Barmherzigkeits-Challenge: So kannst du barmherzig sein!Barmherzigkeits-Challenge: So kannst du barmherzig sein!

Barmherzigkeits-Challenge: So kannst du barmherzig sein!

Kreativangebot

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 10-90 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Kreativangebot
Zielgruppen: Jugendliche, Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene, Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Events + Projekte, Gruppenstunde
Redaktion: echt.

Wie kann man eigentlich barmherzig sein? Was hat Jesus getan, dass er barmherzig war? Was bedeutet es für dich persönlich, „barmherzig zu sein“? Um dich herauszufordern, folgt nun eine Barmherzigkeits-Challenge. Sie besteht aus Aufgaben, die dir mal leicht und mal schwerfallen werden. Wenn du sie geschafft hast, kannst du die Aufgabe abhaken (was natürlich nicht heißt, dass du sie danach nie wieder machen sollst). Du kannst die Aufgaben auch gerne mit Freunden oder in eurer Jugendgruppe gemeinsam machen, dann könnt ihr euch gegenseitig motivieren. Wenn ihr Lust habt, macht ein Video von den Challenges und schickt es uns zu oder postet es auf Instagram.

Schritt Nummer 1!
Bevor du voller Tatendrang anfangen willst, barmherzig zu sein, bitte Gott um ein barmherziges Herz. Lass dir von ihm die Augen öffnen und zeigen, was es heißt, barmherzig zu sein. Bitte den Heiligen Geist, dass er dich bei dieser Challenge leitet.

ChallengeErledigt!
Sag jemandem, dass er schön ist!
Viele Menschen haben ein Problem mit ihrem Aussehen. Sie wissen gar nicht, wie schön und wunderbar sie gemacht wurden. Deshalb geh auf jemanden zu und sag es ihm/ihr. Egal ob Freunde oder Fremde.
Wenn du, genau wie ich, ein kleiner Angsthase bist und dich das bei fremden Menschen nicht traust, kannst du auch einfach einen kleinen Zettel schreiben, auf dem steht: „Hi, you are beautiful! Please recycle this message by passing it on to another beautiful person.“ So kannst du jemandem ein Kompliment machen und ihn gleichzeitig auffordern, selbst einem anderen ein Kompliment zu machen.

 
Sei ein barmherziger Samariter!
In der Bibel werden wir immer wieder aufgefordert, barmherzig zu sein. Eines der bekanntesten Gleichnisse ist hier der barmherzige Samariter. In diesem Gleichnis geht es nicht nur darum, barmherzig zu einer Person zu sein, die man sowieso gerne hat. Zwischen den Samaritern und den Juden gab es Ausgrenzung und regelrechte Feindschaft. Trotzdem kümmert sich der Samariter um seinen von Räubern zusammengeschlagenen Feind. Er macht sich nicht über ihn lustig oder freut sich an seinem Unglück.
Sei auch du ein barmherziger Samariter und hilf einem Menschen, den du nicht magst (oder den du sogar als Feind bezeichnen würdest), wenn er Probleme hat oder es ihm nicht gut geht. Muss er bei seinem Auto die Reifen wechseln – hilf ihm. Ist ihm etwas kaputtgegangen – hilf ihm, es zusammenzukehren. Versteht er etwas nicht – erklär es ihm geduldig.
 
Verbringe Zeit mit alten Menschen!
Es gibt viele Rentner, die an Einsamkeit leiden. Viele ihrer Freunde sind schon gestorben und ihre Familie hat keine Zeit. Erkundige dich bei einem Seniorenheim, ob du vorbeikommen kannst, um Zeit mit den Senioren zu verbringen. Wenn du ein Instrument spielen kannst, sing mit ihnen Lieder von früher, die sie auswendig können, spiel mit ihnen Brett- oder Kartenspiele oder hör ihnen einfach nur zu, wenn sie gerne etwas erzählen möchten.
Wenn du deine Oma und deinen Opa schon lange nicht mehr gesehen hast, schau doch mal bei ihnen vorbei. Sie werden sich garantiert auch ĂĽber deinen Besuch freuen.  
 
