Die eine Wahrheit? / Eine Wahrheit, die tolerant macht!

1. Vorbemerkungen

Wen habe ich vor mir?

a) „Allwissende“: Gerade durch hohe Identifikation mit Gruppen (z. B. Jugendkreis) der Wunsch nach Bestätigung, dass man das „Wahre“ glaubt.

b) „Verunsicherte“: Gesichtsverlust, wenn man sich eingestehen muss, nicht auf alles Antwort geben zu können (z. B. gegenüber Gleichaltrigen). Dazu evtl. Druck durch den populären Vorwurf eines kulturellen Umfeldes, als „Glaubender“ sei man automatisch „intolerant“.

c) „Desinteressierte“: Frage nach „Wahrheit“ ist zweitrangig; viel wichtiger ist das Dazugehören.

Feingefühl für Gruppe: Welches Interesse ist vorhanden? Braucht es eher einen Impuls Richtung „Gelassenheit“ im Umgang mit schwierigen Fragen – oder eine Herausforderung, sich mit seinen Überzeugungen auseinanderzusetzen?

2. Zielgedanke

Glaube ist eine Beziehung; mehr als ein „Für-wahr-Halten“. Wir glauben nicht an einen Satz, der für wahr gehalten wird, sondern an eine Person. Jesus ist die Wahrheit.

3. Einführung inkl. Exegese

Wir müssen die Spannung zwischen dem Anspruch des christlichen Glaubens, „wahr“ zu sein und dem kulturell sehr hoch stehenden Wert von „Toleranz“ aushalten: Woher nimmt man sich das Recht zu behaupten, sein Glaube sei der einzig Richtige? Muss nicht jeder selbst rausfinden, was für sie oder ihn wahr ist („Wahrheitspluralismus“)?

a) Was ist Wahrheit im Christentum?

Ausgangspunkt ist Jesus: „Ich bin die Wahrheit“ (Joh 14,6).

Wahrheit ist nicht: bestimmte Lehraussagen! Sondern eine Person.

Glauben heißt nicht, bestimmte Aussagen für wahr zu halten – sondern mit Jesus zu leben.

Wir können zugeben: Wir werden niemals „Gottes Standpunkt“ haben, bei dem wir zu hundert Prozent sagen können, was alles richtig/falsch ist. Also ist Arroganz oder Überheblichkeit unangebracht. Ganz im Gegenteil: die Erkenntnis, dass wir nicht die Wahrheit überblicken, macht mich dankbar und demütig. Denn wie weit kann ich schon sehen? Was weiß ich schon?

Trotzdem versuchen wir, über Wahrheit zu sprechen, und zwar so „wahrheitsgemäß“ wie möglich: Es ist das Nach-Denken anhand von Erkenntnissen aus Bibel, Erfahrung mit Gott und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen! Es gibt sehr gute, plausible Gründe, zu glauben.

Die Bibel ist im Bezug auf die Wahrheit oft ein Streitpunkt, dabei sind die Quellen im Vergleich zu anderen historischen Texten unübertroffen gut. Oft wird als Argument gegen Gottes Existenz behauptet, der Mensch brauche eben Gott – das sei im Gehirn so programmiert. Andersrum könnte man aber auch sagen: Genau dieses Streben nach Gott und Sinn im Menschen weist darauf hin, dass es Gott gibt. So wie Hunger ein Hinweis auf die Existenz von Nahrung ist. Wir versuchen immer besser zu verstehen, warum und wie Glaube „funktioniert“; was unsere Beziehung mit Jesus stützt. Aber es ist nicht diese Beziehung selbst. Es hilft uns nur dabei, diese Beziehung immer mehr zu verstehen!

b) Wahrheit bezeugen UND tolerant sein?

Was ist jetzt aber mit der verbreiteten Haltung: „Jeder muss die eigene Wahrheit finden – absolute Wahrheit gibt es nicht“. Toleranz kommt ursprünglich von „(er-)tragen“. Also gerade nicht so zu tun, als gebe es keine Gegensätze im Denken, sondern diese aushalten! Wenn es Wahrheit gibt, dann muss es doch ein Anliegen sein, für sie einzustehen. Aber gerade das ermöglicht Toleranz für die Person (sogar bis zur Feindesliebe): Denkunterschiede „ertragen“, um der Beziehung zur Person willen.

c) Konsequenz: Bezeugen!

Das Evangelium kann gar nicht rechthaberisch weitergesagt werden – dann sagt man schon nicht mehr das Evangelium, das doch eine Einladung ist, die Person Jesus kennenzulernen! Und eine Beziehung kann nicht logisch, argumentativ bewiesen werden – sie kann bezeugt und zu ihr kann eingeladen werden. Das ist unsere Aufgabe: Zeugen (und nicht Anwälte oder Richter) zu sein!

Wir erzählen, wie wir von Gott gefunden wurden – und wie wir dann dadurch die Wahrheit über uns und unser Leben immer mehr erfahren haben. Nicht in abstrakten, logischen Sätzen, sondern weil die Begegnung mit Jesus, der Liebe selbst, uns nicht unverändert lässt. Im Gegenteil: Das erste Mal überhaupt verstehe ich, wie es um mich selbst steht: Ich bin bedingungslos geliebt und bejaht von Gott; ich kann darum auch andere Menschen lieben und bejahen und lernen, sie durch diese Brille zu sehen.

Jesus als die Person, die Wahrheit in mein Leben bringt, macht mich also frei davon, „wahre Sätze“ verbissen verteidigen zu müssen. Stattdessen darf ich davon erzählen, wie grundlegend es mich und mein Leben verändert. Dennoch bleibt das meine subjektive Wahrheit, die nicht jeder teilen muss, und doch darf ich davon erzählen.

4. Einstieg

Trampolin

Zwei Gruppen mit je drei Freiwilligen. Gruppe 1 soll erklären, wie Trampolinspringen funktioniert; welche Mechanismen am Werk sind (also: wie funktioniert das mit den Sprungfedern; was passiert warum und wie mit dem Netz, wenn jemand daraufspringt usw.). Gruppe 2: tatsächlich springen und dann erzählen, wie es sich anfühlt.

Wer kann mehr „Wahrheit“ über das Trampolinspringen erzählen? Gruppe 1 oder 2? Kann ich also überhaupt über eine Sache urteilen und sie als wahr oder unwahr abstempeln, ohne sie ausprobiert zu haben? Kein Nichtchrist kann dir sagen, dein Glaube sei nicht wahr. Aber ebenso kannst du auch nicht einfach über andere und ihre persönlichen Überzeugungen urteilen.

5. Hauptteil

a) IMPULS aus den Ausführungen oben (5 bis 10 Minuten)

  • Was hat Trampolinspringen mit Wahrheit zu tun? Zwei Arten, Wahrheit zu denken: als „theoretisches Wissen“ / als „erlebte Beziehung“.
  • Johannes 14,6: Wahrheit ist eine Person; und damit etwas, was mit Beziehung zu tun hat; nicht mit „recht-haben“.

b) FRAGERUNDE/DISKUSSION:

  • Was versteht ihr unter Toleranz?
  • Konsequenz: Wir können niemanden überzeugen, wir können nur Jesus, unsere Beziehung zu ihm, bezeugen!
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Zeugen und einem Anwalt?
  • Ist eine Beziehung trotz grundlegender Meinungsverschiedenheit – möglich? Wenn ja, wie? Wenn nein, warum?

6. Abschluss

Give-away: kleine Springfedern. Wahrheit bezeugen heißt einladen, sich auf das Abenteuer Glaube, auf die Beziehung einzulassen („mitzuspringen“).

Idee: gegenseitig die Springfedern geben. Dabei für kommende Woche segnen.

Eine Weihnachtsfeier für Gruppen ab 8 Personen (mind. 2 Gruppen mit je 4 Personen)

Es werden Auszüge aus der Weihnachtsgeschichte vorgelesen, zu jedem Abschnitt gibt es eine Aktion, bei der man Punkte für die eigene Gruppe holen kann.

Vorbereitung:

– Lose ausdrucken und ausschneiden für Gruppeneinteilung (selbst erstellen oder Spielkarten verteilen und nach Farben losen. Die Teilnehmenden können sich alternativ auch selbst zu Gruppen formieren)

– Botschaften der Engel ausdrucken und in Briefumschläge stecken (so viele Umschläge wie Gruppen vorbereiten) Die Umschläge werden im Raum versteckt.

