Ich-Bin-Worte Jesu

(Johannes-Evangelium)

Ich bin der wahre Weinstock (Johannes 15,1-8)

Wie so oft sprach Jesus auch hier in Bildern und Gleichnissen. Damit wollte er uns etwas lehren. Lest gemeinsam mit den Kindern den Abschnitt aus Johannes 15,1-8, oder zumindest die Verse 4-5. Was meint Jesus damit, dass wir „in ihm bleiben“ sollen und dass er in uns ist?

Was passiert, wenn bei einem Baum der Ast nicht mehr am Stamm fest ist? Er bekommt kein Wasser und keine Nährstoffe mehr. Er wird vertrocknen. Es werden keine Blätter und Früchte daran wachsen. Jesus wollte uns damit sagen, dass wir in enger Verbindung zu ihm leben sollen. Wie können wir das tun?
Durch Bibel lesen, beten, dadurch, dass wir auch im Alltag immer wieder mit Gott sprechen, ihn fragen, wie wir uns verhalten sollen oder welche Entscheidung wir treffen sollen.
In Johannes 7,38-39 sagt Jesus, dass das Wasser, das durch uns fließt, der Heilige Geist ist. Wenn wir also eng mit Jesus verbunden bleiben, nach seinem Willen fragen und uns von seinem Wort ernähren, dann fließt der Heilige Geist in und durch unser Leben. Und dieser Heilige Geist ist er, der in uns Frucht bewirkt. Wir müssen das nicht aus eigener Kraft tun. Das können wir auch nicht. Denn Jesus sagte, dass wir ohne ihn nichts tun können. Es ist der Heilige Geist in uns, der unseren Charakter verändert, der unser Denken verändert und das, was daraus entsteht, ist Frucht (Epheser 4,23-24).

Kreativangebot und Gegenstandslektion: Hydroperlen
Material:
Schüsseln
Hydroperlen / bunt oder transparent
Wasser
evtl. Luftballons und leere Pet-Flaschen halbliter

Ihr könnt einige Hydroperlen schon vorbereiten und ins Wasser legen. Sie brauchen ca. 2 Stunden, bis sie aufgegangen sind. Die Hydroperlen stehen für uns Menschen. Die Schüssel voll Wasser für Gott und den Heiligen Geist. Wenn wir in ihm sind, d.h. in enger Gemeinschaft mit ihm (in der Schüssel), dann füllt er uns mit dem Heiligen Geist. Dadurch verändern sich unsere Eigenschaften (wir werden größer, die Farbe ändert sich leicht, das ist ein Bild dafür, dass sich durch den Heiligen Geist unser Charakter verändert).

Danach könnt ihr die Kinder mit den Perlen spielen lassen. Man kann z.B. eine große Schüssel mit Perlen und Wasser füllen und eine Murmel untermischen, die sie suchen sollen. Oder man macht „Knetbälle“ aus den Luftballons und den Hydroperlen. Dazu füllt man die gefüllten Perlen mit etwas Wasser in die Flasche. Den Luftballon aufpusten, den Verschluss leicht drehen, damit die Luft nicht sofort wieder entweicht und dann den gefüllten Ballon über den Flaschenhals streifen. Nun die Flasche umdrehen und Perlen und Wasser in den Ballon laufen lassen. Zum Schluss aus dem Ballon die restliche Luft rauslassen und verknoten. Fertig ist der Anti-Stress-Ball.

Man kann auch die kleinen, noch nicht gefüllten Hydroperlen mit viel Wasser in die Flasche und anschließend in den Ballon füllen. Die Perlen brauchen aber 2 Stunden mindestens, bis sie vollgesogen sind und die Bälle werden nicht so prall.

Alternatives Kreativangebot im Sommer: Veranschaulichung und Spiel
Es gibt Wasserbomben, wo viele Wasserbomben an einer Art Kunststoffhalm angebracht sind und mit einem Wasserschlauch befüllt werden. Wenn sie voll sind, fallen sie von dem Kunststoffhalm ab und verschließen sich selbst mit einem Gummiring. Das ist eine schöne Veranschaulichung für „in ihm blieben“ oder „am Weinstock bleiben“. Das Wasser (das den Heiligen Geist versinnbildlicht) fließt durch den Schlauch und an den Enden, wo die „Trauben“ oder in unserem Fall die Wasserbomben hängen, befüllen die sich quasi wie von selbst, bis die Frucht reif ist.
Anschließend könnte man eine kleine Wasserschlacht machen.

