Einheit: ArrowTag / Der neue Funsport

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-300 Min. (Vorbereitung: 90-120 Min.)
Materialarten: Geländespiel, Sport
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Schutzbrillen, Mützen, festes Schuhwerk, Langarm-Sweetshirt, Pfeile, Bogen, Zielscheibe

1. Vorbemerkungen

Neue Trendsportart ArrowTag verbindet Fun, Sport, Adventure und fordert jede Menge Teamgeist.

ArrowTag oder auch ArcheryTag ist vergleichbar mit Völkerball, wird aber mit speziellen Pfeilen und Bögen gespielt.

2. Zielgedanke

Ziel ist es, alle fünf Spots (Dosen) aus der Zielscheibe des Gegners herauszuschießen oder alle Gegner in einer Spielrunde zu eliminieren. Gelingt das, endet die Spielrunde sofort.

3. Einstieg

Vorbereitungen zum Spiel

Entweder ihr geht in einen Sportpark, der ArrowTag anbietet (Achtung, hier gelten oft andere Regeln als nachfolgend beschrieben) oder ihr leiht euch ein ArrowTag-Set z. B. beim ECJA aus oder ihr bastelt euch ein paar Bögen (siehe Anleitung) und kauft ArrowTag-Pfeile. Kostenpunkt: rund 8 – 12 € das Stück. Wichtig: Niemals Pfeile selber basteln – extreme Unfallgefahr!

Weiter solltet ihr bei einem selbst gebastelten ArrowTag-Set darauf achten, dass beim Spiel jeder eine Brille (Schutzbrille), eine Mütze auf dem Kopf, festes Schuhwerk und ein „Langarm-Sweetshirt“ trägt.

Im Normalfall spielt man 5 gegen 5. Ist aber beliebig erweiterbar. Weniger als 4 gegen 4 ist nicht zu empfehlen.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass mit den Spielgeräten (Pfeile, Bogen, Zielscheibe) sorgfältig umgegangen wird. Defektes Material sofort aussortieren!

Spielfläche

Am besten spielt sich ArrowTag auf einem relativ freien Gelände (ca. Völkerballgröße bei 5 : 5), mit vereinzelten Bäumen oder anderen Schutz- und Versteckmöglichkeiten. Es können auch Schutzbereiche errichtet werden, z. B. mit Mülltonnen (bitte keine Hindernisse mit Stolperfallen wie z. B. hochgestellte Bierzeltgarnituren à Unfallgefahr).

Das Spielfeld wird vorbereitet. Die Zielscheiben (können auch einfach fünf leere Dosen sein) kommen eher an das Ende der zwei Spielfelder. Eine Mittellinie wird durch Absprache oder durch eine sichtbare Linie errichtet. Auf diese Linie kommen zu Spielbeginn alle Pfeile. Die Anzahl der Pfeile entspricht ca. 3-mal der Anzahl der Spieler auf dem Feld.

4. Hauptteil

Spielregeln

Start: Alle Spieler befinden sich auf der Grundlinie und rennen auf „LOS“ zur Mittellinie, greifen sich ein paar Pfeile und versuchen dann, das Ziel des Spieles zu erreichen.

Ein Spieler wird „eliminiert“, wenn er von einem Pfeil getroffen wird, egal wo! Der Spieler muss sofort in sein eigenes Spielfeld zurücklaufen und dort langsam von 10 runterzählen. Dies wird verdeutlicht, indem er beim „Zurücklaufen“ seinen Bogen über seinem Kopf waagerecht hält und in seinem eigenen Spielfeld in die Hocke geht. Wird er in seinem eigenen Spielfeld getroffen, geht er einfach in die Hocke und zählt langsam von 10 runter. In dieser Zeit ist der Spieler eliminiert und darf keine weitere Aktion durchführen oder den Gegner in irgendeiner Weise behindern.

Erweiterung

Ziel des Spieles ist es, nicht nur alle fünf Spots (Dosen) aus der Zielscheibe des Gegners herauszuschießen, sondern auch noch in das eigene Spielfeld zu transportieren. Wird man unterwegs abgeschossen, muss der Spot (Dose) an Ort und Stelle liegen gelassen und kann vom Gegner wieder zurück gebracht werden.

5. Abschluss

Unsere Erfahrungen: Wir haben ArrowTag auf unserem Jugendcamp mit ca. 500 Leuten auf einmal gespielt und uns dazu ein Szenario ausgedacht. Für die Jugendarbeiten vor Ort haben wir ein professionelles ArrowTag-Set für 12 Personen gekauft. Dieses wird ganz unterschiedlich eingesetzt. Von evangelistischen Einladeaktionen bis Stadt- oder Dorffesten oder einfach nur für Teambildung und/oder gemeinsamer Action im Teen- und Jugendkreis. Insgesamt kann man sagen, es macht jede Menge Spaß, unterscheidet sich nochmals deutlich von Lasertag und Paintball und man kann es sehr gut und einfach in vielen und für viele Bereiche einsetzen.

Bei Einhaltung der Regeln ist das Spiel grundsätzlich sehr sicher und es besteht wenig Unfallgefahr, da es u. a. keinen Körperkontakt zwischen den Mannschaften gibt.

Skizze:

  • Autor / Autorin: Christhard Bidlingmaier
  • © Deutscher EC-Verband