Suchen und Finden

Sucht ihr gutes Material für eure (Mädchen)Gruppe? Das lässt sich mit unserem neuen KON-Thema hier auf jeden Fall finden!

Schon in der Weihnachtsgeschichte geht es um suchen und finden – aus ganz unterschiedlicher Motivation der beteiligten Personen.

Behandelt wird aber auch der Umgang mit Enttäuschungen – wenn ich (Gott) suche und nicht finde oder auf der Suche nach verlässlichen Infos nur auf Fake News stoße.

Ebenso findet ihr spannende Stundenentwürfe, Spielideen und Kreatives zum Thema.

Und zum Jahreswechsel darf natürlich auch die Jahreslosung 2022 nicht fehlen.

„Die Jagd nach Mrs. X“ ist ein Dorf- oder Stadtspiel in Anlehnung an das Gesellschaftsspiel „Scotland Yard“. In kleinen Gruppen jagen die Mädchen eine Unbekannte durch den Ort. Dabei erhalten sie immer wieder Tipps zu deren Aufenthaltsort.

Zu Beginn des Spiels treffen sich die Mitspielerinnen z. B. auf dem Kirchplatz. Dort erklärt eine Spielleiterin zunächst den groben Spielablauf, das Spielfeld/Spielgebiet und die wichtigsten Regeln.

Essentiell für diese besondere Schnitzeljagd ist, dass jede Gruppe bzw. Mrs. X und jedes Team über mindestens ein Handy verfügt und damit SMS verschicken oder noch besser einen kostenlosen Messenger nutzen kann. Auf diese Weise können die Teams auf ihrer Suche nach Mrs. X mit der Einsatzzentrale kommunizieren und von ihr Hinweise erhalten.

Auch Mrs. X tritt so in regelmäßigen Abständen mit der Zentrale in Kontakt und berichtet von ihrem aktuellen Aufenthaltsort.

Die Einsatzzentrale befindet sich am besten am Startpunkt des Spiels, also auf dem Kirchplatz oder im Gemeindehaus. Dort positionieren sich zwei Teamerinnen. Sie leiten die gesamte Kommunikation und halten Kontakt zu Mrs. X und zu allen Einsatzteams.

Die Zentrale erhält von Mrs. X regelmäßig Informationen (entweder sehr konkrete oder verschlüsselte Tipps als Textnachricht, Sprachnotiz oder als Foto) über ihren Aufenthaltsort und leitet diese an die Einsatzteams weiter.

Die Teams melden sich ebenfalls regelmäßig bei der Zentrale zurück. So behält die Zentrale immer den Überblick darüber, wer sich wo befindet.

Die wichtigsten Regeln lauten:

  • Mrs. X meldet sich alle 10 Minuten bei der Zentrale und schickt einen Tipp zu ihrem aktuellen Standort. Die Zentrale leitet diesen Tipp weiter an die einzelnen Teams.
  • Mrs. X meldet sich alle 20 Minuten bei der Zentrale und gibt ihren genauen Standort preis. Dort bleibt sie auch für 2–5 Minuten (Ansage von Zentrale) stehen.
  • Mrs. X verteilt/versteckt an den Orten, zu denen sie Tipps gegeben hat hin und wieder kleine Süßigkeiten-Belohnungen. (Nicht an den Orten, an denen sie länger stehen bleibt!)
  • Diese Regel ist eine Variation, um das Spiel noch interessanter zu gestalten und zwischendurch immer wieder für kleine Motivationsschübe bei den Einsatzteams zu sorgen. Die Jagd nach Mrs. X kann natürlich auch ohne versteckte Süßigkeiten gespielt werden.
  • Die Teams melden sich (aus Sicherheitsgründen) alle 15 Minuten bei der Zentrale und teilen ebenfalls ihren Standort mit.
  • Die Rolle der Mrs. X sollte, zumindest in Runde 1, von einer Teamerin übernommen werden. Auch zwei Mitarbeiterinnen gemeinsam können diese Rolle ausfüllen und sich zusammen auf den Weg machen. Es sollten aber nicht zwei verschiedene Mrs. X eingesetzt werden, denn dadurch würde das Spiel nochmal sehr viel komplexer und verwirrender.
  • Mrs. X kann sich schon früh auf den Weg machen und vom Startpunkt aus losziehen. Wichtig ist jedoch, dass alle Einsatzteams Mrs. X zu Beginn einmal gesehen haben (auch per Foto möglich), damit allen klar ist, wer gesucht wird.

Wenn alle Regeln erklärt sind, werden die Teams eingeteilt. Das kann durch Abzählen oder Ähnliches geschehen oder die Mädchen teilen sich selbst in kleine Gruppen ein. Beides ist gut möglich.

Jedes Team bekommt nun auch noch eine Karte/einen Stadtplan, auf dem das genaue Spielfeld eingezeichnet ist. Auch Mrs. X hat natürlich so einen Plan. Über Online-Maps lassen sich solche Spielpläne einfach und detailliert ausdrucken und auch das Spielfeld kann direkt eingezeichnet werden (siehe Beispiele im Anhang).

Bei mehr als 4 Teams ist es sinnvoll, dass die Einsatzzentrale vor Spielbeginn festlegt, in welche Richtung die Teams starten, damit nicht alle Mitspielerinnen denselben Weg nehmen. Wenn sich Teams während des laufenden Spiels treffen sollten, ist das nicht schlimm. Im Gegenteil: Es zeigt, dass alle gemeinsam auf der richtigen Spur sind.

Die Jagd nach Mrs. X endet, wenn Mrs. X von einem Team gefunden wird. Dieses Team gewinnt natürlich das Spiel.

Anschließend gibt es verschiedene Möglichkeiten fortzufahren:

  1. Die Zeit für die Gruppenstunde ist (fast) zu Ende: Die Zentrale gibt allen Teams Bescheid, dass Mrs. X gefunden wurde und alle machen sich auf den Rückweg zum Gemeindehaus/zur Kirche. Dort kann das Sieger-Team seine Glückwünsche entgegennehmen und die Gruppenstunde gemeinsam mit euren Abschlussritual abgeschlossen werden (Verabschiedungskreis, Segen, …).
  2. Es ist noch viel Zeit: In diesem Fall könnt ihr eine zweite Runde starten.
    Entweder treffen sich dazu alle Teams wieder am Startpunkt und Mrs. X macht sich neu auf den Weg. Oder Mrs. X verbündet sich mit dem Team, das sie gefunden hat und alle zusammen machen sich direkt wieder auf die Flucht. In diesem Fall informiert die Zentrale alle Einsatzteams, dass Mrs. X nun eben Verbündete gefunden hat und jetzt gemeinsam mit denen gejagt wird.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 4/2021. Es geht in fünf Lektionen um die Reise von Paulus nach Rom:

Lektion 5 Apostelgeschichte 26,1-32 Paulus vor Agrippa

Lektion 6 Apostelgeschichte 27,1-12 Mit Gott im Herbststurm

Lektion 7 Apostelgeschichte 27,13-44 Schiffbruch und Rettung

Lektion 8 Apostelgeschichte 28,1-10 Paulus auf Malta

Lektion 9 Apostelgeschichte 28,17-31 Paulus in Rom

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Jesus heißt jeden willkommen.

Checker

Halt an Jesus fest, egal wo du gerade bist!

Der Text an sich

Der Text beschreibt das Ende von Paulus‘ Missionsreise in Rom. Paulus war Gefangener der Römer, aber er wollte vor dem römischen Kaiser Berufung einlegen. Nach seiner Ankunft in Rom musste er in seiner Unterkunft bleiben, er wurde immer von Soldaten bewacht.

Nach drei Tagen versammelt er alle angesehenen Juden in seinem Haus. Er betont stark, dass er die Juden in Rom nicht für seine Verurteilung verantwortlich macht. Die Juden haben keine Informationen über Paulus erhalten. Sie wissen nur, dass sein Glaube überall auf Widersprüche stößt. Es kann aber vermutet werden, dass sie mehr über ihn wissen, als sie zugeben. Trotzdem hören sie ihm zu.

Anscheinend interessiert die Juden, was Paulus ihnen zu erzählen hat. Sie vereinbaren ein weiteres Treffen, das sich über einen ganzen Tag hinzieht. Bei diesem Treffen erzählt er vom Reich Gottes. Als erstes legt er die Ankündigungen Mose und der Propheten aus und beschreibt dann die Erfüllung dieser Aussagen durch Jesus. Die Juden haben die Bücher Mose genauestens studiert, sie wissen, was darinsteht. Sie kennen sich genauestens mit der Schrift aus. Sie haben all dieses Wissen, und Paulus nutzt ihr Wissen, um sie für Jesus zu begeistern. Trotzdem lässt sich ein Teil nicht überzeugen.

Doch dies ist nicht das erste Mal, dass Israel Gottes Willen zwar sieht, aber nicht versteht. Schon zu Zeiten des Propheten Jesaja haben die Israeliten zugehört, aber sie sind nicht zu Gott umgekehrt.

Anders als bei Jesaja haben jetzt auch Heiden die Möglichkeit, zu Gott zu kommen. In den nächsten zwei Jahren erzählt Paulus allen, die zu ihm kommen, von dieser Botschaft.

Der Text für mich

Mich fasziniert, wie Paulus trotz seiner eingeschränkten Situation handelt. Er ruft alle angesehenen Juden zu sich und erzählt ihnen vom Reich Gottes. Er lässt sich nicht von den Soldaten lähmen, die ihn bewachen, sondern predigt weiter. Auch wenn die Umstände von außen so aussehen, als könnte Paulus nichts verändern, ist er erfolgreich. Er erzählt ihnen vom Reich Gottes und ein Teil der Menschen ließ sich von seinen Worten überzeugen. Vielleicht gibt es auch in deiner Gruppe Umstände, die dich lähmen. Doch Gottes Wirken wird nicht durch die Umstände beeinflusst. Er wirkt auch dann, wenn wir es nicht erwarten. Paulus hat alle eingeladen, zu Jesus zu kommen und Jesus kommt zu jedem. Heißt du jeden in deiner Gruppe willkommen? Du kannst darauf vertrauen, dass Gott auch dort ist, wo es aus menschlicher Sicht zurzeit nicht so läuft.

Der Text für dich

Starter

Jesus heißt JEDEN willkommen. Nicht nur eine auserwählte Gruppe. Er ist für jeden Menschen als Retter gekommen. Man muss keine Voraussetzungen erfüllen, um bei ihm dabei zu sein. Kinder müssen damit leben, dass sie manchmal nicht dazugehören dürfen, weil sie eine Voraussetzung nicht erfüllen. Für vieles ist man noch zu jung, man sieht nicht gut genug aus oder kann etwas nicht gut genug. Paulus schließt niemanden aus, er will jedem von Jesus erzählen. Er heißt jeden willkommen, der zu ihm kommt.

Checker

Kinder halten sich in ihrem Alltag an etwas fest. Ganz praktisch kann das die Stange auf dem Spielplatz sein, das Kuscheltier, wenn sie Angst haben oder auch an ihren Eltern, die ihnen Sicherheit geben. Sie haben Vorbilder, an denen sie sich orientieren, die ihnen Halt geben. Paulus hat an Jesus festgehalten, auch wenn er gefangen war. Er war gerade dann, wenn es ihm aus unserer Sicht schlecht ging, ganz nah an Jesus dran. Er hat mutig sein Reich verkündet und wollte allen von der Hoffnung, die er durch Jesus erfahrene hat, erzählen. Wo kannst du diese Hoffnung an andere weitergeben? Wo kannst du an Jesus festhalten und dich von ihm führen lassen?

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Kurzes Puppenstück mit 2 Handpuppen (Sockenpuppen, Klappmaulpuppen, Kasperlepuppen)

Kurzbeschreibung der Puppen:

Karla: fröhlich; hat immer viel zu tun; kann sich Dinge nicht so gut merken

Jan: neugierig; mag es, sehr lange Listen zu schreiben; redet viel

Karla und Jan sind miteinander befreundet

Jan: Hallo Karla

Karla: Hey Jan

Die beiden schlagen ein

Jan: Jetzt geht es endlich los, ich habe mich schon so auf unseren Trip gefreut.

Karla: Ich habe auch schon allen meinen Freunden davon erzählt, endlich geht es los.

Jan: Also ich habe hier schon mal einen Plan gemacht, was wir alles machen können. Wir müssen unbedingt eine riiiiesige Sandburg bauen. Ich will unbedingt einen Fisch fangen. …

Karla: Ähh, Jan, ich habe aber gedacht, wir wären nur für einen Tag weg, ich habe doch gar nicht so viele Sachen dabei. Du hast doch gesagt, wir machen einen kurzen Urlaub.

Jan: Ja klar, 2 Wochen sind ja auch voll kurz. Wir haben gar nicht genug Zeit, die Sachen alle zu machen, die ich mir auf meine Liste geschrieben habe. Was hast du denn verstanden?

Karla: Ich habe gedacht, wir sind höchstens zwei Tage unterwegs. Jetzt habe ich nur fünf Hosen und zehn T-Shirts mitgenommen. Die reichen mir doch niemals. Für zwei Wochen!?

Jan: Hä das reicht doch locker.

Karla: Ja gut, wenn ich es mir so überlege. Dann wechsle ich mein Outfit doch nicht jeden Tag mindestes 2 Mal.

Jan: Dann kann es ja losgehen, zum Glück packt Karla immer viel zu viele Klamotten ein.

Idee 2

Spiel: Dr. Knoten

Alle Kinder stellen sich in einen Kreis. Eines der Kinder verlässt den Raum. Danach nehmen sich die Kinder an der Hand und verknoten sich, indem sie übereinander drüber und untereinander durch steigen. Sie sind genauso gefangen und eingeengt, wie Paulus während seiner Gefangenschaft. Danach rufen die verknoteten Kinder Dr. Knoten. Dieser entwirrt die Kinder, diese dürfen ihre Hände jedoch nicht loslassen. Nachdem alle wieder im Kreis stehen, darf der nächste Dr. Knoten nach draußen.

