Antihelden-Rallye

Spielidee
Zwei Mitarbeitende spielen „Super-Max“ und „Hänschen“. Super-Max ist natürlich ein Superheld und bekommt immer tolle Aufträge, die er lösen muss. Hänschen ist sein Assistent, der immer die Dienstbotengänge und den Kleinkram machen muss. Davon hat er aber die Nase voll. Er will nicht nur der Assistent sein, sondern ein Partner. Aber Super-Max lacht Hänschen aus. Er hat zu viele „Schwächen“, um ein Superheld zu sein: Er ist zu klein, hat eine Brille, hat Angst im Dunkeln und ist auch nicht schwindelfrei. Hänschen will Super-Max allerdings beweisen, dass es viele wichtige Menschen in der Bibel gab, die nicht ganz in die Heldenkategorie gepasst haben, aber dennoch welche waren.

Anspiel am Anfang: Gespräch zwischen Super-Max und Hänschen
( so oder so ähnlich kann man es machen, die Mitarbeitenden dürfen sich gerne kreativ verkleiden)
Super-Max liest eine Zeitung.
Super-Max: Hänschen, wo bist du? Wo bleibt mein Kaffee? Und meine Lieblingskekse?
Hänschen kommt mit einem Schild „Ich streike“ rein. Super-Max guckt ihn an.
Hänschen: Ich streike.
Super-Max: Lesen kann ich. Danke. Aber was hat das zu bedeuten?
Hänschen: Ich streike heißt, dass ich keine Lust habe, für dich „der Depp vom Dienst“ zu sein. Ich helfe dir so oft bei wichtigen Fällen und habe viel mehr auf dem Kasten, als nur den Kaffee zu machen und die Kekse auf einen Teller zu drappieren.
Super-Max: So, meinst du?
Hänschen: Ja, das meine ich.
Super-Max: Aber Hänschen. Mal ehrlich, du bist doch viel zu klein, um jemanden in Angst und Schrecken zu versetzen. Wenn dich ein Schurke sieht, lacht er sich eher tot, als die Flucht zu ergreifen, wie bei mir.
Hänschen: Wenn ich eine große Waffe hätte, sähe das sicher anders aus.
Super-Max: Aber wenn du dann aus Versehen im Gefecht deine Brille verlierst, dann bringt dir so ´ne Waffe auch nichts.
Hänschen: Ich kann auch ohne Brille ganz gut sehen.
Super-Max: Und überhaupt, wenn ein Einsatz mal in der Nacht ist oder man auf ein Dach klettern musst, dann scheiterst du an deiner Angst im Dunkeln oder an deiner Höhenangst. Sorry, Kumpel, du bist einfach nicht fürs Heldendasein gemacht.
Hänschen: Ach, was sind das denn für Ausreden? Nur weil ich ein paar Schwächen habe, kann ich kein Superheld sein?
Super-Max: Ja, so sieht es aus. Ein Superheld hat keine Schwächen.
Hänschen: Da würde ich dir gerne mal das Gegenteil beweisen.
Super-Max: Da lasse ich mich ja gerne überraschen, was das für Typen sein sollen- Helden mit Macken. Das sind ja dann eher Antihelden…
Hänschen: Na gut. Bist du also bereit für eine Antihelden-Rallye?
Super-Max: Na so was von.

Hänschen: Und ihr Kinder, wollt ihr uns begleiten? Vielleicht könnt ihr Super-Max helfen, wenn er mal auf dem Schlauch steht… Los geht´s …

Antihelden-Rallye oder Stationenlauf
Je nach Ort/ Gruppengröße/ Mitarbeitendenanzahl und Wetter kann man die verschiedenen Aufgaben und Rätsel an seine Gegebenheiten und Örtlichkeiten anpassen. Entweder kann man als Gesamtgruppe losziehen oder Kleingruppen gegeneinander antreten lassen. Man kann an einem Ort alles spielen oder die Orte zu den Aufgaben wechseln. Ebenso kann man auch Aufgaben weglassen oder sie abändern.

Antiheld 1: Zu alt, um ein Held zu sein.
Aufgabe: In einer undurchsichtigen Plastiktüte bzw. einem Stoffbeutel sind viele Sterne (Plastik-, Holz- oder Papiersterne) drin. Die Kinder werden aufgefordert, zu fühlen und zu schätzen, wie viele Sterne es sind. Jeder bzw. jede Kleingruppe darf einen Tipp angeben. Wer kommt am nahsten dran?
Rätsel: Zu welcher Person hat Gott einmal gesagt, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel sein werden?
Lösung: Abraham. Obwohl er schon sehr alt und bisher kinderlos war, hat Gott ihm ein Versprechen gegeben und hatte einen Plan mit ihm.
Material: Tüte/ Stoffbeutel, Sterne

Antiheld Nr. 2: Ein Lügner und Betrüger kann kein Held sein, oder?
Aufgabe: Könnt ihr gut unterscheiden, was wahr und was gelogen ist?
Die Kinder bzw. Kleingruppen bekommen ein „Wahr“-Schild und ein „Gelogen“-Schild und sollen die Aussagen bewerten. Wer hat das beste Gespür, wenn jemand lügt?
Weitere Aussagen können natürlich noch hinzugefügt werden.
Wahr oder gelogen:
– Die Augen des Vogel Strauß sind größer als sein Gehirn. (Wahr)
– Grüne Augen sind besonders lichtempfindlich. (Gelogen, es sind blaue)
– Die Bulgaren schütteln den Kopf, wenn sie Ja meinen. (Wahr)
– Inuit definieren die Kälte der Nacht über die Anzahl der Hunde, die nötig sind, um warm zu bleiben. (Wahr)
– Die erste Stadt, in der über eine Million Menschen lebten, war im Jahr 1811 New York (Gelogen, es war London).
– Ein Durchschnittsmensch produziert in seinem Leben etwa 14.000 Liter Schweiß. (Wahr)
Rätsel: Die gesuchte Person war ein Betrüger. Er hatte sich von seinem älteren Zwillingsbruder den Segen des Vaters erschlichen und hatte auch sonst in seinem Leben einige krumme Dinger gedreht. Wer ist gesucht?
Lösung: Jakob hat sich den Segen erschlichen und musste dann fliehen. Allerdings hat es Gott dennoch gut mit ihm gemeint und ihn in vielen Gefahren behütet. Am Ende gab es auch eine Versöhnung mit dem Zwillingsbruder Esau.
Material: Schilder mit „Wahr“ und „Gelogen“ (Papier, Stifte)

Antiheld Nr. 3: Kann ein Angsthase ein Held sein?
Aufgabe: Das Spiel funktioniert wie „Ich packe meinen Koffer…“ allerdings mit dem Satz „Ich habe Angst vor…“ Nun fängt der erste an, etwas zu sagen. Es sollten allerdings auch alles Sachen sein, vor denen oder bei denen man wirklich Angst haben könnte: Spinnen, Geisterbahnen, hohe Türme, dunkle Keller, Horrorfilme, Gewitter, große Hunde, Gruselgeschichten, etc.. Die Personen, die folgen, müssen alles immer richtig wiederholen, dürfen nichts doppelt benennen und müssen sich innerhalb von 10 Sekunden auch etwas eigenes überlegen. Ansonsten fliegen sie raus. Wer ist die Person, die sich am besten alle Ängste merken kann? Wenn es zu lange dauert oder zu zäh wird, kann man auch abbrechen und mit dem Rätsel weitermachen.
Rätsel: Die gesuchte Person bekam einen Auftrag von Gott, aber hatte zu sehr Angst, um ihn auszuführen. Deswegen versuchte sie genau ans andere Ende der Welt zu fliehen.
Lösung: Obwohl Jona Angst hatte und vor Gott fliehen wollte, holt ihn dieser ein und zurück. Er will und braucht Jona für diesen wichtigen Auftrag. Und Jona erfüllt ihn dann auch.

Antiheld Nr. 4: Kann man seinen Auftrag auch verschlafen?
Aufgabe: Wachsam sein und aufpassen, dass nichts passiert, ist eine wichtige Eigenschaft für einen Helden. In der Mitte steht ein Kind mit einer zusammengerollten Zeitung. Am Kind sind 10 bis 15 Wäscheklammern an unterschiedlichen Stellen befestigt. Am Rücken, den Hosenbeinen, Armen etc. Das Kind trägt eine Augenbinde und ist der „Hüter der Wäscheklammern“. Die anderen Kinder sitzen oder stehen um das blinde Kind. Immer ein Kind darf versuchen, eine Wäscheklammer zu klauen ohne dass das andere Kind es merkt bzw. es mit der Zeitung erwischt. Wenn es erwischt wird, kommt das andere Kind in die Mitte.
Rätsel: Dieses Mal sind mehrere Personen gesucht. Als es darauf ankam und Jesus sie gebraucht hat, haben sie einfach geschlafen. Sie sollen wachen und aufpassen und sie haben diese Aufgabe verbockt.
Lösung: Das waren die Jünger, die eingeschlafen sind, als Jesus im Garten Gethsemane gebetet hat. Obwohl sie ihren Auftrag verschlafen haben, war Jesus immer noch ihr Freund und sie haben Wichtiges für die ersten christlichen Gemeinden geleistet.
Material: Zeitung, 10-15 Wäscheklammern, Augenbinde

Antiheld Nr.5: Zu klein für einen Helden.
Aufgabe: Dieses Mal sind Aufgabe und Rätsel in einem Spiel zusammengefasst. Das Spiel heißt „Wer bin ich?“ Dazu werden Aussagen vorgelesen. Entweder kann die Gruppe als Ganzes spielen oder man kann in Kleingruppen antreten. Jede Gruppe hat nur 3 Rateversuche. D.h. Sie sollten sich relativ sicher sein, bevor sie Tipps abgeben.
Welche Gruppe braucht die wenigsten Hinweise?

  • Ich habe ca. 1000 vor Christus gelebt.
  • Ich bin der jüngste von 7 Brüdern.
  • Mein Vater heißt Isai.
  • Ich habe schon in jungen Jahren Großes geleistet.
  • Der Prophet Samuel hat mich bereits als Kind gesalbt.
  • Ich bin Hirte.
  • Meine älteren Brüder kämpften gegen die Philister.
  • Als ich einen Vorschlag machte, schauten mich alle entgeistert an und sagten: Das ist viel zu gefährlich, du bist ja noch ein Kind.
  • Aber ich hatte keine Angst, denn ich wusste, dass Gott bei mir ist und mich beschützt.
  • Und ich kann gut mit meiner Steinschleuder umgehen.
  • Ich habe den Riesen besiegt.

Lösung: Die Geschichte von David und Goliath ist bekannt und niemand hätte vermutet, dass David diesen Riesen besiegt. David war klein und jung, aber mit Gottes Hilfe hat er es geschafft.

