Material: Rosmarin-Zweige
Der Segen kann auch als Postkarte zum Verschenken, als Give-away oder für den eigenen kunterbunten Alltag hier bestellt werden.

Einleitung:
Gott ist hier. Jetzt. In diesem Raum. Gott ist da.
In manchen Kirchen werden Düfte verwendet, um sich an die ständige Gegenwart Gottes zu erinnern. Heute gibt es Rosmarin-Zweige. Rosmarin-Zweige wurden an manchen Orten als ein Symbol der Liebe gesehen. Manche sagten sogar, dass sie dem Gedächtnis helfen, sich zu erinnern. Wir wollen uns mit ihnen heute auch erinnern, uns eine Gedächtnis-Hilfe, einen Gedächtnis-Duft schenken. Gebt die Zweige einander und streift oder reibt den Rosmarin. Wie das duftet! Mögt ihr den Geruch? Während ihr den Rosmarin riecht, dürft ihr euch daran erinnern, dass dass Gott – obwohl unsichtbar – da ist. Genau wie der Duft von Rosmarin. Und Gott symbolisiert Liebe.
Wenn wir uns später voneinander verabschieden, wird der Duft dich noch weiterhin begleiten. Er bleibt an dir haften. Genau wie die Gegenwart Gottes. Sie bleibt auch, auch wenn wir nicht mehr hier zusammen sind.
Segen:
Ihr benötigt Rosmarin-Zweige, die ihr herumreichen könnt.
Gott ist hier. Jetzt. In diesem Raum. Gott ist da.
In manchen Kirchen werden Düfte verwendet, um sich an die ständige Gegenwart Gottes
zu erinnern. Heute gibt es Rosmarin-Zweige. Gebt die Zweige weiter.
Riecht einmal daran. Reibt sie vorsichtig zwischen euren Fingern. Wie das duftet!
Könnt ihr den Rosmarin riechen? Ihr könnt ihn nicht sehen. Aber ihr merkt: Er ist da.
So ist es auch mit Gott. Wir können ihn nicht sehen. Aber er ist da. Ganz nah bei uns.
Wenn wir später nach Hause gehen, wird der Duft dich begleiten. Er bleibt an dir haften. Genau wie die Gegenwart Gottes. Gott bleibt bei dir. In der Schule. Zu Hause.
Beim Spielen. Beim Arbeiten. Und wenn du abends ins Bett gehst.
Gott ist da. Immer.
Segensworte
Gott, der wie Vater oder Mutter alles umgibt, segne dich.
Jesus, der Sohn, der Leben auf der Welt so gut versteht, segne dich.
Gott, die heilige Geistkraft bleibe an dir haften, so dass du dich immer wieder erinnerst:
Gott ist mit mir!
So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und die Heilige Geistkraft.
Amen.
*Wir mögen die Formulierung ‚heilige Geistkraft‘, weil darin eine weibliche Facette Gottes sichtbar wird, schätzen aber ebenso die vertraute Formel ‚Heiliger Geist‘. Prüft bitte theologisch und kontextuell, was für euch stimmiger ist. Gott bleibt stets größer und facettenreicher, als wir es ahnen.“
Hintergrund zu dem Segen:
Zur Zeit von Jesus gab es einige Meister, Rabbis, die wie Jesus lehrten. Den Schülerinnen und Schülern dieser Rabbis wünscht man, dass sie mit dem “Staub” ihres Rabbis bedeckt sein sollten. Man wünschte ihnen damit die Nähe und die Zuwendung ihres Meisters.
Ein Wunsch aus der Mischna fasst dieses Denken zusammen: „Mögest du bedeckt sein vom Staub deines Rabbi. Mögest
du dich so sehr bemühen, so zu sein, wie dein Rabbi, mögest du ihm mit so viel Begeisterung und Leidenschaft und
Hingabe nachfolgen, dass du so nah hinter deinem Rabbi hergehst, dass dein ganzes Gesicht mit dem Staub des Rabbi
bedeckt ist. Mögest du bedeckt sein vom Staub deines Rabbi.“

