Es geht los!Es geht los!

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Einheit: Es geht los!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 20-45 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Papier und Stift, Tuch (zum Augenverbinden), Puppe, Bild (eines Priesters), Stock, Mikrofon(e), Bild (einer schwangeren Frau), Bibel, Nuckelflasche, Kreuz (ausgeschnitten), Zweige, Topf, Watte, Tuch (schwarz), Tuch (bunt), Seil, Wasserpistole, Bild (von Jeremia), Sachen fĂŒr die AuftrĂ€ge (siehe Aktion), Memory
Bibelstelle: Jeremia 1,1-1,19
Jeremia 1,1-1,19

1

Berufung und erste VerkĂŒndigung Jeremias

Jeremia 1,1–6,30

Jeremia wird Gottes Prophet

Jeremia 1,1-19

Überschrift des Prophetenbuchs

1In diesem Buch stehen Worte des Jeremia.

Sein Vater war Hilkija und stammte aus einer Familie,

aus der die Priester von Anatot im Land Benjamin kamen.

2Das Wort des Herrn kam zu Jeremia

im dreizehnten Regierungsjahr König Joschijas von Juda.

Joschija war ein Sohn Amons.

3Auch wÀhrend der Regierungszeit seiner Söhne

kam das Wort des Herrn weiter zu Jeremia:

zuerst unter König Jojakim von Juda

und bis zum Ende der Regierungszeit Zidkijas von Juda.

Zidkijas Regierungszeit endete nach elf Jahren –

genau im fĂŒnften Monat,

als Jerusalem in die Verbannung gefĂŒhrt wurde.

Jeremia wird zum Propheten berufen

4Da kam das Wort des Herrn zu mir:

5»Bevor ich dich im Mutterleib geformt habe,

kannte ich dich.

Bevor du von deiner Mutter geboren wurdest,

warst du schon heilig fĂŒr mich.

Zum Propheten fĂŒr die Völker habe ich dich bestimmt.«

6Ich antwortete: »Ach, mein Gott und Herr,

ich kann nicht gut reden!

Denn ich bin noch zu jung.«

7Doch der Herr erwiderte:

»Sag nicht, dass du zu jung bist,

sondern geh, wohin ich dich sende!

Und verkĂŒnde alles, was ich dir auftrage!

8FĂŒrchte dich nicht vor ihnen,

denn ich bin mit dir und werde dich retten!«

– So lautet der Ausspruch des Herrn.

9Dann streckte der Herr seine Hand aus

und berĂŒhrte meinen Mund.

Der Herr sagte zu mir:

»Ich lege meine Worte in deinen Mund.

10Sieh her: Ich gebe dir heute einen Auftrag.

Über Völker und Königreiche stelle ich dich.

Du sollst ausreißen und einreißen,

zerstören und vernichten,

aber auch aufbauen und pflanzen.«

Die Visionen vom Mandelzweig und vom Kessel

11Ein weiteres Wort des Herrn kam zu mir.

Er fragte mich: »Was siehst du, Jeremia?«

Ich antwortete: »Ich sehe einen Mandelzweig.«

12Da sagte der Herr zu mir:

»Du hast richtig gesehen.

Denn ich selbst wache ĂŒber mein Wort,

sodass geschehen wird, was ich dir sage.«

13Das Wort des Herrn kam noch einmal zu mir.

Er fragte mich: »Was siehst du?«

Ich antwortete:

»Ich sehe einen dampfenden Kessel.

Er neigt sich bedrohlich von Norden her.«

14Da sagte der Herr zu mir:

»Von Norden her wird das Unheil kommen.

Es wird sich ĂŒber alle Bewohner des Landes ergießen.

15Denn ich rufe die Königreiche des Nordens

mit all ihren Völkern.

Daraufhin werden sie kommen.

Ein jeder wird seinen Thron aufstellen

vor den Toren Jerusalems

und entlang der Stadtmauer.

Auch alle StÀdte Judas werden sie belagern.