Verkündigung

Erzählung mit Gegenständen

Kurzes Seil (Paulus)

Stock oder Stab (Jesus)

Wäscheklammern (Juden)

Seil: Paulus kommt nach einer langen Schiffsreise in Rom an. Dort wird er von Soldaten bewacht. Er ist gefesselt an seine Wohnung. Er ist immer noch ein Gefangener der Römer. Er darf aber andere Personen bei sich willkommen heißen. So lädt er alle angesehenen Juden Roms in seine Wohnung ein.

Wäscheklammern: Sie kommen alle zu ihm, sie wollen ihm zuhören. Er erzählt ihnen, warum er als Gefangener jetzt in Rom ist.

Seil: „Ich habe nichts gegen euch getan oder euer Volk. Ich wurde in Jerusalem von Juden an die Römer ausgeliefert und wurde verhört. Die Römer wollten mich wieder freilassen, doch die Juden waren dagegen. Deshalb bin ich jetzt in Rom, damit der Kaiser entscheiden kann, ob ich schuldig bin. Ich will nicht euch anklagen! Ich glaube doch auch an den Retter, auf den auch ihr hofft. Ich glaube an Jesus und nur deshalb trage ich diese Ketten.“

Eine Wäscheklammer geht Richtung Seil. Die Juden antworteten darauf: „Wir haben bisher noch keinen Brief aus Jerusalem über dich erhalten. Wir wissen nicht, ob etwas gegen dich spricht. Haben aber auch nichts Gutes über dich erfahren. Wir wollen dir zuhören. Erzähl uns von dem, was du zu sagen hast. Bis jetzt wissen wir nur, dass dein Glaube oft auf Widerspruch stößt.

Die Juden gehen nach Hause. Die Wäscheklammern gehen in verschiedene Richtungen vom Seil weg. Sie hatten ausgemacht sich an einem anderen Tag noch einmal mit Paulus zu treffen. Diesmal kamen sogar noch mehr Juden in Paulus‘ Wohnung.

Paulus erzählt den ganzen Tag von Jesus. Jesus ist der, an dem er sich festhält.
Mit Seil Knoten an Stab machen. Er erzählt den anwesenden Juden vom Reich Gottes, die Zeit, wenn der angekündigte Retter kommt. Sie wissen genau, was es für Ankündigungen auf Jesus im Alten Testament gegeben hat, denn sie kennen sich in den Gesetzen Moses und Büchern der Propheten aus. Paulus erklärt ihnen genau, wie diese Hinweise auf Jesus passen. Einige hören genau und verstehen, was Paulus ihnen von Jesus erzählt. Sie halten sich an Jesus fest. (einige Wäscheklammern an Stab festklammern). Doch andere wollen nichts davon wissen, sie glauben nicht, dass Jesus dieser Messias ist. 3 Wäscheklammern gehen weg. Schon der Heilige Geist hat durch Jesaja gesagt, dass das passieren wird. Auch damals hat das Volk Israel zwar gehört und gesehen, was ihnen von Gott erzählt wurde. Aber sie haben es nicht verstanden und sind nicht zu Gott zurückgegangen. Durch Jesus können jetzt nicht nur die Juden zu Gott kommen. Jesus kam als Rettung für uns alle.

Deshalb hieß Paulus alle, die zu ihm in seine Wohnung kamen, willkommen. Obwohl er gefangen war, oder gerade deswegen, erzählte er die nächsten zwei Jahre allen, die ihn besuchten, von Jesus, seinem Herrn.

Die andere Idee

Die Geschichte mit Bildern erzählen. (Bilder sind im Anhang)

Bild 1: Paulus trifft in Rom ein. Er lädt die angesehensten Juden ein.

Bild 2: Bei dem zweiten Treffen verkündet er das Reich Gottes.

Bild 3: Doch manche der Juden verstehen nicht, was Paulus ihnen zeigen will.

Bild 4: Paulus predigt mutig und ungehindert in Rom.

Der Text gelebt

Wiederholung

Dafür am besten die Faltgeschichte aus dem Abschnitt Kreatives basteln. Alternativ können die Bilder auch einfach ausgedruckt werden. Die Kinder erzählen anhand der Bilder die Geschichte nach.

Gespräch

Jedes Kind darf drei Süßigkeiten nehmen. Jeder der Fragen wird eine Farbe zugeordnet. Wenn das Kind die passende Frage beantwortet hat, darf es seine Süßigkeiten essen.

Farbe 1 Was hat Paulus in Rom gemacht?

Farbe 2 Hast du schonmal etwas falsch verstanden?

Farbe 3 Was findest du cool an Paulus?

Farbe 4 Wer darf an Jesus festhalten?

Farbe 5 Was ist bei dir schonmal schiefgelaufen?

Merkvers

Er verkündete ihnen das Reich Gottes und lehrte sie alles über Jesus Christus, den Herrn – mutig und offen und völlig ungehindert. (Apg 28,31 BasisBibel)

Der Bibelvers wird auf einen Zettel geschrieben, je nach Schwierigkeit werden dann alle Wörter einzeln oder mehrere Wörter zusammen ausgeschnitten. Die Kinder sollen dann den Merkvers zusammensetzen. Wenn das geschafft ist, lesen die Kinder zusammen den Vers vor. Nach und nach werden immer mehr Wörter weggenommen, bis die Kinder den Vers auswendig sagen können.

Gebet

Popcorn-Gebet

In einer Gebetsgemeinschaft bringen die Kinder in kurzen Sätzen oder auch nur mit einem Wort ihr Gebet vor Gott. Und so „hüpft“ das Gebet wie Popcorn von Person zu Person und alle sind gemeinsam vor Gott mit ganz kurzen Wortmeldungen.

Kreatives

Faltgeschichte basteln

Als erstes die Vorlage_Faltgeschichte ausdrucken. Dann an der schwarzen Linie ausschneiden. Die beiden Teile werden mit der weißen Seite so aufeinander geklebt, dass man die Zahlen lesen kann. Danach jeweils 1a und 1b, 2a und 2b usw. nacheinander zusammenkleben. Als nächstes das Papier wie auf dem Bild zusammenfalten. Jetzt kann das aktuelle Bild immer von innen nach außen gefaltet werden und es entsteht ein neues Bild.

Spielerisches

Wäscheklammer-Fangen

Jedes Kind erhält drei Wäscheklammern, die es sichtbar an der eigenen Kleidung befestigt. Auf ein Signal des Mitarbeiters hin ist es die Aufgabe jeder Person, so viele Wäscheklammern wie möglich zu sammeln, indem man sie von den anderen ‚stiehlt‘. Die erbeuteten Wäscheklammern müssen ebenfalls wieder sichtbar an der eigenen Kleidung befestigt werden. Das Spiel wird mit einem vorher vereinbarten Signal von dem Mitarbeiter beendet. Wer nun die meisten Wäscheklammern an der Kleidung trägt, hat gewonnen.

Rätselhaftes

Die Kinder bekommen das Rätselblatt Paulus_ Unterschiede. Wer schafft es als Erstes, die 10 Unterschiede zu entdecken?

(T)Extras

Lieder

Sei mutig und stark und fürchte dich nicht

Hey, Hey, wer ist Jesus?

Spiele

Tischfangen

Es werden 2-3 Tisch in die Mitte des Raums gestellt.

Einem Spieler, dem Fänger, werden die Augen verbunden. Er soll die anderen Spieler fangen. Alle Spieler müssen dabei mit zumindest mit einem Körperteil die Tischfläche berühren. Der Fänger muss sich also auf sein Gehör verlassen, um den anderen Spieler zu erwischen. Wer vom Fänger gefangen wurde oder die Tische nicht mehr berührt, scheidet aus.

Rivalitäten, Streitereien, Gaunereien unter Geschwistern

Zielgedanke

Streiten ist normal. Jeder streitet mal. Und das ist gut so. Denn dann merkt der andere, dass man nicht einverstanden ist mit der Situation. Oder dass man sich nicht gut fühlt.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Von vorne herein ist die Rivalität der Zwillinge Jakob und Esau sichtbar. Schon im Mutterleib kämpfen sie miteinander (1.Mose 25,23). Als die beiden Kinder heranwachsen heißt es, dass Vater Isaak den älteren Esau lieber hat, Mutter Rebekka hat hingegen Jakob als Lieblingssohn (1.Mose 25,28). Auch wenn es menschlich ist, wenn man Lieblingskinder hat, führt das zu Spannungen innerhalb der Familie. Jedes Kind wünscht sich die Anerkennung beider Eltern und kämpft um sie zeitlebens.

Eine weitere Spannung liegt in den unterschiedlichen Folgen von Erstgeburtsrecht und Verheißung Gottes.

Erstgeburtsrecht

Laut Erstgeburtsrecht erhielten erstgeborene männliche Nachkommen einen besonderen Erstgeborenenanteil. Dieser bestand gerne im Doppelten des Erbanspruchs anderer männlicher Kinder: Ein Erstgeborener erbt also bei zwei Söhnen zwei Drittel (5.Mose 21,15-17). Esau steht juristisch der Großteil des Vermögens zu. Es ist hiermit auch geregelt, dass Esau mal die ganze Sippe übernimmt und ihr Oberhaupt – ihr Chef –  sein wird.

Das Erstgeburtsrecht ist kein bloßes Erbrecht. Vor allen Besitzansprüchen geht es vor allem um den Empfang des väterlichen Segens. Segen und Besitzansprüche gehören zusammen. Damit ist verbunden, dass Gott Schutz, Glück, Frieden, Fruchtbarkeit (Nachkommen) und Hilfe schenkt. Was Gott an Gutem zusagt, seine Verheißungen, gehen auf das gesegnete Kind über. Und hier liegt die Spannung:

Gottes Verheißung

Gott antwortet auf Mutter Rebekkas Frage, warum es ihr in der Schwangerschaft so schlecht geht, da die Kinder im Bauch keine Ruhe geben mit folgender Verheißung: In deinem Bauch sind zwei (zukünftige) Völker, ein Volk wird dem anderen überlegen sein, der Ältere wird dem Jüngeren dienen.

Gott hat einen Plan mit Jakob. Er soll den Segen (den Gott Jakobs Opa Abraham schon zugesagt hat) weitertragen. Gott setzt also nicht auf Esau, sondern auf Jakob. Warum Gott so handelt? Das bleibt offen. In der Geschichte wird aber deutlich, dass Esau wenig auf sein Erstgeburtsrecht hält und es für ein einziges Linsengericht hergibt. Jakob hingegen ist sich der Größe der Verheißung bewusst. Esau handelt impulsiv und kurzsichtig.

Das Drama nimmt im Handel um das Erstgeburtsrecht seinen Lauf. Jakob erzwingt sein Recht mit List, obwohl Gott ihm das Recht schon vor der Geburt zusagt. Gott hat es nicht nötig, dass wir ihm beim Umsetzen seines Planes „helfen“. Die Folgen werden im Laufe der Geschichte deutlich: Jakob geht im Streit aus seiner Familie, er streitet mit seinem Onkel und er kämpft mit Gott. Aus diesen Streiten geht er am Ende gestärkt und gesegnet hervor, aber es kostet ihn viel.

Esau geht bei Gott nicht „leer aus“. Im Gegenteil. Er behält seine Urfamilie (Heimat!), ist weiter als Jäger unterwegs (Traumberuf) und bekommt viele Nachkommen (Kinder = Besitz). Sein Volk wird als die „Edomiter“ in die Geschichte eingehen. Dieses Volk wird später ein Feind des Volkes Israel (Jakobs Nachkommen) sein.

In der Erzählung wird zunächst von den Kindern Jakob und Esau erzählt, um die Rivalität und die Welt der Kinder gleich aufzunehmen. Wer damit Probleme hat, dass diese Geschichte nicht in der Bibel steht, möge den ersten Abschnitt weglassen.

Erlebniswelt der Kinder

In jeder Familie gibt es Streitereien und Rivalitäten unter Geschwistern und oder mit Eltern. Es geht um Ungerechtigkeiten, um Bevorzugung und Benachteiligung, um ein „zu kurz kommen“. Kinder werden sich in der Geschichte also wiederfinden. Streitereien können Kinder verletzen, vor allem, wenn sie als gefühlte Verlierer aus dem Streit gehen. Es ist also ein emotionales Thema, das man nicht unterschätzen darf. Falls diese Geschichte als erstes Thema einer Freizeit steht, empfehle ich, die Kinder einfach mal über Streite reden zu lassen. (Man lernt sich auf der Freizeit erst mal kennen). Es soll herauskommen, dass Streiten ganz normal ist, an sich nichts Schlechtes. Kinder sollen die Möglichkeit haben, einfach mal gehört und verstanden zu werden. Es geht also nicht unbedingt um Streitlösungen (kommt in der Einheit „Jakob und Esau versöhnen sich“). Auch nicht um Gewinnen oder Verlieren. Vielmehr um das Bewusstsein, worum es eigentlich geht: Ungerechtigkeit, Benachteiligung, nicht beachtet werden… Jedes Kind hat hier Wertschätzung verdient.

Einstieg

Zwei freiwillige Kinder melden sich. Ihr gebt drei gleichwertige Süßigkeiten aus.

1. Runde: Die Kinder sollen sie unter sich aufteilen. Allerdings darf nichts abgebissen oder durchgeteilt werden. Sprich: es gibt die Möglichkeiten: 3:0; 0:3; 2:1; 1:2. Wie entscheiden sie sich? Wie fühlt sich die Entscheidung für beide an? Ungerecht oder gerecht?

2. Runde: Die Kinder entscheiden, wer wie viel im Falle eines Sieges erhält. Dann überlegen sie sich ein Spiel (z.B. Schere, Stein, Papier). Der Sieger erhält die ausgemachte Beute, der Verlierer nichts? Wie fühlt sich das Ergebnis für beide an? Ungerecht oder gerecht?

