Auf Du und DuAuf Du und Du

Auf Du und Du

Bibelarbeit

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Zimmermannsnagel (je TN), Zimmermannsnagel in Brett gehauen
Bibelstelle: 1. Mose 2,18-25
1. Mose 2,18-2,25

18Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 19Und Gott der Herr machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. 20Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen wurde keine Hilfe gefunden, die ihm entsprach.

21Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. 22Und Gott der Herr baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. 23Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. 24Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. 25Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Daniel Hahn geht in dieser Bibelarbeit darauf ein, dass der Mensch zur Beziehung geschaffen ist. Mit einer detaillierten Auslegung des Textes und verschiedenen praktischen und methodischen Impulsen vermittelt er: Der Mensch braucht den Menschen – und damit ist nicht nur die Paarbeziehung gemeint.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Wir sind am Ende des zweiten Schöpfungsberichtes (1. Mose 2,4b-25). Der erste Schöpfungsbericht (1,1-2,4a) spannt den Bogen vom Chaos zum Kosmos. Gott schafft alles durch sein Wort. Der zweite Bericht legt einen anderen Schwerpunkt: Bei der Erschaffung der Frau geht es um Beziehungen. Zwischen Gott und Mensch. Zwischen Mensch und Schöpfung. Zwischen Mensch und Mensch bzw. Mann und Frau.

Beziehung Gott – Mensch: Der Mensch ist in eine enge, direkte und unmittelbare Beziehung zu Gott gestellt. Sie reden direkt miteinander.

Beziehung Mensch – Schöpfung: Der Mensch gibt allen Tieren Namen. Wer Namen gibt, hat Macht über sie. Aber die Tiere sind kein Gegenüber für den Menschen. Denn: Der Mensch hat den Lebensodem von Gott eingehaucht bekommen (2,7), die Tiere nicht. Somit besteht ein qualitativer Unterschied zwischen Mensch und Tier, was ihre Geschöpflichkeit angeht.

Beziehung Mann – Frau: Sie sind füreinander geschaffen, ergänzen sich. Gemeint ist: Hilfe auf Augenhöhe. Sie gehören zusammen, unterstützen, ergänzen und helfen sich (Pred. 4,10).

V.18: Zu Beginn steht der Kontrast zum ersten Schöpfungsbericht. Gott spricht: Nicht gut! Die Einsamkeit des Menschen soll beendet werden. Gehilfin (Luther 84) ist falsch übersetzt – dort steht wörtlich: Hilfe.

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  • Autor / Autorin: Daniel Hahn
  • © Deutscher EC-Verband

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