Weltspiel

Mit dem Aktionsspiel könnt ihr in eurer Gruppe die Verteilung von Weltbevölkerung, Einkommen, Energieverbrauch und mehr spielerisch entdecken. Dabei werden globale Unterschiede, ungerechte Verteilungen und weltweite Zusammenhänge aufgezeigt.

Die Vorstellung von großen Zahlen fällt uns meistens schwer. Durch die Darstellung auf einer großen Weltkarte gelingt es mit dem Weltspiel, die Verhältnisse anschaulich aufzuzeigen und begreifbar zu machen.

Als Einstieg und Grundlage eignen sich die Basismodule „Weltbevölkerung“ und „Welteinkommen“, die hier kurz dargestellt werden. Weitere Themen wie „CO2-Emissionen/Weltenergieverbrauch“, „Lebenswirklichkeiten von Frauen“ oder „Kakao“ bauen darauf auf.

Ausführliche Anleitungen, weitere Materialien und aktuelle Zahlen findet ihr unter www.das-weltspiel.com.

Benötigtes Material:

  • Weltkarte (bspw. bei Engagement Global bestellbar) oder begehbare Weltspielplane (eine große, strapazierfähige bedruckte LKW-Folie – kann im EPiZ Reutlingen ausgeliehen werden). Eine weitere Möglichkeit ist es, die Kontinente zu Beginn mit Schnüren auf dem Boden abbilden zu lassen. Oder ihr verteilt die sechs Kontinente (vorbereitete Schilder mit den Namen der Kontinente) im Raum.
  • Material zur symbolischen Darstellung der Weltbevölkerung und des Welteinkommens (je nach Größe der Weltkarte – zum Beispiel Hütchen, Becher, Spielfiguren, Spielgeld, Stühle, auf Pappe aufgezeichnete Luftballons, (Kakao-)Bohnen, Schokolade, Kronkorken, Streichhölzer, Stifte, Murmeln oder ähnliches)

Vorbereitung:

  • Weltkarte auslegen, Materialien zur Darstellung der verschiedenen Themen abzählen und bereit legen.
  • Zahlen aus der Tabelle (siehe Zahlen zum Weltspiel (PDF)) heraussuchen.
  • Es kann immer mit einer Anzahl von 30 Hütchen/Geldscheinen gespielt werden oder die Zahlen werden entsprechend der Anzahl der Teilnehmende angepasst.

Anleitung:

Weltbevölkerung

  • Was schätzt ihr: Wie viele Menschen leben insgesamt auf der Erde? Anfang 2019 ca. 7,7 Milliarden Menschen
  • Die gesamte Anzahl der Hütchen stellt 100 % der Weltbevölkerung dar. Jede Person bekommt ein oder mehrere Hütchen, welche symbolisch für einen Anteil der Weltbevölkerung stehen. Dann nennt man die Zahl, für wie viele Menschen ein Hütchen steht.
  • Schätzt mal, wie viele Menschen auf den jeweiligen Kontinenten leben und verteilt die Hütchen entsprechend auf die Kontinente.

Auswertung:

  • Nun beginnt der wichtigste Teil: Die richtige Verteilung wird genannt und die Anzahl der Hütchen auf den Kontinenten korrigiert. Anschließend werden die geschätzten und tatsächlichen Zahlen diskutiert (Auswertungsfragen findet ihr in dieser Methodenbeschreibung (PDF)).

Welteinkommen

  • Die gesamte Anzahl der Geldscheine stellen 100% des Welteinkommens dar. Gemessen wird mit dem durchschnittlichen Bruttosozialprodukt (Bruttonationaleinkommen) des jeweiligen Kontinents. Zu Beginn des Moduls muss das BSP erklärt werden.
  • Was schätzt ihr: Wie verteilt sich das Einkommen auf die jeweiligen Kontinente? Legt die Geldscheine dementsprechend aus.

Auswertung:

  • Die richtige Verteilung wird genannt und die Anzahl der Hütchen auf den Kontinenten korrigiert. Anschließend werden die geschätzten und tatsächlichen Zahlen diskutiert (Auswertungsfragen findet ihr in dieser Methodenbeschreibung (PDF)).

Weitere Verteilungsthemen: CO2-Emissionen/Weltenergieverbrauch (verdeutlicht wie viel mehr CO2-Emissionen beispielsweise in den Industrieländern freigesetzt werden)

Variante für große Gruppen:

Bei großen Gruppen kann das Weltspiel auch so gespielt werden, dass die Gruppenteilnehmenden selbst die gesamte Weltbevölkerung repräsentieren und sich entsprechend ihrer Einschätzungen auf den Kontinenten verteilen. Hierfür müssen die Zahlen bezüglich der Teilnehmendenzahl angepasst/nachgeschlagen werden.

Das Welteinkommen kann in dieser Variante durch einen Stuhl pro Teilnehmer:in symbolisiert werden. Die Teilnehmenden verteilen die Stühle entsprechend der geschätzten Verteilung des Welteinkommens. Nach der Korrektur der Verteilung werden die Teilnehmenden gebeten sich wieder entsprechend der „Weltbevölkerung“ auf den Kontinenten zu verteilen und sich auf die dort aufgestellten Stühle zu setzen. Auf diese Weise wird das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Verteilung des Reichtums für die Teilnehmenden anschaulich erfahrbar.

Weitere Module

Das Modul Weltbevölkerung und -einkommen kann Ausgangspunkt für weitere Weltspielmodule sein. Im Anschluss kann zu Themen wie Fairer Handel, Sustainable Development Goals oder koloniale Kontinuitäten weitergearbeitet werden.

Kakao – globale Ungleichheit zwischen Rohstoffreichtum und Konsum

Geschichte der Weltverteilung

Geflüchtete Menschen – Refugee Chair

Klimarisiko trifft Schuldenkrisen

Frauenwelten sichtbar machen

Auf der Website www.das-weltspiel.com findet ihr Hintergrundinformationen zur Weltspielkarte, weitere thematische Module inklusive Methodenbeschreibungen, weiterführende Links und Erfahrungsberichte.

Neugierig auf mehr?

Jetzt reicht´s!
Online-Sammlung mit Ideen und Anregungen für dein Engagement für eine Welt, in der wir gut und nicht auf Kosten anderer Menschen und der Umwelt leben. weiterlesen

Kommt als Jugendgruppe oder Freizeit mit auf eine virtuelle Weltreise! Erfahrt, wie sich der Klimawandel in verschiedenen Teilen der Welt auswirkt. Lernt von den Menschen im Globalen Süden, lasst euch von ihren Ideen und ihrem Engagement mitreißen und überlegt, was ihr selbst für mehr Klimaschutz tun könnt. Gemeinsam können wir etwas gegen den Klimawandel tun, Ideen entwickeln und für mehr Klimagerechtigkeit sorgen!