In der Regel müsste sich die 2. Runde gerechter anfühlen, da das Glück entscheidet. In der 1. Runde muss man sich einigen und es ist immer ungerecht. Das kann evtl. zu Streit führen.

Rahmengeschichte Teil 1 zu Tag 1 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Erzählung

„Lass mich los!“ fleht Jakob seinen Bruder Esau an.  Jakob liegt auf dem Rücken. Esau ist als Sieger aus einem Ringkampf hervorgegangen. Wie so oft, wenn sein kleiner Bruder Jakob mal wieder das Superhirn spielt, ist Esau genervt. Und da versteht Jakob nur eine Sprache. Esau hat sich über Jakob gebeugt. Mit seinen muskulösen Knien stemmt er sich auf Jakobs Oberarmen und genießt dessen Hilflosigkeit. Nun könnte er Jakob noch so richtig schön bespucken. Gerade, als er seinen Speichel im Mund sammelt, hört er Mutter Rebekka rufen: „Esau, hör sofort auf und lass deinen Bruder in Ruhe!“ Von oben herab genießt Esau die letzten Minuten seines Triumphes, bevor er genervt von Jakob ablässt. „Was war denn jetzt schon wieder los?“ Rebekka steht nun direkt neben ihren Zwillingen. „Esau kann nicht rechnen. Er hat zu wenig Holz für den Weidenzaun hergeschleppt. Jetzt ist meine Lieblingsziege weg.“ Jakob ist rot vor Wut. „Heul doch!“ Esau grinst. In dem Moment greift Rebekka Esaus rechtes Ohr. “Du gehst heute noch los und suchst die Ziege!“ „Na na na, Esau mein Sohn, komm mal her zu mir.“ Vater Isaak ist aus dem Zelt gekommen. Der 12-jährige Esau springt erleichtert zu seinem Vater, der ihn in den Arm nimmt. „War ja wieder klar, dass du Esau in Schutz nimmst. Wäre ich nicht gekommen, hätte er Jakob übel zugerichtet.“ Rebekka nimmt Jakob in die Arme. „Übertreib´ mal nicht. Mein großer Junge ist eben stark. Ein echter Jäger!“

„Und mein Jakob ist ein schlauer Hirte. Eines Tages wird er noch viel mehr besitzen, als ein paar Ziegen und Schafe!“

Jahre vergehen. Die Zwillinge Jakob und Esau sind erwachsen. Beide sind sehr verschieden. Schon rein äußerlich glaubt man gar nicht, dass sie Zwillinge sind.

Esau ist von Kopf bis Fuß mit rotblonden Haaren übersäht, dazu muskulös und sportlich. Am liebsten ist er draußen in der Natur, streift tagelang durch Wälder, über Berge und durch Täler. Er liebt die Natur. Dabei geht er seinem Traumberuf nach. Esau ist Jäger. Mit seinem Bogen und dem Köcher voller selbst geschnitzten Pfeilen bewaffnet, ist kein Bock, kein Hirsch vor ihm sicher. Vater Isaak liebt es, wenn Esau nach Hause kommt und ihm einen frischen Hirsch zubereitet. Und überhaupt verstehen sich die beiden Männer ohne Worte. Isaak mag Esau sehr. Er ist sein Lieblingssohn.

Jakob ist dunkelhaarig auf dem Kopf, ansonsten eher zierlich gebaut. Ein hübscher Junge, der mit seinen klugen Gedanken der Sippe schon oft geholfen hat. Denn Jakob ist immer in der Nähe der Zelte zu finden. Da seine Großfamilie ständig umherzieht, um für die Tiere gutes Weideland zu finden, gibt es viel zu tun: Da sind Zäune zu bauen, Schafe zu scheren, Ziegen zu melken, Nachtwache gegen Raubtiere zu halten, Zelte auf- und abzubauen. Jakob kümmert sich um das Zeltdorf seines Vaters, hilft beim Organisieren der Arbeit und ist ein begabter Hirte. Jakob liebt es, bei den Tieren zu sein. Unter seiner Führung gedeihen die Herden und werden immer größer. Rebekka liebt es, wie klug Jakob ist. Sie mag seine guten Ideen, sein ganzes selbstbewusstes Auftreten. Jakob ist ihr Lieblingssohn.

Überhaupt ist Jakob sehr begabt. Rebekka muss oft an ihre Schwangerschaft denken, als beide Kinder im Bauch ständig unruhig waren. Dabei hatte sie große Scherzen, da manche Schläge der Jungs auf den Magen, den Darm und die Blase gingen. Damals hatte Rebekka Gott gefragt, warum sie so leiden muss in der Schwangerschaft. Und Gott hatte ihr über einen Priester geantwortet: „Hier wachsen zwei Jungs heran, die beide mal ein Volk regieren werden. Und ein Volk wird dem anderen überlegen sein. Und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ Deshalb gab es schon im Bauch ständig Streit. „Irgendwie haben die Beiden immer gestritten“, denkt Rebekka. „Sie sind aber auch sehr unterschiedlich. Aber wie kann es sein, dass der Ältere, also Esau, mal dem Jüngeren, also Jakob, dienen soll?“ Rebekka gefällt der Gedanke. Dann wäre Jakob der Leiter ihrer Sippe, wenn Isaak mal nicht mehr wäre. Aber nach dem Erstgeburtsrecht müsste Esau das Erbe seines Vaters antreten und auch dessen Segen bekommen. „Vielleicht müsste man dem Ganzen mal etwas nachhelfen“, denkt Rebekka. „Aber wie?“

„Mutter“, Rebekka fällt aus ihren Gedanken. Sie hört, wie Jakob sie ruft. Schnell geht sie zum Zelt ihrer Söhne. Vor dem Zelt steht ein großer Topf auf der Feuerstelle. Es duftet köstlich nach Suppe. „Mutter, da bist du ja. Ich wollte dich nur fragen, ob du schon gegessen hast, ich habe eine Linsensuppe gekocht!“ „Das ist lieb von dir, mein Sohn, aber ich habe schon mit deinem Vater gegessen und jetzt sollte ich nach ihm sehen. Du weißt ja, dass er mich braucht mit seinen schlechten Augen.“ „Ich werde nachher mal nach ihm sehen. Oder ist Esau schon bei ihm?“ Jakob schaut seine Mutter fragend an. „Esau? Der ist schon seit 3 Tagen weg auf der Jagd. Wer weiß, wann er wiederkommt.“ Rebekka klingt enttäuscht. „Ja, wer weiß.“ „Dann lass es dir schmecken. Es riecht jedenfalls sehr köstlich!“ Rebekka gibt Jakob einen Kuss auf die Stirn und geht direkt in das Elternzelt.

Jakob nimmt eine hölzerne Kelle und schöpft sich eine Portion Suppe in eine Schale. Er ist sauer auf seinen Bruder. Esau bleibt tagelang weg, keiner weiß wie lange noch. Keiner weiß, wo er ist. „Und das soll mal der Nachfolger von Vater werden? Esau kennt keine Verantwortung, denkt nur ans Anschleichen und Erlegen, Braten und Essen. Wie es der Familie geht, juckt ihn nicht. Und der soll mal Chef der Familie werden? Dabei mache ich seinen Job schon seit ich denken kann. Ich kümmere mich hier um alles. Aber er erbt fast alles laut Erstgeburtsrecht. Und den Segen kriegt er auch noch. Das ist doch voll ungerecht.“ Jakob löffelt seine Suppe aus. „Schmeckt nicht schlecht“, denkt er.

Im Wald ist es still. Esau hält in der linken Hand den Bogen. Mit der rechten Hand hält er den Pfeil, den er über eine Sehne gespannt hält. Das linke Auge geschlossen peilt er mit dem rechten Auge einen stattlichen Hirsch an. „Das wird ein köstliches Mahl“, denkt sich Esau. Jetzt nur nichts falsch machen. Noch einmal den Pfeil leicht nach hinten ziehen und …. krach, ein Zweig einer Zeder hat sich gelöst und fällt vor Esau auf den Boden. Der Hirsch ist gewarnt und springt davon. „So ein Mist!“ Esau brüllt seinen Frust in die Stille hinaus. Der Hunger macht ihm zu schaffen. Tagelang hat er nichts gegessen. „Jetzt muss ich ohne Beute nach Hause laufen, wie erbärmlich“, schimpft Esau vor sich hin.

Nach ein paar Kilometer Fußmarsch ist sein Hunger noch größer geworden, seine Laune noch schlechter. Als er im Zeltdorf ankommt, riecht er sie. Dieser Duft. Köstlich. Das muss eine Suppe sein. Er verfolgt die Duftspur und sieht seinen Bruder sitzen, neben einem großen Topf auf einer Feuerstelle. Ausgerechnet sein Bruder Jakob muss er bitten. Aber was soll´s.

„Ich habe schon seit über 3 Tagen nichts mehr gegessen!“ ruft Esau zur Begrüßung. Er geht zu dem Topf und beäugt gierig den Inhalt. Unaufgefordert setzt sich Esau neben die Feuerstelle. Jakob steht trotzig auf: „Wenn du so lange nichts gegessen hast, dann koch dir halt was!“ „Jakob, du hast keine Ahnung, wie anstrengend das Jagen ist. Ich bin viel zu platt, um jetzt noch zu kochen!“ Esau deutet auf die Feuerstelle. „Das duftet lecker und du hast doch noch viel davon. Gib mir doch von dem roten Zeug!“

„Linsen, das sind Linsen.“ Jakob ist genervt. Esau sieht seinen Bruder flehend an: „Bitte, gib mir was.“ „Und was hab´ ich davon?“, entgegnet Jakob. Esau ist verdutzt: „Was willst du von mir?“

Plötzlich erkennt Jakob seine Chance. Soll er es wirklich fordern? Aber mehr, als nein sagen, kann Esau auch nicht. Also nimmt Jakob allen Mut zusammen: „Gib mir dein Erstgeburtsrecht dafür!“ Esau lacht laut: „Was nützt mir heute mein Erstgeburtsrecht, wenn ich verhungere?“ Jakob lässt nicht locker: „Dann sprich mir nach: Ich, Esau, schwöre, dass ich meinem Bruder Jakob mein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsensuppe verkaufe.“ „Also gut, wenn es das ist: ich, Esau, schwöre, dass ich meinem Bruder Jakob mein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsensuppe verkaufe.“ Noch ehe sich Jakob umsehen kann, greift Esau nach der Holzkelle und löffelt gierig die Suppe direkt aus dem Topf.

Rahmengeschichte Teil 2 zu Tag 1 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Andachtsimpuls / Vertiefung

Austausch:

Jakob und Esau waren sich nicht besonders grün. D.h. sie haben oft gestritten. Könnt ihr euch vorstellen, warum? Und was steckt dahinter?).

  • Schon weil sie unterschiedlich waren (man versteht sich vielleicht nicht so gut).
  • Mamas Liebling, Papas Liebling (da wird man traurig, weil Eltern einen nicht genauso liebhaben).
  • Weil einer was besser kann als man selbst, z.B. körperlich stark, im Kopf klug (man wird neidisch, mag das auch können).
  • Weil einer mehr bekommt, als der andere – das Erstgeburtsrecht war damals übliches Recht (heute empfinden wir das als ungerecht).

Plakataktion:

Streitet ihr euch auch mit euren Geschwistern? Eltern…

  • Plakat: Kinder auf Plakat schreiben lassen, worüber sie schon gestritten haben.
  • Anschließend Kinder von ihrem Streit erzählen lassen (freiwillig!)
  • Evtl. nachfragen (Fingerspitzengefühl!): Was hat dich geärgert, enttäuscht, wo fühlst du dich ungerecht behandelt, benachteiligt, zu wenig gesehen, wo warst du neidisch …

Streit ist ganz normal. Jeder streitet mal. Und das ist gut so. Denn dann merkt der andere, dass man nicht einverstanden ist mit der Situation. Oder dass man sich nicht gut fühlt.

Wenn z.B. Süßigkeiten immer so verteilt werden, dass man weniger bekommt, dann kann man das sagen: „Ich möchte heute mal 2 und du eins. Nächstes Mal dann wieder umgekehrt. Sonst ist das ungerecht.“ So hat der andere auch die Chance, sich zu erklären oder zu ändern.

Manchmal ist es schwer, Dinge anzusprechen. Redet doch mal mit Gott darüber, was euch schwerfällt. Er versteht euch. Und dann habt ihr es auch mal ausgesprochen. Das tut gut.

Gebet

Lieber Vater im Himmel, du siehst, wo wir uns ärgern und streiten. Bitte gib uns den Mut, Dinge anzusprechen und unser Recht einzufordern. Wie gut, dass du siehst, wie es uns geht und dass du uns verstehst. Amen

Streitspiele:

Manchmal hilft es auch, wenn man sauer aufeinander ist, einfach Dampf abzulassen auf eine gute Art:

Lieder

  • Wer Gott vertraut, Einfach spitze Nr.28
  • Jedes Kind ist anders, Einfach spitze Nr.145
  • Komm, wir wollen Freunde sein, Einfach spitze Nr.83

Diese Themenreihe enthält 7 Einheiten zu Texten aus dem Johannesevangelium. 5 Einheiten beschäftigen sich den Taten und Begegnungen von Jesus, unter anderem dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana (Johannes 2) und dem Gespräch mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Außerdem enthält diese Reihe noch zwei Einheiten zum Johannesprolog (Johannes 1,1-18) die besonders für die Weihnachtszeit geeignet sind und die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe, passend zur Jahreszeit, ein Winterfest mit Spielideen für drinnen und draußen, sowie einer Andacht zum Thema Winter.

