4 Phasen einer Gruppe

Warum es manchmal einfach Stress gibt

Manchmal fällt es einem auf, in der Gruppenstunde oder auf Freizeiten: Plötzlich verhält die Jungschargruppe sich schon komisch. Eben noch schien alles palletti und auf einmal ist ein riesigen Streit in der Gruppe. Wie konnte das geschehen? Im ersten Moment hat man keine Erklärung dafür. Und gerade auf Freizeiten erlebt man immer wieder dasselbe Phänomen. Doch eigentlich ist das sehr einfach zu erklären, und wenn man die Mechanismen dahinter kennt, wird man beim nächsten Mal gut vorbereitet reagieren können. Dasselbe gilt übrigens auch für Mitarbeiterkreise.

Tuckmans 4-Phasenmodell

Das sind vier Phasen, die eine Gruppe durchlaufen kann. Meistert sie alle Hürden und gelangt zur vierte Phase, entwickelt sich eine stabile Gruppe, die auch mit Niederlagen gut umgehen kann und deren Zusammenhalt sehr groß ist.

Orientierungsphase (Forming)

Die Gruppen-Mitglieder sehen sich das erste Mal. Man lernt sich kennen. Vorfreude und Begeisterung macht sich breit. Jeder in der Gruppe hat seine Erwartungen. Aber jeder ist auch ein bisschen unsicher. Da gibt es viele ungeklärte Fragen. Werde ich meinen Platz in der Gruppe finden? Werde ich meine Gaben einsetzen können? Werde ich akzeptiert und respektiert? Die Beziehungen untereinander sind noch unklar und völlig offen.

Konfilktphase (Storming)

Nach einiger Zeit (auf Freizeiten ca. der 2. bis 3. Tag) entstehen Frust und Ärger. Die eigenen Erwartungen werden nicht erfüllt. Kritik wird offen und verdeckt angebracht. Manche ziehen sich aber auch zurück. Es entstehen Revier- und Machtkämpfe, um die einzelnen Posten in der Gruppe. Wer hat was zu sagen, wer nimmt welche Rolle ein, welche Regeln sollen in der Gruppe gelten, wie erreicht man am besten das nächste Ziel? Es können auch Allianzen geschlossen werden, um die Macht auszubauen.

Organisationsphase (Norming)

Wenn die Phase der Konflikte abgeschlossen ist, kann das Team zusammenwachsen. Man hat sich jetzt gründlich kennengelernt. Jeder kennt die Stärken und Schwächen der Anderen. Es werden Regeln festgelegt, die in der Gruppe respektiert werden. Jeder unterstützt und motiviert die anderen in der Gruppe. Jeder wird da eingesetzt, wo er die größten Stärken hat.

Integrationsphase (Performing)

Jetzt erst beginnt die Gruppe als TEAM zu funktionieren. In den ersten Phasen ist die Gruppe mit sich beschäftigt. Jetzt zeigt das Team was es kann. Es ist auf einmal hoch motiviert. Jeder in der Gruppe hat seinen Platz gefunden und kann seine Gaben voll entfalten und bekommt von der Gruppe dafür positives Feedback.

Was kann schiefgehen?

Verschiedene Dinge können dafür sorgen das eine Gruppe in einer Phase stecken bleibt, z.B. in der Konfliktphase. Sollte das der Fall sein, wird die Gruppe weiterhin nur mit sich selbst beschäftigt sein. Man demotiviert sich. Es kann zur Eskalation des Konfliktes führen. Zu einer Abwärtsspirale. Auch hier gibt es ein gutes Modell: „Die 9 Stufen der Konflikteskalation“, von Friedrich Glasl

Siehe: Konfliktlösung: Die 9 Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl (hubspot.de)

Was kann man tun?

Erst einmal ist es wichtig dieses Modell zu kennen. Anschließend kann man zu Beispiel sein Freizeitprogramm entsprechend auslegen. Man sollte sich Zeiten einräumen, um die Phasen in der Gruppe zu begleiten.

Phase 1

In der ersten Phase ist es wichtig, dass man mit der Gruppe die Ziele bespricht, die es zu erreichen gilt. Jeder sollte eine Aufgabe bekommen die er gut erledigen kann. Außerdem sollte man der Gruppe deutlich machen, dass jeder seine Schwächen hat und dass man damit rücksichtsvoll umgehen sollte.

Phase 2

Konflikte sollte man nicht unbedingt negativ sehen. Wenn sie gut geleitet sind, bieten sich immer neue Chancen, Möglichkeiten und Wege, die man vorher vielleicht nicht gesehen hat. Eine gute Mediation kann hier echt helfen. Manchmal hilft es einfach, wenn man sich mal richtig ausspricht.

Phase 3

In Phase 3 sollte man dann strukturiert Werte und Ziele festlegen und von allen Gruppenmitgliedern bestätigen lassen. Auch hier, wie in Phase 1, sind die Aufgaben deutlich an die Gruppenmitglieder zu verteilen. Die Verteilung kann auch aus der Gruppe kommen.

Phase 4

Jetzt kann es richtig losgehen. Es ist darauf zu achten, dass die Gruppennormen eingehalten werden und dass jeder jeden motiviert.

Natürlich helfen in allen Phase Kooperationsspiele. Die machen jede Menge Spaß und helfen der Gruppe ein Team zu werden.

Überlegungen und Hilfen zur methodischen Gestaltung einer ersten Begegnung mit Jesus

Warum sollen Jugendliche überhaupt öffentlich auf die Einladung zum Glauben reagieren?

Jugendliche zeigen gern, was ihnen wichtig ist. Sicher ist es in unserer schnelllebigen Zeit schwierig, Entscheidungen zu treffen, die ein ganzes Leben betreffen. Dennoch wollen wir Jugendliche dazu ermutigen. Was daraus wird, liegt in Gottes Hand. Aus folgenden Gründen ermutigen wir Jugendliche zu einer konkreten Reaktion:

1. Das öffentliche Bekenntnis entspricht dem Wesen des christlichen Glaubens

In unserer Gesellschaft wird Religion häufig als Privatsache angesehen. Doch das Evangelium zeigt: Die Nachfolge Jesu ist immer auch eine soziale und damit öffentliche Angelegenheit. Es gehört nicht nur in den persönlichen Bereich und ist erst recht keine Privatsache.

2. Das öffentliche Bekenntnis hilft zur Gemeinschaft

Der Glaube an Jesus ist immer Gemeinschaftssache. Wer Jesus nachfolgt, braucht dazu die Gemeinschaft mit anderen Glaubenden. Eine wahrnehmbare Reaktion auf die Einladung zu Jesus hilft, Menschen zu begleiten und ihnen in der Gemeinde geistliche Heimat zu geben.

3. Was passiert beim öffentlichen Aufruf?

In der Verkündigung laden wir ausdrücklich dazu ein, das Gebet als einen Beginn der Beziehung mit Gott zu verstehen. Bei Jugendwochen erleben wir, dass etwa ein Drittel derer, die nach vorne kommen, diesen Schritt als einen Beginn des Glaubens an Jesus verstehen. Ein zweites Drittel sieht darin eine Erneuerung des Glaubens. Das dritte Drittel kommt, um konkrete Lebensfragen anzusprechen oder auch, um einfach für sich beten zu lassen.

Möglichkeiten, wie die erste Begegnung mit Jesus gestaltet werden kann

Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine erste Begegnung mit Jesus aussehen kann. Natürlich ist es zuerst eine Sache des Herzens. Ein Jugendlicher kann die Beziehung mit Jesus ganz unspektakulär mit einem einfachen Gebet in seinem Herzen beginnen. Aber vielleicht hilft auch eine der folgenden konkreten Gestaltungsmöglichkeiten.

1. Die Einladung zum Kreuz

Die Einladung zum Treffpunkt Kreuz ist eine hilfreiche Möglichkeit, Menschen zu helfen, aus der Masse herauszutreten, und ihr Ja zu Jesus Christus öffentlich und fröhlich zu bekennen. Das Kreuz ist und bleibt das Markenzeichen von Jesus. Gerade auch für junge Menschen, die bereits in christlichen Kreisen unterwegs sind, kann diese Form eine hilfreiche Möglichkeit sein, um für sich Klarheit im Blick auf Jesus zu schaffen. Viele Menschen sind in christlichen Kreisen unterwegs, ohne jemals eine Beziehung zu Jesus zu beginnen. Diese Form kann eine geeignete Möglichkeit sein, um das zu ändern. Dabei hilft ein Kreuz, das irgendwo im Raum positioniert ist und an dem sich Jugendliche gemeinsam mit Mitarbeitern zu einem ersten Gebet treffen.

2. Sich an Jesus festmachen

Jugendliche können einen Wollfaden an ein Kreuz binden und sich so symbolisch an Jesus festmachen. Besonders eindrücklich ist es, wenn diese Wollfäden noch eine Zeit lang am Kreuz bleiben und verdeutlichen, dass Jugendliche mit Jesus begonnen haben.

3. Symbolische Handlungen

Symbolische Handlungen sind bei Jugendlichen beliebt und helfen eine erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Vielleicht ist es der Stein, den ich ans Kreuz legen kann, um sinnbildlich meine Schuld bei Jesus abzugeben. Vielleicht ist es das kleine Herz, das ich in Empfang nehme und das mir deutlich macht: Ich bin von Gott unendlich geliebt. Auch die Schatzkiste am Kreuz, aus der ich einen goldenen Stein nehmen kann, hilft, um deutlich zu machen: Ich habe Jesus als Schatz für mein Leben entdeckt. Vielleicht ist es auch der Briefkasten am Kreuz, in den ich einen kleinen ersten Brief an Jesus schreibe. Auch die Kerze, die ich am Kreuz anzünde, kann Symbol dafür sein, dass mir ein Licht aufgegangen ist und ich Jesus entdeckt habe.