Antiheld Nr. 6: Zu verträumt, um ein Held zu sein.
Dieses Mal wird erst das Rätsel gestellt und dann das Spiel gespielt.
Rätsel: Die gesuchte Person war ein Träumer. Seine Brüder mochten ihn nicht sonderlich, weil er komische Sachen träumte. In seinen Träumen sollte sie sich vor ihm verneigen und ihm folgen. Das fanden sie natürlich gar nicht gut.
Lösung: Gesucht ist Josef. Ein Träumer, der es durch seine Träume bis an den ägyptischen Königshof brachte.
Aufgabe: Alle Kinder laufen mit Augenbinden im Raum/ in einem abgesteckten Gebiet herum. Am Anfang des Spiels wird ein Kind als „Josef“ betitelt. Dieses Kind darf nicht reden. Ziel des Spieles ist, dass alle Kinder diesen „Josef“ finden. Die Kinder tasten sich blind vorwärts und suchen nach den anderen. Wenn sich zwei Kinder berühren und begegnen, fragen beide normalerweise „Josef?“. Nur das Kind, welches „Josef“ ist, schweigt. Wenn ein Kind „Josef“ gefunden hat, hält es sich an dessen Schultern fest und folgt „Josef“ von da an. Es darf nun auch nicht mehr „Josef“ sagen. Am Ende laufen alle Kinder in einer Polonaise hinter „Josef“ her.
Material: Augenbinden (für jedes Kind)

Antiheld Nr. 7: Seine Ansichten zu verleugnen ist nicht heldenhaft.
Aufgabe: Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1 steht zusammen auf einer Seite. Nur ein Kind steht ca. 5 Meter weg von der Gruppe. Zwischen diesem Kind und dem Rest der Gruppe steht Gruppe 2. Gruppe 1 muss nun versuchen dem einen Kind, das außerhalb steht, etwas mitzuteilen während Gruppe 2 versucht es durch Schreien bzw. Krach machen zu vereiteln. Ein möglicher Satz könnte schon auf das Rätsel hinweisen wie z.B. „Noch ehe der Hahn dreimal kräht, wirst du mich verleugnen.“ Natrülich kann man sich auch andere Sätze überlegen.
Rätsel: Normalerweise stehen Helden zu ihren Ansichten und Werten. Sie brüllen ihre Überzeugungen auch hinaus. Die gesuchte Person hat allerdings Jesus, seinen guten Freund und Lehrer, verleugnet.
Lösung: Obwohl Petrus sich nicht ehren- und heldenhaft verhalten hat durch seinen Verrat, ist er doch ein wichtiger Apostel und erzählt vielen Leuten von Jesus und Gott. Er ist wichtig für die christliche Gemeinde. Jesus sagte über ihn: Petrus ist der Fels und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.

Antiheld Nr. 8: Zu seinen Schwächen zu stehen ist heldenhaft, oder?
Aufgabe: Im Raum/ Gelände sind sieben Zettel versteckt, die es zu finden gilt und die man möglichst schnell in die richtige Reihenfolge bringen muss.
Gesucht ist der Lösungssatz: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Rätsel: Wer hat diesen Satz gesagt? Als Tipp: Er hat erst die Christen verfolgt und wurde nach seiner Bekehrung ein großer Apostel und unternahm viele Missonsreisen.
Lösung: Paulus hat diesen Satz an die Gemeinde in Korinth geschrieben. Die Gemeinde hatte hohe Erwartungen an ihn, und er wollte ihnen klar machen, dass er nicht der Siegertyp, Strahlemann und Superheld ist. Er wollte ihnen sagen, dass er viele Macken und Schwächen hat, aber dass gerade dadurch Gott ihm helfen kann. Gott macht Paulus stark, wenn er schwach ist. Und deswegen wurde Paulus trotz Macken und Schwächen ein großer Apostel.
Material: Zettel mit dem Lösungssatz

Anspiel am Ende (so oder so ähnlich)
Hänschen: Uuuund? Hast du nun etwas gelernt?
Super-Max: Wow, das waren ja ganz schön viele krasse Typen.
Hänschen: Ja, und alle hatten ihre Macken und Gott hatte trotzdem was mit ihnen vor und hat sie zu Helden gemacht.
Super-Max: So viele Antihelden, die doch zu Helden wurden. Und die kommen alle in der Bibel vor?
Hänschen: Genau. Und, mmm, also, konntest du nun vielleicht deine Meinung überdenken? Also was Helden und Schwächen betrifft? Und was unsere Partnerschaft angeht?
Super-Max: Oh man, du lässt nicht locker.
Hänschen: Natürlich nicht.
Super-Max: Also gut.
Hänschen freut sich und umarmt Super-Max.
Super-Max: Jetzt lass mich los, bevor ich es mir anders überlege.
Hänschen: Alles klar. Cool, ich bin nun dein Partner. Super-Max und Hänschen…
Super-Max: Das hört sich noch nicht ganz perfekt an. Weißt du, Namen machen Leute. Von daher würde ich dir ab heute auch einen anderen Namen geben. Du bist Hans-Stark, okay?
Hänschen: Super-Max und Hans-Stark. Das gefällt mir. Gibts schon unseren nächsten Auftrag, Partner?

Was ist eigentlich stark? Was schwach? In dieser Themenreihe geht es darum, mit den Kindern darüber ins Gespräch zu kommen, bzw. sich spielerisch diesen Fragen zu nähern. Gleichzeitig haben wir uns Gedanken gemacht, was Kinder stark macht. Was können wir Mitarbeitenden dazu beitragen, Kinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranreifen zu lassen? Und welche Rolle spielt Gott und der Glaube an ihn dabei? Besonders gut finden wir, dass Gott ganz normalen Typen begegnet und mit ihnen Geschichte schreibt. Und gerade in ihrer Schwachheit ist Gottes Kraft besonders gut zur Geltung gekommen.

Wer ist stark? Wer ist schwach? Komm, lies selbst und finde es für dich heraus! Viel Spaß beim Entdecken, Ausprobieren und Umsetzen,

Dein Jungscharleiter- Online-Redaktionsteam

Hier gibt es die passende Verkündigung dazu (mit Bewegungen und aktiver Beteiligung der Kinder):

Erklärung:

Gott hat euch, dem Volk Israel, das Versprechen gegeben, bei euch zu sein.

Er verspricht euch, das Land Kanaan zu erobern, damit ihr dort leben könnt.

Bis jetzt seid ihr aber noch nicht angekommen.

Ich bin Josua, Anführer des Volks Israels.

Ihr seid das Volk Israel und gemeinsam erobern wir Jericho.

Immer, wenn ich eine Bewegung mache, macht ihr die gleich danach mir nach.

Bewegung vormachen: hochspringen, andere Bewegung: grimmig schauen

Gottes Verheißung/ in der Situation ankommen:

Wir haben von Gott die Verheißung bekommen, in Kanaan zu leben zu können.

laufen

Ihr musstet durch die Wüste ziehen, seid fertig (Schweiß wegwischen/ fertig aussehen).

Erst hinkommen, immer noch laufen

Das Volk Israel kommt nach Jericho.

Die Bewohner Jerichos haben Angst vor den Israeliten: Verriegelt alle Tore!

Wir kommen nicht mehr weiter (Stopp mit Händen)

Jericho ist fest gebaut (pantomimisch wie mit Steinen bauen) – dicke Mauern, da kommen wir nicht durch! (mit den Händen ganz hoch vormachen, Mauern zeigen)

Was machen wir jetzt? (Fragezeichen in die Luft malen)

Gottes Anweisungen:

Wir haben einen Auftrag von Gott. (nach oben zeigen)

Als erstes (eins zeigen) sollt ihr morgens aufstehen. Sechs Tage lang immer einmal um Jericho herumlaufen.

Ganz vorne die Krieger mit den besten Waffen (Schwert hervorziehen).

Danach sollen 7 Priester auf ihren Widderhörnern spielen (Posaunenton nachmachen)

Danach die wertvolle Truhe mit den 10 Geboten, Gott ist mit dabei, (10 Finger zeigen)

Dann alle restlichen Krieger (Bogen spannen)

Das ganze Volk muss ruhig sein (Stillsein-Zeichen)

Es geht los!

Alle wissen was, zu tun ist: Der erste Tag und wir starten ganz früh am Morgen, die Sonne geht auf (die ersten Sonnenstrahlen zeigen – mit Fingern die Sonne aufgehen lassen)

Wir stellen uns einmal auf.

Als erstes kommen die ausgewählten Krieger (Schwert hervorziehen), die 7 Priester mit den Hörnern (Posaunenton nachmachen), die Priester mit der wertvollen Truhe (10 Finger zeigen), die restlichen Krieger (Bogen spannen).

Wir kämpfen jetzt nicht, sondern laufen 6mal um Jericho herum.

Dabei müsst ihr aber ganz leise sein, so leise ihr könnt  (um gesetzte Markierungen herumlaufen).
Alle Kinder laufen ganz LEISE in einem Kreis, (Kreise mit zählen in der in Luft zeichnen).

Ihr habt es bis hierhin geschafft.

Aber ganz ehrlich – so bedrohlich sah das doch gar nicht aus… Die Bewohner von Jericho haben sich auch gedacht: Was machen die denn da? Laufen 6 Mal um unsere Stadt und sagen kein Wort?

Jericho fällt

Bis jetzt wart ihr immer leise (Leise-Zeichen).

Heute ist der siebte und letzte Tag, heute wird die Mauer fallen! (ganz LEISE um gesetzte Markierungen herumlaufen, Kreise mit zählen in der in Luft zeichnen) Wenn die Priester mit einem langen lauten Ton das Signal geben, sollt ihr ganz laut brüllen (davor ganz leise), wenn ich auf drei gezählt habe.

Schaut mal: Die dicken Mauern fallen! (Eine Mauer fällt um – Mitarbeiter muss an einem Seil ziehen)

Zerstörung und Opfergabe

Zerstört die ganze Stadt und nehmt nichts mit.

Außer Silber, Gold, Bronze und Eisenhaltiges (1 Kind darf Metalle mitnehmen (das ist wertvoll) und zur Bundeslade/zu Gottes Schatzkammer bringen = angesprühte Steine/Gebilde hinter Jericho, das Kind holt und bringt die Steine an die Bundeslade).

Gott ist es, durch den wir diese Stadt erobert haben, er hat sein Versprechen gehalten!

Über diese Stadt wird ein Fluch ausgesprochen (das ist ein Wunsch zu großem Unglück).

Niemand mehr soll Jericho aufbauen (mit Händen bauen)

Das Volk – ihr habt es geschafft – durch euch konnte Gott Jerichos Mauer fallen lassen!

Diese Nachricht verbreitet sich – erzählt mal alle weiter „Jericho ist zerstört“!

Gott war bei euch.

Kommt, freut euch (freuen) – eure erste Stadt erobert! (jubeln) ( Laut-leise Anzeigen)

Und es geht noch weiter: Die Israeliten kämpfen weiter gegen die Völker, die in Kanaan leben. Gott hilft dem Volk zu gewinnen (Siegerfaust). Das, was er am Anfang dem Volk Israel versprochen hat, erfüllt sich. Die Israeliten haben sich voll auf Gott verlassen und er hat sie nicht enttäuscht, sondern war bei ihnen und hat ihnen geholfen, Jericho zu erobern.