Versuche, Menschen durch Gottes Augen zu sehen!
Wir neigen oft dazu, unser GegenĂĽber zu mustern, Fehler an ihm zu finden und ihn letztlich in eine Schublade zu stecken. Das ist ziemlich skrupellos und ganz bestimmt nicht Gottes Wille im Umgang miteinander. Versuche dich gezielt auf das Positive in den Menschen zu konzentrieren. Halte dir vor Augen: Gott liebt dein GegenĂĽber. Frage dich vor diesem Hintergrund, was ihn besonders macht. In jeden Menschen hat Gott einen Schatz gelegt, den es gilt zu finden. Versuche mit Hilfe des Heiligen Geistes dich auf die Suche danach zu machen. Wo verbirgt sich der Schatz, den Gott im Anderen versteckt hat? Suche ganz bewusst danach bei Menschen, mit denen du sonst Probleme hast und bei denen du schnell ungeduldig wirst.  
 
KĂĽmmere dich um die Armen!
In der Bibel gab Gott ganz klar das Gebot, dass ein Teil der Ernte den Armen gehören soll, „damit sie genug zu essen haben“ (5. Mose 26,12 HFA). Wenn du in einer Stadt einem Bettler begegnest, kauf ihm etwas zum Essen oder schenk ihm ein Hygienepaket mit Seife, Duschgel, Feuchttüchern etc. Er wird sich darüber freuen, denn was für dich selbstverständlich ist, ist für ihn Luxus. Du kannst auch einfach auf ihn zugehen und ihn fragen, was er gerade braucht. So kannst du dir sicher sein, dass er damit etwas anfangen kann.
 
Schenke jemandem dein Ohr, der sonst nicht gehört wird!
Manchen Menschen liegt so Vieles auf der Seele, doch es gibt niemanden, der ihnen zuhören möchte. Schenke du ihnen dein Ohr. Wichtig: Schenk ihnen dein Ohr, nicht deinen Mund! Sei einfach still, hör aufmerksam zu und frage nach. Plappere sie nicht mit dem voll, was du alles zu erzählen hast.
Dieser Punkt lässt sich auch gut mit dem letzten Punkt verknüpfen. Oft werden Bettler gekonnt ignoriert oder übersehen. Iss gemeinsam mit einem Obdachlosen und komm mit ihm ins Gespräch. Versuche, ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob er gerne über sein Leben redet oder nicht. Wenn ja, frag ihn aus und lass ihn erzählen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!“ (Matthäus 25,40 HFA)
 
Investier dich in einen Trauernden!
Es gibt so viele Schicksalsschläge, die einen komplett aus der Bahn werfen können. Inverstiere dich und deine Zeit in einen Menschen, der sich in genau so einer Trauerphase befindet. Geh für ihn einkaufen, koch für ihn, geht gemeinsam in den Gottesdienst oder macht einen Ausflug, um ihn auf andere Gedanken zu bringen. Sei kreativ und lass dir etwas einfallen, um ihn durch seine schwere Lebensphase durchzutragen.
 
Vergib bedingungslos!
Manchmal „vergeben“ wir anderen Menschen, wenn sie uns gegenüber falsch gehandelt haben. Und trotzdem halten wir es ihnen an einem anderen Streitpunkt wieder vor. „Weißt du noch damals, als du mich versetzt hast? Das war auch nicht viel besser?!“ Doch das ist nicht der Sinn des Vergebens. Bedingungslos vergeben heißt, jemand anderen nicht mehr auf das festzunageln, was er falsch gemacht hat. Vergib bedingungslos, denn Gott hat dir bedingungslos vergeben.
(Vergib nicht nur anderen, sondern auch dir selbst. Wenn Gott dir vergeben hat, mach dich nicht mehr runter fĂĽr deine Fehler, sondern sei gewiss: Dir ist vergeben!)  
 
