Weihnachtliche Verheißungen aus dem Alten Testament

Hier kommt die dritte Themenreihe der JUMAT 4/2021. Es geht in vier Lektionen um weihnachtliche Verheißungen aus dem Alten Testament. Außerdem ist ein Krippenspiel enthalten:

Lektion 10 Sacharja 9,9-17 Frieden wird sein

Lektion 11 Micha 5,1-13 Der Herrscher kommt aus Bethlehem

Lektion 12 Jesaja 7,10-14 Immanuel: Gott mit uns

Lektion 13 Jesaja 11,1-10 Das Friedensreich des Messias

ZUSATZ: Krippenspiel: Das Haus ist voll!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Du musst nichts Großes leisten, um etwas Besonderes zu sein.

Checker

Gott sorgt für dich und hat einen Plan für dein Leben.

Der Text an sich

Micha berichtet in dem Text, was Gott zu den Bewohnern der Stadt Bethlehem sagt. Bethlehem ist eine kleine Stadt, sie wird wahrscheinlich belächelt, einfach, weil sie nicht groß genug ist, um etwas Besonderes zu sein. Trotzdem wählt Gott diese „normale“ kleine Stadt aus, um dort seinen Sohn auf die Welt zu schicken und das gespaltene Volk Israel wieder zu vereinen. Bis es soweit ist, will Gott sein Volk auf das Kommen des Messias vorbereiten, indem er sie den Feinden in die Hände gibt.

Doch der Messias wird sein Volk führen und schützen, wie ein Hirte seine Schafe. Er wird für Frieden sorgen und schauen, dass es seiner Herde gut geht und sie in Sicherheit sind. Dafür setzt er Führer gegen die Feinde ein. Hier fallen die Zahlen sieben und acht. Die Sieben ist eine göttliche Zahl, die für das abgeschlossene Werk Gottes steht. Doch durch die Acht wird verdeutlicht, dass mehr als nur die benötigte Kraft da sein wird, mit der man sich den Feinden entgegenstellt.

Dieser Sieg wird nur durch das Vertrauen auf Gott errungen. Alles andere, worauf die Menschen sich verlassen, egal ob es Streitmächte, Magie oder andere Götter sind, wird von Gott vernichtet. Das Volk muss vom Götzendienst befreit werden. So erreicht Gott, dass die Menschen wieder den Blick für ihn bekommen und nichts mehr zwischen ihm und den Menschen steht.

Nach dem Sieg gegen die Feinde, wird das Volk Israel auf der ganzen Welt verstreut leben. Für die anderen Völker sollen sie ein Segen werden, doch auch im Namen von Gott richten.

Der Text für mich

Mir ist durch den Text wieder klargeworden, dass ich mich nicht beweisen muss, um etwas Besonderes zu sein. Gott hat mich lieb, so wie ich bin, und auch wenn ich nicht perfekt für andere Menschen bin, bin ich genauso, wie Gott mich haben wollte. Gott hat einen Plan für mein Leben, auch wenn ich mich manchmal vielleicht so fühle, als würde alles schieflaufen.

Die Menschen in Israel haben sich bestimmt auch gefragt, warum sie von den Feinden so oft besiegt werden oder warum auf einmal die Streitrösser gestorben sind oder alles andere. Sie waren wahrscheinlich sehr hoffnungslos. Aber mit ihrem Vertrauen auf Gott haben sie neue Hoffnung erlangt und gesehen, dass sie mit Gott auch diesen Kampf gewinnen.

Ich gehöre zu Gottes Herde, er sorgt für mich und er passt auf mich auf, auch wenn es regnet und stürmt in meinem Leben. Er lässt mich nicht allein und es läuft nach seinem Plan.

Der Text für dich

Starter

Vielleicht kennst du es, von deinen Freunden oder Mitschülern, dass man versucht, besser zu sein, als der andere. Eine Art Wettkampf. Oder du kennst es, dass du für etwas geärgert wirst, was du nicht so gut kannst. Dass andere es peinlich finden, sich mit dir sehen zu lassen, weil du nicht besonders bist, eine besondere Fähigkeit hast oder etwas, das sonst niemand hat.

Vielleicht fühlst du dich manchmal wie Bethlehem. Diese kleine gewöhnliche Stadt, von der niemand etwas Besonderes erwartet hat. Und doch hat Gott genau diese normale Stadt für sich gebraucht, entgegen der Erwartungen aller Menschen.

Gott liebt dich so, wie du bist. Du musst nicht erst beweisen, wie toll du bist oder dass du Dinge besser kannst als andere. Du bist etwas Besonderes, du bist nämlich genauso, wie Gott dich haben wollte. Du bist perfekt!

Checker

Vielleicht hast du auch manchmal das Gefühl, dass alles gerade nicht so läuft, wie du es dir wünschst oder es das Beste für dich wäre. Vielleicht streiten sich deine Eltern häufig oder du hast trotz aller Mühe schlechte Noten in der Schule oder du wirst geärgert. Und du fragst dich: wo ist Gott gerade eigentlich in den Stürmen?

Bestimmt haben sich die Israeliten das auch häufig gefragt. Sie haben bestimmt auch nicht verstanden, warum sie so oft von ihren Feinden besiegt wurden und dann auch noch alle Schlachtrösser gestorben sind und noch vieles mehr. Sie haben bestimmt auch gedacht, es gäbe keine Hoffnung mehr. Doch das alles war nötig, um sie auf das vorzubereiten, was noch kam. Es lief alles so ab, wie Gott es geplant hatte.

Und Gott hat auch einen Plan für dein Leben. Du bist Teil seiner Herde und er sorgt für dich und passt auf, dass du in Sicherheit bist. Und er lässt dich nicht allein, niemals!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Gabenbingo

Die Mitarbeiter müssen im Vorfeld ein Bingofeld vorbereiten und sich überlegen, welche Eigenschaften sie in das Bingofeld eintragen. In diesem Fall ist es nicht schlimm, wenn jeder dasselbe Bingofeld hat, weil sowieso alle Felder abgehakt werden müssen.

Die Eigenschaften sollten auf mehrere Personen in eurer Gruppe zutreffen, so dass auch jedes Feld ausgefüllt werden kann.

Felder können ausgefüllt werden mit z. B.:

  • Finde eine Person, die einen Handstand machen kann
  • Finde zwei Personen mit grünen / blauen / grauen Augen
  • Finde jemanden, der Skateboard fahren kann
  • Finde jemanden, der ein Instrument spielt
  • u. v. m

Durchführung:

Jeder bekommt einen Bingozettel und einen Stift. Dann dürfen alle aufstehen und im Raum herumgehen und andere Mitspieler befragen, ob das, was in den Feldern steht, auf sie zutrifft. Wenn es auf eine Person zutrifft, darf diese Person in das Feld mit der Eigenschaft ihren Namen schreiben.

Gewonnen hat der, der als erstes in alle Felder einen Namen eingetragen hat.

Regeln:

Es darf nicht der eigene Name eingetragen werden
Wenn möglich, darf jede Person nur einmal auf einem Zettel unterschreiben. (Wenn man einen Zettel mit 9 Feldern hat, jedoch nur 6 Spieler, ist das natürlich nicht möglich)
In JEDEM Feld muss mind. ein Name stehen (je nachdem, wie es die Aufgabe will)
Die Namen müssen lesbar geschrieben sein
Das Spiel endet mit dem Ersten, der alle Felder ausgefüllt hat (oder wenn es sich zieht nach einer vorher festgelegten Zeit)

Anregung für die Überleitung zur Verkündigung (für Starter):

Ja, ihr habt euch ja jetzt ein wenig mit Gaben / Fähigkeiten auseinandergesetzt. Diese Gaben sind wichtig, um euch zu dem zu machen, wer ihr seid. Doch heute soll es sich eigentlich nicht um diese Gaben drehen …

Idee 2

Setzt euch mit den Kindern in einen Kreis. Legt verschiedene Bilder in die Mitte, die alle etwas mit der Geschichte und dem Thema zu tun haben. Nun können die Kinder erst einmal Stichpunkte in die Runde werfen, was sie auf den Bildern sehen und was sie damit verbinden. So könnt ihr ein wenig mit den Kindern ins Gespräch kommen und sie auf die Geschichte einstimmen.

Wenn ihr wollt, darf jedes Kind am Ende ein Bild nehmen und erklären, warum es dieses ausgewählt hat.

Verkündigung 1

Sketchboard-Verkündigung

Der Mitarbeiter, der die Geschichte erzählt, sollte sie sich natürlich vorher auch angeschaut haben, um zu wissen, wann welches Bild gemalt wird. Natürlich darf er / sie auch eigene Ideen in die Bilder mit einfließen lassen. Der Mitarbeiter sollte die Tafel schon vorbereitet haben, damit das mit dem Malen nicht zu lange dauert.

Geschichte:

In der heutigen Geschichte geht es um die Ankündigung des Retters. Es ist etwa die Zeit 740 v. Chr. (Zahlen an Tafel malen). Um diese Zeit war das Volk Israel in verschiedene Teile zerfallen. Micha, der damals als Prophet tätig war, brachte den Menschen, die in der Stadt Bethlehem lebten, eine wichtige Nachricht von Gott (anfangen, Bethlehem zu malen, währenddessen weiterreden). Bethlehem war eine sehr, sehr kleine Stadt, naja, heutzutage würde man eher sagen: ein Dorf. Und deswegen hätte niemand gedacht, dass Gott dieses Dorf für etwas sehr Besonderes ausgewählt hat. Doch genau das berichtet Micha. Gott will, dass Bethlehem der Ort wird, an dem sein Sohn geboren wird (Schnuller malen). Dieser Sohn soll das gespaltene Volk wieder vereinen.

Zu der Zeit Michas wurde das Land Israels sehr häufig von seinen Feinden angegriffen und besiegt (Schwert malen, über Bethlehem Rauch).

Doch Krieg und Not sollen mit dem angekündigten Retter ebenfalls zu Ende gehen. Stattdessen wird der Retter sein wie ein Hirte (Schaf / Stock malen), der sich um sein Volk wie um eine Herde kümmert. Er wird sie führen und für sie sorgen. Er bringt Frieden (Hände schütteln) und sorgt dafür, dass sein Volk in Sicherheit ist. Dafür setzt er sieben Herrscher gegen die Feinde ein, und zusätzlich acht Bundesgenossen, um das Volk zu beschützen (Zahlen 7 und 8 schreiben und jeweils ein Strichmännchen). Die Zahl 7 steht hier für Gottes abgeschlossenes Werk und die 8 soll zeigen, dass mehr als genug Kraft (Muskelarm) vorhanden sein wird, um die Feinde zu besiegen. So wird der Retter dafür sorgen, dass Not und Krieg enden.

Doch der Sieg über die Feinde kann nur dadurch errungen werden, dass Gott da ist und man ihm vertraut. Die Menschen haben über die Zeit Dinge gefunden, die sie anbeteten und auf die sie mehr ihr Vertrauen setzten, als auf Gott. Da gab es Magie (Zauberstab mit Funken), andere Götter und vieles mehr, was die Menschen von Gott getrennt hat.

Genauso, wie Micha den Retter ankündigte, kündigt er auch an, dass Gott alles, was die Menschen von ihm ablenkt, vernichten und zerstören wird (wenn man will: Zauberstab durchstreichen).

Genauso wird er auch die Pferde sterben lassen und alles vernichten, was an militärischer Macht da ist, um sich den Feinden entgegenzustellen.

Dadurch will Gott, dass die Menschen wieder auf ihn schauen und sehen, wie groß und mächtig er ist. Er will nicht, dass irgendetwas uns Menschen von ihm ablenkt.

Hier ein Beispiel, wie die Vorlage und das fertige Bild aussehen könnte.

Verkündigung 2

Anspiel

Die zweite Verkündigungsidee könnte in einem Anspiel stattfinden. Zum Beispiel als Gespräch zwischen Elternteil und Kind. Das Kind will eine Gute-Nacht-Geschichte hören und der Vater / die Mutter erzählt die Geschichte aus Micha 5. Das Kind unterbricht immer wieder die Erzählung, um Fragen zu stellen, weil es etwas nicht versteht. So kann spielerisch auf die schwierigen Stellen des Textes hingewiesen werden und Fragen beantwortet werden. Beim Ausformulieren des Anspiels können sich die Mitarbeiter in die Kinder hineinversetzen und überlegen, welche Fragen die Kinder stellen würden. So fühlen sich die Kinder beim Zuschauen auch angesprochen und bleiben interessiert, weil sie Antworten auf ihre Fragen bekommen.