Weltkarte Klimagerechtigkeit

Die Antarktis steht im Zentrum der Karte, sie ist für Menschen nicht dauerhaft bewohnbar. Mit der Karte beschäftigt ihr euch auf spielerische Weise mit den Themen Klimakrise und Klimagerechtigkeit. Ihr erfahrt, wie sich der Klimawandel auswirkt und was Menschen für den Klimaschutz tun können. Fünf Partnerorganisationen von Brot für die Welt zeigen, wie sie mit den Herausforderungen umgehen. Gemeinsam mit der Brot für die Welt-Jugend könnt ihr Ideen entwickeln, wie ihr selbst für Klimagerechtigkeit eintreten könnt. Ihr begebt euch mit der kostenfreien App Actionbound auf Weltreise.

Weltkarte Klimagerechtigkeit (PDF)

Weltkarte Klimagerechtigkeit kostenlos bestellen (DIN A1)

Begleitheft zur ‚Weltkarte Klimagerechtigkeit‘

mit Vorschlägen für den Einsatz der ‚Weltkarte Klimagerechtigkeit‘ und eine kurze Einführung zur App Actionbound.

Begleitheft (PDF)

Endgeräte mit App Actionbound

Wenn nicht alle Teilnehmende eures Angebots ein Smartphone oder Tablet mitbringen können, erkundigt euch in eurem Landkreis beim Kreismedienzentrum, ob ihr dort für die außerschulische Bildungsarbeit kostenlos Endgeräte ausleihen könnt.

Weitere Informationen und Arbeitsmaterial zur ‚Weltkarte Klimagerechtigkeit‘ gibt´s hier bei Brot für die Welt

Neugierig auf mehr?

Jetzt reicht´s!
Online-Sammlung mit Ideen und Anregungen für dein Engagement für eine Welt, in der wir gut und nicht auf Kosten anderer Menschen und der Umwelt leben. weiterlesen

Diese Themenreihe enthält die Entwürfe für Gruppenstunden zu Texten aus Apostelgeschichte 9-12. Sie beginnt mit der Bekehrung von Paulus und begleitet den weiteren Weg der ersten Christen und der ersten Gemeinden. Dabei stehen vor allem Paulus und Petrus im Mittelpunkt. Durch ihr Wirken und den Einsatz von weiteren Menschen breitet sich das Evangelium weit über Jerusalem hinaus aus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Zielgedanke

Was wir heute vom Evangelium sagen, hat Relevanz für alle künftigen Generationen.

Kurzbeschreibung

Im Gottesdienst wird die Verbindung von Paulus zu den Kindern der Jungschar hergestellt. Wie ist das Evangelium von damals in die Gegenwart gekommen?

Dazu gibt es ein Anspiel oder je nach Gemeindesituation eine Erzählung mit „lebendigen Bildern“ und eine Aktion mit der Gemeinde.

Das Thema an sich

Kurzer Abriss über den Verlauf des Evangeliums von Jerusalem im Jahr 33 n. Chr. bis in die Gegenwart:

Pfingstpredigt von Petrus: Die vielen Besucher Jerusalems nehmen das Evangelium mit nach Hause und verbreiten es dort.

Verbreitung des Evangeliums in den römischen Ländern.

Missionsreisen von Paulus mit Gemeindegründungen in Kleinasien, Griechenland und Rom.

64 n.Chr. Der Brand von Rom wird von Kaiser Nero den Christen zur Last gelegt. Das löst die erste systematische Christenverfolgung aus.

Bis zum 2. Jh. werden die Christen, bis auf vereinzelte Verfolgungen, im Allgemeinen geduldet.

Ab dem 3. Jh., als außenpolitische Bedrohung und wirtschaftliche Not das Reich erschüttern, kommt es zu schweren Christenverfolgungen.

311 n. Chr. beendet Kaiser Galerius die Christenverfolgung. Unter Konstantin hört die Christenverfolgung endgültig auf.

380 n. Chr. wird die christliche Religion unter Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erhoben.

Die Verbreitung des Evangeliums bis an den Limes, die Grenze zu den Germanen und den Rhein abwärts, sogar über den Kanal nach England, Schottland.

Bekehrung des Frankenherrschers Chlodwig an Weihnachten 498/499, entscheidende Wende der Christianisierung der Germanen.

Eine zweite Missionswelle wird von angelsächsischen Missionaren betrieben. Der bekannteste von ihnen ist Bonifatius (672 n. Chr. – 754 n. Chr.).

Eine Legende ist die Fällung der Donar-Eiche bei Fritzlar (723 n. Chr.): Dabei habe Bonifatius das Wahrzeichen des germanischen Gottes Donar, unterstützt durch göttlichen Beistand, gefällt und die Taufe der heidnischen Bevölkerung erreicht.

Im Missionsbefehl sehen wir den letzten Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gegeben hat: Geht hin in alle Welt …

Wichtig ist, dass jeder Christ sich in diesen Auftrag einbinden lässt.

Das Thema für mich

Manchmal denke ich: Wie gut, dass Gott mich in den hauptamtlichen Dienst berufen hat. Ich wüsste nicht, ob ich sonst missionarisch leben würde. Dabei bin ich unglaublich dankbar für die Menschen, die mir das Evangelium vermittelt haben: In Kindergottesdienst und Jungschar und in meinem Elternhaus habe ich Jesus kennengelernt. Das wünsche ich jedem anderen Menschen auch. Bei mir ist es so, als ob Jesus mir auf die Schulter tippt und sagt: Wenn du nicht gehst, wer soll dann gehen? Also nehme ich die Beauftragung an – wenn auch mit Herzklopfen.

Das Thema für dich

Im Familiengottesdienst sitzen sehr gemischte Teilnehmer. Für Gottesdienstbesucher, die sonst nicht zur Gemeinde kommen, ist es sicherlich interessant, wie das Evangelium über die Zeit und Entfernung in die Gegenwart gekommen ist.

Für die Gottesdienstbesucher, die zur Gemeinde gehören, gibt es mit dem Familiengottesdienst noch einmal einen Anstoß, selbst als Botschafter des Evangeliums zu leben.

Dekoration und Material

Deutschlandkarte, Weltkarte, Verkleidungen, große J, die man anheften kann

Ablauf

Moderatoren

Die Moderation wird von zwei Personen gemacht, die möglichst aus verschiedenen Generationen kommen (Jungscharler und Erwachsener) und möglichst auch aus unterschiedlichen Regionen stammen.

Begrüßung

Herzlich willkommen zu unserem Gottesdienst.

