Jeremia

Hier kommt die dritte Themenreihe der JUMAT 2/2021. Es geht in fünf Lektionen um den Propheten Jeremia:

Lektion 9 Jeremia 1,1-19 Es geht los!

Lektion 10 Jeremia 7,1-15 „Kirche“ ist Herzenshaltung (Die Tempelrede)

Lektion 11 Jeremia 18,1-17 Der Töpfer bei der Arbeit

Lektion 12 Jeremia 19,1-13 Der Krug geht kaputt

Lektion 13 Jeremia 29,1-23 Der Brief an die Gefangenen

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott, unser Schöpfer, ist uns freundlich zugewandt und tut uns viel Gutes. Er möchte, dass auch wir uns ihm zuwenden und Gutes tun.

Checker

Gott, unser Schöpfer, liebt uns, obwohl wir Sünder sind. Er freut sich darüber, wenn wir zu ihm umkehren und Gutes tun.

Der Text an sich

Jeremia wird zum Haus eines Töpfers geschickt, um ein weiteres Bild für seine Verkündigung unter den Israeliten zu erhalten. Dass Gott immer noch versucht, die Israeliten anzusprechen und sie zur Umkehr zu leiten, zeigt, dass Gott sehr „langsam zum Zorn“ ist (Ps 103,8). Solange Gott redet, ist die Chance da, umzukehren. Wenn Gott schweigt, und das wird passieren, wenn Israel sich immer wieder weigert, umzukehren, dann bedeutet das für Israel Gericht. Wenn Gott in Vers 17 sagt, dass er ihnen den Rücken statt das Gesicht zukehrt, ist genau dies gemeint: es wird einmal „zu spät“ sein, dann wird Gott sein Angesicht von Israel abwenden und schweigen (vgl. im Gegensatz dazu den Aaronitischen Segen 4. Mose 6,24f.).

Das Bild vom Töpfer wirkt auf den ersten Blick niederschmetternd und willkürlich: Das Gefäß misslingt in der Hand des Töpfers und so macht er ein neues. Heißt das: Gott macht mit uns, was er will? Nein, es ist genau umgekehrt: Israel macht, was es will und darum ist es ein Gefäß, das misslingt.

Zwei biblische Wahrheiten vermittelt das Bild vom Töpfer und dem Ton:
1. Gott ist der Schöpfer (vgl. dazu Jer 10,16 und 1. Mose 1,7) und der Schöpfer hat das Recht, über sein Geschöpf zu verfügen (vgl. Jes 45,9).
Die 2. Wahrheit ist ebenso wichtig: Gott ist nicht ungerecht, wenn er richtet. Warum? Gott richtet niemals willkürlich. Auch wenn es so aussieht, als ob der Töpfer den Ton willkürlich zusammenknetet und ein neues Gefäß daraus macht, so wird doch sehr deutlich, dass das Ergehen Israels von seinem eigenen Verhalten abhängt: Selbst ein einmal beschlossenes Gericht kann wieder rückgängig gemacht werden, wenn ein Volk umkehrt (Vers 7f.). Andererseits kann Gutes, das Gott eigentlich beschlossen hatte, ebenfalls rückgängig gemacht werden, wenn ein Volk tut, was böse ist in Gottes Augen (Vers 8f.).

Und deshalb erfolgt der Aufruf zur Umkehr: Israel kann seinem Unglück durch Umkehr entrinnen. Aber es entscheidet sich ganz bewusst gegen Gott und für das Böse. Dieses Verhalten ist völlig unverständlich in Gottes Augen: seit Menschengedenken wich der Schnee nicht vom Libanon, der immer zuverlässig frisches Wasser nach Israel lieferte. Aber Israel hat vergessen, wo es herkommt (Vers 15), es verlässt die lebendige Quelle (vgl. Jer 2,13). Sein Ergehen wird nun mit dem eines Gottlosen beschrieben: Wie der Ostwind werden sie vor den Feinden zerstreut werden (vgl. Psalm 1,4!).

Der Text für mich

Ich bin beeindruckt von dem Werben Gottes um sein Volk: Wie oft hat sein Volk ihm schon den Rücken gekehrt? Es lohnt sich, auch die Kapitel 1-17 zu lesen, denn hier bekommt man einen Eindruck davon, wie viel Gott bereits unternommen hat, um sein Volk zur Umkehr zu leiten und wie kreativ er dabei war. Dass er es nicht einfach so aufgibt, zeigt mir Gottes unglaublich ausdauernde Liebe.

In unseren Gruppenstunden haben wir immer wieder „schwierige“ Kinder. Kinder, die nicht zuhören. Kinder, die stören. Kinder, die unangenehm auffallen. Wie schnell bin ich in Gedanken und Worten dabei, diese Kinder zu verurteilen? Wie schnell wende ich mich von ihnen ab? Dabei brauchen gerade diese Kinder ein freundlich zugewandtes Gesicht, das ihnen die Liebe Gottes spiegelt. Von Gottes ausdauernder Liebe möchte ich lernen, gerade auch dann, wenn es um die Konsequenzen für das Fehlverhalten der Kinder geht. Sie sollen dazu dienen, die Kinder mit ihrem eigenen Verhalten zu konfrontieren, um das Kind zu gewinnen, nicht, um es zu verurteilen!

Der Text für dich

Starter

Kinder halten es meist nicht lange aus, wenn zwischen ihnen und ihren Eltern Spannungen sind oder gar Schweigen herrscht. Dann muss die Sache wieder geklärt werden. Meistens ergreifen die Eltern die Initiative zur Versöhnung und die Kinder sind froh, dass nun wieder alles gut ist.

Wenn wir im Text lesen, dass die Israeliten lieber ihrem bösen Herzen folgen als Gott, dann verstehen die Kinder sehr gut, wie schlimm das ist. Das Bild vom Töpfer und dem Ton können wir mit diesem Hintergrund gut erklären: Gott hat uns gemacht und er liebt uns sehr. Aber der Mensch hat durch die Sünde ein böses Herz, das sich gegen Gott gewandt hat. Nun ruft Gott zur Umkehr: die Israeliten sollen sich vom Bösen abwenden und sich wieder ihm zuwenden.

Checker

Gerade Kinder, die schon viel über Gott wissen, kennen die Erfahrung: obwohl ich weiß, dass es nicht gut ist, habe ich doch Lust, es zu tun. Wie schnell bin ich beim Mobbing in der Schule mit dabei und mache mit, obwohl ich weiß, dass ich jeden Menschen lieben soll. Das schlechte Gewissen ist dann oft mein Begleiter: Wie denkt Gott jetzt über mich? Gerade weil diese Erfahrung zu den Grunderfahrungen jedes erfahrenen Christen gehört, ist es wichtig, dass die Kinder verstehen: Gott liebt mich, auch wenn ich in Sünde falle. Aber er möchte, dass ich lerne, ihn zu lieben und das Gute zu tun. Israel aber hatte sich ganz bewusst gegen Gott und für das Böse entschieden. Sie freuten sich am Bösen und nicht an Gott. Hier liegt das Problem des Volkes Israel in der Zeit von Jeremia!

Der Text erlebt

Material

Ton oder Salzteig, Verkleidung, ausgedruckter Bibelvers + Verkehrszeichen, ausgedruckte Symbole für die Wiederholung, FIMO- Modelliermasse + Magnet.

Hinführung

Idee 1: Video mit einem Töpfer bei der Arbeit zeigen (siehe „weiterführende Hinweise“).

Idee 2: Mit den Kindern töpfern bzw. Salzteig formen (siehe „weiterführende Hinweise“). Bevor der Gast vorgestellt wird, werden die Kinder befragt: Wie ist es euch ergangen? War es einfach? Wer von euch hat sein „Kunstwerk“ nochmal zusammengeknetet und neu angefangen?

Verkündigung

Die Geschichte wird aus Sicht des Töpfers erzählt, den ein Mitarbeiter als Gast aus dem alten Israel vorstellt.

„Hallo Kids, darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Zakarias aus Jerusalem. Ich bin Töpfer von Beruf. Schade, dass es das bei euch fast gar nicht mehr gibt. Zu meiner Zeit gab es in jeder Stadt Töpferwerkstätten. Überall, wo in Israel heute Städte ausgegraben werden, findet man unsere Gefäße. Bestimmt steht eines meiner Gefäße sogar in einem von euren Museen. Wäre doch möglich, oder?