(Johannes-Evangelium)

Ich bin das Licht der Welt (Johannes 8,12)

Was hat Jesus gemeint, als er sagte, dass er das Licht der Welt ist? Jesus war schließlich keine Kerze, und auch kein Leuchtturm! Habt ihr schon mal eine Nachtwanderung gemacht? Vielleicht sogar schon mal eine ohne Taschenlampen? Wie war das?

Ich erzähle euch eine Geschichte:
Am Rande einer kleinen Stadt, umgeben von dichten Wäldern, lebte eine Gruppe abenteuerlustiger Jugendlicher. In einer Sommernacht beschlossen sie, eine Nachtwanderung zu unternehmen. Sie kannten sich im Wald ganz gut aus und wollten rüber zu einem alten verlassenen Bauernhof und dort in der Scheune übernachten. Sie packten ein paar Snacks und Getränke ein und machten sich auf den Weg in den Wald, voller Vorfreude auf das Abenteuer, das vor ihnen lag. Da sie den Weg kannten, nahmen sie keine Taschenlampen mit. Das Mondlicht würde ausreichen.

Die Nacht war dunkel, der Himmel leicht bewölkt. Nur etwas Mondlicht schimmerte durch die Wolken. Die Jugendlichen lachten und erzählten sich Gruselgeschichten, während sie tiefer in den Wald vordrangen. Je tiefer sie in den Wald hineingingen, desto geheimnisvoller und spannender erlebten sie die Atmosphäre des Waldes. Immer wieder knackte es im Dickicht oder raschelte in ihrer Nähe. Man merkte, dass der Wald lebt. Da der Wald recht dicht geworden war, drang so gut wie kein Licht mehr zu ihnen durch.

Ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein, verloren sie nach einer Weile die Orientierung und gerieten tiefer in das undurchdringliche Dickicht. Von dem Weg, den sie kannten, waren sie längst abgekommen. Als sie realisierten, dass sie den Weg verloren hatten, breitete sich allmählich Panik aus. Sie hatten sich verirrt und der Wald war groß. Die Dunkelheit verschluckte alle Hinweise auf den richtigen Weg, so dass sie nicht einmal mehr wussten, in welche Richtung sie gehen müssten.

Einer stolperte über einen Ast, der im Weg lag. Er kam ins Rutschen und man hörte nur noch ein Platschen. Er war in einen Bach gefallen. Sie zogen ihn heraus, so gut sie konnten. Doch sehr bald wurde klar, dass er dringend etwas Trockenes zum Anziehen brauchte. Er fror so sehr, dass seine Zähne laut aufeinander klapperten vor Kälte. Auf der Suche nach dem richtigen Weg zurück fingen sie an, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen und zu streiten. Plötzlich hörte man einen Schrei. Einer war gestürzt und hatte sich am Bein verletzt, als er in einen Brombeerbusch gefallen war. Die Gruppe versuchte, die Verletzung notdürftig zu versorgen, aber die Situation wurde zunehmend ernster. Sie konnten ja nichts sehen. Sie wussten, dass sie dringend Hilfe brauchten.

Gemeinsam riefen sie um Hilfe und schlugen mit Ästen SOS gegen die Baumstämme. Inzwischen waren sie durchgefroren, besonders der, der in den Bach gefallen war, und der Verletzte weinte vor Schmerzen. Nach einigen Minuten ließen sie sich mutlos und erschöpft auf den feuchten Waldboden fallen. Sie hatten keine Ahnung, wie weit das nächste Haus entfernt war.

