Ein Abend wie im Knast

Spiel für Querdenker

An diesem Abend sitzen alle im Gefängnis. Die Kinder als Gefangene, die Mitarbeiter teilweise als Gefangene, teilweise als Polizisten.

Eine Art „Häftlingsvertretung” (ein oder mehrere Mitarbeitende) weist die neuen Insassen (alle Kinder) ein, wie man sich im Gefängnis am besten fit hält bzw. die Zeit vertreibt. Das alles geschieht unter der Aufsicht zweier Polizisten (Mitarbeitende), damit keine illegalen Dinge gedreht werden oder gar ein Ausbruch geplant wird. Natürlich versuchen die Häftlinge das trotzdem. Der Clou daran ist, dass die „offiziellen” Spiele erklärt werden, die „kriminellen” Machenschaften aber nicht. Die Frage ist, welche Gruppe die geheimen Botschaften und Aufforderungen versteht, oder wer sich ungeschickter Weise von den Polizisten erwischen lässt.

Am Ende des Abends wird aufgelöst und es gibt mehrere Gewinner: eine Gruppe gewinnt die „offiziellen” Spiele, die anderen haben am besten an ihrem Ausbruch gearbeitet und können fliehen!

Der Abend lebt davon, dass sowohl die Häftlingsvertretung als auch die Polizisten, die auch über die geheimen Aktionen Bescheid wissen, sich aber nichts anmerken lassen, ihre Rolle überzeugend spielen. Am beeindruckendsten wird es, wenn die Polizisten tatsächlich eine Polizeiuniform tragen!

Punktestand

Den Punktestand notiert die Häftlingsvertretung geheim in einem Buch oder auf einem Blatt Papier, um am Ende wirklich zu wissen, wer die offiziellen Spiele gewonnen hat. Jedes Mal erhält aber auch die Gewinnergruppe einen Streifen Leintuch, auf dem die geheime Botschaft steht. Die Gruppe folgt hoffentlich der Anweisung und lässt sich nicht von den Polizisten erwischen. Diese dürfen jederzeit kontrollieren. Die Insassen müssen sich rausreden, warum sie es zerreißen. Die Häftlingsvertretung kann ihnen zur Seite stehen. (Material 1)

Ankunft im Gefängnis

Die Kinder werden beim Einlass von den Polizisten untersucht. Waffen, Messer, Feuerzeuge, Schlüssel usw. werden natürlich abgenommen, ebenso verdächtige Substanzen wie Bonbons und Kaugummis (Drogen). Jedes Kind erhält einen Zettel mit Nummerncode, der es seiner Gruppe zuweist. Am besten die Polizisten erklären das, oder führen die Gefangenen an ihren Platz. (Material 2)

Variante: Wer will, kann die Codes natürlich verlängern und auf DIN A4-Zettel ausdrucken. Jedes Kind erhält einen Code, muss ihn vor die Brust halten und wird damit fotografiert – wie ein Verbrecher.

Beginn: Vorstellung der Häftlingsvertretung

Die Häftlingsvertretung stellt sich vor mit Namen, der begangenen Straftat, der erhaltenen Strafe und wie lange sie jeweils schon einsitzen.

Sie erklärt, dass dieser Abend dazu dient, den Neuankömmlingen zu zeigen, wie man sich im Gefängnis fit halten und sich die Zeit vertreiben kann. Damit es nicht eine langweilige Vorführung wird, gestalten wir daraus einen Wettbewerb unter den verschiedenen Häftlingsgruppen. Sie wird die Punkte der einzelnen Gruppen in einem geheimen Buch notieren, damit die Spannung bis zum Schluss bleibt. Damit jede Gruppe ihren eigenen Punktestand weiß, gibt es jeweils einen Streifen Leintuch. (Wenn der Polizist den Streifen sehen will, muss die Häftlingsvertretung ihn natürlich mit der weißen Seite zeigen!)

Die Häftlingsvertretung bedankt sich ausführlich bei den Polizisten, die ihnen diese Möglichkeit einräumen und für die „ord- nungsgemäße” Durchführung sorgen.