Glitzerstaub-Segen
Ihr braucht für den Segen eine kleine Dose Glitzerstaub.
Diese öffnet ihr, nehmt den Glitzerstaub zwischen die Finger und verteilt ihn vorsichtig und bei Erlaubnis über die Füße oder Schuhe der Anwesenden.
Wo auch immer du hingehst – Gott begleitet deinen Weg.
Noch einmal in die Dose fassen und den Staub über die Hände der Anwesenden vorsichtig verteilen.
Bei allem, was du tust – Jesus will dir Freund, Ideengeber, Vorbild sein.
Den Glitzerstaub vorsichtig über den Köpfe der Anwesenden verteilen.
Bei allem, was du denkst, welche Ideen dir kommen und wovon du träumst: Die heilige Geistkraft schütze dein Herz und deine Sinne. Sie wirke in dir und gebe dir Kraft, Kreativität, Intuition und Mitgefühl.
Der Staub von Jesus Christus soll in deinem Leben sichtbar werden.
Amen.
Glitzer Segen für den Alltag
Rahmen: Frühs beim in die Schule gehen, kurz vor dem Weg in den Kindergarten oder in die Arbeit (Glitzerdose natürlich immer parat im Eingangsbereich)
Der Glitzerstaub kann in Form eines Kreuzes auf die Hände gezeichnet werden.
Gott lasse seinen Segen wie Glitzer auf dein Leben fallen, sodass du von innen heraus funkeln kannst.
Er nehme weg, was dir den Blick auf ihn verstellt. Er leuchte dir mitten in deinem Alltag.
Wie Gottes Segen dich erstrahlen lässt, so bringe auch du andere zum Strahlen.
Und so segne dich der gute Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Die neue KON-Einheit stellt Frauen und Mädchen vor, die Großartiges geleistet oder mit Gott erlebt haben. Beleuchtet wird auch, wie Gesellschaft und Politik das Frauenbild geprägt haben und auch heute noch prägen.
In Stundenentwürfen geht es um unbekannt gebliebene Frauen, die trotz patriarchaler Strukturen Geschichte geschrieben haben. Interaktive Bibelarbeiten zeigen (Traum)Frauen der Bibel, die durch ihr Handeln ein wichtiger Teil in Gottes Plan wurden und heute noch Vorbilder für den Glauben sind.
Aus der Partnerschaft des CVJM-Westbundes mit dem YMCA Ghana ist ein gemeinsamer Beitrag entstanden, der Mädchen und Frauen inspiriert, sich mit den Lebensrealitäten anderer Frauen und Mädchen weltweit auseinanderzusetzen. In dem Zusammenhang gibt das Angebot für ein digitales Treffen mit den Mädchen und Frauen in Ghana, um sich gegenseitig auszutauschen und zu ermutigen.
Selten hat ein Hintergrundtext von mir so den Puls der Zeit berührt wie in diesem Fall. Ich hatte vermutet, dass dieses Thema in der Gesellschaft immer mehr Raum einnehmen würde – aber die Veröffentlichung der Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ehemann Christian Ulmen hat es noch einmal auf eine ganz andere Ebene gehoben. Klar, der Fall Gisèle Pelicot hat die Gesellschaft schon erschüttert – auch hier bei uns. Und trotzdem gab es da immer noch Menschen, die das weggeschoben haben: »Naja, das ist in Frankreich gewesen. Bei uns gibt es so etwas ja nicht!«
Doch schon im letzten Jahr, schon in den letzten Jahren, wurden die Stimmen immer lauter, die gesagt haben: »Doch. Frauenfeindlichkeit gibt es auch hier. Auch in Deutschland erleben Frauen sexualisierte Gewalt. Psychische Gewalt. Sind sie gefährdet. Durch Männer.« Und durch den Mut von Collien Fernandes wurde auf einmal ein heller Scheinwerfer auf etwas gerichtet, was nicht nur unser Bundeskanzler Friedrich Merz mit seiner Stadtbild-Debatte und dem ungelenken »Fragen Sie doch mal Ihre Töchter« gerne ausblenden möchte: Die Gefahr für Frauen geht nicht von Menschen mit Migrationsbiografie, von Zugewanderten oder Geflüchteten aus – sondern von Männern allgemein . Von Männern, die glauben, ein »Recht« auf Frauen zu haben. Egal, ob in einer Partnerschaft oder nicht. Der gefährlichste Ort für Frauen ist das eigene Zuhause und soziale Umfeld. Doch warum ist das so? Versuchen wir eine Spurensuche. Und schauen wir, warum es so wichtig in unserer Arbeit ist, zu diesem Thema sprachfähig zu sein und eine Haltung zu entwickeln.
Die Gesellschaft, in der wir leben, ist seit Jahrhunderten geprägt durch das Patriarchat. Das bedeutet, dass unsere Werte und Normen, die Fragen unserer sozialen Beziehungen durch Männer geprägt werden, die als Väter, Ehemänner und Männer der Gesellschaft diese Verhaltensmuster repräsentieren, einfordern und deren Einhaltung auch kontrollieren.
Das hat z. B. dazu geführt, dass Frauen in Deutschland erst seit 1958 ihren Führerschein machen dürfen, ohne vorher ihren Mann um Zustimmung zu bitten. Arbeiten gehen, ohne vorher darüber nachzudenken, ob das mit den Pflichten von Ehe und Familie zu vereinbaren ist, dürfen Frauen erst seit 1977. Vorher konnte der Ehemann das verbieten. Und erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe strafbar.
Wir merken also: Obwohl die Frauen seit 1949 laut dem Grundgesetz gleichberechtigt zu den Männern sein und leben sollen, spricht das alltägliche Erleben der Frauen dagegen. Alexandra Zykunov zeigt in ihren Büchern sehr deutlich auf, was Frauen stattdessen durchmachen. Gerade ihr Buch »Was wollt ihr denn noch alles« zeigt anhand von Zahlen und Studien, dass diese strukturelle (weil patriarchal geprägte) Benachteiligung nicht nur z. B. das Risiko von Altersarmut bei Frauen drastisch erhöht, sondern auch ein echtes (Über-)Lebensrisiko darstellt.
Doch diese Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen sind definitiv kein neuzeitliches Problem, sondern ziehen sich durch die Jahrhunderte der Menschheitsgeschichte. Immer wieder mussten Frauen erleben, dass sie im Vergleich zu Männern benachteiligt wurden – das fing nicht erst beim Zugang zur Bildung an und endete leider auch nicht damit, dass man(n) Frauen um ihre Lebensleistung betrog und z. B. bahnbrechende Erkenntnisse der Wissenschaft für sich beanspruchte. Das Buch »Beklaute Frauen« von Leonie Schöler zeigt an einigen Lebensgeschichten, mit was für Herausforderungen sich Frauen auch schon vor Jahrhunderten herumschlagen mussten. Und manche davon haben die Frauen dann auch das Leben gekostet.
Die Zeit der »Hexenverbrennung« war im Grunde nichts anderes als eine dunkle Zeit der Geschichte, in der Frauen dafür verbrannt wurden, dass sie anders waren: zu laut, zu unangepasst, zu fordernd, zu selbstbewusst, zu wissend … Aber mit diesem dunklen Kapitel der Geschichte möchte man(n) sich nur ungern beschäftigen – und darum sprechen wir auch heute noch lieber von »Hexenverbrennung« als von »Mord an Frauen«. Die Autorin Tara Luise Wittwer hat sich in ihrem Buch »Nemesis Töchter« intensiv damit auseinandergesetzt. Sie zeigt auf, dass wir es in unserer Gesellschaft sogar schaffen, die althergebrachten Vorstellungen aus der Antike so umzudeuten, dass aus Nemesis und den Furien männerhassende Frauenbilder werden, die mit den ursprünglichen Mythen nichts mehr zu tun haben. Und sie erklärt, warum »female rage« ein wichtiges Gefühl und Instrument ist, um den Zustand der Gesellschaft zu verändern.