Heute sind wir eine ganz gemischte Gesellschaft: Junge, Mittlere, Ältere und noch Ältere …

Die beiden Moderatoren fragen sich nun gegenseitig, wann und wo sie erstmals etwas von Jesus gehört haben. Dabei stellen sie fest, dass es zu sehr unterschiedlichen Zeiten und an ganz unterschiedlichen Orten war.

Lied

Hallo, hallo, hallo (Einfach spitze, Nr. 60)

Interview mit Teilnehmern und Aktion

Einige Gottesdienstteilnehmer werden spontan gefragt, wann und wo sie erstmals etwas von Jesus gehört haben.

Immer, wenn ein Ort genannt wird, wird er auf einer Deutschlandkarte oder Weltkarte markiert.

Lied

In Gottes Haus (Einfach spitze, Nr. 55)

Überleitung durch Moderatoren

Die Frage ist: Wie kommt es, dass Menschen auf der ganzen Welt Jesus kennen? Wie ist es dazu gekommen?

In der Jungschar haben die Kinder die Geschichten über Paulus aus der Apostelgeschichte gehört. Die sind echt spannend.

Wie ist es aber dann weitergegangen?

Wie kommt das Evangelium von Paulus in Jerusalem zu … (Jungscharmitarbeiter) in … (Ortsname).

Wir fragen jetzt einmal einige Experten.

Verkündigung

Die Verkündigung kann so gestaltet werden, dass entweder fünf Personen in Ich-Form berichten, wie das Evangelium zu ihnen gekommen ist oder es stellen sich nacheinander fünf Personen in entsprechender Verkleidung auf die Bühne und ein Verkündiger übernimmt die gesamte Erzählung.

Personen: Paulus, römischer Soldat, Kaufmann, Bonifatius (Mönch), Gastwirt, Jungscharmitarbeiter

Jeder Spieler benötigt die entsprechende Verkleidung und ein großes J, das sichtbar an der Kleidung befestigt wird.

Paulus: Ich bin Paulus. Eigentlich konnte ich Jesus uns seine Nachfolger gar nicht leiden. Was heißt hier, ich konnte sie nicht leiden: ich habe sie gehasst! Als ich unterwegs war, um in Damaskus die große Christenverfolgung zu starten, passierte etwas Unglaubliches: Jesus rief mich und er redete mit mir. Ich war vollkommen fassungslos. Alles, was ich bisher dachte und glaubte, war völlig sinnlos gewesen. Was Jesus mir sagte, hat mich total umgehauen und mein Leben absolut umgekrempelt.

Er heftet sich ein großes J an.

Im Auftrag von Jesus bin ich dann auf Reisen gegangen. Die Gemeinde der Christen hat mich darin unterstützt. Überall habe ich von Jesus erzählt und seine frohe Botschaft, das Evangelium, verbreitet. Menschen sind zum Glauben gekommen. Es sind Gemeinden entstanden.

In den Gemeinden waren unterschiedlichste Menschen: Sklaven und Besitzer von Sklaven, Griechen und Juden, Männer und Frauen. Menschen mit den unterschiedlichsten Berufen.

Ich war so erfüllt von Jesus, dass ich immer weitergereist bin. Aber manchmal war es echt hart: Ich wurde wegen meines Glaubens ausgelacht, geschlagen, vertrieben, ich kam ins Gefängnis.

Aber das Evangelium war nicht mehr aufzuhalten. Die Jesus-Nachfolger erzählten anderen Menschen von Jesus und viele Menschen kamen zum Glauben.

Ich wurde als Gefangener nach Rom gebracht. Aber selbst im Gefängnis konnte ich von Jesus reden und es fanden Menschen zu Jesus.

Paulus gibt ein J an einen römischen Soldaten weiter. Der heftet es sich an.

Römischer Soldat: Ich bin ein römischer Soldat. Als Paulus in Rom war, erzählte er, was er mit Jesus erlebt hat. Paulus hat mir imponiert. Er war gefangen und sprühte trotzdem vor Begeisterung. Ich hörte durch ihn immer mehr von Jesus: Wie er gelebt hat, was er gesagt und getan hat, dass er der Sohn des Allerhöchsten ist, dass er am Kreuz für meine Schuld starb. Irgendwann hat es bei mir echt „Klick“ gemacht: Er war ergriffen von Jesus und übergab ihm mein Leben. Es hat mich so erfüllt, dass ich meinen Kameraden davon erzählte. Auch sie hörten zu und manche von ihnen kamen zum Glauben.

Aber es war gefährlich von Jesus zu reden. Unser römischer Kaiser Nero ließ alle Jesus-Leute verfolgen. Aber wir haben uns so über Jesus gefreut, dass wir mit Geheimzeichen gearbeitet und heimlich von Jesus geredet haben. So kamen immer mehr Leute zum Glauben.

Das Römische Reich war sehr groß. So wurden Soldaten bis nach England geschickt. Auch kamen in Rom Kaufleute zum Glauben. Die waren auch viel auf Reisen und nahmen die Jesus-Geschichten überall dort mit hin, wo sie unterwegs waren.

Er gibt ein J an den Kaufmann weiter.

Kaufmann: Ich bin ein Kaufmann. Das Geschäft habe ich von meinem Vater übernommen und der wieder von seinem Vater. Von Generation zu Generation geben wir das Geschäft weiter.

Eines Tages lernte ich einen anderen Kaufmann kennen. Eine ehrliche Haut, mit dem ich gerne Geschäfte machte.

Er fing an zu erzählen, warum er ein guter, ehrlicher Kaufmann sein will: Weil er Christ ist. Er erzählte mir von seinem Glauben an Jesus. Das traf mich mitten ins Herz. Ich wurde auch ein Jesus-Nachfolger, ich wurde Christ.

Er heftet sich das J an.

Mein Enkel reiste später nach Angelsachsen, um dort einen neuen Handelszweig aufzubauen. Was soll ich sagen: Er verliebte sich in eine angelsächsische Frau und blieb dort. Weil er Christ war und so voller Freude über das Evangelium, erzählte er auch anderen davon. Es kamen auch in Angelsachsen Menschen zum Glauben.

Er gibt das J an einen Gastwirt weiter.

Gastwirt: Ja, so war es: Die Botschaft von Jesus hat mich gepackt. Als ein Gast in mein Gasthaus kam und mir davon erzählte, öffnete sich mein Herz für das Evangelium. Ich lud viele Leute ein und es kamen Menschen zum Glauben. In meinem Gasthaus entstand eine kleine Gemeinde

Er heftet sich das J an.

Meine Gäste erzählten ihren Nachbarn davon. Und so ging es immer weiter.

Nach vielen Jahren gab es die ersten Männer, die Mönche wurden, um ganz für Christus zu leben.

Er gibt das J an einen Mönch weiter.

Der Mönch heftet sich das J an.