– Musikbox bereitlegen für die Aktion „Reise nach Bethlehem“

– Eier und Verpack-Material bereitlegen für Aktion „Rohes Ei einpacken“

– Augenbinden / Schals bereitlegen

– evtl. Hindernisparcours aufbauen (kann aber auch kurz vor der Aktion „Hindernislauf“ aufgebaut werden)

– Text für Aktion „Laufdiktat“ ausdrucken (1x)

– Preis für die Siegergruppe besorgen

Einstieg:

  • Begrüßung etc.
  • Gruppen einteilen (durch Lose, Spielkarten o.ä.)
  • Pro Gruppe mind. 4 Personen. Jedes Gruppenmitglied braucht eine feste Rolle: Maria, Joseph, Engel, 1-3 Hirten -> TN können mit Kreppband ihre Rolle kenntlich machen
  • Ablauf des Spiels erklären: Es werden Auszüge aus der Weihnachtsgeschichte vorgelesen, zwischendrin gibt es immer wieder Aktionen, bei denen man Punkte für die Gruppe erstreiten kann

Aktion 1:

26 Da schickte Gott den Engel Gabriel zu einer Jungfrau in die Stadt Nazaret in Galiläa.27Sie war mit einem Mann verlobt, der Josef hieß und ein Nachkomme Davids war. Die Jungfrau hieß Maria.28Der Engel trat bei ihr ein und sagte: »Sei gegrüßt! Gott hat dir seine Gnade geschenkt. Der Herr ist mit dir.«29Maria erschrak über diese Worte und fragte sich: »Was hat dieser Gruß zu bedeuten?«

Aktion: „Botschaft entschlüsseln“:

Die Engel dürfen aufstehen und einen Briefumschlag mit der Botschaft suchen. Dann dürfen die Gruppen gemeinsam die Botschaft entschlüsseln. Punkte gibt es gestaffelt nach Geschwindigkeit (Beispiel für 4 Gruppen: die schnellste Gruppe bekommt 40 Punkte, die zweite Gruppe 30 Punkte, usw.).

Am Ende liest einer der Teilnehmenden die entschlüsselte Botschaft vor:

30Da sagte der Engel zu ihr: »Fürchte dich nicht, Maria. Gott schenkt dir seine Gnade:31Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben.32Er ist zu Großem bestimmt und wird ›Sohn des Höchsten‹ genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vorfahren David geben.33Er wird für immer als König herrschen über die Nachkommen Jakobs. Seine Herrschaft wird niemals aufhören.«

Aktion 2:

34Da sagte Maria zu dem Engel: »Wie soll das möglich sein? Ich habe doch noch nie mit einem Mann geschlafen!«35Der Engel antwortete: »Der Heilige Geist wird auf dich kommen. Die Kraft des Höchsten wird dieses Wunder in dir bewirken. Deshalb wird das Kind, das du erwartest, heilig sein und ›Sohn Gottes‹ genannt werden.36Sieh doch: Auch Elisabet, deine Verwandte, erwartet einen Sohn trotz ihres hohen Alters. Sie ist jetzt im sechsten Monat schwanger, und dabei hieß es: Sie kann keine Kinder bekommen.37Für Gott ist nichts unmöglich.«38Da sagte Maria: »Ich diene dem Herrn. Es soll an mir geschehen, was du gesagt hast.« Da verließ sie der Engel.

Aktion: „Stuhl-Vertrauensübung“:

Maria vertraut auf Gott, deshalb machen wir jetzt auch eine Vertrauensübung.

Es werden 4 Personen pro Gruppe benötigt. Diese setzen sich auf Stühle nah zueinander im Quadrat. Jeder muss sich so hinsetzen, dass man auf dem Schoß des Anderen landet, wenn man sich nach hinten lehnt. Wenn sich jeder zurückgelehnt hat, werden die Stühle von Mitarbeitenden weggezogen und die Zeit wird gestoppt.

Punkte gibt es gestaffelt danach, wie lange die Gruppen die Position halten können.

Aktion 3:

2 1Zu derselben Zeit befahl Kaiser Augustus, im ganzen Römischen Reicheine Volkszählung durchzuführen.2Es war die erste Volkszählung. Sie fand statt, als Quirinius römischer Statthalter in Syrien war.3Da machten sich alle auf, um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen –jeder in seine Heimatstadt.4Auch Josef ging von der Stadt Nazaret in Galiläa nach Judäa. Sein Ziel war die Stadt Betlehem, aus der David kam. Denn er stammte von David ab.

Aktion „Joseph packt“:

Bevor die beiden losreisen können, muss Joseph erstmal packen. Dazu müssen die Josephs (die am Anfang festgelegt wurden) Gegenstände so schnell wie mögliche bringen, die man auf der Reise brauchen könnte. Pro Gegenstand, der als erstes ankommt, gibt es 10 Punkte.

  1. Auf der Reise müsst ihr gut versorgt sein, deshalb braucht ihr eine Getränkeflasche.
  2. Falls das Wetter nicht mitmacht, braucht ihr natürlich auch einen Regenschirm.
  3. Um es Maria bei der Geburt bequem zu machen, braucht ihr ein Kissen.
  4. Wenn das Jesuskind zur Welt kommt, braucht ihr natürlich auch ein Tuch, um es zu wickeln.
  5. Um im Stall ein bisschen sauber machen zu können, braucht ihr einen Besen.

Aktion 4:

Aktion: „Reise nach Betlehem“:

Maria und Joseph reisen nach Betlehem, deshalb spielen wir jetzt auch „Reise nach Betlehem“. Alle spielen mit, es gibt am Ende einen Gewinner, der für seine Gruppe 30 Punkte erstreitet.

Aktion 5:

5In Betlehem wollte er sich eintragen lassen zusammen mit Maria, seiner Verlobten. Maria war schwanger.6Während sie dort waren, kam die Zeit der Geburt.7Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe. Denn sie hatten in der Herberge keinen Platz gefunden.

Aktion: „Rohes Ei einpacken“:

Jede Gruppe bekommt ein Ei und muss dieses in bereitgelegtes Material (Zeitung und Schnur oder Naturmaterialien) einpacken. Dann werden die Eier geworfen: welches Ei am weitesten geworfen wurde und GANZ geblieben ist, gewinnt.

Jesus wird in Windeln gewickelt. Das dürft ihr jetzt auch machen, und zwar mit einem Ei, weil ein kleines Kind auch sehr empfindlich ist. Anschließend prüfen wir, wer sein Ei-Kindchen am besten eingepackt hat, indem wir ein Weitwerfen veranstalten. Je nach Weite gibt es gestaffelt Punkte, wessen Ei kaputtgeht bekommt keine Punkte.

Aktion 6:

8In der Gegend von Betlehem waren Hirten draußen auf den Feldern. Sie hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde.

Aktion „Tierquiz“:

Die Hirten mussten sich nachts bei der Wache ja irgendwie wachhalten. Glücklicherweise haben sie alle eine gemeinsame Leidenschaft: Schafe, über die sie fachsimpeln konnten. Deshalb spielen wir jetzt auch ein Tierquiz. Einer der Hirten ist Gruppensprecher. Pro schnellster richtiger Antwort/nächster Schätzung gibt es 10 Punkte.

  1. Schätzfrage: Wie viele Schafrassen gibt es weltweit? – 500-600
  2. Aus welchem Land stammt der Hausesel ursprünglich? – Afrika
  3. Welches Insekt erreicht eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 50 km/h? – Die Libelle
  4. Wie viele Tentakel hat ein Tintenfisch? – 8
  5. Schätzfrage: Wie viele Schafe leben in Irland? (Tipp: 4,8 Mio. Einwohner) – 8 Mio.

Aktion 7:

9Auf einmal trat ein Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie. Die Hirten erschraken und große Furcht erfasste sie.10Der Engel sagte zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! Hört doch: Ich bringe euch eine gute Nachricht, die dem ganzen Volk große Freude bereiten wird.11Denn heute ist in der Stadt Davids für euch der Retter geboren worden: Er ist Christus, der Herr.12Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden. Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.« 13Plötzlich war der Engel umgeben vom ganzen himmlischen Heer der Engel. Die lobten Gott und riefen: 14»Gottes Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe! Sein Frieden kommt auf die Erde zu den Menschen, denen er sich in Liebe zuwendet!«

Aktion „Weihnachtsliederbattle“:

Weil die Engel so gerne singen, dürfen alle unsere Engel zeigen, was sie so in Sachen Weihnachtslieder auf dem Kasten haben. Nacheinander dürfen sie alle ein Weihnachtslied zum besten geben, wem keines mehr einfällt oder ein Lied doppelt singt, der scheidet aus. Punkte gibt es gestaffelt nach Ausstieg.

