Der wichtigste Termin in deinem Leben! Er wird alles verändern.
Zeit mit Jesus verändert alles.
Der Schreiber des Markusevangeliums wendet sich an die nicht jüdischen Menschen seiner Zeit. Es ist das kürzeste Evangelium. Zweimal finden wir einen detaillierten Tagesablauf, einmal ganz am Anfang und einmal am Ende. Kapernaum war eine Stadt mit vielen Bewohnern verschiedener Nationalitäten, unter anderem wohnten hier auch römische Soldaten. Deshalb erreichte Jesus hier nicht nur Juden, sondern auch die nicht jüdische Bevölkerung. Einige seiner Jünger sind hier zuhause. Jesus besuchte diesen Ort oft und immer wieder tat er dort Wunder. Trotzdem glaubten die Leute nicht an ihn. Einmal zählte er die Städte auf, die er oft besuchte. Dabei war auch Kapernaum. Er wirft ihnen vor, dass sie ihm nicht geglaubt haben. Ganz am Anfang einer Wanderzeit besucht er mit vier seiner Jünger die Stadt. Es ist Sabbat und Jesus geht in die Synagoge. Hier war der Treffpunkt der jüdischen Gemeinde, es wurde Gottesdienst gehalten. Am Sabbat hörten die Männer dem Rabbi zu, er las aus der Schriftrolle vor und erklärte den Text. Jeder erwachsene jüdische Mann, der sich in der Schrift auskannte, konnte aufgefordert werden aus der Schriftrolle vorzulesen und sie zu erklären. Jesus wartet auf keine Aufforderung, sondern er nimmt die Schriftrolle und lehrt. Die Menschen sind erstaunt über das, was er sagt. Hier begegneten sie einem Mann, der ganz anders auftrat und redete, als sie es gewohnt waren. Jesus trifft hier auf einen Menschen, der von einem bösen Geist besessen war. Er wusste, dass Jesus Gottes Sohn ist und sagt es auch öffentlich. Jesus befahl dem bösen Geist, den Menschen in Ruhe zu lassen. Die Besucher in der Synagoge waren erstaunt über die Macht, die Jesus hatte. Anschließend geht Jesus direkt zu Petrus nach Hause. Hier liegt seine Schwiegermutter krank im Bett. Obwohl Petrus Jesus noch nicht so lange kennt, vertraut er ihm. Jesus machte sie gesund. Weil die Menschen am Sabbat nicht Reisen durften, kamen sie erst am Abend, dem Beginn des neuen Tages, zu Jesus und brachten ihm ihre Kranken. In all dem Trubel nimmt sich Jesus aber auch die Zeit, um mit seinem Vater zu sprechen. Er geht noch in der Nacht an einen einsamen Ort, um zu beten.
„Keine Zeit,“ wie oft sagen wir das zu anderen? Die Arbeit, dazu die Herausforderungen zuhause, das bringt auch uns manchmal an die Grenzen. Der Text zeigt uns einen ganz normalen Tag von Jesus. Überrascht es mich denn, dass er genauso voll ist wie mein Tag?
Aber dann stellt sich bei mir doch die Frage, wie bekommt er das hin? Es wäre einfach und sicher falsch zu sagen, er ist eben Gottes Sohn. Er zeigt es uns im letzten Teil des Textes. Er spricht mit seinem Vater und tankt hier auf. Trotz aller Arbeit nimmt er sich Zeit zu Gesprächen mit Gott.
Der Terminkalender ist voll, das ist auch bei den Kindern oft so. Schule, lernen, Hausaufgaben, Sportverein oder Musikschule und dann noch die Verabredung mit einem Freund/einer Freundin. Wo passt da Gott rein und muss das überhaupt sein?
Wenn die Jungscharler eine Einladung bekommen, heißt es oft „keine Zeit.“ Die Antwort von mir „Keine Zeit – ich kenn das auch“, kann aber auch die Brücke zu einem Gespräch sein. Hier können wir ihnen zeigen, dass es bei aller Unruhe einen Platz gibt, wo es Ruhe gibt für den wichtigsten Termin ihres Lebens. Wir können ihnen Jesus zeigen, der immer zuhört und immer Zeit hat und ihr Leben komplett verändern kann.
Was hat eine Tankstelle mit der Stillen Zeit zu tun? Auf den ersten Blick sicher nicht viel. Wenn sie genauer hinsehen, werden sie aber merken, dass der Vergleich passt. Auftanken können, wachsen im Leben mit Jesus und das trotz vollem Terminkalender. Hier können sie ihren vollen Terminkalender mit Jesus durchsprechen und zur Ruhe kommen. Oft ist niemand da, der ihnen zuhört, aber hier begegnen sie jemandem, der immer zuhört und Zeit hat. Die Jungscharler sollen lernen, diese Zeit nicht als eine Verpflichtung zu betrachten, sondern als ein Geschenk.
Wir bringen ein sehr schön verpacktes Geschenk mit. Schon von außen sieht man, dass etwas Wertvolles eingepackt ist. Im Paket sind einzelne Buchstaben, die zusammengesetzt das Wort Zeit ergeben. Vielleicht kann man sie noch verzieren. Sie sehen auf jeden Fall wertvoll aus. Was denkt ihr, ist in diesem Paket drin? Es ist sicher etwas sehr Wertvolles. Wir lassen die Kinder raten. Auf vorbereiteten Zetteln steht zum Beispiel: Sehr wertvoll, steht nicht immer zur Verfügung, habe ich nicht, sie verfliegt. Man kann sie nicht aufhalten, sie hinterlässt Spuren usw. Dann wird das Paket ausgepackt und zusammengesetzt.
Die Jungscharler sollen ganz spontan eine Antwort auf die Frage nach ihrer Erfahrung mit der Zeit geben.
Wir bringen ein Plakat mit einem großen aufgemalten Zifferblatt mit. Auf 12 Segmente schreiben wir verschiedene Vorschläge: Schule, Spielen, essen, usw. Gemeinsam überlegen wir uns, wie wir unsere Zeit einteilen können. Was ist wichtig und gehört zu unserem Tagesablauf? Was können wir zusätzlich dazu einteilen? Das wird bei jedem etwas verschieden sein. Aber wir können es in Überbegriffen unterbringen. Was bleibt übrig oder was haben wir vergessen? Haben wir auch Zeit mit Gott eingeplant?
Wenn es einen großen Tisch gibt, kann das Bild auch hier aufgebaut werden. Die Figuren können während des Erzählens aus Plasteline geformt, oder bereits als fertige Figuren mitgebracht werden.
Die Kinder sitzen im Kreis um die Erzählplatte. Man sieht eine Landschaft, braune und grüne Tücher, eine Stadt mit ein paar Schachtelhäusern steht da. Ein Weg aus Pappkarton führt zur Synagoge (Haus mit einem S) von dort aus geht der Weg zum Haus von Petrus und dann aus der Stadt. Daneben liegt eine gebastelte Uhr mit beweglichen Zeigern. Nach jedem Ereignis wird der Zeiger weitergedreht. Die Kinder sehen wie die Zeit vergeht.
„Wo ist Jesus hingegangen?“ Suchend blickte Petrus um sich. „Er hatte sich doch wie alle anderen im Haus zum Schlafen hingelegt. Jetzt war er unauffindbar.“ Aufgeregt öffnete Petrus die Haustüre. Im ganzen Haus hatte er schon gesucht, doch nirgends war Jesus zu finden.
Petrus trat kopfschüttelnd vor die Tür, vielleicht war Jesus irgendwo hier draußen. Er machte sich auf die Suche. Es war noch sehr früh, der Mond stand noch am Himmel. Es war kühl und alles schlief noch. Auch die anderen waren wach geworden. Gemeinsam machten sie sich auf, um Jesus zu suchen. Fröstelnd gingen sie leise die Straße entlang. Nach diesem aufregenden Sabbat waren alle sehr spät schlafen gegangen. Petrus schmunzelte. Das hatten die Menschen in der kleinen Stadt Kapernaum nicht erwartet. Alle Männer waren wie gewohnt in die Synagoge zum Gottesdienst gegangen. Gemeinsam mit Jesus waren auch die Jünger dort. In der Synagoge nahm Jesus die Schriftrolle und las vor. Das war nichts Besonderes. An jedem Sabbat las jemand anderes.
Aber plötzlich rief jemand laut dazwischen: „Du bist Gottes Sohn“, sagte die Stimme. Ein Mann war aufgestanden und störte den Gottesdienst mit seinen Rufen. „Sei still und schweige und verlass diesen Menschen“, befahl der fremde Mann. Plötzlich wurde es totenstill, was würde geschehen? Der Mann stürzte zu Boden und dann war er ganz ruhig. So etwas hatten sie noch nicht erlebt. Was würde dieser fremde Mann jetzt tun? Jesus saß ruhig da und gab die Schriftrolle zurück. Aber dann fing er an, den Text zu erklären. Staunend hörten sie ihm zu. Noch nie hatte ihnen jemand die Heilige Schrift so erklärt. Es war, wie wenn dieser Fremde Gott persönlich kennen würde. Er erzählte so begeistert von Gott. Er strahlte eine Macht aus. Wer das wohl war? Manche flüsterten, das ist sicher dieser neue Wanderprediger. Er war schon am Jordan bei Johannes. Andere meinten, das ist Jesus, er soll der versprochene Messias sein. Aber ob das stimmt?
Überall standen nach dem Gottesdienst die Menschen und redeten miteinander. Petrus schüttelte den Kopf. Er war auch erstaunt, solange kannte er Jesus noch nicht. Aber das war noch nicht alles. Langsam machten sie sich auf den Weg zu Petrus nach Hause. Seine Schwiegermutter hatte bestimmt schon etwas gekocht. Petrus erinnerte sich genau an das komische Gefühl, als er das Haus betrat. Irgendetwas war nicht in Ordnung.
Es war so still und ruhig. Was war passiert? Er war schon einige Zeit weg gewesen, eigentlich sollten sich die Hausbewohner freuen. Aber da kam schon Mirjam, seine Frau, angelaufen. Sie sah traurig aus: „Was ist passiert?“ Fragend sah Petrus seine Frau an. Er war beunruhigt, irgendetwas stimmte nicht, niemand freute sich. Weinend erzählt Mirjam den Männern: „Meine Mutter ist krank. Sie hat hohes Fieber und es geht ihr nicht gut. Was sollen wir machen?“ Petrus sah Jesus fragend an. Konnte er ihn bitten seiner Schwiegermutter zu helfen? Zögernd bat er: „Kannst du ihr helfen?“ Jesus ging in das Zimmer der kranken Frau. Man sah ihr an, dass es ihr nicht gut ging. Sie hatte ein rotes Gesicht durch das Fieber. Aber was machte Jesus da? Er fasste ihre Hand an und plötzlich sah sie überhaupt nicht mehr krank aus. Sie setzte sich auf und streckte die Beine aus dem Bett, dann stand sie auf. Sie brauchte auch keine Zeit zur Erholung, sie machte sich sofort wieder an die Arbeit. Alle sahen sich verdutzt an, Jesus hatte die Frau gesund gemacht. Niemand würde denken, dass sie krank gewesen war. Fröhlich saßen alle beim Essen und feierten das Wunder.
An diesem Abend, als der Sabbat vorbei war, kamen viele Menschen zum Haus von Petrus. Während dem Sabbat durften sie keine Kranken zu ihm bringen. Aber jetzt kamen sie und warteten darauf, dass Jesus sie gesund machte. Trotz der späten Stunde hatte Jesus Zeit für jeden Menschen. Er schickte niemanden weg. Das war auch für Jesus ein anstrengender Tag gewesen. Eigentlich müsste er doch noch schlafen. Wo war er nur? Sie waren schon außerhalb der Stadt als sie ihn plötzlich entdeckten. Er saß an einer ruhigen Stelle und betete.
Ein Reporter ist unterwegs und trifft Menschen aus Kapernaum. Er stellt ihnen die Frage „Wie sieht es mit deiner Zeit aus? Hast du Zeit?“
Manche sagen zu ihm „Nein, keine Zeit. Dann trifft er aber zwei Menschen, die ihm von einem Mann erzählen, der immer Zeit hat. Einmal ist es eine Person aus der Synagoge und die Schwiegermutter von Petrus. Der Reporter wird neugierig und sie fangen an zu erzählen.
Viele farbige Holzstäbe oder Kugeln liegen in einem Stoffsäckchen. Jede Farbe passt zu einer vorher festgelegten Frage. Die Kinder dürfen eines herausholen, ohne die Farbe zusehen. Durch die Fragen wird die Geschichte von den Kindern nacherzählt.
Wir nehmen einen kleinen Stein, auf den wir das Wort Zeit geschrieben haben. Außerdem stellen wir eine große Schüssel Wasser auf. Stellt euch vor, dieser Stein steht für all die Zeit, die Jesus an diesem Tag mit den Menschen verbracht hat. Was passiert, wenn ich den Stein in die Wasserschüssel werfe? Die Kinder werden verschiedene Antworten geben. (Es gibt dazu auch ein Lied.)
Im Leben der Menschen hat die Zeit, die sie mit Jesus verbracht haben, viele solcher Kreise gezogen. Welchen Unterschied macht es in meinem Leben, wenn ich diesem Jesus so vertraue wie die Menschen damals in Kapernaum? Wenn Jesus mein Freund ist und ich Zeit mit ihm verbringe, dann wird das auch in meinem Leben Kreise ziehen. Und vielleicht entsteht dann auch ein neuer Kreis, der zeigt, wie du anderen etwas von deiner Zeit schenkst.
Wie sieht es zum Beispiel mit deiner Stillen Zeit aus? Jesus ging und betete, heißt es in unserer Geschichte. Wenn du mit Jesus redest, dann verändert sich etwas. Er hört dir zu und hilft dir.
Ich bin bei euch alle Zeit. Matthäus 28,20
Der Merkvers wird auf eine Folie geschrieben und auf einen Overheadprojektor gelegt. Der Rahmen eines Tangrames wird daraufgelegt. Jetzt wird immer mehr abgedeckt. Wer kann den Vers auch dann noch sagen?
Die Kinder bekommen einen Zettel und schreiben ein Gebetsanliegen auf. Wer möchte, schreibt auch einen Wunsch auf, was sich bei ihm verändern soll. Alles wird in einen Briefumschlag gesteckt und mit dem Namen beschriftet. Das nächste Mal darf man nachsehen, was sich verändert hat.