Körperliche Fitness

Zunächst geht es darum, sich körperlich fit zu halten. Das ist auf so kleinem Raum in den Zellen gar nicht so einfach. Aber es geht. (Material 3) Nacheinander wird jeweils eine Nummer genannt, und die Häftlinge jeder Gruppe mit dieser Nummer treten in einer Disziplin gegeneinander an. Die nächsten Häftlinge mit derselben Nummer treten in einer anderen der folgenden Disziplinen an (jeder Häftling muss mindestens in einer Disziplin antreten):

  • Wer schafft die meisten Liegestützen?
  • Wer steht am längsten auf einem Bein?
  • Wer schafft in einer Minute die meisten Kniebeugen?
  • Wer schafft die meisten Situps?
  • Wer kann am längsten Seilhüpfen?
  • Wer rennt am längsten um einen Stuhl, indem er eine Hand an der Lehne lässt?

Geistige Fitness

Natürlich kann man sich nicht den ganzen Tag bewegen, und außerdem ist es auch wichtig, dass man im Kopf fit bleibt. Da helfen uns einige Rätsel. Löst sie bitte in eurer Gruppe gemeinsam! Wer die Rätsel zuerst gelöst hat, gibt die Lösung der Häftlingsvertretung, die kontrolliert und wird der schnellsten Gruppe weiterhin Leintuchstreifen verteilen. (Material 4)

Vorlagen zu den Spielen im Anhang.

  1. Sudoku: Jede Gruppe erhält ein Sudoku. Damit alle gleichzeitig beginnen, wird das Sudoku in einem Briefumschlag ausgeteilt. Beim Startzeichen dürfen alle den Umschlag öffnen und das Sudoku lösen. Das Wichtigste daran ist aber die geheime Botschaft auf der Rückseite, die hoffentlich alle lesen. Die eingekreiste Zahl (Lösung: 3) ist der erste Hinweis auf den Fluchtweg.
  2. Tierrätsel: Auf diesem Blatt Papier stehen lauter Tiere. Leider sind die Buchstaben etwas durcheinander geraten. Wer entziffert zuerst alle richtig? Geheime Botschaft: Tunnel.
  3. Sprachen lernen: Übersetzt die folgenden Wörter ins Deutsche (siehe Vorlage im Anhang)! Geheime Botschaft: in Dusche.
  4. Gedichte schreiben: Schreibt ein lustiges Gedicht mit folgenden Worten: Freizeit – Unterhose – Spaß – Abseilen – Paulus – Fluss Geheime Botschaft: unter Abfluss. Hier bekommt natürlich nicht die schnellste Gruppe, sondern die mit dem lustigsten Gedicht den Punkt!

Zum Zeitvertreib

Je nachdem wie lang der Abend gehen soll, können hier noch Ideen für den Zeitvertreib im Gefängnis ausprobiert werden,
z. B.: Würfelspiele, Quizspiele, Knobelspiele … (Material 5)

Ideen zu diesen Spielen im Anhang.

Siegerehrung

Die Häftlingsvertretung erklärt, welche Gruppe am meisten Punkte errungen hat und darum einen besonderen Preis erhält: jedes Gruppenmitglied darf seiner Familie eine Postkarte schreiben. Die Postkarte ist bereits frankiert, das hat die Gefängnisleitung genehmigt. (Material 6)

Die Polizisten haben aber leider die Postkarten in ihrem Büro vergessen. Da sie aber nur zu zweit in dieses Büro kommen, müssen beide los, um diese Postkarten zu holen. Die Häftlingsvertretung versichert, dass sie alles im Griff hat, die Gefangenen sind ja alle ganz lieb. Solange die Polizisten die Postkarten holen, wird die geheime Auswertung vorgenommen:

  • Wer hat das längste Stoffseil geknotet? Diese Gruppe darf sofort ausbrechen! Sollte dies die Gewinnergruppe der offiziellen Spiele sein, müssen sie sich zwischen Postkarte und Freiheit entscheiden!
  • Welche Gruppe weiß die Lösung der geheimen Botschaft? (Lösung: Tunnel in Dusche 3 unter Abfluss) Diese Gruppe darf sofort ausbrechen! Wenn es alle Gruppen sind, hat die Polizei Pech gehabt!

Hinweis: die Häftlingsvertretung kann natürlich vor dem Ausbruch noch einen Platz nennen, an dem man sich in der Freiheit wieder trifft (am Lagerfeuer), oder wo man sich vorerst versteckt halten muss (in den Zelten), je nach dem geplanten weiteren Programm!