Aktion 8:

15Die Engel verließen die Hirten und kehrten in den Himmel zurück. Da sagten die Hirten zueinander: »Kommt, wir gehen nach Betlehem! Wir wollen sehen, was da geschehen ist und was der Herr uns mitgeteilt hat!«16Die Hirten liefen hin, so schnell sie konnten.

Aktion „Hindernislauf“:

Die Hirten wollten möglichst schnell zum Stall, aber leider war es ja nachts und die Dunkelheit hielt so ihre Tücken bereit. Deshalb darf sich pro Gruppe einer der Hirten die Augen verbinden und einen Hindernislauf absolvieren. Der zweite Hirte ist Dirigent, gibt es keinen zweiten Hirten, darf ein anderes Gruppenmitglied die Aufgabe erfüllen. Punkte gibt es gestaffelt nach Zeit.

Aktion 9:

Sie fanden Maria und Josef und das neugeborene Kind, das in der Futterkrippe lag. 17Als sie das sahen, erzählten sie, was ihnen der Engel über dieses Kind gesagt hatte.18Alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen die Hirten berichteten.19Aber Maria merkte sich alle ihre Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Aktion: „Laufdiktat“

Am besten wird der Text in einem anderen Raum aufgehangen, sodass die TN etwas Laufstrecke haben und nicht direkt diktieren können.

Die Marias dürfen den ausgedruckten Text lesen, sich merken und ihrer Gruppe diktieren. Punkte gibt es gestaffelt nach Geschwindigkeit. Für jeden Fehler gibt es 2 Punkte Abzug.

Text für das Laufdiktat:

18Alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen die Hirten berichteten.19Aber Maria merkte sich alle ihre Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20Die Hirten kehrten wieder zurück. Sie priesen und lobten Gott für das, was sie gehört und gesehen hatten. Es war alles genau so, wie es ihnen der Engel gesagt hatte.

Danach erfolgt die Punkteauswertung mit anschließender Siegerehrung.

Ausklingen lassen könnt ihr eure Weihnachtsfeier dann noch mit Tee und Plätzchen, Lebkuchen usw.

Die Reitfreizeit findet als überregionales Angebot statt. Gemeinsam mit 27 Mädels und 5 Mitarbeiterinnen fahren wir auf einen Reiterhof, auf dem wir für eine Woche Zimmer zum Übernachten, Vollverpflegung, eine tägliche Pflegepferdezeit und eine Reitstunde pro Tag gebucht haben.
Die Mädels benötigen bequeme Kleidung, die dreckig werden darf (Reithose oder Leggins) und feste Schuhe zum Reiten (wenn möglich Stiefel mit einem kleinen Blockabsatz, z.B. Gummistiefel, Reitstiefel). Den Reithelm können sie entweder selbst mitbringen oder vor Ort ausleihen – ein Fahrradhelm ist aus versicherungstechnischen Gründen nicht erlaubt.

Die An- und Abreise bewältigen wir alle zusammen mit einem Reisebus, was vor allem für die Anreise sehr wichtig ist, denn hier entstehen die ersten Kontakte und Zimmergemeinschaften. Vor Ort erleben wir volle und abenteuerlich Tage. Morgens beschäftigen wir uns mit den Pferden. Jedes Mädchen pflegt eine Stunde ein bestimmtes Pferd und baut so eine Beziehung zu ihm auf. Im anschließenden Reitunterricht sind die Teilnehmerinnen je nach Können eingeteilt. 

Nach einer Mittagspause bieten wir kreative, sportliche und entspannte Workshops an. Dann gibt es eine gemeinsame Spielezeit, auf die die Bibelzeit folgt. Nach dem Abendprogramm gibt es eine spannende Gute-Nacht-Geschichte. Highlight der Woche sind definitiv der Wanderausritt mit allen (Wandern und Reiten gehört beides dazu), das Lagerfeuer am Schluss, der DIY-Abend mit vielen tollen, kreativen Angeboten und die vielen tolle Begegnungen während der Tage.  

Unsere Ziele:

Wir erreichen Mädchen von 8-12 Jahren (Kids) und 13-16 Jahren (Teens). Bei den Reitstunden, beim Essen und in manchen Programmpunkten sind wir alle zusammen, andere Punkte erleben wir altersgerecht in zwei Gruppen. Der Umgang mit Pferden wird ebenso erlernt wie das Teilen eines Zimmers.

Wir lassen den Mädels insgesamt viel Freiraum, um selbst ins Spielen und Gestalten zu kommen. Es ist schön zu sehen, wie sich Freundschaften bilden und bestimmte Aktionen immer wieder durchgeführt werden, weil die Mädels sie so schön finden.  

Durch die gemeinsame Zeit mit uns Mitarbeiterinnen kommt es zu interessanten und tiefen Gesprächen über den Glauben und das Leben. Über die Bibelzeiten hinaus, in denen über unseren Glauben und biblische Themen sprechen, beten und segnen wir die Teilnehmerinnen. Durch unseren kleinen gemeinsamen Lebensraum abgeschirmt von der Welt (es gibt wenig Handyempfang) kommen wir uns in der Woche nahe und lernen uns gut kennen.  

Ort/Gegend:

Thüringen „Farben-Kinder-Hof“ – es empfiehlt sich in einem nahe gelegenen Bundesland mit einem anderen Ferienrhythmus eine Woche zu buchen. Wir bieten die Freizeit in den Pfingst- und am Ende der Sommerferien an. Vor allem das Ende der Sommerferien ist gut gefragt. 

Dauer:

7 Tage und 6 Übernachtungen

Beschreibung der Zielgruppe:

Mädels, die sich für Pferde interessieren. Bei uns muss man nicht reiten können, das kann man vor Ort lernen. Viele Höfe sind dankbar, wenn nicht nur große, gut reitende Mädels dabei sind, denn oft gibt es nur für diese Zielgruppe nicht genügend Pferde. Deshalb auch gerne kleine und unerfahrene Mädels mitnehmen. 

Unterkunft:

Zimmer auf dem Reiterhof 

TN-Preis:

425€

Anzahl der Mitarbeitenden:

3 für die Kids, 2 für die Teens

Qualifikationen/Fähigkeiten der Mitarbeitenden:

Volljährigkeit, Autoführerschein, inhaltliche Einheiten vorbereiten und durchführen; die Reitstunden haben wir vor Ort gebucht. 

Statement einer Teilnehmerin als wir aus dem Bus ausstiegen: „Ach man, einfach voll doof!“ Ihre Mutter wollte wissen, was los ist. „Na, dass die Freizeit jetzt schon vorbei ist! Es war einfach so schön!“ 

Genau diese Erfahrung machen wir immer wieder – den Mädels stehen beim Heimkommen die Tränen in den Augen und sie freuen sich schon auf das nächste Jahr. Viele von ihnen begleiten wir inzwischen mehrere Jahre und es ist fantastisch zu sehen, wie sie über sich hinauswachsen und sogar Ferien inzwischen selbstständig auf dem Hof verbringen, weil sie die Umgebung, die Pferde und die Atmosphäre dort so lieben. 

Hintergrundinfos/Fakten: 

Der Kinderwagen ist für uns gerade ein alltäglicher Gegenstand. Darin schieben wir nun aber kein Babysitterkind mehr, kein Nachbarskind, keine Nichte oder Neffe oder ein anderes Kind vor uns her. In diesem Kinderwagen liegt unsere Tochter, der wir gerade beim Wachsen zuschauen dürfen. 

Aus der Sicht von Patrizia: Für mich als Frau war es ganz besonders, als wir erfahren durften, dass ein neues Leben in mir heranwächst. Und immer wieder dachte ich: Wie unbegreiflich – Gott schafft neues Leben durch mich. Schon bevor dieses Kind geboren wird, hat Gott viel in es hineingelegt. Was für ein Wunder! Und neben Vorfreude und Neugierde kamen auch Fragen und Gedanken darüber, wie sich unser Leben wohl verändern wird und welche Herausforderungen wir, neben den schlaflosen Nächten, dem häufigen Windelwechseln oder dem Beruhigen eines schreienden Babys (auch als Paar) zu meistern haben. 