Aus der Geschichte wird ein Würfelspiel gebastelt. Dabei gibt es Stationen mit Fragen oder Aufgaben.
Stationen
Es können auch andere Aufgaben eingebaut werden.
Zeitspannen abschätzen:
Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt. Alle gehen durch einen Raum. Sobald die Kinder einer Gruppe denken, dass zwei Minuten vorbei sind, treffen sie sich auf ihrem Platz. Wenn alle Kinder einer Gruppe zusammen sind, rufen sie „Stopp“. Wer hat die Zeit am besten geschätzt?
Essen auf Zeit:
Eine Schnur wird durch den Raum gespannt. Daran werden Brezeln oder etwas Ähnliches aufgehängt. Jedes Kind stellt sich unter eine Brezel, die Hände sind auf dem Rücken. Auf los versuchen sie die Brezeln zu essen.
Hier gibt es verschiedene Rätsel zum Thema Zeit:
https://www.schulraetsel.de/raetsel_wortschatz-raetsel-thema-zeit_108216.html
Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2022. Es geht in sechs Lektionen um Geschichten von Jesus aus dem Markusevangelium:
Lektion 2: Markus 1,21-39 Ein Tag im Leben von Jesus
Lektion 3: Markus 2,1-12 Heilung des Gelähmten
Lektion 4: Markus 2,13-17 Jesus beruft Levi
Lektion 5: Markus 2,23-28 Das Ährenraufen am Sabbat
Lektion 6: Markus 3,1-6 Heilung am Sabbat
Lektion 7: Markus 4,35-41 Rettung im Sturm
Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:
Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.
Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.
Besondere Hinweise: Ergebnisse dieser Gruppenstunde können in einem Gottesdienst weiterverwendet werden. Weitere Methoden können aus dem zugehörigen Baustein entnommen werden.
Material: große verstellbare Uhr, Geldsäckchen mit Münzen (z. B. Schokogeld), kleine Glocke oder Holzhammer/Fleischklopfer, Tisch, Stab mit Mund, Papier und Stifte, Fotokamera oder Handykamera
Der Gruppenleiter liest den Text vor und die Teilnehmenden spielen pantomimisch ihre Rolle.
Der folgende Erzählvorschlag ist gekennzeichnet mit den Momenten, in denen der Stab hochgehalten wird. Entscheidet man sich für die freie Rede, könnten genau auch diese Stellen die Möglichkeit zum freien Spiel sein.
Für die Erzählpantomime müssen zuerst die Rollen vergeben werden. Dies kann per Losverfahren geschehen, oder man nennt die Rollen und die Teilnehmenden melden sich dafür.
Es gibt – je nach Anzahl der Gruppengröße – die Möglichkeit, dass nur ein Teil der Teilnehmenden spielt und die anderen als Zuschauer fungieren. Bei vielen Teilnehmern können die „Arbeitergruppen“ entsprechend viele Teilnehmenden zugewiesen bekommen, oder aus dem „Chef“ wird eine „Chefetage“ mit 2-3 Personen, die Gewerkschaft kann auch durch mehrere vertreten werden, usw.
Rollen:
Tipp:
Wer möchte, kann parallel zu der Erzählpantomime Fotos machen, die z. B. in einem Gottesdienst verwendet werden können. Entweder, um das Gleichnis als Schriftlesung mit passenden Begleitfotos zu lesen, oder auch, um während der Predigt passende Bilder zu zeigen.
Uhr auf 6 stellen, die Person/en der Chefetage setzen sich hinter den Tisch, das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch
Es ist 6 Uhr. Die Chefetage sitzt am Tisch. Heute ist gute Arbeit im Angebot. Die Arbeitergruppe 1 kommt zur Chefetage und stellt sich vor dem Tisch auf. Die Lohnverhandlungen beginnen. Eine Münze für einen Tag bietet die Chefetage an. Das ist ein faires Angebot. Die Chefetage sagt: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter schauen sich an, sind sehr zufrieden mit dem Angebot. Sie nicken und bestätigen: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter ziehen los zu ihrem Arbeitsplatz, die Chefetage schaut zufrieden hinterher.
Uhr auf 9 stellen
Es ist 9 Uhr. Schon drei Stunden sind vergangen, die Arbeiter, die morgens eingestellt wurden, arbeiten fleißig. Aber die Chefetage hat festgestellt, dass sie noch mehr Arbeiter brauchen könnte. Sie ruft wieder auf, dass Arbeitssuchende sich gern noch bei ihnen melden können. Die Arbeitergruppe 2 kommt zur Chefetage. Die Lohnverhandlungen beginnen, die Chefetage verspricht einen gerechten und angemessenen Lohn. („Wir versprechen euch einen angemessenen Lohn!“ – Mund hochhalten) Die Arbeiter sind mit dieser Zusage einverstanden. („Ja, wir nehmen die Arbeit an. Für einen gerechten, angemessenen Lohn!“) Die Arbeitergruppe 2 macht sich auf den Weg zur Arbeit – alle sind froh, dass auch sie trotz der fortgeschrittenen Zeit doch noch einen Arbeitsplatz bekommen haben.
Uhr auf 12 stellen
Es ist 12 Uhr. Immer noch scheinen Arbeiter zu fehlen, immer noch gibt es Menschen ohne Arbeit. Die Chefetage begrüßt die Arbeitergruppe 3. Es ist nun schon Mittag. Die erste Gruppe hat schon 6 Stunden Arbeit hinter sich, die zweite Gruppe arbeitet auch schon 3 Stunden. Sie freuen sich auf ihren gerechten Lohn. (Mund hochhalten) Die Arbeitergruppe 3 kommt zum Tisch der Chefetage. Nur noch ein halber Tag liegt vor ihnen, sie schauen die Chefetage fragend an. Doch die Chefetage nickt freundlich. Auch für sie gibt es noch Arbeit. Auch für sie soll es einen angemessenen und gerechten Lohn geben. (siehe Wdh. der Sätze von 9 Uhr mit Mund hochhalten)
Uhr auf 15 stellen
Es ist 15 Uhr. Gerade noch 3 Stunden bis zum Ende des Arbeitstages. Und immer noch stellt die Chefetage neue Leute ein. Die Arbeitergruppe 4 kommt zur Chefetage und ist sichtlich erleichtert, dass auch sie noch eingestellt wird. Für einen angemessenen Lohn. Sie denken: „Besser wenig als gar nichts …“ (Mund hochhalten)
Uhr auf 17 stellen
Es ist 17 Uhr. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Alle Arbeiter, die heute eingestellt wurden, haben hart gearbeitet, um sich ihren Lohn zu verdienen. Am meisten die, die morgens um 6 Uhr angefangen haben. Aber auch die anderen. Nur noch eine Stunde ist zu arbeiten, dann trifft man sich bei der Chefetage und der Tageslohn wird ausgezahlt. Aber halt! Da sind ja immer noch welche! Die Arbeitergruppe 5 steht noch da. Die sehen aber auch nicht grade so aus, als ob sie vor Kraft strotzen. Relativ verständlich, dass die keine Arbeit bekommen haben. – Und was passiert? Die Chefetage geht zu denen hin??! Und bietet ihnen auch noch Arbeit an? Zu einem angemessenen Lohn. Nun ja, viel kann das wohl nicht mehr sein. Für eine einzige Stunde Arbeit. Aber sie nehmen das Angebot dankbar an. (Mund hochhalten)
Uhr auf 18 stellen
Geschafft! 18 Uhr. Der Arbeitstag ist zu Ende. Die Arbeitsgruppen stellen sich im Halbkreis auf – um den Tisch der Chefetage. Sie erwarten ihren Lohn. Das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch. Die Chefetage ruft aus: „Willkommen zur Lohnauszahlung des heutigen Tages!“ (Mund hochhalten) Alle schauen erwartungsvoll zur Chefetage. „Wir beginnen mit denen, die als letztes zu uns gestoßen sind. Mit denen, die eine Stunde gearbeitet haben! Arbeitsgruppe 5, bitte vortreten!“ Die Chefetage greift zum Geldsack und gibt jedem Arbeiter eine Münze. Dann bekommen die, die um 15 Uhr angefangen haben auch eine Münze. Und jeder, der um 12 Uhr angefangen hat, auch eine Münze. Und die, die um 9 Uhr angefangen haben, auch eine Münze. Und zuletzt die, die morgens um 6 Uhr begonnen haben, bekommen eine Münze.
Hier endet der Erzähler. Reaktionen abwarten oder noch den Satz nachschieben:
Am besten gruppenweise den Arbeitern Gehör geben. Entweder die Gespräche frei improvisieren lassen, oder bei zurückhaltenderen Gruppen pro Gruppe ein Statement schreiben und dann verlesen lassen.
Nun kommen noch die Anwälte und die Gewerkschaft ins Spiel. Der Unmut ist groß, die Chefetage räumt ihren Platz, nimmt das Geldsäckchen mit und der Richter (evtl. mit Beisitzern) setzt sich hinter den Tisch. Er bekommt eine kleine Glocke oder einen Holzhammer auf den Tisch, um seine richterliche Ansprache mit Klingeln/Klopfen zu eröffnen oder auch, um damit gegebenenfalls für Ruhe zu sorgen.
Es spricht der Anwalt der Arbeitergruppen 1-4. Es spricht die Gewerkschaft. Die Arbeitergruppe 5 hält sich eingeschüchtert zurück, oder man gibt auch ihnen einen Anwalt.
Ebenso spricht der Anwalt der Chefetage. Welche Argumente finden sie?!
Mit den Statements der Anwälte kann das Ganze beendet werden – oder man lässt den Richter noch einen Richterspruch fällen, ganz frei nach seinem Gerechtigkeitsempfinden (evtl. auch ermutigen, falls der Bibeltext bekannt ist, selbst zu entscheiden, was man für fair hält).
Mit den Teilnehmenden die verschiedenen Reaktionen/Statements besprechen. Gemeinsam den möglichen erwartbaren Ausgang dieser Geschichte überlegen. Dann den tatsächlichen Ausgang der Geschichte erzählen oder direkt den Bibeltext Matthäus 20 vorlesen.
Warum handelt „die Chefetage“ / der Weinbergbesitzer so?
Gedanken sammeln.
Was geschah eigentlich, bevor Jesus dieses Gleichnis erzählt hat?
Wenn das die Frage war – der Lohn der Nachfolge, die Belohnung, wenn man an Jesus glaubt, was es bringt – was will Jesus dann mit dem Gleichnis sagen?
Immer zu zweit notieren die Teilnehmenden ihre Meinung zu dem Gleichnis. Das, was sie beschäftigt, was sie ärgert, was sie überzeugt, was sie überlegen … Sie notieren ihre Gedanken in zwei Kommentaren:
Diese Statements können vorgelesen werden und damit einen Abschluss bilden. Oder sie können weiterverwendet werden, z. B. in einem Gottesdienst als Teil der Predigt.
Diese Beispielsätze von „real existierenden Jugendlichen“ können auch ausgedruckt und als Diskussionsgrundlage verwendet werden. Dies ist vor allem geeignet für die Gruppen, die etwas „stiller“ sind und sich noch nicht so stark trauen, die eigene Meinung zu sagen.
Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zum 1.Petrusbrief aus JUMAT 2/20. Die Reihe beginnt mit der Einheit zur lebendigen Auferstehungshoffnung. Es schließen sich vier Einheiten mit Zusagen und Mahnungen an, die Petrus den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben hat und die auch heute noch für Kinder eine Relevanz haben.
Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.
Außerdem enthält die Themenreihe einen Entwurf für einen Familiengottesdienst zum Muttertag. Inhaltlich schließt das Thema des Gottesdienstes an die Einheit “Weggeworfen” an, denn es geht um das Wegwerfen von Sorgen.
Das Ziel
Starter
Ich freue mich über das Leben, das Jesus schenkt. Ich möchte zur Familie Gottes gehören.
Checker
Ich freue mich über das Leben, das Jesus schenkt. Deshalb möchte ich zu ihm gehören, auch wenn andere mich auslachen.
Der Text an sich
Petrus schreibt an „die auserwählten Fremdlinge, die in der Zerstreuung leben“. Dieser außergewöhnliche Gruß beschreibt schon sehr eindrücklich die Lage der Christen:
Sie waren Auserwählte. Durch ihre Wiedergeburt gehörten sie nun zur Familie Gottes und hatten ein Bürgerrecht im Haus ihres Vaters im Himmel.
Sie waren, wegen ihrer Auserwählung, Fremdlinge (wörtlich Nichtbürger). Solche, die vorübergehend in einem fremden Land wohnen. Durch den Glauben an Jesus Christus, ihren Herrn, waren diese Christen nicht bereit, den römischen Kaiser als ihrem größten Herrn zu huldigen. Das machte sie zur Zielscheibe von Anfeindung und Verfolgung.
Sie lebten in der Zerstreuung, oder wörtlich: Diaspora. In diesem griechischen Ausdruck steckt das Wort für Samen drin. Sie waren also wie Samen, von Gott ausgestreut, um unter Nichtchristen an ihrem Ort Frucht zu bringen.
Aus der Apostelgeschichte wissen wir, dass es in den Regionen, in denen die Adressaten wohnten, immer wieder regionale Verfolgungen und Anfeindungen gab. Davon schreibt Petrus z. B. in Vers 6, wenn er Prüfungen verschiedenster Art erwähnt.
Sicher führten die Anfeindungen die Christen in große Nöte und Gewissenskonflikte. Das ist der Grund, warum Petrus ihnen schreibt: er möchte die Christen ermutigen.
Die Leiden können nicht zerstören, was Gott in ihnen gewirkt hat: Wiedergeburt zu einem neuen und unvergänglichen Leben! Garant für dieses neue, noch verborgene Leben ist der auferstandene Jesus: Wer an ihn glaubt, hat das ewige Leben! Die lebendige Hoffnung, von der Petrus spricht, ist also nicht ein Gefühl, eine Einbildung oder eine Sehnsucht danach, dass es nach dem Tod vielleicht weitergehen möge. Die lebendige Hoffnung ist der lebendige Herr selbst.
Dieser Herr ist es auch, der die Seinen mit seiner Auferstehungskraft in jeder Situation bewahren möchte. Der Vergleich mit der Läuterung von Gold macht deutlich, dass es dabei nicht ohne die Hitze der Anfechtung und Anfeindung abgeht. Aber auch das dient zuletzt zur Ehre Gottes, wenn der Glaube sich als echt und stark erweist.
