Rückenwind

Mit Rückenwind ins neue Schuljahr

Ein Entwurf am Ende der Sommerferien/Anfang des neuen Schuljahrs, der Familien ermutigt, die Herausforderungen im neuen Schuljahr mit Gott an ihrer Seite anzugehen. Grundlage ist die Erzählung von Mose am Dornbusch. (2. Mose 3,1-22)

Willkommens-Zeit

In der Willkommens-Zeit stehen Snacks und Getränke bereit.

Perlen-Aktion

Material: bunte Holzperlen (werden später noch benötigt)

Beschreibung: Die bunten Perlen können sortiert oder auf eine lange Schnur aufgefädelt werden. Alternativ erhält jeder Besucher eine Perle, die dann auf eine gemeinsame Kette aufgefädelt wird.

Aktiv-Zeit

1. Station: Geschichte von Finn oder Bohnengeschichte

Material: Einen gemütlichen Raum schaffen, z.B. draußen ein offenes Zelt, innen eine  Ecke mit vielen Kissen. Die Geschichte von Finn erzählen. In der Mitte steht eine große Schüssel mit bunten Perlen. Am Ende darf sich jedes Kind ein Tütchen mit Perlen füllen, um Zuhause auszuprobieren, was Finn gemacht hat.
Alternativ: Bohnengeschichte https://www.bohnenschmuck.de/Bohnengeschichte.htm

Geschichte von Finn (Simone Häfele)
Während dem Erzählen der Geschenke jeweils eine Perle von der rechten in die linke  Hosentasche stecken.
Ich erzähle euch von Finn. Finn will rausfinden, wie viele Geschenke er den ganzen Tag über bekommt. Geschenke, von denen er manchmal gar nicht merkt, dass es Geschenke sind. Und das macht Finn so: Am morgen nimmt er eine Hand voll bunter Perlen und steckt sie in seine linke Hosentasche. Er sagt sich: immer wenn ich ein Geschenk bekomme, dann mache ich eine Perle von der linken Hosentasche in die rechte. Und heute Abend schau ich, wieviel Perlen in der rechten Tasche sind.
Mit den Perlen in seiner linken Hosentasche setzt Finn sich an den Frühstückstisch. Er schenkt sich Milch ein und will sich gerade seinen Kaba in die Milch machen, da passiert es: Eine falsche Bewegung, die Tasse kippt um und die Milch läuft über den ganzen Tisch und auf den Boden. Wenn Mama gestresst ist, sagt sie bei sowas manchmal: Oh nein, Finn, auch das noch! Aber heute sagt sie: Ist nicht schlimm, das passiert halt. Sie holt schnell den Lappen und gemeinsam putzen sie es weg. Finn ist erleichtert. Danke, Mama! Er trinkt seinen Kaba. Da fallen ihm die Perlen ein. Er nimmt eine Perle und denkt: Was für ein Geschenk, dass ich eine Mama habe, die für mich sorgt und mich lieb hat.
In der Schule ist er froh, als sie endlich Sport haben. Sein Lieblingsfach. Und zu seiner Überraschung sagt der Lehrer: Heute spielen wir Zombie! Das ist Finns Lieblingsspiel. Es macht so viel Spaß und er kann sich richtig austoben. Zurück in der Umkleidekabine, als er seine Jeanshose anzieht, spürt er die Perlen in der Tasche: er nimmt eine Perle aus der linken Hosentasche und denkt: Sport ist ein Geschenk, und dass es heute so viel Spaß gemacht hat.
Am Nachmittag besucht Finn seinen Freund. Der hat eine neue Autorennbahn bekommen. Sie bauen eine Schanze, so dass die Autos in hohem Bogen durch das Zimmer fliegen. Sie lachen und haben viel Spaß! Auf dem Heimweg fallen Finn die Perlen ein: Er nimmt eine Perle aus der linken Tasche und denkt: Mein Freund Max, der ist echt ein Geschenk. Er nimmt gleich nochmal eine Perle: Und dass ich mit seiner Autorennbahn spielen durfte.
Am Abend sitzen sie in der Familie zusammen beim Abendessen, jeder erzählt von seinen Erlebnissen, die Stimmung ist gut. Finn nimmt noch eine Perle raus: Er merkt: Mit seiner Familie zusammen zu sein ist ein Geschenk.

Bevor Finn ins Bett geht greift er in die rechte Hosentasche: Wow, fünf Perlen! Fünf Geschenke, über die er sich heute echt gefreut hat. Finn hat im Reli Unterricht gelernt, dass all die schönen Sachen Geschenke von Gott sind. Er will ihm Danke sagen. Finn holt ein leeres Marmeladenglas aus der Küche. Er schaut sich die Perlen nochmal an. (gemeinsam überlegen, für welches Geschenk die jeweilige Perle war)

  1. Perle: Danke Gott für meine Mama, und dass sie mir heute geholfen hat den Kaba aufzuwischen.
  2. Perle: Danke für Sport und dass wir mein Lieblingsspiel gespielt haben.
  3. Perle: Danke, Gott, für meinen Freund Max. Und danke dass ich mit seiner Rennbahn spielen durfte.
  4. Perle: Danke für meine Familie.

Finn stellt das Perlenglas auf den Nachtisch. Er freut sich über die schönen Erlebnisse heute und fühlt sich beschenkt. Zufrieden schläft er ein.

2. Station: Papierflieger basteln

Material: Papier, evtl. Anleitung

Stationsbeschreibung: Jeder bastelt seinen eigenen Papierflieger. Es können auch unterschiedliche Bauarten ausprobiert werden. Welcher Papierflieger fliegt am weitesten? Bei Wind kann es mit der Windrichtung und gegen die Windrichtung ausprobiert werden.

Gesprächsimpuls: Was gibt dir im echten Leben Rückenwind? Was hält dich vom Fliegen ab? Was bremst dich im echten Leben?

3. Station: Schwungtuch-Spiele

Material: Schwungtuch             

Stationsbeschreibung: Spielt unterschiedliche Spiele mit dem Schwungtuch.
Folgende Vorschläge:

  • Ein Kind sitzt in der Mitte im Schwungtuch, die anderen machen Wind
  • Ball im Schwungtuch
  • Wir machen ein Zelt und setzen uns rein.
  • Katz und Maus

Gesprächsimpuls: Durch das Bewegen des Tuchs entsteht Wind und Energie. Aber – wir können das Schwungtuch nicht alleine schwingen. Dazu braucht es viele Menschen. Was oder wen braucht ihr um neue Energie zu bekommen?

4. Station: Riesenseifenblasen

Material: Seifenlauge, „Gestell“ für Seifenblasen (Rezept für die Mischung: https://www.moms-blog.de/riesenseifenblasen-rezept-mischung/, Anleitung für Gestelle gibt es auf Youtube verschiedene)

Stationsbeschreibung: Hier dürfen Riesenseifenblasen gemacht werden. Beobachtet dabei, wie der Wind sie wegträgt.

Gesprächsimpulse: Wohin fliegen die Seifenblasen? Was würde ohne Wind passieren?

5. Station: Experiment Luftballontransporter / Rakete

Material: Luftballons, Strohhalme, Tesafilm, Schnur

Stationsbeschreibung:
1. Nehmt euch pro Familie euren Luftballon und pustet ihn auf.
2. Nun klebt den Luftballon mit Tesafilm an den Strohhalm auf der Schnur.
3. Zählt gemeinsam von 10 nach 0 und lasst die Rakete los.
Welche Rakete schafft es am Weitesten?

Eine ausführliche Beschreibung gibt es hier: https://se-leintal.drs.de/fileadmin/user_files/227/Kindergaerten/2021.07_Kiga_St._Josef_Luftballontransporter.pdf

Gesprächsimpuls: Fühlst du dich auch manchmal so wie der leere Luftballon? Was machst du um wieder Energie zu bekommen?

6. Station: Entspannungs-Station

Material: Zelt, Strandmuschel oder Tuch, Matten, Kissen, Evtl. Igelbälle, etc.

Stationsbeschreibung: Hier können sich die Familienmitglieder gegenseitig mit einer Rückenmassage verwöhnen. (evtl. mit Igelbällen, etc.)
Dazu gibt es ein Plakat mit Frage:

Was wünscht ihr euch von Gott fürs neue Schuljahr/die kommende Zeit?
Eure Wünsche könnt ihr auf einen Zettel schreiben und in die Box werfen. Die Anliegen werden in der Feierzeit als Fürbitte vorgelesen.

7. Station: Weg-Gebet

Hier kann das Weg-Gebet angeboten werden. Ihr findet es hier: https://www.jugendarbeit.online/dpf_einheit/weg-gebet/

Feier-Zeit

Theater: Gott stellt sich vor

Mose (zum Schaf): Hey, du Ausreißer, nicht da lang! Hier geht’s doch zur grünen Oase, zum Weideplatz, hier mitten in der Wüste. Wir wollen doch was Grünes zu essen finden für euch. Ja so ists gut meine Schäfchen, kommt mit mir.

Mose (zu sich selbst): Jetzt hüte ich schon solange die Schafe, hier in der Wüste, Tag für Tag. Mir geht’s gut, ich und meine Familie, wir haben alles, was wir brauchen. Aber meine Verwandten, ja mein ganzes Volk, die leben weit weg von mir, in Ägypten. Die müssen als Sklaven dort arbeiten. Sie müssen hart arbeiten, für den König dort, den Pharao. Und werden dazu noch richtig schlecht behandelt. Wie lange sollen sie da noch leiden? Ich vermisse meine Familie so!
(Entdeckt den brennenden Busch)
Hey, was ist denn das! Feuer? Feuer! Ein Busch brennt, kein Wunder bei der Trockenheit, das passiert öfters mal hier in der Wüste. Aber irgendwie komisch: Das Feuer breitet sich gar nicht aus und ja, der Busch verbrennt gar nicht wirklich. Das schau ich mir genauer an (geht näher).

Gott: Halt, Mose. Ziehe deine Schuhe aus, bevor du näher kommst, denn das ist ein besonderer Ort.

Mose: Wer redet da? Ein Feuer, das spricht? (zieht die Schuhe aus)

Gott: Mose, ich bin es, dein Gott. Ich bin der Gott, den auch schon deine Eltern und Großeltern kannten. (Mose kniet sich hin und verdeckt die Augen mit dem Ellenbogen)

Mose: Gott, du spricht aus dem Feuer?

Gott: Ich bin Gott. Und ich kenne dich. Ich habe gesehen, wie deine Verwandten und dein ganzes Volk Israel in Ägypten leiden. Ich habe gesehen, wie sie hart arbeiten müssen und schlecht behandelt werden. Ich habe ihre Gebete gehört. Ich werde sie befreien aus Ägypten. Ich werde sie in ein Land führen, in dem es Ihnen gut geht.

Mose: Wow, mega, aber wie soll das passieren?

Gott: Du, Mose, wirst das Volk Israel aus Ägypten befreien.

Mose: Ich?

Gott: Ja du. Geh nach Ägypten zum Pharao und führe dein Volk in die Freiheit!

Mose: Nein, das kann ich nicht. Ich kann Schafe hüten, aber keine Menschen befreien.

Gott: Doch Mose, du kannst es, denn ich werde bei dir sein.

Mose: Ich… ich… kann aber nicht gut reden…

Gott: Mose, ich habe den Mund und die Sprache erfunden. Ich lege meine Worte in deinen Mund.

Mose: Hm, mal angenommen, ich mache das wirklich. Was soll ich dem Volk Israel sagen? Die halten mich für verrückt, wenn ich sage: Gott schickt mich. Hast du einen Namen, an dem sie dich erkennen und mir glauben?

Gott: Mein Name ist: Ich bin da!

Mose: Dein Name ist: Ich bin da?

Gott: Ich bin da. Das ist mein Name. So bin ich. Du kannst dich auf mich verlassen.

Mose: Okay, wenn das wirklich stimmt, dass du da bist ….

Gott: Gehe zu deinem Volk und sage: Der Gott unserer Vorfahren schickt mich, der Gott, der Ich bin da heißt. Er wird uns aus Ägypten heraus führen in ein schönes Land. Dort wird es uns gut gehen. Sie werden auf dich hören, Mose, das verspreche ich dir!

Mose: Ja, wenn das so ist… (nachdenklich) Und du bist wirklich der Ich bin da?

Impuls
(Erzählbox mit Gegenständen; Bändel (Schnürsenkel oder Geschenkbändel), Massageball, Papierflieger, Kärtchen, Luftballon, Perlen)

1. Ich bin da!  Was für ein Name! So heißt Gott und so ist er! Gott ist da, bei Mose und bei dir und mir. Gott liebt es für uns da zu sein, weil er uns liebt. Dem Mose hat das richtig Mut und Rückenwind für seine schwierige Aufgabe gegeben.

Bändel zeigen: „Ich bin dabei. Gott“. Diesen Bändel bekommt ihr am Schluss. Wenn es morgen mit der Schule, dem Kindergarten, der Arbeit wieder los geht und es kommt was, was schwierig ist, dann können wir uns mit dem Bändel erinnern: Gott ist dabei. Gott ist da für mich. Wie Mose können wir mutig losgehen weil Gott uns zur Seite steht.

2. Was kann mir noch helfen, diesen Rückenwind zu erleben? 3 Ideen

  1. Massageball: Wer von euch hat sich vorhin massieren lassen?
    Wer mit Rückenwind durchs Schuljahr gehen will, braucht so kleine Pausen im Alltag.  An einen ruhigen Ort zurückziehen, wie im Zelt vorhin, ein Spaziergang oder mit einem Menschen reden, der mich versteht. Pausen, in denen wir den Kopf frei kriegen und nachdenken können: (Papierflieger) Was bremst mich eigentlich gerade aus (beim Fliegen)? Was brauch ich, um wieder richtig fliegen zu können… (Flieger losschicken)
  2. Kärtchen: Manche haben Kärtchen beschriftet. Sag Gott, was dir gerade zu schaffen macht und was du brauchst. So wie im Zelt vorhin. Gott hat viele Möglichkeiten, dir zur helfen.
    Er will dir wie dem Mose neuen Mut und Kraft geben.  Das ist wie beim Raketen-Experiment: Wenn wir wie der Luftballon ganz leer und aus der Puste sind können wir Gott um seine Kraft, seinen Rückenwind bitten, damit er uns wieder füllt und wir wie die Rakete los düsen können ..(Luftballon zeigen)
  3. Idee: Perlen: Danke Gott für die Sachen, die gut waren, z.B. abends in der Familie mit dem Perlengebet. Beim Danke sagen sehen wir, wo Gott überall für uns da war. Und das gibt uns Mut und Rückenwind für das, was kommt. 