Aber genug davon. Ihr glaubt ja gar nicht, was mir passiert ist. Es war zu der Zeit, als in Jerusalem der Tempel noch stand. Ihr wisst schon, der, den Salomo gebaut hatte. Da kam der große Prophet Jeremia in mein Haus. Ich war gerade bei der Arbeit an einem Tongefäß. Aber ich hatte keinen guten Tag. Irgendwie wollte mir mein Gefäß einfach nicht gelingen. Ich drehte es auf meiner Scheibe und versuchte, ihm eine schöne Form zu geben. Aber wie ich es auch zu formen versuchte, es gelang mir einfach nicht. Und wie ich da so am Arbeiten war, stand plötzlich Jeremia vor mir. Ich hatte ihn zuerst gar nicht bemerkt, denn er sagte kein Wort. Er muss mir schon eine Weile zugesehen haben und sah sehr nachdenklich aus. Jedenfalls hatte ich ihn erst bemerkt, als ich ganz ärgerlich das Tongefäß wieder zusammengeknetet habe. Manchmal ist es am besten, wenn man einfach nochmal von vorne anfängt. Ich formte das Gefäß also wieder von Neuem.

Dieses Mal wurde es aber richtig schön. Und wie ich Jeremia freudestrahlend mein Gefäß zeigte, hellte sich auch sein Gesicht auf und er verließ wortlos meine Werkstatt. „Wie seltsam“, dachte ich mir, „da geht er, wortlos wie er gekommen war.“

Später habe ich erfahren, was in Jeremia vor sich ging. Er hatte den Auftrag von Gott bekommen, meine Töpferwerkstatt zu besuchen. Durch meine Arbeit hatte Gott ihm gezeigt, dass er der Schöpfer über alle Menschen und Völker ist. Er kann mit ihnen machen, was ihm gefällt, so wie ich mit den Tongefäßen machen kann, was ich will. Und wie mir mein erstes Gefäß nicht gelingen wollte, so gibt es Völker, die Böses tun. Sie sind wie missratene Gefäße. Diese Völker kann Gott bestrafen. Aber wenn ein Volk zu Gott umkehrt, kann Gott seinen Plan auch wieder ändern und er bestraft es nicht. Und dann es gibt Völker, die tun, was gut ist, sie sind schöne Gefäße. Gott lässt es ihnen dann gelingen. Aber wenn sie dann Böses tun, kann Gott seinen Plan wieder ändern und sie bestrafen. Versteht ihr? Als Töpfer finde ich das erstaunlich: Gott lässt dem Ton die Entscheidung, was mit ihm passieren soll. Gott lässt dem Menschen, den er gemacht hat, die Entscheidung, ob er Gutes oder Böses tun will. Ob er auf ihn hören möchte oder nicht. Ob aus ihm ein gutes Gefäß wird oder nicht!

Am nächsten Tag dann verkündete Jeremia Gottes Worte in Jerusalem. Er redete sehr aufgeregt und laut: „So spricht Jahwe: Passt auf! Ich mache einen Plan gegen euch, ich bereite das Unglück für euch vor. Kehrt um von euren falschen Wegen und ändert euer Leben von Grund auf! Das gilt jedem von euch!

Diese Botschaft war deutlich. Gott wollte, dass die Israeliten ihr böses Verhalten ändern und zu Gott umkehren. Falls nicht, würde ein großes Unglück passieren. Ihr würdet bei euch sagen: es ist 5 vor 12! Es ist nicht mehr viel Zeit zum Handeln, bevor das Unglück kommt. Aber stellt euch vor, wie die Leute in meinem Volk reagierten. Sie waren ärgerlich über diese Botschaft, die Jeremia in Gottes Auftrag mitteilte und sagten: „Pah, daraus wird nichts. Wir möchten lieber machen, was uns gefällt und unserem bösen Herzen folgen“.

Könnt ihr euch vorstellen, wie traurig ich darüber war? Aber noch viel trauriger war Gott darüber! Ihr müsst wissen, dass er Israel immer so viel Gutes getan hat. Trotzdem haben sie sich immer wieder von ihm abgewandt.

Nachdem die Israeliten nun wieder „Nein“ zu Gott gesagt hatten, bekam Jeremia wieder eine Botschaft von Gott. Und darin klagte er Israel an. Ich sag es euch mal in meinen Worten, was Gott sagte: „Wo hat es das schon einmal gegeben, dass ein Volk seinen Gott vergisst wie Israel? Sie haben die Wege ihrer Vorfahren verlassen: Ihr wisst schon, Abraham, Isaak, Jakob, Mose, Josua, David. Männer, die auf Gott vertraut haben und gute Vorbilder waren. Sie wollten davon nichts mehr hören. Deswegen sind die Israeliten auf gefährliche Steige geraten, die sie nun ins Unglück führen.“

Versteht ihr? Wer Gott den Rücken kehrt, dem wird auch Gott eines Tages den Rücken kehren. Und das ist schlimm, denn Gott ist unser Schöpfer, von dem wir unser Leben haben!

Wie traurig bin ich über unser Volk. Ihr müsst wissen, dass wir in Israel, wenn wir uns den Segen Gottes wünschen, sagen: der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Das heißt nichts anders als: ich wünsche dir, dass Gott dich freundlich ansieht! Denn das bedeutet, dass er dir gnädig ist. Aber Israel wollte Gottes freundliches Gesicht nicht mehr sehen. Sie haben ihm den Rücken zugewandt, um Böses zu tun. Sie möchten sich nicht versöhnen lassen. Und so kehrt sich auch Gott von seinem Volk ab. Das bedeutet nichts Gutes.

Wie ist das bei euch? Möchtet ihr, dass Gott euch freundlich ansieht? Liebt ihr das Gute? Oder haltet ihr lieber am Bösen fest?

Die andere Idee

Geschichte bei der Töpferarbeit erzählen:

Während der Ton zu einem Gefäß geformt wird, die Begebenheit erzählen, wie Jeremia ins Haus des Töpfers gerufen wurde und dem Töpfer bei der Arbeit zusah. Das Gefäß wieder zusammenkneten und von vorne beginnen. Evtl. kann man auch ein vorher schön geformtes Gefäß zur Veranschaulichung nehmen, da es nicht ganz einfach ist, auf die Schnelle ein schönes Gefäß zu formen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Der Töpfer wird von einem Mitarbeiter interviewt:

  • Erklär uns das nochmal, wie das gemeint ist mit dem Tongefäß: warum vergleicht Gott Israel mit einem missratenen Gefäß?
  • Warum wollten die Israeliten denn nicht zu Gott umkehren?
  • Was heißt eigentlich zu Gott umkehren? Was hat Gott von Israel erwartet?
  • Was denkst du, wie ist das heute? Möchte Gott, dass auch wir umkehren?

Gespräch

Anhand von Symbolen kann man mit den Kindern über die Geschichte ins Gespräch kommen:

Herz: Das finde ich toll
Blitz: Das finde ich nicht gut
Fragezeichen: Das habe ich nicht verstanden
Ausrufezeichen: Das ist wichtig

Kinder erleben Streit sehr häufig, auch hier bieten sich Anknüpfungspunkte zur Geschichte:

  • Seid ihr schon einmal mit Freunden, Mitschülern oder euren Eltern in Streit geraten? Was war der Grund?
  • Wie habt ihr euch dabei gefühlt? Wie ist es, wenn man nicht mehr miteinander redet?
  • Kennt ihr das auch, dass man sich nicht mehr in die Augen blickt?
  • Wer hat den ersten Schritt zur Versöhnung gemacht?

Merkvers

Denn so spricht der allmächtige Herr, der Heilige Israels: »Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden. Durch Stillsein und Vertrauen könntet ihr stark sein. Aber das wollt ihr nicht.“ Jesaja 30,15 (NLB)

Den Bibelvers mit ausgedruckten Verkehrszeichen lernen:

Denn so spricht der Herr, der Heilige Israels: „Wenden“ Durch Umkehr undStoppschild“ Ruhe könntet ihr gerettet werden. „Stoppschild“ Durch Stillsein und „Sonderweg für Fußgänger“ Vertrauen könntet ihr stark sein. Aber das wollt ihr nicht.

Gebet

Stilles Gebet: In die Mitte werden ein schönes Gefäß und ein misslungenes Gefäß gestellt. Dazwischen der Bibelvers gut lesbar ausgedruckt und die Verkehrszeichen. In ca. 3 Minuten Stille können die Kindern noch einmal über die Geschichte nachdenken und in Gedanken beten.