Der Text für mich
Wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung: wie genial ist das! Und wie viele Menschen gehen daran vorbei, als wäre die christliche Hoffnung eine billige Vertröstung.
Ich lese manchmal Todesanzeigen in Zeitungen. Hier wird so deutlich, welche Hoffnung der Verstorbene hatte bzw. die Hinterbliebenen haben. Leider lese ich sehr selten von der lebendigen und unvergänglichen Hoffnung, die der Bibeltext ausstrahlt. Im Gegenteil: So oft wird der Verstorbene mit einem Blatt verglichen, das vom Baum gefallen ist und nun in der Erde verwelkt. Was für ein Gegensatz zur Botschaft von Petrus! Mich erschüttert die Hoffnungslosigkeit der Menschen heute immer wieder und ich frage mich, wie Menschen ohne eine gewisse Hoffnung leben und sterben können.
Wie gut haben wir es als Christen. Was für eine grandiose Zukunft steht uns bevor. Was für ein Vorrecht ist es, an Jesus glauben zu dürfen und ewiges Leben zu haben. Was für ein Vorrecht ist es, Kindern in der Jungschar diesen Herrn nahebringen zu dürfen.
Der Text für dich
Starter
Tod und Sterben sind ein Tabuthema in unserer Gesellschaft geworden. Man spricht nicht darüber. Alles, was zählt, ist das Hier und Jetzt. Oma und Opa sind oftmals weit weg im Altersheim. Kinder werden nicht so gerne auf Beerdigungen mitgenommen. Trotzdem fragen die Kinder nach dem Tod: Wo ist Oma jetzt? Evtl. haben sie sich auch schon gefragt, wo komme ich hin, wenn ich sterbe?
Auf jeden Fall müssen wir sehr behutsam auf die Fragen der Kinder antworten und dürfen den Kindern keinesfalls Angst machen. Gerade das Urteil, wer bei Gott ist und wer nicht, steht uns nicht zu.
Der Text lädt uns aber ein, von der lebendigen Hoffnung zu reden: Weil Jesus tot war und wieder lebt, dürfen auch wir ewig leben. Wenn wir ihm vertrauen, dürfen wir zur Familie Gottes gehören. Dazu laden wir die Kinder ein!
Checker
Kinder aus christlichen Elternhäusern wissen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. In ihrem kindlichen Weltbild gehören aber oftmals alle Menschen zu Gott. Je älter ein Kind wird, desto mehr realisiert es, dass viele Menschen nicht an Gott glauben. In der Schule werden Christen und Jesus Christus oft verspottet. Dort ist es nicht cool, Christ zu sein. Unsere Zeit heute gleicht sich immer mehr der Zeit der ersten Christen an: Christen werden immer mehr zu Außenseitern in der Gesellschaft. Das kann für Kinder ein Schock sein.
Deshalb sollten sie wissen, dass Jesus und die ersten Christen genau dasselbe erleben mussten. Sie sollten wissen, dass nur Jesus eine lebendige Hoffnung schenken kann. Alle Religionsstifter sind im Grab geblieben, nur Jesus ist zurückgekommen. Was Jesus schenkt, ist unvergänglich und unvorstellbar schön.
Der Text erlebt
Material
Briefumschlag + Brief (Verkündigung); Blumen, Bilder, Brot, Saft, Musik (die andere Idee)
Hinführung
Idee 1: Gedanken zum Ring aus Gold
Einen Ring aus Gold mitbringen und den Kindern zeigen.
Frage: Welche Bearbeitungsschritte sind nötig, um aus einem Klumpen Gold, das in der Erde gefunden wird, einen schönen goldenen Ring zu erhalten?
Der Klumpen muss zuerst geschmolzen und geläutert werden, bevor man reines Gold erhält. Erst dann kann man es formen.
Idee 2: Gespräch mit den Kindern
Rede mit den Kindern über ihre Erfahrungen an der Schule oder zu Hause:
Fällt es euch schwer, vor anderen über Jesus und die Bibel zu reden?
Wissen deine Klassenkameraden, dass du Christ bist und zur Jungschar gehst?
Würdest du deinen Glauben manchmal lieber geheim halten?
Evtl. kann man hier auch ein kurzes Zeugnis mitbringen von einem Christen, der wegen seines Glaubens angefeindet wurde.
Verkündigung
Ein Brief wird vorgelesen.
Tipp: Den Brief vorher mit der Post an das Gemeindehaus schicken und mit den Kindern öffnen.
Diesen Brief schreibt euch Petros Apostolos.
Liebe Kinder der Jungschar in …,
ich schreibe diese Zeilen, um euch Mut zu machen. Ihr lebt in einer sehr unruhigen Zeit. Viele Menschen möchten mit dem Glauben an Jesus Christus nichts mehr zu tun haben. Das schmerzt mich sehr und ich nehme an, euch geht es genauso. Es ist nicht leicht, wenn man in der Klasse der Einzige ist, der die Bibel liest und an Jesus glaubt. Oder wenn man an seinem Wohnort als christliche Familie bekannt ist, über die andere nur lächeln. Vielleicht möchtet ihr euch manchmal am liebsten irgendwo verstecken und euren Glauben geheim halten, damit ihr nicht ausgelacht oder gar gemobbt werdet.
Euch möchte ich gerne ermutigen. Vergesst nicht: Ihr seid von Gott auserwählt und kostbar. Warum? Weil Gott euch so liebt, dass Jesus für euch am Kreuz sein Leben gelassen hat.
Immer wenn ich darüber nachdenke, was Gott durch Jesus getan hat, muss ich ihn dafür loben und preisen. Er hatte Erbarmen mit euch und hat euch neues Leben geschenkt. Ein Leben, das aus Gott kommt. Und deshalb habt ihr eine sichere und lebendige Hoffnung. Eine Hoffnung, die über den Tod hinaus reicht. Vieles, das wir uns erhoffen, ist sehr unsicher. Wir wissen nicht, ob es sich erfüllt. Aber die Hoffnung auf Jesus ist ganz und gar nicht unsicher. Im Gegenteil: sie schenkt euch eine ganz tiefe Gewissheit, dass nicht einmal der Tod das Leben auslöschen kann, das Gott schenkt.
Warum ich das weiß? Weil Jesus Christus nach seinem Sterben am Kreuz nicht im Grab liegen geblieben ist. Ich habe ihn selbst gesehen. Er ist wirklich auferstanden und lebt. Wir Jünger durften ihm begegnen und mit ihm reden. Deshalb dürft ihr wissen: weil Jesus lebt, werdet auch ihr leben, selbst wenn euer Körper einmal sterben muss. Und dann steht euch ein unvorstellbar schönes und unvergängliches Erbe im Himmel bereit.
Das wird ganz anders und viel besser sein, als alles Schöne, was wir auf dieser Erde kennen:
Jedes schöne Erlebnis, geht irgendwann vorüber und ist für immer vorbei.
Alles, was einmal neu und schön war, wird alt werden.
Jedes Leben, das einmal frisch und jung war, sei es eine Pflanze, ein Tier oder ein Mensch, wird vergehen.
So ist das neue Leben nicht, das Gott schenkt: Wir werden uns immer so daran freuen können, wie an einer frisch aufgeblühten Blume oder an neuen Kleidern oder Spielsachen. Könnt ihr euch das vorstellen? Niemals werden wir die Freude an unserem himmlischen Erbe verlieren. Niemals werden wir sagen müssen: Schade, nun ist es vorbei.
Und wisst ihr, was ich noch so genial finde? Gott verspricht uns nicht nur ein geniales Erbe. Nein, er beschenkt uns jetzt schon mit seiner Kraft. Noch seid ihr ja nicht im Himmel angekommen. Ja, für viele von euch ist der Himmel noch ziemlich weit weg. Ihr dürft auf dieser Erde leben. Ich hoffe, dass ihr euch an dem Leben erfreut, das euch Gott geschenkt hat. Aber es wird die Zeit kommen, in der wir alle vor Gott stehen werden. Und bis dahin dürft ihr wissen: Gott möchte euch bewahren und durch seine Kraft in sein Reich hineinretten. Egal was noch kommen wird. Egal, ob wir eine ruhige und schöne Zeit auf dieser Erde verbringen oder ob es turbulent und unruhig und unsicher wird: Gott bleibt mit seiner Kraft bei euch. Er hält euch fest, bis ihr am Ziel seid.
Und sollte es euch so gehen wie mir, dass ihr wegen eures Glaubens an Jesus ausgelacht oder sogar angefeindet werdet, dann denkt daran: Auch dann hält euch Gott fest in seiner Hand. Ja, er lässt manchmal Schwierigkeiten in unserem Leben zu, damit der Glaube stärker wird.
Ich möchte euch das am Beispiel vom Gold erklären. Wenn man Gold in der Erde findet, dann ist das kein reiner Goldklumpen, sondern da ist auch anderes Gestein und Schmutz drin. Wie bekommt man diese störenden Dinge aus dem Gold heraus? Man muss alles zusammen erhitzen! Ihr nennt das im Deutschen läutern. Durch das Läutern wird das Gold rein, alle Fremdkörper werden vom Gold getrennt.
Und so ähnlich macht es Gott mit unserem Glauben: Gott möchte, dass euer Glaube immer reiner wird, deshalb lässt er die Hitze der Schwierigkeiten in eurem Leben zu. Dadurch lernt ihr, immer mehr auf Gott zu vertrauen und das zu tun, was ihm gefällt. Denn wenn ihr so lebt, wie es Gott gefällt, wird Gott geehrt.
Und das wünsche ich euch, ihr lieben Kids! Dass ihr euch immer an Jesus Christus freut und zu seiner Ehre lebt.
In Liebe zu Jesus,
euer Petros Apostolos.
Die andere Idee
Erleben, wie es an einem Ort ist, an dem man noch nie war
Im Gemeindehaus wird ein Raum wunderschön geschmückt mit Blumen, Bildern einer schönen Landschaft, Brot und Saft, schöner Musik usw. Dieser Raum wird abgeschlossen.
Zu Beginn erklären wir, dass es in diesem Haus einen wunderschönen Ort gibt. Ein Kind aus der Gruppe darf dann mit einem Mitarbeiter diesen Raum betreten, sich umsehen, an den Tisch sitzen und essen usw.
Nach einer Weile kommt das Kind zurück zur Gruppe und soll erzählen, wie es in diesem Raum war. Die anderen Kinder werden auch dorthin gehen wollen.
Hier können wir mit dem Thema einsteigen:
Woher können wir wissen, wie es an einem Ort ist, an dem wir noch nie waren?
Wenn es uns jemand erzählt, der schon dort war.
So kann Jesus uns vom Himmel erzählen, weil er dort war und wieder zurückgekehrt ist. Und weil Jesus zurückgekehrt ist, wissen wir auch, dass er stärker ist, als der Tod!
Der Text gelebt
Wiederholung
Anhand von Gegenständen wiederholen:
Babyfläschchen oder Schnuller: Gott schenkt neues Leben.
Zeigeruhr: es wird niemals vergehen.
Blume: es wird niemals verwelken, sondern immer frisch bleiben.
Weißes Kleidungsstück: es wird nicht alt und schmutzig werden.
Powerriegel: Gott möchte uns durch seine Kraft bewahren.
Gespräch
Wir bringen Bilder von der Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling mit.
Die Kinder erzählen, was hier passiert.
Anhand dieser Bilder kann das ewige Leben erklärt werden: Wenn die Raupe sich verpuppt, sieht sie aus wie tot. Aber aus der toten Hülle entschlüpft ein wunderschöner Schmetterling. Er sieht völlig anders aus als die Raupe, aber es ist das gleiche Tier. Wenn wir sterben, werden wir die Hülle des Körpers hierlassen. Unser Körper wird sich verwandeln und wird so herrlich sein, dass wir uns das noch nicht vorstellen können.
Bringe mehrere Todesanzeigen aus der Zeitung mit verschiedenen Aussagen mit in die Jungschar. Die Kinder sollen die Anzeigen danach sortieren, ob jemand Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod hatte oder nicht.
Merkvers
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns neu geboren und mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung gründet sich darauf, dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist (1. Petrus 1,3).
Der Bibelvers wird ausgedruckt und in mehrere Abschnitte zerteilt.
Anschließend werden die Abschnitte den Kindern gegeben. Sie sollen den Bibelvers in die richtige Reihenfolge bringen, indem sie sich der Reihe nach aufstellen. Der Bibelvers kann dann zusammen gelesen und auswendig gelernt werden. Hilfreich sind Gesten, die sich die Kinder zu jedem Teil ausdenken sollen.
Gebet
Jedes Kind bekommt einen Zettel und schreibt eine hoffnungsvolle Erfahrung auf, für die es sich bei Gott bedanken will. Diese Zettel werden in einen Briefumschlag gesteckt und der Umschlag wird symbolisch an Gott geschickt.
Kreatives
Jedes Kind bekommt einen Briefumschlag und den Brief mit nach Hause, der in der Jungschar vorgelesen wurde. Auf den Umschlag kann die Bibelstelle aufgeklebt werden und der Umschlag kann von den Kindern schön gestaltet werden (bemalt oder beklebt).
Spielerisches
Kleiderwechsel
Es werden große Kleidungsstücke mitgebracht, die die Kinder über ihre Kleidung anziehen können (evtl. in weiß): Hemd, Hose, Mütze, Handschuhe, Schal, Schuhe, Jacke usw.
Die Gruppe wird in 2
Mannschaften geteilt. Jedes Kind muss die Kleidungsstücke einmal komplett an-
und wieder ausziehen. Welche Gruppe schafft es am schnellsten?
Rätselhaftes
Schätzfragen:
Wie alt sind die ältesten Bäume der Welt? (Riesenmammutbäume in Kanada: ca. 4000 Jahre)
Wie alt wurde der älteste Mensch (Methusalem aus der Bibel: 969 Jahre; heute: Jeanne Calment: 122 Jahre).
