in ihrem Leben tun kann und zeige ihnen Personen (z. B. David), die eng mit Gott verbunden waren und dadurch viel Gutes erlebt haben. Keinesfalls sollten die Kinder aber hinterher im Kopf haben, dass alles immer gut wird, wenn wir mit Gott leben. Das wissen wir besser, dass es sich nicht immer so anfühlt oder so ist. Wir haben aber jemanden an unserer Seite!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: #wichtig
Im Raum verstreut (nicht versteckt) sind viele Dinge, die die Kinder gern hätten (z. B. Spielzeugauto, Süßes, Comics, Kuscheltiere, usw.).
Die Kinder dürfen im Raum umhergehen und sich bedienen. Im Anschluss setzt ihr euch gemeinsam in einen Kreis. Jedes Kind erzählt, warum es diese Sache ausgewählt hat. Kommt miteinander darüber ins Gespräch, dass wir das, was uns wichtig ist, gern bei uns haben wollen.
David war auch etwas ganz, ganz wichtig! Er wollte Gott bzw. die Bundeslade bei sich haben! Fragt die Kinder, ob man Gott einfach so zu sich holen kann. Somit habt ihr einen tollen Einstieg für die Geschichte.
Alternativ könnt ihr in der Woche vor der Jungschar auch sagen, dass die Kinder in der nächsten Woche alle ein Teil mitbringen dürfen, das ihnen besonders wichtig ist. So könnt ihr ebenfalls gut ins Gespräch kommen. Habt aber als Mitarbeiter noch ein paar Sachen dabei, falls ein Kind das vergessen hat.

Idee 2: Hindernisparcours
Baut gemeinsam mit den Kindern einen Hindernisparcours auf. Der Spieler bekommt nun einen Löffel und einen Tischtennisball. Die Kinder müssen versuchen, durch den Parcours zu kommen, ohne dass ihr Tischtennisball vom Löffel fällt. Stoppt die Zeit und ermittelt den schnellsten Hindernisüberwinder. Die Geschichte, um die es heute geht, stand auch vor einigen Hindernissen.
Alternativ könnt ihr das Spiel auch ohne Löffel und Tischtennisball machen. Dann muss nur der Parcours etwas aufwendiger gestaltet werden, damit die Kinder auch gefordert sind.

Verkündigung

Erzählung mit Kisten
Eine Schatzkiste bzw. ein schöner Karton wird als Bundeslade in die Mitte gestellt. Dieses Kästchen war für David ganz besonders wichtig. Ich kann verstehen, dass man etwas schön Aussehendes gern haben möchte. Aber es ging David ja damals nicht nur um das schöne Kästchen. David war immerhin der König über das ganze Land. Er hatte sicher viel Gold und viele Schätze. Warum war ihm ausgerechnet dieses Kästchen so wichtig? Habt ihr eine Idee, was da drin gewesen sein könnte? (Mit den Kindern darüber ins Gespräch kommen und sie ruhig mal wild spekulieren lassen.)
Das hier war die Bundeslade. In Wirklichkeit war sie größer und hatte Stäbe an der Seite, damit man sie auch tragen kann. In der Bundeslade waren Steintafeln und auf ihnen standen die Zehn Gebote. Wisst ihr, was die Zehn Gebote sind (kurz erklären)? Für die Menschen damals waren das nicht einfach nur zwei Steintafeln. Für die Menschen bedeutete diese Bundeslade, dass Gott genau da ist, wo auch die Bundeslade ist. David war sehr eng mit Gott befreundet, hat mit ihm gesprochen und ihn um Rat gefragt. Deshalb war es ihm auch so wichtig, dass die Bundeslade in die Stadt kommt, in der David auch lebte. Diese Reise war nicht so einfach. Es gab immer wieder Hindernisse, so wie bei uns vorhin. Irgendwann stoppte David die Menschen, die die Bundeslade nach Jerusalem bringen sollten. Er hatte Angst, etwas falsch zu machen und war sich unsicher, ob er die Bundeslade überhaupt zu sich nach Jerusalem holen durfte. Die Bundeslade blieb erst mal im Haus von Obed-Edom (packt die „Bundeslade“ in einen Karton, der das Haus von Obed darstellt). Drei Monate vergingen und in diesen drei Monaten erlebte das Haus von Obed-Edom viel Segen. In der Bibel steht, dass er viel Glück und Wohlstand erlebte. Also mit anderen Worten, den Leuten ging es richtig gut, seit die Bundeslade da war. David hörte natürlich als König davon und seine Angst verflog. Er wollte die Bundeslade nun doch gern zu sich holen. Also machte er sich auf den Weg und holte diese zu sich nach Jerusalem (großer Karton). Er war so glücklich da­rüber, dass die Bundeslade jetzt bei ihm war, dass er vor ihr hertanzte und alle Leute in seinem Volk das sahen. Es war ihm nicht peinlich, weil er wusste, dass er die Bundeslade, das Zeichen dafür, dass Gott nun endlich wirklich bei ihm ist, in seine Stadt holte. Die Bundeslade wurde in ein schönes Zelt gebracht und die Menschen konnten dort hingehen und mit Gott reden. Ganz ähnlich wie bei uns heute in der Kirche, nur dass sie damals erst ein Zelt aufgebaut hatten.