Kreatives

Mit „FIMO“-Modelliermasse lassen sich tolle Sachen formen und im Ofen backen. Z. B. Kühlschrankmagnete. Es gibt auch Modellierformen dazu. Obstformen eignen sich, um einen Übertrag zum Thema zu schaffen: Unser Leben soll gute Frucht bringen, damit wir ein schönes Gefäß für Gott sind.

Spielerisches  

Gott versuchte immer wieder, zu den Israeliten Kontakt aufzunehmen. Er blickte sie freundlich an. Aber Israel „schaute weg“ und rührte sich nicht. Beim folgenden Spiel ist es wichtig, aufmerksam für die Blicke des „Suchers“ zu sein und dann auch schnell zu reagieren und nicht sitzenzubleiben.

Blinzeln:
Beim Blinzeln stehen die Spieler päärchenweise im Kreis. Die Paare stehen dabei hintereinander und blicken beide in die Kreismitte. Die hinten stehenden Personen nehmen ihre Hände auf den Rücken. Einer der Spieler hat keinen Partner und steht alleine. Dieser versucht nun, einen Partner zu bekommen, indem er einer beliebigen vorderen Person zublinzelt. Die vordere, angeblinzelte Person versucht nun, ihrem Partner zu entkommen und stellt sich bei Erfolg hinter den Blinzler. Die hintere Person muss ihren angeblinzelten Partner am Entkommen hindern und ihn schnell festhalten. Wird der Angeblinzelte aufgehalten, muss der Blinzler sich ein neues Ziel suchen. Gelingt die Flucht, so bilden der Blinzler und der Geflohene ein neues Paar. Der Spieler, dem sein Partner entkommen ist, wird neuer Blinzler.

Rätselhaftes

Mit Ton oder Salzteig Gegenstände formen, die die Kinder erraten müssen: z. B. Haus, Topf, Hand, Krone, Herz.

(T)Extras

Lieder

  • Du bist der Schöpfer des Universums
  • Ganz schön mutig
  • Sei ein lebendger Fisch

Spiele

Komm mit – Lauf weg: Alle Spieler stellen sich im Kreis auf. Einer ist der „Fänger“. Er geht außen um den Kreis herum, solange er möchte, und tippt irgendwann einem Mitspieler auf die Schulter und sagt entweder „komm mit“ oder „lauf weg“. Beim Signal „komm mit“ rennt der angetippte Spieler in dieselbe Richtung, in die auch der „Fänger“ rennt. Beim Signal „lauf weg“ muss der angetippte Spieler in die entgegengesetzte Richtung rennen. Wer zuerst an der freigewordenen Lücke angekommen ist, darf dortbleiben und der andere ist der neue / alte Fänger.

Aktionen

Falls sich die Gelegenheit bietet, ist ein Besuch in einer Töpferwerkstatt sicher ein tolles Erlebnis.

Kreatives

Mit Salzteig Gegenstände modellieren, anschließend backen und mit Acrylfarben bemalen.

Weiterführende Hinweise

  • Unter den Suchbegriffen: „Töpfern mit Drehscheibe“ kann man auf youtube viele interessante Videos über das Töpfern ansehen.
  • Rezept und Anleitung für das Backen mit Salzteig findet man durch Suchmaschinen im Internet.
  • Ideen für FIMO- Figuren findet man durch Suchmaschinen im Internet.

Diese Themenreihe enthält 7 Einheiten zu Texten aus dem Johannesevangelium. 5 Einheiten beschäftigen sich den Taten und Begegnungen von Jesus, unter anderem dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana (Johannes 2) und dem Gespräch mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Außerdem enthält diese Reihe noch zwei Einheiten zum Johannesprolog (Johannes 1,1-18) die besonders für die Weihnachtszeit geeignet sind und die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe, passend zur Jahreszeit, ein Winterfest mit Spielideen für drinnen und draußen, sowie einer Andacht zum Thema Winter.

Johannes 4,1-42

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen erfahren, dass Jesus uns kennt und uns in Liebe begegnen möchte. Für die Begegnung ist der Ort egal.

Checker

Jesus möchte uns durch seine Begegnung verändern, so dass wir zum Zeugnis für ihn werden. Der Ort der Begegnung ist egal, meine Einstellung ist wichtig.

Der Text an sich

Der Text von der Frau am Brunnen greift viele Tabus und Unüblichkeiten auf, zeigt aber auch, wie liebevoll und menschlich Jesus ist.

Die Frau ist in der Mittagshitze unterwegs, vermutlich, weil sie aus dem Dorf aufgrund ihres Lebenswandels ausgeschlossen ist. Normalerweise holt man Wasser zu einer Tageszeit, an der es kühler ist. Jesus, ein männlicher Jude, spricht die Samariterin an. Das war zu dieser Zeit sehr unüblich. Erstens wegen des Geschlechts und zweitens, weil Juden und Samariter aufgrund ihrer unterschiedlichen Glaubensansichten nicht gut mit einander auskamen. Der Grund warum die Frau aus dem Dorf ausgeschlossen wird sind ihre fünf Exmänner und das Leben in einer nichtehelichen Beziehung. Heute ist das für viele kein Problem mehr, aber damals war das verwerflich. Jesus begegnet ihr trotz ihrer Fehler in Liebe und verändert sie so sehr, dass sie, ohne auf ihren Status zu achten, in ihr Dorf läuft und dort von Jesus erzählt. Durch diese Reaktion kommen noch viele weitere Menschen zum Glauben an den Messias.

Außerdem macht Jesus in dem Gespräch mit der Frau deutlich, dass es bei der Anbetung nicht darauf ankommt, wo ich mich gerade befinde, sondern mit welcher Einstellung ich bete.

Für seine Jünger nutzt Jesus das Bild der Ernte, die Ernte die Jesus meint, können sie am Ende unseres Textes erleben. Sie haben nichts dafür getan, dass das Dorf zum Glauben kommt und dürfen es trotzdem miterleben – was für ein Geschenk.

Der Text für mich

Dieser Bibeltext macht Jesus für mich sehr menschlich. Gerade jetzt in der Coronazeit sind oft diese Gefühle da: „Gott ist mächtig und herrscht über allem im Vordergrund und sieht meine Sehnsüchte nach Normalität nicht.“ Es fehlt die liebevolle Seite in meinen Gedanken und Gefühlen. Dieser Text zeigt mir deutlich, dass es anders ist. Jesus ist als Mensch in mancherlei Hinsicht genauso bedürftig wie ich und versteht mich besser als kein anderer. Trotz meiner Fehler wendet er sich mir in Liebe zu und will mir begegnen. Egal wie die Situation aktuell ist in der ich mich befinde, er will mir begegnen. Aus dieser liebevollen Begegnung mit dem Auferstandenen kann ich neu Kraft schöpfen für meine Arbeit mit den Kindern und für mein Leben im Alltag.

Der Text für dich

Starter

Hier geht es um eine Außenseiterin. Bestimmt haben die Kinder eine Außenseitersituation schon einmal erlebt. Entweder selbst als Ausgeschlossener, als Teil der Gruppe, die jemanden ausschließt oder als „neutraler“ Beobachter. Egal in welcher Situation sie sich wiederfinden: Sie dürfen sich sicher sein, dass Jesus sie kennt. Trotz all ihrer Fehler und Macken, zeigt er ihnen seine Liebe. Die KInder dürfen erfahren, dass Jesus sie verändert und versorgt.

Checker

Auch Kinder die im Gemeindeumfeld zuhause sind erleben solche Außenseitersituationen. Vielleicht ist gerade für sie die Jungschar/Gemeinde ein Ort wo sie damit nicht belastet werden. Sie sollen lernen, dass Jesus verändert. Sie werden auf jeden Fall selbst  verändert und eventuell ändert sich auch die Situation. Sie sollen durch liebevolle Begegnungen befähigt werden, einladend vom Glauben und der Jungschar zu berichten und Freunde in die Gruppe einzuladen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Wasser füllen

Heute geht es um lebendiges Wasser, welches den Durst stillt. Um unseren menschlichen Durst zu stillen, benötigen wir etwas zu trinken.