Mönch: Ich bin so ein Mönch. Mein Name ist Bonifatius. Ich lebte viele Jahre später in einem Kloster. Ich war sehr genügsam und brauchte nicht viel zum Leben.

Aber ich hörte immer wieder von den Germanen. Ein wildes Volk. Gott hat es mir aufs Herz gelegt, zu den Germanen zu gehen.

Die glaubten an den Gott Donar.

Aber der ist kein Gott, das weiß ich genau. Die Germanen haben ihm eine Eiche gewidmet. Wenn ich die Eiche fällen würde, würden sie staunen, dass ihr Gott Donar gar nichts dagegen machen konnte.

Gesagt getan. Die Germanen waren ziemlich durcheinander, dass ihr Gott Donar nichts sagte. Deshalb öffneten sie sich für das Evangelium.

So war das Evangelium bei den Germanen angekommen.

Er gibt ein J an den Moderator weiter.

Moderator: Nein, es war nicht immer so einfach, wie man jetzt denken könnte. Im Namen des Evangeliums ist sehr viel Gutes geschehen, aber leider auch viel Unrecht. Aber klar ist: Die gute Botschaft von Jesus wurde immer von Menschen weitergegeben – so gut sie eben konnten.

Das ging über viele Jahrhunderte so bis heute. Jetzt gebe ich das J an unseren Jungscharmitarbeiter weiter.

Jungscharmitarbeiter: Er heftet sich das J an und berichtet, was ihn an Jesus begeistert und weshalb er Jungschar macht.

Aktion

Vorne liegen viele J. Die Gottesdienstbesucher werden zum Nachdenken angeregt:

Was bedeutet mir Jesus? Bin ich Christ? Gebe ich das Evangelium weiter?

Wer mag, kann nach vorne kommen und sich ein J anheften.

Moderator

Die ganze Geschichte macht eins deutlich: Wenn Christen, von Paulus angefangen, nicht von Jesus geredet hätte, wüssten wir heute nichts davon, dass Jesus unser Erlöser und Herr der Welt ist. Unser Handeln und Reden heute hat Auswirkungen auf alle nachkommenden Generationen. Wem geben wir das Evangelium weiter? Wie geben wir es weiter?

Gebet

Lied

Komm, sag es allen weiter (Jesus unsere Freude, Nr. 544)

Segen

KON 01.2020 hat das Thema Aufbruch. Aufbrechen – das ist spannend, aufregend, manchmal auch schmerzlich. Es macht neugierig, nervös oder traurig – je nachdem, was man hinter sich lässt und was vor einem liegt. Menschen sind sehr unterschiedlich gestrickt, was das Aufbrechen angeht: Manchen fällt es eher schwer, sich zu verabschieden und auf einen neuen Weg zu begeben, andere stehen eigentlich permanent in den Startlöchern und können es gar nicht erwarten, endlich wieder aufzubrechen.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Wie kann Nächstenliebe in der Konsumgesellschaft gehen?

1. Vorbemerkungen

Junge Menschen sind die Träger*innen unserer Zukunft: Gerade für sie ist es wegweisend, ihre so wichtige Rolle in Gottes Welt und in der Konsumgesellschaft kennenzulernen. Dabei können uns folgende Fragen helfen: Zählt für Gott die Anzahl deiner Kleider und Smartphones oder eher für dich selbst, deine Freunde oder andere Menschen um dich herum? Wie können wir lernen, dass Gott uns wunderbar geschaffen hat und dass tiefe Zufriedenheit aus Beziehungen mit Gott und Geschöpfen kommt – und nicht aus der Masse der Dinge, die wir besitzen? Wie entdecken wir die Fähigkeiten, die Gott jedem Einzelnen von uns gegeben hat und lernen sie zum Wohl der Gemeinschaft einzusetzen? 

Das Zutrauen in unsere Einzigartigkeit und in unsere besondere menschliche Verantwortung innerhalb der Schöpfung sind die wichtigen Eckpfeiler dieses Lernprozesses.

2. Zielgedanke

Die Jugendlichen sollen ermutigt werden, ihren einzigartigen Platz in Gottes Schöpfung zu erkennen, sich darauf einzulassen und aufmerksam mit Gott mitzugehen in dieser Welt. Wir leben in einer ganz besonderen Zeit, in der alles stärker miteinander verbunden ist als je zuvor – beispielsweise in Form globaler Produktionsketten. In dieser Verbundenheit macht unser Handeln einen Unterschied. Es kann aufrichten und zerstören, es kann würdigen oder verachten. Gerade hier und heute kommt es darauf an, dass wir unsere Nächstenliebe ausstrecken und anwenden auf den Kontext einer sich globalisierenden Welt. 

3. Einführung

Aller Anfang ist – sehr gut (1. Mose 1,31). Gott hat diese Welt wunderbar geschaffen. Er selbst jubelt vor Freude, wenn er seine Schöpfung betrachtet. Vom ersten Tag an schuf Gott die Welt in vollkommener Schönheit, Vielfalt und Würde. Alle Geschöpfe sind zugleich zutiefst einzigartig und dabei alle in der umarmenden Liebe Gottes verbunden. 

Und dann geht’s so richtig los für den Menschen auf Erden und er erhält seinen ersten Auftrag: „Und Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren“ (1. Mose 2,15). Die Bewahrung dieser galaktisch großartigen Schöpfung – na, das ist doch mal ein krasser Auftrag! Diese wundervolle Welt ist in unsere Obhut gegeben. Weil Gott unser so besonderes Potenzial als seine Stellvertreter*innen auf Erden kennt, gibt er uns schließlich noch einen Auftrag: Und zwar, unseren Nächsten zu lieben, wie uns selbst (Mk 12,31).

Schauen wir uns jedoch einmal in der Welt um, lassen die Geschehnisse, die wir sehen, unseren Jubel verstummen. Anstatt einer Party in der paradiesischen Schöpfung bekommen wir jeden Tag Schreckensnachrichten über Armut, Zerstörung und Ausbeutung aus aller Welt in unser Leben gesendet. Und obwohl die Welt in Form der Globalisierung enger zusammenwächst, fühlen wir uns oft gar nicht so verbunden mit unseren Mitmenschen und Mit-Geschöpfen, sondern eher allein – und überrollt von so vielen Dingen in der Welt, die wir nur schwer verstehen. 

Ohnmachtsgefühle steigen in uns auf. So viel zu tun und doch nichts zu verändern? Voller Fragen an dieses Chaos da draußen und den Gott „da oben“ fühlen wir uns immer wieder auf uns selbst zurückgeworfen: Was kann dieses kleine Selbst schon ausrichten? Es scheint, als müssen wir allein zusehen, wie wir klarkommen und nehmen dabei die Suche nach dem glücklichen Leben selbst in die Hand. Dabei verändert sich unser Blick auf die Welt. Anstatt sie als kostbares Geschenk zu sehen, wird sie mehr und mehr zum Mittel zur Bedürfnisbefriedigung und als „Welt zum Wegwerfen“ betrachtet – so als käme sie am Schluss ja doch in den Abfalleimer der Geschichte.