Der Zustand der Gesellschaft, das sind wir und was wir (er-)leben. Als Frau gehöre ich lt. www.destatis.de am 07.04.2026 zu den 42,3 Millionen Frauen dieses Landes – die andere Hälfte der Bevölkerung sind die 41,2 Millionen Männer. Wir stellen fest: Der Zensus, dem diese Zahlen zugrunde liegen, ist nach wie vor in der binären (Geschlechter-)Welt unterwegs. Sei’s drum. Frauen machen also etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus.
Aber woran erkennen wir das in der Gesellschaft und der Politik? In einem Bundestag, dessen Frauenquote aktuell bei 32,4 % liegt, sicher nicht. Auffällig ist dabei, wie groß der Unterschied der einzelnen Parteien ist. Während bei Bündnis 90/die Grünen der Anteil bei 61,2 % liegt, sind bei der AfD nur 11,8 % der Abgeordneten weiblich. Und das hat etwas damit zu tun, in welche Richtung sich eine Partei entwickeln will, in welche Richtung eine Partei unser Land entwickeln will.
Es ist keine persönliche Meinung von mir, sondern lässt sich durch zahlreiche Zitate von AfD-Mitgliedern bzw. deren Parteiprogramm einerseits und dem Parteibild von Bündnis90/die Grünen andererseits belegen. Die Grünen tun viel dafür, dass Frauen sich in der Politik engagieren (z. B. gibt es die Regel, dass alle ungeraden Listenplätze bei Wahlen von Frauen besetzt werden und alle Gremien mindestens zur Hälfte von Frauen besetzt sind). Die AfD dagegen vertritt ein Frauenbild, dass sich an dem traditionellen der 1950er Jahre orientiert: Die Frau ist Hausfrau und Mutter, die Gleichstellung von Männern und Frauen wird abgelehnt.
Es gibt also Parteien, die sich stark machen für die Gleichberechtigung der Geschlechter (vor allem Bündnis 90/die Grünen und die Linken) und andere, die ein sehr rückwärtsgewandtes und traditionelles Rollenklischee bedienen (hier besonders die AfD und die Union).
Es ist vermutlich auch kein Zufall der Geschichte, dass es gerade in der Zeit des Nationalsozialismus schon mal eine Rückwärtsrolle bei den Frauenrechten gegeben hat und alle Errungenschaften, die Frauen sich bis dahin erkämpft hatten, zurückgenommen wurden. Und es ist vermutlich auch kein Zufall, dass gerade die Parteien, die sich gegen die Gleichberechtigung von Frauen und Männern aussprechen, auch ein Problem mit Diversität und queeren Lebensrealitäten haben. Das geht sogar so weit, dass sich sowohl von Alice Weidel (AfD) als auch von Jens Spahn (CDU) Zitate finden lassen, sie seien wohl durchaus lesbisch bzw. schwul, aber eben nicht queer.
Und dass ein im November 2022 beschlossener Aktionsplan »Queer leben«, der die Zielsetzung hatte, die Lebenssituation queerer Menschen in Deutschland zu verbessern, von der neuen Bundesregierung direkt wieder eingestampft wurde. Wer sich an die »Zirkuszelt«-Aussage von Friedrich Merz zum CSD 2025 (Christoper Street Day) in Berlin und dem Klöckner-Verbot, dazu eine Regenbogenfahne am Bundestag aufzuhängen, erinnert, wird nicht überrascht sein. Den wird es auch nicht verwundern, dass die CSDs in unserem Land zunehmend in Bedrängnis geraten. Auf der einen Seite stiegen die Zahlen der Angriffe durch rechte Kräfte auf CSDs 2025 auf ein Rekordhoch, auf der anderen Seite kommt aus dem politisch rechtskonservativen Lager zunehmend Gegenwind, wenn z. B. die sächsische Landesregierung dem CSD Dresden das Merkmal einer politischen Versammlung abspricht.
Doch warum ist das wichtig? Es ist wichtig, weil es unser Zusammenleben deutlich verändern wird. Das bedeutet nichts anderes, als dass es Strömungen in unserer Gesellschaft gibt, die das Rad der Zeit zurückdrehen wollen: Die zurückdrehen wollen, dass sich queere Menschen (und es mag sie überraschen, aber auch Alice Weidel und Jens Spahn gehören dazu!) in der Öffentlichkeit bewegen und als queer erkennbar sind. Und tatsächlich geben jetzt schon immer mehr queere Menschen an, sich in der Öffentlichkeit nicht mehr sicher zu fühlen, weil die Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen immer weiter zunehmen.
Die zurückdrehen wollen, dass Frauen niemandem gehören, sondern selbstbewusst den Raum in der Gesellschaft einnehmen, der ihnen zusteht und zunehmend laut einfordern, dass ihre Themen behandelt werden. Und dass, obwohl Frauen die Hälfte der Bevölkerung in diesem Land ausmachen und es nur unser gutes und im Grundgesetz festgeschriebenes Recht ist, dass wir neben den Männern gleichberechtigt sind. Die zurückdrehen wollen, dass sich die Welt verändert: dass wir frei leben, lieben und glauben, wie wir es wollen. Wir als Frauen, wir als Teil einer queeren Community, wir als Menschen der Gesellschaft. Denn all das bedeutet, dass sich die patriarchalen Strukturen verändern. Verändern müssen. Dass Männer sich verändern müssen. Und auch wenn es im Zusammenhang mit Tätern immer wieder heißt »Not all men« so muss es doch heißen »alle Männer«.
Es muss »alle Männer« heißen, weil alle Männer patriarchal geprägt wurden und werden. Weil alle Männer Teil dieser Gesellschaft sind. Und weil es einfach nicht genügt, nicht selber Täter zu sein. Sondern weil es mehr sein muss: eine männliche Stimme der Gegenrede, wenn frauenverachtend gesprochen wird – auch wenn es »nur ein Spaß« ist. Denn Sprache schafft Wirklichkeit. Eine männliche Stimme, die für Frauen spricht, die bedrängt werden. Die nicht mitmacht, wenn der Kumpel für sein Deepfake-Porno über die Ex gefeiert wird. Die dagegen hält, wenn Incels ihre kruden Gedanken ausbreiten. Die Raum gibt. Frauen ernst nimmt. Betroffenen von sexualisierter Gewalt glaubt. Und nicht fragt, was sie denn getragen haben.
Und auch wir Frauen müssen uns verändern. Dürfen uns verändern. Wir dürfen den Raum einfordern, der uns zusteht. Wir dürfen uns wehren, wenn uns Unrecht geschieht. Wir dürfen laut werden. Wir dürfen Grenzen setzen. Wir dürfen Nein sagen. Und wir müssen laut werden. Für die, die es nicht können. Für die, die ebenfalls Gewalt erfahren. Für die, die anders sind als wir – und ungleich schwerer am Patriarchat leiden. Darum liegt es auch an uns, wie sich die Gesellschaft verändert. Indem wir jene stärken und ermutigen, die ihre Stimme einsetzen für ein gleichberechtigtes Miteinander – und auch selber unsere Stimme erheben, berufen durch Sprüche 31,8: »Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind«. Indem wir nicht nur darauf schauen, Töchter zu ermahnen – sondern auch, Söhne zu erziehen. Indem wir Männer in die Verantwortung nehmen, Veränderungen zu ermöglichen. Patriarchale Strukturen zu verändern, wird am Ende nicht nur den Frauen helfen, sondern allen Menschen zugutekommen.
Bibelstellen: Markus 4,35-41
Zielgedanke: Jesus kann die Stürme in uns stillen.
Wart ihr schon einmal am Meer oder an einem See, als es windstill war? Das Wasser sieht dann aus wie ein Spiegel. (als Wasserlinie eine horizontale, nicht ganz gerade Linie ziehen)

