Lagerfeuer

Ein Sommerabend. Sterne am Himmel, Lagerfeuer, Stockbrot und Lieder. Alle rücken näher zusammen und genießen die Zeit. Doch stopp…. Wie macht man eigentlich ein gutes Lagerfeuer? In diesem Artikel gibt es Tipps und Tricks rund ums Thema Feuer machen. Damit dem romantischen Sommerabend am Lagerfeuer nichts mehr im Wege steht.

Bevor es los geht

Bevor es los geht musst du klären, ob man an dieser Stelle überhaupt ein Feuer machen darf. Denn schlimmstenfalls gilt es als fahrlässige Brandstiftung, wenn du dich nicht an bestimmte Regeln hältst.

Verboten ist es Feuer zu machen:

  • auf Heide- oder Moorböden
  • am Waldrand
  • auf landwirtschaftlich genutzten Flächen
  • in Naturschutzgebieten
  • bei bestimmten Wetterlagen, z.B. wenn es sehr trocken ist und Waldbrandgefahr besteht. Dann ist es auch an öffentlichen Feuerstellen verboten Feuer zu machen.

An öffentlichen Grillplätzen ist das Feuermachen erlaubt. Eine Übersicht über Grillplätze z.B. im Stadtgebiet Stuttgart ist hier zu finden: https://www.stuttgart.de/leben/natur/grillplaetze/

Feuerstellen sind durch weißen Schild mit schwarzem Flammensymbol gekennzeichnet.

Tipp: Wenn du dir unsicher bist, ob du an diesem Platz wirklich Feuer machen darfst, dann frage bei deinem Fortsamt nach.

Feuerplatz vorbereiten

Hast du den Platz für deine Feuerstelle gefunden, dann musst du ihn für das Feuer vorbereiten. Wenn du z.B. einen Feuerkorb oder – schale hast, dann bist du schon super vorbereitet. Wenn du allerdings deine Feuerstelle auf einer Wiese anlegen möchtest, dann musst du vorher eine Grasnarbe ausheben. Dazu stichst du mit dem Spaten einmal längs und einmal quer in die oberste Grasschicht. Jetzt hast du ein Gitternetz, in dem die einzelnen Quadrate ca. 15 cm x 15 cm groß sind. Diese stichst du mit dem Spaten aus und legst sie zur Seite. Wenn die Feuerstelle vollständig (!) abgekühlt ist, dann kannst du die Gras- Quadrate wieder zurück setzen.

Checkliste:

  • Abstand zum Wald: mindestens 100 Meter
  • Untergrund vorbereiten
  • Um den Feuerkreis einen Ring aus Steinen legen
  • Eimer mit Wasser bereit stellen
  • Brennbare Materialien im Umkreis von 2-3 Metern entfernen
  • evt. Reisigbusch bereit stellen zum Ausschlagen des Feuers , dass außerhalb des Steinringes anfängt zu brennen

Brennholz

Ein Lagerfeuer brennt natürlich am schönsten mit Holz. Das sammelst du am besten, bevor du das Feuer anzündest. Sammle dabei trockenes, nicht kaltes, nicht faules Holz. Sammle totes Holz vom Boden, ohne grünes Laub. Es ist sinnvoll, dass du das gesammelte Holz in drei Stapeln lagerst:

1. Reisig, Kiefernzapfen, trockenes gelbes Gras oder Späne als Zunder

2. Dickere Zweige und dünne Äste

3. Dicke Aststücke und Holzscheite. Daraus wird die eigentliche Glut und Hitze.

Feuer anzünden und unterhalten

Zum Anzünden brauchst du zunächst das Holz des ersten Stapels, also Reisig, Späne etc. . Eine Hand voll von diesem Zunder kommt in die Mitte der Feuerstelle. Darüber wird eine Pyramide aus dünnen Ästchen und Nadelholzreisig geschichtet. In Windrichtung lässt du ein Luftloch. Dann kommt eine zweite Pyramide aus Finger dicken Zweigen darüber, wieder lässt du in Windrichtung ein Luftloch. Jetzt zündest du den Zunder an. Du kannst auch ein zerknülltes Papier anzünden und es in den Zunder stecken. Verwende keine Brandbeschleuniger (Benzin, Spiritus, Petroleum,…)! Die Gefahr, dass du dich verbrennst oder dir Lungenschäden zuziehst ist zu groß.

Wenn das Feuer anfängt zu brennen, dann legst du langsam dünne Äste nach. Lege sie an die Stelle, die am besten brennt und stelle sie aufrecht zu der Pyramide. Schmeiße sie nicht einfach in das Feuer, damit sie das kleine Feuer nicht ersticken. Nach und nach kannst du dann dickere Aststücke nachlegen. Wenn dein Feuer Glut hervorgebracht hat, also dicke Holzstücke richtig rot glühen, dann ist dein Feuer im vollen Gange. Die Glut ist ist die heißeste Stelle im Feuer. Wenn du etwas über dem Feuer kochen oder braten möchtest, dann brauchst du viel wärmende Glut. Zum Beispiel wird dein Stockbrot, wenn du es über die Flammen eines jungen Feuers hältst schnell schwarz, aber innen bleibt es roh. Es wird richtig durch gegart, wenn du es über die rote Glut hältst.

Tipp: Pass auf, dass dein Feuer nicht zu viel Rauch entwickelt und du damit die Nachbarn belästigst.

Tipp: Bespritze ab und zu das Gras direkt neben der Feuerstelle mit Wasser. So vermeidest du, dass es durch Funken anfängt zu brennen.

Formen: Pyramidenfeuer und Kasten – oder Thingfeuer

Ein Lagerfeuer kann ganz unterschiedliche Formen haben. Hier sind zwei übliche Formen vorgestellt:

1. Pyramidenfeuer

Beim Pyramidenfeuer beginnst du mit der Anfeuerpyramide, die eben beschrieben wurde. Wenn die Anfeuerpyramide gut brennt, dann legst du nach und nach stärkere Äste und dicke Holzscheite nach.

2. Kasten- oder Thingfeuer

Bei diesem Feuer schichtest du zuerst Holzstämme in Form eines rechteckiger Kasten in die Feuerstelle. Die Mitte dieses Kastens wird mit viel leicht brennbarem Material (z.B. Nadelholzreisig, Späne) gefüllt. Besonders auf die Seite, von der der Wind kommt, legst du sehr viel Anfeuerungsmaterial hinein. Oben darauf kommen dickere Äste und Zweige. Anschließend trampelst du es fest. Dann kannst du das Feuer von der Windseite anzünden.

Tipp: Wenn ihr bei einer Veranstaltung ein großes Feuer machen wollt, z.B. ein Osterfeuer, dann meldet das am besten vorher bei der Feuerwehr an. Blöd wäre es, wenn jemand die Feuerwehr verständigt, weil er aus der Ferne einen Brand vermutet. Kommt dann die Feuerwehr zu euch, ist es ein Fehlalarm, der dem Veranstalter in Rechnung gestellt werden kann.

Feuerplatz verlassen

Wenn auf der Feuerstelle das Feuer aufgehört hat zu brennen, dann hat man schnell den Eindruck, dass das Feuer jetzt nicht mehr heiß ist. Das ist aber nicht der Fall! Die Feuerstelle sollte gründlich gelöscht werden und abgekühlt sein.

Am besten kratzt man zunächst die Glut mit einem dicken Stock auseinander. Die Glut kann mit dem dicken Stock ausgeschlagen werden. Anschließend wird Wasser über die Feuerstelle gegeben. Schütte nicht den ganzen Eimer Wasser auf einmal auf die Feuerstelle, sondern sprenkel das Wasser mit den Fingern auf die Feuerstelle. So verdampft es nicht einfach, ist gleichmäßig verteilt und du kommst mit weniger Wasser aus. Bei einer Feuerstelle auf einer Wiese kannst du das Feuer mit feuchter Erde abdecken. Ansonsten kannst du Sand auf die Feuerstelle geben.

So, nun bist du gut gerüstet für dein nächstes Lagerfeuer! Ich wünsche dir sehr viel Spaß dabei!

Quellen:

Reinschmidt, G. (1987): Feuerstellen. In: Arbeitskreis Häuptlingsbuch (Hrsg.) Das Häuptlingsbuch. Neukirchen: NK- Druck.

Wilka, Wolfgang & Schmidt, Peter L. (2018): Recht- Gut informiert sein. Rechtsfragen in der christlichen Kinder- und Jugendarbeit. Stuttgart: buch und musik.

https://www.bergzeit.de/magazin/feuer-machen-anleitung-sieben-schritte/

Wir holen alle(s) raus

Der Frühling ist da. Die Temperaturen steigen. Zeit, rauszugehen!

Aufgrund der Pandemie verlegen wir unsere Angebote in die Natur oder auf größere Plätze. Gleichzeitig beachten wir natürlich die vorgegebenen Regeln des Landes. Unser Redaktionsteam hat für Euch und eure Kinder einige gut umsetzbare Ideen in konkrete Entwürfe umgesetzt, damit Ihr mit Euren Kindern in Kontakt bleiben könnt. Wie wäre es mit einem Treffen am Lagerfeuer, dazu Stockbrot und eine gute Geschichte? Vielleicht verteilt Ihr auch lieber Päckchen mit Briefen, Rätsel und Aktionen? Oder Ihr bereitet mehrere Stationen in eurer Ortschaft vor und lasst die Kinder von Station zu Station gehen? Vielleicht macht Ihr auch lieber ein Fitnessangebot live aus dem Garten wie die „Highland-Games“ hier aus dem Artikel „Kräftemessen im Schottenrock“?

Gerade jetzt brauchen Euch die Kinder. Sie sind die, die mit am meisten in dieser Zeit unter der Kontaktlosigkeit leiden. Hier ist es wichtig, ihnen ein guter Wegbegleiter/ eine gute Wegbegleiterin zu sein, vielleicht auch mal anzurufen oder eine Messanger-Nachricht zu schicken. Kinder merken, dass man an sie denkt. Danke für alle Zeit und Liebe, die Ihr in die Jüngsten steckt! Gott segne Euch!

10 Spiele – 10 mögliche Treffer für die Jugendlichen. Bei jedem Spiel geht es darum, ob die Jugendlichen treffen oder nicht – Treffer oder Niete. Mit Mühlstein, Armbrust, Tischtennisball, Luftballon oder Papier ist für Bewegung und Action gesorgt.

Zu jedem Spiel gibt es detaillierte Informationen über den Aufbau, Ablauf und mögliche Variationen.

Wertung:

  1. Jede Person, die pro Spiel (mindestens) einen Treffer erzielt hat, erhält einen Punkt.  Die Punkte werden auf einem Blatt festgehalten und am Schluss siegt die Person mit der höchsten Punktzahl. Nach einem Gesamtdurchgang können einzelne Spiele ein zweites Mal gespielt werden.
  2. Wenn man bei jedem Spiel mehrere Durchgänge spielen möchte (man benötigt dann weniger Spiele!), bekommt pro Spiel bei acht Jugendlichen die erfolgreichste Person 8 Punkte, die zweitbeste 7 Punkte usw.

Spiel 1: Mühlestein trifft Glas

Material

2 Tische, Mühlesteine (oder Münzen), ein Trinkglas, Kreide oder Kreppband

Aufbau und Anleitung

Zwei Tische werden aneinander gereiht, sodass eine lange Tischfläche entsteht. Beim Übergang der beiden Tische darf kein Absatz entstehen (evtl. Höhenunterschiede durch Unterlegen von Pappkarton ausgleichen).

Am Ende des zweiten Tisches steht ein Trinkglas. Der Spieler steht am Anfang des ersten Tisches und lässt einen Mühlestein (oder eine Münze) so über die Tischfläche gleiten, dass das Glas getroffen wird – Treffer oder Niete.

Variation

Das Ende des zweiten Tisches ist mit Kreide oder Kreppband in drei Zonen eingeteilt. Landet der Mühlestein in der letzten Zone, dann bekommt man 30 Punkte, bei der vorletzten Zone 20 Punkte und bei der ersten Zone 10 Punkte.

Spiel 2: Hell erklingt der Glocke Ton

Material

1 Glocke (Metall, Glas oder Keramik), 1 Armbrust (oder Gummischleuder mit Papierbolzen)

Aufbau und Anleitung

Eine Glocke wird an der Decke befestigt oder an einem Querstab, der über zwei hochkant gestellte Tische gelegt wird.

Mit einer Armbrust wird aus drei Metern Entfernung auf die Glocke geschossen – Treffer oder Niete. Eine kleine Armbrust für Kinder kostet zwischen 15 und 20 Euro.

Variation

Man kann auch mit einem Einmachgummi oder einem Bürogummi und Papierbolzen auf die Glocke schießen. Statt einer Glocke kann man eine kleine Blechdose verwenden, die erhöht aufgestellt oder aufgehängt wird, wobei durch den Boden ein Loch gebohrt und ein  Bindfaden mit Knoten gezogen wurde.

Spiel 3: Wer trifft die rollende Kugel?