Aber ist das so Gottes Sicht? Ist das der Plan Gottes für diese Welt? Es ist nun die letzte Zeit, uns an unseren ersten Auftrag zu erinnern. In der Schöpfung, in der alles und jeder in tiefster wunderbarer Verbundenheit geschafften wurde, hinterlässt unser Leben Spuren. Unseren Spuren nachzuspüren und mit diesen Spuren Jesus nachzufolgen, ist unsere Aufgabe. 

4. Methodik für die Gruppe

4.1 Einstieg 

Lest zum Einstieg mit den Teens den Schöpfungsbericht (1. Mose 1) und anschließend Gottes Auftrag an uns (1. Mose 2,15 und Mk 12,13). Besprecht anschließend folgende Fragen, ca. 10 Minuten: 

  • Welche Bedeutung hat diese Welt für Gott (mit Fokus auf seine Begeisterung)?
  • Welche Aufgabe haben wir dabei?
  • Wer ist unser Nächster in dieser vernetzten Welt?

4.2 Hauptteil 

In diesem Teil soll Ungerechtigkeit thematisiert, sollen aber auch Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Geht zu Beginn folgende Fragen durch, ca. 10 Minuten:

  • Wie viele Kleidungsstücke besitzt du? 
  • Wie lange trägst du sie?

Die Deutschen sind unter den Weltmeistern! Und zwar im Klamottenverbrauch. Die Textilindustrie zählt zu den größten Konsumgüterbranchen in Deutschland, wobei jeder Deutsche durchschnittlich 95 Kleidungsstücke besitzt. Dabei werden jedoch ca. 18 Teile (fast) nie getragen. Da Kleidung aber so billig ist, macht es oft nichts aus, sie einfach ungetragen wieder wegzuwerfen und neue, „noch coolere“ Sachen nachzukaufen.

Bildet nun zwei Gruppen, wobei sich beide mit dem Thema Kleidung beschäftigen werden. Während sich die erste Gruppe mit den Arbeitsbedingungen beschäftigt, also dem sozialen Aspekt, wird die zweite Gruppe den Ressourcenverbrauch kennenlernen, den ökologischen Aspekt. Jede Gruppe erhält zudem ein DIN-A3-Blatt und Stifte. 

Gruppe I: Arbeitsbedingungen 

Hier treffen die Teens Sharina, die uns in ihre Heimat Bangladesch einlädt. Bringt eine Weltkarte mit, um zu zeigen, wo Bangladesch liegt. Um Sharina kennenzulernen, verwendet das Arbeitsblatt 1. Jeder Teilnehmende bekommt ein Blatt. Lest den Text, entweder allein oder in der Gruppe. Ca. 5 Minuten.

Anschließend macht ihr noch das Textil-Quiz (s. am Ende des Artikels). Ca. 10 Minuten

Gebt nun Raum für Fragen und Diskussion. 

Und jetzt?

Kleidung zum kleinsten Preis bedeutet also, dass Sharina unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeitet. Erinnert euch an den Auftrag, unseren Nächsten zu lieben. Inwieweit ist Sharina uns zur Nächsten geworden? Macht euch in der Gruppe Gedanken, welche Lösungsansätze es geben könnte? Hierzu solltet ihr die ausgelegten Blätter und Stifte verwenden, um Ideen festzuhalten. Ca. 15 Minuten. 

Hier noch ein paar Ideen:

  • Nachhaltig kaufen: Informiert euch über nachhaltige Modelabel. Welche es gibt und wie sie arbeiten.
  • Transparent kaufen: Informiert euch über die verschiedenen Textilsiegel und was dahintersteht.
  • Fragend kaufen: Geht in die Modeläden und fragt nach, wie die Kleidung produziert wurde. Wenn ihr direkt im Laden keine Auskunft erhaltet, fragt und forscht am besten auf der nächsten Ebene (z. B. auf der Internetseite über eine Kontaktstelle: Stellt Fragen an die Geschäftsführung oder die Pressestelle der Modekette) weiter. Lasst die Läden und Verantwortlichen wissen, dass ihr euch für die Herstellungsbedingungen interessiert und es euch nicht egal ist, wie eure Klamotten hergestellt werden.
  • Flashmob: Organisiert einen Flashmob in eurer Stadt, um mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu bringen und zu informieren.

Gruppe II: Die lange Reise einer Jeans

Hier lernen die Teens die Produktionsweise kennen, am Beispiel einer Jeans. Benutzt hierzu diesen Text. Jeder Teilnehmende erhält ein Arbeitsblatt. Lest allein oder in der Gruppe, ca. 10 Minuten.

Anschließend diskutiert folgende Fragen, ca. 10 Minuten:

  • Erzählt in eigenen Worten den langen Produktionsweg einer Jeans nach. 
  • Warum muss die Jeans so weit reisen?

Und jetzt?

Kleidung zum kleinsten Preis bedeutet also, dass die Welt ausgebeutet wird. Erinnert euch an den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Wo ist die Schöpfung selbst uns zum Nächsten geworden? Macht euch in der Gruppe Gedanken, welche Lösungsansätze es geben könnte. Hierzu solltet ihr die ausgelegten Blätter und Stifte verwenden, um Ideen festzuhalten. Ca. 15 Minuten.

Hier noch ein paar Ideen: 

  • Organisiert eine Kleidertauschparty: Party macht Spaß. Neue Kleider machen Spaß. Warum sollte man beides also nicht kombinieren? 
  • Startet eine Klamotten-Kur: Wieder mal nichts zum Anziehen trotz vollen Kleiderschranks? Dann ist es Zeit, einmal so richtig auszumisten. Sortiert alles aus, was ihr nicht mehr benötigt und versucht nicht mehr als lediglich 50 Teile zu behalten. Überraschenderweise hilft das bewusste Reduzieren, sich freier zu fühlen, anstelle eines Gefühls von „ich muss verzichten“. Die Kur hilft zu erkennen, was wirklich wichtig ist und welchen Stil ihr wirklich habt. Die übrigen Klamotten könnt ihr dann gleich für die Kleidertauschparty nutzen oder ihr bringt sie zu einem Secondhand-Laden oder zu einer Kleiderkammer für bedürftige Menschen in eurem Ort. 

4.3 Abschluss

Nach der Gruppenarbeit präsentieren die Teens ihr neues Wissen in jeweils 15 Minuten. Kernstück sollten ihre Handlungsideen sein. 

Anschließend könnt ihr noch diskutieren: 

  • Was hat jede(n) Einzelne(n) am meisten bewegt? 
  • Was hat er/sie für sich mitgenommen? 