Ab und zu sieht man vielleicht, wie sich das Wasser leicht kräuselt. Und manchmal durchbricht ein leises Plätschern die Ruhe und den Frieden. (in der Nähe der Wasserlinie kleine Wellen andeuten)

Auf einem solch ruhigen Wasser startete an einem Abend ein kleines Boot, das zum anderen Ufer steuerte. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und tauchte alles in ein orangefarbenes Licht. (auf der Wasserlinie ein Boot zeichnen)

Neben einem leisen Plätschern hörte man noch ein paar andere Geräusche. Einer im Boot war so müde gewesen, dass er es sich bequem gemacht hatte und eingeschlafen war. (links im Boot einen Kopf zeichnen (= Jesus); durch „zzz“ ein Schnarchen verdeutlichen)

Die anderen im Boot unterhielten sich, während sie vor sich hin schipperten. (rechts im Boot drei weitere Köpfe zeichnen (= Jünger))

Doch ganz plötzlich änderte sich die Stimmung: Dunkle Wolken zogen auf. (ein paar kleine Wolken zeichnen)

Erste Windböen fegten über das Wasser. (durch Halbkreise Windböen andeuten; diese werden später zu dem Wort „still“)

Und es wurde immer schlimmer. Innerhalb weniger Minuten befand sich das Boot mitten in einem heftigen Sturm. Die Wellen schlugen ans Boot und Wasser schwappte hinein. (rechts vom Boot eine große Welle zeichnen)

Die Leute im Boot gerieten in Panik. Sie hatten Angst! Ihnen war klar: Wenn jetzt nicht schnell ein Wunder geschah, würden sie untergehen. Einer begann hektisch, mit seinen Händen Wasser aus dem Boot zu schöpfen. Ein anderer saß starr vor Schreck da und der nächste wuselte panisch von einem Ende des Bootes zum anderen. (den Jüngern panische Gesichter zeichnen)

Keiner hatte einen Plan, was zu tun war. Sie wussten nur: Sie wollten nicht sterben! Doch irgendetwas mussten sie tun – aber was nur? Sie schrien hilflos durcheinander. Alle – bis auf die Schlafmütze, die immer noch hinten im Boot lag und schnarchte. Einer weckte sie und fragte: „Wie kannst du nur schlafen? Wir werden hier noch umkommen!“ Da wachte der Mann auf und schaute die anderen an. (Jesus Augen und Mund zeichnen)

Er stellte sich hin und sprach zu dem Wind und den Wellen: „Still!“ (aus den Windböen und „zzz“ eine Sprechblase mit dem Wort „still“ zeichnen)