Doch plötzlich hörten sie in der Ferne einen Krankenwagen jaulen. Sie riefen aus Leibeskräften und nach einer Zeit, die sich wie eine Ewigkeit anfühlte, sahen sie den Schein einiger Taschenlampen durch die Dunkelheit leuchten. Sie riefen um Hilfe. Dann nahmen sie Hundegebell wahr.  Ein Rettungsteam mit Suchhunden hatte sich auf den Weg gemacht, um die Jugendlichen zu finden, nachdem die Bewohner eines einsamen Hauses in der Nähe des Waldes über seltsame Klopfgeräusche menschlichen Ursprungs im Wald berichtet hatten. Sie waren gerettet. (ENDE)

Als Jesus von sich selbst als Licht sprach, meinte er eine geistliche Dunkelheit. Die Menschen auf der Welt kannten Gott nicht. Sie beteten Götzen an oder lebten für sich selbst, einige suchten den Weg zu Gott, aber in den falschen Dingen. Das meinte Jesus mit Dunkelheit, dass sie Gott nicht erkannten. In Lukas 2,32 sagte er, dass er gekommen ist, um den Völkern Gott zu offenbaren, und wie sie zu ihm finden können. Das bedeutet es, ein Licht sein. Das Licht macht es hell, so dass man den Weg sehen kann. In Apostelgeschichte 13,47 bekommt auch Paulus den Auftrag, den Völkern ein Licht zu sein und ihnen den Weg zu Gott zu weisen. Und auch wir sind, als Kinder Gottes, das Licht der Welt (Matthäus 5,14-16).

Kreativteil: Wir basteln Leuchtbuchstaben in 3D (eher für größere Kinder)

Material:

  • Architektenpappe A3, 5 mm dick (Schaumstoffplatte / Schaumplatte), eins je Kind
  • Cuttermesser
  • Lineale
  • Acrylfarben und Pinsel
  • Lichterketten 20 LED mit Batterien, eine je Kind
  • Ggf. Buchstabenvorlagen (wir haben die Anfangsbuchstaben der Kinder genommen)
  • Bleistifte, gut angespitzt

Man kann nur gerade Linien schneiden, keine Kurven und Rundungen! Achtet bei den Vorlagen darauf.
Schneidet von der schmalen Seite der Platte unten ca. 10-12 cm. Das wird später der Boden. Legt nun die Buchstabenvorlagen auf die verbleibende Pappe, zeichnet die Ränder nach und schneidet sie sauber mit dem Cutter ab. Markiert nun unten an den Buchstaben, wo der Buchstabe in die Stütze muss, und schneidet in die Stütze entsprechende Schlitze.

Nun nehmt den Bleistift, und piekt vorsichtig Löcher in den Buchstaben, so dass die LEDs von hinten hindurch passen. Bevor ihr nun die LEDs einsetzt, malt euren Buchstaben farbig, wie ihr es mögt. Steckt den Buchstaben in den Ständer und dann kommen die LEDs von hinten in die Löcher. Ihr könnt die Kabel an der Rückseite noch mit Tesa verkleben. So hat jeder einen Leuchtbuchstaben als Erinnerung, dass wir Licht in dieser Welt sind. Wir sollen den Menschen helfen, den rettenden Weg zu Gott zu finden.  

(Johannes-Evangelium)

1.    Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6)

Einstieg in den Kontext; Johannes 14,1-6: Als Jesus zum letzten Mal gemeinsam mit seinen Jüngern zusammen saß, bei einem Essen, kündigte er an, dass er bald gehen müsse. Er sagte ihnen, dass er zu seinem Vater gehen würde (und die Jünger wussten, dass er Gott den Vater meint). Er erklärte ihnen, dass er dorthin gehen würde, um für sie eine Wohnung vorzubereiten, damit sie nachkommen könnten. Sie sollten ihm also folgen und er sagte, dass sie den Weg ja kennen. Daraufhin waren die Jünger etwas verwirrt. Könnt ihr euch vorstellen, warum?

Ihnen war das gar nicht so klar, wie sie dorthin gelangen könnten. Wisst ihr das denn?

Daraufhin sagte Jesus diesen Vers: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kann zum Vater kommen als nur durch mich.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Jünger sich in einem großen Labyrinth stehen sahen und Jesus wartet am Ausgang. Und sie fragten sich, wie sie denn genau den Weg zu ihm finden sollten?

Fragen und Gespräch:

  • Seid ihr schon mal durch ein Labyrinth gelaufen, z.B. aus Büschen oder in einem Maisfeld?
  • Woher wusstet ihr, welchen Weg ihr nehmen müsst?
  • Was könnte Jesus gemeint haben, dass er der Weg zum Vater ist?

