Das Duell der BrĂŒderDas Duell der BrĂŒder

Das Duell der BrĂŒder

GelÀndespiel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in WĂŒrttemberg
Zeitbedarf: 90-100 Min. (Vorbereitung: 45-60 Min.)
Materialart: GelÀndespiel
Zielgruppe: Kinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellungen: 5 Sterne Sommer, Spiel und Spaß, ejw
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigte Materialien: 50 rote Knicklichter (mit Zwischenteil), 50 grĂŒne Knicklichter (mit Zwischenteil, wobei ihr auch jede andere Farbe nehmen könnt, hauptsache, jede Gruppe hat ihre eigene Farbe und ist im Dunkeln gut erkennbar), 10 Edding(s) (pro Gruppe einen), Taschenlampen (fĂŒr jede Station), 12 kopierte oder ausgedruckte Rehe und/oder Hirsche (pro Gruppe 6x), Absperrband (oder Ă€hnliche Starlinienmarkierung), 1 Maßband/stab (um die drei Meter abzumessen), 2 Taschenlampen, Fragen, 1 Packung Watte (oder gekaufte Wattekugeln), 2 SchĂŒsseln (ein"Jakob"-SchĂŒssel, eine"Esau"-SchĂŒssel), Preise (fĂŒr die Sieger, wer möchte), 10 Laufzettel (pro Gruppe einen), Stift(e) (pro Station einen), 5 Auswertungszettel (pro Station einen)

Ein NachtgelÀndespiel

Esau und Jakob: zwei BrĂŒder, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der eine immer auf der Jagd und unterwegs, der andere dagegen besonnen und lieber zu Hause. Da sind Duelle, wie sie unter Geschwistern vorkommen, natĂŒrlich vorprogrammiert. Garantiert kennen die meisten Kinder, dass Streitereien unter Geschwistern zur Tagesordnung gehören. So etwas ist natĂŒrlich die perfekte Vorlage fĂŒr ein einmaliges NachtgelĂ€ndespiel, bei dem sich Gruppen auf spielerische Art duellieren können. Hier sind vor allem Kraft und Ausdauer gefragt, aber auch ein bisschen Köpfchen.

Um das Spiel verstÀndlicher erklÀren zu können, gehe ich von zehn Gruppen à 6-8 Kindern aus. Je nach örtlichen Gegebenheiten ist das Spiel dann individuell nach Anzahl und Abstand anzupassen.

Spielvorbereitung

Da Jakob und Esau gegeneinander antreten, gibt es fĂŒnf Jakob-Gruppen und fĂŒnf Esau-Gruppen. Diese Einteilung erfolgt im Vorfeld von den Mitarbeitenden. Bei der Einteilung der Gruppen ist darauf zu achten, dass die Aufteilung je nach Alter und StĂ€rke gerecht ist. Bei diesem Spiel spielt jede Gruppe fĂŒr sich, aber auch gleichzeitig im jeweiligen Verbund Jakob oder Esau.

Einleitung

Alle Gruppen kommen an einem zentralen Platz zusammen. Zu Beginn gibt es ein wenig Programm (allgemeine Ansagen, Lieder,…). Irgendwann platzen Jakob und Esau herein und streiten miteinander.

Jakob wirft Esau vor, dass dieser immer unterwegs sei und nie zu Hause, um zu helfen. Jakob muss sich zu Hause alleine um die Tiere kĂŒmmern, die StĂ€lle ausmisten, Schafe und Ziegen melken, der Mutter zur Hand gehen, usw. Auch wĂŒrde Esau sich draußen auf dem Feld  nur einen schönen Tag machen und faul in der Sonne liegen.