Beispiel:

Kind (K): Papa, kannst du mir eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen?

Vater (V): Aber natürlich. Es war einmal eine kleine Stadt, naja, eher ein Dorf, namens Bethlehem im Land Israel. In Bethlehem passierte nie etwas Besonderes. Und doch hatte Gott etwas ganz Besonderes vor mit diesem kleinen Dorf. Dort wollte er nämlich seinen Sohn als Retter auf die Welt senden. Den Menschen wurde das erzählt durch einen Propheten namens Micha.

K: Papa, was ist ein Prophet?

V: Propheten sind Menschen, die Nachrichten von Gott an die anderen Menschen weitergeben. Auf jeden Fall war es so, dass damals, als Micha lebte, die Israeliten sehr häufig von ihren Feinden angegriffen wurden. Und die Feinde haben die Kämpfe eigentlich immer gewonnen.
Doch Micha erzählte den Menschen von dem Retter, der nach Bethlehem kommen sollte. Dieser würde die Menschen wieder zusammenbringen, die in Streit lebten. Er würde sein Volk führen, wie ein Hirte seine Schafe, und dafür sorgen, dass sie in Sicherheit sind und es ihnen gut geht. Der Retter würde auch das Land Israel von seinen Feinden befreien, indem er sieben Herrscher gegen die Feinde einsetzt.

K: Aber Papa, sieben sind doch viel zu wenig. Die werden doch bestimmt plattgemacht von den Feinden.

V: Ja, das würde man so denken. Aber schau mal, sieben ist eine göttliche Zahl, die dafür steht, dass Gott einen Plan hat, der schon abgeschlossen ist, und es sein Werk ist. Also steht die Sieben hier für Gottes abgeschlossenes Werk. Außerdem wurden nicht nur sieben Herrscher aufgestellt, sondern neben ihnen noch acht Bundesgenossen.

K: Das sind dann …. 13. Sind die acht und die 13 auch göttliche Zahlen?

V: Nein, sind sie nicht. Aber die Acht hat hier auch eine Bedeutung. Nämlich soll die Acht zeigen, dass mehr Kraft da sein wird, als das Volk braucht, um die Feinde zu besiegen.

K: Das ist cool.

V: Ja, das finde ich auch. Allerdings gibt es noch ein Problem.

K: Welches denn?

V: Die Menschen in Israel haben Gott aus den Augen verloren. Sie haben ihr Vertrauen auf andere Götter gesetzt, auf Zauberei und solche Sachen. Und das steht alles zwischen ihnen und Gott. Und ohne das Vertrauen auf Gott können sie auch nicht die Feinde besiegen. Deswegen will Gott dafür sorgen, dass die Menschen wieder sehen, wie groß und mächtig er ist. Durch unseren Propheten Micha lässt er den Menschen ausrichten, dass eine Zeit kommen wird, in der alle Götzenstatuen vernichtet werden. Doch er geht noch weiter. Er will alle Pferde sterben lassen, damit die Israeliten keine Macht mehr gegen ihre Feinde haben und sehen, dass Gott allein sie aus der Hand der Feinde befreit.

K: Wow. Das ist eine coole Geschichte.

V: Ja, das finde ich auch. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Menschen damals noch etwa 740 Jahre auf den angekündigten Retter warten mussten.

K: Aber haben die nicht total die Hoffnung verloren?

V: Doch, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber der Retter wurde ja trotzdem geboren, und Gott hatte von Anfang an seinen Plan. Aber jetzt ab ins Bett mit dir. Gute Nacht.

K: Gute Nacht, Papa.

Der Text gelebt

Wiederholung

Ihr habt eben eine Geschichte gehört. Jetzt dürfen sich die Kinder mit dem Bibeltext auseinandersetzen. Zuerst wird der Originaltext vorgelesen. Dann bekommen sie den Text (Micha 5,1-5, 9-13), in den einzelnen Versen und dürfen versuchen, die Verse in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die Mitarbeiter dürfen natürlich helfen, wenn es erforderlich ist.

Gespräch

Sammelt als Mitarbeiter Fragen, die ihr den Kindern stellen wollt, und die mit dem Text und dem Thema zu tun haben. Sammelt die Fragen in einer Box.
Nun dürfen die Kinder sich in einen Kreis setzen und reihum eine Frage aus der Box ziehen, die sie beantworten dürfen.
Ihr könnt diese Fragerunde etwas interessanter machen, indem ihr eine bestimmte Anzahl an Jokern einbaut, wie zum Beispiel, dass der rechte Nachbar antworten muss, oder alle Kinder.

Merkvers

Micha 5, 3a: Er wird auftreten und sein Volk weiden. Dazu gibt ihm der Herr die Kraft und die Macht. (nach BasisBibel)

Ihr könnt euch den Vers besser merken, indem ihr euch zu jedem Wort eine passende Bewegung ausdenkt.

Gebet

Jetzt dürfen die Kinder mit Gott reden. Sie dürfen mit Gott reden und ihm für ihre Gaben danken und dafür, dass er einen Plan hat. Ermutigt die Kinder, es laut auszusprechen.
Dazu kann das afrikanische Gebet eine Hilfe sein. Alle beten laut durcheinander. Wenn der Letzte fertig ist, wird die Runde mit einem lauten „Amen“ abgeschlossen.
Ihr könnt es auch etwas variieren und für jedes Kind einzeln afrikanisch beten, oder für bestimmte Gruppen / Themen.

Kreatives

Jesus / Der Retter wird in der Geschichte wieder mit einem Hirten verglichen (V. 3, HfA). Deswegen bastelt ihr einen Hirten. Ihr braucht für einen Hirten: 1 Klorolle, hellbraunen Tonkarton, dunkelbraunen Tonkarton oder Stoff, schwarzen Tonkarton, kleiner Stock, Edding, Schere und Kleber.

Durchführung: Beklebe die Klopapierrolle mit dem hellbraunen Tonkarton, so dass oben noch etwa 1/3 der Rolle zu sehen ist. Klebe dann den dunkelbraunen Karton / Stoff als Mantel so fest, dass er oben anliegt und unten etwas lockerer ist. Dann male ein Gesicht auf die Klorolle. Nun schneide aus dem schwarzen Tonkarton einen großen und einen kleinen Kreis und einen Streifen aus. Klebe den großen Kreis auf den Kopf des Hirten und dann den Streifen mittig zusammengerollt auf diesen und schließe den Hut mit dem kleinen Kreis ab. Klebe als letzten Schritt den Stock vorne an den Hirten. Fertig!

Spielerisches

Bestimmt kennt ihr das Spiel „Reise nach Jerusalem“. Wir wollen „Reise nach Bethlehem“ spielen. Es gibt eine Reihe an Stühlen, mit einem Stuhl weniger als Spieler. Wenn Musik erklingt, laufen alle Mitspieler um die Stühle und müssen sich daraufsetzen, wenn die Musik verstummt. Mit jedem Spieler, der ausscheidet, weil er keinen Stuhl bekommt, wird auch ein neuer Stuhl weggenommen. Wer am Ende übrigbleibt, hat gewonnen.

Variante: Jeder Spieler muss einen vorher genannten Gegenstand holen, bevor er sich auf einen Stuhl setzen darf.

Rätselhaftes

Am beigefügten Arbeitsblatt habt ihr die Möglichkeit, das Gehörte nochmal etwas zu vertiefen. Viel Spaß!

(T)Extras

Lieder

Dein Plan für mich
Je-Je-Jesus ist größer
Absoluto guto

Diese Themenreihe enthält 7 Einheiten zu Texten aus dem Johannesevangelium. 5 Einheiten beschäftigen sich den Taten und Begegnungen von Jesus, unter anderem dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana (Johannes 2) und dem Gespräch mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Außerdem enthält diese Reihe noch zwei Einheiten zum Johannesprolog (Johannes 1,1-18) die besonders für die Weihnachtszeit geeignet sind und die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe, passend zur Jahreszeit, ein Winterfest mit Spielideen für drinnen und draußen, sowie einer Andacht zum Thema Winter.

Das Ziel

Starter

Jesus ermutigt Dich und ermöglicht es Dir, aufzustehen und aktiv zu werden.

Checker

Jesus ermutigt Dich und ermöglicht es Dir, loszugehen und Menschen zu helfen.

Der Text an sich

Die Bibelstelle ist eingebettet in ein für damals typisches Geschehen. Juden ziehen zu einem Fest am Sabbat hinauf nach Jerusalem. Der Weg führt sie an fünf Säulenhallen vorbei, daneben ist der See Betesda. Betesda ist hebräisch und bedeutet „Barmherzigkeit“. Wenn die Juden durch diese Säulen gehen, gehen sie an vielen Kranken vorbei. Sie liegen dort und warten, bis sich das Wasser des Teiches bewegt. Es wurde gesagt, dass ein Engel die Wasseroberfläche berührt und sie sich dadurch bewegt. Und viele glaubten, dass sie gesundwerden, wenn sie als erstes das Wasser berühren, nachdem es der Engel tat. Mit diesem Fünkchen Hoffnung warteten die Kranken dort, um eines Tages der oder die Erste zu sein.

Die Juden, die zum Fest kommen, helfen den Kranken dabei nicht. Sicher auch, weil es Sabbat ist und ein gläubiger Jude in der damaligen Zeit am Sabbat nichts tun durfte. Ein anderer Grund ist wahrscheinlich auch, dass sie mit einem anderen Ziel angereist sind und nicht, um Fremden zu helfen. Jesus handelt anders. Der Text erzählt uns nicht, woher Jesus wusste, dass der Mann schon 38 Jahre dort lag. Doch er geht nicht einfach an ihm vorbei, sondern bleibt stehen und wendet sich ihm zu. Im Dialog, der folgt, reagieren beide anders als man erwarten würde. Jesus fragt, ob der Mann gesund werden will. Eine komische Frage. Wer würde das nicht wollen? Und doch ist das ein Zeichen dafür, dass Jesus uns immer die Wahl lässt, ob wir seine Hilfe haben wollen oder es weiter alleine probieren wollen. Und vielleicht auch, dass Menschen sich manchmal selbst im Weg stehen und sie irgendwann gar nicht mehr aufstehen wollen. Denn der Kranke wird durch die Frage gezwungen aktiv eine Entscheidung zu fällen. Will er, dass sich die Situation ändert oder will er sich damit abfinden, dass es nie gesund wird? Wie er sich in dieser passiven Rolle eingefunden hat, wird bei seiner Antwort deutlich. Seine Sicht, dass er wenig Chancen hat und auch, dass er alleine vor diesem Problem steht, wird deutlich. Vielleicht reagiert er auf diese Weise, da er Jesu Frage als Anschuldigung für seine Untätigkeit interpretiert hat. Es ist seine Begründung und Rechtfertigung, dass er dort schon so lange liegt. Jesus geht nicht auf die Antwort ein, sondern bleibt bei seinem Thema. Er fordert den Kranken auf, aufzustehen, die Matte zu nehmen und zu gehen. Gleich drei Aussagen, die den Mann wieder in die aktive Rolle bringen. Raus aus dem passiven Kranksein, rein in das selbstbestimmte Losgehen. Es ist besonders, dass der Mann ihm ohne Murren glaubt. Er fühlt sich nicht auf den Arm genommen von dieser Aussage Jesu, sondern vertraut ihm und tut, was ihm gesagt wird.

