WaschtagWaschtag

Einheit: Waschtag

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 40-50 Min. (Vorbereitung: 50-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Schokolade, Würfel, Wasser, Plastikwanne, Waschlappen, Lippenstift, Gegenstände (für die Verkündigung), Pinsel und Farben
Bibelstelle: 2. Könige 5,1-14
  • Das zweite Buch der Könige (2.Kön 5,1-14)

Elisa heilt den aramäischen Feldhauptmann Naaman und bestraft den Gehasi

51 Naaman, der Feldhauptmann des Königs von Aram, war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn und wert gehalten; denn durch ihn gab der Herr den Aramäern Sieg. Und er war ein gewaltiger Mann, jedoch aussätzig.

2 Aber die Kriegsleute der Aramäer waren ausgezogen und hatten ein junges Mädchen weggeführt aus dem Lande Israel; die war im Dienst der Frau Naamans.

3 Die sprach zu ihrer Herrin: Ach dass mein Herr wäre bei dem Propheten in Samaria! Der könnte ihn von seinem Aussatz befreien.

4 Da ging Naaman hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm an und sprach: So und so hat das Mädchen aus dem Lande Israel geredet.

5 Der König von Aram sprach: So zieh hin, ich will dem König von Israel einen Brief schreiben. Und er zog hin und nahm mit sich zehn Zentner Silber und sechstausend Schekel Gold und zehn Feierkleider

6 und brachte den Brief dem König von Israel; der lautete: Wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist.

7 Und als der König von Israel den Brief las, zerriss er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, dass ich töten und lebendig machen könnte, dass er zu mir schickt, ich solle den Mann von seinem Aussatz befreien? Merkt und seht, wie er Streit mit mir sucht!

8 Als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König von Israel seine Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Lass ihn zu mir kommen, damit er innewerde, dass ein Prophet in Israel ist.

9 So kam Naaman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tür am Hause Elisas.

10 Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder heil und du wirst rein werden.

11 Da wurde Naaman zornig und zog weg und sprach: Ich meinte, er selbst sollte zu mir herauskommen und hertreten und den Namen des Herrn, seines Gottes, anrufen und seine Hand über der Stelle bewegen und mich so von dem Aussatz befreien.

12 Sind nicht die Flüsse von Damaskus, Abana und Parpar, besser als alle Wasser in Israel, sodass ich mich in ihnen waschen und rein werden könnte? Und er wandte sich und zog weg im Zorn.

13 Da machten sich seine Diener an ihn heran, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dir der Prophet etwas Großes geboten hätte, würdest du es nicht tun? Wie viel mehr, wenn er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein!

14 Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geboten hatte. Und sein Fleisch wurde wieder heil wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.

Die Geschichte der ungewöhnlichen Heilung des Hauptmanns Naamans wird auf kreative Art und Weise mit den Kindern erlebt. Dabei wird ihnen verdeutlicht, dass es sich lohnt, auf Gott zu vertrauen, auch wenn er ungewöhnliche Wege mit Menschen geht.


Vorschau:

Hinführung
Idee 1: Schokoladenessen und Abwaschen
Ihr spielt mit den Kindern das Spiel „Schokoladenessen“, jedoch ohne Messer und Gabel. In der Mitte liegt eine große, noch eingepackte Tafel Schokolade. Es wird reihum gewürfelt und wer eine 6 würfelt, der darf beginnen, die Schokolade auszupacken bzw. zu essen – und zwar so lange, bis das nächste Kind eine 6 würfelt.
Ziel des Spieles ist es, dass zumindest einige der Kinder zum Schluss schokoladenverschmiert sind und sich waschen müssen. Zum Waschen wird eine Wanne mit schmutzigem Wasser angeboten und ein paar dreckige Waschlappen.
Vermutlich werden sich die Kinder beschweren und dann kann man kurz ins Gespräch darüber kommen, warum es sinnvoller ist, zum Waschen sauberes Wasser zu nehmen.

Idee 2: Aussatz
Ein Mitarbeitender malt sich im Vorfeld mit Lippenstift oder Ähnlichem lauter kleine rote Punkte ins Gesicht und an die Arme (und sollte dann natürlich ein kurzes T-Shirt tragen). Wenn alle Kinder bereits im Gruppenraum zusammen sind, dann kommt er zur Tür rein und tut einfach so, als wenn nichts wäre: Er begrüßt die Kinder ganz normal und wartet dann, welche Reaktionen von den Kindern kommen. Danach kann man gemeinsam mit den Kindern kurz ins Gespräch kommen über Aussatz. Es kann auch gefragt werden, wer von den Kindern beispielsweise an Neurodermitis oder Schuppenflechte leidet.

Verkündigung
Verkündigung mit Gegenständen
Die Geschichte rund um Naaman wird anhand mehrerer Gegenstände erzählt und für die Kinder dargestellt.

Lippenstift bzw. Schokolade (je nach Einstieg)
Naaman sieht ähnlich aus wie XY (der Mitarbeitende mit den Lippenstift-Punkten aus dem Einstieg) bzw. fühlt sich ähnlich schmutzig wie ihr schokoladenverschmierten Kinder eben. Er hat Aussatz. Das ist eine Hautkrankheit, die, ebenso wie Neurodermitis oder Schuppenflechte heute, juckt und unangenehm ist, sich ausbreitet und immer wieder Entzündungen hervorruft. Naaman ist ein Feldhauptmann, einer, der bei der Armee des Königs arbeitet. Er ist dort gerne gesehen, genießt einen guten Ruf und auch der König mag ihn sehr. Nur seine Krankheit, die nervt. Und die hätte er gerne weg. Doch bisher hat noch nichts geholfen, was er ausprobiert hat …

Kaffeetasse
Eines Tages, Naaman sitzt gerade im Wohnzimmer und kratzt seine Wunden, da bekommt er ein Gespräch mit zwischen seiner Frau und deren Dienerin. Die Dienerin ist eine junge Frau aus Israel, eine Kriegsgefangene. Sie ist sehr nett und zuvorkommend und versteht sich blendend mit Naamans Frau. Aber auch der Naaman, der findet sie ganz nett!
Die beiden, die Frau von Naaman und die Dienerin, die sind also mitten im Gespräch und dabei geht es um ihn – um Naaman. „Ich wünschte“, sagt die Dienerin, „der Naaman würde sich aufmachen in mein Heimatland, nach Israel. Dort gibt es einen Propheten – der könnte den Naaman bestimmt wieder gesund machen!“ Als das Naaman hört, bekommt er große Ohren und Augen. Ein Prophet in Israel, der ihn wieder gesund machen könnte? Kann das wirklich sein? Naaman überlegt nicht lange, redet noch mal selbst mit der Dienerin und macht sich dann auf den Weg zum König, um einen Urlaubsantrag abzugeben.

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  • Autor / Autorin: Steffi Pfalzer
  • © Deutscher EC-Verband

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