Daraufhin ist Esau sehr erbost und wirft Jakob vor, ein Muttersöhnchen zu sein, das nur zu Hause rumlungert und draußen in der Welt nicht ĂŒberlebensfĂ€hig wĂ€re. Das bisschen Stall mache sich doch fast von alleine, usw. Esau wĂŒrde wenigstens dafĂŒr sorgen, dass sie immer leckeres Wild zu Essen haben. Er selbst wĂŒrde die Felder ordentlich bestellen und die wilden Tiere vom Haus fern halten.

Das Wortgefecht geht immer hin und her, bis einer der beiden den anderen dazu herausfordert, doch einmal gegen ihn anzutreten. So könnten sie herausfinden, wer von beiden der StĂ€rkere ist. Esau ist davon ĂŒberzeugt, dass er gewinnt, denn er ist viel stĂ€rker als sein Bruder. Jakob hingegen meint, er gewinnt, denn schließlich ist er der Schlauere von beiden. Und Duelle gewinnt man mit Intelligenz und nicht mit Kraft. Die beiden schlagen ein, rufen: „los Bruder, das Duell beginnt!“, und wollen gerade los rennen, als Jakob Esau festhĂ€lt und sagt: „und was machen wir mit denen da?“ Dabei zeigt er auf die Kinder.


Esau : „Die lassen wir einfach da sitzen.“
Jakob  : „Hey Bruder, das kannst du doch nicht machen.“
Esau    : „Warum nicht?“
Jakob  : „Sollen wir sie nicht als Zuschauer mitnehmen?“
Esau    : „Spinnst du? Ich brauche doch keine Zuschauer, wenn ich mich mit dir duelliere!“
Jakob  : „Da hast du auch wieder recht! Und wenn wir sie als unsere UnterstĂŒtzung mitnehmen?
Esau    : „Von mir aus. Wenn sie wollen. Kinder, habt ihr Lust uns zu unterstĂŒtzen, wenn wir uns duellieren?“
Die Kinder rufen nun hoffentlich „ja“!
Jakob  : „Gut, dann wĂŒrde ich sagen, wir teilen sie unter uns gerecht auf. Bist du damit einverstanden, Bruder?“
Esau    : „Prima Idee, so machen wir es!“ Dann mĂŒssen wir uns nur noch einig werden, wer wen nimmt.“

Jakob und Esau tuscheln kurz miteinander und tun so, als wĂŒrden sie die Kinder unter sich aufteilen, wobei zu dem Zeitpunkt schon klar ist, welche Gruppen zu wem kommen. Aber das wissen die Kinder ja nicht. Beide BrĂŒder sagen nun, welche Kinder, bzw. welche Gruppen zu ihnen gehören.

Damit die Zugehörigkeit im Dunkeln gut erkennbar ist, bekommt jedes Kind ein Knicklicht mit einem Zwischenteil. Damit kann es das Licht zu einem Reif formen und sich um das Handgelenk machen. Die Jakob-Gruppen bekommen z.B. ein rotes Knicklicht, die Esau-Gruppen ein grĂŒnes. Desweiteren erhalten die Jakob-Gruppen eine Gruppennummer von 1-5, die Esau-Gruppen eine Gruppennummer von 6-10. D.h., jede Gruppe erhĂ€lt noch eine Nummer, die ein (oder jedes) Gruppenmitglied auf den HandrĂŒcken mit Edding geschrieben bekommt . Es ist fĂŒr den weiteren Spielverlauf wichtig zu wissen, welche Gruppe welche Nummer hat.

SpielerklÀrung

Jakob: „Bruder, das ist genial, dass wir nun so viel UnterstĂŒtzung bekommen haben. Dann kann es jetzt los gehen! Und nachher wissen wir, wer der Bessere von uns beiden ist. Damit die KĂ€mpfe auch wirklich fair zugehen, wĂŒrde ich sagen: alle Jakob-Gruppen mĂŒssen gegen alle Esau-Gruppen spielen. Dazu haben wir draußen auf dem GelĂ€nde schon einmal fĂŒnf Stationen aufgebaut, an denen ihr euch gegenseitig messen könnt. Die Jakob-Gruppen gehen als erstes an die Station, die auch ihrer Gruppennummer entspricht. D.h., die Jakob-Gruppe mit der Nummer 1 geht an Station1, die Jakob-Gruppe mit der Nr. 2, sucht Station 2, usw. Ertönt das Signal, um die Station zu wechseln, geht ihr einfach immer eine Station weiter. Gruppe 1, geht an Station 2, Gruppe 2 zu Station 3, usw.“