Der Text für mich

Zwei Fragen stelle ich mir beim Text: Wann bleibe ich mal stehen, um zu helfen, gucke den bedürftigen Menschen ehrlich an und frage ihn, was er braucht? Jesus ist mir hier ein großes Vorbild. Denn ich bin sicher, auch ohne Wunder, wäre es ein guter Tag im Leben des Kranken geworden. Im Text wird deutlich, wie respektvoll Jesus helfen kann, ohne dass sich der Geholfene schlecht fühlt. Wie oft, auch in der Jungschar, gehe ich davon aus, dass ich am besten weiß, was der andere braucht. Wie kann ich die Kinder ernster nehmen und trotzdem sinnvoll helfen? Die zweite Frage ist, was mich eigentlich am Boden hält und mich lähmt? Auf welche unrealistischen Hoffnungen stütze ich mich, damit ich eine Ausrede habe, nicht loszugehen. Der Mann wird gleich zweimal von Jesus gefunden. Auch beim zweiten Mal muss er den Weg nicht selbst machen. Jesus geht auf ihn zu, nicht andersrum, und ermöglicht ihm ein selbstbestimmtes Leben. Nehme ich Jesu Aufforderung „Steh auf, nimm Deine Matte und geht“ ernst? Was ist meine Matte, was zehrt mich auf und lähmt mich. Denn nur, wenn ich immer wieder aufstehe, kann ich den Menschen so helfen, wie Jesus es mir vorlebt.

Der Text für Dich

Starter

Die Kinder kennen Situationen, in denen sie sich selbst gelähmt fühlen und nicht wissen, wie sie aus dieser Starre wieder herauskommen können. Solche Situationen sind, wenn Eltern sich streiten, sie Sorge vor dem nächsten Schultag oder Streit mit Freunden haben. Jesus macht wieder neu Mut aufzustehen und loszugehen, mit ihm im Rücken. Er hilft uns, wieder handeln zu können und mit neuem Selbstbewusstsein in den Tag zu starten.

Checker

Die Kinder wissen, dass Jesus oft Wunder getan hat. Nun ist es interessant ihnen bewusst zu machen, was durch das und neben dem Wunder hier passiert. In der Schule, im Sportverein, in der Nachbarschaft erleben Kinder, dass Menschen Hilfe benötigen. In der Geschichte gibt Jesus dem gelähmten Menschen das Handwerkszeug, selbst zu gehen und sein Leben selbstbestimmt zu leben. Das wünscht sich Jesus nicht nur für Kranke, sondern auch für uns. Auch die Kinder sind aufgefordert von passiv in aktiv zu wechseln und zu handeln. Jesus ist ein Vorbild, wie das beim Helfen aussehen kann. Hingucken und gemeinsam mit dem Bedürftigen überlegen, was er braucht. Es geht nicht darum, alles für den Menschen zu machen, sondern so zu helfen, dass er selbst handeln kann. Die Hausaufgaben also nicht einfach für ihn machen, sondern ihm erklären, wie es geht, damit er es beim nächsten Mal selbst machen kann.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Standbild-Rätsel

Eine/r der Mitarbeitenden stellt sich als Standbild vor die Gruppe. Die Pose, in der er oder sie verharrt, zeigt, dass Hilfe gebraucht wird. Was für Hilfe sollte nicht ganz deutlich sein. Nun dürfen die Kinder raten, was sich der Mensch wünscht oder was er braucht, was sein Problem ist. Jedes Kind hat nur eine bestimmte Anzahl an Versuchen. Danach wird das Rätsel gelöst. Je nachdem wie fit die Gruppe ist, können dann noch weitere Runden mit einem Kind im Standbild gespielt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder schon beim Erstellen des Standbildes eine klare Lösung des Rätsels im Kopf haben. Dabei können die Mitarbeitenden auch helfen.

Idee 2: Gegenseitige Hilfe

Allen Kindern werden die Hände zusammengebunden. Nun haben sie zunächst Zeit, zu versuchen, den Knoten alleine aufzumachen. Danach dürfen sie sich gegenseitig helfen, die Knoten bei dem jeweils anderen aufzumachen.

Verkündigung

Theaterstück

Die Verkündigung ist ein zweiteiliges Theaterstück. Einmal wird die Bibelgeschichte ohne Jesus gespielt, einmal mit.

Am Boden ist mit blauer Plane ein Teich dargestellt. Daneben liegen mehrere Personen am Boden auf Matten.

Erzähler: „Es war ein Fest in Jerusalem. Dazu kamen viele Juden, um dieses Fest zu feiern. Jedes Jahr fand es statt. Um zum Festort zu kommen, mussten viele durch die Säulenhallen gehen, in denen wir hier grade sitzen. Dort seht ihr den Teich Betesda. Da sind ja auch schon die Kranken und Lahmen, die auf Heilung oder ein Wunder oder Hilfe warten. Mal schauen, was dieses Jahr passiert.“ Nun kommen zwei Personen in Gewändern (z.B. weiße Laken), sie stellen die Juden dar, die sich auf den Weg zum Fest gemacht haben. Sie können sich gegenseitig von ihrer langen Reise erzählen. Sie gehen kurz zu dem Wasser und waschen ihr Gesicht. Im Weitergehen sagt der eine zum anderen: „Der Mann da drüben, der ist wirklich schon lange hier. Bestimmt über 30 Jahre. Hm…“ Beide gehen weiter, ohne die Personen am Boden weiter zu beachten.

Erzähler: „So ging es jedes Jahr. Doch dann, 8 Jahre später passierte etwas, womit niemand gerechnet hat. Dabei ist einfach nur eine andere Person dabei gewesen. Seht selbst.“

Gleiches Szenario. Doch nun ist ein dritter bei den Juden dabei.
Person A: „Der Mann da drüben, der ist wirklich schon lange hier. Bestimmt seit 38 Jahren. Hm…“ Die dritte Person bleibt stehen, dreht sich zu dem Mann am Boden um und hockt sich hin, um auf der gleichen Augenhöhe zu sein wie er. (Dabei ist es wichtig, gut darauf zu achten, dass die Kinder trotzdem noch gut sehen können und nicht nur den Rücken sehen.) „Willst Du gesund werden?“

Alle anderen gucken irritiert und der Mann am Boden fängt an, sich zu rechtfertigen: „Herr, ich hoffe doch, dass das Wasser dort drüben mich gesund machen kann. Denn der erste, der es berührt, nachdem es sich bewegt hat, wird gesund – so sagt man es zumindest. Doch ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt. Wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.“

Jesus legt ihm beruhigend die Hand auf die Schulter und sagt: „Steh auf, nimm Dein Bett und geh hin.“

Plötzlich kann der Mann am Boden aufstehen und weggehen.

Erzähler: „Was war anders als bei der ersten Situation vor 8 Jahren? Wer war wohl der Mann? Was meint ihr? Was hat er anders gemacht als die anderen?“ Hier können die Kinder die Unterschiede zwischen den beiden Situationen benennen.

Erzähler: „Oh guckt mal, auch andere wurden auf die Situation aufmerksam.“ Die Szene, in der der Mann weggeht wird nochmal wiederholt. Die beiden anderen Juden tuscheln miteinander. Der eine flüstert: „Es ist doch Sabbat, da darf man doch gar nichts tun. Weder heilen, noch seine Matte tragen. Was das wohl noch wird.“

Alle frieren ein. Nur noch der Erzähler bewegt sich, das andere ist ein Standbild.

Erzähler: „Die beiden Flüsterer haben Recht. Das damalige Gesetz besagte, dass man an dem Sabbat, also dem Samstag, nichts tun durfte, was nur im Entferntesten Arbeit war. Es wurden andere auf diese Begegnung zwischen dem Lahmen und dem Mann aufmerksam und fanden es gar nicht gut. Als andere Juden Jesus auf das Geschehene ansprachen, dass er etwas falsch gemacht hat, sagte er nur, dass er, genau wie Gott an jedem Tag wirkt. Ihm war es wichtiger, Menschen zu helfen, als die starren Regeln zu beachten.“

Die andere Idee

Interview mit dem Geheilten

Eine Person mit einer Matte unter dem Arm sitzt in der Runde der Kinder. Ein anderer Teamer stellt ihm verschiedene Fragen, sodass er erzählt, was aus seiner Perspektive geschehen ist.

  1. Wie heißt du?
  2. Was ist das für eine Matte unter deinem Arm? (lange mein Wohnort, weil ich gelähmt war doch jetzt kann ich wieder laufen)
  3. Und wo hast du gewohnt? (Am See Betesda; Hoffnung auf die Heilung durchs Wasser)
  4. Hattest Du wirklich noch Hoffnung, dass sich das von alleine löst? (Ich wusste nicht, worauf ich sonst hoffen sollte.)
  5. Wie kann es sein, dass du jetzt wieder hier sitzen kannst? (Ein Mann kam und hat gefragt, ob ich gesund werden will. Eine komische Frage, wenn du mich fragst. Aber er hat mich wirklich gesund gemacht. Ich weiß nicht wie, aber jetzt kann ich endlich wieder selber Dinge machen.)
  6. Und kanntest du den Mann? (Nein, und ich wusste auch erst viel später, wer er war. Das schien ihm nicht wichtig zu sein. Darum ging es nicht. Das Besondere war, das er mich so richtig angeguckt hat und nicht einfach vorbeigegangen ist. Das hat vorher noch nie jemand gemacht.)

Der Text gelebt

Wiederholung

Es wird ein großes Plakat in die Mitte gelegt, darauf sind zwei menschliche Silhouetten gemalt. Der Eine steht, der andere kniet oder liegt. Nun überlegen alle zusammen oder mehrere Kleingruppen, wie sich der liegende Mensch wohl gefühlt hat in der Geschichte. Was dachte er, als alle vorbeigegangen sind. Danach geht es um die Frage, was Jesus in der Geschichte so anders gemacht hat als die anderen Personen. Was hat er ganz konkret und körperlich getan? Die Ergebnisse können mit Wörtern oder gemalten Symbolen festgehalten werden.

Gespräch

Nun ist das Ziel, dass die Kinder merken, was diese Geschichte mit ihrem Leben zu tun hat. Dazu dienen die folgenden Gesprächsimpulse:

Hast Du Dich schon mal ganz starr oder gelähmt gefühlt?

Was hat Dich so gelähmt?

Was hilft Dir dann, wieder loszulegen und Dich besser zu fühlen? Hat Dir da schon mal jemand geholfen? (Hier ist es sinnvoll auch ein eigenes Beispiel zu erzählen.)

Konntest Du schon mal jemandem helfen, wieder selbst zu handeln?

Gab es auch Situationen, in denen Du Dich nicht getraut hast, zu helfen? Warum nicht?

Was hilft Dir, dass du hilfst und nicht einfach weitergehst?

Macht es einen Unterschied für Dich, ob die Person Dich fragt, was Du brauchst und Dich dabei anschaut? (Hier kann an die Standbilder vom Anfang erinnert werden.)

Merkvers

Da sagte Jesus zu ihm: »Steh auf, nimm deine Matte und geh!« Johannes 5, 8

Alle Kinder legen sich auf ein Kissen oder einfach auf den Boden. Teamer: „Manchmal, wenn wir uns nicht trauen zu helfen, fühlen wir uns machtlos. So als würden wir selbst bewegungsunfähig am Boden sitzen oder liegen. Jesus kommt aber auch zu uns und sagt „Steh auf!“ Nun stehen die Kinder nach und nach auf. Teamer: „Nimm Deine Matte“, die Kinder rollen pantomimisch eine Matte auf oder heben das Kissen auf. Teamer: „und geh“. Kinder suchen sich einen neuen Platz.

Nun kann sich die Hälfte der Kinder wieder hinlegen, die andere Hälfte hilft ihnen mit dem Aufsagen des Merkverses auf. Danach werden die Gruppen gewechselt. So wird deutlich: Sowohl wenn ich helfen will, als auch wenn ich Hilfe brauche, ermutigt und bestärkt mich Jesus mit diesem Zuspruch.

Gebet

Jedes Kind überlegt sich eine Person, die Hilfe oder die Ermutigung von Jesus brauchen könnte. Dann beginnt der Mitarbeitende, zu beten:

Jesus, du zeigst uns, wie wir helfen können, und dass es hilft, die Menschen um uns herum anzuschauen und zu fragen, was ihnen helfen würde. Manchmal fällt es uns schwer, aufzustehen und loszugehen und Hilfe anzubieten. Doch du möchtest uns und anderen Mut geben, selbst zu handeln und wieder loszugehen. Lass uns einen Unterschied machen, wenn wir Menschen begegnen und sprich du auch ihnen Mut zu. Dabei denken wir an (Hier können die Kinder dann nach der Reihe die Namen aufzählen, an die sie grade gedacht haben. Das muss vorher gut erklärt werden). Mach auch ihnen Mut.
Danke, dass Du mit uns gehst. Amen.

