99 seconds – Hohelied 8,6

Ein Kurzimpuls zu Hohelied 8,6 von Ruth Anhorn

Thema: Liebe

Die 99seconds bringen kurze, kompakte Impulse in DEIN Leben. Spannende Menschen, spannende Locations, Themen, die DICH interessieren. Viel Spaß!

Das passiert:

Es sind nicht einfache Zeiten, die in dieser Folge beschriebene werden. Manches läuft drunter und drüber bei Jesus und seinen Jüngern. Es scheint fast so, als ob die Euphorie verflogen ist und die Realität Einzug hält. Da ist der gefangen genommene Johannes, um den sich alle sehr Sorgen machen. Da ist die eine Maria, die nicht aufzufinden ist und von den zwei wahrscheinlich unterschiedlichsten Typen – Petrus und Matthäus – gesucht wird. Mehr Drama als Begeisterung. Und ein wesentliches Problem muss auch noch erwähnt werden – sie haben kaum noch etwas zum essen.
Jesus taucht in 2/3 dieser Episode gar nicht auf. Erst in den letzten 10 Minuten der Folge. In dieser Zeit passieren aber wirklich krasse Dinge:
1. Er trauert um Johannes und betet für ihn.
2. Er vergibt Maria und schenkt ihr (wieder) einen Re:Start.
3. Er heilt einen Mann von seiner Behinderung. (Markus 3,1)
4. Er stellt die Ordnung des Sabbats richtig. (Mt 12)

Gestaltung der Gruppenstunde

Schaut euch die Folge 6 gemeinsam an.

Impuls

Unlawful – Rechtswidrig oder illegal.

Was fällt dir ein, wenn du diese Wörter rechtswidrig und illegal hörst?

In der Folge eben gab es Menschen und Situationen, auf die genau diese Wörter zutreffen. Maria, die wieder ihren eigenen Weg geht, Jesus verlässt und in ihre alten Verhaltensmuster zurückfällt. Die sich in eine Gesellschaft begibt, die ihr nicht guttut. Johannes, der im Knast gelandet ist, weil er Jesus nachfolgt. Jesus selber und seine Jünger, die gegen das jüdische Gesetzt handeln. Jesus, der den Mann heilt und die Jünger, die „ernten“ – beides am Sabbat. Das war nach dem jüdischen Gesetz verboten. Ich finde es faszinierend, wie Jesus mit den unterschiedlichen Situationen umgeht. Mit ihm kommt eine ganze neue Dimension in das Leben der Menschen. Klar war, dass es beim Bruch von den Gesetzen der Juden eindeutige Regelungen gab, um wieder zu den „Gerechten“ zu zählen. Die Pharisäer kannten damals die Gebote von Mose und haben, um ja nichts falsch zu machen, noch weitere Gebote darum gebaut. Eins besagte zum Beispiel, dass man am Sabbat (was bei uns heute der Sonntag ist) nicht auf den Boden spucken darf. Warum? Weil aus Wasser und der Erde Lehm wird und man damit arbeiten kann, was am Sabbat verboten war. Aus Angst heraus etwas falsch zu tun, wurden diese Zusätze erlassen. Jesus bringt es aber mit einem Satz auf den Punkt: Die Gesetze, die Gott Mose gegeben hat, sollten dem Volk Israel helfen, dass es in Freiheit leben konnte. Jesus sagt am Ende der Folge: Die Gesetze sollen den Menschen und nicht die Menschen den Gesetzen dienen.  Damit zeigt er, wie er und Gott denken: Ganz für den Menschen.
Die neue Dimension, die Jesus in die Welt bringt, ist die Vergebung. Der Neuanfang. Jesus ist der, der gerecht spricht. Deshalb heilt Jesus am Sabbat – weil es den Menschen dient. Deshalb dürfen die Jünger am Sabbat die Ähren ernten und essen – weil es ihnen hilft. Deshalb schenkt Jesus Neuanfang – nicht nur Maria, sondern jedem, der Fehler macht, auch dir und mir. Jesus hebt die Gesetze, z. B. die 10 Gebote, nicht auf, aber er zeigt noch mal deutlich, wofür sie gedacht sind, nämlich dass das Leben unter uns Menschen und mit Gott gemeinsam gelingt und lebenswert bleibt.
Und Jesus zeigt, dass da, wo wir versagen, er einen Neuanfang schenkt, der dich wieder freispricht. Bedingung? Wie sagt er zur Maria: Du kannst es nicht wiedergutmachen. Was ich will, ist dein Herz. Dein Wunsch und dein ehrlicher Wille neu anzufangen.

Praktische Idee:

Jeder bekommt ein Stück Klopapier, auf das er mit einem Filzstift das schreiben kann, was er zu Jesus bringen möchte. Spült diese beschriebenen Klopapierstücke in der Toilette runter und macht euch klar, dass, wenn wir Jesus ehrlich unsere Fails bringen, er sie vergibt und einen Neuanfang schenkt. 

In diesem Artikel beschreibt Björn Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 1. Folge der 2. Serienstaffel Chosen zu vertiefen, gemeinsam aufzugreifen oder einen Abend passend zu gestalten.

Essen

Es bietet sich ein Festessen an! Vielleicht grillt ihr gemeinsam und bereitet ein gemeinsames Essen zusammen vor und gestaltet ein bisschen was Drumherum.
In der heutigen Folge lässt Jesus die Jünger ein Essen vorbereiten mit Lamm und Wein und allem, dann gehen sie zu einem Samariter, der vielleicht ein Mörder und Pferdedieb ist. Und feiern mit ihm. Sie erzählen sich Geschichten, um sich miteinander zu verbinden.
Ihr könnt vorher essen oder zum Abschluss.
Während des Essens könnt ihr euch gegenseitig eure Geschichten erzählen … Das würde den Faden der Folge aufnehmen. „Wie habe ich Jesus kennen gelernt“ oder „Wie kommt es, dass ich heute hier bin?“ könnten dann Ideen für den Austausch sein.

Warmup

Idee 1) Wie eben bei „Essen“ beschrieben

Idee 2) Geschichten – 2x wahr und eine Lüge
Jeder erzählt über sich und sein Leben 3 Geschichten oder Facts. Das Spannende: eine Geschichte stimmt nicht. Alle anderen müssen erraten, welches die erfundene Geschichte war, z.B. über eine Abstimmung. Ggf. muss dieser Part moderiert werden, damit der Geschichtenerzähler sich nicht selber moderieren muss. Ab einer gewissen Gruppengröße solltest du die Gruppe aufteilen, damit es nicht zu lange dauert.
So lernen sich alle noch ein bisschen besser kennen und interagieren miteinander.

Bibelportion

Bei dieser Folge bietet es sich an, ein paar Texte schon vor dem Schauen der Folge zu lesen – dann entdeckt man Passagen in der Folge wieder. Schau, welcher Text sich besser anbietet für deine Gruppe oder finde noch andere Texte, die besser zu deiner Gruppe passen. Auch muss gut bedacht werden, ob ihr „The Chosen“ eher als evangelistische Aktion gestaltet oder als Vertiefung für Leute, die schon mehr von Jesus wissen.