Noch vor 5-8 Jahren mit Anfang zwanzig, verlobt und dann frisch verheiratet mit einem wunderbaren Ehemann war für mich klar, dass ich sehr gerne Kinder mit ihm möchte (mindestens zwei) und sie ein wunderbares Geschenk sein können – nur auf gar keinen Fall jetzt. Denn ich möchte erst mein Studium abschließen und in meinem Beruf erste Erfahrungen sammeln. 

Schon als Teenie und Jugendliche mochte ich die Arbeit mit Kindern und ich war eine beliebte Babysitterin. Ich wollte sicher auch irgendwann einmal Kinder haben – vielleicht Anfang zwanzig? Am liebsten vier Kinder. Und ich wusste auch: Der Mann, mit dem ich Kinder möchte, muss der richtige sein. Mir war es damals schon wichtig, dass meine Kinder in einem sicheren Rahmen groß werden sollen mit Eltern, die eine tiefe und vertraute Beziehung verbindet.

Aus der Sicht von Marius: Mit Ende zwanzig waren wir so weit: Wir wollen Eltern werden. Und was für eine überwältigende Nachricht, als der Schwangerschaftstest positiv war. Doch neben der Aufregung auf das Kommende und die Fürsorge für meine Frau war die Zeit der Schwangerschaft für mich als Mann weniger intensiv und spürbar. Mit dem Zeitpunkt der Geburt hat sich mein Leben allerdings komplett auf den Kopf gestellt. Plötzlich ist da jemand in meinem Leben, der auf mich angewiesen ist. Angewiesen auf meine Fürsorge und vor allem auf meine Liebe.  
Zum einen spüre ich den enormen Druck, unseren Lebensunterhalt finanziell bestreiten zu müssen. Zum anderen spüre ich das Verlangen, so viel Zeit wie möglich zu Hause mit der Kleinen zu verbringen. Auf dem Heimweg von der Arbeit erlebe ich eine ähnliche Freude, wie auf die Geburt während der Schwangerschaft. Eine unbeschreibliche Vorfreude auf meine Tochter. Auf einen Menschen, der ohne mich/uns nicht auf der Welt wäre.
  

Auch mir war mit Anfang zwanzig klar, dass ich einmal Kinder haben möchte. Aber irgendwie war das Ganze noch ziemlich weit in der Ferne. Da habe ich die Zeit mit meinen Neffen und Nichten in vollen Zügen genossen. Ich fand es sogar ziemlich anstrengend und übergriffig, wenn Familie, Freunde, Bekannte und Unbekannte gefragt haben, wann es denn bei uns endlich so weit sei. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt nicht erwachsen genug gefühlt,Vater zu werden.  

Aufgewachsen bin ich mit fünf älteren Geschwistern und mir war schon als Jugendlichem klar, dass ich einmal Kinder haben will. In meinen Vorstellungen waren es ebenfalls immer vier Kinder (heiraten mit 24. Mit 26 das erste Kind und dann mit 28, 30 und 32 die restlichen). Es sollte auf jeden Fall immer eine gerade Zahl an Kindern sein, damit niemand allein ist. Zwei waren zu wenige. Und sechs zu viel, also eben vier.  

Heute wissen wir, dass sich der Blick auf das Thema Nachwuchs im Laufe der Zeit verändert. Gleichzeitig schwingt es immer mit. Bei den ersten Erfahrungen mit Sexualität ist das Thema Nachwuchs gerade für Jugendliche oft noch sehr weit weg und nicht relevant. Doch sobald zwei Menschen intim werden, gehört auch immer die Frage dazu, ob dabei ein Baby entstehen soll und wenn nein, welche Verhütungsmethode die richtige ist. Im Idealfall gibt es darüber schon früh ein offenes und ehrliches Gespräch und die Bereitschaft beider Partner Verantwortung zu übernehmen. In einer Beziehung sollte es auch irgendwann darum gehen, welche Vorstellungen es zum Thema Kinderwunsch gibt. 

Vorab:

Das Thema Familienplanung und Kinderwunsch ist sehr persönlich, daher überlege dir als LeiterIn, wie deine Positionen jetzt, als junge/r Erwachsene/r, Jugendliche/r und Teenie dazu sind oder waren. Du kannst genauso wie oben einmal deine Gedanken kurz zusammenfassen. Für die Einheit kannst du entscheiden, wie viel und was du von dir berichten möchtest. 

Aktion:

Idee zum Einstieg: Vorab kannst du deine Teilnehmenden bitten ein Babyfoto von sich herauszusuchen und mitzubringen. Es ist wichtig, dass sie es den anderen nicht zeigen und dir vor der Einheit geben. So könnt ihr zum Einstieg ein kleines Ratespiel machen, das zum Schmunzeln anregt: Wer ist auf welchem Foto zu sehen? Legt die Fotos offen in der Mitte aus und lasst die Teilnehmenden raten, löst nach einiger Zeit gemeinsam auf. 

Übergangsfragen und Austausch: 
  • Haben euch eure Eltern erzählt, wie es für sie war, als ihr geboren wurdet? 
  • Habt ihr vielleicht in eurem Umfeld erlebt, wie ein Baby das Leben verändern kann? 

Impuls:

Stelle nun deine Statements als junge/r Erwachsene/r, Jugendliche/r und Teenie vor oder nutze alternativ die Statements von uns, die du vorlesen kannst. Betone noch einmal, dass diese Positionen sehr individuell sind und es auch andere oder gegensätzliche Positionen gibt. Außerdem ist es wichtig zu vermitteln, dass sich Positionen zu diesem Thema stark verändern können im Laufe der Zeit, aber eine ehrliche und verbindliche Beziehung mit dem Partner immer wichtig ist. 

Quasselrunden: 

Wenn es die Gruppengröße zulässt, könnte es sinnvoll sein die Quasselrunden nach Geschlechtern aufzuteilen. Gebt den Kleingruppen die drei Fragen und ein großes Papier oder Plakat mit, um vor allem zur letzten Frage Schlagworte aufzuschreiben.  

  • Habt ihr bereits Vorstellungen, ob ihr einmal Kinder wollt?  
  • Was würde sich an eurem Leben verändern, wenn ihr jetzt ein Kind bekommen würdet? 
  • Welche Erwartungen/Wünsche habt/hättet ihr jetzt an euren Partner bzgl. Kinderwunsch/Verhütung/Umgang miteinander? 

Austausch

Kommt nach der Quasselrunde als gesamte Gruppe wieder zusammen und tauscht euch aus. Was wünschen sich die Mädels und was die Jungs? Wo decken sich Erwartungen? Lasst die Ergebnisse ruhig unbewertet stehen, denn hier gibt es kein richtig oder falsch. Eigene Antworten zu finden und die Antworten der anderen wahrzunehmen ist hierbei der zentrale Aspekt. 

Alternativ: 

Solltest du das Gefühl haben, dass für deine Zielgruppe der offene Austausch zur letzten Frage etwas schwieriger werden könnte oder die Frage bisher noch keine Relevanz für sie hatte, kannst du ihnen Anregungen geben. Bereite dazu Zettel vor mit Antwortmöglichkeiten, wie z.B.: „offene Gespräche über das Thema“, „Gleiche Vorstellung, ob man Kinder möchte“, „gleiche Vorstellung, wann man Kinder möchte“, „gleiche Vorstellung, wie viele Kinder man möchte“, „Ehrlichkeit“, „Verständnis füreinander“, „Beteiligung an den Kosten für Verhütungsmittel“, „Gebet über das Thema“, „Vertrauen“, … Diese können beliebig von dir oder deinen Teilnehmenden ergänzt werden. 

Schreibe jeweils auf einen Zettel eine der Antwortmöglichkeit, sowie auf jeden Zettel eine Skala von 1 (nicht wichtig) bis 10 (sehr wichtig).  

Besorge Klebepunkte oder dicke Stifte, mit denen die Teilnehmenden markieren können, wie wichtig ihnen dieser Aspekt ist. So bekommt ihr ein Stimmungsbild, über das ihr sprechen könnt oder das man als Leitung moderierend zusammenfassen kann. 

Überlegungen und Hilfen zur methodischen Gestaltung einer ersten Begegnung mit Jesus

Warum sollen Jugendliche überhaupt öffentlich auf die Einladung zum Glauben reagieren?