Wie alt ist die älteste Pyramide der Welt? (Djoserpyramide: 4670 Jahre)
Wie alt kann eine Galapagosschildkröte werden? (schätzungsweise 250 Jahre)
(T)Extras
Lieder
Jesus Christus ist der Sieger
Sei ein lebend’ger Fisch
Immer auf Gott zu vertrauen
Hast du den rechten Kurs
Gott kennt keine Lügen
Spiele
Ringfahndung
Die Kinder sitzen im Stuhlkreis, ein Kind ist in der Mitte. Anschließend wird eine Kordel aufgerollt und jedes Kind fasst mit beiden Händen die Kordel. Bevor die Enden zusammengeknotet werden, wird ein Ring eingefädelt. Dem Kind in der Mitte werden nun für kurze Zeit die Augen verbunden und der Ring wird einem Kind weitergegeben. Das Kind in der Mitte muss nun herausfinden, welches Kind den Ring in der Hand hält. Aber natürlich kann der Ring auch, möglichst unbemerkt, weitergegeben werden.
Bodyguard
Die Kinder stellen sich im Kreis auf. Ein Kind stellt sich in die Mitte und wird von einem Bodyguard, einem zweiten Kind, bewacht. Der Bodyguard bekommt einen großen Topfdeckel als Schild in die Hand. Die Kinder müssen nun versuchen, mit einem Softball das Kind in der Mitte abzuwerfen. Der Bodyguard versucht, mit dem „Schild“ die Angriffe abzuwehren. Gelingt einem Kind ein Treffer, darf es anschließend in die Mitte. Das Kind in der Mitte ist nun Bodyguard.
Aktionen
Wer die Möglichkeit hat, auf einer Wiese oder in einem Garten Blumen zu pflücken, kann die Kinder rausschicken, um Blumen zu holen. Die Blumen anschließend in eine Vase stellen und staunen. Bei der nächsten Jungscharstunde kann so das Thema wieder aufgegriffen werden: die Blumen sind welk geworden …
Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen.
Da der Text Christen in der Verfolgungssituation anspricht, eignet sich auch ein Zeugnis von verfolgten Christen. Man kann Interviews z. B. bei OpenDoors finden (www.opendoors.de)
In diesem Familiengottesdienst geht es einerseits darum, die Mütter wertzuschätzen, und andererseits, sich nicht an den eigenen Sorgen aufzureiben. Das Thema wird durch Spiele und ein Handpuppenspiel aufgearbeitet.
Die Teilnehmer sollen erkennen, dass sie nicht an ihren Sorgen festhalten müssen, sondern sie diese an Gott abgeben können. Außerdem soll an diesem Tag den Müttern ganz besonders Mut für ihren Alltag gemacht werden.
Mütter sorgen sich. Sie haben den ganzen Tag über zu tun. Damit stehen sie auch symbolisch für alle Menschen, die sich um die alltäglichen Dinge sorgen. Die Rolle der Mutter wird in der Familie und auch in der Gesellschaft oft nicht ausreichend gewürdigt. Diese Veranstaltung kann dazu beitragen, dass die Wertschätzung höher wird und nicht nur auf den einen Muttertag beschränkt bleibt.
Es geht hier nicht um Leichtsinn und einen unverantwortlichen Umgang mit unserem Leben und unseren Ressourcen nach dem Motto: Gott wird schon machen. Sondern es geht um ein Vertrauen in Gott, besonders für die Menschen, die unentgeltlich in der Nachfolge Jesu stehen und weder Zeit noch Kraft haben, sich um ihren Lebensunterhalt zu kümmern (vgl. Mt 10,8-10).
Vorn in der Mitte steht eine große Uhr. Es kann eine richtige oder eine aus Pappe gebastelte Uhr sein. Wichtig ist, dass sich die Zeiger bewegen lassen und dass jeder Besucher die Uhr sehen kann.
Den Besuchern wird erklärt, dass wir heute den Alltag einer Mutter anschauen werden. Als Erstes werden sie gefragt: Was gehört alles zu den Aufgaben einer Mutter? Die Antworten werden auf die Uhr geschrieben (bzw. auf ein großes Blatt Papier, wenn eine richtige Uhr verwendet wird). Nun gehen wir gemeinsam den Tag einer Mutter durch. Die Zeiger werden auf verschiedene Uhrzeiten gestellt. Zu den jeweiligen Zeiten bzw. Aufgaben, die zu dieser Tageszeit stattfinden, wird jeweils eine Aktion, die Andacht usw. durchgeführt.
Spiel
Die Gemeinde wird in zwei Gruppen geteilt. Verschiedene Aufgaben, die eine Mutter am frühen Morgen erledigt oder an die sie denkt, werden auf kleine Zettel geschrieben, z. B. Kinder wecken, Tisch decken, Brote schmieren, kochen, Baby wickeln, Schuhe putzen, Knopf annähen, Kinder trösten … Ein Freiwilliger kommt nach vorn, zieht einen Zettel und muss diese Aufgabe der Mutter pantomimisch darstellen. Die Gruppe, die zuerst die richtige Antwort gibt, erhält einen Punkt und darf den nächsten Pantomime-Spieler nach vorn schicken.
Orangensaft
Heute wird den Müttern zum Frühstück mal was Gutes getan. Die Väter und Kinder servieren allen Müttern, die heute im Gottesdienst sind, Orangensaft.
In der Hektik der Arbeit, der ganzen Tätigkeiten, die wir schon pantomimisch dargestellt haben, findet die Mutter mal kurz einige Minuten zum Ausruhen.
Nun wird der Bibeltext gelesen. Dabei kann ein ruhiges Musikstück eingespielt werden.
Ein Vogel erscheint, der die Gedanken der Mutter kommentiert. Dieser Vogel (am besten ein Spatz) kann eine Handpuppe, ein Stofftier oder eine selbst gebastelte Strumpfpuppe sein.
Handpuppenspiel
An dieser Stelle meldet er sich nur kurz zu Wort: „Hallo, hört ihr mich? Ich bin der Spatz Tschilp. Ich heiße so, wie ich rede, Tschilp. Habt ihr es gerade gehört, von mir steht sogar etwas in der Bibel! Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Ja, das unterscheidet mich von den Müttern und von vielen anderen Menschen. Die machen sich immer über alles Sorgen. Das brauche ich nicht. Für mich sorgt Gott.“
Der Spatz kommentiert diese Zeit.
„Kinder, Kinder, heute ist vielleicht wieder was los. Da kommen sie alle nach Hause, alle drei Kinder. Jörg kommt um 13.00 Uhr. Julia kommt um 14.00 Uhr und Jens, der größte, kommt erst gegen 14.30 Uhr. Alle wollen unbedingt etwas erzählen. Jens erzählt vom Streit mit seinem besten Freund und von der Prügelei in der großen Pause. Julia ist traurig, weil sie im Diktat nur eine Drei bekommen hat, und Jörg ist auf dem Nachhauseweg von älteren Kindern geärgert worden. Ihre Mutter hört sich alles gut an und hat sogar noch ein nettes Wort für jeden. Julia streicht sie liebevoll über den Kopf und den kleinen Jörg drückt sie ganz fest an sich. Das ist schön, dass das Mutter so was macht. Das sind schon ziemlich große Sorgen, die die Kinder haben. Und ihre Mutter macht sich mit ihnen zusammen Sorgen. Da bin ich froh, dass ich nur ein kleiner Spatz bin, tschilp. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Danke, Gott, dass du mich erschaffen hast und dass ich keine Sorgen habe.“
Spiel: Arbeit der Mütter
Es werden acht Kinder nach vorn geholt, die den ultimativen Müttertest machen müssen. Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt und müssen vier verschiedene Aufgaben erfüllen. Welche Gruppe schafft es als erste? Es gibt folgende Aufgaben:
Einen Knopf annähen (Material: Stückstoff, Nadel, Faden, Knopf)
Ein Pflaster auf den Finger kleben (Material: Pflaster)
Eine Kartoffel schälen (Material: Kartoffel und Schäler)
Wäsche aufhängen (Material: Leine, die im Raum gespannt ist, Geschirrtücher, Klammern)
Der Spatz erzählt wieder von sich. „Hallo, da bin ich wieder. Ich, der Spatz Tschilp. Tschilp ist übrigens in der Spatzensprache ein Wort, das sehr oft vorkommt. Es bedeutet: ich freu mich. Da sind auch wirklich so viele Dinge, über die ich mich freuen kann. Zum Beispiel, dass ich Freunde habe. Und wenn ich mich so freue, dann fange ich immer gleich zu singen an. Zugegeben, wir Spatzen sind nicht die besten Sänger, aber wir machen uns bemerkbar, wenn wir fröhlich sind. Wir Spatzen haben es wirklich gut. Wir finden immer etwas zum Essen. Gott versorgt uns. Ich möchte nur wissen, warum sich die Menschen immer so viele Sorgen machen müssen. Gott versorgt sie doch auch. Er hat sie doch genauso lieb wie uns. Die Menschen haben nie Zeit. Sie legen ihre Stirn in Falten und sorgen sich. Ich brauche das nicht. Ich freue mich, dass ich dort hinten schon wieder einige Krümel zum Essen finde. Da kann ich doch gleich wieder ein fröhliches Lied singen. Tschilp, tschilp, tschilp.“
Jetzt wird gemeinsam ein Lied gesungen.
Andacht
Sorgen ist menschlich und gehört zu unseren Grundbefindlichkeiten. Fürsorge und Vorsorge sind notwendig. Problematisch wird es aber dann, wenn sich alles nur noch um unsere Sorgen dreht und wir kein Vertrauen mehr in Gott haben.
Deshalb müssen wir uns die Aufforderung „Sorget nicht!“ gut anhören. So wie Kinder ihre Sorgen an die Eltern abgeben können, so können wir unsere Sorgen an Gott abgeben. Er ist stärker als alle unsere Sorgen. Das Vertrauen auf ihn ist das Wichtigste in unserem Leben. Nicht nur im Leben der Mütter, sondern im Leben von uns allen.
Wir alle müssen uns fragen: Was steht in unserem Leben an erster Stelle? Unsere Sorgen oder das Vertrauen auf Gott?
Deshalb heißt „Sorget nicht!“ zugleich: „Vertraue in deinem ganzen Leben auf Gott!“
Der Spatz erzählt wieder kurz:
„Das war ein schöner Tag heute. Ich habe mich oft gefreut, tschilp. Aber ich habe auch Mütter und andere Menschen gesehen, die sich viele Sorgen gemacht haben. Warum bloß? Na ja, kann mir egal sein, ich weiß, dass ich auf Gott vertrauen kann. Gute Nacht!“
Nach einem Gebet kann als Anschluss des Gottesdienstes noch eine kleine Gute-Nacht-Geschichte erzählt werden.
Außerdem erhält jeder Teilnehmer noch eine Erinnerungskarte mit einem Mut machenden Segensvers. Die Mütter erhalten noch einen Extragruß, zum Beispiel eine Rose.
„Cast Away – Verschollen“ das ist der Titel eines Filmes über den Chef einer Paketzusteller-Firma, dessen Flugzeug in der Karibik abstürzt. Tom Hanks spielt den einsamen Überlebenden, der sich mit nichts als den Klamotten am Leib auf die Insel retten kann. Ohne Strom, Telefon, Feuerzeug ist er komplett den Naturgewalten ausgeliefert. Einzig einige der Pakete aus dem Transportflugzeug seiner Firma werden angespült und „erleichtern“ den Alltag des Gestrandeten. Mit der Jugendgruppe auf eine einsame Insel zu fliegen (womöglich für jede und jeden eine eigene) ist nicht wirklich praktikabel, aber die einsame Insel nach Hause zu holen, das könnte man ja mal versuchen. Exakt diesen Versuch macht dieses Geländespiel.
Die Jugendlichen „stranden“ in kleinen Gruppen in einem Spielgebiet und haben nichts außer einigen „angeschwemmten“ Paketen zur Verfügung, um sich auf der Insel durchzuschlagen. Vor Spielbeginn sollten die Jugendlichen deshalb ihre Hosen und Jackentaschen leeren, damit sie keine zusätzlichen Hilfsmittel haben. Mit Hilfe der verschiedenen Pakete werden im Spielgebiet Aufgaben gelöst. Das Spiel endet mit einer großen Abenteueraktion, die auch im Film eine zentrale Rolle einnimmt: Feuer zu machen. Welche Gruppe als erstes das Feuer zum Brennen bringt, gewinnt das Spiel der Gestrandeten.
Sicherlich hört es sich sehr einfach an, auf einer Insel zu stranden, mit (fast) nichts dabei, um den Alltag zu meistern. Wer als Mitarbeiter aber denkt, dass hier die Vorbereitung im Vorbeigehen erledigt werden kann, erliegt einem Trugschluss. Wie so oft sind es genau diese minimalistischen Aktionen, die viel Vorbereitung und guten Überlegungen bedürfen. Angst haben vor zu viel Arbeit muss aber niemand. Die Jugendlichen danken es mit Spielfreude und Elan, was in der Vorbereitung geleistet wurde.
Auch bei einem Geländespiel verbleibt die Aufsichtspflicht bei den Mitarbeitenden, was bei der Auswahl des Spielgebiets und anderem bedacht werden sollte.
Das Spielgebiet sollte in einiger Entfernung zu den nächsten Häusern stattfinden. Die Jugendlichen sollten nicht die Gelegenheit haben, sich bei Nachbarn, Anwohnern, etc. Hilfe zu holen (was wäre das auch für eine einsame Insel?). Darüber hinaus gewinnt das Spielgebiet durch Vielfalt. Nur Wald, nur Wiese, nur Feld schränken die Möglichkeiten sehr ein. Also: ein vielseitiges Spielgebiet auswählen.
In der Mitte des Spielgebiets befindet sich die Spielleitung, bei der Aufgaben abgeholt und abgegeben werden können. Die Größe des Spielgebiets sollte zwischen 500 und 1000 m um den Spielleiterposten betragen. Landschaftliche Grenzen (Felder, Bäche,…) bieten sich als Grenzen des Spielgebiets an, da die Jugendlichen so Orientierungspunkte haben (und man sich das Abstecken schenken kann).
Im Prinzip besteht das Geländespiel aus verschiedenen Spielaktionen, die im Spielgebiet verteilt sind. Für jede Spielaktion wird ein Gegenstand benötigt (dazu folgen weitere Informationen auf den folgenden Seiten). Vom Mittelpunkt des Spielgebiets laufen die Jugendlichen also die einzelnen Stationen an. Dort gibt es auch eine (grob gezeichnete) Karte des Spielgebiets.