Perlen-Dank-Gebet
Die Besucher sind eingeladen, nach vorne zu kommen, zu sagen wofür sie dankbar sind und dafür eine bunte Perle ins Glas zu legen

Bitt-Gebet
Die Anliegen von der Zelt-Station werden vorgelesen.

Liedvorschläge

  • Der Knaller (Mike Müllerbauer)
  • Rückenwind (Martin Pepper)
  • Kindermutmachlied (Andreas Ebert)
  • Tschiki bi ba bo (Mike Müllerbauer)

Essens-Zeit

Sara, Abraham und die 3 Fremden

Biblischer Bezug: 1.Mose 18,1-5

Abraham hat die Verheißung/das Versprechen erhalten Stammvater eines großes Volkes zu werden. Doch selbst im hohen Alter sind seine Frau Sara und er immer noch kinderlos. Biologisch scheint es unmöglich zu sein, dass nun noch ein Kind folgen könnte. In dieser Geschichte erhalten Sara und Abraham Besuch von drei Menschen, die sie zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen haben. Nach dem Prinzip orientalischer Gastfreundschaft lädt Abraham sie zu sich ein. In dem orientalischen Kontext war diese Form von Gastfreundschaft gegenüber Fremden keine Seltenheit, sondern galt eher als Ehrensache. Auch, dass Sara sofort Brot für die drei Fremden backt und ein Knecht ein Kalb zubereitet, scheint nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist jedoch, dass diese drei Fremden eine Botschaft für Sara mitbringen: Sie soll ein Kind bekommen. Das Versprechen, die Verheißung soll eben doch wahrgemacht werden. Sara kann das nicht glauben und lacht darüber, stellt aber gleichzeitig die Frage „Sollte Gott etwas unmöglich sein?“ Sara und Abraham werden in dieser Geschichte unterbrochen. Unterbrochen aus ihrem Alltag durch den fremden Besuch. Aber auch unterbrochen von dem Glauben, dass ihr Leben nun so bleiben wird. 

Dieser Entwurf stellt die Frage danach, wie unser Herz weit bleiben kann für Fremdes, für Unterbrechungen in unserem Leben, für Gastfreundschaft, aber auch dafür, an Verheißungen/Versprechen festzuhalten, die Gott uns gibt.

Willkommenszeit

Auch wir wollen uns von der orientalischen Gastfreundschaft inspirieren lassen und haben für jede Person der Kirche Kunterbunt ein Getränk vorbereitet oder einen essbaren Willkommens-Gruß.

Einführung in die Geschichte:

Abraham hat das Versprechen, das Gott ihm gegeben hat, schon aufgehört zu träumen. Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag, als plötzlich drei Fremde vorbeikommen. Abraham bewirtet sie. Sie kommen unter dem Baum ins Gespräch und da sagen sie Sara, dass sie doch noch ein Kind gebären wird. Was machen so ungewohnte/unverhoffte Begegnungen mit uns? Sind wir offen für Menschen, die uns fremd sind? Und was sind in unserem Leben Versprechen/Zusagen Gottes, an die wir uns neu erinnern dürfen?

Namensschilder

Namenssschilder können beispielsweise in Form eines Herzens oder eines Hauses gestaltet werden. Hier kommt eine Vorlage:

Theater – Sara bekommt Besuch von 3 Fremden

Material:

  • ein großes Herz (beispielsweise aus Pappe), das vorne angebracht ist
  • kleine Stopp-Schilder, die an das Herz angeklebt werden können (dafür ist Kleber vorbereitet oder die Herzen schon mit doppelseitigem Klebeband versehen)
  • Verkleidung für die Sara

Monolog von der Sara

Vielleicht hat Gott mich einfach vergessen. Bestimmt hat er das. Ich meine, er hat mal meinem Mann vor vielen Jahren versprochen, dass er so viele Nachkommen haben würde, wie Sterne am Himmel. Ich habe ja damals schon darüber gelacht. Wer kann denn so viele Nachkommen haben, wie Sterne am Himmel? Ich dachte, wir würden vielleicht zumindest ein kleines Wunder bekommen, zumindest einen Sohn oder eine Tochter. Aber jetzt bin ich schon soo alt und noch immer habe ich kein Kind. Ich glaube, Gott hat mich vergessen. Ich glaube nicht, dass er sein Versprechen überhaupt noch wahrmacht. (klebt ein Stopp-Schild auf das Herz)

(schaut nach vorne)

Huch – mit wem redet denn der Abraham da? Wer ist denn das? Das sind drei Menschen, die ich noch nie gesehen habe. (tut so, als würde sie zuhören) Was sagst du? Ich soll Brot für die Gäste machen? Ja, na gut. Ich kenne diese Menschen aber eigentlich nicht…(klebt noch ein Stopp-Schild auf das Herz) Warum sind die denn zu uns gekommen?

Moderation : Hier habt ihr gerade Sara sprechen hören. Sara ist die Frau von Abraham und mittlerweile richtig alt. Und ihr Leben sieht ganz schön langweilig und gleich aus. Alles ist gleich. Und eigentlich wurde ihr versprochen, dass sie eines Tages eine Mama sein würde. Aber sie ist mittlerweile so alt und glaubt nicht mehr daran. Und dann kommen drei fremde Menschen vorbei und diese Fremden haben eine Botschaft für die Sara. Wir hören mal, was passiert:

Monolog von der Sara

Ich war gerade so am Brot backen und Abraham hat mit den drei Fremden unter dem Baum gesessen und geredet und weil es bei uns so üblich ist, habe ich natürlich gutes Essen gemacht. So macht man das bei uns. Egal, ob man die Menschen kennt oder nicht. Aber dann, als ich gerade am Brotbacken war, habe ich plötzlich etwas gehört. Die Fremden haben zu Abraham gesagt, dass ich tatsächlich ein Baby bekommen soll. Ich kann es kaum fassen. Und ich hab auch erst einmal nur gelacht… Ich meine…das ist doch so unrealistisch und was wissen diese 3 Fremden denn schon von meinem Leben? Was haben sie mir schon zu sagen? (klebt noch ein Stopp-Schild auf das Herz)
(überlegt) Aber wer weiß…vielleicht hat Gott mich ja doch noch nicht vergessen.

Moderation: Wir werden in der Feier-Zeit hören, wie die Geschichte ausging und ob Sara tatsächlich am Ende noch ein kleines Baby bekommt. Erst einmal wollen wir aber selbst in diese Geschichte eintauchen und haben dafür verschiedene Stationen für euch (Stationen werden im Anschluss vorgestellt):

Aktiv-Zeit

Station: Der Baum zum Reden

Bezug zum Thema

Im Schatten der Bäume haben sich damals im Kontext der Geschichte Menschen getroffen, weil man dort besonders gut reden konnte und es in der sonnigen Hitze so gut ausgehalten hat. Vermutlich saßen dort auch Abraham mit den 3 Fremden getroffen.

Material

  • Ausgedruckte Baumblätter zum Beschreiben
  • Stifte
  • Einen Baum in Form von einem Plakat oder einem gebastelten Baum

Stationsbeschreibung

Wann sprichst du am liebsten mit Menschen? Und wo? Wenn etwas auf deinem Herzen liegt und du es gerne teilen möchtest, wo machst du es dann? Wann bist du offen für Gespräche, die auch tiefer gehen? Denk gerne darüber nach und beschrifte die Baum-Blätter mit diesen Orten und Situationen und auch mit den Menschen, mit denen du am liebsten sprichst. Zum Beispiel kann dazu gehören: „Am liebsten spreche ich am Telefon“, „am liebsten im Café“, „am liebsten mit meiner Mama“.

Station: Verheißungen und Zuspruch-Karten

Bezug zum Thema

Sara erhält von Gott durch die Fremden die erneute Erinnerung: du wirst ein Baby bekommen, das Versprechen Gottes wird wahr werden. Es tut gut, sich immer wieder an das zu erinnern, was Gott Gutes über unser Leben sagt. In dieser Station geht es darum, dass wir uns an Gottes Verheißungen erinnern für unser Leben.

Material

  • Ausgedruckte Bibelverse, in denen es um Verheißungen geht
  • Karten DIN A5
  • Stifte
  • Schere
  • Kleber
  • Washi Tape oder Ähnliches zum Dekorieren der Karten

Stationsbeschreibung

Um dich selbst an Gottes Versprechen zu erinnern, darfst du dir hier eine Erinnerungskarte basteln oder ein Erinnerungs-Lesezeichen. Das, was du am ehesten nutzen würdest. Suche dir dafür eine Verheißung/einen Zuspruch Gottes aus, der dir besonders gut tut. Schreibe ihn auf die Karte und gestalte die Karte gerne noch nach deinen Vorstellungen.

Station: Familien-Werte

Bezug zum Thema

Die drei Fremden haben sich sofort bei Abraham und Sara wohlgefühlt. Sie wurden bestens versorgt. Was brauchen wir, um uns so richtig wohlzufühlen? Was zeichnet unser Familienleben aus?

Material

  • vorgeschnittene Papierschnipsel
  • Stifte zum Beschreiben
  • Beispielvorlage, wie diese Familien-Werte aussehen können

Stationenbeschreibung

Station: Das Murmel Entweder-Oder

Bezug zum Thema

Die drei Fremden waren Unbekannte für Abraham und Sara, trotzdem waren sie willkommen. Und sogar mehr als das: Abraham und Sara gaben ihnen den Raum, dass sie eine neue Verheißung in ihr Leben sprechen durften. Mit wem sprechen wir? Und mit wem sprechen wir bewusst nicht mehr? Wen lassen wir in unser Leben hineinsprechen?

Material

  • Murmeln
  • 2 Gläser (blau und grün markiert)
  • Entweder-oder-Fragen ausgedruckt

Stationenbeschreibung

Ihr zieht jeweils eine der Entweder-Oder-Fragekarten. Je nachdem, was eure Antwort auf die Frage ist, werft ihr eine Murmel in das blau markierte Glas oder in das grün markierte Glas.

Gesprächsimpuls

Gibt es Menschen, mit denen du aufgehört hast zu reden?

Station: Mein Wohlfühl-Zuhause

Bezug zum Thema

Abraham und Sara begegneten den drei Fremden so, dass sie sich wohl und Zuhause fühlen konnten. Was brauchen wir, um uns zuhause und wohl zu fühlen?

Material

  • Decke
  • Kissen
  • Blumen
  • Kinderbücher
  • Musik
  • Streit (Symbol dafür)
  • Müll/Dreck
  • (…weitere Gegenstände, die ein Zuhause entweder mehr zu einer Wohlfühlzone machen oder weniger)

Stationenbeschreibung

Was brauchst du, um dich Zuhause so richtig wohlzufühlen? Richte dir dafür hier ein Zuhause ein. Du kannst von allen Gegenständen auf dem vorbereiteten Tisch die auswählen und in das Zuhause räumen, die dir helfen, dich wohlzufühlen.

Gesprächsimpuls

An die Eltern: Hättet ihr geahnt, dass eure Kinder diese Gegenstände für ihren Wohlfühlbereich wählen würden? Seht ihr Möglichkeiten, das auch in eurem Zuhause zu integrieren? An die Kinder: was brauchen denn eure Eltern, um sich Zuhause wohlzufühlen? Können wir ihnen das ermöglichen?

Station: Fühl-Kisten

Bezug zum Thema

Als die drei Fremden kamen, wussten Abraham und Sara nicht, was sie erwarten würde. Trotzdem haben sie sich darauf eingelassen. Hier darfst du dich auch auf etwas Unbekanntes einlassen.

Material

  • Vorbereitete Fühl-Kisten
  • Eventuell Zettel, auf die man seine Vermutung der Gegenstände aufschreiben kann und später eine Gewinner:in losen kann?

Stationenbeschreibung

Fasst blind in die Kiste hinein. Fühlt die Gegenstände. Erratet ihr, was in ihnen enthalten ist?

Gesprächsimpuls

Gab es schon einmal einen Moment in deinem Leben, in dem du dich auf etwas Fremdes eingelassen hast und es gut für dich wurde?

Station: Sorgen-Glas – so viel Neues für die Zukunft

Bezug zum Thema und Stationsbeschreibung

Saras und Abrahams Leben wird nach dem Besuch der Fremden neu auf den Kopf gestellt, denn sie bekommen ein Baby: den Isaak. Immer wieder passieren auch in unserem Leben Veränderungen. Immer wieder kommt Neues auf uns zu. Gibt es etwas Neues, das in deinem Leben bald auf dich zukommt? Eine Veränderung nach den Sommerferien? Eine neue Freundschaft? Ein neuer Job?

Hier darfst du aufschreiben, was dir vielleicht auch Sorgen macht im Hinblick auf diese Veränderungen. Schreibe es auf einen Zettel auf und wirf ihn in das Zukunfts-Glas. Wir werden die Zettel nicht lesen, sondern später so entsorgen. Aber vielleicht hilft es dir, einmal formuliert zu haben, was dir Sorge bereitet im Hinblick auf deine Zukunft.

Material

  • Sorgenglas
  • Zettel
  • Stifte

Station: Segen für die Zukunft

Bezug zum Thema

Bei allem, was sich in Abrahams und Saras Leben gewandelt hat nach dem Besuch der Fremden, war Gott mit dabei. Er hat Abraham und Sara gesegnet. Hier dürft ihr gesegnet werden.

Material

  • Öl
  • Segenskarten
  • Gemütliche Stühle
  • Eventuell Trennwand, um abgeschirmt zu sein

Stationenbeschreibung

Hier wirst du von einer mitarbeitenden Person gesegnet. Dafür wird mit dem Öl ein Kreuz auf deine Handfläche oder Stirn gemalt und dir etwas Ermutigendes von Gott zu gesprochen.

Station: Und Sara lacht

Bezug zum Thema

Sara erhält von den Fremden die Zusage, dass sie doch noch schwanger werden wird und ein Kind bekommen. Da muss sie erst einmal lachen, weil das so komisch und unmöglich wird.

