Gott schreibt man mit zwei t. Das weiß schon jedes Kind. Es ist ja auch ein einfaches Wort: Kurz gesprochenes o, also zwei t. G und o dazu – fertig. Ein einfaches Wort. Aber die Bedeutung ist nicht ganz einfach.
Wer ist GOTT für dich? Gibt es ihn überhaupt? Und falls es ihn gibt, wie ist er dann? Du bist dir nicht so ganz sicher? Keine Sorge! Damit bist du nicht allein. Aber wenn es um die wichtigsten Fragen im Leben geht – so wie am Anfang des Buches – dann kommen wir an der Frage nach Gott nicht vorbei. Immer wieder schleicht sie sich in unsere Gedanken. Das ist vielleicht auch ganz gut so.
Wie wäre es eigentlich, wenn man sich einen Gott wünschen könnte? Wenn wir uns einen Gott selber basteln könnten – was für Eigenschaften hätte dieser Gott wohl? Ich denke mal, er sollte schon allmächtig sein. Wenn er nicht alles kann, das ist es doch kein richtiger Gott, oder? Er sollte auch gut sein. Das heißt, er sollte es gut meinen mit uns. Mit allen Menschen. Am besten aber auch mit mir ganz persönlich. Aber mit allen anderen natürlich auch. Er sollte auch überall gleichzeitig sein. Geht das überhaupt?
Er sollte vielleicht auch nicht nur männlich sein – schließlich soWie llte er wirklich für alle Menschen zuständig sein. Oder ist das zu viel verlangt? Der Hammer wäre es natürlich, wenn ich ihn direkt ansprechen könnte. Wenn ich mir sicher sein könnte, dass er mich hört und versteht – egal, wo ich bin und wie ich mit ihm rede. Wenn ich in keine Kirche (oder so was Ähnliches) gehen, mir keinen Termin holen und mich auch nicht irgendwie verstellen müsste, um mit ihm zu reden.
Ach ja, das mit dem Verstehen ist mir schon ganz besonders wichtig. Was nützt mir ein Gott, der irgendwo auf einem goldenen Thron sitzt, aber keine Ahnung hat von meinen Problemen? Wenn ich es mir wünsche könnte, dann sollte er schon wissen, wie es auf der Welt zugeht. Er sollte die schönen Seiten des Lebens kennen – aber auch die Probleme. Wie sollte er mich sonst verstehen? Natürlich sollte er aber trotzdem Gott sein. Ein Gott, der einen Plan hat für die Welt. Er sollte kein Warmduscher oder Schlappschwanz sein. Ein Gott muss sich Respekt verschaffen können, sonst ist es kein Gott!
Ach ja, eins vielleicht noch: Auf der Welt dreht sich schon so Vieles um die Reichen und Schönen, um die Coolen und Stolzen. Deswegen wäre es doch schön, wenn Gott sich auch um die Armen und Kraftlosen kümmern würde. Er braucht ja die anderen nicht vergessen, aber ein Gott sollte doch besonders die im Blick haben, die sonst immer vergessen werden. Ein Gott für die Uncoolen – das wäre doch cool!
Puh, ganz schön lang, der Wunschzettel an Gott! Ob sich tatsächlich alle diese Wünsche erfüllen lassen? Kann eigentlich fast nicht sein. Oder? Der christliche Glaube stellt uns genau so einen Gott vor. Er wird ziemlich genau beschrieben in der Bibel – und er hat alle diese Eigenschaften, die wir gerade aufgezählt haben. Okay – er hat noch viel mehr, aber unsere bisherigen Wünsche erfüllt er alle!
Besonders stark kommt er daher, weil er sozusagen in drei verschiedenen Gestalten auftreten kann: Als Gott – zu dem wir sogar „Papa“ sagen dürfen, und der trotzdem der Herr der ganzen Welt ist. Als Jesus – der hier auf der Erde gelebt hat, unser Leben deshalb genau kennt und der mehr Schmerz und Leid erfahren hat als wir. Als der Heilige Geist – der immer und überall ist, wie die Luft, und der weder männlich noch weiblich ist und deshalb jedem und jeder (und auch allen dazwischen) ganz besonders nah sein kann.
Vielleicht wäre es ja an der Zeit, ihn mal kennen zu lernen, diesen Gott! Schaden kann es jedenfalls nicht. Wie das geht, möchtest du wissen? Eine Möglichkeit wäre auf jeden Fall die Bibel. In diesem genialen Buch findet man ganz schön viele Infos über Gott. Und darüber, was andere Menschen so mit ihm erlebt haben. Ganz schön krasse Storys sind dabei – du kannst gern selber mal nachlesen …
»Das habe ich noch nie versucht, also bin ich völlig sicher, das ich es schaffe.« (Pippi Langstrumpf) Mit der richtigen Einstellung geht meistens mehr, als man denkt oder sich im Vorfeld zugetraut hat.
Das neue KON-Thema »…weil ich’s kann« startet mit viel Selbstbewusstsein ins neue Jahr: Themenartikeln für MitarbeiterInnen und Bibelarbeiten für Gruppen vermitteln Stärke trotz Schwäche, einen konstruktiven Umgang auch mit Niederlagen und geben Tipps, wie inklusive Jugendarbeit funktionieren kann. Dazu werden Stundenentwürfe mit kooperativen Spielideen vorgestellt.
An manchen Tagen kommt es mir so vor, als ob ich mein Leben überhaupt nicht im Griff habe. Dann wird mir angst und bange. Kennst du das Gefühl auch? Dann sehe ich auf all die Herausforderungen, die sich mir so stellen und ich sehe für mich überhaupt keinen Weg, wie ich damit nur umgehen soll. Wie ich alles schaffen soll. Wenn ich mich dann bei Instagram und Co. umschaue und mit anderen vergleiche, wird alles nur noch schlimmer. Scheinbar gelingt allen anderen, was mir verwehrt bleibt. Die sind klüger, erfolgreicher, beliebter als ich – und die Liste lässt sich beliebig erweitern. Und dann habe ich noch nicht auf die Lage der Weltpolitik geschaut.
An solchen Tagen wird es für mich Zeit, meinen Focus wieder neu auszurichten und mich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. Und dann lande ich nicht selten bei Paulus. Komm mit und erfahre, was ich heute noch von Paulus (immer wieder neu) lernen kann.
Ankommen, gemeinsames Singen
die Gruppe wird in 2-3 Kleingruppen aufgeteilt; jede KG bekommt ein Set Tierfotos, einen Klebestift und ein Plakat. Die Tier-Bilder findest du hier: https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/Die-15-toedlichsten-Tiere-der-Welt;art409965,9750018
Aufgabe:
»Sortiert die abgebildeten Tiere in der Reihenfolge ihrer tödlichen Angriffe auf Menschen und klebt sie entsprechend auf euer Plakat«
Vergleich der Ergebnisse und Auflösung
Ihr merkt: Man muss nicht groß sein, um etwas auszurichten. Der Dalai Lama hat es mal so formuliert: „Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ Aber auch, wenn wir das wissen, erleben wir doch oft das Gegenteil.
sammelt gemeinsam Situationen und Momente, in denen ihr euch zu »klein«, »machtlos« oder »schwach« gefühlt habt. Dazu schreiben alle jeweils eine Antwort auf einen Zettel, falten den und werfen ihn in eine kleine Schale – so bleibt es anonym und es fällt den Teilnehmenden leichter, sich zu öffnen. Nachdem alle fertig sind, mischt du die Zettel in der Schale nochmal durch und liest sie nacheinander vor.
Jemand aus der Gruppe erstellt ein Plakat, auf dem zu jedem Zettel ein Stichwort notiert wird – und wenn sich ähnliche Momente/Situationen ergeben, wird hinter das entsprechende Stichwort ein weiterer Zählstrich gemacht. (Tatsächlich erwarte ich, dass sich viele Situationen/Momente sehr ähneln bzw. wiederholen. Denn so etwas kennen in der Regel alle.)
Nach dem Erstellen der Liste wollen wir darauf schauen, wie es uns gelingen kann, in genau solchen Situationen und Momenten, in denen wir uns zu »klein«, »machtlos«, »schwach« … gefühlt haben, nicht gänzlich die Hoffnung zu verlieren. Dazu schauen wir uns die Person des Paulus an.
Erzähl über das Leben von Paulus in deinen eigenen Worten (»Vom Saulus zum Paulus«, Apostelgeschichte 7–9) und stell heraus, was für einen Wandel sein Leben genommen hat.
Um mit den Mädchen anschließend den Inhalten des 2. Briefes an die Korinther auf die Spur zu kommen, könnt ihr euch gemeinsam das Youtube-Video vom „BibelProject“ anschauen. Das kannst du entweder kostenfrei für deine Gruppe runterladen oder du bestellst dir das Plakat auf https://bibleproject.visiomedia.org/ und erzählst anhand der Bilder die Geschichte.
»Aber der Herr hat zu mir gesagt: Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.«
Diese Worte von Paulus machen mir Mut. Machen mir Mut an den Tagen, an denen ich mein Leben nicht mehr im Griff habe, an denen mir angst und bange wird. Sei es, weil ich die Herausforderungen sehe, die durch Familie, Schule bzw. Beruf, Freunde etc. auf mein Leben einprasseln – sei es, dass ich bei einem Blick auf die Weltpolitik (fast) alle Hoffnung verliere.
»Aber der Herr hat zu mir gesagt: Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.«
Paulus war schon ein echt krasser Typ. Jemand, der keine Kompromisse gemacht hat. Als er Jesus noch nicht erkannt hatte, hat er sich mit vollem Engagement für den Glauben Israels eingesetzt und dabei auch nicht vor Opfern Halt gemacht. Nach seiner Berufung hat er mit genau derselben Intensität den Menschen von Jesus erzählt und sie zu Jesus eingeladen. Dabei hat er nicht auf sich selbst geachtet, hat seinen Ruf bei den Israeliten aufs Spiel gesetzt, hat bei seinen vielen Reisen seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt und bei seinen Gefangennahmen auch sein Leben aufs Spiel gesetzt. Paulus hat genug Situationen erlebt, in denen ihm angst und bange werden konnte. Und dennoch hat er weitergemacht, ist weitergereist und hat Menschen von Jesus erzählt.
Und gleichzeitig hat er immer wieder diese Abwehr von Menschen erlebt, die ihn klein gemacht haben, verspottet haben, nicht ernst genommen haben. Das waren nicht nur Israeliten, die treue Anhänger des Judentums waren, sondern auch andere Apostel. Also Christen, die dasselbe wie Paulus glaubten und Menschen einluden, ihr Leben Jesus anzuvertrauen. Dabei hatte er, im Gegensatz zu diesen anderen Aposteln, eine direkte Begegnung mit dem auferstandenen Jesus selbst erlebt. Das hat ihn immer wieder mit neuer Kraft erfüllt. Und die hat er auch gebraucht. Denn gleichzeitig litt Paulus an einer chronischen Erkrankung– dass ist mit dem »Stachel« gemeint, wenn er selber sagt: »Ich habe unbeschreibliche Dinge geschaut. Aber damit ich mir nichts darauf einbilde, hat Gott mir einen »Stachel ins Fleisch« gegeben: Ein Engel des Satans darf mich mit Fäusten schlagen, damit ich nicht überheblich werde. Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass der Satansengel von mir ablässt. Aber der Herr hat zu mir gesagt: »Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.«
Ich lebe heute. Ich habe Jesus nicht so erlebt wie damals seine Jünger. Ich habe Jesus nicht so erlebt wie sein Apostel Paulus. Aber ich darf darauf vertrauen, dass die Zusage Jesu auch für mich heute gilt: »Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.« Ich muss nicht alles selbst schaffen. Ich muss nicht alles selbst im Griff haben. Ich muss die Welt nicht retten. Das hat Jesus schon getan.
