2. Ein Tag im Leben von Jesus

Das Ziel

Starter

Der wichtigste Termin in deinem Leben! Er wird alles verändern.

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Zeit mit Jesus verändert alles.

Der Text an sich

Der Schreiber des Markusevangeliums wendet sich an die nicht jüdischen Menschen seiner Zeit. Es ist das kürzeste Evangelium. Zweimal finden wir einen detaillierten Tagesablauf, einmal ganz am Anfang und einmal am Ende. Kapernaum war eine Stadt mit vielen Bewohnern verschiedener Nationalitäten, unter anderem wohnten hier auch römische Soldaten. Deshalb erreichte Jesus hier nicht nur Juden, sondern auch die nicht jüdische Bevölkerung. Einige seiner Jünger sind hier zuhause. Jesus besuchte diesen Ort oft und immer wieder tat er dort Wunder. Trotzdem glaubten die Leute nicht an ihn. Einmal zählte er die Städte auf, die er oft besuchte. Dabei war auch Kapernaum. Er wirft ihnen vor, dass sie ihm nicht geglaubt haben. Ganz am Anfang einer Wanderzeit besucht er mit vier seiner Jünger die Stadt. Es ist Sabbat und Jesus geht in die Synagoge. Hier war der Treffpunkt der jüdischen Gemeinde, es wurde Gottesdienst gehalten. Am Sabbat hörten die Männer dem Rabbi zu, er las aus der Schriftrolle vor und erklärte den Text. Jeder erwachsene jüdische Mann, der sich in der Schrift auskannte, konnte aufgefordert werden aus der Schriftrolle vorzulesen und sie zu erklären. Jesus wartet auf keine Aufforderung, sondern er nimmt die Schriftrolle und lehrt. Die Menschen sind erstaunt über das, was er sagt. Hier begegneten sie einem Mann, der ganz anders auftrat und redete, als sie es gewohnt waren. Jesus trifft hier auf einen Menschen, der von einem bösen Geist besessen war. Er wusste, dass Jesus Gottes Sohn ist und sagt es auch öffentlich. Jesus befahl dem bösen Geist, den Menschen in Ruhe zu lassen. Die Besucher in der Synagoge waren erstaunt über die Macht, die Jesus hatte. Anschließend geht Jesus direkt zu Petrus nach Hause. Hier liegt seine Schwiegermutter krank im Bett. Obwohl Petrus Jesus noch nicht so lange kennt, vertraut er ihm. Jesus machte sie gesund. Weil die Menschen am Sabbat nicht Reisen durften, kamen sie erst am Abend, dem Beginn des neuen Tages, zu Jesus und brachten ihm ihre Kranken. In all dem Trubel nimmt sich Jesus aber auch die Zeit, um mit seinem Vater zu sprechen. Er geht noch in der Nacht an einen einsamen Ort, um zu beten.

Der Text für mich

„Keine Zeit,“ wie oft sagen wir das zu anderen? Die Arbeit, dazu die Herausforderungen zuhause, das bringt auch uns manchmal an die Grenzen. Der Text zeigt uns einen ganz normalen Tag von Jesus. Überrascht es mich denn, dass er genauso voll ist wie mein Tag?

Aber dann stellt sich bei mir doch die Frage, wie bekommt er das hin? Es wäre einfach und sicher falsch zu sagen, er ist eben Gottes Sohn. Er zeigt es uns im letzten Teil des Textes. Er spricht mit seinem Vater und tankt hier auf. Trotz aller Arbeit nimmt er sich Zeit zu Gesprächen mit Gott.

Der Text für dich

Starter

Der Terminkalender ist voll, das ist auch bei den Kindern oft so. Schule, lernen, Hausaufgaben, Sportverein oder Musikschule und dann noch die Verabredung mit einem Freund/einer Freundin. Wo passt da Gott rein und muss das überhaupt sein?

Wenn die Jungscharler eine Einladung bekommen, heißt es oft „keine Zeit.“ Die Antwort von mir „Keine Zeit – ich kenn das auch“, kann aber auch die Brücke zu einem Gespräch sein. Hier können wir ihnen zeigen, dass es bei aller Unruhe einen Platz gibt, wo es Ruhe gibt für den wichtigsten Termin ihres Lebens. Wir können ihnen Jesus zeigen, der immer zuhört und immer Zeit hat und ihr Leben komplett verändern kann.

Checker

Was hat eine Tankstelle mit der Stillen Zeit zu tun? Auf den ersten Blick sicher nicht viel. Wenn sie genauer hinsehen, werden sie aber merken, dass der Vergleich passt. Auftanken können, wachsen im Leben mit Jesus und das trotz vollem Terminkalender. Hier können sie ihren vollen Terminkalender mit Jesus durchsprechen und zur Ruhe kommen. Oft ist niemand da, der ihnen zuhört, aber hier begegnen sie jemandem, der immer zuhört und Zeit hat. Die Jungscharler sollen lernen, diese Zeit nicht als eine Verpflichtung zu betrachten, sondern als ein Geschenk.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Wir bringen ein sehr schön verpacktes Geschenk mit. Schon von außen sieht man, dass etwas Wertvolles eingepackt ist. Im Paket sind einzelne Buchstaben, die zusammengesetzt das Wort Zeit ergeben. Vielleicht kann man sie noch verzieren. Sie sehen auf jeden Fall wertvoll aus. Was denkt ihr, ist in diesem Paket drin? Es ist sicher etwas sehr Wertvolles. Wir lassen die Kinder raten. Auf vorbereiteten Zetteln steht zum Beispiel: Sehr wertvoll, steht nicht immer zur Verfügung, habe ich nicht, sie verfliegt. Man kann sie nicht aufhalten, sie hinterlässt Spuren usw. Dann wird das Paket ausgepackt und zusammengesetzt.

Die Jungscharler sollen ganz spontan eine Antwort auf die Frage nach ihrer Erfahrung mit der Zeit geben.

Idee 2

Wir bringen ein Plakat mit einem großen aufgemalten Zifferblatt mit. Auf 12 Segmente schreiben wir verschiedene Vorschläge: Schule, Spielen, essen, usw. Gemeinsam überlegen wir uns, wie wir unsere Zeit einteilen können. Was ist wichtig und gehört zu unserem Tagesablauf? Was können wir zusätzlich dazu einteilen? Das wird bei jedem etwas verschieden sein. Aber wir können es in Überbegriffen unterbringen. Was bleibt übrig oder was haben wir vergessen? Haben wir auch Zeit mit Gott eingeplant?

Verkündigung

Verkündigungsart: Bodenbild

Wenn es einen großen Tisch gibt, kann das Bild auch hier aufgebaut werden. Die Figuren können während des Erzählens aus Plasteline geformt, oder bereits als fertige Figuren mitgebracht werden.

Die Kinder sitzen im Kreis um die Erzählplatte. Man sieht eine Landschaft, braune und grüne Tücher, eine Stadt mit ein paar Schachtelhäusern steht da. Ein Weg aus Pappkarton führt zur Synagoge (Haus mit einem S) von dort aus geht der Weg zum Haus von Petrus und dann aus der Stadt. Daneben liegt eine gebastelte Uhr mit beweglichen Zeigern. Nach jedem Ereignis wird der Zeiger weitergedreht. Die Kinder sehen wie die Zeit vergeht.

„Wo ist Jesus hingegangen?“ Suchend blickte Petrus um sich. „Er hatte sich doch wie alle anderen im Haus zum Schlafen hingelegt. Jetzt war er unauffindbar.“ Aufgeregt öffnete Petrus die Haustüre. Im ganzen Haus hatte er schon gesucht, doch nirgends war Jesus zu finden.

Petrus trat kopfschüttelnd vor die Tür, vielleicht war Jesus irgendwo hier draußen. Er machte sich auf die Suche. Es war noch sehr früh, der Mond stand noch am Himmel. Es war kühl und alles schlief noch. Auch die anderen waren wach geworden. Gemeinsam machten sie sich auf, um Jesus zu suchen. Fröstelnd gingen sie leise die Straße entlang. Nach diesem aufregenden Sabbat waren alle sehr spät schlafen gegangen. Petrus schmunzelte. Das hatten die Menschen in der kleinen Stadt Kapernaum nicht erwartet. Alle Männer waren wie gewohnt in die Synagoge zum Gottesdienst gegangen. Gemeinsam mit Jesus waren auch die Jünger dort. In der Synagoge nahm Jesus die Schriftrolle und las vor. Das war nichts Besonderes. An jedem Sabbat las jemand anderes.

Aber plötzlich rief jemand laut dazwischen: „Du bist Gottes Sohn“, sagte die Stimme. Ein Mann war aufgestanden und störte den Gottesdienst mit seinen Rufen. „Sei still und schweige und verlass diesen Menschen“, befahl der fremde Mann. Plötzlich wurde es totenstill, was würde geschehen? Der Mann stürzte zu Boden und dann war er ganz ruhig. So etwas hatten sie noch nicht erlebt. Was würde dieser fremde Mann jetzt tun? Jesus saß ruhig da und gab die Schriftrolle zurück. Aber dann fing er an, den Text zu erklären. Staunend hörten sie ihm zu. Noch nie hatte ihnen jemand die Heilige Schrift so erklärt. Es war, wie wenn dieser Fremde Gott persönlich kennen würde. Er erzählte so begeistert von Gott. Er strahlte eine Macht aus. Wer das wohl war? Manche flüsterten, das ist sicher dieser neue Wanderprediger. Er war schon am Jordan bei Johannes. Andere meinten, das ist Jesus, er soll der versprochene Messias sein. Aber ob das stimmt?

Überall standen nach dem Gottesdienst die Menschen und redeten miteinander. Petrus schüttelte den Kopf. Er war auch erstaunt, solange kannte er Jesus noch nicht. Aber das war noch nicht alles. Langsam machten sie sich auf den Weg zu Petrus nach Hause. Seine Schwiegermutter hatte bestimmt schon etwas gekocht. Petrus erinnerte sich genau an das komische Gefühl, als er das Haus betrat. Irgendetwas war nicht in Ordnung.