Die Polizisten kommen wieder (die müssen natürlich so lange warten, bis die anderen Ehrungen durchgezogen sind), übergeben den offiziellen Siegern ihre Postkarten und lösen sofort die Versammlung auf, weil sie die Ausgebrochenen jagen müssen! Zunächst führen sie die Häftlingsvertretung aber gefesselt ab, weil sie nicht dafür gesorgt hat, dass alle Häftlinge im Raum bleiben.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Mose aus JUMAT 3/16. Sie beginnt mit der wunderbaren Errretung von dem kleinen Mose und begleitet ihn bis zum Ausbruch aus Ägypten. Die Reihe umfasst Texte aus den ersten 14 Kapiteln des 2. Buch Mose.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Reihe noch einen Baustein mit Experimenten. Die Experimente passen inhaltlich zu den Einheiten und greifen jeweils einen Schwerpunkt heraus. Die Experimente können in die Gruppenstunden eingebaut werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit alle Experimente zusammenfassend zu den Mosegeschichten zu verwenden

Ein Angeklagter sitzt im Gefängnis in Rom. Sein Name: Paulus. Ist er wirklich schuldig? Justinus Maximus, ein junger und ehrgeiziger Strafverteidiger, macht sich auf den Weg in die Zelle. Akte „P” (P wie Paulus) ist sein erster großer Fall. Tag für Tag füllt sich die Akte mit spannenden Informationen über diesen ungewöhnlichen Klienten. Was steckt hinter all den abenteuerlichen Reisegeschichten des Paulus? Und was hat es mit diesem „Glauben an Gott” auf sich?


Justinus ist zunächst skeptisch. Doch je öfter er Paulus besucht, desto mehr wird er mit diesem Gott konfrontiert. Geht es am Ende nur um Argumente für die Freiheit, oder doch um viel mehr?
Mit der neuen Ausgabe des Jungscharleiters möchten wir euch Lust machen, mit den Kindern Paulus zu erleben. Das Heft (inklusive der Beiträge) sprüht vor Ideen für ein Jungscharlager und gibt Impulse zum Weiterdenken für die Freizeitpraxis. Natürlich ist es auch möglich, eine mehrwöchige Paulusreihe in den Jungscharstunden zu machen. Die einzelnen Beiträge sind hier als kreative Grundlage zu verstehen, die ihr beliebig auf eure Gruppenabläufe anpassen könnt.

Zielgedanke

Das Kind versteht, dass Gott zu seinen „Helden“ steht, auch wenn diese Schwächen haben und versagen.

Merkvers

Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
2. Korinther 12,9a; Luther84

Situation der Jungscharler

Viele Kinder wären gern ein Superheld, um Eltern oder Freunden zu helfen, böse Schurken zu fangen, Abenteuer zu erleben oder um berühmt zu werden. Vielleicht wäre der ein oder andere gern ein Schulheld, der in allen Fächern gut ist, den die Lehrer und Eltern loben und den alle mögen. Oder ein Sportheld mit Spitzenleistungen, der immer gewinnt und den jeder in seiner Mannschaft haben möchte. Vielleicht wäre auch der ein oder andere gern ein Jesus-Held. Jemand der viele Wunder mit Jesus erlebt, der alles richtig macht, den alle in der Jungschar oder Gemeinde mögen und bewundern.
Leider müssen die Kinder feststellen, dass sie keine Helden sind, keine Superkräfte haben, nicht allen helfen können, nicht alles wissen und nicht immer alles richtig machen. Aber wie kann man mit eigenen Schwächen, mit Versagen, mit Schuld umgehen?

Erklärungen zum Text

Nachdem in Kapitel 1 die Bedrängnis der Israeliten beschrieben wird, berichtet Kapitel 2,1-10 von der Geburt und die wunderbare Rettung des Helden Mose. Gott hat ihn dazu bestimmt, sein Volk zu retten. Mose ist jedoch ein Mensch wie du und ich, er hat Schwächen und versagt. Gott steht trotzdem zu ihm. Im nachfolgenden Kapitel wird Mose von Gott berufen und eingesetzt.

V.11.12: Mose versucht, ein Held zu sein, indem er die Starken angreift.

V.13-15: Mose wird als Held nicht anerkannt und muss fliehen.

V.16-19: Mose wird zum Held, indem er die Schwachen verteidigt.

V.20-22: Mose wird als Held anerkannt und darf bleiben.

V.23-25: Gott sieht sein Volk und bereitet seinen Helden vor.