Die andere Idee

Stegreiftheater

Erzählt die Geschichte den Kindern und lasst sie dabei schauspielern. Toll ist es, wenn ihr dafür Verkleidungen habt. Wenn ein Kind etwas darstellt und ihr findet, dass noch mehr Emotionen rübergebracht werden müssten, dann wiederholt den Teil/Satz einfach noch betonter. Ihr werdet merken, dass die Kinder darauf reagieren und mehr mitmachen werden. Als kleines Beispiel: „David war ein fröhlicher König. Er war ein wirklich fröhlicher König und war ganz eng mit Gott befreundet. Er hat immer viel mit Gott gesprochen und ihn gefragt, was er machen soll. Zur Zeit Davids gab es eine Bundeslade. Diese Bundeslade war für die Menschen damals sehr wichtig, weil sie glaubten, dass überall da, wo die Bundeslade ist, auch Gott ist. Deshalb wollte David die Bundeslade gern haben und freute sich, sie zu sich zu bringen …“ Für diese Methode müsst ihr euch vorher die Geschichte gut durchlesen und einige Emotionen einbauen. Für die Kinder ist es toll, weil sie direkt beteiligt sind und sich freuen, Teil des Ganzen zu sein.

Der Text gelebt

Wiederholung

Erarbeitet gemeinsam mit den Kindern einen Rap über die Geschichte der Bundeslade und David. Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Rap zu gestalten: Die erste Möglichkeit besteht darin, dass ein vorgegebener Text (z. B. aus einer Kinderbibel, weil dieser nicht so ausführlich ist) als Sprechgesang vorgetragen wird. Die Kinder müssen sich im Vorfeld überlegen, wer welchen Textabschnitt übernehmen möchte. Außerdem sollten sie einen gemeinsamen Rhythmus „hören lassen“. Am einfachsten geht das durch gemeinsames Klatschen. Und dann: Einfach loslegen – es geht leichter, als man denkt!
Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass die Kinder zunächst einen eigenen Text verfassen, den sie dann, wie oben beschrieben, vortragen. Dabei ist es nicht wichtig, dass sich die einzelnen Textzeilen reimen. Wichtiger ist hierbei, dass sich die Kinder überlegen, welche Teile der Geschichte Davids sie unbedingt mit in ihren Rap hineinnehmen wollen.

Gespräch

Drucke für die Kinder Psalm 100,2 aus. „Stellt euch freudig in seinen Dienst! Kommt zu ihm mit lautem Jubel!“
Jubel bedeutet nichts anderes, als Gott zu singen! Erarbeitet den Unterschied zwischen Jubel bei einem Tor einer Fußballmannschaft, und Jubel zu Gottes Ehre! Wen bejubelst du beim Fußball (die Mannschaft oder den Torschützen)? Wie ist dies nun bei Gott? Freudig dürfen wir vor Gott kommen. Wie kann man das machen?

Merkvers

Stellt euch freudig in seinen Dienst! Kommt zu ihm mit lautem Jubel!

