Blick nur für den Einen, für die Eine?Blick nur für den Einen, für die Eine?

Einheit: Blick nur für den Einen, für die Eine?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90-120 Min. (Vorbereitung: 20-40 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Geschenke (je TN), 2 Laptop (um die Videos abzuspielen)

Diese Bibelarbeit behandelt Jesu Worte zum Thema Ehebruch in der Bergpredigt. Viele Fragen werden gestellt und beantwortet, Informationen und Diskussionsgrundlagen an die Hand gegeben. Ein umfassender Methodenteil hilft, dieses herausfordernde Thema mit einer Gruppe zu besprechen.


Vorschau:

1 Erklärungen zum Text

Unser Text, Jesu Rede, ist ein Teil der Bergpredigt. Es sind die Jünger, die er lehrt. Aber wir sehen am Ende der Bergpredigt, dass das ganze Volk ihn hören konnte. Doch wie reagiert das Volk? Siehe dazu Kap. 7, 28f.

Es hat die Mithörer einfach überfordert, denn sie wollten durch ihre eigene Gesetzesgerechtigkeit gerecht werden und merkten nicht, dass auch das eine Überforderung ist; dass nämlich kein Mensch alle Gebote halten kann, sondern dass es Gnade ist, wenn der Mensch Kraft bekommt, danach zu leben. Oder anders gesagt: Jesus lehrte mit Vollmacht. Alle konnten ihn hören, aber nicht alle konnten seine Worte halten, sondern nur diejenigen, in denen der Geist Gottes wohnte!

Vers 27 “Was gesagt worden ist“ – Jesus bezieht sich auf das 7. Gebot: „Du sollst nicht Ehe brechen“ (2. Mose 20,14 u. 5 Mose 5,18).

Vers 28 „…wer eine Frau begehrlich ansieht…“ Jesus bricht das 7. Gebot ganz herunter. Er geht bis zur Wurzel des Ehebruchs. Ehebruch beginnt bereits beim begehrlichen Anblick des anderen Geschlechts: „Ach, ist diese Frau, dieser Mann heiß“. Begierden, Wünsche, Gefühle, Gedanken haben nach der Bibel ihren Sitz im Herzen. Das Alte Testament sagt, dass das Herz des Menschen von Jugend auf böse ist (1. Mose 8, 21).

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Bedeutung für heute

Über Ehebruch und Ehescheidung mit der Radikalität zu sprechen, mit der es Jesus in der Bergpredigt formuliert, ist eine Herausforderung und ich bin mir sicher, dass in den meisten Kreisen sehr kontrovers diskutiert wird. In jeder Gruppe sind Personen, die eine Scheidung und ihre Folgen aus nächster Nähe erlebt haben: Solche, die selbst bereits untreu waren, die Untreue erfahren oder gar Scheidung hinter sich haben. Solche, die Opfer von sexuellem Missbrauch waren und solche, die mit den Bedürfnissen der Sexualität schwer umgehen können. Deshalb empfehle ich, das Thema so anzugehen, dass man sich der Herausforderung bewusst und gut vorbereitet ist.

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Methodik für die Gruppe

Warming-up

Der Leiter, die Leiterin bereitet kleine Geschenke für die Gruppe vor. Da Weihnachten noch nicht so lange her war, soll dies als Anlass genommen werden, Geschenke nachzureichen. Es geht um Kleinigkeiten. Seid kreativ! Wenn euch etwas Humorvolles einfällt, noch besser. Es soll vorher erfragt werden, wer zum Treffen kommt. Auf jedes Geschenk wird ein Name aufgeschrieben. Einige Geschenke sollen noch bereit liegen, falls unangemeldete Teilnehmer auftauchen. Schnell kann man dann den Namen dranschreiben.

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  • Autor / Autorin: Edit Szilágyi
  • © Deutscher EC-Verband

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