Happy Birthday, Kirche

… 2000 Jahre alt, viele Narben und Macken, und doch noch lebendig

1. Vorbemerkungen

„Gemeinde“ und „Kirche“, das ist für manche fremd – ein Gebäude. Assoziationen von Teenagern sind oft „alt, verstaubt, kalte Räume, fremd o. Ä“. Die Menschen, die zu Jesus gehören, mit ihm unterwegs sind, bilden die Gemeinde. Das ist aber für den einen oder anderen auch eine komische Vorstellung: „Jesus ist okay, aber die Leute, die zu Jesus gehören!?“ – „Gott ist okay – aber sein Bodenpersonal!?“ – „Jesus verkündigte das Reich Gottes – und gekommen ist die Kirche.“ Beliebt oder verhasst, manchmal auch einfach fremd für junge Menschen. Keiner, der Jesus gehört, kommt darum herum, sich mit Gemeinde/Kirche auseinanderzusetzen, wenn sie kein Kuschelklub oder Verein von Gleichgesinnten sein soll. Pfingsten ist die Geburtsstunde von Kirche. Seitdem existiert sie.

2. Zielgedanke

Sich vom Feuer der Begeisterung für Gemeinde/Kirche anfachen lassen, statt dem Löschzug der Langeweile nachzutrotten – und zwar auf Grundlage von drei zentralen Aussagen: Gemeinde ist stark. Sie ist von Gott eingerichtet. Wenn du zu Jesus gehörst, gehörst du zu ihr. Das sind gute Gründe zum Feiern!

3. Einführung incl. Exegese

Wenn ich das 2. Kapitel der Apostelgeschichte lese und dieses Kapitel danach befrage, was es zur „Gemeinde“ oder „Kirche“ sagt, formuliere ich folgende Sätze:

  • Gemeinde ist eine Schöpfung des Heiligen Geistes.
  • Gemeinde entsteht, wo das Evangelium von Jesus Christus gepredigt wird.
  • Gemeinde entsteht, wo Menschen auf diese Predigt reagieren und Jesus Christus ganz vertrauen und sich taufen lassen.
  • Gemeinde lebt in der Welt und ist gleichzeitig nicht von dieser Welt.
  • Gemeinde baut auf Tradition der apostolischen Lehre auf.
  • Gemeinde ist Gemeinschaft.
  • Gemeinde feiert Jesu Opfer im Mahl.
  • Gemeinde feiert ganz normale Tischgemeinschaft.
  • Gemeinde erlebt Zeichen und Wunder.
  • Gemeinde besitzt alles gemeinsam.
  • Gemeinde lobt Gott.
  • Gemeinde wächst täglich.

Aber Achtung: Die Apostelgeschichte ist eine Beschreibung von dem, was damals passierte. Sie ist ein Bericht von dem, was der Heilige Geist damals tat und wie Gemeinde entstand. Was wir heute daraus folgern, muss mit dem Gesamtzeugnis der Bibel und insbesondere dem Neuen Testament entwickelt werden.

4. Einstieg

Vervollständige den Satz:

  • „Kirche/Gemeinde erlebe ich da, wo …“
  • „Kirche/Gemeinde müsste viel mehr …“
  • „Kirche/Gemeinde kann man vergleichen mit …“

Idee: Plakate mit den drei Satzanfängen erstellen und die Möglichkeit geben, die Sätze mit Edding zu vervollständigen.

5. Hauptteil

Bibel lesen: Lest gemeinsam Apostelgeschichte 2, 37-47

  • Frage 1: Was sind deiner Meinung nach die „Kennzeichen von Kirche“ (auf Karteikarten sammeln lassen)

Die Teilnehmer bekommen rote und grüne Klebepunkte.

  • Frage 2: Welche Kennzeichen sind dir besonders wichtig (grün)? Auf welche könntest du auch verzichten (rot)? Danach Austausch zu den Aussagen.
  • Frage 3: Gibt es Dinge, die für euch zur Gemeinde gehören und die in Apostelgeschichte 2 gar nicht stehen? Wie kommt ihr drauf? Gibt es dafür andere biblische Belege?

In der Kirchengeschichte wurde immer wieder über die sogenannten „Kennzeichen der Kirche“ gestritten. Was gehört zwingend dazu, was nicht?

Noch heute gibt es einige Unterschiede im Verständnis, was zu Kirche gehört, und jede Denomination ist da etwas anders aufgestellt. Es gibt aber einiges, was Christen aus ganz unterschiedlichen Richtungen und Prägungen verbindet:

  • Verkündigung des Evangeliums
  • Anbetung durch Lieder und Gebete
  • Abendmahl und Taufe
  • Der Glaube an Jesus Christus

Dieser Glaube ist durch den Heiligen Geist hervorgerufen und eine Antwort auf das Evangelium. Was nützt die Verkündigung, wenn keiner glaubt? Ohne Glaube gibt es keine Gemeinde Jesu. Der Glaube ist auch der Schlüssel zu Abendmahl und Taufe. Glaube hat Jesus und sein Wort zum Inhalt und Glaube ist konkretes Vertrauen in die Person Jesus.

Immer wieder umstritten war und ist die „Gemeinschaft der Güter“ (Apg 2,45). Alle Versuche, dieses Ideal 100% für alle Christen umzusetzen, sind letztlich gescheitert. Andererseits blieb die Vorstellung der Gütergemeinschaft immer verlockend, weil Nachfolger Jesu dadurch wirklich frei wären von den materiellen Zwängen, denen auch sie ausgesetzt sind.

Frage:

  • Wenn man es nicht genauso macht, was könnte heute eine bedeutsame Konsequenz aus dem Text sein?
  • Wo kann man etwas gemeinsam haben mit anderen Menschen, mit Glaubensgeschwistern, weltweit?
  • Was wäre ein Zeichen echter Freiheit vom Materiellen?
  • Gibt es in unserer Gemeinde eine Möglichkeit, über unseren Tellerrand zu blicken und von uns etwas weiterzugeben?

Überraschung: Ein Mitarbeiter bringt eine Torte in den Raum, die gemeinsam mit allen geteilt wird.

Bei einem Geburtstag feiern wir die Person, die geboren ist, wir feiern ihr Leben und wünschen ihr alles Gute. An Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche und noch mehr den, der sie ins Leben rief, Gott selbst. Was schätzt du an deiner Gemeinde? Was gefällt dir besonders gut? (Austausch während des Essens)

6. Abschluss

Kirche bleibt das spannendste Projekt auf der Erde. Sie braucht ihr Zentrum in Jesus und sie braucht dich. Deine Gedanken, dein Mitmachen, dein Dabeisein und Dabeibleiben. Ja, auch dein Mitleiden, wenn etwas nicht gut läuft! Lass dich immer wieder anstecken vom Feuer der Begeisterung, dabei sein zu können, statt dem Löschzug der Langeweile nachzutrotten.

Zum Schluss könnt ihr für eure Gemeinde beten, zum Beispiel mit dem Lichtergebet. Jeder bekommt ein Teelicht und kann eine Bitte aussprechen und danach sein Licht anzünden. Gemeinsam könnt ihr Anliegen zu Gott bringen und ihn bitten, dass er selbst seine Gemeinde am Leben hält und ihr immer wieder gute neue Ideen, Freude und Durchhaltevermögen gibt.

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