Segen weitergeben

Das Ziel

Starter

Gottes Segen gibt es gratis.

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Gesegnete geben den Segen weiter.

Der Text an sich

In 1. Mose 14 verzahnt sich die Abrahamsgeschichte mit der Weltgeschichte. Doch nicht alles kann geschichtlich belegt werden. Fünf Stadtkönige aus dem Bereich des Toten Meeres wollen sich aus der Abhängigkeit lösen. Die vier Großkönige aus dem babylonischen Raum wollen dagegen ihre Handelsroute von Ägypten nach Südarabien sichern.

Am Südufer des Toten Meeres lagen sehr wahrscheinlich 13 Städte, die später überschwemmt wurden.

Bei den Asphaltgruben handelt es sich um oxidiertes Erdöl, das in großen Mengen am Grund des Toten Meeres vorhanden ist. Sehr wahrscheinlich „fielen“ die Flüchtenden nicht in die Gruben, sondern sie sprangen hinein, um sich zu verstecken.

Abram, bis jetzt nur ein friedlicher „Glaubensvater“, wird hier ein Heeresführer und Held. Die 318 hausgeborenen Sklaven weisen auf ein beachtliches Fürstentum mit mindestens 1000 Mann hin. Die Familienehre gebietet jetzt sein Einschreiten für den Neffen Lot.

Der Begriff „Hebräer“ erscheint hier zum ersten Mal in der Bibel. Er bedeutet: der Fremde, vom anderen Ufer (des Jordans/Euphrats).

Abram verfolgt die Könige ca. 200 km in den Norden Palästinas bis nach Dan. Danach noch 100 km weiter nach Hoba nördlich von Damaskus in Syrien.

Das „Königstal“ in Vers 18 ist das Kidrontal bei Jerusalem.

Die Stadt Salem ist Jerusalem, ein Stadtstaat mit dem König und Priester Melchisedek. Diese Doppelfunktion lässt ihn an anderer Stelle der Bibel zum Vorbild für den Messias, Jesus, erscheinen (Hebr 5,6).

In Jerusalem hat sich der Glaube an den Gott Noahs bewahrt, an den einen erhabenen Gott.

„Segen“ bedeutet: „mit Kraft begaben“. Er beinhaltet alles Gute, was Gott schenken kann. Der Segen ist unverdient, geht auf die Nachkommen und Mitmenschen über und kann nicht fortgenommen werden.

Der Zehnte ist eine Abgabe an den König oder Priester. Abram gibt den zehnten Teil der Beute und erkennt dadurch Melchisedek als Priester des wahren Gottes an. Im Gegensatz dazu will er dem König von Sodom nichts schuldig sein und erhebt keinen Anspruch auf die Beute, die er den Ostkönigen abgejagt hat.

Der Text für mich

Dieser Text macht deutlich, dass wir als Christen nicht auf einer frommen Insel leben, sondern mitten in dieser Welt. Durch seine Stellung als Familienoberhaupt muss Abram Position beziehen. Sein Neffe Lot gerät in Schwierigkeiten und Abram setzt sich mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, ein. Christen müssen keine Feiglinge sein. Die Stellung und Macht, die wir in dieser Welt innehaben, sollen wir auch mit allen Möglichkeiten gebrauchen. Natürlich nicht um der eigenen Ehre willen. Macht nicht zu nutzen, ist Machtmissbrauch. Ein anderer nimmt sich die Macht und gebraucht sie für seine Ziele. Gott segnet uns, wenn wir in der Welt zu unserer Verantwortung stehen.

Ohne Gottes Segen können wir nichts tun. Wir, als die Gesegneten, können diesen Segen weitergeben. Ganz bewusst, indem wir die Kinder segnen. Aber auch unbewusst geben wir den Segen weiter. Gottes Segen strahlt auf unsere Familie und unser Umfeld aus.

So geben wir den Kindern den Segen auch in ihre Familien mit.

Der Text für Dich

Starter

Kinder sind vielen Einflüssen ausgesetzt. Wir sehen immer wieder, wie das Umfeld auf die Kinder abfärbt. Das merken sie sicher am allerwenigsten. Daher ist es gut, die Jungschar so zu gestalten, dass sie gern kommen, sich wohlfühlen und so eine große Portion Segen bewusst und unbewusst für ihr Leben mitbekommen.

