Rahmengeschichte zu „Jakob – geflüchtet, gesegnet, versöhnt“Rahmengeschichte zu „Jakob – geflüchtet, gesegnet, versöhnt“

Rahmengeschichte zu "Jakob - geflüchtet, gesegnet, versöhnt"

Theater/ Anspiel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Materialart: Theater/ Anspiel
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Freizeiten
Redaktion: Jungscharleiter

Dieses Anspiel wurde als Rahmengeschichte für die Bibelarbeitsreihe „Jakob- geflüchtet, gesegnet, versöhnt“ (1. Mose 25-33) geschrieben. Es eignet sich für Kinderfreizeiten, um die Themen von Jakob in das Heute der Kinder zu übertragen. Zu jeder Bibelarbeit gibt es vor und nach der biblischen Geschichte eine Szene mit einem Zwilling und seiner Oma.


Vorschau:

Grundidee
Ben ist einer von zweieiigen Zwillingen. Bei ihm und seinem Bruder Tim geht es manchmal drunter und drüber. Die Brüder sind 12 Jahre alt und in letzter Zeit haben sie ziemlich oft gestritten. Deswegen kamen ihre Eltern auf die Idee, dass sie die Ferien jeweils eine Woche getrennt verbringen sollen. Tim ist bei der Tante und Ben bei Oma. Ben mag seine Oma zwar, aber irgendwie beneidet er auch Tim, weil er denkt, dass es bei Tante Julia viel cooler ist und Tim bestimmt mehr tolle Sachen macht als er.
Seine Oma versucht natürlich die Situation zu entspannen. Und sie erzählt ihm die Geschichte von dem Zwillingspaar Jakob und Esau, die auch sehr unterschiedlich waren.

Tag 1
1. Mose 25,19-34: Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Rahmengeschichte Teil 1
Ben schleppt seine Tasche in den Flur und lässt sie fallen. Dann zieht er die Jacke aus und wirft sie achtlos in eine Ecke. Ebenso macht er es mit den Schuhen. Er setzt sich auf einen Stuhl an den Tisch und schaut griesgrämig drein. Oma kommt auch herein. Sie hebt seine Jacke auf, stellt die Schuhe ordentlich hin und setzt sich zu ihm.
Oma: Na, du scheinst ja gerade eine Bombenlaune zu haben. Ich hab´ gedacht, du freust dich etwas mehr, wenn du deine Oma in den Ferien besuchen kommst.
Ben verdreht die Augen.
Ben: Ach Oma, nichts gegen dich, aber ich habe gerade einfach andere Probleme.
Oma: Ja, ja, ich weiß schon. Tim und du streitet gerade sehr oft und das ist ganz schön anstrengend für alle Beteiligten.
Ben: Mal ehrlich, du hast keine Ahnung. Tim, der darf immer alles. Er ist in der Schule besser als ich. Und Mama sagt dann, ich soll mir ein Beispiel an ihm nehmen. Beim Handball ist er der Mannschaftskapitän und damit prahlt er die ganze Zeit herum. Das nervt, sage ich dir. Und wenn irgendwas ist, ist er immer der Liebe und ich bin der Böse. Das ist doch ungerecht.
Oma: Dann kannst du doch froh sein, dass du nun eine Woche deine Ruhe hast und wir machen uns hier eine schöne Zeit.
Ben: Ich glaube echt, dass meine Eltern Tim lieber haben. Der darf nämlich zu Tante Julia und das ist echt ungerecht. Die hat sich extra frei genommen und wird bestimmt mit ihm und ihrem Freund tolle Sachen machen und ich bin hier bei dir.
Oma: Ich verstehe, mein Lieber. Daran lässt sich leider nun nichts ändern. Du musst dich damit abfinden, dass du „nur“ bei mir gelandet bist. Aber weißt du, wir können es uns hier auch schönmachen. Zum Ankommen könnte ich dir einen Kakao machen und dir eine Geschichte erzählen. Weißt du noch, früher habe ich euch öfters Geschichten erzählt.
Ben: Ja, das stimmt. Wir durften immer auf dem Sofa liegen mit Kaba und Keksen und du hast erzählt. Also, mmmh, wenn es noch Kekse gibt, wäre ich dabei.
Oma: Na also, hier bitte (holt Kakao und Kekse).
Dann erzähle ich dir mal die Geschichte von Esau und Jakob. Die waren nämlich auch ein Zwillingspaar. Und die waren auch komplett verschieden. Und der eine war eher der Lieblingssohn von der Mutter und der andere vom Vater. Und es gab natürlich auch öfter Streit zwischen denen.

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  • Autor / Autorin: Claudia Englert
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg

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