Material

  • Pappteller
  • Stifte (am besten dickschreibende Eddings)
  • Pfeifenputzer
  • Schere

Stationenbeschreibung: Dreht einen Pappteller um. Malt ein Gesicht darauf. Schneidet rechts und links in die Mundwinkel ein Loch und steckt den Pfeifenputzer durch und biegt ihn hinten um als Lippe. Nun könnt ihr immer flexibel den Mund hochziehen oder runterziehen- je nachdem, ob Sara gerade lacht oder nicht.

Gesprächsimpuls: Was bringt dich zum Lachen?

Station: Hand-Peeling oder Hand-Fuß/Waschung

Bezug zum Thema

Eine Art, Menschen willkommen zu heißen, sind Begrüßungsgesten, wie Hände schütteln, Umarmungen, Verbeugen. Hier dürft ihr euren Händen für die nächste Begrüßung etwas Gutes tun und sie mit dem Hand-Peeling verwöhnen oder eure Hände/Füße waschen.

Material für das Peeling

  • Zucker
  • Honig
  • Esslöffel
  • Kleine Schalen
  • Kleine Handtücher
  • Feuchttücher

Material für die Hand/Fußwaschung

  • Handtücher
  • Schüssel/Wanne zum Waschen
  • Duschbad

Stationenbeschreibung

Mischt in eure Schale jeweils 4 Esslöffel Zucker mit 3 Esslöffeln Honig, bis eine körnige Konsistenz entsteht. Reibt nun die Hände mit dem Peeling ein und wartet kurz für fünf Minuten ab. Ihr dürft es euch dafür gerne gemütlich machen und euch bequem hinsetzen. Anschließend wascht ihr eure Hände. Wie fühlen sich nun eure Hände an?

Gesprächsimpuls

Mit dem Hand-Peeling seid ihr bereit für die nächste Begrüßung: wen würdet ihr denn gerne mal wieder zu euch einladen?

Station: Stoppschilder aus dem Herzen werfen

Bezug zum Thema: Die Sara hatte Stoppschilder in ihrem Herzen. Das waren Dinge, die ihr Herz nicht frei und offen gemacht haben, sondern verstopft haben. So ein Stoppschild kann sein, dass sie nicht mit Fremden reden wollte oder ihnen glauben wollte. Ein Stoppschild war, dass sie glaubte, Gott hätte sie vergessen.

Material:

  • aufgemalte oder ausgedruckte Stoppschilder
  • Ball
  • Startlinie

Stationenbeschreibung: Jede Person hat fünf Würfe, um möglichst viele Stoppschilder aus dem Herzen zu werfen.

Hier finden sich zum Download vorbereitete Stationsbeschreibungen:

Feierzeit

Abraham und Sara haben durch die Fremden etwas ganz Besonders geschenkt bekommen: Sie haben sich wieder an Gott erinnert, an sein Versprechen, daran, dass er es gut mit ihnen meint und treu zu ihnen ist. Genauso haben Abraham und Sara den Fremden etwas geschenkt: Sie haben ihnen einen Platz zum Essen, zum Trinken, zum Schlafen geschenkt. Obwohl sie die Fremden nicht kannten. Wir wissen in der Geschichte nicht, wer die Fremden waren oder warum sie plötzlich da waren, aber vermutlich hat Gott sie zu Abraham und Sara geschickt. Ganz unabhängig davon, ob wir diese Geschichte für wahr halten können oder nicht, gibt es doch Einiges, was wir aus der Geschichte lernen dürfen:

  1. Gott vergisst nicht. Die Geschichte zeigt, dass es gut war, dass Sara das Versprechen Gottes nicht vergessen hat. Auch wenn es manchmal Zeit braucht: Gott vergissst nicht.
  2. Manchmal gibt es vielleicht Menschen, für die wir gar nicht mehr offen sind. Ihr habt das vielleicht bei dem Murmel-Entweder-Oder festgestellt. Mit manchen Menschen mag man gar nicht mehr reden. Es gibt so viel unterschiedliche Meinungen in dieser Welt. So Vieles, von dem man sich distanzieren möchte und bewusst abgrenzt. Die Geschichte von Abraham und Sara kann uns daran erinnern, dass es wichtig ist, uns nicht zu verhärten. Es ist wichtig, dass wir offen bleiben auch für die Menschen, die wir nicht kennen und bei denen wir vielleicht Vorurteile haben oder meinen zu wissen, was sie denken oder sagen könnten. Es ist wichtig, dass wir uns von Stoppschildern aus unserem Herzen lösen.
  3. Gott spricht in dieser Geschichte zu Sara durch die Fremden und erinnert sie wieder an sein Versprechen. Sara wird von Gott in ihrem gewohnten Leben unterbrochen. Bonhoeffer hat mal gesagt „Wir müssen immer bereit sein, uns von Gott unterbrechen zu lassen“. Manchmal sind wir sehr beschäftigt mit dem, was in unserem Alltag so passiert. Manchmal übersehen wir vielleicht auch etwas, worauf Gott uns aufmerksam macht. Manchmal haben wir aber auch einfach keine Lust darauf. Wenn Gott uns besuchen kommen würde, dürfte er uns unterbrechen? Und was würde er vielleicht in unserem Leben unterbrechen? Saras und Abrahams Leben hat sich noch einmal ganz schön auf den Kopf gestellt, als da plötzlich ein ganz neuer kleiner Mensch in ihr Leben kam: der Isaak. Wenn ich an mein Leben denke, dann fällt mir die Vorstellung schwer, dass Gott mich vielleicht auch zu etwas ganz Anderem rufen könnte: vielleicht ein Ortswechsel, vielleicht neue Beziehungen, vielleicht ein neuer Arbeitsplatz, ein Schulwechsel. Das kann sich erst bedrohlich anfühlen. Aber diese Geschichte zeigt uns auch, dass solche Unterbrechungen sich zwar nicht gemütlich anfühlen, aber daraus Gutes entstehen kann. Und es ist wichtig, sich immer wieder in seinem Leben daran zu erinnern, sich nicht an etwas festzubeißen, sondern immer wieder bereit zu sein auch etwas loszulassen und offen dafür zu sein, dass etwas Neues entsteht.
  4. Und diese Geschichte wirft die Frage auf, was wir machen können, damit Andere sich bei uns wohlfühlen und wir uns auch bei uns selbst wohlfühlen. Was brauchen wir dafür in unserem Zuhause?
  5. Und was sind Stopp-Schilder in unserem Herzen, die uns daran hindern, Menschen nahe zu kommen, uns etwas von ihnen sagen zu lassen oder uns auch hindern, dass Gott zu uns etwas sagen kann?

Für diesen Impuls gibt es hier auch eine Präsentation mit passenden Fotos, die man mitverwenden kann:

Körper-Gebet

Gott (Arme nach oben strecken)

Bitte, mache mein Herz weit (Arme nach außen strecken).

Danke, dass du (nach oben zeigen)

mich liebst. (Arme überkreuzt auf die Schultern legen, als würde man sich selbst umarmen)

Amen.

Handcreme-Segen

Der Hand-Creme-Segen passt sehr gut zu diesem Entwurf. Die ausführliche Beschreibung davon findet sich hier https://www.jugendarbeit.online/dpf_einheit/creme-segen/

Biblischer Bezug:

Johannes 2, 1-12

Kerngedanke: Wir feiern ein Fest, Jesus schenkt Freude und Fülle

Vorbemerkungen:

Der Entwurf wurde zu Ernte Dank gefeiert, ist aber auch unabhängig davon nutzbar. Der Kirchenraum war bei dieser gefeierten Kirche Kunterbunt festlich geschmückt wie bei einer Hochzeit (mit einer langen festlichen Tafel, weißen Helium Luftballons an den Bänken, Wimpelketten und Bänder im Raum, einem roten Teppich, einem Torbogen aus Schwimmnudeln der mit Weißen Bändern und Blumen verziert war – durch diesen sind die Familien eingezogen. Vorne am Altar standen 2 Fässer).

Willkommens-Zeit

Namensschilder am Eingang, Trinkbecher Station (mit Wasserzapfstation) am Eingang, festlicher Einzug durch den Torbogen, Hochzeitsmusik vom Band.

Gemeinsames Singen zum Start

Theater vom Speisemeister (siehe Anhang), der davon erzählt, wie der Gastgeber den besten Wein zurückgehalten hat und er im Nachhinein erfuhr, dass Jesus Wasser in Wein verwandelt hat. Einladung vom Wein = Traubensaft (an den Fässern vorne) zu kosten. Alle kosten mit ihrem eingangs erhaltenen Bechers vom Wein/Traubensaft.

Aktiv-Zeit

Station: Festtafel

Material:

  • Festliches Geschirr, Servietten, Tischtusch, Tischdeko, Blumen
  • 2-3 Kuchen / Torten (je nach Möglichkeiten)
  • Tonkrüge mit Traubensaft
  • Gläser zum anstoßen

Stationsbeschreibung:

Hier wird geschlemmt! Nimm Platz, mach es dir bequem und dann lass es dir so richtig schmecken. Guten Appetit.

Gesprächsimpuls

So eine Festtafel, die einladend geschmückt ist, macht etwas mit uns. Tauscht euch darüber aus, wann ihr zuletzt bei einem Festmahl ward und was ihr braucht, damit festliche Stimmung aufkommt. Gott lädt dich und mich an seinen Tisch ein und schenkt dir voll ein – was bedeutet dieses Bild aus Psalm 23 für dich? Wie schmeckt die Freundlichkeit Gottes?

Station: Dosen werfen

Material:

  • 12 Dosen
  • 1 Ball
  • Tisch, um Dosen aufzubauen

Stationsbeschreibung:

Zu einem Fest gehören Spiele. Versuche die Dosen alle umzuwerfen. Wie viele Würfe brauchst Du? Feuert euch gegenseitig an, wer möchte, kann gegeneinander spielen.

Gesprächsimpuls

Eine ausgelassene Stimmung passiert nicht auf Knopfdruck. Leichtigkeit stellt sich, wenn wir uns ausgelassen bewegen, spielerisch auf eine Sache konzentrieren. Was ist dein liebstes (Party)Spiel, bei welcher Tätigkeit kommst du ein eine leichte, ausgelassene Stimmung?

Station:  Fässer Wettrollen

Material:

  • 2 große Fässer
  • Kissen in die Fässer

Stationsbeschreibung:

Puh, so ein Weinfass ist ganz schön schwer. Gut, dass man es rollen kann und nicht schleppen muss. Roll das nächste Fass herbei, bevor dem Speisemeister wieder der Wein ausgeht.

Gesprächsimpuls

Tauscht euch darüber aus, wie die Menschen auf der Hochzeit damals wohl die Fässer voll Wasser bekommen haben. Wie gut, dass alle Zusammengeholfen haben. Wo helft ihr als Familie zusammen, damit der Alltag gut funktioniert?

Station: Wikingerschach  

Material:

  • Spiel Wikingerschach
  • Wiese
  • Viel Platz 😊

Stationsbeschreibung:

Zu einem Fest gehören Spiele. Der Spielemeister/die Spielemeisterin erklärt euch die Regeln und dann heißt: an die Hölzer fertig los.

Gesprächsimpuls

Spielen macht Spaß, vor allem gemeinsam. Bei einem Spiel gibt es aber auch immer Gewinner und Verlierer. Wie fühlt es sich an ein Gewinner zu sein? Wie ist es zu verlieren? Fällt euch das eher schwer oder leicht?

Station: „alles tanzt“ – Kinderdisko

Material:

  • Bluetooth Box
  • Spotify
  • Diskokugel
  • Dunkler Raum

Stationsbeschreibung:

Alles tanzt – bei einem Fest darf die Musik natürlich nicht fehlen. Komm rein, schlage dem DJ dein Lieblingslied vor und dann: tanz, als gäbe es kein Morgen 😊

Gesprächsimpuls

Tanz ist Bewegung, Freiheit, loslassen. Zu welchem Lied tanzt Du am liebsten und wo? Wann habt ihr zuletzt Zuhause getanzt? Wie wäre es mit einer Küchentanz Party heute Abend nach dem Abendessen? Oder einmal zum Aufräumen dazu zu tanzen? Probiert es aus und erzählt uns davon.

Station: Bilderrahmen gestalten

Material:

  • Blanko Bilderrahmen
  • Bastelmaterial (Schere, Kleber, Stifte, bunte Steine)
  • Washi Tape

Stationsbeschreibung:

Setze dein Bild in Szene und gestalte deinen ganz eigenen Bilderrahmen.

Gesprächsimpuls

Wie wir etwas Rahmen und hervorheben macht einen Unterschied. So wie wir mit einem Bilderrahmen Menschen in ein Licht rücken (stell Dir zum Beispiel vor, er wäre aus purem Gold, das würde dem Bild von Dir sofort eine ganz andere Bedeutung geben) so können wir auch Ereignisse „rahmen“. Ich kann nach einem Familienausflug zum Beispiel nur das im Blick haben und davon erzählen, was nicht geklappt hat. Ich kann aber auch durch Worte den Ausflug ausmalen oder rahmen und von den schönen Sachen erzählen. Probiert es mal aus. Sucht euch ein gemeinsames Ereignis und schmückt es jeweils mit anderen Worten aus.

Station: Gästebuch

Material:

  • Gästebuch Blanko
  • Buntstifte oder Filzstifte
  • Sticker oder Glitzersteine zum Aufkleben
  • Kleber und Schere
  • Buntes Papier

Stationsbeschreibung:

Das Hochzeitspaar lädt alle Gäste ein, sich im Gästebuch zu verewigen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Schnappt euch das Buch und gestaltet eine freie Seite mit guten Wünschen für das Brautpaar.

Gesprächsimpuls

Gute Wünsche für das Brautpaar gehören zu einem Hochzeitsfest dazu. Welche guten Wünsche würdet ihr euch gegenseitig mitgeben? Schnappt euch ein oder zwei Menschen und sagt ihnen eure guten Wünsche ins Gesicht 😊

Station:  Foto-Box

Material:

  • Fotodrucker mit Papier
  • Weißer Hintergrund
  • Foto bzw. Handy oder Tablet Kamera, mit dem Drucker direkt verbunden
  • Verkleidungsaccessoires (Brillen, lustige Perücken, Schals, Federboas, Masken, Stäbe mit z.B. Fliegen, Krawatten, Hüten, Schnurrbärten zum hinhalten.

Stationsbeschreibung:

Damit uns unser Hochzeitsfest noch lange in Erinnerung bleibt, können unsere Gäste hier Fotos machen. Schnappt euch gerne eine Verkleidung und dann „Bitte lächeln!“

Gesprächsimpuls

Fotos helfen uns, uns zu erinnern. Habt ihr Zuhause Fotos mit Bildern von Festen, an die ihr euch gerne erinnert?