Personen
Mose: Er wurde als Sklave geboren und auf wunderbare Weise gerettet. Er wächst am ägyptischen Hof auf, vergisst aber nie seine Herkunft. Er versucht, zunächst aus eigener Kraft ein Held zu sein, aber er versagt bei diesem Versuch.
Priester von Midian: Er wird auch Reguël oder Jitro genannt. (Da in den meisten Mosegeschichten von Jitro gesprochen wird, sollte dieser Name bevorzugt gebraucht werden.) Er hat sieben Töchter. Da sie sich um die Schafe kümmern und mit den fremden Hirten klarkommen müssen, hatte er wohl keine Söhne. Seine älteste Tochter Zippora wird Moses Frau. Er ist der geistliche Würdenträger der Midianiter und dient am Gottes Berg Horeb.
Gerschom: Das ist Moses erster Sohn. Sein Name bedeutet „Ich bin Gast in einem fremden Land“. Dieser Name erinnert Mose, dass er nur für eine Zeit in Midian bleibt und er erinnert ihn auch daran, dass sein eigenes Volk in einem fremden Land gefangen gehalten wird.

Orte
Midian: Das ist ein Gebiet östlich des Golfs von Akaba, im nordwestlichen Teil Saudi Arabiens. Es wird von den Midianitern, einem kriegerischen Nomadenvolk bevölkert. Die Midianiter stammen von Abrahams vierten Sohn Midian ab.

Treffpunkt

Spiele

Superheldenpuzzle
Vielleicht gibt es Jungscharler die Puzzle von ihren Superhelden besitzen und mitbringen können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass man Bilder von Superhelden ausdruckt oder sich Plakate besorgt und diese dann auf feste Pappe klebt und als Puzzle zerschneidet.

Superschurke 1,2,3
Ein Kind ist der Superheld und steht auf einer Seite der Spielfläche. Alle anderen sind die Superschurken und stehen auf der anderen Seite der Spielfläche. Der Superheld ruft „Ich geh jetzt auf Schurkenjagd!“ und läuft los. Die Superschurken laufen ebenfalls los. Wichtig: Weder der Superheld noch die Superschurken dürfen zurück laufen. Fängt der Superheld einen Superschurken muss er ihn hoch heben und „Superschurke 1,2,3“ rufen. Erst dann ist der Superschurke gefangen und wird zum Superheld.

Superheldentest
Beim Superheldentest müssen die Kinder in einigen Kategorien ihr Können unter Beweis stellen.
Denken                Ein Sudoku muss gelöst werden.
Geschick             Ein Geschicklichkeitsspiel muss durchgeführt werden.
Kraft                    Eine Hantel muss so lange wie möglich hochgehalten werden.
Ausdauer            Der Teilnehmer muss zehn Mal ums Gemeindehaus laufen.
Gleichgewicht     Man muss über einen Balken balancieren.
Gerechtigkeit      Fünf der Zehn Gebote aufschreiben oder fünf Jungscharregeln aufschreiben oder fünf Verkehrsregeln müssen aufgeschrieben oder genannt werden.

Basteln

Collage
Die Kinder kleben, malen und schreiben auf eine große Pappe alles, was ihnen zum Thema Superhelden einfällt. Dazu sollten evtl. einige Comics o. Ä. zum Zerschneiden bereit liegen.

Malbilder
Den Kindern werden verschiedene Malvorlagen von Superhelden zur Verfügung gestellt, die ausgemalt werden können.
Als Alternative kann man die Kinder ihren eigenen Superhelden erfinden und malen lassen. Die eigenen Superhelden werden dann der Gruppe vorgestellt.

Knackpunkt

Einstieg
Die Collagen der Kinder kann betrachtet werden oder die Kinder stellen ihre Superheldenbilder vor.
Wie muss ein Superheld sein? Welche Eigenschaften benötigt er? Wie sollte er sein? Er muss zum Beispiel stark, mutig, fair, und gerecht sein, Er muss besondere Fähigkeiten haben usw.
Letzte Woche haben wir begonnen, die Geschichte von Mose zu hören. Mose ist einer der Helden der Bibel, aber er ist kein so super Superheld wie man vielleicht denken könnte.