Esau: Die Esau-Gruppen beginnen folgendermaßen: Gruppe 6 an Station 1, Gruppe 7 an Station 2, Gruppe 8 an Station 3, Gruppe 9 an Station 4 und Gruppe 10 an Station 5. Beim Stationenwechsel, gehen diese Gruppen jedoch rĂŒckwĂ€rts (also Gruppe 10 beginnt an Station 5, dann gehen sie zu Station 4, danach zu 3, anschließend zu 2 und beim letzten Durchgang sind sie an Station 1. So haben sie alle Stationen einmal durch).“

Konkret hier ein Laufzettel fĂŒr alle Gruppen (im Vorfeld die Laufzettel fĂŒr alle Gruppen kopieren und jeweilige Gruppennummer markieren. So sehen die Kinder, zu welcher Nummer sie als nĂ€chstes mĂŒssen):

 Station 1Station 2Station 3Station 4Station 5  
1.RundeJakob 1
Esau 6
Jakob 2
Esau 7
Jakob 3
Esau 8
Jakob 4
Esau 9
Jakob 5
Esau 10  
2. RundeJakob 5
Esau 7
Jakob 1
Esau 8
Jakob 2
Esau 9
Jakob 3
Esau 10
Jakob 4
Esau 6  
3. RundeJakob 4
Esau 8
Jakob 5
Esau 9
Jakob 1
Esau 10
Jakob 2
Esau 6
Jakob 3
Esau 7  
4. RundeJakob 3
Esau 9
Jakob 4
Esau 10
Jakob 5
Esau 6
Jakob 1
Esau 7
Jakob 2
Esau 8  
5. RundeJakob 2
Esau 10
Jakob 3
Esau 6
Jakob 4
Esau 7
Jakob 5
Esau 8
Jakob 1
Esau 9  

Hinweis: Mit diesem rollierenden System spielt jede Jakob-Gruppe einmal gegen jede Esau-Gruppe.

Jakob erklĂ€rt weiter: „Wenn ihr die richtige Station gefunden habt, wartet ihr auf die gegnerische Mannschaft. Dann wird euch das Spiel erklĂ€rt, beim Startsignal legt ihr los und am Ende notieren die Mitarbeitenden die Punkte. Danach geht ihr an die nĂ€chste Station weiter. Am Ende des Spieles treffen wir uns alle wieder hier. Ganz wichtig bei diesem Spiel ist, dass ihr als einzelne Gruppe gewinnen könnt, aber auch als Jakob- oder Esau-Gruppe. Gibt es noch Fragen? Wenn es keine Fragen mehr gibt, wir starten. Damit wir bald wissen, wer von uns BrĂŒdern der Bessere ist!“

DurchfĂŒhrung des Spieles

Auf dem GelĂ€nde verteilt sind fĂŒnf Stationen aufgebaut, die nach Möglichkeit alle jeweils mit zwei Mitarbeitenden besetzt sind. Die Stationen können sie ruhig etwas weiter auseinander liegen. NatĂŒrlich sind Taschenlampen erlaubt.