Bibelportion Idee 1
Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1, 1-5) und Johannes (1, 1-5)

In dieser Folge schauen wir u.a. Johannes über die Schulter bei ersten Entwürfen zu seinem Evangelium. In der Folge outet sich Jesus als Gott und es könnte spannend sein, diese beiden Texte schon zu kennen.

Lest die beiden Texte, ggf in kleineren Gruppen.

Fragen für das Gespräch

Wo entdeckst du Ähnlichkeiten zwischen den beiden Texten?

Wo sind Unterschiede?

Johannes kannte bereits den 1. Mose-Text. Was denkt ihr: Warum hat er den Anfang seines Evangelium genau so gestaltet und nicht anders? Was war ihm wichtig? Was sollte der Anfang bei den Lesenden auslösen?

Bibelportion Idee 2

2. Mose 3, 11-14

Hier wäre es gut, eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse zu geben (Israel – Ägypten – Sklaverei – Mose – brennender Dornbusch). In dem kleinen Text jetzt stellt sich Gott vor. „Ich werde sein, der ich sein werde.“ In der Folge sagt Jesus eindringlich zu Johannes: „Ich bin, der ich bin.“

Fragen für das Gespräch

Lest den Text ggf. in kleineren Gruppen
Gott hat Mose gerade einen großen Auftrag gegeben, nämlich zum Pharao, dem Herrscher von Ägypten zu gehen und sein Volk aus Ägypten zu befreien. Mose muss aber erst einige Fragen klären…

Welche Fragen sind das?

Warum war Mose das wichtig?

Wie lauten Gottes Antworten?

Wenn nun jemand auftauchen würde und sagt: „Ich bin, der ich bin“: Wie würde das in den Ohren eines frommen Juden klingen?

Folge schauen

Schaut euch die erste Folge der zweiten Staffel an. Vielleicht findest vorher du jemanden, der kurz die Staffel 1 zusammenfassen kann? Oder ihr macht es gemeinsam, wenn ihr sie zusammen gesehen habt.

Am Anfang gibt der Produzent noch ein kleines Intro. Schau es dir vorher an, ob du das mit zeigen willst oder überspringst.

Kleingruppe

Es hat sich als gut erwiesen, nach der Folge ins Gespräch zu kommen. Je nach Größe der Gruppe solltest du Kleingruppen planen.

Ich finde die Einstiegsfragen sehr wichtig: Sie lassen jeden das weiterdenken, wo er oder sie angeknüpft hat.

Was hat dich besonders angesprochen an dieser Folge? Warum?

Was hat dich geärgert? Warum?

Wo sind bei dir Fragen aufgetaucht?

Wenn ihr über diese Fragen ins Gespräch kommt – go for it! Falls nicht, hier ein paar weitere Anregungen:

Die „Donnersöhne“

Welche Lektion bringt Jesus ihnen bei?

Wie müsste Jesus dir diese Lektion beibringen?

Jesus

Welche Szene hat dich am meisten beeindruckt?

Was würde sich in deinem Leben verändern, wenn du darauf vertrauen würdest, dass Jesus auch heute noch so handeln kann?

Der zuerst hinkende und dann geheilte Samariter

Was hat den Mann am meisten bewegt?

Wie ist Jesus ihm begegnet?

Was kannst du daraus ableiten, wie Jesus mit Menschen heute umgeht?

Challenge

Welche Aussage oder welches Verhalten von Jesus hat dich besonders herausgefordert?

Wie würde es aussehen, wenn jemand heute das so leben würde? Wie ginge das?

Tue es!

Input

Ich finde ja, dass es keinen weiteren Input braucht, da der Film und die Kleingruppe viel Input bietet. Ggf. kannst du aber noch sagen, was dich besonders angesprochen hat in dieser Folge.

Warm-Up-Spiel:

In der Folge geht es viel um die Frage „Was ist wahr/richtig, was ist falsch“. Daher bietet sich an, das Spiel „Lügenwappen“ als Einstieg zu spielen.

Lügenwappen

Alle Teilnehmenden gestalten ihr persönliches Wappen auf einem Blatt Papier. Das Wappen wird in vier Abschnitte eingeteilt. Drei Abschnitte enthalten wahre Erlebnisse, Eigenschaften, Hobbys oder Ähnliches. Ein Abschnitt enthält eine Lüge. Dabei sollten die wahren Elemente so skurril und die Lüge so plausibel wie möglich sein. Wenn alle ihr Wappen gestaltet haben, werden diese in der Gruppe präsentiert und die Gruppe muss raten, welcher Teil des Wappens die Lüge ist.

Folge 7 von Staffel 2 anschauen

Entweder von DVD oder über ein App-taugliches Gerät, das man an einen Beamer anschließen kann. Gut ist es vorher ein „Was bisher geschah“-Rückblick zu machen.

Austausch über die Folge:

Offene Einstiegsfragen: Was hat dich besonders angesprochen an dieser Folge und warum? Was hat dich geärgert und warum? Wo sind bei dir Fragen aufgetaucht?

Die Folge ist ein bisschen speziell, da sie nicht direkt eine Geschichte aus den Evangelien aufnimmt. Zumindest ist mir keine Geschichte bekannt, in der Jesus von den Römern gefangen genommen und verhört wird und die nicht in der Kreuzigung endet.

In der Folge werden mehrere Geschichten angerissen bzw. auf die Geschehnisse der letzten Folgen Bezug genommen z.B. die Geschichte „Die Heilung am Teich Bethesda und der Konflikt mit den jüdischen Behörden“ (Johannes 5, 1-9); der römische Prätor Quintus zählt ein paar Geschichten auf (Berufung des Zöllners Matthäus (S1E7), Berufung von Simon dem Zeloten (S2E4), die er von Jesus gehört hat. Am Ende der Folge findet sich noch „Über das Beten (Das Vaterunser)“ (Lukas, 11, 1-4).

Die Folge zeigt, dass die Handlungen und das Auftreten von Jesus Folgen haben. Die Römer sind besorgt, ob es zu einem Volksaufstand kommen wird und Prätor Quintus findet sehr deutliche Worte. Auch die Juden haben ein Problem mit Jesus. Rabbi Schmuel bar Yosef versucht herauszufinden, ob Jesus am Sabbat eine Heilung gewirkt hat. Wenn sich dies bewahrheitet, würde dies schwerwiegenden Folgen für Jesus haben. Aber die Folge zeigt auch, dass die Leute begeistert von Jesus sind und von ihm erzählen, so wie die Frau aus Äthiopien und der Geheilte. Nur leider ist dies wiederum problematisch, sodass die Jünger versuchen, das zu unterbinden, weil sie befürchten, dass genau das Jesus in Gefahr bringt.

Richtig oder Falsch – Offensiv handeln und verkünden, oder doch in Deckung bleiben. Jesus ist eindeutig. Trotz der Drohung von Quintus lässt er sich nicht abbringen, er will so weitermachen, das Richtige tun, wie es ihm von Gott aufgetragen wurde, wie bisher, auch wenn es seinen Tod bedeutet.