Hier könnt ihr zwei Jungscharler gegeneinander antreten lassen. Beide bekommen einen mit Leitungswasser gefüllten Wasserkrug und haben eine Reihe Bechern (angepasst an die Größe des Wasserbehälters) vor sich stehen. Wer hat als erstes seine ganzen Becher vollgefüllt?

Um das Wasser nicht zu verschwenden, können dann die ganzen Jungscharler etwas trinken.

Hier kann man mehrere Runden von spielen.

Idee 2: Dalli Klick

Mit verschiedenen Bildern der Wasserversorgung (z. B. Wasserhahn, Gartenschlauch, Feuerwehr, Bergquelle…) wird ein Dalli-Klick-Spiel vorbereitet. Von einem verdeckten Bild werden nach und nach immer mehr Teile aufgedeckt, bis eine der Gruppen das Bild erraten hat. Je weniger Teile aufgedeckt wurden, desto mehr Punkte gibt es. Dalli-Klick an von einzelnen Kindern gespielt werden oder mehrere Teams spielen gegeneinander.

Vorlagen für Dalli-Klick findet man im Internet, zum Beispiel unter https://www.mediator-programme.de/Dalliklick/dalliklick.htm

Verkündigung

Theater

Etwas außerhalb vom Kreis der Jungscharler steht ein Eimer mit Wasser, der den Brunnen darstellt.

Müde und erschöpft kommt Jesus an den Brunnen.

Jesus: Puh ist das heiß…kein Wunder es ist ja auch Mittagszeit. Hier ist ein Brunnen, hier werde ich etwas ausruhen, und vielleicht kann ich auch hier etwas zu Trinken bekommen. (Jesus setzt sich)

Die Frau nähert sich mit einem Wasserkrug.

Jesus: Da kommt jemand zum Wasser schöpfen, da werde ich gleich mal fragen ob sie auch für mich etwas Wasser schöpfen kann. Bitte, Frau, gib mir etwas zu trinken. Ich bin so durstig.

Frau (ist überrascht): Du fragst mich nach Wasser, du gehörst doch zu den Juden und ihr Juden meidet doch jeden Kontakt zu uns. Warum bittest du mich dann, dass ich Wasser für dich schöpfe? Das verstehe ich nicht.

Jesus: Wenn du wüsstest, wer ich bin, dann würdest du mich bitten, dass ich dir etwas gebe und ich würde dir dann lebendiges Wasser geben.

Frau: Wie willst du mir denn Wasser geben? Du hast weder ein Seil noch ein Behältnis mit dem du mir Wasser aus dem Brunnen holen könntest? Hast du besseres Wasser als Jakob, nach dem dieser Brunnen benannt ist?

Jesus: Wer von diesem Wasser trinkt wird wieder durstig werden, aber wenn ich ihm lebendiges Wasser gebe, wird er nicht wieder durstig sein, bis in die Ewigkeit.

Frau: Dann gib mir bitte von dem Wasser, dann muss ich nicht mehr in der Mittagshitze hierherkommen und Wasser schöpfen, das ist schon ein bisschen anstrengend.

Jesus: Hole deinen Ehemann!

Frau: Ich habe keinen.

Jesus: Ja, du hast Recht. Fünfmal warst du verheiratet und der Mann, mit dem du jetzt zusammenlebst, ist nicht dein Ehemann.

Frau: Du musst ein Prophet sein. Dann sag mir doch, warum ihr Juden darauf besteht, dass man Gott nur im Tempel in Jerusalem anbeten kann und wir Samariter meinen, dass hier der Berg ist, wo unsere Vorfahren Gott angebetet haben?

Jesus: Irgendwann ist es egal wo der Vater angebetet wird, es kommt auf die innere Haltung an. (Der Vater möchte in Wahrheit und im Geist angebetet werden.)

Frau: Der Messias wird kommen und uns die Dinge erklären.

Jesus: Ich bin der Messias!

Frau (lässt den Krug beim Brunnen stehen und rennt ins Dorf – zu den Jungscharlern – zurück): Draußen am Brunnen sitzt ein Mann der hat mir alles gesagt hat, was ich jemals getan habe, das muss der Messias sein, kommt mit. (sie versucht die Kids zu motivieren mit zu Jesus zu kommen, wenn genug Mitarbeiter dabei sind, dann kann ein Mitarbeiter mit aufstehen und der Frau folgen.)

Bei Jesus gibt es dann zum Abschluss der Erzählung noch etwas zu trinken.

Die andere Idee

Erzählung mit Knetfiguren

Die Geschichte wird mit Knetfiguren erzählt. Dazu werden die Personen und die Gegenstände (Brunnen, Krug) aus Knete geformt. Diese Figuren und Gegenstände können auch von den Kindern geformt werden. Dadurch werden sie aktiv mit einbezogen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Es liegen Stifte und Papier bereit. Als Wiederholung können die Kinder ein Bild der Geschichte malen und einen Gedanken aufschreiben, der für sie besonders war.

Gespräch

Man kommt mit den Kindern darüber ins Gespräch, ob sie schon einmal eine Außenseiter-Situation erlebt haben und wie sie sich dabei gefühlt und verhalten haben. Interessant ist auch das Gespräch darüber, wer oder was den Kindern in dieser Situation geholfen hat.

Als zweiten Punkt kann man mit den Kindern darüber ins Gespräch kommen ob/wie sie Jesus schon einmal begegnet sind und ob sie eine Veränderung erlebt haben (dieser Punkt ist vielleicht für die Checker am besten geeignet). Alternativ kann der Mitarbeiter erzählen wie er Jesus erlebt hat oder es können Ideen gesammelt werden wie man in der heutigen Zeit Jesus erleben und kennenlernen kann.

Merkvers

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21,6b

Es steht ein Krug mit Wasser und ein weiteres Gefäß bereit. Die Aufgabe besteht darin, Wasser aus dem Krug zu schütten und dabei den Vers zu sagen. Wer schafft es, den Satz genau zu der Zeit zu beenden, wenn das letzte Wasser aus dem Krug geschüttet wird.

Gebet

Danke, Herr Jesus, dass du uns so liebhast, obwohl du uns und unsere Macken so gut kennst. Bitte schenke uns immer wieder Momente, in denen wir dich besser kennenlernen und dir begegnen können.

Danke, dass du weißt was wir brauchen und uns damit versorgen möchtest.

Amen

Kreatives

Töpfert aus Ton oder tonähnlichem Material einen Wasserkrug oder einen Brunnen

Spielerisches

Apfelfischen

In einer Wanne mit Wasser befindet sich ein Apfel. Dieser Apfel muss nur mit dem Mund aus dem Wasser gefischt werden, also ohne dass die Hände dazu benutzt werden. Die Gruppen, die Wettkämpfe mögen, können das auch auf Zeit machen. Wer ist der Schnellste beim Apfelfischen?

Rätselhaftes

Wassersprüche

Das Thema Wasser findet man in vielen Sprichwörtern und Redensarten. Man schreibt Satzteile dieser Redensarten auf Karteikarten und mischt sie. Die Aufgabe besteht nun darin, die richtigen Wassersprüche zu puzzeln.

Hier ein Beispiel mit sechs Sprüchen, was aber noch beliebig erweitert werden kann.

Steter Tropfen – höhlt – den Stein. Stille Wasser – sind tief. Mir steht – das Wasser – bis zum Hals. Er kann – kein Wässerchen – trüben. Ein Tropfen – auf dem heißen – Stein. Vom Regen – in die Traufe – kommen.

 (T)Extras

Lieder

Jesus, wir heißen dich willkommen

Danke! Ich freu mich!

Superstar

Vergiss es nie

Spiele

Geschmackstest

Es werden verschiedene Getränke mit geschlossenen Augen getestet und die Kinder müssen erraten, um welches Getränk es sich handelt.

Aktionen

Aus verschiedenen Zutaten können sich die Kinder ihren eigenen Cocktail entwerfen.

Das Ziel

Starter

Gott ist immer noch größer! Darum will er die Nummer 1 bei dir sein!

Checker

Gott will die Nummer 1 in deinem Leben sein. Kompromisslos. Immer und überall!

Der Text an sich

Samuel legt sein Amt nieder und setzt Saul als König ein. Dieser hat davor (und dann auch direkt danach) die Feinde Israels vom Einzug ins Land abgehalten. Er hält seine Abschiedsrede, in der er nochmals deutlich macht, dass die Einsetzung eines Königs fundamental falsch ist.