Schwelgt gemeinsam in diesen Erinnerungen und erzählt euch davon.

Station: Danke für…

Material:

  • Pinnwand und Pinn-nadeln
  • Moderationskarten mit Weintrauben darauf

Stationsbeschreibung:

DANKE für… Wofür seid ihr dankbar? Wo schenkt euch Gott ein Leben in Fülle? Schreibt es auf.

Gesprächsimpuls

Wir feiern Ernte Dank. Wir sagen Gott Danke für alles, was er uns schenkt. Das ist nicht nur die klassische Ernte auf dem Feld, sondern das sind auch die „unsichtbaren“ Dinge wie Verbundenheit, Familie-Sein oder besonders schöne Momente. Wofür seid ihr heute dankbar? Wo seid ihr reich beschenkt – im Überfluss beschenkt von Gott? 

Station: Saftprobe

Material:

  • Augenbinden
  • Verschiedene Säfte (kennzeichnen und vorher verdecken)
  • Kleine Schnapsgläser zum Probieren

Stationsbeschreibung:

Wie schmeckt Genuss? Mit verbundenen Augen dürft ihr hier verschiedene Säfte am Geschmack erkennen.

Gesprächsimpuls

Wein war damals der Geschmack von Festlichkeit, von Freude und Genuss. Nach was schmeckt es für euch? Welcher Geschmack darf bei einem Fest nicht fehlen?

Feier-Zeit

Material:

  • Küchentisch
  • Tischdecke
  • Geschirr

Impulstext

(Während reden eindecken)

Ein Fest steht an. Kindergeburtstag oder die Taufe des jüngsten Familienmitgliedes, eine Hochzeit in der Familie oder ein Jubiläum. Ein Fest steht an und vorab muss viel organisiert und geklärt werden. Schließlich sollen alle an diesem einen Tag entspannt mitfeiern können, locker und ausgelassen feiern können, es genießen. Vielleicht geht es euch ähnlich wie mir, aber ein Fest hat meist nicht viel von Ausgelassenheit und Genießen können. Da müssen Kuchen gebacken werden, es muss eingedeckt werden, dekoriert sein, es braucht Gastgebende die sich an diesem Tag verantwortlich fühlen und alle Gäste umsorgen – ganz schön aufregend und anstrengend so ein Fest.

(Stationen einbeziehen – was habt ihr so erlebt an den Stationen? Gehört das zum Alltag dazu?)

Gibt es etwas unangenehmeres, wie ein Haus voller Gäste und dann geht etwas aus? Habt ihr das schonmal selber erlebt? Bei einem Kindergeburtstag oder einem anderen Fest? Wir haben vorhin vom Speisemeister gehört, wie peinlich ihm das war. Alle haben Durst, alle wollen feiern und dann ist nichts mehr zu trinken da. Gut, dass Jesus da ist und helfen kann. Aus der Bibel erfahren wir in Geschichten wie Jesus so war, wie er gelebt hat, was ihm wichtig war. Und weil Jesus Gottes Sohn ist, erfahren wir in ihnen auch, wie Gott ist. Und in der Geschichte von der Hochzeit zu Kana erfahren wir, dass Jesus auf diesem Fest sein erstes Wunder überhaupt vollbringt! Das erste Wunder Jesu ist nicht eine Heilung (wie wir es vielleicht aus anderen Geschichten von Jesus schon kennen), nein Jesus erstes Wunder ist, dass er Wasser zu Wein macht.

Was hat es mit diesem Zeichen Jesu auf sich? Warum hat er das gemacht?

Wein war damals ein ganz alltägliches Nahrungsmittel, vielleicht so ähnlich wie heute Saft. Wein wird in der Bibel aber immer auch als ein Symbol für Lebensfreude und Wohlstand beschrieben. Zu einem guten, erfüllten Leben gehörte, dass man auch Wein trinkt. Dieses Wunder das Jesus da tut ist nicht nur echt sehr beeindruckend und fast schon magisch, sondern es beschreibt, was Gott wichtig ist. Gott nimmt am Leben der Menschen teil, er ist fröhlich, feiert und genießt die Zeit der Freude. Dieses Wunder bedeutet, dass Gott will, dass wir ein glückliches Leben haben, ein Leben, in dem es immer wieder Zeiten der Freude, der Ausgelassenheit, des Überflusses gibt. Gott tut auch heute noch Wunder – er macht aus dem Alltäglichen etwas Besonderes. Aus wenig – viel. Er schenkt gelingendes Leben. Dieses Gefühl von beschenkt-Sein nennen wir auch gesegnet sein.

Heute an Ernte Dank, da schauen wir, was alles eigentlich auf unserem Lebens-Tisch so steht. (auf gedeckten Tisch schauen). Wir richten unsere ganze Aufmerksamkeit auf diesen Tisch, auf den Reichtum aus dem wir Leben, auf all die guten Dinge die wir im Leben haben. Das kann natürlich Essen sein, das können aber auch besonders schöne Erinnerungen oder Momente der Verbundenheit sein, für die wir DANKE sagen. Das können Sicherheiten, Privilegien, Menschen an unserer Seite sein. Dinge, die uns den Alltag erleichtern, Menschen, die uns begleiten. Dafür sagen wir Gott heute DANKE. Und das feiern wir! (Flasche Kindersekt öffnen und einschenken. Anstoßen auf die schönen Dinge).

Wir feiern, dass Gott unser Leben mit Kleinem und Großem, mit Spektakulärem im Gewöhnlichem, mit kleinen Freuden im Alltag, auch, wenn wir gerade den Eindruck haben, dass es nicht zum Leben reicht, tut Gott heute noch Wunder.

Gebet

5 4 3 2 1 DANKE Gebet

5 Sachen die ich gerne Esse, für die ich Gott DANKE sage.

4 Dinge die ich gerne sehe für die ich Gott DANKE sage.

3 Menschen die ich gerne habe für die ich Gott DANKE sage.

2 Geräusche die ich gerne höre, für die ich Gott DANKE sage.

1 Erinnerung / Gefühl in meinem Herzen, für das ich Gott DANKE sage.

(Das Gebet kann als Familien im kleinen Kreis laut gesprochen werden, es kann jede:r vor sich hin Murmeln oder aber in der Stille gebetet werden. Eignet sich besonders gut am Abend beim ins Bett gehen).

Segen

Gott der Vater segne Dich mit Liebe für Deine Mitmenschen

Gott der Sohn segne Dich mit Lebensfreude in Deinem Alltagstrubel

Gott die Heilige Geistkraft mache Dich reich an Leichtigkeit und Fröhlichkeit

So segne Dich der dreieinige Gott. Er schenke Dir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht. Amen.

Liedvorschläge:

Wir feiern heut ein Fest

Alles tanzt

Adlersong

Absoluto Guto

Vom Anfang bis zum Ende

Privileg

Essens-Zeit

Tischlied/Gebet

Tischlied mit Klatschen:

Danke, Danke für das Essen, guter Gott wir danken dir

Danke Danke für das Essen, dafür danken wir.

https://www.evangeliums.net/lieder/lied_danke_danke_fuer_das_essen.html

Rezeptvorschlag

3 Gänge Menü (wenn möglich)

Mitbring – Buffet und Grillen (wie bei einer Gartenparty)

Ideen für zu Hause

Seid ausgelassen, leicht. Probiert es aus, an einem ganz normalen Dienstag: Erstellt eine Playlist, macht Musik an und dann los geht àtanzt durch die Küche, das Wohnzimmer, ins Kinderzimmer zum Bad und wieder zurück.

Hintergründe zu dem Thema

Diese Kirche Kunterbunt bezieht sich auf die Geschichte der biblischen Figur Nehemia. Nehemia stammte von Judäern ab, die nach Babylonien ins Exil verschleppt worden waren. Er hatte Karriere am persischen Hof gemacht und war nun Mundschenk des persischen Königs (Nehemia 1,11). Als er von der Zerstörung Jerusalems mitbekommt, bewegt ihn das so sehr (Nehemia 1,3-6), dass er bittet, die Mauern wieder aufbauen zu dürfen. So nutzt er sein Amt, um für den Wiederaufbau der Stadtmauer Jerusalems zu sorgen. Vom persischen König erhält er ein Empfehlungsschreiben für die Provinzgouverneure und mit militärischem Begleitschutz. Er kommt 445 v. Chr. als persischer Wiederaufbaukommissar in Jerusalem an (Quelle: https://www.bibelwissenschaft.de/ressourcen/wibilex/altes-testament/nehemia ). In nur 52 Tagen baute Nehemia die Stadtmauern wieder auf. Dabei begegneten ihm aber verschiedene Herausforderungen. Der Prozess ist nicht leicht, aber am Ende siedeln neue Familien in das Gebiet, es werden neue Reformen umgesetzt und die Stadt erhält eine neue Lebendigkeit.

Nehemias Geschichte lädt ein, über eigene Brüche im Leben nachzudenken, über das, was kaputt gegangen ist und was uns traurig macht. Vor allem lädt diese Kirche Kunterbunt ein, Gefühle wie Wut, Trauer, Frust zu spüren, aber dabei nicht stehen zu bleiben. Ähnlich wie Nehemia geht es darum, Hoffnung wieder aufzubauen.

Willkommenszeit

Weil es in dieser Kirche Kunterbunt darum geht, Nehemia beim Aufbau der Mauer zu helfen und das auch an ein Baustellen-Szenario erinnern kann, dürft ihr eure Gäste auch gerne so begrüßen: mit Warnwesten, Schutzhelmen, etc. Und warum kreiert ihr nicht direkt auch ein kleines Baustellenszenario, indem man beim Eingang beispielsweise über Kartons klettern muss, etc.?

Hinführung zum Thema durch eine Moderation:

„Bei wem von euch ist schon einmal etwas kaputt gegangen? Was denn zum Beispiel? Manchmal im Leben gehen kleine Dinge kaputt, wie beispielsweise eine Lampe, die
runterfällt. Oder vielleicht ein Spielzeug. Manchmal ein Handy. Manchmal gibt es auch große Sachen, die kaputt gehen. Manchmal ein Auto. Oder ein Klettergerüst. Und manchmal gehen nicht nur Sachen kaputt, sondern manchmal gehen auch Freundschaften kaputt. Manchmal gibt es Streit. Oder Krisen. Manchmal nur kurz, manchmal so schlimm, dass die Beziehung das nicht übersteht. Manchmal geht ein Traum kaputt. Manchmal eine Hoffnung oder ein Wunsch. Heute geht es in der Kirche Kunterbunt um folgende Frage: Was machen wir denn, wenn etwas kaputt geht? Denn bei uns allen geht mal etwas kaputt. Bei uns allen gibt es gute Phasen und auch schwere Phasen. Das gehört dazu. Aber es gibt auch einen Weg da wieder heraus. Und dafür tauchen wir heute in die Geschichte von Nehemia ein. Ihr seht, dass hier ganz schön viel Unordnung ist…hier liegt einfach richtig viel herum… (am besten liegen überall Kartons verstreut)

Das liegt daran, dass bei Nehemia auch etwas kaputt gegangen ist. In seiner Heimatstadt, sind die Stadtmauern kaputt. Und diese Stadt braucht Mauern. Warum könnte sie Mauern brauchen? Wofür sind Mauern denn wichtig? (Familien Antworten geben lassen) Die Stadt war angegriffen worden. Viele mussten aus der Stadt fliehen und wohnten gar nicht mehr dort, sondern im Exil. Nehemia war sehr sehr traurig, als er mitbekam, dass sein ganzes Zuhause kaputt war. In Nehemia wuchs der Wunsch, es wieder aufzubauen. Aber er hatte auch Angst davor. Denn Nehemia wohnte mittlerweile weit weg in Persien. Er hatte sich dort hochgearbeitet und war mittlerweile der Mundschenk des persischen Königs. Sicher wollte dieser nicht, dass er seinen Beruf aufgab, um in Jerusalem Mauern aufzubauen. Deswegen sagte Nehemia auch erst einmal nichts, sondern wartete auf den richtigen Zeitpunkt. Nehemia musste sehr lange warten. 4 Monate. Das ist fast so lang wie ein halbes Schuljahr. Aber der persische König bekam mit, dass Nehemia traurig wurde und forderte ihn auf, sich mitzuteilen. Da nahm Nehemia seinen Mut zusammen und berichtete von der Zerstörung Jerusalems und seinem Wunsch, dort die Mauern wieder aufzubauen. Und tatsächlich wurde es ihm genehmigt. Heute in der Kirche Kunterbunt können wir ihm beim Aufbau helfen. Habt ihr Lust mir zu helfen?“

Aktiv-Zeit
Station: Aus Trümmern wird Hoffnung- wir bauen eine Mauer!

Bezug zum Thema:
Wir können Nehemia helfen, die Mauern wiederaufzubauen, indem wir beispielsweise diese
Kartons als Familie gemeinsam wieder schön gestalten und dann alle gemeinsam eine Mauer daraus formen.

Material:

  • Pappkartons
  • Schuhkartons
  • Sticker
  • Farbe zum Bemalen der Kartons
  • Schere
  • Kleber
  • Krepppapier/anderes Bastelmaterial zum Dekorieren

Stationenbeschreibung: Wählt einen Karton aus und stellt ihn wieder zu einer Mauer auf. Um ihn hoffnungsvoll und schön aussehen zu lassen, dürft ihr die Kartons vorher noch verschönern: Schreibt Hoffnungsvolles auf die Kartons drauf. Bemalt die Kartons. Beklebt sie. Bastelt kleine Blumen auf sie, was immer euch einfällt. Am Ende freuen wir uns, wenn wir alle gemeinsam eine neu gestaltete, bunte Mauer haben.

Segensstation

Bezug zum Thema: Wir können das, was in unserem persönlichen Leben kaputt gegangen ist, einbisschen wied aufbauen, indem wir zur Segensstation gehen und dort für uns beten lassen und es an Gott abgeben.

(eine ausführliche Beschreibung einer Segens-Station findet sich hier: https://www.jugendarbeit.online/dpf_einheit/segenskoffer/ )

Mauer-Parcour

Bezug zum Thema: Wer ist der Schnellste im Mauer-Aufbau? Nehemia hat in 52 Tagen die Stadtmauer wieder aufgebaut. Sind wir schneller als 52 Sekunden?