Und plötzlich kehrte Ruhe ein. Den anderen stand vor Staunen der Mund offen. Sie konnten es nicht fassen: Der Wind hatte sich von jetzt auf gleich gelegt. Sie waren gerettet! Das Wasser lag nun wieder vollkommen ruhig und friedlich da. (aus der Welle rechts vom Boot ein Ufer zeichnen)

In diese Stille hinein fragte der Mann die anderen: „Warum hattet ihr solche Angst? Vertraut ihr mir nicht?“ Bestimmt wisst ihr, wer er war. (Pause) Jesus! Manchmal geraten wir wie seine Jünger in Panik. Besonders, wenn unser Lebensboot von hohen Wellen umgeben ist und unsere Füße nass werden. Vielleicht fangen wir dann auch ganz hektisch an, Wasser aus dem Boot zu schöpfen.
Dabei kann Jesus auch die Stürme in uns stillen. Selbst wenn wir ihm gerade nicht vertrauen, voller Zweifel und Angst sind und nur noch den Sturm sehen. Doch unser Herz kann still werden, weil Jesus uns Ruhe und Gelassenheit schenkt. Wir dürfen wissen: Er ist da – ganz gleich, wie die Situation ausgehen mag. Bestimmt schwappt auch mal Wasser in euer Lebensboot, Wolken verdunkeln euren Horizont und der Wind haut euch fast um. Vielleicht gibt es etwas, das euch genauso lähmt wie der Sturm die Jünger. Dann lasst euch versichern: Jesus ist König über Wind und Flut – auch über die Stürme in eurem Leben. Und das Wichtigste: Jesus ist gut. Er kann und will unsere Herzen still machen. (links neben die Sprechblase „Mein Herz wird“ schreiben)

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Bibelstellen: Lukas 19,1-10
Zielgedanke: Jesus sieht tief in unsere Herzen.
Wenn wir durch die Gegend laufen, sehen wir unterschiedliche Menschen. Manche fallen uns besonders auf, weil sie ein richtig tolles Leben haben. Sie scheinen auf einem regelrechten Höhenflug zu sein, sind erfolgreich, haben super Klamotten und eine tolle Frisur. Es sieht so aus, als würde ihnen alles mühelos gelingen. Manchmal kommt uns dann der Gedanke: „Wenn mein Leben doch auch nur so toll wäre …“ (rechts oben eine Figur von der Seite zeichnen; statt Beinen zwei Striche auf unterschiedlichen Höhen zeichnen)

Aber nicht alle Menschen schweben so weit oben. Es gibt einige, denen nicht alles gelingt. (unter die erste Figur eine Figur in sitzender Haltung zeichnen)

Uns begegnen Menschen, die nach Wärme und Geborgenheit suchen. Sie wollen nicht allein sein und sehnen sich nach jemanden an ihrer Seite oder nach einer Familie. (eine Figur mit Baby im Arm zeichnen)

Und dann gibt es Menschen, die sich um andere kümmern. Sie sind ihnen eine Stütze, haben ein offenes Ohr und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. (eine Figur zeichnen, die der Figur mit Baby die Hand auf die Schulter legt)

Es gibt auch Menschen, die eher still sind, nicht auffallen wollen und sich im Hintergrund halten. Sie beobachten gern das Geschehen. (im Hintergrund eine Figur zeichnen)

Und dann gibt es noch die Leute, die gern im Vordergrund stehen und bei denen immer etwas los ist. Mit ihnen wird es nie langweilig. Sie haben viel Energie. (im Vordergrund eine hüpfende Figur zeichnen)

Bei Menschen gibt es all diese Gegensätze: oben und unten, laut und leise, suchend und helfend, Menschen im Hintergrund und im Vordergrund. Welche Figur auf diesem Bild passt am ehesten zu euch? (Pause)
Es gibt eine Geschichte, in der eine davon eine besondere Rolle spielt – die rechts oben. Es geht um einen Mann, der scheinbar ein ganz tolles Leben führte. Er hatte viel Geld, teure Klamotten, ein großes Haus und konnte sich alles kaufen. Trotzdem fehlte ihm etwas. Nach und nach merkte er, dass sein Herz trotz allem leer blieb. (der Figur rechts oben (= Zachäus) ein leeres Herz auf die Brust zeichnen)

Dieser Mann arbeitete beim Finanzamt. Er kassierte Steuern von den Menschen, die er dann an den Staat weitergab. Allerdings nahm er mehr, als der Staat verlangte und steckte sich den Rest in die eigene Tasche. Das war natürlich nicht fair. Kein Wunder also, dass dieser Mann zwar viel Geld hatte, aber von niemandem gemocht wurde. Eines Tages passierte etwas Ungewöhnliches. Ein Mann kam in die Stadt. Aber nicht irgendein Mann, sondern ein echter Promi. (für den Promi (= Jesus) in die Mitte eine Figur zeichnen)

Alle kamen aus ihren Häusern auf die Straßen, um ihn zu sehen. So auch der Finanzbeamte. Er war ganz nervös, denn er hatte schon viel von diesem Star gehört. Doch es waren einfach zu viele Menschen um ihn herum. Er konnte absolut nichts sehen. Schließlich war er nicht gerade ein Riese. Also kletterte der Finanzbeamte auf einen Baum. (einen Baum zeichnen, in dem Zachäus sitzt; die zwei Striche für den Baumstamm verwenden)

Dort saß er nun gespannt. Mit seinem Herzen, in dem ihm etwas fehlte und das vor Aufregung wild klopfte. Und mit vielen Fragen in seinem Kopf: „Wie wird es wohl sein, diesen berühmten Mann zu sehen? Wird diese Begegnung mein Leben verändern? Wird er mich überhaupt hier oben sehen? Es sind doch so viele Menschen hier.“ Da lief der Promi auch schon die Straße entlang. (vor Jesus einen Weg andeuten)

