Jesus sieht Zachäus

One Paper Storie

Bibelstellen: Lukas 19,1-10
Zielgedanke: Jesus sieht tief in unsere Herzen.

Wenn wir durch die Gegend laufen, sehen wir unterschiedliche Menschen. Manche fallen uns besonders auf, weil sie ein richtig tolles Leben haben. Sie scheinen auf einem regelrechten Höhenflug zu sein, sind erfolgreich, haben super Klamotten und eine tolle Frisur. Es sieht so aus, als würde ihnen alles mühelos gelingen. Manchmal kommt uns dann der Gedanke: „Wenn mein Leben doch auch nur so toll wäre …“ (rechts oben eine Figur von der Seite zeichnen; statt Beinen zwei Striche auf unterschiedlichen Höhen zeichnen)

Aber nicht alle Menschen schweben so weit oben. Es gibt einige, denen nicht alles gelingt. (unter die erste Figur eine Figur in sitzender Haltung zeichnen)

Uns begegnen Menschen, die nach Wärme und Geborgenheit suchen. Sie wollen nicht allein sein und sehnen sich nach jemanden an ihrer Seite oder nach einer Familie. (eine Figur mit Baby im Arm zeichnen)

Und dann gibt es Menschen, die sich um andere kümmern. Sie sind ihnen eine Stütze, haben ein offenes Ohr und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. (eine Figur zeichnen, die der Figur mit Baby die Hand auf die Schulter legt)

Es gibt auch Menschen, die eher still sind, nicht auffallen wollen und sich im Hintergrund halten. Sie beobachten gern das Geschehen. (im Hintergrund eine Figur zeichnen)

Und dann gibt es noch die Leute, die gern im Vordergrund stehen und bei denen immer etwas los ist. Mit ihnen wird es nie langweilig. Sie haben viel Energie. (im Vordergrund eine hüpfende Figur zeichnen)

Bei Menschen gibt es all diese Gegensätze: oben und unten, laut und leise, suchend und helfend, Menschen im Hintergrund und im Vordergrund. Welche Figur auf diesem Bild passt am ehesten zu euch? (Pause)

Es gibt eine Geschichte, in der eine davon eine besondere Rolle spielt – die rechts oben. Es geht um einen Mann, der scheinbar ein ganz tolles Leben führte. Er hatte viel Geld, teure Klamotten, ein großes Haus und konnte sich alles kaufen. Trotzdem fehlte ihm etwas. Nach und nach merkte er, dass sein Herz trotz allem leer blieb. (der Figur rechts oben (= Zachäus) ein leeres Herz auf die Brust zeichnen)

Dieser Mann arbeitete beim Finanzamt. Er kassierte Steuern von den Menschen, die er dann an den Staat weitergab. Allerdings nahm er mehr, als der Staat verlangte und steckte sich den Rest in die eigene Tasche. Das war natürlich nicht fair. Kein Wunder also, dass dieser Mann zwar viel Geld hatte, aber von niemandem gemocht wurde. Eines Tages passierte etwas Ungewöhnliches. Ein Mann kam in die Stadt. Aber nicht irgendein Mann, sondern ein echter Promi. (für den Promi (= Jesus) in die Mitte eine Figur zeichnen)

Alle kamen aus ihren Häusern auf die Straßen, um ihn zu sehen. So auch der Finanzbeamte. Er war ganz nervös, denn er hatte schon viel von diesem Star gehört. Doch es waren einfach zu viele Menschen um ihn herum. Er konnte absolut nichts sehen. Schließlich war er nicht gerade ein Riese. Also kletterte der Finanzbeamte auf einen Baum. (einen Baum zeichnen, in dem Zachäus sitzt; die zwei Striche für den Baumstamm verwenden)

Dort saß er nun gespannt. Mit seinem Herzen, in dem ihm etwas fehlte und das vor Aufregung wild klopfte. Und mit vielen Fragen in seinem Kopf: „Wie wird es wohl sein, diesen berühmten Mann zu sehen? Wird diese Begegnung mein Leben verändern? Wird er mich überhaupt hier oben sehen? Es sind doch so viele Menschen hier.“ Da lief der Promi auch schon die Straße entlang. (vor Jesus einen Weg andeuten)

Genau vor dem Baum des Finanzbeamten blieb er plötzlich stehen. Und dann schaute er nach oben, direkt ins Gesicht des Finanzbeamten. Das war dem Mann im Baum ganz unangenehm und er wusste nicht, was er tun sollte. (Jesus ein Gesicht mit Blick nach oben zeichnen; Zachäus einen Arm zeichnen)

Und der Star sagte doch tatsächlich: „Zu dir will ich heute zum Abendessen kommen!“ (Jesus einen ausgestreckten Arm zeichnen)

Dem Finanzbeamten stockte der Atem. Damit hatte er nicht gerechnet. Der Promi wollte sein Gast sein? Das konnte er gar nicht glauben. Doch am Abend erschien er tatsächlich bei ihm zu Hause.