Material:

  • Hüttchen
  • Stühle
  • Seil
  • Reifen
  • Kartons oder kleine Steine zum Aufbauen
  • (alles, was euch kreativ einfällt, um einen Parcour aufzubauen)

Stationsbeschreibung: Gegeneinander treten zwei Personen in einem gleich aufgebauten Parcour an. Auf „los“ geht es los und ihr lauft an das eine Ende des Parcours, um den ersten Karton für eure Mauer aufzubauen. Wie in einem Staffellauf geht es dann wieder zurück zur Startlinie. Erneut lauft ihr durch den Parcour, stellt einen weiteren „Mauer-Stein“ auf und lauft dann wieder zurück. Das wiederholt sich so lange, bis die erste Person von euch mit dem Mauerbau fertig ist. Wer hat gewonnen?

Gesprächsimpuls: Gibt es einen Ort in eurer Stadt/ etwas an eurer Schule oder in eurem Zuhause, das ihr gerne neu aufbauen wollen würdet?

Yenga-Turm bauen

Ähnlich wie bei der Parcour-Station kann auch als Familie/Gruppe eine Runde Yenga gespielt werden, um einen Turm aufzubauen.

Einander aufbauen: Ermutigungskarten

Bezug zum Thema: Wir können auch einander aufbauen. Wir können einander Mut schenken, uns Hoffnung geben.

Material:

  • Karten-Vorlagen (beispielsweise zurecht geschnittenes A4-Papier in gewünschter Farbe und Material)
  • Stifte
  • Scheren
  • Kleber
  • Sticker zum Beschreiben

Stationsbeschreibung: Wen möchtest du gerne „aufbauen“? Wem möchtest du Mut machen, nicht aufzugeben? Bastele dieser Person eine Karte und verschenke diese gerne an sie. Vielleicht hast du ermutigende, tröstende, liebevolle Worte, die der Person gut tun könnten?

Easy-Sticks

Bezug zum Thema: Wir kleben Steine aneinander, wie bei einer Mauer. Aber wir schaffen dadurch auch ein hübsches Geschenk für unsere gebasteltete Ermutigungskarten. In die Holzständer können nämlich die gebastelteren Karten aus der vorherigen Station direkt hineingestellt werden.

Material:

  • Easy Sticks (gibt es online zu bestellen)
  • Holzleim
  • Holz-Buchstaben-Alphabet
  • eventuell Trockenblumen zum Verzieren
  • Sticker

Stationenbeschreibung: Die Easy-Sticks werden mit einem Klecks an Holzleim zusammengeklebt. So können Holz-Kartenständer entstehen.

Gesprächsimpuls: Wer sind Menschen in deinem Umfeld, denen Mut fehlt und denen du Mut schenken könntest?

Trotzdem Blumen pflanzen

Bezug zum Thema: Wir können Mauern wiederaufbauen, indem wir Neues pflanzen. Denn auch das gehört dazu. Nicht aufgeben und Hoffnung haben, dass wieder etwas Neues, Schönes wachsen kann.

Material:

  • Blumenerde
  • Schaufel
  • Töpfe
  • Blumensamen
  • eventuell Feuchttücher, Handtücher, Schüssel mit Wasser, um dreckige Hände zu säubern

Stationsbeschreibung: Um Hoffnung symbolisch zu pflanzen, werden hier Blumensamen eingesät. Dafür kommt einbisschen Erde in einen dafür vorgesehen Topf und einbisschen Blumensamen. In den nächsten Wochen könnt ihr beobachten, wie die Blumensamen aufgehen.

Wut zulassen- Scherben zulassen!

Bezug zum Thema: Um Mauern wieder aufbauen zu können, braucht es das auch, dass wir akzeptieren: In unserem Leben ist eben nicht alles gut. Und da sind Dinge kaputt. Und das macht uns
vielleicht traurig oder wütend. Und diese Wut können wir rauslassen, in dem wir bei dieser Station etwas zerschlagen dürfen und aufschreiben dürfen, was denn bei uns kaputt ist und
was uns traurig gemacht hat.

Material:

  • altes Geschirr/Fliesen/Dachziegel
  • Hammer
  • Schutzbrille
  • Zinkwanne, um die Scherben da drin zerschlagen zu können

Stationsbeschreibung: Als Erstes wird eine Schutzbrille aufgesetzt. Nun darf in Begleitung einer erwachsenen Person dürfen Dachziegel/Fliesen/Geschirr zerschlagen werden, sodass Scherben entstehen. Wenn man möchte, kann man vorher auf die Fliesen/Dachziegel/Geschirr auch noch Dinge aufschreiben, die einen wütend machen.

Gesprächsimpuls: Was macht dich gerade so richtig wütend?

Das Tränen-Glas

Bezug zum Thema: Als Nehemia von den zertrümmerten Stadtmauern mitbekommt, wird er sehr traurig. In der Bibel steht, dass er geweint und gefastet hat.

Material:

  • Filzstifte
  • Wasserschale
  • Zettel

Stationenbeschreibung: Manchmal passieren Dinge, die uns sehr traurig machen, die uns verletzen, die uns weh tun. Diese Dinge dürfen wir fühlen und aussprechen. Das ist sogar ganz wichtig. Auf diese Zettel dürft ihr eure Traurigkeit aufschreiben. Euer beschriebenes Blatt dürft ihr dann in die Schale mit Wasser legen und zuschauen, wie die Schrift zerfließt. Gott nimmt unsere Traurigkeit ernst. Er hört uns zu, wenn wir traurig sind. Dadurch werden nicht alle Dinge leichter…aber vielleicht verschwimmen sie einbisschen wie die Farbe hier im Glas.

Feier-Zeit

Zusammenfassung der Stationen und Ende der Nehemia-Geschichte
Wow- vor der Kirche Kunterbunt lag hier noch ziemlich viel einfach kaputt herum, aber gemeinsam habt ihr eine Mauer gehabt. Und es ist nicht irgendeine Mauer, sondern eine
richtig schöne Mauer, eine Hoffnungsmauer. Neemia konnte in der Geschichte tatsächlich auch die Mauer wieder aufbauen. Viele viele Menschen haben geholfen. Aber es war nicht
immer leicht. Manche haben ihn auch ausgelacht, dass er nicht seinen Traum aufgibt. Manche haben es ihm extra schwer gemacht. Aber Nehemia hat nicht aufgegeben.
Was können wir tun, wenn bei uns Dinge kaputt gehen?
I. Wir dürfen traurig oder wütend darüber sein- und es ist auch wichtig, das auszusprechen.
II. Wir dürfen uns Hilfe suchen- Nehemia hat das nicht alleine gemacht. Und auch wir müssen nicht alleine bleiben, wenn schlimme Dinge passieren.
III. Und dann ist es so wichtig, nicht aufzugeben: Eine Mauer zu bauen, kann auch ganz symbolisch verstanden werden. Eine Mauer, die uns schützt davor, dass in einer
Welt, in der viele Menschen hässlich sprechen oder sehr negative Dinge sagen, dass wir uns davon nicht runterziehen lassen. Dass wir uns unsere Freude nicht nehmen
lassen. So eine Schutzmauer wünsch ich mir. Wie diese Hoffnungsmauer. In der Bibel sagt Gott immer wieder, wenn alles ganz schlimm und kaputt und traurig
und dunkel ist :“Fürchte dich nicht. Hab keine Angst.“ und immer wieder zeigt er, dass er Dinge wieder heile, wieder gut, wieder schön machen kann. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Nehemia musste lange warten. Und wir müssen das manchmal auch. Aber es lohnt sich, nicht aufzugeben.
IV. Und dann ist die Frage: wie verlieren wir denn nicht den Mut? In dem wir nicht aufhören, Schönes zu sammeln. Jeden Abend beispielsweise sammele ich Gründe, wofür ich dankbar bin. Selbst an doofen Tagen. Weil es immer auch Gutes gibt. Oder wir können anfangen, Gutes zu tun und einen Unterschied machen. Oder wir können uns einsetzen, dass Kaputtes wieder heile wird

Erbsen-Gebet

Wir probieren das direkt aus, dass ihr Danke-Gründe sammelt. Ihr bekommt ein ErbsenSäckchen mit Erbsen. Nacheinander dürft ihr sie aus dem Säckchen heraus ziehen und als
Familie etwas sagen, wofür ihr dankbar seid. Gerne dürft ihr das Säckchen mit nachhause nehmen und das auch zuhause machen.

Eine ausführliche Beschreibung des Erbsen-Gebetes findet sich hier: https://www.jugendarbeit.online/dpf_einheit/danke-erbsen-gebet/

Segen mit Luftschlangen

Als die Mauer fertig war, wurde natürlich ausführlich gefeiert. Auch wir wollen gemeinsam feiern, dass wir auch nach schweren Zeiten wieder Freude finden können und Hoffnunng da ist. Dafür gibt es den Luftschlangen-Segen.

Eine ausführliche Beschreibung des Segens findet sich hier: https://www.jugendarbeit.online/dpf_einheit/luftschlangen-segen/

STATIONS-ALTERNATIVEN ZU DEM MAUERBAU

(Bilder von der Kirche Kunterbunt Jagstfeld)

Material:

  • Erbsen
  • Säckchen/Tüte für die Erbsen

Beschreibung: Jede Familie/Gruppe erhält ein Erbsen-Säckchen. Je nach Personenanzahl muss auch die Anzahl der Erbsen in dem Säckchen angepasst sein. Nun nimmt nach der Reihe jede Person aus der Familie/Gruppe eine Erbse aus dem Säckchen und sagt, wofür sie dankbar ist. Wenn alle Erbsen aus dem Säckchen genommen wurden, stehen die Erbsen symbolisch für alles, was uns dankbar und froh macht. Für die nächste Danke-Runde können sie nun wieder in das Säckchen wandern.

Idee für Zuhause: Das Erbsen-Gebet ist auch eine Idee für die Familien Zuhause. Beispielsweise könnte die Familie am Ende des Tages ihre Dankbarkeits-Gründe für den Tag finden. Oder ein Kind beendet für sich alleine den Tag mit den einzelnen Erbsen und schaut, wie viele Dankes-Erbsen es an dem Tag sammeln konnte.

(Man benötigt drei noch nicht entrollte Luftschlangen.)

Gott, der Vater, der dich geschaffen, berühre dich mit seiner Liebe.     

(1. Luftschlange wird auf die gegenüberstehende Person gepustet)

Jesus, der Sohn, der mit dir geht, bleibe mit dir verbunden.     

(2. Luftschlange wird gepustet)

Gott, der Heilige Geist, schenke dir Freude und Fröhlichkeit.    

(3. Luftschlange wird gepustet)

So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Kinderfreizeitprogramm

Hier findet ihr Ideen für ein Kinder-Freizeitprogramm zur biblischen Geschichte von Petrus:

Er ist ein ganz normaler Typ. Vielleicht hat er eine etwas große Klappe. Und wenn schon. Er versteht sein Handwerk. Fischen kommt von Können. Jede Nacht wirft er mit seinem Bruder Andreas die Netze aus. Eines Nachts fangen alle Fischer nichts, keinen einzigen Fisch. All die Mühe umsonst!…? Am Morgen danach werden die Netze geputzt. Gleich ist Schicht im Schacht. „Fahr nochmal auf den See wo es am tiefsten ist. Und dann werft eure Netze nochmal aus!“ Jesus, inzwischen bei Petrus ins Boot gestiegen, blickt Petrus freundlich aber bestimmt an. Was sagt Jesus da! Tagsüber fischt man gar nichts!!! Das weiß jedes Kind. Und doch hört Petrus sich sagen: „Wir haben die ganze Nacht nichts gefangen. Aber wenn du es sagst, fahren wir nochmal raus…“

Mit der Geschichte des großen Fischfangs beginnt das Abenteuer, das die Kinder mit Petrus auf einer Freizeit erleben können. Vier weitere spannende Geschichten folgen.

An Petrus hat uns im Redaktionsteam beeindruckt, wie mutig und entschlossen er an Jesu Seite ist und trotz allem Scheitern immer wieder aufsteht. Er ist ein ganz normaler Typ. Und genau solche Menschen lädt Jesus ein zu einer Freundschaft, die trägt. Sogar, wenn es stürmt, die Wellen peitschen und der Untergrund wackelt. Von daher haben wir uns für einen Untertitel zu Petrus entschlossen, der da heißt:

Petrus – mutig durch das Leben stolpern.

Zwei mögliche Freizeitkonzepte sind mitgedacht:

Freizeit ohne Übernachtung vor Ort (5-Sterne-Freizeit)

Ihr könnt die Freizeit z.B. vor Ort in einem Gemeindehaus über 5 Tage machen. Es empfiehlt sich aber dann, einen Platz oder eine Wiese in der Nähe zu haben, damit die Kinder auch raus können und in Bewegung kommen.

Freizeit mit Übernachtung sonst wo (Jungscharfreizeit)

Natürlich kann man das Freizeitprogramm auch für Jungscharfreizeiten nutzen. Dazu haben wir euch ein paar Ideen für das Abendprogramm überlegt. Und man kann natürlich auch eine längere Freizeit daraus machen. Hier wäre es auch denkbar, die Bibelanspiele mehr zu verteilen oder mit weiteren Petrus-Geschichten anzureichern.

Was hier zu finden ist:

  • Programmplan (Übersicht des Freizeitprogramms)
  • Rahmengeschichte (ein Anspiel um das Bibelanspiel herum in der Heute-Zeit)
  • Bibelanspiel (Petrus-Geschichte als fertiges Drehbuch in verschiedenen Rollen mit Requisitenauflistung und Rollenverteilungsplan)
  • Vertiefungen (mit Kindern die biblischen Geschichten in Kleingruppen vertiefen)
  • Ausgearbeitete Programmideen (zu den Themen des Tages passend und teilweise vertiefend)
  • Petrus-Logo (Für Werbung, T-Shirts…)

Vorweg

Diese Rahmengeschichte passt zu den biblischen Anspielen der Petrus-Freizeit. Sie hilft, die biblischen Geschichten in den Alltag der Kinder zu übertragen. Man braucht lediglich zwei Schauspielende Luca (ein Kind um die 10 Jahre) und Kai (ein Studierende/r, der/die am Spielmobil jobbt). Die Kinder können sich in Luca mit seinen Fragen zu den biblischen Geschichten hineinversetzen. Dadurch kommt man ins Nachdenken, was die biblischen Geschichten mit dem eigenen Kinderleben zu tun haben.
Die Rahmengeschichte spielt auf einem Campingplatz. Man könnte dazu als Requisiten einfach ein Van/VW-Bus… mit offener Seitentür als Hintergrund hinstellen. Davor ein Liegestuhl, ein Campingtisch mit Brettspielen, Kartenspielen, Outdoorspielen (Bälle, Schläger, Schwimmfiguren…), evtl. ein Schild, das Kinder zum Mitmachen am Spielmobil einlädt. Luca und Kai könnt ihr sowohl weiblich als auch männlich besetzen.