Da die Spielleiter bei Nacht nicht sehen können, ob alle Gruppen an den Stationen sind, bekommen alle Mitarbeitenden an den Stationen eine Trillerpfeife (ein Instrument, oder etwas anderes das laute GerĂ€usche erzeugen kann). Sobald die Gruppen nach der SpielerklĂ€rung los gegangen sind, wird eine Weile gewartet damit sie auch die Chance haben, ihre Station zu finden. Dann sagt die Spielleitung durch das Mikrofon: „Station 1“. Sind zu dem Zeitpunkt die beiden richtigen Gruppen an Station 1 und das Spiel wurde schon erklĂ€rt, wird einmal in die Trillerpfeife gepustet. Fehlt noch eine Gruppe oder das Spiel ist noch nicht zu Ende erklĂ€rt, wird nicht gepustet. So weiß die Spielleitung, ob Station 1 spielbereit ist oder nicht. Nach diesem Schema werden alle Stationen „abgefragt“. Haben sich alle Stationen mit einem Pfiff zurĂŒckgemeldet, ertönt das Signal und die erste Spielrunde beginnt. Wenn nicht, wird noch ein wenig gewartet und die betreffende Station nochmals gefragt. Es ist wichtig, dass zum Zeitpunkt der Abfrage der Ablauf des Spieles fĂŒr die Kinder schon klar ist, so dass sie die volle Zeit zum Duell nutzen können. D.h., sobald beide Gruppen an der Station sind, wird das Spiel erklĂ€rt.

Eine Runde geht sieben Minuten. Dann ertönt das Signal von der Spielleitung zum Stationen wechsel. Die Gruppen suchen ihre nÀchste Station auf und die Mitarbeitenden notieren auf einem Zettel, welche Gruppe wie viele Punkte erspielt hat.

Die Spielleitung wartet wieder eine Weile, bevor die Stationen abgefragt werden, ob sie spielbereit sind. Erst wenn alle bereit sind, ertönt das Signal zum Spielbeginn.

Auswertung fĂŒr Mitarbeitende an den Stationen und Laufzettel der Kinder als Datei:

Station 1: Jakob und die Ferse

Bei der Geburt hat Jakob seinen Bruder Esau an der Ferse fest gehalten. Wir machen ein Spiel, bei dem es um die Ferse geht.

Beide Gruppen stellen sich hintereinander auf. In einiger Entfernung befindet sich der Wendepunkt. Auf das Startsignal hin, laufen die jeweils ersten Kinder auf der Ferse bis zum Wendepunkt und wieder zurĂŒck. Sobald sie zurĂŒck sind, ist dies das Signal fĂŒr das nĂ€chste Kind, los zu laufen. FĂŒr jedes Kind das eine Runde geschafft hat, gibt es einen Punkt. Ist die Gruppe einmal durch, beginnt sie wieder von vorne. Es wird so lange gespielt, bis das Signal zum Stationen wechselertönt. Am Ende des Spieles wird auf dem Zettel der Station notiert, welche Gruppe wie viele Punkte erspielen konnte.

Da es wirklich mĂŒhselig ist, auf der Ferse zu laufen, wĂ€re es gut, wenn die Runde nicht so lang ist. Der Vorteil dabei ist, dass die Gruppen schneller durch sind, die einzelnen Kinder kommen öfter dran, und es wird ihnen nicht langweilig.

Bei dieser Station macht es Sinn, wenn zwei Mitarbeitende dabei sind, so kann jeder nach einer Gruppe schauen und die Runden notieren.

Station 2: Esau der JĂ€ger und Sammler

Esau ist der geborene JĂ€ger und Sammler. In dieser Disziplin, haben alle anderen das Nachsehen. Doch wie sieht das bei euch aus? Welche Gruppe ist besser. Jakob oder doch Esau?