Vielleicht ahnt ihr es schon: Der Promi ist Jesus und der Finanzbeamte Zachäus. Das Leben von Zachäus war gar nicht so toll, wie es aussah. Jesus sah das und wandte sich ihm zu. Endlich konnte Zachäus jemandem von seinem Leben erzählen. Von seinem Beruf, seinen Wünschen, seinen Fehlern. Dass er oft allein war, sich nach Freunden sehnte und ihn all das Geld nicht glücklich machte. Und Jesus blieb. Obwohl er wusste, dass Zachäus Menschen betrog. Jesus begegnete Zachäus mit so viel Liebe, dass sich dessen Leben veränderte. Sein Herz war auf einmal voll. Von Liebe. (das Herz von Zachäus ausmalen)

Er bereute seine schlechten Taten und beschloss, den Menschen das Geld zurückzuzahlen, das er ihnen abgeknöpft hatte. Und nicht nur das: Er gab jedem, den er bestohlen hatte, mehr zurück. Er hatte gemerkt: Geld allein macht nicht glücklich. Durch die Begegnung mit Jesus fand er echtes Glück und tiefe Freude. (die Szene in ein Herz einfassen)

Jesus hat Zachäus besucht, weil er ein Herz für Menschen hat. Er beurteilt die Menschen nicht nach dem ersten Eindruck – er sieht ihnen ins Herz, in die Seele. Und dort erkennt er die versteckten Sehnsüchte, die geheimen Träume, den wahren Kern des Menschen. Jesus selbst sucht die Nähe zu uns und möchte bei uns sein, damit wir wahre Freude finden. (den restlichen Figuren fröhliche Gesichter zeichnen)

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One Paper Storie

Bibelstellen: Apostelgeschichte 9,1-22
Zielgedanke: Jesus entzündet in uns ein helles Licht.

Wart ihr schon einmal Feuer und Flamme für etwas – so richtig begeistert von einer Sache? (ein kleines Feuer zeichnen)

Es gab da mal einen Mann, dem es so ging. Er hieß Saulus. (ein Gesicht mit Augen und Mund zeichnen (= Saulus); dabei das Feuer als Haare verwenden)

Dieser Mann hieß Saulus. Er wendete seine ganze Zeit und Kraft für eine Sache auf – allerdings keine gute: Er verfolgte mit großer Leidenschaft Christen. Er hielt das alles mit Jesus für einen falschen Glauben. Deshalb ließ er Menschen einsperren oder sogar umbringen, die an ihn glaubten. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass sich dieser neue Glaube verbreitete. Eines Tages war Saulus auf dem Weg nach Damaskus. Auch dort wollte er Christen gefangen nehmen. Er war ziemlich schnell unterwegs. Doch kurz vor Damaskus wurde er geblitzt. Ein helles Licht strahlte vom Himmel herab. (quer über die Figur zwei Linien ziehen)

Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: „Saulus, warum verfolgst du mich?“
„Wer bist du?“, fragte Saulus.
„Ich bin Jesus, den du verfolgst!“, antwortete die Stimme. „Steh auf und geh in die Stadt. Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.“
Was Saulus hier noch nicht ahnte: Dieses unglaubliche Erlebnis würde sein Leben komplett auf den Kopf stellen. (das Blatt auf den Kopf drehen)

Nachdem Jesus ihm erschienen war, wurde Saulus blind. Was sollte er tun? Er versuchte sich daran zu erinnern, was Jesus zu ihm gesagt hatte. „Geh in die Stadt.“ Also gut. Vorsichtig machte er sich auf den Weg. (den Kopf von Saulus vervollständigen; dabei die Haare als Bart verwenden; Saulus einen Körper und Füße zeichnen; die Linien bilden den Weg, auf dem Saulus steht)

Saulus wich also von seinem eigentlichen Vorhaben ab. Er ging nun nicht mehr nach Damaskus, um Christen gefangen zu nehmen, sondern weil Jesus ihn dorthin geschickt hatte. Drei Tage lang war Saulus blind und wollte weder essen noch trinken. (für die drei Tage drei vertikale Striche neben Saulus machen)

Zur gleichen Zeit begegnete Jesus auch einem Mann namens Hananias und sprach zu ihm. (für Hananias links eine Figur zeichnen, die ängstlich zu Saulus hinüberschaut)