Nachdem Jesus vom Verhör zurückkommt, habe es auch die Jünger verstanden. Sie ahnen, dass die Zeit ohne Jesus kommen wird, und bitten ihn, ihnen beizubringen richtig zu beten und er bringt ihnen das „Vaterunser“ bei.

Andachtsidee:

Nach dem ihr die Folge geschaut und darüber gesprochen habt, könnt ihr euch mal mit dem Vaterunser auseinandersetzten. Eine Idee dazu findet ihr hier:

Jesus hat seinen Jüngern das Vaterunser gegeben, dass sie etwas haben, an dem sie sich festhalten können, wenn er nicht mehr da ist. Auch für uns ist das Vaterunser ein Gebet, das uns helfen kann, wenn wir nicht wissen, was und wie wir beten sollen.

„Wenn mein Herz keine Worte finden kann. Weiß ich doch wie ich zu dir beten soll“, heißt es in dem Lied „Vaterunser“ von dmmk. Eine Erinnerung daran, dass in dem Gebet der Gebete alles drinsteckt, wir uns keine Gedanken machen brauchen, was wir beten und trotzdem wissen dürfen, dass diese Worte ankommen.

Fragen an die Teilnehmenden:

Was hilft dir zu beten?

Wann fällt es dir schwer zu beten?

Welche Rolle spielt das Vaterunser für dich?

Lied Tipp:        Ich kann nicht schweigen – Musik und Text: Alber Frey

                        Vaterunser – Musik und Text: Theo Evers / Timo Langner

Essenstipp:

In der Folge geht es viel um Fisch, daher ist unsere Empfehlung „Fischstäbchenbrötchen“.

Dazu braucht ihr:

  • 1-2 Brötchen (pro Person)
  • 2-3 Fischstäbchen (pro Brötchen)
  • Remoulade
  • Salat
  • Röstzwiebeln (wenn ihr mögt)

Einfach wie einen Burger zusammenbauen und genießen.

Im Folgenden beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 4. Folge der 2. Serienstaffel von The Chosen zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen.

Essen

Ähnlich der schönen Szene in dieser Folge, könnt auch ihr gerne mit einem gemeinsamen Essen starten. Tauscht euch schon beim Essen darüber aus, was in den letzten Folgen von „The Chosen“ passiert ist und ruft es euch dadurch noch mal in Erinnerung:

  • Was ist bei euch hängen geblieben?
  • Welche Sätze/Szenen/Menschen haben euch die Woche über begleitet?
  • Was wollt ihr gerne mit der Gruppe teilen?

Start in das Thema

In der vierten Folge der zweiten Staffel geht es sehr viel um Entscheidungen. Simon, der Attentäter der Zeloten und Dreh- und Angelpunkt dieser Folge, muss sich oft und viel entscheiden. Einige Entscheidungen davon bereut er, andere versucht er rückgängig zu machen und wieder andere stößt er um.

Zum Einstieg eignet sich das Spiel „Duell der Augen“, wo blitzschnell Entscheidungen getroffen werden müssen, die eventuell auch nicht so gute Auswirkungen haben. Den genauen Spielablauf findet ihr hier:

https://www.jugendecho.de/spielesammlung/item/23-duell-der-augen

Setzt euch danach in einen Kreis und tauscht euch über eure Entscheidungen in eurem Leben aus.
– Welche bereut ihr?
– Was waren die besten Entscheidungen eures Lebens?
– Was würdet ihr heute anders machen?
Es hilft den Teilnehmenden dabei sehr, wenn ein*e Mitarbeiter*in anfängt. Das schafft Nähe und Vertrauen.

Folge 4 der 2. Staffel anschauen

Wenn ihr mögt, dann schärft den Fokus eurer Teilnehmenden auf das Motiv der Entscheidungen. Ladet sie ein, in dieser Folge besonders auf dieses Motiv zu achten. Je nach Gruppe kann das aber auch unpassend sein, da es andere Dinge evtl. ausblendet. Entscheidet das einfach für eure Gruppensituation.

Reflexion der Folge

Im Anschluss an die Folge könnt ihr euch wieder in einen Stuhlkreis setzen. Fordert eure Gruppe heraus, indem ihr nur die Frage in den Raum stellt: „Was habt ihr gesehen?“
Habt den Mut, diese Frage stehen zu lassen und zu hören und wahrzunehmen, was eure Teilnehmenden zu erzählen haben. Ganz von alleine wird ein Gespräch entstehen, bei dem verschiedene Teilnehmende von ihren Wahrnehmungen erzählen.

Nachdem alle etwas dazu gesagt haben, fragt weiter: „Was bedeutet das für dich persönlich?“
Habt auch hier den Mut, die Gruppe nachdenken zu lassen. Das kann manchmal mit einer kurzen Stille anfangen, aber dann wird sicherlich etwas kommen. Das Ziel hiervon ist, dass das Gesehene einen Unterschied machen kann/darf im Leben eurer Teilnehmenden. „Was bedeutet das für dich persönlich?“

In der Folge sind eindrückliche und intensive Dinge passiert. Brüder wurden wieder vereint, Jesus heilt einen Gelähmten, ein Attentat wurde abgebrochen, Jesus redet über das Laubhüttenfest. Doch was bedeutet das für dein Leben? Was für einen Unterschied kann das machen?

Wenn es euch passender erscheint, dann könnt ihr hierfür natürlich auch Kleingruppen bilden.

Impuls

Mein Vorschlag für einen kurzen Impuls dreht sich um Dietrich Bonhoeffer. Er hat viel und lange mit der schrecklichen Entscheidung gerungen, ob er sich in der Lage sieht, Hitler in einem Anschlag töten zu können/dürfen. Gegen seine christliche Überzeugung. Letztlich entschied er sich dazu, dass es sogar seine Pflicht sein sollte „dem Rad in die Speichen zu fallen.“ So plante er mit einer Gruppe von verschiedenen Menschen mehrere Anschläge, von denen keiner klappte.
Lest euch die Wikipedia Seite von Dietrich Bonhoeffer durch oder schaut im Internet. Es gibt viele spannende Artikel und Dokumentationen zu dem Thema. Bastelt euch daraus einen kurzen Impuls mit Bildern und Texten.

Stellt euch dann die Frage: Wie gehen wir mit unbeliebten Entscheidungen um? Mit Dingen, die wir am liebsten gar nicht erst entscheiden würden? Und wie können wir uns darauf vorbereiten, evtl. eines Tages solche Entscheidungen treffen zu müssen?
Lest hierzu auch gerne in der Bibel, holt euch Inspiration, kommt ins Gespräch und betet auch gerne miteinander.
Wichtig ist, dass das für manche Personen natürlich ein Trigger Thema sein kann. Seid daher sensibel und geht auf die Bedürfnisse und Fragen eurer Teilnehmenden ein.