Das Einzige, was ich machen kann und machen will: Ich will Jesus vertrauen! Jeden Tag aufs Neue. Auch wenn ich den Weg nicht sehe. Auch wenn ich die Hoffnung manches Mal fast verliere. Ich will auf seine Zusage vertrauen, dass er in meiner Schwachheit seine Größe zeigen wird. Ich will auf seine Zusage vertrauen, dass er in meinem Leben ist. Und das jeden Tag. Immer. Amen.
Material: Zettel und Stifte
Ablauf: Jede Person bekommt einen Zettel und schreibt darauf 2–3 Stärken (Eigenschaften/Hobbys, Stärken, Talente …) Die Zettel werden eingesammelt und gemischt. Eine Person zieht einen Zettel und die Gruppe muss raten, wessen Stärken/Eigenschaften … das sind, bis alle Zettel zugeordnet wurden.
Überleitung: Die Bibel spricht oft anders über Stärke, als wir es erwarten. Was bedeutet es für euch »stark« zu sein? Ist Stärke eher körperlich, mental, emotional oder geistlich? „Darf“ man als Christ auch schwach sein?
Material: Augenbinden, Parcours mit Hindernissen (Stühle, Seile, Rucksäcke)
Ablauf: Die Gruppe wird in 2er- oder 3er-Gruppen aufgeteilt. Eine Person bekommt (wenn sie das möchte) die Augen verbunden. Die anderen Personen führen sie nur mit Hilfe der Stimme langsam durch einen Parcours, danach wird getauscht.
Auswertung:
Glaube und Leben bedeutet oft blindes Vertrauen – in mich selbst, in mein Können und meine Stärken und vor allem in Gott. Gott verspricht uns nicht, dass der Weg leicht wird, aber dass er uns führt und uns Stärke schenkt. Ein Bibelvers, der genau in diese Situationen spricht, ist Philipper 4,13: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht: Christus.“ (Phil 4,13/Schlachter)
Frage an die Gruppe: Wenn ihr diesen Vers hört, was kommt euch spontan in den Kopf, was bedeutet er für euch?
Typische Antworten sammeln: Erfolg, keine Angst, alles schaffen, immer glücklich sein, keine Probleme, etc.
Ich vermag alles durch den, der mich stark macht. Ein ziemlich kraftvoller und hoffnungsvoller Bibelvers, der aber doch immer wieder aus dem Kontext gerissen wird. Genau diesen Kontext wollen wir nun genauer betrachten. Dazu lesen wir gemeinsam Philipper 4,10–13 (evtl. verschiedene Übersetzungen). Als Leitfragen können dienen: In welcher Situation schreibt Paulus diesen Vers? Was erlebt Paulus gerade? Was meint er mit »alles«?
Als Paulus den Philipperbrief schreibt, sitzt er im Gefängnis. Für die Verbreitung des Evangeliums hat er bereits weite Reisen und viele Hürden auf sich genommen. In seinem früheren Leben war Paulus ein Verfolger der Christen, doch nun steht er im Dienst Jesu und möchte die gute Nachricht auf der ganzen Welt verbreiten. Christus ist mittlerweile sein Lebensmittelpunkt, er verlässt sich nicht mehr nur auf seine Kraft und Stärke, sondern auf Gottes Wirken, Stärke und Eingreifen. Nicht er baut Gottes Reich, sondern Gott baut sein Reich durch ihn.
Egal, was und wo Paulus war, Gott war stets an seiner Seite – in den guten wie auch in den schlechten und herausfordernden Zeiten, wie hier im Gefängnis. Paulus kennt beide Situationen, daher kann er sowohl Mangel leiden als auch im Überfluss leben, Hunger haben und satt sein, schwach sein und stark sein. Für ihn zählen nicht mehr weltliche Dinge, sondern allein Christus.
»Alles« bedeutet für Paulus also nicht, alles zu bekommen, was man möchte, sondern auf Gott zu vertrauen. Das beinhaltet auch, auszuhalten und standzuhalten, wenn es schwierig wird – im Wissen darum, dass Gott stärkt, begleitet, führt und mitgeht.
Paulus verdeutlicht in diesem Vers, dass christliche Stärke nicht heißt, dass wir alles hinbekommen, keine Probleme oder Sorgen haben, denn Paulus kennt Leid, Angst und Unsicherheiten sehr gut. Aber er ist sich sicher, dass Gott mit ihm jeden Weg gehen wird, egal wie steinig dieser sein wird. Er weiß, dass allein Jesus zählt und nicht weltliches Glück oder Besitz. Die Stärke, die Gott ihm schenkt, ist, das alles auszuhalten, damit Paulus seine Aufgabe/Berufung, das Evangelium unter allen Menschen zu verbreiten, nachgehen kann. Jesus stärkt uns also auch in den Niederlagen unseres Lebens, in den Verlusten, den Problemen, dem Herzschmerz, wie auch in Zeiten des Erfolgs und Wohlergehens. Diese Stärke kommt dabei aus der Beziehung zu Gott und nicht aus Selbstoptimierung. Die Quelle unserer Stärke sind nicht wir, sondern Christus, der uns stark macht.
Phil 4,13 ist kein bloßer Motivationsspruch der sagt, dass wir uneingeschränkt alles können und bekommen, was wir uns wünschen, sondern es ist ein Vers des Vertrauens. Stärke heißt nicht, immer alles allein im Griff zu haben, sondern auf Gott zu vertrauen und sich von ihm tragen zu lassen – auch, wenn das einfacher klingt, als es ist … Gebet
Das Tippspiel ist ein Gruppenspieleabend mit besonderen Gewinner*innen. Bei den meisten Spieleabenden oder Gameshows gewinnen die Teams oder Personen, die sich am besten schlagen, die am sportlichsten, am geschicktesten oder am schlausten sind.
So ist das Tippspiel nicht. Hier gewinnt, wer alle anderen am besten einschätzen kann.
Beim Tippspiel treten alle in verschiedenen kleinen Minispielen gegeneinander an. Jeweils 2 Personen spielen gegeneinander. Spiele und Kontrahent*innen werden spontan zufällig ausgelost. Jede Person spielt mal ein Spiel. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob du dein Minispiel gewinnst oder nicht. Wichtig ist, wie du in dieser Gruppenstunde tippst.
Zunächst wird der grundsätzliche Spielablauf erklärt (siehe oben). Das Tippspiel besteht aus verschiedenen Runden (pro 2 Personen 1 Runde mindestens; bei 20 Teilnehmenden also mindestens 10 Runden).
Alle bekommen zu Beginn einen Tipp-Zettel, auf dem sie vor jedem Spiel eintragen, wer ihrer Ansicht nach das Spiel gewinnen wird. Nach jedem Spiel tragen alle auf ihrem Zettel ein, ob sie richtig getippt haben oder nicht. Ein richtiger Tipp gibt natürlich einen Punkt für die Endabrechnung. Alle tippen jedes Spiel – trete ich selbst an, muss ich auf mich selbst tippen.
15 mögliche Minispiele inkl. Materialliste findest du zum Download bereit, genauso wie den Tipp-Zettel.
Waren alle Teilnehmenden mindestens einmal an der Reihe und haben ein Spiel gespielt, wird zusammengezählt. Wer hat die meisten Spiele richtig getippt und gewinnt?
Beim Tipp-Spiel geht es nicht darum, selbst erfolgreich im eigenen Spiel zu sein. Es geht vielmehr darum, alle anderen richtig einzuschätzen.
In unserem Alltag schätzen wir ständig Menschen ein. Das machen wir oft ganz automatisch. Und es ist ganz natürlich. Wir versuchen sofort, oft unterbewusst, Menschen einzuordnen oder zu beurteilen. Und dann ist es wie beim Tippspiel. Manchmal liegen wir mit unserer Einschätzung goldrichtig. Und manchmal liegen wir daneben.
Lest gemeinsam die Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37).
In diesem Gleichnis erzählt Jesus davon, dass ein Mann überfallen und schwer verletzt auf der Straße liegengelassen wird. Dann kommen verschiedene Menschen an ihm vorbei, zum Beispiel ein Priester – also ein Geistlicher, ein Jude (Christen gab es zu Jesu Zeiten ja noch gar nicht). Ein Mensch, der an Gott glaubt und die Gebote kennt. Ich hätte ja fest drauf getippt, dass der dem Verletzten hilft. Du nicht auch? Er hat es nicht getan.
Irgendwann kam ein Samariter. Das waren damals wenig angesehene Menschen. Viele Juden sahen sie als ihre Feinde an. Da hätten damals viele wahrscheinlich darauf gewettet, dass der bestimmt einfach weitergeht. Aber das tut er nicht. Gerade der, von dem es damals wohl die wenigsten erwartet haben, hilft. Er kümmert sich zuerst selbst, leistet erste Hilfe. Und dann sorgt er dafür (und bezahlt auch noch mit seinem Geld dafür), dass der Mann auch weiter gut versorgt wird und wieder gesund werden kann, als er selbst weiterreisen muss.
Großartig! Und vielleicht überraschend.
Es zeigt, dass es zwar normal ist, dass wir alle anderen Menschen ständig einzuschätzen versuchen. Aber dass wir gut daran tun, trotzdem immer mindestens zweimal hinzusehen und offen zu bleiben für andere Menschen – für das, was sie wirklich können, möchten und tun. Amen.
Eine übersichtliche Tabelle mit allen Spielen steht zum Download bereit.
Beide Spieler*innen bekommen je einen Teebeutel und nehmen davon das Papieretikett in den Mund, so dass der Beutel an der kleinen Schnur baumelt. Auf diese Weise versuchen beide den Teebeutel von einer Startmarkierung aus möglichst weit zu werfen. Wer wirft weiter?
Material: 2 Teebeutel, evtl. Maßband
Von einer Startmarkierung aus werfen beide Spieler*innen nacheinander einen Gummistiefel. Geworfen wird allerdings mit dem Fuß. Wer wirft weiter?
Material: 1 Gummistiefel
Beiden Spieler*innen wird für 30 Sekunden eine lange Zahlenfolge gezeigt. Nach Ablauf der 30 Sekunden bekommen beide Spieler*innen je ein Blatt und einen Stift und schreiben alle Zahlen auf, die sie sich gemerkt haben. Wer konnte sich mehr merken?
Material: 1 Blatt mit einer Zahlenfolge mit mindestens 20 Stellen, 2 Blatt Papier, 2 Stifte
Beiden Spieler*innen wird für 30 Sekunden viele Begriffe und Wörter gezeigt. Nach Ablauf der 30 Sekunden bekommen beide Spieler*innen je ein Blatt und einen Stift und schreiben alle Worte auf, die sie sich gemerkt haben. Wer konnte sich mehr merken?
Material: 1 Blatt mit vielen Begriffen und Worten (mindestens 20), 2 Blatt Papier, 2 Stifte
Beide Spieler*innen haben je 3 Würfe auf die Dartscheibe. Wer erzielt mit diesen drei Würfen zusammengerechnet mehr Punkte?
Material: eine Dartscheibe, 3 Dartpfeile
Beide Spieler*innen bekommen je eine Karte und einen Stift. Anschließend werden ihnen gleichzeitig Bilder von Sehenswürdigkeiten gezeigt. Die beiden markieren mit dem Stift, wo genau die Sehenswürdigkeit sich befindet (welche Stadt). Nach 5 Bildern wird aufgelöst. Wer lag bei mehr Bildern richtig?
Material: 2 Landkarten einer bestimmten Region, eines Landes oder Erdteils (wichtig ist nur, dass beide gleich sind); 2 Stifte; Bilder von Sehenswürdigkeiten (passend zur Karte); Liste mit Lösungen
Die beiden Spieler*innen kloppen gleichzeitig ihren Nagel ins Holz (beide Nägel sollten schon im Holz stecken). Wer wird zuerst fertig?
