Gemeinsam mehr Sommer – Alternative Freizeiten und Programme

Eure Freizeit kann im Sommer nicht wie geplant stattfinden. Hey, mach doch eines oder mehrere dieser Alternativprogramme. Wir haben euch hier ein paar Dinge zusammengestellt, die ihr in diesem Sommer machen könnt.

1. Vorbemerkungen

Erlebnispädagogik ist ein Begriff, hinter dem sich so ziemlich alles verstecken kann. Angefangen von einem kleinen Spiel mit einer Gruppe im Zimmer bis hin zu einer riesigen mehrwöchigen Aktion in der Wildnis. Im Zentrum stehen dabei zwei Aspekte, nämlich „Erleben und Lernen“. Durch die Erfahrungen in einer Übung oder einer Aktion wird bei den Teilnehmenden ein Gedanken- und Lernprozess in Gang gesetzt. Ein gezielter Austausch untereinander und Reflexionsmethoden helfen dabei, diesen Prozess zu unterstützen. Erlebnispädagogik lässt einen Menschen sich selbst, seine Umwelt und seine Mitmenschen erleben.

Es geht in der Erlebnispädagogik nicht um den „Kick“ und die „Aktion“ an sich, sondern sie ermöglicht uns wichtige Themen um eine Dimension, nämlich die des Erlebens, zu erweitern.

Wie kann ich das umsetzen? Was muss ich beachten?

Am Beginn einer erlebnispädagogischen Aktion steht immer die Planung. Folgendes solltest du beachten:

  • Mit welcher Gruppe habe ich es zu tun? (Welche Stärken und Schwächen kenne ich, Erfahrungen, Gruppenzusammensetzung …)
  • Was will ich mit der Übung erreichen?
  • Welche äußeren Bedingungen habe ich zu beachten? (Örtlichkeit, Dauer, Gruppengröße …)
  • Welche Materialien benötige ich?
  • Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden?

Als Anleiter einer Aktion bist du Begleiter oder Moderator, aber greifst nicht aktiv in die Aktion ein. Die Gruppe ist für sich selbst verantwortlich und muss ihre Aufgabe allein bewältigen. Allerdings solltest du als Leiter in der Lage sein, in jeder Situation helfend eingreifen zu können. Es darf zu keiner Zeit eine Gefahr für die Teilnehmenden entstehen.

Das „Scheitern“ einer Übung oder Aktion ist in der Erlebnispädagogik übrigens kein Scheitern, sondern ebenfalls eine Erfahrung. Diese Erfahrung muss im Anschluss mit den Teilnehmenden verarbeitet werden, damit sie daraus lernen können. Manchmal ist ein „Scheitern“ für eine Gruppe sogar lehrreicher als das Gelingen einer Übung.

2. Zielgedanke

Ziele dieses gruppendynamischen Trainings sind: Kommunikation unten den Teilnehmenden, Entstehung eines Teams und Vertrauen und Abstimmung untereinander.

3. Einstieg

Hallo sagen, kurze Einführung in den Abend, die Thematik und Vorstellung des Programms. Als Einstieg wollen wir mit einem Warm-up-Spiel beginnen.

Wikinger Rugby

Ziel ist es, so viele Runden wie möglich um die eigene Gruppe zu laufen.

Die 1. Gruppe

  • schmeißt das Huhn so weit weg wie möglich.
  • stellt sich so eng wie möglich zusammen.
  • in der Zeit läuft eine Person um die Gruppe
  • und sammelt so Runden

Die 2. Gruppe

  • holt so schnell sie kann das Huhn.
  • bildet eine Reihe und gibt sich das Huhn so lang durch die Beine aller Personen, bis das Huhn bei der ersten Person angekommen ist.
  • Die erste Person schmeißt das Huhn weg
  • und beginnt nun um die Gruppe zu laufen.
  • Es muss immer ein anderer um die Gruppe laufen. Erst wenn alle gelaufen sind, darf jemand noch mal.
  • Das Spiel ist auf zehn Minuten oder eine Rundenzahl von z. B. 25 begrenzt.