Sprecht zum Abschluss ein Gebet und gebt dadurch ab, was euch beschäftigt.

Die mittlere Folge der zweiten Staffel ist komplex und spannend zugleich. Sie spielt mit Charakteren, die teilweise seit der ersten Folge der ersten Staffel aufgebaut wurden und lädt zu freudigen Diskussionen ein. Da überdurchschnittlich viele Themen angesprochen werden, ist eine gründliche Vorbereitung auf die Gruppenstunde umso wichtiger.

Im Vorfeld

Vor Stundenbeginn solltest du dir diese Folge unbedingt einmal angeschaut haben und dich auf die verschiedenen Erzählstränge vorbereiten. Eine gute Zusammenstellung der handelnden Charaktere findest du auf thebibleartist.com.

Lagerfeuer

Die Folge spielt in weiten Zügen draußen auf dem Feld. Wenn es möglich ist, bietet sich ein kleines Lagerfeuer an. Da kann man gemütlich sitzen, eventuell ein Stockbrot oder eine Wurst grillen und gut ins Gespräch kommen.

Spielideen

Aufgrund der Themenvielfalt bieten sich natürlich verschiedene Spiele an. Ich selbst würde mich an dieser Stelle auf die Gruppendynamik konzentrieren. Die Aufopferung des Johannes für die große Sache, die Außenseiterrollen und der Zusammenhalt der Gruppe machen in der Folge deutlich, dass es gemeinsam besser geht. Hier einige Ideen:

Decke wenden

Die Teilnehmer stehen auf einer Decke oder einem Teppich, die/der nicht viel größer ist, als die Teens Platz brauchen. Die Aufgabe lautet nun, diese Decke umzudrehen. Dabei darf niemand den Boden außerhalb der Decke berühren.

Besenstiel ablegen

Die Teilnehmer stehen nebeneinander und strecken ihren Zeigefinger aus. Darauf wird ein Besenstiel, langer Stock oder Ähnliches gelegt. Dieser Besenstiel soll zum Boden geführt werden. Sobald ein Zeigefinger den Stiel nicht mehr berührt, muss von vorn begonnen werden.

Blindes Sortieren

Die Teilnehmer laufen wirr durch den Raum. Auf ein Zeichen hin müssen sie ihre Augen schließen und haben dann die Aufgabe, sich mit geschlossenen Augen eine Reihe zu bilden. Hier gibt es viele Variationen. Eine Reihe der Größe nach, dem Alter nach, dem Anfangsbuchstaben des Vornamens nach. Reden kann erlaubt sein oder auch nicht.

Schaut euch nun die Folge gemeinsam an.

Rückblick

In den vergangenen Folgen wurden verschiedene Personen vorgestellt. Für die heutige Folge bietet es sich an, über die Geschichte dieser Personen ins Gespräch zu kommen.

  • An welche Charaktere erinnerst du dich am stärksten?
  • Welche Jünger sind mittlerweile mit Jesus unterwegs?
  • Welche Person spielte am Anfang der Serie eine wichtige Rolle?
  • Welche Personen haben wir kennengelernt, die nicht in der Bibel vorkommen?

Themensuche

In dieser Folge kommen verschiedene Themen zur Sprache. Einige werden deutlich thematisiert, andere eher zurückhaltender. Gehe mit den Teenagern ins Gespräch. Frage sie, welche Lebensthemen bei ihnen hängen geblieben sind. Was hat sie besonders interessiert? Was hat sie vielleicht sogar schockiert?

Durch die ganze Folge zieht sich das Thema „Suche“. Simon sucht Jesus. Der Römer Atticus sucht Simon. Maria sucht nach einer Lösung ihrer Vergangenheit und Shmuel sucht nach einer Möglichkeit, Jesus anzuklagen.

Schnell kommen die „Geister“ ins Spiel. Der Besessene wirkt Angst einflößend und bringt eine gewisse Dynamik ins Spiel. Selbstverständlich kann Jesus am Ende helfen, doch bricht das Bild der schnellen Hilfe, als Maria sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert sieht. Sie war in der ersten Staffel von Jesus befreit worden. Hinweis: In Episode 1 war vorsichtig angedeutet worden, dass Maria sexuell missbraucht wurde.

Sehr emotional ist die „Aufopferung“ von Johannes, die auch schon Jesu Opfer in den Blick rückt. Auch wenn beide selbstverständlich gerne ihrer Berufung folgen, wird die menschliche Not und Angst vor der Konfrontation klar.

Auch die „Verschwörung“ der Feinde Jesu nimmt einen großen Raum ein. In diesen Szenen wird deutlich, wie viele Gespräche im Hintergrund gelaufen sein müssen, bis der Messias in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verurteilt werden konnte.

Manche Teens fühlen eventuell auch mit den „Außenseitern“ Matthäus, Maria und Ramah mit. Wie geht es denen, die nicht so gut in die Gruppe passen? Wie verhalten sie sich? Tipp: Episode 2 dieser Staffel machte dies deutlich.

Bestimmt haben deine Teens noch mehr Themen entdeckt. Es lohnt sich, hier zunächst zu verweilen, um dann später nicht allzu sehr zwischen einzelnen Punkten hin- und herzuspringen. Diese Folge bietet Stoff für stundenlange Diskussion, daher wird es überaus weise sein, sich auf einzelne Themen zu beschränken.

Gemeinsames Gespräch

Je nach Gruppengröße oder gewünschter Themenvielfalt bieten sich eventuell mehrere Kleingruppen an. Kommt dann über die Themen der obigen Sammlung, die euch besonders interessiert haben, ins Gespräch.

  • Welche Fragen sind dir gekommen? Was war schwer zu verstehen?
  • Was hast du in Bezug auf dieses Thema schon in deinem eigenen Leben erlebt?
  • Was kannst du von Jesus oder den anderen seiner Nachfolger lernen?
  • Welche Gefühle entdeckst du in dir, wenn du die Folge nochmal gedanklich durchgehst?
  • Was könnte für die Zukunft eine Hilfe sein?
  • Was willst du in den nächsten Tagen anders machen?

Bibeltreue

The Chosen versteht es meisterlich, bibeltreu zu sein und gleichzeitig eine lebendige Welt mit spannenden Charakteren zu schaffen. Die kurze Szene, in der Jesus seine Bergpredigt vorbereitet ist selbstverständlich frei erfunden und doch ganz nah am Leben.

Eben weil die Folge diverse Themenfelder aufmacht und zwischen verschiedenen Szenarien hin- und herspringt, könnte sich heute eine biblische Reflexionsrunde anbieten.

  • Was in dieser Folge steht genau so in der Bibel?
  • Was ist hinzugedichtet?
  • Wo werden biblische Geschichten vermischt?