Kreatives

Matte basteln

Aus verschiedenen Stoffresten können die Kinder ihre eigene Matte basteln. Das, was sie manchmal beschwert und sie belastet, können sie auf die Stoffreste schreiben. Die Stoffreste werden dann entweder aneinander genäht oder getackert. Hinten kann noch mit Stoffstiften „Steh auf“ raufgeschrieben werden. Die Matte kann die Maße 10cm x 30cm haben und dient zur Erinnerung an Jesu Ermutigung.

Spiel

Die blaue Plane aus dem Anspiel dient wieder als Wasserersatz. Nun legt sich ein Kind auf den Boden und macht sich ganz schwer. Ein bis drei andere Kinder haben nun die Aufgabe, das liegende Kind auf die Plane zu bringen. Hierbei können auch verschiedene Teams gegeneinander antreten, da es ja auch in der Bibelgeschichte darum ging, der oder die Erste zu sein. Wichtig dabei ist, dass das liegende Kind gar nicht mithelfen darf.

Rätselhaftes

Entweder drei Kinder oder die Mitarbeitenden stellen als Standbild eine Szene der Bibelstelle nach. Die anderen Kinder müssen ganz genau angucken, wie es aussieht. Auch Kleidung ist dabei wichtig. Dann gehen die anderen Kinder raus und die Standbild-Darsteller haben drei Minuten Zeit, fünf Dinge an ihrem Bild zu verändern. Wenn die Kinder wieder reinkommen, müssen sie diese fünf Dinge herausfinden.

(T)Extras

Lieder

Seid nicht bekümmert

Dich hat der Himmel geschickt (Daniel Kallauch)

Kindermutmachlied

Ich helfe gern (Daniel Kallauch)

Spar Dir Deine Sorgen

Spiel

Zublinzeln

Hier kann die Gruppe Zublinzeln spielen. Die Kinder stellen sich in einen großen Kreis mit den Gesichtern zueinander und hinter jedem Kind steht ein anderes Kind. In dem Kreis gibt es einen Spieler ohne Hintermann oder -frau, dieser eröffnet das Spiel. Er schaut sich in dem Kreis um und zwinkert dann einem bestimmten Mitspieler zu. Dieser muss natürlich sehr aufmerksam sein, um das Zwinkern zu bemerken. Dann läuft der Spieler, dem zugezwinkert wurde, so schnell er kann von seinem Hintermann weg zu dem Spieler, der ihm zugezwinkert hat und stellt sich hinter diesen. Damit das Spiel nicht zu einfach wird, hat natürlich der Hintermann die Hände auf dem Rücken. So muss er versuchen noch viel schneller zu reagieren als sein Vordermann und diesen zu umarmen, damit er nicht die Möglichkeit hat wegzulaufen. Man kann dieses Spiel auch so spielen, dass alle Kinder, die vorne stehen, auf Stühlen sitzen. So ist das „Steh auf“-Thema nochmal mehr involviert.

Aktionen

Einander helfen

Ein Kind trägt eine Augenbinde, und hat die Füße zusammengebunden. Nun darf ein anderes Kind den zusammen Gebundenen nur mit seiner Stimme erklären, wie er die Füße frei bekommt. Danach kann es auch die Augenbinde abmachen.

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Salbung in Bethanien (Fall 10)

Schwerpunkte

  • Jesus ist Liebe und Dankbarkeit ihm gegenüber wichtiger als Geld
  • Jesus weiß, dass er sterben wird
  • Jesus sieht das Herz an
  • Judas ist Geld wichtiger als Liebe – er verrät Jesus für Geld
  • Wie kann man Jesus seine Liebe zeigen?

Besonderheiten

  • Ein Fall für Spürnasen
  • Es werden drei Räume gebraucht: Gruppenraum + „Haus“ von Simon, dem Aussätzigen + Tempel, Halle der Quadersteine – alternativ wird der Gruppenraum während der ersten Suchphase zum Tempel umdekoriert

Situation

Jesus ist mit seinen Jüngern in Bethanien (das bedeutet „Haus des Elends“) bei Simon, dem Aussätzigen zu Besuch. Einige Kommentatoren vermuten, dass Jesus Simon geheilt hat. Als sie beim Essen sind, kommt eine Frau herein, zerbricht ein Fläschchen mit kostbarem Nardenöl und gießt es über Jesu Kopf. Wegen dieser Verschwendung gibt es Aufregung unter den Jüngern, vor allem bei Judas. Man hätte das Öl verkaufen sollen, um mit dem Geld den Armen zu helfen. Die Summe von 200 Denaren entspricht dem Jahreslohn eines Arbeiters – heute entspricht das in etwa 30.000 Euro. Jesus weist darauf hin, dass die Jünger immer Gelegenheit haben werden, den Armen zu helfen, doch dass die Gelegenheit, Jesus Gutes zu tun, nicht immer vorhanden sein wird. Er sieht die Liebe der Frau und weist darauf hin, dass sie ihn für sein Begräbnis gesalbt hat.

Diese Geschichte wird mit unterschiedlichen, weiteren Informationen von Matthäus (26,6 f.), Markus (14,3 f.) und Johannes (12,1 f.) erzählt. Interessanterweise steht vor allen drei Berichten der Beschluss der führenden Priester und Gesetzeslehrer, Jesus zu töten. Sie haben dafür unterschiedliche Gründe (siehe Joh 11,47-57; Mk 14,1 f.; Lk 22,2). Markus und Matthäus berichten außerdem, dass nach der Diskussion über die Salbung mit Nardenöl Judas zu den führenden Priestern geht, um Jesus gegen Geld – einem Zehntel des Wertes des Salböls – zu verraten. Man könnte annehmen, dass die Begebenheit im Haus des Simon das Fass für Judas zum Überlaufen gebracht hat. Auch in unserem heutigen Alltag wird über den Umgang mit Geld und mit Lebensprioritäten gestritten.

Erlebniswelt der Kinder

Je nach Alter ist den Kindern die Bedeutung des Geldes bewusst. Sie werden eventuell zu Hause erlebt haben, dass darum gestritten wird, wie Geld ausgegeben wird, was als Verschwendung und was als Investition gesehen wird. Je nachdem wie die Kinder geprägt sind, wird es für sie überraschend sein, dass für Jesus Geld nicht so wichtig ist wie Liebe.

Mit Sicherheit kennen die Kinder Parfüm oder gut riechendes Deo, Duschgel oder Ähnliches. Sie wissen, dass Parfüm Geruch verdecken soll bzw. dazu verwendet wird, auf sich aufmerksam zu machen. Es wird ihnen unbekannt sein, dass man Narde früher bei der Beerdigung eines Toten, zum Salben der Füße und als Medizin verwendet hat. Auch die Preise für Parfüm dürften sie bisher nicht interessiert haben. Um alle Kinder auf den gleichen Wissensstand zu bringen, werden diese Aspekte in der Einführung geklärt.

Für die nachfolgenden Detektivfälle ist es für die Kinder wichtig zu erfahren, dass Jesus von seinem bevorstehenden Tod wusste und dass Judas ihn verraten hat.

Einstieg

Material: verschiedene Parfümflaschen, Klebepunkte, Stifte, Bild von einem teuren Parfum (z. B. Prospekt), Bild vom teuersten Parfüm der Welt – (im Internet suchen und ausdrucken, bitte die rechtlichen Bedingungen beachten)

Gespräch zum Thema Parfüm

1. Parfümflaschen zeigen und die Kinder daran riechen lassen.

2. Wozu braucht man eigentlich Parfüm?

  • um Gestank zu verdecken (Mittelalter, Begräbnis zur Zeit Jesu)
  • um auf sich aufmerksam zu machen
  • Bestandteil für Salböl, um zum Beispiel Gästen die Füße oder Tote zu salben
  • es wurde auch als Medizin eingesetzt

3. Kinder schätzen den Preis

a. Den Kindern wird ein Bild von einem teuren Parfüm, z. B. Chanel, aus einem Prospekt gezeigt: Was würdet ihr für dieses Parfüm bezahlen? (Preis vorher verbergen)
b. Den Kindern wird das Bild des teuersten Parfums gezeigt: Was denkt ihr, kostet das im Moment teuerste Parfüm der Welt?

4. Zur Zeit Jesu gehörte Narde zu den teuersten Parfümen. 500 ml entsprachen 200 Denare und waren der Jahreslohn eines Arbeiters.

Es war deshalb so teuer, weil es aus Pflanzen gewonnen wurde, die im Himalaja wuchsen und deshalb schwierig zu beschaffen waren. Es wurde auch zu medizinischen Zwecken verwendet und gilt als desinfizierend. Diese Pflanze wurde auch bei Salben verwendet.

5. Stellt euch vor, es käme jemand und würde versuchen, euch zu bestechen, damit ihr etwas Verbotenes macht.

a. Was müsste man euch bieten?
b. Was müsste man euch bieten, damit ihr euren Freund / eure Freundin verratet? Oder würdet ihr das nie tun?

6. Wie kann man Liebe und Dankbarkeit ausdrücken?

Es gibt verschiedene Arten, um Liebe und Dankbarkeit auszudrücken. Sammelt die Möglichkeiten auf einem Plakat und verteilt dann Punkte auf dem Plakat: Was ist für euch der wichtigste Ausdruck von Liebe? (Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“!)
Beispiele: Geschenke, Zeit, Worte, Berührung, Hilfe …

7. Was ist wichtiger – Geld oder Liebe?

Aktion

Material

  • Detektivhinweise
  • Stift
  • Parfüm
  • Türschild: „Simon, der Aussätzige“
  • Türschild: „Tempel – Halle der Quadersteine“
  • Kiste oder kleiner Tisch
  • Tischdecke
  • Kissen
  • Diktiergerät oder anderes Tonabspielgerät
  • Indizien (Suchbefehl, Notizzettel des Hohepriesters, Vertrag mit Judas, Brief des Judas)
  • Geheimcode
  • Belohnung/Schatz für Detektive

Vorbereitung

  • Zimmer 1 (Gruppenraum) ist das Detektivbüro.
  • Bei Zimmer 2 die Türklinke mit Parfüm einsprühen.
  • Im Zimmer 2 am Eingang das Türschild: „Simon, der Aussätzige“ anbringen. Im Raum ist eine Kiste mit einer Tischdecke bezogen, daneben liegen Kissen. Auf dem Tisch stehen eine Parfümflasche und ein Diktiergerät oder anderes Abspielgerät
  • Auf dem Diktiergerät ist ein Wortwechsel zwischen drei Personen zu hören (kann den Kindern auch schriftlich zur Verfügung gestellt werden):

„Ich finde diese Frau unmöglich! Dieses Parfüm hätte man für viel Geld verkaufen und Arme damit unterstützen können!“
„Ja, Judas, das finde ich auch! Einfach den Jahreslohn eines Arbeiters in zwei Minuten auszukippen – auch wenn es auf den Kopf von Jesus ist.“
„Lasst die Frau in Ruhe! Sie hat mir etwas Gutes getan. Arme habt ihr immer unter euch! Mich nicht. Sie hat meinen Körper im Voraus für das Begräbnis gesalbt. Ihr könnt sicher sein, man wird immer an diese Tat denken.“
„Ich finde diese Frau unmöglich! Dieses Parfüm hätte man für viel Geld verkaufen und Arme damit unterstützen können!“
„Ja, Judas, das finde ich auch! Einfach den Jahreslohn eines Arbeiters in zwei Minuten auszukippen – auch wenn es auf den Kopf von Jesus ist.“
„Lasst die Frau in Ruhe! Sie hat mir etwas Gutes getan. Arme habt ihr immer unter euch! Mich nicht. Sie hat meinen Körper im Voraus für das Begräbnis gesalbt. Ihr könnt sicher sein, man wird immer an diese Tat denken.“

  • Das Zimmer 3 mit Schild kennzeichnen: „Tempel – Halle der Quadersteine“.
  • In diesem Zimmer 3 den Suchbefehl, den Notizzettel des Hohepriesters und den Vertrag mit Judas an den Wänden „verstecken“, z. B. zwischen Plakaten, an der Regalrückwand oder Schrankseitenwand. Bei mehreren Gruppen kann man das Zimmer auch in „Suchecken“ aufteilen oder jeder Gruppe ein eigenes Zimmer zuweisen.
  • Die Nachricht von Judas in Geheimschrift erstellen. Man kann den Text verschlüsseln. In diesem Fall muss der Code auch im Zimmer zu finden sein. Man kann die Nachricht aber auch mit einer Kerze schreiben, die dann mit Pulver sichtbar gemacht werden kann (siehe Detektivspiele). Dies muss für die Zeit und das Material berücksichtigt werden.