Samuel hat dem Volk jahrelang integer gedient und sie vor Gott vertreten. Er war König, Priester, Prophet und Richter in einer Person.

Durch die Erinnerung an die Taten Gottes macht er deutlich, dass Gott immer schon der König Israels war, und sichtbare Leiter (Mose & Aaron) eingesetzt hatte. Er hat das Volk immer beschützt und gerettet, selbst dann, wenn sie selbst an den Problemen Schuld hatten. Gott verhält sich wie ein leidenschaftlicher König: Er ist stark und mächtig, kümmert sich um sein Volk und setzt sichtbare Leiter ein (V.6-12).

Das Volk hingegen will nicht auf ihren König, auf Gott, hören, sondern einen neuen, eigenen, menschlichen König haben. Sie erklären letztlich Gott für tot. Nur wenn der König stirbt, gibt es einen neuen König. Gott ist tot. Daher suchen sie einen Ersatz für Gott. Die Israeliten wünschen sich jemanden, der vor ihnen herzieht. Jemanden, der sichtbar stark ist. Und zwar so, dass sie und die Feinde es sehen.

Gott lässt sich auf die Wünsche des Volkes ein. Er setzt Saul ein (V.12.13). Samuel macht aber auch deutlich, dass Gott trotzdem nach wie vor der König des Volkes ist. Er muss gefürchtet, ihm gedient, auf seine Stimme gehört und ihm gehorcht werden (V.14). Wird das Volk das vergessen und nur noch den irdischen König als König betrachten und Gott vergessen, wird Gott seine Hilfe von ihnen nehmen (V.15).

Um zu zeigen, dass seine Aussage über die Herrschaft Gottes und sein Königreich korrekt ist, tut Gott durch Saul das Wunder des Donners. Hierdurch merkt das Volk, dass ihr Wunsch, einen eigenen König neben oder gar an Gottes Stelle zu haben, Unrecht war und Sünde ist (V.19).

Weil Gott aber trotz des irdischen Königs König bleibt, regiert er immer noch und wird daher große Dinge am Volk tun. Das wird er, solange sie ihn fürchten, ihm dienen und von ganzem Herzen treu sind (V.24). Wenn sie das aber nicht tun, kann sie niemand retten. Nicht einmal ihr König (V.25).

Der Text für mich

Ich wünsche mir auch jemanden mit Ahnung, der mir verlässlich Tipps gibt, was ich tun oder lassen kann, um meine Ziele zu erreichen. Egal, ob eine App, die mich motivieren soll, mehr Sport zu machen, ob Mitarbeiter, die genau wissen, wie ich mit den nervigen Kindern umgehen soll, oder …

Ist ja enorm praktisch und nicht schlimm.

Trotzdem kann es gefährlich werden. Im Gegensatz zu den Israeliten ist es bei mir oft nicht klar, welchen Stellenwert ich diesen Tipps gebe. Auf andere hören ist ja gut! Problematisch wird es nur dann, wenn ich alle frage, nur eben nicht Gott. Oder wenn ich Gott frage, aber seine Antwort nur eine unter vielen ist. Das ist oft mein Problem:

Ich suche einen, der Ahnung hat. Ich frage alle und jeden. Zu oft gebe ich irgendeiner Person, von der ich nicht weiß, ob sie es wirklich gut mit mir meint, mehr Raum, als meinem König, meinem Schöpfer.

Aber Jesus Christus ist mein Erlöser und Herr. Darum möchte ich ihm die Ehre geben und mein Leben nach seinem Willen gestalten. Ich will Gott nach seiner Meinung fragen und seine Antwort umsetzen. Er ist und bleibt die Nummer 1!

Der Text für dich

Starter

Kindern ist bewusst, dass es über dem, der was zu sagen hat, immer noch einen gibt, der noch mehr zu sagen hat. Über mir der Klassen-Checker, über dem die Lehrerin, dann die Rektorin, dann der Bürgermeister … Es gibt immer einen, der noch mehr Ahnung hat, immer einen, der noch mehr Macht hat. Sie verstehen, dass das Volk zwar einen König bekommt, aber über dem König letztlich immer noch Gott die Fäden in der Hand hält. Die Kinder sollen so begreifen, dass Gott immer noch größer ist. Egal, ob der Bestimmer über mir es gut meint oder schlecht. Gott ist immer noch drüber. Er hat noch mehr Ahnung!

Checker

Kinder, die mit Jesus unterwegs sind, erleben immer wieder, dass es in der Jungschar, im KiGo vielleicht ganz cool ist, sich an Gott zu halten und schlaue Jesus-Sätze rauszuhauen, aber dass das im Alltag gar nicht immer so einfach ist. Auf wen höre ich in der Schule? Auf Gott, der es wirklich gut mit mir meint, der mein Freund ist und ich deswegen auch zu ihm und den Schwachen stehen kann? Oder höre ich auf den Typen, der den anderen runtermacht?

Auf wen höre ich, wenn es um mein Taschengeld geht? Auf mich selbst und meinen Kaugummi-Hunger? Oder auf Gott, der mich auch herausfordert, von dem was ich (letztlich von ihm) bekommen habe, auch was abzugeben?

Der Text gelebt

Material

Aufgaben, Gegenstände für die Hinführung, Bilder & Zeitschriften, großes A3-Papier, Kleber, Schere

Hinführung

Idee 1: Jungscharversion von „Mein Mann kann“

(besser für Starter geeignet) Teilt die Kinder in mindestens drei Gruppen ein. Stellt ihnen Aufgaben, die sie als Gruppe schaffen müssen, z. B. Liegestütze, Kopfrechenaufgaben, Baumarten erkennen, … Jede Gruppe überlegt, wie viel sie schaffen. Die Gruppen pokern sich gegenseitig hoch. Die Gruppe mit der höchsten Zahl muss antreten. Schaffen sie das Gesagte zu erreichen, bekommen sie zehn Punkte. Schaffen sie es nicht, bekommen alle anderen Gruppen jeweils fünf Punkte.

Idee 2: Was bist du bereit zu geben, um … zu bekommen?

(besser für Checker geeignet) Alle Kinder spielen gegeneinander. Ihr packt immer wieder coole Sachen aus, die Kinder gern hätten. Eis, Pommes, ein cooles Spiel, Fußball, …

Die Kinder müssen selbst überlegen, was sie tun / abgeben würden, um diese Dinge zu bekommen, z. B. „Ich würde nachher den Raum fegen“, – „Ich bereite nächste Woche die Spiele vor“, … So überbieten sich die Kinder gegenseitig, um das zu bekommen, was sie wollen.

Wie weit gehen die Kinder für etwas, das sie wirklich wollen? Wie viel Zeit, Geld und Leidenschaft investieren sie für diese Sache? Hier kannst du später anknüpfen, wie viel Zeit, Geld und Leidenschaft wir bereit sind, für Gott einzusetzen.

Verkündigung

Gespräch mit den Kindern über die Rolle Gottes in ihrem Leben

(Besser für Checker geeignet) Die Geschichten der letzten Wochen werden zu Beginn kurz wiederholt. Das Volk will einen König, der stark und schön ist, der sie anführt und für sie da ist. Die Ammoniter fallen ins Land ein. Sie wurden besiegt. Israel will Saul als König, weil er die Ammoniter besiegt hat. Samuel setzt ihn als König ein.

Hier geht es heute weiter: Samuel hält eine Rede zur Krönungszeremonie. Die Zusammenfassung der Rede steht in Vers 12. Die ist so krass, dass sie unbedingt vorgelesen werden muss. Wer kann das mal vorlesen? 1. Samuel 12,12: Das Volk sagte: „Nein, ein König soll über uns herrschen!“, obwohl doch der HERR, euer Gott, euer König ist.

Was ist das Krasse daran?

Samuel macht deutlich, dass Gott eigentlich der König ist. Wann gibt es denn einen neuen König normalerweise? Wenn der alte stirbt, d. h. das Volk sagt: Gott, du bist tot!

Wenn Gott nicht mehr König sein darf, dann sagt das Volk auch, dass Gott nicht mehr die Nummer 1 sein soll. Das ist extrem unfair! Schließlich hat Gott das Volk immer gerettet und versorgt. Das geht gar nicht! Wenn ich Gott wäre, dann hätte ich denen was erzählt. Dann hätte ich keinen Bock mehr auf sie gehabt. Dann hätte ich sie sich selbst überlassen. So ein unfaires Volk!