 Johannes 3, 1-21

Das Ziel

Starter

Kinder, die noch nicht viel über den Glauben wissen, können sich auch in Nikodemus wiederfinden. Er versteht zunächst gar nicht, was Jesus ihm sagen will. Leben im Glauben an Gott bedeutet, immer wieder neu zu lernen.

Checker

Nikodemus kannte die Thora sehr genau. Er kannte Gottes Gebote und trotzdem hat er Jesus nur sehr schwer verstanden. Auch Kinder, die schon viel über Jesus wissen, können immer wieder neues entdecken, was im Leben mit Gott wichtig ist.

Der zentrale Vers 16 ist für alle eine der wichtigsten Bibelstellen überhaupt. Allein durch Gottes Gnade können wir zu ihm kommen.

Der Text an sich

Hier kommt einer zu Jesus, der es wissen müsste und doch nicht versteht. Er gehört zum Hohen Rat, der religiös-politischen Instanz in Israel. (Es gab verschiedene Parteien. Nikodemus gehörte zur Partei der Pharisäer. Sie waren darauf bedacht, alle Gesetze und Gebote bis aufs Kleinste einzuhalten.)

Nikodemus kommt nachts zu Jesus. Ob er wohl Angst vor seinen Kollegen hat, den anderen Pharisäern oder vorm Volk, die einen Pharisäer bei Jesus sehen könnten? Aber die Nacht ist nicht nur Dunkelheit. Sie bietet die Chance zu einem Neuanfang. Jesus sagt von sich: „Ich bin das Licht für die Welt!“ (Joh. 8,12)

Nikodemus erkennt Jesus als einen Menschen an, der von Gott befähigt ist, Wunder zu tun. Und er hat Leute im Hintergrund, die das auch glauben. Aber sie sehen ihn nicht als Gottes Sohn an. Sie sehen in ihm einen Lehrer.

Jesus geht in seiner „Antwort“ aber gar nicht auf das ein, was Nikodemus anerkennend über ihn gesagt hat. Jesus kommt gleich auf das Wesentliche zu sprechen: Die Menschen müssen von Neuem geboren werden, um in Gottes Reich zu kommen.

Nikodemus versteht es nicht.

Insgesamt drei Mal (V.3, 5, 11) beginnt Jesus mit einem doppelten Amen (Luther: Wahrlich). Wir benutzen Amen am Ende unserer Gebete. Es heißt: „es steht fest oder es ist die Wahrheit!“ Es bedeutet, dass Jesus hier göttliche Wahrheit verkündet. Er hat als Sohn Gottes die Vollmacht dazu.

Da es die christliche Taufe zu der Zeit noch nicht gab, muss man hier wohl auf die alttestamentlichen Stellen zurückgreifen, die die kultische Reinigung durch Wasser kannten oder der Verfasser geht hier auf die Adressaten ein, an die er das Evangelium geschrieben hat.

Eindeutig ist, dass wir Menschen Neugeburt nicht machen können; es ist ein Geschenk Gottes. (Epheser 2,8)

Wir können dieses Geschehen auch nicht erklären. Jeder Mensch erlebt es anders. Der Heilige Geist bewirkt es in uns.

Nikodemus fragt zwar noch einmal nach, kommt dann aber im Geschehen nicht mehr vor.

Jesus richtet seine Worte an alle.

Er vergleicht seinen eigenen Tod mit der Schlange am Pfahl, die Mose aufrichtete, als das Volk Israel wegen seines Murrens mit Giftschlangen von Gott bestraft wurde. Jesus sieht sich am Kreuz erhöht und als Retter. Er redet von sich als Menschensohn, was bedeutet, dass er als Gottes Sohn Mensch geworden ist.

Der zentrale Vers ist der 16. Hier wird deutlich, dass alles von Gottes Liebe ausgeht. Wir Menschen müssen es nur glauben, dass Jesus Gottes Sohn ist. Wir dürfen darauf vertrauen, dass seine Liebe jedem gilt.

Der Text für mich

Ohne Nachfragen und Nachforschen komme ich im Glauben nicht weiter. Es ist gut, auch mal kritische Fragen zu stellen. Nikodemus lässt nicht locker. Er versteht Jesus nicht und fragt weiter nach. Manche Wahrheiten verstehe ich erst nach Jahren, obwohl ich schon lange in der Bibel lese. Es ist wichtig, sich mit anderen über Bibeltexte auszutauschen. Die zentrale Frage des Textes ist: Wie komme ich in den Himmel? Und die Antwort lautet: Allein durch den Glauben an den gekreuzigten Sohn Gottes. Ich kann mir Gottes Nähe nicht verdienen. Keine guten Taten bringen mich dazu, allein Gottes Gnade. Das möchte ich mir immer wieder bewusstmachen. Das war die zentrale Erkenntnis von Martin Luther und das ist auch das, was ich den Kindern immer wieder sagen und vermitteln möchte.

Der Text für dich

Starter

Kinder, die noch nicht viel von Jesus und Gott gehört haben, haben vielleicht ähnliche Fragen wie Nikodemus. Sie haben noch nichts vom Himmel gehört und können mit Gottes Reich oder Gottes neuer Welt nichts anfangen. Sie finden es hier auf der Erde meistens ganz cool, warum sollten sie sich auf eine neue Welt freuen oder gar dazu beitragen, dass sie dahin kommen? Sünde ist für sie oft ein unbekannter Begriff oder ein Synonym für das, was sie falsch machen und nicht der Begriff für die Trennung von Gott.

Checker

Diejenigen, die schon lange in die Jungschar kommen, halten die Fragen von Nikodemus vielleicht für albern. Aber auch sie haben Fragen oder Unsicherheiten, wie es mit dem Glauben ist. Wie ist das, wenn ich an Gott glaube, aber mein bester Freund nicht? Die Geschichte von Nikodemus ist da genau richtig, weil er sich im Glauben der Juden auch perfekt auskannte, aber trotzdem nicht antworten konnte oder die Antworten von Jesus einfach nicht verstanden hat.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Schlüsselsuche

Ein Mitarbeitender sucht ganz unruhig in seinem Rucksack etwas. Er wird darauf angesprochen, was er denn da macht. „Ich suche meinen Schlüssel!“ Alle machen sich auf die Suche nach dem Schlüssel. Wenn er gefunden wurde, wird aus dem Schrank, zu dem der Schlüssel gehört, eine Tüte mit Süßigkeiten herausgeholt und verteilt

Weiter können hier Spiele gespielt werden, die mit verloren und gefunden zu tun haben.

Kinder können anschließend erzählen, ob sie auch schon mal etwas verloren haben oder selbst mal verloren gegangen sind.

Idee 2: Aufgaben im Dunkeln

Die Kinder bekommen die Augen verbunden und haben die Aufgabe, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Solche Aufgaben können zum Beispiel sein:

Bildet Gruppen von 3 Teilnehmern!

Sucht einen Ball, der im Raum liegt!

Stellt euch alle so nah wie möglich an die Tür!

Fasst euch an den Händen und stellt euch in einen Kreis auf!

Im Anschluss daran erfolgt ein Gespräch über Dunkelheit. Wie fühlt man sich nachts? Habt ihr schon einmal eine Nachtwanderung gemacht?

Verkündigung

Dialog zwischen zwei Mitarbeitenden unter Einbeziehung der Teilnehmer

A:        Sag mal, ich war da am Sonntag im Gottesdienst und der Pastor/Prediger(in) hat immer wieder davon gesprochen, wie man zu Gott in den Himmel kommt. Ich habe das nicht verstanden. Weißt du etwas darüber?

B:           Ich habe da eine Geschichte in der Bibel gelesen, die genau dazu passt.

A:           Erzähl mal!

B:           Es war mitten in der Nacht, da kam Nikodemus, ein Pharisäer zu Jesus

A:           Da fängt es ja schon an, was ist denn bitteschön ein Pharisäer?

B:           Weiß es jemand von Euch? (Kinder antworten lassen) Ein Pharisäer war in Israel einer, der zu einer religiösen Partei gehörte. Sie achteten sehr darauf, die Gebote und Gesetze einzuhalten und dass auch alle anderen das tun. Aus Angst, die 10 Gebote zu übertreten, gaben sie sich viele Gesetze, die das verhindern sollten. Nikodemus gehörte außerdem zur damaligen jüdischen Kirchenleitung, zu der 71 Männer gehörten.

A:           Aha, und warum kam der nun in der Nacht?

B:           Könnt ihr euch das vorstellen, warum er mitten in der Nacht kam? (Kinder antworten) Bei den Pharisäern war Jesus nicht gern gesehen. Er war so anders. Er konnte Wunder tun. Er sprach gegen sie. Ja, er sagte sogar, dass Gott alle Menschen gleich lieb hat und nicht nur die, die ganz toll sind. Ich denke, Nikodemus wollte von den anderen nicht gesehen werden. Er wollte nicht, dass die anderen über ihn reden, was er wohl bei Jesus wollte.

A:           Okay, und was wollte er bei Jesus?

B:           Er überschüttete Jesus erst einmal mit Lob: „Meister, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, den Gott geschickt hat. Kein Mensch könnte solche Wunder tun, wenn nicht Gott mit ihm ist.“ Jesus geht gar nicht weiter darauf ein, er weiß, was Nikodemus auf dem Herzen hat und sagt: „Weißt du Nikodemus, niemand kann zu Gott kommen, wenn er nicht neu geboren wird. Nikodemus versteht nicht, was Jesus damit meint: „Neu geboren? Wie soll das denn gehen? Ich kann doch nicht in meine Mutter zurückkriechen und wieder geboren werden. Das verstehe ich nicht!“

A:           Ja, eben, so ging es mir im Gottesdienst auch.

B:            Jesus erklärt: „Es geht nicht darum, von deiner Mutter erneut geboren zu werden, sondern von Gott, vom Heiligen Geist. Wer vom Heiligen Geist neu geboren wird, bekommt ewiges Leben bei Gott.

A:            Und das hat der Nikodemus dann verstanden? Wir wissen ja, das zu Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist gehören. Eben drei in eins. Das ist schon schwer zu begreifen, aber dass mit der Wiedergeburt durch den Heiligen Geist? Dazu muss man wohl Theologie studieren, oder?

B:           Jesus erklärt es Nikodemus mit einem Vergleich: „Es ist wie mit dem Wind. Du kannst ihn spüren, aber du kannst ihn nicht be-greifen. Du weißt nicht woher er kommt oder wohin er geht. Aber du siehst seine Auswirkungen in den Bäumen, da kannst du ihn hören. So ist es auch mit der Wiedergeburt bei den Menschen. Du kannst den Heiligen Geist nicht sehen, aber du spürst die Auswirkungen.“

A:           Das verstehe ich, genau wie wir den Wind nicht sehen können, ist es mit Gott, den können wir ja auch nicht sehen, aber spüren, wenn er mir hilft, mich tröstet und andere Menschen schickt, die mit mir reden.

B:           Genau, aber Nikodemus steht immer noch auf dem Schlauch er fragt: „Aber wie soll das gehen? Und Jesus packt ihn bei seiner Ehre und sagt: „Aber Nikodemus, du forscht doch ständig in der Bibel, kannst fast alles auswendig, unterhältst dich mit anderen. Du bist doch ein weiser Lehrer, von vielen geachtet und gehört. Warum weißt du das nicht. Glaube mir: Wir reden nur von dem, was wir genau kennen. Und was wir bezeugen, haben wir gesehen. Aber trotz unserer Wahrheit, die wir sagen, glaubt ihr uns nicht. Was meint ihr? Warum glauben manche Menschen nicht an Jesus, obwohl sie schon etwas von ihm gehört haben? (Kinder antworten lassen)

A:           Viele meinen ja, weil man Gott nicht sehen kann, gibt es ihn nicht. Man kann nicht beweisen, dass es Gott gibt.

B:           Jesus geht noch weiter und sagt: „Wenn ihr hier schon zweifelt, wie wollt ihr verstehen, was in Gottes neuer Welt geschieht. Es gibt nur einen, der zum Himmel heraufsteigt, dass ist der Menschensohn; er ist auch vom Himmel gekommen. (an die Kinder): Wen meint Jesus hier, wenn er sagt, dass der Menschensohn vom Himmel gekommen ist und auch wieder hingeht? (Kinder antworten lassen)

A:           Das hat man ja schon öfter in der Bibel, dass Jesus von sich als Menschensohn redet, sozusagen ein Codewort für ihn.

B:           Und dann sagt Jesus einen der wichtigsten Sätze überhaupt in der Bibel: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ V.16) Lasst uns diesen Satz einmal gemeinsam sprechen…. (Plakat hochzeigen oder in die Mitte legen)

A:           Das ist wirklich ein toller Vers in der Bibel: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Ist aber auch nicht so auf Anhieb zu verstehen, oder? (an die Kinder) Wie kann man das denn mit eigenen Worten sagen? (Kinder antworten lassen) Gott liebt alle Menschen so sehr, dass er seinen Sohn am Kreuz hat sterben lassen, damit wir für immer bei ihm sein können, wenn wir an Gott und Jesus glauben. Das muss für Gott ganz schön hart gewesen sein.

B:           Gott hat sich selbst für uns gegeben. Er streckt uns immer seine Hand entgegen und möchte, dass wir bei ihm sind. Gottes neue Welt; der Himmel beginnt schon hier auf der Erde, wenn wir Gottes entgegengestreckte Hand nehmen und daran glauben.

Die andere Idee

Begriffe entdecken

Kinder finden gerne selbst etwas heraus. In der Geschichte von Nikodemus kommen viele Begriffe vor, die nicht sofort verstanden werden.

Wir lesen die Geschichte aus einer (Kinder)Bibel vor und stoppen an den Stellen, die in einem Kinder-Bibellexikon nachgeschlagen werden.