Jesus selbst gibt auf diese Frage die Antwort, nämlich in Johannes 17,3. Dort sagt er, dass dieser Weg, über den die Jünger rätselten, darin besteht, Gott als Gott zu erkennen. Wir sollen erkennen, dass Jesus Christus in die Welt gesandt wurde, um uns zu retten. Man könnte auch kurz zusammenfassen, dass der Weg zum Vater „Glaube“ ist! Es ist der Glaube an Jesus, der uns an das Ziel bringt, wo Jesus auf uns wartet.

Viele andere Religionen suchen auch nach Gott. Doch sie irren durch das Labyrinth und geraten in die vielen Sackgassen. Habt ihr eine Idee, was Menschen alles tun, damit Gott sie annimmt?
Manche Menschen meinen, ihre guten Werke würden sie retten, oder folgen dem Weg, der am schönsten aussieht. Manche Menschen streben nach Ruhm, möchten sich selbst verwirklichen oder verfallen falschen Religionen, die nicht zu Gott führen. Aber Jesus macht klar, dass nur er allein der Weg ist, der zum Vater führt. Nur wer glaubt, dass Jesus der Retter ist, der an unserer Stelle für unsere Übertretungen starb, wird den richtigen Ausgang des Labyrinths finden. Und um diesem Weg folgen zu können, brauchen wir den Heiligen Geist, der uns in alle Wahrheit leitet (Johannes 16,13).

Kreativangebot:

Bastelt mit den Kindern ein Magnetlabyrinth. Ihr braucht:

  • Labyrinth-Vordrucke aus dem Internet in verschiedenen Schwierigkeitsgraden z.B. hier: https://www.raetseldino.de/
  • Ein Stück Pappe oder eine Schachtel mit niedrigem Rand (Format sollte zu den ausgedruckten Labyrinthen passen)
  • Klebestifte
  • Heißklebepistole
  • Spielfiguren (z.B. kleine Holzfiguren wie von „Mensch ärgere dich nicht“)
  • Kleine, aber starke Magnete, die in etwa so groß sind, wie die Unterseite der Spielfiguren.

Anleitung:

Die Kinder suchen sich ein Labyrinth (ihrem Alter entsprechend) aus. Klebt das Labyrinth auf die Pappe oder in die Schachtel. Ihr könnt die Wege auch bemalen.

Dann braucht jedes Kind 2 Figuren und 2 Magnete. Auf die Unterseite der Figuren werden mit dem Heißkleber (durch einen Erwachsenen!) die Magnete festgeklebt, aber achtet darauf, dass sich die Pole der beiden Magnete an den Figuren gegenseitig anziehen, so dass sich die „Füße“ der beiden Figuren anziehen!

Dann stellt ihr eine Figur auf das Labyrinth. Das sind wir, die wir unseren Weg zu Gott durch das Labyrinth suchen. Die andere Figur wird von der Unterseite der Pappe an die andere Figur gehalten, so dass die Figuren durch die Pappe hindurch aneinanderhaften. Diese zweite Figur ist der Heilige Geist. Die Kinder können dann mit der unteren, nicht sichtbaren Figur die Spielfigur auf dem Labyrinth leiten, wie der Heilige Geist uns durch das Labyrinth des Lebens leitet, damit wir bei Jesus ankommen.

Dabei kann man mit den Kindern darüber ins Gespräch kommen, dass unser Leben uns auch manchmal wie ein Labyrinth erscheint, und wir den richtigen Weg nicht finden. Wir wissen vielleicht nicht, was wir machen sollen. Aber Jesus hat uns den Heiligen Geist versprochen, der uns leitet, wie die nicht sichtbare Spielfigur, durch eine nicht sichtbare Kraft (Magnetismus) die andere Figur sicher durch das Labyrinth leitet. So leitet uns der Heilige Geist durch unser Leben. Wir können ihn darum bitten, dass er uns den Weg zeigt. Und er wird uns sicher an das Ziel bringen, wo wir dann bei Jesus in unsere vorbereitete Wohnung einziehen werden.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2024. Es geht in drei Lektionen um „Verloren und gefunden“:

10.06.Lukas 15, 8-10Die verlorene Münze
17.06.Lukas 15, 11-32De beiden Söhne
24.06.Lukas 19,1-10Zachäus
GrundsatzartikelVeröffentlichung Okt. 2024Grenzen setzen

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Hier findet ihr das Logo zur Themenreihe „Petrus“ in verschiedenen Formaten für soziale Medien, T-Shirt-Druck und oder Print-Werbung. Damit könnt ihr eurer Freizeit einen persönlichen Touch geben.

