Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. (Gen 1,3 L)
Du betrittst einen dunklen Raum und wie automatisch gleitet deine Hand neben den Türrahmen, um einen wichtigen, gar nicht so richtig wahrgenommenen Gegenstand des Alltags zu benutzen. Gut einen Meter über dem Boden wartet er auf Berührung und revanchiert sich für den „Händedruck“ mit einer Erleuchtung. Du hast ihn sicher erkannt – den Lichtschalter.
Er ist so selbstverständlich. Wie das Licht, das er auslöst. Licht, Leuchten, Laser, LED, Glühbirnen, Taschenlampen in Handys – immer leuchtet, flimmert und strahlt irgendetwas um uns herum. Das war nicht immer so. Ganz am Anfang war Dunkel, war Chaos – Tohuwabohu. Und dann sprach Gott. Es werde Licht! Jetzt kommt Orientierung in die Welt. Wie beim Betreten des Raumes mit dem Anschalten des Lichtschalters.
Das Licht ist die Voraussetzung für alles, was danach kommt. Ein göttliches Prinzip, das sich durch die ganze Schöpfung zieht. Bis heute. Ohne Licht keine Fotosynthese. Ohne Licht sehe ich nicht nur die Hand vor Augen nicht, sondern auch den Mitmenschen nicht mehr. Auch den Legostein am Boden, der zum Stolperstein werden kann, sehe ich nicht. Kurz: Es fehlt alles, was dabei hilft, sich in dieser Welt zurechtzufinden und sie zu gestalten. Wie gut, dass Gottes Wort hier zum Lichtschalter wird – zur Möglichkeit der Orientierung.
Das gilt auch auf einer anderen Ebene: Gottes Wort bringt Licht ins Dunkel, Orientierung in der Welt und im Leben, auch in deinem.
Vielleicht liegt auf deinem Nachttisch oder in deinem Bücherregal ein häufig unscheinbarer Gegenstand, der Orientierung bietet und dessen Nutzung sich absolut lohnt. Schalte doch mal dein Licht ein und lies in der Bibel, Gottes Wort. Es erwarten dich Licht und Orientierung.
Zum Nachdenken: Nutz doch die nächsten Male, die du das Licht anmachst, für ein kurzes Gebet, ein „Lichtschalter-Gebet“, oder setz dich in einen gemütlichen Sessel, schalte das Licht ein und nimm dir Zeit für Gottes Wort.
Niemals so lange die Erde besteht, werden Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht aufhören. (Gen 8,22 E)
Niemals anders. Immer dasselbe. Nichts Neues. Wie langweilig! Die Stories in den Nachrichten unserer Zeit scheinen uns anzutreiben: immer dasselbe – das geht nicht! Aber will ich wirklich ständig etwas verändern, neu und mehr machen? Wenn ich ehrlich bin: Nein! Schöne Dinge zu wiederholen, macht auch glücklich. Ich will wieder lernen das Hier und Heute bewusst wahrzunehmen und für die Verlässlichkeit und kleinen Dinge dankbar zu sein.
Viel zu oft nehmen wir scheinbar Selbstverständliches einfach hin. Wir machen uns nicht bewusst, dass wir all das aus Gottes Schöpfung heraus geschenkt bekommen. Dass es gut ist, wie es ist. Mit seinen Gegensätzen und Wiederholungen. Man kann nicht nur säen und nicht nur ernten.
Es darf nicht nur kalt sein und nicht nur heiß. Es braucht den Sommer und den Winter, den Tag und die Nacht. Die Aufzählung des Verses lässt sich beliebig fortsetzen für viele weitere Bereiche des Lebens. Die Wiederholung ist alles andere als langweilig.
Es ist unendlich wertvoll, dass uns all das immer wieder geschenkt wird, dass sich das Leben immer wieder erneuert. Gott hat es uns so gegeben und zugesagt. Das ist seine Schöpfung. Ohne sie und ihre stete Wiederholung funktioniert das Leben nicht.
Seien wir dankbar für alles, was Gott uns schenkt. Nehmen wir es bewusst wahr und nicht als selbstverständlich hin. Die Schöpfung und das, was täglich, monatlich, jährlich neu entsteht, ist etwas ganz Besonderes.
Gebet: Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter; er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern. Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde. Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist.
Ich will dich segnen und deinen Namen groß machen, sodass du ein Segen sein wirst. (Gen 12,2 BB)
Mein Opa war sehr präsent in meinem Leben. Bis zu seinem Tod habe ich viel Zeit mit ihm verbracht. Mit seinen Liedern prägte er meine Kindheit. Als Jugendliche und Erwachsene haben sich mir seine Sprüche eingeprägt. Für jede Lebenssituation hatte mein Opa einen Spruch oder humoristischen Satz auf Lager. Als es in hohem Alter einmal um seinen möglichen Umzug in ein Altersheim ging, hörte ich, wie er sagte: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“.