Es war so still und ruhig. Was war passiert? Er war schon einige Zeit weg gewesen, eigentlich sollten sich die Hausbewohner freuen. Aber da kam schon Mirjam, seine Frau, angelaufen. Sie sah traurig aus: „Was ist passiert?“ Fragend sah Petrus seine Frau an. Er war beunruhigt, irgendetwas stimmte nicht, niemand freute sich. Weinend erzählt Mirjam den Männern: „Meine Mutter ist krank. Sie hat hohes Fieber und es geht ihr nicht gut. Was sollen wir machen?“ Petrus sah Jesus fragend an. Konnte er ihn bitten seiner Schwiegermutter zu helfen? Zögernd bat er: „Kannst du ihr helfen?“ Jesus ging in das Zimmer der kranken Frau. Man sah ihr an, dass es ihr nicht gut ging. Sie hatte ein rotes Gesicht durch das Fieber. Aber was machte Jesus da? Er fasste ihre Hand an und plötzlich sah sie überhaupt nicht mehr krank aus. Sie setzte sich auf und streckte die Beine aus dem Bett, dann stand sie auf. Sie brauchte auch keine Zeit zur Erholung, sie machte sich sofort wieder an die Arbeit. Alle sahen sich verdutzt an, Jesus hatte die Frau gesund gemacht. Niemand würde denken, dass sie krank gewesen war. Fröhlich saßen alle beim Essen und feierten das Wunder.

An diesem Abend, als der Sabbat vorbei war, kamen viele Menschen zum Haus von Petrus. Während dem Sabbat durften sie keine Kranken zu ihm bringen. Aber jetzt kamen sie und warteten darauf, dass Jesus sie gesund machte. Trotz der späten Stunde hatte Jesus Zeit für jeden Menschen. Er schickte niemanden weg. Das war auch für Jesus ein anstrengender Tag gewesen. Eigentlich müsste er doch noch schlafen. Wo war er nur? Sie waren schon außerhalb der Stadt als sie ihn plötzlich entdeckten. Er saß an einer ruhigen Stelle und betete.

Die andere Idee

Ein Reporter ist unterwegs und trifft Menschen aus Kapernaum. Er stellt ihnen die Frage „Wie sieht es mit deiner Zeit aus? Hast du Zeit?“

Manche sagen zu ihm „Nein, keine Zeit. Dann trifft er aber zwei Menschen, die ihm von einem Mann erzählen, der immer Zeit hat. Einmal ist es eine Person aus der Synagoge und die Schwiegermutter von Petrus. Der Reporter wird neugierig und sie fangen an zu erzählen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Viele farbige Holzstäbe oder Kugeln liegen in einem Stoffsäckchen. Jede Farbe passt zu einer vorher festgelegten Frage. Die Kinder dürfen eines herausholen, ohne die Farbe zusehen. Durch die Fragen wird die Geschichte von den Kindern nacherzählt.

Gespräch

Wir nehmen einen kleinen Stein, auf den wir das Wort Zeit geschrieben haben. Außerdem stellen wir eine große Schüssel Wasser auf. Stellt euch vor, dieser Stein steht für all die Zeit, die Jesus an diesem Tag mit den Menschen verbracht hat. Was passiert, wenn ich den Stein in die Wasserschüssel werfe? Die Kinder werden verschiedene Antworten geben. (Es gibt dazu auch ein Lied.)

Im Leben der Menschen hat die Zeit, die sie mit Jesus verbracht haben, viele solcher Kreise gezogen. Welchen Unterschied macht es in meinem Leben, wenn ich diesem Jesus so vertraue wie die Menschen damals in Kapernaum? Wenn Jesus mein Freund ist und ich Zeit mit ihm verbringe, dann wird das auch in meinem Leben Kreise ziehen. Und vielleicht entsteht dann auch ein neuer Kreis, der zeigt, wie du anderen etwas von deiner Zeit schenkst.

Wie sieht es zum Beispiel mit deiner Stillen Zeit aus? Jesus ging und betete, heißt es in unserer Geschichte. Wenn du mit Jesus redest, dann verändert sich etwas. Er hört dir zu und hilft dir.

Merkvers

Ich bin bei euch alle Zeit. Matthäus 28,20

Der Merkvers wird auf eine Folie geschrieben und auf einen Overheadprojektor gelegt. Der Rahmen eines Tangrames wird daraufgelegt. Jetzt wird immer mehr abgedeckt. Wer kann den Vers auch dann noch sagen?

Gebet

Die Kinder bekommen einen Zettel und schreiben ein Gebetsanliegen auf. Wer möchte, schreibt auch einen Wunsch auf, was sich bei ihm verändern soll. Alles wird in einen Briefumschlag gesteckt und mit dem Namen beschriftet. Das nächste Mal darf man nachsehen, was sich verändert hat.

Kreatives

Aus der Geschichte wird ein Würfelspiel gebastelt. Dabei gibt es Stationen mit Fragen oder Aufgaben.

Stationen

  • Jesus und die Jünger besuchen die Synagoge = einmal aussetzten
  • Die Schwiegermutter des Petrus wird gesund, alle freuen sich und machen ein Fest = zwei Mal würfeln
  • Am Abend kommen die Menschen mit ihren Bitten und bringen ihre Kranken, es herrscht ein Gedränge = drei Felder rückwärtsgehen
  • Jesus geht weg zum Beten = noch einmal würfeln
  • Petrus sucht Jesus = einmal aussetzen

Es können auch andere Aufgaben eingebaut werden.

Spielerisches

Zeitspannen abschätzen:

Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt. Alle gehen durch einen Raum. Sobald die Kinder einer Gruppe denken, dass zwei Minuten vorbei sind, treffen sie sich auf ihrem Platz. Wenn alle Kinder einer Gruppe zusammen sind, rufen sie „Stopp“. Wer hat die Zeit am besten geschätzt?

Essen auf Zeit:

Eine Schnur wird durch den Raum gespannt. Daran werden Brezeln oder etwas Ähnliches aufgehängt. Jedes Kind stellt sich unter eine Brezel, die Hände sind auf dem Rücken. Auf los versuchen sie die Brezeln zu essen.

Rätselhaftes

Hier gibt es verschiedene Rätsel zum Thema Zeit:

https://www.schulraetsel.de/raetsel_wortschatz-raetsel-thema-zeit_108216.html

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2022. Es geht in sechs Lektionen um Geschichten von Jesus aus dem Markusevangelium:

Lektion 2: Markus 1,21-39 Ein Tag im Leben von Jesus

Lektion 3: Markus 2,1-12 Heilung des Gelähmten

Lektion 4: Markus 2,13-17 Jesus beruft Levi

Lektion 5: Markus 2,23-28 Das Ährenraufen am Sabbat

Lektion 6: Markus 3,1-6 Heilung am Sabbat

Lektion 7: Markus 4,35-41 Rettung im Sturm

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Eine Annäherung an das Gleichnis „Die Arbeiter im Weinberg“ mit selbst durchlebter Erfahrung und Erzählpantomime

Besondere Hinweise: Ergebnisse dieser Gruppenstunde können in einem Gottesdienst weiterverwendet werden. Weitere Methoden können aus dem zugehörigen Baustein entnommen werden.

Erzählpantomime

Material: große verstellbare Uhr, Geldsäckchen mit Münzen (z. B. Schokogeld), kleine Glocke oder Holzhammer/Fleischklopfer, Tisch, Stab mit Mund, Papier und Stifte, Fotokamera oder Handykamera

Erklärung zur Erzählpantomime:

Der Gruppenleiter liest den Text vor und die Teilnehmenden spielen pantomimisch ihre Rolle.

  • Variante 1: Immer, wenn der Erzähler einen Satz in direkter Rede vorliest und einen Stab hochhält, auf dem an der Spitze ein großer Mund aus Pappe angebracht ist, dann wiederholt die entsprechende Person / Personengruppe diesen Satz.
  • Variante 2: Immer, wenn der Erzähler in der Geschichte innehält und mit einer Handbewegung auf eine einzelne Person oder die gesamte Szene zeigt, dürfen diese frei improvisieren und das sagen / so agieren, wie sie es von diesen Personen vermuten. Hand des Erzählers ausgestreckt nach oben bedeutet: wieder stumm werden …

Der folgende Erzählvorschlag ist gekennzeichnet mit den Momenten, in denen der Stab hochgehalten wird. Entscheidet man sich für die freie Rede, könnten genau auch diese Stellen die Möglichkeit zum freien Spiel sein.

Ablauf:

Für die Erzählpantomime müssen zuerst die Rollen vergeben werden. Dies kann per Losverfahren geschehen, oder man nennt die Rollen und die Teilnehmenden melden sich dafür.

Es gibt – je nach Anzahl der Gruppengröße – die Möglichkeit, dass nur ein Teil der Teilnehmenden spielt und die anderen als Zuschauer fungieren. Bei vielen Teilnehmern können die „Arbeitergruppen“ entsprechend viele Teilnehmenden zugewiesen bekommen, oder aus dem „Chef“ wird eine „Chefetage“ mit 2-3 Personen, die Gewerkschaft kann auch durch mehrere vertreten werden, usw.

Rollen:

  • Arbeitergruppe 1 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 2 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 3 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 4 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 5 (2-X Personen)
  • Chefetage (1-3 Personen)
  • Gewerkschaft (1-X Personen)
  • Richter (1-2 Personen)
  • Anwalt (2-4 Personen)

Tipp:

Wer möchte, kann parallel zu der Erzählpantomime Fotos machen, die z. B. in einem Gottesdienst verwendet werden können. Entweder, um das Gleichnis als Schriftlesung mit passenden Begleitfotos zu lesen, oder auch, um während der Predigt passende Bilder zu zeigen.