Einige Hinweise: Matthäus‘ Charakter wird ein Stück mit dem von Zachäus vermischt. Die Geschichte mit dem Dämon „Legion“ ist eine andere, als hier beschrieben wird. Simon war tatsächlich ein Kämpfer, wurde in der Bibel aber nicht verfolgt. Sein Name taucht nur in den Apostellisten auf. Maria war wirklich von sieben Dämonen geplagt. Johannes der Täufer war wirklich Jesu Cousin. Ob sie sich aber vor dem Marsch nach Jerusalem trafen, wird nicht überliefert. Es gab tatsächlich eine Verschwörung unter den führenden Juden. Wie genau diese geplant wurde, steht aber nicht im Neuen Testament. Es gibt biblisch tatsächlich einen körperlichen Angriff eines Besessenen auf einen Jünger. Dieser wird aber in der Apostelgeschichte berichtet, nicht in den Evangelien.

Kurzimpuls

Man kann auf viele verschiedene Themen eingehen, wenn man die fünfte Episode gesehen hat. Ich würde mich am Titel „Geister der Vergangenheit“ orientieren und auf das Thema Heiligung als Prozess zu sprechen kommen.

Maria macht deutlich, dass man von Jesus befreit und in ein neues Leben gebracht werden kann und dennoch immer wieder mit der Vergangenheit kämpft. Es gibt kein sündloses Leben, auch nicht für erfahrenste Christen. Vielmehr besteht unser Leben darin, nach jedem Fall wieder aufzustehen und immer neu mit Jesus zu gehen.

2. Korinther 3, 17-18:

17 Der Herr wirkt nämlich durch seinen Geist.

Und wo der Geist des Herrn wirkt,

da herrscht Freiheit.

18 Wir alle sehen die Herrlichkeit des Herrn

mit unverhülltem Gesicht

wie in einem Spiegel.

Dabei werden wir selbst zu seinem Ebenbild verwandelt.

Wir bekommen immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit –

so wie es der Geist des Herrn bewirkt.

BasisBibel: Das Neue Testament und die Psalmen. Stuttgart : Deutsche Bibelgesellschaft, 2012

Als Christen sind wir mit unseren Problemen und alltäglichen Macken nicht alleine. Wir sind aber auch noch nicht von ihnen befreit. Wir gehen mit dem Geist durch unser Leben und werden immer mehr zu dem neuen Menschen verwandelt, der eines Tages in der Ewigkeit dann vollendet sein wird.

Die dritte Folge trägt den schlichten Titel eines Bibelverses: Matthäus 4.24: „Und sie brachten alle zu ihm, die irgendwelche Krankheiten oder Schmerzen hatten.  Darunter waren Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte. Jesus heilte sie alle.“
Jesus taucht erst ganz am Ende auf und die Episode dreht sich um das, was die Jünger währenddessen tun und sprechen.

Beginnt euren Jugendkreis wie ihr es immer tut. Begrüßt die Teilnehmenden und fragt sie, an was sie sich noch von letzter Woche erinnern. Da die Jünger einen großen Teil der Folge um das Lagerfeuer im Kreis sitzen, gibt es zu Beginn ein paar Kreisspiele.

KISSENJAGD

Die Gruppe sitzt im Kreis – ideal sind mindestens 10 Personen. Es sollte eine gerade Anzahl an Mitspielern sein. Die Gruppe wird in zwei Mannschaften eingeteilt, die jeweils abwechselnd im Kreis sitzen (A-B-A-B-…). Von jeder Mannschaft bekommt nun ein Spieler ein Kopfkissen in die Hand. Die Kopfkissen sollten gegenüber im Kreis verteilt sein. Auf ein Zeichen müssen nun die Mannschaften versuchen, das Kissen der anderen Mannschaft mit dem eigenen Kissen zu fangen. Dabei darf das andere Kissen nicht blockiert werden. Gejagt wird nur durch die Weitergabe des Kissens an den nächsten Mitspieler der eigenen Mannschaft. Das Kissen darf dabei nicht geworfen werden.

ESCAPE

Eine Person ist in der Mitte. Alle anderen bilden einen Kreis und halten sich an den Händen fest. Die Person in der Mitte versucht nun den Kreis zu durchbrechen. Wenn sie es schafft, ist die nächste dran. Variante: nach ein paar erfolglosen Versuchen zu entfliehen kann Verstärkung angefordert werden durch die Wahl einer weiteren Person.

WÜRDEST DU FÜR GELD?

Basierend auf dem Prinzip von Obstsalat könnt ihr ein Spiel mit der Frage „Würdest du für unbegrenztes Geld …?“ spielen. Eine Person steht in der Mitte und hat keinen Sitzplatz. Sie stellt eine Frage „Würdest du für Geld …?“ Wer diese Frage mit Ja beantwortet, muss aufstehen und sich einen neuen Platz suchen. Die Person in der Mitte kann dann auch einen Platz suchen. Wer keinen Platz findet, muss eine neue Frage stellen. Das greift die Frage von Andreas am Lagerfeuer auf.

Das Essen könnt ihr nun gemeinsam vorbereiten. Ein paar Jugendliche können den Dip vorbereiten, die anderen das Fladenbrot. Wenn es etwas dauert die Brote zu machen, haltet sie im Backofen warm.

Essen: Fladenbrot, Sultans Freude Dip

Kochrezept und Zutaten:

Fladenbrot
250 g Mehl
sieben 1 Teelöffel Salz
und 30 ml Olivenöl gut mischen,
120 ml warmes Wasser hinzufügen.
Den Teig gut kneten und in 4 gleiche Teile teilen.
Bei starker Hitze auf jeder Seite 2 Minuten braten.

Sultans Freude Dip
300 g     Doppelrahmfrischkäse
200 g     Feta-Käse
2 Handvoll  Datteln, ohne Stein, fein geschnitten
1 Schuss      Olivenöl, hochwertig
3 TL        Schwarzkümmel
1 EL, gehäuft     Currypulver, mild
2 EL        Milch, nach Belieben

Den Frischkäse in eine Schüssel geben. Den Feta zerbröckeln und dazugeben. Es soll keine sämige Masse werden, die Fetastücke dürfen ruhig noch sichtbar sein! Die fein geschnittenen Datteln, den Schwarzkümmel und das Currypulver dazugeben. Zum Schluss das Öl untermengen. Wenn der Dip zu fest ist, noch nach Belieben Milch dazugeben.

Entweder ihr esst dann am Tisch zusammen oder während des Schauens der dritten Folge.

Nachdem ihr die dritte Folge gemeinsam angeschaut habt, könnt ihr erst mal nach den allgemeinen Eindrücken fragen:

  • Was hat euch gut gefallen?
  • Welcher Satz klingt nach?
  • Was habt ihr nicht verstanden?

Um tiefer in das Gespräch einzusteigen, könntet ihr folgende Fragen stellen (Je nachdem wie viele ihr seid und wie vertraut eure Gruppe miteinander ist, könnt ihr auch Kleingruppen machen):

  • Wärst du gerne berühmt? Was bringt es für Vor- und Nachteile mit sich?
  • Thomas fragt Jakobus: Warum bittest du Jesus nicht? Gibt es Dinge, um die du Jesus auch nicht bittest? Warum nicht?
  • Was haltet ihr von Marias Aussage: „Ich denke nicht, dass er darauf wartet, dass wir heilig werden. Ich glaube, er ist hier, weil wir nicht ohne ihn heilig werden können.“
  • Findest du Petrus ungerecht gegenüber Matthäus? Jesus hat ihm schließlich vergeben und ihn berufen.