Bevor Gott Abraham verspricht, seinen Namen groß zu machen und ihn zum Segen werden zu lassen, fordert er ihn auf, sein Land zu verlassen und sich aufzumachen ins Unbekannte, in ein Land, das Gott ihm zeigen würde. Abraham war da schon sehr alt und hatte in Haran fast alles, was es für einen erfüllten Lebensabend brauchte: Frau, Land, Tiere, Arbeit.
Der Bibeltext lässt offen, ob Abraham Zweifel an Gottes Wort hatte. Wir wissen nicht, ob Abraham dachte: „In diesem Alter ziehe ich doch nicht los und fange noch einmal woanders von vorn an.“ Vielleicht dachte er: „Einen alten Baum wie mich nochmal zu verpflanzen – verrückt!“ Doch er vertraute dem Versprechen Gottes, packte zusammen und zog los.
Gott hielt sein Wort! Sara und Abraham bekamen einen Sohn, eine neue Heimat. Abraham wurde der Vater eines großen Volkes, welches gesegnet war und zum Segen wurde.
Wenn Gott ruft, lohnt es, sich auf den Weg zu machen. Auch wenn es einem seltsam erscheint, die Umstände vermeintlich nicht passen, das Alter oder der Beruf hemmen. Das braucht eine Menge Mut und großes Vertrauen in Gott. Das fällt uns nicht immer leicht. Für Abraham hat es sich am Ende bezahlt gemacht. Warum nicht auch für uns?
Zum Nachdenken: Wann hast du dich das letzte Mal einfach so auf den Weg gemacht? Ohne Kompass, ohne Navi, nur auf Gottes Wort hörend? Lass dich leiten und höre hin, wo Gott dir im Gebet oder im Gespräch mit anderen Menschen den Weg weisen möchte.
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen. (Gal 5,1)
Der Tag beginnt, der Wecker klingelt, die To do-Liste wartet. Schnell rutschen wir hinein in den Modus des Tages: etwas leisten, funktionieren, eigene oder fremde Erwartungen erfüllen – im Job, in der Familie, vielleicht sogar im Glauben. Freiheit fühlt sich da oft weit weg an.
Für unseren Alltag weist Paulus uns in diesem Vers auf etwas Entscheidendes hin: Du bist frei – durch Christus. Nicht, weil du alles im Griff hast oder stark genug bist. Sondern weil er dich befreit hat. Jesus hat uns durch seine Liebe aus dem herausgeholt, was uns gefangen hält und klein macht.
Er befreit uns von dem Zwang, sich beweisen zu müssen. Von dem Druck, perfekt zu sein. Von Gedanken wie: „Ich bin nicht genug.“
Diese Freiheit ist nicht theoretisch. Sie entfaltet ihre Wirkung in unserem Alltag und in den Herausforderungen, die sich so stellen. Wenn du also denkst, du musst mehr tun, um gut dazustehen, wenn Schuldgefühle dich festhalten oder wenn du meinst, du solltest stärker glauben, dann erinnere dich: Jesus ist für dich! Du bist angenommen und geliebt, mit allem, was dich ausmacht. Du darfst frei, aufrecht und mutig leben.
„Zur Freiheit befreit“ heißt nicht, dass alles einfach läuft. Doch es ermutigt uns, uns darin zu üben, dieser Freiheit mehr Platz in uns und in unserem Leben zu geben: nichts leisten zu müssen, um wertvoll zu sein. Fehler machen zu dürfen. Anderen Menschen aus dieser Freiheit heraus zu begegnen – vielleicht geduldiger, liebevoller oder freier. Freiheit wächst, wenn wir Gottes Stimme lauter werden lassen als die anderen Stimmen in und um uns.
Nimm dir ein paar Minuten Zeit. Erinnere dich daran, wer du in Jesus Christus bist.
Gebet: Jesus, danke, dass du mich frei machst. Hilf mir, dies im Alltag nicht zu vergessen. Zeig mir, wo ich mich immer wieder einsperren lasse. Und hilf mir, heute aufrecht und mutig zu leben. Amen.
Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Schwerter zu Pflugscharen umschieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg. (Jes 2,4 E)
Was ist heute deine Vision? Jetzt, in Zeiten, wo das Licht schwindet? Stellst du eine Kerze in dein Schaufenster und zeigst, was dir wichtig ist? Wo steht dein Glaube heute?