Erzählvorschlag für Erzählpantomime

Uhr auf 6 stellen, die Person/en der Chefetage setzen sich hinter den Tisch, das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch

Es ist 6 Uhr. Die Chefetage sitzt am Tisch. Heute ist gute Arbeit im Angebot. Die Arbeitergruppe 1 kommt zur Chefetage und stellt sich vor dem Tisch auf. Die Lohnverhandlungen beginnen. Eine Münze für einen Tag bietet die Chefetage an. Das ist ein faires Angebot. Die Chefetage sagt: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter schauen sich an, sind sehr zufrieden mit dem Angebot. Sie nicken und bestätigen: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter ziehen los zu ihrem Arbeitsplatz, die Chefetage schaut zufrieden hinterher.

Uhr auf 9 stellen

Es ist 9 Uhr. Schon drei Stunden sind vergangen, die Arbeiter, die morgens eingestellt wurden, arbeiten fleißig. Aber die Chefetage hat festgestellt, dass sie noch mehr Arbeiter brauchen könnte. Sie ruft wieder auf, dass Arbeitssuchende sich gern noch bei ihnen melden können. Die Arbeitergruppe 2 kommt zur Chefetage. Die Lohnverhandlungen beginnen, die Chefetage verspricht einen gerechten und angemessenen Lohn. („Wir versprechen euch einen angemessenen Lohn!“ – Mund hochhalten) Die Arbeiter sind mit dieser Zusage einverstanden. („Ja, wir nehmen die Arbeit an. Für einen gerechten, angemessenen Lohn!“) Die Arbeitergruppe 2 macht sich auf den Weg zur Arbeit – alle sind froh, dass auch sie trotz der fortgeschrittenen Zeit doch noch einen Arbeitsplatz bekommen haben.

Uhr auf 12 stellen

Es ist 12 Uhr. Immer noch scheinen Arbeiter zu fehlen, immer noch gibt es Menschen ohne Arbeit. Die Chefetage begrüßt die Arbeitergruppe 3. Es ist nun schon Mittag. Die erste Gruppe hat schon 6 Stunden Arbeit hinter sich, die zweite Gruppe arbeitet auch schon 3 Stunden. Sie freuen sich auf ihren gerechten Lohn. (Mund hochhalten) Die Arbeitergruppe 3 kommt zum Tisch der Chefetage. Nur noch ein halber Tag liegt vor ihnen, sie schauen die Chefetage fragend an. Doch die Chefetage nickt freundlich. Auch für sie gibt es noch Arbeit. Auch für sie soll es einen angemessenen und gerechten Lohn geben. (siehe Wdh. der Sätze von 9 Uhr mit Mund hochhalten)

Uhr auf 15 stellen

Es ist 15 Uhr. Gerade noch 3 Stunden bis zum Ende des Arbeitstages. Und immer noch stellt die Chefetage neue Leute ein. Die Arbeitergruppe 4 kommt zur Chefetage und ist sichtlich erleichtert, dass auch sie noch eingestellt wird. Für einen angemessenen Lohn. Sie denken: „Besser wenig als gar nichts …“ (Mund hochhalten)

Uhr auf 17 stellen

Es ist 17 Uhr. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Alle Arbeiter, die heute eingestellt wurden, haben hart gearbeitet, um sich ihren Lohn zu verdienen. Am meisten die, die morgens um 6 Uhr angefangen haben. Aber auch die anderen. Nur noch eine Stunde ist zu arbeiten, dann trifft man sich bei der Chefetage und der Tageslohn wird ausgezahlt. Aber halt! Da sind ja immer noch welche! Die Arbeitergruppe 5 steht noch da. Die sehen aber auch nicht grade so aus, als ob sie vor Kraft strotzen. Relativ verständlich, dass die keine Arbeit bekommen haben. – Und was passiert? Die Chefetage geht zu denen hin??! Und bietet ihnen auch noch Arbeit an? Zu einem angemessenen Lohn. Nun ja, viel kann das wohl nicht mehr sein. Für eine einzige Stunde Arbeit. Aber sie nehmen das Angebot dankbar an. (Mund hochhalten)

Uhr auf 18 stellen

Geschafft! 18 Uhr. Der Arbeitstag ist zu Ende. Die Arbeitsgruppen stellen sich im Halbkreis auf – um den Tisch der Chefetage. Sie erwarten ihren Lohn. Das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch. Die Chefetage ruft aus: „Willkommen zur Lohnauszahlung des heutigen Tages!“ (Mund hochhalten) Alle schauen erwartungsvoll zur Chefetage. „Wir beginnen mit denen, die als letztes zu uns gestoßen sind. Mit denen, die eine Stunde gearbeitet haben! Arbeitsgruppe 5, bitte vortreten!“ Die Chefetage greift zum Geldsack und gibt jedem Arbeiter eine Münze. Dann bekommen die, die um 15 Uhr angefangen haben auch eine Münze. Und jeder, der um 12 Uhr angefangen hat, auch eine Münze. Und die, die um 9 Uhr angefangen haben, auch eine Münze. Und zuletzt die, die morgens um 6 Uhr begonnen haben, bekommen eine Münze.

Hier endet der Erzähler. Reaktionen abwarten oder noch den Satz nachschieben:

„Wir hören, was in den einzelnen Gruppen getuschelt wird …“

Am besten gruppenweise den Arbeitern Gehör geben. Entweder die Gespräche frei improvisieren lassen, oder bei zurückhaltenderen Gruppen pro Gruppe ein Statement schreiben und dann verlesen lassen.

Nun kommen noch die Anwälte und die Gewerkschaft ins Spiel. Der Unmut ist groß, die Chefetage räumt ihren Platz, nimmt das Geldsäckchen mit und der Richter (evtl. mit Beisitzern) setzt sich hinter den Tisch. Er bekommt eine kleine Glocke oder einen Holzhammer auf den Tisch, um seine richterliche Ansprache mit Klingeln/Klopfen zu eröffnen oder auch, um damit gegebenenfalls für Ruhe zu sorgen.

Es spricht der Anwalt der Arbeitergruppen 1-4. Es spricht die Gewerkschaft. Die Arbeitergruppe 5 hält sich eingeschüchtert zurück, oder man gibt auch ihnen einen Anwalt.

Ebenso spricht der Anwalt der Chefetage. Welche Argumente finden sie?!

Mit den Statements der Anwälte kann das Ganze beendet werden – oder man lässt den Richter noch einen Richterspruch fällen, ganz frei nach seinem Gerechtigkeitsempfinden (evtl. auch ermutigen, falls der Bibeltext bekannt ist, selbst zu entscheiden, was man für fair hält).

Gespräch

Mit den Teilnehmenden die verschiedenen Reaktionen/Statements besprechen. Gemeinsam den möglichen erwartbaren Ausgang dieser Geschichte überlegen. Dann den tatsächlichen Ausgang der Geschichte erzählen oder direkt den Bibeltext Matthäus 20 vorlesen.

Warum handelt „die Chefetage“ / der Weinbergbesitzer so?

Gedanken sammeln.

Was geschah eigentlich, bevor Jesus dieses Gleichnis erzählt hat?

  • Erzählung von Petrus, der nach gerechtem Lohn für die Nachfolge fragt. Wie wird es entlohnt werden, dass sie alle ihre Familien verlassen haben, ihren Arbeitsplatz? Dass sie Jesus nachfolgen, mit ihm gegangen sind, täglich bei ihm sind? Petrus fragt: Was haben wir davon?!
  • Jesus erklärt: Es wird sich für euch lohnen. Auf jeden Fall! Und er sagt den Satz: Die Letzten werden die Ersten sein, und die Ersten werden die Letzten sein. (Mt 19,30)

Wenn das die Frage war – der Lohn der Nachfolge, die Belohnung, wenn man an Jesus glaubt, was es bringt – was will Jesus dann mit dem Gleichnis sagen?

  • Diskussionsrunde

Deine Meinung

Immer zu zweit notieren die Teilnehmenden ihre Meinung zu dem Gleichnis. Das, was sie beschäftigt, was sie ärgert, was sie überzeugt, was sie überlegen … Sie notieren ihre Gedanken in zwei Kommentaren:

  • Erster Kommentar: Was will Jesus damit sagen, wenn er dieses Gleichnis / diese Rätselgeschichte erzählt?
  • Zweiter Kommentar: Noch mal zugespitzt, nicht nur das Thema Neid und Zufriedenheit sehen im „normalen Leben“. Nochmal an Petrus denken, der Jesus gefragt hat, was es ihm denn nun bringt, dass er schon so lange mit Jesus unterwegs ist. Überlegen, was man dazu sagen würde, wenn Gott auf dem Platz des Weinbergbesitzers sitzt und „den Lohn“ ausgibt. Und die einen beschweren sich, dass sie schon 80 Jahre an Gott glauben, sich für ihn einsetzen, kirchliche Gruppen geleitet haben – das muss doch mehr wert sein als bei denen, die gerade erst neu zum Glauben gekommen sind. Oder als bei denen, die zwar glauben, aber sich nirgendwo ehrenamtlich für Gott einsetzen. Oder als bei denen, die sich erst 5 Minuten bevor sie gestorben sind entschieden haben an Gott zu glauben.

Diese Statements können vorgelesen werden und damit einen Abschluss bilden. Oder sie können weiterverwendet werden, z. B. in einem Gottesdienst als Teil der Predigt.

Einige Beispiele von Jugendlichen, die sich Gedanken zum Gleichnis „Arbeiter im Weinberg“ gemacht haben

Diese Beispielsätze von „real existierenden Jugendlichen“ können auch ausgedruckt und als Diskussionsgrundlage verwendet werden. Dies ist vor allem geeignet für die Gruppen, die etwas „stiller“ sind und sich noch nicht so stark trauen, die eigene Meinung zu sagen.