Material: Huhn, zwei Mitarbeiter zum Zählen.

4. Hauptteil

4.1 Drei gleiche Schutzpanzer bauen

Die Aufgabe ist es, einen Schutzpanzer für ein rohes Ei zu bauen. Ihr seid drei verschiedene Entwicklungslabore, die sich einigen müssen, einen zu 100% exakt gleichen Schutzpanzer jeweils in ihrem Team zu bauen. Der Schutzpanzer soll das Ei von einem Sturz vom Dach schützen. Sehen die drei Schutzpanzer mit Ei identisch aus, ist die Aufgabe gewonnen. Halten die Eier den Sturz vom Dach aus, habt ihr auch den zweiten Teil der Aufgabe gewonnen. Ihr habt 60 Minuten Zeit. Ihr dürft euch die Zeit selbst einteilen. In diesen 60 Minuten gibt es drei Treffen von je fünf Minuten, zu denen ihr einen Abgesandten schicken dürft. Dieser Abgesandte darf aber immer nur einmal zu einem Treffen gehen. Die Teams dürfen sich sonst nie austauschen oder etwas von den anderen sehen. Ihr habt alles Material für die Aufgabe bekommen.

Material: 3-6 Eier, 3 Tüten, 3 Rollen Tesa, 3 Zentimetermaße, 3 Scheren oder Cutter-Messer, 3 Zeitungen, 90 Strohhalme

4.2 Seilspringen

Das Seil wird wie beim Springseilspringen gleichmäßig von zwei Personen geschwungen. Die Aufgabe der Teilnehmer ist es nun, von der einen Seite auf die andere Seite durch das Seil zu laufen. Dabei MUSS bei jeder Rotation eine Person durchlaufen. Das Seil darf nicht leer schwingen und zwei Personen dürfen auch nicht gleichzeitig durchlaufen.

Wenn es alle geschafft haben, kann das Ganze wiederholt werden mit immer mehr Personen:

  1. Aufgabe: Alle einzeln direkt hintereinander
  2. Aufgabe: Immer zu dritt
  3. Aufgabe: Immer zu fünft
  4. Aufgabe: Alle zusammen

Material: Seil

4.3 Die verlorenen Schätze

1. Phase: Die Teilnehmer werden aufgefordert, sich einen der Gegenstände auszusuchen und ihn auf der Wiesenfläche abzulegen. Dabei soll die Gruppe die Gegenstände so verteilen, dass die Fläche weitgehend genutzt wird. Zum Rand hin muss mindestens 1,50 m Abstand gelassen werden, der Abstand zwischen zwei Gegenständen sollte größer sein. Auch die Mitarbeiter nehmen sich jeweils einen Gegenstand und legen ihn in ein noch relativ freies Areal. Dann wird die Gruppe wieder zusammengerufen und die eigentliche Aufgabe erklärt.

2. Phase (Planung): Die Gruppe erhält die Aufgabe, die verlorenen Schätze (= Gegenstände) wieder einzusammeln und in der Mitte der Wiesenfläche abzulegen. Die Schwierigkeit: Alle haben die Augen verbunden. Die Gruppe hat allerdings die Gelegenheit, sich vor Beginn der Suchaktion zu besprechen und einen Plan zu machen. Die Wiese darf dabei betreten werden, die Gegenstände dürfen aber nicht mehr berührt werden und es dürfen auch keine anderen Veränderungen (Markierungen) vorgenommen werden. Die Gruppe weiß vorher nicht, an welcher Stelle sie die Augen verbunden bekommt und die Suchaktion starten kann.

3. Phase (Suche): Sobald die Gruppe die Planung abgeschlossen hat, werden alle an einen Ausgangspunkt am Ende der Wiese geführt und bekommen die Augen verbunden. Die Gruppe entscheidet selbst, wann sie die Aufgabe für gelöst hält bzw. die Suche abbricht.

Die Suche ist beendet, wenn der erste Spieler seine Augenbinde abnimmt.

