Außergewöhnliche WunderAußergewöhnliche Wunder

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Einheit: Außergewöhnliche Wunder

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 40-50 Min. (Vorbereitung: 50-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppe: Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Legobilder, Gegenstände (zur Verkündigung), Löffel, Schnur, Memory, Wäscheklammern
Bibelstelle: 2. Könige 4,8-37
  • Das zweite Buch der Könige (2.Kön 4,8-37)

Elisa verheißt der Schunemiterin einen Sohn und erweckt das tote Kind

8 Und es begab sich eines Tages, dass Elisa nach Schunem ging. Dort war eine reiche Frau; die nötigte ihn, dass er bei ihr aß. Und sooft er dort durchkam, kehrte er bei ihr ein und aß bei ihr.

9 Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe, ich weiß, dass dies ein heiliger Mann Gottes ist, der immer hier durchkommt.

10 Lass uns ihm eine kleine gemauerte Kammer oben machen und Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt.

11 Und es begab sich eines Tages, dass Elisa dort einkehrte und sich oben in die Kammer legte und darin schlief.

12 Danach sprach er zu seinem Diener Gehasi: Ruf die Schunemiterin! Und als Gehasi sie rief, trat sie vor ihn.

13 Elisa aber sprach zu Gehasi: Sage ihr: Siehe, du hast uns all diesen Dienst getan; was soll ich dir tun? Brauchst du Fürsprache beim König oder beim Feldhauptmann? Sie sprach: Ich wohne unter meinen Leuten.

14 Elisa sprach: Was soll ich ihr dann tun? Gehasi sprach: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.

15 Er sprach: Ruf sie her! Und als er sie rief, trat sie in die Tür.

16 Und er sprach: Um diese Zeit übers Jahr sollst du einen Sohn herzen. Sie sprach: Ach nicht, mein Herr, du Mann Gottes! Täusche deine Magd nicht!

17 Und die Frau ward schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit übers Jahr, wie ihr Elisa zugesagt hatte.

18 Als aber das Kind groß wurde, begab es sich, dass es hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging

19 und sprach zu seinem Vater: O mein Kopf, mein Kopf! Er sprach zu einem Knecht: Bringe ihn zu seiner Mutter!

20 Und der nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter. Und er saß auf ihrem Schoß bis zum Mittag, da starb er.

21 Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schloss hinter ihm zu und ging hinaus

22 und rief ihren Mann und sprach: Schicke mir einen der Knechte und eine Eselin; ich will eilends zu dem Mann Gottes und bald zurückkommen.

23 Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute weder Neumond noch Sabbat. Sie sprach: Es ist gut!

24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knecht: Treib an und halte mich nicht auf beim Reiten, bis ich dir's sage!

25 So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel.

Als aber der Mann Gottes sie kommen sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: Siehe, die Schunemiterin ist da!

26 So lauf ihr nun entgegen und frage sie, ob es ihr, ihrem Mann und ihrem Sohn gut gehe. Sie sprach: Gut!

27 Als sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, umfing sie seine Füße; Gehasi aber trat herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach: Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der Herr hat mir's verborgen und nicht kundgetan!

28 Sie sprach: Wann hab ich einen Sohn erbeten von meinem Herrn? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht täuschen?

29 Er sprach zu Gehasi: Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin, und wenn dir jemand begegnet, so grüße ihn nicht, und grüßt dich jemand, so danke ihm nicht, und lege meinen Stab auf des Knaben Antlitz.

30 Aber die Mutter des Knaben sprach: So wahr der Herr lebt und so wahr du lebst: Ich lasse nicht von dir! Da machte er sich auf und ging ihr nach.

31 Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben aufs Antlitz: da war aber keine Stimme und kein Aufmerken. Und er ging zurück Elisa entgegen und sagte ihm: Der Knabe ist nicht aufgewacht.

32 Und als Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett.

33 Und er ging hinein und schloss die Tür hinter sich zu und betete zu dem Herrn

34 und stieg aufs Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über ihn; da wurde des Kindes Leib warm.

