Der Brief an die GefangenenDer Brief an die Gefangenen

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Einheit: Der Brief an die Gefangenen

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 20-50 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Bibel, Zeitung(en) / Zeitschrift(en), dickes Papier (Unterlage für die Collage), Stift(e), Schere(n), Kleber, Lebenslauf (einer Person), Material (für den Erzählstil bei Idee 2)
Bibelstelle: Jeremia 29,1-29,23
Jeremia 29,1-29,23

29

Jeremia schreibt einen Brief nach Babylon

1Der Prophet Jeremia schrieb aus Jerusalem einen Brief.

Er schickte ihn nach Babylon an alle,

die dorthin in die Verbannung geführt worden waren:

an den Rest der Ältesten des verschleppten Volkes,

an die Priester und Propheten und an das ganze Volk,

das Nebukadnezzar aus Jerusalem verschleppt hatte.

2Damals hatten viele Jerusalem verlassen müssen:

König Jojachin von Juda und die Mutter des Königs,

die Beamten am Hof und die von Juda und Jerusalem

sowie die Handwerker und Schmiede.

3Jeremia gab den Brief zwei Männern mit,

die König Zidkija von Juda nach Babylon sandte –

zu König Nebukadnezzar von Babylon.

Es waren Elasa, der Sohn des Schafan,

und Gemarja, der Sohn des Hilkija.

In dem Brief stand:

4So spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels!

Das ist meine Botschaft für alle in der Verbannung,

die ich aus Jerusalem nach Babylon weggeführt habe:

5Baut Häuser und lasst euch darin nieder!

Legt Gärten an und esst, was dort wächst!

6Heiratet und zeugt Söhne und Töchter!

Verheiratet auch eure Söhne und Töchter,

damit auch sie Kinder bekommen!

Eure Zahl soll dort wachsen, nicht abnehmen.

7Seht zu, dass es der fremden Stadt gut geht,

in die ich euch verbannt habe!

Betet für sie zum Herrn!

Denn geht es ihr gut, wird es auch euch gut gehen.

Und ihr werdet in Frieden leben.

8Denn so spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels:

Lasst euch nicht von euren Propheten täuschen

oder von den Wahrsagern, die bei euch sind!

Hört nicht auf die Träume,

die sie für euch träumen!

9Denn was sie euch in meinem Namen weissagen,

ist nichts als Lüge.

Ich habe sie nicht geschickt.

– So lautet der Ausspruch des Herrn.

10So spricht der Herr:

Erst wenn 70 Jahre vergangen sind,

werde ich mich euch in Babylon wieder zuwenden.

Erst dann werde ich meine Verheißung erfüllen

und euch an diesen Ort hier zurückbringen.

11Denn ich weiß, was ich mit euch vorhabe.

Ausspruch des Herrn

Ich habe Pläne des Friedens und nicht des Unheils.

Ich will euch Zukunft und Hoffnung schenken.

12Ihr werdet zu mir rufen.

Ihr werdet kommen und zu mir beten,

und ich werde euch erhören.

13Ihr werdet mich suchen, und ihr werdet mich finden.

Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt,

14dann lasse ich mich von euch finden.

– Ausspruch des Herrn

Ich werde euer Schicksal wenden.

Ich werde euch sammeln aus allen Völkern

und von allen Orten, wohin ich euch verbannt habe.

– Ausspruch des Herrn

Ich bringe euch an den Ort zurück,

von dem ich euch weggeführt habe.

15Doch ihr in Babylon behauptet:

»Auch hier hat der Herr Propheten eingesetzt.«

16Das ist die Botschaft des Herrn

für eure Brüder in Jerusalem –

für den König, der auf dem Thron Davids sitzt

und für dieses Volk, das noch in dieser Stadt lebt.

Sie wurden nicht mit euch in die Verbannung geführt.

17So spricht der Herr der himmlischen Heere:

Ich schicke ihnen Krieg, Hunger und Seuchen.

Ich werde sie wie verdorbene Feigen behandeln.

Sie sind so schlecht, dass sie ungenießbar sind.

18Mit Krieg, Hunger und Seuchen werde ich sie verfolgen.

Ich werde sie zu einem abschreckenden Beispiel machen

für alle Königreiche der Erde.

Zum Inbegriff von Fluch und Schande sollen sie werden.

Hohn und Spott wird man über sie ausgießen

bei den Völkern, zu denen ich sie verbannen werde.