Mögliche Begriffe: Nikodemus, Pharisäer, hoher Rat, Gottes Neue Welt (Gottes Reich, Himmel), Menschensohn

Der Text gelebt

Wiederholung

A tritt noch einmal auf und fragt: „Du hast uns ja die Geschichte von Nikodemus ganz gut erzählt, aber wie komme ich denn jetzt in den Himmel?“ -> mit den Kindern ins Gespräch kommen, was Jesus geantwortet hat.

Man kann auch anhand der Begriffe, die nachgeschlagen worden, die Geschichte wiederholen.

Gespräch

  1. Warum kam Nikodemus nachts zu Jesus?
  2. Wie können wir Menschen zu Gott kommen?
  3. Muss ich besonders gut sein, um zu Gott kommen zu können?
  4. Was würdest du Jesus fragen, wenn du ihm jetzt begegnen könntest?

Merkvers

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3, 16; Luther

Jedes Kind bekommt ein festes Blatt, auf dem der Merkvers steht. Jetzt malt jeder etwas, was ihm zu dem Text einfällt. Dann können sie erzählen, was ihnen wichtig ist.

Gebet

Danken und Bitten: Für eine Bitte legen wir einen Stein in die Mitte. Für einen Dank stellen wir eine Blume in die Vase oder zünden eine Kerze an. Die Kinder können das schweigend tun oder sagen, wofür sie danken wollen oder worum sie bitten.

Kreatives

Papierflieger basteln. Dazu erhält jedes Kind ein Blatt Papier, aus dem es einen Flieger falten soll. Dann startet der große Papierfliegerwettbewerb. Welcher Flieger fliegt am weitesten?

Bezug: Jesus vergleicht den Wind mit dem Heiligen Geist.

Spielerisches

Topfschlagen

Einem Kind werden die Augen verbunden, ein Topf, unter dem etwas versteckt wird, wird irgendwo auf dem Boden gestellt. Dem „Blinden“ gibt man einen Kochlöffel in die Hand und er darf den Topf suchen. Die anderen helfen mit Hinweisen, ob er nah oder weit weg ist.

Rätselhaftes

Der Merkvers wird als Rätsel dargestellt. Jedes Symbol steht für einen Buchstaben.

(T)Extras

Lieder

Jesus ist gekommen um zu suchen und zu retten (Kann auch als Rap gesprochen werden)

Allein deine Gnade genügt

Immer und überall

Vater, ich komme jetzt zu dir

Spiele

Bonbons suchen

Es werden viele Bonbons im Raum versteckt und alle dürfen suchen. Wer findet die meisten?

Schnitzeljagd

Nikodemus sucht Jesus, das könnte das Thema der Schnitzeljagd sein.

Alle Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt, die Jesusgruppe und die Nikodemusgruppe. Die Jesusgruppe geht los und hat die Aufgabe, für sich ein Versteck anzulegen. Der Weg wird mit Kreidepfeilen markiert. Wenn es nicht möglich ist mit Kreide die Pfeile zu malen, zum Beispiel auf einer Wiese, dann müssen die Pfeile mit Stöcken gelegt werden. Wenn das Versteck erreicht ist, wird ein Kreidekreis aufgezeichnet, das bedeutet, dass im Umkreis von ca. 200 Metern das Versteck ist. Die Jesusgruppe hat einen Vorsprung von ca. 10 Minuten. Wenn die Nikodemusgruppe das Versteck der Jesusgruppe gefunden hat, werden die Rollen getauscht.

Aktionen

Nachtwanderung

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Barabbas versteht die Welt nicht mehr, er kommt frei (Fall 11)

Schwerpunkte

  • Hintergründe der Verurteilung Jesu
  • Jesus ist Herr der Situation – er wusste, dass Judas ihn verraten würde und dass er gefangen genommen werden soll; er hätte es verhindern können, z. B. indem er flieht
  • Jesus als „wahrer Mensch und wahrer Gott“ kennt Angst, er kann unsere Angst verstehen – wichtig: Jesus hatte zwar Angst, doch die Angst hat ihn nicht beherrscht, er hat trotzdem Gott gehorcht
  • Jesus ruft die Jünger zum Gebet auf: „Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach“ (Mk 14,38) – die Kinder sollen sich bewusst sein, dass man manchmal das Richtige will, doch aus eigener Kraft nicht dazu in der Lage ist
  • Die Ablehnung der Führenden in Israel beruht auf der Angst vor dem Verlust von Ehre und Geld, auf der Angst vor den Römern bzw. dem Unglauben, dass Jesus der Messias ist

Besonderheit

Es werden mindestens zwei Mitarbeitende benötigt

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Die Kreuzigung Jesu ist nicht nur in den vier Evangelien des Neuen Testaments, sondern auch in anderen antiken Schriften bezeugt. Cornelius Tacitus, Historiker und römischer Statthalter der Provinz Asien, berichtet zum Beispiel davon: „Christus, von dem sie diesen Namen ableiten, wurde in der Regierungszeit des Tiberius unter dem Statthalter Pontius zum grausamen Tode verurteilt.“

Von Barabbas wissen wir nicht viel. In knappen Worten wird in den Evangelien beschrieben, dass er im Gefängnis war, weil bei einem Aufruhr in der Stadt jemand ermordet wurde. Er kam frei, weil Jesus an seiner Stelle von Pilatus verurteilt wurde.

Die Erklärung, warum Jesus sterben muss, wird in der nächsten Stunde gegeben. Aus dem Bericht über den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbracht hat, der Gefangennahme und der Verurteilung könnte man viele Einheiten gestalten. Ich bin auf den Verrat von Petrus – er wird nach Ostern thematisiert – und auf die Situation Jesu vor Pilatus und Herodes nicht eingegangen. Das Thema des alten und neuen Bundes, das im letzten gemeinsamen Essen von Jesus mit seinen Jüngern angesprochen wird, wird im nächsten Detektivfall aufgegriffen.

Man kann noch auf das Abendmahl eingehen. Doch es gibt beim Abendmahl viele Streitpunkte (je nach theologischem Verständnis und liturgischer Praxis) – deshalb wurde es hier nicht thematisiert.

Erlebniswelt der Kinder

Die Kinder werden noch nicht so viel von den Römern wissen und beim Spiel „1,2 oder 3“ an manchen Stellen raten müssen. Um aber die Situation von Barabbas zu verstehen, ist es gut, wenn sie einige Informationen bekommen bzw. ihr Wissen auf das gleiche Niveau gebracht wird.

Es wird den Kindern klar sein, dass ein Mörder ins Gefängnis gehört. Je nachdem wie sie erzogen wurden, werden sie Strafen kennen und vielleicht auch die Erleichterung, wenn die Strafe ausbleibt.

Für Kinder, die diese Geschichte nicht kennen, ist es hilfreich, wenn sie im Anschluss noch aus einer modernen Bibelübersetzung vorgelesen wird (Mk 14,12-52 (53-65); Mk 15,6 f.).

Es ist wichtig, dass auf einige Aussagen des Detektivfalles eingegangen wird, damit es keine Missverständnisse bei den Kindern gibt, zum Beispiel bei den Anklagepunkten der Priester. Es könnte der Eindruck entstehen, dass Jesus zu Recht von den Priestern verurteilt wurde, er also schuldig ist. Es muss klar werden, dass keiner dieser Punkte dazu ausreicht, jemanden zum Tode zu verurteilen! Die Sorgen der Priester (Arbeit am Sabbat, Vertreibung der Händler aus dem Tempel, Menschenmenge, Messias-Anspruch) wurden in den vorherigen Stunden behandelt, sodass man daran erinnern kann. Ebenso kann es jüngere Kinder verunsichern, dass Jesus Angst hatte. Es ist wichtig herauszustellen, dass es keine Schande ist, Angst zu haben und dass die Angst Jesus nicht beherrscht hat. Weil er wahrer Gott und wahrer Mensch war und so eben auch ganz Mensch, kann Jesus verstehen, wenn wir Angst haben.

Einstieg

Katapultspiel

Material: pro Kind einen Löffel und einen Stock o. Ä., kleine Schokoladeneier oder Nüsse o. Ä., einen kleinen Eimer

Heute geht es um ein Volk, das vor über 2.000 Jahren viele Länder erobert hat. Unter anderem hatten sie auch ein Katapult, mit dem man Mauern einreißen konnte.

TIPP: Man kann den Kindern ein Bild von einem Katapult aus dem Internet zeigen.

Ein Löffel wird über einen dicken Stock oder eine Haushaltsrolle gelegt. Ein Schokoladenei oder etwas Ähnliches wird in die Kuhle des Löffels gelegt. Nun schlägt man mit der Hand auf den Stil des Löffels und versucht, mit dem Schokoladenei in einen kleinen Eimer zu treffen. Variante: Ein anderes Kind muss versuchen, das Schokoladenei aufzufangen.

Vorwissen über die Römer

Material: Europakarte, 5-Euro-Schein, Süßigkeiten oder getrocknete Erbsen, Schilder 1, 2, 3

  • Europakarte: Die Kinder zeigen, wo sich Deutschland, Rom und Israel befinden.
  • 5-Euro-Schein: Auf diesem Schein ist ein Bauwerk der Römer. Wer weiß, was es ist und wo es steht? (Aquädukt: römische Wasserleitung, Pont du Gard: Südfrankreich)
  • Spiel „1, 2 oder 3“ zum Thema „Römer in Israel“ (Spielbeschreibung siehe Fall 7)

A. Die Römer lebten nicht nur in Rom, sondern hatten …

  1. auch Irland besetzt.
  2. unter anderem Israel und den gesamten Mittelmeerraum besetzt.
  3. ganz Russland besetzt.

B. Die Bewohner in diesen Ländern …

  1. freuten sich über die römische Lebensweise.
  2. freuten sich über die schönen Straßen.
  3. wehrten sich oft dagegen.

C. Berühmte, erfundene Widerstandskämpfer waren …

  1. Dick und Doof.
  2. Asterix und Obelix.
  3. Tom und Jerry.

D. In Israel nannten sich die Widerstandskämpfer …

  1. Zeloten.
  2. Goten.
  3. Zoten.

E. Der römische Statthalter von Jerusalem hieß …

  1. Cäsar.
  2. Picasso.
  3. Pontius Pilatus.

F. Zum Tode verurteilte Nichtrömer wurden …

  1. gekreuzigt.
  2. erschossen.
  3. gehängt.

G. Beim Passahfest freuen sich die Juden, dass …

  1. Gott sie aus Ägypten befreit hatte.
  2. sie eine gute Ernte hatten.
  3. sie einen Sieg über die Philister errungen hatten.

Gespräch

  • Stellt euch vor, ihr habt etwas Schlimmes gemacht, auf das eine sehr unangenehme Strafe steht, und jemand anderes wird für euch bestraft. Wie fühlt ihr euch?
  • Stellt euch vor, es wird von euch verlangt, etwas zu machen, von dem ihr wisst, dass ihr verletzt werdet und es absolut uncool ist. Wie fühlt ihr euch? Wie würdet ihr reagieren?

Aktion

Ablauf des Detektivfalls

Aus der Sicht von Barabbas erleben die Kinder die Verurteilung Jesu durch Pilatus. Barabbas möchte wissen, warum er freigelassen wird bzw. wer für ihn sterben wird. Er trifft einen Mann, bei dem Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern zu sich genommen hat. Die Kinder untersuchen diesen Tatort und finden Hinweise auf zwei Männer, die sie zu den Umständen der Verhaftung befragen können. Sie suchen diese „Männer“ und befragen sie. Die Antworten zu ihren Fragen ergeben einen Lösungscode, der sie an den Ort führt, wo sie die Belohnung / den Schatz suchen können und der Abschluss mit einem Statement von Barabbas zu dem Fall und Gebet stattfindet.

Anspiel

Kann auch erzählt werden oder man lässt die Kinder die einzelnen Rollen „Sprecher“ und „Wärter“ bzw. „Gast im Wirtshaus“ vorlesen.
Personen: Barabbas, Wärter, Gast im Wirtshaus, Stimmen im Hintergrund (eventuell auf Datenträger aufgenommen), Sprecher/Sprecherin

Material

  • abgewetzter Umhang mit Aufschrift Barabbas
  • Handschellen oder Fesseln
  • Hocker
  • Toga und Schwert für Wächter – es geht aber auch ohne Verkleidung
  • Kulisse: vergittertes Fenster (Plakat)
1. Szene

Barabbas sieht aus dem vergitterten Fenster. Er ist in verzweifelte Selbstgespräche vertieft:

Barabbas:Ich halte das nicht mehr aus! Zum Tode verurteilt! Ich will leben! Was suchen die Römer auch in unserem Land? Die gehören doch nicht hierher! Da müssen sie sich doch nicht wundern, wenn die Bevölkerung sich wehrt!
Wache:Ruhe da drinnen!
Barabbas:Ich will leben!
Wache:Hättest halt niemanden umgebracht.
Barabbas:Ja, ja, hinterher ist man immer klüger! Ach, was soll ich nur machen! Wenn doch nur schon der Messias gekommen wäre, der hätte die Römer vertrieben und ich säße nicht hier!
Wache:Halt die Klappe! Dein Messias kann dir auch nicht helfen. Wer soll das denn auch sein?
Barabbas:Gott hat unserem Volk versprochen, dass er uns einen gerechten König schickt, der alle unsere Probleme lösen wird und ein Friedensreich schaffen wird.
(5. Mose 18,15; Hesekiel 34,23 f.) Was ist das für ein Lärm da draußen? Ich höre, wie jemand ausgepeitscht wird. Da, ich höre Stimmen! Kommen sie schon, um mich zu holen?

Man hört laute Stimmen im Hintergrund.