Die Jugendlichen werden in Zweiergruppen aufgeteilt (nur für den Fall, dass es eine ungerade Anzahl an Teilnehmenden gibt, kann eine Dreiergruppe gebildet werden). Wer viel Aufwand betreiben möchte, kann auch mit Einergruppen spielen.
Jedes Team von Gestrandeten erhält zu Beginn eine Anzahl Kartons (die Pakete), in denen die Spielgeräte verpackt sind, die für die einzelnen Aufgaben als Hilfsmittel dienen.
Tipp:
Kartons gibt in der Regel jeder größere Supermarkt, Getränkemarkt, Baumarkt, Schuhgeschäft, … gerne ab (einfach rechtzeitig nachfragen).
Die Gegenstände müssen so verpackt werden, dass allein durch das Schütteln nicht zu erkennen ist, was sich darin befindet (also am besten auch gleich nach Verpackungsmaterial fragen).
Jede Gruppe muss zu Beginn eines ihrer Pakete wieder bei der Spielleitung abgeben, ohne zu wissen, was sich darin befindet. Dieses Paket muss von der Spielleitung beschriftet werden (wird als Joker gebraucht).
Für jedes einzelne Spiel wird ein Paket, genauer gesagt dessen Inhalt, benötigt. Natürlich ist nicht jeder Gegenstand für jedes Spiel geeignet. Wichtig ist, dass die Spielleitung darauf achtet, dass jede Gruppe jeden Gegenstand nur einmal benutzen kann (am einfachsten ist es, alle benutzten Gegenstände bei der Spielleitung zu sammeln).
Kann eine Gruppe die gestellte Aufgabe nicht lösen, kann das am Anfang abgegebene Paket als Hilfsmittel ausgegeben werden, allerdings erst nachdem die Gruppe mindestens einen erfolglosen Versuch hinter sich gebracht hat, die Aufgabe zu lösen.
Bei der Spielleitung in der Mitte des Spielgebiets gibt es eine Karte, auf der die einzelnen Punkte, an denen Spielaufgaben zu bewältigen sind, markiert sind. Von dieser Karte aus machen sich die einzelnen Gruppen auf den Weg, um die Spiele anzugehen.
An jedem markierten Punkt wird in der Vorbereitung von der Spielleitung die Spielerklärung aufgehängt/platziert.
Tipp:
Daran denken, dass beim Aufhängen immer wieder Spielerklärungen auf mysteriöse Art und Weise „verschwinden“ und deshalb für Ersatz sorgen.
Die Gruppen spielen die einzelnen Spiele entweder bei der Spielleitung oder erledigen die Aufgaben unterwegs und liefern das Ergebnis bei der Spielleitung ab. Sind alle Spielaufgaben erfolgreich bewältigt, beginnt die Masteraufgabe. Ohne Feuerzeug und Streichhölzer muss ein Feuer entzündet werden. Hat eine Gruppe Feuer gemacht, darf diese das von der Spielleitung vorbereitete Lagerfeuer (ob man eine Genehmigung dafür benötigt, ist vor Ort zu klären) entzünden.
Im Folgenden findet sich für jedes einzelne Spiel eine kurze Erklärung, die als Spielerklärung im Spielgebiet verteilt werden kann (einfach den Text im Kasten einscannen, abschreiben, kopieren,… dann das Ganze am besten laminieren und im Spielgebiet platzieren). Dann findet sich noch eine Materialangabe mit den Dingen, die für das entsprechende Spiel gebraucht werden. Generell verstehen sich die Spiele und Gegenstände als Ideen, wer also das Spiel bereichern und erweitern/ergänzen möchte, der fühle sich frei.
Material: Kokosnüsse (in der Anzahl der mitspielenden Gruppen plus zwei in Reserve)
Wer hat, kann gerne die Schlittschuhvariante aus dem Film adaptieren. Nachdem die meisten aber keine X Paar Schlittschuhe zuhause haben werden, schlagen wir einen großen Zimmermannsnagel (gibt’s in jedem Baumarkt) pro Gruppe vor. Bitte wirklich einen großen Nagel nehmen (so zwischen 10 und 15 cm Länge). Die Nägel sind jeweils in einem Paket zu verpacken.
Hinweise:
Es wird natürlich ziemlich viel Kokosnussfleisch anfallen. Das ist viel zu schade um weggeworfen zu werden. Gemeinsam kann das am Lagerfeuer nach Ende des Spiels gegessen werden. Wenn eine Gruppe partout nicht mit dem Nagel zu Recht kommt, kann nach mehreren Versuchen auch ein Stein o. Ä. zugelassen werden.
Material: Flaschen in der Anzahl der Gruppen, die spielen, Zettel und Stift für jede Gruppe (die werden je Gruppe – in ein Paket gepackt). Eine Uhr (die bei der Spielleitung bleibt).
Hinweise:
Die Gruppe, die das Zettel-und-Stift-Päckchen abgegeben hat, muss sich eben irgendwie anders behelfen. Flaschen ohne Etikett machen das Lesen der Flaschenpost leichter. Da die Strömung und die Gezeiten verhindern, dass die Flaschenpost immer ankommt, hier ein Wertungshinweis:
Wird eine Flasche in einem Zeitfenster abgegeben, bei dem die Flaschenpost nicht ankommt, muss eine neue Botschaft geschrieben werden. Die Flasche wird ausgeleert und der Gruppe wieder mitgegeben.
Material: Präparierte Kunststoffbecher (siehe folgender Text)
Hinweis zu den Kunststoffbechern:
Kunststoffbecher (Einweg geht, ist aber nicht ideal. Am besten die Becher in einem großen schwedischen Möbelhaus kaufen), deren Boden durchlöchert ist (der Becherboden sollte mehr einem Sieb als einem Becher gleichen, bei stabilen Bechern hilft hier ein „Dremel“ oder die Bohrmaschine. Die Kunststoffbecher benötigt man in der Anzahl der Gruppen. Jeder Becher wird in ein Paket eingepackt. Ein Kanister Wasser, der bei der Spielleitung steht.
Material: 3 Wollschnüre (je 1 m) pro Gruppe. Ein Gewicht von 1 kg (Tetrapack mit Saft/ Milch) und die Möglichkeit, dieses aufzuhängen.
Hinweise zum Material
3 Wollschnüre von einem knappen Meter Länge pro Gruppe. Bitte ausprobieren, ob eine Schnur alleine die Last von einem Kilo tragen kann (das sollte sie nämlich nicht können).
Die Schnüre werden in ein Paket gepackt. Die drei Schnüre oben und unten zusammenknoten reicht nicht aus, um das Kriterium EINE Schnur zu bauen zu erfüllen. Eine Kordel ist allerdings ausreichend.
Sind alle diese Spiele zur Zufriedenheit der Spielleitung bewältigt, geht es zur Abschlussaktion – dem Feuer machen.
Es gibt zahlreiche Methoden, um Feuer zu machen, ohne auf die Standardhilfsmittel unserer Zeit (Feuerzeug, Streichhölzer,…) zurückgreifen zu müssen. Für Jugendliche ist es auch ein besonderes Erlebnis, zu wissen: Ich habe Feuer gemacht, auch wenn ich vielleicht nicht, wie Tom Hanks, mit nacktem Oberkörper ums Feuer renne (insbesondere in gemischten Gruppen wäre das auch unangebracht). Die hier beschriebene Methode ist nicht die einzig mögliche, wer also Erfahrung mit anderen Methoden hat, kann sie gerne alternativ einsetzen.
Die Anleitung unten wird in der Anzahl der Gruppen kopiert und an die Gruppen ausgegeben, sobald alle anderen Aufgaben bewältigt wurden
Material:
Für jede Gruppe wird benötigt: 1 Anleitung, Watte (10 cm x 2 cm), Asche (am besten von Buchenholz), 2 Holzbrettchen (10-12 cm breit), Zunder (besonders gut eignet sich Holzwolle, die kann man in jeder Schreinerei bekommen, Hobelspäne sind ebenfalls gut)
Hinweise:
Wer viel Zeit für die Vorbereitung hat, probiert das Feuer machen am besten einmal selbst aus. Hier gibt es kein Allheilrezept, aber Erfahrung macht vieles wett. In diesem Sinne, viel Erfolg beim Ausprobieren!
Wer die Gelegenheit hat, kann gern ein Lagerfeuer mit seiner Gruppe machen, was sich insbesondere für ein gemütliches Ausklingen des Abends und den Andachtsimpuls anbietet. Wer also gern den Abend mit einem Impuls abrunden möchte, findet hier einige Leitgedanken zum Weiterdenken.
Für alle Cineasten: Ein Kinoabend mit der Jugendgruppe als Einstimmung oder als Erinnerung mit Tom Hanks, Wilson und ihrer einsamen Insel kann durchaus lohnenswert sein.
Wir können Gott um alles bitten.
Gott hat versprochen, dass er unsere Bitten alle hört.
Im Anschluss an das „Vaterunser“ erzählt Jesus dieses Gleichnis. Es geht um zwei Freunde. Freundschaften waren zur damaligen Zeit schon sehr wichtig. Jesus selbst bezeichnet seine Jünger als Freunde.
In dem Gleichnis ist es „Mitternacht“. Warum ist der eine Freund noch unterwegs? Eigentlich ging man zur damaligen Zeit früh schlafen. Es gab kein elektrisches Licht und andere Leuchtmittel waren nicht billig. Der eine Mann stört seinen Freund also wirklich mitten in der Nacht beim Schlafen.
Normalerweise war es damals so, dass beim Aufgang der Sonne im Hause die Tagesration an Brot gebacken wurde, es ist also nicht verwunderlich, dass um Mitternacht das Brot aufgegessen ist. Aber anscheinend wusste der eine Freund, dass er beim anderen noch ein wenig Brot bekommen konnte. Drei Fladenbrote entsprechen etwa einer Tagesration für eine Person. Er will sie nicht geschenkt haben. Er will sie leihen und wahrscheinlich am nächsten Morgen schon zurückgeben. Der erste Freund selbst ist in Not geraten, weil er nachts von einem anderen Freund Besuch bekommen hat, der auf der Reise war.
Der gefragte Freund will keine Unruhe mitten in der Nacht in seinem Haus. Geht man davon aus, dass es sich um ein Haus in einem Dorf handelt (in eine Stadt wäre ein nächtlicher Reisender nicht hineingekommen, da die Stadttore verschlossen gewesen wären) und das Haus nur aus einem Raum besteht, in dem die ganze Familie (wahrscheinlich sogar unter einer einzigen Decke) geschlafen hat, ist es verständlich, dass der gebetene Freund nicht aufstehen wird. Und außerdem müsste er erst die Türe wieder entriegeln – was wahrscheinlich auch nicht leise geschehen konnte. Und doch – so sagt Jesus – wird er ihm die drei Brote geben.
Jesus lehrt seine Jünger in diesem Abschnitt des Lukasevangeliums etwas Wichtiges: Erst gibt er ihnen ein Gebet an die Hand (V.1-4), das sie beten können, und dann will er ihnen sagen, dass es nichts gibt, was sie Gott im Gebet nicht sagen können (V.5-8). Er will alles hören (V.9). Und Gott beantwortet alle Gebete (V.10). Das Gleichnis vom guten Vater (V.11.12) macht deutlich, wie Gott mit unseren Gebeten umgeht. Die von Jesus angeführten Beispiele für gemeine Gaben sind Schlangen statt Fische sowie Skorpione statt Eier. Gott wird uns, seinen Kindern, als liebender Vater nie etwas Schlechtes geben.
Das klingt doch eigentlich ganz gut: Ich bringe Gott alle meine Bitten und er wird sie mir als liebender Vater erfüllen. So könnte man doch das Gleichnis von Jesus und die Verse danach (V.9-13) kurz und prägnant zusammenfassen. Diese Aussage ist jedoch etwas zu kurz gefasst. In meinem Leben habe ich Gott um vieles gebeten, aber – zum Glück – sind nicht alle meine dringlichen Bitten von Gott so erhört worden, wie ich es mir gewünscht habe. Und bei der einen oder anderen Bitte hat es einige Zeit, teilweise sogar Jahre gedauert, bis sie sich erfüllt haben. Manchmal ist die Erhörung des Gebetes auch anders gewesen, als ich sie in dem Moment vor Gott gebracht habe.
Trotzdem habe ich für mich die Gewissheit, dass Gott alle meine Gebete gehört hat. Er weiß um meine dringlichsten Bitten und Herzenswünsche.
Wie oft habe ich als Kind die Worte „Und wie sagt man?“ gehört. Diese Worte hören Kinder heute genau noch so oft. Natürlich geht es bei dem Satz darum, Bitte (und Danke) zu sagen. Und auch, wenn ich es nie wollte, stelle ich meinen Kindern zu Hause und bei der Arbeit genau dieselbe Frage. Geht es nur um die reine Höflichkeit oder um mehr? Es geht darum, dass die Kinder das aussprechen, was sie sich wünschen. Meist bitten die Kinder andere Personen etwas zu machen oder ihnen etwas zu geben. Es ist nicht immer leicht zu verstehen, dass man (den unsichtbaren) Gott auch um etwas bitten kann und Jesus uns versprochen hat, dass Gott diese Bitten (Gebete) erhört.
Die Kinder kennen es, ihre Bitten vor Gott zu bringen. Manchmal sind es eher einfache Sachen – die Bitte um das neue Bausteine-Set oder das coole Fahrrad oder Ähnliches. Manchmal sprechen sie aber auch Bitten aus, die viel tiefer gehen – Oma soll wieder gesund werden, Mama und Papa sollen sich weniger streiten … So werden sie in ihrem Leben immer wieder erfahren haben, dass Gott Bitten erfüllt, aber auch, dass Gott nicht alle Bitten sofort und so erhört, wie sie es sich wünschen.
Und doch will uns Jesus in seinen Gleichnissen klarmachen, dass Gott alle Gebete und Bitten hört. Das heißt aber nicht automatisch, dass er sie auch alle erfüllt. Und das ist manchmal wirklich schwer nachzuvollziehen für Kinder.
Ein Mitarbeitender erzählt von einem seiner letzten Gebete, in dem er Gott um etwas gebeten hat. – Er benennt aber nur das Gebet, noch nicht das „Ergebnis“. Gemeinsam wird mit den Kindern überlegt, ob dies ein gutes Gebet ist, ob man das beten kann und was Gott wohl aus diesem Gebet gemacht hat. Hat Gott es gehört? Hat Gott es erhört? Hat Gott es überhört?