Es sind verschiedene Lösungsstrategien möglich. Die Gegenstände können einzeln, in kleinen Gruppen oder alle gemeinsam gesucht werden. Vor- und Nachteile dieser Lösungsstrategien ebenso wie das Verhältnis von Planung und Aktion sowie das Verhalten in Krisensituation, können Schwerpunkte im Auswertungsgespräch darstellen.

5. Abschluss

Drei-Finger-Reflexion

Jeder sagt drei kurze Sätze:

  • Daumen: Das hat mir gefallen, gutgetan, …
  • Zeigefinger: Da habe ich mich eingebracht …
  • Mittelfinder: Das hat mich geärgert, das stinkt mir, damit bin ich unzufrieden …

Alltagsgegenstand neu eingesetzt

Besonderheiten: Spiele können spontan gespelt werden

In vielen Haushalten flattert täglich eine Zeitung ins Haus. Ausgelesen kann man mit diesem Alltagsgegenstand noch wunderbare Spiele machen. Einen Stapel Zeitungen im Gemeinde-hausschrank zu haben, ist unbedingt zu empfehlen. So steht auch einer lustigen spontanen Spielstunde nichts im Weg. Thematisch passen Zeitungsspiele gut zu einer „Hin und weg –
Freizeit”, da die Hauptfiguren der Rahmengeschichte bei einer Zeitung arbeiten.

Hinweis vorab

Für die meisten Spiele ist es am besten, wenn jede Gruppe dieselbe Ausgabe der Zeitung bekommt.

Zeitungsspiele

Zeitung ordnen

Im Vorfeld wird für jede Gruppe die gleiche Zeitungsausgabe auseinandergenommen und in einer anderen Reihenfolge zusammengelegt. Die Gruppen erhalten nun je eine Zeitung und müssen diese wieder in die richtige Reihenfolge bringen. Welche Gruppe ist am schnellsten?

Die Mumie

Ein Kind wird von den anderen Gruppenmitgliedern komplett in Zeitungspapier eingewickelt. Festgemacht werden die Seiten mit Paketschnur oder Klebeband. Dabei beachten: Mund und Nase nicht bekleben, damit das Kind weiter atmen kann! Ist die „Mumie” fertig eingepackt, wird sie vorsichtig eine bestimmte Strecke getragen. Dort angekommen wird bewertet, welche Mumie noch am besten erhalten ist.

Wer weiß es?

Für dieses Spiel benötigt jede Gruppe dieselbe Ausgabe der Zeitung. Nun werden Fragen gestellt. Die Kinder suchen die Antwort schnellstmöglich in der Zeitung, z. B. „Von wem wurde der Artikel … geschrieben?”, „Wie viele Geburts- oder Todesanzeigen sind in dieser Ausgabe?”, „Auf welcher Seite steht Artikel …?”, „Wie viele Wörter gibt es im Artikel …?”, usw. Die Frageliste lässt sich beliebig erweitern. Die Gruppe, die die Lösung am schnellsten gefunden hat, erhält einen Punkt. Welche Gruppe hat am Ende die meisten Punkte?

Wettflug

Jede Gruppe soll aus einer Seite einen Papierflieger basteln und anschließend fliegen lassen. Der Flieger, der am weitesten fliegt, gewinnt diese Runde.

Variante: Dieses Spiel lässt sich auch mit Schiffen spielen. Dazu muss ein Schiff gefaltet werden. Danach lassen alle das Schiff in einer Schüssel schwimmen. Das Schiff, das am längsten
schwimmt, gewinnt.

Wer ist schneller?

Der Spielleiter nennt eine Schlagzeile, z. B. „Komm zur Jungschar, das macht Spaß!”. Jede Gruppe schneidet nun so schnell wie möglich die Wörter aus der Zeitung und klebt sie auf ein separates Blatt Papier. Sind die Wörter nicht in der Zeitung vorhanden, können sie auch aus einzelnen Buchstaben zusammengeklebt werden. Welche Gruppe ist zuerst fertig?

Alle zusammen!