Jugendliche zeigen gern, was ihnen wichtig ist. Sicher ist es in unserer schnelllebigen Zeit schwierig, Entscheidungen zu treffen, die ein ganzes Leben betreffen. Dennoch wollen wir Jugendliche dazu ermutigen. Was daraus wird, liegt in Gottes Hand. Aus folgenden Gründen ermutigen wir Jugendliche zu einer konkreten Reaktion:

1. Das öffentliche Bekenntnis entspricht dem Wesen des christlichen Glaubens

In unserer Gesellschaft wird Religion häufig als Privatsache angesehen. Doch das Evangelium zeigt: Die Nachfolge Jesu ist immer auch eine soziale und damit öffentliche Angelegenheit. Es gehört nicht nur in den persönlichen Bereich und ist erst recht keine Privatsache.

2. Das öffentliche Bekenntnis hilft zur Gemeinschaft

Der Glaube an Jesus ist immer Gemeinschaftssache. Wer Jesus nachfolgt, braucht dazu die Gemeinschaft mit anderen Glaubenden. Eine wahrnehmbare Reaktion auf die Einladung zu Jesus hilft, Menschen zu begleiten und ihnen in der Gemeinde geistliche Heimat zu geben.

3. Was passiert beim öffentlichen Aufruf?

In der Verkündigung laden wir ausdrücklich dazu ein, das Gebet als einen Beginn der Beziehung mit Gott zu verstehen. Bei Jugendwochen erleben wir, dass etwa ein Drittel derer, die nach vorne kommen, diesen Schritt als einen Beginn des Glaubens an Jesus verstehen. Ein zweites Drittel sieht darin eine Erneuerung des Glaubens. Das dritte Drittel kommt, um konkrete Lebensfragen anzusprechen oder auch, um einfach für sich beten zu lassen.

Möglichkeiten, wie die erste Begegnung mit Jesus gestaltet werden kann

Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine erste Begegnung mit Jesus aussehen kann. Natürlich ist es zuerst eine Sache des Herzens. Ein Jugendlicher kann die Beziehung mit Jesus ganz unspektakulär mit einem einfachen Gebet in seinem Herzen beginnen. Aber vielleicht hilft auch eine der folgenden konkreten Gestaltungsmöglichkeiten.

1. Die Einladung zum Kreuz

Die Einladung zum Treffpunkt Kreuz ist eine hilfreiche Möglichkeit, Menschen zu helfen, aus der Masse herauszutreten, und ihr Ja zu Jesus Christus öffentlich und fröhlich zu bekennen. Das Kreuz ist und bleibt das Markenzeichen von Jesus. Gerade auch für junge Menschen, die bereits in christlichen Kreisen unterwegs sind, kann diese Form eine hilfreiche Möglichkeit sein, um für sich Klarheit im Blick auf Jesus zu schaffen. Viele Menschen sind in christlichen Kreisen unterwegs, ohne jemals eine Beziehung zu Jesus zu beginnen. Diese Form kann eine geeignete Möglichkeit sein, um das zu ändern. Dabei hilft ein Kreuz, das irgendwo im Raum positioniert ist und an dem sich Jugendliche gemeinsam mit Mitarbeitern zu einem ersten Gebet treffen.

2. Sich an Jesus festmachen

Jugendliche können einen Wollfaden an ein Kreuz binden und sich so symbolisch an Jesus festmachen. Besonders eindrücklich ist es, wenn diese Wollfäden noch eine Zeit lang am Kreuz bleiben und verdeutlichen, dass Jugendliche mit Jesus begonnen haben.

3. Symbolische Handlungen

Symbolische Handlungen sind bei Jugendlichen beliebt und helfen eine erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Vielleicht ist es der Stein, den ich ans Kreuz legen kann, um sinnbildlich meine Schuld bei Jesus abzugeben. Vielleicht ist es das kleine Herz, das ich in Empfang nehme und das mir deutlich macht: Ich bin von Gott unendlich geliebt. Auch die Schatzkiste am Kreuz, aus der ich einen goldenen Stein nehmen kann, hilft, um deutlich zu machen: Ich habe Jesus als Schatz für mein Leben entdeckt. Vielleicht ist es auch der Briefkasten am Kreuz, in den ich einen kleinen ersten Brief an Jesus schreibe. Auch die Kerze, die ich am Kreuz anzünde, kann Symbol dafür sein, dass mir ein Licht aufgegangen ist und ich Jesus entdeckt habe.

Hier gibt es viele kreative Möglichkeiten. Wichtig ist, dass das Ziel vor Augen bleibt: Wir wollen Jugendlichen helfen, diese erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Die Aktion an sich muss dieser Sache dienen.

4. Der persönliche Segenszuspruch

Ein persönlicher Segenszuspruch kann die erste Begegnung mit Jesus zu einem besonderen Ereignis machen. Durch Handauflegung oder ein Salbkreuz in die Hand oder auf die Stirn des Jugendlichen kann deutlich werden: Du gehörst zu Jesus.

Team4Challenge ist ein abendfüllendes Programm. Es kann im Teen-oder Jugendkreis genauso verwendet werden wie auf einer Freizeit. Vor allem in einer der ersten Gruppenstunden nach den Ferien kann es helfen, dass die Gruppe sich findet und Einzelne nicht einfach so durchrutschen.

Die Teilnehmer werden in Teams eingeteilt und müssen Aufgaben und Herausforderungen lösen bzw. bestreiten. Diese Challenges sind ganz verschieden. Als Gruppenleiter oder im Team könnt ihr im Vorfeld überlegen, was das Ziel des Abends sein sol. Wollt ihr einfach nur einen Abend mit Spaß und Action, dann könnt ihr die Spiele querbeet aussuchen. Vielleicht habt ihr aber viele Neue in der Gruppe dabei – zum Beispiel nach den Sommerferien. Dann empfiehlt es sich, nach Spielen zu suchen, bei denen man in der Kleingruppe aufeinander angewiesen ist. Dabei sollte man auf die Verschiedenheit der Challenges achten. Verwendet nicht nur Denk-, sondern auch Aktionen, wo Kraft oder Ausdauer benötigt wird, sodass die verschiedenen Begabungen zum Zug kommen. Für jede Aufgabe hat man eine feste Zeit. Erfahrungsgemäß sind fünf Minuten ein guter Faktor. Nach Ablauf der Zeit werden die Teams durch einen Mitarbeiter, der ein Signal gibt (Pfeife, Drucklufthorn, Rufen…), aufgefordert, die Station zu wechseln. Jede Gruppe hat einen Laufzettel,

Es gibt zwei Möglichkeiten, diesen Stundenentwurf zu nutzen:

Variante 1: Du suchst einen Spieleabend für deinen Teenkreis, der einfach Laune machen soll? Dann kannst du im Hauptteil einfach die Spielvorschläge nehmen, die dir am besten gefallen oder einfach gut umsetzbar sind.

Variante 2: Du willst die Gruppe stärken und zusammenwachsen lassen? Wenn du dich für diese Variante entscheidest, dann musst du ein paar Minuten mehr für deine Vorbereitung einplanen. Die beginnt nämlich bereits im Vorfeld mit der Überlegung, wer mit wem im Team spielen sollte. Versucht neue Teilnehmer und alte Hasen zu mischen. Stille mit lauten Teens usw. Mit der richtigen Spielauswahl für die Gruppe werden die Planungen fortgesetzt. Zum Beispiel, wenn du an der Kommunikation der Gruppe etwas verändern willst oder das Vertrauen zu einander stärken möchtest, suchst du dir die entsprechenden Challenges aus.

Vorbereitung: Reflektiere deine Gruppe.

Mit wie vielen Teilnehmenden kannst du rechnen?

Team4Challenge kann mit großen und kleinen Gruppen gespielt werden. Es variiert in der Teamaufteilung. Du kannst Teams mit 2-3 Personen aber auch Teams mit 5-10 Personen haben. Für die Stimmung und das Teamgefühl ist es gut, wenn der Abend nicht nur von 2-3 Teams sondern von 5-10 Teams gespielt wird.

Was begeistert sie, wo haben sie ihre Grenzen.

Bei der Variante 1 geht es darum, einen möglichst großen Funfaktor zu erzielen. Such also nach Challenges bei denen du denkst, dass sie der Gruppe Spaß machen. Achte auf die Interessen der Gruppe und nicht auf die der Mitarbeiter.