Hananias war Christ und lebte in Damaskus. Jesus trug ihm auf, in ein anderes Haus zu gehen, um dort Saulus zu treffen. Er sollte ihm die Hände auflegen, damit dieser wieder sehen konnte. Aber Hananias hatte Angst. Er hatte von Saulus gehört und wusste, was der mit Christen wie ihm machte. Doch er vertraute Jesus. Und so ging er zu der Straße, die „die Gerade“ hieß. (unter Saulus und Hananias eine horizontale Linie ziehen)

Dort war das Haus, in dem Saulus sich aufhielt. (um Saulus herum ein Haus zeichnen; dabei die drei Striche für ein Fenster verwenden)

Als Hananias dort ankam, sah er, wie Saulus betete. (Saulus Arme und gefaltete Hände zeichnen)

Trotz seiner Angst vor diesem gefährlichen Mann ging Hananias zu ihm hin und legte ihm die Hände auf, wie Jesus ihm aufgetragen hatte. „Hey, Bruder Saulus!“, sagte er zögerlich. „Jesus hat mich zu dir geschickt, damit du wieder sehen kannst. Außerdem sollst du mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.“ Im selben Moment fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen und er konnte wieder sehen. Sein Hass verschwand – Liebe erfüllte sein Herz. (Saulus und Hananias fröhliche Gesichter zeichnen)

Saulus ließ sich gleich taufen. Denn diese Begegnung hatte sein Leben komplett verändert. Er war jetzt ein neuer Mensch. Und das wollte er mit der Taufe feiern. Als Nachfolger von Jesus erzählte er vielen Menschen mutig von Jesus und gründete viele christliche Gemeinden. (das Haus zu einer Kirche erweitern; links eine Weglinie ziehen)

Saulus, der sich später Paulus nannte, war nun wieder Feuer und Flamme für eine Sache. Aber diesmal für etwas Gutes: für Jesus. Wofür seid ihr Feuer und Flamme? Gibt es etwas, das euch begeistert? (aus der Weglinie rechts unten ein entzündetes Streichholz zeichnen)

Vielleicht seid ihr – genau wie Paulus – Feuer und Flamme für Jesus. Dann legt mutig los und begeistert auch andere Menschen. Bei Paulus ist übrigens ein wahres Feuerwerk daraus geworden, das hell geleuchtet hat! Das kann Jesus auch in eurem Leben bewirken. (über das Streichholz ein Feuerwerk zeichnen)

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Diese Sammlung enthält Anleitungen, um biblische Geschichten mit nur einem Blatt Papier kreativ und anschaulich zu erzählen. Das Bild entwickelt sich Stück für Stück während dem Erzählen.

One Paper Storie

Bibelstellen: Markus 4,35-41
Zielgedanke: Jesus kann die Stürme in uns stillen.

Wart ihr schon einmal am Meer oder an einem See, als es windstill war? Das Wasser sieht dann aus wie ein Spiegel. (als Wasserlinie eine horizontale, nicht ganz gerade Linie ziehen)

Ab und zu sieht man vielleicht, wie sich das Wasser leicht kräuselt. Und manchmal durchbricht ein leises Plätschern die Ruhe und den Frieden. (in der Nähe der Wasserlinie kleine Wellen andeuten)

Auf einem solch ruhigen Wasser startete an einem Abend ein kleines Boot, das zum anderen Ufer steuerte. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und tauchte alles in ein orangefarbenes Licht. (auf der Wasserlinie ein Boot zeichnen)

Neben einem leisen Plätschern hörte man noch ein paar andere Geräusche. Einer im Boot war so müde gewesen, dass er es sich bequem gemacht hatte und eingeschlafen war. (links im Boot einen Kopf zeichnen (= Jesus); durch „zzz“ ein Schnarchen verdeutlichen)

Die anderen im Boot unterhielten sich, während sie vor sich hin schipperten. (rechts im Boot drei weitere Köpfe zeichnen (= Jünger))

Doch ganz plötzlich änderte sich die Stimmung: Dunkle Wolken zogen auf. (ein paar kleine Wolken zeichnen)

Erste Windböen fegten über das Wasser. (durch Halbkreise Windböen andeuten; diese werden später zu dem Wort „still“)

Und es wurde immer schlimmer. Innerhalb weniger Minuten befand sich das Boot mitten in einem heftigen Sturm. Die Wellen schlugen ans Boot und Wasser schwappte hinein. (rechts vom Boot eine große Welle zeichnen)

Die Leute im Boot gerieten in Panik. Sie hatten Angst! Ihnen war klar: Wenn jetzt nicht schnell ein Wunder geschah, würden sie untergehen. Einer begann hektisch, mit seinen Händen Wasser aus dem Boot zu schöpfen. Ein anderer saß starr vor Schreck da und der nächste wuselte panisch von einem Ende des Bootes zum anderen. (den Jüngern panische Gesichter zeichnen)