Gott hält sein Versprechen (ineinandergreifende Hände)

  • Hinweis:
    Die Bewegungen länger halten,
    Bewegungen nur machen, wenn die Kinder sie nachmachen sollen, sonst eher ruhig verhalten.

Kleingruppen:

Station 1: Kreatives „Horn“

In der Geschichte blasen die Priester während des Zugs um Jericho in Hörner. Sie sind die einzigen, die ein Geräusch von sich geben dürfen. Die Kinder basteln aus einem Vordruck ein Papierhorn. Dafür schneidet man eine ausgedruckte Papiervorlage (im Anhang) aus. Die Kinder können dann das Horn noch bemalen (Zeit im Auge behalten). Danach wird die Vorlage an der gestrichelten Linie gefaltet und das Papier wird zu einem Trichter geklebt.

Material vom Einsatzort zu stellen:

  • Scheren
  • Holzbuntstifte
  • Klebestifte
  • Ausgedruckte Vorlagen (siehe Anhang)

Station 2: Spezial „Knoten knüpfen“

Mit den Kindern wird ein Kreuzknoten geknüpft.

Impuls:

Das eine Seil sind die Kinder. Das andere Seil ist Gott. Durch den Knoten werden die beiden Seile miteinander verbunden. Gott trägt das „Kind“. Der Knoten kann sich nicht mehr lösen, wenn er fest genug ist. Umso stärker man daran, zieht umso fester wird der Knoten. Gott hält dich, auch wenn du vor einer großen Herausforderung stehst und denkst, das schaffst du nie.

Am besten schaut ihr euch die Grafik an und übt selber den Knoten zu machen. Die untenstehende Anleitung ist eine Möglichkeit, wie ihr den Kindern den Knoten erklären könnt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Nimm die beiden Enden des Seils und lege die linke Seite über die rechte Seite.

2. Wickle das rechte Seil (wie auf dem Bild) um das andere Seil herum.

3. Danach nimmst du das nach rechts zeigende Seil und legst es auf das nach links zeigende Seil.

4. Wickle diese Seil wieder um das andere Seil herum.

Wenn noch Zeit ist, können noch weitere Knoten geknüpft werden. (Schaut euch dafür am besten die verlinkten Videos an).

Weitere Knoten:

(mehr …)

Dieser Gebetsparcours findet im Freien statt und kann trotz Lockdown durchgeführt werden. Die Jugendlichen können den Parcours selbstständig, allein oder zu zweit besuchen. Die Stationen wurden ursprünglich für Konfirmandengruppen entwickelt, du kannst sie aber genauso gut für Jugendliche verwenden.

Die Grundlage des Parcours

Die angesagten 4Punkte-Armbänder erinnern uns in unseren alltäglichen Gewohnheiten an unseren christlichen Glauben. So wie „fancy diamonds“ Diamanten von außergewöhnlicher Schönheit und intensiver Farbgebung sind, strahlt auch die Erfahrung, von Gott geliebt zu sein, aus und wird zur Grundlage unseres Verhaltens. Dabei eignen sich die 4Punkte- „The Four“ optimal, um Jugendliche an das Evangelium heranzuführen. Erlebbar werden die Symbole in den Stationen dieses Gebetsparcours. Als Location eignet sich am besten ein Innenhof mit geschützten Stellen: z. B. vor einer Mauer unter einem Vordach / auf einem Treppenaufgang. Optisch abgetrennte Räume können auch mit Zeltplanen oder Stellwänden aufgebaut werden.

Die Armbänder kannst du zum Beispiel hier erwerben.

„The Four“ : Die 4 Punkte des Armbandes

  1. Das Herz: Gott liebt uns bedingungslos: Wir dürfen uns sicher sein, dass wir einzigartig, unverwechselbar und gewünscht sind. Auf der Grundlage dieser Liebe können wir ein erfülltes Leben führen.
  2. Das Trennungszeichen: Doch wir sind blind dafür, diese Liebe anzunehmen. Stattdessen suchen wir überall zwanghaft nach Ersatz und drehen uns letztlich nur egoistisch um uns selbst. Die Bibel nennt diesen Zustand Sünde; Luther entdeckte neu, dass die Sünde letztlich in einem Kreisen um sich selbst besteht und Gottes Liebe zu uns leugnet.
  3. Das Kreuz: Jesus hat für uns den Weg zu einem Leben mit Gott wieder freigemacht: Mit seinem Wirken brachte er den Menschen die Liebe Gottes nahe und heilte sie. Sein Sterben am Kreuz bedeutet nicht, dass Jesus als Verbrecher gescheitert ist, sondern dass er uns sogar im Tod vorausgeht und ihn überwindet. In Jesus begegnet uns die lebensspendende Liebe Gottes und befreit uns von unserem zwanghaften Egoismus.
  4. Das Fragezeichen: Es stellt uns persönlich vor die Frage, die Liebe Gottes anzunehmen, unseren Glauben zu leben und uns zur Gemeinschaft der Christen zugehörig zu bekennen.

Der 1. Johannesbrief: „The Four“ in Kurzform

Ganz knapp zusammengefasst findet man die Kernaussagen der 4Punkte im 1. Johannesbrief Kap. 4,7-20. Darunter der bekannte Vers: „Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (V 16) . Johannes schreibt den Brief in großer Sorge, denn es verbreitete sich die falsche Lehre, dass Jesus gar nicht als richtiger Mensch gelebt habe. Es wäre nicht passend, dass auch Jesus echte menschliche Bedürfnisse gehabt hätte, wie Hunger und Müdigkeit oder Gefühle wie Angst und Trauer. Darüber wäre er erhaben gewesen und auch seine Nachfolger sollten als Christen entsprechend leben. Johannes lehnt dies zu Recht ab und betont, dass die Liebe Gottes gerade den Menschen mit all ihren Bedürfnissen und Gefühlen gilt. In heutige Denkweise übersetzt sind weder Schönheitsoperationen noch bestimmte Notendurchschnitte erforderlich, um von Gott geliebt zu sein und diese Liebe weiterzugeben.

Die 5 Stationen des Gebetparcours

Station 1 – Ich bin von Gott bedingungslos geliebt

Station 1A Ein Liebesbrief von Gott

Gott hat jeden Menschen einzigartig und wunderbar erschaffen. In unserem Alltag und mit unserem kritischen Blick auf uns selbst geht dieses Wissen oft unter. Deshalb beinhaltet die erste Station einen Liebesbrief von Gott an uns, der uns daran erinnert, dass wir genau so, wie wir sind, bewusst erschaffen und gewollt sind und es nichts gibt, das daran etwas ändern könnte. Der nach Psalm 139,14 ausformulierte Liebesbrief („Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin“) ist entweder groß auf eine Pinwand geschrieben oder alternativ erhalten ihn die Teilnehmenden persönlich in einem an sie adressierten Umschlag.

white paper and brown envelope

Schon unsere Fingerkuppe spiegelt unsere Einmaligkeit: Am Fingerabdruck ist jeder Mensch unverwechselbar zu erkennen! Die Teilnehmenden können auf den Liebesbrief Gottes antworten, indem sie ihren Fingerabdruck auf den Brief auf der Pinwand setzen, oder auf den Briefumschlag neben ihrer Anschrift.

Benötigte Materialien:

  • Stellwand
  • Liebesbrief
  • ggf. Briefumschläge mit Briefpapier
  • Stempelkissen und Farbe für Fingerabdruck

Station 1B: Bibelvers-Tauschbörse:

In einem Körbchen befindet sich eine Auswahl von Kärtchen mit Bibelversen, in denen die Liebe Gottes deutlich wird, ebenso hängen an einer Wäscheleine entsprechende Verse.

selective focus photography of You Are Loved book

Die Teilnehmenden wählen aus dem Körbchen einen Vers aus, hängen ihn an die Wäscheleine und nehmen sich von der Wäscheleine wieder selbst einen Vers mit, der sie besonders anspricht.

Alternativ können die Teilnehmenden auch selbst in der Bibel blättern und die Bibelverse aufschreiben.

Beispiele für Verse: 1.Mose 1,31a / Psalm 16,11 / Psalm 94,18 / Matthäus 22,34-40 / Johannes 3,16 / 1. Johannes 4,8-11

Benötigte Materialien:

  • Kärtchen mit Bibelversen
  • Korb für die Verse
  • Wäscheleine
  • Wäscheklammern

Station 2: Ich habe gesündigt – die eigenen Sünden verbrennen

red flame

Nachdem die eigenen Sünden auf einen Zettel geschrieben wurden, wird der Zettel bewusst in kleine Fetzen zerrissen. Die unleserlichen Reste werden in einer Feuerschale gesammelt, um später von Mitarbeitenden verbrannt zu werden.

Benötigte Materialien:

  • Schüssel
  • Papier
  • Stifte

Station 3: Jesus ist für mich gestorben – dafür bin ich dankbar

brown wooden heart shaped figurine

Beim Genießen einer Merci-Schokolade erinnern wir uns an alles, wofür wir dankbar sein können. Wir schreiben es auf ein Plakat, das an einer Stellwand hängt und teilen es so mit den anderen.

Benötigte Materialien:

  • Merci
  • Papier
  • Stifte
  • ggf. Stellwand

Station 4: Will ich mit Jesus leben? – Entscheidung für Jesus

Station 4A: Das Glaubensbekenntnis

Hier steht der Text des Glaubensbekenntnisses auf einem Plakat

Station 4B: Brief an mich selbst

Benötigte Materialien:

  • Stellwand mit Text und Glaubensbekenntnis
  • Briefpapier
  • Stifte
  • Briefumschläge

Station 5 : Die Liebe Gottes und den Glauben feiern – das 4Punkte-Armband

An dieser Station wird die Liebe Gottes zu jedem einzelnen und das neue Leben im Glauben gefeiert. Sie kann als Abschluss des Gebetsparcours genommen werden. Die eigene körperliche Schönheit und der besondere eigene Charakter werden wertgeschätzt:

person holding blue iphone 5 c

Die Teilnehmenden werden aufgefordert, vor einem entsprechend gestalteten Hintergrund mit ihrem Handy ein Selfie von sich zu machen. Das Selfie wird an einen Mitarbeitenden verschickt, der im Messenger-Raum ein digitales Gruppenbild von allen Besuchern des Parcours erstellt.

Zum Abschluss des Parcours erhalten die Teilnehmenden ein 4-Punkte-Armband überreicht, das persönlich für sie auf den eigenen Namen reserviert ist. Auf einem Kärtchen steht ein individuelles Kompliment, das die Mitarbeitenden den Teilnehmenden machen.

Benötigte Materialien:

  • persönliches Handy
  • schön gestalteter Hintergrund
  • Geschenketisch
  • vorbereitete Kompliment-Texte
  • 4Punkte-Armbänder: The Four

Wer keinen Tischkicker zuhause hat, kann sich einfach einen basteln!