Danach werden mit den Kindern gemeinsam Gebetsanliegen gesammelt. Die Kinder werden dazu ermutigt, alle Bitten zu benennen, für die sie beten wollen. Sie können ihre Gebetsanliegen der Reihe nach sagen (jedes Kind ein Gebetsanliegen). Es kann vorkommen, dass die Kinder auf der einen Seite viele unrealistischen Sachen aussprechen, auf der anderen Seite aber auch sehr persönliche Anliegen. Hier müssen die Mitarbeitenden gut leiten.
Gemeinsam wird nun für die Anliegen der Kinder gebetet.
Wenn sich die Kinder nicht trauen etwas zu nennen, wäre es gut, wenn die Mitarbeiter Anliegen mitbringen und für diese beten.
Ein Mitarbeitender stellt in die Mitte der Gruppe eine Schüssel mit verschiedenen Süßigkeiten.
Nun dürfen die Kinder sich eine der Sachen in der Mitte aussuchen. Dazu müssen die Kinder der Reihe nach sagen, was sie gern haben würden. Aber nur die Kinder, die darum bitten, bekommen auch das Gewünschte.
Theaterstück
Das Theaterstück wird von zwei Mitarbeitern gespielt. Beide verkleiden sich. Das Theaterstück hat ein offenes Ende. Die Geschichte soll von den Kindern zu Ende gespielt werden.
Der Raum wird abgedunkelt und ein Mitarbeitender schläft. Dieser ist verkleidet mit einem „Nachthemd“. Im Raum ist eine große Uhr, die auf kurz nach zwölf steht. Ein zweiter Mitarbeitender (der vorher den Raum verlassen hat) klopft an die Tür. Dieser Mitarbeitende hat einen Mantel an oder ein Tuch umgehangen.
M1: gähnt. Oh Mann, wie spät ist es wohl? Es ist ja noch voll dunkel. Aber ich glaube, es hat geklopft. Lauscht kurz in die Stille. Ach nein, ich habe anscheinend nur geträumt. Dreht sich um und versucht wieder einzuschlafen.
M2: klopft noch einmal leise
M1: schreckt hoch. Und ich habe nicht geträumt, es scheint wirklich geklopft zu haben. Aber um diese Zeit mache ich bestimmt meine Tür nicht mehr auf. Dreht sich auf die andere Seite und versucht wieder einzuschlafen.
M2: Klopft noch einmal
M1: Oh Mann, ich möchte mal wissen, wer so spät noch durch das Dorf geht und mich von meinem wohlverdienten Schlaf abhält. Ich muss doch morgen wieder arbeiten. Ich brauche meinen Schlaf wirklich.
M2: Klopft noch einmal, diesmal etwas lauter
M1: genervt. Jaja, ich komme schon … Flüstert. Hallo, wer ist denn da?
M2: Flüstert ebenfalls. Ich bin es, dein Freund.
M1: Weißt du nicht, wie spät es ist? Musst du hier so einen Lärm machen?
M2: Ich habe eine Bitte an dich, kannst du mir drei Brote leihen?
M1: Es ist schon spät und meine Tür ist schon verschlossen. Die kann ich jetzt nicht mehr aufmachen.
M2: Ich bitte dich. Ich habe Besuch von einem Freund bekommen, der auf der Reise ist und ich habe nichts, was ich ihm geben kann.
M1: Ich kann dir jetzt aber nichts geben. Ich würde alle im Haus wach machen.
Das will ich nicht.
M2: Bitte, ich will mir die drei Brote auch nur leihen. Du bekommst sie ganz gewiss wieder.
M1: Hast du mal an meine Familie gedacht, wenn die jetzt alle wach werden. Und die Tiere werde ich auch aufwecken und dann spielen die die halbe Nacht verrückt.
M2: Ich bitte dich als dein Freund darum, dass du mir drei Brote leihst …
Mit den Kindern wird überlegt, wie die Situation weitergeht. Dazu werden die Kinder in Zweiergruppen eingeteilt und spielen die Szene (inklusive der Verkleidung) zu Ende.
Bitte-Puzzle
Auf mehrere DIN-A4-Blätter wird das Wort „BITTE“ aufgeschrieben. Diese werden zerschnitten und in Umschläge verteilt. Die Gruppe wird in kleine Gruppen aufgeteilt und diese puzzeln um die Wette die „BITTE“-Zettel zusammen und kleben diese auf ein größeres Papier oder eine Pappe auf.
Wenn alle Gruppen fertig gepuzzelt haben, wird in der ganzen Gruppe gemeinsam überlegt:
1. Was kann man (er)bitten?
2: Wen kann man bitten?
Wenn im zweiten Punkt das Stichwort „Freund“ genannt wurde, wird der Bibeltext (Lk 11,5-8) nacherzählt.
Die Verkleidungen vom Theater oder die „Bitte“-Plakate werden in die Mitte gelegt. Mithilfe dieser Gegenstände wird die Geschichte von den Jungscharlern zusammengefasst und wiederholt.
Jesus will mit dem Gleichnis etwas deutlich machen. Der Bibeltext geht noch weiter. Der Mitarbeitende liest die Verse 9 und 10 vor.
Jesus will seinen Jüngern, zu denen er das gesagt hat, etwas deutlich machen. Seine Jünger, seine Freunde, dürfen alle ihre Bitten vor Gott aussprechen und Gott wird diese Bitten hören. Jesus ermutigt auch uns, alle unsere Bitten vor Gott zu bringen. Er verspricht uns, dass Gott diese Bitten alle hört. Das heißt aber nicht, dass alle unsere Bitten in Erfüllung gehen. Auch wenn Gott alles kann, ist er kein Wunschautomat, in den man eine Bitte einwirft und unten kommt die Erfüllung des Wunsches heraus.
Wichtig ist, dass wir mit unserer Bitte zu Gott gehen und sie ihm sagen. Jesus verspricht, dass Gott unsere Bitten hört. Das Geniale bei Gott ist, dass wir dazu nicht an einen bestimmten Ort gehen müssen. Gott hat keine Haustür, so wie der Freund in der Geschichte, sondern wir können – egal wo wir sind und was wir gerade machen – Gott unsere Bitten erzählen. Das nennt man Beten.
Gemeinsam wird mit den Kindern über folgende Fragen nachgedacht.
An dieser Stelle kann ein Mitarbeiter ein eigenes Gebetserlebnis erzählen.
Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan.
Matthäus 7,7 Luther84
Diesen Vers kann man mit den Kindern zusammen auswendig lernen. Um das zu vereinfachen, kann man zu jedem Teil des Verses eine Pantomime machen.
Bittet (Hände aneinanderhalten, bittende Geste)
so wird euch gegeben (Hände aufmachen, sodass man etwas empfangen kann)
suchet (eine Hand über die Augen machen und in der Gegend umherschauen)
so werdet ihr finden (sich über das Gefundene freuen)
klopfet an (mit der Hand an eine Tür klopfen)
so wird euch aufgetan (durch die geöffnete Tür gehen)
Wenn man zum Einstieg schon Gebetsanliegen gesammelt hat, kann man für diese noch einmal beten. Wenn man noch keine Anliegen gesammelt hat, kann man jetzt von jedem Kind ein Gebetsanliegen sammeln und dafür beten.
Abschluss des Gebets: Danke Gott, dass wir durch Jesus wissen, dass du alle unsere Bitten hörst und wir dich nicht damit nerven. Bitte gib uns Geduld, wenn wir länger für etwas bitten. Danke, dass keine unserer Bitten zu groß für dich ist. Danke, dass du so ein großer Gott bist. Amen.
Gemeinsam wird eine Tür gebastelt. Dazu werden zwei gleichgroße Blätter benötigt. Auf einem ist eine Tür zu sehen (siehe Vorlage). Diese wird so eingeschnitten, dass man die Tür öffnen kann. Auf diese Tür schreibt man untereinander die Worte Bittet …; Suchet …; Klopfet an … Nun klebt man ein zweites Blatt dahinter und vervollständigt den Merkvers.
Ja oder Nein
In der Bibel gibt es immer wieder Menschen, die Gott um etwas gebeten haben. Den Kindern werden verschiedene Gebetsanliegen vorgelesen und sie müssen entscheiden, ob diese aus der Bibel sind oder nicht. Der Raum wird vorher in eine „Ja-Seite“ und eine „Nein-Seite“ unterteilt. Wenn die Kinder glauben, dass dieses Gebetsanliegen aus der Bibel ist, müssen sie sich auf die „Ja-Seite“ stellen, wenn sie es nicht glauben, auf die „Nein-Seite“.
Gebetsanliegen:
Mit einem Arbeitsblatt wird der Merkvers aus Matthäus 7,7 noch einmal wiederholt.
Wer bittet, dem wird gegeben
Ich bin Gottes Freund
Alles, was ich hab
Im Dunkeln über Hindernisse laufen
Der Freund in der Geschichte musste im Dunkeln bis zu seiner Haustür laufen. Dabei musste er um das eine oder andere herumlaufen und über andere Sachen drübersteigen.
Material: Augenbinden, Hindernisse (unterschiedliche Größen), die Kinder sollten barfuß oder in Strümpfen gehen.
Die Hindernisse werden im Raum verteilt. Einem Kind werden die Augen verbunden und es muss nun versuchen, von der einen Seite des Raumes zur anderen Seite zu kommen. Wer schafft es, möglichst wenige Gegenstände zu berühren oder auf sie zu treten?
Bei Gott ist alles möglich. Er kann selbst menschlich Unmögliches möglich machen.
Gottes Verheißungen gehen in Erfüllung. Auch wenn es manchmal lange dauert. Es lohnt sich, an Gottes Zusagen festzuhalten.
Der Text bildet den Abschluss der Abraham-Reihe. Endlich trifft das ein, worauf Sara und Abraham viele Jahren warten mussten: Der Sohn Isaak wird geboren. Endlich erfüllt sich die Verheißung Gottes.
V.1: Gott greift nach seinem Zeitplan ein und hält sich an seine Versprechen.
V.2: Gottes Möglichkeiten lassen sich nicht durch meine Möglichkeiten einschränken. Obwohl Sara und Abraham sehr alt waren (also menschlich gesehen keine Kinder mehr bekommen konnten), werden sie Eltern.
V.3: Abraham gibt seinem Sohn den Namen Isaak, was Gelächter oder „Er lacht“ bedeutet. In 1. Mose 17,19 gibt Gott Abraham schon die Anweisung, wie er seinen Sohn nennen soll.
V.4: Abraham hält sich an das Gesetz, dass alle männlichen Nachkommen beschnitten werden sollen. Bei der „kleinen OP“ wird die Vorhaut entfernt. Diese Beschneidung hat Gott als Bundeszeichen angeordnet (1. Mose 17,9-14), unter anderem als Zeichen der Zugehörigkeit zum Volk Gottes.
V.5: Mit der Nennung des Alters wird noch einmal deutlich, wie lange Abraham auf die Erfüllung der Verheißung warten musste. Bei der Verheißung in 1. Mose 15 ist Abraham 75 Jahre alt. Dort verspricht Gott, dass ein großes Volk von ihm abstammen wird. In 1. Mose 15 wird ihm ein Sohn versprochen. Bei der Geburt von Ismael ist er 86 Jahre (1. Mose 16,15) und bei der Ankündigung von Isaaks Geburt 99 Jahre und Sara 90 Jahre (1. Mose 17,17) alt.
V.6.7: Sara kann wieder lachen, die Schmach, keine Kinder zu haben, die damals ja viel größer war als heute, ist vorbei. Auch wird ihr Lachen verwandelt. Bei der Ankündigung in 1. Mose 18,12 lachte Sara auch. In dieser Situation, als Gott selbst Abraham besuchte, bestritt sie es hinterher, gelacht zu haben. Damals war es ein ungläubiges Lachen. Jetzt kann Sara voller Freude lachen, das spiegelt auch der Name des Sohnes wider. Er hat Lachen und Freude in die Familie von Abraham und Sara gebracht.
In Hebräer 11,8-12 wird auf den Glauben von Abraham hingewiesen, der an Gottes Verheißungen festhielt und warten konnte.
Dieser Abschnitt ist ein schöner Abschluss der Reihe über Abraham. Endlich kommt der ersehnte Sohn zur Welt. Aber die Zeit, die dazwischenliegt, ist lang. Viele Jahre vergehen, ohne dass Abraham etwas von der Erfüllung der Verheißung sieht. Ein großes Volk soll entstehen? Wie soll das ohne Kinder gehen? Aber er darf erleben, dass es sich lohnt, Gott zu vertrauen und an seiner Zusage festzuhalten. Gott schreibt seine Geschichte mit Abraham und er hat einen anderen Zeitplan als ich mir das vielleicht vorstelle und wünsche. Da möchte ich von Abraham lernen, an Gott fest- und durchzuhalten, auch wenn es menschlich gesehen eigentlich keine Chance mehr gibt. Abraham hat vorher viel selbst probiert: er wollte seinen Knecht als Erben einsetzen, er zeugte Ismael, aber er musste lernen, dass Gott etwas anderes bereithält.
Die Geschichte hinterfragt auch meinen Glauben an den Gott, der Unmögliches möglich macht. Glaube ich das wirklich, rechne ich heute auch noch damit? Oder weiß ich es theoretisch, aber mein Gebetsleben und mein Glaube zeigen eher, dass ich auf das schaue, was menschenmöglich ist?!
Die Kinder lernen einen Gott kennen, der unser Denken übersteigt. Er kann Dinge tun, die menschlich gesehen unmöglich sind. Bei ihm sind das Alter und menschliche Begrenztheit kein Hindernis.
Auf der einen Seite sind Kinder in vielen Dingen abgeklärt und aufgeklärt, auf der anderen Seite gibt es vieles, was nicht erklärbar ist. Auch Wunder oder Besonderheiten kommen vor. Hier können die Kinder erfahren, dass es nichts gibt, das Gott unmöglich ist und dass es heute wie damals gilt: Dieser Gott ist heute derselbe wie damals bei Abraham.