Hier gibt es viele kreative Möglichkeiten. Wichtig ist, dass das Ziel vor Augen bleibt: Wir wollen Jugendlichen helfen, diese erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Die Aktion an sich muss dieser Sache dienen.

4. Der persönliche Segenszuspruch

Ein persönlicher Segenszuspruch kann die erste Begegnung mit Jesus zu einem besonderen Ereignis machen. Durch Handauflegung oder ein Salbkreuz in die Hand oder auf die Stirn des Jugendlichen kann deutlich werden: Du gehörst zu Jesus.

1. Das Bibel Projekt

„Das Bibel Projekt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die biblischen Erzählungen und Themen in kurzen, kreativen Videos anschaulich zu vermitteln.

Diese Videos helfen dir, den Aufbau eines biblischen Buches oder ein biblisches Thema besser zu verstehen und anderen weiterzugeben. Die kurzen Videos sind besonders für junge Menschen hilfreich, um die komplexen Zusammenhänge der biblischen Erzählungen zu verstehen. Die Videos können aber auch in Gottesdiensten, Jungschar- und Teenkreisen, im biblischen Unterricht oder in vielen anderen Kontexten verwendet werden. Mir helfen sie persönlich in der Vorbereitung einer Bibelarbeit, um schnell und unterhaltsam große Zusammenhänge zu verstehen. Aktuell gibt es die fünf Bücher Mose und die vier Evangelien als Serie. In Zukunft sollen weitere Videos folgen.

http://www.dasbibelprojekt.de

2. Stay on fire

Du kennst keine christlichen YouTuber? Dann solltest du dir mal Thaddäus Schindler von „Stay on fire“ reinziehen. Ein unglaublich flippiger und begeisternder Typ, der mit kurzen Motivationsclips Evangelium auf den Punkt bringt. Seine Videos finden immer mehr Follower und seine Themen reichen von Alltagsthemen wie Angst und Reichtum bis hin zu Gottes Versöhnung durch Jesus am Kreuz. Die Machart der Videos ist professionell und passt super in die Teen- und Jugendarbeit. Für Leitende ist der Blog gut, denn dort kommen auch andere Autoren zu Wort und schreiben über Veränderung, Scheitern und Gemeinde. Mich persönlich begeistern seine Videos, seine kurzen Erklärungen und es sind auch Clips, die ich gern mit meinen Jungen Erwachsenen und Mitarbeitern teile.

Youtube: Stay on fire

3. Bibelentdeckungen.de

Der Geheimtipp für guten und unterhaltsamen Input zur Welt der Bibel. Guido Baltes, Dozent am Marburger Bibelseminar, reist nach Israel und filmt historische Orte und Schauplätze biblischer Geschichten. Die Videos sind nicht professionell, aber durch Selfiestick, Sonnenbrille und 3-Tage Bart nimmt dich Guido mit in eine interessante Zeitreise. Die Videos erklären viel Kontext, zeigen, wie es heute dort aussieht und Guido hat immer auch ein FunFact dabei, den ich so noch nie gehört habe. Außerdem verlinkt er zu interessanten Büchern und Veröffentlichungen. Auch einige seiner Vorträge und Texte findest du auf diesem Blog. Was für mich besonders interessant ist, sind die historischen Texte aus der Zeit Jesu. Für alle historisch Interessierten und Hobby-Archäologen eine tolle Seite.

http://www.dasbibelprojekt.de

4. The Bible Tool

Das ultimative Hilfsmittel für alle sprachbegeisterten Bibelforscher. Das „Bible Tool“ zeigt dir die parallele Darstellung der Bibeltexte von Englisch, Hebräisch und Griechisch. Vielleicht nicht für den kurzen Einstieg in eine Jungscharandacht geeignet, aber zur Vorbereitung von sprachlichen Nuancen einer Bibelarbeit. Du findest dieses mächtige Werkzeug unter

www.crosswire.org/study/parallelstudy.jsp

5. Bibelwissenschaft.de

Das Nachschlagewerk, das weltweit Maßstäbe in Sachen Qualität und Wissenschaftlichkeit setzt. Die wissenschaftlichen Textausgaben vom wissenschaftlichen Bibellexikon (WiBiLex) zählen zu den international anerkannten Standardwerken. Es ist fundiert und wird regelmäßig mit den neuesten Erkenntnissen der Bibelwissenschaft aktualisiert. Das Beste daran: Diese hochqualitativen Texte gibt es kostenlos. Es entsteht als Projekt der Bibelgesellschaft, um ein umfangreiches wissenschaftliches Lexikon zur gesamten Bibel zusammenzustellen. Aktuell sind über 1700 Artikel, vor allem zum Alten Testament, eingestellt. Bei seiner Fertigstellung wird das Lexikon über 3000 Artikel zum Alten und Neuen Testament umfassen. Die Stichwortsuche und der Themenkatalog führen dich zu deinem gewünschten Text voller Hintergrundinfos aus mehreren Hundert Jahren der Bibelforschung. Ich nutze das WiBiLex gern zu Predigtvorbereitungen oder Bibelarbeiten, wo ich historischen Kontext, Lebensumstände und Denkweisen der Menschen der Bibel nacherzählen will. Und es ist mal was anderes als ständig Wikipedia zu fragen.

http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/

Gott ist Gut?!?

Lied im Gottesdienst

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
Er, der mein Herz regiert
Sei mein Fels und sei mein Schutz
Der Quell aus dem ich trink
Oh, er ist mein Lied
Er, der mein Herz regiert
Sei der Schatten, der mich birgt
Mein Retter allezeit
Oh, er ist mein Lied
Du bist GUT, GUT, oh
Du bist GUT, GUT, oh
Du bist GUT, GUT, oh
Du bist GUT, GUT, oh

Sonntag, 09. Januar 2022 – Tote und Verletzte in Brasilien – Felswand stürzt auf Ausflugsboote –

Die Menschen, die ums Leben kamen, waren alle auf dem gleichen Boot, das den Namen „Jesus“ trug.

„Hiobsbotschaft“
Da brauste ein Sturm aus der Wüste heran. Der packte das Haus an den vier Ecken. Es stürzte über den jungen Leuten zusammen. Alle kamen dabei ums Leben. Hiob 1,19

Wie kann Gott angesichts des Bösen und des Leides in der Welt zugleich allmächtig, gerecht und gut sein?

Hiob wird sich bei näherem Hinsehen und einer ernsthaften Auseinandersetzung als ein Trostbuch erweisen. (Rüdiger Lux)

„Und Hiob starb alt und lebenssatt. (Hiob 42,17)

„Und er ruhte aus von der Schwere des Glücks und der Größe der Wunder.“ (Hiob, Joseph Roth)

Entstehung & Aufbau des Buches Hiob

CHRISTLICHER KANON: Poetische Lehrbücher: Hiob, Psalmen, Sprüche, Prediger, Hoheslied

HEBRÄISCHER KANON: Ketuvim (TaNaK: Tora, Neviím, Ketuvim)

NAME: Ijob איוב„ = Wo ist der (göttliche) Vater? o. „Der von Gott Angefeindete“

URTEXT: Griechisch 2.Jh.v.Chr. Aramäisch 100 v.Chr., Syrisch 2.Jh.n.Chr. Hebräisch 900‐950 n.Chr.

Entstehung des Buches Hiob

Einzigartiges Buch in der Bibel:

  • spielt in Uz, weit weg von Israel
  • alle Charaktere sind keine Israeliten
  • es gibt keine klare historische Einordung

Der Punkt: Der Autor möchte, dass wir uns auf die Fragen konzentrieren, die durch Hiobs Leben aufgeworfen werden.

  • ZEITANGABEN: Fehlanzeige (nachexilisch, 5.‐2. Jhd.v.Chr oder ältestes Buch/Zeit der Erzväter?)
  • GESCHICHTLICHE EINORDNUNG: Fehlanzeige (Verbindung AT: Hesekiel)
  • ORT: Uz („im Osten“: arabische Halbinsel?, Edom?, …)
  • AUTOR: Fehlanzeige (Weisheit, nachexilisch, Prozess)
  • ADRESSATEN: Fehlanzeige
  • TEXTGATTUNG: Poetisches Lehrbuch, Novelle („kleine Neuigkeit“, kurze geradlinige Erzählung mit Ziel) & Dialogdichtung („Drama in Versform“)

Kennzeichen einer symbolhaften Personifaktion
In einer Person wird die Geschichte von vielen erzählt. Hiob als Modell.