– Ausspruch des Herrn –

16Dann spreche ich mein Urteil ĂŒber die Leute von Juda,

weil sie so viel Böses getan haben:

Sie haben mich verlassen

und anderen Göttern RÀucheropfer dargebracht.

Sie haben Götzenbilder angebetet,

die sie selbst gemacht haben!«

Jeremias Auftrag und StÀrke

17»Du aber, mach dich bereit und tritt vor!

Sag ihnen alles, was ich dir auftrage!

Hab keine Angst vor ihnen –

sonst werde ich dir Angst vor ihnen einjagen!

18Ich werde dir heute Kraft geben:

Du wirst wie eine befestigte Stadt sein,

eine SĂ€ule aus Eisen, eine Mauer aus Bronze.

So wirst du ganz Juda widerstehen können:

den Königen des Landes, den hohen Beamten,

den Priestern und dem ganzen Volk auf dem Land.

19Sie werden gegen dich kÀmpfen,

aber dich nicht bezwingen können.

Denn ich bin mit dir und werde dich retten.«

– So lautet der Ausspruch des Herrn.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Das Ziel

Starter

Gott ist bei mir, wenn ich mit ihm gehe.

Checker

Gott gibt uns manchmal AuftrÀge, von denen wir glauben, dass wir sie nicht bewÀltigen können. Aber mit seiner Hilfe schaffen wir es!

Der Text an sich

Gott beauftragt Jeremia, seine Botschaft an sein Volk weiterzugeben. Das Nordreich ist schon in der Verbannung, das SĂŒdreich wird am Ende von Jeremias Wirken auch in Gefangenschaft geraten. Jeremias Botschaft ist zum FĂŒrchten fĂŒr das Volk und aus diesem Grund reißt sich Jeremia nicht um den Auftrag. Aber Gott verspricht ihm, an seiner Seite zu sein und ihn nicht allein zu lassen. Bei allem, was Jeremia in den darauffolgenden Jahren widerfĂ€hrt, erlebt er Gottes Gegenwart. Wenn Gottes Wort „zu einem Menschen geschieht“, dann hört er Gott nicht nur, sondern Gottes Wort wird Wirklichkeit und gewinnt Kraft im Leben. Es möchte umgesetzt werden. Jeremia hĂ€lt sich fĂŒr zu jung und zu unerfahren fĂŒr die Aufgabe, aber Gott berĂŒhrt ihn. Er öffnet ihm die Augen fĂŒr prophetische Bilder und spricht ihm Mut zu. Schon zu Beginn der Beauftragung macht Gott deutlich, was der Inhalt dessen sein wird, was Jeremia weitergeben soll: Er wird dem SĂŒdreich Gericht androhen, weil es sich gegen Gott und sein Wort gewandt hat. Gott macht Jeremia nicht vor, dass es einfach werden wird, aber sein Versprechen ist stĂ€rker als Jeremias BefĂŒrchtungen.

Der Text fĂŒr mich

Wenn Gott einen Menschen beauftragt, verspricht er nicht, dass es einfach wird. Aber er sagt ihm zu, dass er immer bei ihm sein wird. Wie oft geht es mir in meiner Mitarbeit so, dass mir die Aufgabe ĂŒber den Kopf wĂ€chst. Da ist es gut zu wissen, dass ich das nicht aus eigener Kraft und eigener Motivation tue, sondern weil Gott mich dazu beauftragt hat. Vielleicht ist es an der Zeit, einmal zurĂŒckzublicken, wie ich mit meiner Mitarbeit in der Arbeit mit Kindern begonnen habe und wo ich in der Zeit Gottes Wirken erlebt habe. Als Mitarbeiter können wir darauf vertrauen, dass Gott uns am richtigen Ort einsetzt und dass er uns hilft, wenn es schwierig wird. Manchmal ist es aber auch gut, wenn wir nicht alles im Griff haben, weil wir dann darauf vertrauen mĂŒssen, dass Gott uns hilft und wir nicht alles aus eigener Kraft schaffen können.