Bei der Variante 2 soll es auch Spaß machen, aber du willst die Gruppe auch herausfordern. Die Spielauswahl sollte hier zielorientiert gewählt werden und an der einen oder anderen Stelle (nicht bei allen Spielen) darf ein Team auch mal an seine Grenzen kommen. Als hilfreich hat sich bei der Planung gezeigt, dass es gut ist, im Mitarbeiterteam zu überlegen, was dran ist. Außerdem empfiehlt es sich, die Teams schon im Vorfeld festzulegen. Spontane Gruppenbesucher kann man da zuteilen, wo man denkt, dass es passt.

Vorbereitung: Challenges und Material

Eine Auswahl an passenden Challenges stehen am Ende des Artikels. Unterschiedliche Charaktere wie Sport, Denken, Geschicklichkeit sowie Varianten für verschiedene Teamgrößen kannst du auswählen. Außerdem findest du zu jeder Challenge eine Materialaufstellung. So kannst du im Vorfeld alles besorgen was notwendig ist. Empfehlenswert ist es, die verschiedenen Stationen schon vor dem Eintreffen der Teilnehmer aufgebaut zu haben. Falls die Möglichkeit besteht, startet in einem separaten Raum, in dem keine Challenge stattfindet. Dann ist die Ablenkung nicht zu groß, dafür wird die Neugier mehr geweckt.

Durchführung

Jede Gruppe beginnt bei einer anderen Challenge. Das bedeutet, dass du entweder so viele Challenges wie Gruppen haben musst. Durch den gleichmäßigen Wechsel benötigst du immer eine Challenge pro Gruppe. Als Beispiel: Du hast vier Gruppen – dann benötigst du entweder 4, 8, 12 oder 16 Challenges. Sonst geht der Wechsel nicht auf.

Das Spiel beginnt für alle zur gleichen Zeit und gewechselt wird nach Anweisung und der festgelegten Zeit.

Solltet ihr die Variante 2 spielen, dann plant bei einigen Stationen eine Zeit zum reflektieren ein. Wichtig ist, dass ein Mitarbeiter an dieser Station die Reflektion in die Hand nimmt. Es geht auch mit vorgegebenen Fragen auf Zetteln. Es ist hilfreich, wenn eine Person dies ein bisschen steuert. Folgende Fragen können helfen, über die Teamarbeit ins Gespräch zu kommen:

  • Wer hat sich als Leiter herausgestellt?
  • Wie ging es dir in deiner Rolle?
  • Wer hätte gern eine andere Rolle gehabt und warum?
  • Wie denkt ihr, habt ihr als Team zusammengearbeitet – was war gut – was hätte besser sein können?
  • Welche wichtige Aufgabe hat dein rechter Nachbar übernommen?

Es bietet sich an, diese Reflexionsrunden als eigene Station nach der jeweiligen Challenge durchzuführen. Durch die zeitliche Begrenzung achtet darauf, dass jeder zu Wort kommt.

Wenn alle Aufgaben und Herausforderungen durchlaufen wurden, geben die Gruppen ihren Laufzettel einem Mitarbeiter, der diese auswertet. Versucht es so hinzubekommen, dass die Gruppen sich nicht über ihre erreichten Punkte austauschen.

Während der Auswertungsphase ist Gelegenheit für eine Andacht. Jesus hat den Menschen, die mit ihm leben, eine Challenge gestellt. Nachzulesen ist sie in Matthäus 28,16-20. Der Missionsbefehl. Wie gehen wir mit dieser Challenge um und was bedeutet sie uns? Und noch wichtiger, wer oder was hilft uns, mit so einer großen Herausforderung umzugehen? Welche Rolle spielt der Auftraggeber? Welche Rolle spiele ich? Was sind Schritte und Konsequenzen? Eine mögliche Andacht dazu findest du im TEC:-Pool. Suchbegriff: Missionsbefehl. Der Titel: Was ist, wenn Jesus „Ja, aber…“ sagt?

Alternativ kannst du gut etwas zum Thema Einheit und Vielfalt aus dem Epheserbrief oder etwas über verschiedene Begabungen machen.

Abschluss

Natürlich ist Team4Challenge ein Wettbewerb. Natürlich soll ein gewisser Konkurrenzkampf entstehen und auch Ehrgeiz. Achtet als Mitarbeiter aber darauf, dass es in einem guten Rahmen bleibt. Mit der, bei den Vorbereitungen angesprochenen Teameinteilung, könnt ihr schon vieles zum Guten steuern.

Eine Challenge am Ende, die alle gemeinsam lösen müssen oder ein gemeinsames Essen, können ein gutes Mittel sein, die Gruppenstunde gut zu beenden.

Und jetzt geht’s los – viel Spaß beim Team4Challenge.

Für den einen bedeutet Glück, endlich den passenden Partner gefunden zu haben. Für den anderen den lang ersehnten Urlaub machen zu können oder sich stylische Klamotten leisten zu können. Wenn du dir einen Moment Ruhe gönnst und den Trubel um dich herum abschaltest. Welche Antworten findest du auf folgende Frage: Wie sieht das Leben aus, das dich ausfüllt? Was macht dich zufrieden? Luxusleben. Wie stellst du dir das vor? Jesus bringt in einem Gleichnis folgenden Satz: „Ich bin gekommen, um Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle“ (Joh. 10,10b). Leben in Fülle – das klingt nach Luxusleben.

Leben als Schaf

Dieser Vers steht mitten in dem Gleichnis. Jesus ist der gite Hirte. Er ist die Eingangstür. Die Tür, die zum Vater führt und zum Leben, das Sinn macht. Diese Einladung gilt jedem: Wir dürfen als Schafe leben. Als blökende Schafe unserem Hirten hinterherlaufen. Als fragende Menschen zu dem Hirten kommen, der kennt und versteht. Jesus ist bereits auf diese Welt gekommen. Er hat alles getan. Ich selbst brauche nicht für mein LuxusLeben – für Leben in Fülle – zu sorgen. Wenn ich wissen will, was LuxusLeben bedeutet, muss ich den kennenlernen, der diesen Satz gesagt hat. Jesus Christus.

Leben in Überfülle

In manchen Lebenssituationen kann sich schnell Unzufriedenheit breitmachen. Auch ein volles Glas kann dann nicht voll genug sein. Nicht so der Text in unserem Zusammenhang. Die Bibel kennt mehrere Begriffe für Fülle oder erfüllt sein. Hier in Johannes 10,10 ist das „alles übertreffende Übermaß“ gemeint – LuxuxLeben. Leben in Überfülle, das sieht mit Jesus gemeinsam anders aus, als ich mir das selbst vorstelle. Das ist großartig. Ich darf Jesus vertrauen, dass er mein persönlicher guter Hirte ist. Konkret kann das bedeuten, dass ich Jesus Raum gebe, für mich zu sorgen und ich selbst mich nicht übersorge. LuxusLeben mit Jesus beginnt jetzt und hier. Jesus ist bereits auf diese Welt gekommen. Er lebt. Du kannst mit ihm gemeinsam leben. Ihm als Schaf folgen und dich von ihm zu satten, grünen Wiesen leiten lassen. Würde dich so ein Leben zufrieden machen?

Noch mehr Leben

DGie Aussicht auf ein erfülltes Leben mit Jesus. Überraschen lassen. Überrascht sein von dem, was Jesus für jeden einzelnen Menschen vorbereitet hat. Das macht gelassen und zufrieden. Als Jesusnachfolger ist es meine Aufgabe, aus der Fülle des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung zu leben. Aus der Beziehung zu Jesus heraus. Dabei kannst du erleben, dass Veränderung geschieht. Halte dich an Jesus. Dadurch geschieht Veränderung bei dir und in deinem Umfeld.

Einstieg

Es ist wichtig mit den Teens zu klären, was eigentlich Berufung ist. Je nachdem, mit welchen Teens ihr es zu tun habt, gehört der Begriff irgendwie dazu (eher fromme Teens) oder ist total komisch. Manche Leute kennen den Begriff nur noch aus den Nachrichten, wenn im Rahmen einer Gerichtsverhandlung von „Berufung“ die Rede ist. Das heißt, wenn ein Urteil angefochten wird und eine höhere Instanz „angerufen“ wird. Wieder andere kennen Berufung von der Nationalmannschaft. Wenn der Bundestrainer bestimmte Spieler in den Kader der Nationalmannschaft „beruft“. Und hier sind wir voll beim Thema. In die Nationalmannschaft berufen zu werden ist mit das Größte, was einem Sportler passieren kann. Die Teens sollen Kriterien benennen, die notwendig sind, um in die Nationalmannschaft berufen zu werden. Dabei wird ziemlich sicher herauskommen, dass man in vielem richtig gut sein muss, um berufen zu werden.

