Feste feiern in der BibelFeste feiern in der Bibel

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Einheit: Feste feiern in der Bibel

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-120 Min. (Vorbereitung: 15-45 Min.)
Materialarten: Hintergrund/ Grundsatz, Theologischer Artikel
Zielgruppen: Jugendliche, Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene, Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.

Hintergrundartikel zu den j√ľdischen Festen: Welche gibt es und wie werden sie gefeiert? – Und: Was k√∂nnen wir heute davon lernen? Mit konkretem Umsetzungsbeispiel in einem kurzen methodischen Teil.


Vorschau:

Es geh√∂rt f√ľr mich zu den eindr√ľcklichsten Erlebnissen meiner Israelreisen, j√ľdische Feste mitzuerleben. Ob es die Pessachfeier im Kibbuz war oder das Laubh√ľttenfest mit Tausenden von feiernden Juden an der Klagemauer in Jerusalem. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Sabbatbeginn in einem j√ľdischen Hotel in Jerusalem. Familien gehen festlich gekleidet miteinander Essen und feiern den Beginn des Sabbats. Das Entz√ľnden der Kerze, Brot und Wein, die Gebete, das Segnen der Kinder ‚Äď all das geh√∂rt zur liturgischen Feier des Sabbatbeginns. Die Juden sind ein wahres Feier-Volk und sie haben allen Grund dazu. Mit den Festen des Judentums ist gleichzeitig die Geschichte ihres Volkes mit Gott beschrieben.

‚ÄěDer Katechismus des Judentums ist sein Kalender‚Äú.[1] So hat es der Rabbiner Samson Raphael Hirsch auf den Punkt gebracht. In einem Katechismus wird versucht, die wichtigsten Aussagen einer Glaubenslehre einfach und verst√§ndlich auf den Punkt zu bringen.

Die j√ľdischen Feste und ihre Bedeutung

Schaut man sich die j√ľdischen Feste an, dann ziehen sich zwei Themenstr√§nge durch den Jahresablauf: Zum einen sind die Feste verbunden mit einer gro√üen Freude und Dankbarkeit. Zum anderen spielten Bu√üe und Vergebung eine wichtige Rolle. Die Feste laden ein zum fr√∂hlichen Feiern und besinnlichen Nachdenken. Beides ist f√ľr unser Leben und unseren Glauben von gro√üer Bedeutung.

In seinem Buch ‚ÄěDie verborgene Theologie der Evangelien‚Äú[2] bringt Guido Baltes die Bedeutung der j√ľdischen Feste und ihren Zusammenhang mit der Botschaft von Jesus eindr√ľcklich zusammen. Die j√ľdischen Feste spielen auch im Neuen Testament eine wichtige Rolle, selbst da, wo sie nicht ausdr√ľcklich erw√§hnt sind.

Rosh Ha-Schanah ist das Neujahrsfest, das Juden nach dem j√ľdischen Kalender feiern. Die Ankunft des K√∂nigs wird gefeiert. Gott, der K√∂nig und Sch√∂pfer aller Dinge, steht am Anfang der Sch√∂pfung und am Beginn unseres Lebens. Es ist gut sich darauf immer wieder zu besinnen. Gerade zu Beginn eines neuen Jahres ist das die beste Voraussetzung f√ľr einen gelungenen Start. Dazu geh√∂rt es, mit alten Fehlern und Schuld aufzur√§umen. Und gleichzeitig findet eine Neuausrichtung statt. Doch das Neujahrsfest bietet noch mehr: Es √∂ffnet den Blick f√ľr die Ewigkeit. Was wir in unserer Welt erleben, steht immer unter dem Zeichen der Verg√§nglichkeit. Doch es steht auch immer unter dem Zeichen des kommenden Messias. Deshalb k√∂nnen wir als Christen von Herzen Jesus feiern als den Messias, der gekommen ist und der wiederkommen wird und dann eine neue √Ąra einl√§uten wird.

Ideen zur Umsetzung

Eine konkrete Idee zur Umsetzung in der Gruppe ist die ‚ÄěSonntagsbegr√ľ√üungsfeier‚Äú. Angelehnt an die Schabbatbegr√ľ√üung der Juden haben manche Kommunit√§ten und Gemeinden eine Form entwickelt, wie der Sonntag am Samstagabend bewusst miteinander eingel√§utet wird. Wie w√§re es, wenn ihr eine solche Feier einmal miteinander gestaltet? Vielleicht k√∂nnt ihr den darauffolgenden Sonntag bewusst miteinander erleben. Geht gemeinsam in den Gottesdienst. Kocht gemeinsam. Esst, spielt, redet. Ein solcher Tag ist ein Geschenk. Und faszinierend ist immer wieder zu erleben: Diese Zeit fehlt uns nicht. Mit der Kraft, die wir an einem solchen Tag tanken, k√∂nnen wir ganz neu in die Woche starten.

Sonntagbegr√ľ√üungsfeier

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  • Autor / Autorin: Klaus G√∂ttler, EC Generalsekret√§r
  • © Deutscher EC-Verband

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