Und: Viel Spaß beim Spielen! Outdoor-Vorhang auf ;).

Grundidee

Luca und seine/ ihre Familie machen jedes Jahr in den Ferien Urlaub auf dem selben Campingplatz. Dieses Jahr ist aber alles anders. Lucas Eltern wollten mal etwas Neues ausprobieren und haben einen Platz auf einem anderen Campingplatz gebucht. Luca ist ziemlich unglücklich deswegen. Sonst kannte er/ sie schon viele andere Kinder auf dem Campingplatz und hatte sogar Freunde dort, die auch jedes Jahr kamen.
Kai ist Student und hat in den Ferien einen Job auf dem Campingplatz bei der Betreuung des Spielmobils. Er kennt alle möglichen Brett- und Kartenspiele, kann gut jonglieren und Witze erzählen, aber genauso gut kann er zuhören und hat für jegliche Lebenslagen eine passende biblische Geschichte parat. Beim Spielmobil können die Kinder des Campingplatzes sich Spiele ausleihen und werden gut beschäftigt.

Tag 1: Berufung und Fischzug (Lk.5, 1-11)

Rahmengeschichte Teil 1
Kai sitzt cool in einem Liegestuhl vor dem Spielmobil und mischt Karten. Weit und breit ist kein Kind in der Nähe und er guckt sich immer mal wieder um. Luca will an dem Spielmobil vorbeilaufen und Kai spricht ihn/ sie an.

Kai: Ach, hallo du. Lust auf eine Runde Uno, Mau Mau oder was man sonst noch so mit Karten spielen kann?

Luca: Äh, hallo. Meinst du etwa mich?

Kai: Ja, ansonsten ist doch niemand da. Und mit mir selbst kann ich nun mal keine Karten spielen.

Luca: Ähm, ja. Hast du keine Freunde in deinem Alter? Und was ist das hier überhaupt?

Kai: Also, ich heiße Kai und habe wirklich genügend Freunde. Die sind nur nicht hier. Ich arbeite hier beim Spielmobil. Das ist eine neue Idee von diesem Campingplatz, damit Kinder nicht nur einen Spielplatz haben, sondern auch noch viele andere Dinge machen können und dabei von einem Erwachsenen betreut werden, während ihre Eltern am See chillen.

Luca: Okay, das heißt, du bekommst Geld dafür, dass du hier mit mir Karten spielst?

Kai: Im Prinzip ja. Ich jobbe als Student hier. Aber das macht mir auch mega viel Spaß. Hast du nun Lust oder nicht? Und wie heißt du überhaupt?

Luca: Ich heiße Luca.

Kai: Schön, dich kennenzulernen, Luca.

Luca: Du bist der erste, der das hier zu mir sagt. Bisher habe ich noch nicht so viel Kontakt zu den Leuten hier gehabt.

Kai: Das heißt, du bist neu auf dem Campingplatz?

Luca: Ja, wir sind das erste Mal hier und auch erst gestern Abend angekommen. Bisher waren wir immer auf einem anderen Campingplatz. Der war echt cool und da hatte ich schon viele Freunde, die jedes Jahr im Sommer auch da waren. Aber nun wollten meine Eltern mal was Neues ausprobieren und ich bin echt ziemlich traurig, dass ich meine Freunde dieses Jahr nicht sehen kann.

Kai: Ach, du wirst bestimmt viele neue Freunde finden.

Luca: Meinst du? Neue Freunde zu finden ist gar nicht so leicht. Da wird man am Anfang erst mal genau angeschaut. Dann muss man vielleicht was Bestimmtes können oder bei etwas mitmachen, damit man dazugehört.

Kai: Ist das so?

Luca: Klar, kann sicher auch anders laufen. Aber dann muss man Glück haben.

Kai: Oder Vertrauen.

Luca: Wie kommst du denn auf so was?

Kai: Ach, ich habe da gerade nur an so eine Geschichte gedacht.

Luca: An was für eine Geschichte?

Kai: An eine aus der Bibel.

Luca: Der Bibel? Welche Geschichte?

Kai: Also…


Bibelanspiel

Rahmengeschichte Teil 2

Luca: Verrückt. Ich weiß nicht, ob ich da rausgerudert wäre. Mitten am Tag, stell dir vor, das wäre schief gegangen. Alle hätten Petrus ausgelacht.

Kai: Stimmt. Vielleicht wollte er auch mal testen, ob Jesus nur blufft. Oder Petrus hat Jesus einfach vertraut.

Luca: Du bist gut. Einfach dem fremden Jesus vertrauen? Ganz schön riskant.

Kai: Riskant, aber Petrus weiß jetzt, dass Jesus nicht irgendwer ist. Jesus ist einer, auf den man voll zählen kann. Hier beginnt die Freundschaft von Petrus und Jesus. Und Vertrauen war der erste Schritt dazu.

Luca: Jemanden vertrauen, den man noch nicht kennt. Ok. Ich kann ja mal zum See gehen, und schauen, ob da jemand auf mich wartet.

Kai: Mach das mal. Aber zuerst spielst du mit mir noch eine Runde Karten. Biiiiiiiiiitte.

Luca: Na gut, ich habe Erbarmen mit dir.

Kai: Danke, ich lass dich auch gewinnen.

Luca: Das hab´ ich nicht nötig, das schaffe ich auch so. Also, teil´ schon die Karten aus.

Beide spielen Karten.

Tag 2: Sinkender Petrus (Mt.14, 22-33)

Rahmengeschichte Teil 1

Kai sitzt in seinem Liegestuhl und liest ein Buch. Er ist sehr vertieft in seine Lektüre, so dass er gar nicht mitbekommt, wie Luca an ihm vorbeigeht. Luca geht mehrmals vorbei (verschiedene Gangarten – mal hüpfend, mal sich anschleichend, mal trampelnd) bis Luca schließlich direkt vor ihm „Buuh“ macht. Kai erschreckt sich und fliegt fast vom Stuhl bzw. der Stuhl kippt fast um.

Kai: Was in aller Welt machst du da? Erschreck mich doch nicht so!

Luca: Na ja, ich bin mehrfach an dir vorbeigegangen und du hast mich gar nicht beachtet. Und ich musste doch irgendwie auf mich aufmerksam machen.

Kai: Ich war gerade in einer anderen Welt und es war so spannend. Da blende ich dann alles andere aus.

Luca: Wirst du etwa auch fürs Lesen bezahlt?

Kai: Äh, nein.

Luca: Genau, sondern dafür, dass du mit mir was spielst und mir zuhörst.

Kai: Du bist ganz schön clever. Also gut. (Er legt das Buch weg.) Worauf hast du denn heute Lust?

Luca: Eher auf Chillen. Ich hatte heute eine kurze Nacht.

Kai: Erzähl. Wie kam es dazu? Hattest du gestern noch einen schönen Tag? Und hattest du Erfolg am See und hast noch jemanden kennengelernt?

Luca: Ja, allerdings. Da waren Basti, Nina und Samuel. Die sind hier schon eine Woche. Und die sind ganz schön krass drauf.

Kai: Wie meinst du das?

Luca: Na ja, wir haben am See so ein bisschen gesprochen und dann mussten wir irgendwann den Strandbereich verlassen. Nach 19 Uhr ist da kein Rettungsschwimmer mehr und dann darf auch nicht mehr geschwommen werden. Die haben aber gemeint, sie hätten Lust auch mal nachts zu schwimmen und so haben wir uns dann gegen 22 Uhr verabredet.

Kai: Und du hast da mitgemacht?

Luca: Zuerst wollte ich nicht, aber dann haben die mich überredet, dass ich doch kein Feigling sein soll. Dass so eine Mutprobe doch witzig ist. Dass wir gemeinsam Spaß haben.

Kai: Was ist dann passiert? War es ein Spaß?

Luca: Am Anfang schon. Aber dann sind wir etwas rausgeschwommen und es war echt dunkel und ich hab´ plötzlich einen Krampf im Fuß gehabt. Das tat weh, und ich bin fast untergegangen.

Kai: Oh nein, und dann? Ich hätte Panik bekommen an deiner Stelle.

Luca: Zugegeben, ich hatte echt Angst. Und ich konnte noch „Hilfe“ rufen. Da haben mir Gott sei Dank die anderen geholfen. Nina schwamm etwas hinter mir mit ihrer Luftmatratze, die hat Samuel schnell geholt und an der konnte ich mich dann gut festhalten.

Kai: Das ist ja gerade nochmal gut gegangen. Genau wie damals bei Petrus.

Luca: Du meinst, Petrus ist auch mal fast ertrunken?

Kai. Ja, das war knapp. Und es geschah nachts auf dem See. Sogar mitten auf dem See. Also….

Bibelanspiel

Rahmengeschichte Teil 2

Luca: Wie kann man auch so leichtsinnig sein? Nachts bei Sturm aus dem Boot steigen und meinen, man könnte übers Wasser gehen.

Kai: Es hat ja am Anfang geklappt, da hat Petrus sogar ein paar Schritte hinbekommen. Und erst als er auf die Wellen geschaut hat und nicht mehr Jesus im Blick hatte, ist er untergegangen.

Luca: Aber kein Mensch kann doch übers Wasser laufen.

Kai: Na ja, Jesus war ja auch kein normaler Mensch. Sie haben ja dann auch erkannt, dass er Gottes Sohn ist. Und bei ihm waren solche Wunder möglich.

Luca: Aber bei uns sind solche Wunder nicht mehr möglich. Und ich kann so sehr ich auch glaube und vertraue nicht übers Wasser laufen.

Kai: Aber du kannst die Geschichte von damals anders in unser heutiges Leben übertragen. Es geht darum, dass Jesus für dich da sein will, wenn du in einer schwierigen Situation bist.
Z.B. wenn du das Gefühl hast, dass du in deinen Sorgen versinkst. Oder wenn deine Ängste wie Wellen sind, die über dir zusammenbrechen. Dann kannst du Jesus um Hilfe bitten, und er wird dir helfen.

Luca: Und wie bitte ich um Hilfe? Wie sieht die Hilfe denn dann aus?

Kai: Zwei Fragen, auf die es eine Menge Antworten gibt. Meine Antwort auf die erste Frage lautet: mit einem kurzen Stoßgebet. Da reicht es schon zu sagen: „Jesus, bitte hilf mir.“ Und zur zweiten Frage fallen mir gleich mehrere verschiedene Antworten ein. Je nachdem in welcher Situation du bist, sieht die Hilfe dann auch unterschiedlich aus. Manchmal kannst du dir durch eine gute Idee vielleicht selber helfen oder du bekommst neuen Mut und neue Energie und es läuft dann wieder besser. Manchmal helfen dir auch andere Menschen weiter.

Luca: Okay, das wäre mal einen Versuch wert, wenn ich mal wieder ein Problem habe.

Kai: Einfach ausprobieren und dann siehst du weiter… A propos Probieren. Beim Kiosk am See gibt’s eine neue Eissorte und die würde ich gerne mal probieren.

Luca: Und das Spielmobil? Bist du für heute schon fertig?

Kai: Heute ist es so warm, da sind eh alle am See. Ich nehme einfach ein paar Sachen mit und dann können wir Wasserspiele machen – vielleicht haben da ja auch andere noch Lust drauf.

Luca: Hört sich gut an: Eis essen und Wasserspiele machen. Ich bin dabei.

Kai: Dann los an den See.

Beide laufen gemeinsam los.

Tag 3: Fußwaschung (Joh.13, 1-20)

Rahmengeschichte Teil 1

Es regnet in Strömen. Kai sitzt in seinem Liegestuhl und hat einen Schirm aufgespannt. Luca läuft mit Schirm und dreckigen Schuhen vorbei.

Kai: Hi Luca.

Luca: Hallo Kai. Was für ein Sauwetter. Gestern wars richtig heiß und heute dieser heftige Regen. Ich wollte eigentlich heute gar nicht groß raus, aber meine Eltern meinten, es täte mir gut, mal eine Runde zu drehen.

Kai: Ja, heute ist hier nicht so viel los. Die Leute kommen vorbei, um sich Brett- und Kartenspiele auszuleihen und dann wieder in ihrem Zelt, dem Wohnwagen oder dem Mobile-Home zu verschwinden.

Luca: Da haben die Leute recht. Wenn man bei dem Wetter draußen ist, kann man nur nass und dreckig werden. Meine neuen Schuhe sind schon ganz voller Schlamm. Ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass es im Urlaub so stark regnet.

Kai: Sei froh, dass du Schuhe hast. In vielen Ländern haben die Menschen schlechte oder auch keine Schuhe. Oder auch damals, zu Zeiten Jesu, hatten sie oft nur Sandalen und da wurden die Füße ziemlich dreckig. Deswegen gab es auch das Ritual, dass man seine Füße gewaschen hat, wenn man irgendwo zu Gast war.

Luca: Ich möchte gar nicht wissen, wie meine Füße bei diesem Wetter ausgesehen hätten. Und dass die dann jemand waschen müsste oder hat man das selber gemacht?

Kai: Die Ärmeren mussten es natürlich selber machen, aber manche hatten Diener, die dann auch diese Aufgabe hatten: den Gästen die Füße zu waschen.

Luca: Das wäre nichts für mich.

Kai: Ach, da fällt mir eine passende Geschichte von Jesus und Petrus ein.

Luca: Echt? Zu diesem Thema gibt es eine Geschichte? Die will ich unbedingt hören.

Kai: Also…

Bibelanspiel

Rahmengeschichte Teil 2

Luca: Dieser Petrus ist schon ein witziger Typ.

Kai: Wie meinst du das?

Luca: Na ja, zuerst will er sich nicht von Jesus die Füße waschen lassen, weil er Jesus nicht als seinen Diener sieht und dann will er sich komplett waschen lassen und kann nicht genug bekommen.

Kai: Ja, Petrus will immer alles richtig machen und vorne dabei sein. Manchmal schießt er dabei übers Ziel hinaus.