Los geht´s

  1. Bemale den Boden im Inneren des Schuhkartons mit grüner Farbe an (Rasen). Lass die Farbe trocknen.
  2. Bitte deine Mitarbeitenden/ deine Eltern, mit dem Cuttermesser an den schmalen Seiten des Kartons mittig ein Tor zu schneiden (2 x 6cm Höhe, einmal die „Querlatte“ 9 cm Breite).

3. Die Tore kannst du nun mit alten Obstnetzen und Klebeband bauen. Das sieht schön aus und du musst den Ball nicht einsammeln. Allerdings könnte der Tischtennisball vom Netz wieder ins Spielfeld rollen, es sei denn dein Ball ist kleiner… Du kannst also entscheiden, auch die Löcher einfach so zu lassen.

4. Nun bemalst du deine beiden Mannschaften (je 5) nach Belieben an. Achtung: Die Wäscheklammerhandgriffe sind die Beine.

5. Bohre nun an der langen Seite des Kartons mit dem Nagel vier Löcher in den Karton und zwar in diesem Maße: Abstand zum Boden je 5 cm. Abwehr Entfernung zum Kartonende 5cm. Abstand zwischen Abwehr und Angriff je 6 cm. Das Ganze auf der Gegenseite auch.

6. Schiebe nun die vier Spieße durch die Löcher und setze dann die Klammern auf die Spieße (mit dem Kopf nach unten). Drehe die Spieße zur Hälfte, so dass die Köpfe der Spieler oben sind.

Jetzt nur noch den Tischtennisball (alternativ Styroporkugel) ins Feld und los geht´s. Für echte Könner reichen auch 3 Spielfiguren (1 Tor, 2 Angriff) aus, so gibt es mehr Torchancen…

Anpfiff und los!

Diese Themenreihe enthält 6 Einheiten über den Propheten Elisa. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott weiß, was wir brauchen und kümmert sich um uns!

Checker

Die Frau setzt sich leidenschaftlich für Elisa und ihren Sohn ein. Wofür setze ich mich ein?

Der Text an sich   

Vers 8-11: Die Schunemiterin war eine wohlhabende und gastfreundliche Frau. Vielleicht war sie durch ihren Reichtum in der Stadt nicht so beliebt und freute sich, dass sich jemand mit ihr abgab. Sie richtete sogar ein Gästezimmer für Elisa ein. Interessant finde ich dabei, dass die Initiative von ihr und nicht von ihrem Mann ausging. Außerdem spürte sie, dass Elisa nicht einfach nur irgendein Mann war, sondern ein „heiliger Mann Gottes“, also ein Prophet.

Vers 12-20: Elisa möchte sich für ihre Mühe revanchieren. Da Elisa ein gewisses Ansehen genießt, macht er ihr das Angebot, sich beim König oder Heerobersten für etwas einzusetzen. Doch sie sagt, dass es ihr gut gehe. Elisa und Gehasi kommen allerdings zu dem Schluss, dass ihr ein Sohn fehlt und die Aussichten darauf schlecht stehen. Daraufhin prophezeit Elisa, dass sie einen Sohn bekommen wird. Alles scheint gut zu sein. Der Sohn war nun alt genug, dass er dem Vater bei der Ernte helfen konnte. Doch plötzlich stimmte etwas nicht und er starb in den Armen seiner Mutter.

Vers 21-28: Die Frau ergreift die Initiative und setzt alles in Bewegung, um ihren Sohn zu retten. Ihr Mann kann es nicht nachvollziehen, da er wohl gar nicht weiß, dass sein Sohn tot ist. Die Anordnung an den Diener nicht anzuhalten, bis sie es sagt, macht deutlich, wie wichtig es ihr ist, schnell zu Elisa zu kommen. Obwohl es der Frau überhaupt nicht gut geht und ihr Sohn schnell Hilfe braucht, sagt sie zu Gehasi: Mir geht es gut! Elisa merkt allerdings, dass sie etwas auf dem Herzen hat, jedoch hat er noch keine Handlungsanweisung von Gott bekommen. Die Frau klagt Elisa an, dass er an ihrem Leid schuld ist, denn es war nicht ihre Idee, den Sohn zu bekommen.

Vers 29-31: Wenn man sich damals begegnet ist und sich gegrüßt hat, war das kein flüchtiges „Hallo“, sondern man hat ausgiebig miteinander gesprochen. Die Anweisung Elisas „er soll niemanden grüßen unterwegs“ bedeutet also: „so schnell wie möglich“ in das Haus zu gehen und den Stab auf den Jungen zu legen. Die Frau blieb jedoch hartnäckig, bis Elisa selbst mitkam. Gehasi hatte alles befolgt, was Elisa ihm gesagt hatte, es brachte jedoch keinerlei Wirkung.

Vers 32-37: Nun ging Elisa selbst in das Zimmer und betete: Er nahm Kontakt zu Gott auf, um ihn zu fragen, was er tun sollte. Daraufhin legte er sich auf den Jungen und er wurde warm. Das bedeutet, sein Blutkreislauf kam wieder in Gang. Nachdem er (vielleicht etwas ratlos) im Haus umhergegangen war, beugte er sich über den Jungen, der nieste siebenmal und war wieder am Leben.

Der Text für mich

Mich beeindruckt die Leidenschaft und Hartnäckigkeit der Schunemiterin. Sie hat eine Leidenschaft für Gastfreundschaft und ihr ist es sehr wichtig, dass Elisa ein eigenes Zimmer bekommt. Sie ist hilfsbereit und trotzdem kann sie Hilfe nicht gut annehmen. Als Elisa sie fragt, was er ihr Gutes tun könne, behauptet sie, ganz bescheiden, dass sie alles hat, was sie braucht. Vielleicht hatte sie den geheimen Wunsch, einen Sohn zu bekommen, aber sie konnte es sich nicht eingestehen oder zugeben, darum wehrte sie den Vorschlag Elisas ab.

Im zweiten Teil beweist sie ebenfalls ihre Hartnäckigkeit. Obwohl sie den Sohn erst nicht wollte, setzt sie nun alles in Bewegung, um ihn zu retten. Dabei klagt sie Elisa an und wirft ihm vor, sie habe ihm doch gleich gesagt, das mit dem Sohn sei keine gute Idee. Sie bleibt hartnäckig, bis Elisa mitkommt und sich selbst der Sache annimmt. Nach dem Motto: „Du hast mir den ganzen Schlamassel eingebrockt, jetzt sieh zu, dass du es wieder in Ordnung bringst.“

Der Text für dich

Starter

Für die Kinder wird die Geschichte vermutlich lebensfremd und teilweise auch komisch sein. Anknüpfungspunkte können hier die Gastfreundschaft der Schunemiterin sein. Sie kennen, wie es ist, Freunde einzuladen oder erleben, wie ihre Eltern Gastfreundschaft leben. Ein weiterer Anknüpfungspunkt könnte der Verlust eines geliebten Menschen (Oma, Opa …)  sein. Die Kinder können dadurch nachvollziehen, wie sich die Frau gefühlt haben muss und warum sie alles daransetzt, dass ihr Sohn wieder lebendig wird. Letztendlich können sie erkennen, dass Gott für sie sorgt, egal, ob sie nur innerlich einen Wunsch haben und nicht aussprechen (die Schunemiterin möchte einen Sohn, äußert es aber nicht), oder ob sie Gott (hier stellvertretend der Prophet) anflehen, dass er ihnen hilft.

Checker

Auch wenn die Kinder schon viele Geschichten aus der Bibel kennen und auch Wundergeschichten für sie „normal“ sind, könnte diese Geschichte trotzdem erst mal etwas fremd sein für die Kinder. Immerhin bekommt die Frau einen Sohn, weil Elisa es sagt. Dieser wächst heran und stirbt. Schließlich wird er wieder auferweckt, weil sich der Prophet auf ihn legt. Die Geschichte gehört nicht zu den bekannten und „normalen“ Wundergeschichten, wodurch sie sehr spannend für die Kinder sein kann und sie neue Aspekte daran entdecken können. Zum einen können sie von der Schunemiterin lernen, was Gastfreundschaft bedeutet und zum anderen ihre Hartnäckigkeit und Leidenschaft für ihren Sohn erleben und sich überlegen, wofür sie sich einsetzen bzw. einsetzen wollen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Kurze Wiederholung

Die Geschichte von der letzten Einheit (Vertrauen auf Gott) wird mit den beiden Handpuppen wiederholt, die dort in der Verkündigung zum Einsatz kamen. Daran anknüpfend kann auf das Prophetenamt, Elisas Ausstrahlung und das Ansehen als Prophet eingegangen werden. Die Menschen merkten wohl, dass Elisa ein Mann Gottes ist, so auch eine wohlhabende Frau aus Schunem. Diese Sätze sind die Überleitung zur Geschichte.

Idee 2: Minitheaterstücke

Wir führen zwei kleine Theaterstücke zum Thema Gastfreundschaft auf. Dabei gibt es ein gutes und ein schlechtes Beispiel. Person A klingelt. Person B macht die Türe auf und reagiert total wütend, ist verärgert, dass hier jemand seine Mittagsruhe stört. Im anderen Beispiel bittet er Person A herein, bietet ihr etwas zu trinken an, …. Je nachdem, wie fit die Kinder sind, kann das Ganze auch rein pantomimisch dargestellt werden. Anschließend folgt ein kurzer Dialog mit den Kindern über das Gesehene mit der Überleitung zur Geschichte.

Verkündigung

Erzählung mit Legobildern

Wir erzählen die Geschichte anhand der Legobilder. Die wörtliche Rede kann auch von einem anderen Mitarbeiter gelesen werden.