Material

1 schwerere Kugel aus Stahl oder aus Holz, 2 Tischtennisbälle

Aufbau und Anleitung

Hier können Teams mit je drei Jugendlichen gebildet werden. Die Wertung läuft dann so: Bei der Wertungsvariante a) bekommt jeder Spieler des siegreichen Teams einen Punkt. Bei Variante b) könnte man jedem Spieler des Siegerteams 8 Punkte geben und den anderen Mannschaften dann z. B. 5 Punkte und 3 Punkte. Eventuell muss bei einem Team eine mitarbeitende Person mitmachen.

Von einer Markierung aus lässt ein Spieler von Team 1 die schwere Kugel so losrollen, dass sie eine „Laufstrecke“ von 4 bis 5 Meter bis zu einer Wand zurücklegt.

Links und rechts von der „Laufstrecke“ der Kugel befinden sich in etwa 1,5 Meter Abstand zwei weitere Jugendliche von Team 1. Ihre Aufgabe ist es, einen Tischtennisball quer zur „Laufstrecke“ so rollen zu lassen, dass die schwere Kugel getroffen wird – Treffer oder Niete. Klar ist, dass die Kugel leichter zu treffen ist, wenn sie langsam rollt. Bewegt sich die Kugel so langsam, dass sie auf der Strecke liegen bleibt, dann scheidet dieses Team nach einem zweiten Versuch aus.

Variation

Man kann zwei Durchgänge für jedes Team spielen lassen. Gezählt werden dann die Treffer bei beiden Durchgängen.

Spiel 4: Quiz

Material

Zettel, Stifte, evtl. Stühle

Aufbau und Ablauf

Eine mitarbeitende Person liest eine Frage vor. Die Fragen können nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Dann wird die Antwort von jedem Spieler auf ein Blatt Papier geschrieben und danach besprochen, wer die „richtige“ Antwort aufgeschrieben hat. Man kann das Quiz im Einzelwettbewerb oder in Gruppen spielen.

Variation

Das Quiz kann als Spiel „Ja-Nein-Stuhl“ gespielt werden: Es spielen zwei Teams gegeneinander. Die Spieler erhalten Nummern. Bei einer Frage spielt dann z. B. Spieler 3 von Team 1 gegen Spieler 3 von Team 2. Dabei stehen sich zwei Stühle im Abstand von 3 Metern gegenüber. Vor einem Stuhl liegt ein Blatt Papier mit der Aufschrift „Ja“, vor dem anderen ein Blatt Papier mit „Nein“. Je nach Antwort auf eine Frage muss sich ein Spieler so schnell wie möglich auf den richtigen Stuhl setzen (das Team darf nicht helfen) – Treffer oder Niete.

  1. Ist Grönland die größte Insel der Erde? (Ja)
  2. Beträgt der durchschnittliche tägliche Wasserverbrauch in Deutschland pro Kopf etwa 150 Liter? (Ja)
  3. Haben Krebse deshalb blaues Blut, weil das Blut Kupfer enthält? (Ja)
  4. Hat 1 t (1 Tonne) die gleiche Masse wie 100 kg? (Nein, 1000 kg)
  5. Ist der Nil der längste Fluss in Afrika? (Ja)
  6. Ist die Erdoberfläche mit mehr als 75 % von Wasser bedeckt? (Nein, 71 %)
  7. Fand der erste erfolgreiche Flugversuch von Menschen durch die Brüder Wright (USA) vor 1900 statt?  (Nein, 1903)
  8. Stimmt es, dass sich der Schall im Wasser schneller ausbreitet als in der Luft? (Ja)
  9. Ist es richtig, dass die Strecke beim Marathon-Lauf 45 km beträgt? (Nein, 42 km)
  10. Ist Mark Twain der Autor des Buches „Tom Sawyer“? (Ja)
  11. Hieß der Täufer im Neuen Testament, der Jesus getauft hat, Jakobus? (Nein, Johannes)
  12. Ist der Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) in Brüssel? (Nein, Frankfurt)

Spiel 5: Wer schießt den Vogel ab?

Material

vorgefertigte Papierschwalben, mehrere Haushalts- oder Bürogummis, Zeitungspapier

Aufbau und Ablauf

Es werden Teams mit drei Jugendlichen gebildet. Spieler 1 von Team 1 wirft die Papierschwalbe ab. Die Spieler 2 und 3 versuchen, mit Papierbolzen (vorher aus Zeitungspapier herstellen) und einem Gummi die fliegende Schwalbe im Flug zu treffen – Treffer oder Niete. Dann kommen die anderen Teams dran. Anschließend wird ein zweiter Durchgang gespielt, bei dem die übrigen Jugendlichen im Einsatz sind.

Variation

Die Schwalbe mit einer Armbrust treffen.

Spiel 6:  Tischtennisball trifft Glas

Material

3 Trinkgläser, 2 Tischtennisbälle bzw. 2 Flummis (Vollgummibälle)

Aufbau und Ablauf

Am Ende eines Tisches stehen drei Trinkgläser eng nebeneinander. Der Spieler steht am anderen Ende des Tisches und wirft einen Tischtennisball so ab, dass dieser (mindestens) ein Mal auf dem Tisch aufprallt und dann ein Glas trifft – Treffer oder Niete.

Variationen

  1. Vorgang wie beschrieben, doch jetzt muss der Tischtennisball in einem Glas landen.
  2. Man könnte jetzt noch einen Durchgang mit einem Flummi spielen.

Spiel 7: Wörter bilden

Material

2 x 13 DIN-A5-Blätter mit den Buchstaben A B C D E F G H I K L O R

Aufbau und Ablauf

Zwei Mannschaften (mindestens vier Jugendliche pro Team) spielen gegeneinander. Eine mitarbeitende Person ruft ein Wort, z. B. „Bach“, und jede Gruppe muss mit den Buchstaben (in richtiger Reihenfolge!) dieses Wort darstellen, indem vier Jugendliche die richtigen Buchstaben auswählen und sich aufstellen. Es werden drei Durchgänge gespielt. Wörter sind z. B. Chor, Dieb, Koch, Kalb, Kilo, Bach, Dorf, Klar, Kohl, Fach, Rabe. Welches Team war insgesamt schneller?

Spiel 8: Basketball einmal anders

Material

1 Eimer, 1 Tennisball

Aufbau und Ablauf

Ein Eimer wird auf einen Stuhl gestellt. Von einer Markierung am Boden aus wirft der Spieler einen Tennisball so ab, dass dieser auf dem Boden aufprallt und dann im Eimer landet – Treffer oder Niete.

Spiel 9: Wer schießt ein Tor?

Material

1 Tennisball, Zettel mit Zahlen 1 – 4

Aufbau und Ablauf

Bei acht Jugendlichen sind in einer Tüte zwei Zettel mit „1“, zwei Zettel mit „2“, zwei Zettel mit „3“ und zwei Zettel mit „4“. Jeder Spieler zieht einen Zettel.

Zuerst spielen die Jugendlichen mit der Zahl „1“ gegeneinander. Eine mitarbeitende Person wirft einen Tennisball in die Mitte des Raumes und die beiden Spieler versuchen, den Tennisball durch die Beine eines Stuhls zu schießen – Treffer oder Niete. Der Stuhl steht an der Wand. Jeder Spieler, der ein Tor erzielt, bekommt einen Punkt. Falls nach 30 Sekunden noch kein Tor gefallen ist, bekommen die Spieler keinen Punkt. Anschließend sind die Personen mit der Nummer „2“ an der Reihe.

Spiel 10: Der Reiter wirft in den Korb

Material

mehrere aufgeblasene Luftballons, 2 Tische, 1 Stuhl, 1 Eimer

Aufbau und Ablauf

Zwei Jugendliche bilden ein Team. Zwei Tische sind aufeinander gestellt, darauf steht ein Stuhl und darauf steht ein Eimer. Ein Meter vor dem Tisch wird mit Kreppband eine Linie gezogen.

Der leichtere Spieler spielt den „Reiter“, d. h. er sitzt „huckepack“ auf dem Rücken des anderen Spielers. Der „Reiter“ hat einen Luftballon in der Hand. Das Team muss etwa drei Meter bis zum „Korb“ zurücklegen und dann aus einem Abstand von einem Meter zum „Korb“ den Luftballon in den Eimer werfen – Treffer oder Niete.

Weitere Spiele

  • Sackhüpfen: eine Strecke von 3 Metern innerhalb von 10 Sekunden hin und zurück in einem Sack hüpfen.
  • Autorennen: Auf  dem Boden wird eine Zone mit Kreppband markiert. Ein Spielzeugauto rollt so über eine Strecke von 3 Metern und bleibt dann in der Zone stehen.
  • Münze in Teller werfen: Auf einem Tisch steht ein tiefer Teller (Suppenteller) an einer Wand. Eine Münze wird so geworfen, dass sie im Teller landet.
  • Fang den Fuffziger: Eine 50-Cent-Münze wird mit einem Löffel so geschleudert, dass eine zweite Person im Abstand von 2 Metern die Münze fangen kann.
  • Armdrücken

Das Ziel

Starter

Gott meint es gut mit jedem einzelnen Menschen und er möchte keinen benachteiligen oder unrecht behandeln!

Checker

Gott ist ein gerechter und liebevoller Richter für jeden Einzelnen, auch für dich und mich!

Der Text an sich

König Salomo hat Gott gebeten, ihm Weisheit zu schenken, statt Reichtum, damit er sein Volk recht und gerecht führen und leiten kann. Diese Weisheit und sein Urteilsvermögen werden in diesem Text deutlich. Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel für die hebräische Erzählkunst. Die eine Frau erzählt das Ereignis, das zurückliegt, so anschaulich, dass der Eindruck entsteht, es passiere alles aktuell. Es kommen zwei Frauen zu König Salomo, die sich um ein kleines Kind streiten. Jede der Frauen behauptet, dass das Kind ihr Sohn sei. Beide hatten einen Sohn zur Welt gebracht, aber der Sohn der einen Frau ist nach ein paar Tagen gestorben. Daraufhin hat die Frau, deren Sohn gestorben war, sich einfach das andere Kind genommen und behauptet, es sei ihr eigenes! Da sich die beiden Frauen nicht einigen können, gehen sie zu König Salomo und bitten ihn, zu entscheiden und zwischen ihnen zu richten. König Salomo lässt sich nicht vom Streit der zwei Frauen, die zu ihm kommen, in seinem Urteil beeinflussen. Viel mehr hört er sich in Ruhe an, was jede der Frauen zu sagen hat und lässt sich Zeit, seine Entscheidung zu treffen. Er möchte herausfinden, welche der beiden Frauen nun die Mutter des Kindes ist, um ihr ihren Sohn zurückzugeben. König Salomo entschließt sich zu einer drastischen Maßnahme um herauszufinden, welcher Frau das Kind gehört. Er befiehlt, das Kind zu töten und unter den Frauen aufzuteilen, denn er weiß, dass die wirkliche Mutter des Kindes dies nicht zulassen wird. Somit stellt sich heraus, welche der Frauen die wahre Mutter ist! Nach israelitischem Recht hätte der Streit auch anders gelöst werden können, denn in 2.Mose 22 gibt es dazu Anweisungen. Eine der Möglichkeiten ist ein Gottesurteil (V. 7f) und die andere ein Eid im Namen des Herrn (V.9f). Der durchdachte und kluge Richterspruch erhält den Vorrang gegenüber der traditionellen Rechtsprechung und zeigt damit die Weisheit Salomos. Diese Geschichte wurde in ganz Israel bekannt gemacht und jeder konnte sehen, mit wie viel Weisheit König Salomo von Gott beschenkt wurde!

Der Text für mich

Wenn ich die Geschichte über König Salomos Urteil im Streit der beiden Frauen um ein Kind lese, werde ich immer wieder daran erinnert, wie gut und gerecht Gott doch ist! König Salomo hat seine Weisheit und sein Urteilsvermögen von Gott geschenkt bekommen und konnte somit gerecht entscheiden! Das zeigt mir wieder einmal mehr, wie gut und gerecht Gott doch ist! Er möchte auch jeden Einzelnen von uns gerecht und in Liebe behandeln! Deshalb sollten wir uns nicht von irgendwelchen Menschen oder Dingen beeinflussen, sondern uns von Gott leiten lassen und mit seiner Hilfe gerecht urteilen! Denn es ist doch in jedem Menschen das Verlangen nach Gerechtigkeit angelegt!

Der Text für dich

Starter

Jeder von uns kennt das – Streit mit Geschwistern oder auch Freunden! Es wird um Verschiedenes gestritten wie zum Beispiel Spielzeug, Stifte … Jeder pocht auf sein Recht und behauptet, dass es ihm gehört und er es zuerst gehabt hat! Da ist es hilfreich, wenn jemand von außen kommt und hilft, die Streitigkeiten zu klären! Denn allein bekommen wir das oft nicht hin. In solch einer Situation ist es hilfreich und wichtig zu lernen, jemandem vertrauen zu können, der uns liebt und gerecht behandeln möchte. Diese Eigenschaften können wir alle bei Gott finden. Er gibt uns Sinn und Halt im Leben und er meint es gut mit jedem Einzelnen. Er möchte niemanden benachteiligen oder unrecht behandeln!

