Gott ist nicht (nur) dein Kumpel!Gott ist nicht (nur) dein Kumpel!

Einheit: Gott ist nicht (nur) dein Kumpel!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: 2. Mose 20,20

Chris Nathan setzt den Bibelvers zunächst in den Kontext des 2. Mosebuches. Anschließend geht er darauf ein, dass und wie Gott zu fürchten ist. Ein Methodenteil mit Fragen zum Text beschließt die Bibelarbeit.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Der Bibelvers in 2.Mose 20,20 für sich genommen klingt erstmal nach schwerer Kost – ist er auch. Eine erste Abhilfe schafft die Betrachtung des Kontextes. In den Versen 1-17 finden sich die Zehn Gebote. Die Verse 18-21 scheinen darauf aber nicht direkt zu reagieren, sondern beziehen sich tatsächlich auf 2.Mose 19,16-25, wo davon die Rede ist, wie Gott sich auf dem Berg Sinai niederlässt. Das dort geschilderte Bild, wie der Berg raucht und die Erde bebt, ist die Grundlage dafür, dass sich das Volk in 20,18 so sehr fürchtet. Und tatsächlich warnt Gott selbst davor, dass ihm niemand zu nahe treten soll, weil das unter Umständen tödlich ist (19,21). In dieser Situation bekommt Mose die Funktion eines Mittlers zwischen Gott und dem Volk Israel. Sie wollen nämlich nicht selbst mit Gott reden, sondern Mose soll ihnen berichten (20,19). Die Aussagen Moses in 20,20 sind aber dennoch erklärungsbedürftig.

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2. Bedeutung für heute

Das wünscht sich doch jeder Christ: einmal mit Gott von Angesicht zu Angesicht reden. Einfach mal den Chef direkt fragen, warum die Welt so ist wie sie ist. Und eines ist auch klar: wer Gott mal gesehen hat, steht fortan fest im Glauben und muss nie mehr zweifeln.

Der Bibeltext in und um 2.Mose 20,20 zeigt uns, dass das alles gar nicht so einfach ist: das Volk Israel will Gott nicht begegnen. Das ist lebensgefährlich. Und auch wenn sie sehen, dass Gott existiert und gerade auf dem Berg Sinai ist, wenden sie sich doch einige Zeit später von ihm ab und beten das goldene Kalb an. Es geht so weit, dass sie Abstand halten von Gott und ihn fürchten.

(…)

3. Methodik für die Gruppe

Einstieg

Für einen spielerischen Einstieg sind allerhand Gruppenspiele wie „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ denkbar, die irgendwas mit „Furcht“ oder „Angst“ zu tun haben.

Als inhaltlicher Einstieg ins Thema könnte eine Fiktion dienen: Wie stelle ich mir eine Begegnung mit Gott vor? Was würde ich ihn fragen? Welche Gefühle verbinde ich damit? Was würde sich dadurch ändern?

Die Antworten wären wohl überwiegend positiv. Auch darüber könnte man ins Gespräch kommen und überlegen, ob und inwiefern auch Vorstellungen von Gottesfurcht, Gottes Gericht oder Zorn Gottes eine Rolle spielen und wenn nicht, warum.

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  • Autor / Autorin: Chris Nathan
  • © Deutscher EC-Verband

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