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Die Kinder treffen sich in Zimmer 1, dem Gruppenraum.

Chefdetektiv

„Es gab einen Vorfall: Aus einem Haus kam eine Geruchswolke und dann laute Stimmen. Sucht das Haus (Zimmer), bei dem ihr einen besonderen Geruch feststellt! Wenn ihr das Haus bzw. Zimmer 2 (Bezeichnung anpassen) gefunden habt, findet Folgendes heraus:

Detektivhinweise 1

1.Wem gehört das Haus?

a. Simon, dem Aussätzigen (   )
b. Simon Petrus (   )
c. Bartimäus (   )

2. Welche Art von Geruch ist es? Kreuzt die richtige Antwort an.

a. Toilettengeruch (   )
b. Gas (   )
c. Parfüm (   )

In dem Haus findet ihr auf dem Tisch Informationen bzw. Gesprächsaufzeichnungen, die euch weiterhelfen können. Klärt ab:

3. Wer ist für den Geruch verantwortlich?

a. Hausherr (   )
b. Jesus (   )
c. Frau (   )

4. Wer hat da gestritten?

Person 1:
a. Judas (   )
b. Nikodemus (   )
c. Markus (   )

Person 2:
a. Jünger (   )
b. Passant (   )
c. Römer (   )

Person 3:
a. Petrus (   )
b. Maria (   )
c. Jesus (   )

5. Wie deutet Person 3 das Geschehen?

a. Das kostbare Salböl war für seine Beerdigung bestimmt. (   )
b. Das Salböl ist gut für die Haut. (   )
c. Das kostbare Salböl sollte ihm helfen, gesund zu werden. (   )

6. Denkt Jesus, dass er bald sterben wird?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

7. Die Frau hat das Salböl verwendet, um …

a. auf sich aufmerksam zu machen. (   )
b. ihre Liebe und Dankbarkeit auszudrücken. (   )
c. zu demonstrieren, wie reich sie ist. (   )

8. Welche Aussage stimmt nicht?

a. Gott versteht uns – auch wenn andere uns nicht verstehen. (   )
b. Gott ist es am wichtigsten, dass Geld gespendet wird. (   )
c. Gott möchte unsere Liebe, nicht nur unser Geld. (   )

Wenn ihr die Aufgaben richtig gelöst habt, dann findet ihr auch den Ort, wo es weitergeht:

Die Lösung ist der Raum, der der „Tempel – Halle der Quadersteine“ ist. Im „Tempel – Halle der Quadersteine“ finden die Detektive folgende Indizien:

Indizien für die Detektive

1. Vertrag zwischen Judas Iscarioth und Kaiphas

Für Hilfe bei der heimlichen Ergreifung von Jesus von Nazareth erhält Judas Iscariot 30 Silberlinge.
Gezeichnet: Kaiphas

2. Notiz des Hohepriesters Kaiphas

Wo dieser Jesus ist, laufen die Menschen zusammen! Dieser Aufruhr um Jesus ist ein Problem! Die Römer könnten denken, es gibt einen Aufstand, nehmen uns das Land weg und verschleppen alle Einwohner als Sklaven. Dieser Jesus muss weg! Besser einer stirbt für das Volk, als wenn das Volk wegen einem stirbt! Auf keinen Fall aber am Passahfest, sonst gibt es erst recht einen Aufruhr, weil das Volk ihn schützt. Eventuell kommen wir dann selbst zu Schaden. Wir müssen ihn so erwischen, dass es nur wenige mitbekommen und ihm keiner helfen kann. Schade, dass er keinen festen Wohnsitz hat. Keiner weiß so genau, wo er sich nachts aufhält.
nach: Johannes 11,47-57; Markus 14,1 f.; Lukas 22,2

3. Brief in Geheimschrift

Kommt zum Garten Gethsemane in ungefähr einer Stunde.
Wen ich mit einem Kuss begrüße, den ergreift!
Gezeichnet: Judas

4. Fahndungsbogen

Gesucht!
Name: Jesus aus Nazareth
Wer einen Hinweis zum Verbleib von Jesus aus Nazareth geben kann, der zur Ergreifung dieses Mannes führt, erhält eine Belohnung!
gez. Kaiphas
Tempel – Halle der Quadersteine

Detektivhinweise 2

Diese Hinweise erhalten die Detektive im Tempel. Hier wird jemand mit Suchbefehl gesucht! Schaut euch in diesem Tempel um. Sucht an den Wänden nach den Indizien und findet heraus:

  1. Wer wird gesucht?

a. Barabbas (   )
b. Jesus (   )
c. Judas (   )

2. Wer ist der Auftraggeber?

a. Hohepriester Kaiphas (   )
b. Pontius Pilatus (   )
c. Nikodemus (   )

3. Liegt ein Verbrechen vor?

a. ja (   )
b. nein (   )

4. Warum ist es schwierig, den Gesuchten zu finden?

a. Er hat keinen festen Wohnsitz. (   )
b. Er zeigt sich nur selten. (   )
c. Er versteckt sich. (   )

5. Vor was haben die Verantwortlichen Angst?

a. Dass Jesus ein Selbstmordattentäter sein könnte. (   )
b. Dass die Menschenmenge den Gesuchten schützt, wenn sie ihn verhaften, es zu einem Aufruhr kommen könnte und die Römer deshalb das Volk bestrafen. (   )
c. Dass die Römer sie bestrafen, wenn sie Jesus verhaften. (   )

6. Jemand hat sich aufgrund eines Streites gemeldet. Er ist bereit, Hinweise für die Ergreifung des Gesuchten zu geben. Findet heraus, wer sich gemeldet hat. Dazu müsst ihr die Geheimschrift lösen. Es ist …

a. Judas (   )
b. Johannes (   )
c. Jakobus (   )

7. Wie viel Geld bekommt der Verräter?

a. 10 Silberlinge (   )
b. 20 Silberlinge (   )
c. 30 Silberlinge (   )

Sucht hier eure Belohnung (Ort den Gegebenheiten anpassen)

Vertiefung

Die Geschichte wird aus der Bibel vorgelesen.

Gespräch

  • Was ist für Jesus wichtiger – Geld oder Liebe?
  • Die Frau hat Jesus ihre Zuneigung gezeigt, indem sie ihn gesalbt hat. Wie können wir Jesus unsere Zuneigung zeigen? (Kinder überlegen und nennen Möglichkeiten, zum Beispiel mit ihm reden, auf ihn hören …)

Puzzle mit Bibeltext

Material: für jede Gruppe ein Puzzle mit dem Text: Jesus sagt: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40), Papier, Kleber

Die Kinder setzen das Puzzle zusammen:

  • Was ist mit „geringsten Brüdern“ gemeint?
  • Wie können wir anderen helfen, ihnen etwas Gutes tun? (bei den Hausaufgaben, in der Küche, im Haushalt helfen; Kranke besuchen, z. B. Großeltern oder Nachbarn; Geduld haben …)
  • Stellt die Hilfsmöglichkeiten pantomimisch dar.

Andachtsimpuls

Jesus sieht das Herz an. Er sieht Sehnsucht, Liebe, Dankbarkeit. Jesus versteht die Liebessprache der Frau, dass sie ihm etwas Gutes tun möchte. Geld ist ihm nicht wichtig. So versteht er auch unsere innersten Gedanken – und wird uns niemals auslachen. Judas hat das und wohl vieles mehr nicht verstanden, sonst hätte er Jesus vielleicht nicht verraten. Gott hat die Fülle, er braucht unser Geld nicht, er möchte unsere Liebe.

Gebet

Material: Plakat und Stifte oder Tafel und Kreide

Wir haben auch viel Grund, Gott zu danken. Wir sammeln auf dem Plakat, wofür wir Gott dankbar sind!

Lieber Vater im Himmel, vielen Dank, dass du uns lieb hast und uns besser verstehst als jeder Mensch. Vielen Dank, dass du uns niemals auslachen wirst. Vielen Dank … (Dankanliegen vorlesen). Pass auf uns auf, dass wir nicht von dir weggehen, wenn wir dich nicht verstehen, so wie Judas. Hilf uns, dir immer zu vertrauen. Amen

Bastel- und Spielideen

Jesus war zu einem Essen eingeladen: Obstsalat oder Falafel (vegetarische Alternative zum Döner aus dem Nahen Osten) zubereiten.

Falafelbällchen backen

Es wird angenommen, dass Falafel aus Ägypten stammen. Sie werden im gesamten Nahen Osten gegessen. Falafel sind walnussgroße Bällchen aus Kichererbsen. Sie werden zusammen mit frischem oder gebratenem Gemüse in Fladenbrot gegessen – ähnlich wie ein Döner. Rezepte gibt es in Kochbüchern und im Internet.

TIPP: Man kann Kichererbsen auch getrocknet kaufen, 12 Stunden einweichen und dann verwenden. Unkomplizierter und ebenso schmackhaft sind Kichererbsen aus der Dose.
TIPP: Man kann die Bällchen frittieren, doch die Backofen-Variante schmeckt auch gut. Zudem ist sie in der Kindergruppe einfacher, da sie im Ofen nicht beaufsichtigt werden müssen.

Duftkissen basteln

Ein solches Duftkissen kann man in den Schrank legen, damit die Kleidung gut riecht.

Material (pro Person): Stoffreste 7 x 14 cm, getrockneter Lavendel aus dem Garten oder der Apotheke, Stecknadeln, Nadel, Faden, Schere

  • Man legt den Stoff doppelt und fixiert ihn mit Stecknadeln.
  • Ein großes Herz oder Kreis wird eventuell mit Hilfe einer Schablone aufgemalt und doppelt ausgeschnitten.
  • Beide Stoffteile am Rand entlang fast ganz zunähen – eine Öffnung zum Füllen lassen.
  • Mit Lavendel füllen und ganz verschließen.

Spiele für die Nase

zum Beispiel Duftmemory, Duftlabyrinth usw.
Siehe Detektivspiele im Anhang

Von einsamen Hütern zu redseligen Zeugen (Fall 1)

Schwerpunkte

  • ein Zeuge Jesu sein
  • wichtige Informationen und Nachrichten weitergeben
  • Gott steht zu seinem Versprechen: Jesus wird als der zukünftige Retter und der von den Juden erwartete göttliche König bezeugt

Besonderheit

Für Kinder ab 7 Jahren geeignet

Situation

Spektakulärer als man sich die Ankündigung eines Königs bei Hofe vorstellt, wird Jesus den Hirten angekündigt (Lk 2,10). Die Dunkelheit wird durch helles Licht durchbrochen. Angesichts der ungewöhnlichen Boten ist es logisch, dass die Hirten einen Schrecken bekommen und der Engel sie beruhigen muss. Sie haben Grund zur Freude, weil der Retter, Jesus (heb. Jeschua heißt „Retter“ oder „Hilfe“), geboren ist.

Das von den Engeln verwendete Wort stammt aus dem Alten Testament, wo es oft für Gottes Hilfe verwendet wird (z. B. 2. Mose 14,30) und ist ein Ehrenname Gottes (1. Sam 14,39; Ps 17,7; Ps 51,16; Jes 43,3.11).

Die Nennung der Stadt Davids bestätigt seinen Status als verheißener König. Es erinnert an das Versprechen, das Gott David gegeben hat (2. Sam 7,16): sein Thron soll für alle Zeit bestehen. Dieser König wird in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren werden.

Seit Langem warten die Juden auf diese Nachricht: Zwischen Gott und den Menschen wird Friede sein, weil der versprochene Retter, der Messias kommt.

Die Hirten werden in der Weihnachtsgeschichte als die ersten Zeugen bezeichnet, die voller Freude weitererzählen, was sie erlebt haben (vgl. Mt 12,34). Hirten gehörten damals nicht zu den zuverlässigsten Zeugen (siehe Gespräch im Einstieg), aber genau das spricht für die Echtheit der Erzählung. Wenn man eine Geschichte glaubwürdig erfinden will, dann wählt man bessere Zeugen.