Luca: Aber was will mir die Geschichte heute nun sagen? Fußwaschungen brauchen wir ja nicht mehr und ehrlich gesagt, würde ich das bei keinem anderen Menschen machen wollen.

Kai: Ich glaube, es geht um unseren Umgang miteinander. Wie erleben wir den anderen? Was können wir ihm Gutes tun? Was können wir auch mal freiwillig machen, weil wir wissen, der andere freut sich darüber.

Luca: Mmmh.

Kai: Und Jesus wollte seinen Freunden zeigen, dass er nicht nur der Anführer ist und sagt, wo es lang geht, sondern dass er auch mal für alle dienen und ihnen was Gutes tun kann.

Luca: Anderen etwas Gutes tun… Ganz freiwillig… Mmmh.

Kai: Du schaust gerade als ob du nachdenkst.

Luca: Ich glaube, ich habe gerade eine Idee, wie ich das vielleicht heute noch umsetzen kann.

Kai: Wem willst du noch was Gutes tun?

Luca: Ich glaub meiner Mutter. Aber da bräuchte ich noch etwas Hilfe von dir, und könntest du mir noch was ausleihen aus dem Spielmobil?

Kai: Na klar. Lass uns mal schauen, was du brauchst.

Beide gehen Richtung Spielmobil mit ihren Schirmen ab.

Tag 4: Die Verleugnung (Mt.26, 31-46, 57+58, 69-75)


Rahmengeschichte Teil 1

Kai jongliert mit Bällen/ Tüchern/ Diabolo/ Drehteller. Luca kommt vorbei und schaut ihm begeistert zu.

Luca: Hallo Kai. Ich wusste gar nicht, dass du jonglieren kannst.

Kai: Tja, du weißt auch noch nicht alles von mir. Ich bin voller Überraschungen.

Luca: Kannst du mir zeigen, wie das geht?

Kai: Na klar, komm her. Am Anfang startet man erst mal mit zwei Bällen und erst wenn man das kann, probiert man es mit drei.

Luca probiert es erst mal mit zwei, dann mit drei und die fliegen aber immer überall hin und es funktioniert gar nicht.

Luca: So ein Mist. Ich glaube, ich kann das nicht.

Kai: Bloß nicht den Mut verlieren. Das geht nicht innerhalb von fünf Minuten. Du musst schon dranbleiben und viel üben.

Luca: Okay, Zeit habe ich jede Menge. Die Anderen wollen gerade eh nichts mehr mit mir zu tun haben.

Kai: Wie? Was ist passiert? Gestern warst du doch noch ganz dicke mit Basti, Nina und Samuel?

Luca: Ja, und dann hab´ ich was Blödes zu Basti gesagt, und wir haben gestritten, und nun will keiner mehr mit mir reden.

Kai: Kannst du dich nicht entschuldigen?

Luca: Mmh, ich weiß nicht so recht. Ich glaube, dieses Mal habe ich´s echt verkackt.

Kai: Das hört sich vielleicht jetzt blöd an, aber es gehört zum Leben dazu, dass man mal Fehler macht und auch mal scheitert. Und wenn man dazu steht, geht es auch irgendwie weiter.

Luca: Soso, du redest echt oberschlau daher. Bestimmt gibt es dazu auch eine passende Geschichte von Jesus und Petrus.

Kai: Genau, die gibt es. Petrus hatte ja immer eine große Klappe und wollte alles richtig machen und besser sein als alle anderen. Er hat auch versprochen, Jesus als Freund immer zur Seite zu stehen, egal, was passiert. Aber gerade an jenem Abend ist er daran gescheitert.

Luca:  Ist beim Abendessen noch was Besonderes passiert?

Kai: Das kann man so sagen. Jesus hat seinen Freunden gesagt, dass ihn einer von ihnen verraten wird.

Luca: Verraten? An wen denn?

Kai: An die jüdischen Priester. Ihr Chef, der Hohepriester Kaiphas, glaubte nicht daran, dass Jesus Gottes Sohn ist. Und er hatte Angst, dass plötzlich viele Jesus glauben würden. Dann bräuchte es ihn nicht mehr. Und daher wollte er Jesus was anhängen, damit er aus dem Weg geräumt werden kann. Aber dazu hat er jemanden gebraucht, der ihm zeigt, wo Jesus steckt.

Luca:  Ein Verräter aus den eigenen Reihen also.

Kai:    Genau.

Luca: Hoffentlich nicht Petrus.

Kai: Nein. Aber pass auf, die Jünger sind mit Jesus hinaus in die Nacht gegangen. Und jeder hat sich überlegt, ob Jesus ihn meint mit dem Verrat.

Bibelanspiel

Rahmengeschichte Teil 2

Kai: Da siehst du, der große Petrus ist auch gescheitert und hat seinen Freund verraten.

Luca: Ehrlich gesagt kann ich Petrus voll gut verstehen. Das war ja Selbstschutz. Hätte er sich in der Situation zu Jesus bekannt, wäre er auch dran gewesen. Und das hätte Jesus auch wenig geholfen.

Kai: Das stimmt wahrscheinlich. Aber Petrus war trotzdem sehr enttäuscht von sich, weil er doch so hohe Erwartungen hatte. Und weil er niemals seinen Freund verleugnen wollte. Und dann hatte er erst Angst, war traurig über seine Reaktion und schließlich bestimmt auch wütend. Ein reines Gefühlschaos.

Luca: Und, hat er aufgegeben?

Kai: Nein, er hat weitergemacht und hatte dann noch eine wichtige Rolle bei den ersten Christen. Weißt du, kein Mensch ist perfekt, und Jesus weiß das auch. Es hängt davon ab, wie wir mit unseren Fehlern umgehen. Und wie wir dann weitermachen.

Luca: Ach, ich weiß ja schon, dass es immer irgendwie weitergeht, aber es fühlt sich grade nicht gut an. Und ich hasse dieses Gefühl, mich schlecht zu fühlen und enttäuscht zu sein.

Kai: Versuche es doch mal mit Beten. Da kannst du bei Gott alles loswerden, was dich bedrückt. Und es wird sich schon zeigen, wie es dann weitergeht und was du tun kannst, damit die Freundschaft zu den anderen wieder weitergehen kann.

Und es kann auch erstmal helfen, wenn man sich etwas ablenkt und gemeinsam Spaß hat. Daher probieren wir das mit dem Jonglieren noch mal. Komm …

Luca: Okay. Dann mal los.

Die Zwei starten mit ihrer Jonglier-Übungssession.

Tag 5: Neuanfang am See (Joh.21, 1-17)


Rahmengeschichte Teil 1

Luca kommt mit einer Tüte Fischlis, um die eine Schleife gebunden ist. Er läuft zu Kai und umarmt diesen ganz fest. Kai ist etwas überrumpelt, überrascht. Dann übergibt Luca Kai das kleine Geschenk.

Luca: Hallo Kai. Du bist wirklich der Beste.

Kai: Ähm, hallo Luca. Was ist jetzt schon wieder los? Erst sehe ich dich einige Tage nicht und denke schon, es ist etwas passiert und dann kommst du so und bist so…. anders.

Luca: Wie meinst du das? Weil ich so nett bin und mich bei dir bedanken will?

Kai: Bedanken? Wofür? Also Luca, ich komme gerade echt nicht mehr mit. Ich glaub, du musst mir jetzt mal erzählen, was die letzten Tage los war und warum du so glücklich bist.

Luca: Ich habe deine Tipps einfach mal ausprobiert und siehe da, alles hat sich wieder eingerenkt. Ich habe erst gebetet und Gott meine Situation geschildert und dann habe ich per Zufall – oder vielleicht war es auch Fügung – Nina ganz allein getroffen. Wir hatten ein gutes Gespräch, und es hat sich einiges geklärt. Mit ihrer Hilfe habe ich dann auch wieder mit Basti reden können und wir haben uns versöhnt. Und das fühlt sich einfach gut an.

Kai: Das kann ich verstehen. Wenn man erst dachte, eine Freundschaft ist vorbei wegen einer Streitigkeit und dann gibt es aber einen Neubeginn. Wie wunderbar, dass es so geklappt hat.

Luca: Ja, und als Dankeschön wollte ich dir diese Fischlis mitbringen. Die gibt´s da beim Kiosk. Und irgendwie erinnern die mich einfach an dich und deine Petrus-Geschichten. Na, du weißt schon, die von ganz am Anfang mit dem unglaublichen Fischfang.

Kai: Und weißt du, was das Witzige ist: Die Geschichte, die Petrus mit Jesus erlebt hat, startet mit einem Fischfang und sie endet auch mit einem Fischfang.

Luca: Hä? Wie geht das denn? Petrus hat doch Jesus nicht mehr gesehen, bevor er verurteilt wurde, oder? Und da hatten sie sicher keine Zeit mehr, mal kurz fischen zu gehen…

Kai: Jesus ist doch auferstanden, deswegen feiern wir Ostern, das weißt du schon?

Luca: Na klar, aber ist er nicht nur den Frauen da am Grab erschienen und diesen Emmaus-Jüngern?

Kai: Denen auch, aber eben auch den anderen Jüngern. Die waren am See gemeinsam fischen. Es war wieder eine Nacht, in der sie nichts gefangen hatten. Als sie am frühen Morgen ans Ufer wollten, stand da ein Mann und schickte sie wieder raus. Sie erkannten Jesus erst gar nicht, aber sie folgten seinem Rat, und die Netze waren wieder voll. Erst da erkannten sie ihn. Die Wiedersehensfreude war natürlich groß und sie hatten sich einiges zu erzählen beim Fische anbraten.

Bibelanspiel

Rahmengeschichte Teil 2

Kai: So, das war aber nun die letzte Geschichte. Die ist ein schöner Abschluss.

Luca: Irgendwie witzig: auf der einen Seite das Ende und auf der anderen der Neuanfang.

Kai: So ist es ja meist. Vor allem mit den Ferien. Die sind schneller zu Ende als man einmal blinzeln kann und dann startet die Schule, der Job oder das Studium wieder. Und oft ist es wieder ein Neustart. Man kriegt einen neuen Stundenplan, lernt vielleicht neue Leute kennen oder andere Leute besser.

Luca: Oh man, erinnere mich nicht daran. An das Ende unseres Urlaubs. Leider geht es morgen schon wieder heim. Aber ich habe mir sehr viel vorgenommen für meinen sogenannten „Neustart“.

Kai: Ja, was denn? Erzähl mal.

Luca: Zuallererst will ich zu Basti, Nina und Samuel Kontakt halten und wir wollen uns unbedingt im nächsten Sommerurlaub wiedersehen. Das müssen wir mit unseren Eltern irgendwie geregelt kriegen. Und dann möchte ich auch mit Gott irgendwie in Kontakt bleiben. Ich glaube bei uns im Ort gibt es da auch so eine Gruppe, die sich immer mal wieder trifft.

Kai: Meinst du sowas wie „Jungschar“?

Luca: Ich glaube, das ist es.

Kai: Das hört sich doch gut an. Dann wünsche ich dir bei all dem alles Gute und viel Glück.

Luca: Bist du nächstes Jahr auch wieder da?

Kai: Puuuuh, das ist noch so lange hin. Darüber kann ich noch keine Aussage machen.

Luca: Biiiiiiiiiiitte, das wäre echt superspitzenmäßig.

Kai: Wir werden sehen. Noch eine letzte Runde Mau Mau?

Luca: Weil du es bist…

Beide spielen noch eine letzte Runde.

Hier findet ihr den Programmplan für eine 5-Tages-Freizeit, beliebig abänderbar, verlängerbar und noch mit eigenen Ideen zu ergänzen. Der Plan ist lediglich ein Vorschlag!

Biblischer Bezug und Inhaltliche Ausrichtung:

Diese Kirche Kunterbunt bezieht sich auf den Bibelvers aus Jesaja 40,31a

Aber alle, die auf den Herrn hoffen, bekommen neue Kraft. Sie fliegen dahin wie Adler.“ (Übersetzung: Basisbibel)

Diesen Vers spricht ein Prophet zu den Israeliten in einer Zeit der Hoffnungslosigkeit. Sie waren aus ihrem Zuhause vertrieben, entfernt von dem, was ihnen vertraut, heilig und Schutzraum war. Am Beginn des Kapitels, in dem der Vers 31 steht, wird formuliert: „Tröstet, tröstet mein Volk. Redet herzlich mit Jerusalem, sagt über die Stadt: „Ihre Leidenszeit ist zu Ende, ihre Schuld ist restlos abgezahlt.“ (Jesaja 40, 1-2a- Übersetzung: Basisbibel). Jesaja scheint daran zu glauben, dass die Israeliten wieder an ihren Zuhause-Ort können. Er scheint Vertrauen in diesen Gott zu haben, der neue Kraft schenken kann. Vertrauen in diesen Gott, der in ein Ausweglosigkeit Wege sieht.

Um Fliegen zu lernen, werden Adlerbabys aus dem Nest geworfen. Doch die Elternadler achten auf ihre Adlerkinder. Wenn sie ins Wackeln geraten, werden sie von ihren Eltern aufgefangen. So dürfen die Israeliten sich ermutigen lassen von der Hoffnung auf neue Kraft, aufzufahren mit Flügeln wie Adler und dabei zu wissen: Sie bleiben behütet. Und ebenso dürfen auch wir heute diese Ermutigung mitnehmen: Es gibt Zeiten der Kraftlosigkeit. Doch dieses biblische Wort „Harren/Hoffen“ bedeutet an etwas festzuhalten, dass man aktuell nicht sieht – sich an ein Versprechen zu klammern, das noch nicht geschieht. Vertrauen hat damit auch viel mit Aushalten, mit Geduld zu tun. Und am Ende ist dieses Kraft-Paket Gottes vielleicht genau das: Diese Fähigkeit, geduldig zu bleiben, vertrauensvoll in dem Wissen: Gott ist in allem mit dabei.

Willkommens-Zeit

Eine Idee für das Mitarbeitenden-Team, das früher zum Aufbau kommt, sind Energie-Riegel: Auch das Team soll Kraft erhalten und gestärkt sein. Wie wäre es mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu Beginn?

Begrüßungslied:
Der Adler-Song von family-worship : https://www.youtube.com/watch?v=w5VxIDSXhR4 ( das Lied wird auch später noch einmal in der Feier-Zeit gesungen- deswegen ist es clever, es vorher schon einmal abzuspielen, sodass die Musik bekannter ist).