Hm, und doch bin ich selbst manchmal auch so drauf …

Die Israeliten haben gesagt: Gott, DU bist nicht mehr das Wichtigste in meinem Leben! Die Nummer 1 ist jetzt Saul. Wisst ihr, mir passiert das auch immer wieder, dass ich was anderes wichtiger finde als Gott. Was das ist? Ganz unterschiedlich. Meistens merke ich es daran, wie viel Geld und Zeit ich mir für etwas nehme und auf wessen Meinung ich höre, z. B.: Zocken, Freunde, Süßigkeiten, YouTuber, …

Alles ist mir wichtiger als Jesus.

Wie ist das bei euch so? Was ist für euch das Wichtigste in eurem Leben? Womit verbringt ihr am meisten Zeit? Wofür gebt ihr euer Geld aus?

Was denkt ihr, wie Gott das findet?

Achtung: Achtet darauf, dass ihr eine offene Gesprächsatmosphäre habt und nicht den erhobenen Zeigefinger. Die Kinder sollen selbst überlegen, wo sie in ihrem Leben Jesus nicht mehr als Nummer 1 haben. Überlegt mit ihnen, wie ihr euch gegenseitig unterstützen könnt, Jesus auf dem 1. Platz zu behalten.

Eine Hilfe, um ins Gespräch zu kommen, können z. B. Bilder aus Zeitschriften sein. Im Anschluss könnt ihr mit den Bildern eine Collage gestalten. Erst eine mit Bildern, die euch von Gott abhalten und seinen Platz als Nummer 1 einnehmen wollen. Danach noch eine, wie ihr Gott als Nummer 1 halten könnt.

Die andere Idee

Nachrichten-Reporter berichtet von Krönungszeremonie Sauls

(Besser für Starter geeignet) Meine Damen und Herren, hier bin ich wieder: live aus Gilgal, wo Israels erster König gekrönt wird. Endlich haben auch wir Israeliten einen starken Beschützer! Einen Herrscher, auf den wir uns verlassen können. Einen oberen Chef, der gut aussieht und noch besser, der uns endlich vor allen Feinden retten kann.

Wie ist die Lage?

Aktuell redet Samuel, dieser alt gewordene Prophet, der nicht gemerkt hat, dass seine Zeit abgelaufen ist, seine letzten Worte. Unter uns gesagt: Es wird echt Zeit, dass der sich vom Acker macht! Gut, klar, natürlich! Er hat sich nie was zu Schulden kommen lassen. Gerade eben hat er noch gefragt: „Gibt es irgendjemand von euch, dem ich Unrecht getan habe? Irgendjemand, an dem ich schuldig geworden bin?“ Niemand – wirklich niemand – hat sich gemeldet. Was für ein Typ. Der hat uns echt vorwärtsgebracht in unserem Land. Aber jetzt ist es auch echt vorbei.

War ja klar, jetzt redet er wieder davon, dass Gott uns doch immer beschützt hat und dass er einen König blöd findet. Pff! Soll sich nicht so aufführen. Schließlich war es doch Saul, der uns vor den Ammonitern gerettet hat. Nicht Gott! Ich brauche keinen komischen Gott, den ich nicht sehen kann und der mich nicht rettet! Ich brauche einen starken und mächtigen König! Bla, bla. Klar, Gott sei unser König! Nix gibt’s. Den sehe ich nicht und von den Ammonitern hat er uns auch nicht gerettet! Saul war das! Boa, wird echt Zeit, dass der jetzt langsam aufhört zu reden.

Häh? Was erzählt er da? „Weil ihr nicht auf Gott gehört habt, wird es jetzt mitten in der Trockenzeit donnern und regnen!“

Also wirklich! Wovon träumt der denn nachts? Das ist doch total … [Reporter erschrickt]

Krass, was war das?

Das ist nicht möglich! Meine Damen und Herren, ich würde es nicht glauben, wenn ich nicht da wäre. Es donnert. Es regnet. Samuel hatte doch recht! Oh Gott! Verlass uns nicht! Du bist tatsächlich stärker und größer als unser König! Du hast ihm die Kraft gegeben!

Gott vergebe mir! Hilf uns!

Ja, wir wollen einen König, aber Gott, du bist noch größer, als der König!

Der Text gelebt

Wiederholung

Wiederholt, dass Samuel es geschafft hat, dass Gott bei ihm immer die Nummer 1 blieb. Damit steht er ganz im Gegensatz zum Volk Israel.

Gespräch

Samuel hat Gott immer als Nummer 1 gehabt. Cool, dass er das geschafft hat. Was denkst du, warum hat er das geschafft? Was fällt dir an Samuels Charakter auf? Was beeindruckt dich besonders? Warum?

Wo kann Samuel dir da zum Vorbild werden? Was musst du tun, damit Gott bei dir die Nummer 1 wird / bleibt?

Merkvers

Nur fürchtet den Herrn und dient ihm treu von ganzem Herzen; denn seht doch, wie große Dinge er an euch getan hat.

1. Samuel 12,24 Luther17

Unter Rätselhaftes ist ein passendes Rätsel zum Merkvers.

Wenn die Jungscharler das Rätsel gelöst haben, sagen sie noch einmal den Vers.

Gebet

Starter

Ermutigt die Kinder, einen Schritt auf Gott zuzumachen und ihn als König in ihrem Leben anzuerkennen. Wenn ihr wollt, könnt ihr mit den Kindern, die bereit dazu sind, ein Übergabegebet sprechen. Das kann z. B. so gehen: Lieber Gott, ich freue mich, dass du mich total lieb hast! Danke, Jesus, dass du mir meine Schuld vergibst. Ich möchte, dass du der König in meinem Leben bist. Mit dir möchte ich durchs Leben gehen und dein Freund sein. Ich will mit dir reden und die Bibel lesen. Danke, dass du immer bei mir bist. Amen.

Hinweis: Denkt daran, dass ihr den Kindern dann erklärt, wie Christsein im Alltag aussehen kann und dass sie das bei euch in der Jungschar lernen können.

Checker

In kleinen vertrauten Runden erzählt man sich gegenseitig, an welcher Stelle man Jesus neu als Nummer 1 braucht, wo eine Neuausrichtung nötig ist. Erzählt auch von euren eigenen Situationen, wo ihr als Mitarbeiter Jesus wieder auf die Nummer 1 setzen wollt.

Betet anschließend füreinander. Achtet dabei bitte darauf, dass für alle genannten Anliegen gebetet wird, z. B. kann man immer für seinen rechten Nachbarn beten.

Das Gebet kann als Gebetsrakete gestaltet werden. Dazu stehen alle im Kreis. Jeder, der gebetet hat, legt seine Hand in die Mitte. Am Ende sind alle Hände in der Mitte. Mit einem lauten und gemeinsamen Amen wird die Gebetsrakete zu Gott abgeschickt. Dabei fliegen die Hände nach oben, als wenn eine Rakete starten würde.

Kreatives

Starter

Aus selbsttrocknendem Ton wird eine Krone gestaltet. Auf diese Krone wird eingeritzt: Gott ist mein König! Oder Gott ist meine #1!

Checker

Überlegt gemeinsam, was ein kleiner Erinnerungsstein für den Alltag sein könnte, der euch daran erinnert, Jesus immer wieder auf die Nummer 1 zu setzen. Das kann z. B. eine kleine gebastelte Krone im Schul-Mäppchen sein.

Spielerisches

Die Gegenstände, die bei der Hinführung „Was bist du bereit zu geben, um … zu bekommen?“ verwendet wurden, können hier noch einmal eingesetzt werden. Dazu 2 Ideen:

  • Bringt eine Playstation mit und spielt ein Spiel, das die Jungscharler gern spielen.
  • Nehmt den Ball und spielt Fußball, vielleicht heute einmal auf eine besondere Art und Weise. Siamesischer Fußball: Das Spiel wird wie ein normales Fußballspiel gespielt, nur dass immer zwei Spieler einer Mannschaft mit jeweils einem Bein zusammengebunden sind.

Rätselhaftes

Die Kinder bekommen ein Arbeitsblatt mit dem Rätsel zum Merkvers.