FĂŒr dieses Spiel benötigt ihr eine große Wiese auf der die Startlinie fĂŒr die Gruppen markiert ist. Ab der Startlinie, legt ihr alle drei Meter fĂŒr jede Gruppe ein kopiertes Reh (oder einen Hirsch, denn Esau jagte Wild) auf den Boden. Die Gruppen stellen sich hintereinander auf und gehen dann mit den HĂ€nden auf den Boden, so dass ein Tunnel entsteht. D.h., das erste Kind berĂŒhrt mit der rechten Hand und dem rechten Fuß die Startlinie, die anderen Kinder bilden hinter der Linie den Tunnel. Sind alle bereit und das Startsignal ertönt, muss das letzte Kind durch den Tunnel krabbeln und sich vor dem ersten Kind, auch als Tunnel, hinstellen. Erst wenn das Kind wieder im Tunnelstand ist, darf das nĂ€chste los krabbeln. Kommt eine Gruppe bei einem Tier an, bekommt sie einen Punkt. Es wird so lange gespielt, bis die erste Gruppe alle Tiere erreicht hat oder das Signal zum Stationen- wechsel ertönt. Welche Gruppe konnte die meisten Tiere sammeln?

Station 3: Jakob oder Esau: Wer weiß es?

Die zwei BrĂŒder meinen immer, sie sind schlauer als der jeweils andere. Jakob hat es immerhin mit List und TĂŒcke geschafft, sich den Erstgeburtssegen geben zu lassen. Um dies nun zu beweisen, dĂŒrfen sie sich einem Frage-Spiel unterziehen.

Dazu stellen sich die Gruppen gegenĂŒber auf, so dass sie sich gut sehen können. Das jeweils erste Kind braucht eine Taschenlampe. Sind alle bereit, bekommen die beiden Kinder mit der Taschenlampe vom Mitarbeitenden eine Frage gestellt. Meint ein Kind die Antwort zu wissen, schaltet es die Taschenlampe an damit die Mitarbeiter sehen können, wer die Antwort kennt. Das Kind nennt die Antwort. Wenn sie richtig ist, erhĂ€lt die Gruppe einen Punkt. Ist die Antwort falsch, bekommt die andere Gruppe noch die Chance eine Antwort zu geben. Bei Richtigkeit gibt es einen Punkt. Nun kommen jeweils die zweiten Kinder dran, usw. Es wird so lange gespielt, bis das Signal ertönt.
Die Fragen können zu den schon durchgefĂŒhrten Bibelarbeiten sein oder ganz allgemein. Eine gute Mischung ist immer perfekt.

Mögliche Fragen: Wie heißt die Mutter von Jakob und Esau? (Rebekka) Welche Farbe zeigt eine Ampel, wenn man stehen bleiben soll? (rot) Wie heißt der Bundeskanzler/ die Bundeskanzlerin von Deuschland? (bis 09/2021 Angela Merkel) Welche Haarfarbe hatte Esau? (rot) Wer war der Großvater der Zwillinge? (Abraham) Wie viele cm sind ein Meter? (100) Nenne 2 Söhne von Jakob (z.b: Ruben, Dan, Naftali, Levi, Josef, Benjamin…) Wer gewann 2018 die Fußballweltmeisterschaft der MĂ€nner? (Frankreich) …

Auswahlfragen fĂŒr Kinder ab 10 Jahren: https://praxistipps.focus.de/quizfragen-fuer-kinder-15-fragen-mit-loesungen_124416

Bei dieser Station stellt der eine Mitarbeitende die Fragen und der andere notiert die Punkte der Antworten.

Station 4: Jakobs Ausdauer

Jakob brauchte viel Ausdauer, bis er seine geliebte Rahel heiraten durfte.

Wie steht es um eure Ausdauer? Die wollen wir an dieser Station einmal testen. Dazu gehen immer ein Kind aus der Jakob- und Esau-Gruppe zusammen. Das erste Paar stellt sich gegenĂŒber. Auf „los“ streckt jeder einen Fuß zur Seite, so dass jeder nur noch auf einem Bein steht. Wer zuerst den Boden berĂŒhrt, hat verloren. Ist das erste Paar durch, kommt das nĂ€chste an die Reihe. Welche Gruppe konnte bei diesem Spiel die meisten Punkte erspielen?