Namensschilder:
Jede Person erhält ein Namensschild mit einem Adler. Eine Vorlage gibt es hier:

Um auch den kleinen Kindern einen Überblick zu geben, welche Stationen es alles in der Aktiv-Zeit gibt, kann an jede Familie ein Überblick mit allen Stationen und einem Symbol dazu ausgeteilt werden:

Begrüßung mit einem Theaterstück
(Anmerkung: vielleicht kann die Adler-Kind-Rolle tatsächlich ein Kind der Kirche Kunterbunt spielen?)

Adlerbaby: Okay, heute schaffe ich es. Heute traue ich es, zu springen.

                  (steht am Rand einer Anhöhe) Puh…ne…ne…das ist mir doch zu hoch.

                  Ne…das kann ich nicht. Mama hat zwar gesagt, dass ich springen kann…

                  aber die hat bestimmt nicht gewusst, dass es wirklich sooo hoch ist…

                  aber wobei…die springt doch auch immer hier herunter. Dann muss sie

                  doch wissen, wie hoch das ist… aber nein…nein, das ist zu hoch.

                  Vielleicht sollte ich wenigstens einen Schritt nach vorne gehen (wackelt

                  plötzlich, wird unsicher und fällt hin). Aua- aua, das hat weh getan.

Adler-Mama: Alles in Ordnung?

Adlerbaby:  Nein, nichts ist in Ordnung. Ich schaffe es nicht, zu springen.

Adler-Mama: Doch, du kannst das schaffen.

Adlerbaby:   Nein, siehst du doch!

Adler-Mama: Aber ich glaub an dich.

Adlerbaby:  Toll- ich aber nicht an mich. Ich glaube, meine Beine sind einfach zu

                     schwach. Ich habe einfach keine Kraft.

Adler-Mama: Du wirst es schaffen. Vertrau mir.

Moderation: Oh weh – was glaubt ihr? Wird das Adlerbaby sich trauen, zu springen?

                    (Familien antworten lassen) Wir werden mal schauen, was in der Feier-Zeit

                    passiert und ob das Adlerbaby wirklich gesprungen ist. Heute in der Kirche-

                    Kunterbunt geht es um ein Zitat aus der Bibel „Aber die auf den Herrn hoffen,

                    bekommen neue Kraft, dass sie auffliegen wie Adler.“ (am besten ist der

                    Vers auf eine Beamer-Leinwand projiziert zum Mitlesen)

                    Heute geht es also darum, wie wir Kraft finden können. Und wie wir auch

                    Vertrauen erlernen. Und dafür haben wir verschiedene Stationen für euch vorbereitet und sind gespannt, was ihr alles entdecken werdet-

                    (als Nächstes werden die Stationen vorgestellt)

Aktiv-Zeit

Station: Schuhkarton – Tischkicker

Themenbezug: Vertrauen hat viel mit Geduld zu tun. Viel Freude bei diesem Fußball-Geduldsspiel!

Material:

  • Schuh-Kartons in Anzahl der Familien ( Tipp: in Schuhgeschäften nachfragen)
  • Stifte
  • Plastikbälle
  • Strohhalme
  • Schere

Stationsbeschreibung:

Aus einem Schuhkarton wird ein Tischkicker gebastelt. Dafür werden in die untere Hälfte des Schuhkartons zwei Tore geschnitten und ein kleines Loch auf jeder Längsseite für den Strohhalm. Dann wird auf den Boden des Schuhkartons mit Edding ein Fußballfeld gemalt. Die Strohhalme werden durch die Löcher gesteckt und das Spiel kann losgehen: viel Spaß!

Station: Treppen-Lauf

Themenbezug: Wir alle kennen Zeiten der Kraft und Leichtigkeit und Zeiten, in denen es schwer ist. In diesem Parcour dürfen wir darüber nachdenken, was aktuell schwierig und schwer ist und genauso sammeln, was uns Leichtigkeit und Freude gibt.

Material:

  • Kunstfedern
  • Schukarton 2x
  • Kleine Steine
  • Treppe (am besten wird die Station bei einer Treppe durchgeführt)

Stationsbeschreibung:
Zwei Personen dürfen sich einen Schuhkarton nehmen. In diesen Schuhkarton dürfen sie Steine packen, die symbolisch für das stehen, was aktuell schwierig und schwer im Leben ist. Wenn Familienmitglieder die Station gemeinsam machen, dürfen sie sich austauschen: was ist denn für dich aktuell schwer? Der gefüllten Schuhkarton mit den Steinen wird nun die Treppe heruntergetragen. Unten angekommen, steht eine mitarbeitende Person, nimmt die Steine und sagt „Gott möchte unsere Schwere nehmen und uns Leichtigkeit geben.“ Und dann legt sie anstelle der Steine Federn in die Kisten. Nun darf mit der leichten Feder-Kiste wieder nach oben gelaufen werden.  

Station: Erinnerungsarmband

Themenbezug: Vertrauen braucht Erinnerung – dafür sind diese Armbänder da.

Material:

  • Buchstabenperlen
  • Gummiband

Stationsbeschreibung:
Um sich immer wieder daran zu erinnern, dass Gott uns Kraft schenken möchte, dürft ihr euch ein Erinnerungsarmband oder einen Schlüsselanhänger basteln. Fädelt dafür Buchstabenperlen auf mit beispielsweise der Ermutigung „Gott gibt mir Kraft.“

Gesprächsimpuls: Was schenkt dir neue Kraft? Was hat dir in deinem Leben schon Kraft gegeben?

Station: Erzählzelt in Strandmuschel

Material:

  • Strandmuschel
  • Kissen
  • Decken
  • Lichterkette

Stationsbeschreibung:  
Eine Hoffnungsgeschichte wird in dieser Strandmuschel erzählt. Die Geschichte „Wie ein Adler“ kann dafür verwendet werden.
Die Klopapier-Adler haben hier einen Platz und können mit verwendet werden.

Station: Segens-Station

Material:

  • Segenskoffer mit Ermutigungskarten und Öl
  • Plätze zum Sitzen

Stationsbeschreibung:
Hier wird jede Person einzeln für sich gesegnet. Wichtig ist dabei, dass die Erwachsenen sich genauso angesprochen fühlen, wie die Kinder und es für Kinder und Erwachsene einzelne Segenszusprüche gibt.

Station:  Klopapierrollen-Adler basteln

Themenbezug: Adler-Erinnerung

Vorbemerkung: diese Klopapier-Adler können für das Erzählzelt genutzt werden.

Material:

  • Klopapier-Rollen
  • Wackel-Augen
  • Buntfarbige Pappe
  • Federn
  • Klebestifte

Stationsbeschreibung:
Hier dürft ihr eure eigenen Adlerbabys basteln – so bunt, wie es euch gefällt. Dafür wird die Klopapierrolle mit einer bunten Pappe beklebt. Ein dreieckiger Schnabel wird aufgeklebt, Wackelaugen befestigt und dann kommen die Federn mit Kleber an die Seiten der Klopapierrolle.

Gesprächsimpuls: Was denkst du denn, was zeichnet Adler aus? Weißt du einbisschen etwas über Adler?

Station: Kraft messen

Themenbezug: Hier wird die physische Kraft gemessen.

Material:

  • Box-Station
  • Kissen

Stationsbeschreibung:
Bei der Box-Station darfst du deine körperliche Kraft einmal messen. Wie stark schaffst du es auf den Boxsack einzuschlagen? Ebenso dürft ihr zu zweit das Kissen zwischen euch mit den Händen festhalten – stemmt euch nun dagegen – wer ist denn stärker?

Gesprächsimpuls: Wie fühlt sich das für dich an, stark zu sein? Wärst du gerne stärker?

Station: Adler-Fakten

Themenbezug:  Wie können wir von Adlern lernen? Indem wir mehr über sie erfahren und deswegen gibt es hier die Möglichkeit, immer mehr über Adler zu erfahren.

Material:

  • Fakten-Zettel für jede Person
  • Adler-Fakten auf einem Überblick
  • Ausgeschnittene Adler

Stationsbeschreibung:
Hier sind lauter Adler versteckt. Immer wieder dürfen diese Adler gefunden werden. Ist ein Adler gefunden, darf man zu einer bestimmten Stelle oder zu einer bestimmten Person laufen. Dort wird einem ein Fakt über den Adler verraten, den man auf seinem Fakten-Zettel notiert. In der Feier-Zeit wird verkündigt, wer die meisten Adler und damit Adler-Fakten gesammelt hat.

Adler-Fakten:

  • Adler gehören zu den größten Greifvögeln der Welt.
  • Steinadler – die größten Raubvögel Nordamerikas – können im Sturzflug bis zu 320 Stundenkilometer schnell werden. Sie zählen damit nach den Wanderfalken als zweitschnellste Vögel der Welt.
  • Während der Mensch höchstens ungefähr 50 Meter weit sehen kann, erkennen Adler ihre Beute noch aus mehreren Kilometern Entfernung.
  • Ob Steinadler, Seeadler oder Fischadler – sie alle bleiben in der Regel ein Leben lang mit ihrem Partner zusammen, führen also sozusagen eine monogame, treue Dauerehe.
  • Abgesehen von Krankheiten oder Milben haben Adler keine natürliche Feinde.
  • Das Nest von Greifvögeln nennt man Horst.
  • Bis zu 40 Jahre kann ein Seeadler werden.

Gesprächsimpuls: Was findest du spannend an Adlern? Was magst du an ihnen?

Station: Kraft-Parcour

Material:

  • Stühle
  • Pillone
  • Seile
  • Gewichte

Stationenbeschreibungen:
Mit Stühlen, Pylonen, Seilen wird ein Parcours gebaut. Diesen Parcours darf jede Person einzeln ablaufen. Dabei wird die Zeit gemessen. Zusätzlich darf man während dem Parcours Gewichte transportieren. Wer schafft es mit den Gewichten in der schnellsten Zeit den Parcours zu laufen?

Feier-Zeit

Theaterstück

  1. Szene: Adlerbaby und Adlermama

(Adler-Baby steht am Rand)

Adler-Mama: Und bist du jetzt bereit?

Adler-Baby: Bereit wofür?

Adler-Mama: Zu vertrauen?

Adler-Baby: Was bedeutet denn eigentlich Vertrauen?

Adler-Mama: Das schauen wir uns doch mal an:

2.Szene Stress im Alltag

Eine Person kommt mit einem großen Wäschekorb auf die Bühne

Person 1: Wie soll ich das denn jetzt nur machen? Ich habe wirklich keine Zeit,

                 Wäsche zu waschen, Muffins für den Geburtstag zu backen, die

                 vier Geschenke einzupacken und dann auch noch die Bewerbung zu   

                 schreiben.

Person 2: Boah..du bist ja suuuper gestresst.

Person 1: Ja natürlich bin ich gestresst. Weißt du, was ich alles heute machen

                 muss? Und es geht nicht nur um das, was ich machen muss, sondern

                 …ach ich mach mir wirklich Sorgen: was ist, wenn ich keinen guten

                Job mehr für mich finde.

Person 2: Ich hab einen guten Vers für dich:

                 Allen die auf Gott hoffen, werden Kraft bekommen wie Adler.

Person 1: Ich kann jetzt wirklich KEINEN guten Spruch gebrauchen.

                Ich brauche keinen Spruch über Kraft, ich brauche Kraft.

                Nein, eigentlich muss ich mich zweiteilen.

                Und wirklich…ich …ich muss einfach wissen, dass irgendwann

                alles gut werden wird.

Person 2: Na aber das ist es doch gerade.

Person 1: Hm? Was denn jetzt?

Person 2: Naja, es geht eben in dem Vers darum, dass du nicht die ganze

                 Zeit auf dich schaust und das, was du nicht alles kannst und das,

                 was dir alles Sorgen macht, sondern um das, was Gott kann.

                 Und selbst, wenn du es gerade nicht siehst…ich bin sicher, dass

                 er schon eine Lösung für dich bereit hat.

Person 1:  Schön, wenn Gott eine Lösung hat, aber ich sehe sie eben nicht.

Person 2: Na, aber darum geht es doch um Vertrauen und um Hoffen:            

                 Dass etwas nicht da ist und wir…glauben trotzdem daran, dass

                 es möglich sein wird.

                 Und für heute…für heute machst du einfach nur den ersten Schritt.

                 Und alles, einen Schritt nach dem Anderen. Komm, ich backe für

                 dich die Muffins.

3.Szene: Adlerbaby

Adler-Mama: Vielleicht siehst du gerade noch nicht, dass du das schaffst mit

                      dem Fliegen: aber ich sehe es…und du darfst daran glauben.

Adler-Baby:    Und was bedeutet daran glauben?

Adler-Mama  : Dass du es heute einfach noch einmal probierst.

Adler-Baby     : Okay…( atmet tief aus ) Na gut, ich probiere es noch einmal…

(Adler-Baby springt und schafft es zu fliegen)

Lied: Adler-Song von FamilyWorship (findet sich auch in der YouTube und Spotify-Playlist)

Zuspruch-Karten und Traubenzucker-Segen

Als Gebet und Segen gibt es für jede Person eine Zuspruch-Karte und ein Traubenzucker-Stück. Um keine Unruhe hineinzubringen, sind die Traubenzucker-Stücke und die Karten schon in kleine Boxen vorbereitet und werden gemeinsam verteilt. Es gibt Zuspruch-Karten für Erwachsene und Zuspruch-Karten für Kinder.

Material:

Anmoderation: Hoffen bedeutet an etwas festzuhalten, was man aktuell noch nicht sieht. An ein Versprechen festzuhalten, dass sich noch nicht erfüllt hat. Damit ihr etwas zum Festhalten habt, dürft ihr euch ein Versprechen ziehen und euch das als Familie vorlesen. Es gibt Zuspruch für Kinder und für Erwachsene.

Segen: Trauben-Zucker-Segen

Auch dann, wenn du Kraft verlierst- auch dann, wenn du müde bist, bist du nicht alleine.

Gott ist mit dir. (Traubenzucker-Stück auspacken)

Er möge dir neue Kraft geben, wie einem Adler (Traubenzuckerstück essen).

Es segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

Ideen für Zuhause

Die Ermutigungskarten sind auch eine Idee für Zuhause: Dann, wenn man Kraft verliert und es braucht, sich an etwas festzuhalten, darf man sich in die ermutigenden Worte klammern. Vielleicht findet die Ermutigungskarte deswegen einen besonderen Platz im eigenen Zuhause?

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