„Kirche“ ist Herzenshaltung (Die Tempelrede)„Kirche“ ist Herzenshaltung (Die Tempelrede)

Einheit: „Kirche“ ist Herzenshaltung (Die Tempelrede)

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-120 Min. (Vorbereitung: 30-90 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Bilder (von Kirchen aus unterschiedlichen Ländern), Papier und Stift, Bibel(n), Spielplan ("Großer Preis"), Herz (je TN), Schere(n), Kleber, Buntstifte, Tonkarton, Bausteine (groß, z. B. Schuhkartons), Verkleidung

Jeremia sagt, dass die Menschen sich verändern müssen und nicht meinen sollen, dass der bloße Besuch des Tempels sie schützt und rettet. Die Kinder sollen erkennen, dass die Kirche ein wichtiger und besonderer Ort ist. Aber es zählt nicht allein, dort einfach nur pflichtbewusst Woche für Woche hinzugehen. Es geht um die Herzenshaltung.


Vorschau:

Das Ziel

Starter

Den Kindern soll die Scheu vor der Kirche genommen werden: Der „Ort Kirche“ ist zwar wertvoll und wichtig, der Glaube ist aber eine Herzenshaltung.

Checker

Die Kinder sollen erfahren, dass es kein Druck sein soll, in die Kirche zu gehen. Gott sieht, was uns im Herzen wichtig ist und möchte, dass wir daran arbeiten.

Der Text an sich

Jeremia wurde von Gott zum Propheten berufen und hatte keinen leichten Job: Immer wieder musste er dem Volk Gottes zeigen, dass es sündig handelt und Gott es bestrafen wird. Das wollte natürlich niemand hören und Jeremia fürchtete häufig um sein Leben.

Im vorliegenden Text soll Jeremia an einem der sieben Tore zum Tempel stehen und zu denen, die hier entlangkommen, sprechen. D. h. es sind Menschen, die in den Tempel gehen und davon überzeugt sind, dass sie gottesgläubig sind. Diese Ansicht widerlegt Jeremia und zeigt auf, dass sie sich zwar, weil sie sich im Tempel aufhalten, sicher fühlen.

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Der Text für dich

Starter

Vielleicht wirkt das Christsein nach außen manchmal so, als würde sich die Hauptsache in der Kirche abspielen bzw. als wäre es das Wichtigste, in die Kirche zu gehen. Doch hier im Text sehen wir: Der Tempel (also für uns die Kirche) ist ein wichtiger Ort, an dem man Gott begegnen kann, aber der Ort allein bringt keinen echten Glauben oder Errettung. Es geht darum, wie wir leben und wie unser Herz aussieht (V.5f.+10). Leben für Gott und in Gemeinschaft mit anderen ist lebendiger Glaube und hängt nicht vom Gebäude „Kirche“ ab.

(…)

Der Text gelebt

Wiederholung

Aaron und Noam stellen Fragen an die Kinder wie z. B.: Wo war ich unterwegs? Wen habe ich reden gehört? Was soll mit dem Tempel passieren? Was sollen wir tun, damit das nicht passiert? Kinder können auch in Gruppen eingeteilt werden und ein kleiner Wettkampf entsteht.

Wurde die andere Idee als Erzählung verwendet, kann bei jedem richtig wiederholten Fakt ein Stein von der eingestürzten Kirche wieder aufgebaut werden.

Gespräch

Starter: Nimm die Bausteine (von der Hinführung oder der Geschichte) und überlegt pro Stein, was in einer Kirche alles gemacht wird (Gebet, Predigt, Singen, Abendmahl, Taufe, Gemeinschaft …). Dann überlegt weiter, ob diese Dinge in einer Kirche stattfinden müssen, oder ob es auch einen anderen Rahmen dafür geben und wie der aussehen könnte. Was ist dabei wichtig? Was ist Gott dabei wichtig? Für Gott ist wichtig, dass wir diese Dinge nicht nur tun, weil man es eben machen muss, sondern weil wir es von Herzen wollen (Merkvers!). Egal ob in der Kirche oder an einem anderen Ort.

(…)

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  • Autor / Autorin: Annika Bertsche
  • © Deutscher EC-Verband

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