Gruppenphase

Die Teens können in kleinen Gruppen (2 – 3 Personen) verschiedene Bibelstellen aufschlagen, die mit den Jüngern zu tun haben. Cool wäre es, wenn die Teens eine Art Steckbrief zu einigen Jüngern erarbeiteten: Beruf, Herkunft, Familie, was aus ihnen geworden ist. Vielleicht helfen da auch kopierte Einträge aus Bibellexika o. Ä. weiter.

Anschließend stellen die Gruppen ihre Steckbriefe vor.

Andacht

1. Jesus beruft – wen

Wer die Steckbriefe anschaut, dem wird schnell klar, dass Jesus hier keinen einzigen Nationalspieler berufen hat. Das waren alles einfach irgendwelche Typen. Petrus war ein Fischer, vermutlich ein einfacher Mann, der vielleicht nicht mal richtig lesen und schreiben konnte. Matthäus war ein Zollbeamter, ein Außenseiter der Gesellschaft, mit dem eigentlich keiner etwas zu tun haben wollte. Zöllner haben mit den Römern zusammengearbeitet und wurden deshalb von der Bevölkerung verachtet. Und dann gab es da noch eine ganz spezielle Person, nämlich Simon, den Zeloten. Er war in einer sehr radikalen Partei, die auch vor Gewaltakten nicht zurückgeschreckt hat. Alles in allem eine sehr kunterbunte Truppe, die sich Jesus da zusammensucht. Warum beruft Jesus ausgerechnet diese Leute? Warum nimmt er niemanden, der höher qualifiziert wäre?

Jesus nimmt niemanden, der anders oder besser ist, weil es einfach nicht um das geht, was wir Menschen bringen können. Jesus beruft nicht irgendwelche Leute, die vor Intelligenz oder Muskeln nicht mehr laufen können. Er beruft Menschen mit Fehlern und Schwächen und vielen Macken. Eben solche Leute, wie du und ich es sind. Menschen, die darauf angewiesen sind, dass da jemand ist, der sich auskennt. Der den richtigen Weg weiß. Und das ist Jesus. Jeder dieser Leute, die Jesus berufen hat, wusste: „Ich bin nicht der große Weltveränderer.“ Und Jesus wusste das auch. Und trotzdem hat er jeden Einzelnen genommen, so wie er war.

2. Jesus beruft – wozu

Jesus beruft diese Männer zu einer einzigen Sache. Er beruft sie dazu, ihm nachzufolgen. Das ist ja ganz spannend, Jesus sagt nicht: „Hey wir gehen jetzt mal los und verändern die Welt.“ Sondern Jesus sagt einfach nur: „Komm folge mir nach.“

Komm folge mir nach, einfach so. Die Männer, die Jesus berufen hat, mussten nichts Besonderes machen, sondern einfach nur Jesus hinterherlaufen. Es gab keine Bedingungen, die erfüllt werden mussten. Es gab einfach nur diese Einladung. Nicht mehr. Als Jesus sagte: „Folge mir nach“, da sagte er: „Ich möchte, dass du den ganzen Tag bei mir bist. Ich möchte, dass du die gleichen Dinge siehst, die ich sehe, dass du dieselben Wege gehst wie ich. Ich möchte, dass du erlebst, was ich tue und was ich sage. Ich will, dass du ein Teil von meinem Leben wirst.“

Krasser Gedanke! Es geht nicht darum, dass Jesus Teil von meinem Leben wird, sondern darum, dass ich voll und ganz ihm gehöre. Jesus lädt die Jünger ein ihm nachzufolgen, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!

Die Einladung von Jesus ist völlig radikal. Am deutlichsten wird das, wenn man sich die Berufung von Petrus anschaut, wie sie Matthäus berichtet (Mt. 4,18-21). Jesus sieht Petrus und seinen Bruder und sagt: „Folge mir nach“ (mehr nicht) und die beiden lassen ihre Netze liegen und folgen ihm nach. Die Netze, das war ihr Beruf. Die beiden waren bereit ihren Beruf aufzugeben, um Jesus nachzufolgen, um zu entdecken, was er mit ihrem Leben vorhat. Sie waren bereit ihre eigenen Vorstellungen vom Leben aufzugeben und sich auf eine ganz neue Zukunft einzulassen.

3. Jesus beruft – und jetzt?

Die Einladung von Jesus hat das Leben der zwölf Jünger völlig verändert. Keiner dieser Männer hat ein „normales“ Leben gehabt. Diese Männer sind mit Jesus losgezogen und sie haben völlig faszinierende Sachen erlebt. Sie waren dabei, wie Jesus Menschen geheilt und sogar Tote auferweckt hat. Petrus ist sogar selbst auf dem Wasser gelaufen (jedenfalls eine Zeit lang). Sie haben mit eigenen Augen gesehen, wie Jesus einen Sturm zum Schweigen gebracht hat und noch vieles mehr. Die Jünger haben aber auch miterlebt, wie Jesus grausam am Kreuz gestorben ist und sie haben nicht verstanden, wieso. Erst nach einiger Zeit haben sie begriffen, dass das größte Wunder nicht die Sturmstillung oder eine Krankenheilung war. Das größte Wunder war (und ist), dass Jesus am Kreuz gestorben ist und damit alle Schuld vergeben ist. Dass dadurch der Weg zu Gott frei ist.

Und diese Botschaft hat die Jünger dann wirklich angetrieben. Diese Nachricht hat das Leben der Jünger noch einmal völlig auf den Kopf gestellt. Als sie das verstanden haben, sind sie in die ganze Welt losgezogen, weil sie wussten, jeder Mensch muss genau das hören. Jeder Mensch muss hören, dass Jesus am Kreuz gestorben ist und alle Schuld der Welt auf sich genommen hat.

Die Jünger haben das erst für sich ganz persönlich angenommen und es dann weitergegeben.

Abschluss

Je nach Gruppe kann man den Abschluss unterschiedlich gestalten:

Variante 1 – für Teens, die mit dem Glauben noch nicht so viel am Hut haben:

Die Teens bekommen einen Zettel ausgeteilt, der sie mit folgenden Fragen konfrontiert.

  • Warum sind die Jünger Jesus nachgefolgt?
  • Warum folgst du Jesus nach? Warum nicht?
  • Was bedeutet es für dich, Jesus nachzufolgen?

Variante 2 – für Teens, die im Glauben schon ein Stück unterwegs sind:

Die Teens bekommen einen Zettel ausgeteilt, der sie mit verschiedenen Fragen konfrontiert, die sie für sich selbst beantworten sollen. Die Teens können sich über einen Aspekt Gedanken machen, aber auch über alle.

  • Was bedeutet es für dich, Jesus nachzufolgen?
  • Was muss ich aufgeben, um Jesus wirklich ganz nachfolgen zu können?
  • Was hält mich davon ab, manche Dinge in meinem Leben aufzugeben?
  • Was muss passieren, damit ich so wie die Jünger losgehe und anderen von Jesus erzähle?
  • Was wünsche ich mir für mein Leben mit Jesus?

Natürlich können beide Varianten auch gemeinsam im Gespräch erarbeitet werden.

Vorbemerkungen

Ausgehend vom Kartenmotiv mit den Spielkarten bietet es sich an, die Gruppenstunde als Casino-Abend zu gestalten. Hierzu können die Teenager mit einer speziellen Einladung eingeladen werden. Kündigt bereits einige Wochen vorher an, dass diese besondere Gruppenstunde steigen wird. Sehr stilecht wird der Kasino-Abend, wenn ihr mit der Einladung einen gewissen Dresscode festlegt. Wie wäre es mit Krawattenpflicht für die Jungen und Kleidpflicht für die Mädchen? Ein solcher Abend bietet sich dafür an, Freunde mit in den Teenkreis einzuladen.

Einstieg

Dekoration

Dekoriert euren Gruppenraum entsprechend einem Kasino. Richtet eine kleine Bar ein und bietet Getränke (alkoholfreie Cocktails?!) an. Knabberkram ist Pflicht. Bereitet außerdem je nach eurer Gruppengröße mehrere Spieltische vor. Spielideen findet ihr weiter unten. Schön wäre ein gemeinsamer Start. Die Teenager warten vor der Gruppenraumtür und werden dann gemeinsam reingelassen und man kann mit alkoholfreiem Sekt gemeinsam zur Eröffnung anstoßen. Alle Teenager erhalten zu Beginn ein gewisses Startkapital in Form von Jetons, mit denen sie den Abend über spielen können. Dann kann gespielt werden.