Verkündigung
Für die Geschichte werden einzelne Kinder verkleidet und als Standbilder hingestellt. Benötigt werden Mose, drei Israeliten, ein Aufseher, Zippora, der Priester von Midian, sechs Schwestern (können auch weniger sein), beliebig viele Hirten. Alternativ können die einzelnen Bilder auch mit Lego-, Playmobil- oder Egli-Figuren dargestellt werden.
Bild 1: Mose sieht sich um!
Mose ist inzwischen erwachsen und hat viel am Hofe des Pharaos gelernt. Doch tief in seinem Inneren weiß er, dass er eigentlich ein Israelit ist. Vielleicht wächst in ihm schon der Wunsch, die Israeliten aus der Sklaverei zu befreien. Regelmäßig geht er seine Landsleute besuchen und beobachtet dabei, wie schlecht es ihnen geht.
Bild 2 kommt dazu: Der Aufseher schlägt einen Israeliten (Das wird nur angedeutet.)
Was Mose jedoch heute sieht, bringt ihn zum Platzen. Alle Wut und aller Zorn über die Versklavung der Israeliten kommen aus seinem Herzen und werden immer größer. Da schlägt doch tatsächlich ein Aufseher einen der Israeliten. Mose sieht sich um. Es ist niemand zu sehen und es ist seine Chance als Held, ja vielleicht sogar als Superheld dazustehen. Mose geht auf den Aufseher zu und erschlägt ihn.
Bild 3: Mose verscharrt den Aufseher
Jetzt ist er ein Held! Ja ganz bestimmt ist er das jetzt. Er, Mose, hat einen Aufseher erschlagen und einen Israeliten gerettet. Jetzt ist er ein wahrer Held, ein Superheld.
Frage an die Kinder:Ist Mose jetzt wirklich ein Held? Was macht ihn an dieser Tat zum Helden? Oder was macht ihn nicht zum Helden?
Am nächsten Tag ist Mose wieder unterwegs zu den Israeliten. Vielleicht fühlt er sich noch besonderes stark und mutig von seiner Heldentat.
Bild 4: Zwei Israeliten streiten – Mose steht bei ihnen
Mose sieht zwei Israeliten streiten und geht auf sie zu. Er ist schließlich der Held und kümmert sich um alle und alles. Er versucht, die Beiden auseinander zu bringen und mit ihnen zu reden. Er fragt den einen: „Warum schlägst du einen Mann aus deinem eigenen Volk?“ Doch die Antwort des Mannes lässt Mose erkennen, dass er kein Held ist. „Wer hat dich zu unserem Richter gemacht, willst du mich jetzt auch erschlagen wie gestern den Aufseher?“
Bild 5: Mose steht erschrocken da
Seine Tat ist nicht verborgen geblieben. Es ist ans Licht gekommen. Doch die Menschen feiern ihn nicht als Helden. Nein, sie lehnen ihn ab. Aber warum? Er hat doch versucht, alles gut und richtig zu machen. Vielleicht ist er doch ein Versager? Er hat sich nicht auf Gott verlassen, sondern auf seine eigene Kraft. Nun fühlt er sich ganz schwach, klein und einsam.
Frage an die Kinder:Hast du dich auch schon mal als Versager gefühlt? Dann weißt du, wie es Mose jetzt geht.
Doch damit nicht genug. Auch der Pharao hat davon erfahren und Mose muss fliehen.
Bild 6: Mose sitzt am Brunnen
Mose hat es geschafft. Quer durch die Wüste ist er geflohen. Jetzt ist er im Gebiet der Midianiter. Es kennt ihn keiner. Niemand weiß, dass er ein Versager ist. Aber wie hat er es geschafft, bis hierher zu kommen? Nicht aus eigener Kraft, das weiß er jetzt. Gott muss ihm die Kraft gegeben haben. Aber warum hilft Gott ihm, einem Versager? Kann es sein, dass Gott noch was mit ihm vor hat? Das Gott ihn nicht aufgibt?
Zielgedanke: Manche von euch wissen sicher, wie die Geschichte mit Mose weitergeht und dass es stimmt, dass Gott noch was mit Mose vorhat. Gott gibt einen Menschen nicht auf.
Als Mose noch da sitzt beobachtet er …
Bild 7: Jitros Töchter schöpfen Wasser am Brunnen und die Hirten kommen
Was soll denn das? Diese Hirten wollen sich vordrängeln und die Mädchen vertreiben. Mose beobachtet das Ganze. Dieses Mal platzt ihm nicht der Kragen, dieses Mal versagt er nicht.
Bild 8: Mose hilft den Mädchen
Er steht auf und hilft den Mädchen. Ohne die Hirten zu erschlagen. Ohne auf seine eigene Kraft zu vertrauen. Er steht einfach auf und hilft. Für die Mädchen wird er dadurch zum Helden. Sie laufen nach Hause und sind viel früher als sonst. Ihr Vater Jitro fragt sie: „Warum seit ihr so schnell wieder da?“ Und sie erzählen ihm, dass ein ägyptischer Mann ihnen geholfen und sie verteidigt hat. Dummerweise haben sie vergessen ihn einzuladen, mit ihnen zu kommen.
Bild 9: Mose kommt zu Jitro
Sie laufen schnell zurück und holen ihren Helden. Mose darf bei Jitros Familie bleiben und sogar Jitros älteste Tochter Zippora heiraten. Als die beiden ein Kind bekommen nennt Mose es Gerschom, das bedeutet „Ich bin ein Gast in einem fremden Land!“. Mose will sich durch diesen Namen daran erinnern, dass er eigentlich nicht nach Midian gehört, denn sein eigenes Volk lebt weiter als Sklaven in Ägypten, aber er weiß, dass Gott ihnen eines Tages helfen wird. Bis dahin wird es aber noch einige Zeit dauern.
Bild 10: Mose steht da und schaut sich um
Da Jitro der Priester von Midian war, kann ich mir vorstellen, dass er Mose viel über Gott erzählt hat. Er hat darüber geredet, wie stark und mächtig er ist. Er hat erzählt, was er alles für die Menschen tut und wie wichtig ihm die Menschen sind.
Mose hilf seinem Schwiegervater Jitro, auf die Schafe aufzupassen. Dabei hat er viel Zeit zum Nachdenken. Gott hat ihn nicht vergessen. Gott hat ihm geholfen, obwohl er ein Versager ist, obwohl alle Wut und aller Zorn aus ihm heraus geplatzt ist, wie aus einem Luftballon, den man über eine Kerze hält. Gott steht zu ihm.
Zielgedanken: Und Gott steht auch zu dir, mit all deinen Schwächen, mit all deinen Fehlern, mit deinem Versagen und allem, was du falsch machst.