Der Aufbau des Buches Hiob

Kapitel 1-2: Prolog –> Erde – Himmel

Kapitel 3-37: Hiob und seine Freunde –> Elihu 19%, Zofar 6%, Bildad 5%, Elifas 13%, Hiob 57% –> 10 Reden, 1 Klage & 9 Antworten incl. Kap. 28 Lied der Weisheit

Kapitel 36-41: Gottes Antwort –> Hiob 8%, Gott 92%

Kapitel 42: Epilog –> Hiob, Gott-Freunde, Gott-Hiob

Insgesamt: Novelle-Rahmen 5%, Poesie-Redeanteil 95%

Der Prolog

  1. Stichwort: Gutes Leben (Segen = Reichtum, Glück), Hiobs früheres Glück –> schuldlos, gerecht, ehrt Gott
  2. Stichwort: Wohlstandsevangelium
  3. Stichwort: … ein geläufiges BILD Hofstaat Gottes
  4. Stichwort: Satan –> Hebr.: Ankläger, Widersacher

„Wo kommst du her? Ich habe die Erde hin und her durchzogen.“ (1,7 + 2,2)

Unterscheidung: verschiedene Formen des Leidens:

a) Von Menschen verursacht
b) Schicksalhaft (Krankheit, Umweltkatastrophe …)
c) Verschiedenste Mischungen von a) und b) (Unfall, Verhalten über Generationen …)

Liebe & Freiheit

  • Gott lässt Leid zu
  • Gegenteil von Liebe ist Kontrolle, nicht Hass!

Warum? Wir nehmen an, das Buch beantwortet die Frage, warum Gott Leid zulässt.

Aber: Das tut es nicht …

Die wirklichen Fragen: Ist Gott gerecht? Regiert er die Welt in Gerechtigkeit?

Rolle von Hiobs Frau

a) Eva‐Rolle als Versucherin, „törichtes Weib“?
b) Fürsorge, wünscht ihm dass er sterben kann? Hiobs „österliche“ Antwort: Das ganze Leben ist eine Mischung aus Freude und Leid, und wir müssen beides akzeptieren.“

Hervorragende Seelsorge der Freunde

  • sehen Hiob
  • leiden und trauern mit Hiob
  • schweigen 7 Tage und Nächte mit ihm
  • „sein Schmerz war sehr groß“

Hiob und seine Freunde

Auftakt im Kapitel 3: Mit Hiob beten lernen

Klage heißt meine Gefühle und Gott ernst zu nehmen Schweigen Gottes aushalten (37 Kapitel sagt Gott nichts!)

Hiobs Diskussion mit seinen Freunden:

1. Ist Gott gerecht? 2. Regiert Gott die Welt nach dem strengen Grundsatz der Gerechtigkeit? 3. Wie kann Hiobs Leiden erklärt werden?

Hiobs Freunde: Menschliche Logik zerbricht

Mechanistisches Weltbild:
Tat – Ergehen (Kausalitätsdenken stimmt und stimmt nicht!)
„Wer Unheil sät, erntet es auch.“ „Der Mensch erzeugt sich selbst das Unheil.“ Elifas 4,8 + 5,7
Gnadenlose Seelsorge
„Ihr seid Lügentüncher und seid alle unnütze Ärzte“ Hiob 13,4

Grundannahme:

Menschliches Handeln = Weise & Gut –> Erfolg & Belohnung = Gottes Gerechtigkeit Menschliches Handeln = Böse & Dumm –> Unglück & Bestrafung = Gottes Gerechtigkeit

Hiob und seine Freunde

Gefährdungen Hiobs

• Opferrolle, Selbstmitleid
• Selbstgerechtigkeit – späte Erkenntnis: „Darum hab ich unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe.“ 42,3

Hiob: Argument: Ich bin schuldig! –> Folge: Mein Leind ist keine göttliche Strafe –> Schlussfolgerunge A: Gott regiert die Welt nicht in Gerechtigkeit ODER Schlussfolgerung B: Gott ist ungerecht

Die Freunde: Argument: Gott ist gerecht –> Folge: Gott regiert die Welt in Gerechtigkeit –> Schlussfolgerug: Hiob „muss“ gesündigt haben

Gottes Antwort

Richard Rohr:
„Unser grundlegendstes theologisches Problem besteht darin, dass Gott Gott ist und wir nicht. Die meisten von uns regen sich im Grunde furchtbar darüber auf, dass sie nicht Gott sind. Es macht uns fertig, dass irgendjemand anders als wir die Fäden in der Hand hat, dass wir nichts weiter sind als Geschöpfe.“

Warum gibt es Leid in der Welt? –> Wir leben in einer wunderbaren Welt, die im Moment nicht dazu ausgelegt ist, Leid zu verhindern.

Hiob: Du bist ungerecht –> Gott: Du bist nicht in der Position, mich anzuklagen

Hiob: Ich verlange eine Erklärung! –> Gott: Ich lade dich ein, meiner Weisheit zu vertrauen

Hiob und sein Bruder Christus

Gott durchbricht endgültig den Zusammenhang von Tat‐Ergehen
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen …“ Psalm 22 & Mt 27,46

Philipper‐Christushymnus Phil 2,6‐11

Jesus ist das Ineinanderfallen der Gegensätze: Ein unendlicher Gott, der die Endlichkeit angenommen hat.

„Wenn wir wirklich einen schmerzlichen Verlust erlitten haben, verlieren Aussagen wie: ´Gott hat einen größeren Plan´ ihren Sinn.“

Der Epilog

Hiob – eine Bekehrungsgeschichte

Hiob hat neu gelernt zu glauben, zu vertrauen in allem Widerstand, in aller Klage – zuletzt in aller Demut.

Das Hiobbuch ist in hohem Maß riskant: Gott riskiert Hiob zu verlieren. Hiob riskiert Gott zu verlieren.

Aber Hiob hat gelernt: Ein Abschied von Gott löst nicht die Probleme


Hiob – Eine Einladung, Gottes Weisheit zu vertrauen

Hiob 19,25: Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der letzte wird er über dem Staub sich erheben. Und ist meine Haut noch so zerschlagen und mein Fleisch dahingeschwunden, so werde ich doch Gott sehen.

Hiob 28,20 ff: Woher kommt denn die Weisheit? Und wo ist die Stätte der Einsicht? … Gott weiß den Weg zu ihr. … Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und meiden das Böse, das ist Einsicht

Das winterliche Turnier im Wüstenstaat erhitzt die Gemüter bereits jetzt. Während Christinnen und Christen hierzulande in der Adventszeit der Feier der Geburt Jesu Christi entgegenfiebern, werden die weltbesten Fußballer ab dem 20. November unter sengender Sonne um die Krone ihrer Sportart ringen. Das Endspiel im Emirat am Persischen Golf wird pünktlich am 4. Advent ausgetragen. Hinzu kommen Menschenrechtsverletzungen im autoritären Königreich, fragwürdige Arbeitsbedingungen und weltweite Boykottforderungen. Das alles stellt die kirchliche Arbeit im Advent 2022 vor besondere Herausforderungen.

Anti-Turnier und Fußball auf der Kanzel

Die evangelische Kirche hat deshalb jetzt spezielle Hilfsmaterialien für Kirchengemeinden herausgegeben. Unter der Überschrift „Macht hoch die Tür, die Tooor macht weit“ gibt ein Arbeitsheft auf 36 Seiten Tipps für einen konstruktiv-kritischen Umgang mit der umstrittenen WM. Die Broschüre mit dem Titel in Anlehnung an das bekannte Adventslied enthält Anregungen für Gottesdienste an den vier Adventssonntagen im Schatten der WM und Aktionsvorschläge für die Gemeindearbeit. Warum nicht mit lokalen Vereinen ein „Anti-Turnier“ organisieren oder Fußballerinnen und Fußballer zur Predigt auf die Kanzel bitten?

Gastbeitrag von DFB-Präsident Neuendorf

Ergänzt wird das Heft durch Gastbeiträge unter anderem von DFB-Präsident Bernd Neuendorf, ZDF-Sportmoderatorin Claudia Neumann oder Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung sowie dem EKD-Sportbeauftragten und rheinischen Präses Thorsten Latzel. Zudem gibt es auch Impulse rund um das jüdische Lichterfest Chanukka, auf das die WM ebenfalls fällt. Das Heft will dabei keine endgültigen ethischen Antworten und Lösungen rund um die WM in Katar präsentieren, sondern die Licht- und Schattenseiten des Turniers beleuchten und vor allem zu einem praxisorientierten Umgang vor Ort ermutigen.

Tipps als Gemeinschaftsproduktion

Gedacht ist die Broschüre vornehmlich für das Gemeindeleben vor Ort, für Gottesdienste, die Arbeit mit Jugendlichen und Gesprächskreise. Entwickelt und herausgegeben haben das Heft der Evangelische Bund und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Kirche und Sport sowie der Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung „midi“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). 

Was, wenn »Alles« zu viel wird? Wenn Chaos, Krisen und Katastrophen auf uns stürzen – wie auch schon zu Jesu Geburt? Wenn alles an Weihnachten wichtig ist, nur nicht das Kind in der Krippe?

Hilfreiche Themenartikel und Bibelarbeiten zu alledem bietet euch KON »Mit alles«. Darüber hinaus findet ihr kreative Stundenentwürfe, wie man z. B. aus Alltagsgegenständen Spiele entwickeln oder einen Adventskalender basteln kann.

Kreativität, Spontanität, Flexibilität – alles das braucht dieser Stundenentwurf.

Am besten kündigt ihr diese Gruppenstunde eine Woche vorher an. Denn für diese Stunde ist wichtig, dass alle von zu Hause 2–5 Gegenstände mitbringen. Diese Gegenstände können ganz unterschiedlich sein. Es gibt überhaupt keine Vorgaben, außer, dass sie in der Gruppenstunde benutzt werden dürfen, also z. B. von anderen angefasst werden dürfen. Es sollten also eigene Gegenstände sein und nichts, was man sich von anderen geliehen hat, die nicht über die Gruppenstunde Bescheid wissen. Und es sollten auch keine Dinge sein, die leicht kaputt gehen und schwer zu ersetzen sind, denn man weiß bei diesem Stundenentwurf ja nie, was genau passiert.