Erlebniswelt der Kinder

Zu Beginn sollte man sichergehen, dass die Weihnachtsgeschichte den Kindern bekannt ist und diese – falls nötig – kurz nacherzählen.

Streit gehört vermutlich zur Erlebniswelt der Kinder, vielleicht wurden sie auch bereits als „Zeuge“ hinzugezogen, wer nun Recht hat. Oder andere haben sie beschuldigt, etwas getan zu haben. Es wird ihnen klar sein, dass es für die Betroffenen wichtig ist, dass die Wahrheit gesagt wird.

Kinder erzählen gern, was sie erlebt haben. Wie die Hirten können sie weder Freude noch Trauer für sich behalten. Sie sagen weiter, wo es etwas Gutes gibt. Sie sind dabei aber auf zuverlässige Quellen angewiesen und dürfen auch selbst nicht lügen oder Nachrichten erfinden. Das ist nicht nur für Detektive von Bedeutung. Es ist deshalb für die Kinder hilfreich, falsche Aussagen zu erkennen und sich den Folgen von eigenen Lügen bewusst zu sein.

Nicht allen Kindern wird klar sein, was ein Engel ist, deshalb sollte man spätestens bei der Vertiefung darauf noch einmal eingehen.

Einstieg

Spiel „Sag die Wahrheit“

siehe Detektivspiele im Anhang

Anspiel

Material: Tisch und zwei Stühle, Kappe/Schal für den Mitarbeiter / die Mitarbeiterin oder ein zweiter Mitarbeiter / eine zweite Mitarbeiterin

Schauspielerinnen/Schauspieler: Mitarbeiter/Mitarbeiterin und zwei Freiwillige

Chefdetektiv

„Stellt euch vor, wir sind in einem Klassenzimmer und … (der/die Freiwillige 1) und ich schreiben eine Klassenarbeit. … (der/die Freiwillige 2) ist der Lehrer / die Lehrerin. Wenn ich die Kappe aufhabe, bin ich Schüler, wenn ich sie abnehme, bin ich wieder euer Chefdetektiv.“

Die „Schüler“ setzen sich an den Tisch und tun so, als ob sie schreiben. Der „Lehrer“ / die „Lehrerin“ steht davor. Plötzlich sagt der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin: „Der/die schreibt ja ab! Das geht ja gar nicht!“ Der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin nimmt die Kappe ab und fragt in die Runde der Kinder: „Was habt ihr gesehen?“

Die Kinder sagen ihre Beobachtungen. Beim Gespräch sollte Folgendes herausgearbeitet werden:

  • Was ist genau passiert? Sagen alle Beteiligten die Wahrheit?
  • Was ist ein Zeuge? (Ein Zeuge ist eine Person, die sachlich berichtet, was sie erlebt, gesehen oder gehört hat, ohne etwas hinzuzufügen.)
  • Wer ist hier ein Zeuge? (Alle)
  • Sind alle gute Zeugen? (Nein, der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin hat einfach behauptet, dass abgeschrieben wurde!)
  • Was sagt ein Zeuge nicht? (Ein Zeuge sagt nichts, was er nicht gesehen oder gehört hat, und er deutet es nicht.)
  • Was passiert, wenn ein Zeuge die Unwahrheit sagt? (Jemand wird zu Unrecht verurteilt oder in die Irre geführt, der wahre Täter wird nicht gefunden … Das ist strafbar!)
  • Gibt es unglaubwürdige Zeugen? (Ja, z. B. jemanden, der schon einmal gelogen oder betrogen hat.)

Gespräch

Stellt euch vor, jemand hat euch versprochen, euch etwas zu erfüllen, was ihr euch ganz besonders wünscht. Eines Tages kommt die Person und sagt, wo ihr die Erfüllung eures größten Wunsches finden werdet. Was tut ihr?

Aktion

Material

  • Teelicht im Glas für das Detektivbüro
  • starke Taschenlampe oder Strahler
  • Stimme aus dem Off (ggf. vorher aufzeichnen)
  • Detektivhinweise
  • Stift
  • Teelicht im Glas für die erste Station
  • Schatzkiste mit Weihnachtsgeschichte für jeden und etwas Süßem

Chefdetektiv und Kinder sitzen in einem stark verdunkelten Zimmer, es leuchtet nur ein Teelicht im Glas.

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Bethlehem

„Ist es euch schon einmal passiert, dass ihr etwas erlebt habt und es euch keiner richtig geglaubt hat? Vielleicht, weil ihr Kinder seid oder weil die Geschichte so unglaublich war? Ich will euch von Männern erzählen, denen es vielleicht genauso ging. Es war ihre Aufgabe, auf Schafe aufzupassen. In der Zeit, in der sie lebten, war das kein toller Beruf. Es war gefährlich, besonders wenn ein dummer Wolf meinte, er müsste jetzt ein Schaf verspeisen. Oder wenn sich ein Schaf verirrt hat, musste man es stundenlang suchen. Besonders unangenehm war, dass man wie ein Verbrecher behandelt wurde, weil tatsächlich manchmal Männer dabei waren, die in der Wildnis Schutz vor dem Gesetz suchten …“

Plötzlich helles Licht aus einer Taschenlampe oder Strahler und Stimme aus dem Hintergrund:

„Fürchtet euch nicht! Ich habe eine große Freudenbotschaft für euch und alle, die es hören wollen. Hinter dem Haus bei der Tischtennisplatte (an örtliche Begebenheiten anpassen) werdet ihr einen Hinweis auf etwas finden, was euren Leib und euer Herz erfreuen wird. Und als Zeichen werdet ihr eine Kerze sehen.“

(nach einer Idee von Frank Ortmann in Jungscharleiter 4/2006)

Die Detektive laufen zu dem genannten Ort und suchen dort nach der Kerze und dem Hinweis.

Detektivhinweise

Der erste Hinweis wird bei der Kerze gefunden:

1. An was erinnert euch die Ankündigung dieses Hinweises?

a. Sie erinnert an Mose beim brennenden Dornbusch. Geht zu …
b. Sie erinnert an die Hirten, denen ein Engel eine gute Nachricht verkündigt. Geht zu …
c. Sie erinnert an Zacharias, dem ein Sohn versprochen wird. Geht zu …

2. Ein Engel …

a. ist ein Zombie. Geht zu …
b. ist ein Bote Gottes, der besonders aussehen kann, aber nicht besonders aussehen muss. Geht zu …
c. ist ein Mensch aus England. Geht zu …

3. Der Engel sagte, dass die Hirten keine Angst zu haben bräuchten, denn sie hätten eine gute Nachricht. Welche?

a. Der Retter wurde in der Stadt Davids geboren. Geht zu …
b. Es gibt eine Party, weil dieses Jahr so viele Schafe Lämmer bekommen haben. Geht zu …
c. Fürchtet euch! Jemand will eure Schafe stehlen! Geht zu …

4. Im Alten Testament wird als Retter in Not oft genannt:

a. Der König – Geht zu …
b. Gott – Geht zu …
c. Ein Prophet – Geht zu …

5. Die Stadt Davids war …

a. Bethlehem, weil David dort geboren war. Geht zu …
b. Be’er Sheva, weil dort ein berühmter Brunnen ist. Geht zu …
c. Bethesda, weil das in Jerusalem liegt. Geht zu …

6. Gott hatte David etwas versprochen.

a. Reichtum. Geht zu …
b. Einen Nachfolger auf dem Thron. Geht zu …
c. Viel Macht. Geht zu …

7. Die Menschen in Israel warteten schon lange …

a. auf einen von Gott gesandten König, der Frieden bringt. Geht zu …
b. auf Wohlstand und Reichtum. Geht zu …
c. auf Glück. Geht zu …

8. Als Zeichen, dass die Nachricht der Engel richtig ist, sollten die Hirten …

a. nach Jerusalem gehen und dort im Königspalast nachfragen. Geht zu …
b. nach Bethlehem gehen und in einem Krankenhaus nachfragen. Geht zu …
c. nach Bethlehem gehen und in einem Futtertrog für Tiere nachsehen. Geht zu …

9. Als die Hirten das hörten, …

a. hatten sie keine Lust nachzusehen. Geht zu …
b. liefen sie sofort los und schauten, ob die Nachricht richtig war. Geht zu …
c. liefen sie sofort los und benachrichtigten die Bewohner von Bethlehem. Geht zu …

10. Die Hirten fanden das Kind …

a. in Windeln eingewickelt bei seinen Eltern Maria und Josef. Geht zu …
b. in einem Strampler neben Ochs und Esel. Geht zu …
c. nicht. Geht zu …

11. Was bedeutet der Name „Jesus“ auf Deutsch?

a. Retter! Geht zu …
b. Rache! Geht zu …
c. Ruhe! Geht zu …

12. Die Hirten erzählten weiter, …

a. was sie gesehen und der Engel ihnen gesagt hatte. Alle staunten. Geht zu …
b. was der Engel ihnen gesagt hatte, doch Maria und Josef glaubten ihnen nicht. Geht zu …
Sucht an diesem Ort das angekündigte Zeichen im Umkreis von … Metern!

Am Ziel finden die Kinder einen Schatz: etwas Süßes und die Weihnachtsgeschichte.

Vertiefung

Gespräch

  • Was habt ihr erlebt? Die Kinder erzählen.
  • Eventuell die Geschichte aus Lukas 2,1-20 vorlesen oder erzählen.

Bibelfußball

Auf einen grünen Karton wird in Umrissen ein Fußballfeld aufgezeichnet. Dabei wird jeweils in den Toren, auf der Mittellinie und bei den Strafräumen ein Kreuz gemacht. Ein ausgeschnittener Ball wird auf die Mittellinie gelegt. Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt und es wird festgelegt, welche Gruppe welches Tor hat. Wer die erste Frage beantworten kann, darf den Ball auf das nächste Kreuz in Richtung gegnerisches Tor schieben. Die nächste Frage oder Aufgabe wird gestellt … Welche Gruppe macht die meisten Tore?

  • Warum waren die Hirten zur Zeit Jesu unbeliebt? (Manchmal waren Verbrecher dabei.)
  • Welche Botschaft haben die Engel für die Hirten? (Euer Retter ist geboren worden!)
  • Was ist das Erkennungszeichen? (Sie werden ein Kind in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe finden.)
  • Was wäre passiert, wenn die Hirten sich damals nicht auf den Weg gemacht hätten? (Sie hätten nicht erfahren, ob der Engel Recht gehabt hat; sie hätten niemandem davon erzählen können.)
  • Was haben die Hirten damals gefunden? (Sie haben Jesus, den Retter der Welt, das Baby Jesus gefunden.)
  • Worüber haben sich die Hirten so sehr gefreut, dass sie es weitererzählt haben? (Sie haben den von Gott versprochenen Retter, der Frieden bringen soll, gefunden.)
  • Die Hirten haben von ihrem Erlebnis als Zeugen weitererzählt. Nennt einen Menschen, der auch von Jesus weitererzählt hat oder es noch tut. (Eltern, Mitarbeiter/Mitarbeiterin der AG …)
  • Warum könnte es wichtig sein, dass Menschen von Jesus erfahren? (Wie den Hirten kann es ihnen Mut und Hoffnung im Leben geben. Es kann ihr Leben verändern. Hier besteht die Möglichkeit, ein eigenes Erlebnis mit Jesus zu erzählen oder zu begründen, warum man die Gruppe leitet.)
  • Was wäre denn, wenn niemand von seinen Erlebnissen mit Gott weitererzählt hätte? (Es würde vielleicht keine Gemeinde oder Kirche geben.)

Hinweis: Ihr könnt auch andere zu uns Detektiven einladen, damit auch sie sich auf die Spuren von Gott machen.

Andachtsimpuls

Die Hirten haben Jesus gesehen und sind so begeistert, dass sie anderen von ihm weitererzählen. Die Menschen wundern sich und staunen. Für die Hirten hat sich äußerlich nichts geändert. Sie sind immer noch Hirten, doch durch das Erlebnis haben sie die Hoffnung im Herzen, dass Gott die Menschen nicht vergessen hat und ihnen Hilfe schickt. Die Hirten haben den anderen von ihren Erlebnissen erzählt.