Außerdem machen die Kinder immer wieder die Erfahrung, dass jeder für sich allein steht. Hier können wir den Kindern zeigen, dass sie nicht allein sind. Gott ist bei ihnen, und wenn sie Hilfe brauchen, sind wir für sie da und stehen für sie ein.

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Gläubige Kinder kommen sich oft als Exoten vor. Sie stehen oft allein da. Wir sehen Abram als gottesfürchtigen, aber trotzdem selbstbewussten Mann. Er setzt sich für seine Familie ein. Wir müssen uns für unseren Glauben nicht schämen! Es ist wichtig, den Kindern den Rücken zu stärken und ihnen zu helfen, gute Freunde zu sein. Wir können in der Jungschar üben, wie man Verantwortung füreinander übernimmt (Patenschaften, kleine Dienste in der Gruppe, …). So können die Kinder auch Segensträger werden.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Wenn ich einmal groß bin

Auf ein A3-Plakat wird der Satzanfang „Wenn ich einmal groß bin, dann …“ geschrieben. Nun können alle Kinder ihre Gedanken dazu drum herum schreiben. Gut ist, wenn keine Kommentare dazu zugelassen werden.

Im Anschluss daran kann man sich unterhalten, wie es ist, wenn man klein ist, nicht mitreden und noch nicht bestimmen darf. So hat sich wohl der Lot gefühlt.

Idee 2: Spiel zum Thema „Verantwortung übernehmen“

Fliesenspiel

Für dieses Spiel braucht man viel Platz und mindestens 8 Personen. Jeder Mitspieler benötigt ein festes A4-Blatt. Die Aufgabe für die Gruppe besteht darin, eine Strecke von mindestens 20 Metern zurückzulegen, die durch eine Start- und eine Ziellinie markiert ist. Dabei müssen folgende Regeln beachtet werden:

1. Kein Körperteil darf direkten Bodenkontakt haben.

2. Jeder muss immer in Körperkontakt zu seinem Blatt bleiben.

3. Das Blatt Papier darf nicht beschädigt werden.

4. Macht einer aus der Gruppe einen Fehler, muss die gesamte Gruppe zurück an den Start und von vorn beginnen.

Es ist natürlich erlaubt, das Blatt Papier auf den Boden zu legen und den Fuß dann darauf zu stellen.

Allerdings muss laut den Regeln die Hand so lange am Blatt bleiben, bis der Fuß es berührt. Das Spiel ist gelöst, wenn alle aus der Gruppe das Ziel unter Einhaltung aller Regeln erreicht haben.

Verkündigung

Erzählung mit Verkleidung

Ein Mitarbeiter erzählt die Geschichte aus der Sicht von Lot. (Dazu kann sich der Erzähler gern mit einem Gewand und Kopftuch nach arabischer Art verkleiden.)

Mannomann, da habe ich aber noch einmal Glück gehabt. Wer hätte das gedacht?! Dabei ging alles so gut. Aber der Reihe nach. Sonst wisst ihr ja gar nicht, wie alles war. Darf ich euch zu einer Tasse Tee einladen? Da ist es einfach gemütlicher. Und außerdem ist es bei uns im Orient so üblich. (Gießt heißen Tee an die Kinder aus. Man kann auch süße Plätzchen dazu anbieten.)

Also, was wisst ihr schon von mir? Nein, ich bin nicht der Abram. Mein Name ist Lot. (Hier kann man mit den Kindern die letzte Lektion kurz wiederholen.)

Da dachte ich, ich hätte alles richtig gemacht. Das Land, das ich mir aussuchen durfte, war grün und fruchtbar. Da mussten meine Herden keinen Hunger leiden. Und Wasser gab es auch genug. Es gab genug Land zwischen den Städten um das Tote Meer. Dort zogen wir umher. Wir bauten unsere Zelte auf, wo die Wiesen grün waren und zogen weiter, wenn die Tiere alles abgegrast hatten. Der Streit zwischen den Hirten hatte aufgehört. Endlich war das Leben angenehm.