Andacht: Er braucht mich nicht (mehr).

Eine Szene hat mich in dieser Folge besonders berührt: Wie Maria davon erzählt, wie es für sie war, als Jesus geboren wurde. Sie spricht darüber, wie es war, als Jesus geboren wurde. Dass er sauber gemacht werden musste, dass er kalt war und schrie. Und dass er ihre Hilfe brauchte. Ein ganz normales Baby eben. Und das ließ sie anfangs fragen, ob das wirklich der Sohn Gottes ist? Aber irgendwie wusste sie, dass er es ist. Er wurde älter und brauchte sie immer weniger. Maria sagt einerseits, dass sie natürlich stolz ist und sich als Jüdin freut über das, was Jesus für die Leute tut. Aber anderseits ist sie manchmal traurig darüber, nicht mehr gebraucht zu werden.

Und dann gibt es die Schlussszene: Jesus kommt nach vielen Stunden zurück zu den anderen. Er ist völlig erschöpft, sagt nicht viel und möchte nur ins Bett. Maria sieht ihn, beugt sich hinunter und wäscht ihm die Füße. Sie wird gebraucht und kann Jesus dienen. Sie kann etwas für ihn tun.

Möglicherweise sind das ganz normale Prozesse zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Aber für unsere Beziehung zu Jesus können wir etwas lernen. Jesus braucht uns nicht. Wir brauchen ihn. Aber manchmal kann es Situationen geben, in denen wir etwas für ihn tun können. Maria hat zu Jesus geschaut und gesehen, was er gebraucht hat. Sie hat nicht zugeschaut wie die anderen Jüngern, sondern hat gehandelt.

Meine Herausforderung für dich in der nächsten Woche ist, Jesus mal zu fragen, was du für ihn tun kannst. Wo er dich braucht oder gebrauchen will. Das müssen keine großen Dinge sein. Du könntest zum Beispiel dem Gedanken folgen, dem Busfahrer zu sagen, dass du ihm dankbar bist, dass er dich jeden Tag sicher zu deinem Ziel bringt. Was kannst du für Jesus tun?

Das passiert:

Im Staffelfinale geht es besonders um die Vorbereitungen auf die Bergpredigt. Die Bergpredigt ist bestimmt die bekannteste Predigt von Jesus aus dem Neuen Testament. Nachlesen kann man sie in Matthäus 5-7.

In dieser Folge sehen wir, wie die Jünger Jesu mit unterschiedlichsten Aufgaben alle die Bergpredigt mit vorbereiten. So verteilen sie beispielsweise Einladungen (Flyer) in den Dörfern, bauen eine kleine Tribüne auf oder helfen wie Matthäus Jesus beim Schreiben seiner Predigt. Durch all den Aufwand, der betrieben wird, wird deutlich, dass Jesus wollte, dass seine Predigt unter guten Umständen stattfinden kann. Die Worte der Bergpredigt gelten als erste öffentliche Worte, die Jesus vor einem großen Publikum erzählte. Im Film sieht man besonders, wie Jesus und Matthäus sich Gedanken über die ersten Worte der Bergpredigt gemacht haben. Hier sind die beiden lange unschlüssig, wie Jesus beginnen soll. Schließlich findet Jesus seinen Einstieg, er verwendet die Seligpreisungen. Hierbei nennt er jeweils eine Gruppe von Menschen die glückselig sind und erklärt dies in einem kurzen Satz. Während Jesus diese Worte in der Folge spricht, werden immer bestimmte Jünger eingeblendet, auf die die gesprochene Seligpreisung besonders zutrifft.

Gestaltung der Gruppenstunde

Die Gruppenstunde kann ähnlich wie die Folge gestaltet werden. So können alle mithelfen, dass die Folge gemeinsam geschaut werden kann. Teilt die Gruppe hierzu auf. Die einen können die Technik an einem geeigneten und vielleicht auch neuen Ort aufbauen, die anderen können bequeme Sitzgelegenheiten vorbereiten und andere können Obst schneiden, damit ein gemeinsamer Obstsalat gemacht werden kann. Den Obstsalat könnt ihr während der Folge oder anschließend genießen. Obst bietet sich für diese Folge an, da auch die Jünger im Film einmal Obst essen.
So helfen alle auf irgendeine Weise mit und vertrauen darauf, dass die anderen mit ihren Aufgaben genauso dazu beitragen. Wenn dann alles geschafft ist, bedankt ihr euch bei allen helfenden Händen und schaut gemeinsam die Folge an.

Impuls

Was Jesus in den Seligpreisungen sagt, ist schon eine krasse Zusage.

Dabei sieht Jesus, als er diese Worte spricht, immer jemanden von seinen Jüngern vor seinem inneren Auge. Seine Zusagen über die Jünger können für uns wie eine Landkarte sein. Aber was bedeutet das? Es bedeutet Folgendes: Wenn wir bei diesen Menschen suchen, dann werden wir dort Jesus finden. Die Worte von Jesus sind also eine Wegbeschreibung für uns, sie geben uns Orientierung. Das bedeutet, wenn du dem Weg auf der Landkarte folgst, kommst du auch zu dem Ziel, dass du auf der Karte siehst. Willst du dich auf den Weg machen? Willst du solche Menschen kennenlernen?

Die Eigenschaften, die Jesus nennt, hast du vielleicht auch schon in anderen Menschen erlebt. Vielleicht kennst du jemanden, der wirklich gut trösten kann oder du kennst jemanden, der sich sehr für Gerechtigkeit einsetzt. Jesus sagt, dass Menschen mit solchen Eigenschaften glücklich sind. Welche Eigenschaft, die Jesus hier nennt, wünschst du dir besonders? Barmherzig? Friedenstiftend?

Die Jünger von Jesus sind so unterschiedlich. Und doch geht jeder den Weg mit Jesus voller Freude. Das gilt auch für uns heute. Mit all unseren Unterschieden dürfen wir gemeinsam voller Freude den Weg mit Jesus gehen. Auch du bist herzlich dazu eingeladen dazu zu stoßen. Und auch du darfst dich freuen!

Ein Kurzimpuls zu 3. Johannes 1,2 von Tobi Wörner

Thema: Gesundheit, Wohlergehen

Die 99seconds bringen kurze, kompakte Impulse in DEIN Leben. Spannende Menschen, spannende Locations, Themen, die DICH interessieren. Viel Spaß!