(Bild 1) Elisa und Gehasi waren normalerweise immer gemeinsam unterwegs. Elisa hatte dann seinen Stab bei sich und Gehasi, sein Diener, war immer an seiner Seite und erfüllte alles, was Elisa ihm auftrug. Eines Tages kamen sie nach Schunem, (2) wo eine wohlhabende Frau lebte. Sie sah Elisa und Gehasi kommen und lud sie zum Essen bei ihr ein. (3) So aßen sie jedes Mal, wenn Elisa in die Stadt kam, bei der Frau. Nachdem Elisa und Gehasi weitergezogen waren, (4_0) sprach die Frau zu ihrem Mann: (4_1) „Ich bin sicher, dass der Mann, der oft zu uns kommt, ein heiliger Bote Gottes ist!“ Dieser stimmte ihr zu: (4_2) „Ja, das denke ich auch!“ Sie fragte: (4_3) „Wollen wir ihm nicht im oberen Stockwerk ein kleines Zimmer einrichten?“ Ihr Mann schlug gleich vor: (4_4) „Ja, wir stellen ihm ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und eine Lampe hinein. Dann kann er sich zurückziehen und etwas ausruhen, wenn er uns besucht.“ So richteten sie das Zimmer ein und als Elisa mit Gehasi wieder mal nach Schunem kam, (5) zeigte die Frau ihnen (5_1) das neue Zimmer. (6) Elisa und Gehasi ruhten sich erst mal aus. (7_0) Nachdem sie sich ausgeruht hatten, sagte Elisa zu Gehasi: (7_1) „Gehasi, geh zu unserer Gastgeberin und sag ihr: Du hast dir für uns so viel Mühe gemacht. Können wir auch etwas für dich tun?“ Aber Gehasi fragte: (7_2) „Was können wir ihr denn schon Gutes tun?“ Elisa hatte schon eine Idee: (7_3) „Wir können zum Beispiel ein gutes Wort beim König für sie einlegen.“ (8_0) Mit dieser Aufgabe ging Gehasi nach unten und sprach mit der Frau: (8_1) „Du hast die für uns so viel Mühe gemacht. Können wir auch etwas für dich tun?“, aber sie sagte: (8_2) „Ach, es geht mir doch gut. Ich habe so viele Verwandte hier in der Stadt.“ (9_0) Gehasi ging wieder nach oben zu Elisa und berichtete ihm, was die Frau gesagt hatte: (9_1) „Sie sagt, es gehe ihr gut und sie brauche nichts.“ Elisa überlegte weiter: (9_2) „Was könnte man sonst für die Frau tun?“ Da hatte Gehasi noch eine Idee: (9_3) „Nun, die Frau hat keine Kinder und ihr Mann ist schon ziemlich alt.“ Elisa befahl ihm: (9_4) „Geh, ruf sie her!“ (10) Gehasi holte die Frau, obwohl er nicht genau wusste, was Elisa vorhatte. (11_0) Die Frau kam mit nach oben und blieb in der Tür stehen. Elisa sagte: (11_1) „Nächstes Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn in deinen Armen halten!“ Doch die Frau bat Elisa: (11_2) „Ach, mein Herr, belüge mich nicht. Du bist doch ein Bote Gottes!“ (12) Die Frau wurde tatsächlich schwanger und bekam ein Jahr später einen Sohn. Es ist wirklich eingetreten, was Elisa vorausgesagt hatte. Ihr Sohn wuchs heran und wurde Tag für Tag größer. (13) Eines Tages ging er zusammen mit seinem Vater raus aufs Feld und half bei der Ernte. Doch plötzlich schrie sein Sohn: (14_0) „Mein Kopf! Mein Kopf!“ Sein Vater rief sofort einen Knecht herbei und sagte: „Schnell! Trage ihn zu seiner Mutter!“ Seine Mutter nahm ihn auf den Schoß, doch nach einer Weile starb er ihn ihren Armen. (15) Sie nahm ihren toten Sohn und legte ihn auf das Bett von Elisa. (16) Sie verschloss die Türe und ging schnell raus aufs Feld zu ihrem Mann. Sie sagte: (17_1) „Ich brauche einen Knecht und eine Eselin. Ich muss sofort zum Propheten. Ich bin bald wieder zurück.“ Ihr Mann widersprach: (17_2) „Warum willst du ihn ausgerechnet heute besuchen? Es ist doch kein Feiertag!“ Doch darauf sagte sie nur: (17_3) „Es ist gut“ und ging zu den Eseln, sattelte eine Eselin und befahl ihrem Diener: (18) „Treib das Tier tüchtig an, damit wir schnell vorankommen. Halte erst, wenn ich es sage!“ (19_0) Sie kamen zum Berg Karmel, wo sie Elisa fanden. Als Elisa die Frau schon von Weitem kommen sah, sagte Elisa zu Gehasi: (19_1) „Da kommt ja unsere Gastgeberin aus Schunem! Lauf ihr entgegen und frag sie, ob es ihr, ihrem Mann und dem Kind gut geht!“ (20_0) Gehasi lief ihr entgegen und sagte: (20_1) „Schalom. Wie geht es dir, deinem Mann und deinem Kind?“ Die Frau antwortete: (20_2) „Danke, uns geht es gut.“ Allerdings ließen sie sich von Gehasi nicht weiter aufhalten (21) und kamen zu Elisa. Die Frau stieg ab, fiel vor Elisa auf die Knie und umklammerte seine Füße. (22_0) Als Gehasi sie wegstoßen wollte, sagte Elisa zu ihm: (22_1) „Lass sie! Irgendetwas bedrückt sie sehr, aber ich weiß nicht was, denn der Herr hat mir nichts gesagt.“ Da sagte die Frau: (23) „Habe ich dich etwa um einen Sohn gebeten? Habe ich damals nicht sogar abgewehrt und gesagt, du sollst mir keine falschen Hoffnungen machen? Mein Sohn ist tot!“ (24_0) Daraufhin drückte Elisa seinen Stab Gehasi in die Hand und sagte: (24_1) „Gehasi, mach dich sofort auf den Weg! Nimm meinen Stab und eile so schnell wie möglich nach Schunem!“ (24_2) „Lass dich von nichts und niemand aufhalten. Geh und leg meinen Stab auf das Gesicht des Jungen.“ Gehasi machte sich auf den Weg. (25_0) Die Frau blieb jedoch hartnäckig und sagte: (25_1) „Solange der Herr lebt und du lebst: Ohne dich gehe ich nicht nach Hause.“ Elisa gab nach und kam mit der Frau zurück zu ihrem Haus. (26_0) Kurz bevor er dort angelangte, kam ihm Gehasi entgegen und meinte: (26_1) „Er ist nicht aufgewacht!“ (27) Elisa ging daraufhin allein in das Zimmer und verriegelte die Tür hinter sich. (28) Dann betete er zu Gott. Er wollte von ihm wissen, was er tun sollte. (29) Schließlich legte er sich auf den Jungen. Nase auf Nase, Mund auf Mund, Hände auf Hände und Füße auf Füße. Er merkte, dass der Junge warm wurde. (30_0 ) Da stand Elisa wieder auf und lief im Haus umher. (30_1) Als er wieder nach oben in das Zimmer kam, beugte er sich über den Jungen, dieser nieste siebenmal und machte schließlich die Augen auf. (31) Elisa rief Gehasi und die Frau nach oben. (32_0) Die Frau warf sich vor Elisa zu Boden und dankte ihm. Da sagte Elisa zu ihr: (32_1) „Nimm deinen Sohn!“ Daraufhin nahm sie ihren Sohn und verließ das Zimmer. (33)

Die andere Idee

Erzählung mit Gegenständen

Wir erzählen die Geschichte mit Gegenständen (Schachfiguren, Küchenutensilien, Gemüse, Werkzeug …). Dabei lassen wir die Gegenstände sprechen und machen dazu entsprechende Bewegungen. Es bietet sich an, die Geschichte vorher mit den Gegenständen durchzuspielen, um zu merken, ob alles funktioniert oder man noch einen Gegenstand austauschen muss. Die wörtliche Rede kann genauso wie beim Erzählen mit Legobildern verwendet werden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder sollen überlegen, welche Rollen in der Geschichte vorkommen. (Elisa, Gehasi, Frau, Vater, Sohn, Knecht, Erzähler) Wir verteilen die Rollen auf die Kinder und wiederholen die Geschichte anhand der Legobilder. Jedes Kind liest den Text aus der Sprechblase der ihm zugeteilten Rolle. Vielleicht traut sich auch ein Kind, den Erzähler zu sprechen.

Gespräch

Das Gespräch wird mit Impulsfragen eingeleitet. Wir legen Kärtchen aus mit unterschiedlichen Bildern oder Wörtern. Die Kärtchen beinhalten Antwortmöglichkeiten auf die gestellten Fragen. Dadurch müssen die Kinder nicht komplett frei überlegen, sondern bekommen ein paar Ideen bzw. Anregungen. Der Mitarbeiter stellt die Frage und die Kinder können auf ein Kärtchen zeigen und sollen dann beschreiben, warum sie das Kärtchen gewählt haben. Vielleicht fällt den Kindern auch eine Situation ein, die auf keinem Kärtchen drauf ist. Dann können sie auf das leere Kärtchen zeigen und beschreiben, was ihnen eingefallen ist.

Starter
Kärtchen mit: Schule, Bett, Hausaufgaben, Fahrrad, Fußball, Taschengeld, leeres Kärtchen, … vorbereiten. – Wo hat Gott mich schon versorgt?
– Wo habe ich erlebt, dass Gott sich um mich kümmert?
– Wo habe ich gemerkt, dass Gott  genau weiß, was ich brauche?

Checker

Kärtchen mit: Fridays for future, Natur, Klasse, Mitschüler, Eltern, Großeltern, Sportverein, Kirchengemeinde, Freunde, Musik, Fußball, leeres Kärtchen … vorbereiten.

Wofür setze ich mich ein?
Was ist meine Leidenschaft?
Wo sollte ich hartnäckiger sein?

Merkvers


Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte in Scheunen: Und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Matthäus 6,26

Wir schreiben die einzelnen Wörter des Verses auf Zettel und lassen die Kinder puzzeln. Bestimmte Wörter kann man auch malen anstatt schreiben (z. B. Vögel, Scheunen …). Dadurch können auch Kinder, die noch nicht lesen können, mitmachen. Anschließend sprechen wir den Bibelvers gemeinsam und nehmen nach jedem Mal ein Wort weg.

Gebet

Wir überlegen zusammen mit den Kindern, ob sie auch solche Wünsche haben, die sie, wie die Schunemiterin, nicht äußern wollen. In der Mitte des Tisches liegen Zettel und Stifte. Jedes Kind kann sich einen Zettel nehmen und sich seinen persönlichen Wunsch an Gott aufschreiben oder malen. Anschließend kann jeder der möchte davon erzählen. Dabei gilt: Keiner muss erzählen. In einer Gebetsrunde kann jeder leise oder laut seinen Wunsch Gott sagen.

Kreatives

Wir basteln ein Willkommensschild für die Haustüre. Je nach Möglichkeiten kann es aus buntem Papier, Holz mit eingebrannter Schrift … hergestellt werden. Darauf könnte stehen: Herzlich Willkommen!; Komm gerne rein!; Besuch erwünscht!; Schön, dass du da bist!; … Es soll deutlich machen, dass wir Gastfreundschaft leben wollen und sich Menschen bei uns eingeladen fühlen sollen.

Spielerisches

Memory

Wir nehmen Karten, die auf der Rückseite gleich sind (Bierdeckel, Spielkarten, Unokarten …) und beschriften (kleine Zettel draufkleben) sie auf der anderen Seite mit Begriffen aus der Geschichte: Elisa, Gehasi, Schunem, Sohn, Esel, beten, Stab, Tisch, Stuhl, Bett, Lampe, Wunder, Prophet, Kopf, Gastfreundschaft, wohlhabend, hartnäckig, Obergemach, niesen, Karmel …

Rätselhaftes

Für jedes Kind das Arbeitsblatt ausdrucken. Die Kinder können nun auf dem Arbeitsblatt in eigenen Worten die Fotostory ausfüllen. Dabei kann man mit den Kindern noch mal ins Gespräch kommen, wie manche Aussagen gemeint sind. Das ausgefüllte Arbeitsblatt dient auch gut dazu, den Eltern zu Hause zu erzählen, welche Geschichte heute in der Jungschar dran war.