Jesaja hat eine kraftvolle Vision Gottes für unsere Zukunft. Eine, die uns Hoffnung und eine tiefere Einsicht in Gottes Plan für uns Menschen gibt. In einer Welt, die oft von Konflikten, Gewalt und Ungerechtigkeit geprägt ist, erinnert uns Jesaja daran, dass Gott einen anderen Weg für uns vorgesehen hat. Es ist der Gott des Friedens, der uns aufruft, die Waffen des Krieges abzulegen und stattdessen Werkzeuge des Lebens und des Wachstums zu schaffen.
Die Metapher von Schwertern zu Pflugscharen ist besonders eindrücklich. Sie zeigt, dass der Frieden nicht nur das Fehlen von Krieg ist, sondern Schaffung von Bedingungen, die das Leben fördern. Wenn wir unsere Konflikte in Dialog und Verständnis umwandeln, tragen wir zur Verwirklichung dieser Vision bei. Wir sind eingeladen, in unseren eigenen Beziehungen und Gemeinschaften Frieden zu stiften, anstatt uns in Streitigkeiten zu verlieren.
Gerade heute, wo wir mit Spannungen und Konflikten konfrontiert sind, erinnern wir uns an die Verheißung: Wir sind berufen, Botschafterinnen und Botschafter des Friedens zu sein. Das bedeutet, dass wir nicht nur für unseren eigenen Frieden sorgen, sondern auch aktiv für den Frieden eintreten.
Gebet: Gott, gib uns die Kraft, Frieden zu stiften. Hilf uns, die Vision von Jesaja in unserem Leben und in der Welt umzusetzen. Mach uns bereit, dass wir die Werkzeuge des Lebens in die Hand nehmen und gemeinsam an einer Zukunft arbeiten, in der Frieden und Gerechtigkeit herrschen. Damit dein Wille auf unserer Erde sichtbar wird. Amen.
Kuh und Bärin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. (Jes 11,7 L)
„Stellt euch vor, ihr befindet euch im Jahr 2030. In eurer Jugendarbeit hat sich alles erfüllt, was ihr euch erträumt habt!“ So beschreiben wir Szenarien in unseren Lernenden Gemeinschaften.
In dieser Phase begeben sich die Teilnehmenden in die „Futur II“, die vollendete Zukunft. Sie werden ermutigt, über den eigenen Horizont hinaus zu denken und sich eine wundervolle Zukunft vorzustellen. Es ist die Einladung, sich in Gottes Zeitzone hineinnehmen zu lassen. Diese setzt die Vollendung bereits voraus: Es wird gut ausgegangen sein! Das setzt Mut und Kraft frei für Veränderungsprozesse. Es entstehen verheißungsvolle Bilder von einer kraftvollen Jugendarbeit, in der junge Menschen in eine lebendige Beziehung zu Jesus finden und aus dieser heraus ihr Leben gestalten.
„Stellt euch vor, ihr seid Teil der neuen Schöpfung, wo Kuh und Bärin zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen.“ Die Worte in Jesaja 11 sind Futur II-Worte. Sie malen ein Bild der neuen Schöpfung, in der Frieden herrscht, Gerechtigkeit für alle Völker und sogar die ganze Schöpfung mit sich versöhnt ist. Statt „fressen und gefressen werden“ ist es ein friedvolles und heilvolles Miteinander aller Kreaturen. Dieser umfassende Frieden ist mehr als ein frommer Wunsch. Es ist Schalom, Gottes Wirklichkeit.
Mit der Geburt von Jesus dem Heiland hat diese Wirklichkeit in unserer Welt Einzug gehalten – so unwirklich es uns erscheint angesichts von Aufrüstung, Kriegen und zunehmendem Hass im kleinen wie im großen Weltgeschehen. Mit dem Glauben an Jesus zieht sein Schalom in unser Herz ein und breitet sich von dort aus in unser Leben und unsere Umgebung. Dieser Friede lässt uns über den eigenen Horizont hinausdenken und aktiv für ein gerechtes Miteinander einsetzen.
Gebet: Betet, dass Gottes Wirklichkeit sichtbar und erfahrbar wird in eurem Leben und eurer Jugendarbeit!
Ein Haschen nach dem Wind ist aussichtslos, Luft kann man nicht festhalten. (Koh 4,6L)
Wie war dein Sommer? Ferien sind ein willkommener Ausgleich, Zeit für Erholung und Ruhe. Alltag ist oft stressig, alle Hände voll zu tun. „Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind“ (Koh 4,6).