Ein Mütter-Töchter-Abend

Vorbemerkung

Die Beziehung von Müttern und Töchtern zueinander ist in der Teenie-Zeit sehr unterschiedlich. Während die einen zum besten Shopping-Team zusammenwachsen, reiben sich die anderen aneinander und gehen lieber getrennte Wege. Wenn man einen Mutter-Tochter-Abend anbieten will, sollte man sich vorher erkundigen, wie die Stimmung in der eigenen Gruppe ist und wer nicht mit der eigenen Mutter an der Gruppenstunde teilnehmen würde. Mindestens die Hälfte der Mädchen sollte mit ihrer Mutter zum Mutter-Tochter-Abend kommen, sonst wird es auch für die Mütter seltsam. Wer keine Mutter mitbringt, wird mit einem anderen Mädchen als Team eingeteilt. Alternativ kann man den Mutter-Tochter-Abend unabhängig von der Gruppenstunde für den gesamten CVJM/die Gemeinde/den Ort anbieten.

Vorbereitung

Die Einladungen sind ausgesprochen. Die Mütter sollten dabei in etwa informiert werden, worum es an diesem Abend gehen wird (spielerischer Abend mit Gesprächselementen), um nicht mit falschen Erwartungen (Elternabend) an dem Treffen teilzunehmen.

Der Raum ist freundlich dekoriert. Für jedes Mutter-Tochter-Gespann wird ein Tisch mit Namensschild gedeckt – Tischdecke, Kerze, Vase mit einer Blume o. Ä. können Dekoelemente sein. Knabbereien oder ein Mitbringbuffet sorgen für eine entspanntere Gesprächsatmosphäre.

Der Ablauf setzt sich aus einzelnen Spielen zusammen, die jeweils mit einem Gespräch von Mutter und Tochter an ihrem Tisch abgeschlossen werden. Alternativ können sich hier zwei Mädchen über ihre Beziehung zur Mutter austauschen. Leise Musik im Hintergrund kann die peinliche Stille überspielen, bis die Gespräche in Gang kommen.

Material: pro Familie einen Tisch mit Deko, Knabbereien oder Geschirr für Mitbringbuffet, Hintergrundmusik

Bausteine

Verschiedene Spielelemente geben den Aufhänger für ein Gespräch. Aus den folgenden können die passenden Bausteine ausgewählt werden.

Mutter und Tochter – wir ergänzen uns

Mutter und Tochter stellen sich nebeneinander. Mit einem Tuch werden die mittleren Beine zusammengebunden. Mutter und Tochter halten sich mit dem jeweils mittleren Arm an der anderen fest und dürfen diesen Arm inkl. Hand für dieses Spiel nicht mehr verwenden. Jedes Mutter-Tochter-Team bekommt einen Tisch zugewiesen, an dem es in Startposition geht. In ca. 5 m Entfernung ist ein Frühstücksbuffet aufgebaut. Jedes Team hat die Aufgabe, von dort einen Teller, ein Messer, ein Brötchen, Butter und Marmelade zu holen und an ihrem eigenen Tisch das Brötchen aufzuschneiden, beide Hälften zu schmieren und sich gegenseitig vom Brötchen abbeißen zu lassen. Natürlich geht es um Schnelligkeit, aber der Spaß darf dabei auch nicht zu kurz kommen.

Impuls für das Gespräch: Wo sind wir sonst auch ein gutes Team? Wie ergänzen wir uns? Welche deiner Fähigkeiten schätze ich und ergänzen mich?

Material: pro Team 1 Tuch, 1 Brötchen, 1 Messer, 1 Teller, Butter und Marmelade

Mutter und Tochter – wir verstehen uns

Situationen aus dem alltäglichen Leben werden auf Zetteln notiert und gefaltet. Für jede Person sollte mindestens ein Zettel zur Verfügung stehen. Eine Person zieht einen Zettel und spielt diese Situation vor, ohne dabei zu sprechen oder Geräusche zu machen. Die anderen müssen sie erraten. Dabei spielen alle Töchter gegen alle Mütter. Wer ist besser in der nonverbalen Kommunikation: Mütter oder Töchter? Situationen können Folgende sein: Spülmaschine ausräumen, Wäsche aufhängen, Müll rausbringen, Hausaufgaben machen, staubsaugen, Staub wischen, Zimmer aufräumen, kochen, spülen, Fenster putzen usw.

Impuls für das Gespräch: Wenn du glücklich, genervt, wütend … bist, dann reagierst du so … Ich fühle mich von dir unverstanden, wenn …

Material: Zettel und Stifte, kleine Schüssel für Zettel

Mutter und Tochter – wir diskutieren

Konfliktpunkte werden auf Zetteln notiert und gefaltet. Für jede Person sollte mindestens ein Zettel zur Verfügung stehen. Eine Person zieht einen Zettel und erklärt den Begriff, ohne ihn selbst zu nennen, die anderen müssen ihn erraten. Töchter sammeln dabei Punkte für die Töchter, Mütter für die Mütter. Wer ist besser im Diskutieren: Mütter oder Töchter? Begriffe können Folgende sein: im Haushalt mithelfen, nicht so viel an den Medien hängen, Pünktlichkeit, Ordnung, gute Noten, Termine vergessen, schmutziges Geschirr nicht weggeräumt usw.

Impuls für das Gespräch: Was sind bei uns die häufigsten Streitpunkte? Was tust du, damit ich explodiere? Wie können wir besser miteinander streiten?

Material: Zettel und Stifte, kleine Schüssel für Zettel

Mutter und Tochter – wir finden uns

Alle bekommen Papier und Stift und verfassen eine kurze Beschreibung über ihre Mutter bzw. Tochter, ohne den Namen zu nennen. Hilfreich können hier auch Satzanfänge sein oder ein kleiner Fragebogen, den man dazu ausfüllt, z. B.: An meiner Mutter/Tochter schätze ich … Meine Mutter/Tochter unterscheidet von anderen … An meiner Mutter/Tochter bewundere ich …

Anschließend werden die Beschreibungen von der Spielleitung vorgelesen und die Mütter bzw. Töchter müssen ihre Beschreibung erraten.

Impuls für das Gespräch: Wie gefällt dir meine Beschreibung über dich? Was siehst du auch so, was anders?

Material: Papier und Stifte, evtl. Fragebogen oder Satzanfänge als Tischvorlage

Mutter und Tochter – wir vertrauen uns

Keine neue Idee, aber doch immer wieder beeindruckend ist es, wenn man sich mit verbundenen Augen von jemandem führen lassen muss. Mutter und Tochter haben dies vermutlich noch nie gemacht und so kann hier eine weitere Möglichkeit fürs Gespräch entstehen, der eine körperliche Erfahrung vorausgeht. Einer der beiden werden die Augen verbunden, die andere führt ihre blinde Mutter/Tochter – ob mit Worten oder an der Hand kann von der Spielleitung bestimmt werden. Ein gebautes Labyrinth oder einfach ein selbstbestimmter Weg durch das Haus ist möglich. Wichtig ist weder Weg noch Geschwindigkeit, sondern die dabei gemachte Erfahrung. Danach werden die Rollen getauscht.

Impuls für das Gespräch: Wie schwer oder leicht fällt es dir, mir zu vertrauen? In welchen Situationen kann ich dir vertrauen? Wo fällt mir das schwer? In welchen Situationen will ich mich von dir führen lassen, wo lieber selbst die Verantwortung übernehmen?

