Verschiedene Arten des GebetsVerschiedene Arten des Gebets

Einheit: Verschiedene Arten des Gebets

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-90 Min. (Vorbereitung: 15-30 Min.)
Materialarten: Hintergrund/ Grundsatz, Ideensammlung
Zielgruppen: Jugendliche, Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene, Junge Erwachsene (18+), Mitarbeit, Mitarbeitende, Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.

Der Artikel ist eine Sammlung verschiedener Ideen, wie man Gebet gestalten kann – kreativ, als StilleĂĽbung, sozial-missionarisch, als Spaziergang und noch so einiges mehr. Der Artkel soll anregen ĂĽber die eigene Gebetspraxis und die eigenen Gebetsformen nachzudenken und mit der Gruppe darĂĽber ins Gespräch zu kommen.


Vorschau:

Wie sollen wir richtig beten?

Seitdem ich an Jesus glaube, habe ich eine große Herausforderung: das Gebet. Wie soll ich beten? Stehend mit erhobenen Händen oder sitzend mit gefalteten Händen? Wie oft soll ich beten? Täglich abends vor dem Schlafengehen ein paar Minuten – oder lieber morgens eine Stunde? Oder soll ich sogar immer beten – 24 Stunden an 7 Tagen die Woche – so wie Paulus es praktiziert (siehe 1. Thess 5,17)? Bete ich mit einer Gebetsliste, einem Gebetstagebuch, mache ich es ganz frei oder doch lieber mit vorgefertigten Versen? Was ist der richtige Gebets-Style?

A.C.T.S

Eine gute Hilfe zu beten und dabei nicht nur auf sich zu schauen und gleichzeitig den Gebetshorizont zu erweitern, ist A.C.T.S. Die vier Buchstaben stehen für Adoration (Anbetung), Confession (Bekenntnis), Thanksgiving (Dank) und Supplication (Bitte), so Bill Hybels in seinem Buch „Aufbruch zur Stille“. Diese vier Bereiche können helfen, dass Gebet umfassender und lebendiger wird.

Nur einmal „Enter“ gedrückt! – Gedanken zum Gebet aus sozial-missionarischer Perspektive

Gebet. – Gebe ich diesen Begriff bei „Google“ ein und drücke „Enter“, dann werden mir ungefähr 15.500.000 Ergebnisse (in 0,40 Sekunden) angezeigt. Mit dabei sind Texte, Bilder und Videos, in welchen mir zum Beispiel Gebete für jede Situation des Alltags präsentiert werden. Außerdem erhalte ich wichtige und wissenswerte Informationen über das Gebet und auch einige Fotos mit gefalteten Händen sind auf meinem Bildschirm zu erkennen.

Gebetsspaziergang

Um das Gehen und (Auf)Suchen von Menschen praktisch einzuĂĽben, kann ein Gebetsspaziergang durchgefĂĽhrt werden.

Geht dabei mit offenen Augen und Ohren durch euren Ort. Versucht doppelt zu hören: einerseits auf-zu-hören zu Gott und andererseits hin-zu-hören zu den Menschen. Nehmt im Gespräch mit Gott die Menschen und das Umfeld wahr. Geht schweigend und mit „hörendem“ Herzen durch die Straßen eures Ortes und betet für die Menschen, die dort leben oder arbeiten. Wenn ihr an einer Schule vorbeikommt, betet für Schüler und Lehrer. Wenn ihr am Rathaus vorbeigeht, betet für die Verantwortlichen der Stadt, wenn ihr durch Wohngebiete lauft, dann betet für Kinder, Eltern, Alleinerziehende, Einsame, alte Menschen usw.

Beim Gebetsspaziergang geht es darum, denen näher zu sein, für die wir beten und denen wir dienen wollen. Indem ihr durch den Ort lauft, nehmt ihr eure Umgebung bewusster wahr und könnt ein klareres Bild bekommen, was die Menschen brauchen. Beim Gebetsspaziergang kann man lernen, über seine eigenen Anliegen hinaus zu beten und sich auf die Fürbitte für die Mitmenschen auszurichten.

Kreativ Beten

Wir brauchen Gebetsformen, bei denen wir auf ganz unterschiedliche Arten mit Gott sprechen können. Wenn Kreativität beim Beten keine Rolle spielt, finden kreative Menschen keinen Zugang zum Gebet. Im dramatischsten Fall reden sie dann nicht mit Gott. Damit dass nicht passiert, möchte ich hier ein paar Anregungen zum kreativen Gespräch mit Gott geben:

StilleĂĽbung

EinfĂĽhrung

„Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist“, schreibt Paulus an einer Stelle (1. Kor 6,19). Weil das so ist, lohnt es sich, in sich zu hören, was da abgeht. Das ist kein esoterisches Zeugs oder fernostasiatischer Yin-Yang-Hokuspokus, das ist Wahrnehmen der Lebendigkeit, die Gott in uns gelegt hat.

Tagzeitengebete – bewusst Gott begegnen

Für alles Mögliche machen wir Termine. Für den Arztbesuch, das Essengehen, den Urlaub. Geburtstage oder Hochzeitstag werden in den Kalender eingetragen, weil sie wichtig sind oder weil es peinlich ist, sie zu verpassen. Unser Alltag ist bestimmt von Datum und Uhrzeit. – Wie oft hast du heute schon auf deine Uhr geschaut oder Termine geplant beziehungsweise wahrgenommen?

Das, was uns wichtig ist, wird geplant. Wie ist das mit unserer Beziehung zu Gott? Legen wir hier genauso eine gründliche Terminplanung zu Grunde? In diesen bewussten Zeiten, in denen wir abschalten und uns Zeit nehmen für die Begegnung mit Jesus liegt ein großer Segen. Bewusst bedeutet: nicht mittendrin im Geschehen, nicht in der Hektik, den Zug oder Bus noch erreichen zu müssen. Nicht zwischen Tür und Angel.  Bewusste Zeiten sind die Momente, in denen alles andere hintenansteht. Wo ich eine Pause einlege und mir die Zeit nehme. Damit das gelingen kann, tut es uns (den meisten Menschen) gut, diese Zeiten fest einzuplanen. Schon vor vielen Hunderten von Jahren ging es den Menschen so. Damals war die Zeit noch nicht so schnelllebig wie heute.

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  • Autor / Autorin: Bernd Pfalzer; Ingo MĂĽller; Andy MĂĽller; Ulrich Mang; Stephan MĂĽnch
  • © Deutscher EC-Verband

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