Spielideen entwickeln

Die Stunde beginnt damit, dass alle mitgebrachten Gegenstände in eurer Mitte gesammelt werden. Betrachtet, was dort alles zusammengekommen ist und bildet anschließend Kleingruppen von 2–5 Personen. Jede Kleingruppe hat nun ca. 30 Minuten Zeit, sich einige Gegenstände auszusuchen (es müssen nicht die selbst mitgebrachten sein) und ein Spiel zu entwickeln, das mit diesen Gegenständen gespielt werden kann. Hier sind der Kreativität nur die Grenzen der Machbarkeit mit euren Möglichkeiten gesetzt – alles was in euren Räumen, mit eurer Gruppe in dieser Gruppenstunde machbar ist (und kein besonderes Verletzungsrisiko birgt), ist erlaubt.
Nach 30 Minuten ungefähr trefft ihr euch wieder. Nun stellen allen Gruppen ihre Spielideen vor und ihr spielt diese Spiele natürlich auch. Probiert sie aus und gebt der Gruppe anschließend auch gerne Rückmeldung, welche tollen Ideen sie hatten und was euch vielleicht noch als Ergänzung dazu eingefallen ist. Wenn ihr es zeitlich nicht schafft, alle Spiele auszuprobieren, könnt ihr natürlich einfach beim nächsten Treffen weitermachen.
Dieser Stundenentwurf eignet sich auch gut für Freizeiten und auch für Schulungen zum Thema Spieleentwicklung und Spielepädagogik. Denn um ein eigenes Spiel zu entwickeln, muss sich jede Gruppe zahlreichen Gedanken machen:

  • Welche Materialien und Räumlichkeiten haben wir zur Verfügung?
  • Mit welcher Zielgruppe und mit wie vielen Menschen spielen wir unser Spiel?
  • Was soll das Ziel unseres Spieles sein?
  • Welche Regeln sind wichtig?
  • Was muss unbedingt beachtet werden (Stichwort: Verletzungsrisiko)?
  • Wie viel Zeit benötigt unser Spiel und wie viel Zeit die Vorbereitung?

Andacht:

Auch die Andacht kann passend zu dieser Stunde sehr kreativ und spontan gestaltet werden.
Ich habe schon mehrfach in unterschiedlichen Gruppen gute Erfahrungen mit dieser Art Andacht gemacht und kann nur empfehlen, diese Methode einfach selbst mal auszuprobieren.

  1. Beginn/Begrüßung zur Andacht
    Wer möchte, kann ein Votum sprechen oder die Andacht mit einem kurzen Gebet oder einem Lied eröffnen.
  2. Aktion
    Alle, Mitarbeitende und Teilnehmende bekommen nun folgende Aufgabe gestellt:
    »Schaut euch in diesem Raum/auf dieser Wiese … um. Was sehr ihr? Was gibt es hier alles?«
    »Steht auf und sucht euch einen Gegenstand aus (einen Stein, eine Spielfigur, einen Ball, eine leere Flasche … was immer gerade da ist) und bringt ihn mit zurück in diesen Kreis.«
    Sind im Raum besonders viele Gegenstände greifbar, könnt ihr die Aufgabe auch noch etwas mehr konkretisieren. Zum Beispiel: „Bringt den leichtesten/erstaunlichsten/kleinste n… Gegenstand mit in den Kreis.“
  3. Runde 1
    Sind alle wieder zurück im Kreis mit ihren Gegenständen, startet eine kurze Austauschrunde, in der nun alle ihren Gegenstand kurz vorstellen, also einfach erzählen, was sie da ausgewählt haben.
    Wer mag kann zusätzlich auch noch in 1–2 Sätzen erklären, warum die Wahl genau auf diesen Gegenstand gefallen ist.
  4. Runde 2
    In dieser zweiten Runde sollen nun alle einmal berichten, was der ausgewählte Gegenstand mit Gott zu tun haben könnte.
    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und ich bin sicher, dass jeder und jedem etwas einfällt. Richtig und falsch gibt es hier natürlich sowieso nicht. Alle Gedanken und Ideen sind gut!
  5. Abschlussgedanken:
    Gott ist in dieser Welt, in allem und durch alles können wir Zugang zu ihm finden. Denn Gott ist vielseitig. Mindestens so vielseitig wie wir. Jeder Gegenstand kann uns etwas von Gott sagen und zeigen.
    In jedem Menschen können wir Gott entdecken. Und manche von uns können Gott vielleicht in einem Lied spüren. Andere in einem Gebet im Gottesdienst in der Kirche.
    Wieder andere vielleicht aber auch in dem Spaß, den wir hier als Gruppe beim Spielen zusammen haben. Oder auf Freizeiten, wenn wir am Lagerfeuer zusammen sitzen. Oder beim (Bibel-)Lesen.
    Gott ist so groß, dass es nicht nur eine oder zwei Arten gibt, wie wir ihm begegnen können.
    Gott findet auch den Zugang zu dir, wenn du das möchtest. Er findet dann bestimmt genau den richtigen Zugang zu dir.
    Du kannst iGott auch finden. Probier es einfach aus. Du kannst dabei nichts falsch machen.
  6. Abschlusslied und/oder Segen

Natürlich könnt ihr gern auch zwischendurch noch Lieder einbauen, wenn ihr mögt.

Sooo viele Baustellen! Sooo viele Ideen! Sooo viele Möglichkeiten!

Es gibt Menschen, die sprudeln permanent über vor Ideen. – Gehörst du zu ihnen? Dann kennst du bestimmt den Schmerz, wenn wundervolle Ideen, Träume und Visionen nicht ins Leben kommen. Da ist einfach zu wenig Zeit, um all die tollen Gedanken umzusetzen, die dir im Kopf rumspuken. Vom Geld und von der Manpower ganz abgesehen. Manchmal ist es auch ein „zu viel“ an Widerstand oder „zu wenig“ Begeisterungsfähigkeit bei anderen. Oder zu wenig Entscheider-Mut. Das kann sehr viel Kraft kosten – mehr, als Projekte umzusetzen. Und du merkst, wie sich Bitterkeit, Frust, Enttäuschung & Co. breit machen.

Wie kann ich einen – für mich und andere – guten Weg finden, damit umzugehen, wenn ich ein vor Ideen sprudelnder Mensch bin?

Sooo viel zu erledigen! Sooo eine lange To Do-Liste! Sooo viele unsortierte Stapel!

Vielleicht sind die Visionen und Ideen ja gar nicht dein Problem?! Du kämpfst viel mehr mit dem vielen Kleinkram, der sich in jeder Ecke sammelt. Oder mit den Tagesordnungspunkten auf der Sitzungsliste. Mit organisatorischen Dingen im Hintergrund, die halt sein müssen, damit der Laden läuft. Mit all dem Kram, den außer dir irgendwie keiner zu sehen scheint, an dem du aber nicht vorbeikommst.

Wie kann ich einen auf Dauer gesunden Umgang mit all diesen Dingen finden, damit ich nicht still und heimlich ausbrenne?

Sooo viel zu entscheiden! Sooo viel anzupacken! Sooo viel Verantwortung zu tragen!

Manchmal kann sich das ganz schön einsam anfühlen, wenn man jemand ist, dem es leicht fällt, Entscheidungen zu treffen. Denn natürlich finden nicht immer alle das Ergebnis toll. Und da kann schon mal Frust aufkommen, wenn keiner eine klare Meinung hat – bis du eine Entscheidung getroffen hast. Es ist so leicht, die Entscheidung eines anderen zu kritisieren und es besser zu wissen. Vor allem, wenn ich mich in der Menge verstecken kann. Und es braucht Rückgrat, sich in eine exponierte Position zu begeben und notfalls alleine da zu stehen, wenn es Kritik oder Häme hagelt.
Wie kann ich da die Freude behalten und nicht alles hinschmeißen, wenn es zu viel wird?

Sooo viele Menschen! Sooo viele Bedürfnisse! Sooo viele Erwartungen!

Den Juden eine Jude, den Griechen ein Grieche – allen alles sein?! Alle Ansprüche aller Menschen erfüllen – und ihre Erwartungen noch dazu! All ihren Bedürfnissen gerecht werden und allen Nöten begegnen.

Wie kann ich da fröhlich engagiert bleiben ohne unter den (vermuteten) Erwartungen der anderen und der Not der Welt zusammenzubrechen?

Ich vermute mal, du hast dich in einer der vier Beschreibungen zumindest ein Stück weit wiedergefunden. Hintergrund ist das DISG-Modell. Mehr dazu in der Literatur- und Linkliste.

Auch vom Guten kann es ein „zu viel“ geben.

Immer wieder stoßen wir auf die Frage der Balance. Und da geht es mehr darum, mich gut zu kennen und zu reflektieren, als etwas nach „Schema F“ zu machen. Viel Arbeit ist ja per se nicht schlecht. Mich beflügelt das, wenn ich ordentlich was zu tun habe und dadurch was bewegen kann. Es kommt aber sehr darauf an, was ich zu tun habe und wie leicht mir das fällt. Wie viel Unwägbarkeiten dabei sind oder wie überschaubar meine Aufgabe ist. Und, ob ich alleine arbeite oder ein Team an meiner Seite habe, das mich unterstützt und beflügelt.