Material: 2 Holzbalken oder Baumstümpfe, 2 Hammer, 2 Nägel
Die beiden Spieler*innen haben die Aufgabe eine exakte Zeit abzuschätzen, z. B. 1 Minute. Damit sie keine Hilfe dabei bekommen, spielen sie mit Augenbinden, also blind. Auf ein Kommando beginnt das Spiel. Glaubt ein*e Spieler*in, dass die Zeit um ist, wird dies durch Handheben angezeigt. Wer liegt richtig bzw. näher dran?
Material: 1 Stoppuhr, 2 Augenbinden
Den beiden Spieler*innen gegenüber stehen zwei entzündete Kerzen. Mit den Wasserpistolen schießen die beiden ihre Kerzen auf ein Kommando hinaus. Wer löscht schneller?
Material: 2 Kerzen, Streichhölzer/Feuerzeug, 2 Wasserpistolen
Beide Spieler*innen bekommen je eine Bibel und müssen nun bestimmte Bibelstellen aufschlagen. Wer zuerst den richtigen Vers vorliest, holt einen Punkt. Wer holt zuerst 3 Punkte?
Material: 2 (identische) Bibeln, Liste mit verschiedenen Bibelstellen
Beide Spieler*innen bekommen je einen Schläger und einen Ball. Auf ein Kommando starten beide und halten den Ball mit dem Schläger hoch. Das Spiel geht so lange, bis einer Person der Ball auf den Boden fäll. Wer schafft es länger?
Material: 2 Tischtennisschläger, 2 Tischtennisbälle
Beide Spieler*innen sitzen am einem Tisch. Vor ihnen steht je eine Tasse. Ihre Aufgabe ist es nun, mit dem Trinkhalm das Cupcakeförmchen so in die Luft zu pusten, dass es in der Tasse landet. Wer das schafft, bekommt einen Punkt. Wer erzielt zuerst zwei Punkte?
Material: 2 Cupcakeförmchen, 2 Trinkhalme, 2 Tassen/Gläser (identisch)
Auf ein Kommando hin machen sich beide Spieler*innen auf den Weg und suchen 2 verschiedene Gegenstände zusammen. Einer muss rot sein, einer weich und einer quadratisch. Wer bringt zuerst alle drei Gegenstände?
Beide Spieler*innen bekommen je 5 Bierdeckel und müssen damit versuchen von einer Startmarkierung in den Eimer zu treffen. Wer erzielt mehr Treffer?
Material: 1 Eimer, 10 Bierdeckel
Beide Spieler*innen bekommen Papier und Stift. Außerdem wird ihnen ein Thema vorgegeben (z. B. Tiere). Sie haben nun 2 Minuten Zeit, zu jedem Buchstanden des Alphabets eine Tierart aufzuschreiben. Wer schafft mehr?
Material: 2 Blatt Papier, 2 Stifte, 1 Stoppuhr
Mit Team-Games oder Kooperationsspielen lassen sich großartige Gruppenstunden gestalten. Solche Spiele können dazu beitragen, dass eine Gruppe sich besser kennen und verstehen lernt und weiter zusammenwächst. Außerdem lassen sich durch Kooperationsspiele bestimmte Werte vermitteln wie gegenseitige Rücksichtnahme und Zusammenhalt.
In diesem Artikel stellen wir dir einige Spiele vor, an denen du dich mit deiner Gruppe ausprobieren kannst und die ihr gemeinsam spielen könnt. Entscheide selbst, welche Spiele für deine Gruppe und den Anlass am besten geeignet sind. Manche der folgenden Spiele sind eher Herausforderungen an die Gruppe, andere dienen eher zum (noch besseren) Kennenlernen. Alle hier aufgeführten Spiele eint: Es gibt keine einzelnen Gewinner*innen – die gesamte Gruppe gewinnt oder verliert gemeinsam.
Die Gruppe bewegt sich durch den Raum. Auf ein Zeichen (zum Beispiel immer, wenn die Musik ausgeht) stellen sich zwei Menschen voreinander und betrachten sich gegenseitig. Dabei zählen sie alle Gemeinsamkeiten auf, die ihnen aneinander auffallen.
Bei Gruppen, die sich schon besser kennen, können auch nicht nur Äußerlichkeiten genannt werden. Wer zum Beispiel weiß, dass sein Gegenüber dasselbe Hobby hat, darf auch das gerne nennen.
Material: –
Die Gruppe bekommt die Aufgabe, sich selbst zu sortieren zum Beispiel nach
Varianten:
Um das Spiel schwerer zu gestalten, kann die Regel eingeführt werden, dass die Gruppe dabei nicht miteinander sprechen darf.
Eine weitere Variante, die das Spiel komplizierter macht, ist, dass die Gruppe zwar sprechen darf, aber alle Spieler*innen mit Augenbinde, also blind, spielen.
Material: ggf. Augenbinden
Die Gruppe hat die Aufgabe, eine bestimmte festgelegte Strecke zu überwinden (einen gedachten Fluss zu überqueren). Natürlich darf dabei niemand in den Fluss treten, denn die Strömung ist so stark, dass das zu gefährlich wäre. Deswegen bekommt jede Person einen großen Stein (eine Teppichfliese oder Ähnliches), um den Fluss zu überqueren. Diese Steine kann die Gruppe in den Fluss legen und so trockenen Fußen auf die andere Seite gelangen. Allerdings gehen die Steine unter oder rollen davon, wenn niemand aus der Gruppe auf ihnen steht bzw. sie berührt. So kann die Gruppe auch Steine während des Spiels verlieren.
Wie schafft es die Gruppe, alle Mitglieder sicher auf die andere Seite zu bringen?
Material: Teppichfliesen oder Ähnliches (1 pro Person)
Für dieses Spiel ist ein ca. 6 x 8-Felder-Spielfeld auf dem Boden nötig. Ihr könnt es mit Klebeband kleben oder draußen mit Kreide zeichnen. Die einzelnen Felder sollten so groß sein, dass eine Person darin stehen kann. Es gibt einen richtigen Weg über dieses Feld – nur einen. Diesen Weg kennt nur die Spielleitung. Die Gruppe hat die Aufgabe, den Weg auszukundschaften.
Folgende Regeln gelten:
Material: Klebeband oder Kreide fürs Spielfeld; Lösungsweg für die Spielleitung
Draußen zwischen zwei Bäumen spannt ihr verschiedene Wollfäden (oder Seile), so dass dort ein Spinnennetz entsteht. Die einzelnen Lücken im Netzt sollten so groß sein, dass eine Person hindurchpasst. Die Gruppe steht nun vor der Aufgabe, alle Spieler*innen durch das Netz auf die andere Seite zu transportieren.
Dabei gelten folgende Regeln:
Variante:
Wenn es noch schwerer sein soll: Die Spinnennetzfäden dürfen nicht berührt werden. Wenn ein Teammitglied einen Faden berührt:
Material: Wolle und Schere, evtl. Augenbinden
Die Gruppe stellt sich so eng zusammen, dass sie alle gemeinsam einen langen Stab halten – diesen dürfen sie allerdings nur mit ihren Zeigefingern berühren. Alle Spieler*innen müssen zu jeder Zeit ihre Fingerspitze am Stab haben. Nun ist die Aufgabe, den Stab auf den Boden zu legen. Sollte dabei eine Person den Stab nicht mehr berühren, muss die Gruppe von vorn beginnen.
Variante: Die Gruppe darf bei diesem Spiel nicht miteinander sprechen.
Material: ein langer Stab
Die Gruppe steht im Kreis. Jede Person hat einen eigenen Stab.
Alle stellen ihren Stab neben sich auf den Boden und berühren ihn lediglich mit der Handfläche. Auf ein Kommando lassen dann alle ihren eigenen Stab los und versuchen den Stab der Person links neben sich festzuhalten, bevor dieser umfällt.
Material: viele Stäbe (1 pro Person)
Eine große Plane oder Decke wird auf dem Boden ausgelegt. Die Gruppe stellt sich darauf. Aufgabe ist es nun, die Plane einmal komplett umzudrehen. Dabei darf allerdings niemand die Plane verlassen und auf den Boden treten.
Material: eine große Plane oder Decke
Die Gruppe steht im Kreis, alle fassen sich dabei an den Händen. Zwischen zwei Personen hängt ein Reifen im Kreis. Der muss nun so bewegt werden, dass alle aus der Gruppe einmal durch den Reifen gehen. Dabei dürfen die Hände natürlich nicht losgelassen werden. Wie schnell schafft die Gruppe das?
Material: ein Reifen
Alle bekommen jeweils 2 Tennisbälle. Aufgabe ist es, dass alle Personen gleichzeitig auf ihren zwei Tennisbällen stehen – für mindestens 3 Sekunden. Dabei darf sich die Gruppen gegenseitig helfen und unterstützen.
Material: viele Tennisbälle (2 pro Person)
Die Gruppe versucht, mit dem Fröbelturm gemeinsam einen Turm aufzubauen.
Material: 1 Fröbelturm
Die Gruppe stellt sich im Kreis auf, alle bekommen eine Augenbinde und spielen blind. Im Kreis halten alle ein Seil in ihren Händen. Die Aufgabe der Gruppe ist nun mit dem Seil zusammen eine geometrische Figur (Dreieck, Quadrat) zu legen.
Material: ein langes Seil, Augenbinden für alle
Die Gruppe sitzt im Kreis und hält sich an den Händen. Nun versuchen sie gemeinsam aufzustehen, ohne dabei die Hände loszulassen.
Material: –
Reflektiert zum Ende eurer Gruppenstunde die gemeinsamen Spiele und Aufgaben:
Wie hat das alles geklappt? Was ist dabei aufgefallen? Was war wichtig für den gemeinsamen Erfolg?
Die Bibel ist voll von Geschichten, in denen Menschen zusammengearbeitet haben. Welche Storys fallen euch ein?
Vielleicht
Wir haben heute auch zusammen als Team gespielt und uns den Herausforderungen und Aufgaben gestellt. Wir waren heute nicht allein. Wir haben zusammengehalten, zusammen Erfolg gehabt. Oder auch zusammen Misserfolg erlebt und es gemeinsam noch einmal versucht.
Wir haben uns und wir haben Gott.
Gott möchte auch gern Teil unseres Teams sein – uns unterstützen, mit uns unterwegs sein, durchs Leben, uns begleiten.
Du bist nicht alleine. Du musst nicht alles alleine schaffen. Du darfst um Hilfe bitten. Du darfst selbst helfen.Wir sind ein großes Team und gemeinsam sind wir stärker – miteinander und mit Gott.
Die Fachstelle Inklusion des Kirchenkreises Lüneburg möchte Vielfalt selbstverständlich sein lassen und Angebote schaffen, in denen Menschen sich angenommen fühlen, so wie sie sind. Wir möchten Orte der Begegnung schaffen, bei denen es keine Rolle spielt, ob der Mensch eine Behinderung hat oder nicht. Alle Menschen sind willkommen und wertvoll. Seit vielen Jahren bieten wir deshalb viele verschiedene inklusive Angebote für alle Altersklassen an.
Zu unseren inklusiven Angeboten für Kinder und Jugendliche gehören z. B. die inklusive Konfizeit, inklusive Kinderferienwochen oder auch eine Jugendgruppe. In unserer inklusiven Konfizeit können Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung ihren eigenen Glauben entdecken und entfalten. Wir knüpfen Freundschaften, schaffen Erinnerungen und erzählen uns von unserem Glauben. Gerade weil wir auf das Lesen und Bearbeiten langer Texte verzichten, kommen wir ins Gespräch. Geschichten aus der Bibel werden erzählt und visuell umgesetzt. Die Schöpfungsgeschichte etwa stellen wir in einem Bodenbild dar, das die Teilnehmenden ansehen und berühren und vor allem selbst gestalten können. Bei uns soll jede:r teilhaben können und sich angenommen fühlen. Deswegen geben wir unser Bestes, damit unsere Angebote so gestaltet sind, das alle mitmachen können. Niemand soll einfach nur am Rand sitzen und zuschauen müssen.