Alle Logi wurden von Kathrin Dietz, Jugendreferentin im ejw Backnang, entworfen und zur Verfügung gestellt.

Material:

  • Erbsen
  • Säckchen/Tüte für die Erbsen

Beschreibung: Jede Familie/Gruppe erhält ein Erbsen-Säckchen. Je nach Personenanzahl muss auch die Anzahl der Erbsen in dem Säckchen angepasst sein. Nun nimmt nach der Reihe jede Person aus der Familie/Gruppe eine Erbse aus dem Säckchen und sagt, wofür sie dankbar ist. Wenn alle Erbsen aus dem Säckchen genommen wurden, stehen die Erbsen symbolisch für alles, was uns dankbar und froh macht. Für die nächste Danke-Runde können sie nun wieder in das Säckchen wandern.

Idee für Zuhause: Das Erbsen-Gebet ist auch eine Idee für die Familien Zuhause. Beispielsweise könnte die Familie am Ende des Tages ihre Dankbarkeits-Gründe für den Tag finden. Oder ein Kind beendet für sich alleine den Tag mit den einzelnen Erbsen und schaut, wie viele Dankes-Erbsen es an dem Tag sammeln konnte.

Zur EM 2024 haben wir für euch fünf Impulse und den EM-Spielplan als PDF zum Download zusammengestellt.

Das alles und noch einige Ideen mehr, wie ihr in eurer Jugendarbeit die Fußballspiele genießen und über den christlichen Glauben ins Gespräch kommen könnt, findet ihr im Heft „Die Chancen nutzen“ vom Deutschen EC-Verband.

Kann einer von euch mir erklären, was eigentlich „Abseits“ bedeutet? Ich weiß noch, wie ich einmal versuchte, meiner Mutter die Abseitsregel zu erklären. Das war wirklich ein hartes Stück Brot.
Beim Fußball gerät man sehr schnell ins Abseits, im Leben leider auch. Ich möchte euch von einem Mann erzählen, der voll im Abseits des Lebens stand.
Er war aussätzig. Das ist schnell dahin gesagt – bedeutete aber ein schreckliches Schicksal. Er war nicht nur durch die Krankheit entsetzlich gezeichnet, sondern war zugleich aus der menschlichen Gesellschaft ausgestoßen. Er musste als Zeichen der Buße zerrissene Kleider tragen, das Haar musste er lose und den Bart verhüllt halten und gegenüber den sogenannten „Reinen“ musste er schon von weitem „unrein, unrein“ rufen (wer den Film oder das Buch „Ben Hur“ kennt, wird sich vielleicht daran erinnern). Die Aussätzigen bildeten eigene Kolonien, waren für sich, ausgestoßen aus der Welt.
Dieser Aussätzige, von dem ich erzählen möchte, trifft auf Jesus. Er sieht ihn, er fällt vor Jesus auf die Knie und sagt: „Herr, wenn du es willst, kannst du mich gesund machen.“
Ich kann mir gut vorstellen, wie die, die Jesus begleiteten, abhauten, als sie den Aussätzigen schon von Weitem kommen sahen. Was wird Jesus tun? Auch abhauen?
Ungeheuerliches passiert. Jesus beugt sich herunter und umarmt den Aussätzigen. Stellt euch das vor. Dieser, von allen Ausgestoßene und Gemiedene, wird umarmt und angenommen. Jesus geht nicht auf Distanz. Er missachtet sogar das jüdische Gesetz – der Liebe für diesen Aussätzigen wegen. Ihn lässt das nicht kalt. Er schiebt ihn nicht ab. Es tut ihm weh, wie dieser Mensch unter der Last der Krankheit leidet. Gegen den totalen Aussatz des Menschen stellt Jesus seinen totalen Einsatz. Egal, wie entstellt unser Äußeres durch Krankheit und Leid ist – egal, wie entstellt unser Inneres durch Sünde und Schuld ist; es gibt niemanden, den Gottes Liebe nicht umarmen würde. Da ist niemand unter uns, niemand auf der ganzen Welt, der so tief unten oder so am Ende ist, dass ihn Gottes liebende Arme nicht erreichen und umarmen können.