35 Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal; danach tat der Knabe seine Augen auf.

36 Und Elisa rief Gehasi und sprach: Ruf die Schunemiterin! Und als er sie rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da, nimm hin deinen Sohn!

37 Da kam sie und fiel nieder zu seinen Füßen und neigte sich zur Erde und nahm ihren Sohn und ging hinaus.

In der Elisageschichte wird von außergewöhnlichen Wundern berichtet. Diese Geschichte wird mit Legobildern erzählt und mit verschiedenen Methoden wird die Geschichte in die Lebenswelt der Kinder übertragen.


Vorschau:

Hinführung

Idee 2: Minitheaterstücke
Wir führen zwei kleine Theaterstücke zum Thema Gastfreundschaft auf. Dabei gibt es ein gutes und ein schlechtes Beispiel. Person A klingelt. Person B macht die Türe auf und reagiert total wütend, ist verärgert, dass hier jemand seine Mittagsruhe stört. Im anderen Beispiel bittet er Person A herein, bietet ihr etwas zu trinken an … Je nachdem, wie fit die Kinder sind, kann das Ganze auch rein pantomimisch dargestellt werden. Anschließend folgt ein kurzer Dialog mit den Kindern über das Gesehene mit der Überleitung zur Geschichte.

Verkündigung
Erzählung mit Legobildern
Wir erzählen die Geschichte anhand der Legobilder. Die wörtliche Rede kann auch von einem anderen Mitarbeiter gelesen werden.
(Bild 1) Elisa und Gehasi waren normalerweise immer gemeinsam unterwegs. Elisa hatte dann seinen Stab bei sich und Gehasi, sein Diener, war immer an seiner Seite und erfüllte alles, was Elisa ihm auftrug. Eines Tages kamen sie nach Schunem, (2) wo eine wohlhabende Frau lebte. Sie sah Elisa und Gehasi kommen und lud sie zum Essen bei ihr ein. (3) So aßen sie jedes Mal, wenn Elisa in die Stadt kam, bei der Frau. Nachdem Elisa und Gehasi weitergezogen waren, (4_0) sprach die Frau zu ihrem Mann: (4_1) „Ich bin sicher, dass der Mann, der oft zu uns kommt, ein heiliger Bote Gottes ist!“ Dieser stimmte ihr zu: (4_2) „Ja, das denke ich auch!“ Sie fragte: (4_3) „Wollen wir ihm nicht im oberen Stockwerk ein kleines Zimmer einrichten?“ Ihr Mann schlug gleich vor: (4_4) „Ja, wir stellen ihm ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und eine Lampe hinein. Dann kann er sich zurückziehen und etwas ausruhen, wenn er uns besucht.“ So richteten sie das Zimmer ein und als Elisa mit Gehasi wieder mal nach Schunem kam, (5) zeigte die Frau ihnen (5_1) das neue Zimmer. (6) Elisa und Gehasi ruhten sich erst mal aus. (7_0) Nachdem sie sich ausgeruht hatten, sagte Elisa zu Gehasi: (7_1) „Gehasi, geh zu unserer Gastgeberin und sag ihr: Du hast dir für uns so viel Mühe gemacht. Können wir auch etwas für dich tun?“ Aber Gehasi fragte: (7_2) „Was können wir ihr denn schon Gutes tun?“ Elisa hatte schon eine Idee: (7_3) „Wir können zum Beispiel ein gutes Wort beim König für sie einlegen.“ (8_0) Mit dieser Aufgabe ging Gehasi nach unten und sprach mit der Frau: (8_1) „Du hast die für uns so viel Mühe gemacht. Können wir auch etwas für dich tun?“ Aber sie sagte: (8_2) „Ach, es geht mir doch gut. Ich habe so viele Verwandte hier in der Stadt.“ (9_0) Gehasi ging wieder nach oben zu Elisa und berichtete ihm, was die Frau gesagt hatte: (9_1) „Sie sagt, es gehe ihr gut und sie brauche nichts.“

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  • Autor / Autorin: Johannes Weller
  • © Deutscher EC-Verband

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