Dinge, auf die wir besonders achten, sind z. B.:
Wichtig hierbei ist: Inklusion bedeutet, dass die Gegebenheiten von vornherein so geschaffen sind, dass jede und jeder mitmachen kann. Gleichzeitig müssen wir in unserer Arbeit aber auch den individuellen Menschen sehen – das heißt, kein Angebot oder keine Gruppenstunde ist unbedingt gleich. Nur weil etwas im Vorjahr mit einer anderen Gruppe gut geklappt hat, heißt es nicht, dass alles immer gleich angewendet oder wiederholt werden kann. Inklusive Arbeit gelingt dann gut, wenn ein gutes Maß zwischen grundsätzlicher Barrierefreiheit und dem Ermitteln individueller Bedürfnisse gegeben ist. Das Wichtigste ist am Ende die Haltung und eine gute Kommunikation.
Ein spielerischer Einstieg ins Thema kann für alle – ob mit Behinderung oder nicht – ein guter Zugang zum Thema sein.
Es gibt verschiedene Aufgaben, die gegensätzlich sind, zum Beispiel:
Die Konfis bekommen, ohne von den anderen zu wissen, jeweils eine Aufgabe. Im Idealfall entsteht großes Chaos.
Folgende Fragen können im Anschluss diskutiert werden:
Vielleicht kommt jemand auf REGELN!
Auch in der Bibel gibt es Regeln: Die zehn Gebote!
Welche Gebote kennen die Konfis?
Gebote mit Bildern darstellen.
Zum Beispiel Comics. Passendes Material gibt’s hier: https://www.zaubereinmaleins-shop.de/home/religion/bildkarten-und-ausmalbilder-zu-den-10-geboten/ Stand: 30.01.2026

Es kann sein, dass ihr eine (inklusive) Konfi Gruppe habt, die aus verschiedenen Gründen keine lange Aufmerksamkeitsspanne hat. Macht Pausen! Spielt ein kurzes Spiel oder singt ein Lied das sich einfach mitsingen lässt. Hauptsache Bewegung
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Wählt zwei Geschichten aus der Bibel – z. B. Nabots Weinberg und David und Bathseba
Teil die Konfis in zwei möglichst gleichgroße Gruppen ein. Jede Gruppe bekommt eine Geschichte. Wenn Menschen dabei sind, die nicht lesen können oder denen es schwer fällt, Texte zu verstehen, seht von der Bibelarbeit im Sinne von selbst lesen ab! Es ist nicht inklusiv, wenn alle selbst lesen und einer die Geschichte vorgelesen bekommt. Denn wir wollen gleichberechtigte Teilhabe!
Erzählt die Geschichte – nutzt Bildkarten oder andere Medien, die visuell unterstützen. Nutzt leichte Sprache.
Tipp:

Hier gibt es tolle Bildkarten zu verschiedenen biblischen Geschichten!

Hier findet ihr die Einfach Bibel, eine Bibel in leichter Sprache mit Bildern und QR-Codes zum Vorlesen lassen der Texte.
Jede Gruppe hört (und sieht) nun eine Geschichte. In jeder dieser Geschichten, werden bestimmte Gebote gebrochen. Die Konfis sollen sich nun darüber austausche, welche Gebote gebrochen worden sind.
Tipp:

Lasst auch die Kinder mit Behinderung zu Wort kommen. Hört ihnen zu, auch wenn es ggf. etwas länger dauert. Fragt nach. Teilt die Gruppe ggf. vorher so ein, dass ein Kind/Jugendliche*r mit Behinderung in einer Gruppe ist, in der das gut möglich ist.
Nun kommen die Gruppen wieder zusammen. Baut eine Pyramide aus zehn Pappkartons auf.
Eine Gruppe beginnt und fasst die Geschichte für die andere Gruppe kurz zusammen. Dann werden die gebrochenen Gebote benannt. Die Pappkartons sind Gebote und werden nun nacheinander aus der Pyramide gezogen. (Man darf nicht oben anfangen!)
Je mehr Gebote gebrochen werden, je instabiler wird die Pyramide. Besprecht, was das bedeutet.
Wir essen nach jeder Konfi-Stunde gemeinsam Abendbrot. Das dient der Gemeinschaft und so haben die Konfis Raum zu erzählen, was sonst so los ist. Das ist natürlich nicht bei jedem Modell möglich.
Dazu gibt es eine ,,Choreografie“ aus Gesten. Diese dient dazu, sich die Worte besser einzuprägen und die Erfahrung zeigt, das klappt gut! Zwei verschiedene Versionen findet ihr hier:https://seelsorge-regensburg.de/wp-content/uploads/2022/07/Vaterunser-Gesten.pdf
© 2016 Bibellesebund Verlag
© 2016 BORN-Verlag
Dieses Werkbuch bietet zehn kreative Gruppenstunden zu den relevanten Lebensfragen von Teenagern. Es ist eine ideale Arbeitshilfe für Mitarbeitende und Leitende in Teeniekreisen und im kirchlichen Unterricht.
Jede Gruppenstunde lässt sich durch den modularen Aufbau variabel für die Gegebenheit in der Gruppe anpassen. Als Teaser dient jeweils ein Straßeninterview in Form eines Videos. In der Entfaltung des Themas werden mögliche Antworten auf die Lebensfrage aus mehreren Perspektiven in den Blick genommen. Kern der Einheiten sind methodische Vorschläge zu ausgewählten Bibeltexten, die von den Teenagern im Austausch erschlossen werden. Dieses „Theologisieren mit Jugendlichen“ ermöglicht einen dynamischen Gruppenprozess , in dem jeder Teilnehmer eigene Positionen entfalten und mitteilen kann.
Kreative Bausteine zur gemeinsamen Gestaltung zum Thema vervollständigen das Angebot jeder Gruppenstunde.
In der folgenden Tabelle werden mögliche Ablaufpläne für unterschiedliche Gruppensituationen dargestellt.
Bei Jugendgruppen (JU) werden 90-120 Minuten, bei kirchlicher Arbeit (KA) 60–90 Minuten und bei Schülerbibelkreisen (SBK) 15–20 Minuten als Grundlage der Entwürfe angesetzt.
Den Gruppenleitern steht es selbstverständlich frei, von diesem Vorschlag und den Angaben abzuweichen.
| Phasen | Inhalt | JU | KA | SBK |
| 1. Motivation | 1.1. Interaktion: Spiel: Wahrheit oder Pflicht | 10 Min. | ||
| 1.2. Panorama Variante A: Musikvideo „Für immer“ von Fettes Brot Variante B: Streetview | 3 – 8 Min. | 3 – 10 Min. | 3 Min. | |
| 2. Erarbeitung | 2.1. Bibelstory: 2. Samuel 11: Die nackte Frau – der angetane Mann – SEX – und die Konsequenz | 4 Min. | 4 Min. | 4 Min. |
| 2.2. Input: Infos zum Text Vier Perspektiven | 5 – 8 Min | 3 – 4 Min | 2 – 4 Min. | |
| 2.3. Expedition: Vier Stationen | 32 – 36 Min. | 30 – 35 Min. | ||
| 2.4. Chat: Variante A: Austausch an den Stationen Variante B: Separater Austausch | 8 – 10 Min. | 3 -5 Min. | ||
| 3. Vertiefung | 3.1. Input: Der richtige Rahmen | 6 – 10 Min. | 4 – 10 Min. | 3 – 4 Min. |
| 3.2. Action: Der richtige Rahmen | 10–20 Min. | 10 – 15 Min. | ||
| 3.3. Focus: Ordnung reflektieren | 8 – 10 Min. | 4 – 8 Min. | ||
| 4. Finale | 4. Finale Let’s talk | 4 Min. | 2 – 4 Min. |
Bei diesem Thema müssen sich die Mitarbeitenden vorher klar werden, was für eine Gruppenzusammensetzung sie vorfinden. Haben die Teens schon Vorerfahrungen gesammelt, ist Sex überhaupt schon ein Thema für sie, gibt es Missbrauchserfahrungen etc.? Entsprechend sensibel müssen die Mitarbeitenden auf die Teens eingehen. Für manche Teilnehmende ist das Thema auch peinlich. Daher empfiehlt es sich, die Gruppe in Mädchen und Jungs aufzuteilen.
Spiel: Wahrheit oder Pflicht
Material:
– ggf. Flasche
Spielerklärung:
In jeder Spielrunde ist ein Spieler der Befragte, und muss wählen: Wahrheit oder Pflicht! Bei Wahrheit muss eine Frage wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bei Pflicht dagegen muss eine Aufgabe erfüllt werden. Die Frage bzw. Aufgabe wird von dem Spieler bestimmt, der zuletzt an der Reihe war. Ist die Frage beantwortet bzw. die Aufgabe erfüllt, geht es weiter.
Der erste Fragesteller wird von den Mitarbeitenden bestimmt, z. B. der Jüngste oder die Älteste. Anschließend werden durch Flaschendrehen oder der Reihe nach weitere zu Befragende ausgewählt.
=> Alles ist freiwillig, und wer eine Frage nicht beantworten oder eine Aufgabe nicht erfüllen will, darf aussetzen.
Variante A: Musikvideo
Material:
– „Fettes Brot“ – Titel „Für immer“ (letzter Zugriff 01.12.2025)
=> Spielt das Musikvideo „Für immer“ von Fettes Brot ein und tauscht euch anschließend darüber aus. Bei Bedarf kann der Liedtext für die Teilnehmenden ausgedruckt werden, so können sie zum besseren Verständnis den Text mitlesen: Songtext von Fettes Brot – Für immer immer Lyrics (letzter Zugriff 01.12.2025)
Fragen:
– Was bedeutet Liebe in dem Video?
– Was wird in dem Video über Beziehungen deutlich?
– Ist das ein verantwortlicher Umgang mit Liebe und Sexualität?
– Warum?
=> Liebe wird immer als Grundlage genannt.
=> Die Beziehung war für immer ausgelegt.
– Warum nicht?
=> Die Partnerinnen ändern sich häufig.
=> Die Liebe scheint nicht von großer Bedeutung zu sein.
=> Treue spielt keine wichtige Rolle – das „für immer“ wurde nicht so wichtig genommen.
Variante B: Streetview
Material:
– Video Straßenumfrage zum Thema „Wie kann ich mit Liebe und Sexualität verantwortlich umgehen?“
=> Eingebettet in diese Überlegungen schaut sich die Gruppe gemeinsam die Antworten von anderen in der Straßenumfrage an.
Die nackte Frau – der angetane Mann – SEX – und die Konsequenz
Überleitung:
Nicht nur Fettes Brot kann über Liebe und Sex sprechen, sondern auch die Bibel erzählt ganz ehrlich Geschichten, in denen Menschen Liebe und Sexualität leben.
Material:
– Bibeln für alle
=> Wichtig ist, dass für das Lesen eine einfache Übersetzung/Übertragung gewählt wird. Es bieten sich die „Gute Nachricht“ oder auch die „Volxbibel“ an.
=> Lest gemeinsam die Geschichte aus 2. Samuel 11,1-27
Verständnisfragen: Infos zum Text
=> Welche Verständnisfragen haben die Teilnehmenden?