  • Jesus sorgt für das Recht, das Gott für richtig hält.
  • Wir finden schon, dass die, die länger glauben, mehr belohnt werden sollten.
  • Vor Gott steht jeder gleich da, egal was er getan hat, man sollte nur sein ganzes Vertrauen auf ihn setzen. Und vor Gott ist jeder gleichberechtigt.
  • Gott findet es nicht schlimm, wenn man erst 5 Minuten glaubt oder 50 Jahre. Ihm ist es nur wichtig, dass man auf ihn sein Vertrauen setzt und man sollte seine Sünden bereuen.
  • Die Geschichte ist unfair, da die, die mehr und länger gearbeitet haben, auch mehr bekommen sollten. Man soll mit Jesus mitgehen, da man dort lernt, dass man zufrieden sein soll mit dem, was man hat (egal ob wenig oder viel).
  • Wir finden es sinnvoll und gut, da Gott ja auch alle Menschen liebt, egal, welche Leistung sie bringen.
  • Es werden irgendwann alle belohnt. Es ist egal, wie spät. Alle werden irgendwann belohnt und alle gleich. Jeder kommt mal als Erster dran, jeder bekommt das, was man versprochen bekommt.
  • Es ist ein Unterschied, wenn man als Christ glaubt oder einfach nur so sagt, dass man nur glaubt.
  • Gott sorgt für Chancengleichheit!
  • Einmal Christ, immer Christ.
  • Das Leben ist manchmal nicht gerecht.
  • Gott unterscheidet nicht, wie lange und wie stark jemand glaubt, sondern es ist nur wichtig, dass man glaubt.
  • Für uns ist es erstmal unfair. Aber alle haben das bekommen, was ihnen versprochen wurde. Gott hilft einem und liebt einen, egal was man leisten. Auch wenn man nicht materiell oder mit Geld belohnt wird, ist man immer um eine Erfahrung reicher.
  • Wir finden es sinnvoll, denn alle sollen gleich behandelt werden. Niemand darf ausgeschlossen werden, egal welche Leistung er bringt.
  • Es ist unfair. – Jesus erzählt die Geschichte, weil er will, dass jeder seine Familie ernähren kann.
  • Gott hat IMMER recht und zeigt uns den richtigen Weg?
  • Ein Pfarrer, der richtig krass ist und voll krass an Gott glaubt, bekommt bei Gott genauso viel wie ein “normaler“ Christ.
  • Ja, es ist richtig, wenn alle bei Gott gleich behandelt werden, weil Gott alle liebt und keine Unterschiede macht, auch nicht in der Länge oder der Art des Glaubens.
  • Du sollst dich nicht beschweren, was andere bekommen und wie viel, sondern du sollst glücklich darüber sein, was du bekommst, und auch froh sein, dass du überhaupt etwas bekommst. Das meinte Jesus mit der Geschichte.
  • Gottes Gerechtigkeit ist: jeder, der wirklich an ihn glaubt, wird „aufgenommen“, es ist unabhängig davon wie lange man schon glaubt und zu Gott gehört.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zum 1.Petrusbrief aus JUMAT 2/20. Die Reihe beginnt mit der Einheit zur lebendigen Auferstehungshoffnung. Es schließen sich vier Einheiten mit Zusagen und Mahnungen an, die Petrus den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben hat und die auch heute noch für Kinder eine Relevanz haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Entwurf für einen Familiengottesdienst zum Muttertag. Inhaltlich schließt das Thema des Gottesdienstes an die Einheit „Weggeworfen“ an, denn es geht um das Wegwerfen von Sorgen.

Das Ziel

Starter 

Ich freue mich über das Leben, das Jesus schenkt. Ich möchte zur Familie Gottes gehören.

Checker

Ich freue mich über das Leben, das Jesus schenkt. Deshalb möchte ich zu ihm gehören, auch wenn andere mich auslachen.

Der Text an sich

Petrus schreibt an „die auserwählten Fremdlinge, die in der Zerstreuung leben“. Dieser außergewöhnliche Gruß beschreibt schon sehr eindrücklich die Lage der Christen:

Sie waren Auserwählte. Durch ihre Wiedergeburt gehörten sie nun zur Familie Gottes und hatten ein Bürgerrecht im Haus ihres Vaters im Himmel.

Sie waren, wegen ihrer Auserwählung, Fremdlinge (wörtlich Nichtbürger). Solche, die vorübergehend in einem fremden Land wohnen. Durch den Glauben an Jesus Christus, ihren Herrn, waren diese Christen nicht bereit, den römischen Kaiser als ihrem größten Herrn zu huldigen. Das machte sie zur Zielscheibe von Anfeindung und Verfolgung.

Sie lebten in der Zerstreuung, oder wörtlich: Diaspora. In diesem griechischen Ausdruck steckt das Wort für Samen drin. Sie waren also wie Samen, von Gott ausgestreut, um unter Nichtchristen an ihrem Ort Frucht zu bringen.

Aus der Apostelgeschichte wissen wir, dass es in den Regionen, in denen die Adressaten wohnten, immer wieder regionale Verfolgungen und Anfeindungen gab. Davon schreibt Petrus z. B. in Vers 6, wenn er Prüfungen verschiedenster Art erwähnt.

Sicher führten die Anfeindungen die Christen in große Nöte und Gewissenskonflikte. Das ist der Grund, warum Petrus ihnen schreibt: er möchte die Christen ermutigen.

Die Leiden können nicht zerstören, was Gott in ihnen gewirkt hat: Wiedergeburt zu einem neuen und unvergänglichen Leben! Garant für dieses neue, noch verborgene Leben ist der auferstandene Jesus: Wer an ihn glaubt, hat das ewige Leben! Die lebendige Hoffnung, von der Petrus spricht, ist also nicht ein Gefühl, eine Einbildung oder eine Sehnsucht danach, dass es nach dem Tod vielleicht weitergehen möge. Die lebendige Hoffnung ist der lebendige Herr selbst.

Dieser Herr ist es auch, der die Seinen mit seiner Auferstehungskraft in jeder Situation bewahren möchte. Der Vergleich mit der Läuterung von Gold macht deutlich, dass es dabei nicht ohne die Hitze der Anfechtung und Anfeindung abgeht. Aber auch das dient zuletzt zur Ehre Gottes, wenn der Glaube sich als echt und stark erweist.

Der Text für mich

Wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung: wie genial ist das! Und wie viele Menschen gehen daran vorbei, als wäre die christliche Hoffnung eine billige Vertröstung.

Ich lese manchmal Todesanzeigen in Zeitungen. Hier wird so deutlich, welche Hoffnung der Verstorbene hatte bzw. die Hinterbliebenen haben. Leider lese ich sehr selten von der lebendigen und unvergänglichen Hoffnung, die der Bibeltext ausstrahlt. Im Gegenteil: So oft wird der Verstorbene mit einem Blatt verglichen, das vom Baum gefallen ist und nun in der Erde verwelkt. Was für ein Gegensatz zur Botschaft von Petrus! Mich erschüttert die Hoffnungslosigkeit der Menschen heute immer wieder und ich frage mich, wie Menschen ohne eine gewisse Hoffnung leben und sterben können.

Wie gut haben wir es als Christen. Was für eine grandiose Zukunft steht uns bevor. Was für ein Vorrecht ist es, an Jesus glauben zu dürfen und ewiges Leben zu haben. Was für ein Vorrecht ist es, Kindern in der Jungschar diesen Herrn nahebringen zu dürfen.

Der Text für dich

Starter

Tod und Sterben sind ein Tabuthema in unserer Gesellschaft geworden. Man spricht nicht darüber. Alles, was zählt, ist das Hier und Jetzt. Oma und Opa sind oftmals weit weg im Altersheim. Kinder werden nicht so gerne auf Beerdigungen mitgenommen. Trotzdem fragen die Kinder nach dem Tod: Wo ist Oma jetzt? Evtl. haben sie sich auch schon gefragt, wo komme ich hin, wenn ich sterbe?

Auf jeden Fall müssen wir sehr behutsam auf die Fragen der Kinder antworten und dürfen den Kindern keinesfalls Angst machen. Gerade das Urteil, wer bei Gott ist und wer nicht, steht uns nicht zu.

Der Text lädt uns aber ein, von der lebendigen Hoffnung zu reden: Weil Jesus tot war und wieder lebt, dürfen auch wir ewig leben. Wenn wir ihm vertrauen, dürfen wir zur Familie Gottes gehören. Dazu laden wir die Kinder ein!

Checker

Kinder aus christlichen Elternhäusern wissen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. In ihrem kindlichen Weltbild gehören aber oftmals alle Menschen zu Gott. Je älter ein Kind wird, desto mehr realisiert es, dass viele Menschen nicht an Gott glauben. In der Schule werden Christen und Jesus Christus oft verspottet. Dort ist es nicht cool, Christ zu sein. Unsere Zeit heute gleicht sich immer mehr der Zeit der ersten Christen an: Christen werden immer mehr zu Außenseitern in der Gesellschaft. Das kann für Kinder ein Schock sein.

Deshalb sollten sie wissen, dass Jesus und die ersten Christen genau dasselbe erleben mussten. Sie sollten wissen, dass nur Jesus eine lebendige Hoffnung schenken kann. Alle Religionsstifter sind im Grab geblieben, nur Jesus ist zurückgekommen. Was Jesus schenkt, ist unvergänglich und unvorstellbar schön.

Der Text erlebt

Material

Briefumschlag + Brief (Verkündigung); Blumen, Bilder, Brot, Saft, Musik (die andere Idee)

Hinführung

Idee 1: Gedanken zum Ring aus Gold

Einen Ring aus Gold mitbringen und den Kindern zeigen.

Frage: Welche Bearbeitungsschritte sind nötig, um aus einem Klumpen Gold, das in der Erde gefunden wird, einen schönen goldenen Ring zu erhalten?

Der Klumpen muss zuerst geschmolzen und geläutert werden, bevor man reines Gold erhält. Erst dann kann man es formen.

Idee 2: Gespräch mit den Kindern

Rede mit den Kindern über ihre Erfahrungen an der Schule oder zu Hause:

Fällt es euch schwer, vor anderen über Jesus und die Bibel zu reden?

Wissen deine Klassenkameraden, dass du Christ bist und zur Jungschar gehst?

Würdest du deinen Glauben manchmal lieber geheim halten?