Psalm 100,2 GNB

Versuche spielerisch den Merkvers zu lernen, indem du ein Orchester dirigierst. Machst du kleine Bewegungen, sagen die Kinder den Vers leise – machst du weit ausholende Bewegungen, sagen sie ihn laut. Vielleicht möchte eines der Kinder auch mal den Dirigenten spielen. Wichtig ist, dass ihr den Merkvers vorher geübt habt und er z. B. ausgedruckt vor ihnen liegt.

Gebet

Ein-Wort-Gebet: Erklärt den Kindern, dass Gott weiß, was wir sagen wollen. Es braucht keine super durchdachte Formulierung. Ladet die Kinder deshalb zum Ein-Wort-Gebet ein. Jedes Kind kann ein Wort nennen und Gott weiß schon genau, ob damit eine Bitte oder ein Dank verbunden ist.

Kreatives

Collage
Zunächst sollten sich die Kinder überlegen, ob jede/r allein, ob mehrere Kinder eine kleine oder ob alle Kinder zusammen eine große Collage machen. Dann können die Kinder alles, was sie in den Zeitschriften an Bildern zu dem Thema finden, auf ihr Plakat kleben. Die Kinder können z. B. aufkleben, was ihnen besonders wichtig ist oder was sie gern hätten. Sind die Plakate fertig, darf jedes Kind zu seiner Collage etwas sagen und man kann so super ins Gespräch kommen.

Spielerisches

Der König wünscht
Die Jungscharler werden in mehrere Gruppen von mindestens zwei Mitspielern aufgeteilt und innerhalb der Gruppe durchnummeriert. Der Gruppenleiter wird zum König (symbolisch durch die Krone dargestellt) und ruft nun mit dem Vorsatz „Der König wünscht“, einen bestimmten Gegenstand aus und nennt dazu eine der vergebenen Nummern. Die Kinder mit den entsprechenden Nummern aus den Gruppen laufen nun gegeneinander los, um den Gegenstand als Erstes zu holen und so einen Punkt zu kassieren.
Mögliche Gegenstände sollten in den gegebenen Räumlichkeiten vorhanden sein und könnten beispielsweise sein: ein Blatt Toilettenpapier, Löffel, Socken, Liederbuch, Brille, Stein, roter Stift, Teebeutel, Luftballon, …

Rätselhaftes

Sonntagsmaler
Ein Kind aus der Gruppe bekommt einen Begriff gezeigt, den es malen muss. Die anderen sollen ihn erraten. Das Kind, das den Begriff als erstes erraten hat, darf den nächsten Begriff malen. Begriffe: König, Zelt, Harfe, Bundeslade, Angst, Freude …

(T)extras

Lieder

Absoluto guto
Ich stehe fest auf dem Fels
Sei mutig und stark

Spiele

Ja-Nein-Schwarz-Weiß
Alle Kinder stellen sich in einen Kreis auf. Ein Mitarbeiter steht im Kreis und geht jetzt zu einzelnen Kindern und stellt verschiedene Fragen. Das Kind darf dabei nicht mit „Ja, Nein, Schwarz oder Weiß“ antworten. Tut es dies doch, muss es sich hinsetzen und scheidet leider aus. Hier ist es an den Mitarbeitern, gute Frage zu stellen, die die Kinder verwirren. Wer am Ende steht, gewinnt. Fragen können z. B. sein: „Ich hab vergessen, wie das Spiel heißt, kannst du es mir noch mal sagen?“ – „Welche Farbe haben Kühe?

Hörspiel / Geräusche-Geschichte
Zusammen mit den Kindern wird überlegt, an welcher Stelle der Geschichte welche Hintergrundgeräusche zu hören sein könnten. Anschließend bietet der Mitarbeiter den Kindern verschiedene Materialien an, mit denen die entsprechenden Geräusche erzeugt werden können. Hier muss den Kindern Zeit zum Ausprobieren gegeben werden! Dann liest der Mitarbeiter die Geschichte vor. Die Kinder machen an den entsprechenden Stellen die Geräusche. Sind die Kinder schon etwas älter, können sie auch einzelne Sprechabschnitte mit direkter Rede innerhalb der Geschichte übernehmen. Eventuell können auch hier noch weitere Teile der David-Geschichte mit vertont werden, z. B. „David und Goliat“ (1. Sam 17).

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