Checker

Jeder von uns hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit! Wir möchten nicht ungerecht behandelt oder benachteiligt werden! Vielleicht haben die Kinder in ihrem Umfeld Menschen, die ständig von anderen benachteiligt oder ungerecht behandelt werden oder sie haben es selbst schon mal erfahren. Dann ist es wichtig zu wissen, dass wir in Gott einen gerechten Richter haben, der uns liebt und jeden von uns gerecht behandeln möchte! Und wir sollen es Gott gleichtun und sollen nicht andere ungerecht behandeln oder benachteiligen. Wir sollen uns von Gott führen und leiten lassen in unserem Urteilsvermögen und liebevoll und gerecht mit unseren Mitmenschen umgehen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Ist das gerecht?
Benötigt werden zwei gleich große Säcke, in denen sich jeweils die gleichen Sachen befinden, aber nur in unterschiedlicher Größe. Das könnte zum Beispiel ein großer und ein kleiner Ball sein, eine große Tafel Schokolade und eine kleine Tafel, etc.
Der Mitarbeiter sucht nun zwei Freiwillige, die immer abwechselnd die Gegenstände aus dem Sack holen und auf den Tisch oder Fußboden legen, sodass alle Kinder sie sehen können. Bald werden die Kinder feststellen, dass die Gegenstände zwar gleich, aber unterschiedlich groß sind und vermutlich werden sie sich beschweren, da nicht jeder den gleich großen Gegenstand bekommen hat. Somit kann man dann erklären, dass jeder den Drang nach Gerechtigkeit in sich hat, und gleichzeitig kann man dabei über das Thema Gerechtigkeit ins Gespräch kommen.

Idee 2: Krone basteln
Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und bekommen jeweils Holzstäbchen und Zeitungspapier sowie eine Bastelvorlage für eine Krone, anhand derer sie die Krone nachbasteln müssen. Eine Gruppe bekommt von Anfang an zu wenig Material, um die Krone exakt zu basteln. Die Gruppe wird sich schnell beschweren, dass sie die Krone nicht zu Ende basteln kann. An dieser Stelle erfolgt ebenfalls ein Gespräch zum Thema Gerechtigkeit.

Verkündigung

Theaterstück
Inhalt: König Salomos Weisheit, die er von Gott geschenkt bekommen hat, wird benötigt!
Ein Mitarbeiter verkleidet sich als König Salomo und zwei weitere Mitarbeiter übernehmen die Rollen der beiden streitenden Frauen. Ein Mitarbeiter wird als Erzähler benötigt.
Es kommen zwei Frauen zu Salomo. Sie sind ganz aufgebracht.
Frau 1: Wir beide wohnen zusammen in einem Haus. Wir haben beide ein kleines Baby, einen Jungen, zur Welt gebracht. Aber in der Nacht starb das Baby von dieser Frau. Sie zeigt auf die andere Frau, die ein Baby in ihren Armen hält. Doch diese Frau ist gemein. Sie hat dann einfach die Babys vertauscht. Ihr totes Baby hat sie zu mir ins Bett gelegt und mein lebendes Baby hat sie einfach zu sich genommen und so getan, als wäre es ihres.
Frau 2: Die zweite Frau schüttelt verzweifelt den Kopf, aber die erste redet weiter.
Frau 1: Morgens habe ich das tote Baby bei mir im Bett bemerkt, als ich es stillen wollte. Aber als ich es genau ansah, habe ich gemerkt, dass es nicht mein Sohn war, der tot neben mir lag.
Frau 2: Sie lehnt lautstark die Vorwürfe gegen sich ab. Nein, das stimmt nicht! Mein Sohn lebt, aber dein Sohn ist es, der tot ist.
Frau 1: Sie wird sehr wütend. Lügnerin! Dein Junge ist tot, aber meiner lebt!
Erzähler: So geht es einige Zeit lang hin und her. Beide Frauen rufen durcheinander, bis König Salomo eingreift und sie um Ruhe bittet. Er ist schließlich der König und muss nun zwischen den beiden streitenden und aufgebrachten Frauen entscheiden, auch wenn er nicht genau weiß, was wirklich in der Nacht passiert ist. Niemand war bei den beiden Frauen im Haus gewesen. Es gibt keine Zeugen. Alle Anwesenden im Palast des Königs schauen gespannt auf Salomo. Sie erwarten von ihm, dass er entscheidet. Salomo braucht wirklich Weisheit. Gott hatte Salomo Weisheit gegeben und hilft ihm, richtig und gerecht zu entscheiden.
König Salomo: Bringt mir ein Schwert. Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt jeder der Frauen einen Teil davon.
Ein Diener bringt ein [Holz]Schwert und nimmt das Kind in den Arm.
Erzähler: Ist das eine gute Idee von König Salomo? fragen sich alle. Einigen stockte der Atem, als der Diener das Schwert brachte. Aber Salomo weiß, was er tut!
Frau 1: Mit verzweifeltem Gesichtsausdruck. Nein, mein Herr, tötet das Baby nicht. Bevor es sterben muss, gebt es lieber der anderen Frau.
Frau 2: Mit einem hinterhältigen Grinsen im Gesicht. Tötet es ruhig. Es soll keine von uns es lebend bekommen.
König Salomo: Salomo schaut die beiden Frauen an. Dann schaut er zu seinem Diener, der das Schwert in der Hand hält und das Baby gerade genommen hat. Gib es der ersten Frau. Sie ist die richtige Mutter.
Frau 1: Nimmt überglücklich ihren Sohn in den Arm.
Erzähler: Salomo hatte erkannt, dass die richtige Mutter nie ihr Kind töten lassen würde.
Sie war sogar bereit, es stattdessen der anderen Frau zu geben. Aber jetzt bekam sie ihren Sohn lebend wieder zurück.
Alle staunten, wie Salomo dieses Problem gelöst hatte. In ganz Israel hörte man davon, wie weise König Salomo war.

Die andere Idee

Fotostory mit Legofiguren

Anhand von Legofiguren kann die Geschichte im Vorfeld nachgestellt werden und anschließend abfotografiert werden, sodass dann den Kindern anhand der Bilder die Geschichte erzählt werden kann. Mögliche Szenen wären zum Beispiel, wie die zwei Frauen mit dem Kind zu König Salomo vor den Thron kommen. Die nächste Szene wäre dann, wie König Salomo das Schwert in den Händen hält und das Kind töten lassen will. Eine weitere mögliche Szene wäre, wie die eine Frau – die Mutter des Kindes – vor König Salomo auf dem Boden kniet und ihn anfleht, das Kind nicht zu töten. Und eine letzte mögliche Szene wäre dann, dass die Mutter ihr Kind in den Armen hält und alle über König Salomos Weisheit und Urteilsvermögen staunen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Wenn die Verkündigung in Form des Theaterstücks dargestellt wurde, kann man zur Wiederholung verschiedene Szenen aus der Geschichte nachstellen und die Kinder dann erzählen lassen, was gesagt wurde.
Wenn die Bilder mit den Legofiguren gezeigt werden, können die Kinder anhand der Bilder die Geschichte in ihren Worten nacherzählen.

Gespräch

Es folgt ein Gespräch über folgende Fragen:

  • Wo haben die Kinder schon mal Unrecht erfahren und wie sind sie mit der Situation umgegangen?
  • Wie geht es den Kindern, wenn sie merken, dass einer ihrer Freunde unrecht behandelt wird und was würden sie dann am liebsten tun?
  • Wie finden sie König Salomos Vorgehensweise und seine Entscheidung?

Merkvers

Gerechtigkeit und Recht sind die Säulen deiner Herrschaft; alles, was du tust, zeigt deine Liebe und Treue.

Psalm 89,15 HfA

Der Bibelvers wird auf eine Tafel geschrieben, sodass die Kinder ihn gut lesen können. Der Vers sollte dreimal komplett mit den Kindern gelesen werden und dann werden bei jedem weiteren Mal lesen Wörter ausgewischt, die die Kinder dann auswendig sagen sollten. Das wird so lange fortgesetzt, bis der Vers komplett ausgewischt ist und die Kinder ihn auswendig sagen können!

Gebet

Die Kinder können gemeinsam mit den Mitarbeitern beten, indem ein Mitarbeiter das Gebet laut vorspricht und immer wieder Pausen lässt, damit die Kinder das Gebet nachsprechen können.
„Lieber Gott, ich danke dir, dass du mich kennst und liebst. Du bist treu und gerecht und möchtest uns alle gleich behandeln und keinen benachteiligen. Ich bitte dich, lieber Gott, dass du mir hilfst, bei meinen täglichen Entscheidungen, gerecht und liebevoll und in deinem Sinne zu handeln, damit ich niemanden verletzte oder unrecht behandle. Danke, dass du Herr über alle Dinge bist! Amen!“

Kreatives

Die Kinder bekommen ein Blatt mit der Zeichnung einer Krone darauf und können diese nun anmalen und das Blatt mit nach Hause nehmen. Auf dem Blatt ist neben der Krone der Merkvers aus Psalm 89,15 vermerkt, damit die Kinder daran erinnert werden, dass Gott gut und gerecht ist!

Spielerisches

Tauziehen
Die Kinder werden von einem Mitarbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt, und zwar so, dass es auf der einen Seite viele starke Kinder gibt und auf der anderen Seite nicht. Dann wird eine Markierung auf dem Boden zwischen die beiden Gruppen gemacht und jede Gruppe bekommt ein Ende des Taus. Nun wird versucht, die jeweils andere Mannschaft auf seine Seite zu ziehen. Zuerst wird natürlich die Gruppe gewinnen, in der die meisten starken Kinder sind. Nach und nach teilt der Mitarbeiter die Kinder so auf die zwei Gruppen auf, dass das Kraftverhältnis ausgeglichen ist und die Kinder zu gleichen Teilen am Tau ziehen und somit gerecht aufgeteilt sind.

Rätselhaftes

Die Teilnehmer erhalten ein Arbeitsblatt mit Rätselfragen: Das Rätsel kann mit etwas um die Ecke denken gelöst werden.

Lösung: Psalm 89,15

(T)extras

Lieder

Bei dir kommt keiner zu kurz
Alle meine Sorgen

Spiele

Stühle schnüffeln
Es werden drei Stühle und zwei Mitarbeiter benötigt.
Es wird behauptet, dass ein Mitarbeiter eine besonders gute Spürnase hat. Und um das herauszufinden, wird die Mithilfe der Kinder benötigt. Ein Mitarbeiter wird nach draußen vor die Tür geschickt. Die Kinder dürfen nun einen Freiwilligen aussuchen, der sich auf einen Stuhl setzt und dann sofort wieder aufsteht. Diesen Stuhl muss der Mitarbeiter vor der Tür nun erschnüffeln. Nachdem das Kind sich entschieden hat, auf welchem Stuhl es sitzt, wird der Mitarbeiter hereingerufen. Dies geschieht anhand verschiedener Befehle, mit deren jeweiligem Wortlaut der Mitarbeiter deutlich machen kann, welchen Stuhl das Kind gewählt hat und somit für den Mitarbeiter vor der Tür klar ist, welchen Stuhl er „erschnüffeln“ muss.
Wenn das Kind den ersten Stuhl wählt lautet der Befehl zum Beispiel: „David (hier kann der Name des Mitarbeiters eingesetzt werden), komm!“ Beim zweiten Stuhl wäre es dann: „David, komm rein!“ Und beim dritten Stuhl wäre der Befehl dann: „David, komm jetzt rein!“

Coca-Cola-Spiel
Es wird eine Haribopackung mit Colafläschchen, die später als Preis dient, und eine Packung Murmeln benötigt. Nun darf der Mitarbeiter sich eine Geschichte ausdenken, in der es rund um das Thema Coca-Cola geht. Immer wenn er das Wort „Coca-Cola“ sagt, dürfen sich die Kinder eine Murmel aus der Mitte nehmen. Wenn das Wort Coca oder nur Cola fällt, darf keine Murmel genommen werden. Sollte ein Kind doch eine Murmel nehmen, muss es diese wieder zurück in die Mitte legen. Am Ende der Geschichte bekommt das Kind mit den meisten Murmeln die Packung Colafläschchen.

Das Ziel

Starter

Gott sieht mehr in dir als du denkst.

Checker

Gott schaut nicht nur auf das Äußere. Er weiß, wie es dir tief in deinem Herzen geht.

Der Text an sich

Die Geschichte für diese Woche steht relativ am Anfang der Bibel, im ersten Buch des Propheten Samuel, und spielt im heutigen Israel, viele Jahre vor der Geburt von Jesus (etwa um 1000 v. Chr.). Zu der Zeit lebte ein König namens Saul, der von Gott erwählt und von einem Propheten zum König gesalbt wurde. Ein Prophet ist ein Mann Gottes. Ein Mann, der zwischen Gott und dem Volk gestanden hat. Gott hatte durch den Propheten zu den Menschen geredet und somit konnten die Menschen auch mit Gott kommunizieren. Der Prophet hier in der Geschichte war Samuel. Er hatte von Gott den Auftrag bekommen, einen neuen König zu salben. Grund dafür war, dass der regierende König Saul viele Sachen getan hat, die Gott nicht gefallen haben. Somit wollte Gott ihn „absetzen“ bzw. „ersetzen“. So wie heute ein König gekrönt wird, wurde er damals mit Öl gesalbt. Genauso wie heute, hätte Saul es nicht so schön gefunden, wenn er erfahren hätte, dass Samuel einen neuen König salbt. So ist es ganz normal, dass Samuel Angst hat, dass Saul ihn töten wird. Doch Gott hat schon die passende „Ausrede“ für Samuel parat. Samuel soll Gott ein Opfer darbringen und Isai und seine Söhne dazu einladen. Isai wohnte in Bethlehem und war der Vater von David, der später König wurde. Bethlehem war auch die Stadt, wo viele Jahre später Jesus geboren wurde.