Evtl. kann man hier auch ein kurzes Zeugnis mitbringen von einem Christen, der wegen seines Glaubens angefeindet wurde.

Verkündigung

Ein Brief wird vorgelesen.

Tipp: Den Brief vorher mit der Post an das Gemeindehaus schicken und mit den Kindern öffnen.

Diesen Brief schreibt euch Petros Apostolos.

Liebe Kinder der Jungschar in …,

ich schreibe diese Zeilen, um euch Mut zu machen. Ihr lebt in einer sehr unruhigen Zeit. Viele Menschen möchten mit dem Glauben an Jesus Christus nichts mehr zu tun haben. Das schmerzt mich sehr und ich nehme an, euch geht es genauso. Es ist nicht leicht, wenn man in der Klasse der Einzige ist, der die Bibel liest und an Jesus glaubt. Oder wenn man an seinem Wohnort als christliche Familie bekannt ist, über die andere nur lächeln. Vielleicht möchtet ihr euch manchmal am liebsten irgendwo verstecken und euren Glauben geheim halten, damit ihr nicht ausgelacht oder gar gemobbt werdet.

Euch möchte ich gerne ermutigen. Vergesst nicht: Ihr seid von Gott auserwählt und kostbar. Warum? Weil Gott euch so liebt, dass Jesus für euch am Kreuz sein Leben gelassen hat.

Immer wenn ich darüber nachdenke, was Gott durch Jesus getan hat, muss ich ihn dafür loben und preisen. Er hatte Erbarmen mit euch und hat euch neues Leben geschenkt. Ein Leben, das aus Gott kommt. Und deshalb habt ihr eine sichere und lebendige Hoffnung. Eine Hoffnung, die über den Tod hinaus reicht. Vieles, das wir uns erhoffen, ist sehr unsicher. Wir wissen nicht, ob es sich erfüllt. Aber die Hoffnung auf Jesus ist ganz und gar nicht unsicher. Im Gegenteil: sie schenkt euch eine ganz tiefe Gewissheit, dass nicht einmal der Tod das Leben auslöschen kann, das Gott schenkt.

Warum ich das weiß? Weil Jesus Christus nach seinem Sterben am Kreuz nicht im Grab liegen geblieben ist. Ich habe ihn selbst gesehen. Er ist wirklich auferstanden und lebt. Wir Jünger durften ihm begegnen und mit ihm reden. Deshalb dürft ihr wissen: weil Jesus lebt, werdet auch ihr leben, selbst wenn euer Körper einmal sterben muss. Und dann steht euch ein unvorstellbar schönes und unvergängliches Erbe im Himmel bereit.

Das wird ganz anders und viel besser sein, als alles Schöne, was wir auf dieser Erde kennen:

Jedes schöne Erlebnis, geht irgendwann vorüber und ist für immer vorbei.

Alles, was einmal neu und schön war, wird alt werden.

Jedes Leben, das einmal frisch und jung war, sei es eine Pflanze, ein Tier oder ein Mensch, wird vergehen.

So ist das neue Leben nicht, das Gott schenkt: Wir werden uns immer so daran freuen können, wie an einer frisch aufgeblühten Blume oder an neuen Kleidern oder Spielsachen. Könnt ihr euch das vorstellen? Niemals werden wir die Freude an unserem himmlischen Erbe verlieren. Niemals werden wir sagen müssen: Schade, nun ist es vorbei.

Und wisst ihr, was ich noch so genial finde? Gott verspricht uns nicht nur ein geniales Erbe. Nein, er beschenkt uns jetzt schon mit seiner Kraft. Noch seid ihr ja nicht im Himmel angekommen. Ja, für viele von euch ist der Himmel noch ziemlich weit weg. Ihr dürft auf dieser Erde leben. Ich hoffe, dass ihr euch an dem Leben erfreut, das euch Gott geschenkt hat. Aber es wird die Zeit kommen, in der wir alle vor Gott stehen werden. Und bis dahin dürft ihr wissen: Gott möchte euch bewahren und durch seine Kraft in sein Reich hineinretten. Egal was noch kommen wird. Egal, ob wir eine ruhige und schöne Zeit auf dieser Erde verbringen oder ob es turbulent und unruhig und unsicher wird: Gott bleibt mit seiner Kraft bei euch. Er hält euch fest, bis ihr am Ziel seid.

Und sollte es euch so gehen wie mir, dass ihr wegen eures Glaubens an Jesus ausgelacht oder sogar angefeindet werdet, dann denkt daran: Auch dann hält euch Gott fest in seiner Hand. Ja, er lässt manchmal Schwierigkeiten in unserem Leben zu, damit der Glaube stärker wird.

Ich möchte euch das am Beispiel vom Gold erklären. Wenn man Gold in der Erde findet, dann ist das kein reiner Goldklumpen, sondern da ist auch anderes Gestein und Schmutz drin. Wie bekommt man diese störenden Dinge aus dem Gold heraus? Man muss alles zusammen erhitzen! Ihr nennt das im Deutschen läutern. Durch das Läutern wird das Gold rein, alle Fremdkörper werden vom Gold getrennt.

Und so ähnlich macht es Gott mit unserem Glauben: Gott möchte, dass euer Glaube immer reiner wird, deshalb lässt er die Hitze der Schwierigkeiten in eurem Leben zu. Dadurch lernt ihr, immer mehr auf Gott zu vertrauen und das zu tun, was ihm gefällt. Denn wenn ihr so lebt, wie es Gott gefällt, wird Gott geehrt. 

Und das wünsche ich euch, ihr lieben Kids! Dass ihr euch immer an Jesus Christus freut und zu seiner Ehre lebt.

In Liebe zu Jesus,

euer Petros Apostolos.

Die andere Idee

Erleben, wie es an einem Ort ist, an dem man noch nie war

Im Gemeindehaus wird ein Raum wunderschön geschmückt mit Blumen, Bildern einer schönen Landschaft, Brot und Saft, schöner Musik usw. Dieser Raum wird abgeschlossen.

Zu Beginn erklären wir, dass es in diesem Haus einen wunderschönen Ort gibt. Ein Kind aus der Gruppe darf dann mit einem Mitarbeiter diesen Raum betreten, sich umsehen, an den Tisch sitzen und essen usw.

Nach einer Weile kommt das Kind zurück zur Gruppe und soll erzählen, wie es in diesem Raum war. Die anderen Kinder werden auch dorthin gehen wollen.

Hier können wir mit dem Thema einsteigen:

Woher können wir wissen, wie es an einem Ort ist, an dem wir noch nie waren?

Wenn es uns jemand erzählt, der schon dort war.

So kann Jesus uns vom Himmel erzählen, weil er dort war und wieder zurückgekehrt ist. Und weil Jesus zurückgekehrt ist, wissen wir auch, dass er stärker ist, als der Tod!

Der Text gelebt

Wiederholung

Anhand von Gegenständen wiederholen:

Babyfläschchen oder Schnuller: Gott schenkt neues Leben.

Zeigeruhr: es wird niemals vergehen.

Blume: es wird niemals verwelken, sondern immer frisch bleiben.

Weißes Kleidungsstück: es wird nicht alt und schmutzig werden.

Powerriegel: Gott möchte uns durch seine Kraft bewahren.

Gespräch

Wir bringen Bilder von der Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling mit.

Die Kinder erzählen, was hier passiert.

Anhand dieser Bilder kann das ewige Leben erklärt werden: Wenn die Raupe sich verpuppt, sieht sie aus wie tot. Aber aus der toten Hülle entschlüpft ein wunderschöner Schmetterling. Er sieht völlig anders aus als die Raupe, aber es ist das gleiche Tier. Wenn wir sterben, werden wir die Hülle des Körpers hierlassen. Unser Körper wird sich verwandeln und wird so herrlich sein, dass wir uns das noch nicht vorstellen können.

Bringe mehrere Todesanzeigen aus der Zeitung mit verschiedenen Aussagen mit in die Jungschar. Die Kinder sollen die Anzeigen danach sortieren, ob jemand Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod hatte oder nicht.

Merkvers

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns neu geboren und mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung gründet sich darauf, dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist (1. Petrus 1,3).

Der Bibelvers wird ausgedruckt und in mehrere Abschnitte zerteilt.

Anschließend werden die Abschnitte den Kindern gegeben. Sie sollen den Bibelvers in die richtige Reihenfolge bringen, indem sie sich der Reihe nach aufstellen. Der Bibelvers kann dann zusammen gelesen und auswendig gelernt werden. Hilfreich sind Gesten, die sich die Kinder zu jedem Teil ausdenken sollen.

Gebet

Jedes Kind bekommt einen Zettel und schreibt eine hoffnungsvolle Erfahrung auf, für die es sich bei Gott bedanken will. Diese Zettel werden in einen Briefumschlag gesteckt und der Umschlag wird symbolisch an Gott geschickt.

Kreatives

Jedes Kind bekommt einen Briefumschlag und den Brief mit nach Hause, der in der Jungschar vorgelesen wurde. Auf den Umschlag kann die Bibelstelle aufgeklebt werden und der Umschlag kann von den Kindern schön gestaltet werden (bemalt oder beklebt).

Spielerisches

Kleiderwechsel

Es werden große Kleidungsstücke mitgebracht, die die Kinder über ihre Kleidung anziehen können (evtl. in weiß): Hemd, Hose, Mütze, Handschuhe, Schal, Schuhe, Jacke usw.

Die Gruppe wird in 2 Mannschaften geteilt. Jedes Kind muss die Kleidungsstücke einmal komplett an- und wieder ausziehen. Welche Gruppe schafft es am schnellsten?

Rätselhaftes

Schätzfragen:

Wie alt sind die ältesten Bäume der Welt? (Riesenmammutbäume in Kanada: ca. 4000 Jahre)

Wie alt wurde der älteste Mensch (Methusalem aus der Bibel: 969 Jahre; heute: Jeanne Calment: 122 Jahre).