Stimme 1:Er muss uns heute einen frei lassen!
Stimme 2:Ach, du kennst doch Pontius Pilatus, der ist so grausam, dem sind wir doch egal!
Stimme 1:Dem heizen wir ein!
Barabbas:Das wäre die Rettung! Es ist üblich, dass zum Passahfest ein Gefangener freigelassen wird. Doch da werde ich keine Chance haben. Pontius Pilatus wird mich bestimmt nicht freilassen! Ich gehöre hier bestimmt zu den gefährlichsten Verbrechern.
Stimmen:Barabbas! Barabbas! Barabbas!
Barabbas:He, warum rufen die meinen Namen? Wollen die, dass ich noch besonders hart bestraft werde? Ich will leben! Hört ihr, ich will leben!
Stimmen:Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!
Barabbas:lässt sich auf den Hocker fallen und schlägt die Hände vor das Gesicht: Oh nein! Es ist alles aus!
Wächter:kommt in die Zelle und sagt barsch: Komm mit!
Barabbas:lässt sich willenlos zur Tür führen. Draußen nimmt der Wächter die Fesseln ab und sagt: Du kannst gehen!
Barabbas:Wie jetzt? Frei?
Wächter:Sie haben einen anderen für dich verurteilt. Du bist frei!
Sprecher/
Sprecherin:Barabbas ist fassungslos. Er ist frei, weil ein anderer für ihn die Strafe trägt.
Barabbas:Ich muss herausfinden, wer das war! Wer wird da für mich sterben? Doch zuerst gehe ich etwas essen.
2.Szene: In einem Gasthaus in Jerusalem

Barabbas setzt sich zu jemandem an den Tisch. Er spricht den Gast neben ihm an.

Barabbas:Warum bist du denn so traurig?
Gast:Ach, hast du es denn nicht mitbekommen? Sie haben Jesus von Nazareth verurteilt. Dafür wurde ein anderer freigelassen!
Barabbas:Woher weißt du das?
Gast:Ach, dieser Jesus war gestern Abend noch bei mir zu Gast und hat mit seinen Freunden gegessen. Doch stell dir vor, gerade eben hörte ich von seiner Verurteilung bei Pilatus.
Barabbas:Ist ja interessant. Wie war dieser Jesus so? Was hat er angestellt, dass ihn Pilatus zum Tode verurteilt hat? Ich habe eigentlich immer nur gehört, dass er Menschen gesund gemacht und Vorträge gehalten hat.
Gast:So genau weiß ich das nicht. Doch du kannst dir das Zimmer ansehen, wo er gestern noch mit seinen Freunden war. Vielleicht siehst du etwas, das dir hilft. Vielleicht findest du ja auch Hinweise auf seine Freunde, die du fragen könntest.

Chefdetektiv

„Wir helfen Barabbas! Geht zum Saal von dem Festmahl.“ (Ort angeben)

Tatort: Letztes Abendmahl

Material allgemein

  • Lageplan des Geländes mit folgenden Ortsangaben: Tempel – Halle der Quadersteine, Garten Gethsemane (siehe „Ablauf der Detektivfälle“)
  • Zeitungsüberschriften
  • Protokoll des Sanhedrin
  • Brief
  • Detektivaufträge
  • Stifte
  • Der Tatort wird mit einem Tisch und mehreren Kissen gestaltet. Auf dem Tisch stehen 13 (Papp-) Teller und Becher. Hier liegen außerdem folgende Hinweise, die die Detektive finden müssen:

Material für Indizien

  • Fahndungsbogen mit Adresse des Sanhedrin: Tempel – Halle der Quadersteine

Gesucht!
Name: Jesus aus Nazareth
Wer einen Hinweis zum Verbleib von Jesus aus Nazareth geben kann, der zur Ergreifung dieses Mannes führt, erhält eine Belohnung!
gez. Kaiphas
Halle der Quadersteine

  • ein Gegenstand aus der „Hosentasche von Matthäus“ als Hinweis auf einen Jünger, der befragt werden kann, z. B. Gürtel, Lederbeutel, Taschentuch oder Stock mit dem Namen Matthäus
  • Heft mit Aufschrift: Pessach Haggada (ein Buch, in dem die Liturgie beim Passahfest steht)

Die Detektive befinden sich am Tatort und bekommen Detektivauftrag 1 und den Lageplan mit Detektivauftrag 2.

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Detektivauftrag 1

Schaut euch den Tatort an und klärt folgende Fragen:

  1. Welche Indizien habt ihr gefunden?
    Lösung: z. B. Gürtel von Jünger, Fahndungsbogen, 13 Teller, Pessach Haggada)

a.
b.
c.
d.
Tragt die Buchstaben hinter der richtigen Lösung der folgenden Fragen unten im Lösungswort ein!

2. Mit wie vielen Freunden hat Jesus hier gefeiert?

a. 10 (   )
b. 11 (   )
c. 12 (   )

3. Was hat Jesus mit seinen Jüngern gefeiert?

a. Passahfest (   )
b. Weihnachtsfest (   )
c. Pfingsten (   )

4. Was für Zeugen könntet ihr befragen? (Untersucht die Indizien!)

Zeuge 1
a. Zacharias (   )
b. Kaiphas (   )
c. Levi (   )

Zeuge 2
a. Matthäus (   )
b. Josef (   )
c. Nikodemus (   )

Tragt die Buchstaben aus den Kästchen neben der Aufgabe hier ein: Lösungswort 1:

Detektivauftrag 2

Schaut euch jetzt den Lageplan an. Auf dem Lageplan sind zwei Orte angegeben. Sucht beide Zeugen und befragt sie. Wenn der eine Zeuge schon im Gespräch mit einer Gruppe ist, dann sucht den anderen Zeugen. Sucht bei den Indizien nach einer Adresse!

Nun suchen die Kinder und finden Zeuge 1, den Priester Kaiphas, im „Tempel – in der Halle der Quadersteine“. Er ist sehr aufgebracht und gibt Einblick in Zeugenaussagen:

Was hatten die Führenden in Israel gegen Jesus? Der Zeuge gibt den Detektiven die Hinweise. Zwei Möglichkeiten
a.Ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin berichtet mündlich und zeigt dabei Beweismittel.
b.Die Beweismittel werden den Kindern gegeben. Sie sollen ihre eigenen Schlüsse ziehen.

TIPP: Die Beweismittel doppelt ausdrucken, so können zwei Gruppen gleichzeitig arbeiten.

Achtung: Es ist wichtig, dass der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin seine/ihre Sorgen bezüglich Jesu Verurteilung darstellt und auch die Verteidigung Jesu, sonst denken die Kinder, Jesus sei zu Recht verurteilt worden!

Detektivhinweise

Zeitungsüberschriften
  • Jesus ein Gesetzesbrecher? Er heilt einen Mann am Sabbat!
  • Tempelverantwortlicher empört!
  • Jesus treibt Händler aus dem Tempel! Jesus findet Beten wichtiger als das Geschäft!
  • Menschenmenge hängt an den Lippen von Jesus – täglich zu hören im Tempel!
  • Hoffentlich gibt es keinen Aufruhr und die Römer nehmen uns das Land weg und verschleppen uns als Sklaven!
  • Ist Jesus der Messias?
  • Er reitet, so wie der Prophet SacharJa den Messias angekündigt hat, auf einem Esel in Jerusalem ein.

Protokoll des Sanhedrin – Oberster Rat

Fall Jesus von Nazareth:
Jesus von Nazareth wurde in den Morgenstunden vorgeführt. Auf die Frage, ob er der „Sohn Gottes“ sei, antwortete er: Ich bin’s.
Urteil des Sanhedrin: Gotteslästerung = Todesstrafe
Jesus von Nazareth wurde zum römischen Statthalter Pontius Pilatus gebracht, da wir Juden kein Todesurteil ausführen dürfen.

Brief

Kommt zum Garten Gethsemane in ungefähr einer Stunde.
Wen ich mit einem Kuss begrüße, den ergreift!
Gezeichnet: Judas

(Es handelt sich um einen handgeschriebenen Zettel.)

Fortsetzung Detektivauftrag 2

Zeuge Nr. 1
Name:Kaiphas
Ort:Tempel – Halle der Quadersteine
Fragt den Zeugen: Was hatten die Führenden in Israel gegen Jesus?

  1. Jesus sind Gesetze wichtiger als die Kranken.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

2. Jesus sind Gebete wichtiger als das Geld.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

3. Die Führenden glauben nicht, dass Jesus, Gottes Sohn bzw. der Messias ist.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

4. Sie haben mehr Angst vor den Römern als vor Gott.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

5. Rechtfertigen diese Gedanken ein Todesurteil?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

Matthäus wird von Detektiven beim Garten Gethsemane gefunden. Der Jünger ist ganz ängstlich, vermutet bei dem Frager einen Spion.

Zeuge Nr. 2
Name: Matthäus
Ort: Gethsemane

Fragt den Zeugen: Was ist während der Feier passiert? Wie ist es danach weitergegangen?

Matthäus berichtet:

„Jesus war beim Essen ganz ernst. Wir waren alle ganz erschrocken, als er plötzlich sagte: ‚Einer von euch wird mich verraten!’ Etwas verwirrt waren wir dann, als er von einem neuen Bund oder Vertrag sprach, der durch sein vergossenes Blut zustande kommen wird. Er bat uns, dass wir immer, wenn wir wieder zusammenkommen, beim Essen daran denken sollen, dass das Brot sein Leib und der Wein, sein Blut ist. Das hat für uns keinen Sinn ergeben.

Nach dem Essen sind wir in den Garten Gethsemane gegangen. Unterwegs sprach Jesus von seinem Tod. Petrus sagte, dass er bereit wäre, für Jesus zu kämpfen und zu sterben. Jesus antwortete, dass Petrus ihn schon in dieser Nacht drei Mal verraten würde!

So habe ich Jesus noch nie erlebt! Er war voller Angst und bat, dass wir beten sollten. Wir sollten nicht in Versuchung fallen. Es war ganz komisch. Uns alle befiel so eine Müdigkeit, dass wir nicht beten konnten. Mit einem Ohr bekam ich noch mit, dass Jesus Gott, seinen Vater, bat, dass er nicht tun muss, was Gott von ihm will. Doch dann hörte ich, wie er sagte: ‚Aber es soll geschehen, was du willst, nicht was ich will!’ Jesus kam zu uns, weckte uns und bat uns zu beten. Er sagte: ‚Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist in euch ist willig, doch eure menschliche Natur ist schwach!’ Doch wir waren so müde! Noch einmal kam Jesus nach dem Gebet zu uns und ermahnte uns. Dann geschah es. Plötzlich kamen bewaffnete Männer. An der Spitze war Judas, einer von uns. Er kam zu Jesus und wollte ihn küssen. Das war wohl das Erkennungszeichen! Einer von uns schlug noch einem Sklaven das Ohr ab. Dann haben sie ihn mitgenommen und wir sind geflohen. Ich habe noch mitbekommen, dass Jesus von dem höchsten jüdischen Gericht verhört wurde und dann dem römischen Statthalter Pontius Pilatus ausgeliefert wurde. Mehr kann ich euch nicht sagen.“

Beantwortet folgende Fragen:

6. War jemand bereit, für Jesus zu kämpfen?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

7. Wusste Jesus, was auf ihn zukam?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

8. Hatte Jesus Angst?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

9. Hat Jesus sich von seiner Angst beherrschen lassen?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

10. Was hat Jesus in seiner Angst geholfen?

a. Dass er mit Gott seinem Vater reden konnte. (   )
b. Dass seine Freunde bei ihm waren. (   )
c. Dass er dachte, dass er übernatürliche Kräfte hat. (   )

11. Warum sollen die Jünger beten?

a. Weil sie zwar alles richtig machen wollen, es aus eigener Kraft aber nicht können. (   )
b. Weil sie Feiglinge sind. (   )
c. Weil man das so macht. (   )

12. Wer hat Jesus verraten?

a. Jakobus (   )
b. Johannes (   )
c. Judas (   )

13. Das Erkennungszeichen war …

a. ein Kuss. (   )
b.ein Handschlag. (   )
c. ein Zuruf. (   )

Tragt die Buchstaben neben den richtigen Antworten unten auf den Linien ein: Lösungswort 2:
Wenn die Kinder beide Zeugen befragt haben und die Antworten richtig verstanden haben, finden sie den Ort, wo es die Belohnung / den Schatz gibt und der Abschluss stattfindet.

Vertiefung

Andachtsimpuls

Barabbas:

„Also wenn ich ehrlich bin, finde ich es ja super, dass ich nicht sterben muss, weil dieser Jesus für mich sterben soll. Alles, was ich über Jesus herausgefunden habe, ist, dass er Kranke geheilt und den Menschen von Gott erzählt hat und dass er viele Freunde, aber auch einige Feinde hatte. Die Oberen der Stadt haben sich geärgert, weil er dagegen war, dass im Tempel Geld gewechselt und Tiere verkauft wurden. Ebenso war es für sie unfassbar, dass er gesagt hat, er sei Gottes Sohn, der versprochene Messias. Aber er hat nichts getan, für das ein Mensch zum Tode verurteilt werden sollte. Eigentlich ist das eine schreiende Ungerechtigkeit! Die Jünger sind total verängstigt – wäre ich auch! Jesus hat zwar auch Angst gehabt, doch im Gegensatz zu den Jüngern scheint sie ihn nicht beherrscht zu haben. Er hat gewusst, dass er verraten wird und dass man ihn gefangen nehmen wird. Er hätte fliehen oder den Verräter unschädlich machen können. Es sieht so aus, als ob es Gottes Wille ist, dass er stirbt. Es war Jesus wichtiger, Gott zu gehorchen als seiner Angst nachzugeben. Doch so ganz habe ich das nicht verstanden. Mal sehen, ob ich zur Kreuzigung gehe – nicht dass die es sich anders überlegen und mich dazuhängen …“

Gebet

Material: Schale, Stifte, Kopiervorlage für das Gebet der Kinder oder Zettel
Jesus versteht uns, wenn wir Angst oder Sorgen haben. Er weiß auch, dass wir oft das Richtige wollen, aber nicht dazu in der Lage sind. Wir können ihn um alles bitten. Nun können wir das praktisch werden lassen: Worum macht ihr euch Sorgen oder worum möchtet ihr Gott bitten? Was würdet ihr gern Gutes tun, schafft es aus eigener Anstrengung aber nicht? Schreibt eine Bitte an Gott auf einen Zettel und legt ihn anschließend in die Schale. Die Zettel werden dann gemischt.