(T)Extras

Lieder

Alle eure Sorgen werfet auf den Herrn
Sollte unserm großen Gott etwas unmöglich sein?
Wenn man tut, was Gott gefällt


Spiele

Klammernfangen

Material: 5 Wäscheklammern pro Kind, abgegrenztes Spielfeld (Raum, Wiese, Straße …), Schutzzone (ein kleiner Bereich am Rand, wo man nicht gefangen werden darf).

Jedes Kind heftet die 5 Wäscheklammern hinten unten an sein Kleidungsstück. Man muss versuchen, die Klammern der anderen zu stibitzen, ohne selbst beraubt zu werden. Hat man eine Klammer stibitzt, geht man in die Schutzzone und klemmt sich die stibitzte Klammer selbst hinten an. Wenn man keine Klammern mehr hat, ist man ausgeschieden. Der mit den meisten Klammern am Ende hat gewonnen.

Menschenkette

Material: Schnur, Löffel

Hier geht es darum, eine Kette aus Menschen zu machen. Dazu bindet man die Schnur an den Löffel und wandert damit durch die Kleidungsstücke. Je nach Schwierigkeitsgrad kann man auswählen, wo die Schnur durchgefädelt werden soll. Z. B.: r. Arm rein – l. Arm raus; r. Bein rein – l. Arm raus; … und dann geht’s zur nächsten Person. Man kann dieses Spiel entweder in zwei Gruppen auf Schnelligkeit machen, oder in der gesamten Gruppe einfach als lustiges Spiel. Die Kinder müssen dabei gut aufeinander achten, um Verletzungen zu vermeiden und wenn man es zum Abschluss der Jungscharstunde spielt, kann man das Abschlusslied singen, ohne die Gefahr, dass schon jemand früher abhaut.

Aktionen

Wir überlegen zusammen mit den Kindern, wo wir, wie die Frau aus Schunem, Gastfreundschaft leben können. Ideen: Nachbarn/Nachbarskinder einladen, die man vielleicht noch nicht so gut kennt; Jungscharfest, bei dem die Jungscharkinder die eingeladenen Eltern … bedienen; Menschen einladen, die rund um die Kirche wohnen und ihnen etwas Gutes tun. Es bietet sich an, sich als Mitarbeiter davor Gedanken zu machen, was in der Gemeinde bzw. Stadt möglich ist, und wo es Menschen gibt, die selten Gastfreundschaft erleben.



Diese Themenreihe enthält die Entwürfe für Gruppenstunden zu Texten aus Apostelgeschichte 9-12. Sie beginnt mit der Bekehrung von Paulus und begleitet den weiteren Weg der ersten Christen und der ersten Gemeinden. Dabei stehen vor allem Paulus und Petrus im Mittelpunkt. Durch ihr Wirken und den Einsatz von weiteren Menschen breitet sich das Evangelium weit über Jerusalem hinaus aus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Das Ziel

Starter

Unsere Gebete haben Macht, denn die Kraft liegt nicht in dem, der betet, sondern in dem, der sie hört. (Gott ist stärker als wir.)

Checker

Bete nicht nur mit leeren Worten, sondern aus vollem Herzen.

Der Text an sich

Die Christen hatten es zu der Zeit nach Jesu Tod nicht leicht. Es gab viele Menschen, die sie verfolgten und verhafteten. Manche wurden sogar getötet! Ähnlich erging es auch Petrus – er war ein sehr wichtiger Mann für die ersten Christen damals. Bevor Jesus gekreuzigt wurde, war Petrus mit ihm unterwegs (er sah also alle Wunder von Jesus) und Jesus sagte zu ihm sogar: „Du bist Petrus. Auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen“ (Matthäus 16,18, HFA). Nach Jesu Tod war Petrus ein Leiter der ersten Gemeinde. Doch jetzt wurde Petrus einfach verhaftet und saß hinter Gittern. Das war natürlich ein großer Schock für die Gemeinde! Halte dir vor Augen: Er wurde nicht verhaftet, weil er etwas Böses getan hat, sondern nur, weil er an Jesus glaubte und von ihm erzählte.

Deshalb war es der Gemeinde ein wahres Anliegen, für Petrus zu beten. Ihnen war klar, dass Gott alle Macht hat. Sie vertrauten darauf, dass Gott die Kraft besitzt, Petrus aus dem Gefängnis zurück zu ihnen zu bringen. Das war ihnen so wichtig, dass in der Bibel sogar steht, sie hätten gar nicht mehr aufgehört Gott um Hilfe für Petrus zu bitten. Stell dir das einmal vor, mehrere Stunden zu beten. Den meisten kommt das vermutlich ziemlich langweilig vor.

Doch die Geschichte endet nicht damit, dass die Gemeinde bis an ihr Lebensende für die Befreiung von Petrus betete, sondern dass Gott ihre Gebete erhörte. Er hat jedes Wort gehört, das sie beteten und hat einen Engel geschickt, der Petrus aus dem Gefängnis befreite.

Doch fällt dir etwas auf? Die Gemeinde wollte unbedingt, dass Petrus aus dem Gefängnis kommt. Sie hatten einen Kampf vor sich. Doch es gab zwei Möglichkeiten, diesen Kampf zu bestreiten.

  1. Aus eigener Kraft handeln. Jeder hätte sich ein Schwert geschnappt und Petrus wäre durch ein großes Blutbad befreit worden.
  2. Gottes Kraft wirken lassen. In der Bibel steht, dass wir uns bei Problemen jederzeit an Gott wenden (beten) und uns auf ihn verlassen können.

Sie entschieden sich für die zweite Möglichkeit. Mit ihrem Anliegen kamen sie vor Gott und beteten. Ihre Probleme waren nicht länger ihre Probleme, sondern sie gaben sie bei Gott ab und vertrauten ihm. Gott hörte die Gebete und handelte. Petrus war frei! Lass die Geschichte zu einem Zeichen für dich und dein Leben werden. In deinem Gebet liegt Kraft – die Kraft Gottes!

Der Text für mich

Manchmal ist mein Herz Feuer und Flamme für Jesus. Manchmal fühlt sich mein Glaube aber auch so trocken an, als wäre ich auf einer Wüstenwanderung. In solchen Zeiten fühlt sich beten eher wie eine selbst auferlegte Pflicht an, ohne wirklich Gefallen daran zu finden, mit Gott zu sprechen. Dabei verliere ich aus den Augen, wie viel Kraft eigentlich im Gebet liegt. Vielleicht geht es dir genauso?! Deshalb ein Tipp, der eine Oase in deiner Wüstenzeit sein kann:

Fang ein Gebetstagebuch an. Schreibe deine Gebete und Gebetserhörungen auf. In einer Wüstenzeit kannst du zurückblättern und schauen, für was du vor ein paar Monaten noch gebetet hast. Dann siehst du, wie sich deine Gebete entwickeln. Ein paar wurden erhört, bei anderen bist du froh, dass Gott sie nicht erhört hat und manche Anliegen sind gar kein Thema mehr, weil es dich gar nicht mehr interessiert. In solchen Momenten kannst du dir neu bewusst werden lassen, wie groß Gott und sein Wirken sind. Das Gebet ist deine ganz persönliche Verbindung zu Gott!

Der Text für dich

Starter

Jedes deiner Gebete wird von Gott gehört, doch nicht jedes deiner Gebete wird erhört (= nicht alles, wofür du betest, passiert auch). Das ist manchmal auch besser so, denn stell dir einmal vor, jedes Gebet von jedem Menschen würde erhört werden. Das wäre vielleicht ein Chaos. Alle Kinder würden dafür beten, nur noch Süßigkeiten essen zu dürfen. Dann hätten sie aber schlechte Zähne und würden ein ungesundes Leben führen. Oder weil Micha sauer auf seine nervige Schwester Anna ist, betet er, dass sie krank wird. Das ist gar nicht nett und besser, wenn es nicht so passiert.

Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott es besser weiß als wir, denn Gott ist schlauer als wir. Trotzdem liegt Kraft in unseren Gebeten, denn wie wir in der Bibelgeschichte gesehen haben, erhört Gott Gebete.

Checker

Stell dir ein Laserschwert vor. Es kann entweder an oder aus sein. Was ist wohl besser, ein Kampf mit einem an- oder ausgeschalteten Laserschwert zu bestreiten? Ähnlich ist es mit unseren Gebeten. In der Bibelstelle können wir davon ausgehen, dass es der Gemeinde ein echtes Herzensanliegen war, für Petrus zu beten. Wenn wir nun Gebete einfach nachplappern, ohne wirklich zu meinen, was wir da beten, ist es, als wäre unser Laserschwert ausgeschaltet. Ist es uns aber ein Anliegen (das heißt, dass es uns wirklich wichtig ist) für etwas zu beten, ist es, als wäre das Laserschwert angeschaltet.  

Wie kämpfst du deine Kämpfe? Aus eigener Kraft oder gemeinsam mit Gott im Gebet? Kämpfst du mit einem an- oder ausgeschalteten Laserschwert?


Der Text erlebt


Hinführung

Idee 1: Gebetssterne

Die Kinder dürfen Sterne ausschneiden – je nach Alter mit oder ohne Vorlage. Auf ihre Sterne schreiben sie dann drauf, wofür sie Gott im Gebet bitten (oder falls sie noch nie gebetet haben, für was sie beten würden). Diese Gebetssterne werden dann an einem Netz mit Wäscheklammern aufgehängt. Wer will, darf gerne für die anderen beten.

Idee 2: Anders als gedacht

Die Kinder bekommen mehrere Briefumschläge mit simplen Aufgaben drin (Mach einen Hampelmann, Stellt euch dem Alter nach auf, …).  Für jede gemeisterte Aufgabe bekommen die Kinder ein Gummibärchen. Zwei Aufgaben sind aber mit der Aufgabenstellung aus den Briefumschlägen nicht zu lösen, weil im Raum noch weitere Briefumschläge mit Ergänzungen für diese Aufgaben versteckt sind. Das wird den Kindern allerdings erst nach mehrmaligem Scheitern gesagt. Durch die Ergänzungen schaffen es die Kinder dann, die richtige Lösung zu finden.
Zum Beispiel steht in einem Umschlag: „Sage das ABC auf.“ In einem versteckten Umschlag im Raum steht die Ergänzung: „Rückwärts.“ Die Lösung ist also nicht ABCDE …, sondern ZYXWV …
Hier kann gut Bezug auf die Starterversion genommen werden.

Verkündigung


Geschichte

In der Mitte liegen vier weiße Blätter umgedreht auf dem Boden. Auf den Blättern stehen folgende Stichworte: Neue Konsole; Zoo; Einseitige Liebe; Krankenhaus

Ein Kind darf ein Blatt umdrehen und liest das, was auf dem Blatt steht, laut vor. Der Mitarbeiter erzählt daraufhin die jeweilige Geschichte.