Wie die zwei Alten aus der Muppet-Show saßen Willy und Karl auf der Zuschauertribüne ihres Schalke04, diskutierten und kommentierten das laufende Spiel, erinnerten sich an alte Zeiten und Erfolge und regten sich über die – in ihren Augen – schlechte Spielweise der aktuellen Mannschaft auf. Sie sind Zuschauer von ganzem Herzen und aus gesicherter Entfernung, örtlich und zeitlich. Niemand käme auf die Idee, sie von der Zuschauertribüne ins Spiel zu rufen, um selbst zu kicken.

Zachäus, der kleinwüchsige Zöllnerchef aus Jericho, wollte wahrscheinlich auch nur aus gesicherter Position im Maulbeerbaumversteck einen Blick auf Jesus werfen. Vielleicht in seinem Alltag ein Highlight setzen: Immerhin war Jesus schon wer. Einfach Zuschauer sein, vielleicht später mit seinen Zöllnerkollegen reden und debattieren oder sich auch über Jesus und die frommen Leute aufregen. Niemand würde auf die Idee kommen, ihn vom Baum zu holen. Sein Versteck war kaum einzusehen und warum sollte auch der fromme Jesus den Sünder und Zöllner aus dem Baum holen.
Doch es kommt anders. Jesus kommt anders. Er kommt in die Stadt, sieht den Zachäus auf dem Baum hocken und ruft ihn runter. Aus dem Zuschauer Zachäus wird ein Mitspieler Jesu. Unter der Liebe dieses Jesus krempelt er sein Leben um, gibt zurück, was er unrecht genommen hat und das gleich mehrfach.

Vielleicht steckst auch du gerade in so einem Maulbeerbaum. Vielleicht möchtest du nur mal einen Blick auf Jesus werfen, nur so ein bisschen im Jugendkreis mitschwimmen, sicher und distanziert.

Doch Jesus sieht dich im Baum, er sieht dich im Versteck deines Lebens und er ruft dich aus der Zuschauerposition hinein ins Spiel, hinein ins Leben.

Ich find’ das schon gewaltig! Da wechselt ein Spieler den Verein und mit ihm wechseln noch einige Millionen Euro den Besitzer. Wahnsinn, welche Ablösesummen für Spieler gezahlt werden. Sind die das wert? Ist ein Mensch so viel wert?

Was würde Inter Mailand wohl für mich bezahlen, damit ich in ihrer Mannschaft spiele? Sicherlich nichts – noch weniger als nichts. Sie würden mich gar nicht haben wollen. Oder ich müsste ihnen etwas zahlen, damit ich mal kurz mitspielen darf – beim Training.

Die Bibel erzählt davon, dass jemand eine überdimensionale, suprahohe Ablösesumme für mich gezahlt hat. Das ist echter Wahnsinn. Ja, da hat jemand – nein, nicht jemand: Jesus, der Sohn Gottes, selbst – mit seinem Leben dafür gezahlt, dass ich nun zu ihm gehöre und in seiner Mannschaft spiele.
Das ist einfach fantastisch. Vor allem spüre ich mehr und mehr, seit ich in dieser Mannschaft von Jesus spiele, dass ich meinen Platz gefunden habe, dass der Trainer, Jesus, meine Fähigkeiten entfaltet und mich am richtigen Platz einsetzt. Es ist toll, wenn ich merke: Mensch, diese Position, die Jesus mir gegeben hat, ist mir wie auf den Leib geschneidert – hier kann ich meine Fähigkeiten voll einbringen. Und ich erlebe, dass das Ganze nicht nur Spaß, sondern auch Sinn macht. Ist das nicht verrückt, dass Jesus für mich und dich solch eine hohe Ablösesumme gezahlt hat?
Ist das nicht noch verrückter, dass seine Mannschaft nicht schon längst aus allen Nähten platzt, weil alle bei ihm spielen wollen?

Wir laden dich ein – auch hier vor Ort spielt eine Mannschaft, eine Gemeinschaft. Sie steht dir jederzeit für ein Probetraining offen.

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