Spiele

Es folgt eine Auswahl gut funktionierender Kasino-Spiele für Teenager. Je nach Gruppengröße sollte man mindestens zwei bis drei verschiedene Spiele anbieten. Natürlich können auch an mehreren Tischen die gleichen Spiele angeboten werden. Überlegt euch eine für eure Gruppe passende Mischung. Die Anleitungen zu den Spielen findet ihr auf dem kompletten Stundenentwurf.

  • Roulette
  • Black Jack
  • Hausnummern würfeln
  • Poker
  • Hütchenspiel
  • Such die Dame

Zweier-Gespräch

Ladet eure Teenager nach einer Spielphase nun ein, an die Bar zu kommen. Unter jedem Stuhl/Barhocker befindet sich eine Spielkarte. Die Teenager dürfen nun ihren Gesprächspartner mit der gleichen Spielkarte finden. Anschließend haben sie fünf bis zehn Minuten Zeit, sich über folgenden Fragen auszutauschen:

  • Hattest du heute Abend Glück beim Spielen?
  • Was bedeutet für dich der Ausruf „Glück gehabt!“?
  • Wie geht es dir mit dem Glück anderer? Kannst du dich mitfreuen?

Thema Teil 1

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, den Teilnehmern eine Karte mit dem Bibeltext auszuteilen. Lasst sie den Vers und das Bild zunächst in Ruhe betrachten. Idealerweise sollten die Teenager nun Bibeln dazuholen. Erklärt, dass dieser Satz in den Psalmen im Alten Testament steht. Lest diesen Psalm gemeinsam. Im Psalm 73 geht es um den Umgang mit eigenem Unglück und dem Glück anderer. Welche Rolle kann Gott in so einer Situation spielen? Diese Frage stellt sich der Psalmist mit Blick auf sein eigenes Leben und auf das Leben anderer. Er findet für sich eine Antwort in der abgedruckten Jahreslosung. Doch ist das so einfach?

Kleingruppen

Teilt euren Teenkreis in Kleingruppen auf. Jeder Kleingruppe soll ein Mitarbeiter zugeordnet sein, der das Gespräch leitet. Überlegt in den Kleingruppen, was der Vers und die Lebenssituation der Empfänger damals mit uns heute zu tun hat:

  • Wie gehen wir mit Glücksmomenten und Pechsträhnen in unserem Leben um?
  • Welche Rolle spielt Gott dabei?
  • In welchen Situationen fällt es mir schwer, mein Glück auf Gott zu setzen?

Sammelt diese Gedanken und besprecht dann gemeinsam, was uns in diesen Herausforderungen helfen kann: Gemeinschaft mit anderen Christen, Gebet, Zeugnis geben von eigenen guten Erfahrungen … Je nach Gruppensituation kann dann jede Kleingruppe im Plenum zwei bis drei Minuten von ihrer Gesprächsrunde berichten.

Thema Teil 2

Der Psalmist beschreibt sehr eindringlich sein persönliches Leiden. Ihm, der an Gott hängt, scheint nichts zu gelingen, während den anderen, die von Gott nichts wissen wollen, scheinbar alles gelingt. Diese Lebenssituation ist wahrscheinlich auch uns heute nicht fremd. Das ist leider Realität. Werfen wir noch einmal einen Blick auf die Karte: Im Vordergrund steht die Karte mit dem „J“. Bei Spielkarten steht das „J“ für Joker. Eine Karte, die beispielsweise im Rommé den entscheidenden Unterschied zwischen Sieg und Niederlage machen kann, da sie den höchsten Spielwert besitzt. Dieses „J“ kann aber auch für Jesus stehen – die entscheidende Karte, mit der dein Leben gelingen kann. In Jesus ist Gott jedem Menschen ganz persönlich nah – wenn er denn diese Spielkarte aufnimmt. Es geht nicht darum, ein glückliches Leben zu führen. Es geht auch nicht um ein Vergleichen, wer denn ein glücklicheres Leben führt. Auch nicht mein Pech oder des anderen Glück ist entscheidend, sondern dass ich mein Leben auf die richtige Karte setze: Jesus.

Abschluss

Ermutigt eure Teenager, die Karte an einen Ort zu hängen oder zu legen, an dem sie sie immer wieder mal sehen. Das soll sie an die Verheißungen und Herausforderungen erinnern, die in diesem Vers stecken. An dieser Stelle kann noch der Teenager mit den meisten gewonnenen Jetons geehrt werden. Goldbären oder Goldtaler machen sich hier sicherlich gut. Sprecht zum Abschluss ein Segensgebet für eure Teenager.

Um kreative Adventskalender zu basteln, benötigen wir viel Material. Es kann aber fast alles genutzt werden.

Zunächst braucht jeder Adventskalender Gefäße, in denen man die kleinen Geschenke verstecken kann. Solche Behälter könnt ihr z. B. aus Butterbrottüten, aus kleinen Kartons, aus selbstgefalteten Papierschachteln, aus Pappbechern und ähnlichem gestalten. Ihr könnt diese mit den Zahlen für die einzelnen Tage beschriften und natürlich verzieren.

Mit Bändern können die einzelnen Behälter anschließend an Äste, Kleiderbügel oder (wenn sie leicht genug dafür sind) auch an Schaschlikspieße gebunden werden, um den gesamten Adventskalender dann aufhängen zu können.

Füllen könnt ihr eure Kalender zum einen natürlich mit Süßigkeiten. Ihr könnt aber auch kleine Briefchen mit Segenssprüchen, Bibelversen, Witzen oder einem netten Gruß schreiben. Oder ihr bastelt auch die Füllungen selbst. Seid kreativ und lasst euch etwas einfallen.

Es ist natürlich nur halb so schön, einen Adventskalender für sich selbst zu basteln. Ist doch irgendwie langweilig, wenn man immer schon weiß, was am nächsten Tag versteckt ist, oder? Deshalb bastelt die Adventskalender doch für eure Familie oder Freunde. Oder lost zu Beginn eures Treffens die Namen aus und bastelt euch untereinander einen Adventskalender.

Andacht:

Zum Abschluss bietet es sich diesmal an, dass sich auch eure Andacht um den Adventskalender dreht:

Der Adventskalender – 24 Türchen mit 24 kleinen schönen Überraschungen für 24 Tage. Ein toller Brauch, oder? Wir freuen uns jedes Jahr darauf!

So ein Adventskalender kann uns helfen, das Warten auf Weihnachten zu verkürzen. Dafür wurde er mal erfunden. Ich finde aber, er verkürzt nicht nur das Warten auf Weihnachten. Er macht noch mehr: Er zeigt uns, das jeder Tag etwas Besonderes ist. Jeden Tag hält der Adventskalender für uns eine neue kleine Überraschung bereit.

So wie Gott. Gott schenkt uns jeden einzelnen Tag. Und Gott hat sicher auch an jedem Tag irgendetwas Tolles für uns parat. Irgendwas lässt er sich sicher einfallen, über das wir uns freuen können, das uns gut tut.

Lasst uns doch besonders in der Adventszeit mal so in jeden Tag gehen. Wenn wir morgens unseren Adventskalender öffnen und zum Beispiel ein Stückchen Schokolade rausnehmen und uns schmecken lassen, können wir uns darüber freuen. Lasst uns doch abends vor dem Einschlafen einmal daran denken, was wir für diesen Tag wieder in den Adventskalender reinlegen könnten. Was war an diesem Tag schön? Was hat uns Spaß gemacht? Was hat gut getan? Worüber, abgesehen von dem Stückchen Schokolade, haben wir uns gefreut? Was hat Gott uns heute geschenkt?

Material

Alles, was ihr habt oder besorgen könnt, z. B.

  • (buntes) Papier
  • Pappbecher
  • Scheren
  • Klebeband
  • Flüssigkleber
  • Butterbrottüten
  • Schuhkartons
  • Geschenkband
  • Geschenkpapier
  • Stifte
  • Wachsmaler
  • Wasserfarben
  • Paketband
  • Schaschlikspieße
  • Tonkarton
  • Postkarten
  • Bücher mit Witzen, Segenssprüchen, …
  • Überraschungseier (die Plastikverpackungen) oder Filmdosen
  • Äste
  • Kleiderbügel
  • Süßigkeiten (z.B. kleine Schokoweihnachtsmänner, Schokokugeln, …)
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