Die neue Konsole:
Jonas Geburtstag steht vor der Tür! Nichts wünscht er sich mehr als die neue Konsole von Nintendo. Deshalb betet er: „Lieber Gott, du siehst, wie sehr ich mir die Konsole wünsche. Bitte mach, dass ich sie bekomme. Amen.“ Jona konnte die Nacht über kaum schlafen, weil er so aufgeregt war, doch jetzt hat er Geburtstag! Er springt aus dem Bett und rennt ins Wohnzimmer. Da ist ein großes Geschenk! Jona reißt schnell die Verpackung auf und drinnen ist … Ein Malset mit Staffelei?! Jona ist die Enttäuschung förmlich ins Gesicht geschrieben. Das ist nicht das, was er wollte. Und schon gar nicht das, wofür er gebetet hatte.
Monate vergehen, in denen die Staffelei unbeachtet in seinem Zimmer liegt. Irgendwann ist Jona aber so langweilig, dass er es wagt, sie zu benutzen. Er fängt an zu malen. Und plötzlich fällt ihm auf, wie viel Spaß das macht. Sein ungeahntes Talent entwickelt sich zu einer richtigen Leidenschaft und das neue Hobby von Jona ist: Malen.

Zoo:
Papa ist endlich wieder zu Hause! Hannah hat sich so darauf gefreut. Er ist nämlich nur jedes zweite Wochenende daheim, weil woanders arbeitet. Zur Feier des Tages darf sich Hannah aussuchen, was sie gemeinsam machen. Weil sie Tiere liebt, möchte sie zusammen mit Papa in den Zoo. Abends betet sie: „Lieber Gott, morgen möchte ich mit Papa in den Zoo. Ich bitte dich, dass es ein schöner Tag wird. Amen.“ Am nächsten Tag packen sich die beiden Proviant ein und setzen sich voller Vorfreude ins Auto. Papa dreht den Schlüssel um, doch das Auto springt nicht an. Das wird wohl nichts mit dem Zoo … Papa ruft beim Mechaniker an, doch der hat keine Zeit, um das Auto schnell zu reparieren. Deshalb verbringen Hannah und ihr Papa den Tag daheim und spielen dort gemeinsam Brettspiele.
Am selben Tag ist eine kriminelle Bande im Zoo unterwegs. Die Taschendiebe stehlen eine Vielzahl von Geldbeuteln und Autoschlüsseln aus den Taschen der Besucher, ohne dass sie es merken.

Einseitige Liebe:
Annika ist unbeschreiblich in Max verliebt. Am liebsten mag sie seine Haare … und seinen Duft … und seinen Charakter … und, und, und. Sie sehen sich jeden Tag und Annika malt sich schon ihre Traumhochzeit aus. Das einzige Problem ist: Max weiß noch gar nichts von seinem Glück. Deshalb betet Annika: „Lieber Gott, ich möchte mit Max zusammenkommen. Ich mag ihn wirklich sehr. Bitte mach, dass wir ein richtiges Traumpaar werden. Amen.“ Am nächsten Tag nimmt Annika allen Mut zusammen, um es Max zu erzählen. Doch bevor Annika einen Ton rausbekommt erzählt Max ihr, dass er jetzt mit Lea zusammen ist. Das ist nicht leicht für Annika zu verkraften …
Annika findet ein paar Jahre später einen anderen Freund, nämlich Simon. Die beiden passen perfekt zusammen, heiraten und bekommen drei Kinder. Von einer Freundin erfährt sie, dass Max schon vor vielen Jahren Lea das Herz gebrochen hat. Danach kam er noch mit anderen Frauen zusammen, doch keine Beziehung mit ihm hat geklappt, weil er sich seinen Partnerinnen gegenüber nie gut genug benehmen konnte.

Krankenhaus:
Benny ist neu in der Stadt. Er kennt noch niemand, doch er hat erfahren, dass eine Jugendgruppe einen Ausflug ins Schwimmbad plant. Da möchte er mit, um neue Freunde kennenzulernen! Am Abend davor betet er: „Lieber Gott, ich bin hier ganz allein und hab noch keinen Freund. Bitte mach, dass ich morgen im Schwimmbad einen neuen Freund finde. Amen.“ Am nächsten Morgen ist Benny so aufgeregt, dass er energiegeladen aus dem Bett springt und … sich erst mal das Bein bricht. Das war’s also mit dem Schwimmbad. Mama fährt mit ihm ins Krankenhaus.
Sein Zimmerkamerad im Krankenhaus ist Micha. Die beiden verstehen sich super und auch nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen werden, treffen sie sich noch jeden Tag. Sie werden zu besten Freunden!

Danach werden die 4 roten Blätter offen in den Kreis gelegt. Auf diesen Blättern stehen folgende Begriffe: Ein paar Tage später; Nach Monaten; Nach Jahren; Nie. Die Kinder müssen nun versuchen zuzuordnen, wann die Charaktere herausgefunden haben, dass es besser war, dass Gott die Gebete nicht so erhört hat, wie sie es sich vorgestellt haben.

Nun wird die Geschichte aus Apostelgeschichte 12 gelesen oder kurz erzählt. Es schließt sich ein Gespräch über die Fragen an: Was haben die Menschen in der Geschichte mit dem Thema Gebet erlebt. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es zu den vier Gebetsgeschichten?


Die andere Idee

Ein Mitarbeiter erzählt von einem persönlichen Erlebnis (im besten Fall steht es mit dem Thema Gebet in Verbindung). Dafür sitzen alle in einem dunklen Raum, in dem man nichts sieht. Das Erlebnis wird anhand von Gegenständen erzählt, sodass die Geschichte nur verstanden werden kann, wenn man die Gegenstände auch sieht (Zum Beispiel: Dann habe ich den hier genommen [Fußball] und habe ihn voll da rein gehämmert [Bild von Fußballtor]). Erst wird die Geschichte im Dunklen erzählt, dass die Geschichte nicht verstanden wird. Danach macht jemand eine Taschenlampe an und die Geschichte wird erneut erzählt, dass man sie jetzt versteht.
Auch hier wird der Bibeltext gelesen und in Beziehung zu der persönlichen Geschichte gesetzt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Der Mitarbeiter sagt einen Buchstaben in die Runde. Reihum sagt nun jedes Kind einen Begriff mit diesem Anfangsbuchstaben, der zu der Geschichte passt. Bei den Begriffen kann ruhig ein Auge zugedrückt werden, um den Spaßfaktor hochzuhalten. Wenn verrückte Begriffe genannt werden, bleibt die Wiederholung besser im Gedächtnis.

Gespräch

In sechs Luftballons ist jeweils ein Zettel mit einer Frage. Um an diese Fragezettel zu kommen, muss man den Luftballon platzen lassen. Das Kind, das den Luftballon platzen lässt, darf beginnen, die Frage zu beantworten. Danach dürfen die anderen Kinder erzählen.

Fragen:

  • Wer war Petrus?
  • Wer hat für Petrus gebetet?
  • Warum wurde für Petrus gebetet?
  • Ist in deinem Leben schon mal ein Gebet erhört worden?
  • Auf was für Arten kann man beten?
  • Wenn Gott ein Gebet von dir nicht erhört hat, hast du danach schon mal gemerkt, warum?

Merkvers

Er ist denen nahe, die zu ihm beten – allen, die aufrichtig zu ihm beten (Psalm 145,18, GNB).

Steck den Vers in deine Hosentasche und nimm ihn überall hin mit. Immer, wenn du betest, kannst du ihn rausholen und dir merken: Gott ist mir nahe im Gebet.

Gebet

Ihr könnt mithilfe einer Gebetsrakete für andere beten. Gemeinsam in einem Kreis darf jeder (laut oder leise) für jemanden beten, der ihm einfällt. Das können alle möglichen Leute sein: Lehrer, Eltern, Freunde, kranke Menschen, Trauernde, Politiker, … Jeder, der fertig gebetet hat, streckt seine Faust in die Mitte. Die Fäuste werden übereinandergestapelt, so entsteht eine immer größere Gebetsrakete. Wenn alle fertig sind, werden Geräusche einer Rakete gemacht, es wird mit den Füßen getrampelt und alle Hände werden in die Luft geworfen. Dann ist die Gebetsrakete gestartet.

Kreatives

Jedes Kind bekommt einen Kerzenrohling. Dieser darf dann mit bunten Wachsstreifen und Stiften verziert werden. Wenn die Kinder nun zu Hause beten, können sie die Kerze anzünden, um sich daran zu erinnern, dass Gott bei ihnen ist und jedes Gebet hört.

Spielerisches

Immer zwei Kinder bilden ein Team. Das eine Kind bekommt die Augen verbunden, das andere muss es durch einen Parcours führen. Es geht um blindes Vertrauen. Wie bei Gott und uns hat einer der beiden nur eine begrenzte Wahrnehmung, der andere hat jedoch den großen Überblick.

Rätselhaftes

Wer passt zusammen …? Auf kleine Kärtchen werden verschiedene Sätze geschrieben, die ausgeteilt werden. Es passen immer zwei Sätze zusammen. Der eine Satz ist ein Gebetswunsch, der andere Satz eine unerwartete (bessere) Erhörung. Die Kinder müssen nun ihren Partner finden.

Ich möchte das neue Handy von Huawei haben.  Dieses Handy hat einen Defekt, deshalb bekommst du ein anderes.
Ich möchte, dass es zu Hause nur noch Süßigkeiten zu essen gibt.  Deine Mama kocht gesund für dich, dass du nicht krank wirst und dein Körper das bekommt, was er wirklich braucht.  
Ich möchte Astronaut werden.Du hast ein außergewöhnliches Talent und große Leidenschaft, deshalb wirst du ein begnadeter Handwerker.  
Ich möchte, dass ab morgen nur noch die Sonne scheint.  Pflanzen brauchen Regen, um wachsen zu können und wir brauchen Pflanzen, um leben zu können. Deshalb gibt es sonnige und regnerische Tage.  

Kerngedanke

Gott lädt dich ein, ihm zu vertrauen. Lass dich durch nichts davon abbringen.

Hintergrundinfos

  • Die Menschen sind zu Jesus gekommen, damit er ihnen erzählt, wie Gott sein Volk rettet. Verwundert waren sie sicher von den verwirrenden Worten, wo es so gar nicht um eine Demonstration von Macht und Herrlichkeit ging, sondern mehr darum, wie jemand auf Gottes Wort reagiert.
  • Saat und Ernte, Teil der Schöpfung Gottes, sind schon lange ein Bild dafür gewesen, dass Gott, der Schöpfer, handeln würde, um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen und aus der Unterdrückung zu befreien.
  • Am Ufer muss es mucksmäuschenstill gewesen sein. Tatsächlich hatte das Reden von einem Boot aus, nahe am Ufer, die Funktion wie in einem großen Theater.
  • Es war normal, dass der Lehrer saß und die Schüler standen und zuhörten.
  • Dieses Gleichnis gleicht einem Labyrinth bzw. Irrgarten. Oft landet man in der Sackgasse, aber mit dem richtigen Plan in der Hand kann man herausfinden, wo man steht und das Ziel erreichen.
  • Die Aufgabe, das Wort vom Reich Gottes zu hören, bis es ordentlich Wurzeln geschlagen hat, muss mit Sorgfalt und Geduld in Angriff genommen werden. Man versteht es erst richtig, wenn Lebensstil und Botschaft zusammenkommen. Erst dann ist die Verbindung so intensiv, dass sie auch Wiederstände überwinden kann.
  • Das Reich Gottes, wächst in den Herzen und im Leben der Menschen. Stück für Stück.
  • Bei Erreichen des Ziels, werden wir selbst zu Menschen, die Frucht bringen.