Energiekiller

Manchmal wird aus „viel“ einfach dadurch ein „zu viel“, weil da zu viele ungeklärte Fragezeichen sind. Oder zu viele Menschen, die da auch noch mitreden wollen. Ich habe gelernt, auch darauf zu achten, ob sich „Energiekiller“ an Aufgaben dranhängen und welche das sind. Das ist so eine Mischung aus allgemeinen und individuellen Komponenten. Kennst du deine Energiekiller? Es lohnt sich, Zeit darauf zu verwenden, sie zu identifizieren. Achte in den nächsten Tagen mal darauf, was dich frustriert oder dir die Freude an einer Aufgabe nimmt. Alternativ kannst du auch ein bereits abgeschlossenes Projekt reflektieren, an das du dich gut erinnerst. Schreibe die „Energiekiller“ auf und male zu jedem eine Skala, die von „0 = macht mir nichts aus“ bis „10 = macht mir sehr zu schaffen“ reicht. Dann kreuze aus dem Bauch raus für jeden einzelnen Faktor an, wie sehr er dich belastet. (Siehe Schaubild)

Was machst du jetzt damit? Wähle die Faktoren aus, die dir am meisten Energie rauben und überlege, was du ändern kannst, damit du günstigere Arbeitsbedingungen schaffen kannst. Vielleicht sprichst du mit deinem Team darüber? Dann bitte alle, für sich selbst so eine Übersicht zu erstellen, und dann tauscht euch aus, wie ihr euch gegenseitig unterstützen wollt, dass ihr mehr Energie in euer gemeinsames Projekt stecken könnt.

Du kannst für dich oder mit deinem Team zusammen Strategien entwickeln, damit ihr eure „Energiekiller“ zumindest in Schach halten könnt. Meine beschreibe ich gleich in Kombination mit meiner Strategie, ihnen wirksam entgegenzutreten:

Verzetteln

Da hilft mir ein sehr praktisches Tool aus Papier: mein Schreibtischkalender. Da trage ich keine Termine ein, sondern alle To Do’s, wenn sie mir einfallen. Dann haben sie einen Platz und sind terminiert. Und ich brauche mich nicht mehr sorgen, ob ich auch ja nichts vergesse.

Sorgen machen

Ein allgemein sehr beliebter Energiefresser, den ich mittlerweile weitgehend in Schach halten kann. Durch Logik: Kann ich etwas daran ändern? Wenn ja, was und wann mache ich das? Wenn nein: Weg damit. Beten und konsequent bei Gott ablegen hilft mir sehr. Da sind die Dinge, die mir Sorgen machen in kompetenten Händen. Und ich habe Kopf, Herz und Hände frei, um mich um meine Aufgaben zu kümmern.

Unklare Absprachen

Ich frage nochmal nach und bitte mein Gegenüber, sich klar auszudrücken. Wenn ich eine Rückmeldung per E-Mail möchte, schreibe ich Tag – und manchmal Uhrzeit – bis wann ich die brauche. Danach treffe ich eine Entscheidung anhand der Rückmeldungen, die bis dahin eingegangen sind.

Unklare Erwartungen

Ich frage nach: „Was wünschst du dir?“ Und wenn sich herausstellt, dass es keine Wünsche sondern Forderungen sind, die ich zu erfüllen habe, dann lohnt es sich, mit meinem Gegenüber eine Runde zu drehen und zu klären, was davon in meinem Verantwortungsbereich liegt und was nicht. Wer sagt denn, dass ich alle Forderungen anderer zu erfüllen habe? Wenn du an diesem Punkt immer wieder Schwierigkeiten hast, lohnt es sich, dich mal mit deinem „inneren Team“ auseinanderzusetzen. Entweder zusammen mit einem Coach oder einer Mentorin. Oder auch mit diesem kleinen Übungsbuch von Jutta Heller: „So bin ich stark. Gut aufgestellt mit dem inneren Team.“

Missstimmung im Team

Offen ansprechen: „Ich nehme wahr, dass …“ – „Wie nehmt ihr das wahr?“ Sag auch, was dir wichtig ist für eine gelingende Zusammenarbeit und gib den anderen ebenfalls die Gelegenheit, sich dazu zu äußern. Und dann findet einen Konsens.

Übergehen wir Missstimmung im Team auf Dauer, schadet das allen im Team: denen mit denen ihr unterwegs seid – und eurem Auftrag könnt ihr auch nicht richtig gerecht werden. Die Zeit und Kraft und den Mut, die ihr an dieser Stelle in Aussprachen investiert, die lohnen sich wirklich. Und wenn am Ende dabei herauskommt, dass ihr eigentlich gar nicht zusammenarbeiten wollt/könnt, dann ist das nicht unbedingt ein Scheitern – auch wenn es sich zuerst so anfühlt.

Leute wollen sich möglichst lange alle Optionen offen halten.

Mir hilft es zu prüfen, wo ich gut mit Ungewissheit leben kann und wo ich Klarheit brauche, um mich konzentriert und effizient vorzubereiten. Umgekehrt achte ich darauf, dass ich selbst in Absprachen möglichst klar bin und den anderen nicht hinhalte, nur weil es mir schwer fällt, eine Entscheidung zu treffen.

Apropos Entscheidungen treffen: KEINE Entscheidung zu treffen, bzw. es möglichst lange rauszuziehen habe ich für mich als großen Energiekiller identifiziert. Immer wieder kreisen die Gedanken darum. Ich wäge ab, prüfe, eiere rum… Und heimlich still und leise verpufft dabei einiges an Energie. Also: einmal Zeit nehmen, Optionen prüfen und abwägen, in mich reinhören, Entscheidung treffen, Entscheidung kundtun. Und dann dazu stehen. Nicht verknöchert ein Gesetz draus machen. Es gibt Situationen, da habe ich Ja gesagt und dann ändert sich auf dem Weg etwas Entscheidendes. Da wäge ich dann so gut wie es mir möglich ist nach allen Seiten ab und überprüfe meine Entscheidung unter diesen neuen Voraussetzungen noch einmal. Und dann kommuniziere ich sie zeitnah und klar.

Das A & O bei der Auseinandersetzung mit den Energiekillern: Sei barmherzig. Mit dir selbst. Mit anderen. Wir sind alle unvollkommen. Uns wird nie alles 100% so gelingen, wie wir das gerne hätten.

Prävention

Wir haben uns angeschaut, wie wir mit Energiekillern umgehen können. Jetzt möchte ich dein Augenmerk noch auf drei Komponenten lenken, die deine seelische Gesundheit und deine Lebensfreude auf Dauer stärken können. Komponenten also, die dich widerstandsfähiger, resilienter gegen negativen Stress machen, der dir Motivation, Schaffenskraft und Freude raubt. Und damit sind wir mitten drin in der Prävention. Wie kann ich als engagierte Person so mit meinen Ressourcen umgehen, dass sie für die ganze Strecke reichen? Es gibt weit mehr, doch mir liegen diese drei besonders am Herzen:

Resilienzfaktor „Gesehen werden“

Kurz gesagt steckt hinter vielen ausgebrannten Menschen ein Mangel an „gesehen werden“. Ihnen fehlt schlicht die Rückmeldung von anderen:

Ich sehe dich. Ich sehe deine Gaben. Ich sehe, was du in die Gemeinschaft einbringst. Mir ist auch wichtig zu verstehen was du brauchst, damit es dir in unserer Gemeinschaft gut geht. Ich bin bereit, genau hinzuschauen und hinzuhören, um dich besser kennen zu lernen. Ich habe Interesse an dir. Ich schätze dich. In deiner Einzigartigkeit – inklusive deiner Eigenarten. Ich sehe und achte deinen Wert und deine Würde.

Es ist von unschätzbarem Wert für uns als Gemeinschaftswesen erschaffene Menschen, von unserem Gegenüber genau diese Botschaft zu bekommen. Also lasst uns einander positive Rückmeldungen geben, wo immer wir eine Gelegenheit dafür finden. Lasst uns kreativ darin werden, anderen unsere Wertschätzung auszudrücken.

Resilienzfaktor „Dankbarkeit“

Und das lässt sich wunderbar verknüpfen mit dem „Danke sagen“. Eine wertschätzende Rückmeldung auf Augenhöhe enthält diese drei Bausteine:

1) Beobachtung. 2) Wie es dir damit geht/Was es dir bedeutet. 3) Danke.

Beispiel gefällig? „Ich habe mich so über den aufgeräumten Bastelschrank gefreut – hast du das gemacht? Vielen Dank für die Zeit, die du uns allen geschenkt hast!“ Oder: „Danke, dass du meine Mails innerhalb eines Tages beantwortest. Es ist mir eine wertvolle Unterstützung, so zügig und zuverlässig deine Rückmeldung zu meinen Fragen zu bekommen.“
Sowohl das mit der Wertschätzung als auch mit der Dankbarkeit ist weit mehr als eine Einbahnstraße. Dankbare Menschen treffen auf dankbare Menschen. Wer Wertschätzung verschenkt wird Wertschätzung ernten. Frei nach dem Motto: „Liebe ist das einzige, was wächst, wenn wir es verschwenden.“ (Ricarda Huch)

Resilienzfaktor „TEAM“

TEAM = together everyone achieves more

Ich liebe dieses „Wortspiel“. Gemeinsam sind wir nicht nur stärker. Leben wir tatsächlich den Teamgeist „Einer für alle – alle für einen“, wird jeder von uns durch die anderen so ergänzt, dass er dank dieses Teams mehr erreicht als alleine. Und wertvolle Ergänzung und dadurch auch Entlastung erlebt. Wenn ich Teil eines Teams bin, muss ich nicht alles wissen, können oder tun. Ich muss nicht allen alles sein – es gibt ja noch die anderen. Wo mir die Geduld oder Kraft fehlt und ich einen Schritt zurücktrete und den anderen Raum gebe, blüht vielleicht meine Teamkollegin voll auf, weil die Herausforderung ihren Stärken entspricht. Viele Jahre unterwegs zu sein in unterschiedlichsten Teams hat mir gezeigt: Da, wo Menschen gerne, wertschätzend, gabenorientiert und zielgerichtet miteinander unterwegs sind, können wir oftmals viel mehr erreichen, als manch ein Skeptiker für möglich halten würde. UND wir mögen nach einem großen langen Camp zwar fix und fertig, aber eben auch glücklich und zufrieden sein. Und beflügelt für weitere Abenteuer.

