Umgang mit übrigen Speisen

Einheit | Kreativangebot
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Umgang mit übrigen Speisen

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Enthalten in:
Materialart: Kreativangebot
Zielgruppe: Mitarbeit
Einsatzgebiete: Events + Projekte, Freizeiten, Gruppenstunde, Offenes Angebot, Schule + Jugendarbeit, Schulung
Verband: EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Redaktion: DEATER
Zeitbedarf: - Min.
Anhang:
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Dürfen Reste vom Mittagessen wieder aufgetischt werden? Prinzipiell ja, doch die Verwertung von Übriggebliebenem unterliegt Hygieneregeln, die beachtet werden sollten.

Nicht ausgegebene Speisen:

  • Bei Kaltspeisen darf der Temperaturanstieg nicht über 10°C liegen.
  • Warmspeisen müssen mindestens bis 65°C warmgehalten werden. Nicht verzehrte Reste müssen dann innerhalb von 2 Stunden auf 10°C abgekühlt werden. Dazu sollten die Lebensmittel möglichst in kalte, flache Behälter umgefüllt und abgedeckt werden.

Wichtig: Notiert am besten die gemessenen Temperaturen und Uhrzeiten. Damit seid ihr bei einer Lebensmittel-Kontrolle auf der sicheren Seite. Entsprechende Listen könnt ihr hier direkt herunterladen: Kontrolllisten Temperatur (PDF)

Reste vom Buffet oder von den Tischen:


Speisen, die die Küche bereits verlassen haben und mit denen die Kinder in direkten Kontakt gekommen sind, gilt es in der Regel zu entsorgen.

Eine Ausnahme davon stellen Marmelade, Brotaufstriche, Butter, Müsli oder Brötchen vom Buffet dar. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass für die Entnahme extra Besteck verwendet werden. Dafür am besten Marmeladengläser und Co. mit Löffel zum Schöpfen versehen.

Generell gilt: Es ist immer ein individuelles Abwägen, welche Lebensmittelreste ihr als „zum Verzehr geeignet“ oder „nachteilig beeinflusst“ und damit als Abfall deklariert. Vertraut auf euer Bauchgefühl und seid nicht zu zögerlich, wenn es darum geht aus Resten etwas zu zaubern.

Tipps, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden:

  • Genau planen: Mit DEATER kannst du genau berechnen, wie viel du tatsächlich für deine Gruppe kochen musst. Neben der Anzahl deiner Teilnehmenden kannst du auch deren Essstärke angeben. Beispielsweise benötigt eine Gruppe aus 8-Jährigen kleinere Portionen als eine Gruppe aus Jungs in der Pubertät.
  • Kleinere Portionen auf Teller und in Ausgabebehälter. Dazu gehört auch, dass beispielsweise Schnitzel halbiert ausgegeben werden. Lieber Speisen nochmal frisch nachfüllen.
  • Gerade an Buffets bleiben häufig viele Reste. Wenn die Speisen bereits längere Zeit angeboten wurden, sehen sie schnell unappetitlich aus und müssen entsorgt werden. Daher lieber kleiner Buffetteller richten. Außerdem auf die Deko verzichten, die landet leider häufig auch nur im Müll.
  • Regemäßig Reste überprüfen und ggf. Mengen anpassen. Teilnehmende und die Gruppendynamik sind bei jeder Veranstaltung unterschiedlich. Ein gutes Beispiel dafür ist das Essverhalten am Morgen – manche Gruppen schlafen lieber länger, essen nur einen Happen zum Frühstück und sind dann zum Mittagessen besonders hungrig. Das kann im Laufe einer Freizeit entsprechend angepasst werden.
  • Beste-Reste verwerten. Reste sind unvermeidbar. Bedenke das bereits in der Planung und lasse flexiblen Gestaltungsspielraum in deinem Speiseplan, bei dem diese Reste zum Einsatz kommen können. Auf DEATER findest du Rezeptideen, wie du aus Resten leckere neue Mahlzeiten zauberst. Gib einfach „Beste Reste“ oder „Beste Reste Brot/Nudel/Obst/etc.“ in das Suchfeld ein und lass dich inspirieren! Auch ein Mitternachtsbuffet eignet sich gut, um Reste aufzutischen und Mitarbeitende wie Teilnehmende freuen sich über einen Snack  Aber auch beim Frühstück können Reste wie Pizza und Geschnetzeltes angeboten werden – seid mutig und probiert es einfach aus. Alles was am Ende der Freizeit noch übrig ist, kann den Teilnehmenden und den Mitarbeitenden mitgegeben werden.
  • Nicht vor Tellerresten erschrecken! Kinder müssen sich häufig an neue Geschmäcke gewöhnen. Werden neue Gerichte angeboten, ist es normal, dass erstmal Reste anfallen. Durch Probierportionen und Ideen, wie mögliche Reste anderweitig eingesetzt werden könne, sollten trotzdem neue Gerichte ausprobiert werden!
  • Kommunikation mit Teilnehmenden und dem Küchenteam. Durch Aufstellen von Schildern oder Plakaten können die Teilnehmenden auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam gemacht werden. Auch das Küchenteam sollte sich über das Thema unterhalten und dadurch für Möglichkeiten sensibilisiert werden, wie Reste vermieden werden können.

  • Autor / Autorin: Julia Widmann
  • © Umgang mit übrig gebliebenen Speisen, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: https://www.kita-schulverpflegung.nrw/projekt-kita-und-schulverpflegung-nrw/umgang-mit-uebrig-gebliebenen-speisen-12447
  • © Sektorspezifisches Dialogforum, Außer-Haus-Verpflegung. Zu gut für die Tonne: https://www.zugutfuerdietonne.de/strategie/dialogforen/ausser-haus-verpflegung
  • © Kühlen, Gefrieren und Erhitzen.DGE, in form: https://www.station-ernaehrung.de/fachinformationen/fuer-die-gemeinschaftsverpflegung/rund-um-die-gesetze/gute-hygienepraxis/kuehlen-gefrieren-und-erhitzen
  • © https://www.deater.info/wp-content/uploads/2024/03/240312_Kontrolllisten_Temperatur_Hygiene.pdf
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