Keiner hatte einen Plan, was zu tun war. Sie wussten nur: Sie wollten nicht sterben! Doch irgendetwas mussten sie tun – aber was nur? Sie schrien hilflos durcheinander. Alle – bis auf die Schlafmütze, die immer noch hinten im Boot lag und schnarchte. Einer weckte sie und fragte: „Wie kannst du nur schlafen? Wir werden hier noch umkommen!“ Da wachte der Mann auf und schaute die anderen an. (Jesus Augen und Mund zeichnen)

Er stellte sich hin und sprach zu dem Wind und den Wellen: „Still!“ (aus den Windböen und „zzz“ eine Sprechblase mit dem Wort „still“ zeichnen)

Und plötzlich kehrte Ruhe ein. Den anderen stand vor Staunen der Mund offen. Sie konnten es nicht fassen: Der Wind hatte sich von jetzt auf gleich gelegt. Sie waren gerettet! Das Wasser lag nun wieder vollkommen ruhig und friedlich da. (aus der Welle rechts vom Boot ein Ufer zeichnen)

In diese Stille hinein fragte der Mann die anderen: „Warum hattet ihr solche Angst? Vertraut ihr mir nicht?“ Bestimmt wisst ihr, wer er war. (Pause) Jesus! Manchmal geraten wir wie seine Jünger in Panik. Besonders, wenn unser Lebensboot von hohen Wellen umgeben ist und unsere Füße nass werden. Vielleicht fangen wir dann auch ganz hektisch an, Wasser aus dem Boot zu schöpfen.

Dabei kann Jesus auch die Stürme in uns stillen. Selbst wenn wir ihm gerade nicht vertrauen, voller Zweifel und Angst sind und nur noch den Sturm sehen. Doch unser Herz kann still werden, weil Jesus uns Ruhe und Gelassenheit schenkt. Wir dürfen wissen: Er ist da – ganz gleich, wie die Situation ausgehen mag. Bestimmt schwappt auch mal Wasser in euer Lebensboot, Wolken verdunkeln euren Horizont und der Wind haut euch fast um. Vielleicht gibt es etwas, das euch genauso lähmt wie der Sturm die Jünger. Dann lasst euch versichern: Jesus ist König über Wind und Flut – auch über die Stürme in eurem Leben. Und das Wichtigste: Jesus ist gut. Er kann und will unsere Herzen still machen. (links neben die Sprechblase „Mein Herz wird“ schreiben)

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Denn Gott hat uns nicht dazu erwählt, dass uns im Gericht sein Zorn trifft. Vielmehr sollen wir gerettet werden durch unseren Herrn Jesus Christus. (1. Thess 5,9 BB)

Wenn ich in der Bibel vom Gericht Gottes lese, springt sofort mein Kopfkino an. Wie im Film laufen alle meine Fehler und mein Versagen vor meinem inneren Auge vorbei. Alle Situationen, in denen ich andere verletzt oder mich nicht gegen Ungerechtigkeit gestellt habe. Alle Situationen in denen ich weit hinter meinen Erwartungen und Ansprüchen zurückgeblieben bin.

Der Gedanke, dass mein ganzes Leben, mit all dem Chaos und diesen dunklen Momenten, ausgebreitet und von Gott persönlich bewertet wird, macht mir Angst und nimmt mir sprichwörtlich die Luft. Niemals habe ich da wir gerettet werden eine Chance!

Doch genau hier setzt Paulus an: In Gottes Gericht geht es nicht darum, mich umfänglich zu bestrafen und für all meine Vergehen büßen zu lassen. Nein – Gott will vielmehr Gerechtigkeit, er will wieder in Ordnung bringen, was im Chaos war. Er will heil machen, was kaputt ist. Er räumt mein Leben, unser aller Leben und unsere ganze Welt wieder auf. Er macht sie wieder ganz und heil. Er macht wieder ganz, was mir oder durch mich zerbrochen ist und er macht gleichzeitig mich wieder ganz, wo ich zerbrochen bin.

So widmet er sich sowohl meinem Schmerz, meiner Verletzung und „richtet“ mein Herz und gleichzeitig auch das Herz derer, an denen ich schuldig geworden bin.
Gottes Liebe geht so weit, dass er in meine Scham und meine Schuld tritt und die Verantwortung für mich trägt. Er steht für mich ein und kämpft für mich. So kann ich frei sein. Frei zu meinen Fehlern stehen. Frei und ohne Angst leben. In Freiheit ich selbst sein.