Vor jeder Opferfeier mussten sich die Leute reinigen, um daran teilnehmen zu können. Dazu gehörte die Kleidung, aber auch der Mensch an sich. Der Mensch musste seine Sünden bekennen, um so rein vor Gott zu sein.

Um den neuen König zu finden hat sich Samuel alle Söhne von Isai angeschaut. Damals war es üblich, dass der älteste Sohn bei allem Vorrang hatte und somit wurde er zuerst dem Samuel „vorgeführt“. Doch Gott hatte einen anderen Plan für den neuen König. Und so kamen alle Söhne des Isai nacheinander zu Samuel. Auch der Jüngste, der kleine Hirtenjunge David. Dieser wurde dann von Samuel zum König gesalbt. David war etwa 40 Jahre lang König von Israel.

Der Text für mich

Mir ist an diesem Text aufgefallen, dass Gott auf die Angst von Samuel eingeht und dafür schon eine Lösung parat hat. Auf mich bezogen zeigt das, dass Gott weiß, wie es mir geht und er nichts tun würde, was mir nicht gut tut oder mich in Gefahr bringen würde. Dabei stelle ich mir die Frage, ob ich mit meinen Ängsten auch zu Gott komme und ihm davon erzähle?

In unserer heutigen Zeit sehen alle zuerst auf das Äußere. Was ganz normal ist, weil man das als Erstes sieht. Aber Gott ist so groß, dass er bis in unser Herz sehen kann. Das zeigt sich darin, dass er sich nicht für den „erstbesten“ als König interessiert. Er sieht das Große in dem kleinen Hirtenjungen David. Ich bin mir sicher, er sieht auch etwas Großes in mir. Kann ich das glauben? Die Frage für mich ist, wie kann ich diese Gewissheit auch an andere weitergeben? Gott sieht in dem Außenseiter in der Schule vielleicht einen begabten Musiker oder einen, der gute Witze erzählen kann. Sehe ich das auch?

Der Text für dich

Starter

Jeder Mensch hat Zeiten, in denen er sich vielleicht etwas nutzlos fühlt. Auch bei den Kindern kommt dieses Gefühl vor. „Ich kann das nicht.“ – „Das ist viel zu schwer für mich.“ Das sagen Kinder oft. Aber ist das wirklich so? Ist wirklich alles, was etwas komplizierter erscheint, zu groß für die Kinder? Manchmal ja, manchmal auch nicht. Manchmal müssen sich die Kinder etwas mehr zutrauen, denn Gott sieht mehr, als die Kinder denken. Und das kann die Kinder ermutigen, sich mehr zuzutrauen. In der Geschichte hat auch niemand damit gerechnet, dass David das Zeug zum König hat.

Checker

Heutzutage wird viel auf das Äußere geachtet. Auch schon bei Kindern. Ein Kind ist zu dick, zu groß, zu klein oder hat keine Markenklamotten an. Dann wird es bei vielen anderen Kindern gleich als Außenseiter abgestempelt. Ein bisschen ist das so, wie bei dem kleinen David. Er war der Jüngste, hat bei den Schafen gesessen und durfte nicht bei den anderen sein.

Doch gerade, weil alle gedacht haben, der David hätte nicht das Zeug zum König, wird er von Gott erwählt.

Gott schaut nicht nur auf das Äußere. Er weiß, wie es tief im Herzen der Kinder aussieht. Sind sie glücklich oder traurig? Fühlen sie sich cool oder nicht? Das alles sieht und weiß Gott. Ist das nicht cool?

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Wenn ich König von Deutschland wär

Jedes Kind darf sich vorstellen, dass es Königin oder König von Deutschland ist. Dazu denkt es sich einen Namen aus und nennt einige Wünsche. Dann kommt die Vorstellungsrunde der Möchtegern-Könige: zum Beispiel: „Wenn ich König von Deutschland wäre, dann hieße ich Leon I., König von Jungschars Gnaden, und ich würde mich immer mit einer riesengroßen Limousine zur Schule fahren lassen.“

Idee 2: Kaiser und Soldat

Die Kinder bilden zwei gleich große Gruppen. Die eine Gruppe geht auf die eine, die andere auf die andere Seite des Spielfeldes. Der Abstand zwischen den zwei Gruppen kann variieren. Je größer er ist, desto mehr müssen die Kinder rennen. Jede Gruppe stellt sich in eine Reihe auf. Ein Spieler der Gruppe A (Kaiser) beginnt und geht auf die Gruppe B zu. Die Kinder der Gruppe B halten ihre flache Hand nach vorne. Das Kind der Gruppe A schlägt nun drei Kinder (Soldaten) der Gruppe B nacheinander auf die Hand. Das dritte Kind (Soldat) muss dann versuchen, das Kind der Gruppe A (Kaiser) zu fangen. Schafft es der Soldat, den Kaiser zu fangen, muss er zu der gegnerischen Gruppe. Schafft der Soldat es nicht, nimmt der Kaiser ihn mit zu seiner Gruppe. Das gefangene Kind stellt sich in die Reihe dazu und kann auch wieder abgeschlagen werden. Jetzt ist die andere Gruppe an der Reihe. Gewonnen hat die Gruppe, die zuerst alle Gegner auf ihrer Seite oder nach einer bestimmten Zeit die meisten Personen in der Gruppe hat.

Verkündigung

Stegreiftheater: Israels Next King

Für diese Art der Verkündigung werden zehn Personen benötigt (Samuel, David, Isai und die anderen sieben Söhne). Jede Person sollte irgendwie anders gekleidet sein oder ein anderes Accessoire dabeihaben. Samuel zum Beispiel kann ein Mikrofon in der Hand halten. David einen Hirtenstab, …

Tipp: Wenn keine 10 Personen in der Jungschar sind, dann kann auch einer mehrere Rollen übernehmen.

(Samuel kommt mit dem Mikrofon in der Hand auf die Bühne)

Hallo und herzlich Willkommen zu „Israel Next King“. Ich bin Samuel und werde heute die Show moderieren und mithilfe der Jury, Gott, einen neuen König suchen. Ich habe direkten Kontakt zur Jury (zeigt nach oben) und werde somit gleich sagen können, ob die Person weiterkommt oder nicht. Der alte König Saul soll abgesetzt werden, weil der Typ echt viel Mist gebaut hat.

Heute suchen wir den nächsten König für Israel. Wir haben sieben Männer aus einer kleinen Stadt namens Bethlehem zur Auswahl. Ich bitte euch alle nacheinander vorzutreten. (Sohn 1 kommt raus, läuft auf der Bühne etwas hin und her). Wow, was für ein Mann. Ich würde sagen, das hat sich schon entschieden. Also Israels … halt Stopp! Die Jury sagt, er ist es nicht. Tut mir leid. Der Nächste bitte. (Sohn 2 kommt auf die Bühne und läuft etwas hin und her)

Schaut euch diesen stattlichen Kerl an. Er wird bestimmt der neue König sein. Mal schauen, was die Jury sagt. (Samuel hält kurz inne und hört) Nein, er ist es auch nicht. Tut mir leid Junge.

(Die Söhne drei bis sieben kommen nacheinander auf die Bühne. Immer ist Samuel kurz davor, die Person als König zu krönen, doch Gott sagt immer Nein.)

Okay … haben wir noch einen Bewerber? (Schaut sich suchend um, Isai kommt auf ihn zu, flüstert ihm was ins Ohr)

Okay. Soeben habe ich erfahren, dass es noch einen Kandidaten gibt. Einen kleinen Hirtenjungen, der erst mal vom Feld geholt werden muss. Dann hopp. Wir müssen es versuchen. Wir brauchen schließlich Israels Next King.

Ah, okay … er ist da … dann bitte komm her. (David kommt, läuft etwas hin und her, Samuel schaut ihn an, stockt, tut so, als würde er noch mal nachhorchen. Dann geht er auf David zu.) Okay wir haben einen Sieger.

Israels Next King ist … DAVID. (Samuel salbt ihn zum König.) Krass, dass die Jury, Gott, nicht nur unbedingt auf die Muskeln geachtet hat, sondern sich den Menschen ganz genau angeschaut hat.

Die andere Idee

Erzählung aus Sicht von Samuel

Samuel erzählt die Geschichte. Die Person, die den Samuel spielt, kann sich zum Beispiel mit einem Tuch verkleiden.

Hallo, ich bin Samuel und wohne in Israel. Ich bin von Beruf Prophet. Ihr fragt euch bestimmt, was das ist und was ich mache. Ich bekomme ganz oft von Gott Aufträge, die ich ausführen soll. Außerdem stehe ich sozusagen zwischen Gott und dem Volk und erzähle dem Volk, was Gott mir sagt. Gestern hatte ich auch wieder so einen komischen Auftrag bekommen. Ich sollte einen neuen König salben. Dabei haben wir doch gerade einen. Der jetzige König, er heißt Saul, ist irgendwie mürrisch geworden. Vielleicht sollte ich deshalb einen neuen König suchen. Also habe ich mich auf den Weg gemacht. Kurz bevor ich angekommen bin, ist mir eingefallen, dass Saul bestimmt sehr sauer werden wird, wenn er mitbekommt, dass ich einen neuen König salben soll. „Super“, habe ich zu Gott gesagt. „Was soll das? Saul bringt mich um, wenn er das erfährt.“ Aber Gott hatte schon einen Plan. Voll cool. Ich habe Gottes Anweisungen gefolgt und einen Mann namens Isai und seine Söhne zu einer „Opferparty“ für Gott eingeladen. Das Opfern war damals so üblich, um Gott die Ehre zu erweisen. Dort habe ich auch die acht Söhne von Isai kennengelernt. Man, hat Isai starke und große Söhne. Aber Gott wollte keinen von diesen. Er hatte sich für den Jüngsten entschieden. Einen kleinen Hirtenjungen. Oh Mann, die großen Brüder müssen ganz schön neidisch gewesen sein. Ich habe den kleinen David zum König gesalbt und bin dann wieder nach Hause gegangen. Der Tag gestern war schon echt komisch. Jetzt muss ich aber weiter. Bis irgendwann mal.

Der Text gelebt

Wiederholung

Zur Wiederholung der Geschichte von der Salbung des David können den Kindern folgende Fragen gestellt werden. Wichtig ist, dass sie nicht zu leicht und nicht zu schwer sind und jedes Kind die Möglichkeit bekommt, zu antworten. Gebt den Kindern nach den Wiederholungsfragen kurz noch Zeit etwas nachzudenken, ob sie noch Fragen haben oder etwas noch unklar ist.

  • Wie hieß der Prophet in der Geschichte? – Samuel
  • Wie hieß der alte König? – Saul
  • Warum sollte Samuel einen neuen König salben? – Saul hat Dinge getan, die Gott nicht gefallen haben
  • Wo lebte Isai? – Bethlehem
  • Wie viele Söhne hatte Isai? – acht
  • Wer wurde der neue König von Israel? – David
  • Wie wurde David König? – Er wurde von Samuel mit Öl gesalbt

Habt ihr noch Fragen zu der Geschichte?

Wenn die Fragen für die Kinder zu einfach sind, können sie auch versuchen die Geschichte nachzuspielen.

Gespräch

Mögliche Fragen für ein Gespräch:

  • Stell dir vor, dir würde jemand als kleines Kind sagen, dass du König werden sollst. Wie würdest du dich fühlen?
  • Worauf achtest du, wenn du einen Menschen siehst?
  • Welche Eigenschaften findest du besonders wichtig?
  • Auf welche Eigenschaften könntest du verzichten?
  • Was denkst du, welche Eigenschaften findet Gott gut?
  • Welche Eigenschaften findet er nicht gut?
  • Gott sieht, wie es dir geht, auch wenn du es dir nicht anmerken lässt. Wie findest du das? Eher beruhigend oder nicht beruhigend?

(Hier können den Kindern ein paar Antworten vorgestellt werden, wenn sie nicht wissen, wie sie auf die Frage antworten sollen.)

Merkvers

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.

1. Samuel 16,7 b Luther2017

Der Merkvers wird für jedes Kind auf einem A4-Zettel ausgedruckt. Dann können die Kinder ihn so gestalten, wie sie möchten. Eventuell kann der gestaltete Merkvers noch laminiert werden und die Kinder können ihn mit nach Hause nehmen.

Gebet

Die Kinder können überlegen, wo sie vielleicht denken, dass sie etwas nicht schaffen bzw. wo sie Angst haben, etwas nicht zu schaffen oder nicht zu können.

Das kann in der Gruppe gesammelt werden. Dann kann dafür gebetet werden, dass Gott den Kindern bei dieser Herausforderung hilft.

Kreatives

Wie stellen sich die Kinder einen König vor? Jedes Kind bekommt ein weißes Blatt Papier und hat die Aufgabe, einen König malen. Wenn alle mit malen fertig sind, stellt jeder Jungscharler sein Bild vor und erklärt, warum er den König gerade so gemalt hat.

Spielerisches

Wer bin ich?