19Denn sie haben nicht auf meine Worte gehört,

die ich ihnen geschickt habe.

Ausspruch des Herrn

Meine Knechte, die Propheten,

sandte ich immer und immer wieder,

aber sie wollten nicht hören.

– So lautet der Ausspruch des Herrn.

20Ihr jedoch, all ihr Verschleppten,

die ich aus Jerusalem nach Babylon weggeführt habe,

hört doch die Worte des Herrn!

21Das ist die Botschaft des Herrn

für Ahab, den Sohn des Kolaja,

und Zidkija, den Sohn des Maaseja –

die beiden weissagen euch in meinem Namen Lügen.

So spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels über sie:

»Ich gebe sie in die Hand Nebukadnezzars.

Der babylonische König wird sie vor euren Augen töten.

22Alle Verschleppten aus Juda, die in Babylon leben,

werden ihr Schicksal als Fluchwort gebrauchen:

›Der Herr lasse es dir gehen wie Zidkija und Ahab,

die der babylonische König lebendig geröstet hat!‹

23Schlimm haben es die beiden in Israel getrieben:

Sie haben mit den Ehefrauen von anderen geschlafen.

In meinem Namen haben sie geredet.

Aber das waren Lügen.

Ich hatte sie gar nicht beauftragt.

Doch ich weiß genau, was sie getan haben,

und ich trete gegen sie als Zeuge auf.

– So lautet der Ausspruch des Herrn

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

In dieser Jungscharstunde wird den Kindern nahegebracht, was es bedeutet, dass Jeremia dazu aufruft, das Beste der Stadt zu suchen. Die Kinder überlegen gemeinsam, was sie Gutes für ihr Umfeld tun können.


Vorschau:

Das Ziel

Starter

Gott hat die Kontrolle. Auch dann, wenn du es nicht siehst.

Checker

Verändere mit Gott deine aktuelle Situation zum Positiven.

Der Text an sich

Dieser Text ist ein Brief, den Jeremia in Gottes Auftrag an die Israeliten im Exil geschrieben hat. Zu Beginn wird erklärt, wie der Brief von Jerusalem nach Babel kam: durch Elasa und Gemarja, die im Auftrag des israelischen Königs Zedekia nach Babel zu König Nebukadnezar gehen (Verse 1-3).
In Vers 4 beginnt der eigentliche Brief. Hier macht Jeremia deutlich, dass er zwar schreibt, der Inhalt aber von Gott kommt.

In den folgenden Versen bricht Gott mit alten Regeln. Sollten sich bisher die Israeliten auf gar keinen Fall Ehepartner aus anderen Völkern suchen, so wird das jetzt neu geregelt (Vers 6). Außerdem sollen die Juden die ersten Früchte der Ernte Gott weihen und opfern.

(…)

Checker

Viele Kinder kennen nicht nur kleine, sondern auch große Schwierigkeiten im Alltag.
Sei es, dass aufgrund von Corona Camps ausfallen, Schule anders läuft, Freunde nicht getroffen werden können.

Sei es, dass die Eltern sich viel streiten oder gar nicht mehr zusammenleben.
Sei es, dass sie in der Schule nicht so gut sind, wie sie wollen oder sollen.

Sei es, dass sie von anderen Kindern geärgert werden oder dass sie krank sind.

(…)

Wiederholung

Bedenkt mit den Kindern am Ende eurer Überlegungen nochmals, warum ihr das macht …

Warum genau überlegen wir, wie wir anderen helfen können?

  • Gott verspricht, dass es uns auch besser gehen wird, wenn wir unser Umfeld positiv beeinflussen. Er gibt seinen Segen dazu.

(…)

Gespräch

Blick zurück

Kommt mit den Kindern in Kleingruppen über folgende Fragen ins Gespräch:

  • Wo hast du mal erlebt, dass du etwas nicht mehr im Griff hattest?
  • Wo hast du mal erlebt, dass auch der, der dir geholfen hat, es nicht mehr im Griff hatte?
  • Wie wäre es möglich gewesen, in dieser Situation „das Beste zu suchen“ und die Situation konkret zu verändern?

Blick nach vorn

  • Gibt es eine Situation, in der dir gerade die Kontrolle fehlt?
  • Was könnte man tun, um in dieser Situation „das Beste zu suchen“?

(…)

...
  • Autor / Autorin: Markus Müller
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