(T)extras

Lieder

Gott ist stark (Daniel Kallauch)

Besonders für Starter: Vollgas mit Jesus (Text, Akkorde & Hörprobe auf www.kimife.de)

Besonders für Checker: Weltveränderer (Text, Noten, Akkorde & Hörprobe auf www.kimife.de)

Video

Für große Checker-Jungscharler bietet sich evtl. das YouTube-Video „Das ist mein König“ an: https://www.youtube.com/watch?v=10O03laNWCQ

Spielerisches

Balltransport

Es wird eine Hindernisstrecke aufgebaut, durch die der Ball mit dem Fuß gespielt werden muss. Hier können zwei Mannschaften als Staffel gegeneinander antreten oder die Zeit eines jeden Teilnehmers wird gestoppt.

Balltransport am Körper

Für dieses Spiel benötigen wir drei Fußbälle. Je ein Ball wird unter die beiden Arme geklemmt und ein dritter zwischen die Knie. Nun muss mit diesen drei Bällen am Körper eine bestimmt Strecke gegangen werden. Auch diese Runde kann als Staffel oder auf Zeit gespielt werden.

Tischfußball

Zwei Mannschaften stehen sich am Rand einer Tischtennisplatte oder eines großen Tisches gegenüber. Nun wird in die Mitte ein Ball eingeworfen und die Spieler müssen versuchen, den Ball durch pusten auf der gegenüberliegenden Seite herunterfallen zu lassen. Dabei darf die Platte nicht mit dem Körper berührt werden.

Psalmen sind Gebete, Lieder oder Gedichte der Bibel, mit denen die Verfasser ihre Ängste, Sorgen, Klagen oder Bitten, aber auch ihr Vertrauen, ihre Freude, ihr Lob und ihren Dank gegenüber Gott zum Ausdruck brachten. In den bildhaften Texten erfährt man etwas über die Gedanken und Gefühle der Schreiber, aber auch etwas über Gott bzw. sein Wesen (z. B. Gott ist wie ein Fels, Gott beschützt uns wie ein Schirm, Gott ist wie ein Hirte). Darüber hinaus haben die Menschen in den Psalmen schon immer Worte gefunden, die sie in den verschiedensten Lebens- und Gefühlslagen angesprochen und ermutigt haben. Schon Kinder können durch den Umgang mit Psalmen dazu angeregt werden, eigene Erfahrungen und Gefühle zu versprachlichen, sowie mit Gott in Beziehung zu treten. Für die Jungschar eignen sich verschiedene Möglichkeiten der kreativen Auseinandersetzung mit Psalmen. Diese kann man miteinander kombinieren bzw. gleichzeitig anbieten, so dass die Kinder zwischen verschiedenen Aufgaben frei wählen können.

Ausgangspunkt: Einzelne Psalmverse

Die Jungscharkinder suchen sich aus einem Angebot mehrerer Psalmworte den Vers aus, der am besten zu ihrer jeweiligen Gefühlslage passt bzw. der eine besondere Bedeutung für sie hat. Diesen gestalten sie dann auf kreative Art und Weise. Falls sie mehrere Gestaltungsformen ausprobieren, dürfen sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin von ihrem ursprünglich ausgewählten Psalmvers ausgehen oder sich jeweils für ein anderes Psalmwort entscheiden. Deshalb ist es sinnvoll, genügend Kopien der Verse (entsprechend der Teilnehmerzahl) bereitzuhalten. Vor dem Beginn der kreativen Arbeit sollte man die Kinder darauf hinweisen, dass sie bei den einzelnen Aufgaben am besten immer wieder an ihre „innere Vorstellung“ denken – also an das Bild, das in ihnen entsteht, wenn sie an ihr Psalmwort denken.

Tonfigur formen

Aus Ton, Knete oder selbsthärtender Modelliermasse wird eine Figur geformt, die zum Psalmwort passt.
Hinweis: Ton ist nach dem Trocknen sehr bruchanfällig, wenn er nicht gebrannt wird.

Bild malen

Zum Psalmwort wird ein Bild nach eigener Vorstellung gemalt.

Glasdruck herstellen

Die Kinder überlegen, welche Farben gut zu ihrem Psalmvers passen. Mit diesen Farben malen sie einige Striche oder Tupfer auf die Glasplatte. Auch dabei denken sie an ihr inneres Bild. Nun wird ein Blatt Papier auf die Glasplatte gelegt und glattgestrichen. Anschließend zieht man es behutsam ab und lässt es trocknen.

Standbild bauen

Zum ausgewählten Psalmvers wird eine passende Körperhaltung eingenommen. Alternativ kann hierzu auch eine Egli-Figur verwendet werden. Das Standbild wird mit einer Kamera fotografiert. Beim Einsatz einer Digitalkamera können die einzelnen Standbilder mit Hilfe eines USB-Kabels auf einen Laptop übertragen und so (in der Vorstellungsphase) für alle sichtbar gemacht werden.

Bodenbild legen

Mit den Legematerialien soll ein Bodenbild zum Psalmwort gelegt und anschließend fotografiert werden. Beim Einsatz einer Digitalkamera können die Bilder mit Hilfe eines USB-Kabels auf einen Laptop übertragen und so (in der Vorstellungsphase) für alle sichtbar gemacht werden.

Psalmvers vertonen

Zu einzelnen Wörtern oder Satzteilen des Psalmverses werden jeweils passende Klänge gesucht. Um den anderen später seine „Psalmmusik“ präsentieren zu können, ist es ratsam, sich kurze Erinnerungshilfen aufzuschreiben
(z. B. Wort / Satzteil – Instrument).

Schmuckblatt gestalten

Der ausgewählte Psalmvers wird in möglichst sauberer Schrift in die Mitte eines weißen Papiers geschrieben. Anschließend soll das Blatt nach eigener Vorstellung mit verschiedenen Materialien „ausgeschmückt“ werden.

Eigene Psalmverse schreiben

Angeregt durch die angebotenen Psalmverse bzw. durch das selbst ausgesuchte Psalmwort schreiben die Kinder mindestens einen eigenen Psalmsatz. Dieser kann Angst, Trauer, Sorge, Klage, Bitte, Lob, Freude, Dank und/oder Vertrauen zum Inhalt haben. Wer möchte, darf auch einen ganz kleinen Psalm selbst erfinden.

Vorschläge für einzelne Psalmverse:

Psalm 18,3; Psalm 18,30b; Psalm 22,7.12/13+14/15+16/20; Psalm 23,1; Psalm 27,1; Psalm 31,13b, Psalm 31,16a; Psalm 62,2+3; Psalm 63,7; Psalm 63,9; Psalm 69,2+3; Psalm 73,23; Psalm 77,2+3; Psalm 84,12a; Psalm 91,1; Psalm 91,11+12; Psalm 104,1; Psalm 106,1; Psalm 108,5; Psalm 119,105; Psalm 139, 3; Psalm 139,5; Psalm 145,14

Ausgangspunkt ganzer Psalm

Grundlage für die kreative Auseinandersetzung ist ein kompletter Psalm oder der Ausschnitt eines Psalms in neuerer Übersetzung, z. B. Psalm 23, Psalm 91 oder Psalm 139,1-18. Die meisten der Angebote für einzelne Psalmverse eignen sich auch für die Arbeit mit ganzen Psalmen, vor allem wenn sich die Kinder nur mit einem oder mit wenigen Versen bzw. inneren Bildern des jeweiligen Psalms kreativ auseinandersetzen sollen. Wird mit mehreren zusammenhängenden Psalmversen bzw. ganzen Psalmen gearbeitet, bieten sich außerdem noch spezielle Gestaltungsformen an:

Szenisches Spiel

In Kleingruppen erfinden die Jungscharkinder einzelne Spielszenen zu einem Psalm und stellen sich diese anschließend gegenseitig vor. Dabei kann ein Gruppenmitglied den Psalmtext vorlesen, während die anderen die Szenen spielen. Alternativ können statt Spielszenen auch Gesten/Bewegungen zum Psalm erfunden werden.

Psalm übersetzen

In kleinen Gruppen versuchen die Kinder, einen Psalm in ihre eigene Sprache zu übersetzen. Im Voraus sollte man ihnen einige Beispiele geben (z. B. „Gott ist mein Hirte“ könnte heißen, dass Gott immer auf mich aufpasst …).