Gebet

Lieber Vater im Himmel, öffne uns so wie den Hirten die Augen, dass wir dich in unserem Alltag erleben und merken, wenn du mit uns redest. Mach uns auch mutig, das zu tun, was du von uns möchtest, auch wenn uns vielleicht Menschen auslachen. Amen

Spiel

Ein falscher Zeuge hat sich eingeschmuggelt. Er behauptet, den Hirten wäre Folgendes passiert. Immer, wenn eine falsche Aussage kommt (fett markiert, die richtige Aussage steht in Klammern dahinter), steht ihr vor Empörung auf! Wer richtig steht, bekommt eine Süßigkeit bzw. einen Punkt.

„Wir Hirten waren im Stall (auf dem Feld), als wir plötzlich ein Geräusch hörten. Da stand eine Frau (ein Engel) vor mir und übergab (sagte) mir eine Nachricht. Sie sagte, wir hätten Grund, jetzt Angst (Freude) zu haben! Wir würden in Bethsaida (Bethlehem) ein Kind in einem Gasthaus (Stall) finden. Dieses Kind sei eine Bedrohung (die Rettung) für die Menschheit. Wir liefen nach Bethlehem und fanden das Kind in einem Restaurant (einem Stall). Auf dem Heimweg erzählten wir niemandem (allen Menschen, die wir trafen) von unserem Erlebnis. Voller Angst (Freude) kamen wir wieder zurück zu unseren Tieren.“

Bastel- und Spielideen

Backen

Ausstecher-Plätzchen (Rezepte finden sich z. B. im Internet) mit Ausstechern in Form von Schafen, Sternen, Engeln backen und anschließend verzieren.

Geschenke basteln

Die Hirten haben dem Kind vielleicht etwas mitgebracht. (Hier können eigene Ideen aus Bastelbüchern umgesetzt werden.)

Schleuder

Material: Haushaltsbeutel, Sand, Schnur, Krepppapierstreifen, eventuell Stoff

  • Den Haushaltsbeutel mit Sand füllen und verschnüren.
  • Krepppapierstreifen zusammen mit einer Schnur herumbinden.
  • Den Beutel mit den Streifen auf die Mitte eines quadratischen Stoffes legen. Die Ecken des Stoffs hochziehen und verschnüren – fertig. Alternativ kann man den Sandbeutel mit den Krepppapierstreifen auch in einen Socken stecken.

Spiele mit der Schleuder

  • Eimer in unterschiedlicher Entfernung treffen.
  • Eimer rückwärts treffen.
  • Eimer mit verbundenen Augen treffen (Partner hilft).
  • Anstelle eines Eimers kleinere Dosen treffen.
  • Wer schleudert am weitesten?

Hirtenflasche

Material: PET-Flaschen 300 ml, Leder- oder Stoffreste, Kleber, Kordel

  • Die PET-Flasche wird mit Leder- oder Stoffresten bzw. Lederimitat beklebt.
  • Der Flaschenhals wird mit Kordel, Strick oder Bast verknotet, sodass die Flasche am Gürtel oder um die Schulter getragen werden kann.

Spiele

Zeugenspiele – Mörderspiel 1

siehe Detektivspiele im Anhang

Schafe behüten

Material: Augenbinde, Teller mit Spielzeugschaf oder Süßem

Der Hirte sitzt mit verbundenen Augen in der Mitte des Raumes, die Räuber stehen im Abstand von mindestens 2 m außen herum. Einer nach dem anderen darf versuchen, dem Hirten ein „Schaf“ zu stehlen.

Variante: Es ist Nacht, deshalb leuchtet der Hirte im dunklen Raum dorthin, wo er einen Räuber hört. Trifft der Lichtstrahl, muss der Räuber zurück.

Schäfchen, mäh einmal

Material: Augenbinde

Ein guter Hirte kennt seine Schafe! Mit verbundenen Augen geht ein Hirte/Kind im Kreis reihum und bittet ein anderes Kind: „Schäfchen, mäh einmal!“ Es muss versuchen, das Kind an der Stimme zu erkennen.

Schafe treiben (für Gruppen ab 10 Kindern)

Material: verschiedenfarbige Zettel in zwei bis drei Farben

Zwei bis drei Hirten/Kinder bekommen jeweils eine Farbe zugeteilt. Unter den restlichen Kindern, den Schafen, werden die verschiedenfarbigen Zettel gleichmäßig so verteilt, dass die Hirten die Farben nicht sehen. Die Schafe bewegen sich im Raum: sie laufen, grasen, trinken Wasser, legen sich hin. Die Hirten gehen unter den Schafen herum, berühren sie am Kopf und sagen oder zeigen ihre Farbe, z. B. Rot. Wenn das Kind eine Karte mit der Farbe hat, folgt es dem Hirten auf seiner Suche nach dem Rest der Herde. Wenn das Kind eine andere Farbe hat, sagt es „Määh!“ und spielt weiter Schaf. Der Hirte, der zuerst alle seine Schafe gefunden hat, gewinnt das Spiel.

Störrische Schafherde

Die Herde macht immer das Gegenteil von dem, was der Hirte von ihnen will. Alle gehen durcheinander durch den Raum. Der Hirte gibt zum Beispiel das Kommando: „Auf den Zehenspitzen laufen!“ (oder „Auf dem rechten Bein hüpfen!“, „Den linken Arm heben!“ …). Die Schafe sind aber störrisch und machen genau das Gegenteil. Sie laufen auf der Ferse oder hüpfen auf dem linken Bein usw. Das „Schaf“, das als Letztes die Bewegung anpasst, scheidet aus. Das letzte „störrische“ Schaf ist der neue Hirte.

Schaf verschwunden

Material: kleines Spielzeugschaf

Das kleine Schaf wird im Raum versteckt. Alle Kinder stehen im Raum und dürfen sich still umschauen. Wer es entdeckt, setzt sich hin. Wenn alle sitzen, darf der erste Finder, die erste Finderin das Schaf neu verstecken.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zu Daniel aus JUMAT 2/20. Sie beginnt der Erziehung am Königshof und behandelt die wesentlichen Geschichten aus dem Leben Daniels bis hin zur bekannten Geschichte von Daniel in der Löwengrube. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe ein passendes Spielprogramm.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zum 1.Petrusbrief aus JUMAT 2/20. Die Reihe beginnt mit der Einheit zur lebendigen Auferstehungshoffnung. Es schließen sich vier Einheiten mit Zusagen und Mahnungen an, die Petrus den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben hat und die auch heute noch für Kinder eine Relevanz haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Entwurf für einen Familiengottesdienst zum Muttertag. Inhaltlich schließt das Thema des Gottesdienstes an die Einheit „Weggeworfen“ an, denn es geht um das Wegwerfen von Sorgen.

Das Ziel

Starter 

Gott sorgt für uns und steht uns bei. Wir können jederzeit zu ihm beten und ihn um Hilfe bitten.

Checker

Wenn wir Gott vertrauen und uns auf ihn verlassen, kann er Großes in unserem Leben bewirken. Er ist nur ein Gebet von uns entfernt.

Der Text an sich

Daniel und seine drei Freunde wurden in der Geschichte zuvor am babylonischen Königshof von Nebukadnezar eingestellt und dienten ihm als Berater. Im heutigen Text sollen nun alle Berater plötzlich umgebracht werden. Dazu zählen inzwischen auch Daniel und seine drei Freunde. Wie kommt das nun?

König Nebukadnezar hatte einen sehr beunruhigenden Traum, der ihn nicht mehr loslässt. Da ist es verständlich, dass er unbedingt herausfinden möchte, was ihm dieser Traum sagen soll. Er ruft alle seine Berater zusammen. Dazu gehören eine Menge Leute: Wahrsager, Geisterbeschwörer, Zauberer und Sterndeuter. Das sind Leute mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Beratung und man könnte meinen, dass irgendjemand ihm weiterhelfen kann. Der König macht es ihnen jedoch auch nicht leicht, denn sie sollen nicht nur den Traum deuten, sondern zuvor erzählen, was Nebukadnezar überhaupt geträumt hat. Falls die Berater dieses nicht können, so sollen sie getötet werden. Es geht also auch um die Ehre. Dass die Berater aufgeschmissen sind, ist verständlich, denn Gedanken lesen kann schließlich keiner. Sie versuchen den König dazu zu bringen, von dem Traum zu erzählen. Dieser lässt sich jedoch nicht darauf ein, denn einen Traum auszulegen, könne jeder, sagt er.

Da die Berater Nebukadnezar nicht weiterhelfen können, steht das Todesurteil fest. Davon sind auch Daniel und seine Freunde betroffen. Diese waren jedoch überhaupt nicht dabei und hatten keine Ahnung, woher dieses Urteil so plötzlich kommt. Über Arjoch, der der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache ist, erfährt Daniel, warum dieses Urteil gefällt wurde. Seine Reaktion ist anders als man eventuell erwartet. Er versucht nicht den König umzustimmen, sondern lässt sich von ihm Zeit geben, die Fragen des Königs beantworten zu können. Dabei verlässt er sich ganz auf Gott und bittet ihn, dass dieser Daniel den Traum und dessen Bedeutung verraten möge. Auch seine Freunde beten zu Gott. Daniel erfährt des Rätsels Lösung, lobt Gott und berichtet Nebukadnezar über dessen Traum und die Bedeutung. Dabei betont Daniel immer wieder, dass keiner den Anforderungen, die der König gestellt hat, gerecht werden kann, auch er nicht, sondern dass ihm dieses nur durch Gott möglich ist. Der König ist beeindruckt. Er erkennt den Gott Daniels als den höchsten der Götter an. Außerdem befördert er ihn und seine drei Freunde. Gott hört auf die Bitten seiner Kinder und greift wieder einmal ein.

Der Text für mich

Was für ein radikaler König. Nur weil ein paar Leute Nebukadnezar nicht sagen können, was dieser geträumt hat, sollen alle Gelehrten umgebracht werden. Daniel und seine Freunde haben gar keine Chance gehabt. Ich kenne das nur zu gut. Immer wieder im Leben kann es vorkommen, dass man für etwas verantwortlich gemacht wird, womit man überhaupt nichts zu tun hat und nicht einmal die Möglichkeit bekommt, sich dazu zu äußern, sondern gleich verurteilt wird. Wie geht man nun mit solchen Situationen um? Ich kann mir an Daniel nur ein Beispiel nehmen und Gott meine Sorgen und alles, was mich belastet, ihm überlassen. Gebet hat eine ungeheure Kraft. Das darf ich an vielen Stellen in der Bibel und in meinem eigenen Leben immer wieder erfahren. Gott weiß, was für mich gut ist und wird mich auf jedem meiner Wege begleiten. Ich darf wissen: Am Ende wird alles gut!

Der Text für dich

Starter  

Kinder kennen es, dass nicht immer alles so läuft, wie sie es gerne hätten. Schlechte Nachrichten gehören zu ihrem Leben. Schön ist es dann, zu wissen, dass Gott immer bei uns sein wird. Er weiß um uns und unsere Situation. Auch wenn wir nicht wissen, wie es weitergehen soll, so kennt Gott Wege, die uns aus diesen Situationen heraushelfen. Er ist immer für uns da. Wir müssen ihm nur vertrauen und ihn auch um die Hilfe bitten. Lasst uns den Kindern ein Vorbild sein und ihnen zeigen, wie man Gott in sein Leben einbeziehen kann.

Checker

Die Geschichte von Daniel wird vielen Jungscharlern wahrscheinlich schon bekannt sein, vor allem der Teil, in dem Daniel in die Löwengrube geworfen wird. Doch Daniel erlebt noch viel mehr mit Gott. Er erfährt Gottes Größe auch schon davor. Auch in dieser Geschichte steht die Zukunft von Daniel auf dem Spiel. Bei den Jungscharlern wird es nicht immer gleich um solche Extremsituationen gehen, doch auch sie erleben es, dass im Leben nicht immer alles rund läuft. Daher ist es gut, wenn man darum weiß, dass Gott für einen sorgt. Ihm kann man vertrauen. Im Gebet können wir Gott um alles bitten. Er wird uns geben, was gut für uns ist. Wenn wir von unseren Erlebnissen berichten, dann wird es für die Jungscharler noch greifbarer. Mit ihm kann man tolle Erfahrungen machen.