=> Das Wesentliche für die Mitarbeitenden im Überblick:
Batseba ist eine verheiratete Frau, die David so gut gefällt, dass er sich nicht zurückhalten kann. Er will sie und er nimmt sie sich. Durch ihr Schäferstündchen brechen Batseba und David die Ehe. Batseba wird dabei schwanger. David möchte nicht, dass die Schwangerschaft auffällt. Sein Plan: Er lässt den Mann von Batseba, Uria, holen, damit der mit seiner Frau schläft und alle denken, das Kind wäre von Uria. Uria ist loyal mit seinen Kollegen, die im Krieg sind. Er geht nicht zu seiner Frau und schläft nicht mit ihr. Selbst als David ihn am zweiten Abend abfüllt, lässt er sich nicht umstimmen. Schließlich gibt es für David nur eine Lösung: Uria muss sterben. Diesen Plan verwirklicht er, indem er ihn beim nächsten Kampf in die erste Reihe stellt. Uria stirbt und Batseba trauert. Nach der Trauerzeit holt David sie zu sich, heiratet sie und sie bekommen das Kind. Allerdings ist das keine „Happy-End-Story“, da Gott Davids Handeln nicht gut findet.
Beobachtungen zum Text: Vier Perspektiven
– Reize: Batseba zeigt ungeniert ihre Reize. Sie badet nackt im Freien, sodass der König es von seinem Dach aus sehen kann.
– Gier & Macht: David sieht Batseba und lässt sie holen. Er verfügt einfach über sie und spielt seine Macht aus.
– Konsequenzen: Sex hat immer Konsequenzen, auch wenn nicht unbedingt eine Schwangerschaft folgt. Bei David und Batseba läuft es nicht nur auf eine ungewollte Schwangerschaft hinaus, sondern auch auf Vertuschungsversuche und Mord.
– Der „richtige“ Rahmen für Sex: Batseba ist verheiratet, damit ist für David eigentlich der Rahmen klar abgesteckt. Doch David lässt sich nicht davon abhalten, mit Batseba zu schlafen. Durch den Sex wird Batseba schwanger. Batsebas Mann muss also aus dem Weg geräumt werden. Das ist definitiv nicht der richtige Rahmen für sexuelle Begegnungen.
=> Bildet, wenn möglich, vier Kleingruppen, die sich nun mit den vier oben genannten Aspekten beschäftigen. Die vier Themen werden an vier separaten Stationen behandelt. Gruppe 1 beginnt mit dem Thema „Reize“, Gruppe 2 beginnt mit dem Thema „Macht“ usw. Nach jeweils 7–8 Minuten wird zur nächsten Station gewechselt, solange bis jede Gruppe an jeder Station war.
An den Stationen müssen entweder klare Aufgabenbeschreibungen liegen oder jeweils ein Mitarbeiter zur Verfügung stehen.
Vier Stationen
Station 1: Reize
Material:
– erwachsene, langbeinige, weibliche Puppe aus Hartplastik
– erwachsene, männliche Puppe aus Hartplastik
– diverse Puppenkleidungsstücke
Die Teilnehmenden sollen beide Puppen entsprechend anziehen:
– Wie würdet ihr sie/ihn „sexy“ einkleiden?
– Was wären angemessene Kleidungsstücke, um die Reize zu verdecken?
– Welche Klamottenkombination geht überhaupt nicht, und warum?
Station 2: Macht
Material:
– YouTube-Kanal „triplexchurch“ – Titel„Ex – Porn Star Jenna Presley talking about her new life – From Pornography to a New found hope“ (letzter Zugriff 01.12.2025)
Die Teilnehmenden sollen Beispiele erarbeiten, bei denen über Menschen verfügt wird (Pornographie, Prostitution, Missbrauch …).
Gemeinsam schauen sie sich Auszüge aus dem YouTube-Clip von Brittini Ruiz an. Die ehemalige Pornodarstellerin erzählt, wie sie die Zeit als Pornostar erlebt hat und wie sie es geschafft hat, der Sexindustrie den Rücken zu kehren.
=> Achtet bitte darauf, dass jemand das englischsprachige Video übersetzen kann. Die Teilnehmenden, die schlechter Englisch verstehen, sollen nicht benachteiligt werden.
Station 3: Konsequenzen
Material:
– 1 Blatt pro Person
– 1 Pinsel pro Person
– Wasserfarben
– 1 Glas mit Wasser pro Person
=> Die Teilnehmenden sollen anhand eines Bildes verdeutlichen, dass Sex immer Konsequenzen hat.
Jede Person soll auf ein Papier nun einen gelben Streifen pinseln und anschließend einen blauen Streifen darübermalen. Die Farben vermischen sich und es entsteht ein neuer Ton. Nun sollen die Teilnehmenden versuchen, die beiden Ursprungsfarben wieder herzustellen
Impuls:
Gelb und Blau werden sich nicht mehr wieder herstellen lassen. Genauso ist es mit Sex: Er hat immer Konsequenzen.
Station 4: Rahmen
Material:
– verschieden große Bilderrahmen
– verschieden große Bilder
Die Teilnehmenden sollen anhand von verschieden großen Bilderrahmen und verschieden großen Bildern verstehen, dass jedes Bild einen passenden Rahmen braucht. Sie sollen überlegen, welche Strategien es gibt, Bild und Rahmen zusammenzubringen.
Variante A: Austausch an den Stationen
=> Falls genügend Mitarbeitende zur Verfügung stehen, dann können die Fragen direkt an den Stationen (2.3.) besprochen werden.
Variante B: Separater Austausch
=> Anschließend wird mit der ganzen Gruppe über folgende Themen und Fragen gesprochen:
– Reize:
Was bedeutet es, mit seinen Reizen zu spielen? Was wäre ein verantwortungsvoller Umgang mit seinen Reizen – was bedeutet in dem Zusammenhang „verantwortungsvoll“? Bikini/Badeshorts im Freibad sind okay, in der Schule nicht – warum?
– Pornos:
Ist es wirklich normal, Pornos zu gucken? Kennt ihr Leute, die Pornos gucken, oder habt ihr selbst schon welche angeschaut? Was könnten Gefahren sein, die mit Pornokonsum einhergehen?
– Konsequenzen:
Welche Konsequenzen hat Sex? Wie hoch schätzt ihr den Preis dieser Konsequenzen ein? Wie bewertet ihr die einzelnen Konsequenzen?
– Rahmen:
Was könnte ein passender Rahmen für Sexualität sein? Was passiert, wenn dieser Rahmen nicht gegeben ist?
=> Ab einer Gruppengröße von acht Personen ist es hilfreich, wieder Kleingruppen zu bilden – vorausgesetzt, es stehen genügend Mitarbeitende zur Verfügung.
Der richtige Rahmen
David und Batseba sind unverantwortlich mit ihrer Liebe und Sexualität umgegangen. Batseba war verheiratet und David und sie hatten keine Beziehung. Die Rahmen-Bedingungen haben bei den beiden nicht gestimmt.
Wenn wir verantwortlich mit Liebe und Sexualität umgehen wollen, dann ist es wichtig, dass der Rahmen dafür stimmt. Es ist wie bei einem Bilder-Rahmen: Wenn der Rahmen für das Glas zu groß ist, der Rahmen also nicht stimmt, kann es zu Scherben, also Verletzungen, kommen.
=> Das kann den Teilnehmenden gut vor Augen geführt werden, in dem der Mitarbeiter einen Bilderrahmen mitbringt, für den das Glas, das darin ist, nicht passt, weshalb er dieses schließlich fallen lässt.
Mögliche Vertiefung
Wenn man ineinander verliebt ist, gibt man sich dem Gegenüber emotional hin. Man teilt Geheimnisse und baut eine intensive Beziehung auf.
Wenn man mit seinem Partner schläft, dann gibt man ihm seinen ganzen Körper hin. Nichts bleibt mehr verdeckt, vom gehassten Doppelkinn bis zur Bauchfalte – der Partner kennt alles. Das ist intim. Deshalb ist es wichtig, dass es im richtigen Rahmen geschieht. Es gibt ganz verschiedene Faktoren für den richtigen Rahmen:
– Seid ihr alt genug?
In Deutschland sind sexuelle Handlungen unter 14 Jahren verboten. Wenn ihr älter als 14 Jahre seid, heißt das noch lange nicht, dass ihr euch reif genug für Sex fühlt.
– Seid ihr bereit füreinander Verantwortung zu übernehmen? Wie wichtig sind euch Treue und Verbindlichkeit?
Liebe hat nichts damit zu tun, was man bekommen möchte, sondern damit, was man selbst bereit ist zu geben.
– Steht ihr soweit auf eigenen Beinen, dass ihr im Fall einer Schwangerschaft füreinander da sein könnt? Bekommt ihr das finanziell hin?
Beim Sex können Kinder entstehen.
– Wie bei David und Batseba kann eine Schwangerschaft ungeplant und überraschend geschehen (selbst wenn man verhütet). Fühlt ihr euch dafür bereit?
– Kennt ihr euch schon lange? Seid ihr miteinander vertraut?
David und Batseba haben sich gerade kennengelernt und landen direkt miteinander in der Kiste. Sie hatten keine Zeit sich kennenzulernen.
– Liebt ihr euch beide oder findet ihr eure/n Partner/in einfach nur heiß und sexy?
David war angetan von Batsebas Schönheit. Ihren Charakter kannte er nicht. Wie sind die Gefühle, die ihr füreinander habt?
– Sex ist mächtig. Bei David und Batseba wird durch Sex eine Ehe zerstört. Seid ihr frei füreinander oder gibt es Beziehungsgeflechte, die ihr vorher klären solltet?
Sex und Beziehungen sind etwas Wunderschönes, wenn sie im richtigen Rahmen gelebt werden. Im falschen Rahmen können sie zu Verletzungen und Scherben führen. Deshalb ist es wichtig, dass wir auf uns selbst aufpassen. Stimmt der Rahmen?
Ordnung schaffen
Material:
– drei Plakate
– Begriffe, die zugeordnet werden müssen (siehe Download „Ordnung schaffen“)
– verschieden große Bilder
=> Hier sind wieder die Teilnehmenden gefordert. Sie können nun ihre eigene Ordnung erstellen. Dazu wird auf drei große Plakate je einer der folgenden Begriffe geschrieben:
=> Diese Plakate werden nebeneinander auf dem Boden ausgelegt. Die Teilnehmenden erhalten weitere Begriffe auf Moderationskarten (siehe Download), die sie gemeinsam unter die Oberbegriffe sortieren sollen:
– Händchen halten
– Zungenkuss
– sich in Unterwäsche sehen
– zusammen auf dem Bett abhängen
– umarmen
– Geheimnisse teilen
– küssen
– streicheln
– kitzeln
– unter Favorit ins Handy speichern
– Petting
– den Eltern vorstellen
– beieinander übernachten
– massieren
– sich zu zweit treffen
– Sex
– telefonieren
– Spitznamen wie „Hase“, „Schatz“ vergeben
– sich nackt sehen
=> Sie sollen sich miteinander einigen, was sie wo zuordnen. Die Mitarbeitenden sollen die Teilnehmenden alleine ordnen lassen. Sollte es bei einer Karte gar keine Einigung geben, kann diese separat gelegt werden und in der Austauschphase nochmals aufgenommen werden.
Ordnung reflektieren
=> Die Mitarbeitenden besprechen mit den Teilnehmenden gemeinsam, warum sie die Ordnung gewählt haben, die nun auf dem Boden sichtbar liegt. Folgende Fragen können die Austauschrunde unterstützen:
– Bei welchen Karten gab es unterschiedliche Meinungen? Warum?
– Welche Karten konnten nicht zugeordnet werden? Warum?
– Ggf. noch mal bewusst auf die eine oder andere Karte eine oder andere Karte eingehen und fragen warum sie den Platz, den sie hat, bekommen hat.
Persönlicher Impuls:
=> Zum Abschluss sollen die Mitarbeitenden sich selbst zu einzelnen Begriffen äußern, ohne die Ordnung der Teilnehmenden zu kritisieren. Möglichkeit:
– Ihr habt „zusammen auf dem Bett abhängen“ bei Freundschaft zugeordnet. Für mich ist mein Bett ein sehr privater Raum, den ich nicht mit vielen Menschen teilen möchte. Deshalb gehört das Abhängen im Bett für mich in eine feste Beziehung.