Alternativen: Seilspringen: SprĂŒnge zĂ€hlen der ganzen Gruppe; LiegestĂŒtzen der ganzen Gruppe zĂ€hlen.

Station 5: Jakob sucht seine Schafe zusammen

Viele Jahre schon wohnt Jakob bei Laban, der ihn jedoch immer wieder betrogen hatte. Deshalb beschließt er, wieder zurĂŒck in sein Land zu gehen. So sammelt Jakob all die Schafe zusammen, die ihm Laban versprochen hatte.

FĂŒr dieses Spiel wĂ€re ein WaldstĂŒck perfekt oder aber ein sehr großer Platz. Auf diesem verteilt ihr viele kleine WattebĂ€llchen als Schafe. Damit die KĂŒgelchen spĂ€ter nicht „zusammen kleben“, ist es wichtig, dass sie zu ganz festen Kugeln geformt werden. An einem zentralen Platz stehen zwei SchĂŒsseln bereit. Auf der einen steht „Jakob“ und auf der anderen „Esau“. Die Aufgabe der beiden Gruppen besteht darin, so viele Schafe wie möglich zu finden. Wurde ein Schaf gefunden, so muss es gleich in die entsprechende SchĂŒssel gelegt werden, erst dann darf man das nĂ€chste Schaf suchen. Jedes gefundene Schaf ergibt einen Punkt. In einem WaldstĂŒck ist dieses Spiel natĂŒrlich viel interessanter, da die Schafe nicht gleich gesehen werden. Manche Schafe haben sich vielleicht auch in Äste verirrt. Welche Gruppe findet die meisten Schafe und kann somit dieses Spiel fĂŒr sich entscheiden?

Ein Mitarbeitender sollte immer wieder neu Schafe verteilen, damit jede Gruppe gleiche Chancen hat.

Nach fĂŒnf Spielrunden sind alle Jakob- bzw. Esau-Gruppen einmal durch und treffen sich auf der großen Wiese. Die Jakob-Gruppen stehen bei Jakob und die Esau-Gruppen natĂŒrlich bei Esau. Beide bedanken sich bei ihren Gruppen fĂŒr den wunderbaren Einsatz, den sie geleistet haben.

Da das Spiel gleich ausgewertet wird, ist es wichtig, dass alle Zettel von den Stationen sofort zur Spielleitung kommen. Diese zÀhlen die Punkte der einzelnen Gruppen zusammen, so dass klar ist, welches Zelt gewonnen hat. Aber es werden auch alle Jakob- und Esau-Gruppen zusammen gezÀhlt, so dass am Ende ein Bruder feststeht, der Sieger ist.

WĂ€hrend das Spiel ausgewertet wird, gibt es noch eine Disziplin, die die Gruppen austragen mĂŒssen: Schoß sitzen! Jeder Bruder sammelt seine Gruppe. Alle Kinder bilden einen Kreis, so dass sie Schulter an Schulter stehen. Hierbei ist es ganz wichtig, dass die Kinder ganz eng stehen. Dann drehen sich alle nach rechts um 90 Grad und stehen somit hintereinander. Gibt der Bruder, in dessen Gruppe man ist, das Kommando, setzen sich alle Mitspieler auf die Knie des Hintermannes und es entsteht ein sitzender Kreis. Gewonnen hat die Gruppe die es als erste schafft, 10 sec. sitzen zu bleiben.

Nun ist die Spielleitung hoffentlich auch mit der Auswertung fertig und die Sieger des Bruder-Duells stehen fest. Wer möchte, kann natĂŒrlich kleine Preise verteilen. Aber dann an die Bruder-VerbĂ€nde, so kommen alle Gruppen eines Bruders in den Genuss eines Preises. Evtl. könnte man noch die beste Gruppe kĂŒhren.

  • Autor / Autorin: Tanja Ziegler
  • © austin-pacheco-FtL07GM9Q7Y-unsplash.jpg