Jedes Kind schreibt auf einen Zettel einen Namen (aus der Geschichte, Superstar, …). Dann klebt jedes Kind seinem rechten Nachbarn den Zettel auf die Stirn. Ein Kind beginnt zu fragen. „Bin ich weiblich?“ usw. Die anderen Kinder beantworten mit Ja oder Nein. Wenn die Frage mit Ja beantwortet wurde, darf das Kind weiterfragen. Liegt es falsch, dann darf das nächste Kind raten. Gewonnen hat das Kind, das zuerst erraten hat, wer es ist.

Rätselhaftes

Im Raum werden verschiedene Zettel versteckt, auf denen Buchstaben stehen. Um das Rätsel noch mehr thematisch anzupassen, kann man die Buchstaben auch auf kleine Kronen aus Papier schreiben. Es handelt sich dabei um die Buchstaben folgender Wörter: Samuel, Isai, David, Bethlehem.

Insgesamt also 24 Buchstabenzettel versteckt. Nun muss die gesamte Gruppe die Buchstaben suchen und daraus vier passende Wörter zur biblischen Geschichte bilden.

Tipp: Man kann auch jeden Buchstaben zweimal aufschreiben (auf andersfarbige Zettel) und dieses Buchstabensuchrätsel als Wettkampf zwischen zwei Teams durchführen.

T(Extras)

Lieder

Halli, hallo

Davey, Davey

Spiele

Entknoten

Ein Kind wird nach draußen geschickt. Die anderen Kinder stellen sich in einen Kreis auf. Es gibt zwei Varianten, wie die Kinder ein Knotenbündel entstehen lassen können.

Die erste Variante ist, dass die Kinder die Augen schließen und mit ausgestreckten Armen aufeinander zugehen. Jedes Kind greift einfach zwei Hände, die es spürt. Dann öffnen die Kinder die Augen und können – wenn nötig – den Knoten etwas erschweren oder erleichtern.

Die zweite Variante ist, dass die Kinder sich alle an den Händen fassen und so den Knoten bilden, indem sie über die Hände der anderen drübersteigen usw. Wenn der Menschenknoten fertig ist, kommt das Kind von draußen wieder rein und muss versuchen, den Knoten zu lösen.

Zeitungsweg

Für dieses Spiel werden Zeitungen benötigt. Außerdem sollte ein Spielfeld vorhanden sein, das je nach Gruppengröße variiert. Das Spielfeld setzt sich aus einer Start- und Ziellinie zusammen.

Jedes Kind bekommt eine Zeitungsseite. Je nach Größe der Gruppe werden die Kinder in zwei Gruppen geteilt und spielen dann gegeneinander. Ziel des Spieles ist es, ohne den Fußboden zu berühren auf die andere Seite zu kommen. Ein Kind beginnt und legt die Zeitung auf den Fußboden, muss sie aber immer irgendwie berühren, egal ob mit Fuß oder Hand. Dann steigt das Kind auf die Zeitung. So geht es immer weiter, bis alle drüben sind.

DAS ZIEL

Starter
Die Jungscharler erfahren, dass Frieden gesucht werden muss und möglich ist.
Checker
Die Jungscharler erfahren, wie ein Konflikt gelöst werden kann.

» Der Text an sich

Nach dem ruhmreichen Sieg über die Philister spitzt sich der Hass von Saul auf David immer mehr zu. Saul möchte ihn umbringen. David ist seit einiger Zeit auf der Flucht. Mehrmals kann er Saul nur ganz knapp entkommen. Am Leben von König Saul wird sichtbar, wozu ein Mensch in der Lage ist. Aus anfänglicher Eifersucht (Kap. 18,5-1) entwickelt sich tiefste Feindschaft (vgl. 18,29; 19,1; 20,31) bis hin zu Mordgedanken.
Ein für diesen Abschnitt relevantes „Vorzeichen“ findet sich in Kap. 23,17: Er berichtet von der gewaltigen Zusage Jonathans, dass David trotz allem bewahrt bleiben wird.
Und jetzt, nach einem Beinaheaufeinandertreffen am „Fels der Trennung“ (Kap. 23), kommt es zur hautnahen Begegnung in und vor der Höhle.

V.1-5: Saul macht sich mit 3000 „auserlesenen“ Männern weiter auf die Suche nach David. Dieser zieht sich mit seinen Leuten in die Wüste En-Gedi zurück. En-Gedi ist eine Oase und liegt am Westufer des Toten Meeres. Die umliegende felsige Wüstenlandschaft ist aufgrund der zahlreichen Klippen und Höhlen sehr gut als Versteck geeignet. Saul kommt ausgerechnet in die Höhle, in der David sich versteckt hält. Dadurch hat David Saul in seiner Hand. Es bietet sich eine optimale Gelegenheit, Saul ganz einfach zu töten und somit der Verfolgung ein Ende zu setzen. Wenn David Saul tötet, könnte er von einer Sekunde zur anderen der nächste König von Israel werden, denn David war bereits vom Propheten Samuel zum König gesalbt worden. Doch David hört nicht auf den Rat seiner Begleiter, sondern schneidet nur einen Fetzen von Sauls Gewand ab. Er lässt ihn am Leben.
V.6-16: Davids Gewissen ist schon durch das Abschneiden des Stofffetzens beunruhigt. Er kann Saul keine körperliche Gewalt antun. David rechnet mit Gott. Er möchte seine Hand nicht an den Gesalbten des Herrn legen. Wer sich am Gesalbten Gottes vergreift, geht gegen Gott selbst vor. Noch ist Saul König Israels. David zeigt sich Saul. Der Stofffetzen beweist, dass David keine bösen Absichten hat.
V.17-23: Saul ist von Davids Verhalten beeindruckt und über sein eigenes Verhalten beschämt. Dies überzeugt ihn und bringt ihn zur Einsicht, dass David nach Gottes Willen gehandelt hat und von Gott dafür belohnt werden wird. Saul erkennt ausdrücklich an, dass David an seiner Stelle zum König erhoben wird. Doch weil sich Saul von Gott abgewendet hat, lässt Saul sich nur für eine begrenzte Zeit umstimmen. Seine Reue ist oberflächlich. Bald schon geht die Verfolgung weiter.

» Der Text für mich

Was für eine Begegnung. Auf der einen Seite König Saul mit all seiner Wut und seinem Hass. Auf der anderen Seite David als Gejagter. Das möchte ich niemals miterleben. Am Leben von König Saul wird sichtbar, wozu Menschen in der Lage sind.
Wenn ich etwas „kleiner“ denke, manche meiner Beziehungen ehrlich betrachte, merke ich, dass etwas von König Saul in mir steckt. Eine kleine Unstimmigkeit, ein falsches Wort, eine Meinung, die ganz anders als die meinige ist, eine wiederholte Unpünktlichkeit, … und ein Feindbild wächst.
Das Agieren und Reagieren von David, vor allem seine Worte sind das gelebte Beispiel für die Jahreslosung: Suche Frieden uns jage ihm nach.
Dieser Abschnitt hält uns zwei Dinge vor Augen:
1. die pure Realität, vor der wir als Christen auch nicht verschont sind und
2. eine gute gelebte Konfliktlösung: der Herr soll Richter sein (V.16).

» Der Text für dich

STARTER
Dieser Abschnitt zeigt auf, wie es im Leben einzelner Menschen zugeht und er bietet praktische Lebenshilfe für den Umgang in Streit und Konflikten. Ich kenne es, dass Jungscharler, genauso auch Mitarbeitende, Eltern und Angehörige, beladen und belastet daherkommen. Dazu gehören auch Konflikte und der Umgang mit ihnen. Die Jungschar ist ein Ort, an dem jedes Kind mit seinem persönlichen „Gepäck“ willkommen ist und angenommen werden sollte. Hier dürfen Gefühle, ja auch Streit Platz haben und man muss nicht nur funktionieren. Aber wir gehen und leben andere Wege und Möglichkeiten vor.

CHECKER
Trotz allem Wissen, dass Gewalt keine Lösung ist, dass wir in Frieden miteinander leben sollen, dass wir niemanden töten sollen und auch nicht begehren sollen, was der andere hat, gibt es aus den unterschiedlichsten Motiven Streit und Konflikte, selbst in einer christlichen Gemeinschaft.
Gut gemeinte Floskeln wie „Hört sofort auf damit! Hier wird nicht gestritten!“ oder auch „In der Bibel steht aber …“ sind keine konstruktive Hilfe.
Eine Aussage ist mir vor Jahren zur Hilfe geworden: „Bei einem Konflikt nehmt Jesus in die Mitte.“
Manfred Siebald bringt es folgendermaßen auf den Punkt: „Und wir lernen, wie man streiten und sich dennoch lieben kann.“ David selbst lebt uns ein gutes Beispiel vor: Anstatt Rache zu üben sucht er das Gespräch.

» Der Text erlebt

MATERIAL
Zeitungspapier, Stühle; Teller, Gegenstände mit unterschiedlichem Wert, Süßigkeiten, zwei unterschiedlich große Bälle (der größere steht für Saul, der kleinere für David).

HINFÜHRUNG
Idee 1: Zeitungsballjagen
Es werden zwei Stuhlreihen gebraucht, die gegenüber aufgestellt werden. Die Stühle einer jeden Reihe stehen nebeneinander.
Jedes Kind setzt sich auf einen Stuhl. Nur die Kinder einer Stuhlreihe bekommen je ein Blatt Zeitungspapier, das sie zu einem Ball zusammenknüllen. Der Abstand zwischen den Stuhlreihen kann anfangs größer gehalten werden (aber so, dass ein Zuwerfen und Fangen des Zeitungsballes möglich ist), dann immer wieder reduziert werden.
Es erfolgen verschiedene Aufgabenstellungen:

  • Den Zeitungsball einfach dem Gegenübersitzenden zuwerfen, der ihn auch zu fangen versucht. Der Ball wird wieder zurückgeworfen. _ einige Male wiederholen
  • Mit dem Zeitungsball den Gegenübersitzenden abschießen, dieser darf sich aber „wehren“ (dazu ist der Stuhl da, weil man ihn als Schild benutzen kann). -> einige Male wiederholen und die Rollen wechseln.
  • Das Gleiche bei verringertem Abstand der Stuhlreihen durchführen.
  • Das Gleiche ohne Stühle durchführen.
  • Bei entsprechender Raumgröße kann das Sich-gegenseitige-Jagen auch ohne Stühle durcheinander, durch den gesamten Raum erfolgen.

Fazit: Die Kinder erleben eine große Unterschiedlichkeit. Zuerst das gemeinsame
Spielen, dann das Jagen und Gejagt werden, auch mit der Möglichkeit sich zu schützen.

Idee 2: Dinge wegnehmen
Gebraucht werden zwei große Teller, gut befüllt mit Gummibärchen (Kinderschoko, Smarties), Spielgeld, Knöpfen, Steinen, Nussschale, abgebrannte Streichhölzer (lauter Gegenstände mit unterschiedlichem Wert). Zwei Kinder sitzen sich gegenüber, zwischen ihnen gibt es eine Trennwand (z. B. eine hochgehaltene Decke). Jedes Kind hat einen gefüllten Teller vor sich stehen. Die Decke wird heruntergenommen jeder darf beim anderen „zuschlagen“, sich also das aus dem Teller nehmen, was für ihn von hohem Wert ist.
Nach einer kurzen Zeit wird die Decke wieder hochgezogen: Wer hat mehr „abgejagt“?
Übertragung: Alle wollen den anderen etwas Wertvolles wegnehmen? Warum? Wie könnte man Frieden zwischen den „verfeindeten Spielern“ schaffen?

VERKÜNDIGUNG
Erzählung mit Elementen zum Mitmachen
David, der Gejagte.
-> Beim Erzählen dieses Abschnittes wird ein Ball zwischen zwei Mitarbeitenden hin und her geworfen, pro Ort ein Wurf.
Noch immer ist David auf der Flucht. Die Stationen seiner Flucht sind:
Rama – in Nob findet er Zuflucht bei einem Priester. David verlässt Israel und kommt nach Gad, der feindlichen Stadt (Philister). Selbst in dieser Stadt kann er nicht bleiben und flieht weiter bis in die Höhle von Adullam. Von dort weiter nach Mizpe im Land Moab, dort hält er sich im Bergland versteckt. Schließlich ist es ein Prophet, der David sagt, wohin ihn sein Weg führt.
Geh zurück nach Juda!
Dort angekommen wird es für David nicht ruhig. Die Stadt Keila, ein Versteck in der Wüste Sif, weiter in die Wüste Maon, von dort weiter in das Gebirge von En-Gedi.

König Saul, der Jäger
Die Sätze werden auf Plakate geschrieben und immer von den Jungscharlern zwischen die genannten Fluchtstationen als Sprechgesang gerufen. Ein Jungscharler übernimmt die Rolle von Saul, der mit seinem größeren Ball nach dem „David-Ball“ wirft, wenn der hin- und hergeworfen wird.
• Weg von mir!
• Weg mit dir!
• Ich hasse dich!
• Dich krieg ich noch!
• Du bist mein Feind!
• Ich bring dich um!