Sei barmherzig mit der Umwelt!
Gott hat uns Menschen als Wächter über unsere Umwelt eingesetzt. Was denkst du, machen wir unseren Job gut? Was kannst du an deinem Handeln verändern, um der Umwelt etwas Gutes zu tun? Du kannst beispielsweise mit deinem Jugendkreis / deiner Gemeinde Müll sammeln gehen oder Bäume pflanzen. Überdenkt gemeinsam euer Konsumverhalten. Führt in der Gemeinde ein, dass Glas- statt Plastikflaschen verwendet werden.
 
Sei barmherzig mit dir selbst!
Viele Menschen gehen zu kritisch mit sich selbst um. Egal, ob es um das Aussehen geht, die Leistungen oder das soziale Leben. „Ich will schöner sein, mehr leisten und mehr Freunde haben.“ – Citius, altius, fortius (Schneller, höher, stärker). Doch darum geht es nicht. Es geht in erster Linie um deine Beziehung zu Gott. Und was sagt er ĂĽber dich aus? Lies Psalm 139 (ja, das gehört auch zu der Challenge). Gott hat dich wunderbar und einzigartig geschaffen. Der Schöpfer des Universums hat dich so gemacht, wie du bist. Wenn er dich anders gewollt hätte, dann hätte er dich anders geschaffen. Er wollte dich genauso, wie du bist – wunderbar und einzigartig! Deshalb sei barmherzig mit dir selbst. Setz dich selbst nicht zu sehr unter Druck.  
 
Nimm dich selbst zurĂĽck!
Vielleicht stehst du gerne im Mittelpunkt. Achte die nächsten Wochen bewusst darauf, nicht immer selbst im Mittelpunkt zu stehen, sondern lass auch einmal andere das Zentrum sein. Schenk du ihnen die Aufmerksamkeit, die sie normalerweise dir schenken.  
 
Gib jemandem deine Stimme, der überhört wird!
Kennst du das, überhört zu werden, auch wenn man etwas Wichtiges zu sagen hat? Setz dich für jemanden bei deiner Arbeit, Schule oder im Studium ein, der oft überhört oder sogar übergangen wird. Leih ihm/ihr deine Stimme, dass seine Meinung gehört wird.
Du kannst dich auch gegen Tierquälerei oder Umweltverschmutzung engagieren und ihnen deine Stimme geben.  
 
Spende Geld fĂĽr eine gute Sache!
In der Bibel gibt es die Faustregel, dass 10 % des Einkommens gespendet werden sollen. Das fällt uns oft gar nicht so leicht. Nimm diesen Punkt der Challenge als Möglichkeit wahr, um auch im Bereich der Finanzen barmherziger zu werden. Spende 10 % deines nächsten Einkommens für eine gute Sache.
Gott zwingt uns nicht und vor allem braucht Gott unser Geld nicht. Aber es verändert etwas in uns, in unserer Gemeinschaft und auf dieser Welt.
 
Gib anderen recht!
Jeder hat eine eigene Meinung. Wir fordern jedoch oft einen Objektivitätsanspruch auf unsere Meinung und sind sehr kritisch mit anderen Meinungen. Akzeptiere, dass jeder eine Situation subjektiv betrachtet und dein Gegenüber auch recht haben kann. Sei in der nächsten Diskussion offen dafür, deiner Gegenpartei recht zu geben.
 
Investier dich in die Gemeinde!
Frag in deiner Gemeinde nach, wo du helfen kannst. In der Kinder- und Jugendarbeit? Beim nächsten Gemeindefest? Im Musikteam? Bring dich mit deinen Fähigkeiten in die Gemeinde ein und sei ein lebendiger Teil davon. Davon lebt die Gemeinde.  
 
  

  • Autor / Autorin: Daniel Siewert
  • © Deutscher EC-Verband

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