Warum mussten genau jetzt die Stadtkönige aus meiner Umgebung aufmucken? Na klar, ich kann sie verstehen. Wer will sich schon von fernen Großmächten sagen lassen, wo es langgeht und wie man zu regieren hat. Aber es war doch klar, dass die Großen sich nicht die Handelswege verbauen lassen. Irgendwie wussten sie gleich, was hier gespielt werden sollte. Mit einer Riesenmacht verwüsteten sie das ganze Land auf ihrem Weg in den Süden. Dann, als ihnen keiner mehr in den Rücken fallen konnte, kamen sie in unser Gebiet. Hier wurden sie von dem Heer unserer Könige erwartet. Der Kampf war sehr ungleich. Sie waren einfach zu viele. Und so flohen die Könige mit ihren Männern in die nahe gelegenen Asphaltgruben. Die Städte wurden verwüstet und die Einwohner gefangen genommen. Auch ich, meine Familie und meine Sklaven wurden gefangen. Alles, was wertvoll war, wurde uns genommen. Aus und vorbei mit dem schönen, ruhigen Leben.

Wir zogen durch das ganze Land Kanaan. Das war nicht lustig. Bald schon wurde das Tempo verschärft. Wir wurden verfolgt. Wer konnte das sein? Und dann kam er, der überraschende Angriff. Mitten in der Nacht. Es war ein kurzer heftiger Kampf und schon wieder wurden wir in Bewegung gesetzt. Diesmal ging es wieder zurück. Erst glaubte ich zu träumen. Doch es war wirklich mein Onkel Abram. Er hatte uns befreit und auch den Königen die ganze Beute abgenommen. Nun ging die Wanderung wieder nach Hause.

Ungefähr in der Mitte kamen wir durch das Königstal bei der Stadt Salem vorbei. Ich glaube, heute nennt ihr die Stadt Jerusalem.

Dort kam uns der König Melchisedek entgegengeritten. Er empfing meinen Onkel sehr würdevoll und reichte ihm Brot und Wein. Das war eine besondere Ehre. Melchisedek war nicht nur König, sondern auch der Priester der Stadt. Er sprach sehr ergreifende Worte: „Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; und gelobt sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand gegeben hat.“

In diesem Moment habe ich etwas Wichtiges begriffen: Der Abram hat den Sieg nicht errungen, weil er besonders stark oder clever war. Nein, Gott hat ihm geholfen. Und nur, weil ihm sein Gott so wichtig ist und er ihm gehorcht. Da habe ich echt noch mal Glück gehabt, dass Abram so von seinem Gott geliebt und gesegnet ist!

Die andere Idee

Erzählung mit Kegelfiguren

Man baut auf einem Tisch eine Landschaft auf. Mit Hügeln, dem Toten Meer, Salem (Jerusalem) und den beteiligten Städten. Dann erzählt man die Geschichte mit Kegelmännchen und Halmafiguren.

Für die Könige und Hauptpersonen kann man die Kegel besonders markieren oder größere Männchen nehmen.

Wenn man diese Methode wählt, kann man die Jungscharler aktiv in die Erzählung der Geschichte mit einbeziehen. Sie können die Landschaft mitgestalten und auch die Figuren in der Landschaft versetzen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Da diese Geschichte zu den biblischen Texten gehört, die nicht so bekannt sind, lohnt es sich, noch einmal genau anzuschauen, was hier passiert ist. Dazu werden einige Begriffe auf Karteikarten geschrieben, die in der Geschichte vorkommen, zum Beispiel: Lot, Verwüstung, Asphaltgrube, Salem, Brot und Wein … Diese Kärtchen müssen von den Teilnehmern in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Danach liest man in der Bibel den Text und kon­trolliert, ob der Ablauf so wiedergegeben wurde.

Gespräch

Mit den Kindern wird überlegt, was Lot davon hatte, dass Abram ein Gesegneter Gottes war.

Die Kinder sollen überlegen, was es heißt, gesegnet zu sein. Dazu legen wir ein A3-Blatt auf den Tisch und schreiben in die Mitte: GESEGNET SEIN. Nun können die Kinder drum herum schreiben, was sie Gutes von Gott bekommen und erfahren, vielleicht auch über die gesegneten Eltern.