David in En-Gedi
Der sicherste Platz für David ist eine Höhle. Sie ist nicht bequem und auch nicht gemütlich, sondern feucht und kalt. Hier hat er seinen Frieden. Es tut gut, als Gejagter zur Ruhe zu kommen. Fragt sich nur wie lange? Es ist, als ob König Saul seine Augen und Ohren überall hat. Es dauert nicht lange, bis Saul mitgeteilt bekommt: „David findest du in der Wüste En-Gedi.“ Nichts wie los. Da muss er hin. Er rüstet sich und mit ihm 3000 Soldaten. Sie setzen alles daran, David zu finden. Sie erreichen die Wüste. Wo suchen? Wo finden? Die Wüste ist groß. Sie durchstreifen jede Schlucht, blicken hinter jeden Stein.
Bei der Suche wird selbst ein König von einem menschlichen Bedürfnis geplagt. Er muss mal. Was sich dazu als der beste Ort eignet? Eine Höhle. David und seine Männer hören Schritte. Jemand ist gekommen. Vorsichtig wagen sie einige Schritte aus ihrem Versteck. David und die Männer, die bei ihm sind, trauen ihren Augen nicht. Der große König ist an diesem Ort?!
Das ist die Gelegenheit, den Spieß umzudrehen. Augenblicklich könnte David zum Jäger werden. Das Ziel seiner Jagd: König Saul. Die Männer, die mit ihm sind, drängen in regelrecht dazu. „David, jetzt schlag doch zu!“ David nimmt ein Messer. Schleicht sich heimlich und unbemerkt an den König an und beginnt mit großem Herzklopfen, etwas vom Mantel Sauls abzuschneiden. Mit einem Stück Stoff in der Hand zieht David sich schnell zurück. Seine Männer sind entsetzt: „Was, nur ein Stück Stoff? David, du hättest doch ganz andere Möglichkeiten gehabt.“
Für die Männer war es zu wenig, für David war es genug. David sagt: „Nein, ich werde nicht zum Jäger!“ Als Saul die Höhle verlässt, läuft ihm David nach. Laut rufend grüßt er ihn: „Mein Herr und König!“ Dann verneigt er sich. Was für eine Begegnung! Der Jäger und der Gejagte. Ganz nah beieinander. Sie stehen still. Keine Waffen. Die Soldaten kampflos in der Ferne. Nur Worte. Kein Streit. David redet und Saul hört zu. „Saul, ich verschone dich. Niemals werde ich dir etwas Böses antun. Schau, möglich wäre es gewesen, da drinnen in der Höhle. Ein Stück Stoff habe ich dir genommen, dein Leben lasse ich dir. Mir steht es nicht zu, dich zu verurteilen, das überlasse ich Gott.“ Ob seine Worte auf den König wirken? Saul, bisher ist er als der große Jäger bekannt (Wiederholung der anfänglichen Schlachtrufe), beginnt zu weinen. Als er sich gefangen hat, beginnt er zu sprechen: „Du bist so gut zu mir, obwohl ich dich schlecht behandelt habe. Obwohl der Herr mich dir ausgeliert hat, hast du mich nicht umgebracht. Möge der Herr dir deine Großzügigkeit belohnen.“ Verändert gehen beide auseinander. Ihre Wege trennen sich in Frieden.
Saul zieht zurück nach Hause, David zieht mit seinen Männern weiter in die Berge.
Vorbei ist die furchtbare und grausame Zeit der „Menschenjagd.“

DIE ANDERE IDEE
Erzählung in der Ich-Form
Die Geschichte wird aus der Sicht von David, Saul oder einem der Männer, die David begleiten erzählt. Ein Mitarbeiter schlüpft in die Rolle, verkleidet sich ein wenig und erzählt das Erlebte in Ich-Form nach. Bei dieser Form der Erzählung kann besonders gut auf die Gefühle der handelnden Personen eingegangen werden.

» Der Text gelebt

WIEDERHOLUNG
Ja-Nein-Spiel
Es gibt zwei im Raum aufgestellte Eimer/Papierkörbe. Einer wird mit einem Schild versehen, auf dem „Ja“ steht, auf dem Schild für den zweiten Eimer steht „Nein“. Jeder knüllt sich einen Ball aus Zeitungspapier.
Ein Mitarbeiter stellt Fragen. Je nach Antwort, für die sich die Kinder entscheiden, werfen die Kinder ihren Zeitungsball in den Ja- oder Nein-Eimer.
Die Fragen:

  • David kommt an die vielen Orte, weil er sich für einen langen Urlaub entschieden hat. (Nein, er ist auf der Flucht)
  • Der Hass von König Saul ist groß, er möchte David loswerden. (Ja)
  • Für David ist die Höhle ein gutes Versteck. (Ja)
  • Ist die Suche von König Saul nach David in der Wüste En-Gedi erfolgreich? (Nein, denn er findet David nicht, David findet ihn)
  • Davids Männer fordern ihn auf: „David, das ist die Gelegenheit. Jetzt könntest du zum Jäger werden.“ (Ja)
  • Mit einem Messer schneidet David ein Stück Decke ab. (Nein, ein Stück vom Mantel)
  • Laut ruft David dem König nach: „Hier stehe ich und kann nicht anders“. (Nein, mein Herr und König)
  • König Saul beginnt David auszulachen. (Nein, König Saul beginnt zu weinen)
  • Ist es David, der folgende Worte spricht: „Niemals werde ich dir etwas Böses antun“. (Ja)
  • So endet die Menschenjagd: gemeinsam ziehen sie nach Hause zurück. (Nein, nicht gemeinsam, Saul geht nach Hause, David zieht weiter in die Berge)

GESPRÄCH
Die Kinder sitzen im Kreis. Alle sind aufgefordert, ein kurzes Statement zu einer Frage abzugeben. Es soll eine Ich-Botschaft formuliert werden. Es geht nicht darum, das Statement zu bewerten oder zu kommentieren. Das Statement des Mitarbeitenden bildet den Abschluss.
Mögliche Impulse für das Statement:

  • Was ist mir heute wichtig geworden?
  • Was lerne ich von David?
  • Was hätte ich als eine Person im Bibeltext anders gemacht?
  • Was macht mich in dieser Geschichte glücklich?
  • Was ärgert mich an dieser Geschichte?

MERKVERS
Suche Frieden und jage ihm nach.
Psalm 34,15 Luther2017
Die Vorstellung des Merkverses erfolgt in Etappen anhand der drei Wörter: suchen, jagen, Frieden. Jedes der drei Wörter ist separat auf ein Blatt geschrieben.
Das erste vorgestellte Wort: Suchen
• Kurze Gesprächsrunde: was hast du schon mal gesucht?
Das zweite vorgestellte Wort: Jagen
• Kurze Gesprächsrunde: Was fällt dir zu jagen ein?
Das dritte vorgestellt Wort: Frieden (als Überraschungseffekt).
• Kurze Gesprächsrunde: Welches Bild/ Symbol fällt dir zu Frieden ein?

Werden diese drei Worte in die richtige Reihenfolge gebracht und mit weiteren kurzen Wörtern ergänzt, entsteht ein Satz, der in den Psalmen zu finden ist.
Dieser Satz stammt von David, geschrieben, als Anleitung für das Leben, wohl auch für König Saul. Sein Leben zeigt auf, was passiert, wenn nicht nach Frieden gejagt wird.

KREATIVES
Schlüsselanhänger oder Armband basteln
Benötigt werden Perlen (in der Größe, dass man auch einen Buchstaben draufscheiben kann), feste Schnur und Schlüsselring (für Schlüsselanhänger), Stretch- oder Schnürgummi (für Armband). Auf je eine Perle kommen die Buchstaben S F U J I M. Es sind die Anfangsbuchstaben des Merkverses. Die Perlen werden aufgefädelt und zu einem Armband bzw. Schlüsselring zusammengebunden.

SPIELERISCHES
Jäger und Gejagte
Es werden zwei Gruppen gebraucht. Eine Gruppe bekommt die Rolle des Jägers. Die andere die Rolle der Gejagten. Beide Gruppen stellen sich in großem Abstand voneinander auf. Die „Jäger“ zählen laut von zehn rückwärts. Während dem Zählen rennen die Gejagten davon. Bei „null“ beginnen die Jäger mit dem Fangen der Gejagten. Das Spiel dauert so lange, bis alle gefangen sind. Beim nächsten Durchgang werden die Rollen getauscht.

RÄTSELHAFTES
Die Jungscharler haben die Aufgabe, ein Rätsel auszufüllen. Der Lösungssatz lautet: Ich verschone dich.

Rätsel
Lösung

» (T)extras

LIEDER
Hey, das ist superstark
Komm, wir wollen Freunde sein
Jesus kam für dich

SPIEL
Zeitungsschlacht
Es werden zwei Gruppen gebraucht. Der Raum wird in zwei Spielhälften geteilt. Jede Gruppe bekommt einen Stapel an Zeitungen. Zur Vorbereitung knüllt jede Gruppe eine gemeinsam vereinbarte Zahl an Zeitungsbällen. Auf Kommando beginnt jede Gruppe Zeitungsbälle in das gegnerische Feld zu werfen.
Für das Werfen gelten klare Regeln: Die Bälle dürfen nur mit der Hand geworfen werden. Jeder Spieler darf immer nur einen Ball werfen. Es dürfen nur Bälle geworfen werden, keine losen Zeitungsblätter.
Ein Signal beendet nach einer bestimmten Zeit das Spiel.
Gewonnen hat die Gruppe, die die wenigsten Zeitungsbälle im eigenen Feld hat.

Eine Kombination aus Gruppenstunde und Outdooraktion

Mit unserer Jungenschaftsgruppe wollten wir Kart fahren. Eine Woche vorher telefonierten wir, um zu reservieren, aber es war kein Termin mehr frei. So mussten wir uns rasch etwas Neues überlegen und es entstand die Idee, mit den Feuer-Spielen. Um für nötige Bewegung zu sorgen und die Spannung noch zu erhöhen, haben wir eine Outdooraktion integriert. Die Kombination aus beiden ist bei unseren Teilnehmenden sehr gut angekommen.

Vorsicht: Bei den Spielen mit dem Feuer muss man auf äußerste Vorsicht achten. Insbesondere, damit im Gruppenraum keine Schäden entstehen. Bei unserer Gruppenstunde gab es keinerlei Probleme.

Spiel 1: Wer hält das brennende Streichholz am längsten?

Material 1: Mehrere Schachteln mit Streichhölzern (Zündhölzer), alte Läufer oder Pappkartons oder alte Teppiche zum Schutz des Bodens

Es werden z. B. drei Teams ausgelost. Von jedem Team tritt je eine Person an, die auf einem größeren Stück Karton oder einem Stück Teppich (oder Malervlies) steht. Auf „Los“ werden die Streichhölzer angezündet. Wer kann sein Streichholz am längsten in der Hand halten? Dann kommen die nächsten drei Personen dran.

Wertung: Bei jedem Durchgang wird ein 1. oder 2. oder 3. Sieger festgestellt und es gibt entsprechende Punkte für das Team.

Spiel 2: Brandstifter spielen Feuerwehr

Von Team 1 und Team 2 steht je eine Person auf einer Abdeckung des Bodens (Pappe oder Läufer oder Malervlies). Die beiden Personen stehen etwa 1,50 Meter voneinander entfernt. Auf „Los“ zünden sie ihre Streichhölzer an, halten das eigene brennende Streichholz zur Seite und versuchen, durch Blasen das brennende Streichholz der gegnerischen Person auszulöschen. Wenn dies keiner Person gelingt, wird das Spiel als Unentschieden gewertet.

In unserer Gruppe war ein Junge so schnell, dass er das eigene Streichholz sofort anzündete und das gegnerische Streichholz sofort ausgeblasen hatte, als dies angezündet wurde. Danach spielt z. B. Team 1 gegen Team 3.

Spiel 3: Im Dunkeln zündeln

Angenommen, es sind acht Jugendliche da. Dann werden zwei Teams zu je vier Personen ausgelost. Es wird vereinbart: Gleich wird das Licht gelöscht. Dann sagt eine Leitungsperson eine Zahl zwischen drei und acht, z. B. „fünf“. Jedes Team muss so schnell wie möglich fünf Streichhölzer anzünden. Die Personen halten je ein brennendes Streichholz in der Hand, eine Person muss zwei Streichhölzer halten, so dass insgesamt fünf Lichter an sind, die man im Dunkeln sehen kann. Welches Team zuerst die fünf brennenden Streichhölzer vorzeigen kann (im Dunkeln!!), hat einen Punkt erzielt.

Hinweis: Den Teams sagen, sie sollen sich überlegen, welche Taktik sie beim Anzünden verfolgen wollen. Am besten ist es wohl, wenn eine Person die Hölzer anzündet und dann an die anderen weitergibt.

Spiel 4: Streichhölzer schnipsen

Dieses Spiel muss im Freien vor dem Gemeindehaus gespielt werden. Es werden Teams gebildet. Je eine Person steht an einer Markierung, hat ein Streichholz hochkant (Schwefelkopf an der Reibefläche) zwischen Zeigefinger und Reibefläche der Schachtel eingeklemmt. Jetzt wird mit Gefühl mit dem anderen Zeigefinger gegen das Streichholz geschnipst, so dass das Streichholz zu brennen beginnt und möglichst weit fliegt. Die Stellen, an denen die Hölzer auf dem Boden aufkommen, werden z. B. mit Hölzchen oder Steinen markiert. Wessen Streichholz fliegt (brennend!) am weitesten?