Jeder Teilnehmende sollte es konkret machen und sagen, welche Idee er umsetzen möchte. Schließt mit einem gemeinsamen Gebet. Betet für die Menschen, die unter sklavenähnlichen Bedingungen weltweit arbeiten müssen, für die Ausbeutung der Ressourcen und für jeden Einzelnen der Teens. 

1. Vorbemerkungen

Katastrophen, Leid und unfassbare Taten bestimmen tagtäglich das Weltgeschehen. Am liebsten wollen wir das nicht mitbekommen, ausblenden und verdrängen. Abschalten. Leid und Gott ist eine unendliche Geschichte, die auch dieser Stundenentwurf nicht klären wird. Aber nur wenn wir uns dem Unfassbaren stellen, Gott vertrauen und sein Versprechen ernst nehmen, dass er immer bei uns sein wird, bekommen wir die Kraft, die Welt umzugestalten und keine Angst mehr vor der Zukunft zu haben. Es geht ums nicht aufgeben, hoffen, neuen Mut schöpfen und nach vorne gehen. Mit Jesus Christus mutig voran!

2. Zielgedanke

Die Teens bekommen einen Rahmen, um sich über Weltgeschehen, Meinungen und Ängste auszutauschen. Dazu die Ermutigung, sich nicht mit dem Erlebten zufriedenzugeben, sondern aktiv und hoffnungsvoll die Welt zu gestalten.

3. Einführung inkl. Exegese

Für den Stundenentwurf habe ich Psalm 13 als zentrale Bibelstelle ausgesucht. Geschrieben worden sind Psalmen in allen Lebensumständen, besonders aber in Not und Leid. Die Psalmen dienten später in erster Linie der jüdischen Gemeinde als Gebets- und Gesangbuch; Gläubigen, denen Leid widerfuhr, gingen zum Tempel und konnten ihre Klagen in Form eines Psalms vor Gott bringen.

Der hebräische Titel versteht das Buch der Psalter als Gotteslob, obwohl in den Psalmen Klage und Bitte überwiegen. Das entspricht der Bewegung von der Klage zum Lob, die sich in der Gattung der Klagelieder und in der Abfolge der Psalmen beobachten lässt. Psalm 13 ist ein Paradebeispiel dafür.

Die einzelnen Psalmen des Psalters haben ihre eigene Entstehungsgeschichte. Grundfassungen einzelner Psalmen – vor allem der Königspsalmen, wie die von König David – sind wahrscheinlich vor dem Babylonischen Exil in der israelitischen Königszeit entstanden. Die meisten Psalmen stammen jedoch aus der Zeit nach dem Exil, also frühestens aus dem späten 6. Jahrhundert v. Chr.

Der Psalm beginnt mit der Klage, dem Fragen nach dem Eingreifen Gottes. Es ist der Blick in die jetzige Situation. Danach lesen wir vom Flehen zu Gott. Das Flehen hat viel mit Geduld und Ausdauer zu tun. Was wir lesen, ist ein Auszug aus Tagen, Wochen und Monaten.

Das ist Flehen, immer wieder neu zu Gott kommen, mit derselben Sache. Doch am Ende geht es ums Vertrauen. Es ist eine Entscheidung, die David trifft – für Gott. Es ist daher nicht sein Job, sich Sorgen zu machen, das ist Gottes Aufgabe

4. Einstieg

Dekoriere den Raum mit Schlagzeilen und Pressefotos aus Krisenregionen. Lass, wenn du einen Beamer hast, Nachrichtenvideos laufen. Die Teens kommen an und bekommen direkt das Gefühl, dass heute etwas anders ist als sonst. Starte den Jugendkreis ohne Lobpreis oder Gebet am Anfang. Erzähle kurz, worum es geht. Lest gemeinsam Psalm 13, z. B. aus der BasisBibel. Sammelt anschließend „Warum-Fragen“ an Gott. Ihr könnt solche Fragen auf Papierbögen sammeln, die ihr vorher im Raum aufgehängt habt. Schreibe in die Mitte „Warum“.

In einer zweiten Runde können die Teens aufschreiben, was ihnen zurzeit Angst macht. Das kann Weltgeschehen genauso wie persönliches Erleben beinhalten. Nehmt euch dafür ausreichend Zeit und sammelt die Aussagen der Teens wieder auf großen Papierbögen oder Moderationskarten.

5. Hauptteil

Im Hauptteil dreht sich alles um den Dreiklang eines Psalms. Dazu gibt es für jede Phase verschiedene Stationen. Die Stationen sollten vorher alle aufgebaut sein und je nachdem, in welcher Phase man sich befindet, freigegeben werden.

Phase 1: Klagen

Klagemauer:

Baut eine Klagemauer aus Steinen, stellt Teelichter und Kerzen bereit und gebt die Möglichkeit, dass die Teens ihre Anliegen aufschreiben, malen und ansprechen können. Dort können die Teens ihre Klagen und schweren Gedanken in Worte fassen, aufschreiben und anonym zwischen die Steine stecken. Am Ende werden die Klagen ungelesen verbrannt.

Schlagzeile:

Bei einer weiteren Station gibt es eine Weltkarte mit Pinnnadeln. Dazu ausgedruckte Schlagzeilen, was in Ländern dieser Welt für Katastrophen herrschen. Die Teens können ein Land klagend zu Gott bringen und anschließend eine Pinnnadel an die entsprechende Stelle drücken. Alternativ funktioniert das auch mit Klebepunkten.

Klagepsalm:

An einer dritten Station liegen Bibelstellen mit Klagepsalmen und Bibeln aus. Des Weiteren können die Teens auch eigene Klagepsalmen schreiben und wenn sie möchten, den anderen diese auch zum Lesen geben. Bibelstellen sind z. B. Psalm 77; Psalm 13; Psalm 3.

Phase 2: Bitten und Flehen

Schlagzeile 2:

Es wird für die einzelnen Länder gebetet und deren Anliegen aus den Schlagzeilen vor Gott gebracht. Es besteht auch die Möglichkeit, für die Anliegen der Teens zu beten, die ihre Ängste und „Warum-Fragen“ am Anfang auf die Flipchart geschrieben haben.

Gitterstäbe:

Dann gibt es eine Station, die durch einen aufgeschnittenen Pappkarton mit Gitterstäben wie eine Gefängniszelle aussehen soll. Hier wird für Menschen auf der Flucht vor Verfolgung wegen ihres Glaubens gebetet.

Prayer-Chair:

Dazu gibt es einen sogenannten „Prayer-Chair“, auf den sich Teens setzen können, die Gebet und Segen erfahren wollen. Diese Option bietet sich für Gruppen an, die schon länger gemeinsam unterwegs sind und in denen es okay ist, füreinander zu beten.