Wie alt ist die älteste Pyramide der Welt? (Djoserpyramide: 4670 Jahre)

Wie alt kann eine Galapagosschildkröte werden? (schätzungsweise 250 Jahre)

(T)Extras

Lieder

Jesus Christus ist der Sieger

Sei ein lebend’ger Fisch

Immer auf Gott zu vertrauen

Hast du den rechten Kurs

Gott kennt keine Lügen

Spiele

Ringfahndung

Die Kinder sitzen im Stuhlkreis, ein Kind ist in der Mitte. Anschließend wird eine Kordel aufgerollt und jedes Kind fasst mit beiden Händen die Kordel. Bevor die Enden zusammengeknotet werden, wird ein Ring eingefädelt. Dem Kind in der Mitte werden nun für kurze Zeit die Augen verbunden und der Ring wird einem Kind weitergegeben. Das Kind in der Mitte muss nun herausfinden, welches Kind den Ring in der Hand hält. Aber natürlich kann der Ring auch, möglichst unbemerkt, weitergegeben werden.

Bodyguard

Die Kinder stellen sich im Kreis auf. Ein Kind stellt sich in die Mitte und wird von einem Bodyguard, einem zweiten Kind, bewacht. Der Bodyguard bekommt einen großen Topfdeckel als Schild in die Hand. Die Kinder müssen nun versuchen, mit einem Softball das Kind in der Mitte abzuwerfen. Der Bodyguard versucht, mit dem „Schild“ die Angriffe abzuwehren. Gelingt einem Kind ein Treffer, darf es anschließend in die Mitte. Das Kind in der Mitte ist nun Bodyguard.

Aktionen

Wer die Möglichkeit hat, auf einer Wiese oder in einem Garten Blumen zu pflücken, kann die Kinder rausschicken, um Blumen zu holen. Die Blumen anschließend in eine Vase stellen und staunen. Bei der nächsten Jungscharstunde kann so das Thema wieder aufgegriffen werden: die Blumen sind welk geworden …

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen.

Da der Text Christen in der Verfolgungssituation anspricht, eignet sich auch ein Zeugnis von verfolgten Christen. Man kann Interviews z. B. bei OpenDoors finden (www.opendoors.de)

In diesem Familiengottesdienst geht es einerseits darum, die Mütter wertzuschätzen, und andererseits, sich nicht an den eigenen Sorgen aufzureiben. Das Thema wird durch Spiele und ein Handpuppenspiel aufgearbeitet.

Ziel

Die Teilnehmer sollen erkennen, dass sie nicht an ihren Sorgen festhalten müssen, sondern sie diese an Gott abgeben können. Außerdem soll an diesem Tag den Müttern ganz besonders Mut für ihren Alltag gemacht werden.

Situationen der Familien

Mütter sorgen sich. Sie haben den ganzen Tag über zu tun. Damit stehen sie auch symbolisch für alle Menschen, die sich um die alltäglichen Dinge sorgen. Die Rolle der Mutter wird in der Familie und auch in der Gesellschaft oft nicht ausreichend gewürdigt. Diese Veranstaltung kann dazu beitragen, dass die Wertschätzung höher wird und nicht nur auf den einen Muttertag beschränkt bleibt.

Erklärungen zum Text

Es geht hier nicht um Leichtsinn und einen unverantwortlichen Umgang mit unserem Leben und unseren Ressourcen nach dem Motto: Gott wird schon machen. Sondern es geht um ein Vertrauen in Gott, besonders für die Menschen, die unentgeltlich in der Nachfolge Jesu stehen und weder Zeit noch Kraft haben, sich um ihren Lebensunterhalt zu kümmern (vgl. Mt 10,8-10).

Dekoration

Vorn in der Mitte steht eine große Uhr. Es kann eine richtige oder eine aus Pappe gebastelte Uhr sein. Wichtig ist, dass sich die Zeiger bewegen lassen und dass jeder Besucher die Uhr sehen kann.

Ablauf

Einstieg

Den Besuchern wird erklärt, dass wir heute den Alltag einer Mutter anschauen werden. Als Erstes werden sie gefragt: Was gehört alles zu den Aufgaben einer Mutter? Die Antworten werden auf die Uhr geschrieben (bzw. auf ein großes Blatt Papier, wenn eine richtige Uhr verwendet wird). Nun gehen wir gemeinsam den Tag einer Mutter durch. Die Zeiger werden auf verschiedene Uhrzeiten gestellt. Zu den jeweiligen Zeiten bzw. Aufgaben, die zu dieser Tageszeit stattfinden, wird jeweils eine Aktion, die Andacht usw. durchgeführt.

6.00 Uhr Aufstehen

Spiel

Die Gemeinde wird in zwei Gruppen geteilt. Verschiedene Aufgaben, die eine Mutter am frühen Morgen erledigt oder an die sie denkt, werden auf kleine Zettel geschrieben, z. B. Kinder wecken, Tisch decken, Brote schmieren, kochen, Baby wickeln, Schuhe putzen, Knopf annähen, Kinder trösten … Ein Freiwilliger kommt nach vorn, zieht einen Zettel und muss diese Aufgabe der Mutter pantomimisch darstellen. Die Gruppe, die zuerst die richtige Antwort gibt, erhält einen Punkt und darf den nächsten Pantomime-Spieler nach vorn schicken.

7.00 Uhr Frühstück

Orangensaft

Heute wird den Müttern zum Frühstück mal was Gutes getan. Die Väter und Kinder servieren allen Müttern, die heute im Gottesdienst sind, Orangensaft.

9.30 Uhr Aufatmen

In der Hektik der Arbeit, der ganzen Tätigkeiten, die wir schon pantomimisch dargestellt haben, findet die Mutter mal kurz einige Minuten zum Ausruhen.

Nun wird der Bibeltext gelesen. Dabei kann ein ruhiges Musikstück eingespielt werden.

Ein Vogel erscheint, der die Gedanken der Mutter kommentiert. Dieser Vogel (am besten ein Spatz) kann eine Handpuppe, ein Stofftier oder eine selbst gebastelte Strumpfpuppe sein.

Handpuppenspiel

An dieser Stelle meldet er sich nur kurz zu Wort: „Hallo, hört ihr mich? Ich bin der Spatz Tschilp. Ich heiße so, wie ich rede, Tschilp. Habt ihr es gerade gehört, von mir steht sogar etwas in der Bibel! Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Ja, das unterscheidet mich von den Müttern und von vielen anderen Menschen. Die machen sich immer über alles Sorgen. Das brauche ich nicht. Für mich sorgt Gott.“

13.00 Uhr Die Kinder kommen aus der Schule

Der Spatz kommentiert diese Zeit.

„Kinder, Kinder, heute ist vielleicht wieder was los. Da kommen sie alle nach Hause, alle drei Kinder. Jörg kommt um 13.00 Uhr. Julia kommt um 14.00 Uhr und Jens, der größte, kommt erst gegen 14.30 Uhr. Alle wollen unbedingt etwas erzählen. Jens erzählt vom Streit mit seinem besten Freund und von der Prügelei in der großen Pause. Julia ist traurig, weil sie im Diktat nur eine Drei bekommen hat, und Jörg ist auf dem Nachhauseweg von älteren Kindern geärgert worden. Ihre Mutter hört sich alles gut an und hat sogar noch ein nettes Wort für jeden. Julia streicht sie liebevoll über den Kopf und den kleinen Jörg drückt sie ganz fest an sich. Das ist schön, dass das Mutter so was macht. Das sind schon ziemlich große Sorgen, die die Kinder haben. Und ihre Mutter macht sich mit ihnen zusammen Sorgen. Da bin ich froh, dass ich nur ein kleiner Spatz bin, tschilp. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Danke, Gott, dass du mich erschaffen hast und dass ich keine Sorgen habe.“

15.00 Uhr Arbeit im Haushalt

Spiel: Arbeit der Mütter

Es werden acht Kinder nach vorn geholt, die den ultimativen Müttertest machen müssen. Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt und müssen vier verschiedene Aufgaben erfüllen. Welche Gruppe schafft es als erste? Es gibt folgende Aufgaben:

Einen Knopf annähen (Material: Stückstoff, Nadel, Faden, Knopf)

Ein Pflaster auf den Finger kleben (Material: Pflaster)

Eine Kartoffel schälen (Material: Kartoffel und Schäler)

Wäsche aufhängen (Material: Leine, die im Raum gespannt ist, Geschirrtücher, Klammern)

16.30 Uhr Pause bei einer Tasse Kaffee

Der Spatz erzählt wieder von sich. „Hallo, da bin ich wieder. Ich, der Spatz Tschilp. Tschilp ist übrigens in der Spatzensprache ein Wort, das sehr oft vorkommt. Es bedeutet: ich freu mich. Da sind auch wirklich so viele Dinge, über die ich mich freuen kann. Zum Beispiel, dass ich Freunde habe. Und wenn ich mich so freue, dann fange ich immer gleich zu singen an. Zugegeben, wir Spatzen sind nicht die besten Sänger, aber wir machen uns bemerkbar, wenn wir fröhlich sind. Wir Spatzen haben es wirklich gut. Wir finden immer etwas zum Essen. Gott versorgt uns. Ich möchte nur wissen, warum sich die Menschen immer so viele Sorgen machen müssen. Gott versorgt sie doch auch. Er hat sie doch genauso lieb wie uns. Die Menschen haben nie Zeit. Sie legen ihre Stirn in Falten und sorgen sich. Ich brauche das nicht. Ich freue mich, dass ich dort hinten schon wieder einige Krümel zum Essen finde. Da kann ich doch gleich wieder ein fröhliches Lied singen. Tschilp, tschilp, tschilp.“

Jetzt wird gemeinsam ein Lied gesungen.

Andacht

Sorgen ist menschlich und gehört zu unseren Grundbefindlichkeiten. Fürsorge und Vorsorge sind notwendig. Problematisch wird es aber dann, wenn sich alles nur noch um unsere Sorgen dreht und wir kein Vertrauen mehr in Gott haben.