Begriffe im Zusammenhang:

Bauer/Sämann: Der Sämann steht für Jesus oder sogar für uns Menschen, die von Gott erzählen und die gute Nachricht weitergeben.

Acker: Der Acker steht für Menschen, die von Jesus/Gott hören.

Getreide: Das ist die Botschaft, die der Mensch hört und aufnimmt oder nicht.

Weg: Der Weg steht für das gar nicht richtig Gehörte. Ins eine Ohr rein und ins andere sofort wieder raus. Eine Veränderung erzielt das Gehörte nicht.

Vögel: Das Böse nimmt das Gehörte dann sofort wieder weg, sodass man keine Chance hat, es zu behalten oder neu aufzunehmen.

Steine: Man ist zwar kurz begeistert, aber diese Begeisterung vergeht so schnell wie sie gekommen ist.

Disteln: Die eigenen Pläne, Vorstellungen, Sorgen und Ängste. Evtl. auch Freunde, Eltern oder Beruf ersticken diese Gedanken schnell wieder ab und sorgen für andere, angeblich wichtigere Dinge im Leben.

Fruchtbaren Boden: Ein Bild für Menschen, die das Gehörte in ihr Leben aufnehmen und danach leben.

Frucht: Das ist die Auswirkung, die ein Leben bringt, wenn der Samen zu wachsen beginnt und immer weiterwächst.

Bezug zur Zielgruppe

Kinder kennen das vermutlich genauso wie wir Erwachsene, dass manches sie erreicht und manches an ihnen vorübergeht, als hätten sie es nie gehört. Es macht sie einfach nicht an. Sie haben kein Bock drauf. Oder jemand anderes sagt etwas viel Spannenderes.
Ebenso haben Kinder ein Verständnis dafür, dass auf der Straße z. B. nichts wachsen kann, weil dort die Fahrzeuge alles niederwalzen.
Wichtig ist, dass für die Kinder kein Aufgabenkatalog stehen bleibt, sondern sie ermutigt werden, Gott zu vertrauen, egal was passiert.

Ideen zur Umsetzung

Startspiel – Pferderennen:

Ein Bewegungsspiel zum miteinander warm werden.
Die Gruppe sitzt im Kreis. Ein Freiwilliger wird dazu bestimmt, die Rennpferde anzuführen. Die restlichen Rennpferde folgen den Bewegungen und Anweisungen:

  • Pferde in der Startbox (mit Füßen übern Boden scharren)
  • Starten bzw. Laufen (Trampeln mit den Füßen)
  • einfache Hürde (einmal hochspringen)
  • Doppelhürde (zweimal hochspringen)
  • schöne Frau links (nach links grinsen)
  • netter Mann rechts (nach rechts grinsen)
  • an der Tribüne vorbei (applaudieren)
  • beim Endspurt (stärker trampeln)
  • und für das Zielfoto (lächeln nach vorn)

Es gibt etliche Möglichkeiten der Variation um das Rennen auszudehnen oder alternativ zu gestalten.

Mini-Workshops

A. Hausfrauenhockey

Dieser Klassiker ist immer beliebt. Zwei Stühle dienen als Tor, die sich etwa 4–5 Meter auseinander befinden. In der Mitte liegt ein Putzlumpen (Scheuertuch), unter jedem Stuhl ein Schrubber (oder nur ein einfacher Besenstiel). Die beiden Mannschaften sitzen sich jeweils auf den Längsseiten des Spielfeldes gegenüber. Jedes Mannschaftsmitglied bekommt eine Nummer. Der Gruppenleiter nennt nun eine Nummer. Daraufhin stürmen diejenigen Spieler auf ihre Stühle los, schnappen sich den Schrubber und versuchen damit, den Putzlumpen in der Mitte ins gegnerische Tor zu befördern.

B. Mini-Kicker

Plenum

1. Sockentheater

2. Lieder

  • Herz mit Ohren
  • Absoluto guto – Mike Müllerbauer (CD: Sei einfach du)
  • Lies die Bibel, bet jeden Tag

3. Kreative Verkündigung

Einstieg

Im Eingangsbereich und auf dem Flur sind Samen verstreut. Alle Kinder und Mitarbeitenden treten achtlos darauf.

Geschichte anschaulich erzählen mit Fragen für die Kinder

(Während die Geschichte erzählt wird, macht ihr genau das auf dem Feld, was gerade berichtet wird)
Als Jesus auf der Erde lebte, setzte er sich eines Tages an das Ufer eines Sees. Sofort kamen ganz viele Leute und wollten hören, was er zu sagen hatte. Und weil es so viele waren, stieg er in ein Boot, fuhr ein kleines Stückchen vom Ufer weg und redete so zu ihnen, damit sie ihn besser hören konnten. Heute erzählte er ihnen eine Geschichte von einem Acker.
Frage an die Kinder: Wisst ihr, was ein Acker ist?
Stellen wir uns vor, das hier wäre so ein Acker in Israel zu der Zeit, als Jesus auf der Erde lebte. Der Boden ist dort sandig und an manchen Stellen total steinig.
(In etwa ¼ der Fläche werden Steine oberflächig vergraben) *
An anderen Stellen wächst Unkraut.
(Das bereitstehende Unkraut wird eingepflanzt) *
Weil der Weg sonst viel länger ist, benutzen manche Menschen das Feld als Abkürzung. So entsteht ein Trampelpfad, mitten durch das Feld hindurch.
(Es wird ein Trampelpfad mitten durch das Feld getreten.) *
Nun kommt der Bauer und sät Getreide aus.
(Das Saatgut wird großzügig über das ganze Feld gestreut.) *
Jetzt schaut mal, wo die Körner hingefallen sind: Einige liegen auf dem Trampelpfad. Andere Körner liegen auf dem steinigen Boden. Wieder andere sind mitten in dem Unkraut. Einige Samen liegen auf dem lockeren und weichen Sandboden.
Frage an die Kinder: Was wird hier in den nächsten Tagen und Wochen passieren? Habt ihr eine Ahnung? Was passiert mit den Körnern auf dem Trampelpfad?
Entweder werden sie zertrampelt, wie wir die Samen
im Flur auch zertrampelt haben, weil wir sie gar nicht bemerken. Oder die Vögel kommen und picken alle Körner weg.
(Mit Händen werden imaginäre Vögel angedeutet, die die Körner vom Weg nehmen) *
Vielleicht regnet es oder der Tau macht die Erde und die Körner feucht.
(Wir begießen das Feld langsam und vorsichtig) *
Frage an die Kinder:  Was passiert jetzt bei den Steinen?
Die Steine halten die Wärme der Sonne besonders gut und so ist auch der Boden gut warm. Das Getreide keimt sehr schnell und wächst super gut. Aber weil die Wurzeln keinen Platz haben, werden die kleinen Pflanzen schon bald vertrocknen.
Frage an die Kinder:  Und bei dem Unkraut?
Hier wird das Unkraut so stark wachsen, dass die kleinen Weizentriebe keine Chance zum Wachsen haben.
Es bleiben also nur noch die Samen, die auf die Fläche mit dem lockeren Boden gefallen sind. Hier hat der Weizen die besten Chancen, zu wachsen und reif zu werden.

* Je nach Gruppe kann man diese Handlungen auch von Kindern übernehmen lassen.

Erklärung aus der Bibel lesen

Die Menschen haben damals nicht verstanden, was Jesus ihnen damit sagen wollte. Deshalb hat er ihnen die Geschichte erklärt und das möchte ich euch kurz vorlesen:

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

(Markus 4,14-20 – wir empfehlen die BasisBibel)

Wir wünschen euch, dass ihr von Gott hört, ihm zu vertrauen, und ihr euch von nichts davon abbringen lasst.

Kleingruppe

1. Gespräch inkl. Fragen

Jedes Kind ist der Reihe nach dran und sagt eine Zahl zwischen 1 und 8. Der Mitarbeiter stellt dann die entsprechende Frage, die mit der Zahl gekennzeichnet ist. Nun dürfen alle diese Frage beantworten.

Fragen:
  1. Was hat Gott dir schon mal gesagt?
  2. Wofür lässt du dich schnell begeistern?
  3. Was hast du dir von der Andacht eben gemerkt?
  4. Wie kann man zu einem fruchtbaren Feld werden?
  5. Was kann man machen, wenn Dornen kommen?
  6. Wann kann etwas gut wachsen?
  7. Wie kann man dich schnell von etwas Wichtigem ablenken?
  8. Wie pflegt man am besten eine Freundschaft?

2. Spiel „Guter Boden“

Je zwei Spieler sollen sich in geringem Abstand voneinander auf einen Sockel stellen, auf dem sie gerade stehen können. Dazu eignen sich Steine, Holzklötze, Baumstümpfe oder auch Bierkisten. Jetzt bekommt das Paar ein Seil, das beide anfassen.
Aufgabe ist es nun, den anderen vom Sockel zu ziehen. Die Spielleitung muss darauf achten, dass beim Herunterpurzeln keine Verletzungsgefahr besteht. Der Gewinner bekommt immer ein Bonbon. Und die nächsten zwei sind dran.
Die Kinder erleben bei diesem Spiel sich von nichts abzulenken und ihren festen Stand möglichst lange zu behalten.

3. Kreatives: Samentüten falten

https://www.youtube.com/watch?v=a1UlsCLuWMg
(ab Minute 3:21)

Wenn nach dem Falten noch Zeit ist, kann die Tüte noch angemalt werden. Am Ende sollte definitiv noch genug Zeit zum Befüllen sein.         

4. Bibellesen und Gebet: Bibel im Schuhkarton

Vorbereitung: Ausreichend viele (Schuh-)kartons oder Tabletts besorgen, zudem Ackerutensilien wie Erde, Samenkörner, Weg, Steine, Gestrüpp. Es sollte in der Nähe einen Ort zum Händewaschen geben.

1. Lest den Bibeltext laut vor.
2. Bildet noch einmal Kleingruppen aus ca. zwei bis drei Personen.
3. Jede Kleingruppe bekommt nun den Auftrag, eine der vier Möglichkeiten des Ackerbaus nachzubauen.
4. Wenn alle Kleingruppen ihre Szene gestaltet haben, werden die Schuhkartons im Raum aufgestellt. Die anderen Gruppen können wie in einer Ausstellung durch den Raum gehen und die Kartons betrachten.
5. Zum Abschluss stellt ihr euch in einen Kreis, fast euch alle an die Hände und betet in der Reihe. Jeder der beten möchte betet laut oder leise. Wer nicht möchte oder fertig ist, drückt mit seiner rechten Hand die Hand seines Nachbars. So weiß er, dass er nun an der Reihe ist.

5. Extra/Spezial: Kresse

Die Kinder sollen etwas einpflanzen, was man dann später essen kann (Schnittlauch, Kresse).

Click to access the login or register cheese
Wähle dein Team!

Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.

Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.