=> Außerdem ermutigen wir sehr dazu, dass die Mitarbeitenden zu dem Stellung beziehen, was für sie der richtige Rahmen für Sex ist (Vertrauen, Verbindlichkeit, Treue, Exklusivität, Ehe).
Ermutigung: Let’s talk
Von anderen können wir viel lernen. Deshalb suche dir doch ein Paar, das du nach seiner Liebesgeschichte befragst. Wann haben sie zum ersten Mal Händchen gehalten? Wann war klar, dass sie heiraten werden? Sinnvoll ist, dass du zu diesem Paar eine vertrauensvolle Beziehung hast. Mögliche Paare könnten sein: deine Eltern, Großeltern, Pfarrer/in bzw. Pastor/in, Jugendreferent/in oder Jugendkreisleiter/in. Von welcher Liebesgeschichte möchtest du mehr erfahren?
© 2016 Bibellesebund Verlag
© 2016 BORN-Verlag
Dieses Werkbuch bietet zehn kreative Gruppenstunden zu den relevanten Lebensfragen von Teenagern. Es ist eine ideale Arbeitshilfe für Mitarbeitende und Leitende in Teeniekreisen und im kirchlichen Unterricht.
Jede Gruppenstunde lässt sich durch den modularen Aufbau variabel für die Gegebenheit in der Gruppe anpassen. Als Teaser dient jeweils ein Straßeninterview in Form eines Videos. In der Entfaltung des Themas werden mögliche Antworten auf die Lebensfrage aus mehreren Perspektiven in den Blick genommen. Kern der Einheiten sind methodische Vorschläge zu ausgewählten Bibeltexten, die von den Teenagern im Austausch erschlossen werden. Dieses „Theologisieren mit Jugendlichen“ ermöglicht einen dynamischen Gruppenprozess , in dem jeder Teilnehmer eigene Positionen entfalten und mitteilen kann.
Kreative Bausteine zur gemeinsamen Gestaltung zum Thema vervollständigen das Angebot jeder Gruppenstunde.
In der folgenden Tabelle werden mögliche Ablaufpläne für unterschiedliche Gruppensituationen dargestellt.
Bei Jugendgruppen (JU) werden 90-120 Minuten, bei kirchlicher Arbeit (KA) 60–90 Minuten und bei Schülerbibelkreisen (SBK) 15–20 Minuten als Grundlage der Entwürfe angesetzt.
Den Gruppenleitern steht es selbstverständlich frei, von diesem Vorschlag und den Angaben abzuweichen.
| Phasen | Inhalt | JU | KA | SBK |
| 1. Motivation | 1.1. Intro: Ankommen und Einstimmen | 8–10 Min. | ||
| 1.2. Streetview: Straßenumfrage | 4 – 8 Min. | 4 – 8 Min. | 3 – 5 Min. | |
| 1.3. Panorama: Variante A: Interview Variante B: Collage, Brainstorming und Zuspitzung | 20 – 25 Min. | 15 – 20 Min. | ||
| 2. Erarbeitung | 2.1. Expedition: Kleingruppen | 20 – 25 Min. | 15 – 20 Min. | |
| 2.2. Chat: Woher kommt das Leid? Wohin mit dem Leid? Austausch über Ergebnisse | 10 – 15 Min | 8 – 12 Min | ||
| 3. Vertiefung | 3.1. Input: Gott im Leid | 8 Min. | 5 – 8 Min. | 5 – 8 Min. |
| 3.2. Pray Gebetsstationen | 10–15 Min. | 8 – 12 Min. | ||
| 4. Finale | 4.1. Focus: Persönliches Beispiel Gebet und Vaterunser Lied | 8 – 12 Min. | 5 – 10 Min. | 7 Min. |
| 4.2. Follow-Ups: Gesprächsangebot | 2 Min. |
Gott wird in der Bibel als Schöpfer, allwissender, allmächtiger und liebender Gott beschrieben. Mit diesen Eigenschaften lässt sich für viele nicht das Leid in dieser Welt zusammenbringen. Eine der Standard-Fragen lautet darum, warum Gott das Leid in dieser Welt zulässt, obwohl er uns doch liebt. In dieser Einheit wollen wir die Frage von verschiedenen Seiten beleuchten.
Material:
– Liederbücher
– Gitarre, ggf. weitere Instrumente (Cajon, Keyboard, Klavier usw.)
– ggf. Zeitungsausschnitte aushängen: Katastrophen, Krieg, Seuchen, Flüchtlingsströme, Unfälle und andere Leiderfahrungen
=> Zur Ruhe kommen, bei Gott ankommen und auf ihn ausrichten. Die Bilder rundherum werden nicht kommentiert, sondern sollen von selbst wirken
und das Thema andeuten.
=> Lieder singen und ein Gebet sprechen.
Material:
– Video Straßenumfrage zum Thema „Wie kann man bei so viel Leid an einen liebenden Gott glauben?“
=> Die Gruppe schaut sich gemeinsam die Antworten von anderen in der Straßenumfrage an.
Austausch:
Wir haben euch immer wieder davon erzählt, dass Gott euch liebt und es gut mit den Menschen meint. Trotzdem gibt es viele schreckliche Dinge auf dieser Welt: Kriege, Krankheiten, Katastrophen, Gewalttaten, Unfälle und vieles mehr. Wie stehst du zu dem Leid auf dieser Welt? Welche der Antworten in diesem Video entspricht deiner Meinung? Was würdest du auf die Frage antworten: Wie kann man bei so viel Leid an einen liebenden Gott glauben?
Variante A: Interview (für größere Gruppen geeignet)
Interview mit einer Person aus der Gemeinde, die Leid erfahren hat und authentisch erzählt, wie sie damit umgegangen ist und was das mit ihrem Glauben gemacht hat. Wird diese Aktionsform gewählt, dann bleibt wahrscheinlich keine Zeit für Collage und Brainstorming.
Variante B: Collage allgemeines Leid
Material:
– Zeitschriften
– Kleber
– Scheren
– große Blätter/Plakate (Din A2 oder größer) => Rand von 10 cm einzeichnen
– Permanentmarker
=> Wir teilen euch in Kleingruppen von 5–8 Personen auf. Jede Gruppe kann an einem Tisch Zeitungen und Zeitschriften durchblättern. Schneidet alles, was mit Leid zu tun hat, aus und klebt es auf euer Gruppenplakat. Wichtig: Außen sollte noch ein Rand von ca. 10 cm sein (für die nächste Aktion)!
Brainstorming: persönliches Leid
=> Personalisierung der Leidfrage: Auf dem Rand wird nun persönlich erlebtes Leid im eigenen Umfeld ergänzt (z. B. Tod in der Familie, Krankheit eines Freundes, Mobbing, Liebeskummer, Streit, Unzufriedenheit mit sich selbst)
Leid ist keine Sache, die nur in Kriegsgebieten, in unterentwickelten Ländern oder hinter Krankenhausmauern stattfindet. Leid erlebt jeder. Wo erlebst du Leid oder hast das in der Vergangenheit erlebt?
Zuspitzung
=> Die Mitarbeitenden lesen Auszüge von den Plakaten vor.
Austausch:
Leid ist fast allgegenwärtig. Das wirft zwei Fragen auf:
=> Die Teilnehmenden sollen durch Impulse und Bibeltexte eigene Antworten finden.
Material:
– Arbeitsblätter „Woher kommt das Leid?“ und „Wohin mit dem Leid?“ für alle Teilnehmenden ausdrucken (siehe Download)
– Stifte
– Bibeln
=> Die Gruppe wird in Kleingruppen von 5–8 Teilnehmenden aufgeteilt. Diese erarbeiten zunächst allein das Arbeitsblatt „Woher kommt das Leid?“. Die Ergebnisse werden in der Kleingruppe diskutiert. Anschließend wird dasselbe mit dem zweiten Arbeitsblatt „Wohin mit dem Leid?“ wiederholt.
=> Die Gruppe formuliert gemeinsam Antworten auf die Fragen „Woher kommt das Leid?“, „Wohin mit dem Leid?“ und „Wie können wir damit umgehen?“
Woher kommt das Leid?
Schon im dritten Kapitel der Bibel begegnet uns das erste Mal Leid (1. Mose 3): eine Geschichte, in der die Schlange betrügt, der Mensch lügt, die ersten Tiere sterben müssen und der Mensch auf Grund seiner Schuld von der unmittelbaren Gegenwart Gottes getrennt wird (1. Mose 3,1-6.16-19). Wer ist der Verursacher dieses ersten Leids? Was sind die Konsequenzen?
Das letzte Mal, dass Leid in der Bibel erwähnt wird, ist im letzten Buch der Bibel (Offenbarung 21,1-4). Was ist Gottes Antwort auf das Leid? Laut Bibel ist der erklärte Wille Gottes, mit dem Menschen zusammen zu leben. Der Mensch entschied sich dafür, sein eigener Chef zu sein und seinen Willen über den von Gott und anderen Menschen zu stellen.
– der Mensch als Verursacher von Leid (Sammlung von Beispielen)
– Leid, für das der Mensch nichts kann (Sammlung von Beispielen für Leid, an dem Menschen keine unmittelbare Schuld tragen)
Leid ist nicht immer erklärbar. Manchmal geht es „bösen“ Menschen gut und „guten“ Menschen schlecht. (Jeremia 12,1; Hiob 21,7). Leid ist nicht gerecht.
Wohin mit dem Leid?
Gott ist da …
| … als Ansprechpartner im Gebet | Matthäus 7,7; Jakobus 5,14-15; 1. Petrus 5,7 |
| … durch seine tröstende Gegenwart | Philipper 4,7; Matthäus 11,28; Matthäus 28,20 |
| … durch seinen Geist, der tröstet | Johannes 14,26-27 |
| … manchmal auch durch sein übernatürliches Wirken | Jakobus 5,13; Philipper 4,6-7 |
| … durch Mitchristen | Korinther 12,26; Thessalonicher 5,14 |
Gott ist da! Auch wenn er das Leid nicht immer verhindert. Er hält auch das Klagen aus. (Psalm 13 und 22). Überlegt euch in der Kleingruppe, wie man mit Leid gut umgehen kann. (Austausch und Sammlung)
Woher kommt das Leid?
=> Die Kleingruppen präsentieren die Gruppenergebnisse vom Arbeitsblatt „Woher kommt das Leid?“.
=> Leid hat verschiedene Ursachen. Die Mitarbeitenden können durch weitere Inputs diesen Punkt vertiefen.
Trennung von Gott verursacht Leid:
– Erstes Leid: Sündenfall, verursacht durch Ungehorsam gegenüber Gott (1. Mose 3). Konsequenz: Vertreibung aus dem Paradies, Tod, Krankheit, Neid, Hass und Brudermord
– Wenn man in die Bibel schaut, fällt auf: Die vollkommene Einheit mit Gott (Paradies in 1. Mose 1–2 und Ewigkeit in Offenbarung 21) macht vollkommen frei von Leid. Leid ist nicht das, wofür der Mensch erschaffen wurde – das spüren wir, wenn wir Leid erleben. Wir fühlen uns nicht wohl, sondern sehnen uns nach Leidfreiheit
Leid wird häufig vom Menschen verursacht:
– Andere Menschen tragen daran Schuld: global: Krieg, Geldgier, ungerechte Politik, Benachteiligung von Gesellschaftsschichten, Ausländern, Andersgläubigen, etc. persönlich: wenn dich jemand bestiehlt, schlägt, beleidigt, mobbt; wenn deine Eltern sich ständig streiten, etc.
– Man ist selbst schuld: Unfall wegen zu schnellen Fahrens, Krebs vom Rauchen, kein Job, weil faul in der Schule; unzufrieden mit sich selbst aufgrund falscher Schönheitsideale, etc.