Genau vor dem Baum des Finanzbeamten blieb er plötzlich stehen. Und dann schaute er nach oben, direkt ins Gesicht des Finanzbeamten. Das war dem Mann im Baum ganz unangenehm und er wusste nicht, was er tun sollte. (Jesus ein Gesicht mit Blick nach oben zeichnen; Zachäus einen Arm zeichnen)

Und der Star sagte doch tatsächlich: „Zu dir will ich heute zum Abendessen kommen!“ (Jesus einen ausgestreckten Arm zeichnen)

Dem Finanzbeamten stockte der Atem. Damit hatte er nicht gerechnet. Der Promi wollte sein Gast sein? Das konnte er gar nicht glauben. Doch am Abend erschien er tatsächlich bei ihm zu Hause.
Vielleicht ahnt ihr es schon: Der Promi ist Jesus und der Finanzbeamte Zachäus. Das Leben von Zachäus war gar nicht so toll, wie es aussah. Jesus sah das und wandte sich ihm zu. Endlich konnte Zachäus jemandem von seinem Leben erzählen. Von seinem Beruf, seinen Wünschen, seinen Fehlern. Dass er oft allein war, sich nach Freunden sehnte und ihn all das Geld nicht glücklich machte. Und Jesus blieb. Obwohl er wusste, dass Zachäus Menschen betrog. Jesus begegnete Zachäus mit so viel Liebe, dass sich dessen Leben veränderte. Sein Herz war auf einmal voll. Von Liebe. (das Herz von Zachäus ausmalen)

Er bereute seine schlechten Taten und beschloss, den Menschen das Geld zurückzuzahlen, das er ihnen abgeknöpft hatte. Und nicht nur das: Er gab jedem, den er bestohlen hatte, mehr zurück. Er hatte gemerkt: Geld allein macht nicht glücklich. Durch die Begegnung mit Jesus fand er echtes Glück und tiefe Freude. (die Szene in ein Herz einfassen)

Jesus hat Zachäus besucht, weil er ein Herz für Menschen hat. Er beurteilt die Menschen nicht nach dem ersten Eindruck – er sieht ihnen ins Herz, in die Seele. Und dort erkennt er die versteckten Sehnsüchte, die geheimen Träume, den wahren Kern des Menschen. Jesus selbst sucht die Nähe zu uns und möchte bei uns sein, damit wir wahre Freude finden. (den restlichen Figuren fröhliche Gesichter zeichnen)

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Siehe auch: https://www.praxisverlag-bm.de/pvbm_product/one-paper-stories-9783866872417
Bibelstellen: Apostelgeschichte 9,1-22
Zielgedanke: Jesus entzündet in uns ein helles Licht.
Wart ihr schon einmal Feuer und Flamme für etwas – so richtig begeistert von einer Sache? (ein kleines Feuer zeichnen)

Es gab da mal einen Mann, dem es so ging. Er hieß Saulus. (ein Gesicht mit Augen und Mund zeichnen (= Saulus); dabei das Feuer als Haare verwenden)

Dieser Mann hieß Saulus. Er wendete seine ganze Zeit und Kraft für eine Sache auf – allerdings keine gute: Er verfolgte mit großer Leidenschaft Christen. Er hielt das alles mit Jesus für einen falschen Glauben. Deshalb ließ er Menschen einsperren oder sogar umbringen, die an ihn glaubten. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass sich dieser neue Glaube verbreitete. Eines Tages war Saulus auf dem Weg nach Damaskus. Auch dort wollte er Christen gefangen nehmen. Er war ziemlich schnell unterwegs. Doch kurz vor Damaskus wurde er geblitzt. Ein helles Licht strahlte vom Himmel herab. (quer über die Figur zwei Linien ziehen)

Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: „Saulus, warum verfolgst du mich?“
„Wer bist du?“, fragte Saulus.
„Ich bin Jesus, den du verfolgst!“, antwortete die Stimme. „Steh auf und geh in die Stadt. Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.“
Was Saulus hier noch nicht ahnte: Dieses unglaubliche Erlebnis würde sein Leben komplett auf den Kopf stellen. (das Blatt auf den Kopf drehen)

Nachdem Jesus ihm erschienen war, wurde Saulus blind. Was sollte er tun? Er versuchte sich daran zu erinnern, was Jesus zu ihm gesagt hatte. „Geh in die Stadt.“ Also gut. Vorsichtig machte er sich auf den Weg. (den Kopf von Saulus vervollständigen; dabei die Haare als Bart verwenden; Saulus einen Körper und Füße zeichnen; die Linien bilden den Weg, auf dem Saulus steht)

Saulus wich also von seinem eigentlichen Vorhaben ab. Er ging nun nicht mehr nach Damaskus, um Christen gefangen zu nehmen, sondern weil Jesus ihn dorthin geschickt hatte. Drei Tage lang war Saulus blind und wollte weder essen noch trinken. (für die drei Tage drei vertikale Striche neben Saulus machen)

Zur gleichen Zeit begegnete Jesus auch einem Mann namens Hananias und sprach zu ihm. (für Hananias links eine Figur zeichnen, die ängstlich zu Saulus hinüberschaut)

Hananias war Christ und lebte in Damaskus. Jesus trug ihm auf, in ein anderes Haus zu gehen, um dort Saulus zu treffen. Er sollte ihm die Hände auflegen, damit dieser wieder sehen konnte. Aber Hananias hatte Angst. Er hatte von Saulus gehört und wusste, was der mit Christen wie ihm machte. Doch er vertraute Jesus. Und so ging er zu der Straße, die „die Gerade“ hieß. (unter Saulus und Hananias eine horizontale Linie ziehen)