Wie chaotisch und fehlerhaft mein Leben auch ist – ich darf darauf vertrauen: Gottes Plan für mich ist Heilung, Freiheit und neues Leben!

„Siehe, ich mache alles neu“ – das ist definitiv nicht der erste Gedanke, den P. T. Barnum im Film „Greatest Showman“ hat, als er auf die noch rauchenden Ruinen seines abgebrannten Zirkusgebäudes blickt.

Dabei hat er gerade alles, was in seinen Augen immer wichtig war: Er ist reich! Vom armen Straßenkind zu einem reichen Mann aufgestiegen. Er hat eine wunderschöne Frau und eine tolle Familie. Und er ist berühmt. Alle kennen ihn als „König Humbug“ – den Zirkus-Chef und Gestalter des Kuriositätenkabinetts.

Hier steht er. Vor seinem persönlichen Aus. Hier wird erstmal nichts „neu gemacht“. Barnum wird eine Sache ganz deutlich: Alles, was er bisher versucht hat zu erlangen, hilft ihm nicht weiter. Ohne Menschen, die in seinem Zirkus arbeiten wollen, bringt die Idee nichts. Ohne seine Familie, die ihn liebt und gar nicht auf den ganzen Ruhm und das Geld angewiesen ist, wird er allein sein. Sein tiefer Wunsch, anderen zu gefallen, und der Trugschluss, dass dies nur durch Reichtum und Ruhm möglich ist, haben ihn fast alles gekostet.

Es sind die von ihm bisher als entartete und kuriose Kreaturen dargestellten Artistinnen und Artisten, die ihn dazu ermutigen, seinen Platz und seinen Wert nochmal neu zu bestimmen. Jetzt wird alles neu. In einer Gemeinschaft, die Fehler und Scheitern toleriert, in der allen mit Liebe und Toleranz begegnet wird, erfährt P. T. Barnum genau das, was er seit seiner Kindheit gesucht hat.

„From now on“ – „Von jetzt an“ gehört P. T. Barnum mit zu diesem Zirkus. Er ist jetzt wirklich Teil dieser Gemeinschaft von Freaks und Ausgestoßenen und nicht nur deren Chef.

Als Christinnen und Christen haben wir die Chance, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein.
Einer Gemeinschaft, in der Fehler und Scheitern möglich sind.

Einer Gemeinschaft, in der Vergebung und Liebe gelebt werden. Einer Gemeinschaft, in der man etwas davon erahnen und erleben kann, was Gott verspricht, wenn er sagt: „Siehe, ich mache alles neu.“

Tipp: Den Film “Greatest Showman” anschauen

Als Jesus an die Stelle kam, blickte er hoch und sagte zu ihm: „Zachäus, steig schnell herab. Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ (Lk 19,5 BB)

„Ein Ex-Knacki als Pfleger? Niemals!“ So oder so ähnlich hätten viele wohl gedacht. Doch im Film „Ziemlich beste Freunde“ wird genau dieser Ex-Knacki, Driss, zum neuen Pfleger von Philippe, einem reichen, querschnittsgelähmten Mann. Zwei Welten prallen aufeinander – und etwas Wunderschönes passiert: Driss sieht in Philippe nicht nur den Reichen im Rollstuhl. Und Philippe sieht in Driss nicht nur den Arbeitslosen mit Vorstrafen. Was sie einander schenken, ist ein neuer Blick – ein Blick, der nicht beim Äußeren stehen bleibt. Dieser Blick verändert ihr Leben.

In der Bibel begegnet uns Jesus mit genau diesem Blick. In Lukas 19 trifft er Zachäus, einen verhassten Steuereintreiber. Die Leute sehen in ihm nur den Betrüger. Jesus aber sieht mehr: einen Menschen, der sich nach einem Neuanfang sehnt. Und weil Jesus ihn ansieht, verleiht ihm das Ansehen – das verändert sein ganzes Leben.

So war es auch bei Driss und Philippe: Indem sie einander nicht auf ihre Schwächen reduziert haben, wurden sie zu ziemlich besten Freunden.
Was sie verbindet, ist ein Blick voller Würde und Liebe. Ein Blick, der nicht fragt: „Was fehlt dir?“, sondern: „Was steckt in dir?“

Vielleicht brauchst du auch diesen Blick. Vielleicht wünschst du dir, dass jemand hinter deine Fassade schaut. Oder du hast jemanden längst abgestempelt und verpasst gerade eine Freundschaft, die dein Leben verändern könnte.

Challenge: Schau heute bewusst jemanden an, bei dem du vorschnell urteilst. Und dann frag dich: Was könnte Gott in diesem Menschen sehen? Denn der Blick, mit dem du andere ansiehst, kann Welten verändern – auch deine eigene.