Leid ist nicht immer erklärbar, gerecht oder sinnvoll:
– Für Naturkatastrophen, manche Krankheiten und manche Unfälle kann der Mensch nichts. Auch trifft es oft die Falschen (so zumindest der Volksmund). Schon die Bibel fragt: „Warum geht es dem Gottlosen so gut?“ (Jeremia 12,1; ähnlich: Hiob 21,7)
– Warum das spezifische Leid stattfindet (z. B. „Warum musste meine Mutter sterben?“, „Warum passiert gerade mir das?“), bleibt häufig unbeantwortet. Leid ist selten gerecht. Ungerechtigkeit ist Teil des Leids und Konsequenz des Sündenfalls.
– Völlige Leidfreiheit werden wir erst in Gottes neuer Welt erlangen (Offenbarung 21,3-5).
Wohin mit dem Leid?
=> Die Kleingruppen präsentieren die Gruppenergebnisse vom Arbeitsblatt „Wohin mit dem Leid?
Material:
– großes Plakat
– Permanentmarker
=> Die Mitarbeitenden schreiben die Antworten der Teilnehmenden zum Umgang mit dem Leid zusammen auf das Plakat. Eigene Antworten von den Mitarbeitenden können ergänzt werden.
=> Die Jugendlichen sollen über ihre Erfahrungen hinaus hören, dass Jesus mit ihnen mitleidet und in Leidsituationen da ist. Sie sollen in ihrem Grundvertrauen bestärkt werden, dass Gott sie liebt – auch wenn er Schwieriges zulässt. Gott ist für uns Menschen im Leid da.
Nacherzählung der biblischen Geschichte: Jakob auf der Flucht zu seinem Onkel Laban (1. Mose 28)
Jakobs Situation:
– Er verlor durch die Flucht alles: Familie, Freunde, Erbe etc.
– Er war auf einer gefährlichen Reise: Kein Navi; kannte nur die ungefähre Richtung durch unwirtliches Gebiet – Gefahr durch Verhungern oder Verdursten; leichtes Opfer für Räuber und wilde Tiere.
– Er ging in eine ungewisse Zukunft: Wird ihn Laban aufnehmen? Wird er sich ein neues Leben aufbauen können? Wird er immer in Labans Schuld stehen? Wird er sich eigenen Besitz und eine eigene Familie aufbauen können? …
– Gott begegnet ihm und Jakob bekommt eine Verheißung: Gott sorgt für mich und bringt mich durch die schwere Zeit (1. Mose 28,15).
Schlüsselmoment: „Wahrhaftig, der Herr ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht! (1.Mose 28,16 Gute Nachricht Bibel))
Austausch:
Der Höhepunkt der Reaktion Gottes auf das Leid der Menschen ist mit Sicherheit Jesus. Hier antwortet Gott auf das Leid der Menschen, indem er Jesus auf die Erde sendet, auf der er leidet und stirbt. Auch wenn wir nicht immer genau wissen, warum das Leid geschieht, wissen wir doch: Gott hat mit Jesus das Kostbarste gegeben, das es gibt. An dieser Antwort auf das Leid sehen wir, dass Gott uns trotzdem noch liebt (Johannes 15,13) und dass er unser Leid nachvollziehen kann (Hebräer 4,15).
Wie ist Gott heute da?
– als Ansprechpartner im Gebet
– durch seinen Geist, der tröstet
– durch seine tröstende Gegenwart
– manchmal auch durch sein übernatürliches Wirken
– durch Mitchristen
– …
Material:
– Pinnwand/Magnetwand
– Pinnnadeln oder Magnete
– zugeschnittene bunte Zettel
– Deko (Kerzen, Tücher)
– Stifte
– Plakat malen mit Aufschrift des Klageverses aus Psalm 77,2 (an die Wand hängen)
– ruhige Musik für den Hintergrund
=> Es ist davon auszugehen, dass viele Jugendliche größeres oder kleineres persönliches Leid erleben. Diese Interaktion soll helfen, das Gehörte in verschiedenen Stationen praktisch werden zu lassen.
=> Sobald die Mitarbeitenden die Stationen erklärt haben, läuft im Hintergrund ruhige Musik.
Das Thema Leid hat an vielen Stellen einen sehr persönlichen und verletzenden Zugang. Einige von euch haben schon eine Geschichte des Leides hinter sich oder stecken mittendrin. Gott ist nicht egal, wie du dich fühlst, und möchte auch nicht, dass du allein damit kämpfen musst.
Eine persönliche Beschäftigung mit dem erfahrenen Leid und die vertrauensvolle Abgabe an Gott können helfen, diese Erfahrung zu überwinden. Darum haben wir drei Stationen vorbereitet, an denen du das machen kannst.
Station 1: Klagewand
– Psalm 77,2: „Ich schreie zu Gott, so laut ich kann; ich schreie zu Gott, er wird mich hören.“ (Gute Nachricht)
– Hier könnt ihr Gedanken zu persönlichem oder globalem Leid aufschreiben und die Zettel dann an die Wand pinnen.
Station 2: Fürbittenstation
– Betet hier für Leid, das Leute aus der Gemeinde bzw. aus eurem persönlichen Umfeld erleben. Schreibt eure Gedanken auf kleine Kärtchen und nehmt sie mit nach Hause. So könnt ihr in der kommenden Woche weiter für diese Anliegen beten.
Station 3: Persönliches Gespräch und Gebet
– Die Mitarbeiter stehen für Gespräch und Gebet bereit (auch über die Einheit hinaus).
-=> Wenn die meisten Jugendlichen mit den Stationen durch sind, beenden die Mitarbeitenden die Aktion.
Lebensbericht
=> Mitarbeitende können zum Abschluss noch ein eigenes persönliches Zeugnis (kurz) vom Umgang mit Leid im eigenen Leben erzählen. Es sollte aber nicht erzwungen sein, sondern ein praktisches Beispiel vom Umgang mit Leid beinhalten, bei dem sie Gottes Hilfe erlebt haben.
=> Dieser Kurzimpuls kann durch ein Gebet mit einem gemeinsam gesprochenen Vaterunser abgeschlossen werden.
Lied
„Du siehst die Wunden“ (von Danny Plett) oder ein anderes Lied, welches das Thema aufgreift
Gesprächsangebot
=> Da eine Gruppenstunde über Leid nicht alle Fragen dazu beantworten kann, können die Mitarbeitenden signalisieren, dass sie für weitere Fragen zur Verfügung stehen.
© 2016 Bibellesebund Verlag
© 2016 BORN-Verlag
Dieses Werkbuch bietet zehn kreative Gruppenstunden zu den relevanten Lebensfragen von Teenagern. Es ist eine ideale Arbeitshilfe für Mitarbeitende und Leitende in Teeniekreisen und im kirchlichen Unterricht.
Jede Gruppenstunde lässt sich durch den modularen Aufbau variabel für die Gegebenheit in der Gruppe anpassen. Als Teaser dient jeweils ein Straßeninterview in Form eines Videos. In der Entfaltung des Themas werden mögliche Antworten auf die Lebensfrage aus mehreren Perspektiven in den Blick genommen. Kern der Einheiten sind methodische Vorschläge zu ausgewählten Bibeltexten, die von den Teenagern im Austausch erschlossen werden. Dieses „Theologisieren mit Jugendlichen“ ermöglicht einen dynamischen Gruppenprozess , in dem jeder Teilnehmer eigene Positionen entfalten und mitteilen kann.
Kreative Bausteine zur gemeinsamen Gestaltung zum Thema vervollständigen das Angebot jeder Gruppenstunde.
In der folgenden Tabelle werden mögliche Ablaufpläne für unterschiedliche Gruppensituationen dargestellt.
Bei Jugendgruppen (JU) werden 90-120 Minuten, bei kirchlicher Arbeit (KA) 60–90 Minuten und bei Schülerbibelkreisen (SBK) 15–20 Minuten als Grundlage der Entwürfe angesetzt.
Den Gruppenleitern steht es selbstverständlich frei, von diesem Vorschlag und den Angaben abzuweichen.
| Phasen | Inhalt | JU | KA | SBK |
| 1. Motivation | 1.1. Intro: Collage und Austausch | 10-15 Min. | 10-15 Min. | |
| 1.2. Streetview: Straßenumfrage | 5 Min. | 5 Min. | 3-5 Min. | |
| 1.3. Panorama: Gottesbilder | 8 Min. | 4-8 Min. | ||
| 2. Erarbeitung | 2.1. Expedition: Kleingruppen an vier Stationen | 20-25 Min. | 15-22 Min. | |
| 2.2. Chat: Austausch über Ergebnisse | 10-15 Min. | 5 Min. | ||
| 3. Vertiefung | 3.1. Input: Weltreligionen | 10-15 Min. | 5-12 Min. | 5-8 Min. |
| 3.2. Action: Talkshow | 15-25 Min. | 10-15 Min. | ||
| 4. Finale | 4.1. Focus: Ergebnis Ausgangsfrage | 7 Min. | 3-5 Min. | 5 Min. |
| 4.2. Pray: Gebetsgemeinschaft | 5 Min. | 3 Min. | 2 Min. |
Die Gläubigen aller Religionen haben mindestens eines gemeinsam: Sie sind sich sicher, dass das, was sie glauben, richtig ist. In der ganzen Welt gibt es Anbetungsstätten und Zeugnisse von Gottesglauben aller Couleur. Der Glaube scheint Menschen ein ureigenes Bedürfnis zu sein. Dennoch äußert er sich in den Religionen sehr unterschiedlich. Beten alle Religionen denselben Gott an? In dieser Einheit geht es darum, die großen Weltreligionen miteinander zu vergleichen und auf den Prüfstand zu stellen
Material:
– großes ausgeschnittenes Fragezeichen aus Karton oder Styropor
– alte Zeitschriften, Kataloge, Modemagazine …
– Scheren
– Kleber
– Permanentmarker
– Heftzwecken oder Klebestreifen
– Kleine Zettel in unterschiedlichen Farben (Blau, Grün, Gelb)
– Legende zur Bedeutung der Zettel – dazu die Kategorien auf den jeweiligen Zettel schreiben oder drucken:
o Blau = Diese Eigenschaften hat Gott.
o Grün = So sieht Gott die Menschen.
o Gelb = So können Menschen Gott finden / mit ihm in Kontakt treten.
=> Legt das Fragezeichen in die Mitte des Raumes. Die Teilnehmenden haben nun Zeit, entweder zu den jeweiligen Kategorien Zettel auszufüllen
oder Bilder aus den Zeitschriften auszuschneiden, die verdeutlichen, wie sie sich Gott vorstellen. Mit den Zetteln und den Bildern soll das Fragezeichen bestückt werden.
Austausch:
– Habt ihr euch schon einmal mit anderen Weltreligionen beschäftigt?
– Welche Aussagen machen Andersgläubige und deren Bücher über Gott?
– Was macht deinen Glauben im Vergleich damit aus?
Material:
– Video Straßenumfrage zum Thema „Beten alle Religionen denselben Gott an?“
=> Eingebettet in diese Überlegungen schaut sich die Gruppe gemeinsam die Antworten von anderen in der Straßenumfrage an.
Es kann sein, dass einige der Aussagen in dem Video das wiedergeben, was du selbst dazu denkst. Es kann aber auch sein, dass die Aussagen des Videos ganz gegenteilig zu deiner Meinung sind. Was ist dein Eindruck? Wie stehst du zu den Meinungen im Video? (Würdest du jetzt an der Collage noch etwas ergänzen?)
Welche Vorstellung von Gott steht hinter dem, was du geschrieben, skizziert oder geklebt hast? Wenn du ein Bild oder einen Vergleich in unserer
Welt wählen würdest: Wer ist Gott für dich? Woran machst du das fest? Gibt es Bibelstellen oder Erlebnisse, die dich in deiner Meinung unterstützen?
Mögliche Beispiele:
– Gott ist wie ein Vater für mich.