Phase 3: Hoffen und Handeln

In der abschließenden Phase steht Lobpreis im Mittelpunkt. Wie in Psalm 13 soll Gott die Ehre gegeben werden durch Gebete, Musik und Lobpreis. Lest gemeinsam, wie Gottes Handeln in der Welt sichtbar sein wird. Offenbarung 21,1-7. Dazu eigenen sich gut Bilder, die der Manga Zeichner „Siku“ in seiner Manga-Bibel gezeichnet hat. Schließe mit einem kurzen Impuls.

Paulus sagt im Philipperbrief:

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Fehlen mit Danksagung vor Gott kundwerden.“

Beten ist gut, auch vor Gott auf den Knien zu liegen und ihn um Veränderung anzuflehen, ist richtig!

Aber bei all unserem Beten, Klagen, Flehen dürfen wir nicht vergessen, ihm zu vertrauen. Das kann bedeuten: Danke zu sagen, zu singen, ihn zu loben, obwohl wir noch keine Antwort haben. Manchmal ändern sich die Rahmenbedingungen nicht, aber wir entscheiden uns anders, wir halten nicht mehr am Diesseitigen fest, sondern blicken auf das, was kommen wird.

Oft wird Gottes Weg mit uns und sein Handeln erst im Zurückblicken sichtbar. Denn das, was wir gerade empfinden, was wir gerade erleben, ist nicht die alleinige Wirklichkeit. Gott kann viel mehr, als wir uns vorstellen können.

6. Abschluss

Überlegt euch eine gemeinsame Aktion, die ihr als Teenkreis für euren Stadtteil machen wollt und so Hoffnung weitergeben könnt. Plant diese Aktion in den nächsten Wochen. Gute Ideen findest du z. B. bei http://www.jumpers-netz.de

Bildet Gebetspatenschaften untereinander, um für einzelne Länder, die während eures Abends genannt worden sind, zu beten.

Biete Gebet und Gespräche für Teens an, die in einer akuten Krise stecken, zweifeln und ihre berechtigten Anfragen haben.

1. Erklärungen zum Text

V. 14: Gott bewegt die Weltgeschichte, um ein kleines Land wie Israel (sein geliebtes Volk) zu retten. „Um euretwillen“ heißt es im Luthertext. Gott schickt Kyros von Persien nach Babel, um das Land einzunehmen. Er ist der Erlöser – ein Vorgeschmack auf Jesus. So wie Gott als der „Erlöser“ das Volk aus der Gefangenschaft der Babylonier befreit, so befreit Jesus als Erlöser die ganze Menschheit aus der Gefangenschaft der Sünde.

V. 15: Gott ist der Schöpfer – der Urheber Israels. So wie Gott aus dem Nichts die Welt erschuf – so hat er auch das Volk Israel „geschaffen“ und erhält es bis heute. Gott selbst ist der König! Nach einer langen Reihe von enttäuschenden Königsgeschlechtern sagt Gott: „Ich selbst bin euer König!“ 

V. 17: Gott ist hier der triumphale Sieger. Die Feinde geschlagen – sie stehen nicht mehr auf. Pferde, Wagen usw. sind alle zerstört.  V. 17b: Der Docht der Feinde Israels wird verlöschen – wie eine verglimmende Kerze. Der glimmende Docht ist ein Zeichen der Ohnmacht: Nur noch wenige Augenblicke, dann ist alle Hoffnung erloschen. Aber der Docht Israels wird nicht verlöschen, sondern wieder neu entflammen (Jes. 42,3).

V. 18/19: Auf der einen  Seite sagt Gott: „Denkt nicht an das Frühere … ich will Neues schaffen“. Das Neue kann nur gut entstehen im Blick auf das Alte. Nur wenn man die Geschichte bedenkt, kann man mutig und weise voran gehen. Aber man darf nicht im Rückblick stecken bleiben. „Als wir noch das und das gemacht hatten – da war alles besser“. Sondern schaut nach vorne – Gott will Neues entstehen lassen!

V. 20/21: Schakal und Strauß – in der Bibel immer ein Symbol für menschenleere und öde Gegenden. Aber diese öde Gegend hat ein Ende … denn es fließt Wasser in der Wüste. Das Ziel Gottes ist klar: Mein geliebtes Volk soll versorgt werden! Ich habe sie geschaffen – ich habe sie geliebt – sie sind mein Volk. Und deshalb sollen sie überall erzählen und begeistert sein von ihrem großartigen Gott! Aber genau das Gegenteil passiert:

V. 22-24: Sie haben Gott nicht wirklich angebetet – nur ein Ritual vollzogen. Da spricht ein enttäuschter Gott. Ein verschmähter Liebhaber. Opfer wurden gebracht, Geld wurde ausgegeben, die besten Tiere geschlachtet. Aber es war eine Last, eine Pflicht. Sie haben scheinbar die Gebote gehalten – und in Wirklichkeit gegen die Gebote gehandelt.

V. 25: Das ist unbegreiflich. Gott selbst vergibt. Im Originaltext steht: „Ich, ich bin es, der deine Missetaten abwischt“. (2x ich). Gott tut es aus freien Stücken. Gott vergibt uns nicht aus einem bestimmten Grund, der in uns liegt – sondern allein in IHM liegt der Grund (was auch wieder ein Hinweis ist auf das, was Jesus später für die ganze Menschheit tun wird).

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

2.1 Gott hält die Geschichte in seiner Hand (V. 14+15)

Im Blick auf die verschiedenen Entwicklungen auf dieser Welt fragt man sich manchmal, wie das alles noch weitergehen soll: Bürgerkriege in Afrika, Arbeitslosigkeit in vielen EU-Staaten, Flüchtlingsdrama im Mittelmeer, neue Aggressivität aus Russland, die grauenhafte Herrschaft der ISIS und Boko Haram in Afrika usw.

Was hat Gott mit dieser Welt vor? Greift er überhaupt noch ein?

Auch zu Zeiten Jesajas gab es Kriege, Tod, Angst, Leid. Aber Gott bleibt trotzdem der Herr über diese Welt. Er hat seine Hand im Spiel der Weltmächte. In Vers 14 geht es darum, dass Gott das riesige Heer der Perser unter König Kyrus über Babylon hereinbrechen ließ „um euch zu befreien“.  Gott lässt die Herrscher dieser Welt nicht einfach machen, was sie wollen. In diesem Bewusstsein können wir heute für Menschen und Mächtige auf der ganzen Welt beten.  

2.2 Alles ist auf Entwicklung angelegt! (V. 19)

Es ist wichtig, dass wir nach vorne schauen – statt nach hinten. Unser Leben ist nach vorne gewandt. Unser ganzes Leben ist auf Entwicklung hin angelegt. Bereits bei kleinen Kindern kann man sehen: Sie müssen sich entwickeln – sie dürfen nicht stehenbleiben. Wenn ein Kind sich körperlich oder geistig nicht weiter entwickelt, dann wird es behindert!