Material: pro Team 1 Tuch als Augenbinde

Mutter und Tochter – wir erinnern uns

Mutter und Tochter erhalten Papier und Stift und skizzieren jeweils eine Situation aus dem Familienleben, an die sie sich besonders gut erinnern – egal, ob gute oder schlechte Erinnerung. Dann zeigen sie sich gegenseitig ihre Skizze, müssen erraten, welche Situation dargestellt ist und kommen darüber ins Gespräch.

Impuls für das Gespräch: Was war in dieser Situation besonders, dass du dich heute noch daran erinnerst?

Material: Papier und Stifte

Andacht

Die Familie ist ein wichtiger Ort. Dort kommen wir zur Welt, werden gefüttert und gepflegt, gehen unsere ersten Schritte, lernen sprechen, essen, Umgang mit anderen, erlernen vielfältige Fähigkeiten … Wir werden sozialisiert, um uns in dieser Welt zurechtzufinden.

Die Bibel beschreibt, dass Gott diese Familie wichtig ist. In ihr wird der Segen Gottes von einer Generation an die andere weitergegeben. Sie ist der Ort, in der der Glaube an Gott gelebt wird. Das war vor allem für die Menschen wichtig, die in einer Zeit lebten, in der man nicht zum Tempel/Gottesdienst gehen konnte. Den Eltern ist dabei eine wichtige Aufgabe übertragen. Sie geben den Glauben an die nächste Generation weiter.

In den Zehn Geboten werden die Eltern besonders bedacht. Das Gebot, die Eltern zu ehren (2. Mose 20,12), steht zwischen den Geboten der Gottesverehrung und den Geboten, die den Umgang mit den Mitmenschen regeln. Der Umgang mit den Eltern scheint also eine Schlüsselposition in den Regeln zu haben, die Gott gut für unser Leben findet. Gott sorgt sich mit diesem Gebot um die Altersversorgung der alten Eltern und nimmt dafür die Kinder in die Pflicht. Gleichzeitig macht das Gebot aber auch deutlich, dass es nicht nur um Geld geht, sondern auch darum, die älter werdenden Eltern vor Ausgrenzung und Einsamkeit zu schützen und ihnen mit Respekt zu begegnen.

Fragen an die Mädchen: Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, wie es deiner Mutter geht? Hat sie Freundinnen? Ist sie glücklich in ihrem Beruf? Wird sie von dir mit Respekt behandelt? (wird hier nur benannt für den anschließenden Austausch)

Gleichzeitig ist dies kein Freibrief für die Eltern, ihre Position den Kindern gegenüber auszunutzen. »›Gott hat gesagt: Du sollst mich ehren!‹, also küss mir die Füße, bleib immer zu Hause und kümmere dich um mich.« Paulus erklärt in Epheser 6, 1–4, wie das Gebot zu verstehen ist. (Text lesen, hier gibt es interessante Unterschiede in den Übersetzungen.) Auch die Eltern sind herausgefordert, ihre Aufgabe als Eltern wahrzunehmen. Dazu gehört neben einem wertschätzenden Umgang auch die Herausforderung, mit Wort und Tat den eigenen Glauben an Gott deutlich zu machen.

Fragen an die Mütter: Mit welchen Verhalten fordere ich den Widerspruch meiner Tochter heraus? Wie kann sie an meinen Worten und Taten Gottes Liebe erkennen? (wird hier nur benannt für den anschließenden Austausch)

Dieses Gebot gibt der Mutter-Tochter-Beziehung noch einmal eine ganz andere Tiefe. Es ist kein Gebot, das sagt: »Jetzt reißt euch mal zusammen und geht anständig miteinander um.« Sondern die Mutter-Tochter-Beziehung geht auch Gott etwas an. Er möchte der Dritte in eurem Bund sein. Er gibt den Auftrag, in seinem Namen respektvoll miteinander umzugehen. Wenn du, liebe Tochter, deiner Mutter Respekt entgegenbringst, dann tust du das im Auftrag Gottes und machst ihr damit deutlich, wie wichtig sie in Gottes Augen ist. Und wenn du, liebe Mutter, deine Tochter liebevoll erziehst, dann tust du das im Auftrag Gottes und machst ihr damit spürbar deutlich, wie sich Gottes Liebe anfühlt. Ihr beide seid also ein Spiegel Gottes. So sollt ihr miteinander umgehen!

Impuls für das Gespräch: (Jetzt werden noch einmal die Fragen von oben wiederholt und ergänzt:) Wie verändert sich deine Position als Mutter/Tochter deiner Mutter/Tochter gegenüber, wenn du dich darin als Stellvertreterin der Liebe Gottes siehst?

Abschlusssegen

Das scheint eine große und fast unlösbare Aufgabe zu sein, Gottes Liebe durch Wort und Tat in unserer Mutter-Tochter-Beziehung weiterzugeben. Zu oft gibt es Streitpunkte, Auseinandersetzungen, wir gehen aneinander hoch und sagen Worte oder tun Dinge, die wir lieber nicht gesagt oder getan hätten. Auch wenn wir Gottes Auftrag hier umsetzen sollen, so bleiben wir doch Menschen in unserer Fehlbarkeit. Aber auch das gehört zum respektvollen Umgang dazu, dass wir uns entschuldigen und dann auch vergeben und nicht immer wieder die alten Fehler aufzählen.

Und noch ein Weiteres: Gott gibt nicht nur Aufgaben, sondern auch die Gaben dazu. Wer sich wie eine Schale mit Gottes Liebe füllen lässt, der fließt ganz ohne Anstrengung über und kann Gottes Liebe ohne Regeln und guter Vorsätze an andere weitergeben. Darum ist es gut, in Gottes Nähe zu bleiben.

Gott hat euch seine Nähe versprochen und diese Nähe könnt ihr euch jetzt gegenseitig im Auftrag Gottes zusagen. Legt dazu eure Hand auf die Schulter oder den Kopf der anderen.

(Gemeinsam wird der Segen gesprochen, der für alle als Kärtchen zum Ablesen und Mitnehmen ausgeteilt wird.)

Segen für die Mutter

Gott, der dich wunderbar geschaffen hat, segne dich. Er gebe dir Augen, Ohren, Hände und Herz für deine Tochter, damit du in ihr entdecken kannst, was Gott in sie hineingelegt hat. Er schenke dir Geduld, Liebe und Verständnis in schwierigen Zeiten und ein Herz, das vergeben kann. Er erfülle dich mit seinem Geist und segne deine Tochter durch dich.

Segen für die Tochter

Gott, der dich wunderbar geschaffen hat, segne dich. Er gebe dir Augen, Ohren, Hände und Herz für deine Mutter, damit du sie achtest und ehrst, wie Gott es auch tut. Er schenke dir Geduld, Liebe und Verständnis in schwierigen Zeiten und ein Herz, das vergeben kann. Er erfülle dich mit seinem Geist und segne deine Mutter durch dich.

Material: Segenskärtchen

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