– Jesus ist wie ein Freund für mich.
– Der Heilige Geist ist wie eine Stromquelle für mich.
In dieser Phase geht es darum, Gott mithilfe der Bibel auf die Spur zu kommen. Die Teilnehmenden werden dazu in vier Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Station mit einer Frage und unterschiedlichen kreativen Aufgaben zugewiesen. Die Stationen sollten im Vorfeld aufgebaut werden. Das heißt, sie sind bereits mit Materialien ausgestattet und dem jeweiligen Oberthema gekennzeichnet. Jeder Teilnehmende sollte zudem eine eigene Bibel dabeihaben. Die ausgewählten Bibeltexte dienen als Hilfestellung. Die Jugendlichen sollten aber auch selbst in der Bibel schmökern und nach geeigneten Stellen suchen.
Material:
– Arbeitsblätter „Gott in der Bibel“ (siehe Download)
– Arbeitsblätter für alle Gruppenleiter ausdrucken
– Gesamtliste Material für die Stationen:
o Bibeln
o Wäscheleine
o Wäscheklammern
o Kärtchen in zwei Farben (Blau, Grün)
o Permanentmarker
o alte Zeitschriften
o Plakat
o Klebestifte
o Digitalkamera und Drucker (ggf. Sofortbildkamera)
o DIN-A4-Blätter
o Flipchart oder Plakat
=> Die Gruppe wird in Kleingruppen von 3–8 Teilnehmenden aufgeteilt. Diese durchlaufen mit jeweils einer leitenden Person vier Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alternativ kann auch an jeder Station ein Mitarbeiter sitzen und jeweils nur diese Station betreuen. Auf den Arbeitszetteln stehen die konkreten Aufgabenbeschreibungen und die Materialliste.
Diese Stationen gibt es:
A. Gestatten? Gott! Wie wird Gott in der Bibel angesprochen?
B. Das nenne ich Charakter! Welche Eigenschaften hat Gott in der Bibel?
C. Himmlisches Jobcenter Welche Rollen hat Gott in der Bibel und welche Rolle spielt Jesus?
D. Es geht um’s Prinzip! Was sind Grundprinzipien des christlichen Glaubens?
Station A: Gestatten? Gott!
Wie wird Gott in der Bibel angesprochen?
=> Die Texte werden gemeinsam in der Gruppe gelesen. Je nach Gruppengröße können sich die Teilnehmenden aber auch in Zweiergruppen mit den Texten beschäftigen. Die Namen Gottes werden je auf ein blaues Kärtchen geschrieben und an die Wäscheleine geklammert. Danach ergänzen die Jugendlichen auf den grünen Kärtchen die Namen, mit denen sie Gott ansprechen; und tauschen sich darüber aus, welche Anrede sie warum benutzen und wie sie Gott niemals nennen würden. Im Anschluss kann darüber diskutiert werden, welche Wirkung die Namen Gottes haben.
=> Namen, die in den Bibelstellen-Vorschlägen vorkommen: Gott, der Gewaltige „Ich-bin-da“; Ewiger Gott; Wahrer Gott; Allerhöchster Gott; Herrscher der ganzen Welt; König; Herr; Abba; (Vater); Liebe.
Bibelstellen-Vorschläge:
– 1. Mose 3,14
– 1. Mose 17,1
– 1. Mose 28,3
– 1. Mose 21,33
– 5. Mose 7,9
– Offenbarung 16,14
– Psalm 97,1
– Psalm 136,2
– 1. Korinther 16,22
– Galater 4,6
– Philipper 2,11
– 1. Johannes 4,8
Station B: Das nenne ich Charakter!
Welche Eigenschaften hat Gott in der Bibel?
=> Die Teilnehmenden suchen mithilfe der genannten Bibelstellen und eigener Recherche in der Bibel danach, welche Eigenschaften Gott hat. Die Texte werden gemeinsam in der Gruppe gelesen. Je nach Gruppengröße können sich die Teilnehmenden aber auch in Zweiergruppen mit den Texten beschäftigen. Die Eigenschaften Gottes werden anhand einer Collage deutlich gemacht. Wenn möglich soll zu jeder Eigenschaft ein passendes Bild gefunden oder gemalt werden – zum Beispiel eine Waage für „gerecht“. Die Charakterzüge können auch dazugeschrieben werden. Wenn die Collage fertig ist, kann sich die Gruppe darüber austauschen, welche der Eigenschaften sie am wichtigsten findet.
=> Eigenschaften, die in den Bibelstellen-Vorschlägen vorkommen: allgegenwärtig, liebevoll, barmherzig, geduldig, gnädig, mächtig, gut, vollkommen, gerecht, treu, groß, heilig, unbegreiflich, ewig, weise.
Bibelstellen-Vorschläge:
– Jeremia 23,24
– Psalm 103,8
– Psalm 99,2
– Psalm 106,1
– 5. Mose 32,4
– Psalm 95,3
– Psalm 36,6
– 1. Samuel 2,2
– Johannes 3,16
– Hiob 36,26
– 1. Timotheus 1,17
– Jesaja 11,2
Station C: Himmlisches Jobcenter
Welche Rollen hat Gott in der Bibel und welche Rolle spielt Jesus?
=> Die Teilnehmenden suchen mithilfe der genannten Bibelstellen und eigener Recherche in der Bibel danach, welche Rollen Gott hat. Die Texte werden gemeinsam in der Gruppe gelesen. Je nach Gruppengröße können sich die Teilnehmenden aber auch in Zweiergruppen mit den Texten beschäftigen. Die Rollen werden jeweils auf einem DIN-A4-Blatt festgehalten. Nun überlegt sich die Gruppe zu jeder Rolle, wie sie diese in einem Standbild darstellen könnte. Das Standbild wird von den Teilnehmenden dargestellt, fotografiert, ausgedruckt und zur jeweiligen Rolle geklebt.
=> Rollen, die in den Bibelstellen-Vorschlägen vorkommen: Schöpfer, Vater, Richter, Herrscher, Retter.
Bibelstellen-Vorschläge:
– 1. Mose 1,1
– Hiob 4,17
– Römer 8,15
– Galater 4,6
– Psalm 75,8
– Psalm 96,13
– Psalm 98,9
– Offenbarung 1,8
– Psalm 88,2
– Johannes 3,16-17
Station D: Es geht um’s Prinzip!
Was sind Grundprinzipien des christlichen Glaubens?
=> Die Teilnehmenden suchen mithilfe der genannten Bibelstellen und eigener Recherche in der Bibel danach, welche Prinzipien es im christlichen Glauben gibt. Die Texte werden gemeinsam in der Gruppe gelesen. Je nach Gruppengröße können sich die Teilnehmenden aber auch in Zweiergruppen mit den Texten beschäftigen. Jedes Prinzip wird auf das Flipchartpapier oder Plakat geschrieben. Zu jedem Prinzip wird ein Kerngedanke formuliert, der ausdrückt, was das Prinzip bedeutet. Im weiteren Verlauf kann sich die Gruppe darüber austauschen, welches der Prinzipien sie am wichtigsten, am schwierigsten und am einfachsten findet.
=> Weitere mögliche Impulsfragen: Warum ist Vergebung so schwer? Wie wichtig ist das Gebet?
=> Prinzipien, die in den Bibelstellen-Vorschlägen vorkommen: Vergebung, Liebe, Gebet, Dienen.
Bibelstellen-Vorschläge:
– Matthäus 18,21-22
– Lukas 10,27
– Lukas 6,27-28
– Matthäus 7,7-8
– 1. Thessalonicher 5,17
– 1. Petrus 4,10
=> Die Gruppen stellen der Reihe nach ihre Ergebnisse vor. Wahlweise können die Teilnehmenden die einzelnen Stationen auch selbst aufsuchen und sich darüber austauschen. Es ist hilfreich, zu wissen, was man selbst glaubt, wenn man sich mit dem Glauben anderer Menschen beschäftigt. Sich selbst zu reflektieren kann dabei helfen, andere besser zu verstehen. Man erkennt dadurch Gemeinsamkeiten und Unterschiede leichter und wird dadurch sprachfähig über den eigenen Glauben.
Material:
– Papier
– Stifte
– Karteikarten mit Fragen an die Gruppe
– siehe Download „Weltreligionen“, Ausdruck für alle Teilnehmenden
– optional:
o Smartphones oder andere Internetzugänge
o ausgedrucktes Material bzw. Bücher zu den Weltreligionen
– Technik und Dekoration für „Talkshow“
=> Es geht es darum, einen Einblick in die Gottesbilder und Glaubensvorstellungen anderer Religionen zu bekommen. Die Teilnehmenden beschäftigen sich jeweils in Gruppen mit einer Religion – und stellen diese anschließend im Rahmen einer „Talkshow“ vor der Jugendgruppe vor.
Hinweis:
Dieser Gruppenstundenentwurf beschränkt sich in der Auswahl auf die fünf größten Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus). Es ist aber durchaus möglich, die Liste um weitere Religionen zu erweitern (z. B. Naturreligionen, Taoismus) – oder das Thema sogar auf Konfessionen, Denominationen, Humanismus oder Atheismus auszuweiten.
Wir teilen euch nun in Kleingruppen ein. Diese beschäftigen sich jeweils mit einer der großen Weltreligionen. Anschließend verschafft ihr euch mit dem Arbeitsblatt „Weltreligionen“ einen Überblick, worum es in dieser Religion geht. Leitend sind dabei folgende Fragen, die in ähnlicher Weise später auch vom Talkmaster aufgegriffen werden:
– Wie ist die Religion entstanden?
– Wie viele Anhänger hat die Religion zurzeit?
– Worum geht es im Kern der Religion
– Welches Gottesbild haben die Anhänger der Religion?
– Was erwartet „Gott“ von den Anhängern der Religion?
– Auf wen oder was berufen sich die Anhänger der Religion?
– Worin unterscheidet sich diese Religion von den anderen?
– Welche Gemeinsamkeiten hat diese Religion mit den anderen?
Am Ende der Vorbereitungszeit bestimmen die Gruppen jeweils Teilnehmende, die stellvertretend bei der Talkshow die Rollen der Religionsvertreter übernehmen. Diese Personen können auch einen in der jeweiligen Religionsgemeinschaft häufig vorkommenden Namen erhalten.
Material:
– Arbeitsblatt „Talkshow“ (siehe Download)
– Stühle
– Mikrofon (bei großen Räumen mit Verstärker – sonst nur symbolisch, damit jeder weiß, wer gerade redet)
– Dekoration (z. B. Plakat mit Thema, Couch)
=> Während sich die Gruppe mit den verschiedenen Religionen beschäftigt, wird von den Leitenden eine Talkrunde vorbereitet – etwa indem ein Stuhlhalbkreis für die fünf Stellvertreter der Religionen gut sichtbar für die Gruppe aufgebaut wird. Weiteres Material ist nicht zwingend erforderlich. Die Talkshow kann aber durch Technik ergänzt oder Dekoration ausgeschmückt werden. Eine Person aus dem Mitarbeiterteam übernimmt die Rolle des Moderators. Die Anleitung für die Talkshow befindet sich auf dem Arbeitsblatt.
Zum Abschluss der Austauschrunde stellt die Moderation noch eine offene Frage, um darauf aus der Gruppe Antworten einzuholen. Reihum sollen alle Teilnehmenden die Frage für sich beantworten. Wird in allen Religionen derselbe Gott angebetet?
=> Die Gruppenstunde endet mit einem gemeinsamen Gebet.
Stellt euch im Kreis auf und nehmt euch an den Händen. Der Reihe nach kann jeder in einem Satz Gott für eine Sache danken, die ihm in der Gruppenstunde wichtig geworden ist. Wenn jemand fertig ist oder nichts sagen möchte, gibt er der nächsten Person mit einem Händedruck ein Signal. Wir schließen das Gebet mit einem gemeinsamen Vaterunser.
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