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu Samuel und Saul aus JUMAT 4/18. Sie beginnt mit den Geschichten aus der Kindheit von Samuel und endet damit, dass Saul König wird und Samuel sein Amt niederlegt. Weitere Abschnitte, in denen Saul eine Rolle spielt, sind in der Themenreihe David enthalten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Zu Besuch in der Tonwerkstatt Gottes

1. Vorbemerkungen

In der Teenagerzeit sind die Teens gefordert, ihre eigene Identität zu erkennen, sich selbst zu gestalten, an sich zu arbeiten und sich formen zu lassen. Vieles formt unser Leben. Allen voran die Kernfamilie. Aber auch Freunde, die Schule, Umstände, Fernsehen und unsere Sichtweise der Welt.

Nimm dir als Mitarbeiter an dieser Stelle kurz Zeit und überlege dir: Was hat dein Leben geformt? Wie formte Gott bisher dein Leben?

2. Zielgedanke

Die Teenager sollen durch diesen Stundenentwurf verstehen, dass sie in den Händen Gottes zu einzigartigen und außergewöhnlichen Menschen werden.

Vorbereitung und Raumgestaltung

Suche dir im Vorfeld unterschiedliche Tongefäße aus deinem Freundeskreis oder Familienumfeld und stelle sie in eurem Jugendraum auf. Das können Tassen, Teller, Krüge oder dergleichen sein. Wichtig ist, dass die Gefäße unterschiedlich sind und nicht alle gleich aussehen. Organisiere außerdem noch eine Packung Ton. Die bekommst du im Baumarkt, in einem Bastelgeschäft oder übers Internet. Stelle die Packung Ton mitten in den Raum und vergiss nicht eine Plastikplane darunterzulegen.

4. Einstieg

Nachdem du die Teens begrüßt hast, erkläre ihnen kurz, dass die Töpferei eines der ältesten Handwerke der Menschheitsgeschichte ist. Im Laufe der letzten Jahrhunderte haben die Menschen gelernt, eine große Vielfalt an Gefäßen und anderen Gegenständen aus Ton zu schaffen. Schaut zusammen die Dokumentation zum Thema Töpfern an.

5. Hauptteil

In der Bibel wird die Arbeit eines Töpfers mit Gottes Umgang mit uns Menschen verglichen. Wie auch ein Tongefäß vom Töpfer erschaffen wurde, so hat Gott den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen (vgl.: 1. Mose 1,26; 2,7). Auch Jesaja verwendet dieses Bild: „Trotzdem bist du unser Vater, Jahwe! Du bist der Töpfer, wir sind der Ton; wir alle sind Gefäße deiner Hand“ (Jes 64,7). Darüber hinaus kann man an verschiedenen anderen Stellen der Bibel diesen Vergleich finden (vgl. Jer 18,1-6; Röm 9,21-23).

Bibeltext

Teile nun die Teenager in Gruppen ein und gib jeder Gruppe eine der folgenden Bibelstellen: Jeremia 18,1-6 und Römer 9,21-23.

Auf einem Zettel druckst du folgende Fragen aus, die von den Teens beantwortet werden sollen. Am besten du kündigst schon mal an, dass die Ergebnisse später in der Gruppe vorgestellt werden.

  1. Was wird über den Töpfer und den Ton gesagt?
  2. Kannst du dem zustimmen? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
  3. Was können wir durch das Bild des Töpfers über unsere Beziehung zu Gott lernen?

Lass sie anschließend erzählen, was sie in ihren Gruppen herausgefunden haben. Versuche das Gespräch zu lenken, indem du Argumente hervorhebst und gewonnene Erkenntnisse formulierst. Außerdem solltest du gelegentlich etwas provozieren, deine Zustimmungen zu den Aussagen geben oder Einspruch einlegen. Wichtig ist es auch, die Teens immer wieder zum Wesentlichen zurückzuführen. Folgende Erkenntnisse kann man aus dem Text ziehen:

  • Es ist ein Unterschied zwischen Gott und Mensch – Schöpfer und Geschöpf. Der Töpfer ist dem Ton überlegen und formt den Ton, nicht umgekehrt.
  • Es wird Gottes Macht und Freiheit in seinem Umgang mit dem Menschen sichtbar.
  • Durch die Zerbrechlichkeit des Tongeschirrs wird die Vergänglichkeit, Begrenztheit oder Bedeutungslosigkeit des Menschen deutlich.

Lass es lebendig werden!

Jeder Teenager bekommt ein Stück Ton. Die Aufgabe lautet: „Forme ein Gefäß, das dir gefällt und etwas von deiner Persönlichkeit zum Ausdruck bringt.“ Wenn alle fertig sind, darf jeder der möchte sein Kunstwerk vorstellen und seine besonderen Eigenschaften erklären. Reflektiere nun gemeinsam mit den Teens den Praxisteil. Folgende Fragen können dir dabei helfen:

  • Ist dein Kunstwerk so geworden, wie du es dir vorgestellt hast?
  • Hat alles so geklappt, wie du es wolltest?
  • Wie gefällt dir dein Kunstwerk und warum?

Vertiefung

Das Bild des Töpferns hat etwas Prozesshaftes an sich. Wenn ein Töpfer den Ton formt, dann braucht das Zeit. Es ist eine schmutzige Arbeit und zu Beginn sieht man nicht gleich, was einmal aus dem Stück Ton werden soll. Es geht also um Zeit, Kunst, Formgebung, Entwicklung, Veränderung und Gestalt Geben.

Kennen wir das nicht auch aus unserem eigenen Leben? Nehmen wir in den frühen Jahren unseres Lebens nicht auch Gestalt an und werden charakterlich grundlegend geformt?

Übertragen auf unser Leben: Gott will in unserem Leben derjenige sein, der uns in „Form bringt“. Und zwar in die Form, die er sich vorstellt und vor Augen hat. Erkläre den Teenagern, dass Gott aus ihrem Leben viel mehr machen kann, als sie jetzt im Moment vielleicht erkennen können.

An dieser Stelle wäre es genial, wenn du ihnen eine Geschichte aus deinem Leben erzählst, in der du persönlich von Gott geformt wurdest. In welchem Bereich hat Gott dich verändert und auf welche Art und Weise?

Erinnere die Teens an die Stärke des Töpfers im Video. Die schmutzigen aber geübten Hände, die genau wussten, was sie taten, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Erinnere sie an den weichen Ton, aus dem etwas Wunderschönes und Einzigartiges hervorgekommen ist. Mache ihnen deutlich: Es geht darum, dass wir genauso weich und flexibel sind wie der Ton. Es geht darum, genau dort zu sein, wo Gott uns gern haben möchte. Nämlich bei ihm, im „Hause des Töpfers“, auf seiner Drehscheibe. Frage sie, was es ihrer Meinung nach bedeutet, „weich und flexibel“ zu sein.

In seinem ersten Brief gibt Petrus folgenden guten Rat: „Demütigt euch deshalb unter Gottes mächtige Hand, dann wird er euch auch zur richtigen Zeit erhöhen. Und werft in Demut alle eure Sorgen auf ihn, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft“ (1.Ptr 5,6.7).

Bekommt Gott ein freies Bestimmungsrecht über uns? Sind wir willig und können wir hören, was er uns sagen will?

Das Töpfern ist kein mechanischer Vorgang, sondern der Töpfer formt das Material mit seinen Händen. Es liegt ein großer Trost darin zu wissen, dass wir in unserem Entwicklungsprozess in seinen Händen sind. Spreche den Teens zu: Gott gibt dich nicht auf, wenn du dich ihm widersetzt und du wie ein Gefäß kaputtgehst. Vielleicht bist du nicht zufrieden, wie Gott dich gemacht hat und wärst gern wie jemand anderes. Hör auf so zu denken! Gott hat dich einzigartig gemacht. Es geht nicht darum, so zu werden wie alle anderen, sondern zu demjenigen, den Gott vor Augen hat. Ziehe nun eine Parallele zu den Kunstwerken, die die Teilnehmer vorher selbst geformt haben. Zeige ihnen, dass jedes anders aussieht. Mache ihnen klar: In jedem Kunstwerk kann man die eigene Kreativität, Liebe und Arbeit des Töpfers sehen. Ermutige sie: Gib Gott die Möglichkeit, dich zu formen, wie er es möchte! Es wird etwas Geniales dabei rauskommen, denn er ist immer noch am Werk!

6. Abschluss

Betet am Schluss gemeinsam und dankt Gott dafür, was er schon vollbracht hat und noch schaffen wird. Ihre Kunstwerke dürfen die Teens selbstverständlich mit nach Hause nehmen.

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