So ist es auch im Reich Gottes, in der Gemeinde, in der Jugendarbeit. Gott will, dass sich Dinge weiterentwickeln. Wenn es sein muss, baut Gott in der Wüste eine Straße – um sie zu erschließen – und macht Flüsse in einer öden Gegend – um sie neu zum Blühen zu bringen. So kann Gott in einer fast toten Gemeinde eine Teenager-Gruppe neu zum Leben erwecken – das habe ich selbst erlebt. Plötzlich ist es, als ob in einer aussichtslosen Wüste ein Weg und eine sprudelnde Quelle entstehen.

2.3 Echt oder Fake? (V. 22-24)

Die Israeliten damals haben alles richtig gemacht: Die richtigen Vorschriften eingehalten, die richtigen Lieder gesungen, die richtigen Spenden gegeben – sie haben sogar vom Besten, was sie hatten, geopfert. Aber Gott ist sehr, sehr traurig (V. 24). Diese Opfer waren alle nur Schein.

Und ich habe mich gefragt:

  • Singen wir unsere Lobpreislieder von ganzem Herzen – oder haken wir den Lobpreisblock einfach ab?
  • Lesen wir in der Bibel, um zu diskutieren – oder wollen wir wirklich ein Wort, das uns ganz tief im Herzen trifft?
  • Treffen wir uns im Jugend- oder Hauskreis, weil es schon immer so war – oder haben wir echte Sehnsucht nach Gemeinschaft?

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Gott hält die Geschichte in seiner Hand (V. 14+15)

Gebetsstationen

  • Gebet für verschiedene Länder, in denen Christen verfolgt werden (opendoors.de).
  • Gebet für die Regierungen in verschiedenen Ländern.
  • Gebet für die Krisenregionen in dieser Welt. (Weltkarte mit allen Ländern der Welt.)
  • Gebet für Missionare im Ausland.
  • Fünf Zettel im ganzen Raum verstreut, auf denen verschiedene Gebetsanliegen stehen. Dann kann man herumlaufen und dafür beten.

Geschichtsbewusstsein

Rückschau auf die Geschichte von Deutschland (Brainstorming am Flipchart)

  • Was hat Gott Gutes geschenkt?
  • Wo hat er uns in Deutschland schwere Dinge in den Weg gelegt?
  • Wo sind wir schuldig geworden?
  • Wo ist Gottes Hand erkennbar in unserer Geschichte?

3.2 Alles ist auf Entwicklung angelegt! (V. 19)

Zukunftsgedanken

Jede Jugendarbeit / Hauskreis soll sich weiterentwickeln:

  • Für was sind wir dankbar in unserem Kreis / was haben wir persönlich dem Kreis zu verdanken?
  • Wie sehen wir den Kreis heute?
  • Und was wünschen wir uns für unseren Kreis?

Für jede Frage sollte man sich einige Minuten Zeit nehmen, Notizen machen und sich darüber austauschen.

  • Bei den Wünschen ist es wichtig, dass sie nicht im Wunsch-Modus steckenbleiben, sondern mit Ort, Zeit, Verantwortlichkeiten angegangen werden.

Rückschau auf unser Leben

Wir schauen auf unser Leben zurück (evtl. eine Lebenskurve malen)

  • Wo hat Gott Wege geebnet?
  • Wo hat er Flüsse in der Wüste hervorbrechen lassen?
  • Wo gab es Steppen, die mühsam waren?
  • Wo gab es steinige Wege?

Jeder Teilnehmer malt sich so eine Skala auf ein Blatt Papier und malt eine Kurve hinein. Dann erzählt jeder, was für eine Kurve er gemalt hat und was sie ihm bedeutet.

  • Was kann ich aus dieser Entwicklung mitnehmen und lernen?

Tipp: Wer diese Sache durchführt, braucht dafür wohl den ganzen Abend!

3.3 Echt oder Fake? (V. 22-24)

Diskussion: echt oder nicht?

Diskussionsrunde darüber, wo wir in der Gefahr sind, unsere Frömmigkeit nur zu spielen: Lobpreis, Beten, Bibellesen, Diskussionsrunden, usw. Frage in die Runde: „Wie können wir daran arbeiten, dass wir echt und ehrlich unseren Glauben leben?“

Vorschlag für eine echte und ehrliche Runde: Austausch zum Thema: „Eine Situation, in der mein Glaube auf die Probe gestellt wurde“.

Erinnerungs-Box

Jeder kann sich etwas vornehmen, was er in der nächsten Woche anders machen will – wo man seinen Glauben echter und tiefer leben will. Jeder schreibt es auf einen Zettel, faltet ihn zusammen, schreibt den Namen drauf und wirft ihn in eine Box, die erst wieder in der nächsten Woche geöffnet wird. Diese Runde in der nächsten Woche wird sehr spannend sein!

Die komplette TEC: 4/2018

Was ziehe ich nur an? Kann ich dieses T-Shirt auf der Arbeit tragen? Oder: Ist das Hemd schick genug für die Feier heute Abend? Ist die Jacke aus der letzten Saison überhaupt noch trendig genug für die Skipiste? Jeder kennt diese und ähnliche Fragen. Immer wieder stehe ich vor dem Kleiderschrank und philosophiere darüber, ob ich dieses oder jenes Kleidungsstück zu diesem oder jenem Anlass anziehen kann. Früher bin ich bei einem Nein losgezogen und habe einfach was Neues gekauft. Passend zum Anlass. Farblich up to date. Heute suche ich im Kleiderschrank, bis ich was Passendes gefunden habe. Ich kaufe nicht mehr so viel. Und ich habe mich von vielen Kleidungsstücken, die ich eh nicht mehr anziehe, getrennt. Und wenn ich dann mal was Neues zum Anziehen brauche, dann suche ich bewusst nach etwas Qualitativem und Zeitlosem, was ich lange und oft anziehen kann. Optimalerweise fair und ökologisch.

Ja, du liest das Editorial der TEC: und nicht das von irgendeiner Modezeitschrift. Es geht in dieser Ausgabe um Klamotten, Fashion und Jesus. Eine Prise Ethik gepaart mit der Frage „Welche Verantwortung haben wir als Jesusnachfolger für diese Welt?“ sollen euch als Gruppe herausfordern, über genau dieses Thema nachzudenken: Fast Fashion. Schneller, viel und billiger.

Diese Themenreihe enthält die Gruppenstunden zu Salomo aus JUMAT 4/19. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Click to access the login or register cheese
Wähle dein Team!

Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.

Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.

Wechsel zu deinem Konto