Dort war das Haus, in dem Saulus sich aufhielt. (um Saulus herum ein Haus zeichnen; dabei die drei Striche für ein Fenster verwenden)

Als Hananias dort ankam, sah er, wie Saulus betete. (Saulus Arme und gefaltete Hände zeichnen)

Trotz seiner Angst vor diesem gefährlichen Mann ging Hananias zu ihm hin und legte ihm die Hände auf, wie Jesus ihm aufgetragen hatte. „Hey, Bruder Saulus!“, sagte er zögerlich. „Jesus hat mich zu dir geschickt, damit du wieder sehen kannst. Außerdem sollst du mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.“ Im selben Moment fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen und er konnte wieder sehen. Sein Hass verschwand – Liebe erfüllte sein Herz. (Saulus und Hananias fröhliche Gesichter zeichnen)

Saulus ließ sich gleich taufen. Denn diese Begegnung hatte sein Leben komplett verändert. Er war jetzt ein neuer Mensch. Und das wollte er mit der Taufe feiern. Als Nachfolger von Jesus erzählte er vielen Menschen mutig von Jesus und gründete viele christliche Gemeinden. (das Haus zu einer Kirche erweitern; links eine Weglinie ziehen)

Saulus, der sich später Paulus nannte, war nun wieder Feuer und Flamme für eine Sache. Aber diesmal für etwas Gutes: für Jesus. Wofür seid ihr Feuer und Flamme? Gibt es etwas, das euch begeistert? (aus der Weglinie rechts unten ein entzündetes Streichholz zeichnen)

Vielleicht seid ihr – genau wie Paulus – Feuer und Flamme für Jesus. Dann legt mutig los und begeistert auch andere Menschen. Bei Paulus ist übrigens ein wahres Feuerwerk daraus geworden, das hell geleuchtet hat! Das kann Jesus auch in eurem Leben bewirken. (über das Streichholz ein Feuerwerk zeichnen)

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Siehe auch: https://www.praxisverlag-bm.de/pvbm_product/one-paper-stories-9783866872417
Diese Sammlung enthält Anleitungen, um biblische Geschichten mit nur einem Blatt Papier kreativ und anschaulich zu erzählen. Das Bild entwickelt sich Stück für Stück während dem Erzählen.
Bibelstellen: Maleachi 1,2a
Zielgedanke: Gottes Liebe steht über allem.
(Vor Beginn den oberen Rand des Blattes bis zur Mitte nach unten falten und leicht fixieren; dann auf die Randlinie schreiben, die durch eine gepunktete Linie angedeutet ist)
Manchmal ist das Leben ziemlich kompliziert. Das kennt ihr bestimmt auch. Man hat Schwierigkeiten bei etwas, es läuft nicht wie geplant – und schon hat man ein Problem. (links auf die Randlinie „1“ schreiben)

Oder vielleicht sind es auch zwei Probleme. (neben die erste Ziffer „2“ auf die Randlinie schreiben)

Und manchmal sind es unzählige Probleme, die einen belasten. (neben die zweite Ziffer „8“ auf die Randlinie schreiben)

In solchen Zeiten scheint sich die ganze Welt gegen einen verschworen zu haben. Es läuft nicht nur bescheiden – es läuft extra bescheiden. (unterhalb der Randlinie mit etwas Abstand für „extra“ ein kleines „e“ schreiben)

Man sieht nur noch schwarz. Jede Kleinigkeit wird zum Problem – und es sind fast hundert Dinge, die einen nerven. (neben „e“ „98“ auf die Randlinie schreiben)

Man bekommt das Gefühl, dass einem alles über den Kopf wächst. Es fühlt sich an, als würde man vor einer scheinbar unlösbaren Matheaufgabe sitzen und einfach nicht weiterkommen. („e98“ in ein Wurzelzeichen einfassen, das unterhalb der Randlinie beginnt; darin Platz für eine weitere Ziffer lassen)

Ganz schön kompliziert! „Und das ist jetzt mein Leben?!“, fragt man sich. (über die Zahlen „Mein Leben“ schreiben)

Das Leben gleicht einer unlösbaren Aufgabe. Und egal, wie lang man draufstarrt: Man findet einfach keine Antwort, keine Lösung. Man fängt an, an sich zu zweifeln: „Bin ich wirklich so eine Null?“ (auf die Randlinie als letzte Ziffer „0“ schreiben)

Und plötzlich hat man auch Zweifel an Gott: „Ist er wirklich da?“ In solchen Situationen hilft es, die Dinge mal auf andere Art und Weise zu betrachten. Manchmal braucht es einfach nur einen Perspektivwechsel. Dann sieht alles oft nur noch halb so schlimm aus. (den nach unten geknickten Teil des Blattes wieder hochklappen, so dass nur das Geschriebene unterhalb der Randlinie sichtbar ist (= „I love you“))

Wenn wir die Perspektive wechseln, erkennen wir vielleicht sogar einen Sinn in all unseren Schwierigkeiten. Oder entdecken eine versteckte Botschaft in scheinbar unlösbaren Aufgaben. Gerade in schwierigen Zeiten sagt Gott zu uns: „I love you!“ – „Ich liebe dich!” Das kann uns Mut machen, wenn wir an uns zweifeln. (über den Schriftzug „Gott spricht:“ schreiben)

Er spricht es mitten in die stressigen oder schwierigen Zeiten und in die unlösbaren Situationen unseres Lebens hinein: „Ich liebe dich!“ In dem biblischen Buch Maleachi steht im ersten Kapitel genau dieser Satz. (unter den Schriftzug „Maleachi 1,2“ schreiben)