Es braucht Pausen

Ausruhen. Nichts leisten müssen. Genießen. Kraftreserven auffüllen – zwischendurch braucht es auch die Pausen. „Batterie fast leer!“, zeigt mein Laptop gerade an. Wie merkst du, dass deine Akkufüllung sich dem Ende entgegen neigt, deine Kraftreserven sich erschöpfen? Wie zeigt dir dein Körper, dass eine Pause dran ist? Und schenkst du dem Beachtung? Planst du Pausenzeiten von vorneherein mit ein? Wie schnell bist du bereit, über deine Grenzen zu gehen?

In einer Zeit der grenzenlosen Möglichkeiten und eines grenzenlosen Angebotes an Abenteuern, Aufgaben und Ablenkung tun wir uns logischerweise schwer mit dem Abgrenzen. Und doch brauchen wir sie dringend, die Grenzen, die uns schützen. So wie die Mauern deiner Wohnung deinen Rückzugsort markieren und dich vor Wind und Wetter, Hitze und Kälte schützen, kann auch ein Nein eine wichtige Schutzfunktion haben. An der richtigen Stelle „Nein“ sagen schützt dein „Ja“. Wenn du dich schwertust, anderen eine Bitte auszuschlagen, dann frag dich, bevor du das nächste Mal Ja sagst: „Wenn ich jetzt hierzu Ja sage – wozu sage ich dann Nein?“ Wenn ich zu dieser Aufgabe in der Gemeinde Ja sage – was bedeutet das für meine Freundschaften, meine Zeit für mich, meine Arbeit …? Wenn ich den letzten freien Abend in der Woche für diese Sitzung hergebe – wozu sage ich dann Nein? Und was hat das für Auswirkungen?

Wir sind permanent herausgefordert, das, was uns wichtig ist, zu schützen. Je klarer du dir darüber bist, was dir das Kostbarste im Leben ist und was dir auch noch wichtig ist, desto leichter fällt es dir, deine Entscheidungen danach auszurichten. Es lohnt sich, dir Zeit zu nehmen um deine Vision für deine aktuelle Lebensphase zu klären. Eine Klarheit an diesem Punkt bringt Einfachheit und Freiheit mit sich. Das wiederum wirkt sich positiv auf dein Energielevel aus und auf deine Freude an deinem Tun.

Alles hat seine Zeit

Gott hat die Zeit eingeteilt. In Tag und Nacht, Sommer und Winter. Werktag und Sonntag. Und als Extra obendrauf gibt’s noch die Feiertage! Ich liebe Feiertage! Vor allem die, an denen ich als engagierte Christin nichts zu tun habe. Kein Gottesdienst – einfach mal ausschlafen! Davon schwärmte ich am 3. Oktober, von diesem extra geschenkten freien Tag gestern. Für den ich mir Werken im Kreativkeller vorgenommen hatte. Und dann schien nach einem Regentag die Sonne und ein Spaziergang mit Freundinnen lockte in die bunt gefärbten Weinberge! Hach, ist das schön, einfach in den Tag leben und sich überraschen lassen können. Weil heute alles darf, aber nichts muss. Und rate mal, was meine Freundin, die engagierte Lehrerin und Ehrenamtliche, antwortete? „Bisher war das für mich ein extra Tag, an dem ich ungestört Klausuren korrigieren konnte. Erinnere mich nächstes Jahr daran, dass ich mich entschieden habe, mir zwischendurch mal extra frei zu gönnen!“

Wann gönnst du dir das nächste Mal frei? Um dich selbst mit der Feststellung zu überraschen: Die Welt dreht sich weiter – auch wenn ich Pause mache.

Für alles gibt es ein Buch

Und nicht nur eins! Hier eine kleine Liste, wenn du das eine oder andere Thema, das ich angerissen habe, weiter vertiefen willst:

  • Härry, Thomas: Von der Kunst, sich selbst zu führen. SCM-Verlag
  • Heller, Jutta: So bin ich stark. Gut aufgestellt mit dem inneren Team. Kösel-Verlag
  • MacDonald, Gordon: Warum Jesus kein Burnout hatte. Von innen heraus stark sein. Brunnen-Verlag
  • Niemeyer, Susanne: Soviel du brauchst. Sieben Sachen zum besseren Leben
  • Seiwert, Lothar; Gay, Friedbert: Das neue 1×1 der Persönlichkeit. Sich selbst und andere besser verstehen mit dem DISG-Modell. Der Praxisleitfaden zu mehr Menschenkenntnis und Erfolg. G&U-Verlag
  • Sellin, Rolf: Bis hierher und nicht weiter. Wie Sie sich zentrieren, Grenzen setzen und gut für sich sorgen. Kösel-Verlag

Und als Zugabe noch ein Link:www.persolog.de – mehr zum DISG-Modell und zum Thema Resilienz

Von Kamelen und tierisch schweren Entscheidungen

Zum Einstieg: ein Experiment

Sucht eine Freiwillige aus der Gruppe, die bereit ist, sich auf ein kleines Experiment einzulassen. Je nachdem, wie ihr eure Teilnehmerinnen einschätzt, kann es vielleicht auch besser sein, vorher gezielt jemanden zu fragen.

Legt euch im Vorfeld eine Sammlung verschiedener Kisten, Kartons, Taschen etc. zurecht – sie können leer oder voll sein, das spielt keine Rolle, nur zu schwer sollten sie nicht sein. Je nach Größe braucht ihr 12 bis 20 Stück (je kleiner, desto mehr). Außerdem braucht ihr ein schön als Geschenk verpacktes Paket (eher groß).

Die Freiwillige stellt sich vor die Gruppe. Nun werft ihr die Frage in den Raum: „Was ist wichtig in unserem Leben? Was brauchen wir alles zum Leben?“ Für jede Sache, die von den Teilnehmerinnen genannt wird (Essen, Trinken, Freunde, Zuhause, Geld …), drückt ihr der Freiwilligen einen Gegenstand in die Hand; das kann auch jeweils das Mädchen machen, das den Begriff genannt hat. Sammelt immer weiter, so dass die Kandidatin mit der Zeit ordentlich Mühe hat, alles festzuhalten und zu balancieren. Wenn die Antworten langsam versiegen, animiert noch mal mit Nachfragen: „Was macht das Leben lebenswert? Auf was würdet ihr nicht verzichten wollen?“

Wenn ihr den Eindruck habt, dass sie jetzt wirklich nicht noch mehr festhalten kann, holt ihr das Geschenkpaket hervor und reicht es ihr mit den Worten: „Aber EINE Sache möchte ich dir noch geben, das musst du unbedingt haben – es ist das allerwichtigste im Leben!“

Nun wird es spannend sein zu sehen, wie sie reagiert – ob sie tatsächlich die anderen Sachen alle ablegt, um das Geschenk entgegennehmen zu können.

Zur Auswertung: ein paar Fragen:

  • Wie ging es der Kandidatin bei ihrer Aufgabe? War das am Ende eine Zwickmühle, sich zu entscheiden?
  • Wie hätten die anderen Teilnehmerinnen sich an ihrer Stelle verhalten?
  • Und vor allem: Was könnte das wohl in dem letzten Paket sein – das „Allerwichtigste“?
  • Was müsste drin sein, damit es sich lohnt, die anderen Dinge abzulegen, es also gegen alles andere einzutauschen?

Zum Wundern: eine Geschichte aus der Bibel

Eine Geschichte, in der es genau um dieses „Allerwichtigste“ geht: die Geschichte vom reichen Jüngling (Mk 10,17–27).

Im Grunde hatte er alles, was man sich wünschen kann. Obwohl er noch so jung war, hatte er es wirklich zu was gebracht im Leben: Er war erfolgreich. Er hatte eine Karriere gemacht, von der andere nur träumen konnten. Das Bankkonto war angenehm gefüllt, er konnte sich schöne Urlaube leisten und seinen Freunden großzügige Geschenke machen. Seine Eltern waren stolz auf ihn, und seine Verlobte bewunderte ihn. Eigentlich war alles bestens.

Aber er machte sich Sorgen. Manchmal, wenn er in seinem geschmackvoll eingerichteten Haus saß und nach einem langen Arbeitstag die Füße hochlegte, kroch diese Frage in ihm hoch, die schon lange an ihm nagte. Und er wusste: Solange diese Frage nicht geklärt war, würde er keine Ruhe finden, niemals wirklich glücklich werden. Er hatte so viel geschafft, aber diese eine Frage war immer offen geblieben.