Der Text fĂŒr dich

Starter

Kinder, die Jesus noch nicht kennen und neu in der Jungschar sind, lernen hier einen Gott kennen, der immer bei ihnen ist und sie nie verlĂ€sst. Jedes Kind kennt Situationen, in denen es sich allein gelassen fĂŒhlt, vielleicht auch, wenn Freunde es im Stich lassen. Da ist es gut zu hören, dass Gott sie niemals loslĂ€sst. Die Jungschar kann ein Ort sein, an dem sie VerlĂ€sslichkeit und Liebe erfahren. Hier spielen die Mitarbeitenden eine große Rolle, indem sie sich den Kindern zuwenden und Gottes Liebe weitergeben.

Checker

Gemeindekinder haben hĂ€ufig schon oft gehört, dass Gott immer bei ihnen ist. FĂŒr sie ist die Anwesenheit Gottes eine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Hier kommt es darauf an, ihnen zu zeigen, wie sie Gott in ihrem Alltag erleben können und wahrnehmen, wo Gott eingegriffen hat. Immer wieder werden sie in Situationen geraten, in denen sie nicht weiterwissen. Hier können die Mitarbeitenden berichten, wie sie Gottes Wirken erlebt haben und wo Gott sie beauftragt hat. Es ist wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass ein Leben mit Jesus nicht bedeutet, dass immer alles leicht ist, sondern dass er gerade in den schweren Zeiten bei uns ist.

Der Text erlebt

HinfĂŒhrung

Idee 1

Es wird das Spiel „UNO-PrĂ€sident“ gespielt. DafĂŒr teilt sich die Gruppe in zwei Mannschaften. Die Kinder werden durchnummeriert. Die gleichen Nummern aus beiden Gruppen sitzen sich gegenĂŒber. Ein Mitarbeiter ist der „UNO-PrĂ€sident“. Er erteilt mehr oder weniger gut zu bewĂ€ltigende Aufgaben, z. B. Holt eine Rolle Toilettenpapier, macht 10 LiegestĂŒtze, krabbelt unter dem Tisch durch, lauft rĂŒckwĂ€rts im Krebsgang, schlagt Bibelstelle xy auf
 Dann nennt er eine Nummer. Die beiden Kinder mĂŒssen die Aufgabe erledigen.

Anschließend wird darĂŒber gesprochen, wie es einem geht, wenn man eine leichte oder eine schwere Aufgabe bekommt.

Idee 2

Es wird ein Labyrinth aufgebaut, entweder im Haus oder draußen. Die Kinder tun sich zu zweit zusammen. Einem von beiden werden die Augen verbunden. Anschließend fĂŒhrt das sehende Kind das blinde Kind durchs Labyrinth.

In der Gruppe wird darĂŒber gesprochen, wie es sich anfĂŒhlt, gefĂŒhrt zu werden und wie sicher die Kinder sich gefĂŒhlt haben. Die sehenden Kinder berichten, vor welchen „Gefahren“ sie die blinden Kinder bewahrt haben.