Je nach Gruppengröße gibt es eine ganze oder eine halbe Zeitungsseite. Anschließend stellt sich die ganze Gruppe auf dieses eine Zeitungsblatt und bleibt mindestens 20 sec. stehen.
Welche Gruppe schafft das?

Variante: Man kann auch die gesamte Gruppe auf eine Zeitung stehen lassen.

Zeitung in den Eimer

Die erste Gruppe stellt sich hinter der Startlinie auf und hat viele „Zeitungsbälle” (zusammengeknüllte Zeitungsblätter) vor sich liegen. Vor der Startlinie stehen in unter-schiedlichen Abständen mehrere Eimer. Die Eimer können unterschiedliche Größen haben, so wird das Spiel noch interessanter. Auf das Startsignal hin beginnt die Gruppe, die Zeitungsbälle in die Eimer zu werfen: dazu hat sie eine Minute Zeit. Anschließend werden die Bälle in den einzelnen Eimern gezählt, wobei die Eimer weiter hinten mehr Punkte zählen als die vorderen. Nun ist die nächste Gruppe an der Reihe.
Wer erzielt die meisten Punkte?

Hosentaschen-Zeitung

Welche Gruppe kann eine Zeitungsseite so klein wie möglich zusammenfalten?

Zeitungsgeschichte

Die Aufgabe der Gruppen besteht darin, eine Kurzgeschichte mit Zeitungswörtern zu schreiben. Dazu überlegen sie sich eine gute Story, suchen die passenden Wörter in der Zeitung, schneiden
diese aus und kleben sie auf ein separates Blatt Papier. Gewonnen hat die Gruppe mit der originellsten Geschichte.

Variante: Es kann auch ein Thema vorgegeben werden, z. B. eine Lovestory, ein Urlaubsabenteuer, das Neuste aus dem Musikgeschäft usw.

Ski fahren

Die Gruppen stellen sich hintereinander auf. Das erste Kind jeder Gruppe erhält jeweils zwei Zeitungsseiten. Es stellt sich nun mit jedem Fuß auf eine Zeitungsseite. Auf das Startsignal
hin legt es eine bestimmte Strecke zurück. Wichtig ist, dass die Zeitungsseiten dabei weder kaputt- noch verlorengehen. Ebenso soll der Boden dabei nicht berührt werden. Gewonnen hat die Gruppe, die zuerst einmal durch ist. Wer möchte, kann die Kinder einen Parcours durchlaufen lassen.

Ausstopfen

Jede Gruppe erhält dieselbe Anzahl an Zeitungen. Ein Kind zieht ein übergroßes T-Shirt an. Auf „los” muss jedes einzelne Blatt zusammengenknüllt und einem Kind unter ein XL-T-Shirt gestopft werden. Nach einer zuvor vereinbarten Zeit wird das Spiel gestoppt. Gewonnen hat die Gruppe, die die meisten Knäuel unterbringen konnte.

Weitere altbekannte Ideen mit Zeitungen

  • Schokolade auspacken (Schokolade, in Zeitung eingepackt, wird mit Handschuh und Besteck ausgepackt)
  • Zeitungs-Modeschau (Kleider aus Zeitungen herstellen)
  • Staffellauf mit Zeitungen
  • Puzzle (eine Zeitungsseite zerschneiden und wieder zusammensetzen lassen)

Diese Themenreihe beschäftigt sich mit Beiträgen für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren rund um das Thema „Begeisterung“. Wer hin und weg ist, der ist überwältigt und begeistert. Sprich, der will das Erlebte erzählen. Von schönen Landschaften, tollen Erlebnissen oder auch von Gott.
Die ersten Christen sind hin und weg von ihren Erlebnissen mit Gott. Und davon erzählen sie weiter: zunächst in ihrer Heimatstadt Jerusalem, dann überregional bis hin in die Weltstadt Rom.

Christen sind „Weitersager”. Und das ist auch der Auftrag, den uns Jesus gegeben hat: „Ihr werdet meine Zeugen sein …” (Apg 1,8).

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