Zwischen Geboten und Freiheit?! – Zehn Aspekte der Freiheit entdeckenZwischen Geboten und Freiheit?! – Zehn Aspekte der Freiheit entdecken

Einheit: Zwischen Geboten und Freiheit?! – Zehn Aspekte der Freiheit entdecken

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-90 Min. (Vorbereitung: 15-45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche, Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene, Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Bibelstelle: 2. Mose 20,1-20,20
2. Mose 20,1-20,20

20

Die Zehn Gebote

(vgl. 5. Mose 5,6-21)

1Und Gott redete alle diese Worte:

2Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

4Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 6aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

7Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

8Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. 9Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

12Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.

13Du sollst nicht töten.

14Du sollst nicht ehebrechen.

15Du sollst nicht stehlen.

16Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

17Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

18Und alles Volk sah den Donner und die Blitze und den Ton der Posaune und den Berg rauchen. Als sie aber solches sahen, flohen sie und blieben in der Ferne stehen 19und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben. 20Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, euch zu versuchen, damit ihr’s vor Augen habt, wie er zu fürchten sei, und ihr nicht sündigt.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit zu 2. Mose 20,1-20 – die Zehn Gebote – unter der Fragestellung: Was haben die 10 Gebote mit Freiheit zu tun?


Vorschau:

Erklärung zum Text

Die Zehn Gebote bzw. der Dekalog zählen zu den bekanntesten Schriften der Bibel. Sie sind in 2. Mose 20 zu finden und beschreiben Verhältnisbeziehungen. Das heißt, die zehn Abschnitte lassen sich in zwei Sinnabschnitte einteilen: Die ersten fünf „Gebote“ beschreiben die Beziehung zwischen Gott und Menschen, während die anderen das Verhältnis zwischen den Menschen zu ordnen suchen.

Dabei wird deutlich, dass die Zehn Gebote keine Beschränkung darstellen, sondern dem Menschen zu Freiheit verhelfen sollen. Sie sollen einen kostbaren Aspekt des Lebens schützen, nämlich die Freiheit. Folgende grundsätzliche Haltung ist bei den „Geboten“ zu berücksichtigen: Die Berücksichtigung dieser Gebote ist eine dankbare Anerkennung dessen, was Gott für das Volk Israel bzw. für die Menschen getan hat.

Verse 1-3:

Die Versuchung, andere Götter in der damaligen Zeit anzubeten, war gegeben, da sich dadurch Fruchtbarkeit erhofft wurde. Daher auch die Aufforderung, nicht in eine Anbetung anderer Götter zu verfallen. Einfach gehalten wird das Verhältnis zu anderen Göttern von Martin Luther beschrieben: „Worauf du nu dein Herz hängest und verlässest, das ist eigentlich dein Gott.“

Bedeutung fĂĽr heute

Spätestens im Konfi-Unterricht habe ich die „Zehn Gebote“ auswendig gelernt. Im Laufe der Jahre gehen sie „leicht“ über die Lippen: „Ich bin der Herr, dein Gott…“. Trotzdem haben die einzelnen Verse des 20. Kapitels eine schier überfordernde Schwere. Kann und muss ich alle Gebote einhalten? – Hat nicht Jesus das Gesetz erfüllt? – Sind die Verse als eine „Ethik“ zu verstehen? – Fragen über Fragen!

  1. Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“

Dies ist der Satz, an dem ich mich sehr reibe, da ich merke, dass es viele „Götter“ in meinem Alltag gibt. Irgendwie fällt es mir schwer, mein Leben ganz nach Gott auszurichten, da es viele andere Dinge gibt, die auch sehr anziehend sind. In gewisser Weise ist dies auch der Punkt. Die Faszination, die andere Dinge auf mich auswirken, schränkt meine Sicht und auch meine Freiheit ein. Die Zehn Gebote machen deutlich, dass sie zur Freiheit im Leben durch die Fokussierung auf Gott selbst führen. Denn: Er weiß, was gut für mich ist, auch wenn ich manche Ereignisse oder Dinge nicht direkt verstehe.

Methodik fĂĽr die Gruppe

Icebreaker:

Wer kann die meisten Verbotsschilder in ca. 1 Minute malen? Wer kann die meisten Gebotsschilder in ca. 1 Minute malen? – Dazu benötigst du Zettel, Stifte und eine Stoppuhr. Hilfreiche Verkehrsschilder findest Du unter: https://www.linker.ch/eigenlink/verkehrsschilder_verkehrszeichen.htm

Beziehungen

  • Nenne eine Situation, in der es dir schwergefallen ist, die 10 Gebote einzuhalten. Wie bist du damit umgegangen?
  • Was hindert dich gelegentlich, den Feiertag zu heiligen?

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  • Autor / Autorin: Johanna-Marie MĂĽller
  • Autor / Autorin: Ulrich Mang
  • Autor / Autorin:
  • © Deutscher EC-Verband