Und dann kam der Tag, auf den er gewartet hatte, der Tag, an dem er seine große Frage endlich stellen konnte: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen? Wie komme ich in den Himmel?“ – Wenn einer diese Frage beantworten konnte, dann Jesus! Noch nie hatte der reiche junge Mann jemanden so klar von Gott reden hören, niemand sonst konnte so faszinierend predigen, niemand sonst schien so viel vom Leben und vom Reich Gottes zu verstehen.

„Das ewige Leben? Nun, du kennst doch sicher die Gebote – du sollst nicht stehlen, nicht ehebrechen, nicht töten …“ – „Ja, ich weiß, natürlich, die kenne ich doch schon von klein auf! Und ich habe mich immer daran gehalten!“ – „Das ist gut“, sagt Jesus, „aber eins fehlt dir: Verkaufe alles, was du hast, gib das Geld den Armen, und folge mir nach.“

Alles? Das geht doch nicht! Wirklich ALLES? Das ist zu viel! Das geht nicht. Das kann er nicht. Das schafft er nicht. Als er das merkt, dreht sich der junge Mann traurig um und geht weg.

Und traurig ist auch Jesus. Weil er sieht, wie dieser arme reiche Kerl mit sich selber kämpft. „Und deswegen“, sagt er, als er die entsetzten Blicke seiner Jünger sieht, „deswegen ist es so schwer für einen reichen Menschen, zu Gott zu kommen, versteht ihr? Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass es ein Reicher in den Himmel schafft!“

Zum Ärgern: ein krasser Anspruch

Eine schlimme Geschichte! Eine der schlimmsten in der Bibel. Kaum auszuhalten, wie das ausgeht. Hier würde sich doch jeder ein Happy End wünschen: dass der reiche Mensch merkt, dass ihn sein Geld nicht glücklich macht; dass er spontan sagt: „Genau! Weg mit dem ganzen Plunder!“, und dann macht er sich auf die Socken und geht mit Jesus mit.

Oder noch viel besser: Jesus ist einfach nicht so anspruchsvoll! Alles weggeben – das ist doch viel zu viel verlangt! Er soll ihm einfach eine leichtere Aufgabe stellen, meinetwegen ein elftes Gebot erfinden, an das der Typ sich dann halten kann, und alles wird gut.

Aber so krass ist Jesus: Auf die existentielle, lebenswichtige Frage dieses Menschen gibt er keine platte, einfache Antwort. Es geht um alles, nämlich das ewige Leben, und deswegen verlangt er auch „alles“. „All in“, könnte man sagen – ganzer Einsatz! Der reiche junge Kerl dachte, er hätte alles und ihm fehlt nur noch das letzte bisschen, das i-Tüpfelchen, die letzten Meter bis zur Ziellinie. Aber Jesus macht ihm klar: Ja, du hast vieles, aber im Grunde fehlt dir alles!

Und warum soll dieser arme reiche Kerl alles loslassen, alles hergeben?

Stimmt vielleicht doch diese alte Befürchtung: Wenn ich Christ werde, darf ich nichts mehr, darf keinen Spaß mehr haben, nichts Schönes oder Schickes besitzen – eigentlich kann ich gleich ins Kloster gehen? Ist es denn Sünde, reich zu sein?

„Sünde“ heißt ja ursprünglich Trennung von Gott – und was ist, wenn mich mein Reichtum von Gott trennt? Wenn all das, was ich habe, mich von dem trennt, was er mir schenken will? „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“, sagt Jesus an anderer Stelle (Mt. 6,21), oder wie Martin Luther es formuliert hat: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.“ Könnte es sein, dass das, woran ich mein Herz hänge, mich von Gott trennt?

In der Geschichte geht es konkret ums Geld, aber es geht auch um alles andere, was ich habe, besitze, im Griff habe, an dem ich (mich) festhalte.

Was könnte das bei mir sein?

Zur Erinnerung: unser Experiment

Erinnert euch an unser Experiment ganz am Anfang: All die Dinge, die wir gesammelt haben, sind wichtig zum Leben und haben ihren Platz – aber am Ende hatte unsere Kandidatin keine Hand mehr frei für das „Allerwichtigste im Leben“. Die einzige Möglichkeit sich beschenken zu lassen bestand darin, erstmal das loszulassen, was sie so fest im Griff hatte.

Der reiche junge Mann dachte, Jesus wolle ihm alles wegnehmen – dabei wollte er ihm alles schenken!

Jesus hat so viel Unglaubliches für uns bereit – wir würden staunen! Aber oft genug haben wir keine Hand dafür frei, weil wir uns an alles mögliche andere klammern.

Da ist all das, was ich ganz alleine auf die Reihe kriegen möchte, all das, worauf ich nicht mehr verzichten will und woran ich mich gewöhnt habe, all das, worauf ich mein Leben aufbaue – und Jesus sagt: Komm, lass mal los, und du wirst staunen, was ich dir alles schenken will. Mir zu folgen macht dich nicht ärmer, sondern du entdeckst erst den ganzen Reichtum von Gottes Welt!

Zum Dampfablassen: eine Austauschrunde

An dieser Stelle könntet ihr den Teilnehmerinnen Gelegenheit geben, auf diese provokante Geschichte zu reagieren, vielleicht zu widersprechen oder sie mit konkreten Beispielen zu ergänzen.

Zum Glück: eine ganz andere Möglichkeit

Zum Glück endet die Geschichte nicht einfach nur in der Sackgasse mit diesem traurigen Schluss, dieser Unmöglichkeit: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr …“ Als die Jünger fragen, wer denn dann überhaupt in den Himmel kommen kann, öffnet Jesus eine Tür, eine Chance, eine Hoffnung: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich!“

Gott wünscht uns das Leben und die Freiheit. Wir müssen keine Angst haben, bei Gott zu kurz zu kommen, weil er uns womöglich nichts gönnt. Natürlich dürfen wir Dinge besitzen, aber die Dinge sollen nicht UNS besitzen!

Und deshalb ist es gut, hin und wieder mal zu probieren, ob ich auch loslassen kann. Das kann bedeuten: teilen, verzichten, schenken, nicht haben müssen. Und Gott bitten, mir offene Hände zu schenken – offen zum Abgeben, und dann auch wieder offen zum Empfangen.

Zum Weiterspinnen: Der Weg durchs Nadelöhr

Je nachdem, ob und wie es für eure Gruppe passt, könnt ihr zur Vertiefung auch eines der folgenden Elemente einbauen:

  • Wie es mit dem reichen jungen Mann weiterging, erzählt die Bibel leider nicht: Ist er mit seiner Entscheidung glücklich gewesen? Wem hat er vielleicht von dieser Begegnung mit Jesus erzählt? Hat ihn das Thema weiter beschäftigt? Hat er vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt seine Entscheidung überdacht, sich nochmal um-entschieden? Und hätte Jesus ihm noch eine zweite Chance gegeben?
  • Angenommen, er hätte Jesu Einladung bzw. Herausforderung angenommen, hätte alles aufgegeben und wäre mit ihm mitgegangen … Schreibt (aus seiner Sicht) einen Brief an seine Eltern, in dem er seinen lebensverändernden Entschluss erklärt, oder führt ein Interview mit ihm, wie es ihm mit dieser Entscheidung zum „All in“ gegangen ist.
  • Wenn es für eure Gruppe passt, nehmt euch Zeit, um persönlich zu überlegen: Was trennt mich eigentlich von Jesus? Was hält mich davon ab, ihm mit Haut und Haaren nachzufolgen? Auf was möchte ich nicht verzichten? Was müsste mir ein Leben mit Jesus bieten, damit es sich lohnt, alles auf diese Karte zu setzen? Was würde mir helfen, ihm mehr oder ganz zu vertrauen?

Zum Schluss: ein Gebet

Guter Gott, danke für alles, was unser Leben bunt und reich und spannend und schön macht! Danke, dass du dir mit so viel Phantasie so viel Schönes für uns ausgedacht hast. Du weißt, dass uns diese Dinge manchmal wichtiger werden als du selber, und uns von dem Weg mit dir abhalten.Wir bitten dich um offene Hände und ein leichtes Herz, wenn wir mit dir unterwegs sind. Schenk uns das Vertrauen, dass wir bei dir nicht zu kurz kommen, und die Freiheit, uns ganz auf dich zu verlassen. Zeig uns den Weg durchs Nadelöhr und zum Leben. Amen.

Dies ist eine persönlich gefärbte Auseinandersetzung mit „Kirche“ und dem schönsten Fest des Jahres.

Es ist ein offenes Geheimnis: Den großen Kirchen laufen die Mitglieder davon. Nicht weltweit, keine Angst. Es gibt immer noch Regionen in der Welt, wo sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche wächst und sich keine Sorgen um die Zukunft machen muss. Besonders auf dem afrikanischen Kontinent sowie in Asien lassen sich die Menschen zum Glauben einladen, aller Not und Verfolgung zum Trotz.

Deutlich anders und düsterer sieht es aber in Westeuropa aus. In Deutschland waren Ende 2021 erstmals weniger als die Hälfte der Menschen Angehörige einer der beiden Kirchen. Und die Experten befürchten, dass diese Zahl noch weiter steigen wird. Insgesamt alarmierend, scheint es doch zugleich widersprüchlich zu sein, denn viele Deutsche sehen sich durchaus als spirituell und auf der Suche nach Sinn-Antworten für ihr Leben. Doch diese finden sie zunehmend auch außerhalb der Kirchen, finden sie in sozialen Netzwerken, in selbst zusammengestelltem „Patchwork-Glauben“ – und kehren den altbackenen Strukturen und Antworten der offiziellen Kirchen den Rücken.