Der Text erlebt

Idee 1: Der König sagt

Ein Mitarbeiter wird zum König ernannt und erteilt seinen Untergebenen (alle anderen) Befehle, die diese ausführen müssen. Dieses kann zum Beispiel sein: „Der König sagt: Tauscht eure Plätze.“ Oder: „Der König sagt: Hinkt auf einem Bein.“ Lässt der König den Teil „Der König sagt:“ weg und sagt lediglich: „Hinkt auf einem Bein“, dann darf die Anweisung nicht ausgeführt werden. Wer den Befehl trotzdem ausführt, hat verloren und macht nicht weiter mit. Gespielt wird, bis am Ende nur noch einer übrig ist.

Dieses Spiel kann mehrere Runden gespielt werden und auch Jungscharler können den König spielen.

Überleitung zum Thema: „Einige von euch sind ziemlich schnell aus dem Spiel ausgeschieden. Sie hatten gar keine Chance, den Fehler wiedergutzumachen. In der Geschichte von Daniel heute gibt es auch so eine Situation und der König trifft sehr harte Entscheidungen. Diese Geschichte und vor allem, wie sie am Ende ausgeht, schauen wir uns heute gemeinsam an.“

Idee 2: Träume malen

Jedes Kind malt einen Traum auf, den es in letzter Zeit geträumt hat. Anschließend werden die Bilder gesammelt. Alle anderen versuchen nun zu erraten, worum es in diesem Traum ging, wie der Traum genau ausgesehen hat.

Überleitung: „Was habe ich heute Nacht geträumt?“ Die Kinder versuchen zu raten, was der Mitarbeiter in der Nacht geträumt hat. Nach kurzer Zeit bricht der Mitarbeiter ab: „Ihr wisst das nicht? Dann werdet ihr jetzt alle getötet!“ Die Kinder werden sich darüber beschweren. „Wieso darf ich das nicht? Ich kenne eine Geschichte, da entscheidet der König das auch so.“

Verkündigung

Erzählung mit Schachfiguren

Mithilfe der Schachfiguren wird die Geschichte nacherzählt.

Erzähler (E)

Schachfiguren:

Schwarzer König (SK): König Nebukadnezar

Schwarze Dame (SD): Sterndeuter

Schwarze Läufer (SL): Geisterbeschwörer

Schwarze Türme (ST): Wahrsager

Schwarze Springer (Schw. S): Zauberer

1 weißer Turm (WT): Daniel

3 weiße Bauern (WB): Daniels Freunde

(SK liegt auf dem Tisch.)

SK: Boah ich kann nicht mehr schlafen. Dieser Traum macht mich wahnsinnig. Was mag der wohl bedeuten? (SK wird aufgestellt und läuft rastlos hin und her.) Ich muss meine Berater fragen.

E: Der Pharao ruft nun also seine Berater zu sich. Die Sterndeuter kommen zum König (Die SD wird zum König gestellt.), die Geisterbeschwörer (Die SL werden zum König gestellt.), die Wahrsager (Die ST werden zum König gestellt.) und die Zauberer. (Die Schw. S werden zum König gestellt.)

SK: Ich habe etwas geträumt, was mich die ganze Zeit beschäftigt und nicht mehr loslässt. Sagt mir doch, was es damit auf sich hat.

SD: Erzähle uns, was du geträumt hast und wir werden dir sagen, was es bedeutet.

SK: Nein, auch was ich geträumt habe, sollt ihr mir sagen. Wenn ihr das nicht hinbekommt, dann lasse ich euch umbringen. Wenn ihr mir aber den Traum und die Deutung erzählen könnt, werdet ihr reich beschenkt.

E: Die Berater bitten den König noch einmal ihnen den Traum zu erzählen, sodass sie ihn deuten können, aber der König bleibt bei seiner Entscheidung.

SK: Ihr wollt ja nur mehr Zeit haben und mir nachher irgendeine gelogene Deutung erzählen.

SD: Das ist unmöglich, was du von uns verlangst. Das kann kein Mensch, nur die Götter könnten das.

E: So ordnet der König an, dass alle Gelehrten im Land getötet werden sollen. (SD, SL, ST, Schw. S werden vom Tisch genommen.)

Auch nach Daniel und seinen Freunden wird gesucht. Von dem Befehlshaber der königlichen Leibwache erfährt er, warum der König sie alle umbringen möchte. Daraufhin geht Daniel zum König. (WT wird zum König auf den Tisch gestellt.)

WT: Bitte gib mir etwas Zeit und ich werden dir erzählen, was du geträumt hast und was es bedeuten soll.

E: Nebukadnezar gibt ihm mehr Zeit und Daniel trifft sich mit seinen Freunden (SK wird vom Tisch genommen und 3 WB dazugestellt.)

WT: Betet zu Gott, dass er ihm zeigt, was der König geträumt hat und was es bedeutet.

(Die 3 WB werden wieder vom Tisch genommen.)

E: Daniel bittet Gott um Hilfe und betet zu ihm. Abends geht Daniel schlafen (WT wird schlafen gelegt.) und erfährt in einer Vision von Gott, wovon Nebukadnezar geträumt hat und was dieser Traum ihm sagen soll. Am Morgen steht Daniel auf und lobt seinen Gott. (WT wird hingestellt.)

WT: Gott ist so groß. Er ist so mächtig und weise. Ihm gehört für immer das Lob.

E: Dann geht Daniel zum König. (WT und König werden zusammen auf den Tisch gestellt.)

SK: Kannst du mir wirklich helfen?

WT: Kein Mensch kann dir sagen, was du geträumt hast und was es bedeutet. Nur mit Gottes Hilfe ist das möglich. Er hat dir im Traum gezeigt, was in Zukunft mit deinem Reich passiert. Ich kann es dir erzählen, aber nicht, weil ich klüger bin als alle anderen, sondern weil Gott es mir gezeigt hat.

E: Und so berichtet Daniel Nebukadnezar, dass dieser von einer Statue geträumt hat, deren Teile aus Gold, Silber, Bronze, Eisen und Ton hergestellt waren. Ein Stein rollte auf die Statue zu und zerbrach die Füße aus Eisen und Ton, sodass die ganze Statue zusammenfiel. Der Traum bedeutete, dass Nebukadnezar ein großer König ist und auch die Reiche nach ihm noch groß und mächtig sein werden. Doch sie werden zerstört werden und Gott wird sein Reich aufbauen, das niemals zerstört wird.

Der König ist beeindruckt und wirft sich vor Daniel nieder. (SK wird vor WT hingelegt.)

SK: Euer Gott ist der größte unter den Göttern. Ich beschenke dich reich und mache dich, Daniel, zu meinem obersten Berater und zum Statthalter über Babylon. Deine Freunde werden die Verwaltung für dich übernehmen.

Die andere Idee

Hangman

Die Geschichte wird anhand von Begriffen erzählt, die die Jungscharler zuvor erraten. Auf einer Tafel, Flipchart o. Ä. werden wie bei Hangman die Anzahl der Buchstaben als Striche dargestellt. Nun erraten die Kinder das erste Wort. Dazu wird der entsprechende Teil der Geschichte erzählt. Es folgt das zweite Wort mit dem dazugehörigen Teil der Geschichte usw. Anders als bei Hangman wird hierbei ohne den Galgen gearbeitet und die Jungscharler raten lediglich die einzusetzenden Buchstaben.

Der Text gelebt

Wiederholung

Ein Jungscharler fängt an und erzählt in einem Satz, was am Anfang der Geschichte passiert ist. Das zweite Kind erzählt in einem weiteren Satz, was als Nächstes passiert ist. So sagt jeder Jungscharler reihum je einen Satz, sodass die Geschichte in der richtigen Reihenfolge zusammengefasst wird.

Gespräch

Die Kinder nehmen sich von jeder Gummibärchen-Farbe ein Gummibärchen. Nun wird zu jedem Gummibärchen etwas erzählt:

Weiß: Das verstehe ich nicht!

Grün: Das habe ich verstanden!

Gelb: Das finde ich beeindruckend/gut!

Orange: Das finde ich doof!

Rot: Das merke ich mir!

Merkvers

Ich aber, HERR, vertraue dir. Du bist mein Gott, daran halte ich fest!

Psalm 31,5

Aus einem alten Bettlaken schneidet man für jedes Kind einen Streifen. Die Kinder schreiben darauf den Merkvers. Dieser Stoffstreifen wird zur Erinnerung ans Handgelenk oder in die Haare gebunden. Zu Hause können die Kinder den Streifen in ihrem Zimmer aufhängen.

Gebet

Mit den Kindern werden gemeinsam Anliegen gesammelt, die ihnen Sorge bereiten oder für die sie dankbar sind. Anschließend betet man zusammen in einer Gebetskette. Das heißt: Alle fassen sich an den Händen. Einer fängt an zu beten. Dieses darf laut oder leise sein. Wenn man fertig ist, drückt man die Hand seines linken Nachbarn. Der letzte der Reihe schließt das Gebet ab. Auch Kinder mögen das manchmal. Frag also danach.

Kreatives

Die Kinder werden in Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat die Aufgabe die Geschichte in Standbildern nachzustellen. Dazu können jegliche Requisiten genutzt werden. Die Standbilder werden fotografiert, auf einem Laptop gesammelt und in die richtige Reihenfolge gebracht.

Wenn man will, kann eine Mitarbeiter-Jury die Geschichte prämieren, die am besten dargestellt wurde.

Spielerisches

Vertrauensspiel: Schifffahrt durch Riffe

Ein Mitspieler ist das Schiff und ein anderer Mitspieler ist ein Leuchtturm. Beide Spieler befinden sich entgegengesetzten Ecken des Raumes. Dem Spieler, der das Schiff ist, werden die Augen verbunden. Alle anderen Spieler verteilen sich als Klippen im Raum. Sie dürfen sich während der Schifffahrt nicht mehr bewegen.

Das Schiff hat die Aufgabe, zum Leuchtturm zu fahren, ohne die Klippen zu berühren Damit das Schiff das nicht tut, geben die Klippen rauchende Brandungsgeräusche von sich. Berührt das Schiff eine Klippe muss es wieder von vorn beginnen. Zur Orientierung darf das Schiff in regelmäßigen Abständen tuten, worauf der Leuchtturm mit einem ähnlichen Geräusch antwortet. Schafft es das Schiff, sicher den Leuchtturm zu erreichen?

Rätselhaftes

Im Traum wurden ein paar Wörter aus der Geschichte durcheinandergebracht.

Die Kinder bringen die Buchstaben wieder in die richtige Reihenfolge. Die dick gedruckten Buchstaben ergeben das Lösungswort. Hinweis: Sie sind ebenfalls nicht in der richtigen Reihenfolge.

TEBARRE              (Berater)

MUTAR                  (Traum)

ISVNOI                  (Vision)

NETEB                   (Beten)

GÖIKN                   (König)

NAILED                 (Daniel)

ETDNUE                (Deuten)

EUTAST                (Statue)

EBNADUKZRAEN (Nebukadnezar)

Lösung: Vertrauen

(T)Extras

Lieder

Meinem Gott vertraue ich gerne

Mit meinem Gott

Sprich dich aus

Vor mir, hinter mir

Spiele

Der Säure-Fluss

Die Jungscharler erhalten zwei bis drei Zeitungsseiten weniger, als es Kinder gibt. Die Aufgabe besteht darin, den Säure-Fluss (eine bestimmte Strecke) zu überqueren. Dabei dürfen sie den Boden nicht berühren. Passiert dieses doch einmal, darf das Körperteil nicht mehr benutzt werden (z. B. rechtes Bein = Kind muss hinken). Außerdem muss das Kind an den Startpunkt zurück. Liegt eine Zeitungsseite unbenutzt auf dem Säure-Fluss, geht die Seite unter (wird weggenommen). Die Jungscharler müssen mit einer Seite weniger auskommen.

Wird die Überquerung nicht geschafft, wird von vorne angefangen. Alle Zeitungsseiten und Körperteile dürfen wieder benutzt werden.

Variationen:

1. Es wird die Zeit gemessen und die Kinder haben die Möglichkeit sich zu verbessern.

2. Die Kinder bekommen in der nächsten Runde eine Zeitungsseite weniger.

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