Manche Kinder haben vielleicht schon die Erfahrung gemacht, dass Gott nichts tut. Sie haben gebetet, aber nichts ist passiert oder scheinbar nichts ist in Erfüllung gegangen. In der Geschichte von Abraham können die Kinder erleben, dass Gott an seiner Zusage festhält und voll zu seiner Verheißung steht, auch wenn Abraham selbst Dinge versucht. Gott hat seinen Zeitplan und manchmal kann das länger dauern, als uns lieb ist. Die Kinder sollen ermutigt werden, an Gott dranzubleiben, ihm zu vertrauen und sich immer wieder mit ihren Anliegen an ihn zu wenden. Das gilt gerade auch für Zeiten, wenn der Eindruck entsteht, dass Gebete nicht oder lange nicht erhört werden. Sie können sicher sein, dass Gott treu ist und sie können ihm Großes zutrauen.
Idee 1: Unglaublich – aber wahr?!
Es werden kurze Beispiele von unglaublichen Geschichten vorgelesen und die Kinder entscheiden, ob die Geschichten wahr oder falsch sind. Entweder trifft jeder Teilnehmer die Entscheidung für sich, indem er die Antworten auf einen Zettel schreibt. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Raum in zwei Hälften geteilt wird, also in „Wahr“ und „Falsch“, und die Teilnehmer sich in die entsprechende Hälfte des Raumes stellen. Am Ende wird geschaut, wer mehr richtige Antworten hat. Beispiele:
Idee 2: Zeit und Warten
Die Kinder haben die Aufgabe zu schätzen, wie lang eine Minute ist. Dazu wird eine Startlinie gezogen und im Abstand von ca. 10 Metern eine Ziellinie festgelegt. Die Kinder sollen nun die Wegstrecke in genau einer Minute zurücklegen. Dabei muss man darauf achten, dass keiner auf eine Uhr schaut. Welches Kind schafft diese Aufgabe in genau einer Minute bzw. ist am nächsten an der Minute dran.
Dieses Spiel kann auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden. Bei der ersten Variante können die Teilnehmer an der Startlinie stehen bleiben so lange sie wollen, Hauptsache, die Ziellinie wird im richtigen Moment überquert. Bei der zweiten Variante müssen die Mitspieler immer in Bewegung sein, das heißt, der Lauf von der Start- zur Ziellinie findet in Zeitlupe statt.
Erzählung
Die Geschichte wird aus der Sicht von Abraham erzählt.
Ich hab’s ja fast nicht mehr geglaubt. Aber Gott hat sein Versprechen gehalten, aber dass das sooo lange dauern musste. Jetzt bin ich 100 Jahre alt und bin Vater. Sara, meine Frau, ist ja auch schon 90 und jetzt ist sie auch Mutter. Endlich. Endlich ist das Warten vorbei. Die Blicke der anderen, die mitleidig auf uns geschaut haben, weil wir keine Kinder bekommen konnten, die gibt es nicht mehr. Jetzt sind es eher ungläubige Blicke. Endlich ist bei uns zu Hause Lachen und Weinen, jemand, der uns auf Trab hält. Wer hätte das gedacht!?
Ich hab echt schon einiges mit Gott erlebt. Wie er mich auf den Weg geschickt hat, einfach mal so loszugehen in ein fremdes Land. Und sein Versprechen, dass meine Nachkommen mal so zahlreich sein sollen wie die Sterne am Himmel. Immer wieder hat Gott mir das Versprechen gegeben und wiederholt.
Jetzt sind die Jahre des Wartens endlich vorbei. Da haben die Nachbarn vielleicht gestaunt. Daran hat keiner geglaubt, dass so was Unmögliches passieren kann.
Auch Sara kann wieder lachen. Passenderweise heißt unser Sohn so – Gelächter. Wir haben ihn so genannt, wie Gott es gesagt hat. Vor einem Jahr war da dieser Besuch, der sagte: „Ihr werdet in einem Jahr einen Sohn haben“, aber Sara konnte es nicht glauben und lachte. Doch es ist so passiert: Ein Jahr später war unser Sohn da.
Ich kann euch sagen: Noch mal muss ich das nicht mitmachen. Die Zeit kann ganz schön lange werden. Da wird man immer älter und weiß: Also, menschlich gesehen geht nichts mehr. Und dann trotzdem an Gottes Versprechen festzuhalten, das ist echt nicht leicht. Einiges habe ich dann ja selbst probiert. Erst wollte ich meinen Knecht Elieser zum Erben machen. Das hat Gott anders gesehen, Elieser sollte nicht alles von mir bekommen. Und dann war da diese Sache mit Ismael. Meine Frau Sara hatte die Idee und eigentlich war das doch nicht so schlecht, oder? Der Plan war aber nicht Gottes Plan und so richtig gut ist das auch nicht ausgegangen. All das, was wir so probiert haben, hat nicht wirklich geklappt. Zum Glück ist Gott treu und steht zu dem, was er sagt. Es lohnt sich, ihm zu vertrauen, auch wenn alles dagegenspricht. Er hat halt einen anderen Zeitplan und kann dann Dinge tun, die eigentlich unmöglich sind.
Es wird toll sein, meinen Sohn aufwachsen zu sehen und ich bin gespannt, was Gott noch alles tut in meinem und Isaaks Leben.
Spontantheater mit den Jungscharlern.
Es werden Rollen verteilt und einige Stationen aus dem Leben von Abraham und den letzten Jungscharstunden gespielt. Als Abschluss wird dann der heutige Text gespielt. Entweder wird er vorher kurz gemeinsam gelesen oder einer erzählt ihn und die Jungscharler spielen dazu. Vielleicht ist die Geschichte auch in der Gruppe so bekannt, dass sie ohne große Anleitung „mitgespielt“ werden kann.
Es liegen Sterne aus Papier in der Mitte. Die Sterne erinnern daran, dass Gott Abraham die Verheißung gegeben hat, dass er so viele Nachkommen haben wird, wie Sterne am Himmel (1. Mose 15,5). Jeder nimmt sich einen Stern und schreibt darauf ein Ereignis aus dem Leben von Abraham. Die Sterne werden nun so geordnet, dass sie die Lebensgeschichte von Abraham darstellen.
In einer ersten Gesprächsrunde sucht man gemeinsam nach Antworten auf folgende Fragen:
Fällt es dir schwer oder leicht, auf etwas zu warten? Was hilft dir, auf etwas zu warten?
Was hast du schon für Erfahrungen mit Gott gemacht? Wo fällt es dir leicht/schwer, Gott zu vertrauen?
Was wäre wohl passiert, wenn Abraham nicht so lange gewartet und geglaubt hätte?
Wie waren seine Erfahrungen bisher mit dem Thema Versprechen, die Gott ihm gegeben hat?
Was können wir von Abraham lernen? Über den Glauben lernen?
Was können wir über Gott lernen?
In der zweiten Runde wird es konkret und wir stellen Fragen an Abraham und Sara. Dabei schlüpft jeweils ein Jungscharler in die Rolle von Abraham oder Sara. Wichtig ist, dass die Kinder dabei bewusst in die Rolle geführt (Du bist …) und auch wieder aus der Rolle entlassen werden (Danke … Du bist wieder Name des Kindes). Zur Verdeutlichung können die beiden Rollen auch eine Verkleidung bekommen. Die Kinder können dann ihre Fragen an Abraham und/oder Sara stellen. Wenn am Anfang keine Fragen kommen, sind mögliche Fragen:
Wie ging es dir mit dieser langen Wartezeit?
Was hättest du Gott am liebsten mal gesagt?
Wie war das, als du erfahren hast, dass du schwanger bist?
Was haben die anderen zu euch gesagt?
Das Wort des Herrn ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.
Psalm 33,4 Luther17
Aus Papier wird ein Stern ausgeschnitten und der Merkvers darauf geschrieben. Die Zacken werden in die Mitte gefaltet und der Stern wird so in eine flache Schale mit Wasser gelegt. Die Zacken falten sich auseinander und der Merkvers wird sichtbar.
Hinweis: Man muss darauf achten, dass man keinen wasserlöslichen Stift verwendet.
Es liegen Sterne in der Mitte. Die Kinder können draufschreiben oder sagen, was sie sich wünschen, worum sie Gott bitten möchten, worauf sie schon lange warten. Als Erinnerung kann jedes Kind einen/seinen Stern mitnehmen.
Bilderrahmen gestalten
In der vorherigen Lektion wurden die Kinder aufgefordert, ein Babyfoto von sich mitzubringen. Für dieses Foto basteln wir einen Bilderrahmen. Dazu erhält jedes Kind eine dünne Sperrholzplatte, die größer ist als das Foto. Auf diese Platte wird außen herum ein Rahmen aus Gipsbinden geklebt. Dazu werden die Gipsbinden nass gemacht und dann fantasievoll geformt. Wenn der Gips getrocknet ist, kann der Rahmen noch angemalt werden. In die Mitte wird nun das Bild geklebt.
Hinweis: Das Anmalen kann eventuell erst in der nächsten Gruppenstunde geschehen.
Wer zuerst lacht, hat verloren
Einer versucht, die anderen zum Lachen zu bringen oder alle versuchen, einen zum Lachen zu bringen.
Wenn die Kinder alle am Lachen sind, kann man noch einen Lachkreis durchführen. Dazu legen sich alle im Kreis auf den Boden und zwar so, dass immer ein Teilnehmer mit dem Kopf auf dem Bauch eines anderen Teilnehmers liegt. So bekommt man das Wackeln des Bauches beim Lachen des anderen mit und man muss einfach mitlachen.
Geburtsjahre raten
Die Namen von berühmten Persönlichkeiten werden auf Karteikarten geschrieben. Die Kinder haben nun die Aufgabe, die Karteikarten nach dem Geburtsjahr der Persönlichkeit zu ordnen. Hier ein Beispiel: Donald Trump (1946) – Angela Merkel (1954) – Joachim Löw (1960) – Helene Fischer (1984) – Robert Lewandowski (1988) – Justin Bieber (1994)
Unglaublich
Gott ist stark
Je–Je–Jesus ist größer
Ich bin sicher
Absoluto guto
Die besten Pläne
Unserm Gott ist alles möglich
Geburtsanzeige erstellen
In kleinen Gruppen haben die Kinder die Aufgabe, eine Geburtsanzeige für Isaak zu erstellen. Dazu schauen sich alle gemeinsam Geburtsanzeigen an, wie sie in der Zeitung stehen. Nun können sie so ähnlich eine Anzeige gestalten. Vielleicht kann diese Anzeige am Sonntag im Gottesdienst verteilt werden oder sogar im Gemeindebrief veröffentlicht werden. – Dort natürlich mit dem Hinweis, dass es sich dabei um eine Aktion der Jungschar handelt.
Es werden Spiele durchgeführt, die alle etwas mit dem Thema Baby zu tun haben. Hier einige Beispiele:
Zwei Babypuppen werden um die Wette angezogen.
Zwei Jungscharler müssen sich gegenseitig füttern.
Es findet ein Wetttrinken aus Babyflaschen statt.
Mit verbundenen Augen wird Babybrei aus dem Glas gekostet. Um welche Sorte handelt es sich?
Ich darf Zeit mit Gott verbringen. Gott freut sich, wenn ich Zeit für ihn habe.
Für Gott muss ich nicht besonders sein oder Besonderes können. Er möchte, so wie ich bin, Gemeinschaft mit mir haben.
Die Geschichte von Maria und Marta beschreibt eines von mehreren Erlebnissen, die Jesus mit seinen Jüngern auf der Reise nach Jerusalem hat.
Das durchgängige Thema im Lukasevangelium ist die kontinuierliche Hinwendung Jesu zu den Zöllnern und Sündern. Er begegnet denen, die von der religiösen Oberschicht gemieden wurden. Diese Oberschicht sind die, die immer die Werke und den äußeren Schein in den Vordergrund stellten. Jesus jedoch geht es nicht um das Tun oder den religiösen Schein, er will Gemeinschaft mit den Menschen haben. Er will, dass wir bei ihm und mit ihm sind. Gerade das unterstreicht auch die Geschichte von Maria und Marta.
Auf dem Weg nach Jerusalem kommt er nach Betanien, zu seinen Freunden Maria, Marta und Lazarus (der aber hier nicht erwähnt wird). Gastfreundschaft spielt im Neuen Testament (Lk 7,36 ff.; Lk 9,51 ff.) eine große Rolle und war im Orient ein Beweis der Nächstenliebe und Menschenfreundlichkeit. Es war eine Pflicht, sein Haus für Wanderer zu öffnen und ihnen Gastfreundschaft zu zeigen.
Marta ist die Älteste und übernimmt daher traditionell die Rolle der Gastgeberin. Immer wieder wird Marta in Verbindung mit demütigem Dienst gestellt (Joh 12,2; Joh 11,39). Ihr Dienst ist ein Ausdruck ihrer Liebe zu Jesus. Martas Dienst wird im griech. als „sich übermäßig viel zu schaffen machen, völlig in Anspruch genommen sein“ beschrieben.
Maria wird fast gegenteilig beschrieben. Sie zeigt ihre Liebe zu Jesus in bedingungsloser Hingabe. Sie ist leidenschaftlich und emotional. Maria begibt sich in die Position einer Lernenden, was zur damaligen Zeit untypisch für eine Frau war. Maria ist völlig passiv in dieser Geschichte (das zeigen auch die passiven Verbformen im Griechischen). Das Einzige, was Maria aktiv tut, ist „zuhören“.
Jesus sieht Marta und schätzt ihren Dienst an ihm wert. Das zeigen die Verse 41+42, wo Jesus zuerst ihren Namen nennt und dann aufzeigt, dass er sieht, wie viele Sorgen und Arbeit sie sich macht und wie zerstreut sie ist. Dass Jesus Martas Namen doppelt nennt, zeigt wie wichtig ihm Marta ist. Der Name bedeutet Identität. Jesu Antwort an Marta kann nicht als Rüge verstanden werden, sondern als liebevolle Anrede, die große Wertschätzung impliziert.
Jesus erklärt Marta, dass Maria das „gute Teil“ erwählt hat. In Verbindung zu Psalm 16,5 und 119,57 wird deutlich, dass dieses „gute Teil“ Gott selbst ist. Er fordert Marta damit auf, sich vom „Vielen“ auf das „Eine“ zu konzentrieren. Dabei kritisiert er nicht ihren Dienst, sondern allein ihre Prioritätenordnung.