Doppelpunkt

Spiel: Gottes Helden
Der Doppelpunkt beginnt mit einem Quizspiel, bei dem verschiedene Helden der Bibel erraten werden müssen. Die Vorlage findet man im Anhang.

Gespräch nach dem Spiel
Es kann darauf eingegangen werden, dass Gott sich für seine Pläne immer wieder ganz normale Menschen ausgesucht hat. Menschen mit Fehlern, Schwächen und Macken.
Im nächsten Schritt wird das Arbeitsblatt Mose – Gottes Held erarbeitet. Auch das findet man ebnefalls im Anhang.

Experiment zur Vertiefung: Luftballon über der Kerze
Ein mit Luft gefüllter Luftballon wird über eine Kerze gehalten und platzt. Ein mit Wasser gefüllter Luftballon wird über eine Kerze gehalten und platzt nicht. Warum? Das Wasser im Ballon verhindert das Platzen, weil es die Wärme schnell wegleitet.

Gespräch nach dem Experiment
Wir Menschen sind wie ein Ballon, der mit Luft gefüllt ist. Wir haben Schwachpunkte, z. B. Zorn, Neid, Überheblichkeit … Wenn nun von außen etwas auf uns zukommt, dann platzen wir. Mose trug z. B. Zorn über die Versklavung seines Volkes in sich, als er nun sah, dass ein Aufseher einen Sklaven schlug, platzte er und erschlug den Aufseher.
Wenn ein Ballon mit Wasser gefüllt ist platzt er nicht. Wenn ein Mensch mit Gott/Jesus gefüllt ist, kann Jesus ihm helfen, nicht zu platzen. Er hilft ihm, mit seinen Schwächen klarzukommen. Um das nicht zu vergessen lernen wir den Merkvers: 2. Korinther 12,9a.
Die einzelnen Worte des Merkverses werden auf Zettel geschrieben. Die Worte „Lass dir an meiner Gnade genügen;“ werden einzeln in gelbe, die Worte „Denn meine Kraft ist“ werden in rote Luftballons, die Wort „in den Schwachen mächtig!“ in blaue und die Worte „2. Korinther 12, Vers 9a“ in grüne Luftballons gesteckt.
Die Kinder platzen die gelben Ballons und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Gottes Gnade ist alles was wir brauchen. Sie gibt uns Kraft und Mut. Sie nimmt unsere Schwachheit und unser Versagen weg.
Die Kinder platzen die gelben Ballons und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Gottes Kraft ist immer gleich Stark und unendlich, sie will mich ganz erfüllen.
Die Kinder platzen die blauen Ballons und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Jeder von uns hat Schwächen und Fehler. Jeder versagt manchmal und jeder hat schon mal etwas falsch gemacht. Gott liebt uns trotzdem. Er will uns helfen, mit unseren Schwächen richtig umzugehen, aber nur, wenn wir es ihm erlauben.
Die Kinder platzen die grünen Ballons und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Der 2. Korintherbrief wurde von Paulus geschrieben. Paulus hatte Schwächen. Er hatte körperliche Schwächen, er hatte Fehler gemacht und hatte versagt. Gott ermutigt ihn durch diesen Vers.