Lieber Vater im Himmel, ich bitte dich
Nun nimmt jeder einen Zettel aus der Schale. Ich fange mit dem Gebet an. Dann stupse ich meinen Nachbarn an, der liest seinen Zettel vor. Wenn er oder sie fertig ist, wird der nächste angestupst.

Hinweis: Wer an der Reihe ist, kann ein Gebet vorlesen oder auch leise beten, denn Gott kennt auch unsere Gedanken. Der nächste wird dann angestupst, wenn das leise Gebet zu Ende ist.

Einstiegsgebet des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin: Lieber Vater im Himmel, du kennst uns besser, als wir uns selbst kennen. Du kennst unsere Stärken und Schwächen. Du liebst uns und möchtest uns helfen. Du hörst uns, wenn wir laut oder wenn wir leise mit dir reden. So bringen wir dir, was uns beschäftigt.

Gebet der Kinder

Abschlussgebet des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin: Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns hörst. Öffne uns die Augen, dass wir dich und deine Antworten im Alltag sehen und hören. Amen

Bastel- und Spielideen

Römische Spiele

Katapultspiel

siehe Einstieg

Nussspiel

Material: Walnüsse

4 m von der Wand entfernt wird eine Abwurflinie markiert. Jeder Spieler rollt seine Walnuss so nahe wie möglich an die Wand. Gewonnen hat, wer der Wand am nächsten ist.

Bastelideen

Kreuze basteln

Aus Speckstein wird ein Schmuck-Kreuz gefeilt.
Material: Speckstein (in Bastelgeschäften gibt es auch fertige Kreuze, die nur noch mit der Feile abgerundet werden müssen), Feilen, Öl, Lederband

Aus Holz wird ein Kreuz für die Wand gebastelt. Am einfachsten: Holzstöcke über Kreuz zusammen binden.
Material: Holzstücke, Säge oder Gartenschere, Bänder oder Schnüre

Mosaik

Material: Mosaiksteine, Kleber
Manchmal zerbrechen Träume und Pläne, doch Gott kann aus unserem Zerbruch immer noch etwas Schönes machen. Auch Fliesen und Steine, die für ein Mosaik verwendet werden, wurden von großen Platten gebrochen. Im römischen Reich waren viele Villen und öffentliche Gebäude mit Mosaiken verziert. Auf einer Freizeit kann man größere Projekte durchführen, indem man zum Beispiel ein Tablett oder Blumentopf mit Mosaiksteinen vollständig gestaltet.

Hinweis: Bei der Auswahl der Gegenstände sollte man darauf achten, dass die Fläche, die beklebt werden soll, möglichst eben ist. Es eignen sich z. B. Spiegelfliesen.

Speisung der 5.000 (Fall 5)

Schwerpunkte

  • Jesus kann aus Wenigem viel machen
  • Jesus – Sohn Gottes
  • Umgang mit Mitmenschen

Situation

Bei Matthäus (Mt 14,1 ff.), Markus (Mk 6,14 ff.) und Lukas (Lk 9,7 ff.) wird König Herodes über die Taten Jesu unruhig. Er überlegt, ob Jesus nicht Johannes sei, den er geköpft hatte. Diese Sorge steht jeweils vor dem Bericht über die Speisung der 5.000.

Die Dörfer rund um den See Genezareth waren nicht sehr groß. Bei der Vorstellung, dass 5.000 Männer plus Frauen und Kinder Jesus zugehört haben, liegt die Vermutung nahe, dass die Dörfer fast entvölkert gewesen sein müssen.

Da wir in den Evangelien nur etwas über die Schwiegermutter von Petrus erfahren, aber nichts direkt von seiner restlichen Familie, geht der Brief von Petrus an seine Schwiegermutter. Da nicht bekannt ist, worüber Jesus geredet hat, wurden Texte aus der Feldrede angenommen.

Zum Text Speisung der 5.000

Damals wie heute stellt sich die Frage: War Jesus Gottes Sohn? Wenn ja, dann war/ist es für ihn kein Problem, durch eine „Neuschöpfung“ das Brot zu vermehren. Aus dem Wenigen, das die Jünger zusammentragen, macht er viel. So ist es für ihn nicht schwer, aus unseren wenigen Gaben viel Gutes zu bewirken.

Zum Text Feldrede: Umgang mit anderen Menschen (Lk 6,27)

Zu Beginn wird deutlich, dass Jesus diesen Text nicht nur zu seinen Jüngern sagt, sondern zu allen, die zuhören.

Diese Gebote sind eine Möglichkeit, dass Menschen frei vom Verhalten anderer Menschen werden. Ich muss z. B. meinen Feind nicht mehr hassen und mich rächen, weil ich sonst mein Gesicht verliere. Bei erlittenem Unrecht ist es hilfreich, Gott sein Leid zu klagen (Röm 12,19). Er verspricht, dass er Schuld vergilt (5. Mose 32,35).

Das Gebot der Nächstenliebe kennt auch das Alte Testament (3. Mose 19,18); das der Feindesliebe in diesem Ausmaß nicht. Wenn mein Feind nun mein Freund wird, habe ich einen Feind weniger und einen Freund mehr. Wenn ich dabei meinen Feind segne und für ihn bete, kommt er in den Machtbereich Gottes. Dann besteht die Möglichkeit, dass er sein Denken und Handeln ändert und mir keinen Schaden mehr zufügt. Wenn ich für meinen Feind bete, dann versuche ich auch, mich in seine Situation hineinzuversetzen und sehe vielleicht seine Not und sein Verhalten trifft mich nicht mehr so persönlich. Mit Liebe durchbreche ich den Kreislauf des Bösen und ein neues gutes Verhältnis wird möglich (Röm 12,21). Gerade werden in Afrika und der arabischen Welt viele Christen wegen ihres Glaubens verfolgt. Es ist bewegend, dass sie dazu aufrufen, für ihre Verfolger zu beten! (siehe www.opendoors.de)

Lukas 6,31

Wir kennen normalerweise den Spruch: „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andren zu!“ Dieser Satz begrenzt den Schaden, den ich anderen zufüge. Jesus dreht diesen Spruch um. Wenn ich meine Mitmenschen so behandle, wie ich selbst von ihnen behandelt werden will, dann tue ich ihnen nicht nur nichts Böses, sondern ich bin ihnen gegenüber freundlich, hilfsbereit, ehrlich, lasse ausreden usw. Dieses Verhalten macht ein Leben warm und freundlich.

Lukas 6,37

Wie schnell redet man über andere und urteilt über das Verhalten. Das vergiftet oft die Atmosphäre. Wenn man sich bewusst ist, dass man selbst Fehler macht und diese einmal vor Gott rechtfertigen muss, dann wird man barmherziger. Darüber hinaus muss mich das Verhalten anderer nicht mehr belasten und deshalb muss ich nicht mehr darüber urteilen, das tut schon Gott. Ein Teil dieses Gebotes kennen wir aus dem „Vaterunser“: „… wie auch wir vergeben unseren Schuldigern …“.

Man kann noch weitere Texte oder andere Texte nehmen, doch bei zu vielen Impulsen kann es für die Kinder verwirrend werden.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder machen sich eigentlich noch keine Gedanken darüber, wo ihr Essen herkommt – Hauptsache, es ist rechtzeitig da. Die Aussagen Jesu über ihr Verhalten anderen Menschen gegenüber sind dagegen für sie eine Herausforderung. Es ist eine Gelegenheit, über Mobbing und Verhalten in der Gruppe zu sprechen (siehe „Tipps für das Zusammenleben im Detektivbüro“). Es sollte dabei klar sein, dass man Mobbing nicht dulden darf, dass alle die Regeln einhalten müssen. Trotzdem wird es immer Ungerechtigkeit und Hass geben. Eine Möglichkeit, damit umzugehen, ist die Haltung gegenüber dem Feind zu ändern (Vers 27). Kinder sind oft von Freunden enttäuscht. Vers 31 hilft ihnen, selbst aktiver zu sein und weniger zu erwarten. Gerede und Lästern vergiftet auch unter Kindern die Atmosphäre. Vers 37 kann bewusst machen, dass Gott uns hört und uns eventuell genauso kritisch sehen kann.

Einstieg

Den Kindern wird ein Brötchen oder Fladenbrot gezeigt. „Was denkt ihr, wie viele Menschen davon satt werden?“

Aktion

Material allgemein

  • Ortsschild: Betsaida
  • Korb
  • „Brotreste“ = zerrissenes Packpapier oder eingeschweißte Brotstücke
  • Namensschild für „Jünger“
  • Tesafilm
  • eventuell Kopfbedeckung
  • weiße Kerze (für die Geheimschrift)
  • Hinweise für die „Haustüren“:

Hinweis 1 im Haus des Zebedäus: Zettel von Frau an Mann

Liebster Markus,
ich gehe Benjamin suchen. Ich hatte ihn losgeschickt, zwei Fische und fünf Brote zu besorgen. Er ist immer noch nicht zu Hause. Ich vermute, dass er wieder bei Jesus ist.
Deine Mirjam

Hinweis 2 im Haus des Petrus

Liebste Schwiegermama!
Wir treffen uns mit Jesus in der Nähe von Betsaida. Jesus will hören, was wir erlebt haben. Dort ist es ruhiger als hier in der Stadt.
Dein Petrus

Hinweis 3 im Haus des Matthäus

Zerrissene Zeitungsartikelüberschrift (z. B. „Heilung eines Aussätzigen oder Gichtbrüchigen“) Zettel daneben:

Mama, wenn Jesus dem geholfen hat, kann er auch mir helfen.
Ich gehe ihn suchen! Warte nicht mit dem Essen auf mich!

Material pro Gruppe

  • „Landkarte“ (siehe „Hinweise für die Spurensuche“) des Geländes mit folgenden Ortsbezeichnungen: Haus des Zebedäus, Haus des Matthäus, Haus des Petrus, Detektivbüro (Gruppenraum), Jerusalem, Bethlehem, Betsaida, Wiese am See Genezareth
  • Detektivhinweise
  • Stift
  • Puzzle (Sätze von Jesus zerschnitten, am Rand steht ein Hinweis auf die Belohnung unsichtbar mit Kerze geschrieben; siehe Detektivspiele)
  • Kleber und Papier, um das Puzzle zusammenzusetzen
  • Kakaopulver oder Ruß, um die Kerzenschrift sichtbar zu machen.
  • Papier, um das überschüssige Kakaopulver aufzufangen und zu entsorgen
  • Belohnung (Schatz)

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Kapernaum

Anspiel

Material: Verkleidung für Detektiv und Soldat
(Wenn man keine weiteren Personen hat, kann man den folgenden Dialog auch spannend vorlesen oder aber ältere Kinder bitten, den Soldaten zu spielen.)

Ein Soldat des Herodes kommt nach Kapernaum. Er hält vor dem Detektivbüro und fragt nach Jesus.

Detektiv:Wen suchen Sie?
Soldat:Jesus – eigentlich von Nazareth.
Detektiv:Ja, der wohnt hier meistens bei einem Fischer namens Petrus. Was wollen Sie von ihm?
Soldat:König Herodes schickt mich. Er will wissen, wer dieser Jesus ist. Er ist etwas beunruhigt. König Herodes hat vor Kurzem einen Mann mit Namen Johannes umbringen lassen. Nun gibt es Menschen, die sagen, dass Johannes von den Toten auferstanden sein könnte und dieser Jesus ist.
Detektiv:Da kann ich Sie beruhigen. Jesus war schon hier, als Johannes noch lebte.
Soldat:Wo finde ich ihn, damit ich mich selbst überzeugen kann?
Detektiv:Wie gesagt, meistens ist er bei der Familie des Petrus, die sind Fischer.
Soldat:Das ist ja das Problem. Ich bin durch Kapernaum gelaufen und habe niemanden gesehen. Wo sind die Menschen alle hin?
Detektiv:Wie, die Menschen sind weg? Das interessiert mich auch. (zu den Kindern) Helft ihr mir? Hier bekommt ihr einen ersten Hinweis und einen Lageplan, an dem ihr euch orientieren könnt.

Kinder in Gruppen einteilen. Im Verlauf des Detektivauftrags müssen die Detektive sich immer wieder entscheiden, welche Antwort richtig ist und zu der richtigen Stelle hinlaufen, dann bekommen sie den nächsten Hinweis.

Anhand der Nachrichten auf den Türen in Kapernaum sehen sie, dass Jesus und die Menschen sich in der Nähe von Betsaida befinden müssen.

Detektivhinweise

Die zwei ersten Hinweise bekommen die Detektive am Anfang zusammen mit dem Lageplan.

  1. Sucht an den Häusern nach Hinweisen, wo die Menschen sein könnten! Seht nach bei

a. Raum (   ). Geht zu …
b. Raum (   ). Geht zu …
c. Raum (   ). Geht zu …

2. Lest die Nachrichten und klärt: Warum sind die Menschen nicht da? Sie suchen …

a. Jesus. Geht zu …
b. Petrus. Geht zu …
c. Nikodemus. Geht zu …

3. Warum laufen die Menschen dieser Person hinterher?

a. Weil er so gut reden kann. Geht zu …
b. Weil er Kranke gesund gemacht hat. Geht zu …
c. Weil er viel Geld hat. Geht zu …

4. Die Menschen sind vermutlich in der Nähe von …

a. Betsaida.
b. Jerusalem.
c. Bethlehem.

Schaut auf den Lageplan und geht zu dem Ort, den ihr für richtig haltet! Haltet Ausschau nach einer Person, die euch helfen kann.