Hinweis: An dieser Stelle haben wir in unserer Gruppe die Outdooraktion eingebaut, die bei uns etwa 20 Minuten gedauert hat. Diese Outdoor-Aktion kann beliebig ausgebaut werden, so dass sie auch eine ganze Gruppenstunde füllen kann. Bei uns war das Kombinieren von Gruppenstunde und Outdooraktion ein gelungenes Element!

Outdooraktion: Der Kerzentransport

Es werden zwei Teams gebildet. Jedes Team erfährt den Ort, an dem ihre Personen mit den brennenden Kerzen starten müssen. Das gegnerische Team erfährt diesen Ort nicht. Die Spielregeln werden zu Beginn erklärt. Der Startplatz ist etwa 200 Meter vom Gemeinde- bzw. Vereins- oder Tagungshaus entfernt. Jede Person darf maximal eine brennende Kerze in einem Gurkenglas (oder Marmeladenglas) transportieren. Die Gläser haben natürlich keine Deckel. Die brennenden Kerzen müssen im Glas zum Ausgangspunkt (Gemeinde-, Vereins-, oder Tagungshaus) getragen werden. Geht eine Kerze aus, muss die Person zurück an den Start. Jedes Team kann Personen beauftragen, von dem gegnerischen Team brennende Kerzen mit Glas zu rauben. Allerdings gilt eine Zone von etwa 100 Metern Radius rund um das Gemeindehaus, in der die Kerzen nicht mehr geraubt werden dürfen. Welches Team hat nach Ende der vereinbarten Spielzeit die meisten brennenden Kerzen (eigene und geraubte) im Gemeindehaus abgegeben?

Hinweis 1: Es ist eine Frage der Taktik, wie viele Personen in einem Team die Kerzen transportieren oder versuchen, gegnerische Kerzen zu rauben!

Hinweis 2: Das Spiel kann ausgedehnt werden, indem mehr als fünf Kerzen pro Team (jeweils in einem Glas) transportiert werden müssen.

Hinweis 3: Die Kerzen müssen am Startplatz angezündet werden und dann in die Gläser gesetzt werden. Das ist schwierig. Ich habe dazu im Vorfeld bei hohen Gläsern etwa 8 cm lange Schrauben in das Wachs der Teelichter geschraubt. Die brennende Kerze wird dann mit der Schraube in das Glas gesetzt.

Hinweis 4: Das Spiel kann erweitert werden, indem man z. B. Zusatzaufgaben oder Schikanen einbaut. Die Kerzen müssen z. B. in einem Bollerwagen (Leiterwagen oder alter Kinderwagen) oder auf einem Fahrrad transportiert werden oder die Spieler müssen durch eine Hecke gehen o. Ä.

Zusatzspiele

Zusatzspiel 1: Brennende Kerzen mit Spritzpistolen ausschießen

Die brennenden Kerzen stehen auf einer Holzkiste oder auf einer Mauer. Von einer Markierung aus muss eine Person in 10 Sekunden möglichst viele Kerzen mit einer Wasserpistole auslöschen (keine Pump-Guns mitbringen!)

Zusatzspiel 2: Ein Loch in den Eiswürfel brennen

Mit einer Zange (Eiswürfelzange oder Werkzeugzange) wird ein Eiswürfel über eine brennende Kerze gehalten. Aufgabe: In den Eiswürfel innerhalb von 30 Sekunden ein möglichst tiefes Loch schmelzen. Das Schmelzwasser wird in einem tiefen Teller (Suppenteller) aufgefangen.

Zusatzaufgabe 3: Feuer anmachen

– Es sollte ein günstiger Platz vorhanden sein.

– Eventuell zwei Feuerschalen aus Metall besorgen.

– Sicherheitshalber das Feuer auf dem Rathaus anmelden.

– Diese Aufgabe kann als Ergänzung zur Outdooraktion dienen.

Jedes Team erhält einen Doppelbogen Zeitungspapier und eine Schachtel Streichhölzer. Auf „Los“ startet jedes Team und sammelt dürres Holz. Bei welchem Team ist zuerst ein „stabiles“ Feuer (d. h. minimale Brenndauer zwei Minuten) entstanden? Nun könnten Marshmallows, Äpfel, kleine Würstchen oder Stockbrot gebraten bzw. gebacken werden.

Ein Geländespiel für die kalte Jahreszeit

Spielidee

In einem Waldstück sind etwa 10 bis 15 Äpfel versteckt. Die Jugendlichen sind in zwei Gruppen aufgeteilt und versuchen möglichst viele Äpfel zu finden.

Dann könnte als spannende Ergänzung noch das Braten der Äpfel über einem kleinen Lagerfeuer dazu kommen und evtl. das Erhitzen und Essen von Marshmallows.

Durchführung

Das Grundspiel – Suchen der Äpfel

Wir haben etwa 1,5 km vom Ort entfernt ein übersichtliches, rechteckiges Waldgelände ausgesucht. Das Waldstück war etwa 800 Meter lang und 80 bis 100 Meter breit. Diese Größe war für insgesamt 10 Spielpersonen (zwei Mannschaften zu fünf Personen) passend. Bei 16 bis 20 Personen würde ich die Abmessungen des Spielgeländes vergrößern oder mehr Äpfel verstecken.

Am Nachmittag haben wir 10 Äpfel in diesem Waldstück ausgelegt (Zeitbedarf etwa 30 Minuten). Jeder Apfel war in einem Plastikbeutel (1-Liter-Gefrierbeutel) eingepackt, damit keine Ameisen oder Käfer an den Apfel herankommen. Wir haben etwa 20 bis 30 Zentimeter lange Holzpflöcke mitgenommen und von Hand oder mit einem Hammer in den Waldboden gedrückt, so dass noch etwa 10 Zentimeter aus dem Boden herausragen. Die Holzpflöcke müssen ins Auge fallen und sollten vom „Waldholz“ unterscheidbar sein. Wir haben im Baumarkt Stäbe aus hellem Fichtenholz mit einem quadratischen Querschnitt von 1 cm Seitenlänge gekauft. Den Spielenden wurde erklärt, dass im Umkreis von etwa fünf Metern des Holzpflockes der Apfel liegt. Der Apfel wurde nicht unter Gestrüpp versteckt, sondern auf den Waldboden gelegt.

Das Spielgelände wird mit allen Spielenden angeschaut. Zuerst werden zwei Teams gebildet (zwei Jugendliche „wählen“ ihre Mitspieler oder die Teams werden ausgelost, z. B. durch Ziehen von Zetteln mit den Nummern eins bzw. zwei oder durch Gummibärchen in zwei verschiedenen Farben).

Die Spielzeit wird mit den Jugendlichen verabredet, z. B. sind 30 Minuten oder 45 Minuten möglich. Nach Ablauf der Spielzeit müssen alle an einer vereinbarten Stelle wieder versammelt sein.

Die beiden Teams starten „gegenläufig“, d. h. das erste an der ersten und das zweite Team an der 800 Meter entfernten Startlinie. Wenn nach der verabredeten Zeit die Teams am vereinbarten Ziel eintreffen, wird festgehalten, wie viele Äpfel jedes Team gefunden hat. Bei der ganz einfachen Version dieses Geländespiels hätte dann diejenige Mannschaft gewonnen, die die meisten Äpfel gefunden hat.

Variante 1: Bei wem brennt das Lagerfeuer zuerst?

Jedes Team erhält zwei Seiten einer normalen Tageszeitung als Starthilfe für das Feuer und jeweils eine Schachtel Streichhölzer. Dann gehen die Jugendlichen los und besorgen sich trockenes Gras und dürres Holz. Bei welcher Gruppe brennt das Feuer zuerst – und zwar so, dass es stabil weiterbrennt?

Variante 2: Die Bratäpfel

Nachdem sich die Jugendlichen Bratspieße im Wald, am Waldrand oder an einem Bachlauf besorgt haben, bekommt jede Person einen Apfel (die Mitarbeitenden haben „Reserveäpfel“ mitgebracht). Der Apfel muss vorsichtig über das Feuer gehalten werden, so dass er nicht schwarz wird. (Einige Jugendliche kannten Bratäpfel gar nicht und haben sie mit Genuss gegessen.)

Variante 3: Ein süßer Nachtisch

Nach den Bratäpfeln werden Marsmallows mit Bratspießen ins Feuer gehalten und diese erhitzt.

Vorsicht: Die Jugendlichen dürfen sich an den heißen Marsmallows nicht den  Mund bzw. die Zunge verbrennen. Das bedeutet, die erhitzten Marshmallows müssen etwas an der Luft abgekühlt werden, bevor sie gegessen werden. Die  Marshmallows schmecken erhitzt ganz anders als im kalten Zustand.

Wertung

Für jeden Apfel gibt es einen Punkt.

Zwei Punkte erhält das Team, bei dem das Feuer zuerst stabil brennt.

Zwei Punkte erhält das Team, bei dem zuerst jede Person einen essbaren
Bratapfel geschmort hat. Alle Spielpersonen der Siegermannschaft erhalten einen kleinen Preis, die Spielpersonen der unterlegenen Mannschaft einen Trostpreis.

Wichtiger Hinweis:

Es ist wichtig, die Jugendlichen vor Beginn des Spieles darauf hinzuweisen, dass sie darauf achten sollen, sich nicht an Ästen oder im Gestrüpp zu verletzen. Vor allem den Augen gilt hier besondere Vorsicht.

Geschicklichkeit und Nachdenken sind gefragt

Das Besondere bei diesen Spielen bzw. Aufgaben besteht darin, dass sich die Gruppen zunächst überlegen sollten, welche Strategie sie einschlagen bzw. wie eine Aufgabe am besten zu lösen ist.

Die Gruppenstunde kam in unserer Gruppe sehr gut an. Die Spiele sind spannend und auch die Denksportaufgaben haben die Jugendlichen gerne gelöst. Ein Vorteil ist, dass alle Aufgaben in einer Gruppe gelöst werden. So kann sich niemand blamieren. In unserer Gruppe mit zehn Jungs im Alter von 14 bis 18 Jahren haben wir zwei Mannschaften gebildet. Ein besonderer Reiz ergab sich daraus, dass wir nach etwa zwei bis drei Aufgaben die Mannschaften (durch Ziehen von Kärtchen mit Zahlen) neu zusammengestellt haben.

Wertung

Ich habe schon mehrfach im Steigbügel vorgeschlagen, dass bei jedem Spiel die Sieggruppe die Note 1 bekommt, die zweite Mannschaft die Note 2 und die dritten Sieger die Note 3. An der Wand ist ein Blatt befestigt, auf dem die Namen aller Spielpersonen stehen. Bei allen Mitgliedern der Siegermannschaft wird die Note 1 eingetragen usw. Am Schluss ist derjenige Sieger, der die niedrigste „Gesamtnote“ besitzt.

Wenn die Mannschaften nicht nach etwa zwei Spielen neu eingeteilt werden, dann sind am Schluss alle Mitglieder einer bestimmten Mannschaft Sieger. Sonst ist ein einzelner oder zwei oder evtl. drei Spielende Gesamtsieger. Für die Sieger kleine Preise mitbringen (auch Trostpreise).

Spiel 1: Der Cartesische Taucher

Die Mitarbeitenden bringen leere Mineralwasserflaschen mit (am besten aus Glas; Kunststoff geht jedoch auch). Jeder Teilnehmende füllt am Wasserhahn seine Flasche bis zum Rand und trägt sie dann vorsichtig wieder an seinen Tisch. Jetzt wird mit einem kleinen Gefäß (Kanne, Glas oder Messbecher) die Flasche so aufgefüllt, dass sich oben ein kleiner Bogen bildet. Dann bricht jeder Spielende den Schwefelkopf eines Streichholzes ab und gibt diesen Kopf ins Wasser der Flasche. Wird jetzt mit dem Daumen die Öffnung der Flasche verschlossen und dadurch Druck auf das Wasser ausgeübt, dringt mehr Wasser in die Oberfläche des Schwefelkopfes ein und dieser beginnt zu sinken.

Konkrete Spieldurchführung

Es werden etwa gleich große Mannschaften ausgelost. Von jeder Mannschaft nehmen (je nach Gruppengröße) alle, sechs oder vier Spielende teil. Diejenige Mannschaft ist Sieger, bei der alle (bis auf zwei!) Mitspielenden den Streichholzkopf durch Drücken zum Sinken bis auf den Boden der Flasche gebracht haben.

Bemerkungen

a) Pädagogisch ratsam ist es, zwei Ausnahmen zuzulassen, da das Drücken nicht bei allen klappt.

b) Wenn der Daumen zu klein ist, kann man auch die Innenfläche einer Hand auf die Flaschenöffnung pressen und mit der anderen Hand von oben zusätzlich Druck ausüben – der Streichholzkopf sinkt. Ich habe es jetzt neben dem Schreiben noch einmal ausprobiert.

c) Dieses Spiel muss unbedingt zu Hause geübt werden, damit die Mitarbeitenden den Vorgang überzeugend demonstrieren können!

Spiel 2: Wo reißt der Faden?