VerkĂŒndigung

ErzÀhlung mit GegenstÀnden

Wir lernen heute eine neue Person kennen: Das ist Jeremia (eine Puppe wird in die Mitte gelegt). Er ist 23 Jahre alt und wohnt in Israel, in Anatot. Jeremias Vater ist Priester (Bild eines Priesters hinlegen). Er kennt Gott also schon seit er ein kleines Kind ist.
Die Zeiten, in denen Jeremia lebt, sind nicht einfach, denn das Volk Israel ist geteilt und der Nordteil des Landes wurde schon von einem feindlichen Volk verschleppt und das Land zerstört (einen Stock zerbrechen und in mehreren Teilen unordentlich auf- und nebeneinanderlegen). Und auch der Landesteil, in dem Jeremia lebt, wird von Feinden bedroht. Eines Tages hörte Jeremia Gottes Stimme (Mikrofon hinlegen). Gott sagte zu ihm: „Ich kannte dich schon, als du noch im Bauch deiner Mutter warst und noch niemand wusste, wie du aussahst (Bild einer schwangeren Frau hinlegen). Ich wusste damals schon, dass ich dir den Auftrag geben werde, von mir zu erzĂ€hlen und mein Prophet zu sein (Bibel hinlegen). Du sollst ganz eng mit mir zusammenarbeiten und im Land herumreisen.“
Jeremia sagte: „Aber das kann ĂŒberhaupt nicht sein. Ich kann nicht predigen (ausgeschnittenes Kreuz auf die Bibel legen). Ich bin viel zu jung dazu (Nuckelflasche hinlegen). Such doch nach jemandem, der schon viel mehr Erfahrung und Wissen hat als ich.“ Aber Gott erwiderte: „Nein, du bist nicht zu jung. Du sollst dorthin gehen, wohin ich dich sende und den Menschen mitteilen, was ich zu sagen habe (Kreuz wieder wegnehmen). Hab keine Angst! Ich bin bei dir und will dir helfen (Puppe auf den Schoß nehmen).“
Und weil Worte manchmal zu wenig sind und man fĂŒhlen muss, dass das, was man hört, wahr ist, streckte Gott seine Hand aus und berĂŒhrte Jeremias Mund (das auch tun) und sagte: „Ich gebe dir meine Worte in deinen Mund (die Bibel auf den Schoß der Puppe legen).“ Und weil man manchmal nicht nur hören, sondern auch sehen muss, zeigte Gott Jeremia etwas (Puppe absetzen, Bibel weglegen und einen Zweig dazu legen). Er fragte: „Jeremia, was siehst Du?“ Jeremia antwortete: „Das ist ein Zweig, der bald zu blĂŒhen beginnt.“ Gott sagte: „Genauso wie dieser Zweig bald blĂŒht, will ich durch dich meine Worte zum BlĂŒhen und Wachsen bringen. Die Leute sollen hören und verstehen, was ich ihnen zu sagen habe.“
Und Gott zeigte Jeremia noch etwas (Kochtopf hinstellen und von einer Seite Watte ĂŒber den Rand legen): „Du siehst einen Kochtopf, der vom Norden ĂŒberkocht. Das heißt, dass ein Volk aus dem Norden kommen und dieses Land ĂŒberfallen wird. Ich werde ĂŒber das Volk richten, weil es so böse ist (schwarzes Tuch hinlegen) und anderen Göttern folgt. Aber vorher mach dich auf, lege einen GĂŒrtel um (Seil um den Bauch der Puppe binden) und predige ihnen alles, was ich dir sage. Hab keine Angst (Puppe wieder auf den Schoß nehmen). Denn ich will dich stĂ€rken (Puppe fest drĂŒcken). Du wirst im ganzen Land herumreisen und sowohl dem König (Pappkrone auf das Tuch legen) als auch dem einfachen Volk predigen (die Bibel hochhalten). Das wird ihnen nicht gefallen (Wasserpistole auf das Tuch legen), aber sie können dir nichts anhaben (Kreuz auf die Pistole legen), denn ich bin bei dir und helfe dir (buntes Tuch um die Schulter der Puppe binden).“

Die andere Idee

Bild-Betrachtung

FĂŒr die Kinder wird ein Bild des Propheten Jeremia ausgedruckt, z. B. Jeremia von Michelangelo: https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremia#/media/Datei:Michelangelo_Buonarroti_027.jpg
Jeremia von Rembrandt
https://de.wikipedia.org/wiki/Jeremia#/media/Datei:Jeremiah_lamenting.jpg

Die Kinder sollen das Bild beschreiben, dann die Augen schließen. WĂ€hrenddessen gibt der Mitarbeiter Impulse, worauf sie beim nĂ€chsten Mal achten sollen (Körperhaltung, Farben, Gesichtsausdruck). Dann öffnen sie die Augen wieder und es wird ĂŒber die Beobachtungen gesprochen. Anschließend wird die Geschichte erzĂ€hlt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Der Mitarbeiter liest folgenden Fehlertext vor – oder die Kinder bekommen ihn schriftlich:

