Nummer 2 gewinnt!Nummer 2 gewinnt!

Einheit: Nummer 2 gewinnt!

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 75-89 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialarten: Ideensammlung, Spiel(e)
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellungen: 5 Sterne Sommer, Jakob
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigtes Material: Materialliste im Anhang

Ein Spiel mit anderem Ausgang, als erwartet

Bei diesem Spiel ist eines anders. Sieger/ in ist nicht – wie gewohnt – der/ die Erste, sondern der/ die Zweite. Wie in der Geschichte der Brüder Jakob und Esau, „gewinnt“ hier die „Nummer Zwei“. Wichtig: Die Spielteilnehmenden wissen das im Vorfeld nicht. Dementsprechend darf der Titel des Spiels nicht veröffentlicht werden (sonst ist der Witz weg (-:).

Dieses Spiel wird als Stationenlauf jeweils in Teams ausgeführt. Dabei ist sowohl die Gruppen- als auch die Teamgröße sehr variabel; so auch die Reihenfolge der Spiele. Natürlich kann man sich weitere Stationen überlegen, falls man länger spielen will. Als Spielort ist eine große Wiese ideal, wo man alle im Blick behält. Denkbar ist auch ein Gemeindehaus mit mehreren Stationen in und um das Haus verteilt. An jeder Station ist ein Mitarbeitender.

Beim Stationenlauf bekommt jedes Team einen Laufzettel mit den Stationen.

Die Reihenfolge, wann welche Gruppe an welcher Station ist, kann auf dem Laufzettel im Vorhinein in die erste Spalte eingetragen werden. Die Mitarbeitenden an den Stationen tragen jeweils das Ergebnis ein. Am Ende werden alle Spiele für sich verglichen und eine Reihenfolge festgesetzt (wer wurde 1., 2., 3. usw.). Diese Zahl ist in der letzten Spalte einzutragen. Dann werden pro Zettel alle Ergebniszahlen zusammengerechnet. Es gewinnt dann nicht das Team mit den insgesamt besten Ergebnissen, sondern das Team mit den zweitbesten. Wenn man das Ergebnis verkündet, ist die mögliche Siegergruppe (wobei sie normal nicht weiß, dass sie gewonnen hätte), enttäuscht. Hier gibt es einen guten Abnknüpfungspunkt zu Jakob. Esau war enttäuscht und wütend, weil er als Erstgeborener nicht das Erstgeburtsrecht bekam. Kinder können d

Jedes Spiel dauert zwischen sieben und zehn Minuten (vorher festlegen!). Hinzu kommt die Erklärzeit des Gesamtspiels am Anfang (fünf bis zehn Minuten) und eine Wechselzeit zwischen den Stationen (je nach Gelände ca. zwei Minuten).

Spielvariante: Falls ihr wenige Mitarbeitende habt, könnt ihr das Spiel auch z.B. mit zwei oder mehreren kleinen Gruppen spielen und die Spiele „von vorne“ anmoderieren. In diesem Fall könnt ihr die Spiele in der Anzahl der Gruppen parallel aufbauen (Achtung: mehr Material!) oder ihr lasst immer zwei Gruppen gegeneinander bei einem Spiel antreten und wechselt die Gruppen durch. Falls mehr als 2 Gruppen spielen, sollten die Gegner möglichst wechseln. Das ist abwechslungsreicher und fairer.

Die Stationen

Station Dosenwerfen

Leere Konservendosen werden als Pyramide auf einen Tisch gestellt (z.B. zehn Stück). Diese werden dann mit einem Tennisball abgeworfen. Je mehr Dosen vom Tisch herunterfallen, desto besser.

Station Sackhüpfen

Das Sackhüpfen läuft in Form eines Staffellaufes. Eine bestimmte Strecke muss von jedem Teammitglied hüpfend zurückgelegt werden. Dabei lösen sich die Mitglieder direkt ab und die Gesamtzeit wird gestoppt. Der/ die Mitarbeitende trägt die jeweilige Zeit in den Laufzettel ein. Das Team mit der zweitkürzesten Zeit bekommt die höchste Punktzahl in der Endauswertung.

Teebeutelweitwurf

Hierbei nimmt der/ die Spielende das Etikett eines Teebeutels in den Mund und versucht diesen mittels schwungholen mit dem Kopf möglichst weit zu schießen. Wenn das Spiel im Freien stattfinden kann, können die Teebeutel zuvor nass gemacht werden. Sie fliegen dann besser. Jedes Teammitglied darf mal, aufgeschrieben wird der weiteste Wurf. In der Endauswertung bekommt der zweitweiteste Wurf aller Teams die höchste Punktzahl.

Lieder gurgeln

Ein Teammitglied nimmt etwas Wasser in den Mund und gurgelt eine Melodie. Hierbei sollte man auf sehr bekannte (Kinder-) Lieder wie z.B. „Alle meine Entchen“, „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, „Ich geh mit meiner Laterne“, „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“, ein Weihnachtslied etc. zurückgreifen. Die anderen Teammitglieder versuchen die Melodie zu erraten. Es werden fünf Lieder gegurgelt, für jedes richtig erratene Lied gibt es einen Punkt. In der Gesamtwertung gewinnt das Team mit den zweitmeisten Punkten.

Station Montagsmaler

Es werden nacheinander fünf Begriffe auf ein Papier gemalt. Malen kann entweder ein Teammitglied alle Begriffe, oder es wird abgewechselt. Die anderen Teammitglieder raten. Dabei muss jeder Begriff innerhalb von 30 Sekunden erraten werden. Für jeden erratenen Begriff gibt es einen Punkt. Je nach Alter der Kinder können die Begriffe in ihrer Schwierigkeit angepasst werden. Für kleine Kinder kann man leichte Begriffe wie z.B. „Schaukel“, „Telefon“ oder „Haustüre“ genommen werden. Bei größeren Kindern bieten sich komplexere Begriffe wie z.B. „Baumhaus“, „Treppengeländer“, „Balkontür“ an. Inspirationen für Begriffe finden sich in großer Zahl im Internet. Ggf. kann man auch etwas mehr Zeit geben. In der Gesamtwertung gewinnt die Gruppe, die am zweitmeisten Begriffe erraten hat.

Station Turmbau

Die Gruppe muss aus verschiedenen Materialien einen möglichst hohen Turm bauen. Dieser muss so stabil sein, dass er mindestens so lange steht, dass man seine Höhe messen kann. Bei den Materialien sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Von Pappe, Papier und Klopapierrollen über Spaghetti, Schaschlik Spieße und Zahnstocher bis hin zu Büroklammern, Schnüren und Steinen ist alles möglich. Bei der Materialzusammenstellung sollte man aber irgendeine Form von Kleber, bzw. ein Material, das die anderen Materialien zusammenhält, einplanen. Die Gruppe hat acht Minuten Zeit zum Planen und Bauen. In der Gesamtwertung erhält der zweithöchste Turm die meisten Punkte.

Station Flieger basteln

Jedes Team bekommt fünf DinA4 Blätter, einen Klebestift und eine Schere. Das Team bekommt fünf Minuten Zeit um einen Papierflieger zu bauen, der möglichst gut fliegt . Der/ die Mitarbeitende bewertet am Ende, wie gut der Flieger fliegt in einer Skala von 1 (nicht so gut) bis 10 (super lange und schön). Das Team mit der zweithöchsten Punktzahl gewinnt in der Gesamtwertung.

  • Autor / Autorin: Lea-Manon Burrer, Manuela Kohnle
  • © Bild unsplash