Zwei Tische werden im Abstand von einem Meter nebeneinander gestellt. Auf jeden Tisch wird ein Stuhl so gestellt, dass der Abstand der Stuhllehnen auch etwa einen Meter beträgt. Über die Stuhllehnen wird ein Besenstiel oder eine Dachlatte gelegt. Ein dickes Buch ist stabil mit einem Wollfaden umwickelt (einmal längs, einmal der Breite nach, einmal der Höhe nach). Der Faden wird nach oben verlängert und an der Stange befestigt. Unter dem Buch hängt noch einmal ein Faden mit etwa 40 cm Länge.

Aufgabe

Die Mannschaften müssen beraten, wie man es geschickt anstellt, dass der Faden oberhalb des Buches bzw. unterhalb des Buches reißt. Dann muss pro Mannschaft ein Spielender den Faden oben bzw. unten abreißen. Die Person legt sich dazu auf den Boden und nimmt das untere Ende des Fadens in die Hand.

Lösung

Wenn der Faden oben reißen soll, muss man langsam ziehen. Das Gewicht des Buches hilft mit, den Faden abzureißen. Soll der Faden unten abreißen, muss ruckartig gezogen werden.

Gewertet wird pro Mannschaft das geglückte Experiment. Bei unserer Gruppe haben alle Mannschaften den Faden oben und unten richtig abgerissen. Wird der Faden zuerst oben abgerissen, werden die Teile der Fäden wieder mit einem Knoten verbunden. Das klappt einwandfrei.

Spiel 3: Vom Brett aus durch das Ziel

Auch bei diesem Spiel zeigten die Jugendlichen großen Einsatz. Jetzt könnten zwei oder drei Gruppen gleichzeitig spielen (Vorteil: keine langen Wartezeiten).

Bei jedem Teilnehmenden lehnt schräg gegen die Knie ein Brett (ca. 10-20 cm breit und etwa 80 cm lang). Die Neigung des Bretts kann individuell variiert werden (von jeder einzelnen Spielperson). Ein Tischtennisball wird oben auf das Brett gelegt, dann rollt der Ball das Brett hinunter und muss durch ein markiertes Ziel (zwei Bücher, die ein Tor bilden) rollen. Der Abstand vom Brettende bis zum Ziel sollte etwa zwei Meter betragen (ausprobieren!). Immer zwei bis drei Teilnehmende können nebeneinander stehen (mit je eigenem Ziel) und spielen. Jeder „Treffer“ ergibt einen Punkt. Drei Durchgänge spielen. Sieger ist das Team, welches die meisten Punkte erzielt hat.

Variationen

a) Es rollt eine Geldmünze (z. B. 50-Cent-Stück) hinunter.

b) Es rollt ein Dichtungsring aus Plastik oder Hartgummi (im Baumarkt kaufen; die Ringe sind sehr billig) das Brett hinunter.

Spiel 4: Denksportaufgabe: Ein Lastwagen voller Vögel

Bei einem Lastwagen ist die Ladefläche mit einer dichten Plane überspannt. Der Lastwagenfahrer hält vor einer Brücke und klopft mit einer Stange auf die Plane. Als er gefragt wird, was er da tut, sagt er: Ich habe eine halbe Tonne Vögel geladen. Das Gesamtgewicht einschließlich der Ladung Vögel sei zu groß, um über die Brücke zu fahren. Wenn er jetzt auf die Plane schlage und beinahe alle Vögel sich im Flug befänden, springe er schnell in seinen Lastwagen und fahre über die Brücke. Da die Vögel nicht auf der Ladefläche sitzen würden, wäre der LKW leichter. Richtig oder falsch?

Die Gruppen beraten die Aufgabe und formulieren ihr Ergebnis in einigen kurzen Sätzen auf einem Blatt Papier.

Verabredung

Jede Gruppe entscheidet sich für richtig oder falsch und liefert eine knappe Begründung. Detailfragen, wie etwa eine entweichende Wärmestrahlung oder dass sich alle fliegenden Vögel mit einem Schlag gemeinsam im Sinkflug befinden, werden verabredungsgemäß nicht diskutiert.

Lösung

Der LKW wird nicht leichter, wenn sich die Vögel im Flug befinden. Die luftdicht abgeschlossene Ladefläche bildet mit den Vögeln ein abgeschlossenes System. Wenn die Vögel sich in der Luft befinden, dann müssen sie mit den Flügeln eine nach oben gerichtete Kraft erzeugen, die ihrem Gewicht entspricht. Die nach unten gerichtete gleich große Gegenkraft wirkt auf die Ladefläche, so dass der LKW gleich schwer bleibt.

Spiel 5: Tischtennisball im Weinglas

Ein gewölbtes Weinglas mit Stil steht „auf dem Kopf“ auf der Tischfläche. Im Inneren des Glases befindet sich ein Tischtennisball. Das Glas wird am besten unten an der Standfläche angefasst (das Glas ist nach unten offen!). Jetzt bringt man das Glas durch rasche Bewegungen aus dem Handgelenk in Rotation. Der Ball „klebt“ an der Glasfläche und das Glas kann vom Tisch weggezogen werden, wobei es ständig in Rotation gehalten wird. Die Zeit wird mit einer Stoppuhr gemessen, in der der Ball im Glas bleibt, wobei – wie bereits erwähnt – die Öffnung des Glases nach unten zeigt.

Gewonnen hat die Mannschaft mit der Spielperson, bei der der Ball am längsten „frei“ im Glas rotiert hat.

Spiel 6: Der Korken muss in die Mitte

Jede Mannschaft bekommt ein Glas, das zu drei Vierteln mit Wasser gefüllt ist. Das Glas steht auf mehreren Lagen Zeitungspapier. Im Glas schwimmt ein halbierter Korken aus einer Weinflasche.

Aufgabe:

Wie kann man es erreichen, dass der Korken in der Mitte des Glases schwimmt?

Die Gruppen beraten und experimentieren. Nach etwa vier Minuten müssen die Gruppen ihre Lösungen vorstellen (kurz auf Papier festhalten, damit eine falsche Lösung nach der Demonstration der richtigen Lösung nicht korrigiert wird).

Lösung

Es wird so lange Wasser in das Glas gegossen, bis das Wasser überläuft. Dann schwimmt der Korken in der Mitte des Glases.

Bei unserer Gruppe hat diese Aufgabe keine Schwierigkeiten bereitet.

Spiel 7: Denksportaufgabe: Das Drei-Türen-Problem

Es sind drei geschlossene Türen vorhanden. Hinter einer Tür steht ein Auto, hinter jeder der beiden anderen Türen befindet sich ein Affe. Die Spielperson muss eine der drei auswählen. Der Showmaster öffnet jetzt eine der beiden anderen Türen und es zeigt sich ein Affe.

Aufgabe

Der Showmaster fragt die Spielperson, ob sie bei der ursprünglichen Wahl der Tür bleiben will oder ob sie umwählen will. Welche Strategie ist besser?

Die Gruppen beraten und schreiben auf ein Blatt Papier, ob Umwahl besser ist oder das Beibehalten der ersten Wahl.

Lösung

Umwahl ist die bessere Strategie. Das Problem wurde in den USA heiß diskutiert.

Die nachfolgenden Gedanken vielleicht in Reserve halten, wenn ein interessierter Jugendlicher genauer Bescheid wissen möchte.

Zum Beispiel denken wir uns, dass Tür 1 von der Spielperson ausgewählt wurde:

Tür 1

Tür 2

Tür 3

Ergebnis

Affe

Affe

Auto

verloren

Auto

Affe

Affe

gewonnen

Affe

Auto

Affe

verloren

Ohne Umwahl beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit: 1/3

Tür 1

Tür 2

Tür 3

Ergebnis

Affe

Affe

Auto

gewonnen

Auto

Affe

Affe

verloren

Affe

Auto

Affe

gewonnen

Mit Umwahl beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit: 2/3

Spiel 8: Wer baut den höchsten Turm?

Hinweis: Die Holzquader müssen absolut eben sein, wir haben Jengasteine vom Format 7,5 cm x 2,5 cm x 1,5 cm verwendet.

Aufgabe

Aus den zehn Holzstücken und den zehn Streichhölzern soll ein möglichst hoher Turm gebaut werden.

Strategie

Die Jugendlichen beraten, wie der Turm am besten gebaut wird. Wo können die Streichhölzer eingebaut werden?

Wertung

a) Jeder geglückte Versuch einer Mannschaft wird mit einem Meterstab (Zollstock) gemessen. Wer hat insgesamt nach etwa acht Minuten den höchsten Turm gebaut?

b) Schwieriger wird es, wenn die Gruppen zunächst trainieren können und dann zum Ernstfall aufgerufen werden, d. h. die Mannschaften müssten dann in etwa drei Minuten ihren Turm bauen. Das kann natürlich missglücken!

Bemerkung

Ich habe bei der Vorbereitung maximal acht Steine hochkant aufeinander stellen können. Ein Jugendlicher hat zehn Steine geschafft.

Spiel 9: Je voller, desto ruppiger

Auf einem Tisch sind Zonen mit Tesakrepp oder mit Kreidestrichen mit den Werten 10 bzw. 20 bzw. 30 markiert. In die Papp-Rolle kommen zuerst vier Glasmurmeln. Die Spielenden versetzen die Papprolle so in Rotation, dass sie nach Möglichkeit in der Zone „30“ stehen bleibt.

Die Mannschaften überlegen zuerst, wie stark man die Rolle anschieben soll. Die mitrotierenden Kugeln bremsen durch Reibung die Bewegung der Papprolle.

Jede Mannschaft macht einen Versuch. Die erreichten Punkte werden notiert. Wenn man jetzt acht Murmeln in die Rolle gibt, bewegt sich die Rolle viel „ruppiger“. Bei etwa sechs Haselnüssen (mit Schale) in der Rolle wird die Bewegung ein Zufalls-Experiment.

 

Weihnachtsmarkttaugliche Weihnachtsdeko

Diese kleinen roten Freunde lassen sich mit etwas Vorbereitung schnell an Konfi-Samstagen oder mit einer Jugendgruppe herstellen. Sie eignen sich prima als originelle Geschenkanhänger oder Weihnachtsdeko. Da die Materialkosten äußerst gering sind, können sie mit gutem Gewinn auf dem Weihnachtsmarkt eurer Stadt oder dem Adventsbazar eurer Gemeinde verkauft werden und damit die Gruppenkasse füllen.

Material:

– Holzreste ca. 6–8 mm stark (z. B. Holzlatten, die bei größeren Paketen als Verpackungsmaterial verwendet werden) oder Sperrholz 6–8 mm stark.

– Laubsägen und Laubsägeblätter (evtl. in einer Schule als Klassensatz ausleihen)

– Rundholzreste in 2–8 mm und Holzbohrer in gleichem Durchmesser +
1 Holzbohrer ca. 3 mm zum Bohren der Löcher zum Aufhängen

– Akkubohrer (+ altes Brett zum Unterlegen)

– Holzleim (am besten „Express“)

– Schleifpapier in unterschiedlichen Stärken (auch hier reichen Reste)

– Malerkrepp

– Pinsel in unterschiedlichen Stärken

– Acyrlfarbe in rot, weiß und schwarz (und/oder feiner schwarzer spitzer Buntstift), einige Stecknadeln

– dünne Baumwollkordel und Schere (evtl. einige Stopf- oder Sticknadeln)

– weißer Bastelfilz, einige Stifte und Scheren, Alleskleber

– Zeitungspapier zum Abdecken der Tische

Die Vorbereitung

Wer mit den Jugendlichen gleich in die Massenproduktion einsteigen möchte, kann die Grundform (das Auge) bereits zuhause mit der Dekupiersäge sägen und die Löcher für die Nase in der Stärke der Rundhölzer bohren. Wer möchte, kann auch schon die Rundhölzer für die Nasen in unterschiedlichen Stärken und Längen sägen.

Los geht’s

Wenn die Grundform gesägt, gebohrt und geschliffen ist, wird mit Malerkrepp ein Stück der Grundform abgeklebt (siehe Linie auf Schablone), so dass die Nikolauskappe ca. ein Drittel der Gesamtfläche groß wird. Nun mit einem Pinsel die Kappe rot anmalen. Der Streifen Malerkrepp verhilft euch (wenn er am Rand gut festgeklebt wurde) zu einer scharfen Linie. Die Farbe kurz antrocknen lassen und den Streifen Malerkrepp vorsichtig abziehen (die Farbe darf noch nicht trocken sein!).

Wenn die rote Farbe ganz trocken ist, wird mit einem feinen Pinsel eine weiße Linie unter die Kappe gezogen. Kurz trocknen lassen. Nun kann schon die Nase mit einem Tropfen Holzleim eingeklebt werden. Je nach Holz können die Augen entweder mit einem spitzen, schwarzen Buntstift eingedrückt werden oder mit Hilfe der Stecknadel (Stecknadel mit dem Kopf in schwarze Farbe tauchen und vorsichtig kleine Punkte setzen). Hier ist es besonders wichtig, dass ihr vorher ausprobiert, was bei eurem Holz besser funktioniert!

Nun müssen nur noch die Bärte aus weißem Filz ausgeschnitten werden. Wer möchte kann einen der abgedruckten Schabloben benutzen. Individueller werden die Nikoläuse aber, wenn die Jugendlichen ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Zum Abschluss werden nur noch die Baumwollkordeln durch die Löcher der Aufhängung gezogen. Fertig!

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