Jeremia, der Sohn eines Großindustriellen, war gerade frische 41 Jahre alt (er hatte gerade Geburtstag). Da traf er Gott und Gott sagte Jeremia, dass er ein Geschenk fĂŒr ihn hĂ€tte. „Jeremia“, rief Gott, „du sollst mein Prophet sein und dem Volk sagen, dass ich das, was sie machen voll gut finde und sie ruhig so weitermachen können!“
Jeremia freute sich riesig, dass Gott ausgerechnet ihm diese Aufgabe erteilte, weil er sehr gerne vor vielen Menschen redete. Dann zeigte Gott ihm noch einen Kochtopf, der ĂŒberkochte. Gott erklĂ€rte: „Aus dem SĂŒden nĂ€hert sich eine große Gefahr fĂŒr Israel!“ Jeremia freute sich, dass Gott ihm versprach, immer mit ihm zu sein und ihm bei diesem Auftrag zu helfen.

Die Kinder mĂŒssen die Fehler zĂ€hlen:

  1. Großindustrieller – Priester
  2. 41 Jahre – 23 Jahre
  3. Ein Geschenk – einen Auftrag
  4. Voll gut finden – voll blöd finden
  5. Ruhig so weitermachen können – sich Ă€ndern sollen
  6. Freute sich riesig – freute sich nicht
  7. Weil er sehr gerne – weil er nicht gern
  8. Aus dem SĂŒden – aus dem Norden

Anschließend wird die Geschichte anhand der GegenstĂ€nde wiederholt.

GesprÀch

Wenn ein Fußballtrainer seine Mannschaft fĂŒr das nĂ€chste Spiel zusammenstellt, worauf achtet er dann bei den Spielern?

  • Leistung
  • Fitness
  • Belastbarkeit
  • Gesundheit
  • Erfahrung
  • Teilnahme am Training

Wie wÀhlt Gott seine Leute aus?

Ohne Vorleistung: Gott kannte Jeremia, bevor er im Mutterleib heranwuchs. Jeder Mensch ist eine Schöpfung Gottes und Gott hat einen Plan mit seiner Schöpfung.

Was wusste Gott ĂŒber Jeremia? Er kannte seine Begabung, sein Temperament und seinen Charakter. So wie er war, war er brauchbar fĂŒr Gott. Jeremia wurde nicht aufgrund seiner besonderen VorzĂŒge ausgewĂ€hlt, sondern weil Gott seine Botschaft durch ihn ausrichten lassen wollte.

Jeremias Antwort: Jeremia hatte Angst vor der Reaktion seiner Umwelt, darum wollte er Gottes Berufung nicht annehmen. Er hielt sich fĂŒr untauglich, weil er sich der GrĂ¶ĂŸe des Auftrages nicht gewachsen fĂŒhlte. Außerdem meinte er, dass er zu jung fĂŒr die Aufgabe sei.

Gott unterstĂŒtzt Jeremia: Er wiederholt den Auftrag mehrfach. Er lĂ€sst Jeremia ĂŒber den Auftrag nicht in Ungewissheit.

Es gibt Situationen, in denen mir ein Mensch in den Kopf kommt und ich spĂŒre von Gott einen Auftrag, mich bei ihm zu melden und ihm etwas Gutes zu tun. Wenn ich zu lange darĂŒber nachdenke, vergeht der Gedanke schnell wieder. Hier ist es gut, schnell aktiv zu werden. Es wird mit den Kindern gemeinsam ĂŒberlegt, wem jeder etwas Gutes tun kann.

Merkvers

FĂŒrchte dich nicht vor ihnen, denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr. Jeremia 1,8

Die Kinder werden in vier Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt einen Teil des Verses (FĂŒrchte dich nicht – denn ich bin bei dir – und will dich erretten – spricht der Herr). Sie stellen sich in die vier Ecken des Raums und rufen sich nacheinander ihren Teil zu. Dann werden die Teile gemischt und es wird in anderer Reihenfolge gerufen.

Gebet

Jedes Kind kann fĂŒr sich Dinge oder Menschen aufschreiben oder aufmalen oder im Kopf denken, vor denen es Angst hat, bzw. Situationen, die ihm MĂŒhe machen. Die Kinder dĂŒrfen dem Mitarbeiter das Bild / den Text geben und er betet dafĂŒr. Anschließend wird der Merkvers darauf geschrieben.