Deshalb müssen wir uns die Aufforderung „Sorget nicht!“ gut anhören. So wie Kinder ihre Sorgen an die Eltern abgeben können, so können wir unsere Sorgen an Gott abgeben. Er ist stärker als alle unsere Sorgen. Das Vertrauen auf ihn ist das Wichtigste in unserem Leben. Nicht nur im Leben der Mütter, sondern im Leben von uns allen.

Wir alle müssen uns fragen: Was steht in unserem Leben an erster Stelle? Unsere Sorgen oder das Vertrauen auf Gott?

Deshalb heißt „Sorget nicht!“ zugleich: „Vertraue in deinem ganzen Leben auf Gott!“

19.30 Uhr Gute-Nacht-Zeit

Der Spatz erzählt wieder kurz:

„Das war ein schöner Tag heute. Ich habe mich oft gefreut, tschilp. Aber ich habe auch Mütter und andere Menschen gesehen, die sich viele Sorgen gemacht haben. Warum bloß? Na ja, kann mir egal sein, ich weiß, dass ich auf Gott vertrauen kann. Gute Nacht!“

Abschluss

Nach einem Gebet kann als Anschluss des Gottesdienstes noch eine kleine Gute-Nacht-Geschichte erzählt werden.

Außerdem erhält jeder Teilnehmer noch eine Erinnerungskarte mit einem Mut machenden Segensvers. Die Mütter erhalten noch einen Extragruß, zum Beispiel eine Rose.

Vorbereitung

Benötigt wird ein großes Plakat, in dem die Spiele, die Vorhersagen und die Punkte notiert werden. Außerdem sind je nach Gruppe und den besonderen Fähigkeiten der Teilnehmenden ca. 20 bis 25 Spiele auszuwählen und das dazu benötigte Material griffbereit bereitzustellen.

Ablauf

Es werden Gruppen mit drei bis fünf Personen gebildet. Die Spielidee wird erläutert und – falls notwendig – eine Proberunde gespielt. Hierzu eignet sich das Würfelspiel „Hausnummern würfeln“ (siehe Seite 28). Danach laufen alle Spielrunden, die gewertet werden, nach folgender Reihenfolge ab:
Der Name des Spiels wird genannt und auf das Wertungsplakat notiert
Die Spielregel wird erklärt
Fünf Schwierigkeits-Stufen werden genannt und auf das Wertungsplakat notiert
Alle Gruppen nennen reihum die Schwierigkeits-Stufe, die sie meinen, erreichen zu können
Das Spiel wird durchgeführt
Die Wertung wird durchgeführt: Alle Gruppen, die ihre Prognose erreicht oder übertroffen haben, bekommen die Schwierigkeits-Stufe als Punkte, alle die sich überschätzt haben, bekommen Null Punkte
Wichtiger Hinweis: Die angegebenen Schwierigkeits-Stufen sollten auf jeden Fall vorher von der Spielleitung mit den Materialien getestet werden und auf die erwarteten Fähigkeiten der eigenen Gruppe angepasst werden. Dabei sollte Schwierigkeits-Stufe 3 der Wert sein, den durchschnittliche Personen erreichen, Schwierigkeitsstufe 5 sollte tatsächlich schwer erreichbar sein und Schwierigkeitsstufe 1 sollte eigentlich immer möglich sein.

Spiele

Nun folgen 30 Spiele als Vorschlag, die gerne durch eigene Ideen erweitert werden können:
Spiel 0 – Probespiel „Hausnummern würfeln“
Jede Gruppe erhält nacheinander einen Würfel und würfelt insge-samt drei Mal. Nach jedem Wurf wird entschieden, ob die Ziffer nach vorne, in die Mitte oder ans Ende der Zahl gestellt wird. Die damit erreichte Gesamtzahl ist vorher zu schätzen.
Spiel 1 – Lungentest
Jede Person erhält einen Luftballon, holt einmal tief Luft und bläst den Ballon so weit wie möglich auf.
Spiel 2 – Streichholz-Turm
Innerhalb der vorgegebenen 30 Sekunden müssen möglichst viele Streichhölzer auf einen Flaschenhals gestapelt werden. Dazu erhält jedes Team eine Schachtel mit 40 Hölzern.
Spiel 3 – Apfel schälen
Ein Apfel muss in zwei Minuten so geschält werden, dass eine möglichst lange Schale entsteht. Dabei zählt nur das längste zusammenhängende Stück.
Spiel 4 – Papierschlange
Aus einem DIN-A4 Blatt muss in zwei Minuten eine möglichst lange Papierschlange gerissen werden. Auch hier zählt nur das längste zusammenhängende Stück.
Spiel 5 – Kraft-Protz
Eine Badezimmer-Personenwaage wird mit zwei Händen zusammengedrückt und die maximale Anzeige abgelesen.
Spiel 6 – Tauch-Gang
Mit zugehaltener Nase wird mit einem Röhrchen Luft in ein Wasserglas geblasen. Dabei wird kontrolliert, ob es ständig blubbert.
Spiel 7 – Minuten-Tipp
Ohne Uhr muss eine Minute möglichst genau abgeschätzt werden. Gewertet wird die Abweichung.
Spiel 8 – Babys Flasche
Eine gefüllte 100 ml-Baby-Flasche ist auszunuckeln. Achtung: Unbedingt vorher ausprobieren und je nach Lochgröße die Schwierigkeitsstufen anpassen, oder das Loch vergrößern.
Spiel 9 – Der Hammer
Mit möglichst wenigen Schlägen soll ein (Zimmermanns-)Nagel in einen Balken geschlagen werden. Auch hier vorher probieren und Schwierigkeitsstufen auf den Balken und die Nägel anpassen.
Spiel 10 – Ein kleiner Sprung …
Weitsprung aus dem Stand. Alle haben zwei Versuche, der bessere wird gewertet.
Spiel 11 – Wurfsack
Ein kleines Säckchen (ca. 6 x 6 cm) auf dem oben und unten jeweils der Mittelpunkt markiert ist, soll auf eine ca. drei Meter entfernte Markierung am Boden möglichst geworfen werden. Nach jedem der drei Würfe wird der Abstand gemessen und aufaddiert. Unbedingt vorher testen, je nach Bodenbelag (von Teppichboden bis Parkett) ist dies unterschiedlich schwierig.
Spiel 12 – Europas Hauptstädte
Die ganze Gruppe schreibt in vier Minuten möglichst viele Länder Europas mit zugehöriger Hauptstadt auf ein Blatt Papier. Zum Korrigieren tauschen die Gruppen die Antwort-Blätter.
Spiel 13 – Krokodilsprung
Hier muss möglichst lange ununterbrochen über ein Hindernis (z. B. eine leere Bierkiste) gesprungen werden.
Spiel 14 – Knoten knoten
Jede Person erhält ein Stück Haushaltsschnur mit genau 30 cm Länge (bei längeren Stücken sinkt der Reiz). In zwei Minuten sollen möglichst viele Knoten gemacht werden. Das Problem dabei ist, die Knoten möglichst eng aneinanderzusetzen, denn am Ende ist die Schnur nur noch ca. 10 cm lang.
Spiel 15 – Gewichte sortieren
10 Gegenstände sind ihrem Gewicht nach zu ordnen. Die Gegenstände liegen auf dem Tisch, jede Gruppe erhält ein Blatt Papier und einen Stift und notiert die Reihenfolge.
Spiel 16 – Ball-Stapler
Möglichst viele Tennis-Bälle müssen in einer einzigen Hand gestapelt werden und dort, ohne zusätzlich festgehalten zu werden, 10 Sekunden liegen bleiben.
Spiel 17 – Streichholzschachtel-Weitwurf
Aus einer leeren Streichholz-Schachtel muss die „Lade“ herausgepustet werden. Gewertet wird der weiteste von 3 Versuchen.
Spiel 18 – Liegestützen
Wer schafft die meisten Liegestützen in 30 Sekunden?
Spiel 19 – Wäscheklammer
Eine Wäscheklammer wird so zusammengedrückt, dass damit eine Cent-Münze eingeklemmt wird und wieder herausfällt, wenn der Druck nachlässt. Diese Anordnung ist nun mit ausgestreckter Hand möglichst lange zu halten, ehe die Cent-Münze zu Boden fällt.
Spiel 20 – Bibelfest
Eine vorgegebene Bibelstelle muss möglichst schnell aufgeschlagen werden. Dazu werden die Jugendlichen der anderen Gruppen aus dem Raum geschickt. Variante: Bibelstellen werden ausgelost, dann können alle Gruppen gleichzeitig spielen.
Spiel 21 – Schneiderkurs
Drei jeweils neue Fäden sind nacheinander in eine Nadel einzufädeln. Die dafür insgesamt benötigte Zeit wird gemessen.
Spiel 22 – Geld blind zählen
Den Jugendlichen werden die Augen verbunden und danach einige Münzen gegeben. Der Gesamtbetrag wird notiert und die Abweichung zum tatsächlichen Betrag ermittelt. Achtung: Vorher ausprobieren und einen geeigneten Betrag auswählen.
Spiel 23 – Zungenbrecher
Innerhalb einer Minute soll ein Zungenbrecher möglichst oft aufgesagt werden. Bei einem Fehler wird der aktuelle Versuch sofort abgebrochen und ein neuer begonnen. Die bisher fehlerfreien Versuche zählen natürlich trotzdem.
Spiel 24 – Luftballon-Lauf
Ein aufgeblasener Luftballon soll möglichst schnell über eine Strecke von fünf Metern transportiert werden und darf dazu nur mit dem Kopf, der Brust oder den Füßen berührt werden.
Spiel 25 – ABC rückwärts
Das Alphabet soll fehlerfrei rückwärts aufgesagt werden. Dazu ist natürlich aufschreiben und ablesen nicht gestattet.
Spiel 26 – Herkules‘ Hobby
Möglichst viele Streichhölzer müssen zwischen Zeige-, Mittel- und Ringfinger eingeklemmt werden und (z. B. mit einem Schlag der anderen Hand) auf einmal zerbrochen werden.
Spiel 27 – Schätzaufgabe
Das Gesamt-Gewicht aller im Raum befindlichen Personen muss von jeder Gruppe geschätzt und notiert werden. Danach wird natürlich nachgewogen und die tatsächliche Abweichung errechnet.
Spiel 28 – Schlagzeilen
Die Gruppen bekommen nacheinander jeweils 10 verschiedene Schlagzeilen die jeweils von der Titelseite der Lokalzeitung stammen und sollen diese in die richtige zeitliche Reihenfolge sortieren.
Spiel 29 – Gewürze blind erkennen
10 vorher genannte Gewürze sollen blind durch Schmecken oder/und Riechen erkannt werden.
Spiel 30 – Taxifahrer-Test
Innerhalb von zwei Minuten sollen möglichst viele von 10 vorgegebenen öffentlichen Gebäuden auf einem Stadtplan gefunden werden.