Ich mag die Geschichte von Maria und Marta. Dabei bin ich viel öfter in der Rolle von Marta, als in der von Maria. Maria schafft es, alles stehen und liegen zu lassen und ganz nah bei Jesus zu sein. Wie oft gelingt mir das nicht! Da gibt es viele Dinge, die unbedingt noch erledigt werden müssen, bevor ich mir endlich Zeit für Jesus nehmen kann. Selten kommt es dann noch dazu. Und manchmal kommt mir die Zeit mit Jesus wie eine religiöse Pflicht vor. „Ich muss noch in der Bibel lesen.“ – „So lange habe ich nicht mehr gebetet, das sollte ich heute Abend noch tun.“ Und schon bin ich Marta, die alles aus einer Pflicht heraus macht und Jesu Gegenwart in ihrem eigenen Haus verpasst. Wie wundervoll ist da Maria, die die Zeit nutzt und Jesus begegnet. Sie weiß, dass es der kostbarste Platz, der wertvollste Schatz ist, bei Jesus zu sitzen und seine Nähe zu genießen. Maria ist ein Vorbild darin, wie bedingungslos sie Jesus liebt und wie klar sie ihre Prioritäten setzt.
Kinder wachsen in einer Leistungsgesellschaft auf. Schon sehr früh erfahren sie, wie wichtig es ist, etwas zu können oder zu leisten und der Beste oder die Beste in etwas zu sein. Jesus legt hier einen ganz anderen und befreienden Fokus. Maria tut in dieser Geschichte nichts anderes, als bei Jesus zu sitzen und zuzuhören. Für Jesus zählt nicht die Leistung, also das, was ein Kind kann oder tun soll, sondern vielmehr der Wunsch, Gemeinschaft mit Jesus zu haben. Um diese Gemeinschaft zu bekommen, müssen keine Voraussetzungen oder Leistungen erbracht werden. Es reicht, diesen Wunsch mit Jesus zu teilen, mit ihm zu reden oder in seinem Wort zu lesen.
Für viele, gerade christlich sozialisierte Kinder, gehören religiöse Elemente zum Alltag dazu. Gebete bei Tisch, Bibellesen (auch „Stille Zeit“ genannt), Kindergottesdienst, Jungschar, usw. sind Dinge, mit denen die Kinder aus christlichen Familien wie selbstverständlich aufwachsen. Dabei erleben viele dies als Pflichten, weniger als Möglichkeiten, eine persönliche Beziehung zu Gott zu pflegen. Sie gleichen Martha, die Dinge tut, die man tun muss, wenn Jesus zu Gast ist. An sich sind diese Elemente nicht schlecht oder falsch. Es ist jedoch entscheidend, ob ich sie aus Pflicht oder aus Eigeninitiative tue. Lese ich in der Bibel, „weil man das so macht“, oder weil ich mehr über Gott erfahren möchte? Die Sache bleibt dieselbe, nur die Intention ändert sich.
Idee 1: Verstecken der Bilder zur Geschichte
Die Bilder zur Geschichte (s. unter Verkündigung) werden vom Mitarbeiter versteckt. Die Kinder dürfen die Bilder suchen und in den Gruppenraum bringen. Gemeinsam werden die Bilder sortiert und anhand der Bilder wird die Geschichte erzählt. Die Kinder können miterzählen und herausfinden, was das nächste Bild bedeuten könnte. Alternativ können die Bilder auch in einer Schatztruhe versteckt sein. Bei dieser Variante müssen die Kinder gemeinsam die Truhe suchen.
Idee 2: Topfschlagen
Einem Kind werden die Augen verbunden. Unter einem Topf werden Süßigkeiten (oder auch die gemalten Bilder) versteckt. Das Kind muss auf den Knien mit einem Kochlöffel und anhand der Rufe der Kinder (kalt – warm) den Topf ausfindig machen. Dieses alte Kinderspiel macht deutlich, dass man einen Schatz suchen und finden kann.
Erzählen mit versteckten Bildern
Es werden Bilder zur Geschichte von Maria und Marta gemalt. Dazu kann man die abgedruckten Bilder als Grundlage verwenden. Man kann auf einigen Bildern leichte Änderungen vornehmen und schon hat man die komplette Bildgeschichte. Man kann aber auch selbst mit Strichmännchen oder verschiedenen Smileys einfache Bilder malen. Die Bilder werden zusammengefaltet und nummeriert.
Bild 1: Jesus ist unterwegs
Puh, Jesus und seine Freunde waren nun schon richtig lange unterwegs. Tag für Tag wanderten sie durch die Gegend. Und das manchmal bei glühender Hitze oder bei strömendem Regen. Das war schon ganz schön anstrengend und manchmal hatten die Freunde von Jesus sicher keine Lust mehr weiterzugehen.
Bild 2: Sie sehen das Haus von Maria und Marta
Zum Glück kamen sie auf ihrer langen Reise nach Jerusalem an einem Ort vorbei, der Jesus sehr gut bekannt war. Und da Jesus und seine Begleiter wirklich müde waren, hatte Jesus eine richtig gute Idee. Was könnte das denn für eine Idee gewesen sein?
Bild 3: Marta öffnet die Türe
Jesus erinnerte sich, dass in Betanien richtig gute Freunde von ihm wohnten. Maria und Marta. Mit ihnen hatte Jesus schon so einiges erlebt, und jetzt war er richtig froh, dass sie auf ihrer Reise tatsächlich am Haus der beiden vorbeikamen. Und so liefen alle ein bisschen schneller, um möglichst bald da zu sein. Denn eins wusste jeder: Marta war eine richtig tolle Gastgeberin und wenn man bei ihr war, dann bekam man wirklich das beste Essen weit und breit.
Bild 4: Jesus und seine Freunde sind im Haus von Marta und Maria
Und schon waren sie da. Zum Glück waren die beiden Schwestern daheim. Ach, das tat gut. Die Schuhe ausziehen und die Füße ausstrecken.
Bild 5: Maria setzt sich zu Jesus und seinen Freunden, Jesus erzählt
Maria freute sich ganz besonders, dass Jesus da war. Für sie war Jesus ihr allerbester Freund und sie konnte es jedes Mal kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Wenn er da war, dann war ihr alles andere wirklich ganz egal. Sie vergaß alles um sich herum, und wollte die ganze Zeit nur neben Jesus sitzen. Für sie war die Zeit mit Jesus wie ein riesig großer Schatz. Und so fingen sie an sich zu unterhalten und Maria fragte Jesus mal wieder alles, was sie schon so lange von ihm wissen wollte.
Bild 6: Wo ist Marta? (Fragezeichen)
Hm, fällt euch etwas an dem vorherigen Bild auf? Eine Sache ist komisch. Wo ist denn eigentlich Marta? Bei den anderen beiden Bildern war sie doch immer da, aber plötzlich war Marta verschwunden.
Bild 7: Marta ist in der Küche
Marta war in der Küche. Sobald nämlich Jesus und seine Freunde gekommen waren, ist ihr eingefallen, dass sie sofort mit Kochen anfangen muss. Immerhin war Jesus nicht irgendein Gast, sondern der Sohn Gottes. Und das wusste Marta. Und da wollte sie das allerbeste Essen machen. Mit Vorspeise und Nachspeise, und das dauerte ganz schön lange. Aber fällt euch was an Marta auf?
Bild 8: Marta beschwert sich bei Jesus
Marta war richtig ärgerlich. Puh, das konnte sie wirklich nicht für sich behalten. Was könnte denn der Grund dafür sein, dass Marta so ärgerlich war?
Marta ärgerte sich über ihre kleine Schwester, die einfach bei Jesus saß und überhaupt nicht daran dachte, ihr zu helfen. Sie musste die ganze Arbeit allein machen und Maria ruhte sich bei Jesus aus. Und weil sie so sauer war, ging sie schnurstracks zu Jesus und beschwerte sich bei ihm über Maria. Und sie verlangte von Jesus, dass er Maria sagte, sie solle ihr helfen! Wer könnte denn mal nachmachen, wie sehr sich Marta aufgeregt hat oder was sie gesagt hat?
Bild 9: Jesus redet mit Marta
Das tat Marta gut, endlich mal zu sagen, was sie so ärgerte. Was denkt ihr, was Jesus nun gemacht hat? Oder was hättet ihr denn gemacht? (Kinder nach Lösungen suchen lassen). Jesus war ganz freundlich zu Marta. Er ärgerte sich nicht über sie oder schimpfte sie, weil sie so gemein über Maria geredet hatte: Meine liebe Marta, sagte Jesus. Ich sehe, dass du dir so viel Mühe gegeben hast mit allem hier. Es ist wirklich toll geworden und dein Essen schmeckt wirklich wunderbar. Aber schau, vor lauter Arbeit hast du gar keine Zeit für mich. Ich bin dein Gast – das heißt, ich möchte Zeit mit dir verbringen. Und ich vermisse dich hier in unserer Runde. Ich konnte heute noch nicht einmal mit dir sprechen.
Bild 10: Jesus erklärt Marta, was wirklich wichtig ist (Schatztruhe)
Schau Marta, so redet Jesus weiter. Du ärgerst dich über Maria, weil sie gar nichts tut und einfach nur bei mir sitzt. Sie hat nichts falsch gemacht, ganz im Gegenteil. Sie hat es richtig gemacht. Die Zeit mit mir ist für Maria wie ein großer Schatz. Und diesen Schatz kann ihr keiner wegnehmen.
Erzählen mit drei Stühlen
Vorn stehen drei Stühle. Auf dem linken Stuhl liegt ein Putzlappen (Marta). Auf dem mittleren Stuhl steht eine große Schatztruhe (Jesus). Auf dem rechten Stuhl liegt eine Uhr (Maria).
Zuerst überlegen die Kinder gemeinsam, was diese Gegenstände bedeuten könnten. Hierzu kann man auch gemeinsam sammeln, was man mit diesen Gegenständen machen kann. Nach einem kurzen Gespräch steht der Mitarbeiter, der die Geschichte erzählt, auf und stellt sich hinter die drei Stühle. Nun erzählt er die Geschichte und nimmt jeweils den Platz ein, der zur jeweiligen Person gehört.
Umgedrehte Bilder
Anhand der Bilder wird die Geschichte noch einmal kurz wiederholt. Die Bilder werden falsch herum auf den Boden gelegt. Die Kinder nehmen sich ein Bild, drehen es um und erzählen kurz, was auf dem Bild zu sehen ist und welche Situation das in der Geschichte war. Der Mitarbeiter behält das Bild mit der Schatztruhe und zeigt dies am Ende. So wird der Kernpunkt der Geschichte noch einmal am Schluss wiederholt, um den Übertrag herzustellen.
Fragen zum Erarbeiten des Übertrags:
M&M-Gespräch
Ein Mitarbeiter bringt eine Packung M&Ms mit. Für jede Farbe steht eine Frage.
Rot: Worüber ärgert sich Marta? Was tut sie mit ihrem Ärger?
Grün: Was macht Jesus in der Geschichte? Was gefällt mir daran?
Gelb: Maria hat sich für einen besonderen Platz entschieden? Wo hält sie sich während der Geschichte auf und warum?
Braun: Jesus erzählt von einem Schatz? Was ist dieser Schatz?
Blau: Heute kann ich nicht direkt mit Jesus am Tisch sitzen. Wie kann ich heute wie Maria Zeit mit Jesus verbringen?
Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen, aus lauter Güte.
Jeremia 31,3b Luther84
Bei Gott müssen wir keine Leistung bringen. Er liebt uns schon immer, und das ganz unabhängig von allem was wir tun und können.
Der Vers wird auf einzelne Karten geschrieben. Zuerst wird er gemeinsam zwei- bis dreimal wiederholt. Dann werden nach und nach die Karten weggenommen, sodass am Ende die Kinder den Vers ohne Karten aufsagen können.
M&M-Gebet
In der Mitte liegen viele M&Ms. Der Reihe nach können sich die Teilnehmer ein M&M holen und dabei ein Gebet sprechen. Dabei hat jede Farbe eine andere Bedeutung, zum Beispiel:
Rot: Ich danke Gott.
Grün: Ich nenne ein persönliches Gebetsanliegen.
Braun: Ich bete für einen anderen Menschen.
Gelbe: Ich sage Gott etwas Gutes (Anbetung).
Beten oder Bibellesen bedeutet Zeit mit Gott zu verbringen. Um dies motivierend zu gestalten, könnten Bibel oder Gebetstagebücher gestaltet oder hergestellt werden.
Kleine Heftchen werden als Gebetstagebücher beklebt. Dazu benötigt man Zeitschriften und Kataloge, um Bilder auszuschneiden, die dann als Collage auf den Umschlag geklebt werden.
Gut zuhören!
Es wird eine Reihe gebildet. Der Erste flüstert seinem Nachbar ein Wort ins Ohr (passend zur Geschichte von Maria und Marta), dieser flüstert es ebenfalls weiter. Jeder muss versuchen, das Wort so genau wie möglich zu verstehen und es richtig weiterzugeben. Der Letzte sagt das Wort laut.
Bezug: Es ist wichtig, gut zuzuhören, damit ich verstehe, was gesagt wird. Dabei kann ich nichts anderes machen. Ich muss mich ganz auf eine Sache konzentrieren (wie Maria).
Die Kinder füllen das Rätsel aus und erhalten den Lösungssatz.
Hast du Gott schon mal ’nen Wunsch gesagt
Komm mit, komm mit! Wir suchen einen Schatz
Superstar
Hausfrauenwettrennen
Es werden zwei Gruppen gebildet. Es laufen immer zwei Kinder gegeneinander. Die Gruppe, die zuerst fertig ist, gewinnt. Bevor die Kinder losrennen, müssen sie sich jedoch eine Schürze und evtl. eine Kochmütze anziehen und ein Tablett mit einem Topf und Besteck an sich nehmen, um damit den Parcours zu durchlaufen.
Tischgemeinschaft
Alle Kinder sitzen im Kreis. Vor jedem Kind steht eine Schüssel und eine Zahl von 1–6. In jeder Schüssel befindet sich etwas zu essen: Süßes, Salziges, Leckeres, Ungewohntes. Jedes Kind würfelt und muss jeweils das essen, was in der Schüssel mit der passenden Zahl ist.
Variante Menü: Es wird mit zwei Würfeln gewürfelt, die Kinder stellen sich das Menü aus den beiden Zutaten zusammen und müssen es essen – auch wenn die beiden Zutaten nicht zusammenpassen (zum Beispiel: Salzstangen und Honig).
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