Warum laufen den Kirchen die Mitglieder davon?

Was mag der Auslöser für diese Entwicklung sein? Die erste Antwort, die vielen einfällt: der Kirchenaustritt als Reaktion auf die systematische Missbrauchsvertuschung der Kirche. Immerhin sind die Austrittszahlen der katholischen Kirche ja auch noch schlechter als die der evangelischen. An dieser Antwort ist auch etwas dran, aber sie greift dennoch zu kurz bzw. beleuchtet nur einen Teil der Gründe. Die „Evangelische Kirche Deutschlands“ (EKD) hat zu der Austrittsentwicklung 2021 eine Studie veröffentlicht, die einen differenzierteren Blick auf die Austrittszahlen wirft – sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche. Sie stellte fest, dass die Missbrauchsskandale und der kirchliche Umgang damit nur für 24% der ehemals evangelischen und 37% der vormals katholischen Kirchenmitglieder der Grund zum Austritt gewesen sind.

Auf beiden Seiten überwiegt das Gefühl, dass die Kirche nicht länger relevant für ihr Leben ist. Und das ist ein viel tiefgreifenderer Punkt: dass „Kirche“ nicht länger die Antworten auf die Sinnfragen geben kann, die man sucht, dass Kirche nicht mehr mit den Werten und Überzeugungen in Einklang zu bringen ist, die man selber vertritt – und dass es sich unter diesen Umständen, mit Blick auf die automatisch eingezogene Kirchensteuer, auch finanziell nicht länger lohnt, Mitglied der Kirche zu sein.

Es ist ein schleichender Prozess gewesen, dass die Kirchen über die letzten Jahrzehnte hinweg sich immer schwerer damit getan haben, eine tiefe und tragfähige Beziehung zu ihren Mitgliedern aufzubauen. Das religiöse Selbstverständnis derer, die seit 2018 aus der Kirche ausgetreten sind, ist auf einem kritischen Tiefpunkt. Viele bezeichnen sich nicht als religiös, obwohl die Hälfte der Befragten in ihrer Erziehung noch religiöse Elemente wahrgenommen und erlebt haben. Und die Konfirmation war dann für viele der Moment, der als Höhe- und zugleich Endpunkt der persönlichen Gottes-Beziehung wahrgenommen wurde.

Es zeigt sich: Kinder, die zunehmend areligiös aufgewachsen sind, die Taufe und Konfirmation maximal noch als gesellschaftliches Fest wahrnehmen, trennen sich von der Kirche. Eine ganze Generation an Menschen, die wir für die Gemeinschaft der Heiligen (vorerst) verloren haben. Die Werte, die diese junge Generation vertritt, finden sich zwar auch in der Kirche, aber eben genauso in alternativen Weltanschauungen.

Doch hier mag ein Ansatzpunkt sein. „Kirche“ hat erkannt, dass ein Wandel stattfinden muss. Nicht nur, aber auch im Inhalt. Die systematische Ausgrenzung transidenter Personen, homosexuell lebender Menschen und anderer, die heute eine Alternative zum traditionellen binären Lebensentwurf ersehnen – das lässt sich nicht länger mit dem Gott in Einklang bringen, der in Jesus Christus doch vor allem die bedingungslose Liebe gepredigt hat. Und dann haben wir über eher „katholische Themen“ wie die Rolle der Frau und das Zölibat noch gar nicht nachgedacht.

Über den Inhalt hinaus geht es auch um die Frage der Form. „Kirche“ kann nicht länger existieren oder gar wachsen, wenn sie sich einfach darauf verlässt, dass „Mensch“ schon zu ihr kommen wird. »Kirche« muss raus zu den Menschen, muss mal wieder das tun, wozu Jesus von Anfang an unmissverständlich aufgefordert hat: „Gehet hin!“ Zu den Menschen gehen, sie in ihren Nöten sehen und darin begleiten und zur Not auch mal „dem Rad in die Speichen fallen“, wie Bonhoeffer es formuliert hat.

Und wenn sich Menschen zunehmend auch im digitalen Raum begegnen, dann gehört Kirche dort auch rein. Mitten hinein. Dann hilft es nicht, an den liebgewonnenen alten „realen“ Strukturen und Gemeindeformen festzuhalten, sondern die Erfahrungsgewinne durch Corona weiter auszubauen und Gemeinde-Leben zu exportieren ins world wide web. Dafür muss dann aber auch das Geld vorhanden sein, um ernstzunehmenden Content zu produzieren. „Digitale Kirche“ ist keine Nische, keine Konkurrenz, sondern Schwester im Glauben, Gegenüber für Kirchenfremde, Gemeinschaft der Heiligen.

Osterhasen und Weihnachtsmänner

Ein anderer Aspekt: In einer Kolumne während der Vorbereitung habe ich gelesen, dass sich der Niedergang der Kirchen in Deutschland mitnichten an der Anzahl der Minarette im Land abzählen lässt, sondern eher an der Zahl der Osterhasen (und ich möchte ergänzen „der Weihnachtsmänner“) im Supermarktregal. Wir verkaufen den Glauben, alles wird Konsum. Die religiösen Feiertage in unserem Land verlieren an Bedeutung. Nicht wenigen fällt es immer schwerer zu erklären, was an den einzelnen Feiertagen überhaupt gefeiert wird. Ostern und Weihnachten sind noch verhältnismäßig einfach, aber Pfingsten, Karfreitag und dann vor allem Himmelfahrt sind für viele vor allem einfach „arbeitsfreie“ Tage, die keine religiöse Anbindung haben. Es ist schließlich nicht ohne Grund, dass der Karfreitag als „stiller Feiertag“ regelmäßig zumindest in den Medien auf den Prüfstand gestellt wird.

Was an den großen Feiertagen jedoch nach wie vor eine besondere Bedeutung hat, ist die Erwartungshaltung der Menschen an diese freien Tage. Weihnachten ist das Fest der Liebe, hier soll alles perfekt, harmonisch und besinnlich sein. Einfach wie im Bilderbuch bzw. wie im Werbespot. Und auch die Adventszeit wird mit einer Emotionalität überfrachtet, dass der eigentliche Kern „Advent“ = „Ankunft“ = „Vorbereitung auf die Geburt Jesu“ gar nicht weiter wahrgenommen wird. Bedeutsamer ist da der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt, der auch bitte nicht umbenannt werden soll. Hier ist die „christlich-abendländisch-deutsche Bevölkerung“ dann auf einmal doch sehr sensibel und wenig gesprächsbereit. Dazu gehört ebenso das Kaffeetrinken am Adventssonntag mit der Oma im Altenheim (dann muss man Weihnachten nicht schon wieder los) und die fristgerechte Lieferung aller Internet-Einkäufe bis zum 24.12. – gerne natürlich über Nacht, denn Weihnachten kommt immer so plötzlich.

In dieser Gemengelage wundere ich mich darüber, dass Weihnachten überhaupt noch kommt. Ich meine, wenn ich ohnehin „die Krippe leer lasse“, kann ich Weihnachten doch auch einfach verschieben?! Auf den Sommer, wenn ich mit einem kalten Bier am Grill stehen kann und nicht Gefahr laufen muss, vielleicht bei Eis und Schnee auf der Autobahn festzustecken?

Auf den Herbst, weil dann das Kartoffelfeuer so einladend brennt und in der Jahreszeit sowieso nicht so viel los ist? Oder ich feiere einfach ganz individuell – und verteile alle meine Wünsche und Geschenke das ganze Jahr über an die Menschen, die mir wichtig sind?!

Damit Weihnachten nicht ohne „Inhalt“ bleibt

Genug gelästert. Wie will ich also umgehen mit dieser Situation – die mich wütend und traurig zugleich macht?
Wie will ich reagieren in einem Umfeld, dass sich vielleicht zunehmend von dem entfernt, den ich als König und Retter über mein Leben anerkannt habe?
Wie will ich einen relevanten Unterschied machen in einer Gesellschaft, die doch gerade die Diversität und Unterschiedlichkeit feiert?
Wie will ich Weihnachten feiern?
Wie will ich zu Weihnachten einladen?

Ich möchte leben, was ich glaube. Ich möchte die Zeiten feiern, wie sie fallen: Advent ist Advent und beginnt nicht vor dem Ewigkeitssonntag.
Der Heilige Abend und Weihnachten sind nicht beliebige Namen für Familienfeste – sondern SIND Feste der Liebe.
Ich möchte erzählen von dem, der als Kind auf diese Welt und in die Not des Lebens gekommen ist. Ich möchte erzählen, was sich in meinem Leben als tragfähig erwiesen hat.
Ich möchte erzählen, wie sich Frieden anfühlen kann, wenn er im Herzen ankommt.
Ich möchte unbequem sein und nicht schweigen. Ich möchte singen und beten.
Ich möchte die Menschen einladen, sich auf diese Beziehung einzulassen, die Jesus bietet – und nicht länger nur auf die Fehler und Katastrophen zu schauen, die Menschen im Rahmen der Institution „Kirche“ fabriziert haben und weiter fabrizieren. Gehen wir weg von dem starren Rahmen, den Kirche heute repräsentiert und wenden wir uns dem Gott zu, der heute noch lebt und wirkt und liebt.

Click to access the login or register cheese
Wähle dein Team!

Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.

Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.

Wechsel zu deinem Konto