Ideen zur Umsetzung des Merkverses

Die einzelnen Worte des Merkverses werden auf Zettel geschrieben. Die Worte „Lass dir an meiner Gnade genügen“ werden einzeln in gelbe, die Worte „Denn meine Kraft ist“ werden in rote Luftballons, die Worte „in den Schwachen mächtig!“ in blaue und die Worte „2. Korinther 12, Vers 9a“ in grüne Luftballons gesteckt. Die Kinder lassen die gelben Ballons platzen und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Gottes Gnade ist alles, was wir brauchen. Sie gibt uns Kraft und Mut. Sie nimmt unsere Schwachheit und unser Versagen weg. Die Kinder lassen die roten Ballons platzen und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Gottes Kraft ist immer gleich stark und unendlich, sie will mich ganz erfüllen. Die Kinder lassen die blauen Ballons platzen und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Jeder von uns hat Schwächen und Fehler. Jeder versagt manchmal und jeder hat schon mal etwas falsch gemacht. Gott liebt uns trotzdem. Er will uns helfen, mit unseren Schwächen richtig umzugehen, aber nur, wenn wir es ihm erlauben. Die Kinder lassen die grünen Ballons platzen und sortieren die Zettel. Dieser Teil wird zusammen gelesen. Der 2. Korintherbrief wurde von Paulus geschrieben. Paulus hatte Schwächen. Er hatte körperliche Schwächen, er hatte Fehler gemacht und hatte versagt. Gott ermutigt ihn durch diesen Vers

Gespräch nach dem Merkvers
Gott möchte uns in unserer Schwachheit Kraft geben. Wie können wir uns mit seiner Kraft füllen lassen? Antworten der Kinder abwarten.
Drei Schritte, um mit Gottes Kraft gefüllt zu werden.
Erkennen             – Ich bin schwach!
Zugeben               – Ich brauche Gottes Kraft!
Bitten                   – Ich bitte Gott um seine Kraft!

Gebet
„Herr Jesus Christus ich bin schwach und mache Fehler. Ich brauche deine Kraft. Bitte fülle mich mit deiner Kraft. Amen!“
Dieses Gebet können die Kinder, die das wollen, am Ende der Kleingruppenzeit beten.

Schlusspunkt

Die einzelnen Worte des Merkverses werden noch einmal in die richtige Reihenfolge gebracht und gemeinsam gelesen. Nun wird reihum gewürfelt. Würfelt ein Kind eine grade Zahl gilt sie als Held und es passiert nichts. Würfelt ein Kind eine ungerade Zahl, kommt der Schurke und stiehlt entsprechend der gewürfelten Zahl Worte. Nach jedem Schurken wird der Merkvers gemeinsam gelesen.
Zum Abschluss kann der Film Helden der Bibel angeschaut werden (https://www.youtube.com/watch?v=Sa7pz4Q1M9c).
Auch wenn du in der nächsten Woche denkst, Gott kann dich nicht gebrauchen, darfst du wissen, dass er in dir stark sein möchte.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach Spitze
Nr. 38 Alles was ich hab
Nr. 59 Gott ist stark
Nr. 64 Ich will nicht mehr sagen
Nr. 136 Es ist niemand zu groß
Nr. 148 Jesus, hier ist mein Herz

Spieleparcours: Superhelden Olympiade
Die Beschreibung des Spieleparcours findet man als Anhang.

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