Ein Haschen nach dem Wind ist aussichtslos, Luft kann man nicht festhalten. Ein Rat wie ein Bild: Eine offene Hand, in der die Ruhe sich ausruht, und zwei Fäuste, die verkrampft etwas festhalten. Wenn mindestens eine Hand offen wäre, könnte sie etwas empfangen, sich für Neues öffnen. Das wäre eine Balance.
In Schweden heißt das „lagom “ und bedeutet „genau richtig “. Arbeit ist wichtig, um Ziele zu erreichen. Doch zu viel Arbeit führt zu Stress und Burnout. Ruhe ist nötig, um neue Energie zu tanken. Doch zu viel Ruhe kann träge und faul machen.
Gutes Leben braucht Balance; wie bei einer Waage: Arbeit, Stress und Anspannung auf der einen Seite, Ruhe und Entspannung auf der anderen. Ist sie bei dir im Gleichgewicht?
Nimm dir einen Moment Zeit und überlege: Woran möchtest du festhalten, was willst du nicht abgeben an Dingen, die du gern machst? Notiere es auf einen Zettel, falte ihn, bis er in deine Hand passt. Schließe die Hand zur Faust. Nun öffne die andere Hand und strecke sie mit der Handfläche nach oben aus. Deine Hand ist geöffnet, offen für Neues. Sie hält nichts fest, sie ist locker und unverkrampft, wie eine Schale. Sie kann empfangen, was du nicht machen musst. Du bist empfangsbereit für Gottes Segen.
Gebet: Guter Gott, segne uns mit Ruhe, die uns guttut. Schenke uns Weisheit, eine Balance zwischen Arbeit und Ruhe zu finden, lass uns lagom leben, damit wir weder zu viel noch zu wenig tun. Du weißt, was genau richtig ist für uns. Schenke uns, was wir brauchen. Gib uns Mut, Kraft und die Fähigkeit, inmitten der Hektik des Lebens Momente der Besinnung und
Ruhe zu finden. Segne uns, Gott – unser Tun und unser Lassen. Amen
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie eine nie versiegender Bach. (Am 5,24 L)
„We will not be satisfied until justice rolls down like waters and righteousness like a mighty stream.“ Mit diesen Worten erhob Martin Luther King Jr. seine Stimme vor Hunderttausenden auf den Stufen des Lincoln Memorials in seiner Rede „I have a dream“. Es war nicht nur eine politische Rede, sondern ein prophetischer Ruf – tief verwurzelt in der Heiligen Schrift zitiert er Amos 5,24.
Der Prophet Amos wurde von Gott berufen, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Er kritisierte ein Volk, das prachtvolle Gottesdienste feierte und zugleich Ungerechtigkeit duldete. Er sprach gegen ein System, das Äußerlichkeit vor Echtheit stellte – Religion ohne Rückgrat, Frömmigkeit ohne Gerechtigkeit.
Martin Luther King Jr. nahm diese Worte auf. In einer Zeit, in der Menschen wegen ihrer Hautfarbe benachteiligt wurden, in der Gewalt, Armut und Ausgrenzung herrschten, sagte er, dass Gottes Gerechtigkeit sich nicht durch schöne Worte ersetzen lässt.
Mit Blick auf unsere Welt sollten diese Rede und das Bibelwort geradezu hinausgeschrien werden. Wo das Recht oft eine Frage der Herkunft, des Geldbeutels oder des Passes ist. Wo Antisemitismus, Rassismus, Sexismus und rechte Gewalt wieder laut werden. Und wir sind mittendrin.
Das Bild von Wasser und Bach gefällt mir. Das Eintreten für die Rechte aller soll fließen, nicht tröpfeln. Der Strom der Gerechtigkeit soll nie versiegen, sondern soll uns dauerhaft durchströmen. Wir müssen eine innere Haltung der Treue, Barmherzigkeit und Verantwortung für andere entwickeln. Für Amos und Martin Luther King Jr. ist eine Gesellschaft, die sich christlich nennt und zugleich Rassentrennung, Armut und Ungleichheit duldet, nicht gottgefällig. Für sie ist Glaube und Gerechtigkeit untrennbar verbunden. Damit sind auch wir heute gefragt.
Amos hatte eine Vision.
Martin Luther King Jr. hatte einen Traum.
Wir haben einen Auftrag.
Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Joh 10,10 E)
Es ist Sommer. Ich sitze im Garten und freue mich über die bunten Blumen, die leckeren Himbeeren, die süßen Weintrauben, den Geruch der grünen Wiese und den wohltuenden Schatten der Hecken. Dieser Genuss kommt nicht von ungefähr. Mehrmals die Woche fülle ich frühmorgens meine grüne Gießkanne und versorge die Pflanzen mit Wasser. Damit sie Leben haben in Fülle. Volle Kanne.