Kreatives

Passend zu „die andere Idee“ bekommen die Kinder die Aufgabe, Jeremia zu malen. Eine Möglichkeit ist, ein Bild aus „die andere Idee“ groß auszudrucken und die Kinder malen das Bild nach. Oder es wird der KreativitĂ€t freien Lauf gelassen. Die Bilder werden anschließend im Raum aufgehĂ€ngt und sind Anschauungsbeispiele fĂŒr die weiteren Jeremia-Lektionen.

Spielerisches

Es werden unterschiedliche Spielstationen aufgebaut, an denen die Kinder AuftrĂ€ge erfĂŒllen mĂŒssen. Jedes Kind bekommt einen Zettel mit den Stationen und muss alle AuftrĂ€ge abhaken, z. B. Kartenhaus bauen, Mitarbeiter zeichnen, 7 Bibeln hochheben, Merkvers aufschreiben, Kopfstand machen. An zwei – selbst ausgewĂ€hlten – Stationen darf es sich Hilfe von einem anderen Kind oder einem Mitarbeiten holen. Am Ende kann darĂŒber gesprochen werden, welche AuftrĂ€ge den Kindern leicht und welche schwer gefallen sind.

RĂ€tselhaftes

Siehe Extrablatt. (Lösung: Gott beruft Jeremia zum Propheten.)

(T)Extras

Lieder

  • Sei mutig und stark
  • Felsenfest und stark
  • BĂ€renstark

Spiel

Memory mit AuftrÀgen

Die Kinder werden in zwei oder mehr Gruppen eingeteilt. An einer Schnur oder an einer Stellwand / Tafel hĂ€ngt ein großes Memory-Spiel. Die Kinder mĂŒssen wie beim normalen Memory-Spiel Paare finden. Wenn eine Gruppe ein Paar gefunden hat, darf es weiterraten. Wenn eine Gruppe zwei unterschiedliche Karten umgedreht hat, muss sie zu einem Mitarbeiter laufen und dort einen Auftrag erfĂŒllen (LiegestĂŒtz, Lied singen, RĂ€tsel lösen, Scherzfrage beantworten, um einen Stuhl laufen 
). Wichtig ist, darauf zu achten, dass aus der Gruppe kein „Spion“ schaut, was die anderen Gruppen umdrehen. WĂ€hrenddessen spielen die anderen Gruppen abwechselnd weiter und finden Paare – oder mĂŒssen zur Aufgabenstation gehen. Wenn die Gruppe ihren Auftrag erfĂŒllt hat, darf sie wieder beim Memory mitspielen. FĂŒr jedes umgedrehte Paar gibt es einen Punkt.

Aktionen

Ein Prediger / Pastor / Gemeindeleiter / Vorstandsmitglied wird interviewt, wie er / sie zu seinem / ihrem Auftrag gekommen ist und welche Höhen und Tiefen es gab. Dazu werden vorher mit den Kindern Fragen gesammelt und dann gestellt.

Die Kinder bekommen AuftrĂ€ge fĂŒr die nĂ€chste Woche. Z. B. bekommt ein Kind ein Paket TaschentĂŒcher und damit den Auftrag, jemanden zu trösten. Oder jemand anderes bekommt eine Packung GummibĂ€rchen, die es jemandem schenken soll, der es nötig hat. Sie lernen damit auf Gottes Auftrag zu hören. Wichtig wĂ€re es, in der kommenden Woche darĂŒber zu sprechen.

WeiterfĂŒhrende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen.

www.youtube.com/watch?v=2hFQoNVe55w – das Bibelprojekt vermittelt einen Eindruck ĂŒber das ganze Buch Jeremia. Das hilft den Mitarbeitern gut, in diese Themenreihe zu starten, ist aber eher nichts fĂŒr die Kinder.

  • Autor / Autorin: Birte Stropahl
  • Autor / Autorin: Gerrit Heine (Spiel)
  • Autor / Autorin: Chris StrĂ€ĂŸer (Spiel)
  • © Deutscher EC-Verband

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