One Paper Storie

Bibelstellen: Daniel 6
Zielgedanke: Gott hört unser Gebet.

Wer möchte gern mal so richtig der Bestimmer sein? Man hätte viel zu sagen, würde alle Blicke auf sich ziehen und alle würden tun, was man ihnen sagt. Das wäre nicht schlecht, oder? Diese beiden Männer konnten sich jedenfalls nichts Schöneres vorstellen, als das Sagen zu haben. (für die Männer rechts oben je eine Figur zeichnen)

Für sie war es wichtig, beliebt zu sein und viel Einfluss zu haben. Sie waren Berater des Königs. (für den König links neben die Männer eine Figur zeichnen)

Der König hatte aber noch einen dritten Berater: Daniel. (für Daniel unten eine Figur in betender Haltung zeichnen)

Daniel glaubte an Gott und betete jeden Tag dreimal am offenen Fenster. (für das Fenster vor Daniel ein Viereck zeichnen)

Daniel hatte ein gutes Herz und überlegte immer genau, was wichtig und richtig war. Der König hatte ihn gern und hörte oft auf seinen Rat. Die anderen Berater mochten ihn deshalb nicht und waren neidisch. Für sie war klar: Dieser Daniel muss weg! Doch sie hatten nichts gegen ihn in der Hand. Er machte einfach nie etwas falsch, dachte immer nach, bevor er etwas tat, betete zu Gott und war zu allen freundlich.

Doch eines Tages kam den gemeinen Beratern eine Idee: Sie erfanden ein neues Gesetz. (dem König einen Arm mit Hand zeichnen; in die Hand einen Zettel mit einem Paragrafen zeichnen)

„Wir haben da einen Vorschlag für ein neues Gesetz“, sagten sie zum König. „Wer eine Bitte hat, darf sich nur an den König wenden – und an sonst niemanden.“ Ein merkwürdiges Gesetz. Was sie nur damit wollten? Sie behaupteten: „Daran sieht man am deutlichsten, dass der König der wichtigste Mann ist und die größte Macht hat. Und sollte jemand anderer Meinung sein, muss er in die Löwengrube.“ Der König unterschrieb das Gesetz und alle mussten sich daran halten. (auf den Zettel eine Unterschrift setzen)

Ein paar Tage später berichteten die Berater dem König, dass sich einer im Land nicht an sein Gesetz hielt. Was denkt ihr: Wen meinten sie? (Pause) „Daniel?!“ fragte der König entsetzt. „Ja, er betet zu seinem Gott! Damit wendet er sich mit seinen Bitten an jemand anderen als dich“, sagten sie. Nun war dem König klar, dass die gemeinen Berater es die ganze Zeit nur auf Daniel abgesehen hatten. Er hatte das Gesetz jedoch unterschrieben und konnte es nicht zurücknehmen. Er wurde traurig, weil er nicht wusste, wie er Daniel vor den Löwen retten konnte. Der König sagte zu Daniel: „Ich kann nichts für dich tun. Hoffentlich beschützt dich dein Gott!“ Daniel musste in die Löwengrube, obwohl er nichts Schlimmes getan hatte. (links und rechts von Daniel einen Löwen zeichnen)

Was meint ihr: Wie fühlt es sich an, vor einem Löwen zu stehen, der noch nicht gefrühstückt hat? (Pause) Daniel hatte sicher große Angst. Vermutlich hat er deswegen auch laut zu Gott gebetet. Und Gott sah Daniel in seiner Not. Er schickte ihm einen Engel. (aus dem Fenster einen Engel zeichnen, der den Löwen seine Arme entgegenstreckt)

Dieser Engel hielt den Löwen das Maul zu, um Daniel zu beschützen. Trotzdem brauchte Daniel ganz schön starke Nerven. Er musste noch bis zum nächsten Morgen in der Löwengrube bleiben. Der König hatte die ganze Nacht nicht geschlafen und immer nur an seinen Freund gedacht. Als die Sonne aufging, rannte er sofort zur Löwengrube und rief: „Daniel!? Lebst du noch? Hat dich dein Gott beschützt?“ Und Daniel antwortete: „Ja, mein König! Gott hat seinen Engel geschickt, damit er den Löwen das Maul zuhält und sie mir nichts tun können.“ Da war der König sehr froh. (dem König ein lächelndes Gesicht zeichnen)

Der König ließ Daniel aus der Löwengrube holen. Dieser hatte tatsächlich keine einzige Verletzung. Daniel hatte Gott vertraut. Und Gott hatte Daniel beschützt. Der König ließ die bösen Berater holen. Jetzt hatten sie nichts mehr zu lachen. Denn der König ließ nun sie in die Löwengrube werfen, aber diesmal war kein Engel da. (den Beratern erschrockene Gesichter zeichnen)

Im ganzen Land ließ der König ausrufen, dass jeder Daniels Gott ehren sollte. Daniel wusste: Mein Leben liegt in Gottes Hand! Jetzt stellt euch mal vor: Ihr betet – und Gott hört euer Gebet! (in das Bild „Du betest: Gott hört“ schreiben)

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Bibelstellen: Maleachi 1,2a
Zielgedanke: Gottes Liebe steht über allem.