Maleachi war übrigens ein Prophet. (für Maleachi links unten eine Figur zeichnen)

Er war in Gottes Auftrag unterwegs und sollte dem Volk Israel eine Nachricht überbringen. Denn das Volk lebte nicht immer so, wie Gott es gut fand. Maleachi sollte die Dinge ansprechen, die nicht gut liefen. Aber das Buch beginnt nicht mit einer Standpauke, sondern mit: „Ich habe euch lieb, spricht der Herr.“
Als Erstes spricht Maleachi von Gottes Liebe. (den Schriftzug in eine Sprechblase einfassen)

Gottes Liebe war die Basis dafür, dass Menschen sich verändern und ihre Probleme lösen konnten. Egal, wie verkorkst das Leben gerade zu sein scheint – Gottes Liebe steht über allem. Das macht Mut! Wenn wir ein Leben mit Gott führen, heißt das natürlich nicht, dass er all unsere Probleme löst. Aber es bedeutet, dass über allen Ängsten, Zweifeln und Schwierigkeiten steht: „Ich habe dich lieb, spricht der Herr!“
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Siehe auch: https://www.praxisverlag-bm.de/pvbm_product/one-paper-stories-9783866872417
Bibelstellen: Matthäus 2,1-12
Zielgedanke: Gott macht unsere Dunkelheit hell.
Heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen, in der es um drei Männer geht. (für die Männer je eine Figur zeichnen)

Diese drei Männer waren ziemlich klug. Sie beschäftigten sich mit Sternen und mit besonderen Ereignissen am Himmel. (einen Sternenhimmel zeichnen)

Eines Nachts entdeckten sie einen besonders großen Stern. (einen großen Stern mit Schweif zeichnen)

Sie studierten alte Schriften und fanden heraus: Dieser Stern war ein besonderes Zeichen. „Kommt, wir folgen diesem Licht“, sagten sie und gingen los. Sie liefen über Berge und Täler, bei Tag und bei Nacht. (eine Bergkette mit zwei Spitzen zeichnen)

Sie wurden sehr müde und fragten sich, ob es überhaupt einen Sinn hatte, diesem Stern zu folgen. Doch jeden Abend sahen sie dieses wunderschöne Licht und folgten ihm weiter. (um den großen Stern herum Lichtstrahlen zeichnen)

Sie liefen sehr, sehr weit. Doch ihre Vorfreude und die Neugier darauf, was sie am Ende ihrer Reise erwarten würde, waren groß. (den Männern fröhliche Gesichter zeichnen)

Auf ihrer Reise erlebten sie viele Abenteuer. Sie trafen zum Beispiel auf einen echten König. Und weil die drei Männer sehr reich waren und mit dem König sprachen, glaubten die Menschen, die drei selbst seien Könige. (auf die Köpfe der Männer Kronen zeichnen)

Deswegen werden sie bis heute „Die Heiligen Drei Könige“ genannt. „Heilig“? Aber warum denn „heilig“? Vielleicht hatte jemand einen Sprachfehler und eigentlich heißen sie „Die Eiligen Drei Könige“, weil sie so schnell unterwegs waren. Nee, nee – der Name ist schon richtig. Denn am Ende ihres Weges fanden sie etwas ganz Wichtiges, etwas Heiliges. (vor den Männern einen Weg andeuten)

Und zwar ganz woanders, als sie es erwarteten. Der Stern stand nämlich direkt über einer kleinen Hütte. (unterhalb des großen Sterns eine Hütte zeichnen; dabei den linken Teil der Bergkette als Dach verwenden)

Die drei klugen Männer gingen in die Hütte, die nicht viel mehr war als ein Stall. Dort fanden sie eine Familie mit einem Baby. (innerhalb der Hütte eine Krippe mit Baby zeichnen)

Als die Männer das Baby sahen, wurden sie ganz still. Sie wussten plötzlich: Dieses Kind ist etwas ganz Besonderes. Es war, als würde in ihren Herzen die Sonne aufgehen. (um die Krippe herum Lichtstrahlen zeichnen)

Die ganze Zeit waren sie einem Licht gefolgt – und am Ende fanden sie den neugeborenen Jesus, durch den sie Gott ganz nah bei sich spüren konnten. Durch dieses Baby begegnete ihnen Gott selbst. (das Bild unten in einen Halbkreis einfassen)

Vielleicht lebt ihr in einer Welt, die sich manchmal ganz schön dunkel anfühlt. Vielleicht habt ihr Angst oder erlebt Dinge, die euch traurig machen. (das Bild oben in einen Halbkreis einfassen, so dass ein Kreis entsteht)

In der Bibel wird uns von Menschen erzählt, denen Gott in dunklen Zeiten ein Licht schenkte, das sie führte. So wie den klugen drei Männern, die den Stern sahen und ihm folgten. (um den Kreis herum Lichtstrahlen zeichnen)

Vielleicht seid ihr wie diese Männer auf der Suche nach etwas. Gott kann euch wie ihnen ein Licht schenken, an dem ihr euch orientieren könnt. Vielleicht findet ihr am Ende des Weges einen Menschen, durch den ihr euch Gott näher fühlt und der eure Welt etwas heller macht. Vielleicht macht ihr die Erfahrung, dass ihr Jesus erleben könnt und dadurch Gott begegnet. Vielleicht hilft euch Gott, in einer dunklen Stunde den Durchblick zu behalten und seinem Licht zu folgen. Das klingt, als würde sich die Suche lohnen. Was meint ihr?
Gesamtbild

Siehe auch: https://www.praxisverlag-bm.de/pvbm_product/one-paper-stories-9783866872417
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