Alternativ, oder auch ergänzend dazu, kann man auf ein zweites Blatt schreiben, welche Wirkung von ihnen ausgeht, weil sie gesegnet sind (positives Umfeld, soziale Kontakte, Hilfsbereitschaft, …).

Merkvers

Gott spricht: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“

1. Mose 12, 2 Luther17 (in Auswahl)

Diesen Vers können die Kinder auf ein A6-Blatt schreiben und verzieren. Man kann den Vers auch vorher schon ausdrucken und das fertige Blatt dann laminieren, damit die Kinder es immer vor Augen haben.

Gebet

Im Gebet können wir Gott für seinen Segen danken und ihn bitten, dass wir auch für andere zum Segen werden. Wenn man in der Gruppenstunde über den Segen spricht, kann man auch die Kinder segnen. Dazu wird jedem Kind einzeln die Hand aufgelegt, es bei seinem Namen angesprochen und ein kurzer Segensvers gesagt, zum Beispiel: „Jesus ist immer bei dir.“

Kreatives

Segensbilder basteln

Jedes Kind erhält einen kleinen Holzrahmen. Es liegen verschiedene Naturmaterialien bereit, z. B. Steine, Holzstücke, Muscheln, Nüsse usw. Wenn die Möglichkeit besteht, dann können diese Materialien auch selbst gesammelt werden. Diese werden in den Bilderrahmen geklebt und zwischen bzw. auf die Materialien wird der Name und ein Teil des Merkverses geschrieben, also Du sollst ein Segen sein. Dieser Satz kann evtl. auch auf den Rahmen geschrieben werden. Dieses Bild können die Kinder selbst behalten oder auch an jemand anderen verschenken.

Spielerisches

Bei diesem Spiel übernimmt man die Verantwortung füreinander. Allein bekommt man es nicht hin.

Spinnennetz

Im Freien oder in einem großen Raum wird ein Spinnennetz aufgebaut, d. h., ein Seil wird so zwischen zwei Halterungen (z. B. Bäume) gespannt, dass freie Felder dazwischen entstehen, die so groß sind, dass ein Teilnehmer hindurchpasst. Es müssen mindestens so viele Löcher im Spinnennetz sein, wie es Gruppenmitglieder gibt. Die Aufgabe für die Gruppe besteht darin, durch das Netz auf die andere Seite zu gelangen. Dafür gibt es einige Regeln:

Varianten:

Rätselhaftes

Entdecke auf dem Bild, das die Begegnung zwischen Abram und Melchisedek zeigt, 10 Dinge, die es zur Zeit von Abram noch nicht gab.

(T)extras

Lieder

Sei mutig und stark

Wer Gott vertraut

Der Vater im Himmel segne dich

Gottes Segen sei mit dir

Vor mir, hinter mir

Ich geh mit Gott durch dick und dünn

Spiele

Weitere Spiele zum Thema Verantwortung übernehmen:

Besen

Alle sitzen oder stehen im Kreis. Jemand steht in der Mitte und hält einen Besen in der Hand. Er ruft einen Namen und lässt den Besen los. Die genannte Person muss versuchen, den Besen aufzufangen, bevor dieser zu Boden gefallen ist. Falls dies nicht gelingt, erhält die Gruppe eine Aufgabe (10 Liegestütze, Kniebeugen, …).

Stab ablegen

Alle Mitspieler stehen in einer Reihe nebeneinander, strecken die Arme aus und einen Finger nach vorn. Anschließend holt der Spielleiter eine lange Holzstange, empfehlenswert ist dafür eine Länge von etwa zwei Metern. Er legt die Stange auf die ausgestreckten Finger der Teilnehmer. Die Gruppe muss nun die Stange gemeinsam vorsichtig auf den Boden legen. Wenn ein Spieler den Kontakt zur Stange verliert, scheidet er aus. Eine Alternative ist, dass die ganze Gruppe noch einmal von vorn anfangen muss.

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu Abraham aus JUMAT 2/18. Sie beginnt mit der Berufung und den Aufbruch in das neue Land. Die letzte Einheit ist die Opferung seines Sohnes Isaak. Im Anschluss an die Themenreihe Abraham kann die Themenreihe Jakob durchgeführt werden.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Familienimpuls, um das in der Jungschar erlebte auch zu Hause umzusetzen.

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