So ist das auch mit unserem Leben. Wir sehnen uns nach Leben in Fülle. Was gehört für dich zu einem erfüllten Leben dazu? Freude, Gesundheit, Beziehungen, Zuversicht, innerer und äußerer Friede, bleibende Erlebnisse und Erinnerungen?
Wie bekommen wir erfülltes Leben?
Jesus Christus macht uns ein Angebot:
ER füllt – Jesus Christus selbst ist das Leben. Am Kreuz hat er sich an uns verschenkt und an Ostern den Tod besiegt. Damit wir Leben haben – jetzt und für immer. An Jesus allein hängt alles. In unserem Leben und in der Jugendarbeit. Jesus, wir sehen auf dich.
Er FÜLLT – Jesus Christus will uns beleben. Er gibt großzügig, schenkt volle Kanne ein. Er schenkt im Überfluss, mehr als wir brauchen. Jesus will unser Leben füllen mit seiner Gegenwart, sodass es aufblüht und Früchte bringt. Dazu sollten wir hören, was er zu sagen hat. Die Bibel lesen. Mit Jesus im Gebet reden. Jesus, wir hören auf dich
ERFÜLLT von Gottes Geist dürfen wir fröhlich durchs Leben gehen, getragen und getröstet auch in herausfordernden Zeiten. Wir dürfen vom Überfluss weiterschenken, damit noch mehr Menschen Jesus kennenlernen und erfülltes Leben genießen dürfen. Wir dürfen begründet hoffen, weil Jesus wiederkommen wird. Jesus, wir warten auf dich.
Chatbots wirken wie die perfekten Gesprächspartner – immer freundlich und hilfsbereit. Doch man sollte ihnen nicht blind vertrauen! Bei Mission Media gehen wir auf auf Vor- und Nachteile der virtuellen Begleiter ein.
Sind Chatbots vielleicht die besten Gesprächspartner:innen, die wir je hatten?
Freundlich, zuvorkommend, redegewandt, nie müde und scheinbar allwissend! Künstliche Intelligenz begegnet einem mittlerweile überall: Sie hat offene Ohren, beantwortet Fragen, gibt Empfehlungen, erklärt Mathe-Aufgaben oder schreibt gleich ganze Aufsätze, wenn man ihr nur ein paar Worte hinlegt. Klingt traumhaft – oder?
Der Haken an der Geschichte? Chatbots machen immer noch häufig Fehler, verwechseln Fakten oder dichten gleich ganz erfundene Geschichten zusammen. Das liegt am System selbst: Es basiert auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Es findet kein echtes Nachdenken, kein echtes Recherchieren statt. Und Verantwortung für das, was sie ausgeben, übernehmen die Chatbots erst recht nicht.
Gleichzeitig steckt in Chatbots großes Potenzial: Junge Menschen können sich die kompliziertesten Sachverhalte oft erstaunlich anschaulich erklären lassen, Ideen sammeln und in ihrem ganz eigenen Tempo lernen. In Schule und Jugendarbeit können die Bots also Türöffner sein – wenn den Jugendlichen vermittelt wird, wie sie bewusst eingesetzt werden können. Wichtig dabei ist: Das, was Chatbots uns vorsetzen, gehört kritisch geprüft und mit fundiertem Wissen von Lehrpersonen, Eltern, Medien und eigenem Reflektieren ergänzt.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Chatbot: Ja oder Nein?“, sondern: „Wie begleitet man junge Menschen dabei, KI sinnvoll zu nutzen und so im Gespann Mensch-Maschine besser voranzukommen?“
Gedankenanstoß: Welche Erfahrungen haben Sie mit den digitalen Helfern schon gemacht?
Weiterführende Informationen:
YouKnow: ChatGPT in 3 Minuten erklärt
https://www.youtube.com/watch?v=_fYUaTA9dTI
klicksafe: Wie verlässlich ist ChatGPT?
https://www.klicksafe.de/materialien/wie-verlaesslich-ist-chatgpt
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: KI im Unterricht – Informationsangebote für Lehrkräfte
https://km.baden-wuerttemberg.de/de/schule/digitalisierung/kuenstliche-intelligenz-im-unterricht
Elk-wue: Künstliche Intelligenz und Kirche
https://www.elk-wue.de/gesellschaft/digitalisierung-in-der-landeskirche/kuenstliche-intelligenz
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