In „Betsaida“ treffen die Detektive auf einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin, der/die „Brotreste“ einsammelt. Dieser Mitarbeiter / diese Mitarbeiterin ist ein Nachfolger Jesu und erzählt was er/sie erlebt hat:

„Hallo, ihr kommt leider zu spät, das Essen ist schon vorbei. Ich helfe den Jüngern, die Brotreste aufzusammeln. Es sieht so aus, dass wir zwölf Körbe zusammenbekommen. Sicher fragt ihr euch, warum hier Brotreste rumliegen? Naja, vor ein paar Tagen hat Jesus seine Jünger losgeschickt, damit sie hier in der Gegend die Menschen darauf vorbereiten, dass Gottes Reich kommt. Er hat sie auch beauftragt, die Menschen gesund zu machen. Die Jünger kamen also gestern voll Freude, aber auch erschöpft zurück. Sie hatten vielen von Gottes Reich erzählen können und auch Kranke geheilt. Jesus wollte, dass sie zur Ruhe kommen. Es war so viel Trubel um ihn herum, dass er und seine Jünger noch nicht einmal Zeit zum Essen hatten (Mk 6,30). Er kam deshalb mit dem Boot an diese Stelle, weil es hier ruhiger ist. Naja, das haben die Menschen mitbekommen und sind ihnen um den See herum gefolgt. Ich war bei den ersten dabei. Jesus hätte genervt sein können, weil er nirgends seine Ruhe hatte, doch ich sah seine Augen, als er entdeckte, dass sich nicht nur ein paar auf den Weg gemacht hatten. Ich sah keinen Ärger über die Störung, sondern nur grenzenloses Mitleid mit den Menschen, die alles stehen und liegen gelassen hatten, um ihn zu sehen. Ich hörte, wie er zu seinen Jüngern sagte, dass diese Menschen ihn an Schafe erinnern, die verzweifelt und ruhelos sind, weil sie keinen Hirten haben, der für sie da ist. Ihr hättet ihn hören sollen, als er dann anfing, diesen Menschen wichtige Dinge zu lehren, damit sie ein glückliches Leben haben. Dann hat er sich um die Kranken gekümmert und sie geheilt. Ihr könnt euch denken, dass das seine Zeit gebraucht hat. Schneller als gedacht wurde es Abend. Wir sind ja hier in einer sehr einsamen Gegend, hier findet ihr keine Geschäfte oder Kioske. Den Jüngern war das auch aufgefallen und sie sagten, Jesus solle die Leute doch wegschicken. Sie sollten sich in den umliegenden Dörfern und Höfen etwas zu essen kaufen. Mir fielen fast die Ohren ab, als ich hörte, was Jesus antwortete! Sagte der doch glatt: „Gebt ihr ihnen zu essen.“ Die Jünger waren auch erst einmal sprachlos. Einer fragte zurück: „Sollen wir für 200 Denare Brot kaufen?“ Ich rechnete schnell nach. Ein Denar ist der Tageslohn für einen normalen Landarbeiter. Das wäre ja fast der Jahreslohn eines Arbeiters! Gespannt hörte ich, was Jesus antwortete. Er stellte eine Gegenfrage: „Wie viele Brote habt ihr?“ Ungläubig schaute ich ihn und die große Menschenmenge um mich herum an. Woher sollten die Jünger so viele Brote haben, dass es für so viele Menschen reicht? Selbst eine Bäckerei hätte nicht so schnell so viel Brot für so viele Menschen beschaffen können. Den Jüngern kam das wohl nicht in den Sinn, denn sie schauten tatsächlich nach, wie viele Brote da waren. „Fünf Brote und zwei Fische“ war die Antwort. Ich dachte, jetzt schickt Jesus bestimmt die Menschen weg, denn das reicht ja gerade für Jesus und seine Freunde. Doch zu meinem grenzenlosen Erstaunen befahl Jesus den Jüngern, den Menschen zu sagen, dass sie sich ins Gras setzen sollten. Wieder gehorchten die Jünger. Was sie wohl gedacht haben, was Jesus jetzt tut? Ob sie wohl daran gedacht haben, was die Menschen machen werden, wenn jetzt nichts passiert und wie dumm sie dann dastehen würden, weil sie den Befehl zum Lagern gegeben haben? Es waren so viele Menschen. Ich habe mal nur die Männer gezählt. Es waren 5.000 Männer und dazu kamen ja noch die Frauen und Kinder! Man konnte sie ganz gut zählen, denn jetzt lagerten sie fast tischweise in Gruppen zu ungefähr 50 bis 100 Personen. Da saßen sie nun. Jesus war in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen. Er hatte die fünf Brote und die zwei Fische in die Hand genommen. Er schaute zum Himmel, segnete das Essen und begann von den Broten und Fischen Brocken abzubrechen und sie seinen Jüngern zu geben. Diese reichten einfach weiter, was sie bekommen hatten. Am Anfang wunderte das niemanden, doch Jesus hörte einfach nicht auf, Brocken abzubrechen und weiterzugeben. Wenn ich nicht schon gesessen hätte, so hätte mich die Erkenntnis am Schluss einfach umgehauen: Die Brote und Fische haben tatsächlich für alle gereicht! Unfassbar! Doch das war noch nicht alles. Jesus gab seinen zwölf engsten Nachfolgern den Auftrag die Essensreste aufzusammeln. Stellt euch vor, jeder von den Zwölfen hat einen vollen Korb gesammelt. Unglaublich, Jesus hat aus dem Wenigen viel gemacht. Mich beschäftigt der Gedanken, was er wohl aus meinen geringen Gaben machen könnte, wenn ich sie ihm überlassen würde.

Wenn euch interessiert, was Jesus den Menschen gesagt hat, sodass sie das Essen vergessen haben, dann habe ich beim Aufräumen zerrissene Zettel gefunden, auf denen einige Aussagen von Jesus stehen. Schaut sie euch an. Ihr findet sie, wenn ihr die restlichen zwei Fragen beantwortet, dann findet ihr auch den Hinweis auf einen Schatz.“

Der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin gibt die zwei Fragen den Gruppen.

  1. Was sammelt die Person, die ihr getroffen habt?

a. Brotreste (unter)
b. Kleiderreste (neben)
c. Stroh (in)

2. Was hat sie erlebt?

a. Das Besondere war, dass Jesus Wasser in Wein verwandelt hat. (Tisch)
b. Das Besondere war, dass Jesus auf dem Wasser gelaufen ist. (Kicker)
c. Das Besondere war, dass Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen 5.000 Männer satt gemacht hat. (Mülleimer)

Die zwei Worte hinter den richtigen Lösungen sagen euch, wo die Informationen sind. Schaut unter dem Mülleimer. Bringt die Informationen, die ihr dort findet, ins Detektivbüro.

Die Kinder finden zerschnittene Aussagen von Jesus aus der Feldrede (aus GNB):

  • Liebet eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen, und betet für alle, die euch schlecht behandeln. (Lukas 6,27)
  • Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt sein wollt. (Lukas 6,31)
  • Verurteilt nicht andere, dann wird Gott euch auch nicht verurteilen. Verzeiht, dann wird euch auch Gott verzeihen. (Lukas 6,37)

Setzt die Information zusammen. Am Rand der Information ist ein Hinweis auf den Schatz in Geheimschrift. Um sie sichtbar zu machen, holt euch beim Mitarbeiter / bei der Mitarbeiterin Pulver zum Sichtbarmachen!

Die Detektive setzen die Aussagen zusammen. Dann gehen sie zum Mitarbeiter / zur Mitarbeiterin, der/die ihnen das Pulver zum Sichtbarmachen der Wachsbotschaft gibt (Anleitung siehe Detektivspiele) gibt. Sie bestreuen die Botschaft über einem Papier und erfahren, wo der Schatz zu finden ist.

Vertiefung

Richtig oder Falsch?

Aussagen werden vorgelesen und auf Kommando stehen die Kinder bei falschen Aussagen „vor Empörung“ auf oder bleiben bei richtigen Aussagen sitzen. Diese Aktion sollte mit allen Kindern gleichzeitig geschehen, damit jeder sich Gedanken macht.

  • Waren es 1.000 Menschen? (nein, 5.000 Männer plus Frauen und Kinder)
  • Waren es fünf Fische und zwei Brote? (nein, fünf Brote und zwei Fische)
  • Kamen die Jünger von einem Einkaufstrip zurück? (nein, Jesus hatte sie ausgeschickt, damit sie die Menschen auf das Reich Gottes vorbereiten)
  • Jesus macht aus Wenigem viel! Es bleiben 12 Körbe übrig. (richtig)
  • Jesus sagt, man muss sich rächen. (nein, man soll seine Feinde lieben)
  • Jesus sagt, so wie man selbst behandelt wurde, soll man andere behandeln. (nein, so wie man selbst behandelt werden will)

Gespräch

Das Gespräch mit den Kindern behandelt die Aussagen der Feldrede (siehe Situation und „Tipps für das Zusammenleben im Detektivbüro“). Sollte die Zeit knapp werden, kann die Vertiefung der Aussagen in der nächsten Stunde geschehen.

TIPP: Die Aussagen auf einem Plakat an die Wand hängen.

Pantomime

Die Kinder überlegen sich zu den Aussagen von Jesus, wie das praktisch aussehen könnte, und stellen das pantomimisch dar. Die anderen müssen raten, z. B. helfen, meine Feinde lieben, jemanden versorgen, jemanden aus einer Notlage retten usw.

Gebet

Jesus, danke, dass wir dich nie nerven, dass wir dir nie zu viel sind. Danke, dass du aus unseren wenigen Gaben viel machen kannst – auf alle Fälle so viel, dass es reicht! Hilf uns, mit unseren Mitmenschen so umzugehen, dass wir mit ihnen in Frieden leben können. Das ist manchmal gar nicht leicht, vor allem wenn Menschen nerven und uns ärgern. Hilf uns dabei. Danke, dass dir nichts unmöglich ist. Amen

Danket Gott-Rap

von Rainer Schnebel (Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Danket Gott, danket Gott,
Gott sei Dank für unser Brot!
Jesus kommt, teilt das Brot,
stillt den Hunger und die Not.
Tausende von Menschen gehen
hin zum See, woll’n Jesus sehen.
Jesus predigt aus dem Boot,
von der Rettung und von Gott,
der den Menschen kommt ganz nah,
Arme, Reiche, Gott sagt: „Ja!“
„Du sollst leben, du wirst satt,
wer mir folgt, der alles hat.“
Jesus redet, doch die Jünger
werden unruhig: Nie und nimmer,
werden diese Menschen satt,
wenn man nur fünf Brote hat
und zwei Fische noch dazu,
das alles ist doch weg im Nu!
Jesus lächelt, nimmt das Brot,
betet, dankt, alles im Lot,
teilt die Brote und die Fische,
legt das Essen auf die Tische.
Über tausend Menschen teilen
Brote, ohne sich zu keilen,
und, o Wunder, ich bin platt:
Alle, alle werden satt.
Gott sei Dank für unser Brot.
Jesus hilft aus aller Not.
(Er macht Menschen satt, ganz klar
ist selbst das Brot, wie wunderbar.)

Bastel- und Spielideen

Waffeln verkaufen

Wir können nicht wie Jesus aus wenig Brot viel machen, doch wir können teilen und eventuell auch aus Wenig viel machen. Waffelverkauf bei einer Veranstaltung (Zutaten für 10 Euro kaufen)

TIPP: Den Erlös könnte man für Hilfsprojekte spenden.

Partybrötchen backen

TIPP: Am Anfang der Stunde backen und während die Brötchen im Ofen sind mit dem „Einstieg“ starten.

Zutaten Teig und Hilfsmittel

  • 500 g Mehl Type 550
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • ca. 300 g lauwarmes Wasser
  • Backpapier
  • Wecker
  • Stift
  • Löffel
  • eventuell Backpinsel
  • Papierbeutel zum Mitnehmen der Brötchen

Zutaten zum Bestreuen

  • 1 Tasse Milch
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Mohn
  • Leinsamen

Mehl in eine Schüssel geben, mit Hefe, Zucker, Salz und Wasser verkneten und 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

TIPP: Man kann den Teig auch zu Hause vorbereiten, da bei der Zubereitung nur einer beschäftigt ist.

Ofen auf 220 °C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen. Den Teig zu einer Rolle formen, in 16 Scheiben schneiden und diese von den Kindern zu Kugeln formen lassen. Mit Milch bestreichen und mit den verschiedenen Zutaten bestreuen. Die Brötchen nochmals 15 Minuten gehen lassen. Auf das Backblech setzen. Wenn man ein Partyrad mit den Brötchen machen möchten, setzt man ein Brötchen in die Mitte und formiert die anderen darum herum. 20-25 Minuten bei 220 °C backen.

TIPP: Man kann die Brötchen natürlich auch gemeinsam am Ende der Detektivsitzung mit Marmelade, Schokocreme oder Butter essen.

Fladenbrot essen

Klar, dass wir beim Essen nicht vergessen, Gott mit einem Tischgebet zu danken.

Spiele

Brotreste suchen

Material: Packpapier in Form von Brot oder eingeschweißte Brotstücke oder markierte Kronkorken
siehe Detektivspiele

Verbrannte Nuss

Material: Teller mit verschiedenen kleinen Süßigkeiten, z. B. Gummibärchen usw.

Ein Freiwilliger verlässt den Raum. Die übrigen bestimmen eine Süßigkeit auf dem Teller als „verbrannte Nuss“. Der Freiwillige kommt wieder zur Gruppe und darf so lange Süßigkeiten nehmen, bis er die „verbrannte Nuss“ erwischt.

Scharfer Blick

Die Kinder müssen sich bei diesem Spiel Gegenstände auf einem Tablett merken.
siehe Detektivspiele

Variante: Ein Gegenstand wird weggenommen. Welcher fehlt?

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