Anmerkung: Um die Spannung aufrecht zu erhalten, werden die Spielnamen und die Schwie-rigkeits-Stufen erst beim Erklären auf dem Wertungsplakat notiert. Der Zeitbedarf ist sehr unterschiedlich, je nach Anzahl der Gruppen und Anzahl der Gruppenteilnehmenden und natürlich je nach dem, welche Spiele ausgewählt wurden. Einige Spiele sind nicht von allen gleichzeitig spielbar, was deutlich mehr Zeit benötigt. Für einen 90-minütigen Gruppenabend sollten ca. 15 bis 20 Spiele vorbereitet werden. Spielende ist aber auf jeden Fall beim Erreichen einer vorher festgelegten Uhrzeit.
Um den Spielablauf zu straffen und damit die Konzentration hoch zu halten, sollte die Spielleitung auf zwei Personen aufgeteilt werden. Während die eine Person das Wertungsplakat beschriftet und die Ergebnisse einträgt, erklärt und überwacht die andere Person die Spiele.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Thema „Jesus redet von der Zukunft“ aus JUMAT 4/16. Es sind alles Texte aus der Endzeitrede von Jesus in Matthäus 24 und 25.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Im Gelände oder im Haus werden 60 Karten in A5-Größe versteckt. Auf der Vorderseite der Karten steht jeweils eine Ziffer von 1 bis 50. Auf der Rückseite steht ein Codewort. Die Karten sollen so versteckt werden, dass sie wenigstens zum Teil sichtbar sind, sie können zum Beispiel unter einen Stein gelegt oder in die Rinde eines Baumes gesteckt werden. Alle Teilnehmer werden in Gruppen von ca. 5 Personen eingeteilt. Jede Gruppe wird von einem Mitarbeiter betreut, der ihnen die Aufgaben stellt und die Ausführung kontrolliert.

Auf ein Startsignal geht es los. Jede Gruppe würfelt mit einem Würfel. Achtung: Man braucht für dieses Spiel nur die Zahlen 1 bis 3, das heißt die Vier entspricht der Eins, die Fünf der Zwei und die Sechs der Drei. Die Gruppe hat die Aufgabe, die Karte mit der ersten gewürfelten Zahl zu suchen. Wenn sie also eine Zwei gewürfelt hat, muss sie die Karte mit der Zwei Suchen. Wenn sie diese Karte gefunden haben, muss die Karte an der Stelle liegen bleiben, wo sie lag. Die Gruppe hat nur die Aufgabe, sich das Codewort zu merken, welches auf der Karte steht. Sie kommen nun zurück zu ihrem Gruppenleiter und sagen das Codewort. Wenn sie das richtige Codewort genannt haben, stellt ihnen der Leiter die entsprechende Aufgabe. Wenn sie die Aufgabe erfüllt haben, dürfen sie wieder würfeln. Die Augenzahl wird nun zu der vorherigen Zahl addiert. Wenn also in der ersten Runde eine Zwei gewürfelt wurde und in der zweiten Runde eine Drei, dann muss nun die Karte mit der Nummer Fünf gesucht werden. So geht es immer weiter. Gewonnen hat die Gruppe, die als erstes bei der Nummer 60 angekommen ist.

Folgende Aufgaben werden gestellt. Das Material muss der Gruppenleiter bereithalten.

Hinweis: Manche Aufgaben müssen der jeweiligen Situation angepasst werden.

  Codewort Aufgabe Material
  1. Wasser Singt das Lied: Alle meine Entchen!  
  2. Rittersport Jeder muss einen Handstand machen!  
  3. Schiller Schreibt ein Gedicht mit genau 15 Worten! Zettel, Stift
  4. Gestank Bindet eure Socken zu einer Kette zusammen!  
  5. Tempo Lauft eine große Runde auf allen Vieren um den Gruppenleiter!  
  6. Schnupfen Gebt eine Streichholzschachtel auf der Nase weiter. Jeder muss mitmachen! Streichholzschachtel
  7. Burg Bei welcher Stadt steht die Wartburg? Antwort: Eisenach
  8. Foto Malt ein Bild von eurer Gruppe! Zettel, Stift
  9. Aussicht Baut einen Streichholzturm auf eine Flasche! Streichhölzer Flasche
  10. Uhr Schätzt, wie lange eine Minute dauert! Uhr
  11. Aktion Lauft 100 m auf Stelzen. Jeder der Gruppe muss daran beteiligt sein! Stelzen
  12. Hochhaus Baut aus Bausteinen eine Burg! Bausteine
  13. Jungschar Schreibt das Wort Jungschar in Spiegelschrift! Spiege zur Lösungskontrolle
  14. Tier Haltet eine Rede über die Bedeutung der Maikäfer für die Jungschar!  
  15. Bürgermeister Bringt 5 Unterschriften von Personen, die nicht mit zu eurer Jungschar gehören! Zettel, Stift
  16. Melodie Singt einen Text aus der Zeitung vor! Zeitung
  17. Markt Kauft etwas für 10 ct! 10-Cent-Stück
  18. Schwein Joker! Würfelt noch einmal!  
  19. Bratwurst Macht ein Puzzle! Puzzle
  20. Garten Bringt 10 verschiedene Früchte zum Spielleiter!  
  21. Cola Schreibt das Wort Kakao mit Gegenständen. (z.B. einen Kaugummi für das K; ein Apfel für das A, usw.!  
  22. Held Fotografiert drei fremde Personen in „Heldenpose“! Digitalkamera oder Handy mit Kamera
  23. Angriff Ruft dreimal ganz laut: Wir erobern die Stadt!  
  24. Buch Schreib kunstvoll die Anfangsbuchstaben aller Gruppenmitglieder! Zettel, Stift
  25. Bäcker Besorgt schnell ein Stück Brot!  
  26. Mist Macht Werbung für Klobürsten! Klobürsten
  27. Ring Gebt einen Ring auf einem Trinkröhrchen weiter! Ring, Trinkröhrchen
  28. Weste Bastelt aus einer Zeitung eine Verkleidung für ein Gruppenmitglied! Zeitung
  29. Stiefel Baut einen Turm aus euren Schuhen!  
  30. Axt Sägt einen dicken Ast durch! Säge, Ast
  31. Quatsch Lacht eine Minute lang! Uhr
  32. Fisch Malt 5 typische Dinge für eure Jungschar auf! Papier, Stift
  33. Knoten Macht in einen Bindfaden ganz viele Knoten! Bindfaden
  34. Meter Reißt aus einer Zeitung einen Papierstreifen von genau 2 m Länge! Zeitung, Zollstock zum Nachmessen
  35. Kamm Macht einem Mitspieler aus eurer Gruppe eine besonders schöne Frisur!  
  36. Kuss Schreibt einen Liebesbrief, der aus mindestens 5 Sätzen besteht! Papier, Stifte
  37. Turnier Nennt 12 Vereine der aktuellen Bundesliga!  
  38. Abflug Baut einen Papierflieger! Papier
  39. Arabien Führt einen Bauchtanz auf!  
  40. Rolle Wickelt einen von euch in Klopapier ein! Klopapier
  41. Quadrat Stellt euch alle auf ein A3-Blatt. Keiner darf außerhalb des Blattes den Boden berühren! A3-Blatt
  42. Folter Befestigt 30 Klammern am Kopf eines Mitspielers! Wäscheklammern
  43. König Baut einen Thron für ein Gruppenmitglied!  
  44. Deutschland Singt die Nationalhymne und hüpft dabei auf einem Bein!  
  45. Wind Jongliert mit drei Luftballons solange wie möglich! Luftballons
  46. Wetter Schüttet einem Mitspieler einen Becher Wasser über den Kopf! Becher mit Wasser
  47. Berlin Welches Codewort hat Nummer 7?  
  48. Kirsche Bringt dem Spielleiter 10 verschiedene Blätter!  
  49. Sack Geht drei Felder zurück!  
  50. Umhang Wickelt einen Mitspieler in eine Decke ein und tragt ihn einmal um den Spielleiter herum! Decke
  51. Feld Macht ein Kartoffelpuzzle! Kartoffel die in 8 Teile zerschnitten wurde und wieder zusammengesetzt werden muss.
  52. Taschentuch Schöpft einen Liter Wasser von einem Gefäß in ein anderes! 2 Gefäße (Messbecher), Schöpfkelle
  53. Stein Baut ein Kartenhaus! Karten oder Bierdeckel
  54. Hammer Schlagt drei Nägel in ein Brett! Brett, Hammer, Nägel
  55. Ente Pustet ein Schwimmtier auf! Schwimmtier
  56. Martin Luther Was feiern wir am 31. Oktober? Antwort: Reformationstag
  57. Welt Gurgelt das Lied: Hänschen klein! Becher mit Wasser
  58. Konfetti Welches Codewort hat Nummer 13?  
  59. Feier Bastelt einen Siegerpokal!  
  60. Sieg Schreit euren Jubel laut hinaus!  

Diese Themenreihe enthält Gruppenstunden zu Texten aus dem Lukasevangelium. Dazu gehören 5 Einheiten zu Geschichten in denen Jesus Menschen begegnet. Außerdem sind noch 6 Bausteine zu Gleichnissen enthalten. Die Texte stammen aus JUMAT 2/18 und 3/18.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

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