(Vor Beginn den oberen Rand des Blattes bis zur Mitte nach unten falten und leicht fixieren; dann auf die Randlinie schreiben, die durch eine gepunktete Linie angedeutet ist)

Manchmal ist das Leben ziemlich kompliziert. Das kennt ihr bestimmt auch. Man hat Schwierigkeiten bei etwas, es läuft nicht wie geplant – und schon hat man ein Problem. (links auf die Randlinie „1“ schreiben)

Oder vielleicht sind es auch zwei Probleme. (neben die erste Ziffer „2“ auf die Randlinie schreiben)

Und manchmal sind es unzählige Probleme, die einen belasten. (neben die zweite Ziffer „8“ auf die Randlinie schreiben)

In solchen Zeiten scheint sich die ganze Welt gegen einen verschworen zu haben. Es läuft nicht nur bescheiden – es läuft extra bescheiden. (unterhalb der Randlinie mit etwas Abstand für „extra“ ein kleines „e“ schreiben)

Man sieht nur noch schwarz. Jede Kleinigkeit wird zum Problem – und es sind fast hundert Dinge, die einen nerven. (neben „e“ „98“ auf die Randlinie schreiben)

Man bekommt das Gefühl, dass einem alles über den Kopf wächst. Es fühlt sich an, als würde man vor einer scheinbar unlösbaren Matheaufgabe sitzen und einfach nicht weiterkommen. („e98“ in ein Wurzelzeichen einfassen, das unterhalb der Randlinie beginnt; darin Platz für eine weitere Ziffer lassen)

Ganz schön kompliziert! „Und das ist jetzt mein Leben?!“, fragt man sich. (über die Zahlen „Mein Leben“ schreiben)

Das Leben gleicht einer unlösbaren Aufgabe. Und egal, wie lang man draufstarrt: Man findet einfach keine Antwort, keine Lösung. Man fängt an, an sich zu zweifeln: „Bin ich wirklich so eine Null?“ (auf die Randlinie als letzte Ziffer „0“ schreiben)

Und plötzlich hat man auch Zweifel an Gott: „Ist er wirklich da?“ In solchen Situationen hilft es, die Dinge mal auf andere Art und Weise zu betrachten. Manchmal braucht es einfach nur einen Perspektivwechsel. Dann sieht alles oft nur noch halb so schlimm aus. (den nach unten geknickten Teil des Blattes wieder hochklappen, so dass nur das Geschriebene unterhalb der Randlinie sichtbar ist (= „I love you“))

Wenn wir die Perspektive wechseln, erkennen wir vielleicht sogar einen Sinn in all unseren Schwierigkeiten. Oder entdecken eine versteckte Botschaft in scheinbar unlösbaren Aufgaben. Gerade in schwierigen Zeiten sagt Gott zu uns: „I love you!“ – „Ich liebe dich!” Das kann uns Mut machen, wenn wir an uns zweifeln. (über den Schriftzug „Gott spricht:“ schreiben)

Er spricht es mitten in die stressigen oder schwierigen Zeiten und in die unlösbaren Situationen unseres Lebens hinein: „Ich liebe dich!“ In dem biblischen Buch Maleachi steht im ersten Kapitel genau dieser Satz. (unter den Schriftzug „Maleachi 1,2“ schreiben)

Maleachi war übrigens ein Prophet. (für Maleachi links unten eine Figur zeichnen)

Er war in Gottes Auftrag unterwegs und sollte dem Volk Israel eine Nachricht überbringen. Denn das Volk lebte nicht immer so, wie Gott es gut fand. Maleachi sollte die Dinge ansprechen, die nicht gut liefen. Aber das Buch beginnt nicht mit einer Standpauke, sondern mit: „Ich habe euch lieb, spricht der Herr.“

Als Erstes spricht Maleachi von Gottes Liebe. (den Schriftzug in eine Sprechblase einfassen)

Gottes Liebe war die Basis dafür, dass Menschen sich verändern und ihre Probleme lösen konnten. Egal, wie verkorkst das Leben gerade zu sein scheint – Gottes Liebe steht über allem. Das macht Mut! Wenn wir ein Leben mit Gott führen, heißt das natürlich nicht, dass er all unsere Probleme löst. Aber es bedeutet, dass über allen Ängsten, Zweifeln und Schwierigkeiten steht: „Ich habe dich lieb, spricht der Herr!“

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Bibelstellen: Matthäus 2,1-12
Zielgedanke: Gott macht unsere Dunkelheit hell.

Heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen, in der es um drei Männer geht. (für die Männer je eine Figur zeichnen)

Diese drei Männer waren ziemlich klug. Sie beschäftigten sich mit Sternen und mit besonderen Ereignissen am Himmel. (einen Sternenhimmel zeichnen)

Eines Nachts entdeckten sie einen besonders großen Stern. (einen großen Stern mit Schweif zeichnen)

Sie studierten alte Schriften und fanden heraus: Dieser Stern war ein besonderes Zeichen. „Kommt, wir folgen diesem Licht“, sagten sie und gingen los. Sie liefen über Berge und Täler, bei Tag und bei Nacht. (eine Bergkette mit zwei Spitzen zeichnen)

Sie wurden sehr müde und fragten sich, ob es überhaupt einen Sinn hatte, diesem Stern zu folgen. Doch jeden Abend sahen sie dieses wunderschöne Licht und folgten ihm weiter. (um den großen Stern herum Lichtstrahlen zeichnen)

Sie liefen sehr, sehr weit. Doch ihre Vorfreude und die Neugier darauf, was sie am Ende ihrer Reise erwarten würde, waren groß. (den Männern fröhliche Gesichter zeichnen)

Auf ihrer Reise erlebten sie viele Abenteuer. Sie trafen zum Beispiel auf einen echten König. Und weil die drei Männer sehr reich waren und mit dem König sprachen, glaubten die Menschen, die drei selbst seien Könige. (auf die Köpfe der Männer Kronen zeichnen)

Deswegen werden sie bis heute „Die Heiligen Drei Könige“ genannt. „Heilig“? Aber warum denn „heilig“? Vielleicht hatte jemand einen Sprachfehler und eigentlich heißen sie „Die Eiligen Drei Könige“, weil sie so schnell unterwegs waren. Nee, nee – der Name ist schon richtig. Denn am Ende ihres Weges fanden sie etwas ganz Wichtiges, etwas Heiliges. (vor den Männern einen Weg andeuten)

Und zwar ganz woanders, als sie es erwarteten. Der Stern stand nämlich direkt über einer kleinen Hütte. (unterhalb des großen Sterns eine Hütte zeichnen; dabei den linken Teil der Bergkette als Dach verwenden)

Die drei klugen Männer gingen in die Hütte, die nicht viel mehr war als ein Stall. Dort fanden sie eine Familie mit einem Baby. (innerhalb der Hütte eine Krippe mit Baby zeichnen)

Als die Männer das Baby sahen, wurden sie ganz still. Sie wussten plötzlich: Dieses Kind ist etwas ganz Besonderes. Es war, als würde in ihren Herzen die Sonne aufgehen. (um die Krippe herum Lichtstrahlen zeichnen)

Die ganze Zeit waren sie einem Licht gefolgt – und am Ende fanden sie den neugeborenen Jesus, durch den sie Gott ganz nah bei sich spüren konnten. Durch dieses Baby begegnete ihnen Gott selbst. (das Bild unten in einen Halbkreis einfassen)

Vielleicht lebt ihr in einer Welt, die sich manchmal ganz schön dunkel anfühlt. Vielleicht habt ihr Angst oder erlebt Dinge, die euch traurig machen. (das Bild oben in einen Halbkreis einfassen, so dass ein Kreis entsteht)

In der Bibel wird uns von Menschen erzählt, denen Gott in dunklen Zeiten ein Licht schenkte, das sie führte. So wie den klugen drei Männern, die den Stern sahen und ihm folgten. (um den Kreis herum Lichtstrahlen zeichnen)

Vielleicht seid ihr wie diese Männer auf der Suche nach etwas. Gott kann euch wie ihnen ein Licht schenken, an dem ihr euch orientieren könnt. Vielleicht findet ihr am Ende des Weges einen Menschen, durch den ihr euch Gott näher fühlt und der eure Welt etwas heller macht. Vielleicht macht ihr die Erfahrung, dass ihr Jesus erleben könnt und dadurch Gott begegnet. Vielleicht hilft euch Gott, in einer dunklen Stunde den Durchblick zu behalten und seinem Licht zu folgen. Das klingt, als würde sich die Suche lohnen. Was meint ihr?

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